Schriftleitu-g: »i-ttzanSgass« Ihr, 6. Bmtui JJT. »I e»«14 |ls a11:«4»Itl (alt KBftMftow *n«»»». a. &*Ut-t«(K Ml 11-11 Bis Mn m«»«m ntdkl f»«»rnlo|c ®lr-ftatow*» nttfl rioiBl M< st«j tlerechnux, d , billigst (tf j(. S liUB •rrlupcca 9tt BtAntclans«! tfut#- kflttlat- v<« lamM* KiArsi i''m ginit«. ttcsM »•Wutlalte Nr. M.»00 ■f;aÜ>aaAflöfU Wr. b 8 11 b i ■ < jh, n vrirl^-k'namlgr» ttll Ml stA l«KBOI !HUrrt!Krtg . . . K tlt. . K >> «» . X 15 W AsiMufair • •antiijni, 5«> < i 111 »» hrt 5«al -Hl«l«llä»tia . . . I xso C.'.II:Mrnj , . . . I C. S9 «»mjstrtj . . . n 82rt e Ilonl ntIVa M tt» ewp#;«tttt«r.i rr Mftft'ta Sniinta 951- ft eir.»rl«ttrt» HtevJWBfnic Ultin tll ,r> tHilUirc Nr. 3 Cilli, Samstag den 19. Janner 19l8. Drei Kundgrliungen öro Lillirr Grmkindrratrg. In der Freitag den 18. Jänner stattgesundenen Sitzung sagte der Eillier Gemeinderat einstimmig nachsolgende Einschließungen: 1. Hegen die südslawische Propaganda. «Der Gemeindeausschuß der autonomen Stadt Cilli richtet an die hohe Regierung die dringende Aufforderung, der unter maßlosem Drucke einsetzenden Werbetätigkeit für die in der südslawischen Deklaration >'om 30. Mai 1917 niedergelegten Bestrebungen mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. Diese Be strebungen bedrohen nicht nnr daS feste staatliche Gefüge der Monarchie und die Einheit unsere!! ge-liebten steirischcn Heimatlande», sondern sind auch aus eine Absperrung Oesterreichs vom Adriatischen Meere und von den anderen nach dem Orient führenden HandclSwegen gerichtet. Ihre Der-wirklichung würde v!ele Tausende deut scher Bewohner SiidösterreichS von der angestammten Heimatscholle vertreiben. Angesichts der ungeheueren Gefahren, die sich immer drohender an den Bestand des deutschen Volkes im Süden und Norden Oesterreichs heran« drängen, fordern wir die deutschen Abgeordneten auf, endlich sich zu einer zielbewußten parlamentarischen Einheit aus der Grundlage der Hauptforderungen des deutschen Osterpro/.ramme» zusammenzuschließen und die Regierung zur nachdrücklichen Stellungnahme gegen die staatsfeindlichen slawischen Bestrebungen zu bestimmen, ihr hiebet Richtung und Rückhalt zu geben." 2. Hegen die Schmäler,mg der Mhlquote. Der Gemeindeausschuß der Stadt Eilli würdigt mit Besriedigung und lebhaftem Danke den hohen Opsersinn der gesamten Bevölkerung des Beipflegs-bezirkeS der Stadt und ihrer Umgebung, die ge-dnldig die großen Entbehrungen trögt, die der Kneg ihrer Lebeussührung auserlegt. Mit dieser vorbild liehen vaterländischen Betätigung hat unsere Bevölkerung nicht nur ihren Pflichten gegenüber dem Staate Rechnung getragen, sondern auch den Heldentaten und freudig ertragenen Leiden unserer braven Soldaten die edelste Würdigung dargebracht. Die Entbehrungen, di« die Bewohner llilliS und feiner Umgebung über sich ergehen lassen, sind umso hoher anzuschlagen, alS die aus den Einzelnen enlsollende Mehlwvchen-quote schon seit mehr als einem Jahre, einige Herbst» wochen ausgenommen, nur lOOO, seit zwei Monaten sage nur 750 Gramm beträgt, weil trotz aller Be-mühunge» deS Bürgermeisters eine höhere Mehl-zuweifung nicht erreicht, bei der vollständigen Ab hängigkeit von den jeweiligen Zuweisungen der KriegSgetreideveriehrsanstalt Verfügungen im eigenen Wirkungskreise nicht getrosten werden konnten. Unsere Bevölkerung hat damii d-n Beweis erbracht, daß in äußerster Not mit dieser Quote, die noch um 40 Gramm geringer ist, als die Quote, auf die das Ernährung«-amt nun den Wochenmehlanteil herabgesetzt hat, daS Auslangen gefunden werden kann Angesichts der schweren Entbehrungen, mit denen sich namentlich unsere Arbeiterbevölkerung in so vorbildlicher Weise abgefunden hat, spricht der Gemeindeausschuß der Stadt Eilli sein Bedauern über die Ausschreitungen auS, die sich unter Führung der internationalen, Volks- und vaterlaudsfeindlichen Sozialdemokralie in Wien Graz und Wienerneustadt abgespielt haben. Diese Ausschreitungen sind umsomehr zu verurteilen, als sie im Dienste unserer Feinde stehen und einem Frieden gelten, der d't Stillegung der industriellen Tätigkeit Oesterreichs und Deutschlands und damit Arbeitslosigkeit und Verelendung unscrer Arbeiter« bevölkerung im Gefolge hoben müßte. Der Ge« meiiidcauSschuß der Stadt Eilli legt jedoch ent-schiedenst Verwahrung gegen eine weitere Herabsetzung der Mehlquote und erwartet vielmehr wenigstens die unverminderte Zuweisung der in der Verlaut-barung des ErnährnngsamteS sestgesetzten Mehl« menge und entsprechende Ersatzmittel wie Roklgcrste, Hülsenfrüchte, Hirse und Teigwaren." !!. Hegen das Gissier Fchntelend. „Der Gemeindeausschuß der Stadt Eilli gibt seiuem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß es 'rotz aller Mühe des Bürgermeisters noch immer nicht gelungen ist, für die städtischen Schulen den pädagogischen und sanitären Ersordernisseir cnt-sprechende Unten ichtSräume beizustellen, obwohl durch di« Verlegung des GarnisonSspitaleS die Möglichkeit geboten ist, die städtischen Schulgebiiude sreiz"geben und die miliiärischeu Krankenanstalten in anderen, allen Anforderungen entsprechenden Räumlichkeiten unterzubringen. Wir richten an den Bürgermeister das Ersuchen, auch weiterhin kein Mittel unversucht zu lassen, damit die Cillier Schul-unsere aus der We t geschafft wird und die Stadt Eilli endlich in Schulangelegenheiten bei den mili-tärifchen Stellen jenes Entgegenkommen findet, das allen anderen Städten unseres Bereiches bewiesen wird. Die Krirgserrignissr. 12. Jänner. Unveränderte Lage. — An der Westfront vereinzelte Artillerie, und Wursminen-kampse. — Auf dem nördlichen Kriegsschauplatze wurden sechs feindliche Dampfer versenkt. 13. Jänner. Verstärktes Artillerieseuer beider-seit« der Brenta. — An der Westfront Artillerie' kämpfe. — Im Sperrgebiet um England 19.000 Tonnen versenkt. 14. Jänner. In Italien unverändert. — An der Westsront erfolgreiche deutsche Erkundung« gefechte. 15. Jänner. Zwischen Breuta und Monte Pertiea wurde ein starker italienischer Angriff durch Gegenstoß zurückgeworfen. — Im Westen keine be-sonderen Ereignisse. — Im ?lermelkanal 21.000 Tonnen versenkt. 16. Jänner. Westlich deS Col del Rosso und am Westhange deS Monte Pertiea brachen italienische Anstürme unter schweren Verlusten zusammen. — Nördlich von BadonvillerS drangen französische Ab« teilungen vorübergehend in die vorderen deutscherr Gräben ein. — Im Mittelmeer wurde ein engli-scher Zerstörer und 2-1.000 Tonnen Handelsschiffs-räum versenkt. 17. Jäaner. In Italien Fenerübcrsälle der 43. Jahrgang. Gegner. — Im Westen Erkundungsgesechte. — ^rn Norden 21.000 Tonnen versenkt. Deutsche Worte. Lei den Beratungen in Brett wandte sich der deutsche General Hosmaon gegen tie russischen Fo.» derungen bezüglich des SelbstbestimmungSrechteS in den von den Deutschen besetzten Gebieten mit so!« genden Worten: Ich muß zunächst gegen den Ton dieser Vorschläge protestieren. Die russische Dele-ga'ion spricht mit uns, alS ob Sie siegreich in un« serem Lande ständen und uns Bedingungen diktieren könnten. Ich möchte darauf hinweisen, daß die Tat-sachen entgegengesetzt sind. TaS siegreiche deutsche Heer steht in Ihrem Gebiet! Ich möchte danu seil stellen, daß die russische Delegation sür die besetzten Gebiete die Anwendung eines Selbstbestimmung» ° rechtes der Völker in einer Weise und in einem Umsange sordert, wie cS ihre Regierung im eigenen Lande nicht anwendet. Ihre Regierung ist lediglich begründet aus Macht, und zwar auf Macht, die rücksichtslos mit Gewalt jcdcn Andersdenkenden ua-»erdrückt. Jeder AnderSdenkei'.de wird einfach als Gegenrevolutionär und Bourgeois vogelfrei erklärt. Ich will diese meine Ansicht nur an zwei Beispielen erhärten. In der Nacht vom 30. zum 31. Dezcm-ber wurde der erste weig«russische Kongriß in Minsk, der das SelbstbestimmungSrecht deS weiß-russischen Volkes geltend machen wollte, von den Maximal sten durch Bajoiett und Maschinengewehre auseinandergejagt. Als die Ukrainer das Selbst-bestimmungörecht geltend machten, stellte die Pe-icrSburger Regierung ein Ultimatum und versuchte die Erzwingung ihres Willeni mit Wafseugew,i!t durchj«s?tze». So viel aus den mir vorliegenden Funlfp.