^r. 1l»0._____________________Freitag, 9. Mai 1890. 109. Iahrganss. ^aitlalher Zeitung. ^Wl,A n '^'"iö: Mi< Postvrr! si, d « » n : naozjiihrin fl, 15, halbjährig fl, 75N, In, C um pt o i r: . Ütiür^i^' l>a,l>jühnn sl, 5'K«. ssiir dic ^»llsNüüss in» Hni!« <,anzj«l,rin si, 1, - Inslstionsytbür: i>ür z Dis «Lalbnchsr gs!t»,,g» srlchri»! !ns>Xch m,t «»»nähme der Könn» und Fricrtllge, Dir Ndminlftratwn bl>ftndrt s!ch Co»«rf«!p!ay 2, bir Nednction ^ahnholyasle 84. Kprlchstimdl» d?r Mcdoclion tüaüch von N) bi< li! Uhr vormülag«, -^ Uüfranliss!!' Vliclc wrrdr» nich! anglnommcn i!»b Manulcriple nicht zilriillgeürllt. Nichtamtlicher Mil. Aller^^' ""^ !' Apostolisch.» Majestät haben mit Ilifc,,? - ""^'rzeichnetem Diplome dem Major des Ludwig lV. Großherzog von »i.s. ' ^ August Braun dell Adelstand allcr-^""d'gst zu verleihen geruht. Vice»?" Iusti^minister hat den Pfarrer von Villa in m!"!? ^anz Tomsig zumStrafanstalts-Scclsorger ^adlsla ernannt. Umtlicher Hheil. ^erhaudlllugeu des Neichsrathcs. ^. -Wien,?. Mai. ^cai, l^ U^'ge Rede dei Handelsministers Marquis uon ^n r?" ^^ "" lnufassendcs Vild der Verhältnisse auf ^altu» ^ mauuigsaltigcm Gebiete, welches der Ver-lHiiM^/bcr doch Obevaüfsicht und Fürsorge dieses Zachst >. untersteht. Marquis Bacquehem' gedachte ^h,'w sp ^ erfreulichen Aufschwunges, den das' Local« Ei^cha' l yenummen, ungeachtet der Staat — dessen d"k« 'y"liau.Co,,to noch start belastet ist — dasselbe ^ttlich >^bcrn nicht in der Lage war. Es wird ^laus. '"""chen überraschen. zu vernehmen, dass im ^>,bab, ^^" "'Hl weniger als 420 Kilometer ^e»ll ^ '" unserem Staate gebaut worden sind. ""^hno "wähnte der Handclsminister lobeud die '"^ ans ^"te Thätigkeit ds Landes Steicrmark, "^sa.s< ""^ eines im vorigen Herbst beschlossenen We ^ >'M mit Hilfe eiucs Landescredits bis zur ^leh ^ "/^ Millionen Gulden ein wohldurchdachtes Der m^lbalMn entstehen wird. ^eirotba ^ ^"'" ^aun ""! die Institnliou des ^blliak^ ^" sprechen, durch deren Errichtung er ^rter W„ ^ ' Wünschen der Geschäftswelt in dan'keus-^n ^ ^^entgegenkommt. Per Zullbeirath. in wel-Mci, ^^'^elskauinlern Delegierte entsenden, wird in Mlig ^, " ^einuugsverschicdenheitcn über die Ans-M es > - '^ s^'l Olllachten abzugeben haben, "dine,, """schrnswcrt wäre, solche G„!achten einer ^lchast 'i.°'^ p"lt'schen Fachmännern gebildeten Kör-. ^litif c,l " yl°ben Fragen der Zoll- und Han-^»ers „,'"^ einzuholen, gab der Minister ohne-^leil. H "Um, er machte auch auf die Schwierig- .......,„„ '""" dies verbnndeu wäre, aufmcllsam und schloss dieses Capitel mit dem Ausdrucke der Zu. verficht, dass man die Erweiterung des Wirkungskreises des Zollbeiraths getrost der Z.llunst überlassen könne. Es folgte nun ein großangelegter Ucberblick über die handelspolitischen Beziehungen der Monarchie, in den eine Betrachtung der allgemeinen handelspolitischen Weltlage mit einbezogen wurde. Der Osten und der Westen Europa's wurden von diesem Standpunkte ans lasch durchstreift. Die Frage der Erneneruug unserer Handelsverträge mit den Staaten des Ostens bezeich« nete der Handelsmiuster sehr treffend als eine Frage der ökonomischen und finanziellen Situation dieser aus rein agricolen Verhältnissen nach einer höheren gewerblichen Entwickluug strebenden Länder. Selbstverständlich widmete er anch einige Worte dem Verhältnisse zu Rumänien, welches im Laufe der Verhaudluugen mit anderen Staaten sicherlich zur Erkenntnis gelangen werde, dass gerade Oesterreich - Ungarn an Entgegen» kommen für die wirtschaftlichen Interesfcu Rumäuiens es sicherlich nicht fehlen lasf,». Die Situation im Westen Europa's wird beherrscht durch die deutsch-französischen Beziehungen, in denen der vom Frankfurter Frieden datierende immerwährende Meistbegün-stiguilgs. Paragraph eine bejtimmle Rolle spielt. Der Minister verfolgte das verwickelte Gewebe, das sich an diefen Paragraphen knüpft, in allen seinen Verzweigun» gen. Er verwies auf den wenig beachteten Umstand, dass Deutschland einen geringeren Procenttheil seiner Gcsammtausfuhr nach Frankreich abfetze, als umgekehrt. Trotzdem betrachte die französisch? Industrie jene Frank» furter Clause! als eine Fessel, deren sie sich durch Auf' Hebung der Handelsverträge Frankreichs mit den übrigen Staaten zu entledigen suche. Der dadurch ent« stehende Rückstoß würde auch Deutschland schädigen, und hie uud da glaube mau daher, Deutschland werd«! sich demzufolge zu einer Aenderuug sein?« Systems veran» lasst sehen. Der Minister erwähnte mm die verschiedenen Folgerungen, welche daraus verschiedene österreichische Handelskammern auf unsere eigenen künftigen Beziehungen zu Deutschland gezogen und die allerdings sehr widersprechend lauten. Dass er selbst in seiner Rede dazu nicht Stellung nehmen und überhaupt ein Programm für unfer Verhalten im kritischen Jahre 1892 nicht ausgeben konnte, ist selbstverständlich; allein man wird mit Genugthuuug hören, dass der Haudelsmiuister sich in vcrtragöfreundlichem Sinne äuß Der Kopfschmerz. leu'e de 'l^'l tonnte man über den Kopfschmerz und Miqt M'oe"en Arten schreiben. Km, Plagegeist n ""chnial !> '"udernen Menschen zudriuglicher als er. m'be>is a.«/' " es, in Gestalt eines selbständigen ^lciw,, "Mrtten. meist aber erscheint er nur iu 'lf sei, ?. ""derer Krankheiten und kaun den Vor-l r Nall, > Kleins aus andere Schullern schieben, fte ej„". '^thet er mit rasender Heftigkeit im Ge< >ser e!„ V'rnentzündung. bald macht er als Vor. ^te ei,,P« ^""schuldigen Grippe oder als hinkender > rr l,.,s, ^'"fehlcrs unser» Kopf zum Amboß, auf ^ln^sU"rnch„zig lothäunucrt. Wir treffen ihn als >ell^"U bel Blutreichen nicht minder als bei Blut-?^ren ,. ""zertlemilichcu Gefährten fast aller I e" wir "^ der siebe, haften Krankheiten. Indessen 1 fte», der ^? "ur denjenigen Kopfschmerz vor > ^ü ber..^"' ""em kraukhast veränderten Neruen-''^ll iir^ ""b durch seine häufigen Anfälle zu s., Drr ,?'"", Pmligern gchiirt. »„cn W'. Kopfschmerz äußert sich in sehr ver- 2 lass,,7 Me'tsgradcn. aber auch dem Ursprünge verschiedene Arten von Kopfschmerz Ärschen m/'^ erscheint zumeist als Beigabe der f..Mecht ^)afllmg und ist nur dem weiblichen hHMich^'' "M. Er meldet sich bald infolge von ns.? oh„c ^"ngen. bald nach Gemüthsbewegungeu. ^ "ach ^"erkennbare,, Anlass. meist morgeus ^ "em Erwachen. Seine Heftigkeit steigt mit jeder. Minute. Schon die Berührung drs Kamme« vermehrt ih». Es ist. als ob ein Nagel vom Scheitel aus ius Gehiru sich eiubohrlc, als ob der Kopf zerplatzen möchte» Manchmal nimmt er den ganzen Kopf. manchmal die Stirn, bald die eine. bald die andere Seite dcs Kopfes ein. Erst allmählich legt sich der Schmerz, und die Nacht bringt etwas Schlaf und Befreiuug. Doch dauert der trübselige Zustand öfter eine Reihe von Tagen. Eine zweite, gleichfalls haupsächlich in der Frauen, wclt heimische uud periodische, aber stets nur auf eiuer Hälfte d.s Schädels auftretende Form vou Kopf» schmerz führt den frauzösicrteu. aus dem Griechischen ilomil-l'lmiii stammenden Nanm, M>g'ä'"e. Bedarf cs einem so allbekannten Drama gegenüber noch einer Schildernug desselben nach seinen einzelnen Sccuen? Den drohcnden Anfall merkt die Kraule häufig schon den Tag vorher an gewissen Anzeichen: Verstimmung, Druck im Kopse, Frost. Flimuum vor den