Nr. 273. Donnerstag. 26. November 1908. 127. Jahrgang Zeitung Vrilnumerailonöprelö : Mit P oslvrr ! rn d» i> n : ua»zj«ysil, »0 X, „albiülinq 1K ll, Im «omor : ganzjährig R2 lc, halbjädrig il « Für die Zustellung in« Hau« ganzjährig ii li. - HnsertwnKgebUhr: ssür lleine Inleraie b<« zu 4 Htilen »0 l,, aiöher? per Heile lll k; bei üsteren Wiederholungen per Zeile « k. Dir '^aibacvcl Zriümg» schein: lHsslich, mi< «uencilim!' bri Honi, mid ,: die «ldaltion Volmaünnasse Nr. 10. Nprechstunbrn der MedaNion oui, » bi« >0 Uw vl» mittag«. Unfianlierte «rlese werben nicht angenommen. Manustrivt, nicht zurüllgeftellt. Telephon-Nr. der «edaktion 52. Amtlicher Geil. Der Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht hat den SuPPlenten am Staatsgymna-sium mit deutscher Unterrichtssprache in den königlichen Weinbergen Josef ^< erad zuln wirtlichen Lehrer am Staatsgymnasium niit deutscher Unterrichtssprache in Laibach ernannt. Der Leiter des Ministeriums für Cultus und Unterricht hat den Provisorischen Hauptlehrcr an der Lehrerbildungsanstalt in Eapodistria Franz M a -«era zum definitiven Hauptlehrer an der Lchrcr-innenbildungsanstalt in Görz und den Supplcntcn ain Kaiser-Franz-Iosef-Staalsglimnasiunl in Krain-burg Franz Verbiß zum provisorischen Haupl-lehrcr an der Lehrerbildungsanstalt in Eapodistria ernannt. Dm 24. Nuvcmln-r 1W8 wurde in der l, l. Hof. und Staats, druclcrci das (IX. Stück des NeichSgesehblattes in dclltscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dcm Auitsblaite zur «Wiener Zeitung» vom 24. Nc>-vembcr !^08 (Nr 272) wurde die Weiterverbreit«»«, folzirndrr Preßer^eulMsse verl'ot«-!!: Nr. 2i!5» ««lovonglci ^rnli» von« 1^. November 1908. Nr, 42 «N ^uln» vom 1. November 1!>0«. Nr. 23 .I'ra!«,l'li-> vom 1l». November 1908. Nr. 14 «?<>l!>'žl>i Ol'/.nr» voul 15. November 1!108, Nr. 316 «Bohemia» (Mittagsausgüde) vom Ili. Noveulbcr 1908. Nr. 7 .^lonnkl» vom 14. November 1W8. Nr. 47 «Unniwr» vom 15. November 1908. Nichtamtlicher Geil. Die Konferenz. Aus Paris wird gemeldet: Die zwischen den Mächien schwebenden Verhandlungen zur Feststellung des Konferenzprogramms laufen in zweifacher Richtung. Sie beziehen sich auf die vom Wiener Kabinette in seiner Antwort auf den russischen Kon-ferenzvorschlag gemachten Bemerkungen nnd haben zugleich den seitens der Pforte vorgeschlagenen Programmentwurf zum Gegenstande, der von dcm russischen (oder genaner gesprochen, vom englisch-franzö-sisch-russischen) nicht sehr wesentlich abweicht. Die Kritik, die ein Teil der englischen Presse an der Stellung Österreich-Ungarns zum vorgeschlagenen Konferenzprogramm übt, scheint insofern übers Ziel zu schichen, als die russische Diplomatie, wie aus beglaubigten Petersburger Berichten hervorgeht, die Note Österreich-Ungarns für eine taugliche Verhandlungsbasis ansieht, um zu einem schließlichen Einvernehmen zu gelangen. Dies ist denn auch der in der französischen Diplomatie herrschende Eindruck. (5s kann in der Tat weder Erstaunen, noch Überraschung hervorrufen, wenn man in der österreichisch-ungarischen Antwort, welche den Konferenzgcdantcn biliigi und ihm im Prinzipe zustimmt, zugleich auch die Vorbehalte wiederfindet, die Freiherr v. Ährenthal in seinen wiederholten Erklärungen in den letzten Delegationen zum Ausdrucke gebracht hatte. Man ist hier überzeugt, daß die sich vorläufig aus dem österreichisch-ungarischen Gesichtspunkte ergebenden Inkongruenzen, ebenso wie die geringeren, die aus dcm türkischen Vorschlage resultieren, eine allseits befriedigende Ausgleichung zulassen und zweifelt nicht, daß sie dank den überall vorhandenen guten Dispositionen eine solche schließlich erfahren werden. Nasch wird sich dies allerdings bei der Kompliziertheit des in Betracht kommenden Apparates nicht bewerkstelligen lassen und so glaubt man, den Zusammentritt der Konferenz kaum vor Februar 1909 ins Auge fassen zu dürfen. Gegen die von Österreich-Ungarn angeregte Wahl einer italienischen Stadt als des Konserenzortes, scheinen leine Einwendungen erhoben zu werden. Man hält den Kon-ferenzgedanlen in der französischen Diplomatie fort- gesetzt mit derselben Zähigkeit fest, wie vom Anbeginn der Wirren, aber mit crstarktem Glauben an fein Gelingen und — schon auch weil so eingehende Vorverhandlungen vorausgehen — mit gckrnfligtem Vertrauen auf eine erfolgreiche Tätigkeit der künftigen Konferenz. Die türkisch-bulgarischen Verhandlungen. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Die allgemein vorausgesehene Unterbrechung der Verhandlungen zwischen der Türkei und Bulgarien ist nunmehr eingetreten, es wird aber von beiden Seiten festgestellt, daß sie nur eine Pause bedeute, der bald eine Wiederaufnahme der Negozialionen folgen werde. Prüft man den tatsächlichen Stand der Auseinandersetzungen, so ergibt sich: 1. daß der prinzipielle Gegensatz in betreff des bulgarischen Tributes und der Übernahme einer Quote der ottomanischen Staatsschuld durch Bulgarien in voller Unvereinbarkeit weiterbesteht, 2. daß im Punkte des ostrume-lischen Tributes ein nennenswerter Fortschritt zur Ausgleichung der sehr erheblichen Differenz zwischen türkischer Forderung und bulgarischem Angebote noch nicht erzielt ist. Es wird der Gedanke erwogen, daß Bulgarien durch direkte Verhandlungen mit der Administration der Dette publique zu einem Einvernehmen über die Art zu gelangen suche, wie es fortab der Verpflichtung zur Zahlung des Tributs für Ostrumelien zu genügen hätte. Auch der bisherige Zahlungsmodus ist seinerzeit im Wege direkter Auseinandersetzung zwischen Bulgarien und der Dette publique vereinbart worden. Die bulgarischer-seits geltend gemachte Gegenforderung soll nicht, wie an dieser Stelle berichtet wurde, 2tt Millionen, sondern 4l) Millionen betragen. Was endlich die Frage der Ablösung des Belriebsrechtes der Betriebsgesellschaft und des Eigentumsrechtes der Pforte in betreff der ostrumelischeu Bahnstrecke be- Feuilleton. Die Fliege. Von In^cberg H!c.lrqil<-lrh. Autorisierte Übersetzung aus dem Däniichen vou Helmine Fiel. (Schluh.) An einem schönen Frühlingstage, anderthalb Jahre nach dem Tode seiner Frau, bat er sie um eine Unterredung, und die kluge Dame war keinen Augenblick zweifelhaft darüber, was fetzt kommen würde. Kurt war etwas verlegen und begann stammelnd von seiner Einsamkeit und der Verlassenheit seiner mutterlosen Kinder zu sprechen. Sie saß ruhig abwartend mit ihrem siegesstolzen Lächeln da. Er war gerade im Begriffe, das entfcheidende Wort zu sprechen, als sein Blick plötzlich auf eine kleine, niedliche Fliege fiel. die ganz still auf dem Tische vor ihm saß. Sie war fein und hübsch mit ihren klaren, stahlblauen Flügeln und blieb unbeweglich vor ihm sitzen. Er glaubte einen Augenblick, er müßte ver^ rückt werden. Ihm war. als säße er wieder ain Sterbebette seiner Frau und als hörte er ihre sanfte Stimme sagen: „Wenn ich dir nun in der Gestalt einer solchen kleinen Fliege nahe sein, dich umschweben und dich vielleicht auf irgend eine Weise warnen und dir raten könnte." Er sagte sich, es wäre eine törichte Einbildung, eine wahnsinnige Idee, daß diese kleine Fliege etwas mit seiner verstorbenen Frau zu tun haben sollte. Aber wie vernünftig er auch dachte, es half ihm nichts, er war wie hypnotisiert. Er konnte feinen Blick nicht von der Fliege losreißen, und es war ihm auch nicht möglich, ein Wort zu der fremden Frau, die erstaunt auf die Fortsetzung seiner Rede