\ MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGÄN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Verlag und SrhrlMW.ltung Marburg a. 4. Dru, lidgaiM N>, •. Famnift Nr, 9S-fF, ai'M, 3S-lt. Ab II Uki Rriehtlnl »•rktlgluh al* MorgaBitttung. BtcUgipiali Altratch durrh Pott monatUcb RM 3,10 ralnictal 19.8 Rpf Poraeitungigabriht) und 38 Rpf Zuil«II- GaarhlftkitellaD la Ciill, Marktpiati Nr. 13, Panruf Nr. T, md Ib Pattan Ungattorgaaia Nr. s. Fanmif Nr. n. gabflbr EiozahiuiDmarD wardan aur gagan Voralnaandung das Btnralprat«** «nd Portoauilagnn xugeaandet Nr« 214 — 83. Jahrgang Narburg'^Drati» Montag, 2. August 1943 Einzelpreis 10 Rpf Im Juli 550241 brt versenkt Weitere 53 Schiffe mit 246 750 brt vernichtend getroffen - Auch schwere Verluste der feindlichen Kriegsflotte i Deutscher Gegenangriff am Mlus Truppen des Heeres vernichteten seit dem 5. Juli 7110 Kampfwagen — Vergeblicht Feindangriffe auf Sizilien Pfthrerhauptquartt«r, 1. August Dm Obcrkommanido dar Wehrmacht gibt bakannt: Dia am 30. Juli aufgelebta Kampftä-Hgkait an dar Ostfront ließ am gestrl-gan Tag« mit Ausnabma dar Kämpfe MD Orclbogen wiadar nach. Ab dar Miu&fiont gingen unsere Trup-pan nördlich Kuibys^awo, durch starke Kampfverbänd« der Luftwaffe unter-■tötet, zum Gegenaaqriff übor, schlössen aina atatka sowjetischa Kampfgruppe ein und vernichteten sie. Im Raum von Bjelgorod scheiterten Artlicha Angrifie der Sowjets. Eigene Gegenstöße in diesem Abschnitt verliefen arfolgraicb. Im Orelbogan satztan dia Bolschewi-atao wibrand daa ganzen Taget Ihre Angriffe mit alarken Infanterie- und Panaerkriftan fort. Unter hohen blutigen Varluatan und großem MalaTlalauafatl brachen Ihre Angriffe im Abwchrfetier aller Waffen zusammen. Ein örtlicher Einbruch wurde abgeriegelt. Südlich de* Ladotia-Sces war diP feindliche Angriffstätigkeit weeentlich geringer aH an den Vortogen. Deutsche .Tüger warfen vorübergehend eingedrungene feindliche Kräfte im Gecienaiigriff inirück. Dia Sowjets verloren am geetri-gen Tage an der gesamten Ostfront 217 Panzer. Mit diesem Erfolg erhöht sich die 2^hl der seit dem 5, Juli 1943 allein Ton Truppen des Heeres abgeschossenen Knmpfwagan auf 7110. Auf Sizilien aetzte dar Feind seine Anstrengungen, die Mlttellront zu durchbrechen, fort. In beweglicher Kampfführung vereitelten unsere Truppen die Absichten des Feindes und fügten ihm hohe Personal- und Materialverluste zu, Auch «n der Nord- und Stidfront brachen alle Angrifie des Gegners zusammen. Die Luftwaffe zersprengte mit schnellen Kampfflugzeugen motorisierte feindliche Verbünde und setzte Flakgeschütze des Granart außer Gefecht. ^er dem Reichagebiet fanden bei Tage und In der Nacht keine Kampfhandlungen statt. Von "Seestreitkriiften der Kriegsma-rlfia, der Bordflak von Handeltachiffen wnd der Marineflak wurden in der Zeit Tom 27. bis 31. Juli ein nordamerikanl-tchet Luftsdhiff und 56 feindliche FUig-leuge abgeschossen. Im Kampf gegen dia brltlsch-nord-amarikanlschen Sceverbindungen ^und dia Landungsflotten Im Mittelmeer wurden Im Monat Juli 94 Schiffe mit zusammen .