Nr. 269. Prilnumtialionsplel«: Im Lomptolr ganzj, fi.il. halbj. st. bbv, yllr die Zustellung in» Hol.« halbl, l;o ll. Mil der Post gnnzj. ft. ili, hald>. ft. 7 50. Donnerstag, 23. November. Inie Verordnung zerfällt in elf Theile, welche wir nachstehend ihrem wesent. lichen Inhalte nach reproducieren. 1. Das f. f. Poftsparcafsenamt. Die Geschäfte der mit dem Gesetze vom 28. Mai 1882 unter die Gewährleistung des Staates errichteten Staatssparcasse werden von dem l. k. Postsparcassenamte geleitet und ausgeführt. Dasselbe hat seinen S»h in Wien, gehöit dem Ressort der Post» Verwaltung an und untersteht dem Hanbelsminister unmittelbar. Das Postsparcassenamt übernimmt die von den Postämtern in seinem Namen und Auftrage gesammelten Einlagen, führt über dieselben Rechnung und verzinst sie. Es empfängt die Kündigungen ent« weder direct oder im Wege der Sammelstellen und übersendet jedem Kündigenden eine Zahlungsanweisung, zahlbar bei jedem vom Einleger zu bezeichnenden, als Sammelstelle de? Postsparcassenamles er-klärten Postamte. Die Zahlungsstelle wirb von der ausgegebenen Zahlungsanweisung rechtzeitig avisiert. Die Zahlung erfolgt an den Einleger in Person oder an seinen Ermächtigten oder Rechtsnachfolger. Das Postsparcassenamt veranlagt die verfügbaren Veträge der Einlagen in zinsentragenben Staats-schuldverschreibungen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, in Staatsschuldverschreibungen der einheitlichen Staatsschuld und in zinsentragenden Lospapieren des Staates. Im Falle des Bedarfes kann das Postsparcassenamt behufs Rückzahlung an die Einleger seine Staalspapiere veräußern oder belehnen lassen. In allen den Postsparcass-ndienst betreffenden Angelegenheiten verkehrt das Postsparcassenamt mit den al« Sammelstellen bezeichneten Postämtern direct. Das Postsparcufsenamt führt Rechnung und Buch über seine Geschäfte und das in seiner Verwaltung befindliche Staalsvermögen sowie über da« Guthaben der Einleger nach Maßgabe der gesetzlich bestehenden Vorschriften. Die Korrespondenz del Poftfparcassenamte« mit den Sammelstellen und den Sparrinlegern ist portofrei. Die an das Postfparcassenamt gerich. teten Eingaben der Einleger sind stempel und ge-bürenftei. Das Postfparcassenamt wird rechtmäßig vertreten von dem Director des Poftsparcasfe n« amtes. Der Director hat dem Handelsminister einen monatlichen Geschäslsausweis vorzulegen und über die Jeuilleton. Literatur.* . ..Russland, Land und Leute" — so betitelt sich ^ illustriertes Prachlwerl, Welches soeben im Verlage ??" Grehner Ohne Voreingenommenheit, ohne Effecthafcherei Ud ohne da» von Schilderungen Nufslands geradezu ^°n unzertrennlich gewordene Streben nach Befrie-«,8"ng des Sensationsbedürfnisses des großen Publi. t? werden hicr Land und Leute Russlands in r/,^aer. objectiver Weise geschildert, äin gründlicher ^"er des Landes, der Dichter des M'rza Schafft). 5,, "ich Vodenstedt, eröffnet den Reigen der Schtt-sl^Naen mit einer treffenden Charakteristik des russi« fett! tolles, die in kleinem Rahmen ein ungemein <>Mt)ez. fein ausgemaltes Bild vor uns entrollt, alt, " schließt sich der Beginn der Schilderung der ftra,- Aarenstadt Moskau. Eine Unmasse von Illu. find ^" bm'l zur Erläuterung des Textes. Wir ein?^ '" b" ersten Lieferung eine Ansicht des Kreml, Vl5?l °°^s im Terem des Kreml, der Kirche Wassili die w ""h' bei Schlosses Petrowsly, wo d,e Zaren l>tin ^^ ^ol Beginn der Krönungsfeierlichleiten zu-^^^'' der 10.000 Pud schweren Ricsenglucke. die bl« 5l,s,^lle« in dieser Rubril «nnczclsste ist zu beziehen durch '"'M Nuchhandluna Jg. v. Nleinmayr H »ed. »a«ber». vor dem Thurm Iwan der Große im Kreml steht und zahlreiche Vollstypen aus den Strahm Moskau«, die sämmtlich als höchst gelungene Photographien be-zeichnet werden können. Der Dwornik (Hausknecht), der Bilderhändler, die I«w08t.8c!iik8 (Droschkenkutscher), der Obstverläufer, die Milchfrau, der G.flügelhändler. der Tatar, der mit alte» Kleidern handelt u. f. w. — sie alle sind lebensvolle Gestalten, getreu so wieder-gegeben, Wie man sie als unvermeidliche Staffage in allen Straßen der alten Znenstadt antrifft. Eine wertvolle Beigabe ist die große Klmstbeilage, welche das in Kijew demnächst zur Aufstellung gelangende Denkmal des Bogda» Ehmelnicli darstellt, ein origi» nellcs. kühn entworfenes Reiterstandbild, voll Leben und Bewegung, mit vielen, malerisch um den Sockel gruppierten charakteristischen G.stalten. Ul,b auch die typographische Ausstattung dr» Werkes verdient alles Lob; man kann sie eine musterhafte nennen. So vereint sich schon in der ersten Lieferung eine solche Menge von Vorzügen, dass num, wenn, wie zu erwarten ist, das Werk in gleicher Gediegenheit weiter, geführt wird, demselben eine große Verbreitung voraus» fagen kann, umsomehr da der Preis von 1 Mail pro Lieferung im Verhältnis zu dem, was geboten wird, ein äußerst geringer ist. — Wir werde» auf die interessante Publication später noch ausführlich zurück« kommen, empfehle-n dieselbe aber schon heute allen, die sich über die Verhältnisse in unferem großen Nachbar-reiche aufklären wollen. „Deutsche Hausbibliothek" von Schmidt und Erdtmann in Lübeck. So vieles auch fchon «Clas. filer-. Universal. Novellen«, Vollbb'blioch'len" und andere „Collectionen" aus dem Lücratmschätze der Denker und Dichter aller Zeiten u>,d Völker gebracht haben und fortwährend brmgen, der Reichthum des Bedeutenden, Schönen und Hervorragenden, das noch außerhalb ihres Rahmen« geblieben, ist immer noch ein so außerordentlicher, dass sich das oben angezeigte Unternehmen vollauf rechtfertigt, diesen Sammlungen eine neue zur Seite zu stellen. Es wird bringen: Dicht, werke aller Gattungen, sowohl Poesie als Prosa; fer-ner philofophifche. kunsthistorische und weltgeschich,. liche Werke, sowie Leben«'. Reisebeschreibungen lc. »c. Wissenschaft. Kunst. Literatur, alle Bildung überhaupt ist international, o. h. ihr Wesen ist bri allen Cultur» Völkern dasselbe; die Verlagshandlung beschiäült sich daher selbstverständlich nicht allein aus die inländische Literatur, sondern wird sowohl durch wohlgewählte ältere als auch durch sorgfältige neue Uebersehungen das von Goethe geahnte Ideal einer Wellliteratur auch ihrerseits immer mehr zu verwirklichen suchen. Die ersten Bündchen werden u. a. enthalten: Petöfi: «Wolken" und Biographie. Zscholle: Das Gold-macherdorf. Friedrich v. Hryden: Da« Wort