5chrittlett««g U^ttzbauSgass« Nr.» Hont). Imtiiili: UgllA rntt •atiutau in G»»ü. u. Kiwi' hia) tu 11—lt Iti oetai. Q«gftl4tt1ua mM aittt ) m^ni^aL ur.talo't *!»-Dttsttia «t»l tvrüMAtigt. ■ atiattga agcn «m tu SttRaltang gcgts H»i«osnj »«* MGiq# fit' (H.Cu« «aitrgrn. - SO V)(»rt»>l9!ltta iuri«. laOlat rx'4rin: l»> t e«n:itü j aal XonitttiMg K^nl. •»W»MU*»ato tBS.HOO. Kerwaltvng. RatdbauSqassr Mr. > >Hum°>el>ii>gu»ge>: Darch di« VI d«»o,«»! »tcTTc(til«rt« . . . «. l>6 H»ldi»»r>, . . . «. I1 » Ä«i>,i»dn, . . . |l. «' « 8« tillt alt .SuftcQang I» » Hiul«: JRonalllit .... I. —•&*> eittieljättij . . . I. 1-53 £alt>|Jlmg ...... , — »onuatiitg . «S»'« Xa«aal ttiot,tn stS t« 0qag«acbill|i<0et>agr:i!. Eia,«l«iirte »d«aana«al» leiten IhI )U< Rddcftcllaag. M. 75 KiM, Sonntag, 17. Septemöer 1899. 24. Jahrgang. Per heutigen .Teutsch«» Wacht" liegt Nr. 88 der Sonn. \ tagibtuage „Die ©übmatt" bet. Jnhaltsver. »nchnis: Die Jrau des Dichters. Roman von Arthur tpp (Forsetzung.) — Ostmärterlicd. »» Bei den Mata-Im — Ochsenauge, gepökelt. — Französischer Senf. — Hüte! gegen iNbeumatismu«. — Kohle als Färbemittel ter Blumcn. — Fieis-tmehl wird von den Schweinen gerne «ftefien. — Ganz wie bei uns. — Mensitenfreundlich. — fco eine Krabbe! Abgeordneter Sommer üöer die Lage. Donnerstag den 14. d. Ml«, hielt Abg. Dr. Pommer im Gartensaale dc« Hotels Terschek eine Wählerrersammlung ab, in welcher er über die Lage eingehenden Bericht erstattete. Ueber Antrag des Herrn Dr. Stepischnegg wurde Herr Julius R a k u s ch zum Vorsitzenden der überau» zahlreichen Versammlung und Schrift-leitet Otto Ambroschilsch zum Schriftführer gewählt. Der Vorsitzende ertheilte hierauf nach herzlicher Begrüßung des ollverehrten Herrn Abgeordneten Tr. Pommer diesem daS Wort zur Erstattung bei RechenfchaflSberichleS. Abg. Dr. Pommer wurde mit lebhaften Htilruf>n begrüßt unv gab ein übersichtliches Bild »bet seine Thätigkeit in der letzten, 15. Session deS Abgeordnetenhauses. Er führn au», dass die Ltetlung von Anträgen, die Einbringung von Jnter« jeUdtioiu» durch den Abgeordneten doch nicht so «nilo» sei, alS gemeiniglich angenommen werde. Der» gerade in der letzte» Zeit tonnte man be-««ken, dass Regierungsvorlagen, mit deren Inhalt «an einverstanden sein konnte, Initiativanträgen »er Abgeordneten entsprungen sind. So z. B. beim Tinrergefetz und beim PensionSrecht der Privat-deamlcii. Bezüglich des letzteren werde schon seit lt> Jahren gearbeitet und heute sind wir doch schon so weit, dass man sagen kann, dass die Privat-«»gestellten nach 3 oder 4 Jahren zu ihrem Rechte Immen werden. Abg. Pommer hat in der ab-gelaufenen Session theil» selbst, theils in Gemein-fchah mit anderen Abgeordneten Anträge über Agende Gegenstände eingebracht: Beschleunigung tot Neuwahlen. Aenderung der Bestimmungen über AuetpellalionSbeantwortungen, Unverletzlichkeit der Abgeordneten, Deutsche Verhandlungssprache im Ibgeordnetenhause, Verbot deS Differenzspieles mit wie NSschen Laronin wurde. »Bist Du noch nicht bald fertig? DaS dauert katc wieder eine Ewigkeit, Rose!" rief die Gräfin tz«e« mit zorniger Stimme. Rose, daS Kammermädchen, ließ den großen sitbnn-n Kamm durch das reiche Blondhaar der Gräfin gleiten und erwiderte sunf«: .Gleich, Frau Gräfin!* Agnes von Seewald war eine reizende Er-scheinung. klein, überaus zierlich, mit Haaren von imider^arem Goldblond. DaS Gesichtchen zeigte eil«» Teint von durchsichtiger Weiße; es wurde »n den stetS unruhig flackernden braunen Augen «rkwürdig belebt. Denkt man sich dazu ein kleines 6u«?stäiche« und ein rosiges Mündchen, dessen kmkel hie und da nervös zittern, fo hat man die tchne Erscheinung der vergötterten junnen Witwe. Vergöttert! DaS ist daS richtige Wort. Seit tal Trauerjahr abgelaufen, war die junge Gräfin im« umschwärmt von einer Schar alter und junger Frein, die nach einem Blick« au» den räthfelhast tiefen Lugen, einem Lächeln des kleinen Mündchen« schwach lelen. Ader die verwöhnte Welldame hatte in dem zrvßen Schwärm seufzender Anbeter noch keinen Maden. der ihr in der grauen Langeweile geist-Hüllet Salongespräche einigermaßen interessant er-schienen war. Doch gestern schien e», als regte sich chr kleines Hetz! Höher geschlagen und ganz merk-rvrdig gezü!ert halle e», da ihr ein neuer An- landwirtschaftlichen Producien, Herabsetzung der Mililärdienstzeit von 3 auf 2 Jahre für alle jene, welche die Mittelschule absolviert haben, Systemi-sterung von adjutierten Auscullanienstellen, Um-wandlung von Culturflächen, wie Wiesen, Aecker und Weiden in Jagdgründe. Redner verweiSt noch auf feine DringlichkeuSaniräge betreffend da» Diener-gefetz und die Diurnisten, welche als Hilfsbeamien in der 12. RangSclasie behandelt werden sollen. Aus diesem Anlasse habe er aus Zara ein Tele-gramm in italienischer Sprache mit 7 l Unterschriften erhalten. Ferners stellte Dr. Pommer den Antrag, dass die Taggelder den Diurnisten bis zur gesetz-liehen Regelung im obenerwähnten Sinne um 50°/o erhöht werden sollen. Der Redner erörterte nun ausführlich den parlamentarischen Werdegang des Dienergesetz, S, und e» war deutlich zu entnehmen, dass ihm an dem raschen Zustandekommen des so günstigen Gesetzes ein ganz bedeutendes Verdienst zukommt. Bezüglich der Bedeckung der für die Erhöhung der Dienerbezüge auslaufenden MehrauS« lagen hat Dr. Pommer — leider vergebens — eine Erhöhung der Börsensteuer und eine progressive Erbfleuer vorgeschlagen. Er babe bei der BeHand-lung dieser Vorlage eingegriffen, weil er sie alS NoihstandSvorlage angesehen habe. Er habe niemal» gemeint, dass er nur der Abgeordnete bestimmter Classen sei, sondern sich immer al« Abgeordneter des ganzen Volkes betrachtet und wolle das auch weiter so machen. (Heilrufe.) ES war ein Werk der Gerechtigkeit, Billigkeit und Menschlichkeit, für die Diener einzutreten. In ähnlicher Weise sei er für daS Pensionsinstitut der Privatbeamten eingetreten. Heule befindet sich der Privatangestellle in einer äußerst prekären Lage für den Fall, al» er feine Stellung verliert, als er erkrankt oder hinsichtlich der Hinterbliebenen, wenn er stirbt, zumal e« den Privaiangestellten in den allerwenigsten Fällen möglich ist, etwa» für die alten Tage zurückzulegen. Die PensionSbezüge sollen gedeckt werden durch die Einzahlungen des Angestellten und de» Dienstgebers, so dass dem Staate keine Kokten erwachsen würden. Gras Thun hat sich geäußert, das» die Vorunter-suchungen so gut wie abgeschlossen seien und jetzt nur noch die Interessenten einvernommen werden sollen. Weiter» bespricht Dr. Pommer seinen be-kannten Antrag aus Regelung de» Eillier Reichs« kömmling, der Baron von Backe, vorgestellt worden war. Und während sie jetzt nervös mit dem AtlaS-pantoffel auf den Schemel klopfte und mit den Händchen an den Spitzen des Frisiermantels zerrte, da erschien wieder sein Bild vor ihrem geistigen Auge, fein mächtiger Blondbart, die treuherzigen blauen Augen, die so merkwürdig fcharf und doch so gemüthooll blickten, sie hörte wieder fein herz-liche» Lachen, da» so unwiderstehlich ansteckend wirkte. Ach, uud wie alle geflüstert hatten, wie alle Hände sich ihm entgegengestreckt hauen; er erfreute sich einer nicht gewöhnlichen Beliebtheit in der Ge-sellschaft, und da er kein sentimentaler „tiefgeistiger" Romanheld war. fo freute er sich dessen ausrichtig und ließ sich wohlgemuth von den schönen Wogen der allgemeinen Gunst tragen. Und wie sie im Geiste so die Scenen nochmals durchlebte, da fiel ihr mit Genugtuung ein. wie er — der wahrhast keine Complimeme machte — ein bewunderndes Wort Über ihren entzückenden Teint gesagt und dabei seine Abscheu gegen das Schminken ausgedrückt halte. „Ich liebe die Natur und schätze daher an den Menschen die Natürlichkeit am höchsten. ES wird ewig wahr bleiben, waS jener Philosoph gesagt: Nur wer natürlich ist, ist ehrlich, und nur wer ehr-lich ist, kann di« Wahrheit erkennen!* Sie fühlt« noch jetzt ein Wohlbehagen, wenn sie an jenes flüchtige Eompliment dachte, sie, die rathwahlkreifeS. Karlon, Kaltenegger und ihre windischen Genossen haben bekanntlich beantragt, zum städtischen Cillier ReichSrathSwahlbezirk« die rein ländlichen Orte Trifail, Fraßlau, Riez, Lem-derg. Hörberg. Peilenstein, St. Georgen, Reichen-bürg zuzuschlagen. Als Gegenwicht zu diesem famosen Antrage hat bekanntlich Dr. Pommer einen Gegenanirag eingebracht, wonach in den Cillier Städtewahlktei» auch Windischgraz und Windifch-seisttitz, die jetzt zu dem unverhältnismäßig größeren Marburger Wahlkreise gehören, einbezogen werden sollen. Bezüglich der anderweitigen Thätigkeit erinnert Abg. Pommer daran, das» er im Vorjahre im September sieben Wählerversammlungen abgehalten habe. Am 17. Ociober v. I. war er bei einer Diutnistenversammlung in Wien, am 6. Jänner d. I. bei einem deutschen Feste in Gonobitz, am 7. Jänner beim Christfest der Cillier Feuerwehr, am 8. Jänner bei einer socialdemokratischen Äer« sammlung in Cilli, am 25. März bei der Ber» fammlung deS Deutschen Vereines in Cilli. am 3. Mai sprach er in Wiener-Neustadt, am 20. August in der Ramsau. Hieraus besprach Abg. Dr. Pommer au»-sührlich und mit Producierung eine» großen Docu-mentenmateriale» die sogenannte „neue Taktik", welche bekanntlich in der Ausschaltung der Obstruc-tion bestand. Diese Angelegenheit ist heute wohl nicht mehr aciuell genug, um eine in'» Einzelne gehende Schilderung aller der Entwicklungsphasen dieser neuen Takiik zu begründen. Wir bemerken daher nur kurz, dass Dr. Pommer vor allem er» klarte, das» die Obstruction nie ausgeschaltet wurde, das» an Stelle der »formalen" die sachliche Ob« struction für jene Zeit getreten fei, nach welcher wieder mit der „formalen" eingesetzt wurde. Die Ursache dieser Aenderung in der Taktik habe im DringlichkeitSantrag Schwegrl auf sofortige Erledi-gung der AuSgleichSoorlagen gelegen, welcher die Deulschsorifchriltlichen und die Christlichjocialen veranlasst habe, mit der Obstruction auszuspannen. Bezüglich der bekannten Steinwender'schen Frage: Ja, wer hat denn in Klagenfurt und Eger geschwo-ren? stellt sich Abg. Dr. Pomnur auf den Stand-punkt, dofs er sich mit solchen Finten nicht abgeben wolle. In Klagenfurt und Eger sei geschworen sich sonst b«i den überströmendsten Tiraden auf ihre Schönheit gelangweilt hatte. Die Frisur war fertig und Rose'» schlanke Finger hatten den Frisiermantel schon lang« weggenommen, aber noch immer lag die kleine Gräfin träumend in dem weichen Lehnstuhle. Und die Träume waren recht angenehme, für den blauäugigen Baron Backe sehr verheißungsvolle. „Ach, wenn ich nur nicht fo nervös wäre l Aber ich kann nicht» für meine Natur — ich muss fo genommen werden, wie ich eben bin!" So rief vier Wochen später, halb weinend, halb grollend, die Gräfin und schmiegte sich wie ein ungezogene» Kind in die Ecke einer Ottomane. .Ich habe ihn geärgert — furchtbar geärgert — er gieng ganz ingrimmig fort — so innerlich wüthend — ja, ich merkte e« ganz deutlich, wenn er auch lächelte, aber ich kann nichts für meine Natur — nein, gar nicht»!" Der Baron zappelte zweifellos in den Netzen der schönen Gräfin. Seit jener ersten Begegnung folgte er ihr wie ein Schalten. Seine Augen hiengen in stummer Verehrung an ihr, und in der Gesell-schast erwartete man täglich den vorläufigen Schluss des kleinen HerzenSromaneS durch eine solenne Ver-lobung. Gräfin AgncS hatte selbst für den heutigen Tag so etwas wie eine versteckte Erklärung erwartet; alS der Baron aber immer noch zögerte und nicht die richtigen Worte zu finden schien, da begann sie in 2 189» ausgezeichneter, belehrender Weise die Frage de« ungarischen Ausgleiches und die Wirtschaft mit dem § 14 und beantragte schließlich die Annahme Der am 25. März d. I. in der Versammlung oeS Deutschen Vereines gefasst«» Resoluiion, welche unter lebhasten Heilrusen einstimmig angenommen wurde. Der Vorsitzende. Herr JuliuS R a k u s ch, dankte dem Redner für seine lichtvollen Ausführungen, welche stürmischen Beifall gesunden hatten. Herr Dr. Johann Stepischnegg feierte in zündenden Worten die Partei Wolf-Schönerer und sprach den Wunsch auS, dass Abg. Pommer, wenn sich die Verhältnisse in der Deutschen VollSpartei so gestalten, dass sie mit seinem Gewissen und Anschau« ungen der Wähler nicht mehr übereinstimmen, daraus die Konsequenzen ziehe und sowie Abg. Bareuther au» der Deutschen VollSpartei auStrete und sich den Schönererianern anschließe. Im Uebrigen sprach er namen» der Wähler dem alloerehrien Abgeord-tuten insbesondere für den ausgezeichneten Bericht über den ungarischen Ausgleich den herzlichsten Dank au». Abg. Dr. Pommer erklärte, er sei fünf Jahre Schönerrrianer gewesen; dass er e» nicht mehr sei, dafür seien nicht principielle Gründe maßgebend gewesen. Nicht principielle Gründe trennen ihn von Schönerer. Er unterschreibe da» Linzer Pro-gramm zehnmal; er sei aber im Lause der Jahre dahin gekommen, dass e» zwei Arten von Pro-grammen gebe: ideale und reale Programme, Da« Programm der Deutschen Volkspartei sei ein reale» Programm. Dasselbe könne verwirklicht werden, waS beim Linzer Programm nicht der Fall sei. Programme machen nicht alle» aus, er wolle al» Persönlichkeit aufgefasst werden. In den BefreiungS-kriegen haben Männer wie Schill und Lützow den gesunkenen Muth wieder neu aufleben lassen. Der Sieg fei aber nicht durch diese zwei errungen worden, sondern durch die unzähligen, ungenannten einfachen Infanteristen, die langsam marschierten und ihre Pflicht gethan haben. Mancher von ihnen wäre lieber Cavallerist gewesen, aber es muss auch Infanteristen geben. Mit Schill und Lützow vergleicht Dr. Pommer die Abg. Wolf und Schönerer. Er fchlos«: „Mein Alter bestimmt mich dazu, Infanterist zu fein, wünschen Sie einen Cavalleristen, so tauschen Sie ihn ein. Ich kann weder Schill noch Lüyow sein; dazu bin ich zu alt. Ich habe aus da« Programm der Deutschen Volkspartei candidiert, bin nicht um Haare» Breite davon abgewichen und bleibe, wa» ich bin. (Allgemeiner Beifall.) Nach einem herzlich gehaltenen Schlussworte des Vorsitzenden wurde dem Herrn Abgeordneten Dr. Pommer für seine vortrefflichen und mit stürniischem Beifalle aufgenommenen Ausführungen durch allgemeines Erheben der Hände der herzliche Dank der ganzen Versammlung votiert. Aus Stadt und Land. Veränderungen im Wittetschntdienste. Der Minist,r für CultuS una Unterricht hat dem Professor am EtaatSgymnasium in Cilli Dr. Hugo Wert heim eine Lehrstelle am ersten StaatSgym- nasium in Graz verliehen uns den Supplenien an StaaiSgymnasium in Mährisch - Weißkirchen, Dr. Jgnaz Brummer, zum wirklichen Lehrer am StaatSgymnasium in Cilli ernannt. — Der Minister für Cultus und Unterricht hat dem Professor am StaatSuntergymnasium in Gottfchee. AloiS Taocar, eine Lehrstelle an der StaatSrealschule in Laibach verliehen. Professor Ar. Wertheim, welcher, einer ehren» vollen Berufung folgend, »n den nächsten Tagen unsere Stadt verlä|St, hat sich in Derselben ein überaus gute« Andenken gesichert. Mit reichem Wissen, hoher Begabung und scharfer Auffassung ausgerüstet, wusSl« ec in allen ernsten Fragen, welche unser Gem inw?sen beherrschen, ein richtige« und gewichtiges Urtheil geltend zu machen. Die« war tnSbefonder« im Vereine Deutsches Studenten» heim und im Cillier Gemeinderathe der Fall. Die Gesellschaft der Siadt Cilli verliert in Dr. Wert-heim eine» ihrer liebenswürdigsten Mitglieder. Bei allen deutschen Festen war Dr. Wertheim theil« als Vorleser, theils als Mitveranstaltec hervorragend thätig und so ist e« wohl begreiflich, das« ein großer Freundeskreis den Abgang Dr. Wert» Heim's innigst bedauert. Um dem Scheidenden noch ein herzliches Lebewohl zuzurufen, versammeln sich heute Sonntag den 17. d. M., 8 Uhr abend», feine