wartete, über die Lippen zu bringen. Sie hatle natürlich sofort seine Zerstreutheit bemerkt; ihr Blick folgte dem seinigen, und sie machte jetzt eine schnelle, ungeduldige Bewegung mit der Hand, in welcher sie ihr Spitzentaschent'uch hielt. Kurt sah auf und erkannte sie blitzschnell in ihrer wahren Natur. Die bezaubernde Schale glitt von ihr herab, und sie zeigte sich als das, was sie war, als eine kluge, aber kalte und intrigante Frau. Der gehässige Blick, mit dem sie nach der kleinen Fliege geschlagen, hatte Kurt förmlich entsetzt. Und in die Hand dieses Weibes hatte er sein und seiner Kinder Schicksal legen wollen! Er würde es getan haben, wäre die kleine Fliege nicht gewesen. Wunderbar bewegt verfolgten seine Augen sie in ihrem Fluge, und es war ihm wirklich, als wäre seine Ellinor ihm nahe. Frau Kant konnte selbstverständlich den Grund von Kurts veränderter Stimmung nicht begreifen; aber sie sah gleich an seinem Gesicht^ausdruck, daß die Schlacht für sie verloren war. Sic war nicht einmal besonders überrascht, als er ihr nun in höflichen Wendungen mitteilte, daß er sich genötigt sähe, ihre Verpflichtung seinem Hause gegenüber zu lösen. Er beabsichtigte eine längere Reise zu machen und wünschte während dieser Zeit seine Kinder in der Obhut einer Persönlichkeit zu lassen, welche nur siir sie da war. Selbstverständlich tonnte er ihr mit ihren reichen Kenntnissen und ihren glänzenden Talenten nicht zumuten, sich für die Erziehung so kleiner Kinder aufzuopfern. Selbstverständlich würde ihr das Gehalt für ein volles Jahr gezahlt werden. Kurt Henkel gab alle Heiralspläne auf, und nach mehreren weniger glücklichen Versuchen wurde endlich Frau Kants Platz mit einem jungen, liebenswürdigen Mädchen besetzt, das gleich einen sehr angenehmen Eindruck auf ihn machte. Sie war natürlich und bescheiden, gar nicht hübsch, sah aber gut und fein aus. Ihre Augen hatten einen treuen, ehrlichen Ausdruck, und ihre Stimme war weich und wohlklingend. Sie war immer mit den Kindern zusammen, die sie gleich am ersten Tage gewonnen hatte, und Kurt trat ruhig seine Reise an. Als er zurückkehrte, fand er seine Wohnung in jener guten Ordnung wieder, ^n welcher er sie verlassen hatte. Die Kinder schwärmten für ihre Tante Magda, wie sie die junge Erzieherin nannten, und Gemütlichkeit und Friede herrschten im Hause. Kurt halte sie eigentlich für ein recht unbedeutendes kleines Mädchen gehalten-, aber mit Erstaunen bemerkte er jetzt, welchen günstigen Einfluß sie auf die Kinder ausübte, für die sie sich vollständig aufopferte. Sie war eine dieser Frauen, bei denen der mütterliche Instinkt stark ausgeprägt ist, und das war w"'-scheinlich der Grund, daß dieses fremde junge ^><,'< chcn so schnell nnd leicht die Liebe seiner Kinder gewonnen hatte; mitwirkende Ursache war vielleicht auch, daß sie selbst früh mutterlos geworden war und deshalb den Kleinen verständnisvolle Sympathie entgegenbrachte. Ja, es schien wirklich, als hätten seine Kinder eine Mutter wiedergefunden, wahrend er noch einsam und traurig in seinem stillen Heim umherging. Und da kam ihm der Gedanke, ob er dieses junge Mädchen zu seinem Weibe machen sollte. Würde sie e5 werden wollen? Er war überezugt, daß ihr Herz seine Berechnung kannte; sie war ihm gegenüber immer sehr zurückhaltend gewesen, obgleich er oft eine gewisse mitleidige Teilnahme in ihrem Blick gelesen hatte. So viel war gewiß, sie würde sich nie aus dem Grunde mit ihm verheiraten, um eine reiche Frau zu werden. Als er eines Tages in der Veranda saß und darüber nachdachte, während er im Geplauder der Kinder im Nebenzimmer lauschte, hörle er plötzlich Laibacher Zeitung Nr. 273. 2544 26. November 1908. trifft, meint man türlischerseits, daß sie sich der Ordnung zuführen ließe, wenn sich Bulgarien bereit fände, sein Angebot von 40 Millionen auf 50 Millionen zu erhöhen. Visher hält Bulgarien an der Weigerung fest, bei der Berechnung des Ablösungskapitals auch auf die wahrscheinliche Steigerung des Verkehres und somit der Einnahmen der Vetriebs-gesellschaft für die crstlichen 49 Jahre der Konzessionsdauer Rücksicht zu nehmen, obwohl unparteiische Stimmen diesen Anspruch für gerechtfertigt ansehen. Politische Reberftcht. Laib ach. 25. Novembber Im Vatikan herrscht außerordentliche Befriedigung über den durchaus gelungenen Verlauf der Papstjubiläumsfeier und über die Kundgebungen der Hochachtung und Ergebenheit, deren Gegenstand der heilige Vater sowohl seitens der Souveräne und Staatsoberhäupter wie auch seitens der katholischen Massen gewesen ist. Papst Pius X., der infolge der andauernden Audienzen und Empfänge der letzten Wochen einige Zeit eine leichte Ermüdung zeigte, ist jetzt wieder vollkommen hergestellt und sein Gesundheitszustand läßt nichts zu wünschen übrig. — Das für den Monat Dezember angekündigte Konsistorium zur Ernennung neuer Kardinäle wurde verschoben und wird wahrscheinlich erst im Jänner oder Februar stattfinden. Die Veränderungen im päpstlichen diplomatischen Korps, welche dieses Konsistorium nötig machen, bleiben gleichfalls bis zu dem angedeuteten Zeitpunkte aufgeschoben. Im englischen Oberhause brachte am 24. d. M. Lord Roberts eine Resolution ein, worin es heißt, die Frage der Landesverteidigung erfordere die unverzügliche Aufmerksamkeit der Regierung zum Zwecke der Schaffung eines Heeres, das so stark an Zahl und so wirtsam in seinen Eigenschaften sei, daß die furchtbarste fremde Macht zögern würde, eine Landung an den Küsten Englands zu versuchen. Redner sagte, der Punkt, auf welchen er die Aufmerksamkeit des Hauses zu lenken wünsche, sei, ob eine Invasion möglich sei oder nicht. England könne sich nicht vor der Möglichkeit einer Invasion sicher fühlen. Er habe die Frage unter dem Gesichtspunkte geprüft, daß die einfallende Macht von Deutschland her kommen würde. Für meine Beziehung auf Deutschland mache ich darauf Anspruch, daß sie weder eine Feindseligkeit gegen Deutschland, noch eine Furcht vor diesem in sich schließt. Er und Lord Lcvat hätten ermittelt, daß in Deutschland jederzeit Schiffe verfügbar seien, die zur Unterbringung von 200.000 Mann ausreichen. Diese Truppenzahl könne während mehrerer Monate in den den Bezirken zunächst gelegenen Häfen ohne Mobilisierungsmaßnahmen zusammengezogen werden. Die Einschiffung und Ausschiffung würde weit geringere Zeit in An- spruch nehmen als dafür angenommen worden sei. Es sei eine Torheit, unsere Äugen vor dieser Möglichkeit zu verschließen, so sehr wir auch den Frieden wünschen. Nenn wir fortfahren, die gewöhnlichsten Vorsichtsmaßregeln zu vernachlässigen, dann können wir uns eines Tages in den Händen einer eingedrungenen Macht befinden und gezwungen sein, den demütigendsten Bedingungen uns zu unterwerfen. Die Gefahr wird mit jedem Tage drohender. Innerhalb zehn Jahren hat Deutschland die größte Seemacht geschaffen, die außer der englischen Flottenmacht jemals bestand. Um eine Invasion ausüben zu können, müsse eine Nation nicht notwendig die Herrschaft zur See besitzen. Eine zeitweise oder lokale Beherrschung genügen. Dies ist den Deutschen fehr wohl bekannt und es kommt nicht darauf an, wie start unsere Flotte sein mag. Das Haupthindernis für eine Invasion ist ein starkes heimatliches Heer, ein Heer aus Bürgern, das aus einer Million bestehen sollte. Jenseits des nahen Meeres lebt ein Volt, das sechzig Millionen zählt, die unsere tätigsten Nebenbuhler im Handel sind, die