88S Amtsblatt zur »aibacher Zeitung Nr. 135. Donnerstag den 5. Juni 1874.^ (232—1) Nr. 3773. Studentenstiftungen. Mit Beginn des zweiten Seinesters des Schul, jahres 1873/4 kommen folgende Studentenstiftungen zur Wiederbcsetzung: 1. Die Primus Dcbclal'sche Studentenstiflung lähllicher 4.'! ft. 96 lr,, wclchc fi,r Studierende aus des Sliftcrs Verlvandtschajl bestimmt ist und auch in der Theologie genossen werden tann. DaS PräscntalionS« lcchl stcht den Anverwandten dcs Stifters zu. 2. Die Kasper Glavulic'schc Stiftung jährlicher 47 st. 40 lr. DaS Präscntatio»Srecht zu dieser auS->chlichl>ch für die von den Blüdern oder Schwestern l>cb Stifters abstammenden Studierenden bestimmten Stiftung steht der ^andeSslcllc zu. 3. Gci der Andreas Chiöl»''d dritte Platz jc jährlicher 74 fl. 52 lr., auf deren ^enuß Söhne urmcr Bürger von ^iaibach, Kralnburg und Obcrburg, vorzugsweise ader aus der Velwandt-!chast des Sliflcrs vom Olicrgymnasium angefangen ^>l> in die Theologie Anfpruch hal'cn. DaS Präseu-lalionsrecht steht dem fürstbischöflichen Ordinariate zn. 4. Vci der Valentin Kuß'schcn Stiftung der erste Hlatz jährlicher 47 ft. 10 tr., auf welchen vorzugsweise ^cltvandte dcS Stifters und in deren Ermanglung kubierende aus Stein Anspruch haben. Der Stif-lwWuenuß ist ans die untern scchs Gl)iunasialtlassen bclchtänlt. DaS PrascntalionSrccht wird vom Stadt-llsarrrr in Stein ausgeübt. 5. Der erste Platz der ^orenz batncr'schen Stu. belNcnsliflung jährlicher 43 ft. 80 tr., welche für arme studierende in ^.aibach überhaupt bestimmt ist. 0. Die von Josef Pcharz für Studierende an ^technischen Anstalten errichtete Stiftung jährlicher ^ fl, 32 lr., zu deren Genuß vor anderen Studiere aus des Stifters Vcrwaudlschasl berufen sind. .0« Prüsenlationsrccht steht dem Pfarrer in Neu ""cltl zu. ^ 7. Der zweite Platz der Christoph Planlelj'schcn ^listung jährlicher 27 fl. 04 tr., auf dcsscn Gcmiß i^ fünf Jahre on Gymnasialstudien vom vollendeten ,, 'bis zum erreichten 1«. Lebensjahre, studierende ehe-'"he BürgerSsöhnc auS der Stadt Stem und alsdann °^ ^aibach Anspruch haben. ... ij. Die zweite Anton Naab'sche Stiftung jähllicher 3^" fl. 4 lr. Diefe ist blos für Studierende auS dcS Ulsters oder dessen Gemahlin Verwandtschaft bestimmt ^ tunn so la!ge genossen werden, bis der Stifllmg i^llprlcstlr wird oder in einen Orden tritt. Das "Üfcntationsrecht wird vom laibacher Stadtmagislrate "^gcübt. ^ ^ Der zweite Platz der Adam Franz Schagcr'-3" Studenlensliflung jährlicher 39 fl. ütt tr., zu . lchnn l^) Verwandte des SlistltS und d) arme Bür-w^lohne aus der Stadt Slein anspruchöocrechtigt sind. ^ °f«ntator zu dicfcr Stiflung, welche nach absolviertem js^uiasiinn nur in der Theologie gcnosscn wclden lann, ^ Acltcsle auS der Oamilic Schager. Pl°<. >^ ^ei der «dam Schuppe'schcu Stiftung der erste ^"vlnhrlichcr 20 fi. 24 kr., welcher für Studierende aus ."nvcrwaudlschaft des Stifters in der Ermanglung lelben aber für Studierende aus der Stadt Stein »^ ________________ vom Gymnasium angefangen bestimmt ist. Das Präsenta» tionsrcchl übt der Vorstand der Stadtgemelnde Stein aus. 11. Die Andrcas Lchurbl'iche S>'f>glung Studierende auS dem Dorfe Zau-chcn und in deren Abgang aus Krain überhaupt. DaS PräsclllaliouSlechl slehl den Vclwandten des Sliftcrs zu. 13. Die Iatob Sturicha'schc Stiflung jähilichll 46 fi. 58 l,., dcrcn Genuß auf 6 Jahre beschränkt ist uiu von welcher Nounalschüler ausdrücklich ausgeschlossen sind. Zum Gcüussc sind berufen vor allen anderen Sludiclcudc aus dcS StiflcrS Vcrwandschafl, sclbst mit minder gutem Sludiencrfolgc, in dcrcn Ermanglung Studierende auS der Pfarre Tscherncmbl und fodann auS den benachbarten Pf^nen, Präsentator ist der je« wellige Pfarrer in Tschclnen.bl. 14. Vci der vom gewesenen L^mbclg'fchen Domherrn Ocoltl Sup^lN errichteten Studcntcnsliflung der crstc Platz jähllichcr 44 fi. 56 lr. Zum Genusse dicfcr Stiftung sind berufen: 1. Sludicrcnde auS ehelicher Nachlommcoschufl der Gesch. ister, und zwar die Nachtouuncn smicr Ärü-der