Ireitag den 18^ Z>ezemver 187S: Die ^Vki»rbt»»ger Aeitun ins ö fl., vierteljährig 1 fl. ü0 tr; fargustellun- JnsertionSgebühr 6 kr. pr. Zeile. M, EiabriWug drs Vorayschlagrs. ^ Marburg. 12. Dezember ^872. H ute ist unser Reichsrath wieder zusammengetreten und will die Regierung schon in der riftcn Sitzung drs Abg ordnetenhaustS eine Vorlage einbringen, betreffend die provisorische Forttrhrbung der Gleuern fiir da< erste Bterteljahr 1873. da es lttder zu spät ist. um die Verhandlung über drn Boranschlag in d.r v rsassuttgSmäßlgen Frist also in diestm Vionate noch beendigen zu töttneu Btlebte ein srischer Geist den Buchslaben der Berfossuug wäre Ordnung im Hausholle deS . Staatts, so müßte der neue Baranschlag noch vor Ablauf des alten BorwallungSj>ihrcS zum Gesetz erhobea sein. Elf Jahre sind bereits dahingegangen. !eit in Oestetreich Staatsvoraaschläge l>urch Vertreter der öligem.inrnInt^esseu berathen undg daß spater bei eingehender Verhandlung über den Voranschlag die Steuer» von jener Höhe nicht Mthr berabgewälzt iverl^eti, zu welcher die pro-v!soiische Ktwilligung diefelben emporgeschraubt. Die verfassungsmäßigen, nie die wirthschöst- A e «i l r e t y «. Im Koapö trjtrr Alojst. Von A. L. ^ (Schluß.) Eine halbe Stunde verfloß, ohue d^ih sich uusere Loge geändert hätte. Obzwar ich sonst nichi wortarm bin. sand ich doch jeßt keine passende Eialeilung zur Anknüpfung eines Grspräches. DaS Wort erstach auf meinen Lippen, w.nn ich dir stoische Ruhe sah, mit dcr sie ein Blatt nach dem anderen wendete. Jedoch — lvie es oft zu sein pslegt — der Zufall lvar mir günstig. Wir ge? langten an eine Station» wo einige Minuten Aufenthalt gerustn lvurde. Meine Reisegefährtin zog aus ihrer rothsammtenen Tasche ein Glas heraus, und als ich bemerkte, daß sie Durst habe, erklärte ich ihr. daß ich für sie nicht nur ins Feuer, soft-detn auch gerne. Wasser holen gehe. Schweigend übergab sie mir daS Glas, mit welchem ich nach einigen Minuten zurückkehrte. lSin Blick deS Dankes beglrilet von einem bezaubernden „msrei, Livurl^ war der Lohrz meiner That, Ohl ich täuschte mrch nicht! denn als sie ihre Augen empor-schlug, glaubte ich in die Tiefe des MeereS geblickt zu haben. . ltchen Bedenken sprechen für die rechtzeitige Ein-bringung des Voranschlages. Zur Vriilidmg os« Merdau-Schalen. (Schluß) Es war in frijheren Jahren eine vielfach erörterte Streitfrage, ob den Ackerbau-Schulen da« Prädikat thcorrtjsch. praktisch oder praktisch-theoretisch beizulegen sei. Nachdem die e-ngten Gemüther ihren gepreßten Herzen durch Broschü-ren' und Artikel Luft gemacht und der Friede kautn wieder hergestellt war. tauchte eine ähnliche Frag; auf. darin gipfelnd: dte Ackerbau-Schule habe für gewisse Gegenden ihre Berechtigung, abcr auf den N^men „Schule" könnte sie keinen Anspruch machen. Auch hier ve»stummte bald das Geiäusch der Waffen, und da kcine Wunden geschlagen, keine Feinde besiegt tvareu, trauerten die AckclbaU'Schulen auch ob der Bezweiflung »hres Charakters nicht darum und erfreuen, wo sie mit richtiger Sachkenntniß geleitet sind, sich heute noch ihrtS DastinS. .Es soll damit nicht bezweifelt tverdei». daß nicht vielleicht genüg.nde Gründe zur Bemängelung deS Systems der Ackerbatt-Schulen vorgelegen, allein eS kani nicht bestritten werden, daß z^ der damaligen Zeit dieselben, noch unentivickelt. die Ansprüche zu hoch geschraubt, außer dem Bereiche der Möglichkeit lagen. Ist tS. namentlich betrrsfs der Leistuu^Sfä-higkeit. dtr Jugend gegenüber stUS rathsamcr, mehr statt weniger zu verlangen, so waren die in srüherer Zeil an die Ackert>au-Schulea gestellten— den. landwirthschastlichen Mittelschulen ähnlichen-^ Ansdrderungen schon der gemischten Zusammelt» setznng dcr die Flequenz bildenden Individuen wegen zu groß. Die Ackerbau Schulen sollten auS jcdkm ordendlichen und unordentlichen, wißbegierigen und der Wissenschaft feindlich gesinnten, angehenden und schon älteren, mit LebeaserfahluN» Ihr bankender Blick ermunterte mich, ein Ge sprach, anzuknüpfen, und als sie das Buch weglegte, wagte ich die geistreiche Bemerkung, zu machen: „Diese Reiselektüre scheint Sie sehr zu langweilen, meine Gnädige". „Oh nein" ^ antwortete sie — „Geibel kann nie larigiveilig sein, aber meine Augen slnd schivach --- ich habe heute schon so vi«! geweint." Ich sah sie überrascht an. WaS konnte Thrä-nen aus diesen Augen gelockt haben? Ich fragte in ganz diskreter Art um dieUr-sache