Freunde im Saale de« .Hotel Terschek", wo die Cillier MastkoereinScapelle auffielen wird. Einladungen hiezu werden nicht auSzegeben; jeder Freund Dr. Wertheim'« ist hertlich willkommen. An den Wahlen in die HrweröKenercom-Missionen der I. und ll. Klaffe in Steiermarlt. Die am 15. Septemöer im Hotel „Florian" in Graz stattgehabte Wählerversammlung der Erwerbsteuer» träger I. und 11. Classe von Steiermark (HandelS-kammerbezirke Graz und Leoben) hat beschlossen, den Wählern dieser beiden Steuergefellschafien sür die Wahl in die betreffenden Steuercommissionen, und zwar sür die l. Erwerb st euerclasfe als Mitglieder die Herren Dr. Paul Suppan, Director der Mayr-Melnhos'schen Montanwerke in Leoben, und Fritz Hanisch. Fabriksbesitzer in Alger«» dorf bei Graz, und al« Ersatzmänner die Herren August Andrieu, Eisenwerksbesitzer in Brück an der Mur, und HanS Edler v. ReinmghauS, Fabrik«-besitze? in Graz. und für die 11. Erwerbsteuer» Classe al» Mitglieder die Herren Johann Gru-bitsch, Kaufmann in Marburg. Anton Jrschick, Tischlermeister in Graz, und Ludwig Krempl, «auf-mann in Leoben, und al« Ersatzmanner die Herren Juliu« Rakusch, Kaufmann in Cilli, Richard Rollet», Kaufmann in Graz und Johann Magula, Liqueur« sabrikant in Graz, vorzuschlagen, F>as Anrennen des Cillier Radfahreroerein»«, daS wegen de« schlechten Welter« mehrmal« ver-schoben werden musSte, findet nun heute Sonntag nachmittag halb 3 Uhr beim Erjautz statt. Hbfl- und Weinmarkt in Hraz. Am 5., 6., 7. und 3. Ociober und am 2., 3., 4. und 5. November d. I. findet in Graz, Keplerstraße Nr. 82—84 ein Obst- und Weinmarkt statt, auf welchen wir all» Interessenten aufmerksam machen. Z>ie Ketze gegen die Kilier ?oli;ei hat Donnerstag zu einer sehr lehrreichen GenchtSver« worden, denn eine« deutschen Manne» Rede sei ein Eid. Die Versammelten haben gelobt, die Re-gierung bi« zur Aufhebung der Sprachenverord-nungett bis aus'» Aeußerste zu bekämpfen. Unter diesem „Aeußersten" wurde von allen Theilnehmern der beiden VolkStage nur die Obstruction verstanden. Nach Dr. Pommer's Ueberzeugung haben diejenigen, die damals gelobt oder gesprochen haben, daran gedacht, dass die Obstruction gemeint sei, und alle, die dieses Gelöbnis gehört haben, mussten dasselbe denken. Dr. Pommer wie« nach, das« die Deutschfortfchrittlichen, die Christlichfocialen und die Socialdemokraten sich ausdrücklich geweigert haben, nach dem Antrage Schwegel'S zu den AuS» gleichSoorlagen in erster Lesung formale Obstruction zu treiben. Der Deutschen VolkSpartei und den Schönerm«ern fei es aber wegen der geringen Zahl (nur 48) unmöglich gewesen, die formale Obstruction allein zu machen. Die Deutsche Volkspartei habe immer an der Obstruction festgehalten und hätte nach Pommer's Meinung auch trotz der oben ge-schilderten Sachlage die formale Obstruction nicht ausgeben sollen. Allerdings musste die Obstruction bei der zweiten Lesung der 638 einzelne Theile umfassenden Ausgleichsvorlage unbedingt zur Verhinderung der verfassungsmäßigen Behandlung derselben führen. Doch erklärte Abg. Dr. Pommer, das« ihm die .neue Taktik- ein scharfe« Mittel nicht zu fein schien. Nach einer sich in Einzeln-heilen erschöpfenden historischen Darstellung über die Entwicklung der neuen Taktik kommt Dr. Pom-mer zu dem Schlüsse: Wenn eS Parteien gegeben hat oder Abgeordnete, welche allen Ernstes die Absicht hatten, die Obstruction auszugeben, so wäre das ein immenser politischer Fehler ge-wesen. Nachdem er mit Recht darauf verwiesen hatte, das« er der Erste gewesen sei. welcher die Losung auf Obstruction ausgegeben habe, erklärte er, das« nach dem, wa« in jüngster Zeit geschehen sei, sür die Zukunft nur da« Eine klar fei, nämlich die Wiederausnahme der schärfsten Form der Obstruction. Wa« nun kommen werde, wisse niemand, auch Gras Thun nicht. E« werde sicherlich alle« angewendet werden, um die Delegation Swahlen z u v e r-hindern. Was das Gespenst de» Absolutismus, der uns drohe, anbelangt, fo verweist der Abg. Pommer auf die bezeichnende historische Thatsache, dass im letzten halben Jahrhundert in Oesterreich immer, wenn die Reaction ihr Haupt erhoben habe, ein unglücklicher Krieg ihr ein Ende bereitet hat. Die Reaction habe in Oesterreich keine Dauer und der Absolutismus würde sich nicht lange halten lassen. Ja, es kann noch schlimmer werden, aber wir sind auf daS Schlimmste gefasst. Wir wissen, das« der Absolutismus nicht un«, sondern nur den Staat schädigen kann. Und wenn man un« auch schädigt, vernichten, austilgen kann man un« nicht. Die historische Entwicklung ist sür un«. und bi« dahin werden wir un« wedren. Mit dem jubelnd aufgenommenen Rufe: Wehren bringt Ehren! schloss der Abgeordnete diesen Theil seiner Ausführungen. Nach einer Pause besprach er sodann in ganz ihrer Nervosität recht ungezogen zu werden, unge-zogen wie ein Pensionsbackfisch. Er ließ ihre Launen geduldig über sich ergehen, lächelt« über ihre steten Widersprüche, aber endlich fiel doch eine Wolke auf seine Stirn, unvermittelt stand er auf und verabschiedete sich, die Gräfin ihrer Langeweile und ihren ärgerlichen Gedanken über-lassend. „Rose!' rief sie endlich. „Frau Gräfin befehlen?* „Kleide mich an, ich will auSfahren!" Rose brachte die Toiletten und kniete dann nieder. Sie nahm ihrer Herrin die AtlaSpantöffelchen von den Füßen und zog ihr di« eleganten hellleoernen Promenadenschuhe an. Während sie beschäftigt war, die seidenen Schnüre durchzuziehen, klingelte eS. .Sieh' nach, waS eS gibt", rief die Gräfin. Ein Diener hatte ein prachtvolles Bouquet gebracht mit einer Karle deS BaronS, worin dieser den süßen Dust der Blumen, der echten Kinder der Natur, al» beste» Mittel gegen die Nervosität em-pfähl, diese» Kind unserer Hypercultur. Zum Schlüsse bat er, morgen empfangen zu werden. .Da» soll wohl eine geistvolle Lection sein?" murmelte die Gräfin und kniff die Lippen zusammen, dann — nach kurzem Besinnen — rief sie: „Rose, ich fahre in einer Stunde auf unbestimmte Dauer zu Mama nach Pirchgau. die alte Anna soll mich begleiten und nur den kleinen Koffer mitnehmen; alle« andere kannst Du heute abend« nachsenden." Und al« sie unten in ihr Coupe stieg, da mur-melte sie: Eine kleine Lection kann auch ihm nicht schaden!" • * O Rose, da« kleine Kammermädchen, hatte bei der launenhaften, herrschen Gräfin nicht eben sonnige Tage. Agne» war eine Tyrannin cornrne il kaut. Ihre Mädchen unterschieden sich nicht viel von den Sklavinnen der altrömischen Modedamen; ja sogar darin ähnelten sie ihnen, das» sie ein eigene» vor-geschriebene» Costüm tragen mussten. Em graue», glattes Kleid, eine altmodische Haube auS weißen Spitzen und schwarzen Rüschen, daS Haar glatt ge-scheitelt; graue Strümpfe und Halbschuhe auS Zeug ohne Haken vervollständigten die Toilette. ES war kein Wunder, das» in dieser Nonnentracht auch ganz junge Mädchen recht großmütterlich aussahen. Heute hatte Rose Urlaub erhalten. Sie sollte zur Hochzeit ihrer Schwester, und die Gräsin haue dem Mädchen zu diesem feierlichen Acte ei» duftiges, himmelblaues Kleid geschenkt. Hocherröthend vor Freude hatte Rose gedankt; da» bescheidene Kind trug ja sein Sclavencostüm so ruhig und wider-spruchSloS, aber sie hätte eben nicht siebzehn Jahre alt sein müssen, als das» ihr die Aussicht, in dieser reizenden Toilette sich zeigen zu dürfen, nicht da» Blut in Wallung gebracht hätte. Um vier Uhr sollte die Trauung sein, aber um zwölf Uhr war Rose schon im vollen Staate. Ihre Mutter, ein alte«, gute» Weiblein mit schneeweißem Scheitel, war gekommen, ihr zu helfen und bewun-derte mit Freudenihränen ihre reizende Tochter, die vor dem Toilettenspiegel der Gräfin eben die letzte Hand an die zierlichen Schleifen und Bänder legte. Da klingelte e». Erschreckt fuhren die Beiden zusammen. Sie befanden sich allein in der Wohnung, aber e« blieb schließlich nicht« übrig, al« zu sehen, wer da war. Rose'S Mutter gieng zur Thür, während die Tochter in dem Hintergrund de« Borfaale« blieb. ES war der Baron, der schon am Vortage feinen Besuch angekündigt hatte; da blieb nun dem Zöfchen nichtS übrig, al» persönlich den Bescheid der Gräfin auszurichten. Mit dem Ausdrucke höchsten Erstaunen« hiengea die Augen de« BaronS an der jugendfrischen Schön-heit de« Mädchens. Er mochte ihre Worte kaum verstanden haben, denn einige Secunden nachdem sie geendet, fragte er plötzlich wie au« einem Traum« erwachend: „ — Wie — wie Pardon!— wie sagten Sie?" Da» arme Mädchen schlug die Augen nieder und wiederholte nochmal» die Botschaft, das« die Gräfin plötzlich abgereist und fo weiter. „Da« thut mir wahrhaftig leid/ antwortet« er, „doch — mit wem — habe ich eigentlich die Ehre Und wieder streiften feine Blicke dewundernd die zarte Gestalt in der duftigen Toilette. 1899 P.utfchr BImtrt* 3 jmdlung geführt, welche dem Unterrichteten all kl ahnen ließ, wa« die windischen Agitatoren lt geht umso „leichter", da ja die Rosen am Hügel keine Mietzin«blüten tragen wollen. Und et weicht sich auch viel besser, die Englein gehören ja auf den „Rosenhilgel"; dort können sie auch all daS Ta musste sie lächeln trotz ihrer argen Ver-lezenheit unier den heißen Blicken de« Baron». »Wie? Edre? O, Sie scherzen wohl, HerrBaron?' .Nein, nein", rief er. „ich verstehe nicht — ich wem mich nicht zu erinnern.--" »Aber ich bin doch Rose, da« Kammermädchen!' .Wahrhaftig? l' Ter Ausdruck de» Erstaunen« in feinem ehr-lichen Gesicht machte sie wieder lachen. E» war ein s« silberhelles Lachen, dass er unwillkürlich mit ein-sän«!?. Unter dem Vorwande, sich näher nach dem vefinden der Gräfin und ihrer Reise zu erkundigen, mr er eingetreten und mit seiner weltmännischen Teivaadtheit hatte er die Beiden gar bald in ein Gespräch verwickelt, in dessen Verlause ihm die Mutier denn auch alles über ihre Familie erzählte, «ie ihr Mann al» Oberli.-utenant gefallen sei. da» Keine Vermögen nur zu bald aufgebraucht gewesen, die winzige Pension nicht reichte zur Erhaltung von fönf Kindern und wie endlich auch Rose, die Jüngste, halte ihr Brod in fremdem Hause suchen müssen. Während der nicht eben kurzen Erzählung waren die Annen deS BaronS immer wieder zu der durf-tigen Madchenerscheinung zurückgekehrt, die sich so tuigezivungen durch die lange Flucht der vornehmen iiäome bewegte. Er traute seinen Blicken nicht; sollte da« wirklich jene unscheinbare graue Nonne im dem sackartigen Kleide, der entsetzlichen Haube «ad den viereckigen Zeugschuhen sein? ungeschoren betreiben, waS ihnen in der letzten Zeit in der verhasSten Stadt Cilli so viel Unannehmlich-keiten bereitet hat. Die Abschiedsfeierlichkeiten sollen übrigen« nicht besonder« thränenvoll werden, da ja Frau Weber sicherlich eine ruhige deutscht Partei, die mit gerichtlichen Zustellungen nicht so überlaufen wird, vorziehen dürfte. Allerdings ist nun dem armen Armenvater der Weg zum I KreiSgerichte etwas weiter gemacht! Spitzekarveit. Die Geheimpolizei der perva-tischen Politiker liegt in den bewährten Händen de« Schneiders Hocevar und dcS Wäschehändler» D o l i n a r, welche sich gegenwärtig damit besassen, einen armen AmtSdiener um Brot und Stellung zu bringen. Hroße Angst. Die VerständigungSversuche, welchen vie Deuischradicalen. die Beherrscher der deutschösterreichischen Volksstimmung, kühl bi« an» Herz, gegenüberstehen, versetzen die windische Poli-tik in Angst und Besorgnis, welche mit drohender Anmaßung nur nothdürftig verhüllt wird. So ist folgende Aeußerung des „Slov. Narod" aufzufassen: „Aus zuverläfslichster Quelle erfahren wir, dass die deutschen Parteien darauf rechnen, das» e» ihnen glückt, den „Slavisch - Christlich - nationalen Ver-band" zu sprengen. Die dalmatinischen Ab-geordneten wollen sie durch Bewilligung einiger Eisenbahnen, die krainifchen Slovenen durch andere materielle Con-c e f s i o n e n gewinnen, während die außer-krainifchen Slovenen unter der Traufe blieben. Diese Spekulation wird nicht in Erfüllung gehen; trotz aller politischen Gegnerschaft unter un» verlassen wir uns doch darauf, das» sich im kritischen Momente die Solidarität der Slaven bewährt, be« sonders die Solidarität zwischen den Krainer und Außer-Krainer Slovenen. Die Spekulation auf den Zwiespalt unter unseren Abgeordneten und auf den Zerfall unseres Club« ist schon deshalb hinfällig, weil ein Sturm de« Volksunwillens alle jene über den Hausen werfen würde, die eS wagten, derartigen Verrath zu begehen. Wir sind nur mit jenen Par-teien solidarisch, welche den Grundsatz der nationalen Gleichberechtigung anerkennen; nie und nirgends wird insbesondere nach den Cillier Ereignissen ein Slovene mit Hochenburger gehen, der mit seinen Genossen das Pfingstprogramm ausgestellt hat. Da» ist ausgeschlossen, vollkommen ausgeschlossen!" Kervand deutscher Lehrer und Lehrerinnen. Vor kurzem hielt der bezeichnete Verein seine Jahre«-Versammlung, bei der der deutsche Geist so rtcht zur Geltung kam. der in diesem emporblühen-den Vereine herrscht. Wie der in« socialdemokratische Lager übergegangene deutsch-slooenische „Steier-märkische Lehrerbund' so betonte auch dieser Verband seine Unzufriedenheit mit der Heuer vom steiermär-kischen Landtage durchgeführten GehaltSregulicrung. Dem Abgeordneten Baron RokitanSky sprach die Versammlung den besten Dank für seine lehrer-freundliche Gesinnung au«. wurden mehrere Entschließungen gefasst; wohl die wichtigste ist fol-gende, welche einstimmig angenommen wurde: .1. Der Verband deutscher Lehrer und Lehrerinnen in Steiermark setzt e» sich zur Ausgabe, die Er-richtung von Heimstätten sür Lebrerkinder in Graz Da plötzlich horchte der Baron auf. Die Alte hatte den Namen Gerhardt genannt. „Gerhardt?" rief der Baron. „Wie, Gerhardt? Oberlieutenant Karl Gerhardt hieß Ihr Gemahl?" Die Alte nickte. „Wer hätte daS gedacht ?! Wir waren Kameraden auf der Kriegsschule, jahrelang lebten wir in treuester Freundschaft, bi» unS endlich die Verhältnisse aus-einanderrissen! Nein, wer hätte da» gedacht, das» ich nach so vielen Jahren die Familie meine» Jugend-freunde» wiederfinden werde! Er hatte die Hand der Mutter ergriffen und erzählte ihr nun in warmen Worten von seiner Freundschaft zu dem Todten. Und Röschen stand hinter dem Stuhl der Mutter und ihre Blicke hiengen gebannt an seinen Lippen. * * • Der Baron hatte e» sich nicht nehmen lassen und Mutier und Tochter in seinem eigenen Wagen zur Hochzeit gesührt. „Wenn die Tochter meine« alten Karl heiratet, da darf ich nicht fehlen — da müssen Sie mir ge-statten. Vaterstelle zu vertreten." Während der Fahrt hatte er ein prachtvolle« Armband sür die Braut gekaust, und beim Schmause war er e«, der den ersten Toast aus die junge Frau ausbrachte. Mit einem nie gekannten Glückgefühl im Herzen kehrte er von dieser überraschenden Brautfahr! heim. und anderen Orten deS Landes auss wirksamste zu fördern. 2. Um die Gründung, Ausgestaltung, Geschäftsführung und Ueberwachung der Heimstätten ersucht der Verband die Ortsgruppe Graz de» LehrerhauS- Vereine«, welche dieS satzungsgemäß übernimmt. 