üchen hervorgeht, ist der Bürgerkrieg noch int Gange. So stellt sich die Anwendung deS Selbst-bestimmungsrechtes der Völker durch die maxioralr-stische Regierung i» der Praxis dar. Die deutsche oberste Heeresleitung muß deshalb eine Einmischung in die Regelung der Angelegenheiten der besetzten Gebiete ablehnen. Für un« haben die Völker der besetzten Gebiete ihr.m Wunsche der LoStreanunz von Rußland bereits klar und unzweideutig AuS-druck gegeben. Bon den wichtigsten Beschlüssen der Bevölkerung möchte ich folgende hervorhebe«: Am 21. September 1917 erbat die kurländische Laudes-versammlung, die sich ausdrücklich als Vertreterin der Gesamtbevölkerung Kurlands bezeichnete, den Schutz des Deutschen Reiches. Am 11. Dezember 1917 proklamierte der Litauische Landesrat, der von den Litauern des In- und Auslandes als einzig bevollmächtigte Vertretung des litauischen Volke« anerkannt ist. den Wunsch der Abtrennung von allen staatlichen Verbindungen, die bisher mit anderen Völkern bestanden haben. Am 27. Dezember sprach die Stadtverordnetenversammlung in Riga eine ahn-liche Bitte au das Deutsche Reich aus. Diesem An-trage haben sich die Rigaer KausmannSkawmer, die große Gilde, die Vertreter der Landbevölkerung, so-wie 70 Rigaer Vereine angeschlossen. Schließlich haben im Dezember 1917 auch die Vertreter der Ritterschaft, der ländlichen, städtischen und kirchlichen Gemeinden aus Oesel, Dagö und Moon in vers^:e-denen Erklärungen sich von ihren bisherigen Bezieh-ungen losgelöst. Auch auS verwaltungstechnischen Gründen muß die deutsche Oberste Hmesteitung eine Räumung Kurlands, Litauens, Rigus und der Inseln im Rigaischen Meerbusen abl«», Ale diese Gebiete haben keine Verwaltungsc'! >>">', keiie Eisenbahnen, keinen Telegraphen, keine Alle» dies ist deutscher Besitz und in deutsch ^ iriebe. Auch zur Errichtung eines eigenen Voll t oder einer Miliz sind die Länder mangels \ • • Organe in absehbarer Zeit nicht in der S<«e S Wener Brief an Herrn Reichsrats- undlLandtags-abgeordneten Dr.' Anton Aorofec.i Ob-^ mann des ,,Südslawischen Klubs". Dir .Stajerepartei' hat vor kurzem in Pettau nn? Versammlung der Gemeindevorsteher veranlaßt, au welcher die große Mehrheit der Vorsteher im Bezirke Pettau teilnahm und einstimmig der von mir durch nahezu 14 Jahre geleiteten BezirkSver» tretung Tank und Anerkennung auSfprach. Im Anhange sprach sich die Versammlung ein-stimmig gegen die berüchtigte Moideklaratio» auS. waren fast ausschließlich slowenische Bür-ge^mtister. von denen kein einziger trotz der nach-«täglichen wüstesten Hetze sein Wort zurückgenommen hat. Der österreichische Gedanke ist im untersteiri-scheu Volke eben »och nicht erschlagen . . . Ich habe an dieser patriotischen Kundgebung leider nicht mitgewirkt — habe sie nicht veranlaßt und von ihr uichtS gewußt, da ich krankheitshalber verreist war. Ich finde aber keinen Anstand. auS voller Ueberzeugung in offener deutscher Weise die Kund, gebung nachträglich zu uuterschreiben. Ja. e» ist eine beispiellose Verzerrung der Tatsachen, wenn man »cm untersteirischen Volke .südslawische' Bestrebungen unterschiebt. Niemand hier unten, weder Deutscher noch Slowene, will einen „südslawischen" Staat — wir alle haben uns die Treue zu Kaiser u.rd Oesterreich erh:lten. KUc gegenteiligen Behauptungen sind politische Luge! Uebrigen» schätzen wir die ehrliche Erfüllung stistSbürgeilicher Pflichten höher — al« politische Erpressungen am bedrohten Vaterlande. Nun hat aber der Obmann des .Südslawischen K!ubS", Herr Dr. Anton Koroiec, mit seinen Ge-nofsen in der di. Sitzung dcS Abgeordnetenhauses vom 10. Dezember 1917 an Ihre Erzellenzen den Herrn Ministerpräsidenten und den Herrn Justiz-minister eine Anfrage gerichtet. Bezeichnender Weife hat diese Anfrage gerade der bäuerliche ReichSratSabgeordnete des Wahlkreises Pettau und Mitglied der LezirkSvertretung Pettau, Herr Michael Breitete, welcher zugleich aber auch Klubmitglied dcS Dr. Korosec ist, nicht unterschrieben In dieser „Anfrage' wurde ich unter AuS-Nutzung der Immunität (eine feine, ehrenhafte Waffe!!) alS „in diesem Kriege gefährlicher Denunziant bekannter Obmann der BezirkSverteetung". der den Gemeindevorstehern „materiellen oder moralischen Schaden zufügen könnte", bezeichnet. Ich genieße die „Immunität' nicht! Al» deutscher Oesterreicher, mitten in feinem slowenischen Bezirke aufrichtig und ohne Rücksicht auf Nationen war ich stet» bestr.bt, nützliche, wirtschaft-liche Arbeit zu leisten. Beweis dessen, daß mich 12 slowenische Ge> meindrn dcS Bezirkes zu ihren Ehrenbürger ernannt haben. Ich lasse mich von keiner solchen Gruppe, welche Oesterreich zerreißen will, beschimpfen. Herr Abg. Dr. Korosec und alle Ihre Gefähc« ten, ich nenne Sir öffentlich Ehrabschneider und Verleumder, solange Sie nicht die Behauptung meiner „gefähr-l.chen Denunziationen' und „Schädigungen' beweisen. Da» ist weine persönliche Antwort! Die politische Antwort wird das durch unsere Arbeit österreichisch»»» gebliebene slowenische Volk im Unterlande selber geben. Pettau, im Jänner 1916. Joses Ornig, Bürgermeister, BezirkSobmann, LandtagSabgeordneter. Die Deutsche Genieiuschaft in Drsterreich. In meinem Aussatze vom 6. Jänner habe ich be> reit» ausgeführt, wie ich mir das Verhältnis zwischen Wählerschaft (veuifche Gemeinschaft) und Abgeord nete» (Verband) denke, von einem versuche, die Abgeordneten verdrängen zu wollen, wie so mancher behauptet, ist also gar keine Rede, wa« auch meinen bisherigen Bemühungen, zwischen Abgeordneten und Balkirai ein innige» Band zu knüvfen, widersprechen Deutsche Macht würde. ES gibt aber eben Leute, die im Bewußseln schwacher Pflichterfüllung an Verfolgungswahn leiden und in jeder Aeußrrungf eilen» der Wählerschaft eine Bevormundung erblicken. Auch wurde mir vorgeworfen, daß ich mich in Widersprüchen bewege, wenn ich, wie in meiner WeihnachtSbetrachtung, auch den Ruf nach „neuen Männern" auSstoße. andererseits dieselben Abgeordneten in meinem an die einzelnen Parteien deS Herren- und Abgeordnetenhauses gerichteten Briefe auffordere, sich zusammenzuschließen und die Forderungen unseres Volkes energisch zu vertreten. Herr Professor Dr. Robert Sieger (Grazer Hoch-schule) hat im „Grazer Tagblatt" in vier Auffiitzen gerade diese Frage auSsührlich besprochen und ich will eine seiner Aeußerungen zur allgemeinen Klärung dieser Frage hier wiederholen. Herr Prssessor Dr. Sieger sagt im dritten seiner Aussätze über da» Schlagwort „Neue Männer": „Sie (die Abgeord-neun) werden dann auch sehen, daß der Ruf nach neuen Männern im Grunde nichiS andere« besagen will, al» den Ruf nach neuen Bahnen, nach groß-zügigen, weiterreichenden Gesichtspunkten und vor allem nach Abkehr von den nationalen Sekten-bildungen, die unserem Volke schon so viel Schaden gebracht haben." Und. daß unter unseren Abgeord' neten gewiß eine große Anzahl sehr tüchtiger Leute sind, vor denen ohne Rucksicht auf ihre Parteizu-gehörigkeit alle Deutschen in O sterreich achtungsvoll den Hut ziehen, darüber ist doch gar kein Zweifel, nur bedauert man allgemein, daß gerade diese Leute so wenig in