Prällsmrranous-Prcisc: Für Laibach: Osuzjährig . . . 8 II. 4V lr. HaiSjjhrig . . . 4 „ Lv „ «>-rlc!j-hng. . . 2 , 10 „ r---!^Nich . . . — , 7V » Mir der Post: L-m,jährig . . . 11 fl. — !r. tz-irjähriz . . . S , SV . « ^r-Ijähng. . . r „ 75 , Lu U? ach er rfär Zustellung ins HauS viertel-^.ihr^g 25 kr., x'.onatlich 9 kr. H .-.e!ne Nummern 6 fr. Redak 1 ioru Bahnhosgasse Nr. 13- Lkpe-ition nnd Inseraten Lurran: Ksngreßplatz Nr. 81 (Buchbandl^rz von I. v.KleinmavrLF. Bamberg), Änscrtionsprcisc: Für. die einspaltige Petitzeile 3 kr bei zweimaliger Einschaltung ü 5 kr dreimal L 7 kr. InsertionSstemvel iedeömal 80 kr. Bei größeren Inseraten und oiterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anonime Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Skr. 65. Äclttwoä), 20. 1872. — Morgen: Benedikt. 5. Jahrgang. Die Auflösung des böhmischen Landtages. Die Hauptursache der Verfassung^Wirren in Oesterreich ist die Widerharigkeit der czechisch-seudalen Majorität im böhmischen Landtage und die wiederholte Weigerung derselben, die erforderlichen Wahlen in den Reichörath vorznnehmen. Zum dritten-nrale schon, seitdem in Oesterreich das Verfassungsleben wiedererwacht ist, mußte die Regierung zur Auslösung dieses Landtages schreiten. Graf Beust wendete diese Maßregel im Frühjahr 1867 au und erzielte eine verfassungstreue Mehrheit. Der AuS-gleichsminister Graf Potocki gab dem Drucke der Verhältnisse und den Anschauungen in gewissen Kreisen nach, löste den verfassungstreuen böhmischen Landtag 1870 auf und erzielte eine czechifch-feudale Majorität, welche Oesterreich unter Hohenwart mit den Fundamentalartikel», dem berüchtigten Nationalitätengesetze und der noch schmachvolleren Landtags-Wahlordnung beglückte, alle daraus angelegt, das deutsche Element zu unterdrücken. Auch das Ministerium Auersperg mußte diesen Landtag, nebst der galizischcn Frage die verhäugnißvollste Erbschaft der Ausgleichsära, übernehmen. Nicht sofort nach seinem Amtsantritte konnte das nene Kabiuet an die Auflösung gehen, nicht etwa, wie die Prager „Politik" sagt, weil die Auflösung an einer kaiserlichen Zusage abprallte, sondern wie dasselbe Blatt im darauffolgenden Satze ganz richtig bemerkt, „an den böhmischen Landtag sollte erst die Reihe kommen, wenn zu den Neuwahlen seitens der Regierung alles entsprechend vorbereitet sein würde." Darin liegt doch bestimmt ausgesprochen, daß das Zustandebringen eines verfassungstreuen Landtages in Böhmen von allein Anfänge an durchaus in den Absichten der Kroue lag. Jedermann kennt die Verhältnisse in Böhmen, dein durch die gewissenlose Ausgleich-macherei zumeist zerrütteten und zerwühlten Lande, icdermann weiß auch, daß eine sogleiche Auflösung von gar keinen ersprießlichen Folgen gewesen wäre, ein Beweis dessen der Ausfall der direkten Reichsrathswahlen in den czechischeu Distrikten und im Großgrundbesitze. Länger aber, als dringend nothwendig, durfte auch in Böhmen die Wiedereinsetzung der Verfassung in ihre Rechte nicht verschoben werden; groß ist die Schädigung, welche die Sache der Verfassung namentlich durch den czechischen Landesausschuß erlitten. Die Art und Weise, wie er zum Schaden des Deutschthums und der Bildung, im Interesse der Jesuiten und Volkshetzer die Verfassungsrechte mißbrauchte, insbesondere das Schulanfsichlsgesetz mißhandelte und seine Durchführung zu verhindern bestrebt war, wäre allein schon eine vollkommene Rechtfertigung für die Auflösung. Ein weiterer Beweggrund von der zwingendsten Gewalt war die Nothwendigkeit, dem Reichsrathe zu den dringendsten Verbesserungen der Verfassung, wie der Wahlreform, eine unzweifelhafte, durch keinerlei Zwischenfälle zu gefährdende Zweidrittelmehrheit zu sichern, und es allen Parteien im Reiche und dem Auslande klar zu machen, daß die Regierung fest entschlossen ist, die Verfassung überall, wo ihr noch die Anerkennung bestritten wird, zur Geltung zu bringen. Es geht damit ein lang genährter Wunsch aller Freunde Oesterreichs in Erfüllung. Jeder Oesterreicher weiß, daß in Böhmen die Würfel über die höchsten Güter unseres Reiches fallen; darum blicken alle mit Spannung dem Ausgange des dort sich entwickelnden Wahlkampfes entgegen; insbesondere die zum erneuten Wahlkampfe berufenen deutschen Bürger Böhmens bereiten sich mit voller Er-kenntniß der Schwierigkeiten des Ringens und der Größe des Siegespreises zur entscheidenden Schlacht vor. Entscheidend nicht deshalb, weil wir etwa den Versicherungen der Ezechenführer glauben, womit sie die träge Masse anzufeuern suchen, daß ein neuerlicher Erfolg ihrer Partei der Ausgleichspolitik wie- der zum Siege verhelfen, daß der Wahlausgang über den Bestand Oesterreichs und des Verfassungsministeriums entscheiden werde. Das Ministerium hat mit eiserner Festigkeit und Folgerichtigkeit die einmal als richtig erkannte Bahn eingeschlagen und verfolgt, und das Schwanken und Zaudern, das Rückwärtsblicken und Stillestehen, an dem die früheren zu Grunde gegangen, finden in ihm keine Vertreter. Weder die Drohungen der Gegner, noch die zuweilen über das Ziel hinausschießenden Rathschläge und Forderungen zu hitziger gmer Freunde sind bis jetzt im Staude gewesen, selbes von der strengen Einhaltung seines Programms abzubringen. Es beherrscht auch, Dank dieser Beharrlichkeit, vollkommen die politische Lage und hat seine Stellung nach unten und oben zwar langsam aber ganz entschieden gekräsligt. Gelänge es unter diesen Umständen der cze-chisch-seudalen Mehrheit noch einmal in Böhmen den Sieg an sich zu reißen, so wäre