3. Der Anfang möge ehesten«, wenn auch in kleinen Verhältnissen, gemacht werden; die Erwerbung eigener Grundstücke und Gebäude kann einer späteren Zeit vorbehalten sein. 4. ES liegt in der Hand der Lehrerschaft, die gute Sache durch Beitritt zum LehrerhauS-Vereine, durch Einleitung von Sammlungen, durch Zuführung von Spenden n. dgl. zu unterstützen, lebensfähig zu machen und zu erhalten, 5. Den Mitgliedern de« Verbände» deutscher Lehrer und Lehrerinnen in Steiermark werden die Studentenheime der „Südmark" in den Städten deS Unterlandes als ähnliche und äußerst zweckmäßige Einrichtung wärmsten« empfohlen." Wir kommen auf iie Tagung noch zu sprechen. HSoher nach slovenischer Sprachforschung das Wort „deutsch" stammt. DaS in Trieft er-scheinende slovenische Blatt „Ediuost" besasst sich mit wissenschaftlichen etymologischen Untersuchungen. Der Sprachforscher dieses Blattes stellte sich die Aufgabe, das verhasSte Wort „deutsch' aus der slovenischen Sprache abzuleiten. Diese Untersuchung ist zu kostbar, al« das« sie der Welt vorenthalten bliebe und lautet: Die alten Deutschen waren ein Prasservolk (wie es die jetzigen noch sind), da» von den mühsamen Arbeiten der friedliebenden Slovenen lebte. Sie liebten e», aus Bärenhäuten herumzuliegen, zu spielen und dabei tüchtig zu kneipen. Der Meth. ihr Lieblingsgetränk, wurde natürlich auch von den Slovenen bereitet; sie selbst hatten e» nicht einmal der Mühe wert gefunden, die spätere Weltsprache, da» .Slovenische", zu er-lernen. Da sie noch dazu da» Unglück halten, ein dumme« Volk zu sein, so merkten sie von der „wortreichen' slovenischen Sprache nur die Worte .Dajte £e* (gebt noch!), wenn sie nämlich den Meth. ihr Lteblingsgetränk, von den Slovenen verlangten. Diese« »Dajte So' ist dann Unglück-licherweise an ihnen hasten geblieben und hat sich dann in.Deutsche' verwandelt. — Es mus» einem wirklich leid thun, bemerkt die „Boh." hiezu, das» die Menschheit so viele Jahrhunderte gebraucht hat, um aus die richtige Erklärung des Worte» deutsch zu kommen; jetzt erst hat sich ein slovenische» Sprachgenie gefunden, da« diese« Räthsel in so großartiger Weise gelöst hat. Da« sind Witzbolde, diese slovenischen — Gelehrten! Aär die Kinterbtiebenen der Hpfer von Hraslitz sind un« von einer Tischgesellschaft im »Hotel Elefant" fl. 4-50 zugekommen, welchen Betrag wir seiner Bestimmung zuführten. Indem wir für diese Spende herzlichst danken, erklären wir uns zur Entgegennahme weiterer Spenden gerne bereit. Z>«ftige Lesevküte. Der arme „Slovenec' hat wieder etwa« Furchtbare« angestellt. In Pro-cesSnöthen ist seinem Vertheidiger, Dr. Schuster-schitz eine — deutsche Eingabe entschlüpft. Dieses Verbrechen wird vom „Sloo. Narod" in so furcht-barer Weife gebrandmarkt, dass wir wohl nicht imstande wären, die Sache unseren Lesern so hei» Vor feinen Augen gaukelte da« verführerische Bild jene« reinen, süßen Mädchens, das so wacker und unverdrossen Dienste gethan, um der Mutter Sorgen und Kummer zu erleichtern. DaS Bild der nervösen, capricösen Gräfin AgneS war vergessen; Röschen, dieser aus grauer Hülle gebrochene glänzende Schmetterling, hatte die geplante „Lection' der schlauen Weltdame vollständig zunichte gemacht. Sie wartete in Pirchgau vergeblich aus einen demüthigen Brief de» Baron»; zu ihrerUeberraschung erhielt sie nur ein Schreiben ihrer Kammerzofe Rose, worin diese um ihre sofortige Entlassung bat. Die Gesellschaft der Residenz war nicht wenig Überrascht und erstaunt, dass dieser reiche Cavalier, dem sich willig die ersten Häuser erschlossen, sich mit-- einer Kammerzofe verlobt habe. Röschen war gleich nach jener denkwürdigen Hochzeit von ihm in ein vornehmes Pensionat ge-bracht worden, wo sie ein Jahr emsigen Fleiße» an ihre Ausbildung wendete. Al» sie nach Ablauf dieser Frist als reizende, junge Baronin in die Welt »rat, da kostete »S ihrer steghaften Natürlichkeit, ihrem bezaubernden Wesen nicht allzugroße Mühe, die Vernünftigen mit dem „Streiche' ihre« Gatten zu versöhnen. Eine bittere Feindin allerdings wird sie wohl lebenslänglich behalten. . . 4 „Vstttfck, Macht- 1899 keitStriesend darzustellen, jwie dies „Slov. Na-rod" in unfreiwilliger Weise besorgt. Wir geben daher die duslige Abkanzelung im Wortlaut wie-der. „Slov. Narod" schreibt in seiner letzten Mittwoch Nummer: „DaS Organ der frommen Krai-Nische« Geistlichkeit, geklagt vom Bürgermeister in Wippach und von den Laibacher Gemeinderäthen, hat sich am 14. und 15. September vor den Lai-b icher Geschworenen - Gerichte zu verantworten. Wen» diese Ehrenmänner, welche jeden Tag un-seren Heiland schänden, wenn sie ihn in ihre schmutzi-gen Hände nehme», begeifern, dann sind sie tapfer und in der Ehrabschneidung wahre Fachleute. Wenn e« aber heißt, vor den Richtern Rede zu stehen, dann schrumpfen sie zusammen wie ein vertrockneter Dr . .. Hausen. So auch jetzt. Sie zittern vor der morgigen Verhandlung und weil sie sich aber ander» nicht zu helfen wissen, haben sie aufgebracht, das« die Geschworenen lauter Liberale seien. Infolgedessen Hai sich der „Slovenec" durch seinen Vertreter, Herrn Dr. Schusterschitz an das Grazer ObeUandesgerichl gewendet und gebeten, das« ein andere« Gericht delegiert werde, weil von den Laibacher liberalen Geschworenen sür den Slovenec kein Recht zu er-warten sei. Diese« Begehren ist für alle Geschworenen, fei es liberale oder clericale, äußerst beleidigend, weil sie ihnen sozusagen vorwirst, das« sie imstande sind, wegen'ihrer politischen Ueberzeugung, Gewissen und Eid zu verleugnen. Das« aber die Delegierung umso gewisser, wie eine reise Frucht vom oberlande«-gerichtlichen Baume dem Dr. Schusterschitz in den Schoß falle, wurde in die betreffende Eingabe recht geschickt die — Cillier Affaire eingestreut. E« wird wiedergekäut die Rede Ferjankic'S, wieder-gekäut die Notiz de» „Vaterland", u.zw. so diplo-malisch, das« die Richter deS Grazer Oberlandes-gerichte« sehr leicht zur Ueberzeugung gelangen können, das» die Herrschaften vom .Slovenec' mit den Cillier Deutschen sympathisieren. Seht Ihr, liebe Leser, die ganze Geschichte ist durchsichtig wie Gla». Diese Comödie wurde absichtlich insceniert, damit die deutschen Richier in Graz für unsere armen Clericalen Muleid fassen und sie nicht den Laibacher slovenischen Geschworenen ausliefern, diese Clericalen, die doch mit den Cillier Wolsianern sympathisieren. Und um diese Delegierung, welch« jedenfalls ungesetzlich wäre, noch verlässlicher zu bekommen, hat der „Slovenec" die er-wähnte Eingabe durch seinenVertreter Dr. Schusterschitz in deutscher Sprache eingebracht. Nehmen wir z. B., dass der „Narod" durch seinen Vertreter Dr. Ivan Tautschar eine Eingabe in deutscher Sprache eindringen würde! DaS würde einen Brand entfachen! „Slovenec" selbst würde brennen, wie ein angezündeter trockener Stroh-bund, der Curai Koblarwürd« feine dürre Nase rümpfen, gerade so wie der Scorpion seinen gistigenZSchwanz dreht. AuS Kärnten aber würd« Grasenauer mit den langen Ohren herbeikommen und den Bund mii den Deutschen verfluchen. Ueberall würden sie schimpfen und toben. Wir sind neugierig, wie sich die Slovenen in den Grenzgebieten aussprechen werden über den „Slovenec", der daS Grazer Ober« landeSgericht mit deutschen Eingaben behelligt." „Hin richtiges Wort, \ux richtigen Zeit, an richtiger Stelle". Ja, e» muss elwaS Groß-arlige» sein, wenn die windische Politik ein solches Wort spricht. Mit rührendem Eiser sorgen ja diese guten Leute dafür, dass eS in Uniersteiermark nicht zu langweilig werde. Diesmal haben sie mit dem obigen „Worte" einen hoffentlich erfolgreichen Siurm auf das Zwerchfell der steirischen SiallhaUerei unternommen. Die Wappen- und Farbenkunde ist «ine Wissenschaft, welche bekanntlich von den Windischen inS Leben gerufen worden ist, und zwar auf den Kreuzzügen, auf welch«» die Wenden den rohen Germanen das heilige Grab entrissen haben. Auf dies«m stolzen historischen „Bewu'Slstin" baut sich auch die gleichwertige Wappenkunde deS Wenden-thumS auf, daS sich dem nationalen Farbtnspiele vollauf gewachsen zeigt. In Lichtenwald wird di« schwarz-gelb« Fahne herabgerissen, am Reiterberge wird eine deutsche Fahne gestohlen — so sieht man, waS diese L«ut« zu schätzen und zu «hren wissen. Nun haben „viele Cillier Bürger" (??) heraus-gesunde», dass da« Cillier Stadlwappen am Ralh-Hause stall der drei goldenen Sterne drei schwarz-roth-goldene Sterne enthalte. Zu dieser blöd-sinnigen Bemerkung erinnern wir nur daran, das» durch dunkle Farbstriche daS Bild der goldenen Sterne zu einem plastischen gemacht wurde. Die „Bürger"wcrdeii sich wohl beruhigen müssen, während wir rechl herzlich darüber lachen, das» durch die Verwendung der „anachronistisch gewordenen Tri-colore der allerwürdige Cillier Wappen gefälscht und geschändet, da» rühmliche Andenken der Cillier Grafen in den Koth gezerrt" worden sein soll. Und doppelt lächerlich ist e», wenn Leute, deren Ge-sinnungSgenossen schwarz-gelbe Fahnen in ihrer russischen Begeisterung zerreißen, von einem anti-österreichischen, hochverrätherischen AmlSschilde faseln. Feind der schwarz-gelben Fahne, Feind deS weiß-grünen steirischen BannerS (Los von Graz!) und Hüter der österreichischen Gesinnung, daS alles zu-sammen zu sein kann, nicht einmal der vor Wuth farbenblind gewordene Dr. Sernec. Hoffentlich hat man bei der hohen Staithalterei einige heitere Stunden gehabt, und so vollzieht sich die ganze windische Politik unter dem Gelächter aller Zeit-genossen. DaS Wappen am Rathhause aber bleibt und wird die Bubenstreich« alle überleben. Hin windisches Ketzfek in Honovitz. Etwas spät «rhalten wir nachstehende „Berichtigung", deren Richtigstellung wir mit aller Ruhe unserem Gono-bitzer Berichterstatter überlassen können. Sie lautet: E« ist nicht wahr, dass ich, wie es in dem Origin il-berichte unier der Aufschrift: Ein windischeS Hetzfest in Gonobitz in der Nummer 67 Ihres Blattes vom 20. August 1899 behauptet wird, in Retschach die AgitationSarbeit übernahm, dass ich den Schulunter-richt spritzte und 50 handfest« Bauernburschen enga-gierte, dass ich weiter» sagt«: »Aber nehmt feste Prügel mit!", dass ich ein Lehr«r im Dienste des PanslavismuS bin. Wahr ist lediglich, dass ich am 14. August l. I. vom OrtSschulrathe Urlaub Halle, um mich an dem Leichenbegängnisse deS verstor-denen Herrn P. Kapun in Gonobitz belheiligen zu können. Mit Achtung Franz Zendcrl, Lehrer. Südmark. Die Ortsgruppe N e u h a u S-Hochenegg - Weiten st «in de« Vereine« „Südmark" half Sonntag den 17. September, 4 Uhr nachmittag« im Saale de« GostbofeS Orosel zu NeuhauS ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Lichtenwald. (W ä h l e r v e r s a m m l u n g.) Am 12. d. MtS. hielt unser verdienstvoller Ab-geordneter Herr Professor Dr. Joses Pommer im Saale d«r Gastwirtschaft Smrtker eine Wähler-Versammlung ab, welche sich eines zahlreichen Be-fuches erfrtut«. Herr Jng. Anton Smreker, welcher in dieser Versammlung den Vorsitz führte, begrüßte die Erschienenen, insbesondere Herrn Dr. Pommer mit einem kräftigen Heil, in welches die Versamm-lung lebhaft einstimmt,. Die trefflichen AuS-führungen unseres hochg«schätzt«n Abgeordneten nahmen mit ein«r kurzen Unterbrechung nahezu drei Stunden in Anspruch und zerfielen im ganzen Großen in zwei Theile. Im ersten Th«ile feiner Red« erstattete der Abgeordnete «inen RechenschastS-bericht über feine eigene Thätigkeit im Reichs rathe und im Kreise feiner Wähler. Er besprach ferner die Thätigkeil der Deulfchen VolkSparlei und be-sonder« ausführlich daS Ausschalten der Obstruction, die sogenannte „neue Taktik", wobei er bemerkte, dass er weder ein Anhänger der neuen Taklik sei, noch war. Im zweiten Theile besprach der Ab-geordnete den § 14 und den österr.-ung. Ausgleich in einer ungemein anziehenden, fesselnden Weise, indem er insbesondere die ungeheuren Schäden, welche die diesseitige ReichShälste durch diesen Ausgleich erdulden müsse, ziffernmäßig beleuchtete. Die Versammlung dankte dem Herrn Abgeordneten für seine ausgezeichnete Rede durch stürmischen Beifall. ES gelangte sonach die Entschließung, welche der deutsche Verein in Cilli am 25. März d. I. gefasst halle, die auch in der „Deutschen Wachs veröffentlicht wurde, einstimmig zur Annahme. Herr Oerlehrer Tom lisch banste dem Herrn Abgeordnelen namens der Versammlung für seine hervorragende parla-menlarijche Thätigkeit, sowie für die ungemein geist-vollen, von gründlichem Studium zeugenden AuS-führungen über den Ausgleich. Redner ersuchte di« Versammlung, zum Zeichen deS DankeS allezeit in drutscher Treue zusammenzuhalten und an der Seite des hochverehrten Abgeordneten zu stehen. Ueb«r Ersuchen d«S Redners wurde hierauf Herrn Dr. Pommer unter stürmischen Heilrufen da« unbe-grenzte Vertrauen durch Erheben von den Sitzen ausgesprochen. Nachdem der Herr Abgeordnete in kurzen Worten gedankt hatte, wurde die Versamm-lung unter DankeSworten des Herrn Vorsitzenden geschlossen. Au? Z>rachenvnrg schreibt man unS: In der Sitzung de» Gemeindeausschusses vom 27. August 1899 wurde unser vor mehreren Monaten mit Pöllerschüssen hinausgefeierte Kaplan FranliSek MurSiö, derzeit in St. Benedikten bei St. Leon-hardt in Beschwerde» gegen daS Postamt thätig, zum Ehrenbürger von Drachenburg ernannt. Wie wir hören, hat eine Verwechslung mit dem Dichter A. MurZiö stattgesunden, dem die Ehrung wegen seines letzten Gedichtes „Den verführten Slovenen zur Lehre" hätte gelten sollen, welche VerwechS« lung natürlich in beiden Lagern allgemeine Heiter» seit erregt. Unser „Janez" ist darüber ganz tröst-los und gedenkt nach Kronau auszuwandern. Vohitsch-Sanerbruna. Schulschluss. Am Mittwoch den 13. d. M. fand der erste Schulschlus» an unserer deutschen Anstalt in würdevoller und erhebender Weise statt. Nach dem SchlusSgotteS-dienste versammelten sich die Kinder, deren Eltern und liebe Freunde der Anstalt im Lehrzimmer. Die Schüler sangen als Einleitung da« „VundeSlied" v. Mozart. Hierauf sprach Herr Schulleiter Da-mofSkq innige und zu Herzen dringende Worte an die Eltern und Schüler. Er dankie dem Deutschen Schuloereine als dem Erhalter der hier unbedingt nothwendigen Anstalt, er dankte allen jenen, die in liebevoller und wohlthätiger Weise unser Werk ge-fördert haben und noch weiter fördern; er dankte dem SchulauSschusse sür die mühevolle Waltung und inSbesonder« dem nimmermüden, verdienstvollen Odmanne Herrn SanilälSralh Dr. Joses Hoisel. welcher hieraus den Eltern und Schülern die Wohl-thaten und die Segnungen unserer Anstalt wärmsten» ans Herz legte; dieser hob die Verdienste hervor, die sich Herr Schulleiter D a m o f S k y und dessen Frau, die er eine wahre Mutter der Schule nannle, um dieselbe erworben haben, und sagte ihnen den wärmsten Dank für ihre ersprießliche erziehliche und unterrichtliche Thätigkeit. Herr Director Schiller!. R. hat sür die besten Schüler 40 Kronen gespendet» welche an vier würdige und bedinftige Kinder in Postspa-cassebüchein vertheilt wurden. Die Schüler» arbeiten wurden allseits belobt und die Frauen spendeten reiches Lob dem gediegenen, allfeitS gründlich durchgeführten HandarbeitSunterrichte. Mit der Ab» singung des Kaiserliede» schloss die erhebende Feier.. die gewiss allen Theilnehmern in steter Erinnerung bleiben wird. Hieran reihte sich am DonnerStaz nachmittags ein Schulfest. Sestschrift, Neues Hrazer Stadttheater. Eine angenehme Ueberraschung hat di« Firma Ios. A. Kiearcich in Graz den Besuchern der Festvorstellung im neuerbauten Grazer Stadttheater zugedacht, indem ein« zu diesem Zwecke herausgegebene Gedenkschrift auf-gelegt wird die an und für sich ein kleine» Prachtwert, bildet und u. a. die Bildnisse deS Bürgermeister» Dr. Giaf, der Bauräth« Fellner & Helmer und deS Theaterdirector» Purschian mit den meisten darstellend«» Künstlern und Künstlerinnen in Schauspiel und Owr enthält, weiterhin den Wortlaut der Schlußstein - Urkunde wiedergiebt und «ine vollständige Geschichte des Baues mit den Abbildungen des neuen Theater» und hervorragenden Objecte desselben bietet. An sechzig Illustrationen zieren die schöne Gedenkschrift, welche bei dem billigen Preise von 50 kr. (l Mk.) versendel wird. Die Ge» dtnkschrift verdient als Markstein in der Entwicklung der Kunst die allgemeinste Verbreitung. Aen« Ansichtskarten. Im bestbekannten Verlage Anton A. Schwartz in Graz ist soeben «ine neue Serie der „Grazer Künstlerkarlen' erschienen. Die Zeichnung und Malerei derselben stammt von der Hand deS Herrn Professor Paul Scholz, die Vervielfältigung besorgte die Grazer Firma Sene-selber. Eine der hübschesten Karten di«s«r S«rie ist die, welche da« Innere des neuen Grazer Theater», daS am 16. d. M. eröffnet wird, zeigt. Dies« neu«» Karlen sind wahre Meisterstücke und werden gewiss die Zierde vieler Ansichtstartensantmlungen bilden. Z)er Hesammt Auflage nnseres heutige» Alattes liegt eine Mittheilung der Erst«» steier» märkischen registrierten Selbsthilf» - Genossenschasl in Graz bei, woraus wir unsere geehrten Leser be-sonder» aufmerksam machen, und lönnen wir den Beitritt zu diesem in volkSwirtschafilichir Beziehung so hochwichtig«« Jnstilm« nur warmfttns empfehlen. Sicher llellung von Arot und Käfer für das Aahr 1900. Nach einer Mittheilung der Handel»- und Gewerbekammer in Graz hat die k. u. k. Intendanz de» 3. Corp« in Graz eine Arendierung»-Kundmachung zur Sicherstellung der Artikel Brot und Hafer für da« Jahr 1900 erlassen, und ist die Deckung de« Bedarf«» bei den Militär-verpflegSmagazinen in Marburg. Görz und Klagen-furt in Aussicht genommen. Die allgemeinen Be-dingungen und die Stilisierung des Offertformular«S sind der Kundmachung, welch« an drr Amt»taf«l der genannt«» Kammer Graz. Neuihorgaffe Nr. 57, öffentlich angeschlagen ist, zu entnehmen. Aahr> und Piehmärkte in Steiermark. Am 22. Skptemdkr: Graz. Stechviehmarkt mächst dem Schlachthaus«. Frojach, Bezirk Murau, Biehmarkt. Peitau, Wochenmarkl. Trieben. Bezirk Riotlenmann, Jahr-, Pferd«- und Schlachtoiehmarkt. — Am 23. September: Graz, Getreide«, Heu- und Strohmark» am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsttinplaitz«. März-Zuschlag, Jahr- und Viehmarkt. Rann. Schweine» 1P99 »Pe«tfch» W«cht- 5 warf«. — Am 24. September: Overzeiring, Jahr» «is Viedmarkt. Trofaiach, Bezirk Leoben, Jadr-«arkl. WieS, Bezirk Eibiswalb, Jahrmarkt. — Am Zä. September: Heiligt« Dreifaltigkeit, Windisch-?