Themas und Ialob in mälmlichcr ^inie durch ulle Gcnerationln, dcrcn Nachkommen in weiblicher Kinic hingegen, sowie auch die Nachlommcn dcr Schwcsttrn blS ^lislclS Ursula, Gcrlruud und Ag< ncs ubci. bis zur vierten Generation, und zwar von dcr zwcilin Hauplfchultlassc angtfaugcn bis zur Vollendung dcr Studien; 2. sodann auch solche chcUch gcuorcuc Studierende, wclchc drin Sliflcr aüderwc'lig bis znm vierten canonischcil Gr^dc vcl wandt, odcr auS dcu» Dorfe Usp gcdnllig sind, jedoch nur von dcr listen Gym-nusiul- odcr 3icalschulllasse angcfangcn, u:>d 3. endlich Sludicrcndc chelichll Eltern au« dcn Pfarren Aep, Obcrgilijach und VtldeS. Das Präscntulionsrccht übt bcr Pfarcr in Asp in Gemeinschajl mit dcm in der StiflungSurlundc näher bezeichneten Auoelwandten des StifteiS allS. 15. Bci dcl von Johann Thalcr von Nculhal crlichtclcn auf leine Sludicnabthcilung bcschrünltcn Sludentenftlstung dcr zweite Platz jährlicher 22 ft. 26 tr., auf welche vorzugsweise Verwandle dcS Stifters und scincr Gattin gebornen Pojalllli, in Ermanglung solcher andere arme Studierende Anspruch haben. 16, Gci drr Anton Alois Wolf fchen Stiflung der zweite und drillc Platz jc jährlicher 70 fl. 86 tr. Der Gcnuß diefcr Stiftung ift unolfchränlt, und es haben auf dieselbe: u) Studenten aus dcr Sladlpfarre Idria und 1)) Studenten von Rusticalbcsitzern dcr ViSthumshcrrschaf-tcn Pfalz ^aibach und Görlschach den Anspruch. Präsen lator ist der jeweilige Bischof iu Kaibach. 17. Bei der Johann Kallister'schen Stiftung der sechste Platz jährlicher 240 ft., auf dessen Genuß aus dem abelSderger politischeu Gezirle, wie solcher im Jahre 1864 bestand, gebürtige arwc studierende Jünglinge und in Ermanglung deifelben Studierende aus Kram überhaupt den Anspruch haben. 18. Bei dcr Josef Duller'schen Stiftung der erfte und dritte Platz je jährlicher i14 fi. 10 lr. Diese Stif. tung ist nur für solche Studierende, welche in gerader, Linie von den Geschwistern des Stifters Mathias, Ialob Agnes, Maria und Anna Duller abstammen, von der Volksschule an bestimmt. DaS PrüsenlalionSrccht ftehl dem äliesten männlichen Adstümmlinge aus der ^»miUe des Stifters zu. 19. Die vom Dtficienlcnpriester Mathias Kodela erlichlelrn zwei Sllflplütze jc jährlicher 54 fl. 60 lr., welche blos für Schüler uuS der Änvnwalldlfchaf! des Stifters in Duple >m Äczirle Wlppach Haus.^ir. 419 und 20 bestimmt und aus leine Sludienavlheilung befchränll sind. 20. Die ^clar'ichc Sludenlenslillung jährlicher 47 fl. 25 tr. für Studierende in ^aivach nnd RudollS-wcrlh. Der Genuß dieser Stiftung erslrlclt sich ledig, lich auf die ^ymnuftcu und die Universität (d. i. Jus und Medizin) Mll Weglussul'g drr Rcalfchule«, Theologie, und Tcchnil, — und es sind dazu Studierende aus des Stiftlls Verwandtschaft, in Ermanglung solcher Studie» rnioe auS dcr Orlschast i^usje in der Pfarre Reifniz berufen. Ist lein Sludicrcudlr aus SuSje vorhanden, so kommen: l. jene auS Slalnil odcr Hlebiö; l^. aus Imjo-oic; 3. aus Hrovaca; 4. aus beiden Ortschaften Zapolol und schlicßllch überhaupt auS dcr Pfarre Reifnlj und erst nach dicsen jene aus Idria an die Reihe. Studierende, welche sich um die vorstehenden Stipendien bewerben wollen, haben ihre mit dem Tauffcheine, dem Dürftigleits- und Impfungszeugnisse, dann mit dcn Studienzeugnissen von den zwei letzten Schulfcmcstern, und im Falle als sie das Stipendium auS dem Titel der Anver-wandtschaft beanspruchen, mit dem legalen Stammbaume belegten Gesuche bis 18. Juni 1874 im Wege dcr vorgesetzten Studiendirection hiehn zu überreichen. Laibach, am 13. Mai 1874. K. k. Landesregierung siir Krain. (239-3) Nr. 1181." Geiichts-Adjllnctcnstelle. Vci dem k. k. Bezirksgerichte Obervellach ift die Geiichts-Adjunctenstelle mit den für die IX. Nangsklasse systcmmcißigen Bezügen in Erledigung gekommen. Bewerber um diese Stelle haben ihre Gesuche im vorgeschriebenen Wege längstens bis 10. Juni 1874 bei dem gefertigten Präsidium zu überreichen. Klagenfurt, am 29. Mai 1874. A. k. Landesgerichts.Prlistdium.