Nr. 204 Plliiiuuicl at ioiisplei» : Im «lomptoir ganzj. fi. l i, halbj. fi. 5'5!>. Für die ^ufiellun» iu« Hauo halbi, s,o tr. Vüt der P?f! aan,i. st. '5, hc,!>,'l. fl, ?'5«. Mittwoch, 6. September. Inseltionlgebübl: Fül Nelne Inserat« di« zu « Zeilen e!^ II., grtzßeit Pi. Zeile « tl.; bei öst««» Wiebribolun^«!! pr. »ieilr i! n. 187«. Nichtmntlicher Theil. Ein Gedenlsest Ungarns. Ungarn feinte am 3. d. M. ein hervorragendes Nationalfest, den hnndertsten Geburtstag des vorletzten Palatins von Ungarn, Erzherzog Joseph. Die Palatinswürdc in Ungarn ist bekanntlich seit 1848 erloschen; aber ehemals war in derselben eine große An< zahl vun politischen, richterlichen nnd militärischen Gewalten vereinigt, welche von Palatin Joseph in der edelsten Weise znr Verbesserung der politischen und Kultur-zustande, sowie zur Erwcckung des nationalen Lebens angewendet wurden. Palatin Joseph war am 9. März 1776 geboren und am 12. November 1795 einstimmig vom Landtage erwählt worden, und zwar ohne vorläu-figc Eröffnung der königlichen Proposition, nachdem er schon vorher die Winde eines Statthalters von Ungarn bclkidct hatte. Ucbcv ein halbes Jahrhundert, bis zu seinem am 13. Jänner 1847 erfolgten Tode, stand er an der Spitze des Königreichs, welches ihm die Grnnd-laacn smier heutigen Entwicklung nnd znm Theil auch die Gewinnung seiner politischen Stellung verdankt. Die Hebung der Bodenkultur, Verbesserung der Straßen, Austrocknung der Sümpfe, Eindämmnng der Flüsse nnd Kanalbauten wurden nnter seinem Palatinate »nil Eifer betrieben Er war ein Förderer der nngarischen Sprache nnd Litcratnr; die Ludovica und das Nationalmuscum verdanken ihm ihr Entstehen; er war Protector und einer der Gründer der ungarischen Akademie; die Kis-faludy-Gesellschast, die naturwissenschaftliche Gesellschaft, der Landes'?ls>'.itllltnr'Vervin entstanden unter seinem Protectorate. Namentlich aber die Hauptstadt Pest hat ihm viel zu verdanken; denn die Vergrößerung, Verschönerung nnd das Ausblühen derselben sind zum größten Theile sein Werk. Politisch war er stets cin maßvoller Vermittler zwischen der Dynastie und der allmnlig auf den ungarischen Reichstagen znr Geltung gekommenen nationalen Opposition. Ungarn hat allen Grund, das Andenken dieses Mannes, der noch hellte einer der po-Pnlärsten Namen des Landes ist, dankbar zu feiern, Der gegenwärtige Obcrcommandnnt der Honvcds, Erzherzog Joseph, ist cin Sohn des Palatins, und in manchen ungarischen Blättern, welche der Ccntcnnialfeicr ihre Be> trachtungcn widmen, wird nicht ohne Genugthnnng hervorgehoben, daß Palatin Joseph der Gründer einer Familie ungarischer Prinzen gewesen sei. „In dankerfüllter Erinnerung an die Verdienste, weläe sich Palatin Iofeph um das Aufblühen Pests er» worden — schreibt mit Bezug hierauf die „Presse" ul'term 2. d. M. — begeht die Hanptstadt die Een- tennialfeier seines Geburlstages mit festlichem Gepränge. Sie hat zu dem Act der Pietät Gäste aus Nah und Fern geladen; das Land aber hat eine häusliche An> gclcgeuheit der Hauptstadt zu seiner eigene,' Sache gc> macht, und so wird dcr Gedenktag, wclcheu Pest ve» anstaltet, zu einem Landcsfest in der besten und schönsten Bedeutung des Wortes erhoben werden. Große Worte werden gesprochen werden und sie werden lauten Wider, hall und lebhaften Nachklang in den Geistern und Ge, mülhern bis in die fernsten Wiulel deS Lande« finden. Ungarn hat seinem großen Palatin ein treues Gedacht, nis bewahrt, und mit gesteigerter Verehrung gedenkt es heute, da es ungetrübten Blickes sein Wirke«, überschaut, des Mannes, der unkr den schwierigsten Verhältnissen scilies Amtes als Vcrmitllcr zwischen Krone und Voll ,o treu zu walten verstanden, und sich stets als der ein. sichtsvolle Freund des Landes erwiesen hat, an dessen Spitze er berufen worden. Es Hut auch gar stürmische Tage während der Zeit gegeben, da der Erzherzog, Palati" am Ruder stand; er hat dieses gleichwol stelS mit kräftiger Hand geführt und selbst in den düstersten Stunden sein schönes Ziel fest im Auge zu hnlttn ge. wußt. Ein warmer