üheln, Bezirk St. Leonhard, Viehmarkt. Ehren-taufen, Bezirk Leibnitz. Jahr- und Viehmarkt. Ftlvbach. Jahr- und bedeutender Viehmark!. FohnS-tnf, Bezirk Judenburg. Jahr, und Viehmarkt. Ct. Georgen. Bezirk Cilli. Jahr- und Viehmarkt. Groß-St. Florian, Bezirk Deutst-LandSberg. Jahr-imt> Viehmarkt. Jrdning, Jahr- und Viehmarkt. El. Martin, Bezirk Windischgraz. Jahr- und Vieh» warft. Modriach. Bezirk VoitSberg, Jahr- und Abmarkt. Oberwölz. Jahr- und Viehmarkt. Polstrau. Bezirk Friedau, Jahr- und Viehmarkt. Xemschnig. Bezirk Mahrenberg, Jadr- und Vieh-vaikt. Salla, Bezirk VoitSberg, Viehmarkt. Tro-jauch, Bezirk Leoben, Viehmarkt. Windisch-Feistritz, Zahc- und Viehmarkt. Leibnitz. MonatSviehinarkt. — Am 26. September: Mariazell. Viehmarkt. — Lm 27. September: Graz, Getreide-, Heu- und Cicotzmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichstein-glotze. P-ttau, Wochen- und Schweinemarkt. — 9m 28. September: Graz. Hornoiehmcnkt nächst tem Schlachthause. Rann, Bezirk Pettau. Schweine-*jtft. Stanz. Bezirk Kindberg, Viehmarkt. Verstorbene im Monate Äugust 1899: Zs?oKnia Maliasch, 64 Jahre alt, Wäscherin, Blulsiurz. Blanc, 29 Jahre alt, Besitzer, Lungenemphysem. M Ramor, 58 Jahre alt, BriefträgerSgatlin, Herz-lähmung. Helene Huber, 52 Jahre alt, Private, Herzlähmung. Zskcd Koren, 63 Jahre alt, Taglöhner, Lungrnemphysem. Xnalia Budeschinsky, 28 Jahre alt. PostbeamtenSg altin, Kindbettfieber. Zehiun Schön, 43 Jahre alt, Schlossermeister, Gehirn- Hautentzündung. kirad Kallan, 4 Wochen alt, Goldarbeiterssohn, Geschwüre. Zthann Warmuth, 38 Jahre alt, Friseur, Blutsturz. Hnzor Zdols«k, 57 Jahre alt, Inwohner, Krebs. vereie Kragolnik, 38 Jahre alt, Winzerin, Herziehler. ßnift Kummetz, 29 Jahre alt, Bahnadjunct, Lungen-tuberculofe. Äarz Horiak, 44 Jahre alt, Fleischer, Lungentuber-«ulose. Inten Miraik, 70 Jahre alt, AuSzüglki, Altersschwäche Herichtssaat. Hin Hpferllockmarder. Cilli, 12. September lös». Vorsitzender L-G.-R. Pe rko, öffenllicher An-Läzrr StaatSanwalt-Substitut Dr. Kocevar v. Kon-taheim, Vertheidiger Dr. Edwin A m b r v s i t s ch. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Fruj Kottnig, 61 Jahre alt. geboren in Gonobitz, tildelisch. ledig, Vagant, wegen Verbrechen« deS Be-inizli 4mal, wegen Verbrechens deS Diebstahls 2 mal, iRftn Uebertretung des DiebstahleS 4 mal und mehr->ul» wegen Landstreicher« abgestraft, die Anklage wegen Hochallare zu schaffen machte. Rojnik begab sich i» die iiirche und traf den Angeklagten beim Hochaltare Bit einem Rosenkranz in den Händen; da Rojnik Zeit in der Kirche blieb, verließ der Angeklagte M EoiteShauS. Nach der Entfernung des Angeklagten so» Rojnik bei alle» drei versperrten Opferftöcken in tot Sirche Spuren von Vogelleim. AN man infolge teßu den Angeklagten zum Gemeindeamte schasste, be-aiiftte derselbe einen kurzen Aufenthalt im Aborte, um zvei mit Vogelleim gefüllte Blasen und Kleingeld um «otestens 28 kr. in den Schlauch zu werfen. Bei fcna Durchsuchung wurden unter anderem 8 mit LiMiin bestrichene Holzspänne gefunden, die er in scnm Regenschirme versteckt hatte. Der Angeklagte jcstih:, bereits eine Faust voll Kleingrld mit den Spännen «ii» den Opferftöcken gefischt zu haben und ist eS möglich, toi* er, falls er nicht zufällig durch das Zwischentreten tet Bincenz Rojnik daran gehindert worden wäre, (»ifj noch über 5 fl Geld auS den Opferftöcken. in knen sich damals zusammen noch 13 fl. befanden, ge-««meß hätte. Dass die Absicht deS Angeklagten darauf jrcfttet war, kann aus dem Apparate, den er zu diebi-itoi Zwecken mit sich führte, und dem Umstände, dass ter Angeklagte diese specielle Art von Diebstählen ge-»robnheNtmäßig betreibt. Während sich nämlich der Angeklagte in jüngeren Zähren professionSwinäßig mit der Fälschung von öffent- lichen Legitimationöurkunden und deren Vertrieb be-fasste, infolge dessen er 5 mal wegen Verbrechens des Betruges, zuletzt mit 18 Monaten Kerker bestraft wurde, verlegte er sich nachweisbar seit 1895, vermuthlich weil er die manuelle Sicherheit zur Nachmachung von Ur-künden nicht mehr besaß, auf den Diebstahl von Geld auS Opferftöcken mit Vogelleim bestochenen Stäbchen. Wegen solchen Diebftählen wurde er bereits 5 mal bestraft, um kurze Zeit nach jeder Abstrafung die gleiche That zu verüben. Es ist daraus zu schließen, das« stch der Angeklagte da« Stehlen zur Gewohnheit gemacht ha». Die Geschworenen bejahten auf Grund des Geständnisses die erste Hauptfrage, ob Kottnig di« 28 kr. gestohlen habe, verneinten aber einstimmig die Frage, ob er mehr al« 5 fl. stehlen wollte. Die Frage, ob sich der Angeklagte daS Stehlen zur Gewohnheit ge-matt habe, wurde niit 8 gegen 4 Stimmen bejaht. Sonach verurtheilte der Gerichtshof den Franz Kottnig wegen GewohnheitSbiebstahleS zur Strafe de« schweren Kerkers in der Dauer von 2 Jahren. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft meldete gegen daS Strafausmaß die Berufung an. Hin Hochstapler. Cilli, 12. September l«s». Vorsitzender L.-G.R. Perko, öffentlicher An-kluger Staatsanwalt - Substitut Dr. Kocevar v. Kondenheim, Vertheidiger Dr. Stepischnegg. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Andreas 2 urnicki. falso Josef Schmil, Kovac Pasedic 56 Jahre alt, ledig, Vagant, zuständig nach Glogovce Bezirk Klanjec, 24 mal, wegen Verbrechen de» Dieb-stahl«, Betiuge« und verschiedener Uebertretungen ab-gestraft — die Anklage wegen Betruges. Am 20. Mai 1899 siel in einem Gasthaus« in TremerSfeld bei löffer ein Mann dadurch aus, das« «r große Zechen bezahlte, Geld — darunter ein« Hundert-gitldennoie — zeigte, abenteuerlich« Angaben über seinen Reichthum machte, und durchblicken ließ, das» derselbe aus seine Kunst Geld zu machen zurückzuführen sei; er wurde zufällig al« ein beim KreiSgerichie Cilli schon mehrmal« abgestraftes Individuum erkannt, und man veranlasste seine Arretierung durch die Gendarmerie; er nannte sich Josef Schmidt, auch Kovac, wollte au« Schleinitz stammen; allein die Nachforschungen ergaben, das» man e« mit einem Gewohnheitsverbrecher der ge» fährlichsten Art zu thun habe; er heißt mit wahrem Namen Andrea« Turnicki, ist im Bezirke Klanjec in Kroatien geboren und zuständig und wir am 7. Decem-ber 1898 aus der Strafanstalt Karlau »ach Lerbüßung einer sechsjährigen Kerkerstrafe entlassen worden. Derselbe ist Schneider von Profession, übt aber dieses Handwerk nicht au«, sondern sucht sein Fort-kommen gewohnheitsmäßig auf verbrecherischen Wegen. Actenmäßig konnte ihm nachgewiesen werden, dass er bereits 24 mal bestraft worden ist, darunter 7 mal wegen DiebstahleS, 11 mal wegen Betruges, die anderen-male wegen Landstreicherei und Falschmeldung; in der Zeit von seiner erste» Abstrafung (2./12. 1871) bi« zur Entlassung auS der letzten Haft (7./12. 1698) also in ierhalb 27 Jahren hat er über 18 Jahre im Kerker zugebracht; die Betrügereien vollführte er immer auf zwei Arten, entweder indem er Spielmarken für echte« Geld ausgab, oder sich den Anschein eines Bank-notensälfcherS gab, zu dieiem Zwecke den auserkorenen Opfern Reißzeug uno Farben zeigte und sich von ihnen Kost und Quartier gewähren, sowie größere Noten al« Muster ausfolgen ließ, mit d«nen er verschwand; er speculierte also mit den einfachsten Mitteln nur aus die Leichtgläubigkeit und die Habsucht der Leute; hiezu sei bemerkt, das« der Beschuldigte nicht einmal schreiben kann. Aus dem Gesagten geht schon hervor, das« er sich da« Stehlen und Betrügen zur Gewohnheit gemacht hat, ausschließlich davon lebte, und durch die schärfsten Strafen von dieser Gewohnheit nicht abzubringen war; noch klarer wird dieses dadurch, dass er schon zehn Tage nach Verbüßung der letzten sechsjährigen Strafe im Bezirke Landstraß In Krain auftauchte und dort fein verbrecherisches Treiben wieder aufnahm. Er kam zu Michael CirinSki und Josef Curhalek, stellre sich ihnen als Banknotenfälscher vor, der Glück und Reich-thum in« Haus bringen könne, und verlangte, nachdem man ihm Essen und Trinken gegeben hatte, 50 fl. zur Anschaffung von Papier und Farben; soviel erhielt er zwar nicht aber doch 29 fl., mit denen er verschwand. Mit den gleichen Vorspiegelungen trieb er sich laut vorliegender Anzeigen im Frühjahre 18^9 ini Bezirke Klanjec umher, worüber er sich jedoch vor der kroatischen Behörde zu verantworten haben wird. Am 15. Mai 1899 erschin er beim Besitzer Josef Rom in Kasasse nächst Cilli, miethete sich ein Zimmer, da ihm angeblich die dortige Luft gut thue, bezahlte für 2 Tage voraus und verschwand am 19. Mai 1899 unter Mitnahme von Kleidern de« Johann Rom im Wene von 7 fl. 28 kr.; er war gut gekleidet, gab sich als wohlhabender Mann au«; während seiner Anwesenheit verrieth er dem Johann Rom, das« er Geld machen könne und forderte ihn auf, ihm eine 100 fl., eine 50 fl., eine 10 fl. und eine 5 fl.?Note auSgufolgen, damit er ihm Geld mache. Rom gieng jedoch darauf nicht ein, und die« v«ranIasSte offenbar den Mann zu verschwinden. Er tauchte dann nach einigen Tagen in TremerS» seid bei Johann Kner« auf, gab sich dort auch da« Ansehen eine« Manne» der Geld habe und solche« machen könne, zeigte wie bei Rom ein Reißzeug, malte etwa» auf und verlangte von Johann KnerS, er solle ihm eine 100 fl.-Note als Muster und weitere 130 fl. zum Ankaufe von Farben:c. geben, doch Kner» gieng darauf nicht ein. Wenngleich also in djn Fällen Rom und Kner«, die zum Opfer auserkorenen dem Betrüger nicht ins Garn giengen, so bleibt da« Vorzehen de« Beschuldigten doch al« versuchter Betnig strafbar, da die Borspiege-lungen ganz geeignet waren, die genannten zu bethören und zur AuSfolgung der begehrten Gelder zu verführen, so wie eben in den frühere» zahlreichen Fallen die Betrügereien gelungen sind. Auszuführen wäre noch, dass Angeklagter im Be-sitze einer 100 fl.-Not« gefunden wurde, über deren Erwerb er die widersprechendsten Angaben macht, so das« kein Zweifel besteht, dass sie von einem Diebstahle oder einem gleichartigen Betrüge herrühre; da jedoch die Möglichkeit vorliegt, das« er sich dieselbe in Kroatien angeeignet habe, wird dieser Fall nicht unter Anklage gestellt. Angeklagter ist geständig, trotz ausgesprochener Landesverweisung nach den im ReichSrath« vertretenen Königreichen und Ländern rückgekehrt zu sein. Dem Gendarmen Wucherer bot Angeklagter sein ganze« Geld dafür an, wenn er ihn entlasse, oder wenigstens die Anzeige nur wegen AuSweislostgkeit er-statte, dagegen vom Besitze der Hundettguldennote nicht« bericht«. Diese beiden Thatbestände begründen die Uebertretungen nach $ 311 und 323 Straf-Ges. Da« B«w«iSversahren ervebi die Richtigkeit de« Sachverhaltes, auf Grund dessen die Geschworenen die Schuldfragen bejahten. Turnicki wurde wegen Be-trugeS, DiebstahleS und anderer, kleinerer Delicte zur Strafe des schweren Kerkers in der Dauer von 9 Jahren verurtheUt. Kine Hewoknöeitsdievin. Cilli, IS. September 1839. Vorsitzender L. G.-R. Reit ter, öffentlicher An» kläger StaatSanwalt-Substitut Dr. Kocevar von Kondenheim, Vertheidiger Dr. D e 1 f ch k o. Die k. k. Staatsanwallschaft Cilli erhebt gegen A^neS Medved, 49 Jahre alt, zuständig nach Ratfchach in Krain, ledig, Vagantin, wegen Diebstahl« 9 mal vorbestraft, die Anklage wegen GewohnheitSdiebstahleS. Am 8. Jänner 1899 betrat Andrea« Lerbec au» Altendorf-Videm al« er von der Messe heimkehrte, in seiner versp«rrten Wohnung eine Frauensperson, welch« ein Fenster erbrochen und auf diese Att stch einge-schlichen hatt-, und welche offenbar Gegenstände stehlen wollte. Sie nannte sich AgneS Medved, wurde dem Gerichte übergeben und gestand ein, in diebischer Absicht gekommen zu sein; sie gab auch zu. etwa ein Jahr zuvor beim öerbec eingebrochen zu sein und einige Gegenstände gestohlen zu haben. Die Erhebungen ergab«» weiter», das« man «» mit der bereit« 9 mal »«gen Diebstahl» bestraften und am 3. September 1899 au» der Strafanstalt Vigaun entlassenen Agnes Medved zu thun hat, welche in ver-schiedcnen Gendarmetteberichtc» zahlreicher in einzelnen Bezirk» - GerichtSsprengeln der Gerichtshöfe Cilli und RudolfSwetth verübten Diebstähle beschuldigt wurde. Diese Diebstähle haben alle daS Gemeinsame, dass nur Weiberkleider und Victualien entwendet, Männer-kleider dagegen consequcnt in Ruhe gelassen worden sind, dass sie stch hauptsächlich ereigneten, wenn die Leute bei der Messe, seltener, wenn sie am Felde waren, dass die Einbrüche häufig durch Aufbrechen der Fenster, Aufreißen deS Dache», Aukfinden de» Schlüsselverstecke«, verübt worden sind. Gewöhnlich ist auch eine unbe-kannte Frauensperson entweder in der Nähe des That-ort«S gesehen worden, oder hat bei dem betreffenden Beftohlereu kurz vorher übernachtet. Ag«ieS Medved stellte von Anfang an alle Dieb» stähle hartnäckig in Abrede; erst al« st« von verfchie-denen Personen agnosciert und vielfach auch aus den Thatort geführt worden ist, schritt sie in zahlreichen Fällen zum Geständnisse. Die Zahl dieser Fälle ist so groß, das« sich die Anklage im wesentlichen auf di« eingestandenen Facten beschränken kann, da die Summe de« Gestohlenen 300 fl. übersteigt, und die Zahl der Vorbestrafungen, eine davon wegen 19 Diebstahlsfacten, die Zahl der jetzigen Fälle ergeb«», dass Agnes Medved sich da« Stehlen zur Ge-wohnheil gemacht hat. In den 4 Jahre» seit ihrer 6 .De«tra>- W«chi" Entlassung au» der Icfctcn Straf« hat Agne« Medved nur herumvagiert und vom Diebstahlt gelebt, indem sie die gestohlenen «leider verkaufte oder für gewährte Unterkunft verschenkte. Solche FSlle find: Am 4. November 1894 wurde, während Katharina Jurman bei der Messe war, der Hausschlüssel im Verstecke gesund«,» und Kleider im Werte von 8 fl. 15 kr. entwendet. Die Beschuldigte leugnet »war, allein Ursula Gorenc hat sie vom Hause kommen gesehen; die Gleichheit der Thatverübung mit den folgenden Facten bestätigt auch ihre Schuld. Gegen Weihnachten 1H94 war eine unbekannte Frauensperson durch drei Tage bei Anna Kozele im Quartier; sie entfernte sich heimlich und wurde später der Abgang von Kleidern und Victualien bemerkt; die Frauensperson war, wie sie nunmehr agnoSeiert wurde und auch zu-gib«, Agnes Medved. Sie leugnet »war den Tiebstahl, doch offenbar vergeblich. Zu diesen beiden Facten sei noch bemerkt, dass die Beschreibung der eiitwendiltn Gegenstände beiläufig übereinstimmt m t den Gegenständen, welche Agnes Medved nachgrwiestnerrnaßen an Josefa Turöik und Anna Dirne im gleichen Winter verkauft hat. dass Agnes Medved gleich nach ihrer Abschiebung auS der HeimatSgemeind« Ratschach entwichen ist und offen-bar gleich wieder zu stehlen begonnen hat, da ste ja mittellos war u. s. u. s. w. AgneS Medved war anlässlich ihrer letzten Ab-strafung unter Polizeiaufsicht gestellt worden und hätte ihr- HeimatSgemeiude Ratschach nicht verlassen sollen; sie »erließ sie jedoch gleichwohl sofort und trieb stch arbeitslos herum, wessen ste geständig ist. Nach dieser Sachlage bejahten die Geschworenen die Schuldfragen. AgneS Medved wmd« wegen Dieb-stahlS und Vagabondage zur Strafe des schweren KerkerS in der Dauer von 7 Jahren verurtheilt. Kieöstahl. Cilli, 14. September 1899. Vorsitzender L.