lhreS Kummers. Möglich, daß sie'sich durch die Anfrichtigkeit meiner Fragen angenehm getros-fen fühlte, g nug. ihr frostiges Venehtnen sing zu weichen an und ich erfuhr, daß der Z'veck ihrer Reise von belriibendcr Bkschassenheit sci. „Mein Großvater" — sagte sie — „liegt am Sterbebette, und ich, die Vater- und mutterlose Waise, wurde tclegrophisch berufen, nachdem mein guter Alter mich, seinen Lreblmg, noch ein» mal zu sehen verlangte. Ich.lvar in Wien bci meinem Onkel. alS ich die traurige Nachricht er» hielt. Ohne Zögern entschloß ich mich, die Reise anzuttetcn. Der Weg von Wien nach Salzburg ist nicht lo weit, daß ich die Unannehmlichkeiten des Alleinseins zu befürchten hätte, und im salz- l^tn der verschiedensten Art ausgestatteten Frequen-tal'ten einen brauchbaren, tüchtigen Landwirth machen. Wie mancher tief bekümmerte Vater,' dessen Sohn — wo nicht der Konsequenz lvegen — fast le zwli Jahre in einer und derselben Klasse zuge-l>r«cht uad dessen zu starke Anhänglichkeit an die alte Klasse ihm schließlich den Austritt unaufgefordert verschaffte, suchte auf der genannten Anstalt mlt dem Sohne sein letztes Heil! Wie manche niedergedrückte Mutter alhmete nach der Ablieferung ihreS ausgearteten SohneS auf die AckerbauSchule wieder freier auf! Wie vielen Eltern waren die Ackerbau-Schulen das einzige Rettnngsmittel für ihre Söhne l Der eigentliche Bauernstand dagegen war so gut wie nicht vertreten. lKs war keine Kleinigkeit (für die AckerbaU'Schulen). das unter solchen.Verhältnissen zusammengewürfelte Material zu beherrschen und tüchtiges daraus zu machen. Vielen ist eS gelungen, vielen nicht. Bei dem Aufschivunge der Landwirthschast. bei den größeren Anforderungen ist auch daS Material wefentlich gesichtet, sind andere Verhält-nisie eingetreten. Mlt erweiterten Lehrplänen ausgestattete landwirthschastliche Mittelschulen sind entstanden, und dadurch ist eine ArbeitStheilung eingetreten. Der llnterricht der Ackerbau-Schule, speziell den kleineren landwirthschastiicheu Berhältniffen Rechnung tragend, wurde dadurch beschränkt, die Un-terr chtszeit — vordem zwei bis drei Jahren — lvesentlich gekürzt. Wenn dcr heutzutage nach richlit'^en Grundsätzen und Sachkenntniß geleileten Ackerbau-Schule der Vorwurf gemacht wird, sie nutze durch daS Arbeilcn die Kräfte ih^rer Zöglinge ms, so beruht dies auf unrichtiger Auffassung des Wesens derselbea und der Landwirthschast Die Landwirthschast ist in erster Linie ein Gelverbe, muß daher auch dem entsprechend erlernt und betriebe n lverden. Der Gelvcrbetreibende. der seine Laufbahn als Lehrling beginnt, arbnlet alS solcher zwei bis t»urgcr Bahnhofe werde ich von dem Verwalter meines Großvaters erwartet." Ihr i Vertrauen zu mir, daS Zittern ihrer Stimme, die aufrichtige innige Liebe, die sie für ihren sterbenden Großvater an den Tag legte — dies olles wirkte wohlthtUtld auf mein Gemüth, und die Stunden, die ich in ihrer Gefellschast vcr-lebt", schienen mir M'nuten gewesen zu sein. Ich hatte nie gedacht, daß eS in t'en höheren Kreisen so kindlich unschuldige Gemüther. so warme Herzen und so lieblich naive Geschöpfe gebe. Wenn ich im gesellschaftlichen Leben um einige Stufen höher oder sie um einige Stufen tiefer stände — iver weiß ob . . . .? Solche Gedanken durchkreuzten mein Gehirn. „Salzburg l" rief dcr Schaffner. Mein Gott, tvie die Zeit schnell verging. Ich sprang aus dem Waggon, mn ihr beim Aussteigen behilflich zu sein. Ich hielt ihre zarten Händchen noch in den meinigen. alS ein ernster Mann mit großrm Schnurbarte auf uns zukam und meine Gefäl^riin stark sizirend mit den Worte» ansprach: „Fräulein, Sie sind meine — Gefangene." Ueberrascht sah ich dem Maune ins Gesicht. „Herr! hier muß ein MiSverständniS sein. Sie täuschten sich in der Person ; daS ist Komtes^c^X." dsf» Jahre. I« günstigen FAlle« erhält n von stinem Meister Beiköstiguag und Wohnung, uad dient dafür ein hilbeS bi« ein Jahr länger oder zahlt dafür eine bestimmte Summe; im nagün' stit^en Falle erl^ält er die genannten Bortheile nicht und muß nebenbei ein Lehrgeld bezahl»». Da nun die Landwlrthschaft auch ein Gewerbe ist, warum sollen denn alsdann die Lehrlinge nicht ebenfalls arbeiten? Da sirner die AckerbaN'Schule die sogenannte Praxis und Theorie lehrt, ist nicht einzusehen, wie der Zögling die technischen Fertigkeiten erlernen, den Ausammenhang der einzelnen Arbeiten verstellen, die Leistungsfähigkeit eines Arbeiters