Fürsprecher aller berechtigten An< sprüche Ungarns, vereinte er mit dem offenen Sinn für die Existenzen der jeweiligen Verhältnisse jene Ent lchicdcnheis, die unter allen Umständen Maß zu hallen weiß, mit der genauen Kenntnis von Land nnd Leuten, jcnes wohlwollende Verständnis für deren Eigenthum, lichleitcn, das ihm die Vicbc und Verehrung aller gewann und jenen Mannesmulh, der sich nicht durch Ein» siüsse aus höheren Regionen entweae,', nicht durch Trotz und Ungestüm von unten beugen ließ. Nur so tonnte es kommen, daß er das Schiff Ungarns durch die Stucm. u„d Drangperiode, die im Jahre 1825 an-gebrochen war, trotz all der Klippen und Untiefen, die manchmal jeden Ausweg zu verlegen schienen, glücklich hindurch steuerte, es endlich in d'p Hafen brachte, in wclchcm es Anker werfen, festen Halt gewinnen konnte. Was später aeschehcn, war „icht mehr scin Werk ge-wese». Ihm gebührte dcr hohe Ruhm und der m,< verfängliche Danl des Landes, daß er es ebenso ver standen, widrigsten Windcn stand-, wie Meuterei m, Bord niederzuhalten und in lrichchtn Momenten die rechten Kräfte am rechten Ort anzusctz",, Deutschland und Frankreich im friedlichen Wetttümpfc. Bekanntlich hat vor kurzem O^f Mottle in Ehemnitz eine Ansprache gchalttn, welche eine Mah. nung an die Dentschen e thielt, auch zu dem friedlichen Kampfe mit Frankreich, welchen die Weltausstellung von Paris bringen werde, gerüstet zu sein. Die.Mpublique Franpaise" hatte Moltte'S Worte einer Besprechung unterzogen und dabei die Hoffnung ausgesprochen, daß Frankreich aus diesem Kampfe siegreich hervorgchen werde. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" widmet nun den Betrachtungen des französischen Blattes einen Leitartikel, welcher oon ungewöhnlich warmer Sympathie dictiert ist, und als ein Beweis der freundschaftlichen Gesinnungen, die man in offiziellen Kreisen Deutschlands dem mächtigen Nachvarrelche gegenüber hcgt, wohlthuend berührt. DaS genannte berliner Blatt schreibt nen-lich: „Es geht aus den Aeußerungen des pariser Blattes hervor, daß mau in Frankreich dm Welllampf, welcher der französischen mit dcr deutschen Industrie auf der pariser Ausstellung von 1878 bevorsteht, ernsthaft in das Auge fahl und demselben mil all den Empfindungen nationaler Gc^istcrung und patriotischer Zuversicht entgegengeht, welche das fra.-,Mische Voll stets dann auszeichnen, wlnn es für eine gute Sache einzutreten glaubt. Frankreich hofft bei diesen friedlichen Wettlämpfen die Palme dcS Sieges wiederzngcwinnen. um welche es von Weißenbura bis Belforl tapfer, abrr vergeblich gerungen hat, nnd — wie die Dinge gegeiiwariig liegen — ist dicsc Zuversicht nicht ganz unbegründet. Die deutsche Industrie ist in Ehcmnitz zum erstenmale von hervorragender Stelle aus an die schwere Auf» p,abe gemahnt worden, welche ihr durch die pariser Ausstellung von 1878 erwächst. Die deutsche Ausstellung in Philadelphia hat manchen, wenn auch erheblich überlrie-ben:!i Tadel hervorgerufen, der überdies wesentlich ge-milücrt wild durch die Bedingungen, unter denen n'cht eine Vertretung der deutschen Industrie, sondern eine Betheiligung deulscher Industrieller an dcr Ausstellung in Philadelphia überhaupt möglich war. Von den Grün-den, welche ganze Kategorien dentscher Industrieller von Philadelphia fernhielten: die weite Entfernung, der hohe Schutzzoll in Amerika, dcr Mangel jedcr Aussicht aus eine aus der Betheiligung resultierende ooitheilhafte Geschäftsverbindung u. s. u». — alle diese Gründe fallen bci einer pariser Ausstellung fcnl. Der Velheiliaung dcr deutschen Industrie ai> dcr Ausstellung von 1878 lüinile indeß die Meinung entgegenstehen, daß die deutschen Aussteller sich in Paris keiner anaenchmcll Aufnahme zu erfreuen haben würden. Olnc solche Auffass'ma ignoriert die besseren Eigenschaften deS französischen Nationalcharakiers. Unsere westlichen Nachbarn werden alle Kräfte aufbieten, um das durch einen schweren Krieg, öurch den Verlust zweier Provinzen und cmr bedeutende Kriegöconlribution heimgesuchte Frankreich im vollsten Glänze zu zeigen und seine Ueberleaen- Feuillewn. Der Teufels-Capitiin.