zwar die Lösung der Verfassungsfrage vertagt oder aber einer zweifelhaften Majorität im Reichsrathe überantwortet, eine Lebensfrage jedoch für Verfassung und Ministerium knüpft sich zum Glücke nicht an den Ausgang der bevorstehenden Wahlen. Aber damit das Reich für alle Zukunft sich festige, damit kein Hohenwart in der Zukunft es mehr unternehmen könne, Reich und Verfassung ihren bittersten Gegnern auszüliesern, damit das Parlament, das ein Rumpfparlament bleibt, so lange Böhmen nicht die Vollzahl seiner Vertreter sendet, vervollständigt, auf daß die Wahlreform unabhängig von allen Fährlichkeiten und ehestens entschieden werden kann, ist es nothwendig alles an den günstigen Ausgang der böhmischen Neuwahlen zu setzen. Die Entscheidung liegt wie immer beim böhmischen Großgrundbesitze. Und da müssen wir es als einen günstigen Umstand begrüßen, daß die Regierung den richtigen Moment zu wählen verstanden. Einem nicht gerin- Jeuilleton. Tagebücher meiner Nilreise. Von Franz Wnllner. III. (Fortsetzung.) 14. Dezember. Bord Aida, zwischen ve» Dörfern Gesirch und Hebe. In der Nähe des Berges „rt Fayr," den wir soeben passirten, warfen sich plötzlich vier splitternackte, wüst aussehende Bursche vom steilen UserinS Wasser, durchschwammen den breiten Strom bis zu unserer Aida und schrien uns mit der Versicherung, daß sie Christen seien, die Bitte um Almosen entgegen. Es waren koptische Bettelmönchc, welche im nahen Kloster „Sittel, Mariam el ALra" faullenzen und die unter europäischen Flaggen Reisenden auf diese wunderliche Weise als echte Wasserpiraten brandschatzen. Als die Bursche einige Groschen erhalten halten, schwammen sie wieder zurück und kletterten heulend wie Wilde eine Bergschlucht hinan, bei ihrer kompletten Kleiderlosigkekt ein kurioses Schauspiel. Unter allen sonderbaren Arten, sein täglich Brot zu verdienen, erscheint mir die dieser zwecklosen Tagediebe, die überdies im Geruch stehen, die empfangenen Almosen schleunigst in gebrannte Wasser zu verwandeln, als die sonderbarste. Kleine Genrebilder geben unserer Fahrt immer neue bunte Stasfa-gen. Gerade jetzt läßt sich ein nackter Neger von einem Büffel über den Strom tragen. Er sitzt verkehrt auf dem Thiere, dessen Hautfarbe sich nicht im geringsten von der seinen unterscheidet, und benützt den Schwanz desselben als Zügel, um damit den rich. tigen Kurs zu steuen, den es einzuhalten hat, — eine drollige Uebersahrt. Wir passiren wieder einmal eine Dorfschaft, die Jugend derselben umtanzt den Kadaver eines gefallenen KameeleS. Als man uns kommen sieht, läuft alles ans Ufer, die Ehowadschi um Bakschisch anrufend. Wir warfen ihnen kleine Kupfermünzen zu, und im Nu wälzt sich alles in einem dunklen Haufen zusammengeballt aus dem Boden und balgt sich um das in den tiefen Sand gefallene Geldstück. Stürzt während dieses Kampfes eines von de» Kindern über die hohe Böschung hinab, so schwimmt es wie eine junge Katze vorwärts, klettert das steile Ufer wieder hinauf, als ob nicht das geringste pafsirt sei. Die Alten sehen vergnügt lächelnd diesen harmlosen Spielen der Jugend zu. Aber so würdig und gravitätisch sie auch aussehen, so stolz ist keiner von ihnen, daß er auch das geringste Bakschisch aus der Hand des Fremden verschmähen würde. Zahllose Bewässerungsbrunnen (Sakich), von Büffeln, denen man die Augen verbunden hat, ewig im Kreise herumgedreht, knarren ihr monotones Lied, zierliches Volk von Kranichen zieht kreischend über unfern Köpfen fort, während der wunderbar schöne Flamingo mit seinem rosenrothen Gefieder uns neugierig den schön gebogenen Schlangenhals aus dem Röhricht entgegenstreckt. Wie Zeichnungen aus alten Bibelbildern ziehen Familiengruppen an uns vor» über, seit Jahrtausenden hat sich an diesen lebenden Bildern nichts geändert, und den Originalen zur Flucht nach Egypten kann man jede Stunde begegnen. gen Thcile der wahrhaft konservativen, „historischen Kavaliere" Böhmens sind gerade in den letzten Tagen die Augen geöffnet worden über die Pläne und Ziele der staatsrechtlichen Partei. Die verblendeten Gegner sind übergeschäftig, den böhmischen Herren das Lvöfagen von dem schmachvollen Bunde zu erleichtern. Anbeteud liegen die Rieger und ClamS, die gestern noch Loyalität heuchelten, bald vor der „Internationale," bald vor den ungarischen Achtundvierzigern im Staube, treiben offen und unge-schent de» Kofsnthkultns, und entsenden Deputationen nach Turin um dessen Rückkehr zu erflehen, damit er als ihr Bundesgenosse Ungarn in Aufruhr bringe und der czechischen Fundamentalpolitik zum Siege verhelfe. Sollte cs unter den czechischen Kavalieren, außer etwa unier den Thuns, Clams und Lobko-witz' Elemente geben, die vor einem solchen Bündnisse mit den unlautersten Elementen und den erklärtesten Gegnern der Dynastie nicht jurückschreckeu? Auch über diese Frage werden uns die Neuwahlen in Böhmen Aufklärung verschaffen.