beurtheilen. eine Wirthschaft leiten soll, wenn derselbe nicht das Maß dieser Aenutnisse durch das Arbeiten selbst erlangt hat. Ein Handwerker kann doch nicht Meisler werden, bevor er Arbeiter gewesen ist. Auf Privatgütern — so Rühmenswerthes auch manchmal geleistet werden mag — die söge-nannte Praxis zu erlernen, ist nur in AusnaljmS-füUen zu empfehlen. Welcher Gntsbefilzer gibt flch damit ab, mit pedantischer Strenge in systematischer Reihenfolge die verschiedenen Arbeiten vornehmen zu lassen? Auf einer tüchtigen Acker-dau-Schule ist dies gang und gäbe. Achnlich wie der bei einem fremden Meister oder in die Gewerbeschule eintretende Lehrling oder der in die Fremde gewanderte Geselle geht auch der Zögling in die Fremde, in die Ackerbau-Schule. Die Zeit, die jener seinem elterlichen Hause entzogen, trifft auch diesen. Der Bater muß sich bci dem Einen wie dem Anderen so lange bkhclfen. Der Mangel an Arbeitern ist für den Einen so empfindlich wie si»r den Andern, der Erfolg durch das von dem Gohu iazwischen Erlernte um so günstiger. Oder soll der angehende Landwirth, dem die Bildung durch den regen Verkehr, die in vielen Staaten selbst bei niedrigem Bildungsgrad so Günstiges geschaffen, nicht zu Theil wird, vielleicht zu Hause bleiben, daS von seinen Borfahren mechanisch lLrlerttie weitertreiben? Der landivirthschastliche Unterricht zerfällt in zwei Theilc; l. den der theoretischen Belehrung, 2. den der plaktischen Untelweisung. Ekstercs lst vorherrschent» aus höheren land-wirthschafllichen Mittelschulen, Letzteres auf nie-deren Älkeibau Schulen. Aus diesem Grunde blidet der Lefitz eineS Gutes für letztere eine Grundbedingung. Ohne dasselbe ist der Ziveck der in djese Kategoire ge-hörenden schulen gar nicht zu erfüllen. Die plakiische Unterweljuag darf fich nicht allein aus Pflügen, Eggea, Mühen «. s. w., als auf die erlangte Fertigkeit einzelner Arbeiten, beschränken, sondern muß all« in der Laudwirthschaft „Ah lias Komleffe!" sagt« der Polizeimann; „sie war Erzieherin «iner angesehenen Familie in Wien, hat von ihrer Herrschaft Geld und Pretiosen von großem Werthe gestohlen und wird jetzt überall osfizull gcjiicht." Nach diesen Worten reicht« er meiner an-muthigen Echönen seinen Arm und verschwand mit ihr in der Menge. Gin Kinterwaldter. Bon «. Etz. Unter den Linden in Berlin — die Hausnummer wird nicht verrathen — lebt schon seit vielen Jahren ein königlich preußischer Generalmajor nebst Familie im Ruhestande. Eine ansehnliche Pension und ein hübsches Privatvermögen setzen ihn in den Stund, ein recht angenehmes Haus zu machen, und die jungen Lieutenants von Kaiser Franz und Alexander amüfiren fich „samos" auf seinen Bällen. Aber so flott fie auch dort tanzen, vor vier Jahren noch — tanzte dort Keiner flolter, als des Generals eigener Sohn. Keiner ritt flotier durch den Thiergarten, den Jockei natürlich hinterher. Keiner trank flotter und Keiner — spielte fiotter. In Jtfferson lZ^ounty im Territorium Minne« sota, eil^ige hundert englische Meilen südwestlich von St. Paul wohnt jetzt unter Indianern und Bären ein Mann, der sich seit vier Jahren nicht rasirt hat und dessen sonstige Erscheinung jedem vsrkommiuden umfassen. Räch genauer Kenntniß der einzelnen Arbeiten ist es unfchwer. sämmtl'che Zweige der Landwirthschaft zu einem harmonischen Ganzen zu vereinigen. Im Heschichte des Hlages. Die neuernannten Mitglieder des österreichischen Herrenhauses find doch zahme Leute — und dennoch ruft das Baterland" der hochadclig'Ultramontanen Partei aus, daß man angefichts dieser Thatsache ans eine verfassungsmäßige Aktion verzichten muffe. Also: Staatsstreich, Bersassungsbrnch l Das preußische Ministerium hat die Berathung über die kirchenpolitischen Gesetze bis zur Ankunft Bismarcks vertagt. Dies geschah wohl nicht bloS wegen der Wichtigkeit dieser Borlagen, sondern auch, well das Ministerium ohnr Bismarcks Kopf und Hand den Mucktrn am Hofe gegenüber sich nicht stark g'nng fühlt. Wie grimmig auch die Gruppen der monarchischen Partei in Frankreich sich befehden — im Kampfe wider ihre grundsäl^lichen Gegner, die Republikaner, halten fie nun doch znsammen. Das Verdienst, dieses Wert anbefohlen, gefördert und gesegnet zu haben, gebührt dem Vatikan, welcher dem Flehen der Tugendrose von Ehiselhurst nicht zu widerstehen vermochte. Bermlfchte Stachrlchte»». (Gef ängniß tvesen in Italien.) Gin amtlicher Bericht gibt die Zahl der Sträflinge. welche in