-G.-R. Katziantschitz, «ffent-licher Ankläger StaatSanwalt-Substitut Dr. Baier, Die k. k. Staatsanwaltschaft Silli erhebt gegen Karl Hackl, 25 Jahre alt, Knecht, zuletzt in Ross-leiten Nr. 25 wohnhaft, die Anklage wegen Diebstahls. Der Beschuldigte gesteht, dai« er in der Christnacht 1897 al« Knecht des Albert Dommes in Scheuern au« versperrtem Wohnzimmer ein Kästch-n mit dem ge-sammten Inhalte entwendete. Nach Angabe de« Be-stohlenen befanden stch im Kästchen Sachen, welche er zusammen auf 1429 fl. 42 kr. bewertet, und zwar: Bargelb im Werte von 1065 fl. 72 kr., eine Schmuck-lassetl« auS Metall im Werte von 25 fl., eine silberne Remontoir-Taschenuhr im Werte von 25 fl., 8 Stück Gemsbärte im Werte von 160 fl. und diverse Effecten. Ter Beschuldigte gesteht weiter», in der Nacht zum 30. Mai 1S99 in GeiSriegl der Katharina Hackl ein Schwein im Werte von 12 fl. und am 3. Jnni 1899 abends auf der Jnfelbacher Alpe dem Jakob Wildling von der Weide 2 Kalbinen im Werte von 120 fl. ent-wendet zu haben. Nach dieser Sachlage wurde Hackl deS DiebstahlS schuldig gesprochen und zur Strafe des schweren Kerkers in der Dauer von fünf Jahren verurtheilt. Eingesendet. (Keil'» Fuß b o d«» Anstrich für weiches»' außerordentlich dauerhaft Fußbodenlack iä bei Tr tor Wogg in jk'lIerh orzüglichste Anstrich ist ort. Keil'S d bei Vic- 3699 .chutverein. In der AusschlW^Itzung am 12. September wurde den beiden Ortsgruppen in B.-Leipa für den Reinertrag eine» bei der Festfeier der Schmey-kaldenkmal» Enthüllung veranstalteten Concerte», der Ortsgruppe Hartberg für ein Fest, der Ort»-Gruppe Reichenberg für mehrere Festerttägnisse und namhafte Spenden, dem Club der Wiener Herren« fahrer in Wien, dem Landesverband Wüittemberg des allgemeinen deutschen SchuloereineS, der Spar raffe in Reichenberg und Herrn Fran; von Sieg mund in Reichenberg für namhafte Spenden der geziemende Dank ausgesprochen. Der Bericht des AuSschufSmugliedeS Dr. Wolffhardt über feine Theilnahme an der Hauptversammlung der „Süd-mark' al» Delegierter des SchuloereineS wurde zur Kenntnis genommen. Nach Bewilligung von Lehrmitteln für Laurein und Gundfchachen. wurden Angelegenheiten der VereiuSanstalten in Freiderg, Jablonetz, Lipnik, Maierle, Pawlow, Pilsen. Sauerbrunn und Steinaujezd berathen und der Erledigung zugeführt. Endlich wurde die von dem Erzeuger der Eammelthürme vorgeschlagene Verbesserung der BerfchlufS-Einrichlung genehmig». An Spenden sind dem Vereine zugekommen: Ortsgruppe Staab, Sammelichütze fl. 3.—; Spende der Hinterbliebenen nach Herrn Wilh. Hellmann n Wiesenthal fl. 20.— ; OrtSgrupe Wiesenthal 1. 1.—; Ortsgruppe Schwechat Sommelfchütze l. 8.—; Ortsgruppe Nikolsbnrg fl. 1.50. Lese- nnd Aedeverein der deutschen Kochschüler in Mien „Germania". Deutsche Abiturienten! ES naht die Zeit, in der Ihr, den engen Grenzen der Mittelschule einrückt, den so irichtigen Schritt de« Eintrittes in die Hochschulstudien zu machen haben werdet, und das» dieser Schritt wohl gelingen möge, ist unser aufrichtigster Wunsch. Mit freudigen Hoffnungen erfüllt, werdet Ihr den Boden der Vorbereitung zu Eurem künftigem Berufe betreten, und die in Euerer Brust chlummernden Ideale werden Gelegenheit haben, frei und kräftig sich zu entfalten. Wir, die wir mitten im Getriebe de» Hochschul-leben» stehen, treten nun in diesem bedeutenden Augen-blicke vor Euch in der festen Ueberzeugung, das« Ihr die Pflichten eine« deutschen Studenten voll und ganz erfüllen werdet; und unter diesen Pflichten nimmt nicht die letzte Stelle ein — die Bethätigung de« National-bewusStseinS l Ihr werdel e« daran nicht fehle» lasse«. Teutsche Abiturienten l Viele von Euch werden die Hochschulen in Wien besuchen. Die deutschnatwnale Studentenschast hat sich hier in den „Lese- und Rede-verein der deutschen Hochschüler in Wien „Germania" VIII./l, Josesstädterstraße 9, geeint. Die „Germania" ist daher der Mittelpunkt der Bestrebungen, welche darauf gerichtet sind, der deutschnationalen Studenten-schast Wiens in ihrer Gesammtheit nach außen hin die ihr gebürende Geltung zu schaffen, im Inneren arbeitet sie rastlo« an der nationalen Ausbildung und Charakter-festigung ihrer Mitglieder. Welcher deutsche Student, der es mit den Heilig-thümern seine» Volke« redlich meint, wird e» nicht mit Freude begrüßen, diesem Vereine angehören zu dürfen, ihm seine Kräfte weihen zu können? Ferner wird durch eine immer mehr und mehr anwachsend« Bücherei, durch da« Aufliegen einer Menge von Zeitungen und Zeit-schristen, durch wisftnschaftlich« und nationale Vorträge in der Redehalle, durch die Veranstaltung von Eommersen und großen Unterhaltungen, bei einem geringfügigen Seinestralbeitrag d«S Guten und Anregenden so viel ge-boten, dass jeder auch in dieser ^Beziehung stch im Schoße der „Germania" wchl fühlen muss. Um nun diese wichtige St:llung der „Germania" dauernd aufrecht zu erhalten und zu befestigen, geht an diejenigen von Euch, die stch nach Wien »vendcn werdtn, die dringende Aufforderung, sofort zu Beginn de» Wintersemesters der „Germania" beizutreten. Wahr-lich, die« ist das kleinste Opfer, welches man stch selbst und der naiionalen Sache bringt! Auch ergeht an Euch das Ersuch«n, besonder» in der Redehalle gleich von allem Anfange Euch durch Vorträge hervorzuthun, wozu jeder sich einen Stoff, d«r seinen Fähigkeiten und Nei-gungen am besten entspricht, beliebig auswählen kann. Ist ja doch die Entwicklung der nationalen Beredsamkeit einer von den Hauptzwecken der „Germania" l Ist dieser wohlgemeinte Ausruf a» jeden von Euch gleichmäßig gerichtet, so ergeht derselbe hauptsächlich an diejenigen von Euch, welcht keiner Verbindung angehören werden. D«nn für die Fiukenschast ist die „Germania gerade der Urquell, auS welchem jeder nationale Be-geisterung trinken und sich stets neu erquickt fühlen wird. Hetft Ihr alle mitbauen an dem so bedeutung« vollen Gebäude, und unsere Zukunft wird eine glän zende sein. Hoch rage die „Germania", eine unbezwingliche Felsenburg, zu Trutz und Hohn gegen alle Feinde unsere« geliebte» Volke« l Mit treudeutschem Gruß« Der Au«schusS. Z)er Wo st. Du echtes BolkSgetrSnke, Du prunktest einst auch aus dem Tische de» Vornehmen und de» Bürger»; von diesen stolz abgelehnt, hieltest Du Deinen Einzug in die Gehöfte der Landleute, wo Du den Labe- und HauStrunk bildest. In diesem Jahre wird aber dieses gesunde Getränke in mancher Bauernwirifchaft fehlen, denn nur in einem kleinen Theile der grünen Mark gedieh heu«r Obst. Nnd in diesem Theile Steiermark» wimmelt eS von Obsthändlern, die da» vortreffliche Mostobst wagen-weife in da» liebe Schwabenland führen werden, damit der württembergische Bauer mit feinem Ge» finde einen wohlschmeckenden steirischen Apfelwein zu trinken hat. Hunderten von steirischen Bauern fehlt heuer der HauStrunk; Most mus» der Grund besitz» haben, daher greift er zum Recepte und er-und seine Leute genießen den selbstbereiteten Kunst-most. Ist daS nicht merkwürdig? Unter den Augen der Landesregierung vollzieht sich ruhig die That-fache, dass man auS einem Lande, dem eS an Most gebricht, im Großen Mostobst ausführen läfSt. Diese Thatfache ist eben keine Demonstration gegen den § 14. sondern sie schädigt blo» den steirifche» Bauer. Die Regierung hat die Macht, unv wenn sie den guten Willen zeigt, so kann sie die Ausfuhr de» Mostobste» solange verhindern, bi» der Bedarf de» eigenen Lande» gedeckt ist. Der einzelne Bauer kann an den Pref»obst besitzenden BerufSgenosfen selbstverständlich nur geringe KausSanbote machen, die nicht berücksichtigt werden, weil letzterer seine Ware nur in größeren Partien abgibt. Wenn aber die Regierung anordnet, der Producent dar, ohne in seinen Preisen geschädigt zu werden, seinen stei-richen Kameraden gegen bare Bezahlung auch ge« ring*« Quantitäten zu liefern, so nimmt die Sache seinen glatten W» VereinSobmanne», ReichsrathSadgeord« neien Sf. H. Wolf, stattfand, den ReichSratySabge» ordneten Herrn Georg Schönerer einstimmig zum Ehrenmitgliete ernannt. Die Ehrung erfolgte au» Anlaf» und unter dem Eindruck« der erfreulichen Thatsache, das» der Hauplorgamsanon der radical-nationalen Partei soeben da» 6609. Mitglied bei-getreten ist. Kür Kcinschmecker bringt die n«u«str Nummer d«S Praktischen Rathgeber« im Obst» urd Gartenbau ang«n«hme Kund« von einem neuen Radieschen „Eis-zapfen", da», ein Mittelding zwischen Radie« und Rettich, von beidtn Eltern die guten Eigenschaften g««rbt hat: vom Rettich den scharfen, pikanten Geschmack, vom RadieS die Zartheit. „Eiszapfen" h«ißt da« Radi«»« chen nach seiner länglichen möhreaartigea Form. Der Rathgeber veröffentlicht eine ganze Anzahl von Berichten, die ohne AuSnahm« de» Lobe« voll sind von dieser Bereicherung deS Gemüsegarten«. Sin besonderer Vor-zug ist. das« „Eiszapfen" niemals pelzig wird. Z>er nene Hesslerhut betitelt die „§ 14 und die Zuckersteuernummer- de» „Scherers" ein Bild, welches den Grafen Thun als GefSler vor dem Zuckerhut sitzend, darstellt. Die Nummer ist voll ver heftigsten Ausfälle gegen daS clericalfeudale Regiment in Oesterreich und enthält auch eine Huldigung für den unvergessenen Freiheitskämpfer Ulrich v. Hütten, dessen Todestag auf der Ufnau sich in diesen Tagen wieder jährt. AuS dem fo«. stigen, trotz der Beschlagnahme der ersten Ausgabe wieder überreichen Jnhal', der von wirklich künstlerischem Bildschmuck begleitet ist, heben wir noch hervor: Zuckersteuerlied. Mord!. Klagenfurt, Asch, schwarzer Tod. GraSlitz. Huldigung an Goethe, der „Scherer' vor Gericht. SedanStag. Gstanzeln auf z 14. StaaiSzuckrl, Concil zu Eonstanz, und eine Bilanz über di« gewisse Bergbeleuchtung. Der Geisteskampf deS ..Scher»" ist für alle, die freien Sinne« find, «ine Erqaickung. An „Scherer"-Karten, die sich rasch al» beschwingte Kampfgrüße allge-meine Beachtung errangen, kommen in den nächsten Tagen neu zur Ausgabe: „Im Zuckerwasser". Thun und Kaizl in ihrer Auslösung darstellend und »Cilli" als Geoenkblatt an den siegreich abgewehrten slavischen Einbruch in die wackere Südmarkstadt. Hin Arepfus Witz. Ein Gast betritt ein Re« staurant und wendet sich an den Kellner: „Ich bitte um eine Flasche Borderuu" — Kellner: „Bor-derau? S» meinen wohl Bordeaux?" — Gast: „Ach, da» ist ganz egal. Gefälscht sind ja beide." Aür Städtebewohner, Aeamte etc. Gegen Verdauung«beschw«rdin und alle dir Folgen rinn sitzende» LebenSwris« und ang«str«ngter geistiger Arbeit sind die echten „Moll'S Seidlitz-Pulver" vermöge ihr«, dir Verdauung nachhaltig regelnden und milde auflösende» Wirkung ein geradrzu unentbehrliche» Hausmittel. Eine Schachtel 1 fl. Täglicher Postversandt gegen Nachnahme durch Apotheker A. Moll, k. u. k. Hof-Lieferant, Wie», Tuchlaub«,» 9. Ja den Apotheken der Provia, verlan man ausdrücklich Moll'« Präparat mit dessen Schugmar und Unterschrift. 3452-3-99 keine Vertreter! Keine Agenten! » ^Uittbeiluna der I. stciermäx*fiisd)cn Sel'bstbitfs-Kenossenscbclft mit brsrlirauhtrr fialtnug. gegründet int Jahre 1881. ilniHlci: Gra;, I., Schmiedgaslt llr. 20, I. Stock. SilqMj#riidi: Gewinn. Mit I. Z,inner eines jede» Jahres eröffnet bis 1. fteierm. regiltr. Sn*Ibstljilföfifmi(Tciisrfiafl eine neue Scrtinn und beehrt sich hiermit die Direetion, alle Stände und VerufSklas^en darauf aufmerksam zu machen. Die ^Selbkhilfs-Genalsenschaft" bietet Zedern, anch dem Minderbemittelten die Möglichkeit, seine Ersparnisse sicher und nubbringend anzulegen, nötdigensaUS sich hiedurch gegen statutenmäßige Sicherstellung Credit zu verschaffen. Diese Anstalt zerfällt in einzelne, streng abgesonderte Seetivuen. •—Eine öertion dauert 7'^Äahre oder MO Woche». Wer einer neue» £>rctinii beitrill. >>»t der ('»euollenschast durch 7'^ Zahre als Mitglied »niugehörrii und tritt eine Ausnahme nur in den im § 4 und '» Her ölatnlen angeführten Fällen ein. Wer erst iinrii Leginn einer öertion derselben beitreten will, hat außer der Vnnschreibgebühr anch die bis nun (s-intlitte »nerlanseue» Wocheneinlage» ! nebst Ergänzungtsonbl »achuitahle». itfs- Die ^inschrribgebühf betrügt per Antheil 1 fl. nud irt gleich;eiiig mit der Beitritts Erklärung z« erlegen oder einnisenden. Tie ivi»ifcl|icil»!icbiif|r verfällt $tt Gnu ste» des RegiefondS ver betreffenden Lection und findet daher eine Wiirftierfliititmi derselben nicht statt. Gesuche, welche ohne dieselbe einlangen, finden keine Beriillfichtigttttg. Man kann mit beliebig vielen Antl|fUni der Genossenschaft als Mitglied beitreten und hat für jeden Antheil ."»0 kr. per Woche, beziehungsweise sür die ganze Dauer der Stetion, d. i. für 3!>0 Woche» (— 7Jahre» zusammen 105 sl pro Antheil nach und nach einzuzahlen. Nach Schluß der Sektion erhält jedes Mitglied sein in Gemäßheit des 8 31 der Statuten zu berechnendes LiquidirungSflttthaben, welches sich ans de» geleisteten Einlagszahliingen und dem erzielten Gewinne abzüglich der Auslagen und allfälligen Verluste ergibt. Da jede Sektion Gewinn nnd Verlust für sich trägt, gelangt mit Abschluß einer Sektion stets bereu ganzes Vermögen zur Vertheilung. — Treten keine Verluste ei», so ergibt sich eine nahezu 7°/0 Vrrnnluug. Die Einsendungen auswärtiger Mitglieder können per Postanweisung ober am einfachsten burch Einlage bei den Sa m m el ste l l en ber f. k. Postsparkasse geschehe», z» welch' letzterem Zwecke Empfang-schein-Ki'ichtln » 20 Blatt gegen Erlag von >'»2 kr znr Verfügung stehen. — Die Einzahlungen können auch in mehrwochentlichen Noten «monatlich ober vierteljährig) im Vorhinein geleistet werben, »nb sind Einzahlnngs Kalender in unserer Kanzlei stets erhältlich. Mitglieder, welche mit bei» Einzahlungen im Rückstände sind, habe» »ach § 9 ber Statuten Verzugszinsen zn entrichten, und zwar entfällt für jede Woche Säninnis für je einen Antheil ein Kreuzer, und nach je einem Nückstanbe von über 4 Wochen für jede weitere Woche je ein Kreuzer per Autheil mehr, unb so immer nach je 4 weiteren Woche» SänmniS stets noch um einen Kreuzer m c h r, infolauge, bis ber Rückstanb vollstänbig gedeckt ist. So groß bis Vortheile für den Sparer, ebenso groß sinb sie auch für beu Borschußnehmer. Jedes Mitglieb hat nämlich bas Recht, gleich nach Erlag ber Einschreibgebühr »nb ber Wocheneinlagen vom Seetionsbeginn an per Antheil einen Vorschuß von 200 fl. anzusprechen (§ 10 ber Statuten». Die Bedingungen, unter welchen an Mitglieber Vorschüsse bewilligt werden, sind laut 12 ber Statuten folgenbe: I. Mindestens zwei taugliche Bürgen (Gutsteher) zur uugetheilten Hand. — Hinterlegung von Versicherungspolizzen werben in ber Negel nur bei Sicherstellungen ans Gehalte und Peusioue» verlangt. 