___________________ Politische Rundschau. Laibach, 20. März. Inland. Die Ereignisse drängen einander in rascher Folge. Aus die Auflösung des böhmischen Landtages folgte vorgestern der Abschluß der Verhandlungen über den galizischen Ausgleich. Unter Mühen und Beschwerde» ist der Verfassungsausschuß endlich mit dem Elaborate über die galizische Angelegenheit fertig geworden und hat ein Subkomitee beauftragt, die Beschlüsse in Gesetzesform zu kleiden und dann vor den Reicherath zu bringen. Daß öics vor den Osterferien nicht mehr möglich sein wird, darüber gibt inan sich wohl von keiner Seite einer Täuschung hin. Samstag erfolgt die Vertagung der Reichsrathssession, nachdem noch das Herrenhaus vorher das Budget erledigt, sowie die übrigen in der letzten Zeit vom Abgeordnetenhaus votirten Gesetzentwürfe angenommen hat. Allgemein herrscht in den verfassungstreuen Kreisen ungctheilte Befriedigung über die Auflösung des böhmischen Landtages. Der neu berufene Landtag wird der letzte sein, an den die Aufforderung zur Reichsrathsbeschickung gerichtet werden wird; denn der Sieg bei den böhmischen Wahle» bedeutet den unbedingten Sieg der Wahlreform. Doch wenn auch der Erfolg nicht für uns sein sollte, so wird die getroffene Maßregel doch immerhin einen großen Erfolg haben. Der czechijche Lan^esausschuß und der von glühendem nationalen Feudalismus beseelte Oberstlandmarschall werden aufhören, das Land widcr Recht und Gesetz zu administrireu. Wenn die ezccho feudale Partei die Mehrheit im Landtage gewinnt, wird dieselbe allerdings die Lau-deöanSschußstellen wieder aus ihrer Mitte besetzen, Daö wird die Regierung in diesem Falle nicht hiu- Die schöne Moschee mit deu zierlichen Mina-rets von Salamut lenchtet uns entgegen, ebenso der Geyerslein, ans dein das oben erwähnte Koptenklo-ster der Füßwasser Piraten liegt. Eine alte Sage preist jedes ans Oberägypten znrückkehrende Echiff erst daun glücklich jeder Gefahr entronnen, wenn eö auf dem Heimweg den wunderlich geformten Berg mit seinen zahllosen, von Raubvögeln bewohuteu Grotte» paffirt hat. Werden wir ihn Wiedersehen? und wenn wir wieder vorbeisahren, was werden wir dann alles erlebt nnd gesehen haben! Daö Dampfboot, welches mit einer Gesellschaft von Vergnügungsreisenden die Tonr von Kairo bis Aussuan (zum ersten Katarakt) in 20 Tage» zurücklegt, wobei seiuc Passagiere von einer Sehenswürdigkeit zur ander» förmlich gehetzt werde», jagt ge rade an uns vorüber. Alles schwingt die Taschentücher und die Hüte, obgleich die Entfernung so groß ist, daß man nicht einmal die Gesichtszüge der Voriiberzichenden unterscheiden kann. Die tiefe Einsamkeit, die Entfernung von jedweder Zivilisation läßt nns die Erscheinung von landfremden Leuten als ein willkommenes Ercigniß betrachten uud freu- deru können. Aber der durchlauchtigste Oberstland-marschall der Aera Hohenwart wird nicht mehr zu dieser Würde berufen werden. Inzwischen dauert in Prag der Akten- und Depeschendiebstahl ungehindert fort. Vom l8. d. M. wird gemeldet: Ein vom Kleinfeitner Postamt zum Hauptpostamt dirigirtes Postpaket nach Wien mit rekommandirten Briefen, darunter die Korrespondenz der Statthalterei, wurde gestern Abend gestohlen. Die Sache erregt ungeheures Aufsehen. Die plötzliche Abreise des Statthalters nach Wien hängt damit zusammen. In der Situation in Pest ist keine Veränderung eingetreten, zu erwarten ist noch immer die Parole. In der letzten Konferenz der Deak-Partei wurde beschlossen, noch acht Tage zuzusehen. Graf Andrassy hat sich privatim ebenfalls vorläufig noch für eiu zuwartendes Vorgehen ausgesprochen. Vom König wird allgemein erzählt, derselbe habe einem hervorragenden ungarischen Staatsmanne gegenüber erklärt, das Treiben der Linken habe keine besondere Wichtigkeit, sei aber eine groi,e Schande. Deputirte der Linken wurden zur Hoftafel nicht eingeladen. Ausland. Die preußischen Kammern wenden sich, nachdem sie die Schulsrage erledigt, nunmehr anderen nicht minder wichtigen Beratungen zu. Heute beginnt zunächst im Abgnordneten-hanse die Diskussion der Kreis ordnnng. Der Wunsch der großen politischen Parteien ist, die Debatte möglichst zu konzentriren (also gerade das Ge-gentheil dessen, was der geschwätzige ungarische Reichstag lhnt) und sich aller Anträge zu enthalten, welche, ohne von größerer Erheblichkeit zu sein, den Abschluß der Verhaudluugen nur verzögern würden. Man wird sich also von links uud rechts auf ver-hältnißmäßig wenige Anträge beschränken, und insbesondere aus solche Anträge, die in der Kommission nur mit schwacher Mehrheit abgelehnt wurden und daher im Plenum noch Aussicht gewähren. Da allseitig so viel guter Wille vorhanden ist, so steht zu hoffen, daß in höchstens acht Tagen die Kreisordnung nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses dem Herrenhause zugesendet werden kann. „Bedauerlich ist eö nur" —schreibt die „Speuer'sche Zeitung" — „daß die freisinnigen Elemente im Herrenhanse bei der dortigen Wahl der Kommission für die Kreisordnung so außerordentlich unachtsam gewesen sind. Die Kommission ist so gänzlich von der Kleisl-Retzow'schen Farbe beherrscht, daß eine arge Verunstaltung des Gesetzentwurfes von ihr mit Sicherheit zu erwarten steht." Die Regierung des Herrn Thiers will sich noch immer nicht zu eiuer offenen, ehrlichen Politik gegenüber Italien entschließen. Kaum daß es durch die Ernennung FonrnierS zum französischen Gesandten am Hofe Viktor EmanuelS den Anschein dig begrüßen, nnd jeder europäisch Gekleidete ist uns ein lieber Landsmann. Wieder schwimmen wir an einem prächtigen Gut des Vizekönigs vorüber, die Dampfschornsteine der ausgedehnten Zuckerfabrik, die hier, wie in zahllosen anderen Fabriken längö deö Nils rauchen und den Vizekönig zum reichsten Mann der Welt mache», sind auch hier iu voller Thätigkeit. Das sind in Wahrheit die MinaretS der Moscheen, in denen man hier das goldene Kalb anbetct. In weiter, weiter Ferne, zeichnen sich alle Gegenstände in vollster Klarheit ab, eine Beobachtung, die auch iu den amerikanischen Steppen so oft gemacht wird. Eine Karawane, die weit in der Wüste bei uns vorbeizieht, sicht genau so aus, wie eiu mechanisches Kunstwerk iu