* Roman vo« I. Steillmann. (Fortsetzung.) Sie drückte, während sie ihm die Backen streichelte ihn sanft auf einen Stuhl nieder. Hierauf ließ sie ihr Tambo^in erklingen. Sie stimmte erst einen sanften, schwermiUhigen Gesang, langsam auf. und niederfchrei. tend an. Dann ging sie in eine rafchere Welse übcr. Ihre Schritte wnroen schneller und lebhafter; hierauf begann sie den Zigeunertanz, indem sie ihn umkreiste, wie ein Schmetterling die Blume. Bald lnicte sie vor >hm nieder, bald erhob sie sich wieder. S e blickte ihn bald lächelnd, bald glühend an. Er versuchte sie zu er-»reifen, aber mit einem raschen Sprunge entfloh sie seinen ausgestreckten Armen, um sich ihm dann veriockend wieder zn nähern. Castilllln war wie berauscht. Das war nicht mehr Marotte, die Slraßentanzerin, die um ihn hcr wirbelle, " war einc Fee, eine Nymphe, geschmückt mit allen beizen verführerischer Schönheit. Er glaubte sich ins Paradies versetzt, wo die unsterblichen HouriS zur Wonne °" gläubigen MoSleu in ihre entzückenden Tänze auf. fuhren. 5 .Wer haue dieser Versuchung widerstehen können? "astillan wenigstens konnte eS nicht. Er erhob sich von M«"" Sessel, er suchte dem schwebenden und hüpfenden "cadchen zu folgm, aber er war eS nicht mehr im-!^l!^^ fühlte seine Füße wie durch einen Magnet ' v«gl. «r. 202 d. Vl. an den Boden geheftet. Nicht nur Marotte, das ganze Zimmer, alle Möbel desselben kreisten um ihn. Er oer-wünschte seine Schwäche, er griff mit den Armen in die Luft, um das Gaukelbild zu erhajchcn. Aber dies" Kampf gegen die ihn überwältigende Schwäche währte nicht allzulange. Nach wenigen Mi-nuten war er auf d^S in dem Znmner stehende Bett gefallen wie ein Betrunkener, der scine Besinnung ver-loren Als Marotte ihn so betäubt daliegen sah. strich sic ihm mit der Hand übcr o«e Stirn und hiell mit brem Taine inne. Sie dmch,uchte behutsam seine Tachen u d fand rasch die Stelle unter dem Wammse, wo der Bric eingenäht war. Einen Moment spater w r derselbe n ih?en Hände... Sie wartete noch eine Weile bis es Mitternacht schlua. Dunn nahm sie em Licht und setzte es in die Fcnstern.sche. Glelch daranf wurde eine Hand voll Sa>'d gegen d.e Scbe.ben ge. worsen. Die Tänzerin löM das Licht und offnele das Fenste.. Zwei Männer stic^" h^,.f an einer Strick' leiter. die sie zuvor an die Balustrade d-s Ballons be- ^WeVdiese Männer waren, ist leicht zu errathen. Rinald trug eine Blendlaterne, mit dcr er auf das Belt zuschritt. , . . „ ,.Schläft er?" fragte in demselben Augenblicke ^°" ^Sci't zwei Stunden," erwiderte Marotte. ''Du hast deine Sache« gut gemacht. Nun, entferne dich,"'sagte Gen Joel, dcm sie den Brief übergebe» hatte, cin scharsaeschliffencS Me^er aus feinem Gürtel ^ "'„WaS? Willst du ihn todten?" fragte Marotte zitternd. .^ „Wozu die Frage? Was kümmert es dich, was ich thun wlll?" „Einerlei. Ich will nicht, daß man ihn umbringt!" rief sie entschlossen. Der Zigeuner grinSte. „Du bist eine Närrin! Der verliebte Bursche muß daran glauben. Lebend könnte er noch meinen Plan durchkreuzen. Laß mich also gewähren." Marotte stellte sich rasch zwischen das Bett und den Banditen. „Nein! legt leine Hand an ihn'/' „Eigensinnige Dirne! "murmelte Ben Joel Rinald schwieg, aber er versuchte Marotte von chrem Platz wegzuziehen. Sie entriß sich ihm und zog einen Dolch aus ihrem Mcder. Sie führte stet« eine solche Waffe bei sich 7^'^." nicht, ihn zu ermorden!" drohte sie. „Dies Werkzeug »st lüMich. Wen die vergiftete Spitze tnfft, der ist verloren." Der Italiener zog sich klüglich zurück. Ben Joel lachte höhnisch auf. «Man sollte glauben, du hättest dich in diesen galanten Pariser verliebt, schöne Marotte." „Wer weiß," sagte sir. ..Wie? Du willst durchaus, daß er am Leben bleibe?" ..Wie ich eS selbst für mich wünsche!" ,Ein unbegreiflicher Dämon steckt in dem Madchen," flüsterte Ben Joel seinem M°rd?efellm u. ..Machen wir uns schnell davon, denn sie i,t z" °""« fähig." Die Banditen gingen den Weg zurück, den ju ge. ^Erst alö die ersten S^hl" d" Sonne in das Gemach sie en, erwachte ^Man Seme Auyenk « waren so schwer, daß er sie nur mit Mühe zu erheben vermochte. 