Sonntag, den 2«. Hktober 187S. Jahrgang. ^Murburger Seituna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg: ganzjährig 6 fl.. halbjährig S fl.. vierteljährig 1 fl. 50 kr; fürSustellu» ms Haus monatlich l0 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl.. halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fl. ZnsertionSgebühr 6 kr. pr. Seile. Z»r Vtrtchttgktil in drr Heertsordlivg. Marburg, 19. Oktober. Der KritstSminister hat in der österreichischen Delegation die thatsächliche Verlängerung der Uebuvgszeit und die lLrl»öhung deS FrirdevSstandeS dnrchgkseßt. Wik kennen die Gründe, welche den ie allgemeine Wehrpflicht, denn es hat Nosa Htisterberg. vom Verfasser der „der neuen Zeitbilder". Ach saß eines Abends auf dem Kriminalgerichte in meiner Arbeitsstube mit Lesen von Akten beschäftigt. Ich war damals Verhörrichter, hatte sehr viele Arbeit, war fust den ganzen Ta», mit Inquiriren geplagt eS war noch die Zeit des geheimen schriftlichen JnquirirenS --und mußte die Abende dazu verwenden, mich auf den morgenden Tag zu neuer Arbeil wieder vorzubereiten. Es war mir spät geworden. Ich war mit den wichtigeren Akten fertig. Die wichtigeren Akte sind «eist zugleich die dickeren. 3n den unbedeutende'en und dünneren konnte ich mich morgen während der Termlue informiren und orienliren. Ich wollte mich nach Hause begeben. Da trat noch ein Gtfangenwärler in mein Zimmer. Er trug ein verfiegelles Schreiben. Er übergab mir dieses, und M'ldete, daß die Gesungene, die es betreffe, gleichzeiliz mit dtM Schreiben in dlk GesäogniheLpedition abgeliefert sei. als Rti^kl die dreijährige Uebuns^spflicht für die Linie eingeführt und olS Ausnahme die Einjährig» s^relwiUigen geschaffen; es kennt ferner die lIr» sutzreservc mit den durchs LooS Lestlmmten — kennt die Landwehr mit den unm,tl«lbar Eingereihten. Wo. Herr Kriegsminister! wo bleib» die Gleichheit Aller vor dem Geseße?! Da« Bewußtsein dieser Ungleichheit — der Ungerechtigkeit. wie Sie, Herr Kriegsminister! nach ihrer Rede in der österreichischen Delegation selbst bekennen müßten — dieses Bewußtsein ist bei der Masse der Soldaten viel tieser und lebendiger, als Sie und Ihre Bannerschast ahnen. Möge uns vom Schicksal vergönnt sein, noch im Frieden dir Reinheit dts Wehrsystems lzerzustellen — die folgerichtige Durchführung der allgkmr interesjirte, eirie Kriminalsache, die einmal die öffentliche Äusmerksamküt erregt hat. mit desto schäi-scren Ulid iN der Regel mißtrauischeren und böswilligeren Augen. Nun gar der Hof. Anderer« seitS hatte die Gefangene mich sprechen wollen, und der Gefängnißiulpektor lvar über ihre Unterbringung in Verlegeitheit, und erwartete meine Bestimmung darüber. Ich begab Mich in die Gesängnlßin'pektion. Die Gefangene ivar noch dort mit dem Inspektor. War ich bisher erstaunt gewesen, ich wurde es noch Mehr. Ich sah eine große, schöne, stolze, jugendliche Frauengestalt vor mir. Auch das schöne, fein geschnittene längliche und etwaS blasse Gksicht zeigte Stolz, besonders die aristokratisch gebogene Nase und ein Paar lebhaste hellblaue Augen. Andererseits glaubte ich freilich um die zart aufgeworfenen Lippen ein inniges, gar weiches Gljuhl zu lesen, uud die hellblauen Augen schienen durch ihren