unsere» Automateutheatcrn. Das hohe Kameel streckt die Beinchen, die wie aus starkem Draht geformt erscheine», steif vor sich hi», während der Reiter wie ein winziges Figürchen oben-ans hockt. Oft glauben wir an der Seite der arabischen Wüste einen großen See zu erblicken, alleres ist die Fata Morgana, das Teufelswasser, das den Dnrst der armen Wanderer, denen der Lcbens- gewonnen hatte, daß Frankreich endlich zu einer vernünftigen Haltung gegenüber dem jungen Staate gelangt ist, als abermals eine Nachricht aus Versailles gemeldet wird, die aufs deutlichste zeigt, daß diese Erwartung eine verfrühte war. Die Diskussion über die Petitionen der „Katholiken" zu Gunsten des Papstes ist nämlich abermals vertagt worden. Mil anderen Worten, die Männer, die jetzt das Heft in Händen haben, wollen nicht in die Lage kommen, sich unumwunden in der einen oder anderen Richtung aussprechen zu müssen. Sie wollen die ^rage so lange Hinschleppen, bis endlich die äußeren Verhältnisse ihnen gestatten würden, die erwähnten Petitionen in der Weise zu erledigen, wie es sich für die älteste Tochter der Kirche geziemt. Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. Original-Korrespondenz. Gottschee, 18. März. (Ehrender Nachruf.) Es galt einem allgemein beliebten, von der ungetheillen Achtung aller Bewohner der Stadt Gottschee getragenen Schulmann, dem bei seinem Scheiden aus der Milte seiner vulen aufrichtigen Freunde eine recht zahlreiche Gesellschaft aller Schichten der Bevölkerung ein herzliches Lebewohl darbrachte. Der erste Unterlehrer, Herr Januar Santner, der durch 8 Jahre an der Volksschule der Stadt Gottschee mit unermüdlichem Eifer, voll heiligen Pflichtgefühles in seinem Berufe ersprießliches wirkte, und sich durch seine bewährte Tüchtigkeit als Lehrer, durch seinen makellosen, ehrenhaften Charakter, durch seinen liebenswürdigen, humanen Umgang mit den seiner Pflege anvertrauten Schulkindern, die mit der innigsten Liebe an ihm hingen, die allgemeine Achtung und Verehrung zu erwerben wußte, wurde zur sünsklassigen Volksschule nach Wolfsberg in Kärnten als Schullehrer befördert, aus welchem Anlasse ihm zu Ehren die k. k. Beamten und die Bürger der Stadt im Gasthofe „zur Bereinigung" am 16. d.M. ein Abschieds-mahl veranstalteten, wobei in herzlichen Toasten den aufrichtigen Gefühlen der Verehrung für den Scheidenden in beredter Weise Ausdruck gegeben wurde. Am Abende vor seiner Äbreise wurde ihm auch vom Männergesangsvereine, dessen Mitglied er gewesen, ein Gesangsständchen mit vollem Chor gebracht. Und so haben die Bewohner der Stadt Hotischee durch diese gerechte Anerkennung der verdienstlichen Leistungen eines Unterlehrers aus dem Gebiete der so nolhwendigen Volksbildung sich selbst abermals das schöne Zeugniß gegeben, daß sie Verdienste zu wUrdigcn verstehen, wenn sie auch nur untergeordneten Kreise» entsprungen, sowie, daß sie öffentliche Achtung einem biedere» Charakter zn zollen wissen, wenn dieser auch mir die bescheidene Persönlichkeit eines harmlosen Unterlehrers ziert. quell in den Schläuchen vertrocknet ist, in täuschender Vorspiegelung bis zum Wahnsinn stachelt. Gott sei Dank, daß wir aus wirklichem Wasser schwimmen und die Quäle» deö Durste« nicht zu fürchten branchen, nns ist daher das „Wasser des Scheitan," dieser Schrecke» des Wüstcreiseiide», mir eine hoch willkommene Abwechselung. In der Nähe von Minycb, 15. Dezember. Endlich, endlich liegt die erste größere Stadt vor uns. Hier pflegen die Dragomcme ihre Schisse für den nächsten halbe» Monat zu vcrproviantircn, da von Theben an wenig oder gar nichts mehr zu bekommen ist. Große Vorrüthe an frischen Lebeiiömitteln, das herrlichste Gemüse, Früchte so schön, wie anf einer landwirlhschastliche» Ausstellung, bringt man an Bord, die Malroscn sind vollauf beschäftigt, sich ihr Brot für den weiten vor unö liegenden Weg zu backen, die Nilrcisenden aber haben zwei Tage Aufenthalt. Lokal-Chronik. — (Ihre Majestät die Kaiserin) reiSt, wie die offiziöse „Korrespondenz Schweitzer" meldet, am 25. d. M. Nachmiltags von Bozen ab, und wird sich direkt nach Ofen begeben. Dem Vernehmen nach wird selbe diesmal die Route über Verona-Nabresina-Laibach.Pragerhos nach Ofen nehmen, wo sie am 26. d. Abends eintrifft. — (Ein Stipendium von 50 fl. K. M.) ist wegen Mangels an Bewerberinnen anläßlich des beginnenden Lehrkurses in deutscher Unterrichtssprache sUr Hebammen — wie wir aus bester Quelle erfahren — noch zu vergeben. Das Stipendium dürfte unter diesen Umständen jedenfalls auch an eine etwaige Bewerberin aus der Stadl Laibach vergeben werden. — (Arbeitseinst ellung.) In der Fabrik des Großindustriellen Herrn Tönnies haben letzten Montag die Tischler — angeblich wegen Einführung ""er zu strengen Fabriksordnung — die Arbeit eingestellt. Heute nahmen dieselben wohl die Arbeit wieder auf, sollen jedoch entschlossen sein, am Freitag gänzlich und insgesammt die Arbeit einzustellen. — (Das Gerücht), daß gestern am Bahn. Hofe ein Lampist, angeblich im angeheiterten Zustande, bei Verrichtung seines Dienstes herabgestür^t und in Folge dieses Sturzes gestorben sei, bestätigt sich nicht. — (Konzert.) Montag den 25. d. M. findet ^ Glassalon des Kasino ein Abschiedskonzert von vr. Paulmann unter gütiger Mitwirkung der Kapelle ^ k. Infanterie-Regiment Nr. 79, Gras Huyn, statt. Entreekarten L 1 fl. sind zu haben: Haupt' Mtz Nr. 10/3 (von 11 —12 Uhr Mittags), dann lM Kasino bei Herrn Ehrseld und im Caf6 Fischer. — (Tagesordnung der Monatver-sammlung dc8MusealvereincS)am nächsten Freitag den 22. Mär; um 5 Uhr Abends: 1. Kustos Jelouscheg: Einige seltenen, in jüngster Zeit dem Museum zugekommenen Thaler. 