2. Werthefsecten. Hieher gehören Staatsschuld verschrribungen. lose und sonstige Wrrthpapiere. 3. Erhalts- und Peukous Vormerkung. soweit dieselbe nach dein Gesetze zulässig yt. 4. Verpfändung von schuldenfreien Realitäten, ebenfalls unter Mithaftung von Perfoualbürgcn. Vorschüsse au Mitglieder, welche des öelrages der von ihnen bereits eingelahllen Einlage» nicht überschreiten, werden nach vorheriger Anmeldung statulengemäh ohne weitere Sicherstelln»!, hinansgegeben. Ilach Cinpfang des bewilliglen Vorschusses hat der Porlchnlinehmer nebst den fortlanfenden Wochen-einlagen von 5,0 kr. per Antheil noch sür je lOO fl. Vorschnl» als Ergiinttiugsfond 14 kr. per Woche mehr >n bemhlen. Es hat demnach ein Mitglied, welches mit einem Antheil i'eitritt und einen Dorschnk von *200 fl. entnimmt, vom Tage der Porschttjzbehcbung an für Cinlagr lind Ergönmngssond lIinfeu» zusammen nur IN kr. pro Woche u> entrichten. Bei dein Umstände, daß jede Section 390 Wochen, d. i. 7'/, Jahre dauert, braucht ein Mitglied, welches j. B. ein Darlehen von 1000 fl. aufnehmen will, nur mit 5 Antheilen beizutreteu, und zahlt außer der einmaligen E i n s ch r e i b g e b ü h r per Woche mir 2 st. 54) kr. an Einlage und vom Tage der Borschuß-auszahluug ab noch für Zinsen l st. lO kr. mehr, insgesammt demnach per Woche nur 3 st. 00 kr., eine R ii ct zahln ngsart, welche gewiß die denkbar leichteste ist. I n n e r b a 1 b der Sectiousdauer tilgt sich h i e d u r ch der Vorschuß, ohne daß das Mitglied (vorausgesetzt, daß die Zahlungen regelmäßig geleistet werden) genöthigt i st, den Vorschuß i in Ganzen ; ii r ü cf z u zahlen und ivird nach Schluß der Section noch der sich aus der Liquidation ergebende Rest an da» Mitglied ausbezahlt. 20s- „Es steht dem Porschnsttlehmer frei, während der vanec der Section den vorschnli ganz oder theilweise znrllltmnahlen und riitfiilU in diesem Falle die vecnnsung für den rückge:ahlten Äelrag: die geleisteten Wochen-Einlagen Können jedoch nicht als Abschlagzahlung des Vorschusses betrachtet werden nnd findet die Ausgleichung erst am Schlosse der Section stall." -WU Wenn z. B. ein Cffijicr, Beamter, Lehrer oder Geschäftsmann zur Ordnung uud Verbesserung seiner materiellen Lage oder zur Eröffnung, Erweiterung und Einrichtung eine» Geschäftes einen Borschuß von (»00 st. bedarf, so kann er ihn auf drei eintheile erhalten und hat hiefür wöchentlich berechnet einzuzahlen: a) Für 3 Antheile;i 50 kr. per Woche..................fl. 1.50 b) „ 000 fl. Borschuß ii 14 fr per Woche ............. . . . —.84 Zusammen per Woche . . . fl. 2.34 Am Schlüsse der Section erhält er (gemäß § 3. 6 und 31 der Statuten) noch den sich ergebenden Rest se nes LiquidationSguthabenS heran». Als die älteste derartige Ä n st a l t in Steiermark. mit Mitgliedern aus allen Ständen und B e r u s s k l a s s e u, umfaßt dieselbe bereits 19 S e c t i o n e n nnd erstreckt sich ihre Thätigkeit nahezu auf ganz £ e st e r r e i tb. Auswärtige, welche der „SelbsthiissEeuossrnschaft" beizutreteu wünschen, erhalte» auf briefliches Ber laugen die nöthigen Druck so neu zugesendet, uud köuuen Borschußgesuche sogleich mit dem Beitritte als Mitglied überreicht werden. Durch rechtzeitigen B e i t r i t t z u Beginn der Section ergibt sich allen Personen, welche Mit glieder der „Selblthilss Vieuossruschasl" werden wollen, oder solchen, welche bereits in einer frühere» Section betheiligt sind und neuerlich beizulreten wünschen, der Bortheil, daß jede Rachzahlung entfällt nnd bewilligte Bor schüfse sast ohne allen Abzug schon im ersten Monate »ach Beginn der Section ausbezahlt werde» können. Die Direktion ladel daher »i recht zahlreicher Betheiligung an der mit l. Iiinner eines jeden Zahres beginnenden neuen Section ein. W a v n it n g. wir ersuchen zugleich zur Kenntnis zu nehmen, daß wir im geschäftlichen verkehre nur direkte mit dem Mitglieds in Beziehungen treten und prinzipiell keine Vertreter und Agenten beschäftigen. Graz, Datum des Poststempels. ?ic T»ircction der I. steiermärlnschen regillr. Srltiltljilfs Oenolsenschaft mit beltdräntier H»sl»»z. Anmerkn««: Der Veitritt zur neuen Section kann tätlich ftaNstnden und ich Wh «*Uritt«frHSrimgni mündlich ob« (christlich in der Schmiedfl,,Ne Br. L«i. I. Stock enlqegknzenommkn. «mts- nnd Cassastnnden Van t>iv 1*2 Mfjr vormittags mit Ausnahme von Sonn- und Feiertayrn. Hm vniaj« drr ÄmoRtxiifcift Druck Sr,;. 1899 Deutsche Wacht- 7 Frrmdenlijit Kotel Mohr. Marie Mandl, Private auS Budapest, mit zwei Sindern. Marie Basch, Private auS Budapest. Ludwig Hochreiner, Privat aus WaraSdin, sammt Nichten. Marie Galun, Beamtenöwitwe auS Wien, mit Sohn. Michael Fino, Privatier aus Graz. Robert Englisch, k k. GerichtSadjunct auS St. Marein bei Erlackstein. Anton Judnich, Tischlermeister aus Graz. Gustav Pipeh, lmdschasilicher Beamter au» Graz. Aloi» Fanscha, Tanz-lehrer aus Graz. Karl Gigler, Kaufmann aus CiUi. Franz Fischer, Vertreter der Firma Fürst und Söhne auö Pettau. Jebanna Görz, Rittmeisterögattin auS Graz. Illin Habermann, Südbahnbeamter aus Wien, mit Frau und Kindern. Karvline Bailly, Private auS Wien, mit Tochter. Johann Grilanz, Privat aus Trieft. Adolf Waizen, Kaufmann, Fiume. Frau Jlma Primosch, Private au« Slosterneubure. Fräulein Lona Kindermann, Private «lSBrünn. A. Strostjak, Kaufmann aus EtridiS(Ungarn). Robert Böller, k. k. Beamter aus Wien, sammt Frau »«d Kinder». Hulda Pfaff, Kindergärtnerin auS Trau-tenau. Moritz Geißter, Lehrer aus Marburg a. D., sammt Frau. Arthur Kloch, Buchhändler auS Wien. Michael Tischler, Kaufmann auS Wöllan. Ludwig WrotSky, f. k. Inspektor, Wien. Franz Scharb, Kauf-mann au« Obetburg. Franz Rubriü, Beamter auS Zengg. Sarl Urban, Beamter, sammt Sohn, au» Wien. Alfred Pl.icj«k, Kaufmann aus Wien. Albert Herzig, Reisender tat Wien. Gustav Roeder, f. k. Beamter auS Wien, sammt Frau. Adolf Waiduch, LandeSarmeninspector, sammt Frau und Nichte auS Wien. Josef Posch, sammt gwu au» Laibach. Karl Dutat, kgl. RegierungSsceretär «i! Frau auS Agram. Anton Unn, ReligionSiehrer aus Hralnitz. Theodor Kummer, k. k. Steuereinnehmer aus Mai. Karl Mach, Geschäftsreisender auS Wien. HanS 2täf», f. k. Finanzofficial aus Graz. August Jmm auS Frankfurt am Main. Karl Rieger, Reisender auS Bozen. Johann Krafchna, WerkSingenieur auS Wien. Franz Lim in er, Reisender auS Wien. Oscar Jenko auS Graz. Johann Zeschl und Johann Wesiak auS Pettau. Josef ßimreich auS Wie». Josef Wolletz, Fleischhauer, sammt Frau auS Karlstadt. Johann Glinscheg, Lehrer aus Neu-lirchen bei Pettau. Christine Emilie Kruvic, Private, Trieft. Therese Silberer aus Graz. Anna Hofer, Private Biiä Wien, sammt Tochter. Karl Zvilkoviö, k. und k. veulmant auS Pola. Dr. Bictor Pretzlik, Handels-lammersecretär, sammt Frau auS Troppau. Dr. Karl Temcnig und Andreas Herzog, „Südmark--Delegierte aa-i St. Veit a. Gl. Raimund Postl, Apotheker und Eemeinderath, sammt Frau auS Graz. Konrad Murfchitz, lemmunalsecretär aus Völkermarkt. Moriz Rapat, Oberlieutenant au» Pola. Moriz Weixenberg, Reisender otts Wien. Franz PiSkorn, Fabriksleiter aus Fiume. Z»Ief Woduscheg auS Agram. Anton W'lfling, k. k. Et-tihalterei-Official, sammt Frau auS Trieft. Ernst Ichtschim, Beamter au» Graz. Jgnaz Gauserp, Agent «i» Laibach. Jgnaz Paulic, Realilätenbesitzer auS kaibach. »en 45. kr. ii, fl. ,jfF65 i>ofcii!cn dczoge» ~r wn-xv Gewebe». gardcaUkid ^ «Ii M >i>» K. HcniicMjl'S Sl Hingesendet. xg-Seide r — nur tchl, inesn diirll ad meine* lwi6»Rb fattw. — >» den modrrnstrn k(. Private potto- »ad licurt- L Muster umgehend. Mao—»? bfK'PflbrtlciLj'- Zürich. Beginn des lt. Sei SchulprofÄrnrne Lche ilsso&Lule ^ ©Lp« 3828-77 tjalir/rfrani 16. Sept. 1899. M. hi'hb durch die Direktion. s alkalischer 'SlöIEiaWJHH als Heilquelle »rft Hunderten von Jahren bew&hrt in allen Kränksten der Athmungs- nnd Verdau ung sorg ane, bei Gicht. Magen- and Blasenkatarrh. Vorzuglich fflr Kinder, Beconvaleseentsn und während der Gravidität Bestes diätetisches und Erfrlschunfts-Getrinlt. eine Hausfrau wird einen Versuch ni i BlelfhRelse b Si e lieht» neuer i u e n. Schutt*. Fekegraphis Linie" in A land" der .R^d S ist laut Telegramm a New-Zlork angckomme t ein vollkom-keiuer Zn »4t* e artendes Wasch-Bleich mittel; ver-inigt ausserordeutliche Reinigungskraft mit grösster Ausgiebigkeit und ist vollkommen unschädlich fSrWäsche undHftnde. 4224—2 Bit der „Ved Star- Poj»mpfer „Western-k r «Ti u i t* In Antwerpen, 5. SepteiMr wohlbehalten in GOGOOOOOOGGOOOOOO L. Hausenbüchrs Concess. höhere Tä&terschule lowie j 8978 PriTatfolUschnle ii Hchnlnnfa Die Zöglinge der (SprasaieMiiile) '15. September. talt sind in Jeder Beziehung >n» gehalten. Die Lehrkräfte derselben vorzüglich. Proepecte gratis nnd frauco versendet die Vorsteherin der Anstalt. OOGOOOOOHOOOOOGOO Kundmachung. Um die Anwendung künstlicher Düngemittel in der Landwirtschaft, insbesondere für den Obst- und Weinbau in Steiermark zu sörderil, hat der hohe steierm. LandeSauSschusS mit Verordnung vom 30. Juli 189ö, 3.20396,die steierm. landwirtschaftlich-chemische LandeS-VersuchSstation in Marburg beauftragt, die Bestellung solcher Düngemittel auf genossenschaftlichem Wege in billigster und zuverlässigster Weise durchzuführen. Die Bestellung durch die genannt« Anstalt erfolgt, sich Theilnchnt«^ mr^ine Menge von nahezu sobald 10.000 Kilogr.. Munden habe alle Interesse»!?», welche ihre» Düngemitteln m dieser. Weile sorderung/ xvfr für bis Herbst jedenfalls M kängll schriftlich unter Anga' der Art des benöthig zeichnete Leitung zu sönlich in den Räu zu machen. Die Bei kunft der SendiuM, werden, am A»ynh geringen, du»j> di Aufschlag inMrhalb I Versuchsstation. Die Bcjahluu des DüngeiMtlel» zu erfolg ertheilt: ES ergeht daher an edarf an künstlichen cken wollen, die Auf-Ifon thunlichst sofort, Septemöer entweder ünschten Menge und an die unter-Angaben per-banigasse 23) eiliM" crfcl (gleich nach An» otirf die Tb hmer verständigt in Marbui der gegen einen ebersübrun ten verursachten ---»Ä WochM Lagerräume der ort beim Empfange näheren Auskünfte Die Leitung der l««d.-chcm. Landes-Bcrsuchs^ Station in Marburg. ^8. Ueber die Art und Menge der anzuwendenden künstlichen Düngemittel gibt die oben gezeichnete Leitung aus s chr if tli ch e Anfragen umgehend Auskunft. Diese Anfragen müssen die Angabe enthalten, welche Cultur-galtung gedüngt werden soll, die Beschaffenheit der Bo-den» (leicht, schwer, Lehm, Sand it.), ob das Grundstück nal'S oder trocken ist, die Vorfrucht und etwaige Düngnng desselben und allfällige sonstige wissenswerte Bemerkungen. 4225—75 Zu den gleichen Original-Preisen, wie in den Expeditionen der Zeitungen selbst, werden Inserate in unterzeichneter Annoncen-Expeditivn entgegengenommen. Bei grSheren JnsertionS - Aufträgen Gewährung höchster Raba^sätze. Kosten-Anschlüge, Belüge k. kostenfrei. — O^Mnelle Sutwürse für Annoncen werden bereitwilligst ^liefert. A N N O N C E N - E X P E DIJ10 N RUDOLF wb Buft d«m grstao«" (wie v»rson»lg«ft>i clr^ien^rft hat, logcnanate JT(, 0mnUi«neR|(igen u. |. *>.) z» BtrrffcntliAen. tictea stch tefouttrr voiMell»! tlt aresflen, Frankfurt a. .W., Hamburg, Köln a. lih., Leipzig, Maffdeburff, München, Kümberg, frag, Stuttgart, Zürich. Der tolle Hof Junker ist der Titel des humoristischen Originalromans von E. Thun, der soeben im .Häuslichen Batgebet« *u erscheinen beginnt. Der —— Häusliche Kaljffficr Praktisches Wochenblatt für alle bringt neueste Pä r 1 8 0 r Modön und Fischen Hausfrauen darbeiten jeden Genres, hltes nnd interessantes Feuilleton, ertvolleu Preisen, und belehrende Artikel. Eine illustrirte Beilage die neueren Z«it*reirnisM> in Wort ond BUd ▼orfahrend, Utifig. rro Qnartal 1*40 Hk. nnd Postunstalten (eirgetragen unter No. 3217 der dentschen Postreiyi^slistc), bei directem Btzuge unter Streilband 1-85. Prohenanimer icrntiH und fr.«nro vom Verlag des „Häuslichen Ratgsbers4', Berlin W. 30, Elssholzstr. Monatlich eine Schnittmnsterbeilage. Preisausschreiben _ Zahlreiche interessa ülufltr. KLn(l«rioituBg „Für unsere Kleine Pre durch alle Buchhandln: 19. Arbeiter-Verzeichnisse, wie solche von Gewerbetreibenden un»: 852 Zlöxlinx« tut gmaz OestcrrcIch-Ungarn Jjrftf'm Auslande. ti l.rhrpnrsonnn, Gesang, Ciavier, «immtl. Streich- nnd f.Uslastrnaicm». jjpKill theoretischen Kicher, x»U>. Chor, Orche»ter, Fwh- ond XjjfficBrie. Själirigrer Xjel^raa^ild.-u.n.g'sc'u.xs «monatlicher Vorbereitungscurs ziuf- k. k. Staatsprüfung, Kirchengesanga-Cnrs für Sängerknaben. — OMroestermnHik- und Capellmolster-Cur*. Abtheilung für bri^Tchen theoretischen Unterricht. 45 CandlilAtcn. h*>«n die Theils .mit Aa»«l«hnun(*, I'roipwt grati» durch die Iiutitutiluiui)«! VIII, Zlefiei*«»«* m. Anxwartieen Nachweis üh«r t'eaiiinn in der Sahe der Anstalten, auch in der Anstalt *v)M*t. Schüler-AufnAhm« hu 15. Oetobor, nach Mate^ab« vorhandener PlUtB# aueil w&brenil <1«« Jahres. 4ZZH-75 -LJclrS ramien an der Wiener (Speculationsfsrm mit von vomEiierw'begrenztem Risico.) II. Au£Mige. Sejarat-AMncl S Journal .Der Kapitalist" In- fconthutt für Ärvanstelle und commer* el«U« Anfoltf«ah»lu>n. X2CI. Ta.3a.xgraaa.gr lat toehen erachtenea und in beziehen durch die Administration de» Journal« _l>er Kapitalist-, Wien I., Mluoriteuplats 4. 4195—76 Preis kr. v. W. in Briefmarken oder per Postanweisung. y„ \ Da» bestrenommierte Tiroler LoüeD-Versanithans Rudolf Baur Innsbruck ItudoiphMtraaRr Wr. 4, cmp&tfcH seine durchgehend» echten Innsbrucker Schafwoll- *T1 z für Herren und Damen. Wer«Ixe Iluwloeks mi«l Wettermäntel. AM- Cataloge nnd Muster frei. "Mg 34» 1-89 a* Heinrich Reppuscli, Zeugschmied für Brücjpiiwagsnbau u. Kunstschlosserei CIMil^Steiermark) 377:1-30 erzeugt Decimal- auch Centimal-Briicken-Wagen, Gitterthüren u. Geländer, Ornamenten und Wappen aus Schmiedeisen, Garten- u. Grabgitter, Hen- n. Weinpressen, Tiefbrunnen-Pumpen, auch Einschlagbrunnen sowie Wagenwinden solid u. billigst. MWlläMtt wl*JeS«mtrabm HH » » » e r Ii c 111* c r su Ii r e II «... 19 Brandhofgasse - Graz, - Brandhofgasse 19 Eleitri sclie Lichtschwitzbääer. Oertlicta Bestrahln! mit cktlr^dA Licht. Erprobte Heilmittel bei bin meisten hartnäckigen, chronischen EilranIungSsormen. — Sonnen- und Lichtluftbäder —. Allc twcckcntsvrechcndt» Arttn von milde» Tamvs- und ZSailtta»wc»dungkn. Unter ständiger Leitung zweier Jachärzte für phynlaUlch'duuetticheS ^eilvers.rhren. Ansktostc iiffiuek »fort ueitgtlüieh V|«tfr»i. - Ftr ub|mktiie Miug ilut Migei die Uiteideiint«. 3:.öS—til herall zu haben. iahnputzmittel. Zur Obstvo PRESSEN iung. Zur Weingewinnung, für Obst-Most für Trauben-Wein mit continuirlich wirkendem Doppctdruckwerk u.Druck-kraftiegulirung »Hercules*, garuntiren höchst« Leistungsfähigkeit bU zu 20 Procent grösser als bei allen anderen Pi» Obst- und Trauben- Trauben-Rebler (Ab Compiete Mosterel-Anl Saftpressen, Beerenm Fruc Dörr-Apparate fiif st un Obst-Schäl- und'Schnei L er-M, | len^.sfaiui^kd fatirtar BferejKjng von Gemüse aschinen neueste selbstthätig jyatent-Jftebjn-u, Pflanzenspritzen ..Myplionit» fabriciren nnd liefern «vter WD^ntie als Specialität in neuester, vorzüglichster, be-jfc mÄhrt^iJ?, anerkannt bester Construetion ^plfeu.. 2v£a,3r£a,rtli- Co. 3989—79 •,.