foitnffia ptaCtfia v fotovM. 79. Ishrgenfl Encbeint wöchenUicb sechsmal fmlt Aotothm« der i ei«ri«gc,, Scbrilt-leitunR, Verwaltuna und Buchdruckcrei Tel. 35-67, 2^ und 25^. Mnpthor RonalMka ulica 6. Manuskripte werden nicht reloumlfrt Anfraf^n RQckporto balleren. eisiiö Nr.lf MwMlBg, da« M. nmwr IfVr » .vlv iawAita- und AboanaaiauU-Annabaie in lUritxir, ftopaiiika ulica 6 Cyerwaltun^. Bezugspreise: Abholen monadich 23 Din. jmstellen 24 Dkl, "^urch die Pott monatlich 23 Diu, für du Auslaxxl monatlich 95 Dki. ElnehiaiimMr IJIO ml % Oln. ßniBomrao mm Zusammentritt des Banatsrates des Do-naubanats. N 0 V i S a d, 23. Jänner. Der Banus des üonauoanats hat den Banstsrat für den 20. Februar zu einer zweitägigen Session einberufen, die dem Voranschlag des Do-naubanats pro ! 939-1940 gewidmet sein wird. Während der Session wird dei* Klub der Banatsräte der Jugoslawischen Radi-ler einen 24st11ndigen Belagerungszu* stand über Jerusalem verhingt. Orlppeepldemle in Ungarn. Budapest 23. Jänner. Die Qrlppeer-krankungen in Budapest und in der Provinz haben in den letzten Tagen in erschreckender Welse zugenommen. In Budapest allein ist die Zahl der an Orippe erkrankten Personen auf 200.000 gestiegen. Die Spitäler sind mit Grippekranken überfüllt. Glücklicherweise nehmen die Erkrankungen in den meisten Fällen einen gutartigen Verlauf, doch sind die Fälle mit letalem Ausgang gerade in den letzten Tagen angewachsen. Man schätzt die Todesfälle, die seit Mitte Dezember durch Gripperkrankungen verursacht wurden, auf etwa 200. Liebeetragödle einet OymnaslisteB. Budapest, 23. Jänner. Der in Cse-pel lebende 19jährige Gymnasiast Franz Schneider hatte sich wegen eines Mädchens mit seinem Bruder überworfen und sich eine Pistole zu verschaffen verstanden, um den Rivalen aus dem Wege zu räumen. Durch einen Zufall erfuhren die Angehörigen von dem furchtbaren Plan und versuchten dem Jungen die Waffe abzunehmen. Dieser verbarrikadierte sich aber im Hofe des Hauses und kam selbst dann nicht aus dem Versteck'hervor, als Polizei eintraf. Er gab sogar einige Schüsse auf die Polizisten ab, die nun ihrerseits von der Schußwaffe Gebrauch machten. Nach kurzem Feuergefecht wur de es in dem Versteck still. Als sich die Polizisten näherten, krachte plötzlich ein Schuß und man hörte noch die ersterbende Stimme des Jungen: >Jetzt können die Herren schon näher kommen!« Der Junge hatte sicli eine Kugel ins Herz gejagt und wurde in sterbendem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Barcelona toirö befeftigt S^Mnt casono no(^ ^olencia atamiH / ^otionolfiHinlfil^ QSerffot in 9tv 9«rcndni / 2Btltfre Mrfi(6tlMDe dkrUlnOegctDUine 8ranco< / 2>iff Sloi^ oot iinO 9toiio abtrf(Öritteii Lerida, 23. Jänner. (Avala.) Ibutto Nacional fMlM: Her nationaltpialieN Heereeberidit teilt mit, daß die nationalen Truppen «m wettere 15 JWellea votfe-rfickt sind. 150.000 F«|tnglaten haben oen Uobrsgat-Flue in der Richtung aacb Oiten abendtfittee, während gMchseltlf um Manreaa schwere Kämpfe Im Gange sind. Die Natloaallaten haben CapeUicles u. Cardella etogeoommtn. Die natkmalepa-nlteben Truppen unter dem Befehl des Oeaerala Qraoea rflcken gegen 8eo de Ur gel vor, um antfaiig der Pyrenlen Barce-lona auf dem PeeHand von Prankreich zu trennen. Perpignan, 23. Jänner. (Avala.) Die Agence Havaa meMel: In spanisch* republikanlsehen Kreleen rechnet man angesichts der unbestrittenen Erfolge Pran-cos mit dem letzten Widerstand Barcelonas. Die Regierung hat den Befehl gegeben, alle Höhen um Baroekma zu hastigen. tag und Nacht werden auf den Hdhanzfigea an die Stadt neue Schfitzen-gräben auigehoben. Präsident Anm'M BirsekMui verlas-sen' ttfM skh, wie es heißt, nach Valencia begeben. Barcelona, 23. Jänner. (Avala.) Gestern abends sind 11 nationalspanische Bomber durch Sirenen und Alarmschiisse rechtzeitig angekündigt worden. Die Bom ber warfen eine große Anzahl von Bomben ab, die großen Sacheehaden anrlch- L e r i d a, 23. Jänner. (Avala.) Den nalkMialspaalscIien Trappen Ist es nach hartem Kampfe, tiel dem die artiUerlsti-sehe VorbereMung und der Einsatz von nahezu hundert Tanks eine große Rolle •pleite, gelungen, MartoreU — einen wichtigen Punkt deir katakwlschen Front elnzunehnwn. B u f js 0 s, 23. Jänner, (Avala.) Wie Radk> Nackmal weher berichtet, haben die natkNialspanlschen Truppen die kleineren Orte SMges, Panteda, Nlgas, St. Margherita nnd Satumlna eingenommen und gleichzeitig den Noya*l^ß überschritten, der hl den Cardoner-Pluß ein-mflndet. Qeelsm erzielten die nattonalen Truppen ehien Oeiändegewhin von rund 0 KikMneter. Im bisherigen Verlauf der Kämpfe wurden im katatonischen Abschnitt 30JM)0 Republikaner gefangen. Salamanca, 23. Jänner. Nach den letifsn Meldungen von den Krlegsschau-plähen setzen die natkmalspanlsehen Truppen ihren Vormarsch auf Bareefona unaufhaMsant fort Die Armee dM Generals Yague eroberte gestern wieder meh- rere wichtige Ortschaften aAdwei^h een Barcelona. Der Vormarsch hält hi allen Frontabschnitten an. Die Navarradivision beaefaete die Ortschaft St Jahne. Die gegen Artesft vorstoßende Division hatte gestern ehien Vormarschgev/intt von ^ KikMneter zu verzeichnen. Bisher winden gegen 50.000 Gefangene eingebracht, Jene der fetzten drei Tage nicht mitgedihtt. Paris, 23. Jänner. Nach einer Ifavasmeldung aus BarcekMia herrscht dort große Lebensmittelknappheit Die Zahl dir FlfichtMnge wächst von Stunde zu Stunde, da die natkmalapanischen Truppen rasch vordringen. Einige Führer Rotspanlens, darunter auch Azana, verließen Iw-relts die Stadt. Die Verteidigungsanlagan um Barcelona werden rasch instandgesetzt und ausgelMut. Die Republikaner richten sich besonders für eine Verteidigung in den Vorstädten von Barcelona ebi. Brüssel, 23. Jänner. Die Zeitung »Metropol« bringt EnthOttungen Uber das Schicksal der belgischen Freiwilligen Spanien. Von den 6000 Freiwilligen, die an der Seite der Republikaner in Spanien kämpfen, sind bisher nur 900 zurückgekehrt. Tote soll es mehr als 3000 geben, der Rest Ist verletzt, verschollen «der gefangengenommen Ü>0(&)eft am rOmlf^rn ü^ofe R o m, 23. Jänner. Ans Anlaß der heute stattfhidenden Trauung Ihrer kgl. Hoheit der Prinzesshi Maria von Savoyen mit Prinz Louis von Bourbon-Parma fand gestern hn Qufalnal ein großer Empfang statt, zu dem 3000 Gäste geladen waren. Anwesend waren auch das italienische Herrschsrpaar, das bnlgarische Königs-paar, die Herzoghi von Parma, dk beiden Verlobten, zahh^he Vertreter des italienischen Hochadels, Mhiisterpräsi-dent Mussolini und zahlretehe Würdenträger Italiens. SMt framöfffAm SlottenmanObrr T 0 u 1 0 n, 23. Jänner. Gestern begannen die großen Manöver der französi-sehen Atlantik- und Mittelmeerflotte. Die Ehiheiten befindsn sich an der marokka-nUchen Küste und bewegen sich hi Ma-növergruppen in der Rkfatung auf Tunis. Eine IHotte erhielt die Aufgabe, die Küste anzugreifen, während der andere Teil mit Hilfe der Fliegerei die Abvvehr übernommen hat An den Manövern nehmen auch große Luftstreitkräfte teil, die die Küste von Casablanca bis Tunis befliegen. sen Schaden an. Es wurde ein beüonds-rer Schutz organisiert, um die Haustiere vor den Wölfen zu bewahren. « Tokio, 23. Jänner. Ministerpräsident