2. Prof. Dr. Valent^: Die sogenanten Steinbildungen im thierischen Organismus. 3. 5k. Deschmanu: Höhenmessungen mittelst des Aneroids in den Oderkrainer Alpen. — (Schadenfeuer.) Am Samstag 16. d. Nachmittags wurden die dem Thomas Snßler, vulgo TomaHiu, Haus-Nr. 12, und Matthäus Michelöic, vulgo Grosin, Haus-Nr. 14, im Dorfe Hr'b, Ortsgemeinde Dousko, gehörigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude sanimt Futtervorrätheu aus bisher unbekannter Ursache ein Raub der Flammen. Dem verheerenden Elemente konnte leider bei dem starken Nordwinde kein Einhalt gethan werden, umsoweniger, da alle Wirtschaftsgebäude mit Stroh eingedeckl waren und ein allgemeiner Wassermangel herrschte. Nebst dem Verluste aller Wirthschasisgeräthe ist auch der an 22 Stück Rindvieh zu beklagen, die in de» Flammen den Tod fanden. Der erstgenannte Besitzer war gar nicht, letzterer nur um den Betrag von 500 fl. versichert. Der Ge-fammtschade beläuft sich auf zirka 6000 fl. (T h e a t er n a ch r i ch l.) Herr Hofbauer unser tUchiiger Darsteller von Väter- und Charakter' rollen, wählt zn seiner künftigen Samstag stal.sinden-den Einnahme Bauernsews rühmlichst bekanntes Lustspiel: „Sein letzies Abenleucr oder der Maskenball." Wir wollen dabei nicht unerwähnt lassen, daß am selben Abend Herr Direktor Walburg sein 40jäh-riges Theaterjubiläum feiert und das erwähnte Stück Bauernfelds absichtlich gewählt wurde, weil Direktor Walburg seine theatralische Lausbahn vor 40 Jahren wit diesem Stücke begonnen hat, und auch an diesem Abend wieder darin auslreten wird. Grund genug für das geehrte Publikum, das Benefiz des Herrn Hof-baner mit zahlreichem Zuspruch zu beehren. — (Benefiz-Anzeige.) Morgen findet zum besten unseres eifrigen und verdienstvollen Orchester- irektors Herrn Joh. Gerstner, der bekanntlich auch Musiklehrer der der silharm. Gesellschaft ist, eine Vorstellung m» folgende», iuieressan.eu Programm statt: . Abiheilung. 1. „Ouveriure im italienische» Styl" für Orchester von F. Schubert. 2. ..Komische Solo-«zene." vorgetragen von Frl. Krägel. 3. „Concerto »"litaire" sUr Violine mit Orches,erbegleil'ung von ^h. LipinSki, vorgetragen von Gerstner. N. Äbihei- lung. 4. ä) „Der Wanderer" von Schubert; b) „Du bist mein" von Haimann, vorgetragen von Frl. Pichon. 5. „Schwäbisches Gedicht," gesprochen von Fr. Leo. 6. „Andante con Variazioni" von P. Rode, für Violine, vorgeiragen von Gerstner. Zum Schluß wird „Umsonst," die alle aber unverwüstuche köstliche Posse von Nestroy gegeben. Wir hossen, daß der strebsame Benefiziant, den wir schon wiederholt als vortrefflichen Violinspieler zu hören Gelegenh-n hatten, mit dem obigen, sehr gelungen zu,ammengestellien Programm ein recht volles Haus erzielen werde. — (Theater.) Wir bedauern es, daß die vorgestrige Benefizoorstetlung des Frl. Langl, of, welche uns das Nkue Lustjplct: „Der Herr Saiuiälsrach Hnmbugh, oder eine kranke Familie" brachte, nur sehr schwach besucht war, indem wir sowohl im Interesse ?e« w.rtlich guien Stuckes, wie nicht minder in dcm der fleißigen und als ,ehr verwendbar bewährten Beuefiziauien eine iebhaftere Lheilnaiinie von Seile des Publikums gewünscht Hallen. Das Stuck selbst ist von gesundem Humor u»d geißell iu gelungener, stellenweise drastischer An eine eben nicht lettene Spezies menschlicher Schwachheit. Auch über die Aufführung desselben können wir uns nur lobend anssprechen, ea dleseloc in allen Theilen eine sehr befriedigende war. Wir nennen die Damen: Fr. L e o , Frl Krügel, Frl. Lang yof, Fr. P le i nin ger . wie die Herren Nadler, Traut, Schulz und Otto als besonders verdien! nm dieselbe Dev Löwenantheil gebührt j.doch Hrn. Schlesinger, der durch die wirklich exqu.siie Darstellung der Tue.rolle am meisten zur Erheiterung und Belebung der Vorstellung beitrug. An, gestrigen Abende fand die zweite Beii'fizvorstellunz des letztgenanuien Schauspielers stall Hr. Schlesinger Halle es zu diesem Zwecke verbuch , selbst unter die Schrist-steller zu gehen, und uns zwei Werke seiner Muse vorzn-sühreu, »ämttch d,c einaklige Posse „O Ranui" und die ebenfalls ciiiakugc lonusche Opecene: „Lchivarz und W.iß," zu welch' letzterer der Kapellmeister der hnsigen LUHne, Hc. Karl Ptkiiiinger, de» musikalischen The,! brsvrgl hutie. Außerdem gab man das Lustipiei: „Im Waggon" von Gorner. Daß Hr. Schlesinger besser gklha., halle, sich mit den schonen Erfolgen als B U h u e „ v a r st e l t e r, die er sich h,xx, nijx gewig auch ander>värls, bereits erworben - ' begnüge» und nicht zugleich auch nach den vorderen eines Bühnendichters zu slrebeil, dae.ou wird er, --oder wenn schon nicht er ielbst, ^ doch gewiß das Puvlikum — sich gestern zur Genüge überzeugt haveu. Wenn wir es hier unterlassen, in eiue deiaiUrrlere Be prechnug der genannten „Nov.taieu" einzugehen, jo glauben w„ Hrn. Schlesinger damit nur lluen Dienst zu erweifcii, denn die, trotz der fite de,r Benenzianten vorherrschen.