größte Heeres-macht besitzen und eine Flotte, die sie entschieden und schnell vergrößert haben, während wir keine militärische Gegenmaßnahmen getroffen haben. — Lord Cromer führte aus, Lord Roberts habe eine authentische Erklärung der Regierung über die Frage der Invasion verlangt. Er zweifle daran, ob es im jetzigen Augenblicke für die Regierung paffend sei, eine solche Erklärung abzugeben. Eine solche Erklärung wäre nicht dazu geeignet, unsere eigenen Nerven oder die der anderen zu beruhigen. Die Spannung der Lage habe zwar nachgelassen, aber diese sei noch nicht vorüber. Er begrüße die in Teutschland abgegebenen Erklärungen gegen alles, was wie eine Feindseligkeit gegenüber England aussehe. Nenn England diese Gefühle auch erwidere, so befreit dies England doch nicht von der Verpflichtung, ein hinreichend starkes Landheer und eine hinreichend starte Flotte aufrecht zu erhalten. TlMSneuiqteiten. — Mn harter Schädel.) Aus Mitterkirchen, 18. d., wird dem „Linzer Volksblatt" geschrieben: Nei der ge» slrigen Jagd in der Griinau, an der sich Seine k. ». l. Hoheit der Herr Erzherzog Franz Salvalor mil seinen Iagogästen beteiligte, gab es ein wirtlich komisches In» krmezzo. Nei einem Trieb stürmte eine Rehgeiß her» ans nnd rannte wie blind auf einen Treiber los. Veide kamen zu Falle, aber wider Erwarten zog bei dieser seltsamen Karambolage das Nch den kürzeren. Der Treiber erhob sich wieder, aber das Nch hatte das Ge-nick gebrochen und mußte getütet werden. Der Jagd» Gesellschaft hat dieses Intermezzo kein geringes Ver> gnügen bereitet. — l„In die unrechte Kehle") sind nach landläufiger Ausdrucksweise Speisen geraten, wenn sie, statt in die Speiseröhre zn gelangen, in die Lnftröhre gekommen sind. Der Eindringling verursacht Atemnot nnd die Lunge bemüht sich, den Fremdkörper durch Hnsten wie» dei hinauszubefördern. Das beliebte Schlagen anf den Rücken hat wenig Zweck, besonders wenn es nicht gleich» zeitig mit dem Hnsten geschieht. Am besten wird das Answerfen dadurch unterstützt, das; man die Arme ge-streckt nach oben hält, etwa, als wollte man nach der Decke des Zimmers greifen. Der Vrnstlorb wird auf diese Weise gehoben und, da^die Lunge, im Augenblick eine andere Lage bekommt, wird sie befähigt, sich oes Eindringlings zu entledigen. In der Regel ist das Übel dann nach dem ersten kräftigen Husten beseitigt. — Delbständige Frauen heiraten nicht!) Diesen Waruungsruf au alle selbständig denkenden grauen und Mädchen, an alle, die sich ans eigene Füße gestellt und den Daseinstampf bereits getämpft, erläßt das führende Vlatt der Bostoner Franenorganisalion. Mit dem Tage, da eine selbständige und sozial hochstehende ^rau sich verheiratet, begibt sie fich in eine Abhängigkeit, die ihr bisher fremd gewesen. Als ersten Beweis dafür legt sie ihren Namen ab und tauscht dafür einen ein, der mit ihrer Persönlichkeit nichts gemein hat. Sie hat Rücksichten auf Launen und Wünsche eines Wesens zu nehmen, das ihr zwei, ja anch drei Jahrzehnte fremd gewesen, uud nichts von dem ahnt, was ihren Geist be» wegt, vor allen Dingen aber den selbständigen Geist niemals anerkennen nnd dulden wollen wird. Und diese Rücksichten füllen von nun an ihr Leben mehr aus, als es die Arbeit noch tun kann. Sie mus; püntllich zu den Mahlzeiten erscheinen und versäum^ darüber ihre sozialen Pflichten. Will sie diese nicht vernachlässigen, dann darf sie aber anf eine eheliche Szene rechnen, die ihren Geist beschäftigt und ihre Schaffensfreudigkeit untergräbt. Jede Frau wird in der Ehe eitel. Aber es ist dies eine begreifliche Eitelkeit, denn sie richtet sich nunmehr nur noch darauf, den eigenen Mann dnrch Äußerlichkeiten gefangen zu nehmen, damit sein Auge nicht mit Wohlgefallen auf einer anderen ruhe und diese andere ihr nicht vorgezogen werde. War es früher ihr Nestreben, der Welt zu zeigen, was sie zu leisten vermag, so ist diese Welt jetzt nur ihr Haus. Und die verheirateten grauen machen alle in der Ehe eine Zeit durch, in der sie geradezu aus das kindliche, besser ge> sagt, ans das „kindische" Niveau gedrängt werden. Alle jnngen grauen nehmen eine kindliche Miene an, haben tindische Gebärden, ja man hat es oft genug beob> achtet, daß sie in der Sprache der kleinen Kinder reden nnd fich töricht und unwissend stellen, um den Mann ihrer Wahl — meistens aber Handell es sich um seine Wahl — gefangen zu nehmen, denn nie wird der Mann eine verständige, eine, kluge und geschulte Geistesfrau reizeu. Er unterhält sich gern mit ihr, heiraten aber will er nur das Weid, die Eva, die nnler ihm steht. Und dieses Gehaben bedeutet eiuen Rückschritt in der Entwicklung, der gar nicht wieder gut zu inachen ist. Alle Selbständigkeit, alle Arbeitslust aus früheren Tagen kann das nicht wieder beheben. „Darum, Ihr selbständigen grauen", so ruft das Journal, „heiratet nicht. Denn gar wenig tauscht Ihr dafür ein. Die Liebe währt nicht lange, sie ist ein Ransch bei dem Manne. Höret den Warnruf!" — Es ist bezeichnend, daß diese Warnuug nur an die Frauen ergehl, die sich aus eigene Tante Magda in sanft tadelndem Tone zu dem jüngsten Knaben sprechen. „Paul", sagte sie, „du mußt die kleine hübsche Fliege nicht verjagen. Sieh, wie vergnügt sie summt und wie hübsch sie ist. Du weißt doch, daß man den Geschöpfen Gottes nicht ohne Grund etwas zu Leide tun darf." „Ich will ihr ja auch nichts zu Leide tun, Tante Magda", erklärte das Kind eifrig, „ich will sie nur fangen, weil sie fo hilbsch ist und sie in ein Bauer setzen und ihr jeden Tag Zucker geben." „Möchtest du es gern, wenn man dich finge, weil du ein so netter, kleiner Junge bist, und dich in ein Bauer setzte und dir jeden Tag Zucker gäbe? Nein? Siehst du wohl, das willst du nicht. Du willst im Garten umherspringen und dich nach Herzenslust tummeln, und die kleine Fliege will auch am liebsten ihre kleinen, feinen Flügel gebrauchen, und wir wollen uns darüber freuen, sie an-fchen, aber sie nicht fangeil." Mit seltsamen Gefühlen war Kurt Henkel ein unsichtbarer Zeuge dieser kleinen Szene gewesen. Auch diesmal sagte er sich, es wäre eine krankhafte Idee von ihm, zu glauben, es bestände eine Verbindung zwischen der Seele seiner toten Ellinor und diesem kleinen Insekt; aber so viele Mühe er sich auch gab, er konnte den Gedanken nicht verjagen, seine verstorbene Frau hätte wieder in sein Schicksal eingegriffen, das erstemal, um ihn zu warnen und jetzt, um ihn zu führen, und er befchloß, zu versuchen, die Liebe dieses jungen Mädchens zu gewinnen. Ein halbes Jahr später war sie seine Frau. Kurt Henkel sah die kleine Fliege nie wieder; aber noch heute glaubt er, obgleich er weiß, daß alle vernünftigen Menschen über ihn lachen werden, es kommt daher, daß die Seele seiner Ellinor endlich Frieden gefunden hat, weil sie ihn und die Kinder vollkommen glücklich weiß. Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (24. Fortschlma.,) («achbriicl vcrbole»,) Das farbige Licht floß schon funkelnd über ihre reizvolle Gestalt und hüllte sie in glänzende Schleier. So hatte Eva es gewollt. Ihre Impulsivität regte sich nie ganz frei, ein Grad Eitelkeit war ihr stets beigesellt und raubte ihr die schöne Ncchenschafts-losigkeit. Wechting konnte den Blick nicht von ihr abwenden. Unersättlich hielt er die Augen auf sie geheftet, als söge er ihr Bild in sich ein, dort zu versenken, wo weder Zeit noch Raum ihre verbleichenden Kräfte daran erproben konnten. Was wußte er jetzt noch von den Andeutungen des Obersten! Was von dein Widerspruch seines brüderlichen Herzens! Jeder Pulsschlag in ihm gehörte dem gegenwärtigen und zukünftigen Glück, gehörte ihr, die es allein gewähren konnte. Und im Übermaß der Sehnsucht hob er Evas schlanke Gestalt kraftvoll in feinen Armen vom Stuhle empor und sie einen Moment fo an sich gepreßt haltend wie etwas, das er für sich erobert, um es nie fahren zu lassen, stand er regungslos, bevor er die lachend Widerstrebende niedcrglciten ließ gegen seine Brust. „Meine Seligkeit! Meine Wonne! Könnte ich dich doch mitnehmen, dich bei mir haben — immer — immer —" Er preßte ihre Hand gegen sein Herz. „Zeit genug wäre gewesen. Wozu all das Außen-wcrk! So, wie du bist, möchte ich dich mit mir nehmen — und wir wären eins!" Sie dachte an all die tausend schönen Dinge, die auf der Aussteucrliste verzeichnet standen, an die neugierig sich drängende Menschenmenge im großen Kirchenschiff, zwischen welcher sie im bräutlichen Schmuck rauschend zum Altar schritt, an das prunkende Hochzcitsmahl — und lächelte ungläubig, daß jemand daran denken könnte, a.les das aufzugeben, nur um den Ehestand etliche Monate früher zu schließen. Wcchting deutete dieses ungewisse Lächeln im Sinne seiner Empfindungen. Es riß ihn hin. „Du freust dich auch?" flüsterte er, ihre dunklen Wimpern mit seinen Küssen schließend. „Eva, nieine Eva! Nichts als Freude sollst du fühlen, nichts als Glück! Wenn ich nun fort sein werde und du bist hier allein zu dieser Stunde, wirst du die Ampel anzünden wie heute und meinen, ich sei bei dir, wie jetzt? Wie ich im Geiste ja auch immer bin — ja, Eva? Und immer daran denken, wie es bald fein wird, bald!" Er fühlte einen so heißen Druck im Herzen, daß er sie freigab. „Weil du mich liebst", setzte er gepreßt hinzu. „Und weil ich dich mehr liebe als mein Leben." Sie nickte. „Zu Ostern kommst du wieder. Ich freue mich fchon so auf das Abholen von der Bahn." Sie lehnte sich an ihn. „Und dann im Mai ^ im wunderschönen Monat Mai —" „Was ist dann?" fragte er innig. „Was wird im Mai sein, Eva?" Er nahm ihr blondes Haupt in beide Hände und sah tief in die strahlenden, blauen Sterne. Sie errötete. „Du weißt's ja!" Und versuchte sich freizumachen. „Wenn ich es aber so gern einmal von dir hörte!" flüsterte er, ihre Lippen küssend. „Ich nehme die Verheißung dann mit mir und Tag und Nacht, wenn mich die Sehnsucht nach dir übermannen will, werde ich das Wort laut vor mir hinsprechen. Eva, welches? Welches, Geliebte? Was wird im Mai sein, Evchcn?" Uaibacher Zeitung Nr. 273. 2 5 «4 _____________________________________________2«. November 190«. Füße gestellt, also den Mann — wenigstens wirtschaft, lich — nicht mehr nötig haben. Sie wird aber wohl auch bei diesen incht viel helfen. — sDer Minister als Kcllner.j Der französische Arbeitsminister Viviani ist der Held einer kleinen Epi» sode geworden, die sich während eines Banketts einer militärischen Vereinigung in Paris zutrug. Der Mini» sler stand in Frack einige Augenblicke in der Nähe des Podiums, aus dem eine Kapelle konzertieren sollte. Der Kapellmeister hatte bereits seinen Plat', eingenommen, als er die Wahrnehmung machte, das; er seinen Takt» stock vergessen hatte. Unschlüssig drehte er sich um und erblickte den Minister. „Sie, Kellner!" rief er ihm zu, „kommen Sie einmal her." Viviani ging humorvoll ans die Verwechslung ein, uud der Kapellmeister gab ihm den Auftrag, den Taktstock, den er draußen ver-gessen hatte, aus seiuem Mantel zu nehmen und her» einzubringen. Mit großer Geschicklichleit entledigte sich Viviani der Ausführung dieses Befehls, wurans ihm der Kapellmeister gnädig ein kleines Trinkgeld in die Hand drückte. Vwiani quittierte dankend. Wie groß aber war nachher der Schreck des Kapellmeisters, als er den vermeintlichen Kellner am Ehrenpräsidium sitzen sah und erfuhr, daß er dem Arbeitsminister ein Trink» geld gegeben hatte! — sDer „Patient Nummer tt".j Ein merkwürdiger Fall von Gedächtnisschwund, der eiuen bekaunten ame-rilanischen Gelehrten betroffen hat, wird aus Newyorl gemeldet! Vor nenn Jahren nahm Professor Harring. ton, der früher Profesfor der Mathematik in Peking gewesen und dann znm Chef des Meteorologischen In» stituts der Vereinigten Staaten ernannt worden war, in Washington von seiner Frau Abschied, um eine amt-liche Reise nach Newyorl anzutreten. Von dieser Reise kehrte Professor Harrington nicht zurück und jede Spur von ihm blieb all die Jahre hindurch verloren. Erst jeht sind die Nachforschungen, die Frau Harring. ion nach ihrem Gatten angestellt hatte, von Erfolg ge> krönt worden. Sie fand ihn Ende voriger Woche in dem Morris Plains-Asyl in Newjersey, wo er nur als der „Patient Nr. 8 unbekannten Namens" behan-delt wurde. Vor neun Jahren, als Professor Harring. ton seine Reise nach Newyorl angetreten hatte, fand man ihn in Trenton im Staate Newjersey hilflos um» herirreud; er hatte seiue Koffer und alle Legitimations» Papiere in Newyorl zurückgelassen und war in einem Anfalle von Geistesstörung davongegangen. Jede Er-innerung an seinen Namen, seine Wohnung war ihm verloren gegangen, und so kam er in die Irrenanstalt, wo ihn seine Gattin jeyt in dem „Patienten Nr. 8" wiedergesunden hat. — währen. — Mn schwarzer Desperado.) Aus Newyorl wird berichtet: Nur mit Mühe ist es den Behörden im Ol-mulgee, Oklahoma, gelungen, den drohenden Ansbruch eines neuen blutigen Rassenkampfes hintanzuhallen. Die Erregung flammte auf dnrch die Tat eines Negers namens James Deckart, der einen Indiancrtnaben an> fiel nnd mit einem Steine nieder>chlug. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf, allein der Mörder verbarrikadierte sich in seiner Hütte und eröffnete mit seinem Gewehr ein verderbliches Feuer auf seine Ver> solger. Sieben Männer, darunter zwei Polizeibeamte, wurden erschossen, zehn andere schwer verwundet. Da es unmöglich war, den fortwährend feuernden Belager-ten durch einen Frontalangriff zu überwinden, entschloß man sich zu radikalen Maßregeln und steckte die Nach» barhnlten in Brand. Der schwarze Desperado verlor nlin den Mnt nnd flehte um Erbarmen. Die Angreifer drangen vor nnd feuerten in die Hütte hinein, und man sah, wie der Neger schwer verwundet niederstürzte' in seinein Blute triecheud, erreichte er noch eine Streich-Hölzerschachtel, nnd in seiner Verzweiflung legte er nun selbst Feuer au sein eigenes Haus, das in wenigen Minuten in Flammen aufging. Eine Reihe von Explo-fionen zeigte, daß der Neger große Vorräte von Palro-nen nnd Pulver in seiner Hütte aufgestapelt hatte. Aus der Asche zog man später den völlig verkohlten Leich. nam. Land- und Städtcllildcr aus Syricu uud Palästina. Reisecriuneruügell uon Johann Prtt«v«l. (Fortsetzung.) Zur Spihe des sich hier erhebenden Ol verges ist eine Viertelstunde. Mäßig steile Fußpfade führeu an ihm hinauf, und da ihn ein äußerst schmales Tal von der Stadt trennt, so kann man fast jeden Menschen von dort in der Stadt erkennen. Ich erinnere mich an die Darstellungen unserer allen Bilder, denen die Perspel» live fehlt. Hier brauchen sie fast leine, denn alle Pnnlle und Objekte der Leidensgeschichte liegeil in solchen opti. schen Verkürzungen zusammengedrängt um Jerusalem herum, daß der Raum zwischen ihnen zu verschwinden scheint. Die alten Darstellungen des Ölberges, wo ein Teil der Stadt mit. den Festungsmauern sichtbar ist, sind richtig, obwohl zwischen beiden Objekten das