den Vordergrund treten oder in den Vordergrund gelassen werden. Doch abgesehen davon: Die Abgeordneten sind eben unsere Abgeordneten. Wen sonst kann man darum jetzt ausfordern, sich zusammenzuschließen und unsere Interessen zu vertreten, als diese Abgeord-neten. Oder sollen wir, trotzdem Gefahr im Verzüge ist, warten, bis Neuwahlen stattgefunden haben? Ein sehr richtige» Wort, da« eigentlich mein Stre-ben (Schonung der Deutschen Gemeinschast) klar bezeichnet, finde ich in der Antwort, die ich heute von der Landesparteileitung der deutschen Sozial-demokraten Böhmens erhalten habe. In dieser Ant-wort heißt eS: »Wenn Sie nun, verehrter Herr Doklor, auch an uns die Aufforderung zum Zufam-menschluffe aller politischen Kräfte der Nation rich-ten, fo halten wir den Gedanken an sich durchaus sür naheliegend, denn cS ist ganz zweifellos, daß di« Bereinigung aller politischen Kräfie unsere» vol-kes in der Zeit so tiefgehender Neugestaltungen wie der jetzige» und insbesondere in der durch den Krieg in Oesterreich unabweisbar gewordenen Neuordnung d>'» BeihältnisicS der Nationen zueinander und zum Staate, d. h. in der Zeit deS Neuaufbaues unserer gesunden innerstaatlichen Ordnung, sür die Stellung der deutschen Nation in der Zukunft von auSschlag-gebender Bedeutung sein muß." » Jawohl, darum handelt eS sich mir: Um die Bereinigung aller politischen Kräfte unseres Volkes und nm die Machtentfaliung derselben gegenüber unse ren Gegnern. Daß ich mir damit ein Ziel gesetzt habe. daS alle vernünftigen Denlschcn zut heißen, das beweisen mir die vielen Zustimmungen, die ich gerade auS den Kreisen der Abgeordneten «nd He» reuhau?Mitglieder erhalten habe. Trebnitz, am 9. Jänner 1918. Dr. T'tta. Ans Stadt und Janö. Cillier Gemeinderat. Am 15. d. sa'id eine Sitzung des Eillier Ge-meinderaicS statt, die mit den Berichten deS Ban-auSschusfeS ihren Ansang nahm. Als Obmann die-feS Ausschusses belichtete Jng. Wilhelm Rakufch über ein Ansuchen deS PslaftermeisterS del Orto nm Erhöhung der Preise de» PslcisterungSmaierialc», die der Gesuchsteller mit der herrschenden allgemeinen Teuerung begründete. Der Bericht« stau er stellte mit Rücksicht daraus, alS der Unterausschuß nicht beschlußfähig war, in eigener Person den Antrag, die angesuchle Preiserhöhung zu bewilligen. Dieser A.trag wurde angenommen. Bürgelvicisteistellvertreter kai'. Rat Karl Teppey berichtete sür den Finanzausschuß über ein Ansuchen deS Deutschen Echulvereine» in Wien um einen FörderungSbeitrag sür das Jahr 1918. Der Be-lichterstatier wies darauf hin, daß zu diesem Zwecke im Voranschlage bereit» li 0 K vorgesehen sind und stellte den Antrag, dem Deutschen Schulvereine in Wien den Beitrag von 100 fl zu gewähren. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Nummer 3 Die Berichte des Friedhof»au»schussei würben von der Tageordnung abgesetzt. Für den Mautaussichl»au»schuß berichtete GA. Leopold Wambrechtsammer, über dessen Maulgebüb-renabfiudung für die Firma Viktor Wozg mit 100 Krone», sür Franz Karloofek mit 80 K, str die Firma Gusta» Stiger mit 150 K und sür die Ftrma D. Rakusch mit ISO K bestimmt wurde. Sodann nahmen Bürgermeister Dr. von Jabor-uegg und GA. Dr. August Schnrbi Stellung gegen die Agitation, die seilen» der slowenischen Abgeord-neten und der Pfarrämter zugunsten der südslawi-fchen Deklaration vom 30. Mai 1917 eingeleitet wurde, der zusolge von einer Reihe von Gemeinde-ämtern Kundgebungen zugunsten dieser Deklaration beschlossen, sowie seilen» verschiedener Körperschaften und vereine Unterschriften sogar von Kindern ge-sammelt werden, die kaum da» 10. Lebensjahr über-schritten haben. E» w.'rde al» eine Pflicht de» Eillier Gemeinderate» hinbestellt, zu dieser Propaganda Stellung zu nehmen und gegen die LoSlösung eine» Teile» von Steierma'k entsprechend zu protestieren. Um diesem Standpunkte Rechnung zu tragen, be-antragt? Dr. Schurbi eine Entschließung, die an anderer Stelle abgedruckt ist. Der Gemeindeausschuß nahm diese Entschließung unter lautem Bcifalle ein« stimmig an Hieraus entwickelte der Bürgern»ister Dr. vo» Jaboruegg in einem ausführlichen Berichte ein klare» Bild über die LebenSmittelfrage in nächster Zeit. Der Bericht wird in nächster Nummer ge» bracht werden. Nachdem Dr. Echurbi in warmen Worten unter lebhafter Zustimmung deS Gemeinde-ralcs dem Bürgermeister den Dank sür den Bericht zum Ausdrucke gebracht hatte, wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, die wir an anderer Stelle abdrucken. Bürgirmeisterstellvertreter kais. Rat Karl Teppey gedachte der segensreichen Tätigkeit der Frau Leo-poldine Rakusch und der Herren August de Toma und Leopold Wambrechtsammer in der KriegSküch? und beaniragte, den Genannten den besten Dank auSzusprechcn. Der Gemeindeausschuß stimmte dem Antragsteller lebhaft bei. Zug. Rakusch stellte die Anfrage wegen Errich-«ung der KinderkriegSküche. Der Bürgermeister be antwortete diese Anfrage dahin, daß er mit Rück-ficht auf d-n vollkommenen Mangel an Leben»mit teln nicht in der Lage ist, die KinderkriegSküche derzeit zu eröffne«. Dr. Skoberne schnitt die Frage der Wieder dcnütznng der Schulgebäude zu Unterrichtszweckc» an, woiauf der Bürgermeister über die getroffene» Vorkehrungen in dieser Richtung seit de» Abganges de» GarnisonSspitaleS Bericht erstattete. Der Bürgermeister wies darauf hin, daß die unternommenen Schritte noch nicht die vollkommene Erledigung ge-funden haben, wcihalb noch das Ergebnis der an-steknüpiten Beihandlungen abzuwarten sei. Doktor Sko.ern- stellte in dieser Angelegenheit den Antrag, eine Einschließung anzunehmen, die einstimmig an-genommen wur»e. Wir bringen die Entschließung an anderer Stelle. Schließlich wurde daS Ansuchen deS Theater« direkt»:» Hermann Röche um Bewilligung der Er-höhnng der Theaterpre se in Verhandlung gezogen. Die Preise würden sich nachstehend stellen: große Loge 14 K kleine Loge 13 K, Parterre-Sperrsitze Nr. 1—30 ;5-50 K, Nr. 31-75 K, Nr. 76 bis li8 2 70 K, sämtliche Gallerie-Sperrsitze 1 K Parteire-St hplatze 90 Heller, sür Studenten und Militär 80 Heller und Galene-Stehplätz? 50 Heller Ueber diese Eingabe berichtete G?l. Leopold Wam brechtsammer, der, nachdem von mehreren Seiten über den Mangel einer Musik in den Pausen und über die Minderweitigkeit der bisherigen Auffüh mögen geklagt worden war, den Antrag stellte, die obangeführie Preiserhöhung gegen die Verpflichtung der Beistellung einer Musik und der Vorführung besserer Stücke zu bew II gen. Der Antrag wird angenommen Schließlich wur>e dem Musiker Udo Borgelt über dessen Ansuchen das im Theater un> benützt stehende Pianino leihweise zur Verfügung gestellt. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Kriegsauszeichnungen. Der Kaiser hat verliehen zum zwe.ienmale da« Miliiärveroienstkreuz 3. Kl. m. d. Schw. den Haupilemen Albert Ober-weger, Franz Breisach und Wilhelm Taraba des JR 87, zum erstenmale den Reserve-Oberleutuan ten Vinzenz Kollen; des JR. 27, Franz Mastnak de» JR. 67 und Josef Krämer de» FstAB. 