1596 heit vor aller Welt darzuthun, aber sie werden ebenso sicherlich alles unterlasse!,, waS dem deutschen Aussteller eine Betheiligung verleiden könnte. Im Gegentheil. Es darf wol als sicher angenommen werden, daß man in Paris eine möglichst vollständige und möglichst glänzende Betheiligung der deutschen Industrie lebhaft wünscht. Einmal um des Gelingens des ganzen Weites selbst willen, zweitens um den Triumph der französischen Industrie desto großartiger zu machen. Unsere deutschen Industriellen haben, zum Theil nicht mit Unrecht, ihre Stimme gegen den Tadel erhoben, der von Philadelphia her gegen sie ausgesprochen worden. Aber derselbe hat immerhin die Wirkung gehabt, daß die deutsche Industrie nicht nur, sondern viele Klassen und Stand: der Nation mit ihr, den Weg der Selbstprüfung und damit zur Besserung betreten haben. Der deutsche Gewerbefleiß muß und wird zu seinen guten Traditionen zurücklehren, das Wort: ..Billig und schlecht" darf ihm nie wieder als Devise seiner Erzeugnisse impuliert werden können. Er steht in Paris einem Gegner gegenüber, der im Jahre 1878 sieben Jahre emsiger, fleißiger Arbeit aufgewendet haben wird, um sich im Wettstreit der Nationen den ersten Preis zu sichern, unterstützt durch seine leichte Er< findungsgabc, einen anerkannt guten Geschmack und eine dem Schutz der Arbeit und Erfindung äußerst vorlhellhafte Gesetzgebung. Der deutsche Gewerbefleiß wird sich in Erkenntnis der Gefahr, welche für den deutschen Handel aus einem Unterliegen in Paris hervorgehen würde, auf diesen Feldzug mit all der Gründlichkeit und Sorgfalt, mit all dem Fleiße und derjenigen Sparsamkeit am rechten Orte vorzubereiten haben, welche vor sechs Jahren den Fahnen unseres Heeres so glänzende Erfolge sicherten. Es wird wenige Gebiete der Kunst und Industrie geben, auf denen wir Frankreich überwinden können, aber die deutsche Industrie muß desto mehr Sorge tragen, der französischen wie in alten guten Tagen wenigstens durch Gediegenheit ebenbürtig zu sein. Unsere deutsche« Industriellen werden sich an ihren französischen Concurrcn« ten ein Beispiel nehmen und ihre Arbeit nicht, wie lei. der so vielfach der Fall, lediglich als Object einer guten oder vielleicht recht schlechten Speculation auffassen, so", dern als Gemeingut der ganzen Nation, als einen Ge< genstand der nationalen Ehre, welche bei unserm Handels- und Gcwerbestand sicherlich nicht weniger hoch» gehalten wird, als dies im Ringen mit dem nemlichen Volle bei unserm Heere der Fall war." Die Aussichten auf den Frieden. Die neuesten Meldungen aus Stambul lassen die Vertreter der Mächte daselbst mit Eifer am Mediations' werke arbeiten. Am 3. d. hat in Konstantinopel bei dem englischen Botschafter Sir Elliot eine zweistündige Ministerconferenz stattgefunden, bei welcher angeblich ein vollständiges Einvernehmen zwischen allen Mächten er» zielt wurde. »In Bezug auf die in Konstantinopel eingeleitete Friedensaction — schreibt die „Pol. Eorr." — darf versichert werden, daß die Pforte, wenn sie auch momen« tan noch hohe Ansprüche zu machen scheint, dennoch mit sich handeln lassen werde. Die Nachrichten, welche man auf der Pforte über die nationale Bewegung in Ruß» land hat, scheinen ihr einige Besorgnisse einzuflößen. Einst« weilen ist man, unabhängig von der Phase der Feie-densverhandlungen, auf der Pforte mit oer Borbereitung der in Bosnlen und der Herzegowina einzufüh, renden Reformen beschäftigt. Es ist beinahe gewiß, daß diese beiden Provinzen, wenn auch keine vollständige Autonomie, so doch eine ganz besondere Regierung erhal-ten werden, an deren Spitze christliche Gouverneure ge, stellt werden sollen. WaS die Dispositionen der Pforte gegenüber ihren beiden Gegnern, Montenegro und Serbien, anbe-langt, fo zeigen sie sich in Bezug auf Montenegro bei weitem günstiger als inbetreff Serbiens. Nach allem würde dann noch die Regelung dessen erübrigen, was man heute die bulgarische Frage