Kidron-tal liegt. Als wir eines Tages hinaufstiegen, blühte alles so schön im Frühlingsschmucke, Gras, Sträucher, Bäume nnd Anemonen. Aus einem steilen Pfade kommt man zui Stelle, wo Jesus das Los der Stadt beweinte nnd wo man gleichzeitig die schönste Aussicht genießt. Seine Vorausficht traf ein nnd lein Stein blieb anf dem an» deren stehen, aber den melancholischen Tranm vom göttlichem Fluche traf ich nirgends bestätigt. Anmutige Gruppen weißgekleideter Frauen, Mädchen und Kinder waren ringsum aus den grünen Matten gelagert und Christinnen, Griechinnen, Jüdinneil und Türkinnen mischten sich überall schwesterlich zum Genusse deS schö-nen Tages. Alles sang, jauchzte nnd in Renn- und Ringspielen üble sich nuten die anmutige Jugend, wie denn Jernsalem durch die Schönheit seiner Kinder be. rühmt zu sein verdient. Selbstverständlich bezeichnet eine Kirche die Stelle anf dem Ölberge, wo Jesus gegen Himmel gefahren ist. Sie liegt neben einem Derwischlloster, inmitten eines ummauerten Bezirkes. In diesem Hosraum haben ein-zelne Sekten, obwohl der ganze Bezirk den Moslems gehört, ihre geschmückten Altäre. Wir bestiegen den Turm, von wo man sogar das Jordantal und einen Teil des Toten Meeres über die Hügel hin sehen kann. Der Anblick ist schön, alles zerrissen, das Hintergebirge kahl, eine versteinerte Landschaft. Von hier überbliclt man die kleine Scholle Erde, an welcher sich die Ge-schicke von Milliarden Menschen seit Jahrtausenden fest-hielten; denn in der Tiefe des Kidronlales erwarten die unstet wandelnden Söhne Israels ihren Erretter, den Messias, eine Stufe höher soll das blutige Schwert Mohammeds seine feigen unwürdigen Kinder richten und auf der höchsten Stufe sehen wir Ehristen unseren Meister uud Erlöser zu seinen, Vater heimkehren. Wo ist ein Fleck auf dem Erdenrnnde, der ähnliche erhabene Gedanken erwecken könnte nnd für ewige Zeiten lebendig erhielte? Wir gingen durch das Stephanstor in die Stadt zurück und kamen dnrch eine sarazenische Bogenstrultur an jene Pforte, durch die man gerade die Moschee Omars sieht. Wie von anßen, so ist die innere Umgebung des Salomontempels der pittoreskeste Stadtteil, besonders die angrenzende Partie der großen Zisterne vo» Vethesda mit ihren alten Eseumnuern. Diese stehen elwa 400 Jahre und nur der Unterbau ist sehr alt. Die naheliegende Grotte des Jeremias war wohl uur eiu Steinbruch der Stadt und die breite tiefe Höhle wurde von ihm als Wohnung benützt. Hier lagerte der tapfere Tanlred mit seinen Scharen, nnd aus der Höhe des Velhlehemtores stand Gottsried von Bouillon. Ohm weiter, ohne Handwerker und Maschinen, sondern mit bloßer religiöser Begeisterung eroberten sie dieses Festungswerk. Vom Olberge führt ein bequemer Weg nach Be-thanicn, einem an der Ostseite versteckt liegenden Ortchen, das durch Erinnerungen an bedeutsame Züge und Episoden aus dem Leben Jesu berühmt ist. Hier lernte er die Schwestern Martha und Maria kennen. Von Nethanien aus hatte er kaum eine halbe Stunde auf den Ölberg, wo er sich oft niederließ, um die Pracht» volle Aussicht auf die Stadt Jerusalem zu genießen. Diese Aussicht erfüllte ihn mit Bewunderung. Doch vergiftete diefen Anblick ein tiefes Wehgesühl Jesu. „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst die zn dir Gesandten!" rief er in diesen Mo» menten der Bitterkeit aus, „wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie cinc Henne ihre Küch. lein unter ihren Flügeln versammelt, und ihr habt nicht wollen." Er wußte ja, daß seiue Stimme in Jerusalem wenig Gewicht hatte, die Vorurteile der jüdischen Aristo» kratie uud Priesterschaft, der direkten Feinde seiner Lehre, wurzelten hier zu tief. Solche heilige Erinnerungen führten frühzeitig zur Erbauung von Kirchen und Klöstern über den durch Tradition geweihten Stätten. .Heute ist Bethanirn ein ruinenhaftes Dorf. (Schluß folgt.) Lolal- und Provinzial-Nachlichten. - iDas Neqicrunqsjubiliium Seiner Majestät des ttaiscrs.j Die Handels, und Gewerbe kam. mer iu Laibach halt morgen um halb 12 Uhr vorniit. tags im städtischen Magistratssaale in Laibach eine außerordentliche öffentliche Sihung aus Anlaß des 60jährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef 1. ab. — Aus dem gleichen Anlasse veranstaltet der Laib ach er Deutsche Turn-verein Sonntag, den 29. d. M., abends um 8 Uhr m: großen Saale des Kasino einen Kaiser-Jubiläums-Festabend unter Mitwirkung der Sängerrunde des Ver-eins sMännerchor und gemischter Ehor), der Musik-lapelle des 27. Infanterieregiments nnd des Herrn K. Voll mann, Mitgliedes der deutschen Bühne Emtritlsgebnhr 1 l< für die Person: das Reinerträanis 'st fur „Das Kind" bestimmt. — Im „(5 o l l e a i u m Mar, anu m" wird Montag den 3<». d. M. um'5 Uhr nachimtlags eine Kaiserseier mit folgendem Programm stall,inden: 1.) Kalliwoda: Ouvertüre, vorgetragen am Harmonium nnd am Klavier. 2.) Feslprolog. Tellama-twn. 3.) Weber: Kantale, vorgetragen am Harmonium und am Klavier. 4.) Xiv,.1-, ^li-^,! Tingspiel mit Deklamationen, versaßt von M. Purschke, komponiert von Schweininger. — Militärisches.) Überseht werden: In die nicht-aktive k. k. Landwehr, ans dem Reservestand der bezüa,-lichen Truppentörper lHeeresanstaltcn) die Leutnants 1.) des Infanterieregiments Graf von Khevenhüller Nr. 7: Othmar Stecher zum LSchR Bozen Nr. 11' Engelbert Mauer zum LIR Olmüh Nr. 13- Friedrich Gschiel und Josef Lorenzoni, beide zum LIR Graz Nr. 3' Johann Brandl zum LIR Marburg Nr. 26-Dr. iui-. August Rosina zum LIR Laibach Nr. 27; Adolf Ander! zum LIR Wien Nr. 24,- 2.) des Insan-terieregiments Ritler von Milde Nr. 17: Erwiii^ Blas-sulhy zum LIR Pola Nr. 5; O,-. .j,^. Hubert Gobauz zum LIR' Klagenfnrt Nr. 4; Franz Pul^i<- zum LIR Marburg Nr. 26' I^. ^i-. Friedrich Dörflinger zum L^R Klagenfurt Nr. 4; Karl de Moratti zum LIR Sebenico Nr. 23' Franz Manner zum LIR Klagensurl Nr. 4; Friedrich Meingast zum LIR Teschen Nr. 31-Ferdinand Freiherr von Bussa zum LSchR Nozeu Nr. N; yemrich Vodu^el zum LIR Graz Nr. 3: Fried-!^H'^""' ^'"^iuz Nr. 2; Franz Schegula zum LSchR Bozeu Nr. II; Io,ef Frank zum LIR Mar-burg Nr. 28; Adolf Piff! zum LIR Laibach Nr. 27-Rudolf Zohrer iZürerj zum LIR Nudweis Nr. 29-AI,red Tomberger zum LIR Kremfier Nr. 25; Mar Schund zum LIR Sebenieo Nr. 23; Lorenz Po^kar zum L^R Gravofa Nr. 37; Karl Peter zum LIR W.en Nr. 24; MarN.s Kromar zum LIR Laibach m ^'»>v"'^ P""atschnig zm„ LIR Gravosa Nr. 6,; 3.j des ^nMterieregiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27: Hermann Deu zum LIR Laibach Nr. 2,; Georg Riedl zum LIR St. Polten Nr. 21-Karl Kouff und Josef Perlu, beide zum LIR Sevenico Nr. 23; Johaun Urbas zum LIR Laibach Nr. 27; Hr. l.«.ic- zum LIR Gravosa Nr. 37; 4.) des In. santerieregiments Freiherr von Waldstälten Nr. 97: Maximilian Sperl zum LIR Linz Nr. 2; Felix Bene-del zum LIR Laibach Nr. 27; Mario Gmeiner zum LIR Sebenieo Nr. 23; Arduino Berlam und Anton ^apla, beide zum LIR Gravusa Nr. 37; Italo Lauru zum LIR Sebenico Nr. 23; I)?. >r. Rudolf Goldmann zum LIR Troppau Nr. 15; Viktor Marcher zum LIR Wien Nr. 24; Richard Ledwina zum LIR Trop-pau Nr. 15; Hermann Kohn zum LIR Srbenieo Nr. 23; Rudolf Klop^ar zum LIR Marburg Nr. 26; Josef Bachler zum LIR Linz Nr. 2; Romeo Ferrari zum LIR Sebenieo Nr. 23; Albert Göhl zum LIR Pola Nr. 5; Or. pliil. Eduard Traversa zum LIR Sebenico Nr. 23; zum Landwehrinsanterieregiuient Klagenfurt Nr. 4: Johann Lehner des IR 47; I)l. ,'ui-. Julius Sladlbauer des IR 59; l)r. .jni-. Eduard Wolf Laibachei Zeitung Nr. 273. 