Augen. Ohrensausen. Gähuru, Nich'N, Urbelleit, Magenschmerz. Oft aber erscheint er wie der Dieb in der Nacht. Er beginnt mit einem bohreuden Schmerze, welcher zunächst an einer umschriebenen Stelle des Kopfes, an der Stirn. Schläfe oder in der Tiefe der Augenhöhle festsitzt, dann aber sich immer weiter ausdehnt, bis er schließlich die eine Kopfseite einnimmt. Dabei steigert sich seine Heftigkeit beständig ,n riiiem Grade, dass die Kranken ihre Qoalen nicht grell genug schi dern können: als wühlten Messerklingen im Schädel, als wäre derselbe in einen Schraubstock gespannt, als sollte cr zerspringen. Durch jede Bewegung, jeden Sinnenreiz wird der Schmrrz erhöht. Jeder Puls wird wie ein Hammerschlag empfunden. Es besteht vollständiger Avpetitmangel - Essen und Trinken verbieten sich in den meisten Fällen dnrch die sehr quälende Uebelleit, welche in häufigen Brechschauern sich Luft machen will. Ueber das Wesen der Migräne sind wir aller-dings noch nicht völlig im reinen, doch aber durch die Beobachtungen Eulenburqs und des großen Physio» logen du Bois Rrymond der Lösung des Räthsels erheblich näher gebracht. Wir wissen es jetzt, dass wir bei dieser Krankheit es mit Circulatioübstölungen in den Blutgefäßen der betroffenen Gehirnhälfte zu thun haben und dass entgenges?tzte Zustände, nämlich sowohl Erschlaffuug als auch krampfhafte Spannung der Gefäßwände, einen gleichen Effect: Erzeugung von Kopfschmerz, bedingen. Die Entstehung der Migräne fällt meist in das jugendliche Alter. Tissot behauptet, wer sie bis zum 25. Lebensjahre nicht gehabt, bleibe auch später von ihr verschont. Die Anlage beruht meist auf Erblich« keil; leidet die Mutter daran, fo wird sie auch bei den Töchtern nicht fehle». Begünstigt wird sie durch üppiges Leben, Müßiggang, sitzende Lebensweise, Romanlectüre, Grfühlsschwärmerei. Nachgiebigkeit gegen Lauueu. Stimmuugen und Leidenschaften. Mangel an Selbstbcherrschnng. Die dritte Form von nervösem Kopfschmerz ist die ans allgemeiner Nerveuverstimmung (Nenrasthenie, Er-schöpfungsueurose) beruhende. Es ist die schlimmste von allen, denn der Kopfschmerz aus Hysterie oder Migräne lässt doch längere freie Pausen, der aus Nervenschwäche aber hört säst gar nicht ans. Er gibt sich kund dnrch Laibacher Feituna Nl. 106. . 864 9. Mai 18M^ inbetreff der Donau-Dampfschiffahrts'Gesellschaft und des österreichischuuqarischen Lloyd geäußert habe. Damit Oesterreich im wirtschaftlichen Kampfe bestehe, bedürfe es der kräftigsten Energie, so wie Ungarn sie entfalte. Redner wolle den Minister an den bekannten Spruch in Thüringen erinnern: «Landgraf werde hart!» Abg. von Chamiec vertheidigte die Gewerbe-Inspectoren gegen den vom Abg. Kaiser erhobenen Vorwurf, dass diesel' ben bei Streitfällen zwischen Arbeitern und Arbeitgebern immer auf Seite der letzteren stehen, und betonte, dass es die Aufgabe der Gewerbe-Inspectoren sei. die betreffenden Fälle genau zu prüfen und dann zu Gunsten desjenigen zu intervenieren, für den das gute Recht spreche. Abg. Ritter von Gomperz betonte, dass sich das Institut der Gewerbe-Inspectoren sehr. gut bewähre, aber eine Vermehrung derselben dringend nöthig sei, da ihre Agenden zahlreich seien und überdies durch die Unfallsversicherung ihnen eine erhöhte Albeitslei« stung zugewiesen wurde. Abg. Sigmund wandte sich gegen die in vielen Industrien abgeschlossenen Cartelle und bedauerte, dass die gegenwärtige Gesetzgebung ein derartiges Vorgehen nicht zu hindern vermöge. Er kam dann auf die Preissteigerung zu sprechen und bemerkte, dass das öster< reichische Eisenmateriale in früheren Jahren ein vor« zügliches gewesen sei. jetzt aber von dem deutschen übertroffen werde. Abg. Angerer befürwortete die Hebung des Fremdenverkehres in Tirol. Die Wünsche der dor» tigen Bevölkerung seieu zwar zum Theile erfüllt wor» de». aber es fehle noch viel, um einen Vergleich mit der Schweiz aushalten zu können. In Vezug auf den Fahrpostdienst und den Eisenbahnverkehr könnte viel geschehen, namentlich für Zugsverbindungen. Verbesserung des Fahrparkes. Errichtung von Restaurationen u. s. w. Regierungsoertreter von Wittek hob mit Befriedigung hervor, dass kein principieller Gegensah in der Debatte hervorgetreten sei. Der Localbahn Bozen-Meran sowie auch der Errichtung von Restaurationen widme die Regierung volle Aufmerksamkeit, und seien auch die Leistungen in letzterer Beziehung genügende. Die Re> gierung sehe strenge darauf, dass die Eisenbahnen dem Bedürfnisse des Publicurns dienen und entsprechen. Wenn trotzdem noch Missstände bestehen, so liege dies in Schwierigkeiten, die zu beseitigen nicht in der Macht der Regierung steht. Den concreten Anregungen werde nach Möglichkeit entsprochen werden. Titel «Gewerbe» Inspectoral» wurde hierauf angenommen. Bei Titel «Aichdienft. verlangte Abg. Herold die Reform des Aichwesen«. eine Vermehrung der Aich-ämter sowie der bei denselben angestellten Beamten. Redner rügte es. dass das Amtsblatt für den Aichdienst nur in deutscher und italienischer Sprache herausgegeben werde, und forderte auch die Berücksichtigung der slavischen Sprachen. Er beschwerte sich schließlich darüber, dass die Aichbeamten keine Nebenbeschäftigung treiben dürfen und dass die Erledigung der Acte bei den Aich-ämtern sehr schleppend vor sich gehe. Regierungsver-treter Hofrath von Artzberger erwiderte, dass den Aichbeamten nur eine für sie nicht passende Nebenbeschäftigung verboten sei. und versicherte, dass jede: Act von den Äichämtern möglichst rasch erledigt werde. Bezüglich der Reform des Nichwesens müssen die Resultate der diesbezüglich einberufen Enqueten abgewartet werden. Ag. Oberndorfer besprach die Aichung der Obstmostfässer und fand dieselbe zu theuer. Er wünschte die ambulante Aichung gegen mäßige Gebüren. Titel «Aich-dienst» wurde angenommen. Bei Titel «Hafen- und Seesanitätsdienst» klagte Abg. Burgstaller über die geringe Berücksichtigung der Wünsche der Stadt Trieft. Hieher gehöre insbesondere das Verlangen nach der Tauernbahn. Die für den Hafenbau angewendeten Millionen halten keinen Nutzen, wenn man nicht für genügende Verkehrsmittel Sorge trage. Redner wandte sich sodann gegen die von slo-venischen Abgeordneten gegen die Italiener erhobenen Anwürfe und wies dieselben zurück. Schließlich dankte Redner dem Minister für die Einbringung des Gesetzes über die Steuerfreiheit der im Iulauoe erbauten Schiffe. Abg. Dr. Rizzi sprach über die Nothwendigkeit des Hafenbaues in Pola und unterstützte die vom Abg. Äurgstaller vorgebrachten Wünsch?. Abg. ConteVojnovic forderte die Regierung auf, sobald als möglich die nöthigen Gesetzesuorlagen zur Hebung der österreichischen Handelsmarine einzubringen. Bei Titel «Post« und Telegraftheuanstalten» brachte Abg. Swoboda mehrere Wünsche hinsichtlich des Post-wesens vor und plaidierte namentlich für die Er-leichterung des Manipulationsdienstes sowie für die Verbesserung der Lage der Post- und Telegraphen-oeamten. Schließlich beantragte er eine Resolution, worin die Regierung unter anderem aufgefordert wird. die Nachtdienstentschädigimgen auf das Doppelte zu er« höhen. Regierungsvertreter Sectionschef Ritter v. Obentraut erklärte, dass die Postverwaltung die Anregungen dks Vorredners prüfen werde. Nur muss man in Be« rücksichtigung