nennt. Diese ist der heillichste Punkt aller Angelegenheiten, denn er enthält im Keimc die große Frage der künftigen Stellung der christlichen Unterthanen der Pforte. Die Gleichheit der Rechte, von welcher man für die Christen in mohamedanischen Landen träumt, ist eine Chimäre. Insolange die Türken Mohamedaner bleiben werden, wird leme menschliche Macht sie zur Änerlen< nuna bringei,, daß Christen ihresgleichen seien Die lo gischsten Darlegungen in dieser Beziehung werden stets an der religiösen Ueberzeugung des wahren Muselman. ,ies scheitern. Es ist dies eine Sache des Glaubens und der Türke ist vor allem ein Mensch des Glaubens Da liegt die Klippe, die sich jedem Persuche entgegen, lhittmen wird, welchen Europa zur Besserung der Ver< hältnisse der christlichen Unterthanen der Pforte machen wird Das einzig Praktische, worauf sich die Diplomatie bei ihrer Forderung beschränken sollte, wäre das Verlangen, daß die Gcneral'Gouverneure der Provinzen sorgfältig unter den rechtlichen und aufgeklärten Türken ausgewählt werden." Unler einem weiter zurückliegenden Datum, vom 29. v. M., meldet man ferners der „Pol. Corr " aus ssonstautinopel noch nachstehende Friedensbedmaunaen der Pforte: " ,Der Großvezier hat die Eröffnungen, welche ihm am verflossenen Samstag seitens der Vertreter eimaer Mächte bezüglich der Einstellung der Feindseligkeiten und der Wiederherstellung des Friedens gemacht wurden, mit Vergnügen entgegengenommen. Dieser Schritt wurde von den Nepcäsen'anten der Mächte nicht collectiv umcr nommen; doch hatien dieselben identische Instruclionen Der Großvezier erw.derte den Botschafter» daß die' Pforte uencigt scl, den von ihr nicht provocierten Kriea zu beendigen, daß sie aber die Feindseligkeiten mcht ei." stellen lönntt, bevor sie mcht feste Bürgschaften für ein gutes ErgctmlS der Unterhandlungen erhalten habe Unter diesen Bürgschaften versteht der GrohveUer die Einnahme der Plätze Alexinac und Deliarad. Die Besetzung der genannten Plätze betrachte! die Pfurte als eine Genugthuung ihrer militärischen Ehre. Der Groß. vezier hat sonach die oiplomall'iche Activ« der Einnahme von Alex.imc untergeordnet. Infolge dieser Entschließung sind dem General sn olißf Abdul Kerim Pascha drin ^',^^< l^MW'' die auf die Erwerbung von Al x.nac abzielenden militärischen Operationen zu be. schleunigen. ^ , ^ Die Minister halten jeden Tag Berathungen. Wie verlautet wären die Hauptbedingunaen der Pforte: Be setzung aller Festungen des Fürstentums tmrch die otto-'""lichen Truppen; eine beträchtliche Reduction der ser-bischen Militärmacht; die El höhung des Tributes auf elwa zehn Jahre, bis zur Zahlung einer Kriegsemschä dlgung von zehn Millionen türkischer Livres; endlich die Herstellung einer Eisenbahnlinie durch Serbien zum Anschlüsse der türkischen an die österreichisch.ungarischen Eisenbahnen. Diese Linie würde von einer türkischen Gesellschaft erbaut und betrieben werden. Diese Bedin-gungen sollen keineswegs schon endgiltig formuliert sein; allein der Großvezier soll zu verstehen gegeben habe,', daß die Absichten der kaiserlichen Negierung auf dieselben hinauslaufen." Vom Kriegsschauplätze. 3. September. Aus den bisherigen Detailberichten über die eud-losen Lokalgefcchtc bei Alexinac zeigte sich deutlich, daß die Gcfechtsdisftositionen ohne allcn einheitlichen Plan getroffen wurden. Kein Bericht ließ sich darüber vernehmen, daß die Türkell einen energischen Angriff mit wohlgeordneten Massen cm diesem oder jenem wichtig» Punkte geplant hätten. Die Berichte sprachen immer nur voll einzelnen Bataillonen, welche heute da, morgc» dort sMmpft haben. Bataillon um Bataillon wurde ins Gefecht gejagt, kam dccimicrt zurück, jeder Unttt' commandant machte, was ihm beliebte, und so ging ^ durch zehn Tage beharrlich fort. Von der Verwendung der Cavallerie, einer gut geleiteten Rekognoscierung der serbischen Stellungen oder Verschauzungcn wurde bisher lein Sterbenswörtchen gemeldet. Erst der heutige Tag bringt uns Nachrichten v»" entscheidenderen Vorgängen am Kriegsschauplätze. Tcw gramme