den Strafhänsern Italiens un. teraebracht find, auf 7b.v00 an, zu deren Beaufsichtigung man 8847 Gefangenwärter braucht. Die meisten Gefangenwärter find verehlicht und haben Kinder. Die Gesammtzahl dieser Familienglieder, welche ebenfalls in den Gefangenanstalten wohnen, beläuft filh auf 11.000. (Beruf dtr HaudelSkammer.) Die vereinigten AnSschüfse der Grazer Kanfl nte. der dortigen Industriellen und des steiermärkischen Gewerbevereins haben bezüglich der Ergänzungs-Wahlen für die Handelbkammer folgendes Programm aufgestellt: „Die Handels- und Getverbekammer ist be rufen, in allen wichtigen Frage«, tvelche Industrie. Handel und Gewerbestand im Allgemeinen oder einen dieser Stände besonders berühren. daS In teresse der Jndusttie, des Handels und dcr Gewerbe auf das Lebhafteste zu vertrtten ; in besondere aber sollen fich die Kandidaten zu folgenden Grnndiätzen bekennen: Die Handelskammer soll iviederholt ihre Stimme erheben i»nd auch zur Geltung zu brin« gen suchen, daß das bisherige Gerichtsverfahren in Handels- und Gewerbesacheu durch ein rasches, köni^ichen Konstabler zu Aggressiv-Maßregelu Ber-anlassnng geben tvürde. — Ts ist derselbe flotte Bogel, nnr die Flügel find ihm ecklig verschnitten. Armer Bogel l Als ich das erst« Mal zu ihm kam, buk er gerade Plinsen. Ich setzte mich auf einen Banm-stumps an s Feuer und schaute ihm dabei zu. Vevoi er das in Wasser eingerührte Welschkornm hl in die eiserne Pfanne löffelte, bestrich er diese jedes Mal mit einer alten Speckschwarte, um, wie er Meinte, das Anbrennen der Plinse dadurch zu verhindern. Ich bemerkte überdies, daß ich nicht der einzige Zuschauer war. Zwei magere Wolfs. Hunde und eine große schwarze Katze beobachteten j'de seiner Bewegungen mit nie ermüdender Aus-merksamkeit. Die Hunde verschlangen jede einzelne Plinse mit den Augen, lange ehe fie noch ser»tg war und die Katze. daS Hintertheil eingebogen und die Ohren zurückgelegt, stand wie ein bengalischer Tiger zum Sprunge bereit nach der Speckschwarte. Aber der Koch kannte seine Pappenheimer. War ich nicht anwesend, so hätten fie ficherlich nichts erlangt. So aber wollte es das Unglück, daß er sich im Gespräch zu mir wandte, während er sich gerade die Pfeife anzündete, und dabei unbedacht« samer Weise die Hand mit der Speckschwarte etwas zu tief sinken ließ. Im Nu hatte die Katze dieselbe im Rachen und im nächsten Moment rannte fie mit ihrer Beute mein Landsmann ihr nach dem nächsten Hickory Baume zu. sicheres und ösfentliches ersetzt werbe, u^ ders die Mängel der bestehenden Konkul> nung, welche es uoch immer ermöglicht, daß kaufmännische Konkurse jahrelang» hinziehen, u ausgesetzt der hohen Regierung zur Abänderung empfehlen. Die Kammer soll auch für daS Jns-lebentreten der Gewerbe-Gerichte thätig sein. — Die Kammer soll unabläffig bemüht sein, für die Beseitiguna der bestehenden Anomalien in den österreichisch Ungarischen Eisenbahn-Tarifen zu wirken und soll die Kammer dafür Sorge tragen, daß alle Begünstigungen, welche den Hanptplätzen deS Reiches durch Verfügungen der Regierung oder durch Tarifermäßigungen der Transportan-stalten zu Theil werden, auch zum mindesten für den Hauptplatz des Kammerbezirkes Geltung er-langen. — Die Kammer soll darauf hinwirken, daß die ulle Kalkulationen in die Luft setzende schwankende Valuta durch die feste Silber» oder Goldwährung ersetzt wcrde. nm der Industrie und dem Handel Oesterreichs eine sichere Bafis zu verschaffen. — Die Männer, welche wir in die Handels- und Gewerbekammer wählen, sollen fich zu freihändlerischen Prinzipien bekennen, indem es anerkannt ist. daß der durch Zölle gewährte Schutz nicht ausreicht, um eine lebensfähige Industrie zu begründen. Wir halten aber jene Zölle für gerechtfertigt, welche der Steuer gleichkommen, mit der der Staat inländische Industrie-Erzeugnisse belastet. — Die Handels- und Gewerbe' tammer möge dahin wirken, daß gelegentlich der in Oesterreich seit Langem angestrebten Steuerreform auch die de» Handel durch allerlei Verfügungen schwer belästigende Berzehrnngssteuer für geschlossene Städte durch eine leichter einhebbare und weniger den Berkehr hemmende Abgabe ersetzt werde. — Die Kammer soll von der Re-merung die Einführung eines neuen zeitgemäßen iSewerbe-Gefetzes verlangen." (Lieferzeit für Sendungen von Lebensmitteln.) Die österreichi^en BahN' Verwaltungen hatten im Hinblicke auf die Lieferfristen, welche durch die neue Betriebsordnung