4 und dem Reserveleutnam AlfonSTfchinkel des JR. 7. Nimmn A Unterstützung für Jugendfürsorge Zwecke. Statthalter Gras Elaiq hat drm Dcuiichc» Wais«»hauS- und Jugendfürsorgeverein deS GerichiS- l^zirk«» Cilli in Cilli einen Betrag von 1000 Kro-neu auS Juge»dsürs»rgemitteln der Ltatthalterei be-wiktgt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn. lag findet um 10 Uhr vormittags wieder im Ge-mewdtsaale be3 evangelischen Pfarrhauses ein öffentlicher Gottesdienst statt. Herr Pjarrer May wird predigen über „Wirf dein Anliegen aus den Herrn." Aus dem Finanzdienste. Finanzsekretir Dr. Stoschier in Brück wurde zum Vorstand deS St«nerres«rateS bei der BezirkShauptmannschaft Mar-bürg ernannt. Notariat. Der Jnstizminister hat den Notar Johann Kolenc von Klvnau nach Windischseistritz versetzt. Violinkonzert Nives Luzzatto. Wir machen »och einmal auf das Konzert der NiveS Luzzatto, Violinvirtuosin, am 25. d. aufmerksam. Die Gramer Kritik läßt einen außerordentlichen Kunstgenuß erwarten. Wundervoll soll namentlich das Znsammenspiel zwischen der Künstlerin und ihrer sie begleitenden Mutter Frau Jda Luzzatto fein. Der Kartenvo,verkauf findet in der Kanzlei deS Herrn Dr. Fritz Zangger, Bahnhosgasse 1, statt und ist bereits im Gange. Symphoniekonzert. Am 7. Februar halb 3 Uhr alends findet im hiesigen Stadttheater ein Shwphonikkonzert der Grazer Garnisonmusik unter der Leitung deS Herrn Kapellmeisters Anton von Zanelti statt. Das letzte Symphoniekonzert dieses künstlerisch hochstehenden Orchesters steht allen Teil-nehmern noch in angenehmster Erinnerung, so bog auch diesmal ein ausverkaufte» HauS zu erwarten ist. Der Kartenvrrvcrkaus findet in der Kanzlei deS RechiSonwalteS Dr. Fritz Zangger, Bahnhvsgosse, statt und beginnt Monlag den 28. d. Vom Schwurgerichte. Im lausenden Zahre werden beim hiesigen KreiSgerichle vier ordentliche Schwurgerichtssitzungk» stattfinden und zwar die erste beginnend am 4. Februar, die zwc te am l3. Mai, die drill« am 9. September und die vierte am 9. Dezember. Für die erste Schwur-gerichtisiyung wuide zum Vorsitzende» der f. f. Hos rat und KreiSgerichtepräsident Adalbert Kotzian be-stellt, zu dessen SteVvc.-tretern OberlandeSgerichtSrat Dr. Ädols Roschanz, sowie die LandeSgerichtSräte Ludwig Wenedikter und Adolf Matzl. Wasserleitung. Die Abnehmer der Wasser-leitung werden dringendst ausgesordert. die Hähne wiihrend der Nacht nicht offen zu lassen, zumal die Frostgefahr vorläufig vorüber ist. Unterbliebene Kino - Vorstellungen. Samstag den 12. nnd Sonntag den 1.1. d. muhten die Kinovorstellungen der städtischen Lichtspielbühne unterbleiben, da da« Filmpaket beim Zusammenstoße aus der Südbahn in Verlust geraten war und erst diese Woche am DoiinerSlag hier anlangte. Es mußte sofort zurückgeschickt werden. Soldatenbegräbnisse- In den letzten Ta-gen w«rde» nachsalzende Soldaten, welche in den hiesigen Spitälern gestorben sind, am städtischen Helden-Friedhose beerdigt: am 16. d.: Schütze Hein-rich Widda; am 18. d.: Ldst.Jns. Leonhard Fcll-ner deS JR. 84. Eisenbahnunfall. Kürzlich fuhr in der Station Tüfser ter Lokomotivführer Johann Br?S-nik mit «in« Lokomotive ohne Begleitwannschaft und «hn« Signale zu geben aus dem Heizhaus?. BieSnik fuhr mit seiner Lokomotive in den eben aus der Station fahrenden Postzug Nr. 32. Mehrere Waggons des PostzugeS sowie die Lokomotive wurden schwer beschädigt; von den Reisenden wurde glücklicherweise niemand verletzt. Gegen den fahrlässigen Lokomotivführer wurde die Strafanzeige erstattet. Ein Todessturz. Am 10. d. wollie der 76jährige Grundbesitzer Franz Kaker aus Savina, Gemeinde Oberbur?, in feiner Mühle daS Mühl-rad vom Eise reinigen. Er glitt hiebei auS, stürzte mehrere Meter tief ab und blieb unter dem Mühlrad? tot liegen. Die Leiche wurde erst am nächsten Tage von seinem Sohne Martin unter dem Mühl-rade entdeckt und nach Hause gebracht. Alldeutscher Vorschlag für das ge-meinsame deutsche Programm. Da der seivrrzeit von Blvmarck gewünschte organisch« Ber-band zwischen dem Deutsch«» Reich und Oesterreich nach Durchsührung der unbedingt notwendigen Son-Verstellung Galiziens wieder angeregt werden kann und da daS bisherige Bündnis für den Schutz des Deutschtums in Oesterreich keine Gewähr bot, so müssen wir uns derzeit daraus beschränken, ein so!« che« bundeSrechtlicheS Verhältnis (zugleich mit Si- Deutsche Wacht cherstellnng der deutschen Staatssprache) anzustreben, durch welches eine Erhaltung deS deutschen BolkS-tumS in den rhcmaligtn deutsch österreichischen Sun-deSländtrn dauernd gesichert wird. ES erscheint dringend nötig, diesen programmatischen Porschlag in die weitesten BolkSkreisc zu tragen, wozu die Bildung je einer deutschen Gemeinschaft im Deut-schen Reiche und Oesterreich geboten erscheint. Aus dies« Art sollte sich die deutsche Einigkeit erzielen lassen. Schönerer, Dr. Ursin. Die neuerliche Erhöhung der Tabak-preise traten mit 15. d. in Geltung. Es wurden folgende Preise sestg'setzt: Zig«rr?n: Graziola 75 Heller, Regalia Media 50 Heller, Havanna-Birginier 48 Heller, Trabuco 44 Heller, Britannika 36 Heller, Virginia 24 Heller, Kuba-Port«rico 22 Heller, Brasilia-Birgiuia 18 Heller, Pitorieo 16 Heller, Gemischte Ausländer 12 Heller, Zigarillos 11 Heller. Zigaretten: Aegyptische dritter £orU 16 Heller, DameS 14 Heller. Damen 8 Heller, Sport 6'/, Heller, Ungarische 2'/, Heller. Zigarettentabak: Feinster Türkischer zu lüO Gramm 22 Kronen, seiner Türkischer zn 25 Gramm 5 Kronen, seiner Herzegowina zn 25 Gramm 1 Krone 80 Heller, feinster ungarischer Zigarettentabak zu 25 Gramm 60 Heller. Pseisenlabak: Kaisermischung zu 10» Gramm 2 Kronen 40 Heller, Knaster z» 25 Gramm 42 Heller, Landlabak zu 25 Gramm 14 Heller. Die Preise der Schnupslabake wurden um 20 bis 25 Prozent erhöht. Eine große Anzahl von Sorten wurde ausgelassen. Einsichtnahme in die Kriegsgewinn steuer-Iahlungsaufträge. Die Finanz Landes-direltion sür Sieiermark teilt mit, daß die im Ar-tik«l 28 der Durchsühnilig'vorschiift zur Kriegs-gewinnsteuer angeordnete Auflegung von Auszügen auS den Zahlungsaufträgen über die KriegSgewinn-steuer zur öffentlichen Einsicht bei den steiermärki-scheu Steuerbehörden in der Zeit vom 14. bis 27. d. stattfindet, soweit die Bemessungen bis dahin vollzogen sind. ES steht jedermann frei, diese Ein-sicht in obiger Frist innerhalb der AmtSstunden (d. i. in Graz von 8—2 Uhr und aus dem Lande von 8—12 Uhr und von 2 — 6 UhrZ in den AmtS räume» der St?uerbchö:den, d. i. bei den Steuer« administration Graz und bei den Steuerreseraten der BezirkShauptmannschasten vorzunehmen. Für die KnegSgewinnstcuerbemessungen der politischen Be-zirke Graz'Umgebung und VoitSberg erfolgt die Auflegung bei der Steu«radministrat>on Graz, für jene des politischen Bezirke» Gröbming beim Steuer-reserate Liezen, des politischen Bezirkes Murau beim Sterierreserat in Judendurg, des politischen Brzirke« ^onobitz beim Steilerreferate in Marburg und de« politischen Bezirkes Rann beim Steuerreferate in Cilli. Die zur Einsicht aufliegenden Auszüge aus den Kriegsgewinnsteuer'Zahlungsaufträgen enthalten: die Bezeichnung des' Steuerpflichtige», das Einkommen des KriegSjahi cS (1914, 1915 und 1916), daS Einkommen des zum Vergleiche dienenden Friedens jahreS (1913), das steuerpflichtige Mehreinkommen und den Betrag der KriegSgewinnsteuer. Die nächste Auflegung wird im Lause deS MonaieS Juli 1918 sür die biS dahin durchgefühlten weiieren Bemesfun-gen erfolgen. Bezirksvertretung Tüffer. Die Haupt-Versammlung sand am 31. v. in Trifail statt. Die Bezilksrechiiung sür 1916, die Rechnungen über die Valvasorisch? SlistungSv?rwaltung und über die Kaiser Franz-Joses RegierungSjubiläumSstistung wurde» zur Kenntnis genommen. Der Voranschlag für 1918 wurde genehmigt und beschlossen, zur Deckung des Abgänge» eme 35prozentige Umlage «uf die direkten laudeSfürstlichen Steuern einzuheben. Weiter? wurde beschlossen, die Gennindestraßeu von Lankt Marga-reten über BltSno und Doll »ach Hrastnigg als Be-zirkSstraße 2. Klasse zu übernehme», wenn die betei-ligten Gemeinden «inen culsprecheilden Laukosteubei-trag leisten, den Telephonbaulostenbeitrag Cilli—Tüs-ser—Sleinbiück mit 2155 jt zu bezahlen und bei der Postdirekiion wegen Ausbaues der Telephonlinie Steinbrück—H> jstnigg—Trisail linzuschrciten. Wien und die staatsrechtlichen Er-Klärungen der Slawen. Zn einer Versammlung deS BezukSvei n'dcS Wien. >5. Bez.. wurde nach einem Berich!» Professors Portisch BezirkSrat Ferdinand Sa »rzinger ersucht, in der BezirkSver-tretung aus d> Gefahren hinzuweisen, die durch die slawischen sto rechttichen Forderungen sür Wien entstehen. Z der am 20. Dezember 1917 statige« fundenen Su der BezirkS»ertretung für den 15. Bezirk h Bezirkörat Ferdinand Schwarzinger folgenden Ai gestellt, welcher auch einstimmig angeilvmmkn » ■ N^echen und Südflaweu haben auch ihre jfj, i. lirisch« Tätigkeit mit der *>.'