ziehen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel sehr beschränkt seien. Indessen werde die Errichtnug von neuen Postgebäuden schon in Erwägung gezogen. Die Reformen dürfen nicht sprunghaft sein. sondern einen steten, langsamen Gang nehmen. In diesem Gange möge man die Postanstalten nicht stören, sie werden dann ihre Pflicht erfüllen und, eingedenk ihrer Be» stimmung und treu ihrer Vergangenheit, auch weiter functionieren dem Staate nicht zur Unehre. den ihr anvertrauten Interessen und dem Publicum zum Nutzen. Abgeordneter Adümek verlangte Portofreiheit für die Bezirkslranken» und Unfallversicherungscassen. Abgeord' ueter Dr. Roser sprach sich für eine Beschränkung der Portofreiheit aus und verlangte eine Herabsetzung der Posttarife. Beim Titel «Postsparcassenamt» apostrophierte Türk den Haudelsminister, welcher dem Deutschen Ritterorden angehört, der einst die orientalische Invasion zurückgedrängt habe; er mö^e auch die orientalische Invasion der heutigen Zeit zurückdrängen. Chlu-mecly: Das gehört nicht zum Postsparcasseua'mt. Türk: Ich wollte nur bemerken, dass auch diese Invasion . . . Chlumecky: Ich entziehe Ihm'u das Wort. Postspar-cassen-Dirrctor Wacek besprach hierauf die Verhältnisse der Beamten des Postsparcassenamtes. Nach der An-nähme des Titels, wobei nur mehr 102 Abgeordnete anwesend waren, wurde die Verhandlung abgebrochen. Abg. Baron Kübeck interpellierte wegen der Ge« fahr für die österreichische Cigarrcttenfabrication bei Annahme der von der Türkei vorgeschlagenen Tarif-positionen. Abg. Türk beschwerte sich. dass ihm nach der ersten Ermahnung das Wort entzogen wurde. Der Präsident wolle ihn demüthigen oder ihm einen Schimpf anthun. (Widerspruch.) Andere Redner sprachen auch nicht zur Sache. Chlumecky erwiderte, er habe gegen Turk sehr viel Geduld geübt und opM^ an das Haus, ob er parteilich vorgegangen sei. ^ ^ mecly erinnerte daran, dass er neulich auch "N^ engeren Parteigenossen das Wort entzogen habe. ^ Die nächste Sitzung findet morgen statt. Politische Uebersicht. (Aus dem Reichsrathe.) Auf Anfrag" ^ Abg. Kaiser erklärte gestern der Vorsitzende «m » oidmtl'nhause, er bedauere den schwachen Vcs»") , Hans s und hab' Erkrankungsfälle als einzigen n>^ gen Eutschuldiguügsgrund des Fernbleibens jedelz bekanntgegeben; cr glaube nicht, dass das Vöchm ew geseh noch in dieser Session zur Berathung g"^' köune aber für die nächste Session, wo hoffertllch ^ tlir Smolka wieder präsidieren wiid. keine M" machen. (Beifall.) Sodann wurde die SpecialdeM des Handelsbudgets fortgesetzt. .,, (Aus Kärnten.) Der LandesausschB ^ Kärnten hat der Stadtgcmeindevertretuua. VillaH Bewilligung zur Aufnahme eines in W Iah"^ rückzahlbaren, mit 4'/, Procent verzinslichen ^". lehens von 200,000 fl. ertheilt. Dieses Darlehen!^ seine Verwendung zur Convertieruna. älterer ^^,< bestände der Gemeinde, zum Ausbaue und zur ^ richtung des allgemeinen Kraokenhauses dort, M nallsicrung und besseren TrinkwnsserucrsoraM Stadt und zur Errichtung eines Schlachthauses p" ' (Der Polen-Club) fisste in se'"" ^ gesteru stattgefundenen Sitzung den Beschluss,." ^ Regierungsvorlage, betreffend die Personentar'tc ^ den Staatsbahuen, zu stimmen und alle von ^n gliedern des Clubs angeregten Aenderungen in l> von Resolutionen einzubringen. Diese AendsN'" gipfeln insgesammt in dem Wunsche nach Verb'W' des Fernverkehres. . M. (Erzbisthum Salzburg.) Am 20. °' z vormittags findet in der Kapelle des heiligen »"^Ml in der Domkirche in Salzburg durch das DoM"^ dio Wahl des neuen Fürsterzbischofs an Stelle des storbenen Fürsterzbischofs Dr. Eder statt. Ma» ^^, net in erster Reihe als ernste Candidate» be" "^ bischof von Salzburg. Johann Haller, welcher 66. Lebensjahre, und den Dumcapitular Dl. 3^' ^ Katschthaler, welcher im 59. Lebensjahre steht- ^ ^, (Der Budgetausschuss) nahm d" H. entwürfe, betreffend die GMrenfreiheit der ^M zogin Valerie-Stiftungen und betreffend die Ka > forstung, an. . .,.. fiil (Oeffentlichkeitsrecht.) Der M"!'" ,< Cultus und Unterricht hat der 7. Classe am ^. gymnasium mit böhmischer Unterrichtssprache ^g'A pau, vom ersten Semester des Schuljahres 1°^-angefangen, auf die Dauer der Erfüllung "^h^ lichen Bedingungen das Orsfentlichteitsrecht ^ ^e^ (Internationaler Telegraph ^ c^i lehr.) Am 15. d.M. tritt in Pari« eine ^^„ von Vertretern der Regierungen der meisten^, zusammen, um einheitlich.: Grundsätze inbetreff "^^i»' graphengebüren im internationalen Verkehre >^, ^he^ baren, wie solche inbetreff des Postoerkehrs " ' .^z Von Seite des österreichischen HandclsmuM^ ^ werden an dieser Conferenz der General D^ ^ Post« u„o Telegraphenwesens. Sectionschef W"^^ ein beständiges Gefühl von Betäubung und Druck lm Kopf, durch eine völlige körperliche und geistige Erschlaffung, sucht überwiegend das starke Geschlecht heim und kommt hauptsächlich bei solchen Männern vor, die eine sitzende Lebensweise führen, stark mit dem Kopf arbeiten und mit Neivenübeln behafteten Familien entstammen. Zuweilen tritt er schon in früher Jugend auf. in der Gymnasialzeit, oft bei höchst begabten Knaben, und macht sie selbst zu den leichtesten geistigen Arbeiten unfähig. In späteren Jahren entwickelt er sich meist nnter dem Einfluss langdauernder tiefer Oemüths< erschülterungen. Seelenschmerzen und Sorgen, nach anhaltenden Geistesanstrengungen, namentlich im Rechen» fach, übermäßigen Nachtwachen, aber auch nach oft wiederholten schweren Excessen und stürmischer Lebens« führung. Diese Menschen, oft die talentvollsten, werden zerstreut, einsilbig und theilnahmslos. Bei längerer Dauer des Uebels verliert sich die Esslust, stockt die Verdauungslhätigkeit, sinkt der Lebensmuth und regt sich der Gedanke an Selbstmord. Nur wenig Lorbeeren hat die Bekämpfung dieses unerbittlichen Feindes den Aerzten eingetragen. Und wie sollte diese Schwäche der Kunst einer so schweren und tief gewurzelten Krankheit gegenüber uns in Verwunderung setzen, wenn wir die Fülle der Ursachen erwägen, welche zu ihrer Hervorbringung beitragen: erbliche Anlage, fehlerhaste Erziehung, Ueberbürdung mit Schulaufgaben, widrige Schicksale und Lebensverhältnisse, vernachlässigte körperliche Leiden der mannigfaltigsten Art. Nervenschwäche u. s. w. ? In schweren Fällen von Neurasthenie ist außer Gnste«- und Gcmüthsruhe und völliger Arbeitsausspannung cine Luftveränderung, namentlich ein längerer Auf. enthalt an der See oder auf hohen Bergen, anzurathen. Die herrliche Luft des Ober-Engadin besonders hat oft schon wahre Heilwunder verrichtet und manchem den Kopf für immer zurechtgesetzt. Die Neurasthenie der Frauen äußert sich auf besondere Weise. Gewöhnlich treten hiebei zugleich die Erscheinungen der Hysterie in auffälligsten Graden hervor. Kein Glied am ganzen Körper, das dieser Aermsten nicht wehe thäte; die leichteste Berührung erzeugt die lebhaftesten Schmerzen. In sehr ausgebildeten Fällen werden Arme und Beine von Zuckungen durchschüttelt. Schrei-, Lach- oder Wemkrämpfe beüu-ruhigen die Umgebung der Kranken. Sie gerathen außer sich beim geringsten Geräusch, wittern überall hämische Aoihei!. Die Verdauung liegt völlig danieder, der Magen verjagt fast jede Nahrung, Iii äußerster Kraftlosigkeit, sich selbst und den Angehörigen zur Last. zu keiner Beschäftigung geneigt, über