der Frau. „Die schwarzen Thränen", japan. Lustspiel. Oaudy: Novellen. Oaggefen: Adam und Eoa, Humorist. Epos. Fifchart: Philosophisches Ehezucht-büchlein. Platen: Treue um Treue. St. Pierre: Paul und Virginie. Calderon: Der Maler seiner Schmach. Ist nun der selbständige Charakter der «Deutschen Hausbiblwthek" sozusagen nach innen q-. wahrt, so wird es derselbe durch ei„e auf der Höhe der Jetztzeit stehende AllKstatlung auch nach auh-n. Jeder Band (qänzlich holzfreies, gelblich getöntes Pa> Pier, handliches Octav, gefällige, dem Auge wohlthuende Schrift, mit T'tel-, Schlussviqnelten und Im-tialen, solid geheftet) ist emzeln käuflich und enthält in der Regel ein abgeschlossenes Ganze und lostet „ur 40 Pf., elegant gebunden m>t Schwarz- und Gold' Pressung 80 Pf. Weile größeren Umfangs werden in Doppel-, beziehungsweise mehrfachen Bündchen zum doppelten, beziehungsweise entsprechend höheren Preise gebracht werden. ________ Laibacher Zeitung Nr. 2ss9 2294 23. November 1882. Ermächtigung des Ministers nach Ablauf jeden Mo«! nates in der „Wiener Zeitung" zu veröffentlichen. ^ Der Director hat ferner am Schlüsse eines jeden Kalenderjahres dem Handelsminister einen detaillierten , Rechenschaftsbericht über den Geschäftsgang d»s Instituts zu erstatten. 2. Die Sammelftellen. Die Postämter, welche als Sammelstellen des Postsparcassenamtss vom Handelsminister bestimmt werden, haben Spareinlagen zu übernehmen, Einlage-büchel auszufertigen, Rückzahlungen gegen die Zah« lungsanweisungen des Postsparcassenamtes zu beweil-stelligen und in den besonders vorgezeichneten Fällen den Verkehr der Spareinleger mit dem Postsparcassen-amte zu vermitteln. Die mit dem Postsparcassengeschäfte betrauten Postbeamten erhallen nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres eine Remuneration, respective Entlohnung. Postbedienstete, welche außer an ihre Vorgesetzten an dritte Personen Auskünfte von welcher Art immer inbetreff Namen von Spareinlagen oder über die Höhe ihrer Spareinlagen erlheilen, werden der Disciplinary Behandlung unterzogen. Personen, welche Spareinlagen hinterlegen wollen, haben während der vorgeschriebenen Amtsstunden dies bei der betreffenden Sammelstelle mündlich zu erklären, worauf der mit dem Postsparcassendienste jeweilig betraute Postbeamte die Einlage zu übernehmen und das Einlagebüchel auszufertigen hat. Zahlungsanweisungen, die innerhalb zweier Monate, vom Tage der Ausstellung gerechnet, nicht zur Zihlung präsentiert worden sind, werden am Schlüsse des zweiten Monates vom Postbedien-steten in der Liste als ungiltig vorgemerkt. Wird nach diesem Vorgange die Anweisung noch zur Zah. lung vorgewiesen, so ist dieselbe zurückzubehalten, mit dem Recommandationsstempel zu versehen und an das Postsparcassenamt zu senden. Dem Einleger ist zu er. klären, dass er eine neue Kündigung vornehmen müsse. Eingelöste Sparkarten werden als Einlage vom Postbediensteten verwendet und zugleich mit den Monatsrechnungen an die Postdirectionen abgeliefert. Die Sammelstellen sind verpflichtet, bevor sie eine Rückzahlung leisten, sich bezüglich der Persons-identität des Einlegers oder seines vorschriftsmäßig Ermächtigten zu verschaffen durch den Vergleich der Unterschrift im Büchel mit derjenigen auf der Zah-lungsanweisung, durch die Constatierung eines vom Empfänger eventuell aufzuschreibenden Losungswortes, das sich gegebenenfalls in Zlsserschrift auf dem Avifo befindet, und nöthigenfall« durch einen Zeugen. Als Losungswort kann ein Taufname, der Name einer Stadt, eines Landes oder irgend ein anderes dem Ei, leger geläufiges Wort gewählt werden. Die Cession eines Büchels findet vor einer Sammelstelle statt, nachdem der Postbedienstete sich betreffend der Personsidentität des Einlegers die nöthige Ueberzeugung verschafft hat. Es wird über diesen Act Protokoll aufgenommen, und hat der Postbeamte an das Postsparcassenamt nach Wien darüber zu berichten und in Gemäßheit der betreffenden Instructionen bezüglich solcher Einleger, die bereits ein Büchel der Staatswarcasse besitzen und denen das zweite Büchel rechtmäßig cediert worden ist, vorzugehen. 3. Die Einleger. Einleger der Postsparcasse kann jedermann ohne Ausnahme werden, der den gesetzlichen Bestimmungen gemäß bei einem mit dem Sparcassen-dieuste betrauten Postamte gegen Zahlung eines innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen gehaltenen Betrages ein Einlagebüchel nimmt oder durch einen dritten — Erleger nehmen lässt. — Als Einleger hat derjenige zu gelten, zu dessen Gunsten die Einlage erfolgt. Jedem Einleger wird von dem Postsparkassen» amte ein Eonto eröffnet, auf welchem alle Ein« zahlungen und die zu dem Eapitale zu schlagenden Zinsen gutzuschreiben sind und welches mit allen Rück« zahlungen zu belasten ist. Die Zinsen werden sofort nach Eintragung jeder Post auf dem Eonto als Plus« Zinsen für Eingänge und Minus-Zinsen für Rück« zahlungen bis zum Ende des Jahres ausgerechnet. Jeder Einleger hat einmal im Jahre, und zwar am Jahrestage der ersten Einlage, sein Einlagebüchel in einem zu diesem Behufe ausgegebenen Cou« verte — recommandiert (gegen Aufgabeschein) an das Postsparcassenamt zu senden. Das Postsparcassenamt trägt in das Einlagebüchel die bis zum vorangegangenen 31. Dezember aufgelaufenen Zinscn ein und retourniert das Büchel an die auf demselben befindliche oder an irgend eine andere vom Aufgeber angegebene Ndresse recommandiert. Niemand darf sich mehr als Ein Einlagebüchel nehmen oder nehmen lassen. Einleger, die dieser Bestimmung zuwiderhandeln oder durch Einlagebüchel auf einen anderen, einen falschen oder einen fingier«« Namen umgehen, verlieren die Zinsen auf die Capitalöbeträge aller Büchel, ^ ^"snahme des ersten, rechtmäßig genommenen ^ ^/ Tinieg-r genießen sür ihre Einlage, deren Verzmsung und Rttckzahwng die Garantie des Staates. Das Einkommen der Einleger aus den Zinsen der Postsparcasse ist von der Ein» kommen st euer und jeder in der Folge an deren Stelle tretenden Steuer befreit. ^ Rückzahlungen an minderjährige Ein« leger werden bis zu deren Großjährigkeit sistiert, wenn die gesetzlichen Vertreter, die sich als solche beim Post-sparcassenamte auszuweisen haben, Einsprache gegen die Rückzahlung beim Postsparcaffenamte erheben. Gesellschaften, Vereine, Genossenschaften und juristische Personen sind berechtigt, Einleger der Postsparkasse zu werden. Die Rückzahlungen der Einlagen derartiger Einleger erfolgen an den beim Postsparcaffenamte ausgewiesenen Vorstand oder dessen Ermächtigten. 