.!» 3 Abgabe staatsrechtlicher Erklärung?» emg«l?st?t. Nn!n Hinweis auf daS S?lbftbesti«mungSr«cht der Völker einerseits, aus das historische SlaatSrecht andererseits verlangen sie die Schaffung selbständiger slawisch« Staaten im Nord und Sftd, die in nächster KäU Preßburg» an der Donau aneivandergrenze» solle«. Die Verwirklichung bi-.fer Träume u'ifc Wü»ick»e bedeutet sür Wien als Rrichshaupt» und Residen,« stadt eine große Gefahr. In früheren Zeiten H,»z>l» stadt d«S gesamten Reiches, erster Kn»tenpm,tl aUrr Berkehrwege, Sitz der Zentralbehörden, Mittelpunkt des wirtschaftlichen, geistigen und politischen Lebn*, hat Wien schen durch den Dualismus schwere« Schad?» erlitten. Gehen die Wünsche der Slawe!« in Erfüllung, so wird Wien von drei Seiten durch sremde Staaten eingekapselt, zu einer alle Schwäche» einer Grenzstadt zeigenden Provinzstadt herabgedrückt. Ein Teil der Zentralbehörden würd« Wien v«r-lassen müssen, ein Großteil des W,rtschasl»iede»s würde in die Haupiorte deS neuen Reiche», P:a., und wahrscheinlich Laibach, übergeleitet werden. Der Weg nach dem Balkan, nach Trieft nnd in »u5 Deutsche Reich ginge durch dies« Staaten, so wir vollständig dem Wohlwollen unserer Nachborn ausgeliefert wären. Große Unruhe und schwer? Sorze um die Zukunft der Vaterstadt hat die bodenständig« Bevölkerung Wiens erfaßt. Laut und leidenschastlich nehmen wir Stellung gegen die Erfüllung die n flawisien Wünsche, gegen die Befriedigung nn.-r-fättlicher slawischer Begierden, die nicht nur (ine Gefährdung d.S Staates, eine Bedrohung des sudetenländischcn und alpenländifchen Deutichlumk, sondern auch eine Vernichtung unserer Großstadt-stellung bedeuten würde. Ich beantrage daher, di? BczirkSveriretung wolle gegen diese, auch die Re'^s-Haupt» und Residenzstadt Wien schädigenden Fordnungen ?nlsprechcnde Ve» wahrung einlegen, sowie S?. Exzellenz de» Herrn Bürgermeister Dok'or R. Weiskirchuer zu ersuchen, er möge anch im Wiene" Gemeinderate zu dieser Frage entschieden SteUnnz nehmen und die Regierung warnen, durch etwaiqe Nachgiebigkeit gegenüber den slawischen Wlinschen die jur größten Bewunderung zwingend? Geduld der patriotischen Wiener Bevölkerung auf eine allzu große Belastungsprobe zu stellen." Unterschriftensammlung für den süd-slawischen Staat. Die Marburger Zeitung schreibt: Ja Marburg und auch in anderen S'äd-ten, Märkten und Orten deS steirischen Unterland«» sowie im ganze» Süden Oesterr.ichs ist ein« von der Partei des panslawistifchen Abg. Koro^chetz ein-Geleitete nnd geführte heimliche Sammlung von Un-terfchriften sür den von Koroschetz nnd Genossen angestrebten, vom einheitlichen österreichischen Staate-v-rbande loszureißenden südslawische» Staat :« We»ke. Die Unterschristensammler gehen zu Mä.i« nern, Frauen und Schulkindern, von denen sie kein« besondere Intelligenz ?rwarten und verlangen von ihnen ihre Unterschrift unter harmlos scheinend?:» Deutungen. Auf diese Weise erhalten sie dir Unter-schriften auch von Leuten, die gar nicht daran den-keil, sich von Oesterreich loSzuirennen, von Leuten, die sich der Tragweite ein«r solchen .Handlung gar nicht bewußt sind. Die Unterschristensammler scheuen sich nicht, auch zu einfachen deutschen Familie» und Einzelpersonen zu gehen, um von ihnen unter un-v?rdächtig?n Angaben d«ren Unterfchlisten zn erhal-ten. Auf diese Weise will mau Unterschriften für den südslawischen Staat in Massen zusammentriv-ge:> aus die man dann verweisen kann. Di« Be-völkernng und die Behörden seien hiemit ausmerk, sam gemacht aus dieses Treiben, welches wohl m lelnem anderen Staate denkbar wäre und in den „demokratischen" Ländern der Entente zweifellos iu den Kerker, wenn nicht zur Todesstrafe fuhren würde. BemerkenSweit ist, daß daS gesamte Stras» anstaltspersonal von Capodistria nach seiner ierung »ach Marburg gebracht wurde; unter dies?» scheint der erwähnte Geist ziemlich um sich gegritfe» zu haben, waS daraus ersichtlich ist, daß einer der in Marburg solcher Unterschriften sammelnden Agi-tatoren, namens Bajt, jenem Personal a«g ____________Deuisch- Wacht __ hauptet die „Slraza" vom 11. d., zu Beginn des Krieges habe ein „alldeutschprotestanlisches Komitee" täglich beim NezirkShauptmann gesteckt und die Gendarmerie sei dann beauftragt worden, slowenische Psarrer, Kapläne und andere Nationale festzunehmen und ins Gesängnis zu werfen. Den Deutsche», di« .Nieder mit Oesterreich!" geschrien häiten, sei kein Haar gekrümmt worden. Natürlich sind diese Be-hauplungeu deS Bilchofblatte» wohlberechnete Erfin-düngen, die die Landbevölkerung aufreizen sollen. Dr. v. Weiß hat vielmehr vor KriegSbeglnn Gen-darmenberichte vom Lande über serbenfreundliche Bor-fälle unbeachtet gelassen. Die behördlich angeordnete Verhaftung bekannter Serbensreunde konnie er aller-ding« nicht verhindern. Daß die meisten wieder frei-gelassen wurden, hat mit der Schuldfrage nicht viel zu tun . . . Angebliche Erhöhung der Kartoffel-preise. Mit Rücksicht aus die in den Kreisen der Landwirte verbreitete Meinung, daß seitens de» Amtes sür Volksernährung eine Erhöhung der Kar-toffelpreise in den FrühjahiSmonaien beabsichtigt ist, wird amtlich vrrlautbart, daß eine derartige Maß-nähme nicht in Aussicht genommen ist. Diebstähle. In der Nacht vom 6. auf den 7. wurden aus dem versperrten Magazine deS Berg-Werkes in Buchberg 40 Leintücher im Werte von mehr als 400 K von bisher unbekannten Tätern entwendet. — Kürzlich wurden dem Grundbesitzer Zoses Goltnik au» Dobrol, Gemeinde Oderburg, drei Schafe im Werte von 400 bis 500 st gestohlen. — In der Nacht vom 6. aus den 7. d. w»r-den dem in Lotsche, Gemeinde St. Martin im Ro-sentale, wohnhaften Grundbesitzer Johann Kne; ans dem versperrten Stalle ein Paar 3jährige, über 1000 schwere Ochsen durch unbekannte Täter entwendet. Knez erleid.'t einen Schaden von über 2800 K Abgabe von Rinderfutter. In Anbe-tracht der drvh.'nden Funermittelnot namentlich sür oie Melkkühe, hat der Regierungskommissär der LandeSsuttermittelftelle ein Rindermi'chsntter zur Er-zeugung bringen lasten, welche« ausschließlich jenen Besitzern zugute kommen soll, welche im Wege der Milchsammelstellen an die BevölkerungSz'Ntien regel-mäßig Milch liesern. Di« Zusammensetzung deS FuNerS ist solgende: 28 % Kleie, 10 % Melasse, 25 % MaiSspindelschrot, 10 % Radewicke, 15 % Oelkuchen, 10 % Wcintrester, 1 % Kalk, I % Salz, bezw: 88# Kleie, 10% Melasse, 15% Ocl-kuchen, 25 ?o MaiSspindelschrot, 8 % Weintrester, 1^ Salz, 1 Kreide, 2% Heidcnschalen. Der Preis beträgt K 42.35 per 100 Kilogramm. Ansuchen um Zuweisung dieses FutterS habe» die Anzahl der ftühr, sowie die Angabe zu enthalten, wieviel Milch täglich in der Wirtschaft produüert und wohin diese Menge geliefert wird nnd sind an die LandcSsnttermitlelstelle sür Steiermark in Graz, SalzamtSgasse 2, zu richte». Um eine streng fachmännische Verteilung deS immerhin nur in ge-ringen Mengen vorhandenen Futters zu ermöglichen, hat der Regierungskommissär der LandeSsuttermittel-stelle die weitere