lebhaften und stolzen Blick selbst einige Schwärmerei hindurchleuchten zu lassen. Die Gefangene saß, als ich eintrat, dem Anschein nach sehr ruhig. Von Niedergeschlagenheit war keine Spur in ihrem Aenßeren zu finden. Viel tveniger sah man ihr irgend eine Aengstlichkeit an. In ti^fcS Nachdenken versunken war sie allerdings. Der Gefäugnißinspektor war mit Arbeiten beschäftigt. Sie stand auf, alS sie mich sah. Meine An-kunst mit dem Gefaagenwärter und daS Schrei- ben, mit dem sie eingeliefert war, in meinen Händen, konnte sie nicht zweifelhaft lassen, daß ich der Verhörrichter sei, den sie zu sprechen begehrt hatte. Ohne meine Anrede abzuwarten, trat sie mir entgegen. „Herr KriMinalrath, Sie haben diesls Schreiben gelesen." „Ich habe eS gelesen." .Ich kenne die Gesetze, mein H rr, auch die hiesigen, wenngleich weniger, als andere. Ich tvciß danach, daß Sie auf Grund dieser Anzeige deS PolizeikommissariuS mich Vorläufig zur Haft nehmen müssen." ,So ist eS." „Sie können mich demnach nicht sofort für unschuldig halten?" „Nein." „Sie lvürden dieS auch nicht können, lvenn ich Sie auch etwa bitten wollte, mich noch jetzt ia der Nacht zu vernehmen, Sie die Güte hätten meiner Bitte zu willfahren, und ich Ihnen nun M'ine Unschuld betheuerte. und Ihneil dafür sehr di^ingende Beweise brächte?" „Wenn Sie Mir Ihre Unschuld sofort be-iveisen könnten, so ivürde ich Sie auf der Stelle freilassen können, gar müssen. Allein —" „Entschuldigen S.e, ich habe mich nicht genau ausgedrückt, wenigstens nicht nach ihrer juridischen Sprachweise. Ich hatte sagen wollen Zntereffev der Bahnverwaltung schSdigknden Ve-stimmungt» btzüglich der gahrpoft-Sendungen einer eiogthendm Modifikation uaterzikhkn würde." Die Bohndireklion strllt d«ßhald folgende Antrags: 1. Alle Fahlpoft-Srndungkn über zwanzig Zollpfund sind auS dkM Poslveik'hr mit den Polt-zögen aiz»zuscdtiden; 2. statt der schweren acht-räderigen Post-Ambulanzwogen find leichte vier« räderige Ambulanzen in Verwendung zunehmen; 3. den Personenzügen dürfen nie mehr als eine Ambulanz und ein Beiwagen beigegeben werden; 4. find zu viele Postgüter vorlianven. so sind dieselben den Gilgütet-Zügen zur Weiterbeförderung zu überantworten und Fahrpost-Sendunaen von gröberen Umfange, dann über zwanzig Zoll-Pfund Gewicht find nicht mehr mit den Perfontn« zügen. sondern mit den Ellgüter-Zügen zu befördern. (G ek en die Viehseuche.) Die Viehseuche macht im Westen Ungarns bedenkliche Fortschritte und hat deßwegen die steiermäeklsche Ciatthalterei die Sperre der Grenze btschlossen. D>e Urlauber deS 27. Infaoterie.Regimente« sind zu diesem Zwecke einberufen worden. Marburaer Berichte altstelle Lembach.) Am 1. Sev». ist bekanntlich die Haltstelle Lembach probewelse für zwei Monate eröffnet worden. Der Verkehr befriedigt volltommea und baben deßwegen dlr Lembacher beschlossen, die Südliahn-DLrektion um die bleibende Belafsung dieser Hallstelle zu ersuchen. (Aindesm ord.) In einer Pfütze b » Unterjoibling. GerichtSbezirk Pettau, wurde kürz-lich der Leichnam »ines neugebornen Knaben aufgefunden. Da mahrscheinltch ein Kindesmord verübt worden, so hat daS Strafgericht die Un-terfuchung eingeleitet. (Schadenfeuer.) Beim Grundbesitzer Georg Vollmaier in Kapprl