vom 3. d. M. melden, daß die Tinten neueste»" vor Alc^iuac weit glücklicher gewesen seien, als in der sechstägigeu Schlacht, daß sie die Serben im ossc»c" Felde gefaßt, geschlagen und zum Rückzüge auf Del'' grad gezwungen hätten. Nach der einen Version so" Abdul Kerim Alexinac bereits besetzt haben, nach einer andern soll die Besetzung unmittelbar bevorstehe"' Wie aus dem B richte eines Special Corresponded len der ..N. fr. Pr." hervorgeht, ist das türkische Haupl" quartier vor Alexinac bereits bis Mrsol vorgcsch^" worden. Freitag abends eroberten die Türlcn nach llr stündigem Kampfe die letzle serbische Schanze auf de»n lillkn Morava-Ufer und drängten die Serben nach Alt' xinac hinein. Mit dcr letzten serbifchen Schanze ist wah^ scheinlich der Brückenkopf von Alcxinac gemeint, so daß der Ring der Befestigungen auf dieser Seite völlig durchbrochen ist. Gestern oder heute sollte, der Angriff dcr türkischen Truppen auf Alcxinac selbst statlfiiidcn. 2S fragl sich, ob es noch dazu gekommen ist. Nicht wenill^ als drei Telegramme — eines aus Nisch, zwei aus Semliu — meldm das Gerücht, Al xinac sei von de" Serber, bereits aeräumt wordm. Nach dem Beispiel vo" «Wjevac und Zajöar wäre dies sehr leicht möglich. Da die Serbcu nicht imstmid: waren, ihre Schanzen gcgcn den türkischen Ansturm zu vertheidigen, obwol das schwere türkische Geschütz noch nicht zur Stelle st'" tonnte, so haben sie wenig Hoffnung mehr. Aleli'""' selbst zu halten, und es könnte daher nicht überraschen, wc"» schon morgen die Bestätigung der Nachricht eintrifft, die Türken seien in Nlexinac eingczugen. Auch auf dem westlichen Kricusschallplahc habc» sich die Türken zur Offensive aufgerafft. Während """ vielseitig behauptete. Muthtar Pascha scl von dcn Montenegrinern völlig umschlossen und tüune sich "i^ rühren, ist er durch einen kühnen Marsch längs der österreichischen Grenze über Zaslap in die Schwarze" Noch ganz betäubt von der Wirkung der narkotischen Tropfen, die Marotte ihm in den Wein gemischt, versuchte er seine Gedanken zu sammeln. Nach und nach erinnerte er sich dessen, was mit ihm in der verflossenen Nucht vorgegangen. Er sehte sich aufrecht und sah im Zimmer umher. Seine Blicke suchten die Tänzerin, aber sie war wlc ein Traum verschwunden. Nur am Boden lag ein Band, das sie während deS Tanzes ver-lorrn hatte. Endlich sprang er vom Lager empor. Der ihm von Herrn von Malton ertheilte wichtige Auftrag kam ihm lns Gedächtnis. Eine schlimme Ahnung stieg in ihm auf; er öffnete sein Wamms und betastete die Stelle, wo Susanne den Brief cingenicht hatte. Er fühlte ihn nicht mehr. Das FnUer war aufgeschnitten und das Schreiben herausgenommen. Er schlug sich mit geballter Faust vor die Stirn und ein Ausruf des Hornes und dcr Vcr» Wünschung gegen sich selbst entfuhr seinen Lippen. Neunzehntes Kapitel. Im Gefängnis. „Was bleibt mir jetzt noch übrig," rief er endlich verzweiflungsvoll, „als mir eine Kugel vor den Kopf zu schießen und mich so für mein wahnsinniges Treiben, für die Nichtachtung der Befehle meines Herrn felbst zu ^°Aber indem er die Pistole lud, kam er auf andere ^""A'lt« murmelte er, „sei kein Narr, Castillan. u"dbV"erst^ Ns^ "e^rch/^ werden. Nein, du mußt leben und deme ^ummyett wieder gut zu machen suchen." Indem er noch überlegte, klopfte es an der Thür. Er eilte rasch zu öffnen. Die Magd dcr Taverne trat ihm entgegen. Wahrscheinlich wollte sie den Tisch abdecken. Castillan ergriff sie beim Arme. «Wo. wo ist sie?" rief er heftig. ..Wer?" fragte das Mädchen mit einer dummen Miene. „Nun. Marotte, die Tänzerin, mit der ich soupiert habe." „O, die ist schon lanae abgereist, junger Herr." ,.Und wohin? Weißt du es nicht?" ..Nach der Gegend von Orleans'" „O. die Betrügerin! sic hat mich beftohlen." rief Castillan. ..Aber in welcher Absicht? Wer mir das sagen könnte!" Die Magd zog ein Billet ans ihrer Tasche. ..Das ist für Sie, mein Herr." „Von wem?" ..Von der hübschen Tänzerin." Der Secretär öffnete das Billet nnd las es eilig: . "Ven Joel ist nach Saint'Scrnin. Verzeihen Sie "nr! Ich bereue, was ich gethan." ..Jetzt verstehe ich alles," grollte der Leichtsinnige. ,.