Anordnung gelrossen, daß die Zu-weisungSgesuche ausnahmslvs von den Verwaltungen der Dienststellen sür die Milchversorgung zu begul-achten sind. Kriegshitfe für die Deutschen des Küstenland rs. Wien 8., Florianigasse 39, Fernsprecher 38.263. Die herrlichen Siege der verbündeten Truppen haben unser Kästenland für immer von der Herrschaft de» Feindes b«fr«it. Die Bevölkerung kehrt in ihre zum Teil zerstörten Heimstätten zurück, bcr Wiederaufbau wird bald in Angriff g nommen werden. Zu den Bewohnern de« Küstenland««, denen die Heimat wiedergegeben wird, gehören auch viele Deutsche, die insbesondere in Görz ansässig waren; aber nicht nur hier, auch in Triest und anderen Orten hat der Krieg manchen Deutschen, der sich dort in bescheidener Stet-lung befand, zugrunde ger»ch>«t. Die Deutschen sind aber gerade im Sinne jene« in Tricst gesprochenen kat-serlichen Worte» »vom engsten Anschluss« Trieft» an da« mächtige Wirtschaftsgebiet der Monarchie' als ein unter allen Umstanden staatStreueS Element ein wert-voller Bestandteil der küstenländischen Bevölkerung; sie haben vor dem Kriege zur wirtschaftlichen Entwicklung de« Lande« viel beigetragen, sie können nicht entbehrt wcrdcn, wenn es jetzt gilt, dort von neuern auszubauen, da« Land, neuer und hoffentlich verstärkter Blüte ent-gegenzuführen, an d:r entsprechenden Anteil zu nehmen daS deutsch« Bolk ei« volles Anrecht hat. Nummer 3 Aber e» gilt nicht nur den Deutschen ihre Heim-stätten wieder aufzubauen und ihnen, wo «» nötig ist, Unterstützung bet Wiederaufnahme ihrer Erwerb«tätig-feit zu bieten; auch deutscht Kultureinrichtung««, wie zum vtispirl Schulen, find durch den Krieg zu Schaden gekommen und bedürft» um so mehr tatkräftiger Hilf«, al« e« den zurückgtkehrten Deutschen schwer fa! len wird, neben der Sorge um ihr tigene« Fortkom-men auch die Last g«m«innütziger Au«g,ben zu tragen. Zudem sind sie gegenüber ihren anderssprachigen t!an de«genossen insoserne im Nachteile, al« der Sörzer Gemetnderat der «inzige SelbstverwaliunzZkörper ist, in dem sie «ine wenn auch unzulängliche Vertretung besitzen. Um so nötiger ist e«, daß sie sich de« Rück-halte» an ihren Volksgenossen bewußt werden, die ihre Belange auch bei den Zentralbehörden vertreten wollen. Diese« Bewußtsein wird ihnen auch den Mut stärken, so rasch al« möglich an d:n Wiederaufbau ihrer wirtschaftlichen Existenz zu schreite» — — Helfet d«n durch den Krieg in Not geratenen Deutschen de« Küstenlandes l E« bedarf großer Mittel, jeder spende nach Kräften, auch d«r kleinste Betrag ist willkommen. Wien, im Jänner 1918. Ehr«nau«schuß: Reich«rat«abgeordneter Josef Wolfgang Tobernig, Präsident de« Abgeordnetenhauke« Dr. Gustav Groß, Prinz Alexander von Thurn und Taxi«, Geheim. R., HerrenhauSmitglied, Bürgermeister der Reich«Haupt- und Residenzstadt Wien Dr. Richard WeiSkirchntr, Geheimer Rat, Herrenhaus-Mitglied. Dr. Franz Braun, Oberinspektor und Konsulent der Südbahn, Wie»; Anton Berger, Direktor der Kärntner Bank, Klagenfuit; Anton Dreher, Großgruadbesttzer, Mitgl'ed de« Herrenhaus«», Schwcchat; Max Ewen, Dtrekiorstellvertreler der Unfallversicherung«anstalt der österr. Eisenbahnen, Wien; Oberinspektor Dr. Karl Ritter von Frey, dzt. Beld«n; Dr. Rudolf Geyer, k. k. Universiltt«profcsfor, Obmann de« Deutschen Klub«, Wien; Dr. Karl Guggenberzer, Kommissär der österr. Staatsbahn, Wien; Dr. Gustav HemetSberger. k. k. Direktor deS Realgymnasiums in Görz, derzeit Abbazia; Dr. Robert Kauer, k. k. LandeSschulinfpektor für die deutschen Schulen im Küstenlande, Triest; Dr. Gustav Krauseneck, Gutsbesitzer, Obmann de« deutsche BolkSrate« für Triest und da« Küstenland: Adolf Kropsch, Inspektor der Südbahn r. P , Görz; Thea Freifrau von Lapenna-Wensern, Wien; Rudolf Libisch, Kaufmann, Graz: Robert Metzger, kgl. preußischer Hofspediteur, Wien—Trust; Dr. Viktor MiltschinSkv. k. k. Professor, Schriftführer de« deutschen VolkSrateS für Triest und Küstenland, Triest; Hugo von Root. Großindustrieller, Mitglied des Herrenhauses, Wien: Walter Overhoss, FabrikSdirektor, San Rceea bei Mug-gia; Anton Graf Paee, Geh. R., Seltionöchef i. P. Mitglied des Herrenhauses, Wien; Dr. Artur von Reiffenstuhl, Hof» und Gericht«advokat, Wien; Doktor Emil Reisch, k. k. Hofrat, UniversttälSprofessor, Wien; Dr. Paul Samassa, UniversilätSproftssor, Klosterntu bürg; Oberingenieur Adalbert Schaer, Obmann der EüdmarkortSgrupp« Triest; Dr. Julius Sylvester, Hof-und Gerichtsadvokat, ReichoratSabgeordneter, Salzburg; Dr. Julius Trubiig, Hofrat, k. k. Forst- und Dom! nendir«ktor ia Görz, dzt. Hofgastein; Moritz Wass«r burger, k. k. Oberpostrat, Wien; Dr. August Ritter von Wotawa, Gymnasialbirektor, Obmannstellvertreter de« Deutschen SchulvereintS, Wien. Zuschriften in alle» Ang:legenh«iten sind an die Anschrift: Wien 8., Florianigasse 3l) (F«,nsprech«r 38 263), z. H. deS OdmanncS de» ArbkitSauSschuss«« Direktor Dr. v. Wotawa zu richten Geldsendungen sind auf d,S Konto „Kriegshilfe für die Deutschen des Küstenlandes" bci der Zentralbank der Deutschen Spar-kassen einzuzahlen. Nuchlianöl'ung Mriß Nasch Rathaus- ♦. ♦♦ Rathaus. gassc 1 ♦ ♦ KdlUI ♦ ♦ flösse 1 Schrifttum. Das ZX'zemberheft von Piul Kellers MonatS-blättern „Die Bergstadt" (Bergstadtverlag Wil-Helm Gotilieb Korn, BreSlau; Preis vierteljährlich 3 Mk.) ist von echter W.'ihnachtsstimmunz durchweht. DaS Borschaltbild A. von Bolbonh» Aquarell „Weih-nacht", wirkt wie ein WeihnachtSlied in Farben. Die Musikbeilage bringt ein „WeihnachtSpastorale" von Bruno Wick, der T>xt rmpsindungSvolle Weihnachts^ Rjitw.i S Deutle Macht Gelte 5 «eichte, ftrner eine schwermütige WeihnachtSgeschichte aui dem Riesengebirge: „Liebesgabe" von dem Schrei« iKjmr Malerdichter HanS Fechner unv ein „Kriegsnikolo 1916" betiteltes Stimmungsbild von der Südwestfront au« k>er Feder von Ottvkar Staus von der March In eine« fesselnden, reich illustrierten Aussatz „Weihnachtskrippen" behandelt Fritz Mielert in Dortmund die oft wundervollen Erzeugnisse alter Krippenknnst. Weiter bringt das Heft u. o. die Fortsetzung deS Paul Keller-schen Walsromans ..HubertuS", in dem nun eine spannend dramatische Entwicklung einsetzt, eine lustige Humoreske „Der Stubenarrest" von Felix JanoSke, yeei feine Plaudereien: „Ueber die Aesthetik deSFli«. $rn»* von «Holaa Betsch und „Die Straßen" von Grete B-.'ntzinger, und eine illustrierte Schilderung der schönen, vom Feinde zerstörten Stadt Görz von Gustav W. Gegmann. An Kunstbeilageu gesellen sich zu dem schon erwähnten Weihnachtsbilde ein herrliche« Gemälde von Eduard v. Gebhardt. eine eigenartige Radierung von Professor Karl Mader sowie zwei prächtige B.ldcr aus dem photographischen Wettbewerb der „Bergstadt". Aus dem Inhalt des Januarheftes von .»Weftermanns Monatsheften". Deut, sch^r Nachwuchs. Roman »on Max Dreyer. — Feld» mirichsll >*cn Hindenburg und feine Strategie, von General der Infanterie z. D. »on Liebert. — Nord-deutsche Backsteingotik. von Prof. Dr Han« Much (illustriert). — Im Hause der Glücki-tigk«it. Auszeich-nungcn eine? Sanität«s»ldaten au« der Türkei. Voa Armin T. Wezner (illustriert) — Etwa« vom Vergleichen. Eine svrachlichc Plauderei. Von Prof. Otto B?»aghel. — Die Poesie bei Kochen« und Esten« Eine Erinnerung von Heloise von Beaulieu. — Ein Beniner Biedermeierzimmer. Von Prof. Dr. Otto P>>-s«e, (illustriert). — Fontane aus seinen Eltern, von Riearda Huch. — Dramatische Rundschau. Von Friedrich Dusel (illustriert). — Der Weltkrieg. Zeitgeschichtliche Monatsberichte von Professor Dr. Gustav Rotsff. Vermischtes. llnb-eachtete Helden. Helden weig^ich, derer niemand denket. Unbeachtet ihren Weg sie gehn, Richt mit stolzem Schritt — da» Haupt gesenket. 