- günstig g^vesei»,, Stiriilnung doch beiden Stücken von Leite de« Publikums zu Tycil gewordene ostentativ mißbilligende Ausnahme ivird es Hrn. Schlesinger leicht begieiflich erfchcii.cn lassen, daß auch wir uicht in der Lage wärm, hiebei mit b sonders ange^ nehmen Farben zu male» Und darum sei unser Recht lieber — Schweiget,! — Jedoch nicht schweigen, vielmehr lobend anerkennen wolle» wir dort, wo es Herrn Plei-ningers Aiitheil gilt. 3hm gegenüber wäre es uugerechl, des unglücklichen nnd malten SnjelS wegen des wesentlicheren Theiles der Operelle — der Musik — ganz zu vergessen. Diese vom streng künstlerischen Ltandpunlte zu be-urlheilen, müssen wir zwar einem musikalischen „Fachmanne" überlassen, der zu sein wir uns nicht anmaßcn können, aber das rme glauben wir doch koiistatlre» zn dürsen, daß die musikalische Bearbeitung Pleiuinger's den weitaus besseren und werlhvollercn Theit der Operette bildet, und eine ganze Reihe recht hübscher, anmulhig klingender Süllen enthält. Offenbar litt dieselbe unter dem nicht sehr günstigen Eindrücke des Libretto, und Halle das HanS uuler anderen Umstanden gewiß uicht gezögert, Herrn Pt ei nin ger ein Zeichen seiner Anerkennung, das wir ihm herzlich gerne gegönnt Halle», zu spenden — Die gesuigllchc» Lc,st»»gen ^ ^Vercllc von Frl. Eberhard!, Fri. Pichon und Hin. Sch icfi„g er waren recht gut n»d zeichnete sich namentlich A»ä?Lrn S°ck>^? ^'eder 'oorlhe.lhasl aus. ^ben wir l'nerkeniieiid hervor, der den ! -'^^pu>us' ", Maske und Spiel vorzüglich z»i Oeilnng brachte. J„ ^,1, schivache» Gör» r'iche, Lustspiele : „Im Waggon", das sich gleich,alls nur sehr I augivemg anlaßt uud erst kuapp vor Sch,.iß z., ein wenig Lebhast.gke.l gelang, waren es Frl. Krägel nnd Herr Trant, die sich durch ihr gelungenes Spiel redlich bemühten — zu -»uufireu Wenn ihnen dies dennoch „,cht ganz gelang, so sind bei Gott sie und ihr guter Wille nicht daran Schuld. — Das Haus war so enorm überfüllt, wie w,r es seil Jahre» und Jahren schon nicht gesehen haben Dies, sowie der rauschende, lauganhaltende Beifall und die Blnnirnspcnde», mil denen der Benefizianl bei seuiem ersten Erscheine» brglüßt wurde, sprechen den >,ch für die warmen und „ngelhellten Sympathien, deren sich derselbe von Seile üüseres PnbliknmS in verdientester Weise zu erfrenc,, hat. Ans dem Vcrmislkbcii. ^ Konstitutionelle» Verein iu Lailmch. «Fortfetznng der Sitznng von, 16. 21!ärz.) Als zweiler Wegenstand waren „die jüngste» Berhandlnngen über die galizische Frage" aus der Tagesordnung. Hierüber meldet sich zuerst Herr August Dimitz zum Vortrage: Die jüngste» Verhandlungen im Verfassungsausschusse des Abgeordnetenhauses haben der galizischen Frage die allgemeine Aufmerksamkeit zugeweudet. Es ist in ihnen eine gefahrdrohende Differenz zwischen den prinzipiellen Anschauungen des Ministeriums und der Volksvertretung zu Tage gekommen, welche sich fast schon bis zur Kabiuets-frage zugespitzt hat; die einen sehen den galizischen Ausgleich bereits ,cheuern, während die ander» mit echt österreichischem Optimismus eben aus dem Anfei,tanderplatzen der Gegensätze, aus dem beiderseitigen Bedürsniß eine unausweichliche Einigung kommen sehen. Wenn einerseits Las Wort von, Throne betont wird, das den galizischen Ausgleich unabhängig von der Wahlreform will, während andererseits der untrennbaie Zusammenhang zwischen beide» fest-gehalten und ei» Eingehen auf den erstere» von der Durchführung der letzteren mebr oder weniger direkt oder indirekt abhängig gemacht wird, so tritt auch an die Mandanten der Volksvertretung, an das österreichische Volk die drängende Aufforderung heran, seine Vertreter nicht im Zweifel Uber die Gesinnung ihrer Wähler zu lassen und dem bevorstehenden parlamentarischen Kampfe die stärkende Weihe des Volks-willens, der hinter den Volksvertretern stehenden öffentlichen Meinung zu geben. In der Lösung der galizischen Frage wie der Wablresorm sind unsere wichtigsten geistigen und materiellen Interessen betheiligt. Der konstitutionelle Verein könnte es gegenüber seiner statutenmäßigen Aufgabe nicht velantworten, wenn er nicht in dem, vielleicht für die Zukunft Oesterreichs entscheidenden Momente als ein Glied der großen Berfassungspactei Oesterreichs seine Stimme in die Wagschale werfen würde, und ich will es daher von diesem Standpunkte ans versuchen, Ihnen ein Bild von der gegenwärtigen Lage zu entwickeln, die Stellung unseres Vereines zu oerselben zn präzisiren n»d die ans derselben sich ergebende» Anträge Ihrer Beschlußfassung vorznlegen. ' Das Snbkomitee des Verfaffnngsausschusses hat bereits Ansangs Februar eiue Zusammenstellung der von ihm über die gal,zische Resolution gefaßten Beschlüsse veröffentlicht, welche seitdem den Gegenstand eingehender Berathnngen des VelfafsuiigsailSschusses bildeten. Der Verfaffungsansschuß hat das Elaborat des subkomitees schon bis zn dem letzten Abschnitte 1)., Eventuelle Bestimmung über die Durchführung, erledigt. Durch siue Beschlüsse siud dem Laude Galizien ansehnliche Konzessionen bewilligt worden. Sie umfassen die Gesetzgebung in Hand-ls- uud Gewerbesachen, über das Gebühreuwesen, über Kredit- und Versicherungsanstalten, Banken, Sparkassen, Feststellung der Grundsätze des Unterrichtswesens bezüglich der Bolksschuleu und Gymnasien, dann die Gesetzgebung über die Universitäten, Polizeistraf- und Schubgesetzgebung, in Vormundschafts- und Kuratelssachen, Erundbiichswesen, über Friedensrichter und Bagatellsqerichte, die Gesetzgebung über die Grundzüge der Orgaiiisirüng der' polnische» Verwaltungsbehörden erster und zweiter Instanz einen Minister znr besonderen Wahrnehmung der Interessen Galiziens uud einen eigenen Kasscuionshof. Durchgängig sind die bezüglichen Anträge des Subkomitees niit geringen stilist scheu Aendcrungen angenommen worden. Größere Schwierigkeiten haben die finanziellen Bestimmungen und die Durchführungsbestimmungen verursacht. In ersterer Beziehung handelte es sich um die Festsetzung der, dem Lande Galizien zur Bestreitung der Koste» der aus der