H i r a n u ni a erklärte gestern im Parlament, daß Japan an einer Verstärkung der Antikominternfront arbeite. Es werden Schritte unternommen, um auch andere Staaten zum Beitritt zu dem gegen Rußland gerichteten Pakt zu bewegen, ♦ P r a g, 23. Jinner. Finanzminister Dr. K a 1 f u s gab eine Erklärung ab, wonach der Staatshaushalt mit 3.1 Milliarden Kronen abschließen werde. Die Ausgaben für die nationale Verteidigung könnten aus wirtschaftlichen (}rOndeti nur allmählich gesenkt werden. Jturse Otad^rid^tni Paris, 3t. Jänaer. Ministerpräsident Daladier hatte gestern abends eine dringende Besprechung mit Außenminister B 0 n n e t. Der Zeitpunkt der Unterredung erregte in politischen und diplomatischen Kreisen Verwunderung und Aufsehen. Man glaubt, daß die Besprechungen dem Vordringen General Fran-cos gegen Barcelona und den sich daraus ergebenden Folgerungen galten. * Chust, 23. Jänner. In der Karpatho-Ukraine gibt es zurzeit nur noch eine einzige Partei, die Ukrainische Nationale Ein heitspartei. Die anderen Parteien müssen sich sofort auflösen. P ra g, 23. Jänner. Im Außennilniste-rium sprach gestern der polnische Gesandte in Prag vor und wies über Auftrag seiner Regierung darauf hin, daß dem pol nischen Konsul in der Karpathoukraine die Durchführung seiner Aufgabe unmöglich gemacht werde. * L o n d o n, 23. Jänner. In England erregt großes Aufsehen der Umstand, daß infolge der wiederholten Bombenatten täte jetzt auch die königliche Familie einen besonderen Schutz erhielt. In Schloß Windsor sind vier Spezialbeamte des Scotland Yard eingetroffen, um den Polizeischutz zu übernehmen bzw. zu Uberwachen. S t o c Ii Ii o 1 m, 23. Jänner. Die Bevölkerung am fiachcn Lande ist durch die zunehmende Wolfsplage beunruhigt. Die Wölfe tauchen bereits a 103.90, Kopenhagen 92.3250, Prag 15.15, Warschau 83.50, Budapest 87.50, Athen 3.80, Istanbul 3.50, Bukarest 3.25, Helsinki 9.12, Buenos Aires 101 fünf achtel. Sofia 5.40. WettervorfierSage für Dienstag: Vorwiegend bedeckt, auffrischende 3öd westwinde, Tauwetter anhaltend, später NiederacM^. \ Mariborer Zeiiung« Nummer 19. Dienstag, den 24. Jänner 1939. (S^raf (Siano nacD )urfi(fgrfel^rl DER ITALIENISCHE AUSSENMINISTER ALS JAODOAST S. K. H. DES PRINZREGENTEN. — DIE AUSSTELLUNG DES ITALIENISCHEN BUCHES IN BEO-GRAD DURCH GRAF CIANO FEIERLICH ERÖFFNET. — DAS AMTLICHE KOMMUNIQUES OBER DEN ITALIENISCHEN BESUCH. B e 0 g r a d, 23. Jänner. (Avala.) Ue- . lung des italienischen Buches im Kunst- iier den Besuch des italienischen Außenministers Graf C i a n 0 wurde gestern die nachstehende amtliche Mitteilung ausgc- jijehen: »Der freundschaftliche Bestich des italienischen Außenministers Graf Galeazzo Ciano, welcher dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Milan Stojadinovi^ gegolten hatte, gab die Möglichkeit zu einem allseitigen Gedankenaustausch, der von größter Herzlichkeit war. Die beiden Staatsmänner vermochten auch bei dieser Gelegenheit mit Befriedigung das restlose Funktionieren sowie die glücklichen Folgen des italo-jugoslawischen Vertrages von 25. März 1937 feststellen, der eines der Gnindelemente der Politik in beiden Staaten bildet Gleichzeitig unterhielten sich die beiden Staatsmänner über die Lage in einzelnen Teilen Europas, insoweit sie sich auf Italien u. Jugoslawien beziehen, wobei der gemeinsame Wille Italien und Jugoslawiens festgestellt wurde, ihre Zusammenarbeit im Interesse der Konsolidierung der Ordnung und des Friedens mit allen interessierten Staaten fortzusetzen, ebenso auch im Zusammenhange mit den Ma-nifcstaionen in den Jugoslawien benachbarten Staaten, welche Manifestationen in Jugoslawien ein cfünstiges Echo ausgelöst haben. In diese Zusammenarbeit bringt Italien den iionstruktiven Geist der Acksc Rom-Berlin. Bei dieser Gelegenheit erörterten die beiden Staatsmänner auch wirtschaftspolitische Fragen und konnten h!et>ei feststellen, daß sich die Wirtschaft der beiden Länder ergänzt. Auf diesem Gebiete bestehen große und breite Möglichkeiten, deshalb beschlossen die beiden Regierungen, in engster Fühlungnahme die ZuSam menarbeit fortzusetzen.« B e o g r a d, 23. Jänner. Der italienische Außenminister Graf Ciano war gestern vormittags Jagdgast S. K. H. des Prinzregenten P a u I in P e t r o v i c. An der Jagd nahmen auch Ministerpräsi-ilent Dr. Stojadinovic, Botschafter Butti, Kabinettschef Natal! und andere Persönlichkeiten teil. .Außenminister Graf Ciano kehrte um 15 Uhr nach Beof^rad zurück und nahm an der feierlichen Eröffnung der Ausstel- pavillon des Vereines »Cvijeta Zuzoric« teil. Um 18 Uhr erstattete der Minister dem Hauptausschuß der Jugoslawischen Radikalen Vereinigung einen Besuch. Graf Ciano wurde von uniformierten Mitgliedern der Arbeiterorganisation Jugo-ras, den Mitgliedern des Ciesangschores der Jugoslawischen Radikalen Vereinigung sowie von den italienischen Pressevertretern erwartet, die unter der Führung des Bürochefe Lukoviö eingetroffen waren. Der italienische Minister wurde beim Erscheinen von allen Anwesenden mit großen Ovationen begrüßt. Die erste Begrüßungsansprache in französischer Sprache hielt Vizepräsident Gjura J a n-k 0 V i d als Sprecher der Beograder Stadtorganisation der Jugoslawischen Ra dikalen Vereinigung. Redner verwies auf die herzlichen Bande, die Italien und Jugoslawien zwecks aufrichtiger Zusammen arbeit verbinden. Den Minister begrüßten sodann auch Vertreter der Jugoras-Orga-nisation. Graf Ciano dankte für den schönen Empfang und wurde von allen Anwesenden neuerlich akklamiert. Um 23.30 Uhr erfolgte die Rückreise des Ministers und"^^elner Begleitung nach Rom. Am Bahnhof hatten sich zwecks Verabschiedung Ministerpräsident Dr. Sto jadlnovic, die Mitglieder der Regierung, des diplomatischen Korps und zahlreiche andere Persönlichkeiten eingefunden. Qltttntatöbfr'uif) ouf den 6o&r . 3 >Marib'«ftr ZeUung« Nummer 10. gegen 7 Stimmen abgelehnt. Der Ausschuß bewilligte lediglich die ermlfiigte Summe von 725 Millionen Dollars. I>cr bulfariiche MiUtirftttaschc# in Bco-grad gütefbiiu Beograd, 23. janner. In Sofia ist der bulgarische Milltlrattachce In Beograd, Oberst Velliko D o b r i n o v, plötzlich gestorben. Jugoslawische JMnitftrmistloii in Itilten. Z a g r e b, 23. Jttnner. Die »Novottti« oerichteiT: Eine jugosliwisch« technische Miiitärkommission unter der Führung dos italienischen Militärattichees in Beogrid ist in Mailand eingetroffen. Nach einer Begrüßung durch du Malländer Militär' l(n Slceboecr Nr dlfrou - ffll^OUPllt Bukarest, 23. Jänner. In der Ge. , meinde Poreaca (Moldau) spielte sich ein gräßliches Ehedrama ab. Der Bauer Con-stantin Baracivius, der seine Frau im Verdachte hatte, daß sie ihn mit seinem Nachbarn, dem Bauern Jon Nistor, hintergehe, kam unvermutet von einer Feld-' arbeit heim und ertappte seine Frau in flagranti mit ihrem Liebhaber* In seiner Wut ergrilf der Betrogene eine Hacke u.! hieb seinem Rivalen oen Kopf ab. Dann' sperrte er die ungetreue Gattin mit dem Leichnaiii in ein Zimmer und flüchtete,' Der Mörder wurde jipäter von der Gen-' darmerie in einem Walde erhängt aufgQ-1 funden- ' Die Frau, dk Anzeichen von Wahnsinn aufwies, wurde einer Irrenan-' stalt