kürzer bemessen find, unter einander festges tzt, daß die Begünstigung für Sendungen von leben-den Thieren und Lebeasmitteln von der bisher zugestandenen Hälfte anf drei Biertheile der regelmäßigen Lieferzeit fixirt werde. Der Handels-minister hat nun in einem Erlasse vom 30. Nov. hervorgehoben, daß durch diese Maßnahme auch eine nicht unerhebliche Hinausschiebung der Lieferfrist auf weitere Entfernungen eingetreten sei. welche vollkommen unbegründet, erscheine und um so nachtheiliger wirke, als bei der zunehmenden Einwohnerzahl großer Städte die Zufuhr der Lebensmittel aus immer weiteren Entfernungen er-folgen müsse. Da eS übrigeuS sehr wünschenS-Werth erscheine, daß eine entsprechende Abkürzung „Die Hunde, um Gottes willen. di«Huude!" rief er mir noch zu, als er in weiten Eprüngeu, zwischen den Banmstnmpsen hindurchvoltiairend. den Baum noch vor der Katze zu erreichen strebte. Die Warnung war keine überflüssige. Eine Sekunde später und der Inhalt dee Plinsenschlüssel war ebensalls unterwegs nach dem Walde. Ich hielt fie hoch über den Kops hinaus und begann mich «ach meinem Landsmanne umzuschauen. Aber so wohlfeilen Kaufes kam ich doch nicht davon. Die heißhungrigen Hnnde mochten mir den Neuling angewittert haben, die momentane Anwesenheit ihres Gebieters flößte ihnen auch noch mehr Mnth ein und fie begannen daher, andere Saiten aufzuziehen. Ich kann nicht leugnen» daß mir etwas ungemüthlich zu Muth« ward, als mir die Bestien ihre langen, spitzen Zähne wiesen uad mir mit heiserem Knurren auf den Leib rückten. Als ehmoliger Militär wußte ich glücklicherweise, daß man immer das Ganze im Auge haben muß und daß man. um dieseS zu ritten, unter gewissen Umständen weise handelt, einen Theil zu opfern. Zch rvarf ihnen also die oberste Plinse freiwillig an die Köpfe, und — heiß, wie fie war — die Kanaillen hätten fie in einem Momente verschlungen, wenn es ihnen nicht zweckmäßger erschienen wäre, sich erst eine Weile um den ungetheilten Besitz derselben herumzubeißen. Meine Taktik wurde selbst vou meinem unterdessen zurückgekehrten Landsmanne gebilligt, so sehr er auch diesen abermaligen der Lieserfrist für de» Transport von lebenden Thieren und Lebensmiitela von sämmtlichen Bah«-anstalten und auf glcicher Grundlage singefuhn werde, so lade er die Verwaltungen ein, diese An» gelegenheit gemeinsam in Berathuna zu ziehen und das Ergebniß dieser Verhandlung binnen drel Wochen zu seiner Kenntnis zu bringen. Marburger Berichte ^ (Le h r e rd a n t.) Der Abgeordnete Herr Karl Reuter hat vom Ausschuß dh^ steiermarki-scheu Lehrerbundes nachslkhe«d'eS Schreiben empfangen: ^Ew. Wshlgebor^! Der Ausschuß de» fieierm. LchrerbundeS hat die Verhandlungen über die dem hohen Landtage vorgelegte Petition der Lehrer mit Aufmerksamkeit verfolgt und die Ueberzeugung gewonnen, daß eine ansehnliche Minorität von Herren Abgeordneten für unsere Wünsche eingetreten ist. Namentlich hat eS dir Lehrerschaft m,t freudigem und dankbarem Gefühle wahrgenommen, daß Ew. W. in markiger Rede und mit tvarmem Herzen für Lehrer und Schule den MinoritätSantrag durchzubringen sich zur Aufgabe setzten. Die htrilichen Worte, welche Ew. W. unserer Sache gewidmet haben, sind Bürgschaft dafür, daß die gewiß berechtigten Wünsche, denen wir in der Petition Ausdruck gaben, in nächster Session in Berathung gezogen, ein günstiges Resultat ergeben werden. Der Ausschuß deS steierm. LehrerbundeS beehrt sich demnach, Ew. W. und Ihren Gestn-uuagSgeuolsen im Namen der gesammten Lehrerschaft, den innigsten Dank auszusprechen" u. s.w. emeindewese u.) Der Beschluß deS Landtages über die Trennung der bisherigen OrtSgemeinde Tüffer in zwei OrtSgemeinden: Markt Tüffer und Maria-Graz ist vom Kaiser genehmigt worden. (gachverein der Schuhmacher.) In der allgemeinen Versammlung der Schuhma» cher'Gehilsen, welche am 9. Dezember im Gast-Hause des Herrn Straschill. St. Magdalena, Bahnhof-Straße abgehalten ward, legte der günferauSschuß den Entwuif der Satzungen vor und wurden diese nach kurzer Berathung unverändert angenommen. (gn den Wahlen für die Handelskammer.) Der ^politisch. volkSwirth-schastliche Verein Forlschritt" hat in der letzten Sitzung den Beschluß gefaßt, bezüglich dti^Er^än» »ungSwahlen für die Hand.lStammer den Borschlägen deS Grazer Komite'S der Aanstkut^, der Industriellen und deS steiermärkischen Gewerbe-Vereins beizustimmen ; die fraglichen Kandidaten find: gür Bergbau und gabritrn: Herr Georg Ritter von GoSleth in-Hraftnkgii, Herr Ludwig «ranz in Graz, Herr Eduard Mastalka in Schwanberg, Herr Karl Ohmeyer in Graz; für den Handel: Herr 3. V. Floittl in Graz. Herr Albert Knaffl in Graz, Herr Anton Köröst in Graz, Herr JuliuS Krepesch in Graz, Herr Anton Oberranzmeyer in Graz. Herr JuliuS Pfrlmer in Marbnrg; für daS Gewerbe: Herr Josepl, Geihler in Graz. Herr Johann Hahn in Graz. Herr Franz Lohr in Graz. Herr Paul Mstelberger in Graz. Herr A. F Remschmid in Graz, Herr Joseph Sobel in Graz. (Viehseuche.) Im GerichtSbezirke St. Mareln hat der Milzbrand der Rinder aufgehört; auch die Maul- und Klauenseuche ist beinahe erloschen. Im G?richlSbezirke Luttenberg erregt letztere Krankheit keine Bcsorgniß mehr und darum ist die Abhaltung von Biehmärkten in beiden Bezirken wieder gestattet.' (KindeSmord.) Mittwoch Nachmittag gegen 4 Uhr entdeckte ein Taglöhner auf dem Perkoschen Bauplatze in der Bürgerstraße die Leiche eineS neugebornen KindeS. welche von einer blauen Schürze umhüllt, dort im G-rölle ver-borgen lag. Dieses Kind war vollkommen entwickelt und ist, wie der Augenschein zrigt, durch Messerstiche getödtet worden. Die Anzeige wurde sofort bei der städtischen Polizei gemacht. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet. (Verpachtung derBerzehrungS-steue r.) Heute Vormittag wird in der Kanzlei Ser Finanzdirektion zu Marburg die BerzehrungS» sttuer vom Wein« und Flcischvcrbrauche für daS Jühr 1873, b^ikhungSweise für 1874 und 1875 in folgenden Steuerbezirken verpachtet; Radkers-burg (Sektion: St. Georgen 1906 fl.), Mureck lSektion: Straden OtterSdorf 5366 fl.), St. Leonhardt (Sektionen: St. Leonhardt 7026 fl.. Ober-Wellitschen- St. Benedikten 5222 fl.). Mar-bürg (Sektionen: Marburg-Kartschowin 41.000 fl., LciterSberg 4512 fl., Jahring 4512 fl.. Zellnitz 5236 fl., St. Lorenzen 5366 fl., Pobersch-Kötsch- Schleinitz 13,000 fl.) Dazu kommen noch Zuschläge in den Gemeinden Marburg 15°/^* 4600 fl., Kartschowin 10°/o'-177 fl. 50 kr.. St. Loreuzen 10°/o'200 fl. Morgen trifft diese Verpachtung nachstehende Bezirke: Cilli (Sektionen: Cilli 28.000 fl., Hohenegg 9000 fl). Lichtenwald (Sektion: Reichenburg 4650 fl.). Rann (Sektion, Videm-Sußich 6630 fl.), Drachenburg (Sektionen: Montpreis 2500 fl., Windisch-LandS-^rg 2800 fl.). St. Marein (Sektionen: St. Marein 7800 fl. St. Bartholomä 8500 si) Die Gemeinde Mi hebt einen Zuschlag von 15^/^ ein, welcher ein Ergebniß von 1965 fl. liefert. Letzte Post. Verlust beklagte. Er wieS mit zorniger Gebehrde nach dem Aste hin, anf dem die Katze ihr Mittagsmahl hielt, warf den Hunden, die jktzt wieder herangewedelt kamen, ein brennendes Scheit Holz zwischen die Beine »nd setzte sich niedergeschlagen neben mich auf den Boden. „Sie haben qut lachen," meinte er, alS er sah. tvie mir die Thränen über die Backen liefen. .Aber wie soll ich jetzt Plinsen backen! Die Speckschwarte war keine vier Wochen alt und hätte noch ein ganzes Vlertkljahr gelangt, — jetzt kann ich alle Tage Mehl und Wasser fr^ffenl" — Wie stch die Zeiten andern. — Mir verging da« Lachen überdies auch hinter» her, denn da ich einige Zeit bei ihm blieb, um mich zuvörderst etwaS genau.r in dieser Gegend zu orientiren, so tras mich der Schlag selbst mit und gar manches Mal noch gedachte ich mit Bedauern der jungen Speckschwarte. De« solgendkn Tag regnete eS in Strömen und wir waren gezwungen. unS im Shanty auf« zuhalten. Glücklicherweise besaß mein Landsmann, als ehemaliges Mitglied deS Iockti'KlubS. aus besseren Zeiten her noch eine französische Spiel-karte, mit der wir unS die Zeit vertreiben konnten. Cr gewann in wenig Stunden 10.000 Thaler von mir, da eS aber seine besondcr^n Schwierig-keiten hatte, auf seiner Karte drS Pique vom Kouer zu unterscheiden, so behielt ich mir die der Mtramoutan-u hab-n beschlossen, von allen Seite« Petitionen an den Kaiser zu Achten, betreffend die Wieder-tiufnahme der AusgleichSverhandlnngen. 3» svll eine Filiale der Vtatio nalbank errichtet werden. Italienische DolkSvertretnng hat !? ??