• kaiserl. ksinigl. anaschl. priv. Fabriken landvrtrtbsch. Maschinen, Eisengiesserei und Dampf hammerwerk. "^7"i©ü. TT, Taborstraase Nr. 71. Preisgekrönt mit über 400 goldenen, silbernen und broncenen Medaillen, tasflkrlickt Cluitge ud zihlreirbe Aattkumigutkrtik #a eratii. — Vtrtntor ui YitdtrmUrimrf iutkt. CHINA-WEIN SERRAVALLO mit EISEN von medizinischen Autoritäten, wie Hofratb Prof. Dr. Braun, Hofratb Prof. Dr. Dräsche, Prof. Dr, Hofrath Fiebern» von KralVt-F.binjc, Prof. Dr. Montt. Prof. Dr. Bitter von Mosttig-Moorhof, Hofrath Prot Dr. Netiaaer, pxcf. Dr. Scbanta, Pros, Dr. Weinlechner, vielfach verwendet und bestens empfohlen. (Für Schwächliche nnd lieronvalescenten.) --jf 3426—103 Silberne Hflrtlaillen t XI. Medwinische^Än(?ress Rom 1894. IV. ConjrreFB für Phanaple und Chemie Neapel 1894 Ital. OeneraLjffsstellting Turin 1SWJ. C.' o/rfr »i «■ Mr rf ui Hen i Ausstellungen WBedlg 1694, Kiel 1894, AmiUr-dam 1894. Berlin 1895, Paris 189i, Quebec 1897. —^— tyßer 900 ärztliche Gutachten.--v | Dieses JInsseieichnete wiederherstellende Mittel wird seines./vortrefflichen Geschmackes wegen besonder« ■bn Kindern nbd Frauen sehr gern genommen. wird in Flaschen zu Liter k H. 1.20 n. 1 Liter k fl. 2.2A in allen Apotheken verkauft. Apotheke Serravallo, Triest Engros-Versandthaus von MedizinalwHären» _—— Gegründet 1848. - lT,niifrCTIitz Pulver. Nnn lieht wenn Jede Rcharhtei nnd Jede« Pn^r a. Moll's ■Pur rCIlti »chuumarke und Cnlerachrfn trägt. Moll's Seldlltx-Pulvor sind für Magen/Hdende ein unübertreffliches Mittel, ron den Magen kräftigender nnd div^erdanungsthitigkeit steigernder Wirkung und al* milde uullüfcendes Mittjirtx'i Stnhlverstopfung allen drastischen Purgatirs, Pillen, Bitterwässernjf- vurzuiiehen. Preis der Original-Sclywntel 1 ff o. W. |T ra.lslilca.te -weiden Trerfolfirt- Moll i Franzb uSalz. X*n» wenn liede Usc^ A. Moli's Rehntanarke trägt nnd mit der Bleiplombe £>nr ecni, u W A MOLL- verschlossen ist. Moll's Franxbraantwein und Salz ist ein namentlich als schmerzstillende Einreibnwpbei Gliederreißen und den andern Folgen vud Er-k\ltutigen besthekauntjffVolksmittel ton Muskel- nndNerven kräftigender Wirkung. Preis der plombirten Original-Flasche fl. —.00. Hauptversandt durch Apotheker A. MOLL, k. ii. k. Hoflieferant, Wlen,_Tuchlaubeii. In den Depot* der Proviu* rerUnite man iwdräfklich A. MOLI. • Präparats. Depots: En grus: Aug. Böhelm, KohitschSaaerbruno. Albert Zotter, Frässlan. 3452-5 Blässer zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonutagsveirage der „Deutsche» Wacht" in KllN. Vr. 38 Ti« Stldmarl" erscheint jeden Sonntag als unentgeltlich« Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist .Die Eüdmart" nicht tSnflich._ 1899 (Fortsetzung.) Vor dem Schreibtische ihres Gatten sitzt Elfe, die Stirn in beide Hände vergrabend. Unmöglich der Vision zu entfliehen, die sie seit dem Fortgang Edgars verfolgt und quält! Mit einer energischen Bewegung hebt sie den Kops. Die Blätter, welche auf der Platte des Tisches liegen und die sie jetzt eifrig in die Hand i.immt, sollen ihre Gedanken in eine andere Richtung lenken. Edgars Manuscript! Die Arbeit der letzten Wochen —: nur wenige Scenen sind's. Kaum eine Viertelstunde nimmt die Lectüre, die ElseS volles Interesse fesselt, in Anspruch. Auf der letzten Seite befindet sich ein wirres Durch-einander von Namenszügen, Schnörkeln und ziemlich unbeholfen gekritzelten Zeichnenversuchen. Nur ganz oben legen zwei Zeilen Zeugnis ab, dass der Dichter versucht hat, an seinem Stück zu arbeiten. „6. Scene. Egon. Eugenie. Frau von Blankenau (von links)." Darüber hinaus ist er nicht gekommen und der zerstreute Sinn hat sich anderen Gegenständen zuge-wendet, wie die krausen Spuren der Feder, die regellos über das Papier hin und her gefahren, beweisen. Wohl ein halb Dutzendmal prangt der Name „Edgar Taitnhos" in großen und kleinen Schriftzügen aus dem Blatt, auch „Elfe" findet sich zweimal. Am öftesten aber und in besonders sorgfältigen Buchstaben ist der Name „Wally' zu erblicken. Wohl zwanzigmal stellt er sich in den verschiedensten Variationen in deutschen und latainischen Lettern, mit setnett und dicken Grund-und Haarstrichen, den Augen der Lesenden dar. Else erbleicht. Wieder erscheint daS Bild vor ihr, das während des Lesens gebannt gewesen: Edgar in vertraulichem Gespräch mit Frau Fredrich! Wally! Hat sie nicht den Rentier seine Gattin so rufen gehört? Mit ihr haben sich seine Gedanken beschäftigt! Mit ihr I Die Krau des Dichters. Roman von Arthur Zapp. Nachdruck vcrbol«». Wie eine schmerzende körperliche Berührung schreckt dieses Bewusstsein Else von ihrem Sitz auf. Sie eilt an das Fenster, dessen beide Flügel sie weit aufreißt. Es ist ihr zum Ersticken. Ein vom Walde herüber-wehender, kühlender Lustzug fächelt ihr angenehm das erhitzte Gesicht. Der Himmel hat sich aufgehellt, der Regen nachgelassen. Sie lehnt sich weit hinaus und athmet mit vollen Zügen. Dort am Ende der Straße sieht zwischen grünem Blätterwerk der Dachfirst der kleinen, schmucken Villa hervor, welche der Rentier mit seiner Frau bewohnt. Der Anblick verursacht ihr Pein, aber noch heftiger bewegt sie der Gedanke, dass Edgar---Hat er nicht gesagt, dass er die Fredrichs besuchen wolle? Gar zu gern wusste sie, ob er seinen Entschluß ausgeführt. Mit einem plötzlichen Ruck richtet sie sich auf. Sie braucht nur hinunter zu gehen; ein Vorwand, einzu-treten, findet sich leicht. Wie eine Erlösung empfindet sie diesen Entschluß, und mit einer Eilfertigkeit, als hienge ihr Wohl davon ab, schickt sie sich an, ihn aus-zuführen. Der kleine Paul lässt es sich gern gefallen, dass ihm zur Promenade Hut und Jäckchen angelegt werden, nur rügt er durch ein nngnädigeS Auswerfen der Lippe», dass die Mama ettvas unsanft dabei verfährt. Aus der Straße geräth er ganz außer Athem, so schnell zieht ihn die Mama vorwärts. Doch mit der Annäherung an ihr Ziel verlang-samen sich ElseS Schritte. Sie fängt an zu überlegen. Wird es nicht auffallend erscheinen, wenn sie unerwartet, sobald nach Edgar, das Fredrich'sche Haus betritt? Wird man nicht meinen, dass sie ihrem Gatten nachspüre? Sie beschließt, vorüberzugehen. Mit scheuem Blick gewahrt sie Herrn Fredrich, der allein auf der Veranda sitzt — allein! Wie eine Erleichterung empfindet sie diese Wahrnehmung; freundlich lächelnd erwidert sie den Gruß des alten Herr». 2 Sie biegt in de» Waldweg ein, der kurz hinter der | Billa sich ton der Landstraße abzweigt. Wie herrlich sich'« unter de» schattigen Bäumen lustwandelt! Unter dem frischen Odem deS WaldeS hebt sich die Brust leicht; die wieder kräftig Ausschreitende beginnt ei» munteres Lied zu trällern. Wie ein böser Spuck zer-rinnen die Gedanken, die ste gemartert, in nichts. Eine Narrheit ist's gewesen, was sie geargwöhnt: die Ausgeburt einer durch das Regenwetter erzeugten melancholischen Stimmung. Doch jetzt scheint die Sonne, Heller Tag ist's und die Gespenster haben keine Macht über sie. Der kleine Paul fängt an verdrießlich zu werden und streckt die Händchen empor. Else hebt ihn auf ihre Arme und schaut nach einem Ruheplatz aus. Der Erdboden ist feucht, unmöglich sich darauf zu lagern, aber sie erinnert sich von früheren Spaziergängen her dass einfache, roh gezimmerte Bänkchen irgendwo in der Nähe. Da — einige hundert Schritte seitwärts von ihr, fast auf derselben Höhe, sieht sie zwei Personen nebeneinander sitzen. Sie nimmt die Richtung dahin, viel-leicht dass »ich neben jenen noch ein Plätzchen auf der Bank findet. Plötzlich bleibt sie stehen und lugt angestrengt nach den Sitzenden hin. Ein Herr und eine Dame ist's; die Gesichter kann sie nicht sehen, da sie ihnen halb im Rücken ist. Aber ist daS nicht Edgars Hut, seine hohe Figur, seine Art, den Kopf zuhalten, sein Rock? Vorsichtig, jedeS lautere Geräusch vermeidend, schleicht sie noch ein paar Schritte Weiler. Sie drückt den Kleinen, dessen Kopf aus ihrer Schulter niht, fest an sich. Ein flüchtig hinabgleitender Blick belehrt sie. dass er im Einschlafen begriffen ist. Gott sei Dank! Er wird sie nicht verrathen. Wieder macht sie Halt und' lauscht angestrengt nach der Bank hin. Ja, er ist's, sie sieht sein Gesicht im Profil — deutlich erkennt sie ihn. und neben ihm — sie würde es ahnen, fühlen, wenn es ihr nicht das Kleid, der Hut und andere äußere Merkmale ver-riethen —: jene Frau, die sie haßt aus dem Grunde ihrer Seele, von der sie instinctiv gewusst, dass sie die Vernichterin ihres Glückes sein werde. Die Lauschende spannt ihr Gehör auss äußerste an, aber sie ist nicht imstande, die Worte, welche jene mit einander wechseln, zu vernehme». Nur soviel wird sie gewahr, dass Edgar eindringlich aus die neben ihm Sitzende einredet. Er hat sich halb zu ihr hernmge-wendet und gestikuliert lebhaft, wie er es im eifrigen Gespräch zu thun pflegt. Frau Fredrich hält den Kopf gesenkt, doch plötzlich erhebt sie die Augen und — Else erräth es mehr, als sie eS sieht — richtet den Blick zündend, herausfordernd auf ihn. Und nun legt sie mit einer verführerischen Geberde, die Else das Blut sieden macht, dem Sprechen-den die Hand auf den Mund. Der athemloS Zuschauenden ist zu Muthe, alS stope man ihr ein glühendes Eisen in die Brust. Edgar hat sich der zierlichen, koketten Finger be-mächtigt und wieder und wieder berührt er sie mit seinen Lippen. Dann beugt er sich zu der Zurückweichenden herab und küsst sie — in Else schießt es wie ein Feuer-ström empor und sie weiß nicht, war's auf den Hals, auf die Wange oder auf den Mund. Sie muss sich einen Augenblick gegen den Baum lehnen, neben dem sie steht, um nicht umzusinken. Sie möchte laut aufschreien, weil sie zu ersticken fürchtet, aber nur ein leises halb unterdrücktes Wimmern und Aechzen kommt von ihren Lippen. Trotz allem, was auf ste einstürmt, trotzdem sie sich matt und elend, zum Sterben elend fühlt, hat sie doch soviel Bewusstsein, soviel Gewalt über sich, dass sie instinctiv trachtet, sich nicht zu verrathe». Und als sie jetzt bemerkt, dass jene sich von der Bank erheben, da wendet sie sich hastig, um so schnell sie vennag, zu fliehen. Wie ein Fieber tobt eS in ihren Adern. Nur der eine Gedanke beherrscht sie: nach Hause, nichts mehr sehen, nichts mebr höre», sich vor aller Welt verbergen in der Einsamkeit ihres Zimmers und sterben! Nach der Erfahrung der letzten Minute ist es sür sie eine Unmöglichkeit, zu leben! Als Edgar eine Stunde später nach Hause zurück-kehrt und Else gegenübertritt, entsetzt er sich über ihr Aussehen. Er findet sie so ausfallend verändert, dass er glauben könnte, es seien inzwischen Jahre vergangen. Ihre Haltung, ihre ganze Gestalt hat etwas Welkes, ganz und gar Gebrochenes. Sie hat das Aussehen eines Menschen, der keine Hoffnungen mehr besitzt, der mit dem Leben abgeschlossen hat. Ihr Gesicht hat eine wachsbleiche Farbe, wie das eines Todten, ihre Züge sind verzerrt und zeigen einen fremden Ausdruck. In ungeheuchelter Bestürzung nähert sich ihr Edgar. „Um Gotteswillen, Elfe, was hast Du? Bist Du krank? Soll ich den Arzt rufen lassen? Besorgt beugt er sich zu ihr herab und legt den Arm um ihren HalS. Else aber stösst ihn mit einer Geberde des AbscheueS zurück; ihre Stimme klingt heiser, fast rauh: „Lass mich! Rühr' mich nicht an!" Edgar ist von einem so grenzenlosen Erstaunen er-griffen, dass er im ersten Augenblick kein Wort der Entgegnung findet. Er blickt sie an, als sei er im Zweifel, ob es wirklich sie sei oder eine Fremde. Nun aber sagt er gereizt, in ärgerlichem Ton: „WaS soll daS? Bist Du von Sinnen?" Sie wendet das Gesicht von ihm ab und erwidert kein Wort. Er beißt sich auf die Lippen und ruuzelt die Stirn. Herrisch ruft er ihr zu: „Nun! Willst Du mir gefälligst erklären —" 3 Ein Laut, ber ihn im Innersten trifft und seinen Zorn iin Nu verrauchen macht, läsSt ihn verstummen. Elfe hat ihr Gesicht mit den Händen bedeckt und bricht in ein ungestümes Weinen und Schluchzen aus. Eine ganze Weile steht Edgar wie erstarrt vor diesem unerwarteten, ihm völlig unverständlichen Aus' bruch der Verzweiflung. Er fühlt sich tief bewegt; Thränen zu sehen, ist ihm unerträglich, und nun gar ElseS Thränen! Er nähert sich ihr von neuem und umschlingt sie sanft. „So beruhigt Dich doch, Schatz, und sage mir —" Wieder macht sie sich heftig von ihm los, ein Schauer durchläuft ihren Körper. In furchtbarster Aufregung stürzt sie an das Fenster. Ihr ganzes Wesen, alle ihre Bewegungen haben etwaS Wildes, Zügelloses, daS einen auffallenden Gegensatz zu ihrer früheren Sanst-muth und Anmuth bildet. Sich an den Fensterriegel klammernd und das von der Leidenschaft entstellte Ge-ficht zu ihm herumwendend, ftösst sie aus keuchender Brust hervor: „Lass mich oder ich schreie um Hilfe hinaus! Deine Berührung beschimpft mich. Geh' — geh' zu —* Sie kann nicht weiter. Ihre Augen flammen, eine plötzliche Nöthe ergießt sich über ihr Antlitz, ihre Glieder schütteln sich wie im Fieberfrost. Es ist ein gewaltiger Ausruhr, von dem Seele und Körper ergriffen, und der alle Eigenschaften des zarten Weibes in ihr Gegentheil verkehrt. Edgar begreift endlich. Wohl erregt es seilt Mit-gesühl, sie so leiden zu sehen, aber zugleich ärgert und beleidigt ihn ihre Heftigkeit, ihr schroff zurückweisendes Auftreten, an das er von ihr am allerwenigsten ge-wöhnt, um so mehr, als er sich gar nicht sonderlich schuldig fühlt. Würde sie bittend, in Demuth, wie eS dem Weibe zukommt, sich ihm nähern er würde liebevoll, nachsichtig mit ihr sprechen, in Güte sie zur Vernunft zu bringen trachten. Angesichts ihreS beleidigenden Benehmens aber erscheint ihm Milde und Rücksicht nicht angebracht. „Du bist eifersüchtig?" bemerkt er mit spöttischem Achselzucken. „Mach' Dich nicht lächerlich! Ich hätte Dich für vernünftiger gehalten." In Else arbeiten Zorn und Empörung so gewaltig, dass sie nicht zu sprechen vermag; nur einig« unartiku-lierte Laute entringen sich ihren sest aufeinander ge-presSten Lippen. Sie hat gehofft, ihn zerknirscht, voll Reue, vom SchuldbewusStfein darniedergedrückt zu sehen, und nu» steht er mit erhobener Stirn, wie ein An-kläger vor ihr. Ein Blick voll Haß und Verachtung verräth ihm, was sie ihm gegenüber in dieser Minute empfindet. Edgar aber stampft ungeduldig mit dem Fuße auf. „Das ist denn doch zu arg," sprudelt er in a«S- brechendem Äerger hervor. „Du thust ja gerade, als wenn ich etwas Ungeheuerliches verbrochen hätte. Ich leugne gar nicht, dass ich Frau Fredrich sehr anziehend finde und dass ich mich zehnmal lieber mit ihr unter-halte, als mit irgend einer der anderen Damen, die mir mit ihrer Bewunderung lästig fallen. Aber ist das ein Grund, dass Du die tödlich Gekränkte spielst und mir eine Scene machst, als ob ich mich unentschuld-bar an Dir versündigt? Ich weiß sehr wohl, was ich Dir, was ich unserem Rinde und mir selbst schuldig bin. Frau Fredrich ist eine geistvolle, eine muntere und lebenslustige Frau und der Umgang mit ihr ist mir ungemein werthvoll, denn er erfrischt mich und regt mich dichterisch an. Freilich, ich bin ein Dichter und nicht ein Spießbürger und Du darfst mich und meine Handluugen nicht vom spießbürgerlichen Standpunkt beurtheilen. Wenn ich hie und da überschäume und thue, was die gewöhnliche Philistermoral nicht billigt, so geht Dir darum meine Liebe nicht verloren u»d Du hast keinen Grund. Dich zu alterieren. ES ist Unrecht, zu verlangen, dass man ein Dichter sei mit glühender Phantasie und mit begeisterungssähigem Naturell und zugleich handle und empfinde wie ein Philister. Von Dir, alS meiner Frau, kann ich verlangen, dass Du das begreifst u>d dass Tu weniger beschränkt und klein-herzig urtheilst als die erste beste Krämersfrau." Zn Elfe entfachen diese Worte eine grenzenlose Ent« rüftung. uud alles, was seit Monaten in ihr gegährt und gewaltsam zurückgedrängt worden, bricht sich jetzt unaufhaltsam Bahn. „Nein, ich begreife es nicht," ruft ste ihm zu. „nnd ich will es nicht begreifen, dass sür Dich eine andere Moral gilt, alS für jeden anderen, und ich bi« nicht weitherzig genug, um ruhig zuzusehen, wie Du die mir schuldigen Rücksichten mit