«0 241 brt versenkt und weitere 53 Schiffe mit insgesamt 246 750 brt vernichtend getroffem. Darüber hinaus wurden mindestens 220 Schiffe mit etwa 780 000 brt durch Bomben- und Torpedo-traffer beschädigt. Auch von diesen letzteren Schiffen kann ein Teil ala verloren betrachtet werden. Ab diesem Ergebnis Ist die Untersee-bootswaffe mit 351 243 brt versenkten nnd 30 000 brt durch Torpedotreffer be-schldlgten Schiffsraums beteiligt. Dia falndliriien Kriegeflotten erlitten ahenfalls schwere Verluste. Einheiten dar Kriegsmarine versenkten; Drei 7«Tstftrer, sieben Schnellboote, «hl Unterseeboot, einen Bewacher. Bin Kreuzer und mehr als 15 Rchnell-boota wurden schwer beschädigt. Verbände der Luftwaffe versenkten: Hlnen Zerstörer, drei Schnellboot«, ein Gelelthoot, zwei Korvetten, eine qroRe Anrahl von Landungsbooten. Sie be^'^hädigten: Ein Schlachtschiff, wiphrere Kreu/pr, neun Zerstörer, eine Fahrp und viele T nndungsboote. Der Wehrmachtbericht vom Sainsta]{ Am Samstag gab das Uberkommando dar Wehlmacht bekannt; In den Hauptkarapfabschnitten der Ostfront nahm gestern die Kamjjltälitikeit an Stärke wieder zu. Gegen unsere Stellungen im Orel-Bogen führte der Feind neue schwcre Angriffe zusujnmenqe-faßter Infanterie- und Panzerkräfte. Sie sind in wechselvoHen Kämpfen unter hohen feindlichen Verlusten gescheitert. Am Kuban-Brückenkopf und am Ladogasee griff der Feind wieder mit starken Kräften an. Westlich KrymBknja brach der Angriff mehrerer Sowieldivis'onen vor unseren Lin'en zusammen. Südlich dos Ladogasees wurden die mit starker Artillerie und Schlachtfliegeruntcrstützunq angreifenden Sowjets abgeschlagen und feindliche Kräfte, die In die Front eingedrungen waren, vernichtet. In den beiden letzten Tagen zerstörten unsere Truppen an dar Ostfront 148 Panzer. Ein Unterseeboot versenkte im Schwerfen Meer einen Tanker von 7000 brt. Auf Sizilien erzielten gestern unsere Truppen bei den heftigen Kämpfen Im Mlttelabachnitt der Front einen vollen Abwehrerfolg. Alle feindlichen /um Teil mit frischen Kräften geführten Durchbnichs-versuche wurden unter sehr hohen Verlusten abgewiesen, über dem Mittel-moerraum wurden IG feindliche Flugzeuge abgeschossen. Im Kampf gerjen den feindlichen Nachschub nach Sizilien be-schädicite die Luftwaffe einen großen Transporter schwor und erzielte Bom-bentroffftr zwischen Landungsbooten, in Treibstofflagern und Anlagen des Hafens Avola an der Südoslküfte der Insel. Feindliche FHegervarblnda griffen am gestrigen Tage die Stadt Katsal und einige Orte in den basatzten Westgebieten an. Sie bom^bardierten In der vergangenen Nacht die Stadt Remscheid. Die Bewohner der angegriffenen Städte hatten Verluste. Schwere Zerstörungen und Brandschäden entstanden vor allem in den Wohngebieten von Remscheid. Laftverteidlgunqskräfte vernichteten nach bisher vorliegenden Meldungen Insge-jfesaml 60 Flugzeuge, meist viermotorige Bomber. Deuiache Unterseeboote versenkten im Atlantik drei Schiffe mit 15 000 