sich und ihr Schicksal brütend, liegen sie fast immer auf dem Sofa oder im Bett. Man erstaunt nur. wie folches Leid es so oft doch noch zu hohen Jahren bringen kann! Für diese Bedauernswerten, die bisher umsonst die ganze allo- uud homöopathische Schule durchgemacht, die Wonnen des Chlorals und der Morphiumspritze vergeblich genossen, die Bekanntschaft von sechs bis zehn Bädern ohne jeden Erfolg gemacht, hat der Amerikaner Weir - Mitchell - Playfair eine eigeuthüm-liche Mast - Elektriciläts « und Massagecur ersonnen, welcher glänzende Resultate schuu in Menge verdankt worden sind. Nachd"'° "- Verstoßen «nö verlassen. Roman von Emile Nichebourg. (21. Fortsetzung.) ^ ^d Der Vicomte hörte ihm mit eisiger Mtei ^c antwortete ihm in seiner MuthlosigM oa,» Erfolg noch sehr fraglich sei. . ^M '?, Dem auderen entgieugen weder «ewe " ' ^ ^ seine gefurchte Stirn; er sah ihm "b"" "), ^icl "^ merkte, dass er im Weiterschreiten einen Aug^^ ^" ben einem Zollbeamten stehen blieb und Weg fortsetzte. , hatte d" Ganz in düstere Gedanken versunken, ^ ^, Vicomte den Zollbeamten gar nicht gesey"'. ^M weiter uud weiter, bis die hereinbrechenvc W ihn endlich daran erinnerte, was ihm >"^° O^ noch bevorstand. Unter dem Schutze dmr" ^ "' sollte eben jene Ladung einlaufen, durcy „„h c Schmuggler sich große Reichthümer v/rlpr^ ^e'^ musste dabei sein. Ja, er wollte cs! ^ ^l, ^!-einmal lheilnehmen an dem Betrug, um dai ",^ ^ theil geborgen, Gabriele zu beschwören. 'Y " ,„ " z mal zu vertrauen und ihm mit ihrem" . „„dc neue Heimat zu folgen, wo er ein "°UN" s^, ^l Leben zu beginnen entschlossen war. ^"^M'" ft melte er sich. Er hatte sich weit von ver ^^„t! ' seinem Hause entgegengesetzten N'ch« j a>, „ musste er rüstig ausschreiten, um "^ ^ uB ^ Ziel zu gelangen. Der rasche Gang lenlte '^ ^ ^> verzweifelten Oedauteu in etwas all. w» M nahe seinem Hause erreicht hatte, war es ' 5 W er ein Boot auf der Spiegelfläche des "> " Aibacher Zcituna Nr. 106. 865 9. Mai 1890. ^entrant. Sectionsrath Neubauer und Ministerial« ^cretar Dr. Venesch theilnehmen. .(Deutschland.) Nach der neuen Arbeite Mtz-Vorlage soll an Sonn. und Festtagen für Fabri-en und Werkstätten die Arbeit verboten, für die Gehilfen, "tlrnnge und Arbeiter des Handelsgewerbes auf fünf funden beschränkt werden. Für einzelne Arbeiter ein- ü ^"ufszweige sind Ausnahmen zulässig. Iugend-^ll Urbettern soll erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet ül, !r' ^H^ßlich werden mehrere neue Anordnungen nn^ ^"lractbruch und Verleitung dazu getroffen, wor-^.^ntractbruch fowohl seitens der Arbeitgeber wie " "rbcltnehmer durch Buße zu Gunsten der Beschäln geahndet werden soll , (S e rbischüRüstungen.) Der «Levant Herald. d,°">p"cht der Anschauung Londoner Blätter, welche ru!i. c Brüstung der serbischen Miliz sich bem,-^M fühlen. Der «Levant Herald» führt aus, dass und kl ä"> kriegerifchen Abenteuern nicht geneigt fei l^ b">s die Schwäche seiner Finanzen ihm dies unter H, " Umständen gestatten würde. Für kriegerische ^°Me würde Serbien von seinen französischen Ban- ' "s mcht Einen Franc erhalten. Auch Russland "Menlcht. dass Serbien den Frieden breche. lles<.. - französische Kammer) hielt vor-seih '^" "^ S'lMlg „ach den Osterferien. Die-vi»l ! ^^^" städtischen Anlehen« und die Uebersied, hau« Vun'Mlx des Seine-Präfecten in das Stadt-Inn^"^v"che- ^.^ E^lii^u,^ des Ministers des fall a i ^"nstans, wurde von der Mehrheit mit Bei« ^""'genommen und die Regierung erhielt ein Ver- t„ Malern.) Wie die Münchner «Allgemeine Zei. >eine n '""Ml' ^t der Kriegsmiuist.r von Hrinleth ^>!,i "^ussion gegeben. Die Minister CrailshrlM und ^^begeben sich am 11. Mai nach Berlin. Tagesneuigleiten. dnl^^ Majestät der Kaiser haben, wie der «Osser-den ?>"^slmo» berichtet, drr Gemeinde Merolem und ^lHlnwehrcn von Littasova und Nosaloloitz zur ^inm^ - "^ "°" F'nerspritzeu je 50 fl., der Gemeinde z>l l^ 7'" z»r Anschaffung von Löscha/räthschaften 60 fl. '^nc>en geruht. t>uctio^I ^ ^ r b i g e r Lichtdruck.) Ein neues Nep,o-altcn nz ^"^hren oder bcsfer die Vervollkommnung eines ^uclen ^. ^^'^, das so ziemlich alles, was in Farben-^chönbei. ^^ hergestellt wurde, sowohl in Bezug auf Genau;', ""d künstlerischen Reiz als in Bezug auf falten s '" ^" Wiedergabe des Originals in den sür zru„s, l' wird in der «Deutschen Vcrlagsanstalt Riinch"' ."''b Wissenschnft, vormals Aruck mann» in '^lliiqer 3 ^"^^'"dung gebracht. Das Verfahren heißt gena,, .. "chldruck» und ermöglicht es, ein Oelgemälde "prokuc e °"^ ^'^ Körperlichkeit des Pinselstriches so zu ^kt^r x^"' ^6 jeder pastose Farbenauftrag, ja die Ga». ,°" Leinwand wie im Original zu sehen ist. ^^!ondcrs dürfte sich drr «farbige Lichldruck» zu Attach',^' ^"ch achtete er dieses Umstandcs nur vor« ^'cheö f.' ' b" derselbe kaum als etwas Außergewöhn. Heichuet werden konnte. ^fttnt »i" "'" mehr wenige Schritte von der Stelle ^llstM ' ^^ ^'^ Schmuggler die Lauduug z>l be« s'ch z,lss 5?' ^sl^tcn, hörte cr ganz dentlich, wie diese ^° kommt er ja!. 6 lebbaÜ ^ "'^ mit seinen eigenen Gedanken auf M s,n/. '^'^ beschäfligt gewesen wäre, so hätte ihm ^lprockp ^°" "l'sfalleu' müssen, i» dem diese Worte 'hn z,,/^' wurden. Paulo war der erste, welcher auf haus^".F"al,d.. fprach er, «ich wähnte Sie zu ci ^ >ah einen Mann dort eintüten.» schrei ^ '^" Momente tönte vom Hanse her ein H" "" heiter folgte. Hr °us dnn Mge!. ben zur ^'."em Zornesruf stieß der Vicomte den K.ia- ^leina«. ^- ' "m seiner Gattin — denn sie war sicher ?^. aber f ^" 6ä)"' ansgrstoßell - znr Hilfe zu Ml S^," !^t gleichzeitig sah er sich von einem Kreis H'uggleru umringt. , .^.^".wlUst du?» herrschte man ihm an. >ch ahn. «"""^ Gattin, die ein Elender bedroht — r <^'l!' wer es ist!. ^e» U"^ "^ ""lsst du uns Rechenschaft ab-ylch. ^ oen Verrath, welchen du an uus begaugeu H'"ath? Was soll das heißen?. «Da» ? '"^ ""rathen!. . 'D> V!° ""^ schändliche Verleumduug!» > der m M b.Häupten, dass du die Zollwache nicht W^^ "nkunft des Schisfes in Kenntnis gesetzt Reproductionen nach Bildern eignen, die in zarteren, duftigen Tönen gehalten sind. So wirkt ein Blatt nach einem bekannten Bilde von W. F. Martens in Rom — ein auf Wolken gebettetes Weib, das von einem Liebes» gotte geküsst wird — geradezu reizend. Auch Pastell» bilder müssten sich eminent wiedergeben lassen durch dieses Verfahren, das den Vorzug hat, keinerlei Technik (Punkte, Schraffierungen u. s. w.) sehen zu lassen, — (Attentat auf einen Wachmann.) Der Attentäter, welcher einen Mordversuch gegen den Wiener Sicherheitswachmann Tögel verübt hatte, befindet sich bereits in den Händen der Polizei und hat sein Verbrechen auch schon eingestanden. Es ist dies der 29jährige Schriftgießer Franz Offenhäußer, welcher bis vor wenigen Tagen in der Staatsdruckerei beschäftigt war. Ueber die Motive seiner That macht Offenhäußer keine bestimmten Angaben; er will den ihm gänzlich unbekannten Wachmann in einer momentanen Sinnesverwirrung gestochen haben. — (Haltbarkeit des Honigs.) Bei Aus« schachtungen auf rinem Neubau in Berlin ist man kürzlich auf eine ausgedehnte M.nge Brandschutt gestoßen, der, wie sich a»s den eingehenden Untersuchungen ergab, von dem Brande im Jahre 1384 herrührt, in welchem Jahre fast das ganze damalige Berlin niederbrannte. In dem