^le bereut, die SpitMbin; aber was nützt mir jetzt diese Reue? Sie die Verbündete dieses Schurken Ben vwcl^ Wer hätte cs diesem reizenden Geschöpfe angc-im B k ,"'^ ägyptische Rasse, sie steht mit der Hölle Er lief cinigcmalc wüthend im Zimmer auf und au nnd focht, mit den Armen in der Luft umher, als wenn er nut einem Feinde im Kampfe begriffen wäre. «.., ^^,/. waren und Südfrüchte 311.445 Mztr. Tabak und Tavakfabri. U 26,'A Mztr. (^ 2080) Garten, und Feldfrüchte t)7>i»i75 Mltr l^- 1.77i,d-^), Thiere 625,416 M.tr ^56 209), thierische Producte 152,473 Mztr. ^ 23 738) Me und fette Oele 115.372 Mir. 1l KN Getränke und Eßwareu 115.550 Mztr. - 66859) B«un-, Bau- und Werkstoffe 373.845 Mztr. l> 43,137), Arznei- Färb- und chemische Hilfsstoffe 99 558 Mtr. l> 65,588). Metalle, vererzt, roh und als Kalbfabr lat 36,303 Mztr. (- 40.953), Webe-und Noff 253,632 Mztr. (^. 71,688) Garnc 46 260 M t7 (^- 2553), Webe-und Wirlwaren 107,960 Mztr (1- 2659), Waren aus Borsten. Stroh, Papier:c. 14 464 Mztr. (-»- 1453), Leder dann Kürschner- und Lcderwarm 4/872 Mztr. (-i- 2220). Bein-, Holz-, Glas S ei"- "nd Thonwaren 62,325 Mztr. (^869) Metallwaren 44,966 Mztr. (^ 10 407) Land- m/d Wasserfahrzeuge 3895 Mztr. (- 445), Instrumente Maschinen und kurze Waren 111,022 Mztr. (— 26 674) ! chemische Producte, Zündwaren:c. 28,620 Mztr. (-j- 4465) literarische und Kunstgegenstände 5186 Mztr s-^- 1521 Abfälle 24,766 Mztr. (^. 16,275), Waren ohnlnähere Bezeichnung 31,001 Mztr. (- 16,497). (Schluß folgt.) — («line Erzherzogin als Nebtissi u.) Wie auS Wien gemeldet wird, dlllfle in der ersten Hälfte des Monats Ollober Ihre l. und l. Hoheit Erzherzogin Mari» Christine, Tochter der Erzherzogin Elisabeth, ale Aibtissin in das prager adelige Damenstift aufgenommen werden. Aus diesem Anlasse werden in der Vurg am Hradschin zwei oder drei große Hoffest? statifiudc,,. an denen wahrscheinlich Ihre Majestäten und mehrere Erzherzoge und Erzherzoginnen lheilnehmen werden. — (Nmalie Haiziuger), die hochverdiente Kunst, vetccanin des wiener Burgtheattrs, will den Schauplatz ihrer deceuuienlangen, ruhmreichen Thätigkeit verlassen und sich zur Ruhe schell. Mit Vezug hierauf schreibt die „D. Z und Salondamen und lomi« schen Mlllter, über, und wie ehedem in den naiv seulimrnlalen Nolle,,, glänzte sie nunmehr in dem neuen Fache. Am 29, März 1860 beging Nmalic Haizingcr die fitlifzigjährige, am fclben Tage des IuhreS 1870 die sechzigjährige Jubelfeier ihrr« lilnfilerischen Wirleu« und vor einem Jahre ihren fltlifuliosttdenzigftei, , . Mitte Kapellmeister H°m.« "ich."/<.. de« Mc.ste « banl ent-«egenzunchmen. König N.°u'i« b'nb während dnser Msch.eds-fcenc im Theater noch «"""s"'». 1599 fokales. — lErnennung en.) Der l. l. Statthalter im KUsteu» lande, Herr Baron Pino v. Friedenthal, hat den l. l. Statthal-terei'Concipislen Herrn Friedrich Markgraf v. Marenzi zum Vezirkscommissilr und den t. l. Lonceptsadjuncten Herrn Lud« wig t>. Nagy zum Ttatthalterei-Eoncipisten ernannt. — r Crt.ärung der ', den eii-zelnen Ländern so verschiedenen Vollsschulzustände. — '>, -Todtschlag. Der dasclbst als Knecht bedienstete 67jährige Anton Fridelich wurde von seinem Milmechtc Gregor St er gar am genannten Tage um 6 Uhr abends beim Heumähen plötzlich überfallen und mit einem Plllgel ilber den Rücken geschlagen. Als ersterer hierauf zu Boden siel, verfehle ihm Stcrgar noch zwei wuchtige Hiebe auf den Kopf, infolge dessen der sofortige Tod dcS Fridelich eintrat. Die tagSdarauf vorgenommene gerichtsärztliche Section ergab eine vollständige Zerlrilmmerung des linken Seven-wandbeineS. Zu bemerken ist hieb:i allerdings, daß der Thäter im Rufe eine« halben Cretin« steht, jedoch lcn'cswegS als vollkommen unzurechnungsfähig angesehen werden kann. Der That ist derselbe vollkommen geständig, überdies waren auch zwei Hirten Zeugen derselben. Als Erklärungsgrund für den kaltblütig verübten Todtschlag gibt Stergar an, daß er von dem Erschlagenen bereits zweimal mißhandelt worden sei, und zwar einmal im Jahre 1875 durch einen Hieb übcr daS linle Äuge und das zwcitemal, am Vormittage des I. September, durch einen Schlag über den linken Oberschenkel. Die That erweist sich somit als ein Rache« act. Die Einvernehmung des Thäters bereitete Schwierigkeiten und konnte nnr unter Zuhilfenahme eine« bäuerlichen Dolmetschers vorgenommen werden, da die Sprache des gnstig etwas beschränkten Uebellhäter« schwer verständlich uud derselbe überdies auch hart-hörig ist. — (Ueberschw em m un g.