brt nnd im Eismeer einen Bewacher, Bei der Abwehr feindllcheT Luftangriffe schössen sie Im Atlantik ein nordamerikanischcs Luftschiff und ein Flugzeug ab. Die Aussichten für Italien Wie sie von einem italietiischem Blatt gesehen werden PK-Anfn«1ioi«: KTiaflihafichlflr ScMIcVum ) Oeneralfeldmarschall Rommel In Griechenland Qeneralfeldmarschall Rommel bei seiner Ankunft In Saloniki Rom, I. August Unter dem Titel »Man darf die Wirklichkeit des Krieges nicht aus dem Auge verlieren«, schreibt die Zeitung »Tribii-na« In einem Leitartikel unter anderem folgendes; »Der Feind verdoppelt und verdreifacht seine Anstrengungen, um den italienitchen Widerstand fu brechen. Der Feind hofft, nach den tiefgreifenden politischen und Tporaliachen Umwälzungen, die in diesen Tagen in Italien stattfanden. im Mittelmeerraum über die Ruinen und ein entehrtes Italien zum Siege xu schreiten. Er spekuliert dabei auf die Lage in Itellen und hofft, es In einen Zustand der Anarchie zu stürzen, der autorantisch seine vielen und noch kraftvollen Energien schwächen würde. Der Feind fordert die Kapitulation Italiens, weil er es trotz allem fürchtet und well er den Verlust von Menschen bei einem Unternehmen vermeiden muß, das trotz seines scheinbaren Erfolges, die größten Schwierigkelten offenlegt Aber die Engländer und Amerikaner übersehen nicht, daß weder die Regierung noch Marschall Bfidogllo tich zu einer feigen Geste hinreißen lassen w^ilrden. Was würde eine bedingungslose Kapitulation für Italien bedeuten, die Roose-velt und Churchill jetzt dem italienischen Volk unter der Dtohung der einzigen Alternative der Ausrottung der Nation wieder angeboten haben? Eine bedingungslose Kapitulation würde ewige Schande, die Zurücksetzung Italiens auf den letzten Platz unter den Nationen, den wirttchaftlichen und finanziellen Ruin, die AT!>eltslot%;|kelt von Millionen von Bürgern, Hunger und Elend und militärische Besetzung für eine unbestimmte Zelt bedeuten) sie würde die Umwandlung des italienischen Bodens In ein Schlachtfeld und schließlich eine Erbschaft des Elends und der Rachsucht bedeuten, die die Zerstörung aller unserer geheiligten Traditionen unseres nationalen Lebens, unserer Religion tind unseres Familienlebens sowie unseres Sozialsystems nach sich ziehen würde. Et Ist erforderlich, daß die Italiener aus diesen Gegebenheiten heraus die Drohungen tind die Schmeichelelen der Gegner richtig abschätzen und daraus Bulgariens Wehrmacht Kirt gcscliiclitlichcr Rückblick utid ein Ausblick Von unserem Sofioter Vertreter ha. Sofia, Anfang Auguat i lang ea, diese Herrtf:haft wieder ü.. Einheit™ ^ ^ •• •* i . die notwendigen Konsegiienzen ziehen. Auf K>0 Jahre fielen die Bulgaren unfe Der Krieg geht welter! byz«nfini37, um das un/.ii- |lnng übeizulühirn und die burmeslschc frledene und unter dem britischen Joch Wirtschaft nach Lösung ihrer friihot voltaufsässige Land leichter regieren zu i standig britischen Bindung In den groö-können, für Burma eine eigene Verwal- j ostasiatischen CroOraum