Vranbschutt fand man eine Schüssel mit klebrigem Inhalt, der sich bei näherer Prüfung als Honig erwies. Derselbe hat sich in der Schutthülle also über 500 Jahre gut erhalten. — (Aus Agram) berichtet man uns: Der Streik der Arbeiter der hiesigen Lederfabrik ist noch nicht beigelegt, da beide Theile auf ihrem Standpunkt verharren. Viele streikende Arbeiter verlassen die Stadt, um nicht als subsistenzlos polizeilich abgeschoben zu werden. Die hiesigen Handlungscommis halten heute eine Versammlung ab, um eine Bewegung behufs Erzielung einer zehnstündigen Arbeitszeit einzuleiten. — (Eine preisgekrönte Schönheit.) Fräulein Therese Verger, welche im vorigen Jahre Mitglied des Ischeker Sommertheaters war und in diesem Winter einige Zeit dem Wiedener Theater angehörte, aber sich mchr durch Schönheit als durch schauspielerisches Talrnl auszeichnete, hat in Rom den Ruf der Wiener Schönheit erfolgreich vertreten. Die Preisjury der dort stattfindenden Schönhritsconcurrenz hat beschlossen, Frau-lein Bcrger den ersten Preis, bestehend in 2000 Francs und einem Vrillanlschmuck, zu verleihen. — (Wirbelsturm in Texas.) Wie au« New-Uorl gemeldet wird, ist der Kreis Hood in Texas von einem verheerenden Cyklon heimgesucht worden. Fünfzig Personen wurden getödtet, Hunderte verletzt. Vierzig Häuser sind zerstört. Dcm Wirbelsturme folgte ein Hagel» schlag, der die Saaten vernichtete. — (Mittel gegen Riiude.) Salicylöl. her. ssestellt durch Auslösen von Salicylsäure 1:35 bis 40 erwärmten Oeles, welche Lösung auch nach dem Erkalten nichts ausscheidet, ist nach der «Prager Rundschau» gegen Räude das empsehlensiurrteste Mittel, welchem vortreffliche milbenlödtende Eigenschaften zukommen. — (Ein Buchdrucker . Toast) Ein galanter Buchdrucker brachte einst bei einem VantV'lt folgenden Toast aus: «Die Frauen sollen leben! sie sind das schönste Wl'll der Schöpsm'a. und da die Auflage einr «Ich wiederhole euch, dass das eine schändliche Verleumdung ist!» «Genng der Lügen, du kannst dich nicht vertheidigen ; wir wussten seit vier Uhr nachmittags schon, dass wir durch dich betrogen seien, denn wir sahen dich am Hafen mit einem Zollbeamten sprechen; wir waren übcrz'Ugt, dass du trotzdem hierherkommen würdest, um jeden Verdacht von dir abzulenken, aber wir haben untrügliche Beweise!» «Die Beweise sind falsch! Ich beschwöre mcine Unschuld!» rief der Vicomte. doch scine Worte verhallten nngehürt. Daraß hatte mit Paulo's Beistand so gut gegen ihn manövriert, dass der Schein vernichtend gegen ihn sprach; umsonst rang er mit der Ucberzahl; immer weiter drängte man ihn wr Küste zn, wo die Felsen gegen das Meer hin jäh abfielen; das Schicksal Ernst von Merulle's war brsirgelt . . . Während diese Scene sich draußen abspielte, gieng in dem Hanse selbst ein kaum weniger tragisches Er-eignis vor sich. Einem wehrlosen Weib, das leinen anderen Schutz besaß, als ihre Tugend, stand ein Elender gegenüber, der endlich die Stunde gekommen sah. die heuchlerische Maske, die er so lange getragen, fallen zu lassen und sein wahres Gesicht zu zeigen. Und mit nichts hielt er zurück. In schonungslosen'Worten sagte er ihr alles, enthüllte cr ihr. dass sie völlig in seiner Glwalt sei und dass er sich gelobt habe. sie besitzen zu wolleu. und dass rr jetzt dai Spiel gewonnen habe. Unverwandt sah cr sie an, während er zu ihr sprach, l und sie erzitterte unter seinem Blick, wie das vrr- < ^ wundelc Wild erbebt beim Herannahen der Schlange. ' (Fortschuna folgt.) . sehr bedeutende ist, so mösse niemand versäumen, sich ein Exemplar davon anzuschaffen.» — «Der Mann hat gut reden,» bemerkte einer der Gäste leise zum andern, «die broschierten Exemplare sind zu unansehnlich und die in Prachtband mit Goldschnitt kommen höllisch theuer!» — (Gewitter.) Am 15. d. M, abends giengen über mehrere Gegenden Oberösterreichs heftige Gewitter mit Hagelschlag und an manchen Orten auch Wollenbrüche nieder, welche streckenweise großen Schaden anrichteten. — (Ein Kind der Zeit.) «Bist du denn auch immer recht brav, liebe Laura?» — «O ja ... das heißt nicht immer. . . Weißt du, Tante, man muss seine Eltern nicht zu sehr verwöhnen!» Local- und Provinzial-Nachlichten. Die Unterkrainer Bahnen. I. Drr Bericht des Eisenbahnausschusses des Abgeordnetenhauses über die Regierungsvorlage, betreffend die Zugeständnisse und Begünstigungen für den Bau der Unlerkrainer Bahnen (Berichterstatter Prof. Suklje) lautet: Den Bau einer Bahn, welche den Zweck hat, Unterkrain mit der Landeshauptstadt Laibach zu verbinden, bildet bcreits Pecennien hindurch den sehnlichen Wunsch der Bevölkerung des lrainischen Unterlandes und ist in seiner Berechtigung und Begründung von dem krainischen Land» tage sowohl wie von anderen autonomen llorporationen des Landes jederzeit anerkannt und unterstützt worden. Bereits im Jahre 1864 erstattete die krainische Handels- und Gewerbelammer ein Gutachten an da« l. l. Handelsministerium, in welchem die Nothwendigkeit einer Unterlrain durchziehenden und Laibach mit Karlstad! verknüpfenden Bahnverbindung hervorgehoben und deren Bau dringend befürwortet wurde. Der Landtag des Herzogthums Krain folgte mit einer Resolution im Jahre 1806, welche im Jahre 1868 wiederholt wurde. Auch die Regierung aceeptierte diesen Standpunkt In dem Gesetzentwürfe, betreffend die Vervollständigung des österreichischen Eisenbahnnetzes, Welcher am 15. März 1869 im Abgeorbnetenhause als Regierungsvorlage eingebracht wurde, erscheint auch die sogenannte Unterlrainer Bahn (Laibach - Karlsladt) berücksichtigt. Der unmittelbar be-vorstehende Sessionsschluss veranlasste damals die Regierung, diesen Gesehentwurf zurückzuziehen, nichtsdesto» weniger erklärte der damalige Handelsminister dem kraini-schen Landesausschusse mit Zuschrift vom 8. Juni 186l1, das« die Regierung an dem in der Vorlage entwickelten Programme festhalte und somit auch auf der Durch» sührung des Projectes der Eisenbahn Laibach-Karlstadt beharre. Es verdient wohl hervorgehoben zu werden, dass von allen in dieser Regierungborlage angeführten Vahn-projeclen die mehrgebacht«', Unterlrain durchziehende Bahnlinie die einzigc ist, welche ihrer Verwirklichung noch bis auf den heutigen Tag, somit seit vollen einundzwanzig Jahren entgegensieht. Die verheerende Krise des Jahres 1873 erklärt es, dass trotz dieser principiellen Anerkennung der Wichtigkeit des gedachten Vahnbaues und obschon bereits die technisch - militärische Revision der verschiedenen Tracen am 8. Juli 1872 und den darauf folgenden Tagen stattgefunden hatte, die ganze Frage ins Stocken gerieth und trotz aller Bemühungen der Bevölkerung und der lraini-fchen Landesverlretung nicht vorwärts gebracht werden konnte. Erst mit dem Jahre 1883 trat eine Wendung zum Besseren ein. Sie knüpft sich an eine bedeutungs« volle Umwandlung des ganzen Projectes. Denn während man seinerzeit nur an den Bau einer für die Leistungsfähigkeit liner Hauptbahn ersten Ranges anzulegenden und auszurüstenden Transitlinie dachte, welche, von Laibach als dem Endpunkte der Kronprinz. Rudolf-Bahn ausgehend, durch Unterlrain bis zum Anschlüsse an einen Punkt der kroatischen Bahnen führen follte, trug man jrtzt den geänderten Umständen Rechnung und begnügte sich vorerst damit, den Bedürfnissen des Localverlehres