Nr.4. Dienstag, 7. Iämm 1802. IahlMg 121. Oaibacher W Zeitma. Pramlmfrationsprels: Mit Postoersc>,dullg: nauzjäyrig 2» li, halbjähriss 15 X, Im Comptoir: ganz» ^ Die »Laibacher Leitung, erscheint täglich, mit «ueiuchme «>er 2oiM' »nb F«i«rta«. Die »Vminrftsation befinbel layng ^«, >ialdjHl,iig 1, li. ffüi die Zllstcllu»« ins Hau^ ganzjäyn!, 2 l(. — Insertionssstbür: Für »leine I sich (!o,!greftplatz Nr. ü, die Mtbllttlon Dalmatiil Gasse Nr, L, Oprechstunbcn ^,>r Redaction v°l> « d!ö lo Ul,, ^merate b!s ,,« 4 ^!,si, 5,,» li, ^rüsiere per Zeile 1U l^ l>ci 0,lsiei! W!eberhoI>!»afi> per Zeile U l>. '' vormittags, Unfranlierle Äriefe werbe» üicht angtilomme», Manufcripte nicht zurUllgeslell», Amtlicher i^heil. 19M ?m"^ ^" Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom A. Jänner nM ^ ^^ ^"^^^ ^" Weiterverbreitung folgender Presserzeug- Nr. b2 «Po««! /. raäkoll» vom 26. December 1901. «l. 355 «el»pl2<;H». bele -^" ^slhlag wurde seitens der Staatsanwaltschaft Graz Das Flugblatt «An die deutschen Arbeiter» (aller Nerufe) N^» von Fiauz Drescher in Moys bei Görlitz, Truck von ""«"! «ogelmann in Stattgart, nach 8 305 2t. G. Vom l. l. Landeöpräsioium für Krain. Laibach am 29. December 1901. Nichtamtlicher Theil. Das apostolische Schreiben an die Bischöfe von Böhmen und Mähren. Mit Bezug auf das apostolische Schreibon erklärt ^5 „Extrablatt", dasselbe bedeute ei „ei, vernichten^ i>en Streich gegen jene Erscheinung, welche den natio- unlen Hader in Böhmen und Mähren auf das außerfto verbittert habe: gegell die Betheiligung der katholische, überwiegend czechischen Geistlicl)en mn »tanipfe zwiscl>en Deutscheu und E'zechen. Sei doch die Kni^ ^"'"'Vewegung zu», größten Theile auf den rii^.s^' ^"^'böhinen gegen eine Geistlichkeit zu- Vnsf"s ^'"'' ^lä>e, vornehmlich auo czeä)isch^t 'llvlreijon recrutiert, auch in deiltschen Sprengeln '/ 5MN heutige Tage czechische Propaganda be t «eben habe. Das Blatt will in den, Schreiben auch "u. ^erurtheilung des Antisenütisinns erblicken und >"8t, der Papst habe n,it dieser Kundgebung neuer ' "g,' ,^nen lvohlbegriiudeten Rnhin als Friedens pone verdiene, wenn er sich iunerhalb be^ flimmter. Grenzen hält, keinen Tadel, was aber von allen privaten Rechten gelte, müsse auch von den Sprachenrechteu gelten, dass nämlich bei ihrer Ver> folguug der gemeinsame Nuken des Staates uir-geud5 leiden diirfe. Man könne in diesen Worten, ohne ihrem Sinne ^wang anzuthun, den Grundsat; ansgesprocden finden, das-5 die sprachliche Gleich» oerechtignng ilire nothwendige Begrenzung iu der Staatssprache finde: aber jedenfalls ziehe das Päpsl-liche Schreiben ocr Pflege der Muttersprache be stirnmte Greitzen, während er das Recht des Staates anf dem Gebiete der Sprache als unbegrenzt und nur feiuem Bedürfnisse folgend anerkenne. Viele bittere d'rfahrungen wären Oesterreich erspart geblieben, nnd viele dämpfe könnten vermieden werden, wenn das von jeher allgemein begriffen und anerkannt worden wäre. Doch glaubt das Blatt, man könne an die Frio^ dcnsmahnung Sr. Heiligkeit leine allzu sanguinisclM Hoffnungen knüpfen. Auch die „Wiener Morgen - Zeitung" preist di? Weisheit der päpstlichen Worte. Dieselbon träten für die Staatssprache ein und verurtheilen scharf die na-tionale nnd antisemitische. Agitation eines Theiles de.s niederen Clerus in Oesten-eich. Das Schreiben des Papstes beweise, dafs sich der römische Stnhl der Gefahr bewnfst genwrden, die der Kirche aus dem An-wachsen der Racenbewegnng in Oesterreich erstanden isl, ohne da)5 es jedoch den fortfchrittlichen und deut-scben Parteien in ihrenl,^ain,Pfe um die Staatssprache oder der Regiernng in den nationalen Nöthen Unter' stützung bringe. Die „Ostdeutsche Rundschau" beurtlwilt die Kundgebung in abfälligem Sinne, weil dieselbe von antinationnlem Geislc erfiult sei und geradezu eine Verkümmerung des Nationalismus, dieses idealen Triebes, anstrebe. Oesterreich nnd Ungarn. Die in Budapest gehaltenen Neujahröreden haben in den Wiener Blättern ein lebhaftes Echo geweckt. Das „Neue Wiener Tagblatt" stellt den Oprimis« ulus SMs als einen seiner groheuVorzüge hin, durch den es ihm stelungeu sei, Vertrauen zu erwecken. Selbst seine Gegner anerkennen, dass er die Geschicke des Landes gut leite. Auch die Einigkeit der liberalen Partei in Ungarn sei fein Verdienst und sie bedeute jenes hervorragende Clement, nut dein man auch in Oesterreich rechnen müsse. Im Interesse der wahrhaft staatserhaltendon Parteien in Österreich sei es gelegen, dass iloloman v. S. -'"'lahr" und die denisolben vorangebende "Trem s.0"'^cl) ^''^'^ """)!,. »nitunter allch die 3chos s < ^" ""'""nt. Aui Vorabende diese» bcroiu.,, ^'"" ^^ Hauses dreierlei Abendessen '""chseiw,,"—."" ^'^ ^"""' Kinder, eins für die er-boten 00' 5 l" ""ö Töchter sowie für die Dienst-Den klrinm,/>'- '"^ ""'' ^nr die, Neujahri>>vnnfcher. dm ander«. "^"'" '^" '>Milchnnls oder Hirfebrei, ^'U'jahrosäna^' ^'/^.^"' ^Mladen und den Tie^inde '^""^Ueisch vorsetzen. '''chc>n die lil ^"'-.Iu der Dreiko.ligonacht dllrch-Abendland ^'..n "'^^ ^""' borgen, '.v^ittel< und so bleiben 's.? "^' ^' """" ^"llse vorbeikommen, "m nach u ,.''''5'"w beun ..uchenfenfter stehen Ne! U^ ^' ihr hl. Dreilönige. lehrt heute nachts auf ein Weilchen Und w^^ ., be, uns ein, ^ °"NN lhr weiterzieht^ legt für uns ein fein. Zuclerl in d,es Schusserl hinein. ^ufe^si"^,,''^ "" nächsten Morgen auf.vachen, ' " ^"ckerebst oder Zuckermandeln finden so rufen sie: „Das haben uns die HI. Droito'nige ge« bracht, lveil »uir an» Christabend bis Mitternackt beim >!'ripveleiu gewacht!" Iu manchem Gehöfte stellen die Hausfrauen l'in kleines, mit schneeweißem Linnen überzogenes Tischchen vor die Krippe und legen, nachdem sie eo mit drei brennenden Nerzlein besteckt, einen grossen Rosinenkuchen drauf. Sie thun das, damit er im ^aufe der Nacht von den drei Königen geweiht werde. A>li Morgen des darauffolgenden Festtages wird der selbe zerschnitten und an die Hanogenossen vertbeilt. Ec- heißt: Genießt man Zu Dreilönig nur ein Stu'ctche» vom Königs- biot, so bleibt man im kommenden Jahre verschont von so mancher Noth, Cine ganz besondere Gunst dor hl. Dreitönige erwirbt sich aber derjenige, welcher am Vortage des bestes strenge lvaste hält, den ganzen Tag über biv zum Anbrnche de5 ^esiinorgen^ dlosz ein Stück Brot verzehrt »nd dazn leinen Wein oder Most u. dgl., sondern nur ein Glas Wasfer trinkt. Wer dieses Fasten von seinem siebenten ^ebenojahre angefangen genan nnd gewissenhaft einhält, dem kommen die hl. Drei» könige drei Tage vor dem Eintritt des Todes die Sterbestunde anfagen. Um iln liinftigen Jahre eine reiche Ernte zu er» zielen, werden au manchen Orten vor dem Gebet» länten Felder und Gärten mit Dreiköuigswasser be-sprengt und an die Wurzeln der Obstbäume, Asche und bohlen vom verglommenen Wcihnachtsblocke gestreut. Häufig trifft man auch die Sitte an, dnss sich Mägde, um nicht frühzrilig zu nUm», wim Mellon der Milje das Gesicht