4. Einlage. Das Minimum der Einlagen ist fünf« zig Kreuzer österr. Währ. Jede Einlage mufs durch dieses Minimum theilbar sein. Sämmtliche Ein» lagen während eines Kalenderjahres dürfen nach Abschlag aller während desselben Jahres erfolgten Rück' zahlungen den Betrag von 300 Gulden ni cht übersteigen. Das Gesammtguthaben eines Büchels darf inclusive der capitalisierten Zinsen nicht mehr als 1000 fl. betragen. Beträge, welche die Summe von 1000 fl. übersteigen, werden nur bis zum Betrage von 1000 fl. verzinst. Um die Ersparung von Beträgen unter deni gesetzlichen Minimum zu ermöglichen, werden von jedem Postamte sowie von den Verschlei-ßern von Postwertzeichen, Postsparkarten mit einer eingeprägten Marke und dem entsprechenden Raume zur Aufklebung von weiteren Briefmarken bis zum Betrage von 50 kr. gegen Erlag des Wertes der aufgeprägten Marke verabfolgt. Eine folche mit Marken im Werte von 50 kr. belegte Sparkarte wird von den Postsammelstellen als Einlage behandelt und den SftarkarteN'Besitzern, die noch lein Postsparcasse.Einlagebüchel besitzen, gegen ein solches eingetauscht. Mehr als eine Sparlarte per 50 kr. darf von ein und demselben Einleger während einer Woche nicht zur Einlösung gebracht werden. Das Einlagebüchel wird vom Einleger, beziehungsweise Erleger, nach Uebergabe der Einlage an den Postbediensteten auf der ersten Seite an den vorgeschriebenen Stellen unterzeichnet. Sodann trägt der Postbedienstete Vor- und Zunamen des Einlegers, Stand, Wohnort, Alter und Geburtsort, eventuell die Adresse, an welche der Einleger Verständigungen des Postsftarcassenamtes zu erhalten wünscht, und endlich den Betrag ein. Ist hierauf die Tagesrechnung entsprechend ausgefüllt, so wird das Büchel noch mit Tagesstempel und Unterschrift des Postbediensteten ver-sehen, der Abschnitt auf der ersten Seite, genannt „Gegenschein", losgetrennt und zurückbehalten und das Büchel mit der Erklärung verabfolgt, dass die Bestätigung über den eingelegten Betrag von Seite des Postsparcassenamtes innerhalb vierzehn Tagen direct an den Einleger gelangen wird. Mit dem Einlagebüchel können weitere Einlagen bei jeder Postsparcasse» Sammelstelle bewerkstelligt werden durch den Einleger selbst oder durch eine dritte Person. Die Postsparcasse-Einlagen verjähren in Gemäßheit der allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen in der Regel nach Ablauf von dreißig Jahren. Die Verjährung wird durch jede neue Einlage, durch jede Kündigung und durch jede im Einlagebüchel erfolgte Eintragung von Zinsen unterbrochen. Verjährte Einlagen fallen dem Postärar zu und werden in den Verlust« und Gewinnconto des Postsparcassenamtes aufgenommen. 5. Die Verzinsung. Die Einlagen werden von einem Gulden an» gefangen bis zur Höhe des Maximum« von tausend Gulden mit drei Gulden für das Hundert für die Zeit eines Jahres verzinst. Der Monat wird bei der Zinsrechnung zu dreißig Tagen angenommen. Die Verzinsung beginnt am 1. oder 16. Mo» natstage, der auf die Einlage folgt, und endet mit dem 15. oder letzten Monatstage, der dem Eintreffen der Kündigung beim Postsparc^ssenamte vorangeht. Die Zinsen werden in das Einlagebüchel eingetragen und zum Capitale geschlagen, in der Regel bei Gelegenheit der Uebersendung des Büchels am Jahrestage der ersten Einlage für die Zeit bis zu dem diesem Jahrestage vorangehenden 31. Dezember. Bei der Zinsrechnung werden Theile eines Kreu» zers unberücksichtigt gelcissen. Theile eines Guldens bleiben unverzinst. Denjenigen Einlegern, welche die Saldierung chres Büchels durch Auszahlung ihres Guthabens sammt Zinsen begehren, werden die Zinsen mit dem der Kündigung vorangehenden loten oder letzten Monatstage gutgerechnet und zum kapitale geschlagen, und es wird die so gewonnene Summe ausgezahlt. ft. Die Rückzahlung. Der Einleger oder dessen Rechtsnachfolger oder des letzteren Bevollmächtigter ist berechtigt, zu jeder Zeit die Rückzahlung der vollen Einlagen oder eines Theiles derselben zu verlangen. Ergeben sich keine Anstünde, so sendet das Postsparcassenamt dem Kündigenden, an die von ihm angegebene Adresse oder auch po«tL roukrnw, in der Regel mit Wendung der Post, spätestens aber innerhalb der vom Gesetze vom 28. Mai 1882 vorgesehenen Termine, eine zwei Monate giltige Zahlungsanweisung. Dieselbe wird von der Zah-lungsstelle bei Sicht, gegen Empfangsbestätigung des Einlegers oder der von ihm zur Behebung des Geldes ermächtigten Person honoriert. 7. Kosten und Entlohnungen. Die Postäinter-Sammelstellen des Postsparcassenamtes erhalten sür die Geschäfte des Sparcassendien-stes eine am Schlüsse eines jeden Kalenderjahres auszuzahlende Remuneration, respective Entlohnung. Dieselbe beträgt vorläufig 1 Kreuzer für jede während des Jahres bei dem betreffenden Postamte bewerkstelligte Einlage; 5 Kreuzer für jedes am Jahresschlüsse existierende, von dem betreffenden Postamte Herausgebene Büchel; für je tausend Gulden Einzahlungen abzüglich der Rückzahlungen: bis zum Betrage von 20.000 fl. 1 fl. 50 kr., bis zum Betrage von 40M0 fl. 1 fl. 25 kr., bei noch höheren Beträgen 1 st. im Spar-cassenverkehre des betreffenden Postamtes laut vorgelegter und richtig befundener Tagesrechnung. 8. Der Reservefonds. Sobald die von der PostVerwaltung dem Postsparcaffenamte geleisteten Vorschüsse zur Ganze beglichen sind, wird aus dem weiteren Reinerträgniffe der Geschäfte der Staalssparcasse ein Reservefonds gebildet, der bis zur Höhe von zwei Millionen Gulden anwachsen darf. Derselbe wird in gleicher Weise fruchtbringend angelegt wie die Spareinlagen der Einleger. Das Erträgnis aus den Veranlagungen des Reservefonds vermehrt denselben bis zur gesetzlichen Maximalgrenze. Der Reservefonds soll zu keiner Zeit mehr als fünf Procent der Gesammt-einlagen betragen. Diejenigen Beträge aus dem bilanzmäßigen Reinerträgnisse der Geschäfte der Staatsspar-casse, welche dem Reservefonds nicht mehr zuzuführen sind, werden dem Postgefälle gutgeschrieben, bezieh« ungsweise an die Postverwallung abgeführt. 