zn genügen und einen Schienenweg zu schassen, welcher einerseits den Hauptort des Unterlandes, Nudolfswert, mit der Hauptstadt verbinden, anderseits die wald- und kohlen-reichen Thallandschaften von Reifnih und Gotisch« erschließen sollte, der Zukunft es überlassend, dnss die erstere dieser Linien im Verlaufe der Zeit ihre Fortsetzung bis an die kroatischen Bahnen finden und ihre unleugbare eisenbahnpolitische Bedeutung für den Weltverkehr hiedurch erlangen werbe. Auf diefen Standpunkt stellte sich der lrainische Landtag, als er in der Sitzung vom 17. October I883 den Landesausschuss mit der Zusammensetzung eines Eo-milis beauftragte, welches die Vorarbeiten zur Durch« fnhrung des derart restringierten Projectes in die Hand zu nehmen berufen wäre. Für diese Vorarbeiten wurde im dcnausfolgenden Jahre ein Consortium gebildet und demselben zunächst aus Lanbesmitleln ein Äeilrag von 5000 st. zur Verfügung gestellt. Die Thätigkeit dieses Consortiums erhielt wesentliche Förderung durch das Handelsministerium, welches in anerkennenswerter Bereitwilligkeit seine technischen Organe beistellte, um die Avsas-sung eines Generalprojectes zu ermöglichen. Im Jahre Laibachcr Zeitung Nr. 106.____________________________866________________________________________________9. Mai 1890^ 1886 fand die commissionelle Begehung der Strecke statt, und wurde hiebei auch über die Traceführung ein defi« nitiver Beschluss gefasst. Endlich ist hervorzuheben, dass der Landtag des Herzogthums Kram in der Sitzung vom 19. October 1888 den Beschluss gefasst hat, an der Caftitalsbeschaf. fung filr den Bau der Unterkrainer Bahnen mit einem in mehreren Jahresraten auszuzahlenden Betrage von 500.000 fl in Stammactien sich zu betheiligen. Nach« dem dcs weiteren die Interessenten um entsprechende Beitragsleistung angegangen wurden und sich hiebei die Oftferwilligkeit der Bevölkerung in einem Ausmaß erwies, welches beredtes Zeugnis ablegt von der vitalen Wichtigkeit dieser Bahnlinien, konnte das Consortium an »die Regierung mit einer motivierten Eingabe und concreten Unträgen herantreten. Die letzteren sind die Grundlagen für die am 28. April im hohen Nbgeordnetenhause zur verfassungsmäßigen Behandlung eingebrachte Regierungsvorlage, betreffend die Zuständnisse und Bedingungen für den Bau der Unterkrainer Bahnen, welche den Gegenstand dieses Berichtes bildet. Zu dem in Verhandlung stehenden Vahnprojecte selbst übergehend, ist zu bemerken, dass die Gesammt-länge der Unterkrainer Bahnen 131 5 Kilometer be< trägt. Von diesen entfallen auf die Hauptlinie Laibach» Großlupp'Treffen«Rudolfswert-Straza 82'5 Kilometer, wogegen der bei der Station Großlupp abzweigende Flügel Großlupp'Reifnitz-Gottschee eine Länge von 49 Kilometer aufweist. — (Vom Veamten'Consumverein.) Per erste Laibacher Beamten-Eonsumverein, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, hielt am vergan» genen Sonntag in Schreiners Bierhalle seine diesjährige Generalversammlung ab. Nachdem der Obmann des Ver» eines, Herr Landesthierarzt Wagner, die Versammelten begrüßt hatte, wurde sofort zur Erledigung der Tages« ordnung geschritten. Der von uns bereits veröffentlichte Rechnungsabschluss für die zweite Geschäftsperiode, d. i. vom 1. Jänner bis 31. December 1889, sowie der vom Secretä'r Herrn Postosficial Tomazic vorgetragene Geschäftsbericht wurden genehmigend zur Kenntnis genommen und dem Vorstande das Nbsolutorium ertheilt. Vom Reingewinne im Betrage von 581 st. 37 kr. wurden 5 Procent dem Reservefonds zugeschlagen, 150 st. dem Secretär, 115 fl. den beiden Buchhaltern als Remuneration zugesprochen; der Rest soll dem zu bildenden Sicherstellungsfonds zustießen. Diejenigen Mitglieder, welche eine ganze Antheilsanlage voll eingezahlt haben, erhalten eine 30proc, Dividende. Nach langwieriger Debatte wurde endlich beschlossen, den Paragraph 21 der Statuten dahin abzuändern, dafs die Dividende an die Confumenten nach Maßgabe des Wareneinkaufes zu erfolgen habe. Zum Behufe der Statutenänderung wirb im Laufe des Jahres 1890 eine außerordentliche Generalversammlung einberufen werden. Bei der hierauf folgenden Neuwahl an Stelle der im Jahre 1890 ausscheidenden Ausschussmitglieder wurden gewählt, u. zw. in den Vorstand die Herren: Postofficial Tomazic, Rechnungsofficial Vregant, Stationschef i. R. Paulocic und Landesbuchhaltungsofficial Vizjat; in den Aufsichtsrath die Herren: Ingenieur Wieschnitzky, Postcontrolor Hohn und Sparcassccassier Endlicher. Nachdem noch den Vereinsfunctionären für ihre erfprießliche Thätigkeit der Dank der Verfammlung ausgesprochen worden, wurde die Generalversammlung geschlossen. — (Baronin Adele Rechbach f) Die Gemahlin des Kämmerers und Gutsbesitzers Friedrich Freiherrn von Rechbach in Kreutberg, Adöle Freifrau von Rech bach, geborene Freiin von Apfallrern, ist vorgestern im Alter von 24 Jahren nach kurzem Krankenlager verschieden. Die Verstorbene erfreute sich wegen ihrer Herzensgüte und ihres liebenswürdigen Cha« ralters allseitiger Sympathien, und wird ihr Hinscheiden allgemein betrauert. Die Beisetzung findet Samstag vor« mittags 10 Uhr in Aich statt, und werden die Trauergottesdienste Montag, den 12. d. M., in Aich und in Laibach abgehalten werden. — (Aus Trifail.) Wie man uns mittheilt, ist das in Trifal und Hrastnigg detachiert gewesene Militär abgerückt. Zur Aufrechthaltung der Ordnung sind dagegen 45 Gendarmen in Trifail eingetroffen. Die Arbeiterschaft verhält sich vollkommen ruhig. — (Hymen.) Morgen, vormittags findet in der hiesigen Franciscanerkirche die Trauung des Fräuleins Olga Au man, Tochter des Herrn k. k. Gymnasial« Directors «Zuman, mit Herrn Roman Nichi, k. und l. Lieutenant im vaterländischen Infanterie «Regimente Nr. 17 und Lehrer an der l. und k. Cadettenfchule in Liebenau bei Graz. statt. — (Zur Karst.Aufforstung.) Der Budget-Nusschuss des Abgeordnetenhauses hat vorgestern die Regierungsvorlage, betreffend die Gebürenbefreiung der üler die Karst.Aufforstung in Krain und Istrien zu er< richtenden Verträqe und sonstigen Urkunden, angenommen. Durch den bezüglichen Gesetzentwurf wird die Gebüren» bcfreiunq, welche bisher den Verträgen bei der Karst-Nussorstung im Triester Gebiete, dann in Görz und Grad^la eingeräumt war, auch aus die Rechtsgeschäfte bei der Karst-Aufforstung in Krain und Istrien ausgedehnt, was durch den einheitlichen Charakter des durch die genannten Länder sich erstreckenden Karstgebietes ge» rechtfertigt erscheint. — (Ein muthiges Mädchen.) Im Hause des Kaischlers M. Bojcii zu Altdorf nächst Sanct Barthlmä kam am 6. d. M. ein Brand zum Ausbruche. Als das Gebäude bereits in Flammen stand, erinnerte sich die sechsjährige Theresia Turk, welche mit einem fünfjährigen Knaben allein zu Hause war, dafs sich noch das anderthalbjährige Söhnchen des Besitzers im brennenden Hause befinde. Muthig stürzte sich das Mädchen in die mit Rauch gefüllte Wohnstube und rettete das Kind von sicherem Tode. — (Steuerfreiheit für Weingärten.) In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses legte die Regierung einen Gesetzentwurf vor, betreffend eine Aenderung des Gesetzes vom 27. Juni 1885, wornach Weinpflanzungen, die wegen der Reblaus zerstört und mit neuen Reben bepflanzt wurden, eine zehnjährige Grundsteuerfreiheit genießen. — (Krai nischer Lehrerverein.) Morgen findet eine Versammlung des lrainischen Lehrervereines statt, in welcher Herr Prof. Hall ada über «die Biegung des deutschen Hauptwortes und ihre Darstellung in der Schule» vortragen wird. Beginn um 8 Uhr abends. Der Versammlung geht eine Ausschusssitzung vorher. Versammlungsort: Hotel «Stadt Wien». — (Zur Arbeiterbewegung.) Wie man der «Tagespost» aus Marburg fchreibt, haben die Arbeiter der Zündhölzchenfabril in Maria»Rast die Arbeit wiedrr aufgenommen, nachdem ihnen eine 5proc. Lohnerhöhung zugestanden worden ist. — (Der katholisch-politische Verein) in Laibach hält am kommenden Sonntag um 7 Uhr abends im landschaftlichen Redoutensaale seine dritte Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1.) Sonntagsruhe; 2.) der I.Mai und 3.) politische Revue. — (DieTrifailerKohlenwerks-Gesell-schaft) beabsichtigt den Ankauf der Wöllaner Kohlenwerke des Herrn Daniel v. Lapp. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laib acher Ztg.» Wien, 8. Mai. In der heutige» Abeildsitzung des Abgeordnetenhauses wurde die B eg ii n st igu u g für den Van der Unterkrainer Bahne,,, ferner die Begünstigungen für Stiftungen und Wid» mungen anläsilich der Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie, die staatlichen Begünstigungen für das Landes-Eisenbahnanlehen in Steiermark, die Gebürenbefreiung der Verträge über die Karst-Aufforstling und schließlich das Gesetz, womit die Regierung ermächtigt wird, die Handelsbeziehungen mit der Türkei, Aul. garien und Egypten provisorisch bis 31. December 1890 zu regeln, angenommen. — Der «Czesly-Klub» beschloss, den deutsch-böhmischen Abgeordneten ein Com-promiss sür die Delegationen anzilbieten und denselben vier Mandate einzuräumen, ferner dem Ansuchen des Iuugczechen-Clubs um Ueberlassling eines Delegations-mandates zu entsprechen. Czernowitz, 8. Mai. Der Leiter der Landesregie' rung, Hofrath Graf Pace, begab sich nach der Ortschaft Waszkoutz zur Erhebung des Schadens, der durch einen verheerenden Brand herbeigeführt wurde, dem der Maststall des dortigen Gutkpächters mit 288 Mastochsen, ferner 29 Häuser zum Opfer fieleu. Der Schaden beträgt an 40.000 fl. Agram, 8. Mai. Minister Iosipovic ist heute hier eingetroffen. Bischof Stroßmayer ist gestern abends angekommen und reist heute nach Rom. Berlin, 8. Mai. Der Reichstag wählte v. Levehow zum Präsidenten, Grafen v. Vallestrem zum ersten und Bmlmbach zum zweiten Vicepräsidenten. Levetzow gedachte iu warmeu Worten der unsterblichen Verdienste des Fürsten Bismarck. Wiesbaden, 8. Mai. Kaiserin Eugenie ist heute nach Homburg gereist, um Kaiserin Friedrich zu be« suchen. Gestern f,chr Kaiserin Eugenie nach Bad Schwalbach, wo sie das Haus besuchte, in welchem sie 1864 wohnte und die Bes„che des Kömgs von Preußen und des Kaisers von Russland empfieng. Nom, 8. Mai. Dcr Papst empfieng heute mittags in Anwesenheit von acht Cardinälen nnd der Botschafter Graf Revertera und u. Schlözer im Herzogssaale die Pilger aus Deutschland. Zanzibar. 8. Mai. Die in Kilwa lebenden eng. tischen Unterthanen wurden unter den Schuh des Ma« jors Wißmann gestellt. Angetommene Fremde. Am 7. Mm. Holel Stadt Wien. Seidl. Mandl, Echweighofer und Uhlmann, Kaufleute, Wien. — Nohn, Kaufm., Linz. — Pirler, Kaufm., Graz. — Wellemaun. Prag. — Lehman« und Ostadal, München. — Wasuer, V'aucreibesi!,',rr, Baieru. — Ieluvsel. Obcrlaibach. — Polajner, l. und l. Hanftlmmn, Pola. -Dr. Ritter von Mühlwerth, Tchärding. - Ecrravalle, In« ssenieur, Trieft. Holcl (s-lcfant. Adler, Geucral-Iuspector- Wüster und KlmM' Wien. — Svetina, Notar; Kalcie s. Frau. Nubolfswcn. ,^ Elucuich, Frankfurt. — Saale. Kaufm.. Camistadt. ^'"" bcrqer, Hüttenberg. - Klinar. Vcldes. — Murgel, KroNA — Stenier, Prag. — Müller. Fabrikant, Görlitz. -- ^"' Warusdorf. — Alois und Leopold Goricar. Praßwg. ^ Hüchll, Beamter. Budapest. — Walzer, (Mi, - Maw''" Gozani. Adclsberg. — Saal, Oberingenieur, Wien.-NcuM'' — Obeilirutenaut Kaiser, Trieft. — Uoreuz, BaM^'. Villach, - Galle, Kremsmünster. — Höuigmaim, Go^mn- Gasthof Kaiser von Oesterreich. Vidic ^und Nauzinger, Idr"-^ Burial, Ungarn. — Petrouec, Cemäcnil. . „ Hotel Zairischer Hof. Hochmuth. Neunlirchen. - Mia"""' _______________________________ __^ Verstorbene. « Den 7. Mai. Maria Mercun. Schuciders-Tochter, 2 ^!. FloriansMe 13, Bronchitis. ^ Den «.Mai. Joses Krasovic, Amtsdieucrs-Sohn, a ^" nate, Icikobsplcch », Darmlalarrh. — Arthur Herrisch, <"'" nistens-Sohn, 18 Monate, Chröngasse 6, Bronchitis. ^.__— LoltoziclMll v«m ?. Mai. Prag: 35 74 48 70 55.____. Ncobachtlllllicll in Laibnch^. !_' M z? ' ! ^F s?Ä,Mg ^22 0"'12'6'" UinMll^ Nebet'^3^0 8. 2 » N. 720 4 ! 19>2 windstill! bewölkt ssM" 9 . Al>. ! 721-8 j 12-6 W. schwach ! bewölkt ^ Mora/iiuebel, vormittags trübe, schwill, nachmittags Mg^' — Das Tagesmittel der Temperatur 14-8", um 2'<- " dem Noimale. Verantwortlicher Redacteur: I. Marie Peharz, geb Killer, «nna H'""' I mcr, geb. Killer, Iosefine KriSper, geb «illc», > gcbcn, vom uamenlosen Schmerze gebeugt, die tm' > ei schulternde Kuude vu>, den« Ableben ihrer innigst' > geliebten Mntt.r, beziehungsweise Tchwieger, Gro>!' > uud Urgroßmutter, der Frau ! Mcrrie Zen verwitwete Killer, geborene Gtuller > welche am 3. d. M. abends 10 Uhr, versehe!, ">'t ! deu heiligen Stcrbcsacramrntrn, in, 7tt. Lebeüi gottergeben in ein besseres Jenseits abberufen w"''^ > Die Vecrdiguuq der theuren Verblichenen si>w" > Dienstag, den li. Mai, vonnittags 1l Uhr auf de," > Ortsfrirdhofc zn Vieumarltl statt. ., > Die heiligen Seelenmessen werden iu der h>^ > sigcn Pfarrkirche gelesen werden. > Die Verstorbene wird dem frommen Andenken > empfohlen. ! Neunlarktl am 4. Mai 1890. ! I SchmerzerMt gcbcn wir die traurige Nachricht, > > dass uuser geliebter Bruder, bezw. Onkel, Herr > l Johann Kleliel > Beamter der Actien-Gcsellschaft «Leylam-Iosefsthal' l > am 7. d. M. um '/<9 Uhr vormittags nach lauster l > Krankheit uud Empfang der heiligen Sterbesacl" , > mcule im l>8, Lebcusjahre iu Gcaz sanft im yerr» , > entschlafen ist. > I Laibach am 9. Mai 1890. ! > Die trauernde« lilefchwister ««" l > übrigen Verwandte«. l Vom größten Schmerze gebeugt, geben die Unle^ > zeichnete,, Nachricht uou dem sie tief betrilbende» V' ! scheiden ihres theuersten Gatten, respective ^>an > , des Herrn ! Ilohnnn Alebel Beamten der Actieu-Gesellschaft .Leylam »velcher a», 7. d, M. um '/,9 yhr wrmittags "^ > lauger ltraulheit und Empfang der heiligen ^l ^^ > sacrameute in, 68. Lebensjahre sauft im Herr» > schlafen ist. > Die irdische Hillle des geliebten Verblich" , wird Freüag, den 9. d. M.. um halb :< uyr " ' > mittags im Spitale der ehrluiiidigin barmy^ ,,^ > Bruder, wohin dieselbe behufs A»fbah,iiug """^.^ > gen wurde, feierlich eingesegnet uud nach dem ^. ^ > feldcr Friedhofe zur Beischuüg im eigenen > überführt. > ^,„ > Die heilige Seeleumesse wird Smustag. ^ > 10. d. M.. um 9 Uhr früh iu der Pfarrl.rchc i > Mariahilf gelefcn. > Graz am 7. Mai 1890. I Anna Klebet, geb. PaSchali. alsGaltiu; Ioha'^ > Klebet, Aduocatnrsbeamter in Wien; "do«, > > bet, l. und l. Oberlieulenant im ^^, '^',' f l, > Balaillon in Liu»o; Dr. Wilhelm »levc ' ^. > Regirrungs'Concipist in Klagrnsurt, nls V^ » ^aibllchcl Zeitung Nr. 106.