eingeliefert. j^anoOiKfiM Vcrlefirtffluoieuo trerunoldm Dk viemiotorlga Masehint »Cavalienc infolge Maiehinandefektes gesunken. — Zehn Fahrgiate gerettet, drei Personen I vermißt Psj e w y 0 r k, 23'. Jänner. Die viernio-tmige kanadische Verkehrsflugmaschinc »Cavalier«, die den Verkehr zwischen ' Nc.wyorl< und den Bermuda-Inseln urtor-1 hielt, gab gestern um 17.47 Uhr elnt*n | (ÄeheimntÄ Sintmer« 13 Paris, 23, Jänner. Die Pariser PolizFranz-Josef«-Bitterwasger als ein sicher und angenehm wirkendes Ab-führmlttel, welches — ohne besonder« Diät zu erfordern — auch dauernd angewendet werden kann. Das Franz-Joyef-Wasser ibt in Apotheken, Drogerien und Mineralwasser - Handlungen erhältlich. Reg. S. br. 30.474/33. rfureh Zufall dem Vater den Schädel ge-Sfialtea, B u d a p e h t, 23, Jänner. In Kisvaszwr ereignete sich ein gräßliche» Unglück. Der Wagnermeister Stefan Kakas spaltete ini Walde mit seinem 29jährigen Sohn Johann Holz für Wagenräder. Der Wag-ncrnieister hielt das Beil aui" dem zu spal tcndoM Holz, während der Sohn Jiiit ei-nejn schweren Holzknüttel darauf losschlug. Plötzlich rutschte der Alte aus, fiel nach vorne und wurde im .gleichen Augenblick von dem Holzknüttel des Soh nes getroffen. Dem Unglücklichen wurdf der Schädel gespalten. Beatialiacher Mord an einer Qrei«i|i. B u d a p e s t. 33. Jänner. Der ÖJjäli-rigü Taglöhner Micheal Krakovszki hat gemelnsanj mit seiner Lebensgefährtin, der 69jahrigen Näherin Josefine Juhas/ deren 70jährige Schwester Johanna Ud-vardy, eine Witwe, auf bestialische Wehe ermordet. Die beiden haben die Greisin geschlagen, gewürgt und in der strengsten Kälte in den Hof hinaus getrieben, wo die Unglückliciie eine ganze Nacht zu bringen mußte. Schließlich haben sie der alten Frau einen Schemel an den Kopf geworfen, wodurch der Greisin ein Schädelgrundbruch zugefügt wurde, an dessen Folgen sie gestorben ist. Die beiden Mörder wurden verhaftet. In Ostpreußen sah man in der erstan Dezemberhälfte noch bWlhende KornbHi-men im Freien. Auf dem Gehöft eines Fischers in dtr Nahe von Heydekrug beobachtete man eine Fischotter, die sich über den Futternapf des Hofhundes hermachte — ein höchst seltener Fall. Wahrscheinlich war das Eisloch der Fischotter ztigefroren, und das ziemlich gefräßiß^ Tkr ging »über Land«^, um etwa« 4 Dienstag, den 24. Jänner 1939. ^ QBann fommt öer 3rnlraI&aDiil}of? UNZULÄNGLICHKEITEN AM HAUPTBAHNHOF. — DER RENOVIERTE AN-STANDSORT SCHON MONATELANG GESPERRT. - NOCH IMMER KEIN SCHUTZDACH ÜBER DEN EINGANG. — EINE LAUTSPRECHERANLAGE FOR DIE ANKONDICUNG DER ABFAHRTSZEITEN DRINGEND NOTWENDia — Tnonlao, Um 23. Sfinntr ließe sich auch dieser Uebelstand leicht abschaffen. Auslandzügc eintreffen oder abgefertigt werden, nicht benützt werden, da der Perron abgesperrt wird. Die Klosetts in den Waggons dürfen auch nicht benützt werden, so lange der Zug in der Station steht. Der nächste öffentliche Anstandsort befindet sich bei der Franziskanerkirche, fast zehn Minuten vom. Bahnhof entfernt, doch kommt er wegen der kurzen Auf- | enthaltszeit der dorchfahrenden Züge nicht in Frage. Hoffentlich wird der ge-1 sperrte Anstandsort bald wieder eröffnet werden. j Die Frage der Anbringung eines Glas d a c h e s über dem Eingang zum Schal-, terraum ist noch immer nicht vom toten Punkt gerückt. Die Kosten für die An-1 bringting eines kleinen Daches, das schon ' jedes Hotel und alle besseren Gasthäuser, besitzen, sind gering und könnten wohl ' leicht aufgebracht werden. | Alle größeren Bahnhöfe besitzen bt- * reits Lautsprecheranlagen zur Ankündigung der Abfahrtszeiten der Züge, wie dies beispielsweise auch in Ljubljana und Zagreb der Fall ist, nur Maribor besitzt eine derartige Anlage, die ebenfalls keine unaufbringlichen Kosten beanspruchen kann, nicht. In* den meisten Fällen wissen die Reisenden am Perron, bei den Kassen, in der Restauration usw. nicht, wann der Zug abgeht und wo er steht. Bei. etwas gutem Willen Xlm &fe <5(l5a(fimeiffri1(lloft bon eioUxnlrn Am gestrigen Sonntag wurden im Caf6 »Central« im Ringen um die Meisterschalt des Schachverbandes für Slowenien wieder zwei Rund^ durchgeführt. Vormittags massen die acht besten Spieler des Mariborer Schachklubs mit der e i* s t e n Mannschaft der Schachsektion des Sportklubs »2 c 1 e z n i ä a r« ihre Kräfte. Nach »hartnäck'gem Kan^pf ging der Mariborer Schachklub mit 6^ ; 1 Punkten als Sieger hervor, • Nachmittags traten die Spieler der zweiten Mannschaft des »2 e l e z n 1-a r« den Repräsentanten der Schachsektion des Nationalen Eisenbahnverbandes gegenüber. Auch hier war der Kampf sehr hitzig und endete mit einem überwältigenden Sieg des Nationalen Eisenbahnerverbandes, der ebenfalls QVi Punkte für sich buchen konnte, während der Gegner nur 1 Punkte verzeichnen konnte. Kommenden Sonntag, den 29. d. werden im Kampfe um die Klubmeisterschaft von Slowenien die letzten zwei Runden durchgeführt werden. Es treten der Mariborer Schachklub und die zweite Garnitur des »2elezniCar« sowie die erste Mannschaft dieses Klubs und die Nationalen Eisenbahner einander gegenüber. In der Presse liest man immer wieder, daß die Frage der Vergrößerung und Modernisierung des Hauptbahnhofes in Ljubljana eines der wichtigsten Bauproblemc darstellt, mit dem sich alle Kreise schon jahrelang beschäftigen. .AJjer auch die zweitgrößte Stadt Sloweniens, M a r i b or hat ihre Bahnhoffrage, deren gründ liehe Lösung noch immer auf sich warten läßt. Der Mariborer Hauptbahnhof steht nun schon fast 90 Jahre und ist bereits mehrmals verlängert worden, sodaß er gegenwärtig den längsten Perron in Slowenien besitzt. Das Stationsgebäude wuchs in die Länge, aber nie in die Höhe. Allerdings ist dies zum Großteil dadurch bedingt, daß sich eben alle Büros ebenerdig befinden müssen, um sofort erreichbar zu sein. Eine Abhilfe, um die Raumnot am Bahn hüf ein- für allemal zu beseitigen, ist nur in der Errichtung eines neuen Zen -tralbahnhofes zu erblicken, dessen Bau zwar schon lange in Aussicht genom-men Ist, doch muß die Verwirklichung des Planes aus Geldmangel hinausgeschoben werden. Der neue Bahnhof soll am rechten Drauufer, etwa im Gleisdreieck bei der Strafanstalt, errichtet werden. Der bisherige Hauptbahnhof würde als Nebenbahnhof dienen, wie dies bereits in Studenci beim Kärnlnerbahnhof der Fall ist. Auf die Verwirklichung der Idee werden wir wegen chronischen Geldmangels wohl noch jahrzehntelang warten müssen. Die Abfertigung der Fahrgäste, deren Zahl von Jahr zu Jahr steigt, ist wegen verschiedener Unzulänglichkeiten sehr erschwert. Immerhin gibt es einige Nachteile, die bei gutem Willen mit geringen Ausgaben beseitigt werden können. Vielfach ist auch der Bürokratismus daran .schuld, daß die Klagen, die uns von ver-.schiedcnen Seiten über die Zustände am Bahnhof einlaufen, nicht verstummen wol Jen. Vor einigen Monaten wurde am Bahn-.steig der südliche Anstan dsort gründlich renoviert und wurden daneben auch Räume für Waschgelegenheit und für den Friseur eingerichtet. Nun ist der Anstandsort schon lange fertiggestellt, kann aber aus unerklärlichen Gründen noch immer nicht benützt werden. Angeblich müssen die vorgenommenen Arbeiten noch kollationiert werden, ehe