/ geltende TtaatSgesetz, betreffend d e »ligiösen Körperschaften müsse anch auf die Provinz Rom ausgedehnt werden. ^ Aufruf! Das Hochwasser der letzten Tage hat den Btslß^ der in dieser Gemeinde gelegenen.GangerS-vach-Mühle nicht allein großen Schaden zugesügt. sondern ihn geradezu an den Bettelstab gebracht. Es wurde nicht allein die Mühle abgerissen und fortgeschwemmt, sondern daS Wohnhaus selbst erlitt beträchllicheu Schaden uud der kleine, weniger als ^/zJoch große Garten und Acker ist verwüstet. Johann Heu selbst ist krank, dessen Eheweib hat zwei kleine Kinder von 4 und 1'/, Iahren zu pflegen, kann daher auch nichts verdienen, mithin ist die Lage dieser Familie eine höchst trostlose. Die ergebenst Unterzeichneten wenden sich vertrauensvoll an den so oft bethätigten milden Slnn d,r edlen Bewohner Marburgs mit der Bitte, durch Unterstützungsbeiträge daS LooS der unglücklichen Familie mildern zu wollen. Mi^de Beitrage werden auS Gefälligkeit übernommen von der löblichen Redaktion der ,,Marburger Zeitung" und von Herrn Jgnaz Nusterer in GamS. GamS am 8. Dezember 1872. Konrad Seidl. Josef Nusterer. Ludw. v. Bitterl. Dr. Lorber. Regilung der Angelegenheit noch biS aus Wei« tereS vor. Nach dem Spiele hatte er einen andern Zeit« vertreib in Vorschlag. Er verstand nicht viel Eng-lisch und ich sollte deshalb in dieser Sprache einen Brief sür ihn aufietzen, zu dem er mir nur die allgemeine Idce an^b, die Ausführung aber mir ganz anheimstellte. Der Brief wäre höchst wichtig, wie er meinte, und ich mußte ihm darin Recht geben, denn e» handelte sich um nichts Geringeres, als um den wichtigsten Schritt, den wir Menschenkinder hienikden zu thun vermögen — um eine Heirath nämlich. Ich sollte sür ihn anhalten. Das Mädchen wzr die Tochter eineS wohlhabenden Farmers in Indiana, bei dem er eine Zeitlang gearbeitet hatte. Er war zwar schon damals seiller Sache völlig sicher, er hotte aber doch erst eine Beib.sserung der eigenen Umstände abwarten «vollen, the er mit der Sprache herausrückte- Meine Aufgabe bestand nur darin, diese „Verbesserung" in recht schlagender Weise einleuchtend zu machen, und da er mir in Bezug hieraus den unbestrittenen Besitz von 160 Ackern Waldlandcs alS bestimm» teö Faktum angab, so hatte ich vor Allem diesen Umstand gehörig hervorzuheben, daS Areal dabei im Allgemeinen zu schildern und nur in Bezug auf dessen spezielle Beschaffenheit die nölhige Nück' Haltung zu beobachten (Schluß folgt.) Elngefandt. Ich glaube gewiß im Sinne aller Theater-freunde zu handeln, wenn ich dem Einsender deS Theaterberichtes in der lej^ten SonntogSnummer der „Marburger Zeitung" öffentlich danke und das Ersuchen stelle, in seinem Berichte fortzn-fahren und dem Herrn Direktor seine Pflichten klar zu machen. VieleS wurde im oberwähnten Berichte gerügt; doch vieles bleibt noch zu rügen. So ist eS z. B. nicht nothwendig. daß man. wie früher immer und zeitweise jetzt noch, jedeSWort vom Souffleur hört, bevor eS vom Darsteller gesprochen wird. Auch steht eS nirgends geschrieben, daß man Statisten dingen soll, welche wohl den Pinzgau-r Dialekt, aber nicht das reine Deutsch sprechen können. ES wird wohl Niemandem einsallen, unter den hiesigen Theaterverhältnifsen einen gut geschulten Chor bei Operetten zu verlangen, aber G.sangSfreunden solche Kost vorzusetzen, wie Heuer der Fall war. ist doch ein wenig stark. In der Hoffnnng, daß eS dem Herrn Rezensenten, welcher durch seinen Bericht bewiesen hat. daß er schonungslos alle Ungebührlichkeiten tadeln will, gelingen wird, diese zum Theile we-nigstcnS zu beseitigen: _Ein Thea terfreuud. Nr. 373. St. Sch. R. (987 Kundmachung. Wegen Theilung der 3. Klasse an derKom-munal-Mädchenschule können Mädchen auS der 3. Klasse der Grazervorstadt-Schule, deren Eltern in der Grazer-Borstadt oder Melling lvohnen, sogleich in die 3. Klasse der städtischen Mädchenschule, soweit der Platz reicht, übertreten. DaSsellie gilt vom 2. Jänner 1873 an für Knaben der 2. Klasse der Grazer-Vorstadtschule bezüglich der städtischen Knabenschule. Stadtschulrath Marburg am 10. Dezember 1872. Der Vorsitzende: Dr. M. Reiser. Danksaguttg. Der löbl. freiwilligen Feuerwehr in Marbnrg für die erfolgreiche Hilfeleistung bei dem am 9. d. M. Morgens ausgebrochenen Schadenfeuer meinen innigsten Dank. 993 Rudolf Peyrek. Nr. 7740. Kundmachung. (986 Der G^meinderath von Marburg hat in der Sitzung vom 5. Dczembkr 1872 beschlofstN, daß von nun an bei allen Neubauten von Wohnge-bänden mr Aufnahmt der Fökalmasse (MehrungS-UnraihtS) sogenannte Fasscl»Apparate eintterichtcl wcrdtn und daß auch bei den besteheude» Häusern binnen längstens zwei Jahren die Senkgruben abzuschaffen und anstatt derselben Fafstl-Apparate herzustellen sind. DieseK »vird zu Jedermanns Kenntniß und Darnachrichtung hicmit Verlautbart mit dem Be-dkutln. d^ dirse auK