9. Der Ankauf von Staatspapiereu filr Rechnung der Einleger. Jedem Einleger, dessen Guthaben das Einlage-Maximum überschreitet, wird, wenn der Einleger nach Ablauf der im Art. 11 des Gesetzes vom 28. Mai 1882 festges'tzlen Präclusivfrist von einem Monate sein Guthaben nicht vermindert oder vor Ablauf diefer Zeit sich mit dem Ankaufe von Staatöpapieren sür seine Rechnung einverstanden erklärt, ein zur Reduction unter die gesetzliche Maximalgrenze hinreichender Betrag von Staatspapieren gekauft. Ueber aufbewahrte Slaatspapiere wird vom Post-sparcassenamte ein Renlenbüchel dem Eigenthümer zugestellt, von dem sich ein Duplicat beim Amte befindet. Der Eigenthümer eines Rentenbüchels ist berech-tigl, zu jeder Zeit an das Postsparcassenamt ein Gesuch um Verkauf seiner Staatspapiere oder eines Theiles derselben zu richten. Der börsenmäßige Verkauf wird sofort nach Einlangen des Gesuches vollzogen. Für Ankauf und Verkauf von StaatspapiereN sowie für das Incasso der (lonpons, beziehungsweise Gewinne bei verzinslichen Lospapieren des Staates, wird eine durch Verordnung des Hanoelsministers zll bestimmende mähige Provision zu zahlen sein. 10. Beziehungen zum Obersten Rechnungshofe. Das Rechnung« Deparlement des Postsparcassell-amts arbeitet nach der Methode der twppelten Buch" Haltung, st'llt jedoch die Gebarungsausweise und deN Rcchnungsabschluss in der in Gemäßheit der bestehenden Vorschriften feststehenden Form auf. Der nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres aufzustellende Rech" nungsabschluss wird dem Obersten Rechnungs" Hofe behufs vorschriftsmäßiger Prüfung und Amts" Handlung vorgelegt. 11. Beziehungen zum Handelsministerium. Das Postsparcassenamt untersteht dem Handels' minister, welcher die Controle über das Postsparcas" senamt in Bezug auf dessen Amlsgestion und Ge" barung ausübt. Der Director des Postsparcassenamtes erstattet dem Handelsminister Bericht über aUe wichtigen Vot" lommnisse und empfängt die Weisungen des Ministers für alle demselben vorbehaltenen Angelegenheiten unt> Geschäfte des Postsparcassenamtes. Der Director hat überdies alljährlich das Pr^ liminare über Einnahmen und Erfordernisse des st.e-sammten Postsftarcassendienstes dem Handrlsministel zur Genehmigung, respective Veranlassung der Einbeziehung der benöthigten Staatsvorschüsse in den Post" gefällsvoranschlag, vorzulegen. Die Beziehungen des Postsftarcassenamtes zum Beirathe werden durch das Orgamsations-Stalul sür den Äeira'h geregelt. Laibacher Zeitung Nr. 269 2295 23. November l8«2. Wien, 21. November. (Orig.'Lorr.) In Eimanqlnng ein?« interessanteren Themas auf dem Gebiete der inneren Politik bildet heute ein Vor« fall den Gesprächsstoff, der an und siir sich allerdings bemerkenswert erscheint. Gestern abends sollte nämlich die schon lange angekündigte Wählerversammlung stattfinden, welche von den vier Abgeordneten der inneren Stadt einberufen worden war. Wählerversammlung ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, denn formell war es eine freie Volksversammlung, an welcher auch Nichtwähler theilnehmen konnten. In der That fanden sich auch solche ein, wie man leicht hätte voraussehen können, Sunlit ist an der ganzen Sache nichts Außer« ordentliches, das interessante Mument lag darin, dass die einberufenden Abgeordneten durch einen derselben erklären ließen, sie würden nicht sprechen, da sie nur einer Wählerversammlung, nicht aber einer Volksver» sammlung Rechenschaft zu geben beabsichtigt hätten. Die Anwesenden nahmen begreiflicherweise diese Er-llärung nicht „mit Befriedigung" hin und beantwor. teten sie mit nicht sehr schmeichelhaften Zurufen. Aus« schreitungen kamen indessen keine vor, und die Anwesenden giengen ruhig aufeinander. Das 'st die Thatsache, welche heute so lebhaft discutiert wird. Zum besseren Verständnis derselben sei Folgendes bemerkt: Es lag ganz in dem Belieben der Einberufer, ob die Versammlung eine Wähler« Versammlung oder eine freie Volksversammlung sein sollte. Zur ersteren hätten nur Wähler, aber auch jeder Wähler Zutritt haben können; man erzählt nun, dies hätte man eben umgehen wollen, und um unbequeme Wähler ausschließen zu können, hätte man sich für die Volksverjammlnng entschieden, da man hoffte, in dieser nur Anhänger zusammenzubringen. Diese Intention sei aber verrathen worden, und es fanden sich erst recht die „Un bequemen" ein, so dass die Einberufer es vorzogen, die Versammlung gar nicht abzuhalten. Ausfällig bleibt es bei der ganzen Sache immer, hin, das« gegen die frühere Gepflogenheit nicht eine geschlossene Wählerversammlung einberufen wurde, und die Einbrlufer können daher für die Consequenzen dieses Vorganges niemand anderen verantwortlich Machen, als sich selbst. D.,ss die Weigerung der Ab. geordneten, in einer Volksversammlung zu sprechen, namentlich jenen übel genommen wurde, die sich stets gerne Volks manner nennen ließen, ist begreiflich. Keinesfalls trägt der Vorfall dazu bei. da« Ansehen der Partei bei der Bevölkerung Wiens zu erhöhen. Zur Lage. Sämmtliche Blätter der Residenz besprechen an leitender Stille die, wie telegraphisch bereits gemeldet, zum zweitenmale verschobene Wä hl erv ersa m m. lung im Börsensaale, und wie immer anch die Meinungen auseinandergehen, allseitig wird zugegeben, dass die vier Abgeordneten sich das Fiasco selbst zu-zuschreiben haben. Dass die Ansicht, es handle sich Um eine öffentliche, nicht blos auf die Wähler der innern Stadt beschränkte Volksversammlung, auch von entschiedenen Parteigängern der „Vereinigten Linken" getheilt wurde, das beweist die Anwesenheit der Ab. geordneten Matscheto und Dr. Slourzh im Saale, die doch beide nicht Wähler der innern Stadt sind. Für d>e nächsten Tage wird übrigens eine neue Wähler ^ersammlung, zu der die Wähler einzeln geladen wer« den sollen, geplant; doch ist es sehr charakteristisch, dass nur mehr die, Abgeordnett', die Herren Hofftr, "öeillof und Iaques, dieselbe eiliberilfen wollfN. wäh. lend Tl. Ku ran da nicht mehr von der Partie »st. «W,r begreifen — schreibt die..Prsse" — wenn sich ber alte m Ehr.n ergraute Volksmann und Parlamen» larier von dem Doppelspiele angeekelt fühlt." Die czechischen Blätter constatieren, dass anläss» ^lch der jüngsten Reichsrathswahl aus dem "öh Mischen Großgrundbesitze der confer. Aiven Partei 214 Stimmen zur Verfügung standen. Aa nach der Wahlmdnung ein Großgrundbesitzer nur A"e Vollmacht autzübru kann und nur «7 Wähler zur ^"hl erschienen sind. so konnten die übrigen Voll« ächten nicht ausgenützt werden. . Der »Mährisch-schlesische Correspon-°«n t« bespricht die eben im ungarischen Abgeordnete,,' ^Use beendete Debatte über die Qualification der Be-?^kn und hebt insbesondere den Umstand hxvur. dass !"bst einer der Führer der Opposition entschieden für '^ Regierungsvorlage in die Schranken getreten ist. 5^en, betreffenden Führer der Opposition — so sagt ^s Vlatt — ist eben da« »Mmisterstürzen" nicht ^Mache, er bekämpft das Ministerium, aber wenn lel! l Gutes. Nützliches anstrebt, so leiht er dem-z^ln wiUig scme Uuterstühung. Ein ungarischer e ppositionKmann braucht nicht zu fürchten, dass ch" tod»! ^"^' """ch berühmtem Muster" hi» Action des Ministeriums zu fördern für gut ^5 "'wenn er einmal das Vollswohl übei die Partei-"ebm ^^' ^" Führer der ungarischen Opposition dan ü "°" bkw. zu stürzenden Ministerium mcht nur ">' das Gute, wen» daeselk sich m so und so viel Gulden Grundsteuernachlass für den betreffenden Wahl» bezirk beziffern lässt, sie schließen sich dem Ministe, rium mit männlichem Freimuthe fördernd an, auch wenn das zu erstrebende Gute „nur" dem ganze,, Reiche zustattenkommt, wenngleich der specielle Wahl bezill just keinen sonderlichen Gefallen daran findet," Die französische Botschaft beim heil. Stuhl. In der französischen Abgeordnetenkammer halten die Radicalen bei der Budgetdebatte die Botschaft beim heil. Stuhl e zum Gegenstande ihrer Angriffe gemacht, wurden jedoch mit mehr als doppelter Siimmenmehiheit abgewiesen. Raspail von der äußersten Linken hatte die Abschaf. fung jener Botschaft verlangt; sein Gesinnungsgenosse Madier de Montjau wollte nur noch einen Geschäftsträger zugeben, denn Frankreich könne keinen Botschafter beim Vatican beglaubigen, ohne die Souveränität der französischen Republik zu beeinträchtigen. Der Ministerpräsident und Minister des Aeuhern, Duclerc, setzte auseinander, dass bei dem Papste, der vordem der Souvelän eines kleinen Staates gewesen, stets Botschafter beglaubigt waren und das« die Stel» lung des Papste« als geistlichen Souveräns nicht durch Abschaffung der weltlichen Souveränität vermindert worden sei. Der Papst werde leinen bloßen Geschäftsträger annehmen, auch sei unter anderem nur ein Bolschasler imstande, Frankreichs Interessen zu ver. treten. »Wir haben — fuhr Duclerc fort — Interessen, die wir nicht ausgeben können, ohne auf die ruhmreichsten Ueberlieferungen Frankreichs zu ver. zichten; es ist daher nöch,g, dass wir die Bolschaft beim Vatican aufrechterhalten. Wer Beziehungen mit dem Papste aufrechterhalten will, darf nicht m einer Frage markten, welche die Gewisfen und den öffenl» Ilchen Frieden berühr». Europas wegen müssen wir Vertreter in Rom haben. Deutschland und Exqland suchen die diplomatlfchen Beziehungen mit dem Papste wieder anzuknüpfen, da ,st es gewiss nicht an der Zeit, die nnsrigen abzubrechen; dle Beibehaltung der Aolschast beim Vatican ,st daher eine Nothwendigkeit." Hagesueuigkeiten. — (SechShunberljährige Jubelfeier.) Anlässlich der am 27. Dezember stattfindenden sechshundertjährigen Jubelfeier der Nelehuung des Hauses Habsburg mit den österreichischen Ländern hat der niederoslerreichische LandesauKschuss beschlossen, das Bildnis des Kaisers Rudolph 1. in Oelfarbendrucl anfertigen und dasselbe an alle Schulen des KconlanbeL Niederösterreich vertheilen zu lassen. Das Bildnis wurde mit Genehmigung des l. l. Olierstlämmereramtes mit pietätvoller Genauigkeit nach dein iu der l. l Ambraser Sammlung befindlichen, als daS beste anerkannten Bild' insse des tt.nsers Rudolph I auiügeführt. — (Landtorpedos) Das ttriegSmmisterium hat die vom Honved. Ode» lieutenant Iubouics herrührende Erfindung der LanbtorpedoS angekauft Diese Elfindung hat bereits plastische Probeil auf der Schmolz und in der Klwoö'je bestanden und geht daraus hinaus, durch eine Reihe kleiner, rasch herzustellender Landmine» irgend einen wichtigen Terrainabschmtt abzusperren und zu ver« lhcldigen. — (Verhaftung eineK Wucherers.) Der in Verliner Osficierskreisrn als „Wechsrlmcicher" bekannte Agent Max Meyer ist von der Criminalpolizei verhaftet worden. Er steht unter der Anklage, einen, schlefischen Osficier süc demselben nach und nach geliehene 15.000 Mark schließlich Accept? in der Höhe von 86.000 Mail abgenommen zu haben. Die Verhaftung erfolgte auf Veranlassung des Vaters deK Officiers. — (Eine romantische Heirat) Null London Wird vom 17. d, berichtet: In Dyswich fand gestern in Gegenwart vieler Mitglieder der Ari« stolratic die Trauung de« Grasen Karl ESzterhazy aus Pressburg mit Fräulein Mary Charters, ein» zige Tochter des Herrn G Cha.terK zu Stole Pall. Duswich, statt, Vorigen Sommer kreuzten Herr und Frau Charter« mit ihrer Tochter auf dem Nil. als ihl Boot umschlug, Gras Esztrrhazy. der in seiner Yacht vorilberfuhr. rettete die Familie. Die unter diesen Ver. hältniss-n gebildete Bekanntschaft hatte zur Folge, dass der ungarische Graf und M,sK Charters ein Ehepaar wurden. Der Bräutigam, der für die Trauung das un. garische Magnatencostüm angelegt hatte, War von Graf Csicku. ebenfalls in ungarischem Costüm. und Hauptmann Sebastiani, der die Uhlanenunislnm trug, lit-gleitet, Locales. — (Allerhöchste Spende) Se. l. und l Apo. stolische Majestät haben zur Deckung der Rcstaurirrungs losten in der Pfarrkirche zu Prezganje in Krain eine Unterstützung von dreihundert Gulden aus der Aller» höchsten Privatcasse allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Philharmonische Gesellschaft) Das erste Concert findet Sonntag, den 26 November, um halb 5 Uhr nachmittag» im landschafll. Redouten-saale unter der Leitung des Herrn Joses Zbhrer und gefälliger Mitwirkung des Frl. Käthi Esbuchöl unb des Herrn Robert Tauber statt. DaS Programm lautet: Erste Abtheilung: Felix Mendelssohn.Vartholdy: „Sommernachtstraum-Musil". für zwei Solosoprane, Frauenchor und großes Orchester, mit verbindendem Text von Gustav Gursli Die Soli werben gesungen von den Fräulein Clementine Eberh,rt und Fanni Kordin, das verbindende Gedicht gesprochen von Frl. Käthi Esbuchtzl und dem Herrn Robert lauber. Zweite Abtheilung: Max Bruch: »Schön Ellen". Vallade für Sopransolo. Baritonsolo, gemischten Chor und großes Orchester, Die Soli werden gesungen von dem Frl Clementine Eberhart und dem Herrn Ioh Kosler. - Der Saal wirb um halb 4 Uhr geöffnet Der Eintritt ist nur den Ver« einsmitgliedeln gegen Abgabe der auf Namen lautenden Eintrittskarten gestattet, Anmeldungen zum Eintritte in die philharm. Gesellschaft werben in der Handlung des Herrn C. Karinger, RathhauSplah, entgegengenommen. — (Generalversammlung der l. l. Lanb-Wirtschafts. Gesellschaft für Krain.) I^Forts. unb Schluss.) Der neugewahlte Secretär Herr Ernst Kram er begründet nun seinen Antrag, es möge die l, l. Landwirtschaft-Gesellschaft vom 1 Jänner 1883 an ein slovenisches londiuirtschaftlichrs Blatt herausgeben, und weiter seinen allgemeinen Antrag, es möge die Thätigleit der l, l, lrainischen Lanbwirtschafts-Gesell-fchaft durch die Filialen gehoben unb so im wahren Sinne unter die Landwirte getragen werden. Rebner unterzieht das bisherige Wirken der landwirtschaftlichen Filialen, mit AuSnahme jener von Wippach, Rubolfs-wert und Tschernembl. welche zahlreiche Mitglieder zäh» len und Üußerft thätig fiod, einer sehr abfälligen Klitll, So zählen die Filialen in Guttschee und Neumarltl zu je vier Mitglieder, und eS schlafen die Filialen insgesammt, mit Ausnahme der drei früher genannten, den Schlaf de« Gerechten, indem sie nicht thätig find, und von den Landwirten außer dem Seelsorger. Bürger-meister und Lehrer felten noch jemand weiß, dass im Orte oder in nächster Nähe überhaupt eine landwirt« schaflliche Filiale existiert. Die geringe Thätigkeit der Filialen ift die Ursache, dass die l l. lrainische Landwirtschafts Gesellschaft so wenig Mitglieder zählt Steier. mark hat 4000. Kärnten 2900 Mitglieder unb Böhmon. ohne Vergleiche anstellen zu wollen, hat 15)0 landwirtschaftliche Vereine, welche zu 300. 400. 500 und auch noch mehr Mitglieder zählen. Auf die Frage, warum die Filialen unthätig sind, lann man nur antworten, dass dieselben nicht wissen, wozu fie eigentlich den Mit» gliederbeitrag leisten. Die Zustellung der „Mittheilungen der Landwirtschafts. Gesellschaft", oft erst nach langen Monaten, interessiert sie gar nicht unb ift leine entsprechende Entschädigung für ihren Beitrag. Der Landmann will Fachlectüre haden und dies im Detail, nur dadurch ist es möglich, Belehrung zu verbreiten. Dies glaubt Redner durch die Herausgabe eines periodischen sloveni» schen landwirtschaftlichen Blattes, wclcheö die Gesellschaft herausgeben soll, zu erreichen Das Blatt soll landwirt-schaftliche Interessen besprechen, die Publicationen der Gesellschaft enthalteu, auf Fragen in landwirtschaftlicher Richtung seitens oer Redaction Antworten geben und ein kleines unterhaltendes Feuilleton bringen, sonst aber nicht politischen Inhaltes sein Solche landwirtschaftliche Blätter gibt die fteirische Landwirtschafte-Gesellschllst in deutscher Sprache unter dem Namen „Landbote" in 4000 Exemplaren heraus, außerdem erscheint dae gleiche Blatt noch m 1800 Exemplaren als Beilage deS „Slouenski Gospobar" in Mai burg in slovenischer Sprache. Die kärntnerische LandwittschaftS- Gesellschaft ediert ihr Blatt in 29W Exemplaren, unb bie Görzer LunbwirtschaftK.Gesellschaft lässt ihr Blatt in italienischer unb slovenischer Sprache erscheinen Würbe die lrainische Landwirtschafte-Gesell» schaft ein solche» Blatt herausgeben, so würde bies-lbe mindestens 2000 neue Mitglieder gewinnen, welche 2 st. Jahresbeitrag entrichten würden. wovon 1 st. für die «often des Blattes, der zweite zugunsten der Landwirtschaft verwendet werden lonnte. Die Mitglieder hätten dann von der Zahlung wenigstens einen Vortheil, während sie jetzt nicht mit Unrecht sagen, zu welchem Zwecke soll ich zahlen, ich bekomme ja nichte dafür, Elhielte jedes Mitglied dab landwirtschaftliche Vlatt. dann könnte so etwas nicht behauptet werben Redner glaubt, dass, wenn man die für die Publicationen und sonstige Nn» lündigungen verausgabte Summe von l>00 fl und eine etwa zu erlangende Stnatssubuention von AW st für das Vlatt verwenden würde, wären damit die Kosten gedeckt und alles, was von den wenigstens tausend neuen Mitgliedern an Beitrügen eingehen würde, lüme der Gesellschaftscasse zum Beften. Den Filialen der Landwirtschafts-Gesellschaft. meint Redner, fehle jede Anregung seitens des Centrales, denn die gesummte Action beschränkt sich nur darauf, bie Ein» fendung der Mitglieberbeiträue zu urgieren. Jede Filiale sollte jährlich eine Generalversammlung einberufen, zu welcher unter freundlicher Mitwirkung des hochwürdia«»« Clerus nicht nur die Mita'ieder der LandwirifchuslS, Gesellschaft, sondern all- Landwirte der Umgebung lom. men könnten. Der Wanderlehrer w'irde Volträ,? halten, aus den erw""n Geldern al>er Würden guter Same vertheilt >"" bessere landwirtschaftliche Gkläth- und auch lcmd»""lch"llliche Maschinen würden unter den Land- Laibacher Zeitung Nr. 2lw 22!>s! 23. November 1882. Wirten verbreitet werden. Besonders nöthig wäre es,, guten landwirtschaftlichen Gerathen in Krain Eingang zu verschaffen, weil Krai», mit Ausnahme von Dalmatien, Bosnien und der Herzegowina, das schlechteste landwirt schaftliche Geräthe ihm nicht bekannt, welcher Qualle die Iiffern entnommen! wurden, welche Herr Kramer bezüglich des herauszu» ! gebenden slovenischen Blattes angeführt hat. Er zweifle, ^ ob nach der Heransgabe des Blattes die Mittheilungen der Landwirtschasttz'Gesellschaft unnöthig werden, da doch jeder Ausschuss, welchem eine Gesellschaft eiu Mandat gibt, über seine Thätigkeit Bericht erstatten muss. Die Mittheilungen Werden daher nach Ansicht des Redners stets nöthig sein, wenn auch in einer anderen Form. Sind die Mittheilungen zu weitläufig, so kann man die< selben ja kürzen, ganz weglassen wird man sie schwerlich können, da ja auch bei der Herausgabe eines landwirt« schaftlichen Blattes die Frage entsteht, ob denjenigen Mitgliedern der Gesellschaft, welche nur deutsch ver« stehen, auch etwas vom Wirken der Gesellschaft mitzutheilen ist oder nicht? Wenn 500 ft., die jetzt für die Mittheilungen verausgabt wurden, dem neuen Journale zugewendet werden sollen, so mag dles seine Richtigkeit haben, aber wo die 100 st. welche der Herr Antragsteller angeblich für Kundmachungen verrechnet, zu finden wären, weih Redner nicht, da nur die Kundmachungen in der amtlichen Zeitung bezahlt werden, was nach wie vor wird geschehen müssen. Gelingt es, seitens des hohen Nckerbauminifteriums eine Subvention von 300 si. oder vielleicht noch mehr für das herauszugebende Blatt zu erlangen, fo wird dieS jedermann freuen, die Frage aber ist heute noch nicht genügend aufgeklärt, um darüber schon in der Generalversammlung schlüssig zu werden. Herr Kramer erklärt sich gegen den Antrag des Herrn Murnil. Die Angelegenheit der Herausgabe eines slovenischen landwirtschaftlichen Blattes sei drin» gend nothwendig und brauche nicht noch ein Jahr berathen zu werden. Herr Director Richard Polenec ergeht sich in einer sehr abfälligen Kritik des Wirkens der krainischen Landwirtschafts'Gesellschaft und empfiehlt den Antrag des neugewählten Secretärs, welchen derselbe vom fachmän« nischen Standpunkte aus gestellt hat. Man dürfe die Anträge des Herrn Secretärs nicht gleich beim Beginne seiner Thätigkeit verziehen, sonst werde derselbe alle Ambition zu weiterer Thätigkeit verlieren. Herr Vorötnil, Grundbesitzer aus Franzdorf, sagt, die Herausgabe eines slovenischen landwirtschaft« lichen Blattes würde zahlreiche bäuerliche Landwirte be« stimmen, der Gesellschaft beizutreten. Das Blatt werde die Runde im ganzen Dorfe machen. Centralausschussmitglied Herr Murnil sagt. sein Antrag sei weit entfernt, den Iwecl zu verfolgen, das Erscheinen des Blattes zu verschieben Er glaube aber, es sei l,ur mit gegebenen Thatsachen zu rechnen, daher sei es nöthig, den betreffenden Antrag durch den Een« tralausschuss prüfen zu lassen Herr Secretär Kramer habe noch nicht erklärt, ob er das Blatt redigieren werde oder wer dazu bestimmt werden soll. Redner sagt, sein Antrag gehe durchaus nicht dahin, das Erscheinen des Blattes zu verschieben oder unmöglich zu machen, hätte er dies beabsichtigt, dann hätte sein Antrag ganz anders gelautet. Redner sagt. er habe bei seinem Antrage auch den Fall berücksichtigt, dass es nicht möglich wäre. einen Redacteur zu gewinnen. Sein Antrag sei falsch commentiert worden und wohl nur deshalb erklärt sich die weitgehende Debatte. Nlntralausschuss - Mitglied He^c Dr. P oklular M seiner Verwunderung «il^rucl, dass jetzt auf ein-ma! eine R^he von Klagen gege,. die Gesellschaft an. geMn werde., wo sichere Jahre ^n nicht das Mmdkste zu hbren war. Hevr D,vector ^^«>nec sei doch schon viele Jahr« b?i der. Genecaweliau...^ ' ^ der Landwirtschaft3«Gesellschaft anwesend, habe aber bisher niemals Anlass zu Klagen gefunden. Erst die in der hentigen Generalversammlung feitens des neu gewählten Secretärs eingebrachten Anträge haben Herrn Dolenec dazu Anlass gegeben. Sonderbar bleibt es immer, dass alles, was der Mann geschaffen hat, dem die Versammlung bei Eröffnung der Generalversammlung ein ewiges, ehrendes Andenken in ihren Annalen und in der Culturgeschichte des slovenischen Volkes votiert hat. der durch seine rastlose Thätigkeit bei der Landwirtschafts-Gesellschaft immer glänzen wird. nun plöh» lich nichts wert sein sollte. Eine solche Kritik hat dieser Mann sicher nicht veroient, und Undankbarkeit gegen einen verdienten Mann sei keine schöne Eigenschaft Redner sagt weiters, der neugewählte Secretär suche die Nothwendigkeit der Herausgabe des slovenischen Blattes damit zu begründen, um in demselben seine Vorträge als Wanderlehrer zu publicieren, damit auch die Landwirte anderer Gegenden, als wo dieselben gehalten wurden, davon in Kenntnis geseht werden. Dies. sagt Redner, wäre allerdings sehr wünschenswert, und er selbst habe Herrn Kramer ersucht, derselbe möge seine Vortrage in der „Novice" publicieren, leider ohne Erfolg. Das Blatt wird herausgegeben werden, wenn man die Mittel dazu haben wird. der Beweis für die Nothwendigkeit des Blattes ist jedoch heute nicht erbracht worden Die Kritik des neugewählten Herrn Secretärs über das bisherige Wirken der Landwirt-schafts'Gesellschaft sei eine herbe, ganz unberechtigte ge> Wesen, und Herr Kramer werde in 5 bis 10 Jahren selbst ganz anders urtheilen als heute. Der Antrag des Herrn M urn it in dieser Angelegenheit sei ein vollständig unparteiischer, denn das Präliminare des Herrn Kramer für das neue Blatt sei ein sehr optimistisches. Herr Kr am er erklärt, seine Instruction schreibe ihm vor, mit allen Mitteln für die Hebung der Landwirtschaft einzutreten und dies werde durch das neue Blatt, welches er selbst redigieren werde und für welches er schon bis nun über 30 Mitarbeiter zähle, erreicht werden. Herr l. l, Negierungsrath v. Fladung regt die Fragen an, ob sich der Antrag nicht in Collision mit dem § 16 der Statuten befinde, worauf Herr Kramer erwidert, der Antrag sei dem § 2 lit. d der Gesellschafts-statnten entsprechend, indem derselbe fixiert, dass die Gesellschaft berechtigt sei, periodische oder nichtperiodische Druckschriften zur Förderung der Landwirtschaft heraus» zugeben. Centralausschuss Brus« bemerkt zur Herausgabe des Blattes sei in erster Linie Geld nilthig. Wenn Herr Kramer als Wanderlehrer eine andere Bestimmung erhalten sollte, so werde er um 420 fl. nicht Secretär der Gesellschaft bleiben wollen, und wer Wird dann das Blatt redigieren? Zudem zähle die Gesellschaft Slovenen und Deutsche zu Mitgliedern, letzteren werde man auch Mit« theilungen zumitteln müssen, dies würde durch zwei Blätter auch zweifache Kosten verursachen, Die Mittheilungen weiden daher trotz des Blattes bleiben müssen, — Bei der Abstimmung wird der Antrag des H'rrn Kramer mit großer Majorität angenommen, wodurch der Antrag des Herrn Murnik abgelehnt erscheint. Es wird noch über einige Anträge der Filiale Assling berathen und hierauf die Sitzung um halb 1 Uhr geschlossen und die Fortsetzung derselben auf 3 Uhr an« beraumt. Nachmittags 3 Uhr ist die Generalversammlung nicht mehr beschlussfähig. -x- Die weiteren Anträge der Filialen werden von Herrn Murnik zum Vortrage gebracht, und werden j»ne mit Berücksichtigung der von einzelnen Mitgliedern zum Ausdrucke gebrachten Wünsche vom Centralausschusse erledigt werden, weil alle, mit Ausnahme eines, in die Competenz desselben fallen — (Aus den Nachbarländern.) Aus Graz schreibt man: Am Thalerhose bei Graz wurde kürzlich eine Marmorsäule zur Erinnerung an den im Vorjahre hier verstorbenen Grafen Theodor Auers-perg aufgestellt. Freunde des Verblichenen haben den Platz, auf dem derselbe den tvdtlichen Sturz gethan, erworben und dnrch die Errichtung des Denkmales bleibend gekennzeichnet. 21. Verzeichnis der Veiträge für das Monument des Dr. Hohann VleiweiS Ritter v. Trste-isti in llaibach. Herr Franz Modec. Handelsmann und ttlcmeindevorstcher in Grohoblat, 2 sl.; die Fräulein Laurie in Wroszolilal A fl, 50 tr.; Herr Ludwig Ocvar, l, t, Postadministlator in Die Bezichmig/l, zu den fremden Mächten l>iht »s weiter, sind freundschaftlich und herzlich, von all^n erhalten w>r Beweise der SympUhi,' und dcs Wohlwollens, die wir erwidern, indem wir di? Verträge sciüplllös beachten und stets eine klare, loyale, auf Aufrechterhaltung des Fri^ens und auf die Vrrwh« nung dcr internationalen Interesse« mit den allgenn'i, nen Interessen Europas gerichtete Politik befolgen. Die Vermählung des Herzogs von Genua mit rmer deutschen Prinzessin ist ein neues Pfand der Freundschaft beider Völker. Schließlich hebl oi<: Thwmrdt: hccvol, dass keine fremde M(,chl im Inncrn odcr außen mchr oi? vollste Freiheit d>'r Hcmdlnngi'l, dcr Deputierten behindert, welche ruhig ihre Aufgabe vollführen können. — Die Thronrede winde verschiedenem d N>»slii mit einer weihen, goldgestickten Schleife, welche die Aufschrift trug: ..Der Truppl-ndivisionär Kronprinz Erzherzog Rudolf" auf den Sarg nieder und folgte dem Leichenwagen bis zum osf.'lien Grab«'. Äerlili. 21. November. Die „Norddeutsche all-gemeine Zeitung" sagt bezüglich der höheren Holzzölle: Der Raubbau des Auslandes sucht auch b>'« der Fmst' wirtschaft die heimische Production todlzumacheli. Wir können, müssen sofM. wen» wr rationell wirtschaften wollen, die einzelne«? Zollpositionen des Holzes rrhöhrn, ohne zn befürchten, dass di? Differenz vollständig auf die deutschen Colisumeliten abgewälzt wird. Handel und Hiolkswirlschastliches. llaibach, 22. November. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen! 18 lassen mi! M'tteibs, 8 Waaen mit Heu und Ttrot,, 24 Wagen nnd 2 Schiffe mit Holz l18 Lubilmeter). i) u r H i ch li l i l s - P i c l', c. .^._ ^^, ......_^.^__^.^ Weizen pr.Hest"lü 7 «4 i) I^Vuttcr pr. Kilo . - H» —! — Kor« , 5 20 5 8? Eier ftr. Gtücl . . - 3- . Gerste (neu) „ 4 2!l 4 7-i Milch pr. Liter . . 8 ,-- Hafer „ 2 0.'j :^27,Rindfleisch pr. Kilo 56 Halbfnichl „ , albflcisch .. ^ H^dcn ^ 455 bM^chweinefleisch ., .^y Msc „ 5l)4 5 I^LchöMilfleisch „ 28 - Kuturuz „ 5ü:i 0 fi, 1,8 - l,k t><> ?'?" "^" »"«"t, I«, „ ,35. 50 ,3« - ,«,"" ^'aalslos« . . ,00 , ,71 7!^ 17« ^lurl, Vlolensenlc. ssluelsrei . 9» ?b »0 »l< Nn». AolbrtNlc «°/. . . . . ii8'45 UN «5 ' ,, ^ <"/«.... »4 ?s, »>> 40 ' Vavicllenle b"/,, .... «z ?s>, »4 «< » ^>!«!!d,.A»l, I^oss. ö.W.V, l.18 «0 18» l>l, » Stoat« Obl, Ulna, Ostb.) —-- ,,o- ' «, ,, " ^""> 3' """ !'->"' "» 5>0 ,» »'lamicn«?ln!. ^ lUUss.o.W. ,ii;75> iin^s. Vr^ Vicg,.^«» ft- - . IW50 10« 80 «lunde««!.. Obligationen llüi NX, fi.C,.^t.). z«^'böhmische.......,08 ^107- z,,° <"''>s"^n,chc....... n,4 - 105 - °,'Nute,oslc«»i,<, -'— ü.,°^"!cht....... ,u. - ,c.s.— ^'^»tüch« unb llivoiillHs , »>» — ,l, s>"/i> Tcmc^'as«Banaler , . «N 75 «? 7<> 5",« unga»i!chl ......»»-—l^o — Andere össcntl. slnlehen. Donail'Msq.'t'ose 5"/n 10N fi. .115 — 115-50 d!o. «nlcihe i»?X. Ncucrsrci , !0l! i!b — — Nnlehcn d, Etadlgcmcindc Wicn I0<^75 !UI 76 (Silbci odcr «rl!-,) , . . .-------—. Plam!en»Anl,b,E!ndtsscin,Vien 111! bc >l6 — Pfandbriefe (lül lliuf!.) Vodencl. allg. österr. 4'/,"/,G°Ib 118 75 lil,,s. tlo. in :',(» , „ 5"/« . —>—____ dlo. in 5,0 „ » 99 15, dto. in Ü« „ „ <"/^ . 9« »I, 94-z,, dto. ^rämien.SchuIdvel/,°/« Ii»U'—------- Ocfi.Uli^, Vanl vcrl, 5«^ . . i:,(, zn,ic« v3 ?s, Unss.aUg.Vodenclcbit Hclisnge<, in Pcst in »< I, vc,I. z>/,«/o . —-— - — Prioritäls »Obligationen. , «llisabclh'Wcftb.ihn I. «imilsion i»7»0 W — Nelbinaods^ioiddahil in Silb, Il>b 7?» 100 — ßvllnz Ie<>s ^'ahn.....luo »<< IUc> 7» ^aliz>!cht «all - «utwi« . Vahn , >>>>> N. t^ , <>,«/^ NO ?^> ,N, V^, bi 75 io2^s> e,cdcnc»!ig«.......!»0 k(> 91-— E>na<»l'«hn 1. smissiou . . . — — ,7?'—! E^lldbahn ^»"/«......>«-ko ,»n 7k ^5>°/,......«17 — ii« — Nng..«»!,». Vahn.....9» !»0 »2xo Diverse üose sp« Slils), fi......'78 5s, i?< — illash'^'ole 4N fi......, »7-7H z« 5l, 4"/, Donau'Dumvflch. >c»a ff, ,l<» — ,^c>5«, OjlNll !'c>!e 4« fi...... -.^ z>, 2,, Pa!f<0.^!c «< fi...... 3l— »5,75 Mudols.t'c'll 10 fi...... 1X75 I« - kalni'l'o!« 40 fi...... 5,..',y 5^ s, k t,»MlNl>i»'t'esl 40ss. . . . <«,5n 47,. Wal^Nc!N°l'l>le 8Oeftf!-l. Vanl l»u s>. . . nu zz n>,5,, Ban'.W^rlÜchafl, Wiencr «,u fi,____I____ «,',n,sv«>,n, W,!'nrs, lNO N. . , ,c».^!,,,., s,s, Bdncr..V!,!fi,Os<1,i!Wfl. A.«««/,, il»z . „4-. «idl..«nft. l- Hand u. «. luo ft. ^85 7«'x«!,,,. ,W ft. . ,?n ,5 ,7» 7s. '5l» c>sttci,l' , «ll^, ^'« ft, ... !lOl, _ ^/,5.0 Li'd'mpts Oes-, Niedcioss. 5na fi, f«s,y _ ^^, _ ^yrrtdclcnl!,. oft. ^»u fl. 2'."/«, «. ^. _ ^_ ^«,Nt>^b2Ill ost, i!!!0,>.O. .',«"/,H. _,_ __. , Qcftrr,..Un»,, «2»l.....«<» — 85.0 - !I»>c>Nb Äi," ,N,2Vt.-------— - Oi,'^" -.......-" - ^ !'- , . . 17«' 174 — „ A^Ndndi »uu ll , . . «»(, — l»4__ Billchtiehsodn Hisb, s»ao ff. llVi. »»i — «3« — (lit. 1!» «<»a fi. . 175— 177 — ^on.ill » Dampfjchiftnhn . Ges, O-N"-? 5"»N ^>,sl . . . . 573 — b?z^ — ' /" ioe — ic» Ü2 «07 «Kl08 — ,0 si. , . . ...^..------- ^,!»78z!0UN.S. 17Ü- !i7l>.. ,0^', s!. !5^l »<^.'l 2'!!^! ^I.,^ ,,l.ö.!lö. '—^— "—— »ad! '!, . . —— — «ajch^...............^ul)^. S, »4»- l«'b« »«emb<.l^'>izln«w.'^a!ju .'Icll. lion sl. 0 w. . . 1«« »s, isn 75 >»loyt>, ö>»,-unn, Ts!«si s.uoil. — Oefterr. Noid^'cstb. »uu fi. Gilb. 1»«'— ><»» 5/< d!l> ^!,», I!) XOU ft, Sllbtl ,,»!S50Il?50 „^ ' : r «tiscnb. '5.0fi.kilb. 4!»—. 5>c — !.n »l)U fi. Silber N!2 ?l> >«3 50 1 «tiil^b. Xl>l)st. b ,15,'/—>,.« — ^ > > ^ ' , , ,>,Ii» ^<,<, N, n, W, , !z^ 7s. .>»<'. lb klidbabn « fi. «ilvei . . . 185 — ,»«50 SUd'^lorbb ^«b..«,«ofi.«Vl, ><7 - 14» -Tbeih.»«hn l00 sl. «, W. . , «»no »47 — Ili,m»<,y.»ls.,Wl. I7u fi l. w. »1» l>0 »1« — wl., neu« 70 fi. . — — — — Ilanepoll,»f5 fi. l. W. , —'^ — — Nnl,,.fiali,, »illnb. ,c»^>fi. Silbn 1l8>— 15„ «> Ung. 9lolb°ftbahn »on fi. Sill,« lb? 7« lb^ 75. Unss,Wessb.s«!,<,b.<»r!l,)«<«>fi.«, l«i b« ie« — IndustrieActieu (pci Stücl», 1 ^ - ! W,ll»ft. — — — - ^cs. ic» st. . — — — — Devifen. Dcuticht Pläy>- ...... "- Par,« '. '. , . Petnsbulq......., — ^> — _, Valuten. Ducaten........ »»«5 »«7 «>>ftl»nc»'VtUcke..... »47 94« Silber......... — —_ Di-uÜchf sicichglxinlu^!«^, , . s<8 4^ l>8 bV lkalicyl-lilllNlüulljser, Nlomaüschcs, will! ,rsl,s ans dlni Munde. I sslacoi, "U lr (1004) 18 "lllMicin l'clicl)!, »virs! s,ür,rslis<»pulr'<:r mit aus^zcichnrlem "solq '.l»d lann es jcdlrmann wärmftrns anrmpfrhlcn. 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I. lln^oidnrt giwssslie drille ffsclüior Rcal» früliicllll!^ dcr Rraüiäl Urb.«Nr. b llä Hlrrfchajl ^.»ndslraß wird mit dcm vorigen An!)a„ge auf drn ! 13. Dezember 1882 iibclliayen. ! K. l. Äezirlsgericht ^ai'dstrah, a,n ! l,n August 1882.