der Raum seiner Bestimmung zugeführt wird, doch können wir nicht recht glauben, daß der Anstandsort am Perron nur wegen des . . , ....... langsam arbeitenden Bürokratismus noch Die Warnung vor Leichtsinn im Verkehr wird in Amerika mit besonders drasti-immer nicht benützt werden kann. Am sehen, man kann wohl sagen typisch amerikanischen Methoden durchgeführt Un-nördlichen Bahnsteig besteht wohl noch ser Bild erschien in einer amerikanischen Zeitung und zeigt den Tod mit der cm Anstandsort, doch kann er, wenn die Schnapsflasche in der Hand am Steuer des Kraftwagens kannt war und deshalb schon eine Kerkerstrafe abzubüssen hatte, ließ sich am erwähnten Tage durch übermäßigen Al-'ioholgenuß wieder zu Ausschreitungen hinreissen und bedrohte seinen Nachbarn Johann Mlakar, der sich samt Familie den ganzen Tag im Hause versperrt aufhielt, da er die maßlose Wut des Mannes gut kannte. Gegen Abend gelang es Ko-driä doch, in des Nachbars Haus einzudringen, um an den Insassen sein Mütchen zu kühlen. Mlakar und Kodrid wurden bald hano-gemein. Kodriö begann den am Boden liegenden Nachbar mit einer Hacke zu bedrohen, weshalb auf die Hilferufe des letzteren der 23jähriRe Sohn Franz herbeieilte, um den Vater zu schützen. !n seiner Erregung ergriff er einen Prügel und schlug damit auf Kodriö' Kopf ein. Der Getroffene stürzte blutüberströmt zu Boden und blieb bewußtlos Itngen. Die herbeigeeilte Gendarmerie ordnete die-Ue-berführung KodriiS' ins Krankenhaus nach Ptuj an, doch erlag dieser schon unterwegs der tödlichen Verletzung. Die Leiche wurde in die Totenkammer nach Les-kovec überführt. Franz Mlakar wurde festgenommen und dem Gericht überstellt. Xoifdftlog am £anOe In Varenja in der Gemeinde Sv. Vid am Draufelde ereignete sich vergangenen Samstag eine schwere Bluttat, die leider ein Menschenleben forderte. Der 39]ährige Besitzer J. K o d r i C, Vater zweier Kinder, der als gewalttätiger Mensch be- Sralllfd^e Tarnung ffir ISerfrDr^ffinöer ui. Seinen 85. Geburtstag feierte dieser Tage in Sv. Lovrenc n. Poh. der frühere Gastwirt und Fleischhauermeister Herr Karl Baumgartner. Der allseits geschätzte Jubilar, der sich einer seltenen körperlichen Rüstigkeit und seelischen Frische erfreut, verabschiedete sich gleich zeitig von Sv. Lovrenc, wo er durch volle 60 Jahre gewirkt hatte, um zu seinem Sohn Ing. Karl Baumgartner in Brüx zti übersiedeln. Wir wünschen dem aufrechten und biederen Jubilar einen gesegneten Lebensabend in seiner neuen Heimat. m. Volksuniversttät. Heute, Montag, den 23. d. abends spricht Universitätsprofessor Dr. A. S n o j aus Ljubljana über das Thema ^»Palästina im Lichte der neu-' csten Ausgrabungen«. Die Ausführungen werden von zahlreichen Lichtbildern begleitet sein. — Freitag, den 27. d. entfällt wegen der St. Savafeier der Vortrag in der Volksuniversität. m. Vortrüge für die deutschen Staatsangehörigen. Auch die in Jugoslawien lebenden reichsdeutschen Staatsangehöri^ gen feiern den 30. Jänner, an dem in Deutschland der Nationalsozialismus zur Macht gelangte, als Festtag. Aus diesem Anlaß werden in Slowenien drei Vorträge für die Reichsdeutschen veranstaltet,, die Gauinspektor Dr. Kurt Groß hält. In M a r i b 0 r wird der Vortrag, Samstag, den 28. d., in C e l j e Sonntag, den 29. d. und in Ljubljana Montag, den 30. d. stattfinden. m, Jahrestagung des Aerokhibs. Der Ortsausschuß des Aeroklubs hält kommenden Donnerstag, den 26. d. um 20 Uhr im Cafe »Jadran« seine Jahreshauptversammlung ab. m. Vortrag über Hamburg und Bremen. Nach den überaus erfolgreichen Vorträgen über Hamburg und Bremen sowie über die Bedeutung dieser Umschlagshäfen für den Warenaustausch mit Jugoslawien, die unter dem Protektorat des Reisebüros »Putnik« und der Kaufleuteverei-nigungcn dieser Tage in Maribor, Ptuj, Murska Sobota und Celje stattfanden, wurde jetzt der aufschlußreiche Vortrag auch in Slovenjgradec abgehalten. Herr 6pure-i3iungar(nif EIN BEITRAG ZUR KULTUR- UND FAMILIENGESCHICHTE Von Paul Schlosser. Johann P u n g a r t ii i k, Bauer in Slivnica, lernte ich 1911 kennen. Geboren 1841, stand er schon damals hoch in Jahren, war aber dennoch ein auffallend hochgewachsener, stattlicher Mann mit ebenmäßigen Gesichtszügen. Er selbst erzählte mir seine ungewöhnliche Familiengeschichte, in die wieder die vormärzliche militärische Konskription vernichtend eingegriffen hatte. Hierzu vergl. meine Aufsätze über Räuberunwesen und Familie Muster in dieser Zeitung vom 25. Xll. 1937, bzw. 1. I. 1938, und Sippe Hieb. Daher seien auch diese Menschenschicksale hier mitgeteilt. Pungartniks Großeltern waren fahrende Leute. Als sie einst Slivnica durchzogen — das mag 1819 gewesen sein stellte sich bei der Frau die schwere Stun de ein und ein Knabe, Pungartniks Vater, blickte sein erstes Mal in das blendende Land der sonnenbestrahlten Landstraße. Der reiche, aber kinderlose Spure-Bauer nahm die Wöchnerin und das Kind willig auf. Die Mutter verließ bald den Hof, das Kind aber verblieb beim warmherzigen Bauer. Aus dem Kleinen wurde ein stattlicher Bursche, der allzeit ehrlich und brav seinen Pflegeeltern diente. Daher blieb er vorerst mllitärfrei. Die Liebe aber wendete sein Schicksal. Wegen seines Mädels bekam er im nahen Oregje Streit, wobei etliche Fenster in Trümmer gingen. Glück Dnd Glas, wie bald bricht das ... So wurde er bei der Gutsherrschaft Slivnica verklagt und der Amtsmann erkannte die Konskription als einzig geeignetes Mittel (mit dem waren sie immer schnell bei der Hand!), den plötzlich zum Störenfried Gewordenen abzuschaffen. Er wurde zum Militär überstellt und kam als Soldat um 1840 nach Italien, Der gute J^purebauer kaufte ihn aber um 1200 fl (eine große Summe für damals) los. Doch der überglückliche junge Mensch sollte die bessere Zukunft nicht mehr erleben. Denn drei Tage, nachdem er die Freuden botschaft erhalten hatte, »sprang ihm«, so wurde mir berichtet, »aus Freude darüber in Verona das Herz« und machte die Kir ' er Liebe in der fernen Heimat zu vaterlosen Waisen. Und wieder zeigte sich das Herz des alten Spurebauers in vollem Uchte: er nahm die Enkel zu sich. Der ältere, unser Johann Pungartnik, beerbte den Spure bauer und seine leibliche Mutter, deren Namen er führte. Sein Großvater mütterlicherseits war übrigens ein angesehener Mann, war Schaffer der Herrschaft Slivnica und Kir-chenpropst hierselbst. Er genoß vollstes Vertrauen, hob den Zehent ein, veran-laßte die Robotleistungen und wurde 1847 als erster am neuen Friedhofe hier begraben, der hiefür vorzeitig eröffnet und eingesegnet wurde. Auch Johann Pungartnik wußte mir eine Menge wertvoller Sagen zu berichten, so von Hausschlangen, Hexen und UIo-zek, dem Geisterwalde. Ob Freund Pungartnik noch lebt? — Kaum. »Mariborer ZeIhtnK« Nummer tt). Xo&rdfiurs au0 Dem Senfter VERZWEIFLUNQSSCHRITT EINER GREISIN IN GEISTIGER UMNACHTUNG. — HUuiSotit Türftffff REPERTOIRE. Oiensfag, den 24. Jänner 1099. Ivan G a b r i Leiter des Propaganda-* dienstes des Büros »Jugoslavia« in Hamburg, das schon drei Jahre für die Vertiefung der gegenseitigen Wirtschafts- und Fremdenverkehrsbeziehungen erfolgreich wirkt, sprach über die Bedeutung der bei den Welthäfen. Seine Ausführungen