brach am 14. Okt. 4 Uhr Morgens Feuer auS und wurde das ganze Wohnhaus eingeäschert. Dieser Brand ist vermuthlich gelegt worden. Der Schaden belauft sich auf 3000 ft. DaS Gebäude war blS zur Höhe von 6000 fi. versichert. (Maul- und Klauenseuche) Es verbreitet fich das Gerücht, daß l)it Maul- und Klauenftuche nun auch in Lembach, Rothwein... ansgebrochen. wenn ich Ihnen dringende Beweismittel an die Hand gebe." Ich hatte ihre Worte so aufgefaßt. „Die bloße Angabe von Beweismitteln würde ihre Jreilaffung nicht rechtfertigen können. Erst deren — ich darf mit Ihnen in technischen Ausdrücken sprechen?" Sie nickte. „Eist deren Aufnahme tvürde über das fernere Verfahren entscheiden." «,Uad mit der Aufnahme selbst würden Sie in der Nachtzeit schwerlich noch verfahren mögen ?" „Mögen? Es kommt mir nur auf das Können an." „Ich glaube Ihnen. Und da< Können — ich sehe ein. es kann heute nicht Mthr geschehen. Ich muß also für heute Nacht in Haft bleiben. Ich werde auch" — setzte sie mit einem eigen-thümlichen. halb fchM'rziichen, halb spöttischen, verächtlichen Lächeln hinzu -- „ich werde auch noch wohl längere Zeit hier bleiben müssen.' Si, haben in ihrem Lande, freilich auch in den meisten anderen Ländern, die sicv eivilislrte nei -nen, gerade gegen Angiklogte Gesetze einer sonderbaren Civillsation. Jnoeß nicht um hierübkr mit Ihnen zu disputiren habe ich gebeten, Sie noch heute sprechen zu dürfev. Ich habe ein» andere Bitte an Sie." „Sprechetl Sie sie auS." „Wie Sie mich nicht auf der Stelle für Letzte Uost. Z? vielen Gegenden Ost-GattzieuS hat die Cholera mehreren Tagen an Ver. brei^ng und Bösartigkeit stark zugenommen. Der Finanzausschuß deS ungarischen Abgeordnetenhauses hat trotz lebhaften Einfvru-cheS der Regierung die Kosten für dieErrich tung von achtzehn Tchadronen Honvedhußa-ren gestrichen. Die Aufstellung wurde auf bessere Aeiten vertagt. franzi»stschen Postämter weigern sich, Geld Vostanweisunge» nach Rom und der rö mischen Provinz auszustellen. Eingesandt. Anfrage an den löbl. Stadschulrath. Läßt es die Ehre dieser Körperschaft zu. ein Mitglied in seiner Mitte zu zählen, welches gegenüber dem Lehrernände sich eineS rohen AuS-druckks bediente, welcher sonst nur bezüglich de» Viehes gebräuchlich ist? Akhnliche beschimpfende, unwürdige AuS-drücke wurden srühcr von demselbkN Herrn Stam . . . gegen den Bürger- und HandelSjtand geschlfudert. Die einzig mögliche und empfindliche Strafe war der glänzende Durchfall diese» Schulsreundes (?) bei den letzten GemeinderathSwahlen. Dem „geflügUten Worte'' folge die „geflügelte That", nämlich: man mache derartige Subjekie unschädlich und setze fie eivfach vor die Thüre. Honette Leute g'hen solchen Leuten mit Ver-achtung aus dem Wege. Ein Unpartheiischer. Eingesandt Au Herrn Gschaider. RestaurationSwirth in Marburg. Da Sie durch Zeugen, ja selbst durch Zeugenschaft eines öffentlichen OrganeS zu sehr überwiesen sind, kann Ihnen das Cingesundt in Nr. 123 zu Ihrer vermeintlichen Verthe'digung auf das Eingesandt in Nr. 120 dieser Zeitung wenig frommlN. Slillschweigen wäre jedenfalls g'jcheidter geiresen. F. Eingesandt. Auf dem Sophienplatze produzirt sich gegenwärtig die Löwenhändigerin Frau Casanova. Beim Eintritte fall-n unS