mit Milch anschütten, die 5lnechw dagegen nach der Abfütterung der Rosse ein Glas „Hollergeist" triuten, uut von Ärustleiden ver-schont zu bleiben. Will man das Haus vor Schadeil bewahren, so müssen an diesem Abende die Mägde, beim Aufflackern des ersten Stcrnleins a,n Himmelszelte zu spinnen aufhören. Thun sie das nicht, so kann es geschehen, dass die Perchta im Laufe der Nacht den gail tritte iu die Stube begrüßen sie den „Hanswirt und alle seine Lent'" und dann stimmen sie das Licd an: „O, jubelt, all ihr Herzen, denn heut' erschum dor Stern, der einsl aufgegeben ibn der Welten Herrn." Sobald sie mit dem Absingen dicjes oder irgendeines anderen Dreiköuigsliedcs fertig find, hebm sie un< gefähr also an: Wir bitten ench. liebe Christenleut', alle, die ihr hier versammelt seid, dass ihr eine Weile schweiget still und aufmerksam seid. Wir sagen cs ganz llar, e6 ist wieder lommen ein neueö Jahr, d<» alle. dab isl vorbei. jetzi ist lommen ein and'res an die Reih'. dinm wünschen wir euch das Allelbest«' zu diesem nnltN Jahr. Und nun bringen sic in mitunter r«cht nrwüchsi' ger Wcise die verschiedenen Wünsche vor, die meisi mit drn P^rjen enden: ^__, Llnbacher Zeitung Nr. 4. -_____________________^___________^30_____________________________________________7. Iäimer l902. Dio „Arbeiter-Zeitung" geht von dom Gesichtspunkte aus, dass fiir llngarn die „Nechtslage des selbständigen Zollgebietes" schon 1899 eingetreten sei. Wen», die Ungarn dennoch anf die Aufrichtung von Zollschranken verzichtet haben, so haben sie das nicht Oesterreich, sondern sich selbst zn Liebe gethan nnd tvürden im Jahre 1W3 nicht anders hanbeln. Also brauche man sich vor den Ungarn nicht zu fürchten. Die Zollgemeinschaft mit Ungarn sei für Oesterreich gewiss eine wichtige Sache, aber die mit Oesterreich sei den Ungarn leine geringere. Wäre die Zollgemein-schaft ihnen nicht nützlich — sie hätten sie längst auf gegeben. Politische Vleberftcht. '^ Laibach, 4. Jänner. Der Abgeordnete Dr. Zdento Schücker hält einen Einklang zwischen den Interessen des Gefammt-staateö und den Anforderungen der (Gegenpartei bei beiderseitigem Entgegenkommen für erreichbar. Tie deutschen Ansprüche auf die deutsche Staatssprache und, nationale Abgrenznng erklärt er als Forderungen des Gesammtintereffes. Von deu Ezechen fordert er, dass sie die Aspirationen ails ein czechisches Staatsrecht und föderative Gestaltung des Rechtes ein- für allemal aufgeben. Die innere czechische Amtssprache tonne im begrenzten czechischen Sprachgebiete in Böhmen zugestanden werden. Der Ausgleich zwischen DeutfÄM und Czechen müsse aber auf der ganzeu Linie gleichzeitig, nicht stückweise nnd nicht proviso risch erfolgen und deutscherseits müssen alle Parteien an demselben theilnehmen. Wie ans Belgrad gemeldet wird, dürfte in derSluP schtin a, die sich bis Zum 1O./^3. Jänner vertagt hat, nach deren Wiederznfammentritt die Vorlage, betreffend die Neuregelung der Gemel'nde»Au-tonomie, anf die Tagesordnung gesell werden. Man nimmt an, dass die Session bis ties in deu Februar hinein dauern werde, um die Erledigung mehrerer auf die Hebung der wirtschaftlichen Verhältnisse ab' zielender Gesetzesprojecle zu ermöglichen. Das „Fronidenblatt" gibt der Tripolis be« treffenden Verständigung zwisclM Italien und Frankreich die Deutung, dass es das Bestreben der römischen Regierung nicht war, diese Provinz dein Sultan Zn entreißen, sondern sie wollte nnr verhub dern, dass ein t'uit u^uomiili vielleicht durch Frank reich in irgendeinem Augenblicke geschaffen würde. Die Anfgabe war, sich auf friedliche Weife, ohne Ver-letzung anerkannter und in Kraft befindlicher Rechte, gegen Ueberrafchnngen an einem so wichtigen Punkte zn schützen. Diese Behandlung der tripolitanischen Frage entspreche auch der Treibundpolitik. Die An^ nähme, dass durch diese Verständigung Italien uom mitteleuropäischen Bunde abgeschwenkt wäre, sei nicht richtig. Die Gründe fiir die Herstellung des Drei bundes lagen in der durch die natürlichen Beömgun gen gegebenen Stellung der drei Reiche nnd diese Wirten auch noch immer fort. Das englische P arIa m e nt wird bekanntlich am 16. d. M. wieder zusammentreten und, wie. in London verlautet, durch König Eduard selbst feier- lich eröffnet werden. Dass fiir das Unterhans eine Aendernng der Geschäftsordnung erwogen wird, die ein Hinansziehen der Verhandlungen zn obstrucioni-flischenZwecken verhindern soll, wnrde schon gemeldet.' Nun bringt das liberal - nnionistische Wochenblatt „Spectator" einen zweiten Vorschlag, der eine viel-leicht noch weitergehende Nenernng bedeutet; es ver langt nämlich, man möge dem Ministerpräsidenten und den fünf Staatssecretäreu, wenn fie znfällig Peers find, gestatten, ihren Wirkungskreis im Unter-Hanse zn vertreten. In England ist das jetzt votlstäw dig ausgeschlossen; der englische Peer kann, anch wenn er Premier oder Staatssecretär ist, im Unterhause nur als Zuhörer auf der Gallerie el-fcheinen, und im Oberhause kann der im llnterhanse sikende Minister nnr als Mitglied des geheimen Staats rathes einenStehplay all denStnfcn des Thrones fin^ den, wenn er als Zuhörer erscheint. Zur Begründung seines Vorschlages, der durch die bekannte Rede Lord Nosebervs veranlasst wurde, weist das Blatt anf die dielen Uebelstände hin, die die jeyige Einrichtung mit fich bringt, es bleibt aber abzuwarten, ob der Vor fchlag in deu maßgebenden kreisen Beachtung und (justimmuna. findet. Präsident R ooseveIt empsieng am ^. d. M. anlässlich des Jahreswechsels das diplomatische Eorp s, an dessen Spitze an Stelle des wegen Krankheit abwesenden englischen Botschafters Pauncesote die Gemahlin desselben erschien. Die Behauptung einiger Blätter, der deutsche Botschafter Dr. v. Hol-leben, der in Abwesenheit Panncefotes Doyen des di plomatischen Eorps war, habe dadurch eine Zurück jetzung erfahren, ist uubegründet. Holleben hatte es in höflicher Weise abgelehnt, ans der .Urankheit seines Eollegen Nutzen zn ziehen lind bestand darauf, dass Lady Pauncesote mit dem Personale der englischen Botschaft die Führung übernehme. Tagesneuigteiten. — (K e i n e V l i tz g e s a h r i n d e n e l e l t r i sch e n Waggons.) In der voi, der ungarischen Neichsanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus herausgegebenen, von Üadislaus von Szalay verfassten Publication üuer die Witz schlage in Ungarn in den Jahren 1890 bis 1^)00 betont der Verfasser, es sei bisher lein einziger Fall betannt geworden, dass durch einen Blitzschlag in einen elektrischen Waggon irgendeine Person verletzt wurde. 