2578 2ss. November 1906. des IN 75; Alois Erker des IN 89; zum Landwehr- ! insantcricrcgiment Laibach Nr. 2?! Otto Greger dcs ! IN 10; Engcn Pour dcs IN 22; Konrad Saxl dcs ! IN 28; Ludwig Terdina dcs IN 47; Eduard Poga.'-nik dcs IN 53; Emanuel Lnstgartcn dcs IN 57; ^ Hermengild Mauzin dcs IN 59; Gustav Hcschl dcs JIB 7; Dr. Mr. Josef Krevl des b. h. IN 2, Johann ! Solli« dcs b. h. IN 3; Franz Kraus dcs b. h. IN 4; Dr. Mr. Franz Vidovi^ dcs IN 3; Dr. i'ur. Hermann Hein des FIB 11 zum LIN Iaroslau 34, Dr. .iur. Johann Hcrbcr v. Noho dcs FIB 11 zum LIN Ol-müh 13; Eugen Freiherr Unterrichtcr von Nechtenthal des DN 5 zur Division berittener Tiroler Landes» schützen. — In die Slandcsevidenz der bezüglichen Truppenkörper: die Leutuante: des Fcldkauonenregi-menls Nr. 7- l)r. Mr. Leopold ^u^ek zum LIN Graz Nr. 3 »Kanonenbaltcrie 2/3), Heinrich Vcrnold, Dr. Mr. Felix Kornfeld, beide zum LIN Wien Nr. 1; Dr. .jui-. Johann Tertnik sKanonenbattcrie 2/3) und Alois Mayr »Kanoncilbattcrie 2/3), beide zum LIN Graz Nr. 3; Hr. Mi-. Anton Sattler v. Dornpacher zum LIN Wien Nr. 1; Michael Schindlauer dcs FKN 5 zum LIN Klageilfurt Nr. 4; Karl Pusch des FAN I zum LIN Klagcnfurt Nr. 4; Pantaleon Synek dcs PV 4, Llldwig Fischer des PB 8, beide, zum LIN Klagenfurt Nr. 4; Nichard Klauber dcs PV 5 zum LIN Laibach Nr. 27; die Neservefähnriche und son» sligen Kadetten: Karl Hutter und Johann Schrottcnbach »Fähnrich), beide des IN 7 zum LIN Graz Nr. 8; Nudols Voltmann (Fähnrich) des IN 17 zum LIN Laibach Nr. 27; Viktor Lcfflcr des IN 27 zum LIN Wien Nr. 1; Josef Meilich »Fähnrich) dcs IN 27 zum LIN Wien Nr. 24; Hugo Lenassl des IN 97 zum LIN Laibach Nr. 27; Anton Valentich des IN 97 zum LIN Nr. 23; Franz Podboj lFähnrich) dcs b. h. IN 1 zum LIN Laibach Nr. 27; Vinzcnz Zarre (Fähnrich) des ETN zum LIN Klagenfurl Nr. 4; der römisch-katholische Fcldkurat Andreas Ktrekelj zum LIN Kla-gcnfnrt Nr. 4; die Assistcnzärzte, Doktoren der gesamten Hcilkundc: Marius Kaiser des IN 7 zum LIN Graz Nr. 3; Nudolf Bacher des IN 17 zum LIN Olmütz Nr. 13; Hermann Sochcr des IN 27, Lndwig Schlvci» ger des IN 57, Emil Friedjung dcs IN 8l', Ottokar Hawlina dcs IN 94, Vinzcnz Drasch dcs FIN 9, Nu-dols Poüand dcs FKN 23; Fcrdinand Plcnl dcs FAN 2, alle sicbcn zum LIN Klagcnsurt Nr. 4; August Lcvicinik dcs IN 22, Franz Dcrganc des IN 65;'Gnslav No-doschegg des FIB 20, alle drei zum LIN Laibach Nr. 27; Josef Pcintinger dcs IN 27 zum LIN Graz Nr. 3; die Assistenzarzt»Stellvertreter, Doktoren der gc-samten Heilkunde: Otto Pötzl des IN 84; Vinzcnz Schelesniker dcs b. h. IN l, Gustav Bernau dcs DN 14; Nüdigcr Kürner des FKN 3, Kamillo Weis; dcs Gar-nisonsspitals Nr. l9, alle fünf zum LIN Klagenfurt Nr. 4; Othmar Vrovet des FIB 7 zum LIN Pola Nr. 5; der Verpflegsakzessist Johann Oapck zum LIN Laibach Nr. 27. — Die aus der Neservc des Heeres in die nichtaktive Landwehr übertretenden K avallcri e» uffiziere werden seitens der Landwehrlörper zur freiwilligen Anmeldung für den Ordonnanzoffiziers» dienst aufgefordert. — lTitclvcrlcihung.) Seine Majestät der K aiser hat dem Professor an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Görz Anton Fräs ans Anlaß seiner Übernahme in den bleibenden Nuhestand den Titel eines Schulrates verliehen. — fortlaufende Richtigstellung der Wählerlisten.> Ein Erlaß des Ministeriums dcs Innern vom 8. d. M. an alle Landeschefs verfügt nachstehendes, betreffend die fortlaufende Nichligstellnng der Wählerlisten: „Mit der im Ncichsgcsctzblatte verlantbarlcn Verordnung des Iustizministers vom 4. September 1908 wurden die Gerichte in Ausführung der Bestimmungen des H 8, Z. 1, 3 nnd 8, und des'tz I I, letzter Absatz, der Neichs» ratswahlordnung angewiesen, im Interesse der Erleich, ternng der fortlaufenden Nichtigstellung der Wähler» listen folgende gerichtliche Verfügnngen, die sich gegen einen österreichischen Staatsbürger im Alter von mehr als 24 Iahrcn richten, dem Vorsteher jener Gemeinde bekanntzugeben, in der die betreffende Person ihren Wohnsitz hat: 1.) Die Verlängerung der väterlichen Ge-walt oder der Vormundschaft, die Verhängung der Kn-ratel nnd die Aufhebung einer jeden solchen Verfügung; 2.) die Eröffnung des Konkurses, ferner in Fällen eines kaufmännischen Konkurses die Erteiluug der Wieder» befähigung an den Gemeinschuldner hinsichtlich der im § 246 der Kuntursurdnung vom 25. Dezember 1868 bezeichneten Nechte, in anderen Fällen die Beendigung dcs Konkurses; 3.) die Entziehnng der väterlichen Ge» walt und die Aufhebung dieser Verfügung. Um nun den Gemeinden die Möglichkeit zu bieten, bei der Evidenthaltung der Wählerlisten anch auf die Ausschlie-ßungsgründe des § 8, Z. 4, 5, 6 und 9, der Neichs» ratswahlordnung Nüctsicht zn nehmen, finde ich mich veranlaßt, anzuordnen, daß jede Abstrafung eines mann» lichen österreichischen Staatsbürgers im Alter von mehr als 24 Jahren wegen einer der im H 8, Z. 4, 5, 6 und 9, der Ncichsratswahlordnung aufgezählten strafbaren Handlungen auf Grund der in Gemäßheit der Mini» steriawerordnnng vom 15. Juni 1688, bczw. der Ver» ordnung des Justizministeriums vom 8. Dezember 1897 »hierortiger Erlas; vom 18. Dezember 1897), au die puli» tischen Behörden gelangenden Strafkarten von diesen Behörden nicht nnr der Hcimatgemeinde, sondern auch der Ausenthallsgemeindc dcs Verurteilten, die in der Rcgcl für das Wahlrecht desselben in Betracht kommeil wird, mitzuteilen ist. Die Verständigung der Aufent» hallsgemcindcn wird tcinen Schwierigkeiten unterliegen, da der Justizminister über meine diesfällige Anregung bereits die Verfügung getroffen hat, daß der Vordruck 0er Straflarten in Nnbril 15 (Anfenthaltsort) in Hin» lunft durch Einschaltung dcs Wortcs „Bezirk" ergänzt wird. Ich ersuche Hochdieselbeil demgemäß, den unter» stehenden politischen Behörden die entsprechenden weite» rcn Weisnngen erteilen und die Gemcindevorstehnngen des dortigen Vcrwallungsgebietcs von diesen Verfü» gungcn mit der Aufforderung in Kenntnis setzen zn wollen, die ihnen zukommenden Mitteilungen der Gerichts» und politischen Behörden in dem nach 8 11, letzter Absatz, der Neichsratswahlordnung evidcntzuhal» tcnden Exemplare der Wählerlisten genau vorznmerlcn." " ^Erzherzogin Gisela Hciratsauostattu»gS»Stiftung pro 1!1 weguiigcn, so das Anslarrcn seiner Finger, waren monoton, jede innere Anteilnahme an den dramatischen Vorgängen fehlte bei ihm und so wirkte er langweilig und hemmend auf das Gesamtspiel. — s„(^«v«!l<> i)>!«,ni." 4.) Fr. F c r j a n <: l <": Dcr Unterschied znüschen dcn Ehoralgcsängcn im ncucn nnd im altcn Missalc. 6.) Patcr H. Sallner: Eine nene Orgel in Lupine. 7.) Zuschriften. 8.) Vcrschicdene Mitteilungen. 9.) Anzeiger. — Die Mnsitbeilage ent-hält Kompositionen von Stanislaus Premrl und Alois Mihclöic?. — s„ftlunof5uvn!-i")) betitelt sich die ueueste Ge» dichtsamlnlung von Otto Z) u p a n 6 i 5, die im Verlage der Firma Jg. von Kleinmayr ck Fcd. Nambcrg cr-schicn. Wir kumnicn auf das Wcrk des hervorragenden flovenischcn Lyrikers noch zurück. Telestwmme drs k. k. Telegraphen-Kl'srespondenz-Bureaus. Dic EMssc au dcr Wicucr Universität. Nom, 25. November. Die Studierenden der Uni-versität, der Lyzcen und des technischen Institutes hiel-ten hcule vormittags im Univcrsitntsgcbäude cine Vcr» sammlung ab, um' gegen dic Vorfälle in der Wiener Universität zu protestieren. Nachdem Professor Trm» cheri uud ein in der Akademie der schönen Kimstc' m Nom inskribierter Sludeill aus Trieft gesprochen hm-ten, gelangte eine bezügliche Tagesordnung zur -ln-nähme, woraus die Sludcutcn Patriotischc Licder sanss"'. Eine Abordnung niit Professor Trinchcri an der Spitze Laibacher Zeituna Nr. 27Z. 2549 26. November IWtt. verließ dann durch cine qchcimc Tlir das Universitäts» ssrdands, uni die Tagrsordnnnq dem Sinda»,o vl,n< Nuni zu überbringen. Die Studenten uwllten die Abordnnnq begleiten, lunrden jeduch d»n der Wache, die alle Ans» aönqe der Universität besetzt hielt, daran sn'hindert. Trutzdeiu holten die Studenten, die in kleinen Gruppen das Unwersitätsliebäude verlassen hallen, die Abord» nuna. ein nnd flilsslen ihr bis zum (5avillil. Da der Platz vor dein Capilul von Truppen abgesperrt »var, zoqen die Studenten nach der Piazza Penezia, wo sie lärmende Kundgebungen veranstalteten. Sicherheitsorgane schril. ten wiederholt ein nnd zerstreuten die Demonstranten. Ein bemerlenswerier Zwischenfall ereignete sich nicht. Nom, 25. November. Die Studentendemonslration dauerte den ganzen Nachmittag über fort, und zwar aus der Piazza Monte (5itorio, wo die Teilnehmer nach Schluß der Kammersitznng eintrafen und aus der Piazza Colunna. (5s wurden mehrere Verhaftungen vorgenom» men. — Auch aus Vologna, Neapel nnd Turin lausen Meldungen iiber Demonstrationen ein. Schiffbraud. Malta, 25. November. Der einer italienischen lAe. sellschaft gehörige, mit Kaufmannsgut nach Aler.andrien bestimmte Dampfer „Sardinia" ist eine Seemeile vom Hafen in Vrand geraten. Die Passagiere und die Ve» sal'.ung sprangen infolge der ausgcbrucheneu Panil über Bord. Da starker Wind das Nettnngswerl erschwerte, sind viele von den 2l«> Passagieren und der Bemannung ums Leben gekommen. Malta,' 25. November. lNeuter-Meldung.) Vis 3 Uhr nachmittags waren über 40 Leichen von Passa-gieren und Mannschaft des Dampfers „Sardinia" ge» borgen, unter ihnen die Leiche des Kapitäns, der bis zum letzten Augenblicke auf seinem Pusten verblieben war. Man glaubt, das Feuer sei in dem vorderen Lade» räum des Schisses, wo Naphthavorräte lagerten, aus» gebrochen. Die Zahl der auf dem Schiffe befindlichen Europäer betrug 11, die der Araber 14l». Wien, 25. November. Der „Slavischen Korrespon» denz" zufolge beschloß die ezechische Agrarparlei, an sämtliche slavische Parteien ohne Unterschied eine (Hin. laduug zu einer gemeinsamen Versammlung behufs Ne-ratung der Annerionsvorlage ergehen zu lasfen. Wien, 25. November. Der Korrespondenz „(5en> trum" zufolge hat Abg. Kramar auf seine Obmannstelle in, „Narodni Klub" 'verzichtet. Potsdam, 25. November. Kaiser Wilhelm wird auch heute der Erkältung wegen das Vett hüten. Konstantinopcl, 25. November. Wie verlcnilet, hat der montenegrinische General Pnloli«"' gestern in einer Unterredung in der Wohnung des Großwesirs diesem einen formellen Allianzvorfchlag gemacht, den der Groß. Wesir abgelehnt habe mit der Erklärung, daß eine folche Allianz für die Türlei ohue Vorteile wäre. Tunis, 25. November. In Kef stürzte ein im Naue befindliches Haus ein und begrub die benachbarte sran» zösisch.arabische Schule unter seinen Trümmern. Etwa 2l> eingeborene Schulliuder wurden verschüttet. Visher wurden drei Leichen und drei Schwerverwuudete ge> borgeu. ' Littlcrock, 24. November. (Aus deutsch-atlantischem Kabel.) In Arkansas sind durch die Wirbelsiürme fiinf-zig Menschen ums Leben gekommen. Eine ganze Anzahl von Ortschaften, darunter die Niederlassung Pine»), wurde zerstört. Verantwortlicher Redallcur: Anton F u n t c l. Asthma, Engbrüstigkeit! Ärztlicherseits wird Doktor Elswirths Astmol-Asthmapulver als das beste und am sichersten Wirlende Näncherpuwer gegen Asthma verord-net, um diese lästigen Zustände zu beseitigen. Proben werden gratis und fraulo versandt durch die S ch w a -nen> Apotheke in Wien, Scholtenriug 14. An.qctlMlmene Fremde. Hotel (tlcfant. Am 24, November Excellenz Dvornil. Erzbischof. s, l^efulge, Zara, — Baron Apfaittcrn, (hlttstn'sihci, öchloh Mutenbüchel. - Zhubcr v. Olrog. Forstmeister, Eioöd. Hübl, t. l. Oberst, Lnnalc, Kinzel, t f, Hanptmann; Dru, Nsm, Graz. - Martelonc, 5lfm.. Trieft, Güling. Ksm., ltüln. -Vraun. Am,, Trirst, - Lulschinler, Privat, Waüsch, ^ Lich. tl'üau. Privat, Nudolftwcrt. Vernis, Priuat. St, Peter. -<^ocrle, .Nfn,,, Vreslmi - Noscnzwria. Vehldeig, Llchtenstcrii, Neiner, German, .^olb. Eisrnberg, Verirr Ttapf, Hoepjcl. Vor' berg, N'anio, Welmoiic,», Pick, Diamant, Kraus, Wandler, Hr„dril,il. Rsde,, Wim. Verstorbene. Am 2 2. November. Maria Vudnar, Inwohnerin, 73 I., Vrühl 6, Caries. I in Z ivilspitale.- Am 19. November. Agnes Cerar, Arbeiterin, 62 I., Noniussiti». Am 20, November. PeterIupan, Inwohner, 73I., §?andestl)elNrr in t?aivlich. 31. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Honnersiag den 2ft. Vlovember: Znm zweitenmal: 2 X 2 --. 5 Satyrspicl in vier Alten von Gustav Wicd. Anfang, nm '/,« Uhr. Ende 10 Uhr. Willlommenstes Weihuachttzgeschenl. Als solches darf zur Zeit ein gntci photographischer Apparat gelten, da es wohl lcinc anregendere ? U. F. I?42 07-5^4sSÖ. schwach l'Nebes^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -10°, Nor. male 1b". Wl-tteinorausiage für den 26. November für öteie>> >!! vl>>! der «lrai,!, b!'a!l<>!!>' Oberrealschule.) >^,«r: Nijrdl. Breite 4«°W'; Östl. Uänge von Greenw ich «4° 3, Bodenunruhe:-'Am 26, November am 12'Sclundcn Pendel «schwach, bis «sehr schwach», am 7.Srrunbettpendel und am 4.Selundenpcndel «mäßig star!». * Dir ll'ods» » „ s » li? ,l>ird i„ full,f!!bf» s!ärsss>rads» llnlfifizic, '>,i»!ch>t>Ns hie z» , Miniinrler .!rhr jchwuch., du,, l bi« i! Millin,,!,, 'chwnch., l>o>! U di« 4 Milliini'll'r!! .mäßif, swrl., l>u» 4 l'i, ? Mil>iim'!>'>, Üavl», tw,! 7 bis l0 MiNinü'tl'l» «»In stnrl» ,,„d libs! IN MilliiücN'! >a»ks' ^d!,,Nich s!ab!'!!!!»^»t»'. !)>ds,üs! nisich^,!,» »>,tts,!,l>d! Vabilo na H Dbcni zbor Vzajemnega podpornega društva v Ljubljani, ki se vrSi dne 10. deoembra 1908 ob 5. uri popoldne v društvenih prostorib, KongreBni trg št. iy. Dnevnl red: 1. Poroèilo glede spremembe pravil; 2. razni predlogi in naBveti. V LjnMpni, fine 2h. uovembra lflOR. 471] Naèelstvo. V slm'aju, da bo lie doseže tiklepènost, se vrši r zrnislu doloèil § 21. dr. pr. dne 1*. decembra 1908 ob 5. tiri popoldne drug obèni zbor ua iBtem kraju in z istim dnevnim redom. Vzajemno podporno druStvo v Ljubljani. registr. zadruga z mejenim jamstvom. Ferdinand Schrey; WlEN I KQ1P>WPtATRIN^ 14. Josef Vchtuaiger. Nealitätcnbesi^er iu Sagor an der Tnve und l. l. Polizeioffi^ial i, P, gibt im eigene,, und in, Name» seiner.«indcr Mi^fi und Vali allru Verwandte,,, freunde» uud Brlliiinten die tiffbctl'ül'cnde Nachricht, daft seine innigstgrliebte Gattin, bezw. Mutter, Frau Hosefiiit ElhWM »d Vurütl gestelii den 25 d. M, um V, 5 Uhr nachmittags nach 6 '/, jährige», schwereu Leiden, Verseheu mil dcn heil. Sterb, salrumenten, im ^ 61/, letuem težkcm trpljenju, prevideua b bt. za-kramenti za uniirajoèc, v 3i). letu svoje starosti Bogu vdauo prenjinula. Pogrcb Be vrši v petek dne 21. t. in. ob H. uri popoldne iz bišc žalosti v Zagorju St. 2b na on-dotuo pokopališèe. Pokojnica Be priporoca ¡ blag Bpomin. V Zagorjn, dne 2fi. norembra 1908. Schwarze Seiden Die grosse Mode „1908 09". --------- Cotele und Cachemire de sole --------- ferner empfehle: Messallne, Radium, Japonais, Louisine.Taffet Mousgeline, Crepede Cblne, Eollenne, Volle, Pökln, Damast, Brocat, Broche, Moire, Tüll, Gaze, Grenadine, ArmüreSirene, Cachemire, Faille, Faillefran^aise, Bengaline, Monopol, Mervellleui,DuchesBe etc. fur Vlusen und Moben in allen Preislagen, sowie stets das Nrüeste in schwarzer, weißer und «farbiger „Henneberg - Eeide" von k 150 bis l< 2^?<> per Meter. — Franlo und schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (b372) 2—2 Seiflen-Fatirikt. Henne berg, Zürich Hoflief. I. M. b. Kaiserin v. Deutschland. Laibacher Zeitung Nr. 273. 2550 2ft. November 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 25. November lW8. Die notierten Nurse «erstehe» sich in kronenwährung Die Notierung sämtlicher Ultien und der ,,Diverlen liose" »erste!,! sich per Etücl. «eld Ware Allgemeine Staats» schuld. «inheitliche Rente: 4«/. lonver. steuerfrei, Krone» (Mai Nov.) per Ku„e , , 94 X> 8b 1« betto 5 -^sterr. Rente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/« 95 05 95-^5 detto per Ultimo . . 4"/^ 9b Nö 8b25 vft, Investition«-Rente, stfr., Sta«t«sch»ll>' »llschreidunglu. «lisabcth-Bahn i. G., steueifr.. zu lo.ooo fl.....4"/„ — — —-- ifranz Iosepb-Bahn in Silber (bid. St.) . , . . 5'/<°/n 11? 40 ! 18-4? Galiz. »ail Ludtoig-Bahn (div. Srücte, Kronen . . , 4"/„ 94-75 9b?5 Rudolf Bah» in Klonenwahr, steuerfr. (div. St,) . . 4"/. 94 75 9575 «jorailberger Bahn, stfr,, 400 u»d 200« Kronen . . 4"/„ 9b - 9« - Zu z<»llt»lchuld,»lschreibnngl«> ahglftlmplltl Ailn»b»HN'Akl!tu «lifabeth-«, 20»fI. KM, b'/."/<> von 400 Kr.....457 25 459 25 dctio Linz-Vudweis 200 fl, ö, W. O, 5>//V„ . . . .426- «9-detto Salzburg-Iirol 200 fl, ö. W. S. 5"/„ . . . . 420 - 423 -»remstal-vllhn »00 u. 2000 llr. <°/„.........192'- 194' Weld Ware! Pom 3t/n........112 9< 1,3 90 Herdil!ll»b«-Nllrdl>llhn Em. 18«« 9? 0s 9» «f, detto «km. 19N4 98'l,0 89 b0 Franz Ioseph-Bahn Em 18»4 « 8SN0 Galizischl Nar! Ludwla - Vahn ldin, St.) Oil«. 4"/,. . . 9o- 9«-Ui'g.-galiz. Aahn 2 I»'"» 400 u. 5000 ltr. 3>/,"/<> «b l>0 «S dN ««rarlberger Bah» Lm. 1884 ldiv, St.) Ollb. 4"/n . . »b — ^« > Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/« ung. «olbrente per kasie . 109 b« 109 70 4°/„ detto per Ultimu !09'bN lü9 7N 4"/» unssar, Rente in Kronen- währ. stfr. per «asse . .91'- 9,-2« 4"/„ detto per Ultimo 9I-- 9120 5>/,"/n detto per ttasse «i°- 8, 20 Ungar, Vrämien.Llnl. K 100 fl. i»i 8b,Xb'«b bette ^ 50 fl 181 Äb >»5 ök> IheißReg, Lolc 4'v, ... 140 I44-— 4"/„ nngar. Grundei'tl.'Oblig. 9,-25 8z!-->ü 4^7,, troat. n. slau, «rdentl.-Obl, 9» b« »4 b« Andere öffentliche Nnlehen. B°«n, Uaildes-ülnl. 5"/„ Lonau Nc«. Anleihe 1878 102 b«>03 bu Wiener Verlchrs-Älnl. . , 4"/„ 94 40 «b 4N bet!» 1300 4"/„ 94 4<< 95 4« «nlehe» der Stadt Wien , . ,00 ?»> !0! 70 deito (L. oder G.) 1874 i2a ,0 ,2, ic, betto (1«l>4).....92 85 93 85 detto s»a«) u. I. 1898 , 95'- 9« — drtlo lltlcltl.) v, 1.190« 9f> 2.°> i»6 25 detto sInu.-«.)U,I,1W2 94 «5 95 «5 Börfebau-Änlehen verlost,, 4"/„ 9« »^ 9? 3l> Nlissilcke Ttalltsanl. v. I, 190« f. 100 Kr. p. ». . . 5«/„ »e-8 97 .'i« dctlv per Ultimo . . 5"/° 9«'s<> 9?'3» V»I«. Ttllllis-Hypothclar Änl. ,«»2..... «°/„ 117 ?s'18 7k «eld Ware Nulg, Llaat« - Golbanleihe » 190? f. 100 »r. , . 4>/,8U NTed.-Inst.. österr., f.Verl.-Unt. u. össenll.Arb. Kat. ^,4"/„ ub— l»b'8b ^!ande«b d, ülön, Galizien und Lodom. 57>/, I. rüclz. 4°/o »2 25 84>2b Mähr. Hnpothetenb. ucrl, 4"/„ 95 «5 96 0b «.-üsterr, kandes-bvP.-Ansl.i"/, 9«-?5 97-?b dettu inkl. 2"/„ Pr. verl, 3'/,"/>, 8«'25 89 25 betlo K-Schulbsch.verl. 3>/,"/° 8«'2b 89'25 brtlo veil......4"/» 9«'b« 97'5'. Österr. ungar. Banl bu Jahre verl. 4°/„ ö. W.....«8'2! 99-iU bett» 4"/« Kr......99' 100' 2parl., Erste üft.. KOI. veil. 4"/« 9l»'bN ,uo b« Eisenbahn-Priorität«« Obligationen. Öfterr. Nordwestl,. 200 fl. N. . ,o3'b0 104'd" Llaatsbahn uo ffr..... 387- 4,!4'— Nübbahn ^ 3"/„ Jänner-Juli 500 ssr. lper St.) . . . 2i8'?b 270 75 «übbllhn k b°/„ «00 fl. L. o. G. 118'- 1I«'?5 Diverse Lose. D«,w,llcht zoll. 3"/,, Vodenlredit.Lof« Em. ,880 2««'- 272 betto !» 5>: 5"/„ Lonau-Regul,-i,'u!e 100 fl. 2b6'k>0 ü«2'50 Verb. Präm,-Äli!,p. 100 ssr,ll"/„ 88— »4-- pnntrfln,llcht fol«. B»dav,-Vllstlilll lTmnbau) 5. fl. 20 22>- ^rcdillufe ,00 fl..... '64'- 474-- Clary-Lole 4<» fl. KM, . . . 142>ÜN «52 b'< Olr»« i/llle 40 fl...... 213'- 2^3- 'Lalst'N Ll»e 40 fl. KM. . , . 1«5>- -^05 :«ute» Kreuz. üst. Ges. v. 10 fl. üO'bc 54 50 :«olen Kreuz. »na.. Gef, v. 5 sl, 25'75 2? 75 !«ud°lf-Lo!e ,0 fl......«?' ?,'- Lalm-Lufe 4« fl. KM . . 230- 240 liirl. E.V..«>il Präm.-Oülig. 400Fr. per Kc>s!r . . . 173-5l> 174-b,^ bettn per Medio , . . I7ü»?k ,?«>?5 «ä'eld Narr Wiener Komm.-^ole v. I. 1874 484 — 494 -Hew.-Eck. d. »"/„ Präm.-Schuld d. «l,denlr.-«nst. Em. 188» «9 5« ?k bn Nltien. Vl»n»p»rl'ssnt«Nl«!imnnlln. «lufsig-leplsyer Ellenki, 500 fl. 229«-- 2300'- Nühmilckc Nurbbah» 150 fl. , 40«-— 402 Äulchlichrader Eüb 5>on fl, KM 28b0 2^0'- detto slit >> Ü00 sl. »er Ull. 1027 — ,032 — Dona» - Iamps!chislabi-!«-Gcs., 1,. l, t, vrw,, 500 !l, KM, 9!0>- 9»0 - Tur, Vodeiibacker E, Ä. 400ki:, 5ü>-— bs>3 bU Ferdinands Nordb. lU0U fl, KM. 4!- b«>0 ^ Kaschau Obrrberger !ti!rnbahn 200Ü.S....... 354- »58'- Lemb.'Lzcrii-Iaslv, Eisenbahn Gcscllichllft, 200 fl, 2, . b45- 547 5« lond. ««,, Tricst, 5<»0 !l., KM, 3 4- »«S'- Öslcrr, Nordwestvah» 20« tt, S. 4»!, 44!' detto ^lil,.^) 200 fl E.P U!t. 4:^8 50 4<0 bv Pian-LuxerCisenb loofl.abnst 2,8— 220- Zlaaltzeilenl,,'-'00 fl, S. per Ult, ««8 «70- 3i!dbal,!! 200 s>, Silbe,-per Ult, ,03 50 10450 Tübnorbdeulscbr Verbiiiduxgsb, 200 fl KM...... »98 - 4o fl 20» - li05'5c Banken. Änglo-Österr. Vanl. I20fl. . 28b 75 286-75 ^anluercln, Wiener vcr Kasse —-- >- detto per Ultimo 5s,4>.. 505- Bodc»lr,-Anst, ösl,, «00 Kr. . !«8?'— 1033'- ». WelellschnN, 200 fl. , , . 55,4'- 598- ÖNerr -liünar. Baul 1400 <»i l?»b-- 1745-— Welt, Ware Unionbanl 200 fl...... 524 b0 b25b« Uüionbaiil, böhmische 10!» sl. . 245— 24S — ^eilehisbanl, allg 14« fl.. «38'ba 33s — Znüuffril.ssntelnelimnngen. Baiissesellsch., allg, öst,, 100 fl. 14«'— 149 — Äriixclkllhleübl'rgb-Oes. 1«0fl, «9»'- «98-ltisi-übahnverlrhl«.Anstalt, öst,, 100 fl........ 385— 389 — iIdi-H!itt!'", lieaslgnfistahl- ss.-A,«. 200 sl..... 408- 412 — PragerEüeü'Indnstlie-Gcfellfch. 200 sl........ 3s2 - !i4»!l' — Nima- Muranv - Ealgo-Tarjaner Eisenw. 10« fl..... 51b 50 51650 Valgo-Tarj. Etcl»lot,Ien 100 fl. b««' b72- ,,NchIügINiül,!". Papierf.,200sl. 303— 510'— ..Schodnica", «. », f. Petrol.- Industrie. 500 Kr. . . . 442- 450— ..Slcurrrmiihl".Papiers.u,llj,G. 4»u' 440 — Trifailer i!,!h!e„w-W. 70 fl. . 2?«-- «73 — lüil. Tablllu'ssir-Gc!, 20o ssr, per Kasse..... ' —>— detto per UKimn . . , 342— »s..«l<..<»el. sb8-- ö«4'— Devisen. ßurz« Klchlen und Scheck». ^Imsterdain....... ,88-70 ,99- Deutsche Vanlplähe , . . . »1707» 11? !w Italienische Banlplätze . . . 95" »5.1b London........ 239 65 2»,' 90 Paris......... 9540 9>>> bb- Vt. Petersburg...... 251— 25!'50 Mrich uud Ullsel..... 9530 !9b'4ü Valuten. Dulalru........ 1122 Ii-Ub" l!0 ^raulen-Etillle..... ll» >5 ,9 1b 2O.Marl-Slücle...... 234« «z bi Deutsche «eichsbanlnoten , . 11? 0<"> ii?^?^ ^ta!ie»ilchs Ba»l,w!rn . . , 9b 20 95 40 Nnbel-Nlllen....... 2-5, 251" ¡•¦ »!!¦•«¦, Psiut4fcr1«s«a, . .-loritAtnn, Aktien, ]<4»««h •«<•.. l»evi««a mid Vuiut«-«. Lofi-Versicheruntr. (M) Privat-DepotH (Safr-DrjmMit«) VL5n.t«r •lp»n.«m "W"cr-c:j-.;-As;g rS-ar Put»; VcrziniDim T»R Bireinlagcn if KrntK-Knrreni unit flut Cl'i Knnt.