> Au« Eilli wird der «Gr. Ztg." geschrieben: In der Nacht vom 31. August auf den 1. September ergoß sich gegen Mitternacht ein wollenbrucharliger, mit Gewitter verbundener Regen in den Bezirken Oberburg und Franz. Infolge dessen sind die Sann und deren Nebenbäche auf eine seil iii Jahren nicht erlebte Hühc gestiegen, nnd erreichte die Sann am Pegel in C i l l i die höchste Höhe mit 36 Meter über dem Nullpunkte. Die Stadt Eilli war thalsächlich vom Wasser ganz eingeschlossen, da alle nach Cilli führenden Straßen ganz überflutet waren. An einzelnen Slellen waren die daselbst befindlichen Personen ganz abgeschlossen. Gegen 5 Uhr nachmit» lags war da« Wasser wieder im Fallen, wodurch weiteren Besorgnissen vorgebeugt wurde. Von Unglüclsfällen sind noch keine Nachrichten eingetroffen, , _77 (Die „Lioveusk» ?r»tilc»« pro ,877) ist '" "''-'"mayr 6 Vamberg« Verlagsbuchhandlung erschienen und ^«?..n. ^" dem «alenbarium noch eine Inleressenberechnungs. »ärn?.n« ^3'" Sttmpeltarif. die sämm'lichen Märkte Kram«, «arnt.n«, Subft..»m°rls und Istrien«. dann eine populäre Nb yanoiung uvtr oas Mtlr,,mt der leeren Tasche. Nach dem im wieuer Belvedere befindliche,, gleichnamigen Gemälde — Alcrinac- Der Brückenkopf übcr die Morava am linken Ufer. Die verschämten Höhen südlich von Al^.iiac am rechten Morava-Ufer. Original-Federzeichnungen Uou I. Vchünberg, — Dcligrad Nach der Natur gezeichnet von unserem "l,^u« laten 5 83. - Navoleonsd'or 9 62'/,. — 100 Reichsmark 59 10- Wien, 5. September. 2 Uyr nachmittags. (Gchlußcourll.) «rcditacticn 150-60, 1860er Lose 11150, 1«64cr Lose 131^. österreichische Rente ,n Papier 66 90, Staatöbahu 287-—, No'd' bahn 181—, 20. Fraulcnst'ickc 9 63, ungarische Crcditacncil 124 «0. österreichische ssrancobaul 11 5 ). österreichische «nglobaul 7450. Lombarden 78 —. lluionbanl 58 50, anjllo-oriciK'l'M vaul —'—, LloydacNlii 338---, austro-ollomanisclic Vanl ' .', türkische Lose 16 75. Eommnna''-'.lulehen 95 50, Egypt's^ 104—. Fest. Handel und Vol'kswirthschastliches'. NudolfSlverth, 4. September. Die Durchschnitts-Pr"st stellten sich auf dem heutigen Markte, wie folgt:_______^. st. lr. ^ ^l^. Weizen per Hektoliter 8 70 ^ Eier pr. Stilcl . . ^ U Kor» „ 6 80 Milch pr. Lit..' . -^ ^ Gerste ,. — — Rindstettch pr. Kilogr. " A H°fer ,. 2 90 Kalbfleisch pr. „ ' ^ ^ Halbfruch' „ — — Schweincsteisch ,. ^," Heiden „ — — Schöpsenfleisch „ — A Hirse ^ — - Htihndel pr. Stiicl . -- ^ »ulurutz .. 6 .^0 Tauben .. ^ ^ Ardiipfel „ — z - l Heu nr. 100 Kilogr. 2 A linsen ., -^- Stroy ., . 2 20 Erbsen „ - ! —. Holz, harte«, pr.Kubil. >, Fisolen „ ! - ! Meter .... 2 ?l Niubsschmalzpr.Kilog. — «80 — weiches, „ "" ^ Schweineschmalz „ ! 89 Wein. roth.,pr Hektolit. l6 A H^ck, frisch, „ __.__ weißer „ 10 ' 60 Spill, geräuchert „ — 80 Leiufamcu „ h>^" Angekonllnene Fremde. Am 5. September. Hotel 2° »l„.st„.« ».w«d« N«»r.,' «.- i!! . ! ! ^ k;° Lose, 1989........ 252 - 2b» -. <, 1854........ 107-bl) I0K-- , 1860........ 11, 50 112 - ^ I860 ,u 100ft. ... US kl, 11?.. ^ 1864........ 181 7b 182 2b DomüntUePfllndbriefe .... 144— 14425 PrUmieuanlehen der Gtlldt Wien 9k>5l> 96 — Vilhmen j gründ, l ' ' ^'11 '.77 ^ene?":"'«nlehm . 9375 94-Aetie« ..» v"le«^ ^. »"Llo.Vanl ....... 74" "^ Vanlvl«m . . — ^ ^ " ^ .,. _ «erd «ka« «redltaufiolt........ Ihy^o ,^.50 Aredltanstall, ungar..... 1^2 25 I?g ß0 Depositenbank . _ . ^..__ ««compteonftalt ..'..' tz^.^ ^g,. Nalionalbünt . . . ' ' K5K. l,^ Oeflerr. V°ulg«s.llschaft ' '. ' ^. ^^ Unlonbunt .... °»." 77 77 «0 98 — Oefierr. Nordwest-V. . ., 86-75 97 _