________________________ 867 ___________________________9. Mai 1890. Course an der Wiener Börse vom 8. Mai 18W. «°«dem 0^«^ 10^1°»« Veld Ware Etants-Anlehtn. ^f/inhettUchc Nen», in «ölen 89 40 «9«0 f°?""n»e ....... »l,.»5. ».,.^ .^"^.'E,a°<«lo!e. »50 fl. ,3, 75 132 ?f> »«n° /" ' 3°nze 500 fl. ,89-139 5" Kl ' ' .Mnsic! ,00 fl. ,43,50,44.. '/°«l!M,°Psdbr, ^,»<»fi. . . ,49-ü« ,50'bN ^,!-°l»,«°lb«n,e, steuersrei , ,10 lN ,«> zn '"en,Ni„cnren»e. sieuersre! , ,<>, «0 1", «„ ^°I"?""te «isendahn. «a,nldveila>ltldnn«tn. Hb"l!d"!,!, in G, steuerfrei . ,,7 90,,8 no N^^ph^'ab,, <„ Gilber . N9" ,,N5» llN.^7 """" w Silber w4 KU -- V ^>>n ,!.» ft. «M, , , 245 -- «46 - "''«»« «°hn tmL0ll7?ft l"° 0,^i """"I, 6>"ckf . . 9N— 9« 40 "° ^H'^°r«ä!cn . . -— — °!°, ««,<..^bKyat. v, I. ,87« ,» bv „4 80 d!«, ^"- "nl, ä ,na n. «, W, ,8? 2h ,37 ?.'. "««'^°!e 4" , ,W st. «S 25 126 75 «clb Narr Grnnkentl.-Obllyationen (für ,0« fi, --------------- 5°/„ kroatisch!' und slavonische . «>5— ..-— b"/° sielienbllrgische .... —-— —... b°/» lemeser Vana» .... —-.. —>— b°/„ ungarische...... 8»— 89 50 Andere öffcntl. Anlehen. Donllu-Rell,-Lo!s 5"/„ 1<)„ st. . ,z,,.7H ,z, z<, dtll. «I.leihc 1«7« , . ,0«'— ,07 — Nnlehni der Ltabt Görz . . „ft .. — - Unlehn, d. Ttndtgemeinde Wien il>.<> ßn 10y'2N Pläm.NnI. d. vtablgem, «ien ,4« s,n ,4« 75 Vörsenlia» Vlnlehen verlol, 5°/, 98 50 9?'— Pfanddriest (snr !»0 st,), Vodencr. allg. «st. 4»/« «, , , ,/,°,. , . «0, — K'l'80 btl». » 4°/„ . , . 98 35 »885 dlll. Pr«m, Tchulbuerschr. »°/» ,08 50 ,09- Oest. HljpolhslsübNül ,0j. 50"/, ,0, »5 ,02 L5 Oesl, un», Vllül veil, 4>/,"/» . ,00 75 ,!',, L», dett« > 4«/„ , . ,00 2« ,0080 detto KvjHhr, » 4°/, . . lW 2<»!n>0 »<> Prioritäts-Oblissationcu (sür l<»0 ft,), sierbinllilbe Noidbal»» (lm, ,88» ,00 ?b ,01 — «alizllchs »arl. Ludwig-«llhn »m, ,88» 800 st. K. 4»/,°,, . ,00— ,00 »0 Gelb Ware Oesterr, Norbwestbllhn , . . ,07 8" 10« ^» Tlalltsbllhn.......19, — 19, ü0 Lübbllhn k 8°/».....l!>0'— 1ü0 S<> » i^ b°/,.....,«'- ill-l.0 Unz.'gaK,, Vahn , l«, S0 lN» 40 Diverse Lose lprr S»>i Crebitlole ,00 fi...... l8b — l8« - Elary'Lolt 4« N...... z»>^ b8'7b 4"„ Donau-Dampssch, 100 ss. . ,zy-b<'!>88'— lja,bi,cher Vräm, «„lel,, »0 ft, zz-zz zz — Olclier Lose 40 st..... gz __ Sz 75 Palff!) Lose 40 st...... 57-ßy 58 — Rolbei, tt^ruz, 5st. Vel. d., ,0 fl, 19 ,z ,9 50 Mubolph Loje ,(> st..... «nhy zo - Oaln.llole 4« st...... ««.-6275 Lt..«cno!«-Lo!r 40 ft, , , . »,?§ ««-»b WaldsteinLole »0 st. . , , ?«_ 41 - Winbüch-Hräh L°Ie »u st, . . ^, z<, b»'50 Gew.-Sch, d,»"/„PrÜm.^VchuIb' verilh d, Nobencr«bltllns,alt , ,7 — ,8 — vanl - Actltn (per stück», «usslo-Qest, Vaul iioo ss, s>o» „ E. ,49 zz 14« 7ü Vnnfvrrcin, Wiener ,00 fi, , , ,,» «0 119 --Äbucr,.«!!st, üst. »00 fl. E. 4U°/„ ««»- il23 5l> l'2^ 30, 75 Crcbltbllnl, NUg. ung, «ou ft, . 34<>'?5 »41 lib DepoNtenbanl, Allg. «l>o ft, ,97-bu 198 !»0 llcompte!lirl,,sibr«st, zu« st, 584 — 58» — Giro» u.Vnsjeiw,, Wiener »oofi »08 — »1»'— »elv W»re Hvvothelenb,.»». »00». »5°/„ «t<., vesterr. 500 fl. CM, . . . »48 - »4^ - Dra»-«tU,»00fl,llW. ,?» zz ,?z-»5 tramway «c>.,Wr,.1?« fl.z.W. — —------- . neue <8r., Priorltit»' «ctien lU« fi...... — — 99 — Un«'»»l«z. «ilenb.»l>0 ss. Ollber l9« — ,9« 60 Velo W»re Ung, «ordostbahn 200 ss, Vilber l95 50 l?6 b<< Ilnll,weftb,s«allb'«i»z)»0Yfi.V. «94 50 ,95 zl» )nl»uNrle0 fl, ,98 — »»o>— »Vteyrermühl», Papiers, u,V>«, l»8 75 l»n — Iiifailcr »ohlenw,»«»^. 70 ss. . ,85-. l8« — Vllffenf,«V,Oeft,ntn»ttn . 5? 9?» »8 02» Pllp»ei.«ubel...... l z ,z„ l »4 Zlalienische «anlnoten (10!) U,) ! 46 ou «70 Edle Herzen. Erzählungen für die weibliche Jugend von Marie von Llndeman. Höchst geschmackvoll geb. 2 fl. 70 kr., mit Porto 2 fl. 85 kr. 2eUiih ^en vielen ausgezeichneten Recensionen erwähnen wir nur die der «Weser- Ulnß;. welche schreibt: Vei-fo^* : • • ¦ . In diesen acht Erzählungen von Marie von Lindeman, der verehrten Wir (ip>erin ?cs Sf> schnell beliebt gewordenen Huches «Die rathende Freundin> finden Schfjd" ^'c'c'le'i Geist wieder, der alle ihre als Lecture für junge Mädchen dargebotenen für (]jc 'o jV.'szeichnet: feine Beobachtung des Menschenherzens, tiefe Empfänglichkeit We](.|le ^cluMilieiten der Natur, vor allem ein klares Ersassen und Erkennen der Schätze, Mä^,]^1" inniges Familienleben dem Geist und Gemüth der heranwachsenden jungen ^^dui!1, ^er l'^den der Erzählungen ist einfach und natürlich, doch sind die fehlt y^en u"d Lösungen sinnig und geschickt, so dass eiue gewisse Spannung nicht st sic]'S ('CIT1 an ^xc Mutier (K'er Lehrerinnen gerichteten Vorwort der Verfasserin ^ing jj "* en)>ielimeh, wie taktvoll und bedachtsam die Verfasserin bei der Gestal-si June r iyV.!Z!''^lmRcn zuwei"ke gegangen ist, damit sie sich so recht als Geschenk ¦ sie is^ ^('('ncn eigneten. Die dichterische Widmung des Huchos an .lugend und lnU me. sjolir ansprechend, und man darf sonach behaupten, dass Marie von Lindeman 1|ei'Chi 1°" ^rz;ihlungon ihren llerus als Schriftstellerin für die weibliche Jugend von bew'<*en hat,, (198U) 2-1 i Vorräthig in -^i^Jo (jr Erospjo Jurija Glinska iz Slaj pode [y aV(V;arJi v Ljubljani) vrsila sc ^lazn^1^'^111 ^ražba zcmljišoa .losipu fte8a vi iz No'ranjih (ioric lasl-5l2/öU ne st-5°7, 508, 509, 510, ^ovi'Ca *» 515 kalastralne obeine Ure-23l7 s" l^ifiklinami, cenjenega na 8°ld- 50 kr., dne H P^aja in SolJ JUniJa 189°- L we ob 10-uri i)ri tem sodissii- P°d cen-|lSèe Ke bode le Pri dru8' dražbi 'Wk no vredno-s|jo oddaj.ilo. v^k J eni P°goji, vsled katerih je ]>ml \ oik dolžan' p°ložiti .pred Wstii^ ; /o varsèine, cenitveni za-tl»so(jn: n zei»ljeknjižni izpisek so v G. k 1zPisek ^ili^VJ'^ morejo se v na-Po8leaau h urah Pri lern sodišèi '^e vV'anmesl0 dele^. okrajno so-Jjuljljani dne 14. sebr. 1890.1 (1746) 3—2 St. 3202, 3204. Razglas. Zamrlim tabularnim upnikom Ma-riji, Ani in Uari Vajda iz Vidoftiè st. 20, odnosno neznanim dedièem ter pravnim naslednikom, kakor tudi ne-znano kje v Ameriki bivajoèemu .Ia-nezu (lorniku iz (iabrovea sf. 4 ter zamrli tabularni upniiM Mariji IMesec iz Vidošiè St. 20 postavi se gospod Leopold Gangl iz Mellike skrbnikom na èin, a zamrlemu eksekutu Nikotu Flescu iz Vidošiè St. 20, odnosno nje-govim dedièem ter pravnim naslednikom, pa gospod Franc Furlan iz Metlike ter se njemu vroèijo dotièni odloki. G. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne > 17. aprila 1890.___________________ ~(1922)~3—1 St. 5477. Oklic izvrsilne zeraljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici naznanja: Na prošnjo Jožeta Pirca dovoljuje se izvršilna dražba Francetu Koleneu laslnega, sod no na 79 gold, cenjenega zemljišèa vložna stev. 253 katastralne obèine Èatež. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, prvi na dan 17. m a j n i k a in drugi na dan 14. junija 18 90. 1., vsakikrat ob 11. uri dopoludne pri tern sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo* Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžun, pred ponndbo 107o varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek ležo v registraluri na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici dne 13. aprila 1890. .A.. Beyer'* (1987) 3-2 grosse Menagerie auf dem alten Viehmarktplatze neben der Dampfmühle. Das Nähere sagen die Ansohlagzettel. (1742) 3-3 - 26 Ka