Füßen trittst. Schon zu lange habe ich geschwiegen, aber länger still zu ertragen was Dein Egoismus und Deine Leichtherzigkeit über niich zu veihängen beliebt, geht über meine Kraft. Ich habe bei Dir Noth und Elend erlitten, habe gedarbt und gehungert, habe mich müde und krank gearbeitet, und ich habe mich nicht beklagt, aber dass Du mich beschimpfst, mich in anderer Au, eir herabwürdigst und lächerlich machst, das dulde ich nicht, »ein, ich dulde zeit zu stehlen, hingerichtet. Mitten in der Höhle deS Gottes soll sich ei» liefet und dunkler Schacht befinden, der „Schacht deS Abgrundes", aus dem manchmal don-nerähnliche» Gedröhn aufsteigt. Zitternd legen die Gläubigen allerlei Speisen und Gaben an den Rand des Abgrunde», um den Gott zusriedenzustellen Tann tragen die Bittsteller in lauten Gebeten dem Gott ihre Wünsch« vor. Nach einigen Augen blicken tiefen Schweigen» hört man zwischen dem sernen Rollen des Donner» un-perständliche Laute und abgebrochene Worte, und gewisse Leute, die mit dem Tonneterzeuger unter einer Decke stecken, l.gen den Sinn des Orakel» aus, das meist aus Blulurtheile hinausläuft. Und die schwarze Gesellschaft glaubt steif und fest, was der würdige Makalaka sagt. Ochsenzunge gepökelt. Bon einer frischen Ochsenzunge schneidet man den Schlund ad, wischt ste mit einem Tuche gut ab, ohne fie zu waschen, macht mit einem scharfen Messer mehrere Einschnitte in die äußere dicke Haut, reibt ste mit einer Hand voll Salz, dem man eine reich-liche Messerspitze voll Salpeter und einen Theelöffel Zucker beigemischt hat, so lange von allen Seilen tüchtig ein, bis das Salz zerflossen und in das Fletsch ei»ge-drungen ist. Dann legt man die Zunge in einen Tops und lässt st- zugedeckt zwei bis drei Wochen, im Sommer dagegen nur acht bis zwölf Tage, sie täglich um. wendend, darin liegen. Will man ste ko-chen, so wässert man sie mehrere Stunden oder über Nacht in frischem Wasser ein, setzt sie dann mit reichlichem kalten Waffer ohne Salz zu und kocht sie langsam weich, zieht die äußer« Haut ab. legt die Zunge aus ein Brett, bedeckt sie mit einem zwei-ten beschwerten Brett und lässt si« ei kalten, um sie entweder zu Gemüsen verschiedener Art als Beilage oder zum Abendessen als Ausschnitt zum Butterbrot zu geben. Französischer Senf. Man nehme 500 Gramm feinstes gelbe» Sensmehl, 200 Gramm Oliven« oder Mandelöl und rühre da» Oel mit dem Sens an. Hieraus werden 125 Gr. Sardellen, 50 Gr. Kapern, 30 Gr. Schalotten und lo Gramm Knoblauch zu einem ganz seinen Teig ge-wiegt szerhacki), durch ein Haarsieb getrie-ben und dem obigen Mehle beigemischt. — Man übergieße nun in einem Glase 10 Gr. schwarzen Pseffer, 5 Gr. Karda-mom, 2 Gr. Nelken, 5 Gr. MuskatnusS. einen zerschnittenen Häring. 10 Gr. Selle-ri«wurz«ln, IS Gramm Estragonkraut und «inige Lorbeerblätter mit 1 Liter guten Weinessig, setze daS Gesäß 5—S Tage g«linder Wärme aus, filtriere den Essig von den Substanzen und rühr« denselben dann dem Senfmehlbrei bei. Längere Auf-bewahrung macht diesen Sens besser. Mittel gegen Rheumatismus. Viele Erfahrungen haben bewiesen, dass bei rheumatischen Uebeln, namentlich bei den dadurch entstandenen heftigen Schmer-zen die Einreibungen mit Essig-Aether die wohlthuendst« Wirkung haben. Schon Einreibungen mit warmem, gutem E'stg haben eiwünschten Ersolg. Di«f«s Mittel mus» aber bet ober bie Kranke im Bette liegenb anwenden, damit anhaltenbe Wärme bie Wirkung bald unb bestiebigettb be-jördere. Kohle als Färbemittel der Blu-men. Kohl« wirb oft als Färbemittel ber Blumen gebraucht. Wenn gepulverte Kohle oben aus die Erbe ber Töpse ge streut wirb, so dient sie dazu, bie rothe Farbe ber Blume schöner unb lebhafter zu machen, namentlich bei Rosen, Petui-nen u. f. w. Man muss jeboch gleich im Frühjahr unb Anfang beS Sommers einen Versuch machen, im Winter barf e» nicht geschehen. Fleischmehl wird von den Schwei-nen gerne gefressen unb es erzeugt 1 Kilo auch l Kilo Lebenbgewicht. Es barf jeboch an Ferkel erst vom 4. Monate ab unb an säugenbe Säuen überhaupt nicht verfüttert werben, ba bie Milch hiernach ungünstig beeinflußt wirb. Dagegen ist es für wachsenb« Schweine ein vortreffliches Futter, von bem bett Faselschweincn 250 Gr. pro Kops gereicht w«rden dürfen. Bei der Fleischnuhlsütterung an Mastschweine hat sich jeboch herausgestellt, bais ein« Gabe von über 500 Gr. pro Kopf bereit» den Speck ölig macht, auch das Fletsch 3—4 Wochen gepöket werden mus», weil es sonst leicht fault. Ganz wie bei unS. Afrikasorscher: „Bei den Reisen in'S Innere tras ich oft wochenlang keinen gebildeten Menschen." — Justizrath: „Das kann Ihnen hier in ber Großstabt auch passirenI" Menschenfreundlich. Frau Gutherz (zur Bonne): „Karoline. geben Sie acht, dass sich bie Kinber nicht aus bas nasse Gra» setzen: sie könnten sich erkälten. Wmn bie Kinder müde sind, können Sie sich ja hinsetze» unb sie aus den Schoß nehmen." So eine Krabbe! Knabe (au den verschlossenen Bäckerladen klopfend): „Ich möcht' a Semmel." — Bäcker (von innen): „Meinst Du etwa, ich mache wegen einer Semmel den Laden auf?" — Knabe: „Na. werfen Sie mir halt eine burch's Schlüsselloch raus I" 1899 .K-«tsch- W«ch ♦ « / b M»rthe» kaut, Hfl selten Braut! tt sie bei Nacht, an iiemand wacht, b Sodibar von bem : l»Id b« San unrecht. Ihut ieltfitJnt — frem, MSAlti», sei aus deiner Hut! Gälte ■fl« stiehlt, Koche suhlt. Zm Jahre stch »II« mit »et echlk» y' lirpaiE's Lfliemiilch-Sflfe tfcfimir.n * Co., Druden ». Tetuhea ». E. et »U bfil^B'PTlIr^ii^MIVIKl»« el I,d rsMritliit, ioate »-gn> *<"#•«■ Ita ui^ojt fraut«nt«jp|tu|pl HL t» 6t. • Ii. W Franx and «vol». » «thwM Wf-Jl Südiunrk- In neubearbeiteter »wohlfeiler Prachtausgabe« gelangt zur Ausgabe: Da« ä Bismarck -Musetim In Bild und Woi icbarkeit. Ein Denkmal deutscher Herausgegeben jul, Genehmigung Sr. Durch), des Firsten von D i • in a : c k tob A. de Groaerffers. Preis in künstlerisch uesgef. uj^f'rachtdecke ~0 fl. Die erste Auflage dieses hervonÄjctiden Werkes ist beute vollständig vergriffen, obgleich diese AusgiJ^rl'-O fl. gekostet Mancher Wunsch, da* BUmurck-Muiseum zu bcsitJT ist des hoben Preise« wegen unerfüllt gebli beu! Der billige Pjp der neuen .wohlfeilen Ausgab«', die ebenKo schon ausgestattet al-. M'. frühere, sogar inhaltlich noch vermehrt eracheint, ermöglicht e* JedjÄann, sich in den Besitz diese« kostbaren Werkes xu bringen, vrelelidjTein vornehmes und würdiges Denkmal der Erinnerung an den grossj^Todten ist. Wird auch die IJffratur zahllos sein, welche das Hinscheiden de». grössten StaatemanniJ^ler Neuzeit begleitet, so wird doch keines von all diesen ErseuguisMln ine» so intimen und persönlichen Charakter tragen, als das Bism*ck-Mu«eun». Aufträge ,Mimen entgegen (Theilzahlung monatl. fl. 1.50 gestattet) Majgdey^g nnd Wieu XIV/2. SMS—18 Schallehn & Wollbrück. empfiehlt Georg A<4 1 e r, Cilli, Ko.-j.ptpta.t2i 5. Preis: tOO Stück)SO kr. tt Stück tO kr. werden kann nicht Jedermann, «ondei wofür nur GewAndtlielt Mit 10 Kri. frankiert« üriei »ein Einkommen bedeutend verbe«ern durch elnn Agentur, nMUurr. über keine Wwirf» • K«*ntniM erforderlich ist. n Postbox 1*7, Heue (Wiederfände). 4144—74 Jedes einzelne Fach steht «1er Sperre des Miethers und ICtsperre der Spareasse. Isoliert von den Obrigen Cma-Localitäten zu ganz un-Irter Manipulation. Die Sparcasse übernimmt in Verwahrung, resp, in's Depot: Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli. Sile-Deposits Privat-Depöts oiter eigenem Verschluss der Partei. des In- und Ans nndes Cassenscbeisie und EinlagsMctier Nebenverdienst, dauernd nnd steigend, bietet sich ge-achteten. afrbeiUfr*tt«gen jhjApiesshafteu PeAtMWMUilev durch Teilnahme einer Ritvr eii% inUMfhcbeit Versicherung»-Sesellsehaft arsten Ä»«F<.'s. Anerbieten unter „1.798rftS r a t . p<>»rk««rnd. ass9-io8 -—--4--Mi--- --— - Ein wahrer Sihatz für alle durch jugeu^liele Verirr Erkraukte ist,da« berühmt« Dr. Reto's Selläfr^afrnns 81. Au^M... Lese'es Jeder. solcher Laster danken demseltiffi ihre Stellung — Zudpezieiien da s«äUfUfjUtMiLtijxig, i Nr. 21, ,owi«^durchjeöe Bu^ffulntig siil-is Gute Uhren billig mit »jähr, fi Mtj. renfabj dwaren Brfiz >S>it«?!>ck> Echt SW _ W«WWW^W> «»«Fveichstl. 8st». ». stld. aiUm u. to»j SW > > \ \V \ V \ V vVS S V V\\S.V*. \ s > \ \ \ s'V V WX N \ N v\> X \ \ V \ "\ VZPZB'JPie.V V N v V *" V N A » iS- "V V \ V \ V \ \'VX-.y.V„N ^ -VA. N N vvv. P i n thg&t \W> j)ur Uebernahme und Anfertigung sämmtlicher m sm&t <»> M UCK" 'ieh/t siefj die > v v Vereins - jjuchdruckerei ,Qeleja J^athhausgasse 5 Cilli, /?athhausgasse 5. JjesteingericMete Buchbinderei. Verlag der „deutschen Wactji" s s NVtN V virw/r.v v \ V y n-_v^v v v v^\' v \ ö ea 10 „Destlche lüurfjt" 1899 Gestohlene Myrthen führen nicht zum Tranaltaf*; «lamm wird vor Wiederholung tofeu schändlichen nächtlichen Lob» n»tii»Ms naehdrtleklichst gewarnt, da dies^pner Umständen recht unangenehme haben kann. Eid BWiiißDsrenDfl im Parterre. bestehend aus Stimmern sammt Küche und Zugehör, gai-senseitig im I. Stock ist sofort in verniieihen. Anzufragen in Gaberje, Haus Nr. 3, beim EigenthOmer daselbst. König!, Preich. SlandeSamt Nr. 565 Lbcrhaujen (Rheinland). Aufgebot. ES wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß 1. der Bergmann Franz Brunet, wohn« haft zu Oberhausen, Eobn der Eheleute Franz Vrunet, .u^hnhaft zu pausen und Ursula gelH Berg'Jnv.il«n Michael Slobofar. wohnWiftzu Ol'ettMfen, Tochter der Sheleute Ocrdmann Fkaitz Potrvar und Helena *£. Ecpoini^, wohnhaft zu Eagor. Bezir»hauptmal^isch»ft Lillai, die Eh« m^einantzer eingehen wollen D« Bekanntmachung ^eS Aufgebot« hat tu den Gemeinden Hrerhaufen, Stop-penber^ Laufen unh^azor zu geschehen ObtrhaAj««. am 9. Septb. 1899. Der Standesbeamte: 4241 ' Hölzer. Zu vermiel sind in der Villa zjjj^fchönen Aus sieht zwei WoJfc«76 Ein Koststudeüf wird um lß 11. 1« Monat ausgenommen. Anzufragen j&'Vtt Verw. der -Deutschen Wacht" ™ jooq—7; 4229—75 Für den VcrlyuU.jJer besonders beliebten l Südmar werden UberMl v e r 1 e gj r 7.11 piin-1 Bedingungen geMietit nnrl woll« essalls an,den llauptver- _ _PTOaiMpfel in 1 wvatMUr 4218—? Eine M olintiiK|( mit zwei gasstnsciügcn Zimmern, mit doppeltem Eingänge, lichter^tatfhcrdkOche und Speis, Kämmt Keller uwlnodenantbcil, ist voui 15. September «1. zu vermieten in der Grabengass# k> im 2. Stock Nähere Auskunft v,u(t nebenan, Nr. 7, oder beim Hausneisterfiu Hofe ertheilt. 4204—? Ein Darlehen vnn 250 U. wird D S Jahre unter .A. gegen vollständiaafltW)*r»tyllunif auf ire aufjuncjjiprtt gesucht. — Anträge an die Verw. der ,D. W Zur gefälligen Beachtung! i Meraner-Cur-Trauben W«gen vorgerückter -Saison gebe ich den geehrten Damen bekannt, dass ieh sämmtliche Sommerwurc, dr-runter Damen-, Mädchen- nnd KindeihOte, Blousen, Unterröcke und andere Mode- und Au(|iuizartlkel, zu eigenen Fabrikspreisen »erkaufe. a Ersuche hoflichst die P. T. Damen, ihr« jswri Ueberformen bestimmten Winterhilfe mir bi» längstem 2i>. September iidpmira zu lassen, da ich zum Einkaufe der Uliitrrwarr, MoelrllliMtr, tonfeetlou u. a. um diene Zeit nach Wien fahre und hiebei alle mir übergebe»»« Hdte mitnehmen werde. Besonders maofae ich de)» P. 1. Damen von hier und Umgebung bekannt, dass ich diese Winter-Saison ein^tenr grosse und schöne Auswahl in Jacken u. Krägen zu sehr billigen PnlitD haben werde ■inte werden hei mir geschmackvoll aufgeputzt und billigst berechnet, so auch Kleider sehr zart passend und billiget verfertigt. Zu zah\vffcnem Besuche ladet hoflichst ein hochachtungsvoll 4235—7$, Anna Sadnik, Cilli, Grazerstrasse 12. freiwillige Feuerwehr Cilli. Nonntng1 den 17. September 1899: Scl3j.-u.ss des Best-Kegelscbiel)ens im „Hotel Mohr". Das Anseinanderschienen beginnt nm 3 Uhr Nachmittag. Beginn des Concertes M Jffi1 Preisvertheilung an Üe Sieger M 4 U&r. Die Hnslk besorgt die »tädt. Voronskapelle unter per». Leitung des Kapellmeisters Herrn A. D i e a ■ 1. Eintritt üO 1er. Dum Comite. ttst Bei unqünstiger Witterung findet das Concert im Saale statt. t- Neueste ■ajact. .. ~ Herren-ModestoflTe sind in grosser Auswahl angekommen. lYIuster-Collcctioiicii davon sind bereits fertig. 6. Schmidrs Nachfolger in Cilli Muuusitetnr-, Tuch>, Lolncn- u. Moilowiiren-GeBclultt. 4220 Fahrrad- und Nähmaschinen-Niederlage. Zu den Wahlen in die Erwerbstenercoinmissionen der I. und II. Classe in Steiermark. Die am 15. September 1899 im Ho Versammlung der Erwerbsteuerträger I. bezirke Gras und Leoben) hat beschlmMn. gesellscharten folgende Herr, n fü^wö W vorzuschlagen, und zwar: Für die I. Erwerbstfterclass als Mitglieder: Dr. Paul Suppan, DirÄor der May Melnhorsehen Montanjpft-e in Leoben, Fritz Hanisch, Fabrikbesitzer in Alger] dorf bei Graz. Für die II. Erwerbsteuerclas als Mitglied Johann Gruhitsch, KaujalPRi, Marbi Anton Irschick, Tisekjfrmeister, GiB I Rieh» Ludwig Krempl, Mnit,ann, Johann Es werden dalartr die Herren Wsjjer ersuch Kandidaten zu vereinen. Graz, am lM September 1891 firian" in Graz stattgehabte Wähl«r-sse von Steiermark (Handelskammer-freu Wählern dieser beiden Steuer-betreffenden Steuercommissionen 5 20. September 1899): als Ersatzmänner: st Andrien, Eisenwerksbesitzer in ck a. d. Mur. Reininghaus, Fabrik«-Itzer in Graz. eptember 1899): rsatzmänner: kusch, Kaufmann, Cilli. Idler b Wahltag 21 als, Julius Holtest, Kaufmann. Graz. ngula, Liqucurfabrikant, Graz. e Stimmen auf die vorgenannten 4244 uaz Ichreiner, Präsidierter Handels- und Gewerbekammer in Graz, Vorsitzender der Wählerversammlung. Obst- uJparkt in Graz am 5., 6., 7. u. 4243-? Kl 13 3 , 3., 4. u. 5. November se 8S.84. Prchlaiipr SiiiH'iin reinster alkalischer natürlicher Alpensänerling, von au»MS^Tchneter Wirkung bei ehron. Katarrhen, insbesonders hei Harnsfturebildune, clwrfv Katarrhen der Blase, Blasen-und Nierensteinbilduug und bei Bright'scher Xiw^iikr >nkheit. Durch seine Zusammen Setzung und Wohlgeschmack zugleich best*^mltetiHeli<>N und erfrischendes Getränk. Preblaner Brunnenverwsltung in Preblau-Sauerbru&n, Po,t Sfc Leonhard (Kiirnten). 3544—91 blaue, grossbeerige, 10 Pfand hr. Iran« I überall 2 Ii. Sendet llans Tnuhrr ■ 41(15-87 Meran 5». T r.l. i - — i J Wohnung, bestehend aus 3 Zimuwrn nebst Zubehör. Schuigasse Nr. 18, II. Stock Anzufragen bei der ,Sparc;tssa der Stadtgemwille Cilli*. 4001 Kin schöner Kinderwagen mit Bicy^lertdern ist billig »u verkaufe! Anfrait-jr Simamühle. 4282—7 r*>- Wein'Presse neuester Construetion^jmt Patent Pra Mechanismus. 20—jfff Hektoliter per Tjj abzupressen, iatlflUg zu verkaufen bei 4210- Heinrich Reppitsch. in CILLL Giselastrasas 7. Ö I } & i - -- u m 0) fl A ..LZ S u B S Jb B s / = 1 i ^ rs im S S bo w tn s 9 •fl 0» | o >-? ^ c 1 © 5 5 JE ii = «ö Z ec i CS - « s O o l»? £ s « g ■5 2 U s- S £. QJ — 4.' > r — - « £ •3 M « 5 O = CD Eine schöne' . mit einem Zim: zu verrnktun. •he ist sogleic Fuge »Grüne Wiese*. 4197—75 ZI. Breffernsteiii AntiquarL*f$ - Bichhandlung Wien, «fi, mtmm empfiehlt ihr grosses!Hilstier und Zeitschrift«^ -\/ß J0fo Gtbi^en zu enorm SV* SadtaIßg g-rati Fortwihr«adcfyjn|pD.s », d» ty/A Pretm .Wiener Hin »»» d.r ItlS-IN nn Frauenzeitnni guter, alter Anfrage Laibach, slocali vermiethe IjMdlhensteln« Nr. 39. 4184- flC DaS »cnfbslr Vcftr i» Schuftwaffe« n. ^a^tfSbem in concnrrrnflo« luZM?» Preise». 32«sttir1ec ttuUUpÜ&tU uaifi jiaaco. W»Ne>v»«ssxrkieiistii«r. 339. 3983—90 in die verw. der ,l>. Yi.' rost St Leonhard (härmen). 3»44—91 in der Apo V»rau»«et>«r: »>e;einsbucjotudem „Gtltja" m Ailli. >ite^>»MorU«ch«r admrtUuw: Qtti> j>tud 0« iBu4> ist das beste Mittel, schnell und sieber M IVPfilgen. lieb für Menschen Kind Hansth haben in Paketen ( 30 nnl der Apotheke znr'Mariahilf, in der Apotheke in Rann. | ,. :iä ilti 30 »i'-tU«« unb fern „ütitttr' in 1&1U1.