Sanitatspolizei»Rückstchten erlasstne Verordnung rückfichtlitd der NeubautkN vom Tage der heutigen Kundmachung in Wirk-ftmk.it tritt. — hinsichtlich der bereits bestehenden Senkgrubcn hingegen über Antrage der Bau-Sektion von Fall zu Fall die Veranlassung getroffen werden wird. Marburg den L. Dezember 1872. Der Bürgermeister; Dr. M. Reiser^ Eintracht, Freundschaft, Sröhlichkeitl G Nlännergeiangverein in Markurg. Einladullg. Der Männergesangverein, nunmehr im 27. Jahre seines Blstehens, beehrt sich hiermit, sämmt-liche Musik- und Gesangsfreunde zum Beitritte als unterftiitzende Mitglieder einzuladen und die-selben zu elsuchen, hiedurch den schönen und edlen Ziveck zu sördern. Im gegenwärtigen VereinSjahre werden em Winter-Concert, eine Faschings-Liedertafei, ein ^rtihlings-Concert und eine Sommer-Lieder-tafet get'otkn und nach Möglichkeit gemüthliche Ünterlialtungen veranstaltet. Als erste diesjährige Unternehmung wird schon am 2l. Dezember 1872 ein Coucert mit reichkMgeln klassischem Programme ver-anstaltet. Beitriilserkläkungen nimmt der BereinSkassier Herr Wenztl König, Apotheker, Grazervorstadt, Herr Eduard JünWtz, Buchdruckerki, Postgasse und Herr ^nton Hohl, Hatldlung am Hauptplatz entgegen. Die Gebühr bttrSi^t sür Eine Person 3 fl., bei Familien für jede wcitkre Person Ist. 985) Der Veretusvorstaud. Dank. Für den zahlreiche« Besuch, sowie für die besondere ^luSzeichnung, welche mir bei meiner BenefijeBtrsttllnng zu Theil geworden, spreche ich meinkn kl)rfurchtsvollcn Donk auS. Achtungsvoll 992 Aranziska v. KozierowSka. s«,»«»««» »MI««» Buchen < Brennholz in ganzen Wagenladungen ab Bahnhof M. Rast liefert P. Jakopp in M. Rast. (990 Gisthm» Iii» Mschhainti. Das im beslen Betrieb stehende Gasthaus sammt Fleischhauerei neben der Pfarrkirche in GamS klinn vonK 1. Jänner 1873 an einem verrechnenden kautionssähigen Wirthe und Fleischhauer überlassen werden. Binnen 8 Tagen anzufragen beim Eigevthümer Joses Rgtei. Gams bei Marburg, 7. Dez. (962 EjOaus voll Weillfteiv, altkm Messing. Kupfer» Zinn, Eisen, Klauen, Roß- und Schweinhaaren, Borsten, Leimledrr, Schafwolle, Schaf-, Kalb« und Hafenfellen, Rauh-waaren, allen anderen LandeSprodukten und An» tiquitäten im Großen und Kleinen. 1»kob Loklvsingsi' in Marburg, Burgplatz Nr. 8, 916) _neben dtr Stkierm. CScompte-Bank. Mlizelies Veilmselik kMlieiill lkr kMiliei ewpLsUt (Nö4 Sreiksr - NSidwasvImiM voll cker k'abrik "sVkövIsr' Ä Milsou AILK. U?«., IvIUUMÄ UltrlVUrß, lleprenxssse ^Ileinixv llieckerlsxo 6er Vdeeler ^ Vikon-Ilisellilien Kr votorstoierwark. Rr. StS»4. EM. 988 Vom e. k. Bezirksgerichte Marburg als Abhandlungsinstanz wird bekannt gegeben, daß die zum Verlasse deS verstorbenen Carl Kretzenbacher.Panlic gehörige Realität llrb. Rr. 167 » hi««! imal wiidtium durch BIivinnk ganz bedeuleiil^ wermthrt, fit enthält nur Laos'.l i«nd iv-! »Heilungen folgende Stvi«»« jicher geioyn««»^! nämlich; 1 Gewi»» event. lG.MK Uhlr.^ Thlr. eo.ooo, 40,ovo, So^ooo. 10.001^ >l2.000. !0,000. Zmai S0l>0. Smal Smal4g00, lmal 4400. ISmal.400y, lMal S200. Ivlnal 2400, SZmal 2S00, »mal lSg0^ 64mal 1200, 122ml»l 800, Smal 000. Zinal ^So, ZSomal 400, S0km«> SO«, g««1 ISV,! ^oZmal so, 16,408m«l 44« 40, lS^^vmal! 20, 8, 6, 4 ck 2 Zh-ler. / ^ Die StwiMt-ZithUNg der »..«btheiliuist ist amtlich o«f den . I stHÄ 18. u 19 Dsziv»»» >stst>iest«llt. E» kofikt hierz« - - da« ganze OriginM-Lo«» nur Z'/, sl. ö W. baS halbe „ mr l'/. ff.öW. !das viertel „ unr 1 p.öW. ^ttnd seude ich diese Original »Loose mit ilt egi e. >ru u g S >v app e n (nicht von den verbotenen Promessen oder Privat'Lotterien) gegen srankirte Emfendmig de» Betrages in Banknoten,selbst nach den entfern ,teste» Vegenden den geehrten Austraggebern sofi>rt zu Die amtliche ZiehuißgSlifte nud die Vtrsrodllng der Veviviigtldtr rfolgt sofort nach jeder Ziell»u«a an jeden dev jBetheiligien prompt und Verschwiege»». k Mein Geschäft ist bekanntlich daS Aelteste »»nd LAlleralüeklichfte, indem die bei mir Setheillgten pie größten Hauptgwinne von Thal. HOU.0W eS0,000, 50,000. ostmal» 40,000, 20.00V. sehr hänfii, Hl?,000 Thaler, 10,000 Thaler ic. n. und jüngst in de» dim Monat stattgehabten Üie- khungen die ^ssa.iiAinit!STirrzrUNS von iiber ilOOVVO 'I'lil. laut amtlichen Ee,vimilisten bei^ i r gewonnen haben. IM«. Kl»»»«, volu» in Hamburg, Haupt-Eomptoir, Bank« und Wechselgeschäst. Verantwortliche Redaktion. Druck und Verlag von Eduard JanschiK in Marburg. St. U.