ein stattliche» Löwenpaar soivie drei junge Löwen sogleich auf. Mit den beiden älteren Löwen beginnt die Frau Casanova ihre Produktion in einem eigenen Zwinger und zeigt, daß namentlich der Löwe ihrer Dressur sich gerne unterwirft und auf's Wort geht. Die Löwin scheint weniger gehorsam zu sein und wird von der Bändigerin wot,l im Auge behalten. Außerdem finden sich noch ein präHtltier Leopard, Hyänen und mehrere Wölfe in Käfigen vor. Die Dressur des L oparden ist bewundernS« Werth, denn seine Sprünge, selbst durch einen brenenden Reif, sein Abfeuern der Pistole find wenitistenS hier noch nicht gejehen worden. Die Hyäne ist »o abgerichtet, daß man einen Pony lm Clrcus seine Sprünge und Apportirkünste pro. duziren zu sehen glaubte. DaS Rudel von Wölfen, unter welche die Bändigerin beherzt tritt, ist am Interessantesten in dem Momente, in welchem Frau Casanova ein Stück roheS Fleisch ihnen por. hält und ihnen dann später dasselbe zum Fraß überläßt. Die Gier, die Raublust dieser Thiere treten alsdann in ihrer ganzm Wildheit zu Tage. Den Schluß der Produktion b-ldet di- nochmalige Vorführung des Löwenpaare«, vereint mit dem Leoparden- Der letztere scheint keine Freundschaft mit den Erstenn geschlossen zu haben ; dkl'.n er meidet ihre Nähe; mit einem Feuerrode, dessen Funkensprühen namentlich der LöwiN k,me Freude zu bereiten scheint, während der Löwe dles,r Feuermerkerei stoisch den Rücken k.hrt, schließt dte Produktion, die durch dle Sicherheit und Gewalt, welche Frau Casanova den Tt,ieren gegenüber an den Tag legt, mit Spannung von den Zuschauern beobachtet und angestaunt wird. I. R. Der Wehrausschub der freiwilligen Feuer-lvchr ersucht das ?. I. Publikum, die Anzeige eines Zimmerbrandes bei Tage am Magistrat, IN der Nacht im Wachlokale der freiwill. Feuerwehr (Pfarrhofgasse) machen zu wollen. Marburg, 14. September 1872 _______Der Wehransschnß. Herrengasse Nr. 115 in Marburg. Ich erlaube mir dem geehrten ?. ?. Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß von heute an der Speifefaton eröffnet ist, und fühle mich zugleich verpflichtet, für den bisherigen guten Besuch meinen Dank auszusprechen. Hochachtungsvoll 736 Hotelier. unschuldg halten können, werden Sie mich auch Nicht von vornherein als eine Berbrecherin, als die überwiesene Diebin ansehen wollen?" „Ich Halle, mit unseren Gesetzen, keinen Angejchulditlten sür einen Verbrecher, als bis er überführt, überwiesen ist." „Sie werden mich dann auch nicht alS eine Verbrecherin, als Diebin behandeln?" „Ich lverde Sie. ich kann Sie ober auch nicht anders bebandeln, als nach den Vorschriften deS Gesetzes über die Behandlung der Unler-luchungSgefangenen." „Ach, ich hatte eine Bitte, die Sie zu einer kleinen Aliweichung veranlaffen sollte." „Nennen Sie diese Bitte." „Sie ist einfach die, mein Herr, wich —" Sie stockte. Sie hatte biSher Mit d«r größten Ruhe, l^älte und Unbefangenheit gesprochen und nicht die geringste Ausregung gezeigt, nicht einmal irgend ein Gefühl, wenn nicht das jeneS SpottrS. Lie hatte Mit mir gefpsoch'N. etwa wie ihr amtlicher Vertheidiger sür fie sich mit mir untcrredet. mit mir unierhandelt lzaden würde. Aus einmal drangen jetzt Thronen in ihre Augen ; die Lippen zuckten; sie konnte nicht