'Außer der Zerstörung der Vlitzschutzvorrichtungeu, die ganz unbedenklich für die Sicherheit der Passagiere sei, tonnten keinerlei Unfälle ocr zeichnet werden. Der Verfasser tonnnt angesichts dieser That^ fachen zu dem Schlüsse, dass der Aufenthalt in den Waggons der elektrischen Straßenbahnen wahrend eines Gewitters nicht nur ungefährlicher als anf freien, Felde oder anf offener Straße sei. sondern sogar noch mehr Sicherheit biete, als da5 Verweilen in manchem Hanse. — (Sa rah Bernhard will heirat en.) Die Wolff'sche Telegraphen - Agentnr in Berlin, die sich nicht mit Klatsch zu befassen pflegt, bringt die Nachricht, dasü Sarah Bernhard sich mit Heiratsgedanken trage. Madame ist un Jahre ,1848 gebol,«.::. ist also zur Stnnde fast schon eine Sechzigerin. Das schönste aber ist der Ritter, der es Madame angethan Hal. Eö >»! dies o-mlich kein undercr. alv Monsieur Valsi,-Ehterha^), der traurige Held der Dreyfus-Affaire. Einstweilen hindert da» Chebiindnis nur noch der Fleck anf der Ehre, der ans dem berühmten Processe aus 'Herrn Eßterhazl) haften geblieben ist. Wenn aber ein fraü-! zösisches Ehrengericht diesen Fleck wegwischen wollte, wcire Madame Sarah sofort bereit, Madame Eßterhazl) zu werden. — (Das unheimliche V i e r l r ii g e l.) Dieser-tage meldete die amtliche Belgrader Ztg. „Dnevnit": An> 30. v. M. ist hier eine merkwürdige Himmelserscheinung be-obachtct worden. Gegen V28 Uhr abends bemerlle man üN> westlichen Horizonte einen großen und intensiv leuchtenden Stern, der die Größe der Mündung eines Aiertrügels hatit-Die Bevöllnung sieht deu Stern als einen Wink der Voc-sehung an, der unglückliche Ereignisse ankündigt. — (Gefährliche Untersuchungen an den Augen wilder Thiere) hat der englische Forschn Dr. Lindsay Johnson nunmehr zum Abschlüsse gemacht. Es handelte sich für ihn zunächst darum, festzustellen, od Affen den als „gelber Flect" bekannten besonderen Flect in der Netzhaut besitzen. Bei seinen Untersuchungen fand er nun zu seiner Uebcrraschung, dass alle Affen ebenso wie del Mensch jenen Flect besitzen, aber dass er bei jeder Gattung wechselte. Er folgte dieser Spur und entdeckte, dass jede Familie der Säugethicre ihre besondere deutliche Erscheinung in: Auge hat, so dass, wenn man die hintere Wand dei Auges mii einem Augenspiegel und Licht untersucht, mail nicht nur die Familie, sonder» auch das Genus des Thieres erkennen kaun. Nunmehr untersuchte er systematisch alle Thiere in den zoologischen Gärten zu London, Antwerpen, Amsterdam uud in anderen großen Städten; als Ergebnis seiner Niesenarbeit fand er viele neue und auffallende Thal' sc>chen. Die verschiedenen Entdeckungen, die Dr. Johnson gemacht hat, sind in den Verhandlnngsderichicn der „Noyal Society" Zu finde». Allgemein interessanter ist jedoch bc-senders eine Untersnchnngsmethode. Um die Allgen der Thiere zu prüfen, mnssle der .Näfig verdunkelt werden und der Forscher neben dem Thiere, hinter dessen ttopfe sich eine Lampe befand, sitzen »nd durch den Augenspiegel in einet Entfernung von einein Zoll von dein Ange des Thieres seine Beobachtungen anstellen, lind dies manchmal zwei Stunden lang. Im ganzen beschäftigte er sich mit jedem Thiere achl bis 10 Stunde». Er untersuchte die Augen von etwa 1lX)l1 Thieren und machte Zeichnungen von etwa 250. Bei de" größeren Thieren musste natürlich die Bewegungsfreiheit aufgehoben werden. So wurden die Elefanten gefesselt, llcber die Bären wurden acht Fuß lange Säcke gezogen und sie dann mit Teilen festgebunden; die geschlossenen Ende» de.,' Säcke wurden mit einem Messer aufgeschlitzt, und weil» Meister Petz seinen itopf vorstreckte, bekam er einen Maul-korb und wnrdc zur Augcnnntersuchung auf den Tisch g^ hoben. Bei Löwen, Leoparden, Tigern und großen .Nahe" konnten keine Maultörbe gebraucht werben, da sie die Thiert tödlich erschreckten: der Forscher musste sich daher an M' ncigericn wenden, in denen die Thiere »veniger wild ware>> E^ fand es rathsam, den Thieren den Bart abzuschneiden da bei einer Berührung demselben während der Untersuchung die Bestien zuschnappten. Dr. Johnson und seine Assistenten waren unerschöpflich in ihren Hilfsmitteln. Einige Boa/' wnrden dazu gebracht, ihre Schnäbel in große Korke j" stoßen; die Wasserthiere mussten sehr sorgfältig behande» werden, damit sie nicht erstickten. Die lion consti-i^toi' u'^ dic Tigerschlange wurden in Säcke geworfen und ihre Köpf'' aus den Säcken heraus von Wärtern gehalten, währet über Wölfe, Biber, Ottern, Nobben und Seelöwen Netzl geworfen wurden, so dass die Thiere sich in den Masche'' verstrickten. Ehloroform wurde nicht gebraucht. Geduld u»l Schmeicheleien machten bei den meisten Thieren den O<' branch von künstlichen Mitteln zur Beruhigung unnötlM und nur bei größeren Thieren wurden Netze, Seile ui'l Säcke angewandt. Und wenn ihr einst lverbet müssen zur ewigen Ruhe eingeh'n, dann sollt ihr droben in» Himmel dei den hl. Dreitönigen steh'n. Fiir das Rauchfleisch, das die Sänger als Lohn für die dargebrachten Wunschlieder erhalten, danken sie in der Regel also: Fiir die reichen Gaben, die, ihr uns gereicht, verdienet ihr mehr Danleswoi-t, als das Wasserbachl bei eurem Hause Tropfen zählt, die Bäume in eurem Garten zur Sommerszeit Blätter haben und eure große Scheune Weizenkörnlein birgt. Ta wir jedoch schleunigst Weiterreisen müssen, so nehmt anstatt vieler Worte fürlieb mit dem ans der Tiefe unserer Herzen kommenden und alles sagenden Wnnsche: Die hl. Dreitönige, deren Leiber im schönen Kölner Dome ruh'n. sollen euch stets gewogen fein, luch beschützen vor jeder Qual und Pein. Und sollt' euch je ein Unglück droh'n, so sollen sie euch erflehen des Herrn Gnad' am Himmels- thron. Auch mancher Hausvater sagt an diesem Weihe abende, als dein letzten der seligen, gnadenbl-ingenden Weihnachtszeit, seinen Leuten allerlei Wünsche vor, mit denen er ihnen die in der Haushaltung zn beobachtenden Pflichten ans Herz legt nnd die er nach alter Gepflogenheit in das Stoßgebetlein ausklingen lässt: Die hl. Dreilonig' aus dem Morgenland' sollen schlingen um unser Gehöft ein Segenöband. d.nin't stets Goltts Gnabenstern ükr'n/selbeu walte z" wird mich anstarreil, ungläubig, erschreckt, bestiirzl als ob ein Geist vor ihm erstanden wäre. Und i>> diesem Nomente wird ihm der Strohhalm eiuer let un Hossnuug, an den er sich zu klammern vermag ^ nämlich: Nachsicht von dem ihm persönlich unberaiNl :ei'. Gläubiger lind damit Aufschub zu erlangen ^ weichen — in diesem Mm,iente wird er seine schwand Existenz zusammenstürzen sehen, das stolze Pract/ ncbäude seines Ansehens, das auf so unzuverlässige^ Grunde steht, denn von mir wird er keine Schonui»' c warten können. Uno dann ist der Moment menu'' Ncche gekommen. Dann, Fran, werde ich die Wechs? nehmen nnd — sie zerreißen nnd die Fehen aus semk> Schreibtisch werfen nnd meinen Hut nehmen uü' aehcn!" Er athmete cm paarmal tief auf; seine Aug/ begegneten den anflenchtenoen Blicken seiner Frci'l keines von beiden sprach ein Worl, aber ihre Häl^ smiden sich zu festerem Drucke. Von» Nikolaikirchthu^ yelnber zitterten die Schläge der Thurlinchr durch ?l ili!