Kompetenz des Reichsrathes auszuscheideudeu und dem galizischen Landtage zu überweisenden Agenden ,Unterrichtswefen nnd politische Verwaltung) zur Verfügung zn stellende» Pauschalien. Der Ausschuß beschloß die Bewilligung fixer, nach Maß der betreffenden Auslagen zu ermittelnden Pauschalien, lehnte jedoch die vom Subkomitee beantragte Revision derselben von 5 zu 5 Jahren ab. Die wichtigste, das Zustandekommen des anscheinend unter so günstigen Auspizien sorischrei-tende» Ausgleichsiverles gefährdende Prinzipienfrage erhob sich jedoch bei dem letzten Abschnitte des Elaborates, enthaltend die DttichsUhrnngsbestimnittiigen, welche lauten: s.) Die aus dem Königreiche Galizien in das Haus der Abgeordneten entsendeten Mitglieder haben an jene» Verhandlungen nicht Theil zn nehmen, welche sich auf (««genstände beziehen, die rücksichtlich G.iliziens ans dem Wirkungskreise des ReichsratheS ausgeschieden worden. Znr Beschlußfähigkeit des Abgeordnetenhauses bei solchen Verhandlungen ist die Anwesenheit der Hälfte der übrige» Mitglieder erforderlich ; k>) das betreffende Gesetz hätte erst dann in Wirksamkeit zu trete», wenn dasselbe im W.-ge der Landesgesetzgebnng Galiziens mit der zu Aenderuugen der LauLesorvuung erforderlichen Majorität als ein Beftandtheil der dortigen Lan-desordnnng einverleibt wird; e) bezüglich des ersten Absatzes der galizischen Resolution wnrde beschlossen, w'gen des inneren Zusammenhanges desselben mit der Durchführung der Wahlreform erst zur Zeit der Berathnng über letztere eiii;»gehen. Zum Absätze b) erklärten die galizischen Abgeordneten, sie kölUlN'n aus die ^ncirtlkullnuiH des Ausgleiches in die Landesordiinng nicht eingehen, nnd Dr. Giskra beantragte den Zusatz, der Ausgleich habe erst daun iu Wirksamkeit zu trete», wenn ein definitives Gesetz über direkte Wahlen zur Relch^vertretiiug i„ Wirksamkeit tritt. Dieser Antrag geht von dem Gedanke» ans, daß die Äonzelswnkn an Galizien nur unter der Bedingung der gleichzeitige» Einführung diielter Wahlen zulässig siud, daß der Lvckeruug aus der einen Seite die nur durch direkte (Schluß folgt.) Wahlen erreichbare Festigung auf der anderen Seite entsprechen müsse. Die Regierung ihrerseits erklärte, dieser Antrag bringe den galizischen Ausgleich in einen Zusammenhang mit der Wahireform, welche die allerhöchste Thronrede'nicht statuirt hat und gegen welchen sich die Regierung jederzeit erklären müßte. In der Debatte stellte es sich heraus, daß unter den Abgeordneten die Stimmung der Wahlieform günstiger ist, als dem Ausgleich, daß Viele die Wahlreform wollen, ohne den Ausgleich zu wollen, daß sich daher das Ministerium in dieser wichtigen Frage nicht mehr im Einklänge mit dem Hause befinde. Es fragt sich nun, welche Stellung haben wir in diesem wichtigen Momente zur Ausgleichsfrage einzunehmen? Der konstitutionelle Verein ist sich in seinen Anschau-, ungen in Bezug aus die gallische Frage immer konsequent geblieben. Schon in der Versammlung vom 25. Mai 1871 beschloß er eine Resolution, lautend: „Eine unabweisliche Bedingung der Sonderstellung Galiziens soll die gleichzeitige Erlassung des Gesetzes betreffs direkter Wahlen in die Reicksvertretnng, mit Ausdehnung seiner Giltigkeit auf Galizien und die vorherige Zustimmung des galizischen Landtages zum Ausgleiche, sein " In der Begründung dieser Resolution erhob der Anlragsteller schwere Bedenken gegen die seit dem Ausgleiche mil Ungarn e.ngeschlagene nnfrucht-bare Ausgleichspolitik der Rei-hsver-sauiig. Der ungarische Ausgleich sei nur zu sanireu gewesen durch straffere Zusammenfassung in der Diesseitigen Rkichshälfte. Die für den polnischen Ausgleich geltend gemachten Gründe seien nicht überzeugend. Wenn die Lage Galiziens eine Sondlistellung erfordere, so könnte die Bukowina eine solche mil gleichem Rechte in Anspruch nehmen, auch sei es nicht richtig, Laß Galzien keine deutsche Bevölkerung habe. Die Einführung direkter Wcchlen sei unumgänglich nothwendig, nicht aber, sie durch Ansgleichsexperimenle zu gewinnen. In der Debatte kam damals die Uebeizengung zum Ausdrucke, daß überhaupt nur die Jämmerlichkeit unserer Zustände die gallische Frage großgezogen habe, und daß nur eine Lösung derselben zulässig s>i, welche „einerseits den Ausgleich sür Galizien selbst zu einem dauernden nnd vollständigen macht, andererseits jede weitere Äonsequenz auf der abschüssigen Bahn des Föderalismus hintanhätt." Ich irre wohl nicht, wenn ich annebme, daß die im Mai 1^71 zum Aufdruck glkoniuiene'Anschauung in Betreff der galizischen Frage noch immer unseren Verein beherrscht; in dieser Annahme bestärkt mich die in der letzten Versammlung am 24. Jänner, daher noch vor dem Be-kanutwerden der Beschlüsse des Subkomitee's, auf Antrag unseres vereinten Mitgliedes Dr. v. Kaltenegger beschlossen» Resolution, in welcher gegen jeden die staatliche Existenz Oesterreichs oder die Ausübung seiner Verfassung gefährdenden Ausgleich Protest eingelegt, die Nothwendigkeit, die Wahlreform unablässig zu verfolgen, anerkannt, doch dieWahl der für den Vollzug geeigneten Zeit und Mittel der Initiative der Regierung anheimgestellt wurde. Auch in diesem letzten Pnnkie liegt nur eine scheinbare Inkonsequenz. Denn die Lage hat sich seil damals wesentlich verändert. Man sagt uns, der Ausgleich mit Len Polen müsse Zustandekommen, die Regierung befinde sich in einer Zwangslage, es handelt sich also jetzt sür uns um die Frage: Sollen, könne» wir einem Ausgleiche zustimmen, ber »ns keine Garantien siir das Zustandekommen der Wahlrcsorm gibt, ja der, ohne Zu sammeuhang mit der Wahlreform zustandegekominen, uns die Ausführung der letzteren uunwglich machen würde, La Lie Mitwirkung Ler Polen zur Beschließung eines Gesetzes über direkte Wableu dann in Frage gestellt, sicherlich durchaus nicht wahrscheinlich wäre? Wenn wir »ns bei Beantwortung dieser Frage ans den Standpunkt der vollendeten Thaljache stellen, wenn wir, den Perhandlungen der beiden Parlamenlshäuser voraneilend, aunehmen, der Ausgleich werde von Seite der Regierung als Postulat der Staatsnothwendigkeit, endlich als Kabinetsfrage gestellt, so kann unsere Antwort nicht zweifelhaft sein: Wir können den Beschlüssen des Verfassnngsaiisschusses, soweit sie uns bekannt sind, in Betreff der Konzessionen an Galizien im allgemeinen zustimmen, jedoch nur unter folgenden Bedingungen: . . 