weiter sprechen; es ivar, tilS w«na plötzlich in ihrem Il»neren etwas oui-gebrochen, geplatzt sei. War es ein Gefühl der Schuld oder Unschuld? DaS Gefühl ihrer Ver-mchtung oder chreS Unglücks? ^ Gefühl zeigte sie jedenfalls, lebhaftes, inniges, starkes Gefühl, ein Gefühl, daS fie überwältigte, l>iese vornehme, stolze, äußerlich so kalte Dame, deren Haltung und Benehmen daS Leben in der besten Gesellschast, deren Sprache und Bemer» kungen einen klaren, gebildeten Geist verriethen, die schon in dieser Viertelitunde eine Bildung dargelegt, die über die gewöhnliche Bildung ml-serer Damen hinauszugehen schien. Ich ließ sie sich setzen. Erst nach einer Weile konnte Sie wieder sprechen. Sie hatte ihre Thränen getrocknet; ihr Gesicht hatte wieder den Ausdruck 'der Ruhe und nur eineS leisen Spottes, und mit l^iesem Spotte schien fie nur fich selber zu verfolgen. Sie erhob sich wieder. „Ach ich wurde nur schwach. Ich hoffe, Herr Kriminalrath. Sie ziehen daraus tünen falschen Schluß gegen mich. Aber ich hatte eine Bitte an Sie. Es ist die. daß Sie mich nicht mit Diebinnen zusammen setzen wollen." Sie zitterte doch unwillkürlich wieder, als sie die Bitte aussprach, und eS war in der That eine so einfache Bitte. Aber zeigte nicht gerade diese Einfachheit einerseits und dennoch ihre Aufregung über sie andererseits, daß fie keine Bitte eines schuldbelvußten, wenigstens nicht eineS verdorbenen Herzens srin konnte, daß sie jedenfalls die Bitte einrr, schuldig oder unschuldig. Unglücklichen war. (Fortsetzung folgt.) (?a8iiio iu lilardurK. lV. l872. 22. lUltobor: familionabsnä. S. u. 28. >iovvmd»r: I»n?Ilvostorfoior. so» VormlsUUtilus«» äo« 802 LinFvvroinos. Im Ilon»le Xovemder: 1. »m 16. kistoriselies kooeert. 2. »m ZA. Loneert ckes Im loimte Ve7.emder: 1. ?de»tervarstelliiiix «nil lodleaiix. 2. ?oi>liLIiaImes8e »m Veilinaektstaxe. In» «N6te1 Nokr" ist (809 «eiiM Mer kiWliiiM äis ^ass 2U 4V Icr. im .^U38odavlcs. 742) vis Hsrlxirzer kMiiipleliz»!! üdsraimmt EtvIßlOlolSKvn in jsäsr Höliv uv<1 vereinst äieseldsv vom I'aAS asr Lillla^e mit oklls XüuäiAuvK, „ A'/aVo ^ei J0täAi8er KüuäiAUllK, „ ,1 ,, „ kegorZt äiesslbs äsu H>»» uu6 aller d0r3SvwässiKvQ eL^setsQ 2UM je>vei1igvv laZeseourL, 80ivie «p<»onIat>«i»»>^KuL^e uuä iv jeäsr Ilölis. Lei Lifvvivnlcäufsn, veleko 6urek uusvre >Veek8el8tubv au3ßeiukrt veräen, Icöuosll auol^ äer XünäiKuvx unterlisKelläs Livlagou oknv KÜNliigUNg als ^adlllvZ ver^euäst. veräeu. ver Verv»lt«iix8r»lli. Alichsel Itger, k»t sviv l)s»el»äkt»lolra.1 vo» ^stst »v in 6vr postgssso, in ttofm 8upan's Nauso, vis-Sl-vi» ösf l-ottsfio. Vaviro äom?. ?. kablileum kür äk8 xrvgvv Vsrtraueo, mit vvloksm ivd äurod U ^»dro iv äsw 6sood^t«1olca1 iv äsr llerrsvekLse, vormals klang«, bvodrt vurcls ullÄ ditts mir auok im vsusv I^ole»! äag ^lei^s VortrauSQ 2u sodsvlcsv, vo1ol»os »od üurvd dslcaullts euts Arbeit su röodttsrtiKeu vsisg. LmpkMs mied kvrvvr mit einsr ^vlir xi-«»»vn ^u»v»KI »Il«r L»tti»ND«n »«»er Llliren, äs. iod miod ii» äio8öm osusn I^olcal mvtir augdrvitsu k^ana uvä äaksr im 8t»vä« div, äas 8ekduste, Vvstv uvä Llllixstv 2U distsn. Rvokaoktullxivoll ZNichael Ilger. Ei» str SchaiN- «vd Spyereiwaartii eingerichtetes Gewölbe wird sogleich verpachtet. (805 Näheres im