< heiße Sommerluft. Die Blumen anf dem B^ !on fandten ihren süßen Odem zn dem alten Pn^l empor, nnd wie hnndert Flämmchen bebten die gli^ rothen Blüten der ^avuzinertl-esse, die das eiserne O länder umrankten, alls ihren schwanken, lichtgriii^ Stengeln.Wie ein traumhafte!' Goldglanz schwaü^ das Sonnenlicht auf dein dunklen, stillen Fleete, ^ dem sich die alten, hochstöckigen Speicher der ande^ Seite spiegelten. Schwer beladene Lastkälme gli^' l.intlos über die nnbewegte Fläche; zn nndentlich^ verschwommenen Lauten abgetönt, schallte, von ^ Brücke hex das Wayengerassel, das StiMsnongoN^ z Laibacher Zeitung Nr. 4. 31 7. Immer 1992. -- (Eln Mutlci- und Geschw istermord.) Ueber eine entsetzliche Blutthat, die sich gegen Ende Decem-ber in Moskau abspielte, berichten die vorliegenden Peters-^"Mr Zeitungen. Der älteste Sohn des in dem Stadttheile ^hamovnili lebenden österreichischen Staatsbürgers Rudolf 5"r enttoendet dem Vater den Betrag lion 500 Rubeln, um lemer Geliebten Geschenke zu taufen. Der Sohn heißt Ale-kander und ist ein absolvierter Realschüler. Seine Mutter erfuhr von diesem Diebstahle und machte dem Sohne Vorwurfe. Erbost darüber und aus Furcht vor der Strafe er-Lnff der Sohn eine Hacke und erschlug die Mutter. Im zwei-" Z'lnmer fas; seine Schwester Martha, ein Mädchen von Id Jahren, welche der jüngsten Schwester Hedwig Clavier-unterricht ertheilte. Der Muttermörder stürzte in das Zim. mer und töbtetc die ältere Schwester durch Beilhiebe. Die tleme.Hebwig bat flehentlich um ihr Leben, doch auch sie ver, Ichontr er nicht. Hedwig starb im Spitale nach dreitägigen quälen Der 20jährige Mörder befindet sich in Haft und hat der l5 "^"' ^"" ^^"' Rudolf soll auf die Kunde von Ermordung sei„er Frau und seiner Kinder den Verstand ""' haben. Wer der Thäter ist. wurde ihm verheimlicht. li,n ,7/D " Echädel Petöfis.) ^^Z Budapest wird ^meldet: Wenn die allerdings abenteuerlich klingende Meldung emes hiesigen Blattes richtig ist. so wäre der Schädel ^elvsib gefunden worden. Bekanntlich ist Petöfi in der "chlacht von Schäßburg gefallen und seinr Leiche nicht aus gtfundell worden. Man nimmt an. dass die Leiche des Dich-"6'" einem Massengrabc mit anderen Gefallenen verscharrt worden sei. Nunmehr theilt „Audapesti Hirlap" mit. vor "wa drei Wochen hätte eiu Brief auf die Spur gelcnlt, daft "^Schädel Petöfis in einem Schulmuseum in Hermann-Mdt aufbewahrt werbe. Ein österreichischer Militärarzt des ?7' "lltrreichischcn Infainerie^Regimentes. welcher der russi-cyen Armer zugetheilt war. habe in der Schlacht bei Schaß-">rg den Leichnam Petöfis an der absonderlichen Uniform tttannt. welche der Dichter als Adjutant des Generals Bem lug; der Arzt habe den Kopf vom Rumpfe abgetrennt und w 1m,°f^ ün^ "^ des gegenwärtige» Laibacher Fried- .« entnehmen dem Vortrage folgende 5w,ptdaten! rasck,. ?^" ^ ^^ Mittelalte-ls hatte man "infolge der Laibachs in den Archen. Klöstern und d«r T ». ^'"^" genügenden Platz mehr für die Bestattung Fritdk l " ^" "'"^^' ^^ "'"" aNgemeinen städtischen der >?^ ^"^ getragen werden, und zu deinselven wurde l'ch d' V^"" ^'^ "'^ "'^ ""^ Psarrtirche Laibachs. näm-^ «te St. Veterslir^ bestimmt. Trotzdem wurden die "el, das Pferdegetrappel, dor Lärm der Großstadt, .o. '.'^""n werden Nnr gorächt sein!" sagte Fran ^"NMc l^ft', und ein stille wnliderbar er«reifen- co,- >> ^'' "^u^ ^'uie Grof;mnth ihn aber anch "e>n ^tttl^' retten? Wird es eNua^ nichenc" 5Uey,<>n zuckte die Achseln. Hll»^^> "!n^' ^"""- ^'' sn'ht trübe cms, loenn ein doiw t^ ^'elm Meeder, da^ init Millionen ar< '"^ tti<4> ^ """" -^"l'k znr Einlösnng eines Wech^ ^'el Di. ^"'""unenbrinut. Er steckt tief drin, seyr börse lml ""^balsi^en Tpecnlationen an der Fond-wenn er s V " ^" ^'^ hinein gerissen. I«, vielleicht, nnnze.^,.. f? ^^ noch Hilscnnnleniläynie nnd seine ^ache' wobl""^ "' Geschäft concentrierte. tön„te die lurchte, die. n"^ "'"""^ ourechtluninien, aber ich "'s) bin die x!^' ^'^ "' ^)r verfahren. Gleichviel! !"l'c>!' Donnitlii ""'" '^"^ ^''- ""^ d"" Mmnenle 'U'gthnl»ni m,!.'^.^^' '^ '"""" ^"^', nieine Ge^ 'U">'o inm're nn.s ">^ ^ ^"lir,',eh,tten l^e; ^" >neil,,r ^ '?'^'^^'^ '^t1"'»e, pei.nwlle Drän--taä^l ' r" '"" "stillt sei.,, ohn^ dass der >nir^rii7 il^ ^''^iihleo. "no. Vorwnrfeo in lnich n^? "".'^' """ '« lo recht tief in 'Uch o w i7/ n^s'". " "'"' al. sei mei.. H.s. U)" U de ?o l. » -^/?"' '^' """ "' ""st dnrch "'» Ve? ?"" " "^"^ sottgab, ist ja doch in mei-"enk übergegangen!" 'b^' nreiil.n ^7/ """^^ """' ^Nl Liebesblicke ^" l^i''"' ?"^'u wie em junges Mädchen. Ein '^ k " '"^'^'^ '^' "' die Wlgen ^""'l^umritt i,!^ ""^^" ""l6ohoben. was er um ^""' s.ang. Glaube vielleicht früher als überhaupt wo in Krain verkündigt wurde. Trubar hielt anfänglich seine Zusammen^ tünfte mit seinen Gesinnungsgenossen außerhalb Laibach ab und predigte zuerst bei St. Jakob an der Save, auf Nosen-bach und bei St. Chnstoph. Die Protestanten hätten die Kirche im Verlaufe der Zeit sicherlich ill. ihre Gewalt lv kommen, obschon sie von der Stadt, die dazumal bereit» bei der Franciscauerbriicke endete, weil entlegen war. hätte ihnen der Stadmagisirat nicht die Kirche der hl. Elisabeth in der Spitalgasse überlasseu. Aber Verlangen nach der Kirche bei St, Christoph trugen ciwa hundert Jahre später (1651) die barfüßigen Auguslinermönche (Dislaceaten), die im Kloster Grnbenbrunn zu Iama in Oberschischka ansässig waren. Diese wandten fich an ixn Kaiser mit der Bitte um Ueber lassung der Kirche bei St. Christoph, allein die Geistlichkeit von St. Peter nahm dagegen entschiedenst Stellung und es gelang ihr auch, diese Filiale ihrer Pfarre zu erhalten __________(Schluss folgi.) — (Sanctioniertes Lanbesgesetz.) Seil« Majestät der Kaiser hüt dem vom Üanbwge des .herzog-thumes Krain beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die. llmlegung der Bezirtsstraße zwischen Unter- und Ober. Gorjach, die Allerhöchste Sanction ertheilt. — (Von den landschaftlichen W o h l-t l, ä t ig te i t sa nst a t l e n.) Der Director der hiesigen la»bsä>aftlichen Wohlthätigteitüanstalteii, Herr Regierungs-lath Professor Dr. Alois Valenta Edler v. March thurn. der vor kurzem in Ptl'sion getreten, hatte sich in Anbetracht seines leidenden Zustandes von dem ärztlichen und Kan^leipersonale der genannten Anstalten im schriftlichen Wege durch ein Circular verabschiedet. Da jedoch im Kreise der Angestellten der Wunsch laut geworben, sich von „Weil er in seiner Blindheit nnd Thorheit nicht den Wert seines Eigenthums erkannte!" ergänzte Kleysen innig. „?lnch ich trage ihm keinen Groll >mch," fnln-Henriette fort, „ich wi'msche ihm nnd seinen Mildern alles Gute. Seine Tochter Gisela soll ja wunderbar schön sein. Von seinem Sohne hört man nur lvenig." ..Mit seinein Sohne hat er sich iiberworfen. Ter Innge hatte.Milstlermncken im Kopfe, wollte Maler n-erdeu, soll auch ein recht beachtenswertem Talent haben. Natürlich pasote da5 dem Alten nicht in seinen Kram; als einziger Sohn des Hanfes Meeder gehörte er natürlich msComptoir: tmzlun,cs ist <;u ernstlichen Conflicten gekommen nnd eines Tages ist Rudolf Meeder - - so hecht der Innge — ans lind davon ge gangen nach dein /Sonnenlande Italien'. Die nähc-len Umstände des Zerwürfnisses t'enne ich nicht." Henriette schwieg. Eine Weile standen sie noch auf demselben flecke Mischen den Vlnmen nnd Blättern des lanbenartig überdachten nnd nmrantten Ballons, !)mm traten sie ins Zimmer zunict. Kleysen brachte mil einiger Umständlichkeit seine Cigarre in Brand und machte eS sich m>f dem Sofa beanein, und ^ran Henriette schenlte unterdessen den Kaffee in die tlei-Nrn. blmlgeblümten, goldberänderten Tassen. Und dann sprachen sie, wie immer um diese Stunde, von den Vorkommnissen nnd Gesä>elinisse>i des Alltags, bis ihre Unterhaltung aus einen Punkt anlangte, um den sich alles Sinnen und Sehnen, alles Wünschen und Hoffen des alten Paares spanni "uf den einzigen Sohn des Hauses, Thorwald Mal« thiaö Meeder-Kleysen, der zur Zeit als Leiter der Tochterfirnm des Hauses Kleysen in Valparaiso weilte, uild au! dcis freudige Ereignis seiner im Herbste bevorstehenden Anknnft. (ssoris'tzul'g folzt.z dem langjährige» Vorstände persönlich verabschieden zu tonnen, wurde Herr Regierungsrath v. Valenta ersucht, diesem Wunsche nachzukommen und in der Anstalt die Abschiedsvorstellung entgegenzunehmen. Dieselbe fand am 4 d. M. um 11 Uhr vormittags statt. Es hatten sich dazu in der Directionstanzlei alle Primär- und Secundarärzte sowie die zwei Oberbeainten des Dirrctionsbureaus ein-gefunden. Der nunmehrige prov. Director, Herr Dr. Karl Ritter v. B le, i we i s - T r ste ni» ti. begrüßte den scheidenden Director mit einer längeren Ansprache, worin er, dessen wiederholt auch an Meihöchfter Stelle anerkannte Verdienste in der Leitung der Wohlthätigleitsanstalten betonend, besonders die Thätigkeit des Herrn Negierungsrathts in drr Erdbebenepoche des Jahres 1885 hervorhob und dann auf dessen stets im Sinne der Eintracht und Collegialität geübtes Wirlell hinwies. — Herr Regierungsrath v. V a -lenta sprach für diese ihn so ehrende Kundgebung seinen heimlichsten Dank aus. Das Scheiden von dieser Stätte, an welcher er nahezu 45 Jahre gewirkt, sei ihm keineswegs leicht geworden, allein sein leidender Zustand habe ihn dazu br-wogen. Mit dem Ausdrucke des besten Dantes an alle für ihre Mitwirkung bei seiner Directionsleitung, mit der Bitte, ihm ein freundliches Andenken zu bewahren, und mit einem herzlichen Lebewohl schloss Herr Regierungsrath v, Valenta und begab sich sodann zur persönlichen Verabschiedung zum Hirrn Spitalscuraten, zu den Herren Kanzlribeamten und zur Oberin der barmherzigen Schwestern. — Und so schied denn von der Stätte senier vieljährigen Thätigkeit der als Fachgelehrter und Schriftsteller, als Arzt und Mensch gleich hochgeachtete Director Dr. v. Valenta, von den versammelten Aerzten aufgefordert, die Anstalt nicht zu vergessen, sondern dieselbe auch ferne-rhin mit seinem Besuche beetiren und erfreuen zu wollen. — (Die evangelische Gemeinde in Laibach) begierig gestern nachmittags den 50. Jahrestag der Cinweihnng der hiesigeil Christuslirche mit einer kirchlichen ^eier. ,zu welcher sich aufjer den Mitgliedern der Gemeinde unter anderen die Herren Seine Erc. Landespräsibent Freiherr von He in in Begleitung des Nezirtshauptmannes Haas, Generalmajor o. BaIbass und Lan.desausschufi>" Beischer Dr. Schaffer eingefunden hatten. Herr Pfarrer I a q n t m a r schilderte in längerer Ansprache all die An-stiengungen nnd Bemühungen, welche auf die Erbauung der neuen Christnslirche abzielten, und führte als interessante' historische Reminiscenz den Umstand an, dass die evangelische Gemeinde in Laibach sich rühmen dürfe, als erste in Oesterreich bei ihrer Kirche rinrn Kirchthurm und eine Kir--chenglocte zu besitzen. Cine fröhliche Ueberraschmig für die Gemeinde fei durch die mit dcm heutigen Tage erfolgte Gas? beleuchtung der Kirche bereitet worden. Als zweitn Redner trat Herr Obertirchenrnth Dr. Witz-Oberlin auf. Derselbe entbot zunächst den Mitgliedern d^r evangelischen Gemeinde einen Glückwunsch des t. t. Obcrlirchenratlfts in Wien, gedachte im Verlaufe seiner formvollendeten Festrede Seiner Majestät d^H Kaisers, der seinerzeit die Gleich» berechtimlng aller Confcssionen proclamiert, und dankte sodann Seiner Excellenz dem Herrn Landeepräsidenten Baron Hein für das Wohlwollen der Negiening, durch welches der Bau eines so schöne» Kirchthurme» ermöglicht worden war. Dir Siingerrundt des deutschen Turnvereines brachte nach den beide» Reden zwei Kirchenchöre zum Bortrage, und mit der Absingung der Kaiserhymnc fand der kirchliche Act seinen Abschluss" — Abends 8 Uhr versammelte fich der größte Theil der Gememde in der Casmo-Glashalle z« ein/m Fa-milienabende, den Herr Curator 3i ü t i n g mit einer Be? grühung der Festgäste,, vnr allem des Herrn Obtrlirchen-rathes Dr. Witz-Oberlm, der Mitglieder der Gemeinde und endlich der Sängerrunde de» Uaibacher deutschen Turnvereines eröffnete. Herr Pfarrer Ia «ine mar entwarf in sehr beifällig begrüßter Rede eine Porgeschichte der evangelischen Gemeinde, indem er von bem Jahre 1602 als dem Todesjahre der ersten protestantischen Bewegung in Krain ausgieng. die wechselnden Geschicke der evangelischen, Ge-meinde. namentlich den ersten im Jahre 1845 im Nedouten^ saale abgehaltenen Gottesdienst, die im Jahre 1849 durchgeführte Constiiuierung der Gemeinde sowie den vor 50 Iah' ren erfolgten Aufbau der Christuslnche schilderte. Eo sprachen sodann noch die Herren Dr. W i tz - O b e r l i n und der Senior Schwa r z. Unter Leitung des Herrn Ranth brachte die Sängerrunde des Laibacher deutschen Turn-vcreincs im Äerlaufe des Abendes eine Reihe von sehr beifällig aufgenommenen Männerchören zum Vortrage; Herr Bürger gab am Clavierr einige Phantasien zum Besten und erhielt dafür wanne Anerkennung. Um Mitternacht fand der Familienabend, an welchem die ganze Zeit über die beste Stimmung geherrscht, seinen Abschluss. — (Von der Laibachcr Volt«-, und Stube n t e n t ii ch e.) Die Vorftchung der Laibacher Volks- und Etubenteillüche veranstaltete vorgestern mittags ihren stän° digen Gästen ei» kleines Fest, in dem sie dieselben mit bes» serer Kost sowie Wein bewirtete. Es war dies eine Art nachträglicher Weihnachtsfeier und fand aus dem Grunde erst vorgestern statt, weil in der Weihnachtszeit die meisten Studenten vonLaibach abwesend waren.Um dasZustandetommen der Feier gebürt außer den Damen Fleischmann und Kos unb den übrigen Busfetdülnen. welche in der eifrigsten Weise in der Küche thätig waren, vollem Lob mehreren Wohlthätern und Wohlthäterinnen der humanitären Anstalt. So hatte eine „lustige Tischgesellschaft" zu Handen des Fräuleins Anna Kremiar den Betrag von 22 X mit der Bestimmung gespenoet, den Itudenten ein Weihnachtsfest zu veranstalten; zu dem gleichen Zwecke hatten Herr Iegli 5 und Frau I u v a n 5 i <- je ein Fass Wei". Frau Zorman einen Sack Mehl. die Firma Perdan Sve-.'.ereiwaren. Herr Pavlin 10 Sack Steinkohle und endlich Herr Nma.t.rmt>ster Hri b a r 20 X bar gespendet. — Für dit V,»oi,tu«g brach!« »ine EtuKnttttdeputaNoft km Vk Laibacher Zeitung Nr. 4.______________________________________32______________________________ 7. Iiinuer l9ö2. manne der Volts- und Siudenlentüche, Herr?, Drelse, ihren besten Dant zum Ausdrucke. — Die Laibacher Voltsund Studentenlüche begeht i>l kurzem das 25jährigc Fest ihres Bestandes. Aus diesem Anlasse soll eine entsprechende Feier veranstaltet werden, zu welcher Einladungen an all die zahlreichen Gründer und Fördeier dieses Institutes ergehen sollen. — (Besichtigung.) Aus Veldes wird uns genul bet: Seine Excellenz der Herr Eisenbahnminister Dr. von Nittet besichtigte am 2. d. M. in Begleitung des Herrn Eisenbahnbaudirectors Sectionschefs Wurmb und des Herrn Oberbaurathes Hannas die Installation bei Birnbaum und den Südstollen des Karawanlen-Tunnels. Heute wiid der Minister hie Besichtigung in Wocheine rFeistrih fortsetzen. — (Die Laibacher () i t a ln i c a) eröffnete die Neihe ihrer diesjährigen Vereins-Unterhaltungen gestern abends mit einem im großen Saale des „Narodni Dom" abgehaltenen Promenade-Concerte der bürgerlichen .ttapelle, an welches sich ein sehr animiertes Tanztränzchen anschloss. Wenn man berücksichtigt, dass ini gesellschaftlichen Leben des (,'italnica-Vereines in den letzten Jahren gewissermaßen einStillstand eingetreten ist, so gestattet die regeÄetHeiligung an der gestrigen Veranstaltung einen günstigen Ausblick in die Zukunft. Die erste Quadrille wurde von etwa 50 Paaren getanzt. <— (Im dritten Concerte der Philharmonischen Gesellschaft), dessen Programm wir an anderer Stelle veröffentlichen, gelangen zwei große Orchesterwerte zur Aufführung: L. v. Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. ,n ober Null. Der durchschnittliche mittlere Nasserstand im verflossenen Monate betrug 125 ein. — Die höchste Wassertemperatnr hatte die Save im Monate December am 26. December mit 4-74 Grad 0, die niedrigste am 7. und 8. December mit -? 3'6 Grad <^' nach den jedesmal um 8 Uhr früh gepflogenen Beobachtungen. —ik. " (D ! e b st a h l in d c > U r s u l i n e n t i r ch e.) Gestern nachmittags zwischen 5, und 6 Uhr wurde in der Ursulincntircl)« von einem unbetannten Thäter eine Opferstockbüchse gestohlen. Heute früh fand man dieselbe uneröff-nel am Peteisdamm. " (Von der „Elektrische n.") Vorgestern abends fuhr ein elektrischer Tramwaywage» in den zugesperrten Eisenbahnschranken auf der Unttltrainerstrahe und zerbrach ihn. Ein weiterer Unfall ereignete sich nicht. — (Ein Blumengru ß). bestehend aus Primeln und anderen Frühlingsblumen, kommt uns aus Weichselburg zu. — (N ach Amerit a) wurden im abgelaufenen Jahre von der Bezirkbhauptmannschaft in Rudolfswert insgesammt 760 Pässe ausgestellt. Mit Beginn dieses Jahres ist eine beträchtliche Auswanderung nach Nordamerika wahrzunehmen. —o— ' (Verlorene Gegenstände.) Am 5. d. M. nachmittags wurde in der Stadt eine schwarzlederne Brieftasche mit 100 X Papiergeld, mehreren Visittarten und Legitimationspapicren verloren. — (Für d i e a r m c W i t w e T o p o l o v « e l) sind dem Vincenz-Frauenvereine bisl)er 20 X zugekommen. Allfällige weitere Spenden wollen an den Cassier des genannten Vereines, Herrn Finanzobercommissär P o g a,' a r, Bahnhofgasse 11, gerichtet werden. Theater, Kunst und Literatur. " (Deutsche Bühne.) Sonntag nachmittags erfreute die Bühnenleitung ihr jugendliches Publicum durch Veranstaltung einer Htindervoistellung. zu der die bekannte Geschichte der bösen Buben „Max und Moriz" gewählt wurde. Die in den« Stücke beschäftigten Darsteller liehen sicb/s angelegen sein. die Gunst ihrer in stattlicher Zahl er-schienenen kleinen Zuhörer zu erringen, was ihnen auch bestens gelang, denn es wurde viel gelacht und begeistert Beifall gespendet. Abends wurde zum viertenmale bei sehr gut besuchtem Hause die zugkräftige Operette „Die drei Wünsche" aufgeführt. Das hübsche, lustige Wert erzielte wieder einen kräftigen Erfolg. Frau Nolf-Seletzty fand für ihre brillante Darstellung die ehrenvollste Anerlen nung sowie rauschenden Beifall und wurde durch Ueber-rcichung eines schönen Blumenstraußes ausgezeichnet. An dem Erfoge des Adendes hatten auch die Herren Nogler, Thiemann, Lang. Meißner. Fräulein Schrei-b e r und Kühn verdienten Antheil. Anstelle des früheren Darstellers gab Herr M i t s ch den Stotterer ganz charakteristisch. — Die gestrige Wiederholung der phantastischen Oper „Hoffmanns Erzählungen" war neuerlich von großem Erfolge begleitet und übte auf da» zahlreiche Publicum tiefen Eindruck aus. Der dritte Act mit seinen hochdramatischen Steigerungen bedeutete neuerlich den Höhepunkt der Oper. Bei dieser Gelegenheit sei aus einige Unrichtigleiten anf-merlsam gemacht, die bei der nächsten Wiederholung leicht abzustellen sein werden. Das Lied vom lleinen Zack hat Hofsmann bei Tische oder auf einem Fasse sitzend im Kreise seiner Zechgenossen erzählend zu singen. Ganz widersinnig erscheint es demnach, wenn er dec? lieben Effectes halber an die Rampe zum Souffleurkasten tritt. Antonia, die Tochter des armen Crespel. wird weit mehr im einfachen, bürgerlichen Haus-tleidchen als in spitzenbesehlem Schlafrocke rührend wirken. Die Taubheit des Dieners Franz mnss sehr biscret gebracht norden, da sich jede Uebertreibung im Rahmen der hoch-dramatischen Handlung nur störend geltend macht. Aus diesem Grunde wird auch bei der Wiener Aufführung das seichte Couplet desselben ausgelassen. Der trefflichen Darbietung von Frl Eebrian in den drei Rollen spendete das Publicum wieder reichen Beifall, an dem auch Herr Ro 9 ler und die anderen Mitwirkenden je nach ihrer Leistung participierten. Wir vel-nüssten jedoch gestern vielfach dk reine Intonation; besonders machte sich das Falsch-sinaen im Terzette dee dritten Actes recht störend geltend. .». — (Uus der deutschen Theatertanzlei.) Heute beginnt die Opern, und Concertsängerin Frau Olga von Türt - Rohn ihr auf zwei Abende berechnetes Gastspiel. Die Künstlerin, welche erst kürzlich eine erfolgreiche Gastspielreise in Paris und in allen größeren Städten Deutschlands absolvierte, spielt die „Adele" in Strauß „Fledermaus". Am Donnerstag spielt Frau von Türl-Rohn in den beiden Einactern „Der Ehemann von der Thür" und »Das Versprechen hintn'm Herd". Zlvischtn d,n beiden Stücken wirb die gefeierte Diva einige Lieber zum Vortragt bringen. Für beide Abende ist bereits großes Interesse vor Handen. — (Die ..Glas be na W a t i c a") veranstaltete vorgestern zur Feier des 60. Geburtstages ihres Ehren' Mitgliedes Dr. Anton Dvorät im großen Saale dei „Narodni Dom" ein Concert mit einem hochinteressante!!, ausschließlich Compositionen Dvoraks umfassenden P"' gramme, das unter Leitung des Herrn Musikdirektor« Hu bad vom Hofopernsänger Herrn Franz Pcical, Fräulein Mira Dev, dem Gesangöchorr der „Glasben? Matica" und der hiesigen Regimentskapelle ausgefühll wurde und von großem lünstlerischen Erfolge begleitet wal Den Beginn des Concertes machte die symphonische Dichtung „Die Mittagsyere". eine musitalische Illustration zur gleich' namigen Ballade Erbens, in welcher der geniale Componist mit bestechenden Mittel» dem Zuhörer all die packenden, n schulternden Scenen des Gedichtes vor Augen führt unt namentlich das ruhige Spiel des .Nindes. das Erscheine» der Mittagshere, den verzweifelten Kampf der Mutter mü derselben und das Entsetzen des Vaters so meisterhaft teM zeichnet, dass man. dadurch in das gespenstische Milieu versetzt, von einem gelinden Gruseln gepackt wird. das bis z" dem majestätisch aufgebauten Schlüsse anlM. — An dies' Dichtung, deren eracte Wiedergabe stürmischen Beifall ent' fesselte, schloss sich eine Arie aus der Oper „Dimitrij", vo>' getragen vom Hosopernfänger P a c a l. Der Sänger ist den' Ccncertpublicum der „Glasbena Matica" nicht fremd, den? er hatte sich vor einigen Jahren bei einem hiesigen Concert« iü der ausgezeichnetsten Weise eingeführt. Er bewährte siä vorgestern nicht nur als Opernsänger — in dieser Hinsicht is ja sein Ruf feit langem gefestigt — sondern auch als Lieder sänger. der durch den geschmackvollen, vornehmen VortrOi! einiger Lieder Herz und Ol,r seiner Zuhörer bestrickte. Stil" Leistung fand dementsprechend rauschende» Beifall. I^ weiteren Verlaufe des Concertes sang Herr Pacal mit d' brachten, dass sie sich zu einer Zugabe entschließen musste" und ein Duett aus Dvorüls „Geisterbraut" mit Orchester begleitung vortrnge», Herrn Pacalö große Stimme be herrschte daselbst das Orchester mit Macht, die Stimme de! Fräuleins Dev hingegen gieng in den dahinstürmenden To» wellen hie und dc, unter. Nichtsdestoweniger zeichnete da' Auditorium die verdiente Sängerin durch laute Anertemiu^ cnis und rief sie im Vereine mit Herrn Pacal einigem^ htlvor. — Unter den restlichen Orcheftralnnmmern gefk sowohl die bereits einmal cmfgesiihrte, vom Herrn Hub«! mit hinreißindem Temperamente dirigierte Ouvertüre ..Ccil neoal", in welcher der Scliall durch Thränen lacht, als aU^ die auf Grund einer Ballade von Crben aufgebaute M phonische Dichtung „Die Tande", eine blendend schöne Col Position, in welcher die terilichen Motive mit genialer ttrc>! n.nsilalisch veiwcl-tet erscheinen und dumpfe Trauer ^ heller Lust. zart einschmeichelnde Weisn, mit wild dahi» strömenden Toninassen abwechseln, um endlich im Epilog ? le-ise, ganz leise zu vertlingen. - Zni» Schlüsse trat ^ gemischte Chor in den, duftigen Lncll« «o lx^mi v 6u«o 0> ! und in dein gewaltigen 14!). Psalm auf — zwei Nummer'' die uns die „Glasbena Matica" zwar bereits vor Iahl^ geboten, die aber in ihrer technisch vollendeten Durchführn^ ^ wie Neuheiten wirtten. — Zu erwähnen ist. dass die Sol° ^ vorträge und die beide» Duette von Herrn Z i n n e r a" > Clcwiere mit schönem Verständnisse begleitet wurden. ^ , Tas Concert, das den Mitwirkenden alle Ehre machte U"' einen vornehmen, nachhaltigen Eindruck hinterlifß, war vol trefflich besucht; unter den Anwesenden beinerlten wir b> Herren: Lanbesgerichtspräsidenten L e v i >"-n i t. die H^ rathe N a 5 i 5 und >; n m a n , Lcmdesschulinspecls ^ Hubad, Landesregierunsssrath Dr. Iupanc, Obe^ ^ lieutenant Lavriö, Major P o h lr e i ch u. a. m. ^ - (Die Philharmonische Gesellschai ^ in Laib ach) veranstaltet morgen zur Erinnerung " die erste öffentliche Aufführung der Philharmonischen Gest^ ^ schast in Laibach am 8. Jänner 1702 ein Festcon^ s, llll. Mitglieder-Concert) unter der Leitung des Mul? ') directors Herrn Josef Zöhrer und foliftischer Mitwirkt r der Pianistin Fräulein Louise Niedel aus Wien und ^ <> Varitonisten Herrn Hermann Iessen, Mitgliedes ? !' vereinigten Theater in Graz. Vortrags-Qrdnung: I. ^ ^ thcilnng: 1.) L. v. Beethoven: Leonoren-Ouverture Nr. s, 2.) W. A. Mozart: Clavierconcert D-äur (Köchel-M 5 537) mit Cadenzen von Karl Reinecke; gespielt von Fl^ X lein Louise Riebel. ») ^!I<'ßi'o, d) l.ui-«!,«tto, <:) ^ d ttl'<5N<).1 :^.) L. v. Beethoven: Adelaide; Herr Hering " Iessen. 4. il) Fr. Chopin: Polonaise, <'i--moN (op. 2f d) Anat. Liadoff: Barcarole, l^) A. Longo: Scherzo; Friif .5 lein Louise Niedel. 5. «) Franz Schubert: An die M° -d) Karl Loewc: Hinlende Iamben. ^ . Crste Aufführung in Laibach. — Beginn des Concertes ^ halb 8 Uhr, Ende halb 10 Uhr abends. cv — (Has böhmische Trio) wird sich am 18. d. ^ »^ zum erstenmale in Wien hören lassen. Dem Trio gel^ nebst den Herren Professoren Tuchy (Violine) '^ Burian (Violoncello) der gewesene Lehrer an der ,,O'", bena Matica" in Laibach lind nunmehrige Professor?, Präger Conservatorium, Herr Karl H o ff m e i st e r (^' l) vier), an. , ^ - (Udel - Qua rtet t.) Das für gestern ana^-Concert des Udel-QuartelteH musste infolge Unpässli<^ einci> der Mitglieder unterbleiben und auf einen spa^ Zeitpunkt verlegt werden. > __m&T »it«..« Mr. 4. 33 ; 7. »««« 1908. ag' Ausweis liber deu Stalld der Thierseucheu iuKrain ^ sur die Zeit vom 27. December 190l bis 3. Jänner 1902. M 5 5V Erloschen: "' ^V^'??3^ wFirke Adelsber« in der Gen.einbe Se- t"> niV^^ „^^' "" VeMe Gurkfeld in der Gemeinde Land- ^g, s""ß (l Geh.). ,^ Das Land Krain ist derzeit seuchenfrei. a > Kl. Landesregierung für Kram. ^ Laibllch am 3. Jänner 1902. ihl> "---------------------------————«»»»»^» °^ Der Krieg in Siidchiln. ''ch' den 7"!?""dele. Nach zweistündigem ttampfe zog sich ^, "' Feind mtt emigen Verlusten zurütt, tm Die Winen in Südamerika. 'Ä 3 d W^ ^° l ^'. ^' ^ änne r. Neuters Office meldet oo.n ^. bisck'^ 'i ^".^^'^' Vertreter der columbischen Aufstau ^ mit 20^ !s -^-^^^'"'^' ""'ach General Uribe-Unbe ' . Eanta^ ^untand.sche,, vo» Venezuela in das Departement " eiime, " /mgedrungen und in die Stadt Äutaramanqa -^ nicw ,^'''"'>"' '"ll beabsichtigen, gegen Panama vor^u ,st^ ""und d>e,e Stadt zur Ueberuah.ne zu zwingen. ^'?' Äue,w« n! ^ ' ' ^"'"^'- Dlc „Agence Haoas" meldet anv 5 2lrei?fra«?^, !"/' ^^i^ni Die argentinisch-chilenisch' ^ sli" in I i ^ ^' neuerdings verschärft. Als Grund hie- 5"", der s^> l Verhallen der chilenischen Diplomatie während b" !>cilt . '^" Verhandlungen, da-, man hiec für illojal ^'"1 ^schöds.?-' - ^'' "gcntinische Regierung, die alle Mittel "° 'prüche n"'V" 3ütlichein Wege die Befriedigung ihrer A„. ^ Rechen söw "7i^^' beadsich'igt. die Verl)andlnngen abzn ub^ suspendieren m d ^ °'^Uschen Beziehungen zu Chile zu 6° sorgen, die Aers>m. °'' ^"' ^'^' "Ue Eventualitäten vorgu- ^ auf Kriegsfuß geV'w^en"' """' ""' '"' ^"^'" loi ------—^—^. ^ Peters ^" ^irischc Pest. 'hi" -'lgenl^r meldet äu^'^ ^"""< ^^ '"lM« Telegraphen- 'il°«! 'y'illmg nlran.e7i,n h. ^" ^^' """ etlichen Mit- t "' '.Wolf Personen . ^ °/' Uotowaja (Kreis .^tamyschin) 0 -> starben '' "" ^" ''bnischen Pest. von welchen neun ! ner" ! chr„s,z^ «' ,^e «weclmih,,!«! drs System« dli s l< '^mlm/^k ""t.3erd. Lasalle. iv7l( 6. _ N^m„°,.' m°^ """ke nn Kritg?1^^ ^'^^'^' ^s",ncl nnd Feld-Fr^ a e d. N°a m ^? «'i,.^^'^a«"u..« I g. v. « lei n m ayr H M------- ">ba>i. Cl'ü^resöplül, 2. ^i Am 2^ Vcrstmbene. es »' l>irche»a,sse 2l^ M,'',s„''^^^ "^'f, Colporleurslochler. 4 I., "^ ^warzbori ^Masem.' ^ '" ^°""' l'MrHhn. ,, ^.. or ^ y, Im Siechenhause. ^'' !^^^7^3^^ ^chneiderstocht.. 55 I.. li^, Lottozichung vom 4. Iii,^ner.^ ^7" ' '" 7« «7 N4. W'en: 63 « 72 22 üg. Aclnöestheater in *n Nachnahme. als Heilquelle seit huuderten von Jahren bewährt in allen Krankheiten der Athmtmgs» und Verdau-ungsorgane, bei Gicht, Magen-und ßlasenkataiTh. Vorzüglich für Kinder, Reconvalcücenten und während (I.) der Gravidität. (^ t Bestes diHtetisches und Erfrischungsgetränk. Niederlage bei Herrn Michael Kastner und Peter LaoBnik in Laibach. Echte Email-Glasur zur Herstellung eines porzellanartigen Anstriches für sich leicht abnützende Gegenstände, ganz besonders für Waschtische, Eisen, Holz, Vlech, Stein und Wasserleitungs-Muscheln in Dosen zu '/, und 1 Kilo erhältlich bei »rüder Vberl, Laibach, Kranciscanergasse. 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Save heute um halb 1 Uhr nachts nach langem schmerz vollen Leideü, versehen mit den heiligen Sterbe« sacramcnten, im 57. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des theure» Dahingeschiedenen wird Mittwoch, den 8. d. Mts.. um 10 Uhr vor« mittags, im Trauerhause in Iessenitz eingesegnet imd sodann aus dem Friedhofe zn St. Magtmlena in der Familiengruft beigesetzt. Die heiligen Seelenmessen werden in der Kirche zn St. Magdalena am 15. d. Mts. gelesen werden. Der theure Dahingeschiedene wird dem frommen Gebete und dem freundlichen Anbeute» empfohlen. Iessenitz a. d. Save am 6. Jänner 1902. Franz Vlamori, Ehegattin. — Hermine Iwirn, geb. Vtamori, l. u. t. Oberlicutenants Gattin, Tochter. — Julius Namsri, l. u. l. Lieutenant, Sohn. Kany Hinghoser, geb. Hribar; Leopoldine Lonüar, geb Hridar, l. l. Finanz- rathsgattin, Stieftöchter. — Johann Vtamorö, Cassier der Escompte-VanI in Agram ; Vlaimnnd Namor», Ncalitätenbesitzer iu Categ. Vriider. — Franz Hwirn, t. u. t. Oberlieutenant ^ Johann Lonüar, l. k. Fiuanzrath, Schwiegersühne. — Sämmtliche Schwäger und ltnlel. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herrlicher Theil nähme während der jlranlheit und beim Hinscheiden unserer innigstgeliebten, uuvergesslichrn Gltttin und Schwester, d>r Frau Gertrud Hirschm«lnn fiir das zahlreiche Geleite zur letzte» Ruhestätte, sml'ie für die schauen Krauzspeuden sprechen wir allen Velaunten nnd Freunden, ferner der gcehrtcn Geist« lichleit, deu geehrten Herren Beamten unscrrn herz« lichsten Danl aus. Insbesondere aber dunlen wir deu geehrten Herren Gängern slir die tieserarciseliden Trauerchöre, und überhaupt allen jenen, die die theure Verblichene zur letzten Ruhestätte begleitet haben. Radmannsdors am 4. Jänner 1802. (84) Die trauernd Hinterbliebenen. Laibacher Zeitung Nr. 4.____________________________________34________ ?. Jänner IM- Course an der Wiener Börse von; 4. Jänner 1902. «««d«, offene« Courm^. Die notierten Course verstehen sich in KroneiNoährung. Die Notierung sammilicher Äctien und der «Diversen Lose» versteht sich per «tück. Allgemein» Staatsschuld. """ ^°" ltlicheitl. Rente in Noten Mai November p, C. 4ll"/„. , . »9-45 99 6ü in^iol,Fedr.Mu«.pr,L.4 ^ 99-40 99^ „Sllb,Ian.-Iullpr,L,4-2«/, 93-40 99«« ,, „ Äprtl.'0ct.pr,«.4L"/2 9K40 99 5« l854er G»a— Dom,-Psanbbr, k 120 sl, b"/» . «95-— »0U-— Staatsschuld der im Kelche rathe vertretenen KLnig« reiche und zänder. vesterr. Volbrente. stfr,, 100 fl,, per Cassa.....4»/, 119^5 11» 45 bto. Nente inKronentoühr,, stfr., P« Cassa.....4»/« 9g. 10 9gz<> bto. dto, dto. per Ultimo . 4°/« ^ ^ 99 >w oesteri. Invtstitlon«<«ente, stfr., per «ossa .... »>/,°/° »z.hz »5.75 Wsenbnhu. Vtaatsschnld' verschrelbungln. «lisabethbahn in H., steuersrei. zu 20.000 Krone» . . 4°/« i^ß-gu 1»? 60 Franz Josef-Bah» in Silber (dlv. Tt.) .... 2'/«°/° 120-25 12,-22 «ubolftdabn in ltrunenwHhr, steuerfrei (blv. St.) . . 4°/» 9^50 3710 Noiarlbergbahn in Kronenwühr. steurrfr,, 400 Kronen . 4"/« 97 ,_ ^_._ Hn «ta»t»sch«lbvtrschreibnn> 9»n «bglfttmP.Elstnb.Xlctltn. ltlisllbttlMlm ^»00 ,1. CVl. 5^4°/» von «X! sl.......4SU — 43U — dt°. Llnz-Bubw, »00 ft. ö. W. 3. 5'/.°/°.....W. . 450 — 45»- dto. Oalzb.-Tir. »<» sl. ö. . 2. 5°/».........440 — 443'— «al. «ail°Luow..V. 800 fl. «M. ^/, von »00 fl......4ll« — 4»l — «elb Ware Vom staate zur Zahlung kbernvmment Visnlb.«Prl»r. obligation«,. Elisabethbahn 6 1^460 dt«. dto, (1884), . . . 92 30 93 30 bto. dto. (1898). . , , Zz-— 95-30 VOrsebau.Unlthen, verlosb. 5»/« 100 — 100 90 4»/, Krailier iianbe» llulehen . 94 50 9550 Geld Ware Pfandbriefe etc. Vod«,llUg.östinövIoerl^o/« 94«H 9ütt0 N..üst»rr.!!llnbe«'Hl»p.-A!ist,4°/, 97- 9» — Oest.'img, Äant 40>,^jalir, o«I, 4«/o......... 99— ,uu — bto. bto. 50jiHr, oerl, 4"/» »»— 100 — Eparcasse, I,üst,,«0I.,verl,4"/° 98 25 »9';t!a!)!!....... 486— — — Hüdlial)» ll!l«/uverz,Iänn,'Iull 3i9 — 2öl — bto, i^5«/l,...... 120 —121 — Ung.'gallz. Vcch»..... 10580 10« 80 4"/» Unterlralnfr Gähnen . . — — — — Diverse Lsse (per Stück). »t»rzln«licht Lose. 3°/u Vobencrebit Lose Em. 18«0 L5« — 258-^ 2"/<> „ „ , ^ernow^Illssu-Eisenb.-Veselljchast 200 fl. H. . . , 5il4— 537 — Lloyd.Oest., Trieft. 500», CM, <,U0 — 8U5-— Ocsterr. Nvrdwestbahn 200 fl, L. 444'— 44«- — dto. bto. (lit, U)!i00fl,2, 45U —457 — Pra^Turfr Eisenli.100sl,abgst, 184 — 1« — Uns-Haiiz.Eijeub, li00 fl, Silber 421— 423 — Una,Wesli.(Raal> Vraz)200fl,2. 42» 4liü — Wiener UocalkchNl'ü °Ä«,'Ges. —-— — — Hanken. slnglo Oesl, Vanl l2U fl, , . uus-— e«3 — Aanlverein, Wiener, 200 sl. . 444- 445 - Vobcr. Anst,, Och,. »0V fl.H. . 88?--8l0- Crbl. Anst. f. Hand. u. V. 1UU fl. —-— .-— bto. bto, p>', Ultimo . . L41-- L42-— Clebitbant. Mg, ung,, 2l»0ll, . «^,2 —L«?- — Ncposileiilmnl, c«»lpte.Hei,, Norüs!.. 500 sl. 485'—48»i — Girou.CasseilU,, Wiener 200 sl. 470 — ^«1 — Hypothelb., vest.. «00sl,g0"/!>>z, lu»-— 190 — Ml» H Lünderbanl, Oest,, 2»0 fl, . . 4i»50i>-Oesten,'!»laar. Aanl. , . ,530 >^», Unlonbant i!00 fl.....546 —^ «er^Ividaiif, Ällg,, ><0 sl, . »lu - l»- IxtmNrie.Unttl. nehmungen. ÄÄUgts., «Ug, ösl,, 100 sl. . . 146-- l«-EaMer Visen- und IM Eisenbahnw. Leil)g,,Orst,, ,<»,),'!. «? l— ^" „(llvemübl". Papiers, n, «, O, 15« — l«> Ulcsinqsr Ärauerl'i 100 s>, . , ^>-> - ^ Moiilan'ÄejeUsch,. Oest. alpl»e 4^-"' Präger Eiscn-Ind. !^j, 500 sl. l4»5' »si ,.schlöglmülil". »»japlen. «00 fl. 8,'!4 — ^ ^,2teyrcrm.", Papiers, li, !ö, G. 34150 ^ Trifailer NoyIenw.OeseU, 70 fl. 425— ii» Waffen,, ,.Oest,iiiMm.i00jl. 2ft4 - «-", Wa^ac», ^e!hanst,,Allg,,ii>Peft, l 400 li........ ?»()—7<^t Wiener Äailgl-sellschasl 100 sl. . »4» — lbi WleüeruergerZiesel ?I^-«e,i Oei. 'u,» — «^ . I Devisen. Kurze Lichten, » «msterdam....... ift? ».', 1^^ D»>ut,che Plütze...... 117 l? 1^ London........ »H3 10 iH< Pari«.........95 1? «' 3l, Petersburg......—- -. Valuten, Ducaten........»l:ti l> , -^0 ,^lanc,z Ztücke.....lg <>4 ^ Deutsche «r!^ (10) QlUl-VsiAlobsrUUs. Q»i»»»<,'l,, ijplt^l««^»«. ««ll!«,«!!« ^«N l,l li„!l!,«I! iM ÜUNl« l!«sl«Nt«!!< «U< 8!,« ^«Nt«, ^ W 5 ^