waren von prachtvollen Tonfilmen u. Lichtbildern begleitet. Herr Gabri£ wird in den nächsten Tagen seine weiteren Vorträge Uber dasselbe Thema auch in Ljubljana, Kranj, Radovijica, Kamnik usw. halten. m. Bfliardtumier Maribor—Ljubljana. Kommenden Sonntag wird im Cafe »Ja-dran« ein Billard-Wettbewerb zwischen den Repräsentanzen von Ljubljana und Maribor ausgetragen werden. Mittwoch abends halten zu diesem Zweck die Spieler der ersten und zweiten Gruppe im Cafe »Jadran« eine Zusammenkunft ab. m. Aufttauschtlieateryorstelluagefi Ljubljana — Maribor. Anläßlich des 20. Todestages des großen slowenischen Schrift stellers Ivan Cankar wird am 5. Februar im Schauspielhaus in Ljubljana eine Can-kar>Büstc, ein Werk des akademischen Bildhauers Pirnat, enthüllt werden. Die Feier ist mit Austauschvorstellungen des Mariborer und des Ljubljanaer Ensembles verbunden. Das Mariborer Theater bringt am 7. Februar Cankars »Kralj na Betaj-novi« in Ljubljana zur Aufführung, wogegen das Ensemble des Ljubljanaer Schauspiel mit Cankars :^Knechtcsichlskaft'e<'i sind 50 Jahre verfk>s&t'n. p. Dr. Willy Blanke 50 Jahre alt. Morgen, den 24. d. M. feiert der weit und breit bekannte und beliebte Arzt Dr. Willy Blanke in Ptuj in seinem Familienkreise seinen 50. Geburtstag. Der Jubilar absolvierte sein Mittelschulstudium in seiner Heimatstadt und bezog sodann die Universität Graz. Als junger Arzt trat er in den Dienst des Oesterreichischen Lloyd und nahm als Schiffsarzt an vielen Asien-Reisen teil. Bei Ausbruch des Weltkrieges war Dr. Blanke an der russischen Front tätig, nicht ungefährlich war auch seine spätere Tätigkeit auf dem in der Adria kreuzenden Rotkreuzschiff der einstigen Kriegsmarine. Nach dem Kriege be tätigte sich Dr. Blanke eine Zeitlang in Graz, wo er auch eine Tochter des Für-stenfelder Sanitätsrates Dr. Heinrich ehelichte. Darnach ließ sich der Jubilar in Ptuj nieder, wo er nun neben seiner Privatpraxis seit Jahren auch den Dienst als Chefarzt des Kreisamtes für Arbeiterversicherung versieht. In den letzten Jahren befaßt sich Dr. Blanke intensiv mit der Tuberkulose-Bekämpfung und mit der Röntgenologie, in der er auch in Fachkreisen als Spezialist gilt. Während der Steudte-Aera versah Dr. Blanke auch den Dienst als Chefarzt der Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Ad multos annos! Am 23. November gelang es einem »schweren Jungen«, aus dem Kranken-liause von Bückeburg auszubrechen — mit nichts bekleidet als mit dem Nachthemd. Acht Tage lang brachte der Ausreißer m dieser dürftigen Bekleidung in Wäldern zu und schlief nachts unter Laub, ohne daß er ernstlich Schaden nahm ... Heller Kopfl Praktische! Sinn! Inserieren bringt Gewhm! tUuktUhUH MS Cäk »Mirlboftr reRmifc Nomtr 19. Dian&tag, den 24. Jlitntr 1090. !7lu0ig(d :B6rfrngrf(l^afl WOCHENBERICHT DER OEOORADER BÖRSE. Effekten: Die Börse war fiit In der ganzen verflossenen Woche In einer ruhigen Stimmung. Die Kurse der Effekten liaben sicli kaum verändert. Im Vergleich zu den Kursen der Vorwoche haben fast aile Staatspapiere etwas nachgegeben. Einzig die 8%ige Blair anicihe ist um yi Punkt gestiegen. Unverändert blieben die 7%ige Investitionsanleihe, die 4%ige Agrarobllgatlonen, die 7%ige Scligmananleihe und die 7%ige Stabiiisationsanleihe. Vergleicht man die Kurse der Staatspapiere vom Ende der vergangenen Woche mit denjenigen der Vorwoche, so ergibt sich das folgende Bild: Kurse am 13.1. 20.1. Kriegsschadenrente 473,^ 472.-* 7% Investitionsanleihe 100.— 100.— 4% Agrarobli/3:ationen 60.50 00.50 6% Begiukobllgatwnen 90,50 80.75 20. I. 89.--91.-f)8.-100.— 98.— Kurse am 13. I. 6% dalm. Agraroblig. 89.90 7% Blairanleihe 91.25 S% Blairanleihe 97.50 796 Sellgmananltihe 100.— 7% Stabiiisationsanleihe 9Br-^ Aktien: Die Aktien der National-b a n k zeigten sich nur im Angebot zum Kurse von 7800. Schlüsse wurden nicht getätigt. In Aktien der Privilegierten Agrarbank war die Tendenz besser. Es wurden Schlüsse zu 230—229.50 Dinar getätigt. Devisen: Die Cleiringntark wurde stalle zum Kurse von !380|;etätlgt. Der Kurs blieb unverändert. Das Pfund Sterling notierte ständig 238 Dinar plus Prämie von 8.40%, d. h. zu 258. — Die griechischen Bons sind fester; der Kurs war 37.75. (ErricOtuno rinrr ftoatli(6rn bffenftrne in 3ugoflatofen ? in letzter Zeit mehren sich die Stim-' besonderen Devisenstelle in Jugoslawien mon aus den führenden, jugoslawischen wäre nicht gleichbedeutend mit der Aus- Wirtschaftskreisen, die immer dringlicher die Grüdunp: einer besonderen staatlichen Stelle fordern, der die Führung der Devisengeschäfte und der Devisenpolitik Jugo slawicns übertr^gLMi werden soll. Die Funktion der Devisenbewirtschaftung fällt ln.'lJiandel8- und Industrie-miniiteriuma, des Finanzministeriums, der Inspektion der Landesverteidigung, des Institutes zur Förderung des Außenhandels. des itändigen Koordlnatlonsaua-schussea, der »Prixad« u. t* m. Auf diese Weise würde die Devisenbewirtschaftung durch Zusammenwirken aller die Außenpolitik führenden Stellen die wünschenswerte zeltgemäße Ausgestaltung und Aus richtung erfahren, die ihr bisher fehlte. Die jugoslawischen Wirtschaftskreise verfolgen die auf die Errichtung einer besonderen Devisenbewirtschaftungsstelle gerichteten Bestrebungen mit, größ]{em Interesse und bezeichnen sie ais eine unerläßliche Notwendigkeit für ein klagloses Funktionieren vor allem unseres Außenhandels. X Die Sfiaricasatnvtrordnttog dürfte, wie aus Beograd berichtet wird, teilweise abgeändert werden. Gegen elnzelhe Be- stimmungen der Verordnung wurden viet-fach Bedenken geäußert, so besonders in der Frage der Krediterteilung an die eigene Gemeinde. Auch die Bestimmung, daß die SelbstverwaltunRssparkassen einen bestimmten Einlagestand nicht überschreiten dürfen, wird als unhaltbar angesehen. X EhM Anstalt für Devisen- und Valu tangeichiftt soll In Beograd ins Leben gerufen werden, um die Nationalbank zu entlasten. Die Gründung dieser Anstalt ist nach Beograder Meldungen in einigen Wochen zu erwarten. X Konkursabschaffung; Johann S t i • berc, Kaufmann in Märibor, da die gc-sammte Masse verteilt erscheint. X Die Auafuhrquote für Holz nach Deutschland wurde nach Mitteilungen der Nationalbank für' das erste Vfertellahr 1930 deutscherseits mit 2,736,000 Mark festgesetzt, was 0 Prozent der im letzten Vierteljahr 1938 in Deutschland für jugoslawische Rechnung im Cleariilg eingezahlten Beiträge ausmacht. :]Do:Braunschweig ist ein Sackbahnhof«, lächelt der Zugftihrer, »da ist nun einmal nicht zu machen.« »Nichts zu machen?« ruft Federmanii, i »ich verlange mein Fahrgeld zurück, und außerdem — mir wird Übel, wenn ich rückwärts fahre.« »Aber, aber —!« lächelt der Zugführer weiter, »wenn Sie so empfindlich sind, warum haben Sie Ihr Gegenüber nicht ge beten, den Platz mit Ihnen zu tauschen?« • »Hätf ich längst getan«, ächzte Fedor-niann, »aber mir gegenüber sitzt ja nh?-mand!« Von den Frauen. »Wahrscheinlich gibt ea cme' ganz^: Menge Frauen, die etwas für sich behalten können; die meisten bemühen sich jedoch, Geheimnisse in Umlauf zu erhalten.