60 nur wird man diese Helden sehn. * Sie sind nicht wie Ihre starken Brüder, Di« hinauc mitzogen in den Krieg. Draußen mit zu bluten — oder wieder Heimzubringen ihren Herrn im Sieg! * Die ich meint, ^as sind müde Rosse, Die »in Leben lang schon Dienst getan, Die, weil jetzt die starken sind beim Trosse, Müssen neu zur schwersten Last heran; * Müssen dienen über ihr vermögen, Sie. die Schwachen, die längst sollten ruhn — Und, daß sie der Brüder Lasten zögen. Letzte Leden«kräfte rpfel'n nun. * Ein« sah ich, da« kaum sich halten konnte; Seine Glieder, sie versagten schier — — Doch e« tat die Pflicht, die altgewohnte. Zog den Wagen schwanken Schritt« von hier. Aufgeladen waren schwele Säcke, Wie ein Dulder ging da« Pferde grbückt, Zog sie ti« nach Hau« die ganz» Strecke — Und der Treue war « nochmals geglückt. * D»ch kein Ausruh n lohnt die harte Mühe — ».'«gen — arme» Rcs>, du wagst e« nicht I') Stehend mußt du harren, di« zur Frühe Man vom Stall dich sührt au neue Pilicht. ♦ Und ich sah noch andre.--Zlui dem Blicke «itler Pferde la« ich stumme Oual. Doch gehorsam tragen ihr Geschicke Sah ich die Erschöpften jede« Mal.-- Ohne Ruhm ist e« und unbeachtet, Ata« ihr Schwache» treu, zur Zcil der Rot, Auch im Dienst de» Vaterland» — vollbiachtet. StiUe Helden seid ihr bi« zum Tod. — E Mariel«. (örazer Tiyschutzverein, Wielandgasse 10.) *) üiiitiafteU' alte Pierde legen sich ium AuSiuhen nicht »ittfbr hin, weil sie ipflrcn, tast e> ihnen an Kraft zum Wiederaufstehen gebricht. Die Wilderer und der Krieg. Der Krieg verroht, er lockert die Gesetze d r menschlichen GesellschastSordnung, macht glelchgiltiger gegen Mein und Dein, Recht und Unrecht und den einst so kost-baren roten Lebenssaft» Keine einzige der so zahl« reichen Arten der Verbreche» und Vergehen, wie sie die neuzeitliche Gesetzgebung iu ihren Werken auf zählt, aber dürste emen auch nur annähernd so ge walligen Ausschwung zu verzeichnen haben, wie das Wildererunwesen in Oesterreich währei.d des Krieges. Weit mehr als lvO-Fälle sind in den dreieinhalb Zähren Weltkrieg zur gerichtlichen Ahndung gelangt und die meisten davon »ragen die Merkmale eines blutigen Zusammenstoßes zwischen Jäger und Wilderer an sich, als traurigen Abschluß eine« folgen-schweren Ereignisses, das beiden Teilen Uichl hätte erspart werden können. Die Fälle, bei welchen wirk-liche Not als Triebseder angesehen werden kann, sind nämlich gewiß ebenso selten, wie jene, die aus bloße Leidenschaft, aus unstillbaren Hang zur Jagd zurückgeführt werden können. Wenn man dem Laufe der Gerichtsverhandlungen folgt, so kommen doch schließlich immer d e gleichen Beweggründe zum Bor-schein: Arbeitsscheu, die abenteuerliche Neigung zum Verbotenen und das Fehlen des Verständnisses da-si'r, daß der Wilddiebstahl ein ebenso entehrendes Eigentumsdelikt bildet, wie jeder andere Diebstahl. Ein großer Teil der Schuld daran trifft jene, die in Madez» unbegreiflicher NechtSanschauung die Tat deS Wilderers psychologisch zu entschuldigen suchen. Erst kürzlich wurde in Erörterung eines traurigen Beispieles die Schuld geradezu dem Jäger zuge-messen und allen Ernstes die Behauptung ausge-stellt, daß es ein Verbrechen sei, eines Stück Wil-des wegen einen Menschen zum Kamps aus L-ben und Tod herauszusordiln (!). Unter dieser Voraussetzung müßte jeder Gendarm verurteilt werden, der den nächstbesten Einbrecher anhäll; »der ist eS etwa ein größeres Verbrechen, wenn ein hungriger Hand-wcrksbursche ein Stück Brot stiehlt!? Man begnügt sich aber vielfach leider nicht damit, den Wilddieb nur in Schutz zu nehmen, sondern scheut nicht ein-mal davor zurück, ihm ein romantisches Mäntelchen umzuhängen, indem man — wie wir es zu Beginn deS Krieges oft genug erleben mußten — jede vcr-weg ne Tat. jeden sicheren Schuß mit der Person eines Wilderers in Verbindung bringt. Aus diese Weise wird der Ungesetzlichkeit geradezu das Wort gesprochen und wer sich daran beteilig:, wird zum Mitschuldigen au der Tat, denn er vergißt dabei ganz und gar. daß er damit Lmbeer um Verbre« cherhäupler web!. Die Erfindung des Papiers Ueber die älteste Geschichte des Papiers hadeu die gründ-lichen Uiilcrsuchilligeii der Wiener Professoren Karabacek und Wiesner längst völlige Klaiheit verbreitet, und doch findet man noch in Schriften der neuesten Zeit die Behauptung, die Herstellung des Papiers aus Lum-pen sei eine uralte chinesische Erfindung. Der Anteil der Chinesen au dieser Eisindung ist in Wirklichkeit nur sehr gering. Sie hatten zwar schon früh den Wunsch, außer den bei ihnen gebräuchlichen teuren Schreibstoffen, nämlich der Seide und einer Art PapyruS, »och einen billigen, allgemein verwendbaren Stoff zu besitze», und dc«halb versuchten sie, auS geeigneten Pflanzen• fasern aus künstlichem Wege eine neue Art Papierus herzustellen. Ueber die ersten uiibeholsenen Versuche sind sie dabei aber nicht hinausgekommen, Die Kenntnis von diesen Versuchen wurde nun (wahrscheinlich schon im 7. Jahrhundert n. Chr.) duich chinesische Kriegs-gefangene nach der damals arabische 1 Stadt Samar-kand gebracht. Di Bewohner Sama»ka»dS waren der Mehrzahl nach Perser. Sie nahmen den in den schwa-chen chinesischen Versuchen liegenden Gedanken auf, griffen aber zu einem neuen Mittel, indem sie stau der roh.n Pflanzenfasern Lumpen oder Hadern zur Bereitung des „künstlichen PapycuS" verwendeten, — nnd da erst war die Eisindung des Papiers geschehen; unsern stammverwandten (weil indveurrpäiichen) per-'ischen Vettern gebührt Her Ruhm, den sür die wenig erfindungsreichen Chinesen so gut wie liiizugänglichen GeisteSsund als erste gehoben ^u haben. Samaikand war lange der Hanpisitz der Papiererzeugunz; dann erfolgte im Jahre 795 in Bagdad die Gründung einer Pap ermühle durch den berühmten Kalifen Harun al Raschid. Die Zubereitung wurde jedoch a!S Geliemnis gehütet, und selbst als d?e Araber Südeui cpa beherrsch-ten, war dem Norden das Pap er fast unbekannt. E.st durch die Kreuzzüge gewannen die germanischen Völker die Kenuinis von der Herstellung des von ihnen bis dahin als höchst kostbar betrachtete» fremden SioffeS,— und alS so der germanische Geist sich der E> findung seiner altpersischr» Vettern wieder annahm, verbrei-tete sie sich, von Verbesserung zu Verbesserung schrei-tend, schnell'durch ganz Europa. DaS Jahr 1299 sah (in Ravensburz) die erste deutsche Papiermühle entstehen. _ Z»it ipriltßln&ft. Ein Weihnachtsmärchen au« dem Schütze,graben von , Kurt Arnold Findeifen. Ja der heiligen Nacht standen viele deutsch« Sol-daten auf Posten in den Schützengräben und halten da« Gewehr schußbereit vor sich auf den Wall gelegt. Auf einmal sahen sie eine Helligkeit auffahren vor ihren Augen, ander« al« den bösen Fuuke« der Geschütze, ander« al» da« hinterlistige Licht d«r Leucht-raketen, ein Etrahlenhäufchen, da» näher und näher kam und »on dem ihnen ihre Herzen sagten, daß e» etwa» ganz Fromme« und Gute« sein müsse, so sanft kam e« angeschwebt. Und wie e« ihnen ganz nahe war, stehe da war e« eln weiße« Kind mit einem brennen« den Thristbäumchen. E« kam quer durch den Stacheldraht und blieb nicht hängen, zerriß sich auch da» Hemdlein nicht. E» trat auf die Spanischen Reiter und ritzte sich auch nicht ein kleine« bißchen den nackten Fuß. E« hielt da» Händchen vor sein Bäumlein, daß der Wind di« Lichter nicht auSblasen möchte, und lächelte, und eS ging ein Duft von ihm au« und eine Wärme und ein gro« ßer Glanz. Und der Glanz lrat den Soldaten in die Augen und die Wärme in« Herz, und st« rührten sich nicht und starrten und standen wi« verzauberte Leute. Auf einmal aber rief ein