Comptoir dieses BlatteS. Im Qastdausv „lar Holllxriid«" ist llvu ill ^U8solialllc Kskommvu: l8k8vl' 8tsiltdei'zer Kr. pr. I^ass. 1872er ksckkersdurzer 48 Kr. „ Server beüväen 8ie1i vis bislisr im ^ussvkavlcv: (808 1871sr HUsIn . . . a TV kr. pr. l!la88 1869er ästto . . . a 48 kr. „ »vIiHvar»vr HUsti» a 48 kr „ aedt I^onats altes Alttr- »«nlkIv? . . . a IV?' Icr. xr. I^ass. AM^Koimtheater am Sophienplatz. Me Tage Vorstellung "ihiSN" fr»» f»nni Lassnova mit ihren besten« drcffirle» Liwtl, Hyüill, Lt0- plirt und Wilsti, in 4 Abiheilungin. Kassa Eröffnung L Uhr. A»fang 7 Uhr. Sonntags zwei Borstellllngtn, 817) 4 Uhr und 7 Uhr. K. k. tonzeffionirte iN^wat-Agentie, Gentrat-Heschasts-Kanztei des Anton Koinigg; vvrrsQDx»»»«, Z!^»MFvorvr'»odv» L»u» Ikr. 2V2 Dienft-Berwittlung. Dienftplät't und Stellen, sowie Dienst- und Stellen suchende jeder Kategorie befinden fich stets in Vormektttng. Sin Schneiderlehrling aus ?einkm besseren Hause wird gesucht. Ein Mädchen au» einem sali den Hause unter liilligen Bedingnissen 't»ei einer Beamtensamilie in gänzliche "Verpflegung. 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BlatteS gegen angemessene Belohnung abgeben. (819 Nur heute Sonntag noch flnd tm Gasthofe «zum schwarzen Adler", Zimmer Nr. 3, und kleine iiberseeische Bögel (im Käfig leicht züchlbor), sowie schöne grobe Holländer Zkanarienvogel zum Verkaufe ausgestellt. Achtungsvollst 8l3 B. Haderer, Vogelhäudlei^. Das Haus Rr. in der Postgasse, einer der frequentefte« Straßen in Marburg, worin seit Jahren daS weitliin gekannte und besuchteste Tosttiaus „zur Bier quelle" betrieben wird, wegen seiner vortbeilhaften Lage auch zu jedem anderen Geschäftsbetriebe bestens geeignet, wird au» freier Hand verkauft. Nähere Auskünfte ertheilt der Eigenthümer, Herr Joh. Scheriau, 1. Stock. Thür links daselbst. (811 Ein möblirtes Zimmer wird gesucht. 814 Auskunft im Comptoir dieses BlatteS. vis sio 8il'«Ii- ä kililiMeilerliize voll 1. smpüelüt siotl mit siasm Aut sortirtöll l^a^vr n»ell »eueÄer iiii miit »usIZnäiseliei' Stokt» navk ^288 eur /Anfertigung Sodeikl, _klerrenzagZe._ s. November Diese» Lotto-Anlehen im Betrage von K. K.72L.S daß MVNaiUly 1 st. do« O.igm°l.S-.lzburger.L°» «hält. Wahrend der Einz.chlunl^ spielt man l^anz allein auf alle Treffer mit. ^vvl»8sl8tul»0 der k. k. priv VVivNvr ^anöol8banl(, vormals joll. L. 8otlisn in Viivn, Traben Nr. 13. Hartwrg. nur Derlei Lose find unter den gleichen Bedingnifsen zu haben bei II. L. krosek ZlN UÄvbWrZ. ^«wlxo Mväorlaso üer l^iilmizzeliiiie«. origin-ieiissnowc:^ M ^ 'VM MMM. MWk WMM- !>Sl»«»zcIiilien. eWitderlage der Original Krvttor - IIAIlmaZvIlwvll vrrbtlskrtes HVIiveler «k Lz^stein. Wss- ?!Alim!»8eIiin-X«ren Bonbons und Ehokost „sichle ich eine so bedeutende Erleichtern^! „meinem Brustleideu, dah ich . . . Her; in V „Nitz (SaazerkreiS)." Depot für Alsrburx bvi Ii', Wilhtlmsdorser Malzprodukteu Fa vou los. Kijffvrlv ^ vo. Eiselldahll-Fahrordnuttg. Marbl Personenzüge. Von T riest nach Wien: Auknnst 6 U. 2l M. Frül, uud U. 4Ü M. AI Abfahrt 6 U. 3» M. Srüh und ö U. 57 M. 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Ltaats-I^oosv 166< L 20gt«I DüLkr. krämisQ-I^ooss 1870» f 20stv1 l!!!svQd»1»i»-I.oosv 1370vr ^86 ksilti?) .