« den nächsten Tag. In seinem Zimmer im Gasthof will er die Melodie schreiben — da kommen ihm hundert Melodien, und über allen lächelt der Mund der Fremden, wie die wiedergefundene Heimat. Notenblatt um Notenblatt füllt sich mit den Zeichen der Klänge. Vergessen sind Muhme, Schneidermeister, seine Geltung in der Welt. Er lebt nur noch in einer neuen Musik, deren Har monien ihn umweben und umschweben, als bestände das ganze All aus Tönen -. .. Fiebernd eilt er am nächsten Tag und an den folgenden in den Wald. Unter dem durch Blattwerk fallenden Sonnengeriesel wartet seine schöne Bekannte schon auf den gemeinsamen Spaziergang. Ihre Hand liegt wie ein kostbar zerbrechliches Geschenk in seiner, wenn er ihr zur Begrüßung mit einem leichten Beben seiner Lippen huldigt. Ganz nah beieinander schreiten die beiden Menschen auf verlassenen Waldwegen dahin. Sie sprechen über Musik, über die Welt, das Leben. Sie sprechen nur nicht von sich, und gehen iiald Hand in Hand. Und einmal geschieht es — sie haben sich ins Moos am See gesetzt und ihr Kopf beugt sich zu ihm — daß er sie küßt! Die Fremde schließt die Augen und hält still, wehrt ihr nicht, aber auf dem Rückweg bleibt sie nachdenklich und schweigsam. Als sie sich abschiednehniend die Hän- Dienstag, den 24, Jänner 1939. 7 »Mariborer Zeitung« Nummer SMdMmSmtU» OtodE) ad^t <$egner im QBfnter-iSup VIER SEM1FINALE$PIET.ER — SIEGE DER FAVORITS IN BEOGRAD — jKJRA-DJANSKIS« UNENTSCHIEDEN IN SPLIT— CHANCE FÜR »SLAVIJA« (SARAJEVO) Im Winter-Cup wurde gestern in beiden Gruppen das erste Semifinale zur Erledigung gebracht. In Beograd marschier ten alle vier Ligamannschaftcn .luf, die über 6000 Zuschauer hcrafllockte>.« Auch Minister für KörperertUchiigung )k\ a -s t r ü V i c wohnte eine Zeitlang den Spielen bei, von denen als erstes das Treffen B S K gegen »J e d i n s t v o« vor sich ging. Der BSK gab sich zunächst vergebens Mühe, aus seiner Feld-Uberkgenheit einen Erfolg herauszuschla gen. Erst zwei Autogoals des Wieners Un Bchuld, der bei »Jedinstvo« den; linken Half spielt, brachte eine Wendung, obgleich Gli§ovic erst in der 34. Minute der zweiten Spielhälfte das Resultat auf 3:0 zu stellen vermochte. Umittelbar fiel auch der Ehrentreffer für »Jedinstvo« aus einem Sololauf 2ivkovic'. 3:1 (2:0) lautete somit das Ergebnis. Als zweites Paar be-2X>gen dann »J u g o s 1 a v i j a« und der B A S K das Spielfeld. Es kam alsbald zu vehementen Angriffen auf beiden Seiten, so daß sich die Zuschauer rasch mitgerissen fühlten, öirfd und Rakar brachten »Jugoslavija« schon vor der Pause in Führung. Nach Wiederbeginn trat »Jugoslavlja« nur mit zehn Spielern an, da ein Spieler wegen eines J\4agen-schusses spielunfähiig wurde. Trotzdem konnte BASK nicht viel ausrichten. Lah nützte zwar einen Fehler der gegnerischen Verteidigung aus und drücktc das Resultat auf 2:1 herab, doch war dies auch der einzige Erfolg. Auch in der Gruppe West gab ee gestern zwei flott geführte Kämpfe, die sich eines ziffernmäßig großen Besuches erfreuten. In Zagreb standen sich »C o n-c o r d i ac und »S 1 a v ! j a81:1-vija« mit 5:1 siegreicii. Auswärtige Fußballspiele. Osijek: Slavija—Gvozdjar 8:2, Bata rovo)—Graficar 4:0. Varaidin: Slavija—Skaltovci ('• v 0 j e v i c gewählt. 9tt9»qH in tfrlfe In Celje trugen gestern »Celje« und »01 y m p« das erste Fußballmatch im neuen Jahre aus. »Celje« kam schon in der ersten Halbzeit mit 3:1 In Führung, doch konnte die stark verjüngte Mannschaft des SK. Olymp nicht nur den Einstand Avieder herstellen, sondern auch mit 4:3 noch einen schönen Sieg feiern. 3aftrMloqunQ 3uqol!atoi-fd|^ 3ka5fo5mDtrbon&M In Zagreb fand gestern die Jahrestagung des Jugoslawischen Radfahrerverbandes statt. Da der Obmann sowie dessen Stellvertreter wegen verschiedener Differenzen nicht erschienen waren, führte der Obmann des Zagreber Unterverbandes S1 e-z a k den Vorsitz. Vertreten waren insgesamt 47 Vereine, darunter auch die Mariborer Radfahrerklubs bzw. Sektionen. Einer eingehenden Diskussion wurden die vorjährigen Rennen unterzogen, wobei man auf verschiedene Fehler verwieß. Der Delegierte des Sportklubs »Hermes« kritisierte die Aufstellung der jugoslawischen Mannschaft beim Etappenrennen Beograd-Sofia sowie bei der Deutschland-Rundfahrt, da eine Reihe von befähigten Fahrern unberücksichtigt blieb. Zu einer Kampfabstimmung kam es bei der Wahl des neuen Obmannes. Der bisherige Vorsitzende Rosenberg erhielt 40 und sein Gegenkandidat Mihanovic schließlich nur 2 Stimmen. In den Ausschuß wurden zum Großteil auch die bisherigen Funktionäre gewählt. S>ie Xranitfmeiittrfd^aften in asremen Bei den deutschen Hallentennisnieister-schaften in Bremen erreichten nun auch Henkel und R e d l das Semifinale, in das bereits Roderich Menzel und Csi-kos vorgerückt waren. Henkel schlug Dailos mit 6:4, 8:10, 6:4 und nachhcr den Mitic-Bezwinger Göpfert mit 6:3, 10:8, 6:3, während Redl den Berliner Werner ^nefboten Der Stadtweiner. In New York unterhielt man dereinst auf Gemeindekosten einen Mann, der durch wilde SchmerzensäuBcruiii^i'n dn-i'iir zu sorgen hatte, daß bei Sterhetällcn kein peinlicher Mangel an äußerer Trauer bemerkbar wurde. Man nannte ihn ck-n »Stadtweiner«. Fiines Tages nun sah der Bürgerrnui-ster, auf dem Woge zu einem großen Begräbnis, zu seinem Erstaunen den Stadl-weinur müßig vor der Tür seines Hauses stehen und die Hände in den Hosentaschen gelassen den Himmel betrachten. »Warum gehst du nicht in deinen Dienst?« brüllte der Hürßermeister entrüstet. »Ich muß heute das Weinen a^sfalkn lassen, Sir,« sagte der Stadtweiner. »Meine Frau ist gestorben.« » Und wenn Sie der König vo« Enf»l«nd wären! Vor vielen Jahren machte ein gewiss*.! Rufus Isa^cs, ein Bürschchen, das daheim nicht gut getan hatte, seine erste Reist' von England nach Indien, auf einem englischen Dampfer, der den jungen Menschen als Steward und Barmann aufgenommen hatte. Eines Tages verlangte ein reicher englischer Passagier, der junge Steward möge ihm einen Cocktail mixen, nach außerordentlichen, den Gesetzen des Alkohols ganz widersprechenden Vor Schriften. Rufus Isaacs weigerte sich, das Rezept auszuführen, beschwor, daß das Gemisch, da so entstünde, ungenießbar de reichen, wendet sie sich eilig um und geht davon, ohne vom nächsten Tag zu sprechen. Viele Male geht er durch den Wald. Er sieht sie nicht wieder! Nur einmal ist ihm, als fahre sie in einer Kutsche neben einem Herrn mit eisgrauem Haar an Ihm vorüber. Da es fast Abend ist, glaubt er, sich getäuscht zu haben, denn die Kutsche biegt in den Schloßhof ein. Noch ein paar Tage bleiben ihm von seinem Urlaub. Sie bringen einen trübsinnigen Regen über die Landschaft. In solchem Wetter wird die schöne Unbekannte keine Spaziergänge machen. Mag sein Herz nach einem Wiedersehen brennen — eine unerklärliche Scheu hält ihn zurück, Erkundigungen einzuziehen. Er ahnt das Geheimnis, das um die Fremde einen Schleier webt und kann nicht einmal recht traurig werden, denn jedes Erinnern der wie ein Geschenk empfangenen Stunden, jeder Gedanke an die Entschwun dene überschüttet ihn. Heimgekehrt nach Dresden, beginnt er die Sichtung der Motive. Es war wie der Hauch des unbegreiflich Vollendeten, was Eutin ihn erleben ließ. Nur in Tönen ist es Wirklichkeit geworden — --- Berlin, 18. Juni 1821. Die Kaleschen fahren