1. Kein Ausgleich ohne gleichzeitige Erlassung des Gesetzes über direkte'ReichSrathswahlen mit der AusLehuung auf Galizien. . . . 2. Kein Ausgleich ohne vorherige, im Wege des gali-zischen Landtags mit Zwi idrittel zu beschließende Zustimmung der galizischen Bevölkerung. 3. In finanzieller Beziehuug Festsetzung eines fixen, keiner Revision unterliegenden Pauschales zu den Kosten des UnterrichtSwesens und der politischen Verwaltung Galiziens. 4. Der galizische Ausgleich darf nicht der Ausang von weiteren Ausgleichsexperimenten sein. Da es sich darum handelt, baß die Stimme der konstitutionellen Oesierreicher in einer die Machtstellung und Einheit deS Reiches so tief berührenden Angelegenheit im Schöße der Reichsvertretung sich Gebör verschaffe, so stelle ich den Antrag, der konstitutionelle Verein möge in einer an beide Häuser des ReichsratheS schleunigst zu richtenden Petition die von mir oben spezifi^irten Bedingungen unserer Zustimmung zum Ausgleiche zum Ausdrucke bringen. Für den nothleidendcn Lehrer sind Weilers eingegangen vom Herrn Josef Schaffer, Hausbesitzer, 2 ,fl. _____________ Witterung. Laibach, 20 März. Nachts heiter, starker Reif. Die Berg? vom gestrigen Schneefalle tief herab beschneit. Kühle Witterung, schwacher Nordost, wechselnde Bewölkung. Temperatur: Mor ^>rs 6 uhr -i 1.0 ; Nachm. ^ u.r — 92 L. (1871 -j- 1.5"; 1870 ->-0.0".) Barometer 723.40 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -f- 7.0", das gestrige -s- 3.0°; beziehungsweise um 3.4" über dem Normale und OL" unter demselben. Der gestrige Niederschlag t4.30 Mütter. Berstorbene. Den 17. März. Lorenz Jeric, Taglöhuer, alt t'O Jahre, im Zivilspital an der Luugci,tuberkulöse. Den >8. März. Dem Herrn Viklor Hofsmann, Laiidesbuchhalttiiigsbeau'ter, sei» Rind Eugen, all 4>/, Jahre, in der Gradischavorstadt Nr 44 au der tttehinr-lähmung. -- Die hochwohlgeborue Josefa Freiin v. G ssich, Private, alt 7 - Jahre, iu der Stadl Nr. 159, und Mailm Gerduia, Inwohner, alt 6>> Jahre, im Zwilspuai, beide an Allerschwäche. Den 19. März. Johanna Bttes, WerkjuhrerSwilwe, alt 46 Jahre, in der Stadt dir. 241 an Asthma. Dem Herrn Hohauu Perko, k k. Laudesgerichlsralh, sei» Hcrr Sohn, Julian Erust, Notariatskaudidal, all 31 Jahre, iu der Sladt Nr 171 an der Lungentuberkulose. Lveater. Heute: Zum Bortherle der Opereltensängcriu Josefiue P i ch o u. Morilla. Komische Oper in drei Akten von Meilhac und Halevy. Nach einem Mährchen frei bearbettet. Musil von Hopp. ___ Telegramme. Wien, 18. Mürz. Dcr Bersassungsausschuß nahm über Ersuchen des Ministerpräsidenten die Berathung über die Frage wegen Revision der Ga-! lizien zu gewährenden Pauschalien wieder auf. Nach längerer Debatte wurde auch der vom ginanzmini-sler befürwortete frühere Rechbauer'sche Änlrag auf^ fünfjährige Revision wieder ausgenommen uns beschlossen, sämmtliche gesüßten Beschlüsse dem Subko-milee zur Formulirung zuzuweiien. Wien. 19. Dezember. Dcr Reichsrath nahm ohne Debatte de» Antrag des Petitioiisalwichusses: die Regierung sei zur genauen Kanzelüberwachung und Strafgesetzanwendung gegen Kanzelmißbrauch aufzufordern, an. Pest, 19. März. Eine Fraktion der gemäßigten Linken fordert die Deakpartei' zu einem Kompromiß auf. Beiderseits wurden Kominissioueu zur diesbezüglichen Konferenz entsendet. Billig M verkaufen sind wegen Uebersiedlung einige Zahnarzt Donnt Dr. 3.U8 wohnt und ordinirt im . SS«,«, I 2. Stock, Z.-Nr. 36 und 37 täglich von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 6 Uhr. (147—2) LteSlettsuchende jeder Brauche, namentlich LnnVwirthschnftS- nnd Forst-benmte, Weinbau >ln»Sige, »lelleriueister, Dinstnnrt- ncr (mehrere Slellen als Stadlgärlner und Eisenbahn-Obeigärlner offeu), Eisenbahn und Biil>ttba»l>c»inte, kommerzielle Bnchhallcr, km respundciitr» nnd »»ssiere, Goutielnantcn und Hofmeister können in Äroalieu, Sla> vonien, Dalmatien, Süd-Ungarn, Serbien, Rumänien, Süd-Rußland rc. uuter sehr günstigen Bedingungen rasch, sicher und dauernd Plazirt werden. 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Eskomptebank in Laibach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 20. März. Schlüsse der Mittagsbörse. Sperz. Metalliques mit Mai- und November-Zinsen «>5 bperz. National-Anlehen 70.10. — 1860er Staats- Anlehen 103 — Bankaktien 838.— Kredit 342.—. — Anglobank 319.50. - Fiankobank 142.75. — Lombarden 20 . 50.- Uuionbank 337 —. - Wechslerbank 333.-. — Baubank 126.—. — Anglobaubank 177.50. — Wechslerbaubank 55.25. — Austrotiirk. Kredit-Anstalt —. — London ,09.90. — Silber W7.60. — K. k. Münz-Dukaten 5.25. — LO Frank-Ltttcke 8.74. Lr»ck vou Jg». d. Alet»«ahr ck ged. vambrrg t» Laibach. Verleger und für dir Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg