priimimcralions-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 lr. Halbjährig . . . L „ 20 „ Vierteljährig. . . 2 „ Iv „ Monatlich . . . - „ 7» „ Mit der Post: Ganzjährig . . . ll fl. — kr. Halbjährig . . . 5 „ 50 „ Vierteljährig. . . 2 „ 75 „ Für Zustellung ins Hauö vierte! jährig 25 Ir., monatlich 9 kr. Einzelne Numiuer» «> kr. Laibach er Tagblatt. Anouime Mittheiluugeu werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. ue - aklio »: Bahndoigasse Nr. iLkpeiulio» u»L Inscralci^ Lureau. Kongretzplatr Nr. 8t (Bllchhandlnng von «.Meinmayr^F. Bamberg), L»s,rlio»sprclsc: Kür die einspaltige Petitzeüe .! Ir. bei zweimaliger Einschaltung ü ü kr. dreimal ^ 7 kr. Jnsertionsfleuip.l jedei>>ual SU Ir. Bei gröbere« Inseiateü und e'stercr Einlchaltnng entsprechende. Rabatt. Nr. 28. :m»stag, 4. Februar 1871. Mors>cn: Agatha. Mioutag: Dorothea. 4. Jahrgang. Ein Kirchenrcchtslehrer gegen die Unfehlbarkeit des Papstes. i. Am 18. Juli 1870 wurde in der PetcrSkirche ! ^ ;u Rom vom Papste Pius IX. die Unfehlbarkeit i M des Papstes als Glaubenssatz der katholischen Kirche H feierlichst verkündigt. Die bezeichnendste Stelle der ^ Bulle lautet wörtlich: „Indem Wir daher au der vom Anbeginne t> des christlichen Glaubens überkommenen Ucberliefe-»> ruug treu sesthalten, lehren wir, mit Zustimmung des heiligen Konzils, zur Ehre Gottes, unseres Hei-A laudes, zur Erhöhung der katholischen Religion uud ^ zum Heile der christliche» Völker und erklären cs ^ als einen von Gott geosfeubarten Glaubenssatz, daß K der römische Papst, wem, er vou seinem Lehrstuhle E aus (ex e-ülioärn.) spricht, das heißt, wenn er in Ausübung seiueS Amtes als Hirte und Lehrer aller ,„> Christen, kraft seiner höchsten apostolischen Gewalt, >e>! E von der gesammteu Kirche fcstzuhaltcude, deu l ^ tauben oder die Sitteu betreffende Lehre eutschei göttlichen, im heiligen Petrus ihm ^ verheißencn Beistandes, jene Unfehlbarkeit besitzt, >«> «nt welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in A Enticheidung einer den Glauben oder die Sitten be-treffenden Lehre auögestattet wissen wollte; nnd daß ^ daher solche Entscheidungen des römischen Papstes --- aus sich selbst, nicht aber erst durch die Zustimmung ^ I der Kirche unabänderlich sind. — So aber jemand j A dieser Unserer Entscheidung, was Gott verhüte, zu widersprechen wagen sollte, der sei im Banne." ! t Allbekannt und in jedes Erinnerung lebt noch Ä .^!'^üstung, den die gesammte den- keude Menschheit in allen Himmelsstrichen, in allen Staaten und Ländern, nnter allen Böllern uud Nationen ausstieß, als die Nachricht von diesem Schritte Roms eintraf, von einem Schritte, der alle Menschen und die Bekeuuer der katholischen Religion insbesondere zu ewigen Sklave» Roms erniedrigte, der alle Kräfte des meiischlichcn Geistes »nd Körpers, wie dieselben sich im Leben des Einzelnen, des Staates, der Gesellschaft, in rastlosem Streben uud Bemühen entwickeln, dem ^oche Roms unterwarf, der alle Erruugeuschasteu uud Erzeugnisse menschlicher Arbeit und menschlichen Fleißes für die Zwecke Roms mit Beschlag belegte. Eine große Anzahl von Bischöseu halte vergebens gegen die Annahme nnd Verkündigung dieses Glgubeussatzes Verwah ruug eingelegt. Ob cs wirklich uoch ein tetzler Rest freiheitlichen Gefühles oder die Furcht vor dein Verluste ihres Einflusses aus die künftige Leitung der Kirche war, was diese hohen Herren bewog, gegen den nenen, von den Jesuiten erfundenen Glaubenssatz aufzutreteu, wollen wir nicht entscheiden, genug darum, daß sich der päpstliche Stuhl blutweuig um die Ausführungen nnd Verwahrungen aller dieser Bischöfe kümmerte, dieselben mit Hilse der in der jesuitischen Schute wohl erzogenen Mehrheit des Konzils nicdcrsliinmeu ließ, und Papst Pins IX. die Lehre von seiner Unfehlbarkeit in feierlicher Sitznng als Glanbenssatz verkündigte. Was thateu nun die Herren Bischöfe, die früher aus allen erdenklichen Gründen gegen den neuen Glaubenssatz ausgetreten waren, denselben als verderblich und schädlich nachgewiesen hatten? Blieben sic ihrer Ansicht treu nnd ergeben? Vertheidigteu sic ihre Stellnng und die ihrer Glaubensgenossen > unerschrocken weiter gegen die maßlosen Uebergrisfe des päpstlichen Stuhles ? Sic kamen einer »ach dem ankern nnd beug-ten willig ihren stolze» Nacke» unter den Fuß des Papstes nnd sie, die kurz vorher i» einer Erklärung die entgegengesetzte Lehre als die einzig richtige, als eine uralte und durch die Uebercinsiiinmung der heilige» Väter u»d die AuSsprüche nnd Bei spiele aller Päpste bestärkte erklärt hatten, verkü» digten nun den Glaubenssatz der Unfehlbarkeit von allen Kanzeln, in Hirtenbriefen, in ihren Blättern nnd fordern die Angehörigen der katholischen Kirche zum Glanben an denselben auf. Das entgegengesetzte Bild bietet die deutsche Wissenschaft. Von Anbeginn habe» die geistvollste» und gelehrteste» Vertreter derselben ihre Stimme laut und vernehmlich gegen die von Rom drohende Vergewaltigung des menschlichen Geistes und der menschlichen Verunnst erhoben, und als das Unerhörte dennoch geschah, da verkündigten sie nicht alsbald das als Glaubenssatz, was sic knrz vorher mit allen Waffen des Geistes nnd der Gelehrsamkeit bestritten hatten, sie blieben ihrem Gewissen nnd ihrer Ueberzengnng treu uud unterwarfen sich trotz aller Unbill und trotz alles Ungemaches, das sic bereits erlitte» haben und das sic noch erwartet, nicht dein Machtgcbote Roms. In die Reihe dieser Kämpfer für Glauben und Wahrheit hat sich mm auch Dr. Ioh. Friedrich Ritter vo» Schulte, k. k. ord. öff. Professor des kauouische» uud deutschen Rechtes an der Universität zu Prag,, in seinem Werke: „Die Macht der römischen Päpste über Fürsten, Länder, Völker, Individuen nnd ihrer Lehre» uud Handlungen zur Würdigung ihrer Unfehlbarkeit," gestellt. Schulte gehört zu den gelehrtesten nnd anerkanntesten Kirchenrcchtslehrer» Deutschlands; er galt bisher für eine feste Stütze der Ultramontanen und Feuilleton. Memoiren einer Stempelmarke. (Schluß.) Bekanntlich erschienen meine Ureltcr» in schöner Farbe mit der Textur eines Baumblattes, A was aus Aufmerk,amkeit gegeu deu damaligen Fi-Aumgartner hieß, geschah. Daß ich schon früher °»ge7euttt Nach Jahre - zu Ende 1858 - Nt^ l grüne Farbe politisch bedenklich und man "gab uns eme unverdächtige Jsabellenfarbe; die Tertur d! Baumblattes blieb uns jedoch, nur sah Ks i/k wie das herabgefallene, iu Verwesung übergehende E? Späthcrbstc aus, eine sinnige Anspielung - ^ da« auch ui den Rcgicrungsvcrhältnissen gar bald ,,' manches ln Verwesuug übergehe» werde. Nach dem - ltallemsch-französtschem Kriege im Jahre 1859 be-w'r -me dunkle Lederfarbe, eine Satire auf Ä-»' ^dcrnen Feldzug, während welchem ein Feldherr ^ . faulen Haut lag, ein anderer wieder ein ' M w?e^ di?E "°bllrcn wollte und zu diesem Behufe, F erzählte, einige Tausend diverser ^ Achsen, d,e zur Armeeverpflegung gehörten, in seine Tasche steckte, was ihm aber schließlich doch einige Unbequemlichkeiten verursachte. Er hätte wenigstens die Höruer zurücklassen sollen. Nach der Schleswig-Holstein-Kampagne erschienen wir sanft berliner-bläulich angelanfen, was auch wieder feinen Grund hatte, und nach den Erfolgen von 1866 gab man uns jene schwer definir-bare Farbe, die im Sommer 1867 bei den Pariser Damen unter dem Namen „L 1a LismÄiMö" Mode war. Nur in Lombardo-Venetien, so lange dies nämlich noch zu Oesterreich gezählt wurde, erschienen wir in schöner Rosenfarbe, was jedenfalls auf deu herannahenden Morgen Italiens hindeuteu sollte. Gegenwärtig, wo ich dies schreibe, haben wir gar keine übereinstimmende Färbung mehr; vom tiefen chokoladebrauu bis zur verschwindend blassen ausgezangenen Farbe gibt es fast so viele Nüanßen unter uns, als politische Konfessionen in Trans-nnd Zisleithanien, oder — um eiueu lokaler gefärbten Vergleich zu gebrauchen — als Verunglimpfungen der liberalen Partei und Unwahrheiten in jeder Nummer der „Novice" und ihres gesaminten Trosses. Es läge wohl nahe, unser Exterieur auch uoch vou ciucm anderen Standpunkte und »icht nur mit Rücksicht auf unsere Färbung allein kritisch zu be- leuchten; ich glaube aber, meinen Memoiren keine zu lange Ausdehnung gebe» zu solle», denn ich weiß aus einer in den k. k. Amtsstube» gesammelten reichen Erfahrung — und wo sollte dieselbe gründlicher zu finden sein, als bei meinem Geschlecht« — daß es gerade die voluminösesten Schriftstücke sind, die sich des längsten staubigen Stilllebens am Re-ferententischc erfreuen, bevor sie, wenn überhaupt, gelesen und erledigt werden. Und so wenig schriftstellerische Eitelkeit ich im Grunde auch besitze, ich möchte doch nicht gerne meine Memoiren einem gleich traurigen Schicksale überliefert sehen. So bleibt mir denn zum Schlüsse nur noch eines, das wichtigste vielleicht, übrig: darauf hiuzu-weisen, daß wir, wenn es nämlich in Oesterreich einmal einen Minister der Volkswirthschast gäbe, der seine Aufgabe ganz begriffe — was allerdings nicht sehr wahrscheinlich ist — eine noch viel höhere soziale Bedentnng erlangen könnte», als nur der Reflex einer politischen Konstellation zu sein. Ich meine dann, wenn ein solcher Minister die glückliche Idee erfaßte, einen großen Preis auf die Erfiuduug eines chemischen Produktes, so einer Art zentralisir-ten Liebig'scheu FleischextrakteS oder eines Restitu tions-Fluids auszuschreibeu, das statt der bisherigen schwer zu goutirendeu Gummi-Auflösuug als Klebstoff für unsere Indorsatseite verwendet und wodurch Klerikalen und sein Lehrbuch des Kirchenrechtes, sowie seine sonstigen Schriften genießen in der katholischen Welt das höchste Ansehen. Schnlte hat — wie er selbst von sich in der Vorrede des genannten Werkes behanptet — viel zur Vertheidignng der Rechte der Kirche und des Papstes geschrieben, war für das österreichische Konkordat frendig eingetreten und gesteht mm selbst zu, daß er jetzt, nachdem die Erfahrung von mehr als einem halben Menschenleben ihm einen Einblick zu thuu gewährte in die Zustände der Kirche vieler Diöze-en, nachdem er allmälig das innere Getriebe durchschaut habe, viele Reisen ihm eine Kenntniß der Zustände verschiedener Länder und Bölker verschafften, sagen müsse: er habe in einer tiefen Täuschung gelebt. Der nackte Despotismus, die blanke Alleinherrschaft des Papstes, welche das Konzil durch den Glaubenssatz der Unfehlbarkeit verkündigt hat, zwinge ihn, eine Sache zn behandeln, von der wie seiue eigene so, dessen sei er gewiß, die Seelenruhe von vielen abhäugr. „Das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit," — fährt Schulte iu der Borrede des genannten Werkes fort, — „bezweckt den festen Grundstein für die Anktorität zu legeu, nachdem angeblich alle anderen wanken, es gilt also für nöthig ein Mensch, der jeden Tag als nnsehlbarer Lehrer allen anderen Menschen verkündigen kann, welche dee verschiedenen Meinuugen auf dem Gebiete des Glaubens und der Sitten, 'in der Filofofie, im Rechte u. s. w. als göttliche anzunehnien seien. Geht der Inhaber dieser Unfehlbarkeit einen Bnnd ein mit der staatliche» Gewalt, so scheint cs kein besseres Mittel zn geben, als dnrch diese vereinten Kräfte die Bölker recht im Gehorsame gegen die Anktorität zu stärken. Ich glaube freilich — erklärt Schulte — auf kirchlicher Seite wäre eiu besseres Mittel: Die innere Mission in den Bordergruud zu stelle», das rein Aeußere als Nebensache zu behandeln, die Seelsorge als Hauptsache, das bureaukratische Regieren als bloßes un-vermeidliches Mittel zn betrachte», im Priesterthume auf die Demnth dasselbe Gewicht zn legen, als ans die Herrschaft, die Gemeinde nicht bloö als Untergebene, sondern als die Brüder, für die und mit denen man wirken sollte, anzusehen. Aber wie die knrze Erfahrung seit dem 18. Inli 1670 (dem Tage der Verkündigung der Unfehlbarkeit des Papstes) zeigte, die gegcnthciligc Anschannng hat bereits platzge-griffeu." Deshalb senvet Schnlte znerst die eben auge-zeigte Schrift hinaus, „damit die Rcgiern»ge,n nnd Regierten sich bewnßt werden, was mit der Unfehlbarkeit der Päpste dem Katholiken zu glauben fortan Gewissenspflicht ist, zugleich erkennen, wie die unfehlbare» Päpste in ihren Thaten mit den Königen und Fürsten, den Ländern Bölkern uud Individuell geschichtlich umsprangen." zugleich für die so wünschenöwerthe ansreichende Ernährung jener zahlreiche», mit vielem Stempel-Auf-und Abklebeu beschäftigte» Gesellschaftsklassen, deren drückende Lage längst anerkannt ist, gesorgt werden könnte. Möge doch auf eiuem der nächste» Tabors, statt des ewige» uationalen Geflunkers, dieser fruchtbare Gedanke seine nähere Erörterung finden und zur Refolutiou erhoben werden! Gewiß würden sich zn einer eventuellen derartigen Kompetcnz-Ausfchrcibung mehr Preisbewerber einfinden, als cs, so viel bisher bekannt, bei jener der Fall ist, die sich „die Förderung der slovenischen Dramatik" zum Zwecke gestellt hat. Der betreffende Antragsteller würde sich aber auch gewiß das höchste Anrecht auf de» Dank der Mit- und Nachwelt erwerbe», uud darum, Herr Dr. Zarnik, der Sie ein so glänzender Taborredner sei,? sollen (ich sage „sollen," weil ich noch nie das Vergnügen hatte, Sie selbst zu höreu), überlasse ich Ihnen, indem ich meine Memoiren schließe, in uneigennützigster Weise die vollste Ausbeutung dieser meiner Original-Idee. Richard Krouegger. In 8 Paragrafen weist nun das Buch die Ungeheuerlichkeit nach, die der gläubige Katholik mit dem Dogma (dem Glaubensgesetze) der Unfehlbarkeit zugleich glauben soll nnd glauben muß. Neue Eisenbahnen in Main. (Schluß.) Hieraus wendet sich die vorliegende Abhandlung gegen die gleichfalls vou eiuer Seite iu Aussicht genommene, schon oben berührte Berbindnng der Rudolfbahn mit d-r Adria dnrch eine Bahn Lack - Hotederschitz - Wippach-Präwald-Servola-Triest und sagt hierüber: „Das Exekntiv-Komitee eines Kousortinms für die Triest - Lack - Kühnsdorfer - Bahn veröffentlichte Anfangs Jnni 18?0 eine Denkschrift, welche wieder die Berbindnng der Rudolf-Bahn mit Triest über Lauusdors, Brückl, Kühusdors, Kappel, Seeland, Lack, Hotederschitz, Präwald, Sessana, Ser-vola nnd Triest anstrebt, d. H. das Konsortium wünscht den österreichischen Kaiserstaat mit einer zweiten Karstbahn zu beglücken, u»v ergeht sich ebenfalls bei der Bekämpfung der Predilbahn in genane Auseinandersetzungen; — Aber mit der Strecke Lack-Präwald' Lessana-Servola-Triest hat dieses Excentiv-Komitee sür die Predil-Liuie wenig besseres, oder verständlicher gesagt, etwas nur minder schlechtes geboten. Diese Fachmünner haben ausgerechnet, daß die Meile dieser ihrer zweiten Karstlinie blvs 851,000 fl. kosten wird, während jeder vernünftige Fachmann die Meile mit wenigstens 1,400.000 fl. veranschlagen innß, nnd wir beziehen nnS diesbezüglich auf die im Baue stehenden Karstlinien St. Peter-Fiume und Karlstadt-Fiume. Hat der Fachmann dieses Exekutio-Komitee's anf die Wasserleitung vergesse», welche seine Linie gerade so habeu muß, als sic die Karstbahn der Sndbahn Gesellschaft nvthwcndig hatte, nnd find die Kosten für diese Wasserleitnng etwa bei dem Kostenüberschlagc von 851.000 fl. per Meile anch schon mit inbegriffen? Bei diesem Projekte gefällt nns in Wirklichkeit nnr der günstige AnSmündungspnnkt Servola, das übrige betreffend, ist es nm so besser, je weniger man über diese ^ldec Worte verliert." Zn seiner eigentlichen Ausgabe übergehend, entwickelt der Verfasser folgende Anschannngen: Unser Projekt umfaßt folgende zwei Hanpt-linien in der Lerbindnng von Norden nach Süden : Klageusurt (KühnSdorf)-Laibach-Karlstadt als Fortsetzung der Kronprinz Rudolf-Bahn, mit den Nebenlinien : Brückl-KühiiSdvrf-Nechbcrg, Beröic-Gott-schee, Tfchcrncmbl-Josefsthal (Ogulin), dann die zweite Hauptlinie von Osten „ach Westen: Eitli-Stein-Lack-Kirchheim-St. Lneia-Görz, mit den Nebenlinien : Höslein-Nenmarktl und Helin-Jdria. Unsere Hauptlinie eröffnet für den Güterzng, der von Nord-Deutschland, Böhmen, Mähren, Schlesien, Oesterreich ob uud uuter der Enns, d. i. für den Süden, Südost nnd Südwest oder für die Häfen des adriatischen Meeres, für Bosnien, Herzegowina nnd Serbien, dann südwestlich sür Italien, den allerkürzesten Weg; wir wiederholen, daß durch den Bau der Linie Klageusurt-Laibach-Karlstadt die eigentliche Konknrrenzlinie der Südbahn gefunden werden kann, wo doch wenig fehlte, daß mau mit dem Vau der Predil-Liuie der armen Rndolf-Bahn den Pfahl iu den lebendigen Leib getrieben hätte. Unsere Hauptlinie Klageusurt - Laibach - Karlstadt, mit der Nebenlinie Görz, bringt den ganzen Norden der Monarchie und das nördlich gelegene Ausland, eventuell den von Norden kommenden Schienenstrang der Rudolf-Bahn, dem adriatischen Meer uud deu Knotenpunkt Görz um volle lb'O Meilen näher, als dies auf anderen Wegen möglich gewesen wäre; zwischen unserer projektirten Linie und der Predil-Linie jedoch stellt sich in der Länge fast gar keine Differenz heraus, und bietet den Vortheil, daß sie sicherer uns billiger ist, durch bevölkerte Gegenden zieht nnd allfallige Anschlüsse über den Karst von Westen nach Osten ermöglicht, während die Predil-Liuie hart an der italienischen Grenze läuft und erst wieder dnrch zn bauende Forts vor möglichen Handstreichen des Feindes geschützt werden müßte, nnd schließlich eine Aufgabe, sich im Westen mit den italienische» Bahne» zn verbinden, leicht vorliegt, da dies dnrch Görz-Udine einerseits bereits geschehen ist und dnrch die Linie Villach-Ponteba-Udine oder St. Lneia, Eaporetto, Eividale, Udine in längstens zwei Jahren geschehen könnte. Die Aufgabe unserer Regierung ist, unter allen Umständen den Norden der Monarchie mit dein Süden dnrch eine dritte Linie (d. i. nämlich die Rndolf-Bahn) zu verbinden, bis jetzt entspricht sie auch der großen Idee einer enropäisch wichtigen Linie, da wir auf dem Wege von Klagenfnrt bis Vin; und von da bis zn den Engpässen des böhmischen Riescngebirges über Frankfurt a./O., Stettin, und damit auch die Ostsee erreicht haben. Eine weitere Ausgabe unserer Regierung ist, den Südoste» und Süden der Monarchie mit einem zweckentsprechenden Bahnnetz zn durch- ziehen; — nnser Handel mit LandeSprodnkten in großen Masse» bewegt sich von Osten nach Westen, und gerade sind es die drei Provinzen Kärnten, Krain nnd Unter-Steiermark, welche als Hinterland des adriatischen Meerbusens ihre Thä-ler und Pässe sür diese Schienenftränge hergebeu müssen, nnd diese Länder dnrch den tiefen Einschnitt, welchen das adriatische Meer in das Her; Mitteleuropa's macht, sind bernfen, Stätten für die anfblnhende Indnstrie zn bieten; — wir müssen noch hinznsügen, daß die Einwohner dieser genannten Provinzen beslrebsam und findig sind, daß der größere Theil dieser Provinzen viel Bodenkultur, bedeutende Waldschätze nnd einen großen Reich thnm an Mctaltcrzen, Steinkohlen, Zement nnd Ouarz besitzt. Die proponirte Gegenlinic, zweite Karstbahn von Norden nach Süden, über Lack und Wippach nach Triest in einer Länge von 17 Meilen, is! von einem tüchtigen und erprobten Fachmanne, wie schon früher bemerkt, pr. Meile anf 1,400.000 fl. bcrech net worden, und die Dctail-Traßirnngcn der Ru dols-Bahn werden dasselbe Resnltet ergeben müssen; — diese Strecke würde daher ein Bau-Capital von 2:;.800.000 Gnlden ohne Geldbeschaffung erfordern, eine niedrigere Ziffer für die Ausführung dieser Bahn beruht aus irriger Grundlage, und wir finden es sonderbar, wen» man seinen Zweck damit erreichen will, daß man nach Gntdünken gleich einige Hunderttausend Gulden per Meile abstreicht. Das Projekt der Predilbahn wie jenes der Vaä-Wippach Triester Karstbahn beruht aus irriger Auffassung, bei beiden hat man auf die Hinder nifse, welche die geografische Lage bietet, keiue Rücksicht genommen. Wo bleibt denn bei diese» Projekte» der Hauptfaktor, nämlich die Bahn dnrch bevölkerte, holz-nnd wasserreiche Distrikte zu leiten? — Auf diese Frage scheint der Nationalökonom der beiden Projekte gründlich vergessen zn haben, nnd insoferue gleichen sich anch diese beiden Projekte; das Pölland-thal bei Lack etwa ansgenomme», zieht sich nach dem Wippach-Triester Projekte die Bahn an dev Idriauer Berglehne in einer Höhe von 200 Klafter oberhalb dem Orte Jdria und oberhalb Wippach fast in derselben Höhe über deu Karst nach Sessana ; — in diesen Höhen verschwindet der günstige Faktor, nämlich eine Bahn vor den Unbilden der Bora zu schützen." Die einzelnen iu dem hier fraglichen ^Eisenbahnnetze projektirten Linien werde» unn in Hinsicht der Trabe, der Ausführbarkeit uud der Kosten de tailirt erörtert uud überall die entsprechenden Ziffern-angaben beigefügt. Die Schlußrekapitulation ergibt folgende Resultate: VE" Fortsetzung i« der Beilage. "HW Beilage zum „Laivacher TaMatt" Nr. S8 vom 4. Februar. Klagenfurt-Laibach-Karlstadt . . . 30.Ü Meilen fl. 30,924.000 Eilli-Görz mit . . 23 2 „ „ 22,0li7,000 Tschcruembl-Josesölhal «?5 „ „ 5,525.000 Verci«! - Gottschee . 2-5 „ „ 1,2.50.000 Höfleiu-Neumarktl . 2 0 „ „ 1/200.000 Zeliu Idria . . . 15 ,, „ 975.000 Zusammen . 6N'3 Akeilcn fl. 61,941.000 Dazu werden die folgenden Bemerkungen bei-gesügl: „Wenn man bedenkt, daß für eine Predilbahn vo» 20 Meilen Länge, welche durch die rauhesten und umvirthlichsten Thäler der julischen Alpen, durch fast menschenleere Distrikte zieht, 50 Millionen aufgelegt werden sollen; wenn man ferner erwägt, daß für eine andere unzweckmäßige, alle» Elcmcntar-Er-eignifsen anSgesetzte zweite Liarstbahn, als verpfuschte Parallele der Südbahn, beinahe 24 Millionen Gulden ausgelegt werden sollen, so erscheint unser dargelegtes t-wjekt als vollständiger Ersatz für diese beiden, einfach gesagt, verwerflichen Traßen. ^user projekirtes Bahnnetz hat' an gar keiner stelle mit geografischen oder voraussichtlichen Ele-mentar^Hindcriiisscn zu kämpfen, es hat an gar keiner Stelle mit der Geißel von Jnnerkrain, d. H. der Bora am Karste oder den nordwestlichen Schnee-stürmen, Abrutschungen, Holzmangel oder gar Wassermangel zn kämpfen. Es berührt ohne AnSnahme bewohnte Thäler und Wasserscheiden, es zieht stark bevölkerte Distrikte in sein Netz, verbindet die industriellsten Ortschaften, und es bietet unbedingte Sicherheit des Betriebes, während anßer den großen Schwierigkeiten der Ausführung sowohl der Predil-als auch der zweiten projektirten Karstbahn Lackpräwald-Triest vernunftgemäß die Konsequenzen dieser beiden Bahntraßen ein Haupthindernis; an deren Zustandekommen bilden müßten." Die Broschüre bespricht dann in ihrem letzten Theile die günstigen Produktionen und anderen volks-wirthschaftlichen Verhältnisse der von den projektir-ten Linien durchzogenen Länderftriche nnd schließt mit folgenden Worten: „Dnrch die bis setzt vorgefnhrten Darstelluu-nen und Erläuterungen hoffen wir auf der gesundeste» Basis »achgewiesen z» habe», daß dieses Pro-,ekt nicht etwa jener Menge anderer Projekte an die Seite gestellt werden soll, welche einzelne Distrikte oder gar einzelne Besitzer größerer Grundkomplexe begünstigt; — wir habe» unsere wahre und bescheiden gehaltene Darstellung streng objektiv gehalten, uns leuchtet die erhebende Idee vor, daß die mit diesem empfohlenen Bahnlinien den gesunden Kern der eigenen Rentabillität in sich tragen, so wie w,r ferner unsere Ausführungen in den Nahmen mies großen patriotischen Werkes faßten — wir ,ehen nämlich in dem Zustandekommen dieser -üah,i-Ko»nnuu,kat,onen nicht allein die sich ent-w'cke "de Industrie, Acker- und Bergbau der zu '',>d betheiligten Provinzen, sondern einen sich Bahn brechenden Welthandel für die ganze Mo , arch.c nnd den Transit-Handel für Mittel-Enrova uud bringen daher mit der wärmsten Empfindling guter vstcrreichl,cher Patrioten diese unsere Idee vor das Fornm gleichgesinnter Männcr " Zu den Waffen! er ^ Karte ausgespielt, e lehnt sich offen gegen die Regierung in Paris auf, welche ,,ch verpflichtet hat, vor der Volksver-lrmnig den Frieden nnd dessen in allgemeinen Ilm- sestgestcllte Bedingungen zu vertrete» und zu bar! ""l iregen das nnbestreit- die s°'"^ Vaterlandes, gegen s , ^ "ach endlicher Beendigung der ent- groÜ Tl^ bereits eines ^Bevölkerung und der besten Söhne Md!.,, d-n träumt abermal von der ..Vertrkil,»»» , I NN °»m B-d,n dl« IM« Am 31. v. M. erließ Gambetta eine Prokla-niation an seine Mitbürger, die nach einigen Lobsprüchen für Paris' heldenmütigen Widerstand nnd der Erzählung der letzten Geschehnisse folgend fortfährt: „Preußen hofft, daß ein versammelter Vertretungskörper in Folge der sukzessiven Unglückssälle und unter dem erschreckenden Eindrücke des Falles von Paris nothwendig erzittern und bereit sein werde, einen schandvollen Frieden einzngehe». Es hängt von uns ab, daß diese Berechnungen scheitern und daß die selbst vorbereiteten Werkzeuge um den Geist des Widerstandes zu tödten, ihn wieder beleben und ihu steigern. Machen wir ans dem Waffenstillstände eine Schule d e r A b r i ch t u u g für unsere jn n g»n Truppen; verwenden wir die drei Wochen, um mit größere»! Eifer de»» je die Orgaiiisatio» der Vertheidigung und des Krieges vorznbereiten und zu fördern. An Stelle einer reaktionären uud feigen Kammer, von welcher der Fremdling träumt, setzen wir eine wirklich nationale uud republikanische Versammlung ein, welche den Frieden will, wen» der Friede die Ehre, den Rang nnd die Integrität unseres Landes sichert, die aber auch fähig ist, den Krieg zu wollen und zu allem eher bereit ist, als zum Morde Frankreichs behilflich zu sein. Franzosen! Denke» wir a» unsere Väter, welche uns das kompakte uud »ut heilbare Frankreich hinterlassen haben, verrathen wir nicht unsere Geschichte, entänßern wir uns nicht unseres traditionellen Gebietes zu Hauden der Barbaren. Wer würde demnach uuterzcichuen? Nicht Ihr Legitimisten, die Ihr so tapfer unter der gähne der Republik kämpft, um de» Boden des alte» Königreiches grankreich zu vertheivigeu, noch auch Ihr, Söhne der Bürger von 1789, deren Meisterwerk es gewesen ist, die alten Provinzen an den unlöslichen Pakt der Einigung zu binden, nicht Ihr Arbeiter der Städte, deren intelligenter uud hochherziger Patriotismus sich immer Frankreich in seiner Macht und Einheit als de» Borkämpfer der Völker in den moderne» Freiheiten vorgestellt hat, noch auch schließlich Ihr Arbeiter und Grundbesitzer anf dem Lande, die ihr uieinalö nm Euer Blut zur Ver-theidiguug der Revolution gefeilscht habt, welcher Ihr den Besitz an Grnnd uud Bodeu und die Bürger-Würde verdankt. Nein, es wird sich nicht ei» einziger Franzose finden, um diesen entehrenden Akt zu uuterzeichnen. Der Fremdling wird enttäuscht sein, er wird aus die Verstümmlung Frankreichs verzichten müssen, denn alle sind von derselben Liebe sür dasselbe Vaterland beseelt. Unempfindlich für Unglücksfälle, werden wir wieder stark werden und die Fremdlinge verjagen. Um dieses geheiligte Ziel zn erreichen, müssen wir ihm unsere Herzen, unseren Willen, unser Leben widmen und vielleicht das schwierigste Opfer bringe», vo» unseren Sonderwünschen Massen. Wir müssen nns um die Republik schaareu und hauptsächlich Proben von unserem kalten Blute uud Seeleustärke gebe». Laßt uuü weder Leidenschaften noch Schwäche haben, schwören wir einfach als freie Männer trotz und gegen alle Frankreich und die Republik z» vertheidigen. Zu den Waffen! Zn den Waffen! Es lebe Frankreich! Es lebe die eine und untheilbare Republik! Unterzeichnet Leon Ga in bett a." Fast alle Blätter urtheileu über diesen neuesten Schritt des Diktators sehr abfällig; ein Brüsseler Blatt nennt ihn sogar die „That eines Wahn sinnigen." Vom Kriege. Die letzten Vor gäng e an der schweizer Grenze bedürfen noch einiger Aufklärung. Der Waffenstillstand in den Departements sollte drei Tage später als bei Paris beginnen, anßerdem aber hieß es »och, daß der Osten, wo sich eine uuaus- weichliche Katastrofe vorbereitete, von den Deutsche» ausgenommen wnrde. Bonrbaki'ö Armee wurde also fort uud fort gedrängt, verlor am 29. Jänner gegen die 14. deutsche Division bei Ehaffois und Sombaeourt noch io Kanonen, 7 Mitrailleusen, dann zwei Generale, 40 Offiziere nnd bei 4000 Mann Gefangene, um endlich, ohne jeden ander» Ausweg, auf schweizer Bode» überznlrcte», bis an die Grenze immer noch von Mantenffel verfolgt. Der französische Befehlshaber scheint, vo» Bordea») aus nicht genau oder vielleicht gar falsch berichtet, auch für sich die Vortheile des Waffc»slillstaudes verlangt nnd zu dem Eude an Mantensfel gewendet zu haben, ward aber von diesem abgewiesen mit dem Bedeuten, daß für diesen Kriegsschauplatz jene Ucbereinkuilft nicht gelte; selbst ein 36stündiger Waffenstillstand, um während desselben mit der Re gierung sich in Verbindung zu setze» nnd die Frage ins klare zu bringen, war verweigert worden, und so ereilte die mit so großen Hosfnnngen ins Feld geschickte Ostarmee das Verhängnis;. Gambetta veröffentlicht nun von Bordeaux ans eine Note, worin er sich beklagt, daß er seit der Mittheilnng vom Abschluß des Waffenstillstandes ohne jede weitere Nachricht geblieben sei. Das an gekündigte Mitglied der Pariser Regierung sei nicht erschienen, uud so sei es unmöglich, mit Ausnahme der einfachen Ausführung des Waffenstillstandes, welche sofort angeordnet worden fei, weitere admini ftrative Maßnahmen zu treffen, namentlich bezüglich der Wahlen. Weiters sagt Gambetta, daß eine schwere Difse renz bestehe zwischen dem in der Depesche Favres erwähnten Waffenstillstand und einer Mittheilnng des Prinzen Friedrich Karl, welch' letzterer zufolge im Osten die Demarkationslinie erst festgesetzt wer den solle; Bismarck habe sogar die Fortdauer der Feindseligkeiten daselbst notisizirt, obgleich die Dele gation sofort auch hier den Waffenstillstand anord nele. Gambetta wälzt deshalb die Verantwortlich keilen für die Irrthümer und deren nicht wieder gut zu machende Folgen von sich ab und ans die jenigen, welche es angeht. Einzelne Generale sind mit den festgesetzten Demarkationslinie» nicht cinvcrstandeii und fragen nochmals an, ob sic wirklich die vorgezeichiietc» Stel liiiigeii entnehmen sollen. Nach dem Ueberlritt der Franzosen in die «Schweiz wendete Mantenffel sich sofort gegen Ga ribaldi, der in Folge dessen Dijon verlassen mußte, das von den Deutschen wieder besetzt worden ist. Politische Rundschau. Laibach, 4. Februar. Die Nachricht eines Wiener Blattes von dem Rücktritte des Reichskanzlers Grase» Beust und dessen Ersetzung durch den Grafen An draffy ist einem Telegramm ans Ofen zufolge voll ständig erfunden. Der türkische Botschafter am Wiener Hofe weilte die letzten TM wegen der sich in R»mä»ie» entwickelnden Vorgänge in Pest. „Graf Benst (so berichtet ma» dem „Wr. Tgbl.") bietet alles anf, um de» Vertreter der Pforte vor einer Okkupation der Doitaufürstenthümer zn warnen, da aus derselben Komplikationen leicht entstehe» könnte», deren Tragweite sich nicht ermessen läßt. Der Reichskanzler verspricht hingegen, seinen ganzen Einfluß dahiu geltend zu machen, daß Fürst Karol fein Vorhaben, Bukarest zu verlassen, ansschiebe. Gras Benst will sich weiters mit der englische» Regierung in Verbindung setzen nnd mit ihr vereint bei der Pforte dahin wirken, daß irgend eine Form gefnnden würde, welche eö gestattet, ohne die Hoheitörechte der Pforte zu verletzen, die Donanfürstciithüiner frage ans der Pontnskonscrenz zur Sprache zn bringen. Informationen in diesem Sinne sollen auch bereits de» diplomatischen Agenten nach Bu karest zugegangen sein. Sic haben die Weisung, ihre Bestrebungen auf Aufrechthaltuug des cjuä zu richten." In Pest in Umlauf befindliche» Gerüchten zufolge hat Fürst Karo l vou Rumänien Bukarest bereits verlassen. Wohin sich der Fürst begeben, ist eben so wenig bekannt, wie die sonstigen Details es sind. (Pr.) G amb e t ta'ö Auftreten wird nicht ohne bedeutenden Einfluß auf die Haltung namentlich des Südens nnd mancher großen Städte bleiben. Wie schon erwähnt, wird ganz besonders im Norden das Frie-densbedürsniß empfunden, und die „Times" z. B. meldet, daß selbst iu Lille die Friedcusstimmung vorherrschend sei, aber in Bordeaux hat sich sofort ein Wohlfahrtsausschuß gebildet, nm Äambelta zu unterstütze». Der Munizipalrath von Bordeaux prote-ftirt gegen alle jene FriedcitSbedingiiiige», welche die nationale Ehre nicht vollständig wahren würden. Er beschwort die Negierungs-Delegation in Bordeaux, auf ihrem Posten zu verbleibe» nud mit großer Energie in der Vorbereitung des Krieges bis auf das äußerste fortznfahre»." Das BertheidigungS-Komitec des Departements Gironde hat eine Resolution nngciwmmeu, in welcher es der Ueberzengung Ausdruck gibt, es sei die höchste Pflicht der Negierung, die Vorbereitungen zum Kriege bis aufs äußerste mit der größte» Energie zu betreiben, wenn Frankreich nicht einen ehrenvollen Frieden erlangen sollte. Das Llomitec fordert vou der RcgicrnngS-Dclegalion, auf ihrem Posten anszuharren, und bietet ihr von neuem die thätigste uud aufrichtigste Mitwirkung an. Die Delegation bereitet sich denn anch zur Fortsetzung des Kampfes vor. Durch ein Dekret vom :'0. v. M. wird die Errichtung von I l> neuen Marschregimenlern, 5> nenen Inger-Regimenter» zu Fuß und eines nenen MarschregimentS algerischer Tirailleurs verfügt. In Rücksicht aus die Wahle» verordnet eine von alle» Delcgirten in Bordeaux uutcrzcichucte Verfügung, daß dieselben am H. Februar vvrgciiom-men werden, schließt abcr von der Wählbarkeit aus alle, welche vom 2. Dezember 1851 bis 4. September 1870 die Funktionen eines Ministers, Senators, Staatsrathes oder Präfekten angenommen haben. Bon der Wählbarkeit in die Natioiial-Ver fammluug find gleichfalls ausgeschlossen jene J»di viduen, welche bei den vom 2. Dezember lttkl bis zum -l. September 1870 stattgehabten Wahlen in den gesetzgebenden Körper eine offizielle Kandidatur angenommcn haben, endlich noch die Mitglieder der Familien, wxlche vom Jahre 178!> an in Frankreich regiert haben. Hienach find von der Kandidatur ausgeschlossen: lö Mitglieder der Familie», welche in Frankreich seit dem Jahre 178!» regiert habe», 20 ehemalige Minister, 30 (?) ehemalige offizielle Kandidaten. Die National-Vcrfammluug in Bordeaux wird auö 750 Mitgliedern bestehen. Im Elsaß nud in Deutsch Lothringen finden keine Wahlen statt. Die englischen Blätter besprechen bereits die von der „Times" mitgetheilten FricdcnSbedingnngen. Das Cityblatt findet sie allzu hart; Frankreich sollte mit einiger Menschlichkeit behandelt werden. „Der Kaiser und Gras Bismarck müssen erwägen, ob cs weise sei, de» Anspruch Frankreichs aus Metz zur ückznweisen." ,,Morni»g Post" sagt: „Die neutrale» Mächte müssen von der so lange eingenommenen znwartendeu Haltung abgehen. Es ist die Pflicht Englands, wenn nothwendig, Mäßigung an-zuratli/en." Sie urgirt ferner den Ankauf vou Pou-dichery seitens Englands. Zur Tagcsgeschichte. — Wie kürzlich die amtliche „Wiener Zeitung» gem.rlbct, hat derKaise r den Brüdern Alfreo Hof -wann, Lieutenant, und Arthur Hoffman», Ober-Ueutenaut, den Adelstand mit dem Piäbikat „Stern-Hort" verliehen. Die geadelten beiden Herren sind die Brüder der mit dem Erzherzog Heinrich vermählten Sängerin Leopoldine Hoffmann; der Erzherzog lebt bekanntlich biö zur Stunde mit feiner Gattin, die nachträglich vom baierischen. König den Titel „Gräfin Weideck" erhielt, nächst Luzern in der Schweiz. Der Umstand, daß unu die Brüder der Gräfin Werdeck vom Kaiser in de» österreichischen Adelstund erhoben wurden, scheint daraus hinzndenten, daß die bisherige Stimmung bei Hof in eine günstigere für den Erz-Herzog Heinrich umgeschlagen hat. — Der Beschluß der Wiener Kultusgemeiude, eine Reform des jüdischen Kultus durchzuführen, hat die Orthodoxen uugeiuein erbittert, und ist diese Partei zn dem energischesten Widerstande erschlossen. Letzthin versammelten sich über 1000 Orthodoxe uud beschlossen einen Protest gegeu das Vorgehen de, Kultusgemeiude. In allen Bethänsern soll dieser Propst, der sofort bei 600 Unterschriften erhielt, ausliegeu, — Der nugarische Minister EötvöS ist gestern Nachts gestorben. Bon dem Akadeiui.palaste weht eine schwarze Fahne. Das Unterhaus hält deshalb keine Sitznug. (Der Verstorbene gehörte zu den ausgezeichnetsten ungarischen Schriftsteller«.) — Der aus Graz ausgewiesene Herausgeber der „Freiheit," R. Zimm ermann, ist in Oedenburg erkrankt nnd hat sich nach Graz znrückbringeu lasse». Er erklärte in einem Briefe an den Statthalter, daß er krank geworden sei nnd von den, natürlichen Rechte eines jeden Menschen, sich in solchem Fille in sein eigenes Belt zu legen, Gebrauch machen werde. — Nach den amtlichen Listen beläuft sich der G e sa m m t v e r l n st der baierischen Armee aus den Schlachtfeldern auf 12.125 Manu an Todte», Berwundelen nud Gesaugenen. Aussicklig ist es, daß nach den Verlustlisten die gesammle Kavallerie weder einen todten noch einen veiwnudeten Offizier zählt. — Die Rückkehr des Königs Wilhelm erfolgt Ende Februar; daun findet auch eine Zusammenkunft der deutschen Fürsten in Berlin statt. — Die Nachricht, die Obersthvsmeisterin Gräfin v. d. Mühle beabsichtige einen Ausruf an die Frauen und Jungfrauen BaiernS zur Widmung eines goldenen Lorbcerkranzes für den deutschen Kaiser, ist unbegründet. — Der Znstand Bonrbaki' s soll sich bessern. Er ist nach Dijon gebracht worden. — Amenkauischcn Berichten zufolge beläuft sich der Werth der in den sechs Monaten seit dem Ausbruche des Krieges'vou de» vereinigten Staaten nach Frankreich verschifften Waffe» und M nnitionS -Vorrat he ans 2.110,000 Pf. St. — Aus dem Tressen von Le Mans am Ilten Jänner wird eine interessante Wassenthat einer Kompagnie deö ll. preußischen Infanterieregiments erzählt. Es galt, die Miiroillcuse», welche auf einer steilen Anhöhe standen, zn nehme«. Eine Anzahl freiwilliger Mannschaften schlich leise durch die Schlucht, erstieg de« steilen Gipfel und eröffnete durch Eroberung der Mitrailleuseu de« harrenden Truppen den Weg. Dadurch gelangten die Höhen an der Huisue in deutschen Besitz. Lokal- und Proviuzial-Augelegettheiteu. Lokal-Chronik. — (Kroatische Simpathien sür die Siege der Deut scheu.) Einen wohlthuenden Gegensatz zu den brutalen Wuthansbrüchen des „Slo-venskiNarod" über die glänzenden Wassenthaten der Deutschen bildet eine in der „Südslavischen Zeitung" erschienene, ganz objektiv' gehaltene Schilderung der diesfalls in den gebildeten Kreisen Kroatiens herrschenden Stimmung. Niemand wird den Kroaten den Borwurf machen, daß daselbst irgend ein preußisches Komitee sür Bismarck Propaganda gemacht habe, und dennoch haben sich für Deutschland sehr lebhafte Simpathien von selbst herausgebildet. Das nämliche war auch in .Itrain der Fall, obwohl die Klerikalen nnd Nationalen alles ausgeboten haben, um die deutschen Simpathien in der unwürdigsten Weise zu verdächtigen. Wir können es nicht unterlassen, aus der gedachten Zeitung nachfolgende Auszüge zu Nutz und Frommen unserer hiesigen Prenßenfrefser wieder;u-geben, sie wurden nicht etwa in Berlin oder in Versailles unter den Augen Bismarck's, sondern in Mi-litär-Sissek in Kroatien iu Druck gelegt und lauten also: „Beim Ausbruch des deiusch-sranzösischen Krieges standen die Nationalen in Kroatien :c. entschieden auf Seiten Deutschlands. Die Gerechtigkeit der nationalen Sache, welche daö keck herausgeforderte Deutschland vertrat, die entschiedene Antipathie gegen Kaiser Napoleon, nnd wohl anch die Aversion gegen das bramarbasirende ranzösische Wesen waren der Grund der deutschen Simpathien unter den Kroaten, weiche sich noch steigerten, als es sich zeigte, wie gut Deutschland seine Sache führt, während Frankreich, das die Kriegsfackel «»gezündet, auf den Krieg gar nicht vorbereitet war. Die Simpathie für die deutsche nationale Sache ist übrigens — wo die individuelle Politik als Motiv wegfällt, — bei den Slaven überhaupt und namentlich den Südflaven auch sonst ganz natürlich, denn der Slave sühlt sich im allgemeinen durch das schlichte Wesen, welchem Kraft und Kern innewohnt, bei weitem mehr angczogen, als durch das immerhin etwas ontrirte Wesen deS Franzosen, und ich würde darauf wetten, daß sich die Böhmen als Slave» ein wenig Zwang authuu müssen, wenn sie die Politik ihres Landes anweist, mit den Franzosen zu simpathisiren. Dazu kommt, daß die Slaven, etwa mit Ausnahme der Russen und Polen, den deiitschen ^Kulturquelleu viel näher stehen uud denselben unendlich mehr zu daulen haben, als den französischen. Es ist im Leben und Streben bei weitem mehr Wechselwirkung zwischen dem Deutsche» und dem namentlich österreichischen Slaven, als zwischen letzleiem uud dem, seinem ganzen Auftreten nach in Form und Wesen schon mehr fremdartigen Franzosen. — Die Nationalen in Kroatien sind sich keineswegs unbewußt der gefahrvollen Folge«, die aus einem siegestrunkenen, geeinigten Deutschland sür uns hier sich ergeben könnten. Aber man ist sich dessen bewußt, daß sich diese möglichen Folgen durch singirte, gekünstelte Simpathien mit Deutschlands übermtithigem, h.'ianv'sordcrndem Gegner nicht abwendeu uvch abschwäche« lassen. Die Natur ist überhaupt bei Völkern, die noch nicht abgelebt, jedenfalls stärker, als diplomatisches Klügeln. Was wir für uns selbst so heiß erstreben, die nationale Einigung und Geltung als Nation, das könw'n wir den Deutschen nicht mißgönne», wir können verwandtes Streben nicht verdammen. Bemerkt mag noch werden, daß unsere junge Welt, seitdem die neue Republik in Frankreich installirt wurde, zu dieser hiuziineigen scheint; die junge Welt sürchtet eben sich den Vorwurf zuzuziehen, nicht genug liberal zu sei«, wenn sie sich von einer „Republik ' abwenden würde. Doch mag das wohl nur der Schein sein — das Wesen bleibt unter jedem beliebigen Kleide überall dasselbe. Bald hätte ich hier eine kleine Anzahl unter den Nationalen, würdige Patrioten, vergessen, die bei uns für die Franzose» am meisten eingenommen sind. Es lebt in unserem Lande noch ein Häuflein alter Herren, die noch die Zeit initerlebt und teilweise nütgethan haben, als Kroatien bis zum rechten Saveufer nach dem Schönbrunner Frieden, 1809 bis 1812, in Frankreichs zeitweiligem Besitze und mit-sammt Jllirien unter französischer Administration stand — und die Landessöhue aus jener Zeit gedenke» dieser fremden Verwaltung mit dankbarer Erinnerung. In der That hat sich die französische Verwaltung für das Land, welches unter der alt-konstitutionellen kroat.-ungarischen Freiheit etwas verwahrlost auögesehen haben mochte, damals nur wohlthätig erwiesen, denn sie hat Ordnung, Sicherheit und überhaupt einen geregelte» Zustand in jenem Landesgebiet eingesührt. Den ehren-werthen Herren aus jener Zeit, welche schon damals theils öffentliche Funktionen verrichtet, theils in französischen Kriegs- und anderen Schulen ihre Erziehung genossen, auch französische Feldzüge mitgcmacht habe», erscheint nun das gegenwärtige Frankreich in der Jugenderinnerung verklärt von seiner damaligen Glorie, und sie sind die wackersten Kämpfer für dasselbe — auf dem Felde der Simpathien. Die Kinder der Neuzeit aber, die Frankreich sehen wie es jetzt ist, lheilen die Schwärmerei nicht, am wenigsten vielleicht in der Grenze. Als Beleg dafür möchte ich ein echtes Kind der Grenze, eine der unverfälschten Naturen unseres Grenzvolkes, in der sich der Charakter und ganze TipuS dieses Volkes getreulich abspiegelt, hier ansühren. Es ist der General Grivikil, der, im blühenden ManneS- alter den Folgen seiner Wunden erliegend, in diesem Sommer (1870) zu Graz den Tod suchte und fand. -Dieser tapfere General, das Muster eines österreichischen Offiziers, gehörte wohl zu jenen, die am wenig-;steu Ursache hatten, den Preußen hold zu sein — denn er hatte, von Nachod her, drei preußische Kugeln im Leibe, von denen eine ihn in den Tod trieb — und ^ er starb mit dem Wunsche für den besten Erfolg Verdeutschen Waffen in Frankreich. — Ich fiihrc dieses Iikch dem Tode des Generals Gri-0^.. ^ Ursachen, die ihn zu dem Enl- schlujse führten, sich den Tod zn geben, in den Journalen auch der Gram angegeben wurde, den er darüber empfunden haben soll, daß Oesterreich zu Anfang des Krieges die Gelegenheit versäumte, für Königgrätz Revanche zu nehme» ; dies ist nach dem brieflichen Nachlasse des Generals, ein totaler Irrthum, der, was seine angebliche „französische Sim-palhie" anbetrifft, vielleicht dadurch entstanden sein mag, daß General GrivM öfter in Gesellschaft mit großer Achtung und Simpathie vom Marschall Mac-Mahon sprach, den er in einem schweizer Kurort kennen und hochschätzen gelernt hat. Die Ursache sei- da seine etwas mtgestnme, der rüstigen Thätigkeit vor allem zuge-wand.e Soldatennatur ein Leben „ich! länger ertragen mochte, das ihm in Folge seiner unheilbaren Wun „Pariser Leben" fand wieder zahlreiche Zuhörer und eine sehr freundliche Aufnahme. — Gestern mußte wegen Un Wohlsein des Hrn. Rüdinger die Aufführung der „Groß-Herzogin von Gerolstein" abermals verschoben werden. Man gab „Die verhangnißvolle Faschingsnacht." — Am nächsten Montag geht zum Vortheile der Frau Mitscherling eine neue und, wie eS heißt, sehr gute Posse von Pohl: „Der Jongleur oder die Kunstreiter in und anßer dem Zirkus," in Szene. Wir hoffen, daß die Benefiziantin, mit tiefer Novität ein volles Haus erzielein werde, worauf sie als eines der verwendbarsten und fleißigsten Mitgliedern» serer Bühne vollauf Anspruch bat. MngcsenScl. Ein^A k r 0 st i ch 0 n, welches seit einigen Tagen in iiiiserer «stadt zirknlirt, stellt die Bruderliebe der czechische» «chinerzenskiiider zn den Slovenen im klarsten Lichte dar lind beweist mehr denn genug, wie viel auf sie und die Unternchmniigen derselben zn baue» ist. Dasselbe lautet: ^>i (!elii Mvjo i>ri i>»8 (leimige, liovö 8Iovonei Icmets Mi in üu-jo, Alio so «lost.jim nalo^ili, » so vrrulniku so Sjioilili, S trilco g>v,j i>rvj;reßns. dusa Ln ns. tvm svvtu: xiäov» ^ Leliu ns vvriij, Kailar te sknski. Ein jiommentar hiezn wäre ganz überflüssig. /äur spezielle» Benchtunst e>up,ehleii wir die im heutige» Blatte stehende Annonze des bekannten Ha»seS »v < «»>>>in j.. 55023, 58647, 65007, 67916, 70098, 72510, 73529, 73966, 78097, 78706 und Nr. 78903. Außerdem wurden noch 560 Nummern mit dein geringsten Gewinnste von je 65 fl. K. Di. gezogen. Allgekommene Fremde. Am :>. Februar. »«,»,1«. Plaßuik, Commis,Treffen. Gall, Gen-Wien. » n. heranrückendes Siechlhnm in Aussicht" WittMllia. I tr.. allgemeinen sieht man auch in Kroatien! . Laibach, 4. Februar. an dem Erfolg der deutschen Waffen den Siea der! - Astern Abends znuebmende Bewölkung. Trüber Tag, gesunden, disziplinirten Bolkskrast über ein stark an-!^cn. Temperatur- Morgens 6 Uhr gefaultes BolkS- und StaaiSw-ken . « -?" 2 Um 4- O.l U. (187" -0.2», 18.i9 S.6°.) reich oder Nevndl ob Kat,er^ B a r ° m e. e r ,m fallen 328.00"'. Das gestrige Tages- 1-.. - - ^ das vielleicht erst durch das er- ^^tel der Temperatur--4.0", mn uuter dem Vermale. litten- ttc,c Unglück zur Besinnung >nd zur Genesuna------------------- gelangen wrrd." ^ ^ freiwilligen Fenerwehr) ging als Reinertrag der von Herrn Stubel gewidmete» Be-^ nefizvorstellung die Summe von 14 fl. 90 kr '» ^ — Morgen Sonntag hat die dritte Abtheilnng der Fcuerwehrmannschaft den Sladtdienst (Sonntaasin-spektion). ^ — (Prämien für S e i d e IIII ch l 'i ^ 2' ebrna r. Dem Jakob Kovac, Schneider, Seidenbanverei» in M « »i l!^ ^Mo», alt 8 Monate, i» der St. Petersoorstadt »nter ^ ^ g'bl bekannt, das! er ! Nr l3 an Fraise». Auto» Jauear, Inwohner, alt 62 >.1! welche bis I. Juli l. I. sich über Jahre, »»d Maria Malta, Magd, beide im Zivilspital a» . Me Verdienste ii» theoretischen : nd praklifche» Unter- ^uiigciilähu,uii>i. — Petcr Äiadojcit, Arbeiter, alt 37 -richte il, ^ ° -I - n Jahre, am jiastellbcrge Nr. 5,7 an, Zehrfieber. — Maria sind N, ' ^-eidevzucht auSzuweile» in der Lage Magd, alt 21 ^ahre, im Zivilspital an der Luiicien- ^ > , < «-ieuisprcise in Geld vertheile» werde. ^ eiuzinidung. — Diaria Tesseuta, Inwohnerin, alt 98 Jahre -- (Schneeglöckche».) AuS Liltai wird im Zivilspital an Altersschwäche. ^ ^^ geschrieben, daß an einer schneefreien schattigen stelle hei Fischern bereits am 31. Jänner die ersten darmeriewachtuicister, Cattaro. Lußnigg, Kaufni., Wi - Praznik, Kauf,».,-Rasica. - Omiilitz, Sava. Stare, Privat, Sachsenfeld. Berstorbcnc. Telegramme. Prag, 3. Februar. Der Kreuzherrenpriester Pelleter ist aus dem Orden getreten, weil das Un-fehlbarkeitsdogma gegen seine Ueberzeugung sei. Bordeaux, 3. Februar. Die Journale veröffentlichen einen Protest gegen das Wahldekret der Regierungsdelegation in Bordeaux, nachdem der Pariser RegierungSabgesandte Simon einer Deputation von Vertretern der Presse erklärt hatte, daß ein Wahldekret von Seite der Pariser Regierung bereits erflosseu ist. Florenz, 3. Februar. Garibaldi wird in Caprcra erwartet, wo seine Rückkunft bereits avi-sirt ist. Bukarest, 3. Februar. Offiziöse Blatter erklären die Gerüchte von der Resignation und Abreise des Fürsten Karol für verfrüht. Wiener Börse vom 3. Februar. " Michern bereits am 31. Jamier du ^ Schneeglöckchen angetrosfen wurden. Auch E dem Laibachcr Schloßbergc zeigen sich am SUd-avhange an schneefreien Slellen unter Gebüschen die ersten Blüthenkuospen dieser lieblichen Frühlingspslanze. Borstelliing des „Goldbaucr" am ^iittwoch >var u»r schwach beflicht, das Stück aber wurde recht befnedMiid gefpielt. Frl Groß vor alle» .nd^eii »ud Herr L>t>ibcl waren sehr brav »,,d faudeii Die vorgestrige dritte Vorstellung deS Verlosung. lebhafte» Beifall. (S a i » t Ge » ois - o f e.) Bei der am 1. d. statt-gefiiiidene» Berlvsuug fiel der Ha»ptiresser mit 5,0.000 fl. auf Nr -11019, der zweite Trrffer mit 5000 fl. auf Nr. 42671, der dritte Treffer mit 2> 00 fl. a„f Nr. 7630 »nd der vierte Treffer mil I00O fl. auf vir. 73417 : ferner gewinnen : je 500 fl. dir. 12945 »ud Nr. 30307, je 250 fl. ktsa.iLkoLS». l Akld ^ Ware bperc.Rente, öst.Pa». ^ bS.7v S8.8» dro. dto. öst.iuSilb. 61.67 30 von i-Sü-t ... 88.— 88.L?> i!ote von 1880, garne !^« iS 84.4» Lose von 1860, Fünft. IV5.5V ie>6— PvUmiensch. v. I8Nt . ISS.1» I2S S) «L^uukis»t1.-Ob1. Steiermark zuSpCi.^ 93.— 94.-ikärnten, Krain u. «itftenland 5 , 8«.-- «e> 5« Ungar» . . zuS , 78.L5, 78 o» Kroat.u.Slav.5 „ 81,— Siebenbürg. „ S » 75.—' 75.LS LvUes. Nationalbant . . .7SI.—72L — Union - Bank . . . rrr.r« W«.:« Lred^anstati . . . >r^.70 L4S/.0 K. r. !>L2.—,!>»r. ^.nato-öflerr- Dan? . ° >7.5')' 0^ — Oest. Botrncred.-A.. Li>2.—L:g — Oest Hvpoth.-Banr . LH— LI5.-Steier. E7cvm»l.-M.^!!0—! — Franko - Austria . . r< r.—ivr.''> Kail. Ferd.-Nordb. . :093 L0I2 Lüdbahn-Selelüch. . >8Z— 185 Kai!. Eiisab-t0'L>-ch!-. Larl--Ludwig-Ba.>n ebenb. «Lisenbai/n . ^68 .'0 Staatsbahn. . . .2S!.— S8>.cv Kais. F-anz-2os°ktt,. i!I ! L» 184 -günsk.-Barcler E.-Ä. 1VZ 75 Ivt L5 LlsLld-Finm. Bohn . ,7« so 17» 75 I?t'Lriükrrc>r>. Nation, ö.W. verlojb. ?2 8> 83 1» tinq. Vod.-Credt^an^. 88.5» 88. Altz.öst.Bod. Äedi:. ioi'.75> W7. dto. m!>!>>,.ruüz. ,i 88.—> 88.5» Geld waie eft. Hypoth.-Bank. — 7>r!orlt5.1i-0bl»x. Gi!db.-tScI. zu50!>Fr. N5.L5 115.75 dto. Bonö 6PCt/zs8.— — Nordb. <1»»N. CM.) Si.5» «S.— Sieb.-B.,LU«st.°.W.^ 88.— 88.LS StaatSbahn Pr. Stück 1S5.5V iS«.— Staatöl,, pr. St. 18ii7 ISS.- ISS.50 Rudoil»b.(30»fl.ö.W.)! v».— 80.L5 Franz-Jos. (Sv»fi.S.) 84.— 84.LO r,o»o. Credit 100 fl. ö. W. .161.5^162.— Don.-Dawpssch.-Ges. i zu i»n fl. CM. . . ss.— 88.— Lriester l»0fl. CM. . 117.— 122.— dto. S»fl. ö.W. —.— —.— scner . fl. ö.W. sS.— »4.— Salm . „ 4» Palssy . „ 4» Ckary . „ 4« St.<8cnoiS„ 4V Aündisil'gri,- 20 Waldfleui . 2V KegleLich . io 58.5» 4».-28.— SD.— »5.»». Sk 5« 31.5»^ 32 5», 2N.5»' 22.— 22 —l i».— 15.— ' 17.- RudotsSflift. loL.«. 15 50 ISS,) V?-»c>I>«,sl(g Mon.) «ugSd. I00>FrancS»üct... 8.85» 8.-W Bereinöthalsr . . .! i.!-2'! 1.8S' SiU-er . . . . iLi.—jl21.50 Telegrafischer Wechselkurs vom 4. Februar. 5perz. Aente österr. Papier 5^.80. — 5perz. Rente Nr. 30M>. 5l>7R>, 54^v 7>!>47, je 2l>0 fl J!r.! osterr. Silber 67.65. — 1tt60er Staatsaiilehen !>4.25. 8!i!>4, 28I1I, 423l6, 4!!10:>, t>1^5>^ »,,d Nr. 70066, je Bailkaklien 721. — Kreditaktien 249.80. — London 123.95. 120 fl. Nr 4646, >797, 9!ttx, 2-114-., 27021, 2MS8. — Silber 121.50. — K. k. Miliiz-Dukaten 5.84 — Na-33161,4-1974, 47156,48208, 49182, 53498, 54999,! poleviisd'or 9.96'/,. Die ALLGHM. STEIERISCHE KREDITBANK kauft und verkauft koulant alle Gattungen von Börsen-Effekten, gibt Vorichflggc auf Depot gegen llllisg© Zinsen, besorgt Spekulations-Aufträge bei genügender Deckung in jeder Höhe. (128 ,7> Theater. Heute: Mn Weib aus dem Volke. Schauspiel in 4 Akten. Morgen: Slovenische Borstellung. Montag: Zum ersten male: Zum Vortheile der Schauspielerin Hedwig Mitscherling: Der Jongleur, oder: Die Kunstreiter in uud auker dein Zirkus. Posse in 4 Akten von Pohl Nur noch kurze Zeit gänzlicher Ausverkauf der Porzellan-, Glas-und Kurzwaaren zu staunend billigen Preisen bei Hauptplatz Nr. 10. chöne GewinnstgeAenstände sind noch vorräthig. (4i-g) in der (517-18) Tuch-, Leilitl!^ und Schniltwnaren- I Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-203) j heilt brieflich der Tpezialcirzt für Epilepsie Doktor «». in Berlin, jetzt: Lonisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. Heinrich Skodiar am Hauptplatz in Laibach. AL»n >>ietv üvin bietet diel <»« !«! - V« » I«»M»»U I vvelidie Vitt, iier le«» geiieiiiiiigt > iind garaiitirt ist. Oie voribeilbaae I^iiiriid>t>ing des neuen Dianes ist derart, dass in den folgenden 5 Verlosungvi, im baute vo» vvenigen »oiiaten TI.OOO ^ur sieberen 1!>itsebeiduilg kommen, darunter bebiideii siidi Hannttretrer von eventuell l'baier t«»«».«»«»«», iili. ii .N«>«, »S.«»«»«», 12.«»»«», >«» ««»«>, «<»«N, »«(>«>, 4W<», 2<>«)<>, 104nial l«>«»>», 15!» mal 4<»«I, 278 msl 2»<>, 31.850 mal ä. 47 ele. Oie näebste rvveite üe^vinnrielunig dieser grossen, vo», Staate garantirtei, «'.eld-Verlosuiig ist amlbeb lest-gestellt und lindst selion <57--1) am 20. und 2l. febnuai- l87I statt »Nil Icostvt liiern 1 viertel Original-Iien.-bvs nnr >1. 3, 1 balbes ....................... „ 6, 1 ganres „ „ „ ,, >> 12 gegen ^iiisendung des ltetrages in östvrreieli>sel>e» ljunknoten. ^lle ^nsträge werden sotort mit der grössteii dorg-salt ausgeiubrt nn(l erhält jedermann von uns die mit dom 8taatsvva>>>>en verselienen Origiiial-bose sellist in Händen. Den liestellungen werden div erlorderlielieii amt-lieben l'läno gratis lieigekügt und naeb jeder Siebung senilen vv'n- unsern Interessenten »nautgeiÄrdert aint-liebe l.islen. Oie ^iis/.al>luiig der Oevvinne erlolgt stets >>ro»i>>t Ullt«r 8tn«»t8-k»rnnti« und kann dureli direkte Zusendungen oder aut Verlangen der Interessenten dureb unsere Verbindungen an allen grösseren Platten Oester-reiebs veranlasst werden. I vnser Uebit ist stets vom Olüeke begünstigt Uiidl Initten wir erst vor kurzem wiederum unter vielen an- I deren bedeutonden «vvinnvn 3 mul «Uv «iliitvnl Ilrlupttrvisvr in ö Xielmngen laut «ttl/.ivllon ltv-I ^vvlsvu erlangt und unseren Interessenten selbst aus-berablt. . VoraULsiebtiieb kann bei einem solelien aul ilcr gegründeten Unternebmen überall aus eine selir rege lietbeiligung init liestinnnl-beit xerei'bnet werden, man l>eliebv dabei' sebon der ,,«!>« I» Xi«!»»«« ^ alle l r ge I,«I- ,Ii> « ItT rn riebten an Wank- und Wechscl-Heschäfi in Kamvurg. Kin- u»«l Vvrk»ul -tll«!i 8I,u»«8o»,Ii^» «ionv», ^i^iibttliii-Vkti« » »»>r»in>>te> und reelle Oedienung die volle /ulriedonbei! unserer > geidirten Interessenten rn erlangen. IV. 8k. .»linenkiilüsche Douglas - Pumpen siir (463—l^ Han»bruunen, üüchcu, FiUnikni c» sind zu k«<«! I^r»S8»IlL zu haben. Ssrnderttansende von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einzln uud allein c»'isti«r»vru sichersten und besten 1^8 L;iirt iiic;1il8 12» tlv»i VVitvIi^tliu»»!« ^108 als die in allen Welttheilen so bekannt und berühmt gewordene, vo» vLväto. H.u1orLt«.tvr» Aoprüktv, urtt tisu Klänronästorr und vlunüsrnvlrkonüslon LrkoL-xvu Nvkrönls, von 8r. k. Ir. «.xostol. Lsn» X»1»or ^osok I. von Vvstor-rololi, Xönlx von ^"d ^r« » Iittft ^ «lvi- Knpslin»r«> SöLravr» Stv. oto., mit eine»! k. L. ^rtvUvxlum kür ctsr» I7urk»N8 üvr Ik. Ic. vstsrr. 8t»»ts» und üvr xs-»Lnnnton u»x»r. Hro»1»»asr niit Patent vom 18. November 1885, Zahl 158» — 1892 rvivkiiot« kk8el!3-Ki'3U8k>-I'omslle, wo bei rsAelalksnixor» vsdr»uok« selbst die k»I>IstI-I'oi»»üs von 0»r1 I>olt ,n Vlsn ausdrücklich zu «erlangen, sowie obige Schutzmarke zu beachten. Lruck Ls» Jgn. v. Äleinmayr L FedZ Bamberg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg.