Nummer 35. Petta». dt» 29. August 1897. VIII. IahrA»»s. erscheint jeden Ionntag. jjiei« für Pettau mit Zustellung int Hau«: viertelMrig st. 1.20, halbjjhrig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.B0, mit Postversendung im Inland«: Vierteljährig st t.4<1. halbjahrig fl. L.R1, ganzjthrig fl b.SV. — Einzelne Nummern lv kr. Schriftleiter: Jisef AelSuer, »llrrhcili,en,affr 14. — venoalt«»« und Verlag- W. Blank», Buchhandlung, Hauptplatz Nr. S. Handschristen werden nicht jurückgeslelll. Ankündigungen billigst berechnet. — Veitrtge sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Die „Reichs"-Tante. Seit der Beschluß der dentschen Abgeord-itrtfii in Böhmen, die AuSgleiäMonferenzen nicht »u beschicken, der gräflich Badenischen RegierungS-[mist einen dicken Strich durch die Rechnung machte, ist der offiziösen Presse der Faden aus-gegangen. Die Provinzosfiziöfen, denen der h. Geist der Inspiration nur äußerst selten naht und die daher deS „leitenden FadenS" entbehren, schreiben einfach die „Reichswehr" und daS „ssremdenblatt" ab. Was daS letztere betrifft, so ist es zumeist Organ des Ministeriums des Äußer» und es findet sich nicht leicht in den häusliche» Angelegenheiten EisleithanienS zurecht. ES ist zu vornehm, um die Kinderstube zu besuche», wenn da noch gewaschen, gekämmt und Wäsche gewechselt wird. Anders die „Reichswehr". Diese hat die Aufgabe der alten Tante, welche die henlknden und Unkenden Sprößlinge des Hauses mit dem Warnungsrufe: „Still, sonst kommt der Papa mit der Ruthe!" oder mit einem Bonbon von Mama einzuschüchtern, oder zu beruhigen beinüht sein muß, dazu ist sie fco. Dafür erhält sie Atzung und Kleidung und ein kleines Taschengeld für die »eigenen Bedürfnisse." — Würde sie diese Pflicht einmal versäume», dann würde sie von Pap« an die Lust gesetzt und der Rest wäre ein Frei-Plätzchen in irgend einer Versorgungsanstalt. Hie und da plaudert sie in Altweiberart ir» Mag nicht! von I. geltner. Darauf hatte Rohrbach geantwortet, dass er Fräulein von Eschenbach in. Umgange mit ihr studiert und hochschätzen gelernt habe und dass er stolz sei darauf, dass sie ihn lieb habe, dass er sich keinen Augenblick besänne sie zu heiratheu, wenn er mit GlückSgütern reicher gesegnet wäre. a>S er eö ist. Wenn Fräulein von Eschenbach den Kampf gegen Vorurtheilc ausnehme» wolle, die vielleicht grundlos feien, dann betrachte er daS als ein Glück, welches er niemals erhofft habe. — „XaS bitte ich ihr zu sagen Herr Rittmeister und noch daS. dass ich dieses Glück auch vollkommen würdige, aber dass ich selbst, wie Sie ivohl be-greisen Herr von Waldhausen, nicht mitkämpfe» will, kann und darf, ehe sie selbst mich nicht da» z» auffordert! Den» sie soll Herrin ihrer Entschlüsse bleibe», so lange eS möglich ist und kein voreilig gegebenes Wort dars sie binden! Ich halte mich durch diese Unterredung für so lauge gebunden, bis Sie Herr Rittmeister mir nicht eine« Tages sagen oder schreiben: „Dolly hat findet« entschieden!" Sie ist sast um die Hälfte >u»ger als ich und — war noch nicht in der Welt." — Alles das überlegte Rohrbach in seiner gegen-»artigen Lage und kam zu den Schluß, dajs für Tolly und ihn eine schwere Zeit anbrechen würde, von dem Augenblicke an. da ihr Vater um die jetzige Stunde erfahren würde.. Den ersten Kampf um ihre Liebe mußte sie Iklbsi bestehen, aber wisicn mußte sie, dass dieser gend ein Wort au«, welches Papa vertraulich fallen ließ und dann kriegt sie einen Rüffel. Im Ärger darüber keift sie dann im Kinderzimmer mit den mehr entwickelten, älteren Kindern deS Hauses, welche bereits die Schule besuchen und der alten Tante Kepbelei belächeln nud die Drohung mit der Ruthe verspotten. Wen» sie aber allzu unangenehm kreischt und den ältesten Jungen zumuthet, als die Gescheidtereu nachzu-geben und um deS liehen Friedens wegen ihr Frühstück mit den Nimmersatte», ungeberdig heulen-den und strampfenden Bengeln so lange zu theilen, bis für sie selbst »ichtS mehr übrig bleibt, oder ruhig zuzusehen, wie ihnen die gehässigen Range», welche man ihnen als „Brüderchen" nach und nach ins Kinderzimmer brachte, den besten Theil gewaltsam wegnehmen, dann erlebt die Alte den bitteren Schmerz, dass ihr die strammen Jungen offen ins Gesicht sagen: „WaS und gehört, gehört »nS und wenn uns noch einmal einer deiner Lieblinge mit den schmuhiaeu Fingern in die Schüssel sährt, so kriegt er Keile! Aus deiner Ruthe aber binoe Dir einen Besen, weise Tante, den Du zur nächste» Sonnenwende al« Reitpferd benützeu kannst!" DasS die Tante „Reichswehr" über solche Unbotmäßigkeit anßer sich geräth, beweist ihr jüngstes Gejammer und Gekeife, welches eines der offiziöse» Kinderniädchen den Deutschen zur Be-herziguug wiederholt: Die „RcieljSwehr" bespricht abermals den Beschluß der dentschen Abgeordneten Kampf nicht völlig aussichtslos sei. Er langte in seine Tasche, holte ein Portefeuille hervor, zog an« diesem eine Visitenkarte und schrieb darauf: „Ich liebe Sie Dolly." — Auch diese vier Worte wäre» in der krausen Schrift GabelSbergerS ge-schrieben und nun schritt er gegen daö Wegmacher-Häuschen, gab Lies die Karte und sagte ihr, dass sie dieselbe dem gnädigen Fräulein übergeben und, wen» Martl vorbeikäme, denselben zu ihn in'S Dorf hinüber schicken sollte. Dann gieng er »eben der Wörtschach weiter, ohne daran zu denken, sich z» verbergen. Er hatte keine Ursache mehr dazn, denn, indem er diese Karte benützte, hatte er einen Schritt gethan, der entweder in den nächsten Stunden alles zum Guten wenden oder ihn und Dolly für immer trennen ninßte. Vor wenig Stunde» hatte er nicht daran gedacht, eine von den wenigen Visitenkarten dieser Art so bald zu benützen. Jetzt hatte er sie fort, gegeben, um Dolly zu beweisen, dass er sie in dem Kampfe nicht allein lasse. ES war so mit einem Male über ihn ge-komme» und er dachte nicht daran, sich Rechen-schast darüber zu geben, ob das. was er gethan, nicht doch umsonst gewesen sei und ob er nicht ein Geheimnis preisgegeben habe, dessen Ent-hüllung ihm mehr Schaden als Nutzen brächte? Gleichviel, eS war geschehen und weil« eS vergeblich war, waS er gethan, »u» dann sollte Dolly wenigstens einsehe», dass er sie nicht allein stehen lasse» wolle im Kampfe um daS Recht ihres Herzens. Eine halbe Stunde mochte vergangen sein, als Fräulein von Eschenbach in Begleitung Böhmens, die AuSgleichS-Confereuz nicht zu beschicke» und widerlegt die Belianptuug der deutschnationalen oder dentschsortschrittlichen Blätter, wonach das ganze deutsche Volk in Österreich hinter diesem Beschlusse stehe. Im Volke selbst, so sührt daS Blatt auS, ma>, eine rechte Freude über das Scheitern der AuSgleichKbemnhungen nicht auf. kommen. Und daS sei mehr als begreiflich. Denn waS haben die Deutschen Innerösterreichs vom nationalen Kampfe zu erhoffen? Wo ihr Geltung«-gebiet vou slavischen Elementen bedroht ist, wie in Kärnten und Südsteiermark, da könne wohl »ur ein zäheS Festhalte« frommen, nicht eine un-duldsame Agitation, welche der Gegenagitation erst Leben und Kraft gibt. Das Festhalte» der nationalen Positionen sei aber sehr wesentlich be-dingt durch die Einflußnahme der Dentschen ans Gesetzgebung und Executive. Ein Parlament, in dem die Deutschen mitberathen, eine Regierung, die den Deutschen Wohlwolle» entgegenbringt, können de« Interessen der Dentschen nngleich mehr nützen, als die erbittertste Opposition, als die zäheste Obstruktion eS vermag. Wenn die Reichswehr unter da« „ganze deutsche Volk iu Österreich", welches hinter dein „Neinder dentschen Abgeordnete» steht, auch die Wähler BerganiS. Lnegers, LichtensteinS, Mittermayers. KalteneggerS, Ebenboch» und anderer „deutschen!" Abgeordneten dieser Couleur rechnet, dann mag sie Recht liaben mit ihrer Be-Häuptling, „dass in diesem Volke selbst eine rechte Martls auS der Au herüber nach der Brücke kam. Lies sah sie schon vou ferne und hielt die Karte bereit, um sie ilim zu übergebe», aber eh« die Brüder »och die Brücke erreicht hatten, hörte mau daS Rolle» eines scharf daher fahrend«» Wagens und dieser kam eben in Sicht, als Dolly und der Eretiu. der, »och immer mit seinem Prügel bewaffnet, hinter ihr herstampste, nach dem WegmacherhäuSche» zu abbogen. Lies eilte ihr entgegen und gab ihr die Karte u»d, einen Blick nach der Brücke werfend, sagte sie hastig: „Jestl, der gnä' Herr! Da is er schon!" Da war er schon und zwar nicht allein, sondern neben ihm saß Vetter Udo und machte ei» seelcuverguügteS Gesicht. „Hollah. da bist Du ja HerzenSbase! Wir schickten bereits sämmtliche Dienerschaft von Stall-egg nach Dir auf die Suche." rief er. während der Gutsherr die Pferde schars parirte und etwas ärgerlich ergänzte: „Ja und während Du Dich mit dem blöden Burschen herumtreibst, wartet Taute Marianne daheim auss Mittagessen." Jähe Röthe stieg in Dolly'S Gesicht und ihre Entgeg-nniig klang scharf: „Ich bitte zu bedenken, dass Du von Deiner Tochter sprichst, Papa und diese treibt sich niemals herum, sonder» wollte den Weg von Stallegg nach Eschenbach wieder einmal zn Fnß machen. Ich sürchte mich nicht, da siel» aber Martl einbildete, mich zu beichützeu, so ließ ich ihm daS Vergnügen." Sie wandte sich an de» Ereti» und sagte freundlich: „Grüß Gott Martl, ich dank Dir schön!" Der blöde Bursche küßte ihr de» Ärmel und gröhlte: „B'hüt schön Gott." Dann faßte er seinen Prügel fester und sah den, Gutsherr» Freude über das Scheitern der AusgleichSver-Handlungen nicht auskommen kann, weil diese Deutschen JnnerösterreichS vom nationalen Kampfe »ichlS erhoffen." Diese Weisheit hätte die „Reichs-wehr" gar nicht auszukramen brauchen, denn die um ihr Recht »ud ihr BolkSthum tämpfenden Teutschen achten die nichtdeutsch«» Gegncr, die ihnen im offene» Kampfe gegeiiüberstchc». nach dem altdeutschen Sprüchlein: „Viel Feind', viel Ehr!" als muthige Gegner, wenden sich aber allzeit mit Ekel von jenen ab, die „in die eigene Suppe spucken!" Was das „zähe Festhalten" betrifft, so hätte die „Reichswehr" davon besser geschwiegen, weil den Deutschen dabei sofort die gewisse Verordnung ans Grund deS 8 >4 des StaatSgrundgesetzeS einfällt, welche das Cillier slovenischc Gymnasium aufhob, die Classen aber weiter bestehen laßt. Zu der t'ou der „Reichswehr" als verwerflich be-zeich-iele ..unduldsamen Agitation" der Deutschen im „von slavischen Elemente» bedroht:» Geltnngs-gebiele" sind die tschechische» Schandthaten in Pilsen oie richtige Illustration. Von der Regierung, „die den Deutschen Wohlwollen entgegenbringt und die den In-»eressen der Teutsche« ungleich mehr nützt, als die zäheste Obstruktiv» eS vermag" zu sprechen, ist ganz »»nöthig, denn dafür spreche» „Eger" »nd „Asch" deutlich genug. Aber dass das Festhalten der nationale» Position sehr wesentlich bedingt sei durch die Ein-flnßnalnne der Deutsche» auf Gesetzgebung nnd Executive, davon sind die Dentschen über so fest überzeugt, dass sie sich diese Einflußnahme eben mit allen Mitteln zu sichern im Begriffe sind nnd weil man diese Ei»fl»ßnahme aus eine Ge-fetzgebung, welche ihnen Vae Festhalten ihrer nationalen Position für alle Zukunft verbürgt, int Bcrordnnngswcgc wieder zunichte machte, des» halb treibe» sie Obstruction und sie werden sie trotz der jesuitischen Salbaderei der „Reichswehr" und den im Hinterhalte liegenden dunklen Ehren-Männern, die vom nationalen Kampfe „nichts erhoffen", so lange treiben, als man ihre Ein-flußiiahme auf die Gesetzgebung durch Zwangs-Verordnungen ad nbsurdum führt. zornig i»S Gesicht, als wollte er ihn warnen. Dolly nochmals harte Worte zu geben. „Ei Onkel, es scheint, dass Dolly sich da gar keinen ichlcditen Beschützer gewählt hat!" lad)te der Rittmeister. „Sieh nur seine Fechterstellung." Vielleicht war es der Ärger über die scharfe Antwort Dolly'S, vielleid)t blos ein impulsives .Handeln, ohne weiteren Grund; der Gutsherr hob die Peitsche, als wollte er den Cretin ichlagen oder auch blos einschüchtern, aber die Pferde schiene» die Bcwtgttng anders zu deuten und machten eine» gewaltigen Satz zur Seite, den Wagen im Viertelkreise rückwärts sdiiebend, als wollten sie einen Anlans nehmen zum Durchgehen. Ehe sie aber ;um Sprunge einsetzten, hatte der Eretin aud) schon die Nasenriemen mit eisernem Griffe fest und mit einem gewaltigen Ruck rieh er die beiden Pferdeköpfe noch weiter herum, so dass sie gerade nach der Giebelmaner des Wegmacher-hä»Sd)e»s sahen: „Renn' Narr, wannst kannst! gröhlte er die Pferde an, während der GntSherr die ihm halb entglittenen Zügel schars anzog uud der Rittmeister, den ein sehr uusanfter Stoß bei-nahe vom Wage» geschleudert hätte, sich wieder ins Gleid)gewicht schob, vom Wage» sprang und die Pferde völlig beruhigte. Dann griff er in die Tasche und gab dem Eretin ein Silberstück. „Da Martl, Tu bist ein Teufelskerl Bursche uud id) bedauere den, der Dir unter die Fäuste kommt! Ter Bursche hat ja eine ganz unglaub-lidje ztrast iu seinen langen Arme«!" da»» zu Dolly gewendet: „Bist Du erschrocken, BäSchen?" „Natürlich," entgegnetc diese mit einem Blick ans ihren Vater. „Martl hat ein Unglück ver-hindert, denn die Pferde find erst kurze Zeit ein-gefahren und furd)tbar nervöS." — 2 — Der Fürstbischof in Pettan. Am Samstage den 21. August traf der h. w. Fürstbischof von Lavant, Se. Excellenz Dr. M. Rapotnik, mit dein Nachmittags-Schnellzuge au» Marburg iu Pettau ein, um Hunderten von Kinder« das Saerainent der Firmung zn spenden. Unter Salutschüssen und Glockengeläute fand der Empfang deS Kirchenfürsten am Bahnhöfe statt, wo sich zur feierlichen Begrüßung außer dem h. w. Zäcular- »ud Regnlarclerns der Stadt-pfarreu uud der andere« Pfarre». Herr k. k. Be-zirkshauptmauu Dr. AlfonS Ritter v. Scherer mit de« politischen Beamte«, der Gemeiuderath von Pettau mit .Herr» Bürgermeister Joses Ornig an der Spitze, Herr k. u. k. Major und Comman« dant deS 4. Pionuier Baun«., Josef Ritter v. Kraut» wald, mit der Ofsiziersdeputation, Herr k. k. BezirkSrichter Dr. Ignatz Pewetz, Herr k. k. Post-vermalter Jvh. Prohaska, Herr k. k. Bezirks-Sd)ul-Jnspektor Johann Ranner und die Ver-tretung deS Bezirkes Pettau eingefundeu hatten. Nach erfolgtem Einpfange zog der Kircheufürst in feierlicher Auffahrt durch die beflaggten Gaffe» nad) der altehrwürdigen Propstei-, Haupt- uud Stadtpfarrkirche, wo die Schuljugend in langen Reihen aufgestellt war. hinter denen sich eine zahlreiche Menge Stadt- und Landbewohner ge-sammelt hatte. Als der Wageil in Sicht kam, zog eine Schaar weißgekleideter Bübchen «nd Mägdlein, an der Spitze der Kreuzträger, dem hohen Herrii entgegen; an diesen Zug herziger Kinder schlössen sich weißgekleidete Mädchen und den Schluß mochten die auSwärtigt» Priester in Chorröcken und der prächtige Baldachin, unter dem der Fürstbischof seine» Einzug in die Kirche hielt. Als der Wagen in welche» er saß. heraukam und hielt, vertauschte Se. Excellenz den Hut mit dem Barret nnd. umringt von den weißgekleideten Mädchen, überieichte daS Söhnche» deS Herrn Apothekers Behrbalk, N. Beyrbalk und das Töchterchen des Herrn I. Fürst, Sabine Fürst, prächtige Blumensträuße und hielten sehr hübsch« Begrüßungsansprachen im Nanien der Jugend, was den Fürstbischof sichtlich erfreute. Von den weiße» Mädchen umringt und von den beid«n „Sd)vn gut, macht jetzt ei» Ende und steigt auf." brummte Herr von Esd)«»bach, „ich werde die Rader sdjirn zur Vernunft bringe»." Der Rittmeister half Dolly auf den Rücksitz uud schwang sich selbst auf den Vordersitz neben seineu Onkel, daS Spiel der Ohren beider Pferde sagte ihm. dass sich die Thiere nod> lange nicht beruhiget hätten und er wollte für alle Fälle bei der Hand sein. Die Pferde zöge» an und in schlankem Trabe aiengS vorwärts. Der Weg machte, wie schon ge-sagt, einen weiten Bogen um das Gut Eschen-bach, während ein Feldweg in gerader Richtung nach dem Wirtsd)astshose führte, den ein laug« gestreckter Bretterzaun gegen die Felder zu abgrenzte; ein zweiflügeliges Bretterthor bildete die Einfahrt in den Hof. Als fid) der Wagen der Abzweigung dieses Wege« von der Straße näherte, rief Dolly warnend: „Papa, fahre lieber auf der Straße Herrn» gegen das Hauptthcr, es sieht auch besser auS, als wenn wir durch den Wirtschafts-Hof angefahren kommen." Allein der Gutsherr schien nicht gewillt, den Rath zu befolgen und lenkte in den Feldweg ein. Dolly setzte sich auf ihrem Sitze fest und auch der Rittmeister schien besorgt, dass die Fahrt nicht glatt ablausen werde uud behielt die Pferde scharf im Auge. Dem Onkel die Zügel abzunehmen wagte er nicht, trotzdem alle Anzeichen dafür sprachen, dass die Pferde äußerst aufgeregt waren. Roch wirkten die beruhigenden Zurufe de» kutsdiiereuden Gutsherrn; das Hofthor war weit geöffnet, etwa fünfzig Sd,ritte noch und der Hof war erreid)t. Da trompetete ein wachsamer Gänserich am Hose dem heranrollenden Wagen entgegen uud seine ganze Schaar kreischte ihm zn, mit ausgebreiteten Flügel» durd)S offene Thor stürmend kleinen Blumenfpeudern begleitet, zog er. gefolgt von einer großen Menge Volkes, unter dein Baldachin in die Kirche, vor welcher eine hübsch arraugine Triumpspsorte errichtet war. In der Kirche hielt der Herr Fürstbischof vorerst eine Andacht und kated)isirte sodann die anwesenden Firmlinge, die seine Fragen stets rasch und präzise beantworteten, was den Kated)etei> ganz besonderes Lob Sr. Excellenz brachte. Sein Absteigquartier nahm der Fürstbischof in der Propstei. vor welcher später die Kapelle unseres Musik-Vereine» eine Serenade brachte. Der hohe Herr kain herab und dankte Hcrrn Kapellmcister Ludwig Schlichen hofer persönlich u:ib unterhielt sich eine Weile mit ihm in überaus freundlicher Weife. Die am Eingange in die Stadt zu Beginn der Ungarthorgasfe errid)tete Ehrenpforte trug eine deutsche, die Ehrenpforte vvr der Propstei-kirche eine lateinisdie, die vor der Minoritenkirchc eine slavische Jnsd)rift. Am Sonntage spendete der Fürstbischof die Firmung in der Propstei-, Hanpt- nnd Stadtpsarr-kirche, am Montage in der Minoritenkirche, an zusammen etwa 1400 Firmlinge. Sonntag empfing er die Besuche des Herrn k. k. Bezirkshauptmannes, des.Herrn Bürgermeisters, des Herrn k. u. k. Militär-, Station»- und Ba< taillouS-Commaudanteu. de» Herrn BezirkSrichterS, die er sodann erwiderte. Um 2 Uhr R. M. >var Diner in der Propstei, zu welchen, die Vertreter der Civil- und Militär-behörden, des Bezirkes und der CleruS geladen war. Wahrend de» Mahle« sprach der Kirchensürst seinen besonderen Dank für den ihm bereiteten Empfang und der Pfarrgeistlichkeit feine warme Anerkennung für ihr Wirken aus, gedad)le der Verdienste der k. u. k. Pionniertruppe bei der letzte» Hochwasserkatastrophe und ersucht insbesondere, der Bevölkerung seinen Dank für den liebevollen Empfang zu vermitteln. Der hod)würdige Herr Fürstbischof spendete am Dienstag das Sakrament der Firmung in der Pfarre Wrirmberg, am Mittwoch l» St. Urbani, am Donnerstag in St. Andrä W. B., am Frei-tag in St. Lorenzen W. B., am SamStag in Polenfchak, wird heute i« St. Margarethen und morgen in St. Marxeil die hl. Firmung und recht« und link« in die Wiesen zerstiebeud. DaS war mehr al« die ohnehin aufgeregten Pferde ertrüge«. Mit einem mächtigen Satze stürmte da» Handpferd rechts, das Sattelpserd mitreißend, davon nnd wenige Sekunde« später krachte der Bretterzaun unter dem Stoß der Deichsel, die gleichzeitig zersplitterte, zusammen. Herr von Waldhausen flog der Länge nach »r die Wiese, erhob sich aber sofort und siel dem wild um sich schlagenden Sattelpserd in die Zügel, während daS Haildpferd, am ganze» Körper zitternd, stille stand. ES hatte eine weite Riß' wunde an der Schulter. Der Gutsherr war unversehrt geblieben, aber Leichendlässe bedeckte sein Gesicht, als er sich umsah. Sein Kind, seine Dolly, lag regungslos hinter dem Wagen am Boden. Sie war herabgeschleudert worden oder in der Angst selbst abgesprungen und daS rechte Hinterrad war ihr über den Fuß gegangen. Knechte waren herbeigelaufen und befreiten die Pferde aus der argen Zerstörung, während der Rittmeister mit einem harte» Worte gegen den Onkel seine ohnmächtige Base wie ein ttind in die Arme nahm und iuS Schloß trug, wo ihn seine Taute mit einem SchreckenSschrci empfie»g. „WaS ist geschehe», Udo?" rief sie. die Hände ringend. „Ein Stück starrer Rechthaberei! Die Folgen eines verdammten: „Id) will nidjt!" zürnte der Rittmeister und fdi»auzte ein Dienstmädchen an, welche« laut zetternd: „Unser gnädiges Fräulein ist todt!" wie verrückt herumsprang. „Rufen 3ie lieber Frau Anna, anstatt zu heulen uud schicken Sie den Kutscher »ach einen Arzt!" Die Wirtschafterin kam die Treppe herab, blaß nnd zitternd. „Mein armer Liebling!" rief spenden. In der Pfarre Haidin wird der Besuch herrschenden Infektionskrankheit (Masern) wegen unterbleiben. Der Feft-CommerS der „Germania." Die akod. techn. Verbindung deutscher Hoch-schiiler au« Untersteiermark „Germania" feiert aui 7. »nd 8. September wiederum ihr Ver. brüdcrungSfest mit den wackeren StammeSgenossen ihrer Heimat. Diesmal ist eS die in allen Stürme» der deutschen Geschichte Österreichs be-währte Stadt Pettau, in welcher die obgenannte Verbindung beweise» wird, dass sie ihre Mit-glieder ganz in de» Dienst unseres edlen Süd-markvolkeS gestellt hat und dass eS gemeinsamer ivodeu ist, auf dem Alte »ud Junge stehen und kämpfen, gemeiiisanie Ideale, die Männer einen mit den jugendlich begeisterte» Scharen der alma mater. Es soll dort vo» beiden Seiten Anregung gegeben und genommen werden: DaS Philistertum soll fühlen, dass einst würdige Nachfolger sein Erbe übernehmen werden und der „Germane" wird in dem Vollbewußisein, dass seine Heimat-mark von treudentschen Männern bewacht ist, durch seinen freudigen, trotzigen KampfeSmuth die mitten im Streite stehenden Hüter der Batererde zu neuer Siegesgewißheit begeistern. Die» wird der am 7. September abends im Pettauer Casino stattfindend« FestcommerS beweisen. Wen» dort dann „Germanen" und deutsche Pettauer in Rede und Gegenrede ihre auf ein Ziel gerichteten Gefühle geäußert, die nationalen Trutzlieder und d-s altehrwürdigen „LandeSvater" Weihe die Gemüther begeistert, die Pettauer Stadtmusik für dir künstlerisch heiteren Genüsse der Besucher des CommerseS gesorgt haben, dann werden wohl Alte und Junge in dem Hochgedanken sich er-starken fühlen, dass dieses Land deutsch bleiben wird und muß. Am nächsten Tage wird nach ti»genommenem Frühschoppen eine Spritzfahrt in die äußere Grenzstadt gerinanischen Geistes, nach Frieda», die Festgäste. Friedaus wackere Se-wohner und die „Germania", vereinen. Dort findet cilxnds die Exkueip« statt, die sich zu einer Ver-briiderungskuiidgebung der hoffentlich aus den verschiedenen Gauen unserer Südmark eilige-»offenen Festgäste der Schwesterstädle Pettau und Frieda» und der in der Verbindung „Germania" vereinigten Söhne des steirischen Unterlandes ge-stalten wird. Möge dem echt deutschvolklichen Unternehmen der heimischen Verbindung „Ger- sie weinend. ..ich habe bereits ihr Bett gerichtet. Herr Rittmeister »nd werde Eis bringen. Bitte »ur hinauf in ihr Schlafzimmer, ich bin gleich da und werde sie auskleiden." „Na. wenigstens ein vernünftiges Geschöpf!" polterte Herr von Waldhausen und stieg mit seiner Bi'rde die Treppe hinan. „Bitte Tante, beruhige Dich doch nnd hilf Dolly auskleiden, das kann ich nicht besorge». Eine Quetschung jedenfalls und ci» furchtbarer Schmerz zur Äugst gerechnet, muß auch einen anderen ohnmächtig machen. Wenn sie ausgekleidet ist, werde ich den kranke» Wß verbinden, etwa« verstehe ich ja davon." Er legt« die leise Stöhnende ans das Bett nnd entfernte sich, um den Kutscher anzutreiben, »ach den Arzt zu eilen. Im Vestibüle begegnete er seinen Onkel. Der Gutsherr schien ganz gebrochen. „Wie istS mit chr, Udo? Lebt sie?" frug er schluchzend. „Doch, b-iuhige Dich nur, Onkel und nimm irgend eine Stärkung, Tu siehst zum Erbarmen aus," sagte der Rittmeister. „Eine Quetschung, denn das Hinterrad ging ihr über de» Fnß, jedenfalls warS vw* ei,, Moment, denn die Thiere raSten wie narrisch gegen die Planke und der Wagen ist lncht, so dass ein Bruch des Knochens nicht zn '»rchten ist. Wo habt Ihr den nächsten Arzt?" „Untcn im Dorf. Poldl soll eilen und wenn « auswärts wäre, ihm nachfahren nnd gleich mchcr bringen. Bitte Udo. besorge daS, ich. — id) schäme mich vor mir selber wegen meines ^tflcnsinmS," sagte der Gutsherr ganz gebrochen "id stieg die Treppe hinan. — 8 — mania" ein der Sache würdiger Verlauf und der erwünschte Erfolg darum beschicken sein, dass mit dem uns allen heute so nothwendigen Gedanken der idealen Gemeinbürgschaft aller Dentschen sich das volle Bewußtsein aller Theilnehmer am Feste verbinde, dass heute Alt und Jung. Philister und Student, die deutsche Untersteierniark »nd ihre „Germania" feststehen als gewappnete Macht gegenüber dem alte» Erbfeinde. Wochenschau. Die Consercnz, welche Graf Badeni geplant hatte, uni in Böhme» den nationalen Frieden an-znbahnen. wurde nach einem z» Beginn der Woche abgehaltene» Ministerrath abgesagt, wohl in» folge des Beschlusses der deutschen Abgeordneten, dies« Conferenz nicht zu beschicken. Dieser Beschluss der Deutschen war unter den gegebenen Verhält-niffen auch die einzig mögliche Antwort aus die Einladung zu der AuSgleichS-Conferenz des Herrn Ministerpräsidenten, denn heute handelt eS sich nicht mehr um die Schlichtung der nationale» Frage in Böhmen allein, sondern um die Existenz-frageder Deutschen in Osterreich und diese Frage wird weder im böhmischen noch in einem anderen Land-tage sondern im Reichsrathe entschiede» werden. Offiziöse Drohungen wegen der Ablehnung der Theilnahme an der Conferenz lassen die Deutschen vollständig kalt nnd auch ein über deutsche Ge« genden verhängter AuSnahmSzustand würde diese Stimmung nicht ändern, ebensowenig wie die Unver-schämtheiten der offiziösen „Reichswehr", die einstweilen ad nntsm genommen werden. Eger und Asch und was damit zusammenhängt, sind noch lanae nicht geeignet, die Deutschen in eine „Ascher-Mittwochstimmung" zu versetzen, eher in eine „BlaumontagSstimmung" und waS bei einer solchen für Stänker wie die „Reichswehr"-Männer herausschaut, dürfte dem mit alten Spitalswitzen sich behelfenden Reptil wohl bekannt sein. Es wird immer netter? Am 21. d> M. wurde vor dem Schwurgerichte in Prag ein Ehrenbeleidigungsprozeß eines LederhändlerS gegen einen tschechischen Redakteur verhandelt. Der Ver-theidiger deS Redakteurs, der jungtschechische Dr. Baxa, war nicht erschienen und konnte auch nicht gefunden werden, daher stellte der Vertreter deS Klägers den Antrag, die Verhandlung durchzu-führen. Aber er hatte den Antrag in deutscher Sprache gestellt und darüber erhob sich auf der Als er den Vorsaal betrat, kam ihm seine Schwänen» entgegen, völlig verstört. „Wie ist'S Marianne?" frug er tonlos. Diese sah ihn, fast verständnislos in« Gesicht und deutete nach der Thüre linkS: ..Anna ist bei ihr und macht EiSumichläge. Sie klagt nicht. daS arme Kind. Ach Schwager. eS ist entsetzlich!" Damit hielt sie die Hände vorS Gesicht und wankte durch die zweite Thüre nach ihren Zimmern, dort warf sie sich auf eine Ottomane, vergrub ihr Gesicht in beide Hände und weinte bitterlich, stundenlange. „Gnädige Frau! Nicht weinen, der Arzt sagt, eS fei keine Verletzung deS Knochens, blos eine schmerzhafte Quetschung. Sie frug schon zweimal nach Ihnen, das gute Kind! Oh geduldig ist sie wie ein Enqel. Beruhigen Sie sich nur gnädige Fran und essen Sie doch zuerst etwas, e« ist ja schon fünf Uhr und seit dem Frühstück haben Sie nichts genossen. Ich werde hier decken und nach dem Speisen werden gnädige Frau zu ihr gehen. Gelt so istS recht? Nicht weinen!" Frau Anna wars, die »eben ihr stand und sprach, während sie ihr beide Hände küßte. Frau von Waldhausen erhob sich und jetzt sah die Wirtschafterin ihre rothgeweinten Augen. „Ach ja. gnädige Frau, das hat ihr gefehlt, eine Mutter, der sie vertraue» könnte, was sie Nie-mand sonst vertrauen will." „Ist'S doch so Anna? Reden Sie! Hat sie ihn wirklich lieb?" frug Frau von Waldhausen tonlos. „Ich weiß eS nicht gewiß, aber ich glaube Geschworueubank sofort ein Sturm tschrchisch-na-tionaler Entrüstung. Trotzdem der Vorsitzende versicherte, dass der Vertreter des Kläger« nicht so viel tschechisch verstände, um feinen Clieute» wirksam zu vertreten, schrien die Geschworenen: „Er soll tschechisch reden! Das ist eine Frechheit! DaS ist eine Schmach! Er hätte nicht herkomme» sollen!^ Selbst die Zusicheruug des Vorsitzenden, dass die Ausführungen des Vertreters des Klagers in« Tschechische übersetzt werden solle», hal'e» nichts, die Geschworenen lärmten fort uud da Dr. Baxa nicht erschien, wurde die Verliaudlung vertagt. Den tschechischen Geschworenen sind jede», falls die badenijchen Sprachenverordnuiigcn zu Kopf gestiegen und so haben sie in ihrem Dusel anstatt nach Recht und Gewissen zu urtheilen, den Schwurgerichtssaal für eine „Ueseda" gehalten und den de»tschsprechende» Klageanwalt insultirt und beschimpft. Ungleiches Maß. Der Deutsche VolkStag in Asch wurde verböte». Das tschechische Sokol-fest inPilseu wurde erlaubt. Die tauseude Deutsche», welche nach Asch gekomrne» wäre», um die Lag« ihres Volkes zu bespreche», mußten, um überhaupt beisammen bleibe» zu können, über die Grenze gehen. Eine Volksversammlung, Rede», durften aber auch drüben nicht gehalten werden aus freundnach-barlicher Rücksicht. So zogen 16000 und mehr Mensch«,! wieder zurück gegen Asch. An der Grenze aber wurde» sie vou Polizcibeamlen und Gendarmen empfange», welche die Aufforderung an sie richtete», ruhig z» sei», keine Lieder zn singen und in kleinen Gruppe» zu ziehen. AIS ob das bei einer Menge von 15000 und mehr durch das Verbot erregter Menschen sofort möglich wäre. Wie lange müßte» den» die Hintersten stehen bleibe», bis die Vordersten in kleinere Gruppen getheilt weiterziehen können? Wer will denn einen Zug von vielen Tausenden, von welche» die rückwärts Gehenden naturgemäß vordrängen, um zu erfahre», was vor»« loS sei, in kleine Gruppen ordnen? So entstand waS unvermeidlich war. Die Vordersten wurden vo» der bewaffneten Macht zurückgehalten, die ^Hinterste» drängte» nach. Die Explosion ivar fertig. Wer hat sie verschuldet? — Und wen» e« schließlich, — was nur durch die kühle Besonnenheit und daS taktvolle Venehmen der Offiziere dcheS Entgegenkommen. Sie haben dasselbe in Pilsen dankend qmttirt, vb Graf Badeni diese blutbefleckte Quittung deS tschechischen Janhagels iu Pilsen nicht mit einem verbindlichen Lächeln in die Tasche schob? — Nun wer zuletzt lacht, lacht besser. In Pilsen war dir Staatsgewalt blos durch ein paar Polizisten vertreten, den» die Tschechen siud ja viel friedlicherer uud harmloserer Natur als die Deutschen! Sie kam auch bald zum Durch-bruche, diese friedliche Natur der Neuhnssiten, den diese machten alsbald förmlich Jagd aus die Dcntschen und zur Besänftigung der lieben tlerle mußten nach und »ach 12 Compagnien Infanterie, 4 Compagnien Jäger »nd eine Schwadron Dragoner anfgebote» werden. Um halb acht Uhr abends herrschte völliger Aufruhr in Pilsen, auf dcn Straßen waren die Deutschen ihres Lebens nicht mehr sicher. Ei» deutscher Student, am Corpsbande er-kenntlich, wird vom tschechischen Pöbel halb er. schlagen; ein tschechischer Polizist schaut zu und sagt kühl: „Ist ja nur ein Deutscher, hant ihn nnr nieder!" — Nach dieser Heldenthat zog die Meute 2—3000 Mann stark zur dentschen Handels-schule, zur deutscheu Realschule, zur EchulvcreinS' schul»', zum deutschen HaiiS, zur deutschen Turnhalle und zertrümmerte sämmtliche Fenster. Und die Behörden? Die waren nicht da, nicht der Statthalteirath. nicht der Polizeiches, nicht der Bürgermeister, die Bezirkshauptmaniischast schickte zurrst drei Mann Gendarmerie und erst als da» ZerstörungSwerk vollbracht war. requirirte sie Militär und der BezirksCommiffär Bouma meinte: ..Da sind die Deutschen selbst daran schuld!" — Am selben Tage mißhandeln drei tschechische Jäger ans Rcichenberg deutsche Frauen und »volle» einen deutschen Kutscher zwinge», dass er sie mitfahren lasse. Auf seine Weigerung versetzen sie seinem Brnder einen Bajonnetstich in den Lfib uud gehen gegen die herbeigerufenen Gen« darineu los und beschimpfen die Herbeieilenden „deutsche Hunde." Tschechische Brüder nehmen sich der Jäger an, eröffnen ein Steinbombardemeut auf die Gendarmen, vereiteln die Arretierung und verhelfen de» drei Helden zur Flucht. Zweierlei Maß! Für die Deutschen die Peitsche, für die Tschechen den Zucker. Und im böhmischen Landtage wollte Graf Badeni dcn „Ausgleich" mache» lasten? Eine blutige Ironie, die vou den Deutschen Böhmens richtig beant-wortet wurde. Die Antwort des ganzen deutsche» Volkes wird er erst im Reichsrathe erhalten uud — 4 — sie wird so klar und präcise lauten, dass auch sein Nachfolger nicht mehr zu fragen braucht, waS denn die Deutschen eigentlich wolle»? Einstweilen ruhig Blut uud geiiane Buch-sührung für den Tag der Schlußabrechnung, an dem »euu Millionen Deutsche in Österreich ihr Guthaben aus de» letzten zwanzig Jahren fordern werden und fordern müssen, wenn sie nicht für alle Zukunft dem politischen, kulturellen und nationalen Bankerott verfallen wollen. Pettauer Wochenbericht. (Znspijierung.j Montag den 23 d. M. traf der Herr Hosrath »nd FinauzlandeS-Director Franz Schmidmayer in Pettau ei» und inspizierte daö k. k. Hauptsteueramt und die Steuerabtheiluug der k. k. BezirkShauptmannschaft. machte auch errii Bürgermeister Ornig einen Besuch im tadtamte und reiste mit den, Schnellzuge am Nachmittage wieder weiter. ipcllauer üindcr.) Sie brauchen nicht allzu p ' fti im Verhältnis zur Einwohnerzahl meist iiiil .i» sehr bescheidenen Perzentsatz bilde», insere Vie aseudcin .^»erstadt Pettau ist ihnen .» dieser R..ytung weit über. Nicht nur. dass die Asseutlisten der Einheimischen seit Jahren eine TauglichkeitSMer ausweisen, welche bi« zu 50 van 100 steigt »nd der Befund „tauglich ohne Gebrechen" sehr oft verzeichnet erscheint, Pettau ist ein sehr fruchtbarer Boden für OsfizierSuach-wuchs. Das sieht ma» während der Ferienzeit, in ivelcher die schmucke» Cadetteuschüler sich bei Muttern erholen, täglich, so oft, daiS e» gar nicht mehr auffällt. Eine ganz erkleckliche Anzähl „Pettauer Kinder" trägt bereits daS goldene Portepee und solche, welche die nächste Ä»,Ortschaft darauf haben, stehen auch in Reih' uud Glied. Jedes Jahr bringt der Armee Zuwach» von Pettauer Kindern als Berufsoffiziere und Cadetten. Auch Heuer wurde» außer dem als OfsizierS-Stell-Vertreter zum 44. Juft.-Regt. eingereihten „Liebe« nauer Ersten", Herrn I. Murko. zu Kaisers Ge-burtStag die Pettauer: AlfonS Sucher als Lieutenant zum f. u. k. 3. Piouuier-Baon., AlfonS PoSkoschill als Cadet-Osfiziersstellvertreler zum 78. Jnft.-Regt., Ct:o Wiesinger als Cadet-Offi-zierSstellvertreter zum 9t. Jnfi.^Regiment und du Cavallerie-Cadettenschüler Ludwig Kofler und I. Perko alS Cadet Wachtmeister zum k. u. k. 3. Dra-goner-Regimente ausgemustert. (Der Gastivirthe Verdandstag in pettan.) Zu dem am 14. September d. I. in Pettau stattfindenden Verbandstage des steiermärkischen Gastwirthe-BerbandeS wurde», wie uuS mitgetheilt wird, bereits die Einladungen versendet und die Verbands-Genosfeuschaften sowie die Mitglieder und Ehrenmitglieder eingeladen, so dass ein zahl-reicher Besuch iu Aussicht steht. DaS Programm ist ein sehr umfangreiches. Außer der im Casino-saale zur Verhandlung gelangenden TageS-Ordnung, die um 10 Uhr Vormittag beginnt, ist am selben Tage auch der Besuch verschiedener Kellereien PettauS in Aussicht geuoinmen uud abeuds eine Weiükostprobc im VolkSgarten, welcher dann das Festessen im Schweiz,rhause folgt. Am Mittwoch den 15. Sep'.ember werde» sodann die Theilnehmer am VerbaiidStage Ausflüge in die Weingebirge der Umgebung vornehmen. Herren, welche sich am VerbandStage betheiligen und auch am Diner theilnehmen wollen, können daS entweder der Verbandsleitung, Graz Kosakengaffe 8, oder beim Herrn Obmanne der hiesige» Äastwirthe-Genossen-schaft, Jgnaz Roßmann, bekannt ßeben. In der Tagesordnung ist unter Punkt 4 die „Prämiiruug der Gehilfenschaft" angesetzt. Gehilfen und Gehil-sinnen, welche durch 10 Jahre ununterbrochen in einem und demselben im Verbände stehenden Ge-schäfte gedient haben und Anspruch auf die Prä-nliirung macheu, haben sich beim Vorsteher der hiesigen Gastwirthe-Genossenschaft. Herrn Jgnaz Roßmann, Casvtier, anzumelden. (Zum Strassrnrennen de« pettauer ttadfihr-Vereines.) Wie un« mitgetheilt wird, ergab die Ausschreibung deS internationalen 50 Km, Stern-Straßenrennens am 29. August d. I durch den Pettauer Radfahrer-Verein nachstehendesNeiinungS. Resultat: 1. A. v. Städter vom Wiener Rad-fahrer Club „Stern". 2. Sorlini Fr.. Wara«. diner Radfahrer-Club „Sloga". 3. Joses Krulz und 4. Guido Wiukler deS Pettauer Radfahrer-Vereines. 5. Hermann Prosch, Marburger Rad-fahrer-Bereiu „Wanderlust", 6. HanS Rischncr, Cillier Radfahrer-Verein, 7. A. Walter. Grazer Radfahrer-Club. 8. I. Traunik, Marburger Rad-fahrer-Vercin. 9. Fritz Hoppe. Cillier Radfahrer-Verein, l0. N. GrimS. 11. N. Krefl und 12. N. ErkeiiSpauger vom WaraSdincr Radfahrer-Berein. (3nr heurigen Theater-Saison.) Wie uns mitgetheilt wird, ist der Vertrag mit der Theater-Direktion für die nächste Saison definitiv abge-schlössen und wird Herr Oskar Gärtner, der beste Schauspieler im vorjährige» Ensemble, die Direktion führen. Herr Gärtner hat sich entschlösse», blos Schauspiel. Lustspiel. Volksstück und Posse in ge-funder Abwechslung zu cultivieren und wir können diese» Entschluß nur gutheiße», den» gute Operetten-fräste kann die Direktion einer kleineren Provinz-bühne weder bezahle», noch überhaupt bekommen, denn die gute» finden auf größeren »nd großen Bühnen leicht Engagement und Operetten, wie sie die vorige Saison brachte, sind schon das reinste Trauerspiel, bei dem die Direction jammert, das Publikum sich ärgert uud die unbezahlten Dar-steller blutige Thränen weinen. Vor solchem „Kunstgenuß" bebüte der Herr un« heuer in Gnade». Und früh soll heuer die Saison beginnen, früher als fönst; die Direction Gärtner will am 16. October bereits mit einem Hauptschlager vom Deutschen Volkstheater in Wie» die Saiion ein-leiten, mit dem SensatiouS VolkSstück „DaS grobe Hemd" und hat dann vor, „Comtesse Guckerl", „Re-uaissance",„DaS Recht". „Trilby", „GlückSuarrcii". „Die goldene Eva". „Rabenvater" ic. der Reihe nach in Szene gehen zu lassen uud zwar, wie u»S versichert wird, mit einem tüchtigen Ensemble. Als Neuheit wird die Direktion Gärtner ein „Sperrsitz-Abonnement" einleiten, wodurch dem Stammpublikum Gelegenheit gegeben ist. die ihr zusagendste» Sitze für die ganze Saison festzulegen, ein Umstand, der manchen bewegen ivird, ein Abonnement abzuschließen, weil es eine ganze Reihe vou Vortheilen bietet. Wir wünschen Herrn Gärtner, dcn wir als einen sehr strebsamen, ver-ständigen und routinirteu Schauspieler kennen lernten, Glück zu seiner Direction uud sind über-zeugt, dass, wenn er bemüht ist, GuteS zu bitten und sich von Experimenten fernehält, die aus einer Provinzbühne nur selten gelingen, auch daS Publikum das Seine thun und mit dem Besuche nicht kargen wird. Denn schließlich und endlich erlahmt der Eifer deS besten Direktors und die Liebe zur Sache der vorzüglichsten Künstler, wenn sie wocheiilaiige vor leeren Häuser» spielen. (Außerordentliche Hauptversammlung.) Die Genossenschaft der Gastwitte hat für heute Nach-mittag im Hotel WoiSk eine außerordentlich« Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung einberufen: 1. Berathung und Beschlußfassung über die Gründung einer Collectiv-Geiiossenschast für den Gerichtsbezirk Pettau an Stelle der der-malen bestehenden verschiedenen Genossenschaften mit dem Sitze in Pettau. 2. Allfällige Anträge. (Die ÄchuldirurrkkUe an der Mtischcn Knabenschule) in Pettau ist ausgeschrieben und bis heute hat sich gerade ein Dutzend Compctente» gemeldet. Man sollte nun meinen, dass eS ge-nügend sei, eine solche Stelle auszuschreiben, dic Gesuche zu prüfen uud den Geeignetste» unter dei' Bewerbern den Posten zu übertragen, was dcr Stadtschulrath, dessen Mitglieder sicherlich dt» Befähigung und Urtheilsfähigkeit dazu besitzen, um ans so und so vielen Bewerbern den Geeignetsten herauszufinden, „ach unserer Meinung auch prompt besorgen wird. Eine StimmnngSmachcrei abcr, wie sie in der „Grazer Tagespost" versucht wird, halten wir für recht überflüssig und zwar schon au» dem Grunde, weil der Sladljchulrath sich durch solche EtimmungSniacherei weder lieeinflnsseti lassen darf, noch auch betiufliiffen lasse» wird. Derlei StimmungSmacherei wird gewöhnlich nur vor der Besetzung eine« hohen Postens in der Unterrichts-Verwaltung gemacht, welchem ein großer Einfluß auf die Schulangelegenheiten eines ganze» Landes eingeräumt ist. Ein Schuldiener aber muß zwar ei» braver, tüchtiger Mann sein, aber eine» Ein-fluß auf die SchulverMtnisse wird ihm der Stadt-schulrath kaum gestatten. («in Jnhruicrk in die Drau gtUnrjt.) Am vorletzten Sainsta., den 21. d. M, kam der Knecht BlasinS Kokot mit einem zweispännigen Fuhr-werke, der Maria Reisinger auS Biuua gehörig, gegen 3 Uhr Nachmittag an die Drauföhre »ächst Ankenstein, um auss andere Ufer übersetzt zu werden. Da infolge nöthiger Reparaturen die Geländer von der Fähre abgetragen wäre», hatten die Fährmänner Lei: strengen Auftrag zur äußersten Borsicht, Das (StipaHii wurde auf die Fähre gebracht und diese setzte sich in Bewegung. Allein wenige Meter vom U' r entfernt, wurde» die Pferde unruhig und h ängte» »ach^ rückn >.rtS. bis der Wagen über den Rand der Fahre rollte und die Thiere mit sich in den angejchwollenen Fluß riß. der Pferde und Wagen verschlang. Erst tausend Schritte stromabwärts wurde das Gespann ans Ufer gebracht, allein die Pferde waren er-trunken und der Wagen stark beschädigt. Ein Menschenleben, ivie beim letzten Unglücke an der Fähre, gieng nicht zugrunde^ (Jür rinrn anten Rath.) Am Freitage Vormittag fand der Taglöhner Johann Slofie im Brantweinladen am Minoritenplatz, nachdem er ein Frackerl hinter die Binde gegossen hatte, dass der Besitz einer TaschennHr noch lange nicht dcn Gentlemen mache, wenn man nicht daS^ nöthige Kleingeld dazu habe und er sprach die Absicht aus, seinen Chronometer zu versilbern. Jakob Taschner, der ebenfalls ein Stamperl Unfallversicherung trank, rirth ihm entschieden von solchem leicht-sinnigen Thun ab. den» wer eine Uhr besitze, wisse wenigstens wie viel es geschlagen habe. Taschner hatte zwar keine Uhr. erfuhr aber so-fort, dass es geschlagen habe, wie viel kann er nicht angeben, denn Stofiü schlug eine ganze We>le ans ihn los, ohrfeigte ihn abwechselnd und warf ihn dann gegen die Mauer, dass sein Gesicht sehr jämmerlich aussah. Als der Wachmann in Sicht kam, conccntrirte er sich aber so schnell nach rückwärts, dass er nicht sofort dingfest gemacht werden konnte. Die Strafanzeige wurde erstattet und so wird der Mann später Gelegenheit er-halten, sich von seiner eiNge» Flucht im Kühlen auszurasten. (Gefundene Gegeugände) Beim Stadtamte Pettau erliegen folgend als gefunden abgegebene Geldbeträge und Werthsachen schon seit längerer Zeit deponirt, deren Verlustträger sich bisher nicht gemeldet haben: 1. Ein Geldbetrag von 20 fl. in einem Gebetbuch. 2. Ein Geldbetrag von 10 fl. 3. Ein Geldbetrag von 10 fl, 4. Dreizehn Geld-taschchen mit verschiedenen Geldinhalle. 5. Vier silberne Armbänder. 6. Eine Brosche auS Gold. 7. Ein Kaffeelöffel auS versilbertem Metall. 8. Ein Zwicker mit schwarten Gläsern. Die Verlust-träger können diese Geldbeträge und Wertsachen gegen gehörige Nachweisung ihres Eigenthums-rechtes beim Stadtamte in Empfang nehmen. (Gefunden) wnrde am Wege zum „Pototsch-nik" in der Gemeinde Kartschowina ein silbernes Armband. Der Finder Joh. Malek, Zimmermann auS Hirschendorf, hat den Fund beim Stadtainte deponirt, wo ihn die Verlustträgerin abholen kann. (Verloren) wurde aus dem Wege zum Gast-hause „Friedl" tu der Kartschowina ei» goldenes Armband, der ehrliche Finder wird ersucht, den Fund gegen gute Belohnung am Stadtamte ab-zugeben. (Schenk Pferde.) Am Dienstag fuhr der Knecht deS GastwirtheS Hr. Wratschko mit einem mit leeren Biersässern beladeneil Wagen durch die Allerheiligengasse und Brondgasse über den Mi- noriteuplatz. wo eineS der Fäsier vom Wagen herab unb den Pferden unter die Füße rollte. Die Thiere, dadurch scheu gemacht, rannten gegen daS Leposcha'sche Magazin und wurden hier von dem Himmerman» A. Kukowetz »nd Jakob Kuhar ausgegangen nnd festgehalten, wobei sich Kukowetz eine Rißwunde an der linken Hand zuzog. (Fe»ert>kreitschaft irr freiwilligen Feuerwehr) Für die lausende Woche hält der II. Zug und die II. Rotte Fenerbereitschast. Zugsführer Bellan, Rottsührer Reisinger und acht Mann. Feuermeldungeii sind auf der Zentralstation in der SicherhcitSwachstnbe im RathhanS zu machen. Vermischte Nachrichten. (3. o rasch beliebt wurde. Dadurch hat sich Jeder gern an ihn gewöhnt und wird er häusig ganz pur ge-trunken, zumeist aber al» bester Zusatz zum Bohnenkaffee verwendet. Keine Hau»frau, die die« noch nicht gethan, säume länger, den gesundheitlich so werthvollen und ge-schmacktich so vorzüglichen echten Kneipp-Kaffee einzuführen. Doch sei sie auch gewarnt, da vielfach minderwerthige Nachahmungen in gewinnsüchtiger Absicht und in aus Täuschung berechneter Verpackung dem Käuser aufzudrängen versucht !»erden. Natürlich entsprechen diese dann den Er-Wartung,", nicht, die mit Recht au den echten Kathreiner-schen Lneipp-Malzkassee gestellt werden, Borsicht beim Ein-kauf ist daher im eigenen Interesse nothwendig. Man ver-lange auödrüMlch und nehme nur den echten, allein mit Bohnenkaffeegeschmack versehenen Kathreiner'« Kneipp-Malz-kaffee in Lriginalpakelen mit dem Bilde de« Pfarrer» Kneipp und dem Namen Kathreiner. Jede andere Marke oder offen zugewoaene Waare weise man entschieden zurück. Bon böswilliger Seite wird die Nachricht zu verbreiten gesucht, das« fett dem Tode Pfarrer Kneipp'« dieser Malz-kaffee nicht mehr erzeugt werde und an dessen Stelle ein andere« Fabrikat getreten sei. Niemand lasse sich durch diese völlig unwahre Nachricht täuschen, denn wie wir früher einmal mitgetheilt haben, hat die Firma kathreiner für ewige Zeiten vom hochseligen Herrn Prälaten Kneipp da» Recht erworben, feinen Namen und sein Bild al« Schutzmarke führen z» dürfen und wird der allein echte Kneipp-Kaffee wie bisher in gleich trefflicher Qualität in den Handel gebracht. «Et Echte unverffllsohte ausländische • WEINE* PORTWEIN, SHERRY, MADEIRA, MARSALA, MALAGA, TARRAGONÄ. BESTE EINKAUFSQUELLE. DEPOT BE! HERREN BRÜDER MAURETTER. gy Wichtig für jedes Haus! Stahl-Draht-Matratzen, die besten Betteinsätze der Welt, liefert billig die I. Steirische lJrahtrnatratzcn-Mnnu-factur, K. akotter, Marburg a. d. Drau. QC Preislisten frei. Eisenmöbel-Bettwaaren. 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DaS Commando des k. u f. 4, Pionnier-BataillonS in Pettau hat in Ausführung der demselben übertragenen Vollmacht zur Regelung der Floßschiffahrt auf der Drau während der übnnaSdauer daS Stadtamt er-sucht, kundzumachen, dass während der großen Übungen an entsprechenden Uferpunkten der Drau Stromwadje» aufgestellt werden, welche die ström-abwärt« kommenden Fahrzeuge zum Landen auffordern und denselben hie Landungsplätze anweiseil werden. Die Führer der Fahrzeuge tverden im eigenen Interesse aufgefordert, den Stromwad)?» «»bedingt Folge zu leisten. Stadtamt pettau, am 24 August 1897. Der Bürgermeister: J. vrnig. Geschäfts-Anzeige. Beehre mich, hiermit einem p. t. Publikum ergebenst anzuzeigen, dass ich das Friseur-Geschäft des Herrn C. Marinkovit in Pettau, Hauptplatz Nr. 2. käuflich erworben habe und dasselbe unter meiner Firma FRANZ PAVLIÖ Friseur und Raseur weiterführen werde. Durch meine Fachkenntnisse, die ich mir in verschiedenen Grosstädten erworben habe, werde ich stets in der Lage sein, das hiesige p. t. Publikum zufrieden zu stellen. Erlaube mir zu versichern, dass ich bei guter Bedienung, reinlichem Betriebe und streng hygienischer Behandlung des Locales, zu mässigen Preisen arbeiten werde und bitte um zahlreichen Besuch. Die feinsten Parfumerien und Toilettegegenstände sind stets am Lager. Hochachtungsvoll Franz Pavlid Friseur und Raseur. Brüder Mauretter offerieren frisch angekommen: Ima. Ementhaler, Halbementhaler, Roquefort, Imperial. Bierkiise, Liptauer. Schwarzen- berger und Calinecer, Eohta ungarische und Veroneser- Salami) Extrawurst, hraunwhweiger, immer frischen gekochten und rohen Präger* Schinken, sowie alle Gattungen Würste. Rother Wein, 1 Liter 28 kr. Budweiser Bier, 1 Liter 20 kr., sowie alle anderen Delicatessen und Spe-zereiwaren in bester Qualität zu den billigsten Preisen. Frische Preiselbeeren, (Kitrntner) am Lager. 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Mitversicherung der Kriegsgefahr, sowie der bedingungs-gemässen Befreiung von weiterer Prämienzahlung und des Bezuges einer Rente im Falle der Invalidität des Versicherten infolge Körperverletzung oder Erkrankung. — Keine Arztkosten. — Keine Police-Gebühren. — l'nverlällbarkeit der Police im weitesten Sinne. — Sofortige Auszahlung fälliger Versicherungssummen ohne Disconto-abzug. Prospekte und jede weitere Auskunft kostenfrei durch : Herrn Johann Kasper, Sparcassebuchhalter in Pettau. V*'• MjM • MM M|| Der 10 Minuten von der Stadt in Werstje an der Friedauer Hauptstraße befindliche Atzt" Maierhof des Herrn R. Sadnik, bestehend auS Wohnhaus, großem Wirt« schaftsgebäude, ca. 7 Joch bester Wiesen und Aecker, ist unter günstigen Zahlungsbedingnissen mit oder auch ohne fundus in-strnctus zu verkaufen oder auch das Wohnhaus sammt Garten und einem Theile deS Wirtschaftsgebäudes zu verpachten. 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Die Kunstreiterin. Novelle von Viktor Band. «Nachdruck twrt.) mochte etwa zehn Jahre all sei». Genau konnte ihr Alter niemand in? Dorf angeben, am allerwenig sten sie selbst. Denn damals, als sie der Hirt ans dem Anger gesunde», konnte sie kaum sprechen. „Martha" war das einzige, was sie zu sagen wußte, wen» mau fl« und) ihrem Namen fragte. Wer sie war. woher sie kam. das l'lirb für die Leute im Dorf ein nnaiisgeklärteS Rätsel. Gewisieu-Ivic Eiter» mochten sie wohl in der Nähe des Weihers ausgesetzt Ixibni, iu der Hoffniiiig, daß eine mitleidige Seele sich sinden werde, die «ick des arme», verlassenen Wesens annahm. Und eine solche Leele fand sich in der That. Der Hirt des Dorfes, ein alter ge-drechlicher Mann, »ahm sich des hilflose» Geschöpschens an. Achtmal war seU jener Zeit der Sommer wiedergekehrt, dem-nach zählte Martha ungefähr jetzt zehn Jahre. Der alte Hirt, ihr Pflegevater, starb, und ein anderer trat au seine Stelle. Der aber mochte von der Martha nichts wissen; er ivar verheiratet und Ixilte selbst Kinder genng — mehr denn genug. Nnd da ihm bei llebernahme des HirtenpostenS wohl die Fürsorge fiir die Schafe der flauern, nicht aber auch für ei» wildirenidrs Kind anferlegt worden war, so wie» er die Martha vor die Thür, als diefe gegen Al'rud zu dem Lehmhänsche« heimkehrte, un, ihr dürftiges Lager, da» sie in einem Winkel unter der schmalen Stiege mit dem Schäfer-bnnd geteilt, in gewohnter Weise aufzusuchen. Martha blickte den Gransamen eine Weile verständnislos mit ihren großen, dunklen Augen an. dann wandte sie sich, ohne ei« Äort zu sage», z»m Gehe». Driiben an der Weißdornhecke, wo sich'» so schön spielen ließ, wo die Sonne tagSiiber so prächtig warm schien, wo im Frühjahr die ersten Veilchen ihre siisjduften-den «öpfchen neugierig durch die Rasendecke schoben uud wo eiue Menge lustig zwitschernder Böglein brütete», da würbe sie wohl niemand hinwegjage» Dort legte sie sich »ieder, faltete die Hände unter dem Kopf nnd schloß die Auge». Aber der Schlaf kehrte nicht bei ihr ein. Was sie am Tage glichen, beschäftigte ihre aufgeregte Phantasie; Zigeuner hatte» mit ander» Ende des Dorfes ihr Lager ausgeschlageu. Aus kleine», allerliebsten Pferdchen waren die mit buntem Flitteriverk be» iMiigenen brauuhäntigen Zigennerkinder umhergeritten, uud Kunst-stückche» hatte» sie dabei ausgeführt, so gewandt, so sicher, wie es selbst der Herr Inspektor vom Gnt wohl kaum konnte, uud der war doch der beste Reiter im Dorf. Und dann ivaren die Pferd' llic» über Stangen gesprungen wie Rehe, und die Minder waren aetlettert wie die Eichkätzche», kurz, eine wahre Lust uud Freude war'» gewesen, dem bunten Treiben zuzusehen. Und gerade heute — wie günstig sich das getrosfen! — gerade liciite hatte die Murtha den ganze» Tag freie Zeit gehabt. De»» nl<> sie früh, wie gewohnt, a»f dem Hof erschien, um ihre schuee-weißen Lieblinge hinaus zum Weiher zu führe», da hatte ihr der ">ogt gesagt: .Die Gänse bleiben daheim, so lange die Zigeuner im Torfe sind!" Was wohl die Zigeuner mit den Gänsen zn thun hatten?! Als ob die »ach Gänsen fragten, die doch waS viel '"esiereS, was viel Schöneres, was viel Teureres hatten: die wunder-hübsche» allerliebsten kleinen Pserdchen. In der Weißdornhecke raschelte es leise. Martha schlug die Augen auf nnd blickte in das gelbe, runzlige Gesicht eines alten »igeuurrweibes, dasselbe, daS am Tage, während die Minder ihre '>»»siitückcheu machten, mit einem Teller umhergegangen war und von den zuschauenden flauern Kupfermünzen eingesammelt hatte. .He, he, habe ich Dich erschreckt, mein Püpvchen?" fragte die Ute. ihr?» zahnlosen Mund zn einem häßliche» Grinsen ltrryelv:.d Martha blieb regnngSloS liegen nnd blickte daS Weile stumm au. Dann sagte sie langsam: .Erschreckt? Rein! Ich dachte gerade an Euch!" .So? An mich hast Du gedacht?" Seltsam leuchtete es bei dieser Frage in den Augen der Alte» auf. .Nicht gerade a» Euch, aber au Eure Pserdchen!" entgeguete Martha. .Hm — die gefallen Dir wohl?" „Ach, und wie!" .Hm, hm — wem gehörst Du den», Kleine?" „Ich? Niemand!" .Ich meine, wer Deine Eltern sind!" „Eltern habe ich nicht: ich treibe nnr Gänse vom Hose ans!" „So, so! Also die Pserdchen haben Dir gefalle»? Möchtest sie lvohl einmal in der Rahe sehen, oder gar aus einem reiten, he?" Im Nu stand Martha ans den Füße». „Ist das Ener Ernst?" sragte sie'mit fliegenden, Atem, uud freudige Erwartung glänzle aus ihren Augen. „Gewiß, meinPüppche»! Komm mit mir. sieh Dir die Pserd-chen au. auch drauf setze» kaiuist Du Dich einmal, und — we»» Du bei uns bleibe» willst, sannst D» das alle Tage habe». Lder gefallen Dir die Gänse vom Hos besier als unsere Pserdchen?" Martha jauchzte laut auf vor Freude. Die Alte aber preßte ihr die knöcherne» Finger auf die Lippen »»d rannte ihr zu: „Willst Du wohl still sei», kleines Püppcheu! Wenn die andern Kinder im Dorfe höre», daß D» Dich auf eines uuserer Pferde setzen darfst, wolle» sie's alle auch thim — das würde» aber die kleine» Tierchen nicht aushalten. Drum sei hübsch still, damit es niemand erfährt. Uud deshalb wolle» wir auch nicht durchs Don. sonder» außen Hern», gehen." Sie faßte Martha au der Hand und zog sie mit sich fort. Quer durch die Felder ging'S in einem großen flogen, und bereits herrschte tiefe Finsternis, als sie endlich eine weite Strecke jenseits des Dorfes auf die Landstraße stießen. Stumm waren sie nebeneinander hergeschritten. Jetzt brach die Alte das Schweigen. „Hier ist heiserer Weg." sagte sie zu Martha. .hier kannst Dn mir eine» Teil meiner Last abnehme»; man merkt's doch, daß einem die Knochen alt werden!" flei diesen Worten langte sie »uter dem weite», schmutzigen Tuch, iu das sie sich gehüllt hatte, eiue Gans uud einen Schinken hervor — die Beute ihres abendlichen Streisznges durch das Tori. „Nimm D» die Gans," sagte sie, „damit verstehst D» ja um-zugehen, ich werde dcn Schinken weiter tragen." Martha griff nach der dargereichte» Gans. Plötzlich aber zog sie ihre Hand in jähem Schreck zurück uud blieb stehe». .Das ist ja meine Lahme!" rief sie. und Thränen stürzten ihr beim Anblick des toten Lieblings ans den Auge». „Wie kommt Ihr zu der?" .Wie ich zn der komme?" lachte die Alte roh. ,^o — pa» aus, mein Püppche». daß Du's spater nachmache» kannst! — so!" Und dabei machte sie mit ihren knöcherne» Hände» die Bewegung, als fange sie eine Gans ein nnd drehe ihr den Hals um. „Siehst Dn. io bin ich zn der gekommen. Doch — das verstehst D» viel-leicht »och nicht!" Martha verstand das in der That nicht, wenigstens nicht voll-ständig, vielleicht auch getraute sie sich nicht, den Gedanke», der ihr beim Anblick der Handbewegnngr» gekommen, anszndenken. Soviel aber war ihr dabei klar geworden, daß der flogt doch wohl recht gehabt hatte: Gänse »nd Zigeuner mußten wohl in einem gewisse» Zusammenhang miteinander stehen. der Ferne tauchten Lichter auf. „Dort ivarte» nnsere Wagen," sagte die Alte. „Laß »ns eilen." v% Kurz bevor sie dir Wagen erreichten, kam ihnen ein Man» cnt-gegen. „Was bringst Du uns?' fronte er die Alte. »Zwei Writife »nd einen Sch!«ken!" eiitgcniiete die Gefragte lachend. ..Eine Gans zum brate», «»d eine, die auf unser» Pferd-che» reiten niöchte." Der Mann stimnite in das rohe Lachen des WeibeS ein. ..Da? nenn' ich einen guten Fang!" sagte er, Mar» thaan der Sand fastend »nd zn». Wage» siih-rend, wo der Schein einer Laterne ihr Ge-stcht beleuchtete. „Also zuf unsern Pserdchen willst Du reite» ?" fragte er, sie am Kinn fassend nnd ihr vriisend in die Augen sehend. Martha nickte mit dem Kops. „Run, wir wolle» sehen, ob ans Dir was werden kann! Jetzt niach', daß Du iu den Wage» kommst!" U»d Mt der Alten gewrndet, setzte er hinzu: „Wir sind alle beisammen, es kau» fortgehe»!" Dir Zigeunerin hob Martha i« de» Wage», währe»d der Ma»» sich vor» ans seinen Platz schwang, und fort ging es in die finstere Nacht hinein. » » Fünf Jahre waren seitdem verstrichen. Das Besitztum deS Zigeuners hatte sich wesentlich vermehrt. Statt der drei gebrech-lichcn Fahrzeuge, wir damals, als Martha halb willig, halb ge-zwnngen der Truppe sich «»schloß, führte er jetzt fünf ansehnliche Magen mit sich. Rene Pferde waren ange-schafft und sonst »och eine Menge der verschiedensten Geräte. Nicht mehr in Dörfern unter freiem Himmel wurden die Borstell-nngen gegeben, so»-der» in Städten in einer jedesmal eigens daz» erbaute» große« Bretterbude. Der Alte hatte e« verstanden. an« sehten ttiudenitüchtigeKüiist. Irr heranzubilden. Mit reger Teilnahme folgte dasPttblikumden vor-»ehn»en Bewegungen desgewaiidtenTnrnerS a»l Schwebereck; mit atettilvser Spannung sah ma» der venvege- Zt. Geriru». nen Tä»zer!» a»s dem dünnen Drahtseil zu, und herzliche« Lachen loh»te die in ihrer tollen Lustigkeit »»er-uiüdlicheu Spaßmacher. Den Glanzpunkt der abendliche» Borstell-»»gen aber bildete das Auftreten der schiine» jungen Kuustreiteriu. Wenn Martha, eine kleine Reitgerte i» der £m»d, daS offene, nachtschwarze Saar weit über die üppige» Schalter» herabflute» lassend, in kurzem, pcrleugestickte« Kleidchen i» de» mit feine», Sand bestreute» Raum hereiutrippelte, ward sie mit rauschendem Bronzegruvpe von Rud. Sieinertng aus btt «ertraudtenbrScke Berlin. «Nach kl»«r pholoaraMlchc» «»fnnhme von Zander » Lad! s-h In «erlin>> Beisall begrüßt. Freundlich lächelnd dankte sie nach allen Leiten. Dann strich sie ein paarmal liebkosend mit ihrer schmalen Sand über de» glänzenden Hals des prächtigen Rapphengstes, der alte Zigeuner hielt ihr die Rechte hin, leicht nur stützte sie sich mit ihrem winzig kleinen Füßchen daran? nnd dann — ein Zungen« schlag »nd ein leise« Berühre» mit der Reitgerte n»d fort ging'« mitrasenderÄeschwin-digkeit. (sin paarmal ließ sie den Sengst im jt reise hernmgalovpie-re», dann plötzlich — kann» war die Bewe-gnngz» merken—stand sie wie angewurzelt ans dem Riicke» des Tiere». Und nun zeigte sie sich i» ihrer ganzen Kunst: Herunter vom Pferd sprang sie. dann wieder Hinaus, bald zum Sitze». bald zn», Stehe», »»d das alle«, wäh-reild der Sengst in, sch»ellste» Lansen war. Durch Reisen sprang sie. Über breite Decken, immer wieder ans den. Rücke» des Pferdes feste» F»ß fassend. Ein Speer wurde in die Bahn gelegt — ohne vom Pferd zu steigen, hob sie ihil mitten im rasende» Galopp auf. schleuderte ihn hoch nnd fing ihn dann wie-der mit sicherer Hand auf. Uud bei all die-se» Bewegungen be-wabrte sie eine so vor-»rh»ie Haltung, mit einersolchenSicherheit sührte sie die oft ver-wegenen Kunststücke aus, daß nie ei» pein-liches Gesühl der Angst das Pabliktttti überkam »nd die,'jnschaner in ihren Brisattsbezeug-nnge» gar nicht ermüdeten. Wieder einmal dnrch-branste begeisterter Beifall die geräumige Bretterbude. Marttia kehrte, nachdem sie mehrmal« hervorgern-sen, glücklich lächelnd in den Raum zurück, i» dem sich die Mit-glicder der Truppe auf-zuhaltenpflegten.wen» sie nicht bei de» Bor-stellnnge» beteiligtwa-re». Der Rannt war leer. Erschöpft ließ sich Martha ans eine Holz-bank nieder. Da ward die Thür leise geöffnet nnd das branne Ge-sicht eines jttngesMan-»es schob sich vorsichtig <«ie reit.» herein. Es war Ste-vhnn, der älteste Sohn des Zige»»ers. »Bist Dn allein, Martha?" flüsterte er. Diese nickte »nd winkte ihn zn sich. Vorsichtig nach allen Seiten sich »inspähend, huschte Stephan herein. „Es ist alles i» Ordnnng," raunte er Martha zu. .Ich habe soeben mit dem Agenten gesprochen, er nimmt »n« beide: morgen bereit» sollen wir nach L. kommen. Warte »ach der Vorstellung ans mich, ich will Dir dann meinen Plan auseinandersetzen." Und AnNlipenja«» mit Gepard. ®o nclb ab, während et den ganzen schönen Verdienst einsteckt. Einen Vergleich zwischen unserm jetzigen Einkommen und dem zu ziehe», welche« nns der Agent zugesichert hat, ist ja rein lächerlich, das muRt Tu doch selbst sagen. Nicht?" »Allerdings! Der einzige Grund, weshalb ich »och zögere, ist auch nur der, daß ich es eben für »»dankbar halte, so ohne wei-teres auf »nd davon zu gehen!" „Ach was. undankbat! Jeder ist sich selbst der Nächste. Wir »nissen doch auch an unsere Zukunft denken. Für das. was »»ein Vater an uns gethan, haben wir ihm jahrelang gedient — nun sind wir quitt. Es bleibt also dabei, wie ich gesagt habe: Wir brnütze» de» Zng nach L., der etwa eine stunde «ach Mitternacht hier abgeht ■" Ein heiserer Schrei unterbrach den Sprechenden. Wie ans der Erde gewachsen, stand der alte Zigeuner mit zornsunkeluden Augen vor den beiden. .Verräter!" zischte er zwischen de» fest auseiuander liebissene» Zähne» hervor «nd vackte seinen Sohn mit nerviger ^anst an der Brust. Stephan suchte sich loszumache», allein wie eiserne Klammern hielten ihn die Finger gefaßt. .Geizig bitt ich?" hnei von Z Specht. liRit Icjt.) gelenkt. Uni keinen Preis hätte sie noch länger in der Nähe des Mannes weilen mögen, der seine Sand gegen sei» eigen Fleisch »nd Blnt erhoben. Und »»» befand sie sich in L., der Stadt, wo-hin der unglückliche Stephan sich mit ihr hatte anstellen lassen, wo sie i» dem weltberühnite» Eirkus Triumphe zu feiern hoffte». Ter Einzug freilich, de» Martha jetzt in diese Stadt hielt, ivar nicht dazu angethan, ihre Hoffnnngen auch nur zu einer beichei-denen Höhe zu erheben. Von der nächtlichen Fahrt fühlte sie sich schwach und elend, und arm wie eine Bettlerin kain sie an. Tenn das, was sie bei ihrem plötzlichen fl»chtäh»lichen Aufbruch bei sich getragen, hatte gerade zur Bestreitung der Reisekosten ausgereicht. Unentschlossen blieb Martha. nachdem sie dcn Zug verlassen, eine Weile auf dem Bahngang stehen und wartete, bis das Trän-gen vorüber war. Dann wankte sie die nach der Straße führen-den Steinstufen hinab. Allein bald fühlte sie ihre Uräkte mehr und mehr schwinden, und um nicht auf der Straße zusainnienzu-breche», klammerte sie sich a» eine» Lateriieiipfahl a». I» ihre» Ohre» saufte und brauste es, »»d dunkler lind dunkler wurde es ihr vor de» Augen. Erwiderung Marthas abzuwarten, huschte er so leise ftiig, wie er gekoinmen. wieder zur Thür hinaus.-- 11 Gasthos. iu dem der Zigeuner mit feiner Truppe Quartier !> hatte, gehörte ein geräumiger Garte», der an Sommer« gern von den Bewohnern der Stadt besucht ward. Jetzt, nickter Nachtstliiide, wäre» die Gäste alle heimgegangen, an» einer der dicht mit wildem Wein bewachsenen Laube» b »nd zu «och ein Flüstern. Martha und Stefa« säße» Schutz der Dunkelheit im eifrigen Gespräch beieinander, es aber nicht ein großes Unrecht, wenn wir Deinen Vater !a,1en?" fragte Martha. .Du weißt, daß gerade wir beide ften Einnahmequellen bilden; wenn wir fort sind, verlieren ntellungen ihren Hauptreiz für das Publikunl, und immer-d wir Drittem Bater Dank schuldig, denn er hat uns erst i gemacht, was wir jetzt sind!" v hat aber auch schon genug durch uns verdient!" entgegnete »:n trotzig. .Ich würde ja ganz gerne bei ihm bleiben, wenn du so geizig wäre. Uns findet er mit einem lumpigen Taschen- y 4~*- kiiitschte bet Alte mit vor W»t bebender Stimme. .Zu wenig gebe ich Dir, ttnbankbarer? Hier — hast Du Deinen Lohn — Verräter!" Mit Entsetzen sah Martha das Blitzen einer Klinge, «ud »och ehe sie deut Wütende« i« die Atme falle» ko»«te. sank Stephan, von dem Dolchmesser getroste», z» Boden. * * O Mit einem langen, schrillen Psiss fuhr der Zug iu dir Halle ein Die Schaffner risse» die Wagenthiiren aus und alles haftete und drängte dcn Ailsgüngen zu. Unter de» Reisende» befand sich ein bleiches, junges Mädcheit; es war Martha. Als das Entsetzliche geschehen, als Stephan, von der tödlichen Waffe getroffen, vor ihr zusammeiincsiuike» war, hatte sie Angst lind Grane» ersaßt, und mit einet» Schreckcnsschrri war sie aus der Laube hinweg in die sinstere Nacht hiitansgestürmt. Ziellos ivar sie eine Weile durch die Straßen gelaufen, niib da»», sast ohne es zu wisse», hatte sie ihre Schritte nach dem Bahnhof 110 i- In vlövlich vernahm sie eine tiefe, lueiriie Stimme neben sich. „Sie siihlen sich krank?" drang es ittitfeibineii Tones an ihr Lhr. „Mann ich Ihnen irgendwie behilflich fein?" (,fti«l! ». eine neue Antilopenherde versucht werde». L Umgekehrt. Schon dudenbesitzer (zu einem au« ber Bube heiii. kommenben Herrn): .Nun. war da« nicht der grüßte Och», ber existiert--Herr: .Nein: der grdßte Lch» war ich selbst. al» ich 2» Pfennig Entree de,ab- • Höchster Respekt. Herr «zum Diener»! „Warum hast Du mich , ,5t geweckt, wie ich'» besohle» habe?" — Diener- .Ich habe Sie geweckt ganz leise, um Ihre» Schlaf nicht zu stören." llhyry» war eine persische Sklavin zu Anfang be» k. Jahrhundert», \e der Prinz «Hosrou-Betwvz. eh« er zur Regierung gelangte, leidenschaftlich lieh, u»d der er einen Ring zum Pfanbe seiner Treue gab. Al« Ehyryn» Herr , J gegeusritige Liebe bemerkte, befahl et einem Sklaven, st- in den Euph,>,: , stürzen, bleser ließ sich aber burch ihre Bitten erweichen, und Ehhryn stob i einem alten Einsiedler, wo sie mehrere Jahre lebte. Al» Perwh, den Im.» bestiegen hatte, schickte sie ihm den Ring mit der Nachricht, daß sie noch I, t-woran» sie der Prinz sogleich mit einem zahlreichen ««folge abholte, »nd an sein »nb« s«hr glücklich mit ihr l«bt«. Ta sie »ach seinem Tode von Wn.», Sohne «nd Nachfolger mit gleicher Leidenschaft verfolg» wurde, so bat sie ■« Erlaub»!«. noch einmal Perwyz «rab besuch«» ,» dürse», wo sie an ein,-*, »»rh-r genommenen «ifte starb. Ihre tragische «-schichte ist von -rienial^ sche» Dichtern oft besungen worden, Z, Der listige Krieg, »r: .Ich mdchte wirklich wissen, ob e« einen Ran«, gegeben hat, ber Dir die »our schnitt, ehe Du Dich mit mir verheiratetest ■ — Sie: .»!. ganz gewiß, »inen sicherlich." — Er: .Na, warum hast I„ >h» dann nicht geheiratet?" — Sie: .Da« hab' ich ja gethan." Antuiipsnng. »In junger Mau» sitzt beim Ball lange neben seiner Dam« und weiß nicht, wie er da» ««sprich b«glnn«n fall. Endlich stottert er errdteni> .«»fldlgtf Frflulein, wa» ich sage» wollte, lebt denn Ihr selig« Onkel noch ' kmrlnnuylgeg 8itr Berseudniig von Beere» fülle man den zu verwenbenben Korb eine Hand hoch mit Holzwolle, breite barüber Papier unb schlitte bann erst dir Beeren hinein. — Tie febernde Unterlage verhinbert ein Zerquetschen wl»l-rend de« Tra»«potte» vvllstSndig. Wenn «epsel »ud Birne» sehr dick hängen, so daß sie sich berühre», müsse» sie durch Zwischenschieben eine» «artenblatte« oder eine« Stückchen» Pergamentpapier getrennt werden, um der sich an solchen Stellen sehr häusis, »instnd«ud«n Obstmabe. welche dann beide Früchte beschädigt und ruinier,. Vorschub zu leisten. Anleitung zum Werben der K»»inche»felle. »Ine recht -infache «it. «aninchenfeUe im Sommer auf rasche Weise 4» gerbe», ist »achstehende: 6 h h u * r n t B n » * d i t r « * t t H Q » e n blos « i ua »I mm*am ■ um »itsidengeift. ABC 1) E ¥ (i U Weiß Malt l» » Zuge». Ulte Keime vorbehalten. >etantl»örtliche Kedoftton von Otnft Pselsfer, siedruckt und betautnegebe» »«n «eeiner ft tlteiffer in eiuitanrt.