Landwehrmann, al« wenn er zu Hause sein jüngste« Büdlein riefe, ganz leise: Dickerch«» l Und ein anderer: gritzcl! Und ein dritter: Heinertel Und e« war auf einmal im ganzen langen Graben nicht einer der dem Kinde nicht eine» süßen Namen gegeben hätte in feinem Herzen; und jetzt hieß e« Paulemann und Grützmichel und Pau«> back und Sausewind, jetzt Lieschen, Traudel, Liebling, Herzblatt, «anemagrct, Hildegart; und manchmal kriegte e« auch zwei, drei, vier Nam-n auf einmal, und jeder nannte e« nach einem kleinen Bübel oder Mädel, da» er zu Hause wußte und lieb hatte und fein eigen nannte. Und da» freundliche ttind mit dem Bäumchen ging immer weiter an den Gräben hin und sein« Ker« zen brannten nicht nieder, und seine Lichter verlöschten nicht. Und bald war e» ein Söhnleln, bald ein G»ld-töchterchen, bald eine kleine Schwester oder ein späte« Biüdertein, bald ein G«vatterkind au» dem nächsten Dorfe oder da» Mäxchen vom Nachbar Jungnickel; und immer war e« ein wunderholte» deutsche» Hei matkind. Und schließlich kam e» an einen Soldaten, der halt« zu Haus« weder Familie, noch Freunde noch Be-kannte und war ein armer, einsamer Mann. Der wußte n cht wi« er da» Kind nennen sollte und tpollle schon ganz traurig werde» und die Hände vor die Augen tun. Wie er aber doch noch einmal nach dem Kinde hinschielte, war e» plötzlich d«r kleine Bube, der er selber gewesen vor vielen Jahren, al» er noch Dirnleinkleider trug nnd Struwellöckchen hatte und ei» unschuldige», wunschloles Herz, al» er noch eine Mutter hatte, die ihm die Nase wi'chte und abend« immer eine Weile an seinem Bette sitzen blieb. Und er mußte schnell den Kopf an die Grabenwand pressen und mnßte weinen, daß e« ihn schüttelte. Aber e» war ihm so wohl dabei und so leicht und er fühlte sich glück-selig und erlöst in seine.' Tränen. Viele Christkinder sind gegangen in dieser heiligen Nacht und e« ist doch nur ein einzige» gewesen. Und jeder, an dem e« vorüb^rgewandelt, stand noch lang in lieblichen Gedanken und spürte einen Trost in der Brust, der sür ungrzählte jammervolle Tage reichen mochte. («u« dem Januarheft 1918 von „Westermann« Monatehesten ) MATTOOTS EINZIQ IN seiner /analytischen i beschaffenheit.? BESTES ALTBEWAHR familien-GETRÄNR. ©ehe »5 ffwfJK Wach? .Human 3 Unnsillkommene Kraftäußerungen. Peter der Große von Rußland und August der Starke »on Sachsen waren einmal zugleich Vast beim Fllr« sten von Radziwill. Beide waren bekannt al< ebenso start im Essen wie in ihrer Körperkraft. Ersteres hatte» sie bereit» bei der ihnen ausgerichteten Mahl-zeit bewiesen, da schlug Kurfürst August vor, daß sie auch ihre Kräfte miteinander messen sollten. Er tat das. indem er eine schwere silbern, Serdierplatte vom Tische nahm und sie zu einer Rolle zusammen» bog. Der Zar beantworlete da» damit, daß er seinen silbernen Teller mit den Händen zu einem Klumpen zerdriickle. In ähnlicher Weise mußte die silberne Tnnkenschale nnd eine ebensolche Weinkanne den Be-weiS liefern für die gleich kräftigen Fänfle der Wett-kämpfet. Da aber machte Fürst Radzioill. dem na-tiirlich um fein prachtvolles Tafelgeschirr bange wurde, dem Zweikampf dadurch ein Ende, daß er dem Küchenchef Befehl fände, schleunigst eine wichtig« Pastete auf die Tafel zu schicken, die dann so köstlich duftete, daß die beiden Kraftmenschen ihre Zerstö-rnngswut ans diese neue Gabe übertrugen und auch darin Unerhörte« leisteten. Da» Silbergerät wurde währenddes unauffällig von der Tafel entfernt. Bombenhumor. Au« .Bibliothkk der Unter-Haltung und bt< Wissenb". Monatlich ein gebundener Band zu 90 Psg. Verlag der Union Deutsche Vertag«-gesellschaft. Stuttgart. Wie t« im alten Soldatenllede heißt: ..eine jede «ugel, si« trifft ja nicht." so kre-pieren auch nicht alle Granaten und Geschosse schwer-sten Kaliber«. Unsere Männer im Feld« errichteten au« VlindgZnzern da und dort ErinnerungSmal«, auf denen nicht selten ernste ui d launige Vers« angebratt wurden. So stehen auf einem der riesigen amerikani-scheu BlindgZnger, der in den Tagen der englischen Angriff« In Flandern zu unseren Feldgrauen geflogen kam, di« Spott»:rs«: „O Wanderer, sei nicht so blind Wie wir, für dich, zum Glück oft sind. Sch, staun und bitt, sür alle Onkel und Tanten Und sür di« amerikanischen MunilionSfabrikaat«».- Landwirtschaftliche Schriften für Soldaten. >u« zahlreich«,! Zuschriften ist zu ertai-r«n, daß den Soldaten, die »om Land« stammen l>d»r die sich mit landwirtschaftlich«» Fragen v«rlraut mache* mkchtcn, die Zusendung landwirtschaftlicher SchriHra besonder« erwünscht Ist. In dienstfreier Zeit wild (trat nach landwirtschaftlich«», Lesestoff gegriffen, um die t« ruflichen Kenntniffe zu vernehmen. Zur Firderltng Wr wirtschaftlichen Fortbildung ist da« Lande«kuIturin>V Deutsche Macht S«ite 7 Strumpf-Reparatur-Uebernahmsstelle fü» Cilli an selbständige Geschäftsleute zu vergeben. Anfragen sind zu richten an die Zentral-Uebernahmsstelle für Graz und Steiermark der ersten Wiener Strumpf- und Socken-Reparatur-Fabrik R. Repper in Graz, Gleisdorfergasse Nr. 4. Wenxl Seliritiftiiii, Kaiser Wilhelm«trasse Kr. 14 • Cilli • Iteichh altige« Lagor in Violinen. Gitarren, Zithern. ttandnlinen, Mund- und Zieh- Musikinstruraentenraacher Kaiser Wilhelmstrasse Nr. 14 liarraonikHs. Violinkitsten und dergleichen Goldklang-Lauten für fciirotliehe Musikinstrumente. Beste Violin- und Zithersuiton Absolviert» Gewerbeschülerin, g«-lernte Schneiderin, bittet iu einem Verloren im Theater (Parterre vorletzte Reihe) od^r am Wege Theater—Giselastrasse kleine silberne Damesuhr. 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Suppa» Johann . ijaay Vitior . . . ©aframte Private !« fVttiilft in aati m gtddfn 1 18 46 2« Eingeführtes Fleisch in Kilogramm «70 Seit« 8 tfmittsc W-chi Kammer 3 Sitzbadewanne Bilder rah in en und verschiedene andere Gegenstände zu verkaufen. Anzufragen in der Verwaltung des Blattes. 23S89 Sitzkassierin wird für halbtägigen Dienst auch der slowenischen Sprache mächtig sofort gesucht- Adlerapotheke Cilli. Fleischbank in der Klostergasse 4 sogleich zu vermieten. Näheres beim Eigen-tflmer Fr. J. v. Bachii, Rathnusg. 0. Zwei sehr schöne Fuchs-feile fertig ausgearbeitet für Muss und Pelz, lerner ein ntedizin. Mikroskop sowie eine sehr schöne Küchen-kredenZ; Einsiedegläser und verschiedene Flaschen, eine sehr schöne Nähmaschine, Waschservice, Ofengarnitur zu verkaufen. Tschret Nr. 37 bei Cilli, rechts ober Schuhmacher Reicher. Lehrling der deutschen und slowenischen Sprache mächtig, wird aufgenommen bei Franziska WalenUchak, Kamin» fegermeisterswitwe in Cilli. Danksagung. Lltr die^ herzliche Teilnahme während der Krankheit und nacb dem r—~T1W>rllB » iMW'l *'m m \ m 2lbleben unserer lieben unvergeßlichen Gattin, teuren Mutter $vau Aatharina Seebacher Feilhauermeisters- und Hausbesitzersgattin sowie für die schönen Aranz- nnd Blumenspenden tmd das zahlreiche ehrende Geleite zur letzten Ruhestätte wird es uns znr Psiicht, anf diesem !vege allen und jedem unseren tiesstgefühlten Dank anszusprecheu. «Lilli — Gaberje, am J5. Zänner \y\8. Faniilie Seebacher. 2 Schlosser-. gesellen bei guter Entlohnung und mn Lehrjnnge werden aufgenommen bei Anton Kossilr, Bau- und Kunstschlosserei, Wasspileitungsinstalla-teur, Kaiser-Wilhelmstrasse Nr. 47, Nett möbliertes kleines Zimmer oder Kabinett mit Fröhststck wird ab 1. Februar für dauernd y>n einem Herrn gesucht. Zuschriften unter »Beständig 235 8" an die Verw. d. Bl. Reine nette Wohnung 2—3 Zimmer, Kslcho und ZubehOr, wird von ruhigen Mieter zum ehesten Bezage gesucht. Anträge an die Verwaltung d. 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