vor dem Schauspielhaus auf. »Der Freischütz«, roman- tische Oper von Carl Maria von Weber, steht auf dem Theaterzettel. Die Berliner Oper hat ihren großen Abend. Die ganze Musikwclt der deutschen Lande gibt sich im festlich strahlenden Hause ein Stelldichein. Der Hof ist vertreten, die reichen Bürger der Hauptstadt Preußens haben sich geputzt und sogar der Herren Rezensenten scheint sich eine erwartungsvolle Erregung bemächtigt zu haben. Der Komponist, königlicher Hofkapellmeister zu Dresden, fiebert der Aufführung entgegen. Neben ihm in der Loge sitzt Graf Brühl, sein Entdecker für Berlin, und die Gattin — aufklingt die Musik — und bald rast das Haus in Beifallstür-men. Die Huldigungen vor dem Zwischenakt rufen den Komponisten auf die Bühne. Fast erschöpft kommt er ins Foyer, von Freunden und Getreuen erwartet. Einmal geht am Arm eines silberhaarigen Mannes eine Dame an ihm vorbei. Weshalb glaubt er, diese feine Nacken-Unie zu kennen? Noch einmal fällt das Dunkel in den Zuschauerraum und noch einmal wird es ein Sieg ohnegleichen. Die Berliner lassen den Schöpfer des Werkes kaum von der Bühne herunter, als der Vorhang sich zum letztenmal gesenkt hat. Weber verabschiedet sich am Ausgang des Schauspielhauses von den vielen, die ihm gratulieren — wieder erscheint die Dame, und der hochgewachsene Herr sagt halblaut, so, daß er es hört: »Das ist Carl Marat von Weber — er stammt aus unserem Eutin.« Sie blickt zu ihm hin, wird über und über rot und schlägt ihre traurigen Augen nieder. Graf Brühl verneigt sich sehr tief, — die Dame lächelt mühsam — und dann ist sie vorüber. Vor Webers Augen flimmert: das Sonnenlicht des heimatlichen Waldes. Er sieht den schönen Schritt der Fremden, wie sie sich am letzten Nachmittag von ihm entfernte. Hundert herrliche Melodien hatte er davongetragen und eine wehe Erinnerung. Neben ihm steht die Gattin, begeistet und beschämt zugleich vor den Weber wiederfahrenen großen Ehrungen — sie weiß von dem Eutiner Zwischenfall nichts, und es war auch wohl so, daß es gar nicht zu erzählen ist. Das Glück wirft dem Künstler die Erlebnisse in den Weg und nimmt sie ihm wieder, wenn sein Werk entstehen soll — geheimnisvoll und erbittlich führt ihn das Schicksal auf des Ruhmes Höhen. Brühls Worte rufen den Gefeierten zurück in die Wirklichkeit seines Erfolges und erklären den wohlabgestimmten Grüßen der eben erfolgten Begegung. — »Sogar der knorrige Großherzog von Oldenburg ist mit seiner Tochter hierhergeeilt, Meister. Morgen wird die Groß-herzogintochter — die Dame an seinem Arm — hier in Berlin ihrem Verlobten zugeführt — sie kennen sich nicht die beiden Menschen — doch sie sind seit langem für einander bestimmt.« Mehr hört Carl Marat von Weber nichi. Er wendet sich ab und sieht gerade noch, wie die fremde und die bekannte Dame am Portal mit ihrem Tuch über die Augen fährt und ihn mit einem letzten Blick grüßt. Dann ist auch das vorüber . . . Den fremden Musikanten aus Eutin hat diese Nacht zum Liebling Deutschlands gemacht — und er mußte in jener gleichen Nacht, da er die Fremde aus Eutin wiedersah, ohne sie sehen zu dürfen, zugleich die Zwiespältigkeit alles Glücks spüren. Er stürzte sich in die Arbeit der »Euryanthe« und schrieb alle Lieder für die junge Großherzogin. Sie muß ihn wohl verstanden haben: in Wien, in London, überall, wo eine neue Oper von Weber aufgeführt wurde, erschien sie, und bald konnte sie wieder lächeln wie einst. Sic blieben durch die Töne und ihr fernes Lächeln immer miteinander verbunden, nh ne je im Leben noch ein Wort zu wechseln. )Mariborer ZeHungc Nammer 10. 8 Dienstag, den 24. Jänner 1d90. sei und daß er, der Steward, übrigens seinen guten Rur nicht aufs Spiel setzen dürfe, indem er eine solche grausame Mischung zusammenbraue. Aber der reiche Gast ließ sich so niclit abfertigen und rief in der Erregung aus; »Und wenn Sie der König von England wären, würde ich Sie jetzt dennoch zwingen, meinen Auf-trag auszuführen!« Und nun noch ein letztes Kapitelchen dieser kleinen Geschichte. Rufus Isaacs ist rw'ar natürlich nie König von England geworden; immerhin aber Vizekönig von Indien, was schließlich für einen, der als Barmann anfing, nicht ganz alltäglich ist. Kürzlich starb dieser Isaacs. Unter dem Namen: Lord Reading. UtüktisdtB kfudtB In noch nicht zwei Wochen sind eine Million Sekunden vergangen; eine Billion Sekunden bedeuten 30.000 Jahre! StoHe 30^ TCatte POße sind ein sehr weH vtibrei-tetes Übel der meist sitzenden Perionen; manche können lich kaum im Bett erwftr-men. Kalte Füße sind ein Zeichen von Blutmangel in diesen vom Herzen entfernten Körperteilen und von einer schwachen Blutzirkulation, zwar an und für sich nicht gerade gefahrlich, aber geeignet, die Ursache zu ganz gefährlichen Krankheiten bilden zu können. Das beste ist freilich Verhütung dadurch, daß man diesen mechanisch notwendigsten Qliedmas-sen auch die gehörige Berücksichtigung zuteil werden Iflßt. So hüte man sich vor zu engen Schuhwerk, wodurch die Eitelkeit sich sehr oft an deih eigenen Körper und manche gefallsüchtige an dem ihres ISari« Dro&te: 3l6tran«Dort Oer 3it»ili|len An vei'sciiiedencii Stellen in der französis Übungen statt, bei denen u. a. auch der b listen geübt wurde. 2000 Personen, die k Mös'IichUeit haben, sich zu Verwandten Nnclit vorher durch die Prätektur benach M'iircn zwei Flüchtlingszüge besetzt und für den Transport benutzten Güterwagen chen Hauptstadt fanden große Luftschutz-eschleuni^ Abtransport von 2000 Zivieine Beschäftigung in Paris und keine in der Provinz zu begeben, waren in der richtigt worden. Innerhalb 12 iVlinuten konnten abrollen. Unser Bild zeigt einen während der Hebung nd in Hand Roman von 19 Hans Hirthammer Urheber ■ Rechtssehutx durch Vertan Qskar iv^e'fiter, Werdau mit Marlene Er folgte dem Manne über sorgfältig {;cpflegte Parkwege ins Haus, in dessem Innern eine peinliche und etwas luxuriöse Sauberkeit herrschte. Schließlich stand IT stockendem Atems in einem geräumi-pen, sehr erlesen eingerichtetn Besuchszimmer. >>Nehnien Sie doch einslweüen Platz!« forderte sein Führer auf, als er aus dem anschließenden Zimmer zurückkam. — s>Herr Doktor Petzold mächt gerade Visite. Er bittet Sie, sich einen Augenblick zu /gedulden.« Lorenz nickte mechanisch und ließ sich i" einen Sessel fallen. Aber schon nach v.ün\'];en Minuten sprang er wieder auf, getrieben von der Spannung, die seine Nerven zu zerreißen drohte. Er durchquerte den Raum und blickte durch das Fen5;ter in den Park. Es w'cir dies der hinter dem Hause liegende Tl'I, sehr groß angelegt, wie es Rciiien, mit altem, gut gepflegtem Baumbestand. Auf einer Lichtung spielten Kinder, die von einer Krankenschwester betreut wurden. Was aber seine Aufmerksamkeit in besonderem Grade fesselte, war ein schmuk kes Gartenhaus, im Stil rines amerikanischen Bungalows, das et^vas abseits vom Hauptpiebäude, hjilh zwischen Bäumen versteckt, sichtbar wurde. Das Gartenhaus schien unbewohnt zu sein, jedoch drang aus den offenen Fenstern das Uirniende Geräusch von Handwerkern. Eben trat ein Mann mi blauem Kittel aus der Haustür, der ein Eisenrohr trug. Lorenz fühlte bei diesem Anblick eine ^^roße Erleichterung. Sicher war dies das Hnus. worin er mit Marlene und den Kindern wohnen sollte, und man bereitete schon seinen bevorstehenden Einzug vor. — Ein entzückendes Helm für Marlene, für den Zirkus. Oh, hier würde seine Frau wieder gesund und froh werden. Hier würde er regieren, entronnen der bösen Zeit, und würde langsam wieder glauben lernen. Und wenn er nach des Tages Arbeit hinübergeht, wird das Lachen der Kinder ihm entgegentönen, Mar lene wird am Fenster stehen und ihm zuwinken . . . Das Geräusch einer sich öffnenden Tür riß ihn aus seinen Träumen. Er wandte sich um und sah sich einem Manne gegenüber, der ihn fast um Haupteslänge überragte. Der Eingetretene hatte schwar zes, sorgfältig gescheiteltes Haar. In merkwürdigem Gegensatz dazu standen die hellgrauen, fast farblosen Augen, die mit einem unangenehm forschenden Ausdruck auf den Besucher geheftet waren. »Was verschafft mir das Vergnügen?« begann Dr. Petzold. Der Ton seiner Frage klang ungeduldig, als wollte er zum Ausdruck bringen, daß seine Zeit bemessen sei. »Ich bin Doktor Burmester aus Heidmühle!« sagte Lorenz. Aber er wartete vergeblich auf ein freudiges Aufleuchten in den Mienen des anderen. s-Ja, gewiß, Büttner nannte mir bereits Ihren Namen. Er erzählte mir aUch etwas von einer Stellung, die Ihnen mein Vorgänger angeboten haben soll. Davon ist mir allerdings nichts bekannt. Ich wüßte auch gar nicht, wie sich das bewerkstelligen ließe. Es wäre bedauerlich, wenn Sic etwa mit bestimmten Hoffnungen gekommen sein sollten.« Lorenz stand vollkommen fassungslos. Er blickte in das unbewegte, gleichsam Töchterchens versündigt Es Ist zwar allgemein bekannt und eigentlich selbstverständlich, daß Einpressung die Blutzirkulation hemmt, doch in Wirklichkeit danach gerichtet wird tich wohl nach kti-nem Orandiatzc so wenig wie nach diesem. Dann ist die erforderliche trockene Wannhaltung der FQße nötigl Die Neigung zu kalten FQßen, die bei vielen Personen vorhanden ist, zeigt sich im unangenehmen GefOhl des Kaltseins, das sich beim Sitzen einstellt, eher als bei anderen Personen. Jetzt ist die richtige Zelt der Vorbeugung, und das kann auf dem einfachsten und natürlichsten Wege' geschehen, nämlich durch Nötigung des Biutzuflusses nach diesen Teilen. Das geschieht durch Bewegung. h. windschiefewkichetrockeflstangeo. Wäscheleinen werden oft tage- und nächtelang im Freien belassen. Bei Regen verkürzen sich die Leinen mit elementarer Kraft 80 stark, daß diesem Zug die tief im Erdreich versenkten ^Väschestangen nicht standhalten. Hausfrauen, nehmt über Nacht und Regen die Wäscheleinen ab! Kl«ln« Anaalflttn lioaton BO Par* 'pro Wortt In dar Rukrik MKerr*. ■pondans" I Dinar t Dia Inaaratanatauar (S Dinar Ma 40 Warta, 7'BO Dinar fOr oröaaara Aiiialgan) wird baaondara hawaahnat § Dia MlndaaMaiia fOr aina hMilH# AnialM batrMt 10 Dinar i FOr dia ZÜ* «•ndung von ehUfr. Briaibn lal aIna ^bfihr von 10 Dinar bu arlagan t Anfragan Ist aIna Oabfllirvon 3 Dinar In r»ualmarkan taiiaKiMlaaaan ftfffitr Tfaomssscillacke ktzt bllilger! 18% Wagsonsendiinx franko Station LJubljana zu Din 92.% en detail in Maribor zu Din 110.— pro 100 kg. Kmetiiska dni2ba, Maribor. Meliska ce-sta. Tel 20-83. 365 Mascblnschrelhtrbefieai Ver- viefältifungen. Ltclitpausen, Uebersetzungen billigst bei Kova& Marfbor. Qösposka 46. 13097 Hundt Seldenpintsch« womög lich Weibchen, zu kaufen ge sucht. Offerte: BrcK bei Ptuj Nr. 11, 0. H. 584 2ii Möbel und Wäsche billig zu verkaufen. Sodna ul. 25-11, hei Georg Moser. 605 Zu yUHiititk Möbl. 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Proipekte auf Veriaotren versteinerte Gesicht des Sprechenden, und plötzlich fiel ihm ein, daß es jetzt um alles ging, um das nackte Leben. Gr nahm seine ganze Kraft zusammen. »Vermutlich ist Herr Doktor Gerold nicht mehr dazu gekommen, Sie von seinen Entschlüssen zu unterrichten. Vielleicht hielt er es auch vor seiner Rückkehr nicht für notwendig, ich weiß ja nicht, in welchem Verhältnis Sie zu ihm standen.« »Ich war sein Mitarbeiter!« entgegnete Petzold spöttisch. »Kollege Gerold pflegte sich in allen entscheidenden Fragen mit mir zu beraten. Er hätte eine so bedeutsame Anordnung, wie sie die Zuziehung eines Assistenten doch immerhin ist, unter keinen Umständen ohne mein Wissen getroffen.« »Dann weiß ich allerdings nicht, wie Sie sich den eindeutigen Inhalt dieses Schreibens erklären wollen.« Lorenz entnahm seiner Brieftasche den Brief und überreichte ihn Dr. Petzold. »In der Tat, sehr merkwürdig!« sagte Petzold, als er gelesen hatte. Er schien kaum beeindruckt. »Selbstverständlich muß ich auf der Erfüllung des Versprechens bestehen. Ich habe meine Praxis in Heldmühle niederge legt, habe meinen Haushalt dort aufgelöst und bin nach Berlin gereist, um hier in Dahlem meinen Posten anzutreten.'Ich glaube, daß sich damit jede weitere Diskussion erübrigt.« Dr. Petzolds Augen wurden noch um einen Grad schärfer und stechender. »Sie irren, Herr Kollege! Ihr schöner Brief kümmert mich nicht im geringsten. Kollege Gerold hat mich testamentarisch zu seinem Nachfolger bestellt. Ein erfahrener Berliner Kollege, der meine bisherige Stellung einnehmen wird, ist bereits verpflichtet und wird in den nächsten Tagen in die Klinik übersiedeln. Sie werden mir doch sicher nicht zumuten wollen, mein Herr, daß ich meine getroffenen Ab machungen ihretwegen im letzten Augen blick wieder über den Haufen werfe. — Aber Sie müssen mich entschuldigen, meine Zeit ist wirklich —« »Und dieser Brief?« rief Lorenz unbeherrscht. »Ich bestehe auf Doktor Gerolds Zusagel« Petzold trat einen Schritt näher an Lo renz heran. »Ich möchte nicht, daß Sic sich einer aussichtslosen Sache wegen in Unkosten stürzen. Einzig darum will ich Ihnen sagen, daß dieses Schreiben vom juristischen Siiindpunkt aus wertlos isl. Doktor Gerold war ja gar nicht berechtigt, ohne meine Unterschrift mit Ihnen abzuschließen. Ich habe seinerzeit durcii meine finanzielle Beteiligung die Gerold-sche Klinik saniert und mir in diesem Zusammenhang selibstverständlich bestimmte Rechte einräumen lassen. — Und nun, denke ich, daß wir unsere fruchtloso Unterhaltung beenden können.« »Wie Sie wünschen! Natürlich werdi^ ich es nicht dabei bewenden lassen!« »Daran kann ich Sie nicht hindern!« lächelte Doktor Gerold. »Ich wünsche Ihnen recht guten Erfolg.« Lorenz wußte später nicht mehr, wie er auf die Straße hinausgelangte. Er kam erst wieder zu sicli, als er bereits ein».' lange Zeit planlos umhergeirrt war. ». . . Abgestürzt! — Das Genick ^ brochen!« Das war sein erster zusammenhän;;!.. der Gedanke. Es mußte schon gegen Mit tag sein. Die Sonne stand glühend am Himmel und verwandelte die Schluchtcn der Straßen in w;ahre Brutofen. »Abgestürzt! Das Genick gebroclien.. ^ Wie war das eigentlich? Von wem hatte er diese Worte gehört? Da war doch irgendein Mann gewesen, der ihm irgendeine verrückte Oeschichte erzählt hatte, von einem Berg, ja, richtig, nun fiel es ihm wieder ein. (Fortsetzung tolgt.) ClictVcdaUteur uud für die Redaktion veranlworllicli; UDO KASPER. — Druck der „Marlborsku liskania" in Maribor. ~ Für den Herausgeber unü den Drucii voraotworUicb Direktor STANKO DGT£LA. — Beide woiinhaft in Maribor.