einzugliedern, tung mit einem Zwei-Kammer-Parlamcnt i So hat er den Weg in die Zukunft, zu unter einem britischen Gouverneur ein-I einem unabhängigen Burma im Kinfle führte, wurde Dr. Ba Maw Ins Parlament gewählt und dann Ministerpräsident. Seine Stellung angesichts der Machtbefugnisse eines englischen Gouverneurs war schwierig. Dennoch versuchte er verschiedene Reformen durchzusetren. Bereits nach zweijähriger Amtszeit war er den Briten so unbequem geworden, daß er vom Gouverneur seine Entlassung bekam. Dr. Ba Maw schuf daraufhin aus allen gleichgerichteten Bewegungen Burmas die burmesische Freiheitsliga. Wie überall, wo England die Grundfesten seines Terrors erschüttert sah, so antwortete es auch hier mit der gleichen Methode: Kerker fiii Dr. Ba Maw. Auch nach Abiaul seiner Straf/.eit wurde Ba Maw nicht freigelassen, bis Ihm im April in42 als die jajia- bereich der großostasiatischen und Erfolg vorbereitet. Sphäre Italicnijf'Hcr Wehrmachtbcricht Rom, t. August Her il.ilienisthe VVehrmachlbericht von Sonntag hat folgenden Wortlaut; An der sizilischen Front kam es duch am Sanislag zu harten Kämplen. fm Raum von Reglbuto wurden wiederholte heftige Angriffe des Gegners zurückgewiesen. Feindliche Floltenverbünde haben Ortschaften an der (yrrhenischen und dei ionischen Seite Ka'abriens tieschoftsen, ohne ncnnonsworle Schiidcu anzurichten. ständigkeit wiederum in schweren Kamp fen bewahrte. Von t3S6 ab lastete über viel ganzen Balkan-Insel di« türklach» Fremdherrschaft, und erst im 19. Jahrhundert begann das Wiedererwsrhen des bulgarischen Volkes, von dem zahllose Aufstände für die politltrhe Freiheit Kunde geben. Erst im Jahre 16?fi entstand da« dritte bulgarische Pelch jedoch nur innerhalb der Grenzen, di« der britische Machtwille ihm genehmigt». Wir sind absichtlich etwas abcie-schweift, um an diesem kurzen geschichtlichen Überblick nachzuweisen, daß der bulgarische Soldat auf eine ruhmreiche, an Kämpfen gewiß nicht arme Tradition zurückblicken kann. Aus den Freisrhärlein, die mit de^ beginnenden 19. Jahrhundert den Kampf gegen die Unterdrücker aufnahmen, ent-atanden di» Keimzellen det hulgarlsrhati Armee, deren Offizierskorps ninärh»! aus Russen bestand, sich aber bald »»m* den eigenen Reihen bildete. aKrieg der Hauptlaute« Die Schlacht am Schipka-Paß, in der bulgarische Freiwilligen-Rftgimenter sich gegen «ine ungeheure türklacihe fTher-macht heroisch schlugen, brachte S1«g und Freiheit. Doch nur sieben .lahre waren der jungen Armee tür einem friedlichen Aufbau gegeben. Bald mußte sie erneut in den Kampf ziehen. Den Krieg, in dem Bulgarien erneut um seine Freiheit kämpfen mußt«, nennt man den »Krieg der Hauptleutei, denn höher# Chargen aus den eigenen Reihen gab m bis zu diesem Tage nicht. Die Russen aber, die die Stflbeoffiziere stellten, zögert tlc-h zu Beginn der Feindseligkeiten aus den höheren Kommandostellen tu-rflck. Die jungen Hauplleute siegten — daß die Ftüchte des Sieges ausblieben, nicht ihre Schuld. Die bulgarischen Pntitiker waren damals dem Intrigen-sniel der Westmfichte, aber auch der Mauemachtspolitik des Hauses Habsburg nicht gewachsen |0t2 mullte d'<» t>u)gartsrhe ^''TP•e wiedp'" antrptfu, um Heimat und Vater-t(ind 7.U verteidigen. Sie hat auch dies# Aulgnbr aN Atmee in vorhildtirber Wei*«-gelöst Dennoch nahm di»r Krieq ein«i nuf|lficklich»*n Ausqeng, 1115 s^ben wit die bu'riarisrhen Soldaten ein*»ut an Front, diesmal Schulter an Schulter mi' deutschen Heeren, Schnlt'^r an Scbult»r m't den K u. K.-Truppr'n Wieder begann dfls alte Spiel; die Arm*>fn stürmten vorwiirts, aber eine w.inVolTni.itige, un einheitliche Politik dri Nfittelmachte hrncblp die llpern um dpn ^^leg. Nach Jtihren harten Rmgens k.inj dann dfi Ziisrinnneifhrucli. firr wiTlPtum rwr" Jahr/ohnte tuif Riil<|.M:''n ln«irte. Di^ neue Atme» Heule aber steht wieder ein*» «lar.kr liulgarisclip Armee. Sie ist drr Stolz des ganzen Volkes, zu ihr d>angt sich die hulqiirischc Jugend aller Schirhleii. De* halb waren die PariKjraphen des Diklat*» von Neuillv, die Riilgnrien die niPine Welirptücht iinteis,i()1ni und le-diilich dip .^ulslclhiiui eine« Soldn^i-Uecrcs von '20 000 Mciiiti ycsldttcten, lur Seite 2 • Nr. 214 * Montaj», 2. Aujust MARBURGES aEITDNO riss bulgarische Volk beionclera schmerz-lith Doch du Ztiten der Knechtschaft •ind vorüber, im Jahre 1938 sretfügti Bulgarien b«r«iM wieder äbei neun «ktlY« Divisionen. Ntcii dem Milltärge-•etz Ton 1940 beitcbt ein» Dienstpflicht für alle MÄnner vom 17, bis zum 65. Lebensjahre. Mit Vollendung des 40 Le bensjnhres tritt der Soldit in die erste und mit drni 44. lphpnsjs Feldnicirschdlls in der Gruit des Rciclisehrcnnuils in Taniien-b'jiq nicuüi. Die liiiienwdche am Denk-nui Wdt ans diesem AiiKiü als Üifiziers-wathe veistärkt worden. Ferner ließ Stuatsuiinister Dr. Meißner im Ndnien der Präsidialkanzlei und ihrer Gefolgschaft am Stirqc flindenburcjs einen Kranz niederlegen. Gauarbeitsämter Von 1. August ab gebildet Der (lenerdlbevollmächtKjte lüi r und RelchstrenhflndeT der Arbeit haben die Verpflichtung, die Clnulelter sowohl als pollHsrh«« HobeitstrHqer als auch als Beoufirag'e des Genernlhrvnllm'irhtinten l.mfpnd und lürkpnlf)s über u!Ip für ihren Bereich wesentlichen Fragen und Probte-nie ru untprHchten, mit ihnen persönMch enqsfp Verblndunq zu holten, und «oweit zwingende Kriegs- und Reichsnit'qaben es qe«:tntten, die sachlichfn Interpssen dor Gnuqcbiete nacbdnlrklichst zu be-rücksichtiqen und zu fftt^dern Dnjfk ti Vtriaq MnrhunfBr Verl.Ki*- ii Drvirli«r»l-r,»"! m h. If — V*rlftn«lHliinq üfion M^'imnir^nrr. n>tiip1 Anfon npr^rlmrl., l 7.1 'n T'rlonb, itBllTPrtr^tMnder Hdiipl»rhtHll»1l<"? Rohfil KralTTl, rr* '1 Maroirg « H. Driu. fl Beharrlich, zäh und standhaft * Großadmirai Dönitz und ReichsjugendführM* AIcb glaube an die Jugend, wie if, Blatte« hH hfibirnr Cpwdll m)i>r fliUl keinen Anspriirli nuf Pftrk'/oliluiif) rifs Hi-Ttitii gflüiu. Von Lissabon, Ende Juli »Schwarzes Gold«, das war bisher eine Bezeichnung für die Kohle, durch die man ihren Wert ausdrücken wollte, in Portugal zeigt sich gegenwärtig, daß das schwarz« Metall Wolfram die Bezeichnung eher als die Kohle verdient. Es hat tatsächlich viel mit dem Gold gemein: Bin WolframrauBch, der an das Kanadische Klondyke mit seinen groHen Goldiunden und allem was Ihnen folgte, erinnert, verdreht hier den Menschen die Köpfe. Menschen verlassen ihr Heim und ihren Acker, um Wolfram zu suchon, und Menschen töten einander, um Wollram "ZU rauben. Wer braucht Wolfram? Vor dem Kriege war Wolfram in Portugal nur wenigen ein BegJÜf. Jetzt aber weiß im Norden Porlugdls jedes Kind, daß das spröde Metall mit dem hohen Schmelz]>unkt nicht nui für die Glühläden der elektrischen Lampe, sondern in noch weif höherem Maße als Zusatz lür die Erzeugung härteston Edelstahls unentbehrlich ist. Ohne Wolfram keine Panzerplatten. Ohne Wolfram keine panzerbrechenden Granaten. Die LaqeiStötten des Elements in den nordportuniesischen Provinzen waren seit langem bekannt, Ihre Ausbeutung Hbei haite sich nie gelohnt, so daß unangefochten das billige chinesische Wolfram den Weltmarkt behen-scble. Mit Kriegsausbruch jedoch, besonders soit der Sperrung drs Pazifiks durch Jdjjan, gewann das portugiesische Wolfram unqeahnle Bedeutung. Aufküutei aller krii'giiibrerden Nationen trieben zur St«'i(|oruiiq der Pioduktion an. .Jetzt lohnte es sich. Gruben anzulecjen und Vl.isrhint'fi lür die Reuügung der Funde dulzustellfn. Un Hesselte Geldgier Dio rundstätten sind aber nirgends örtlich beqienzt, im Umkreis einer gio-ßen Grube gibt es Hunderte von »T.i-sehen (, in denen die Körner des schwarzen Metalls cliiht unter der Erdschicht liegen. Mit der zunehmenden Konkurrenz der AulkMufer und der an eine Inflation erinnernden Preifistelqerung setzte ein allgemeiner Ansturm der Landbevölkerung auf diene kleineren Fundstätten ein. Familien- und und sippenweise wurden primitive Gruben ausgehoben Die Männer stiegen metertlcf In die Erde hinab die Frauen ttugen die schweren Körbe mit der fiinriigen Erde zutage, und Kinder und Gmiso suchten oben Im Tageslicht das gp|()'dert<> Gut sorgtältitj durch, um alles Srhwnrze heraub/uiesen. Kinder ver-flienten jetzt an einem Tage pbensoviel wio ihr Vater früher für ein halbes Jahr schwerer Feldarbeit. Wer fragte noch nach den Gefahren flieses neuen Gewerbes? Wenn heute ein Wächter der KonzeMionsinhaber einen WoUrumdleb erschoß, setztcm dessen Brüder morgen mit verdoppeltem Eifer ihre verbotene Arbeit fort. Wenn eine Wand der primitiven und nicht Iflchmdnni8<'h abgesteiften Gruben ein stürzte und ein Dutzend der Gücksmän-ner erschlug, schafften die Überleben-d»»n schnell und insgeheim «lies Geröll l«)rt, bargen die LelchfMi, um so den Wey zum Wollram freizubekommen. unserem Llsiaboner f»-Mlter Bald erschienen Alannnachrichten In dor Lissaboner Presse. Felder blieben unbestellt, Ernten verdarben euf dem Halm und am Baum. Provinzgouvemeure mußten zeitweise die Wolfremeuch» b»l strenger Strafe verbieten, um wenlgeteni die Erledigung der landwirtachaftUchen Notstandsarbolten «Icherzuitellen. In ganzen Bezirken verlor das Volk Toll-sländig den Sinn für den Wert des Geldos. Junge Burschen zündeten eich prahlend Ihren Zigaretten mit Geldscheinen an, und auf einem Wochenmarkt waren eines Tages so viele Tausend-Rscudo-Noteji in Umlauf, daß man für ihr Umwechseln in Scheidemünzen gern fünf Prozent bezahlte. Daneben blühte das Geschäft der Zwischenhändler. Wie oft bin ich nicht in den Lissaboner Straßen von Fremden angesprochen worden, die mich mit verständnisinnigem Aiigenblinzeln fragten, ob ich nicht »erstklassiges Wolfram« zu einem lächerlich niedrigen »Freundschaftspreis« kaufen wollte. Inzwischen schient Portugal die schlimmsten Erscheinungen der Wolframkrankheit fsberwunden zu heben. Die Regierung hat einen Höchstpreis festgesetzt, der zwar noch immer etwa da» b»it»r zw»nzlgfache de« Vorkriegspreiee« der- stelll, aber doch als wirksame» Hellmittel für da« Fieber anzusprechen ist, da« den Volkskörper au zerstören drohte. Gleichzeitig wurde schon der unbefugte Besitz von Wolfram mit schweren Strafen bedroht. Die ungeheuren Verdienste der Zwischen- und Ausfuhrhändler wurden durch einen hohen Ausfuhrzoll beschnitten, dar einen beträchtlichen Anteil ei dam hohen Überschuß des portugiesischen Staatshaushalt« im Jahre 1942 bette. Wolfrem oder Medelreweln Die Gesamtauafuhr des »Schwarzen Goldes« aber hilft den Kellern det Staatsbank, ansehnliche Reserven an »Rotem Gold« anzuhäufen. Portugal will sie in friedlicheren Zeiten für die Einfuhr von Materialien und Maschinen verwenden, deren industrieller Einsatz das beängstigende Problem der Übervölkerung lösen soll. Dann wird auch wieder die Ausfuhr der Port- und Madeira-Weine möglich sein, deren führende Stellung In der Außenhandels-stetlstik Jetzt vom Wolfram eingenommen wurde. Erst wenn Mars schwelgt, wird Bacchus wieder zu seinem Recht kommen. Betrogene Betrtt^r Juden erleichtern «Ich um 2,2 Millionen Pranken Paris, 1, Autfust 2,2 Millionen Franken fielen Betrügern in die Hände, die in NLtza durch 'einen Trick drei Juden um diesen Beitrag beiaubien, Joseph Pepplnghaus, {Sekretär dHS französischen Filmschauspielers Armand Bernnrd, wandte »ich an einen ihm bekannten Rossftgenossen Julien Block, der sich bereit erkllrte, Dollars in großen Mengen zu beschaffen. Zusammen mit einem dritten, Georges Heymann, beschnifte sich das Kleeblatt 2,2 Millionen Francs. Der Umtausch in Dollars sollte Im Hotelzimmer des Pepplnghaus stattfinden. Bevor es jedoch dazu kam, erschienen zwei Männer mit Revolvern und »beschlagnahmten« den Betrag mit der Behauptung, sie seien Polizisten. Sie führten die drei Juden ah, brachten sie in ein Auto, hielten aber unterwegs an und verschwanden. Wahl der Herzen im mmtrtr polltUchtn WpthtfMtr-lieht eeiR Soma/al kabtn mtr dh LtUtn Mngti0l0Un, tffe Jh Btvdtk^ang dtr luftitfährdtitn Gtbitf* Im /nferm« dt$ Ganzen auf sich nimmt and daraui dit Forderung gezogen, daB umgekthrt auch Ge$amtdeutachland bereit $ein müste, den bedrängten Meneehtn dort XU helfen. Za der gleichen Frage »chreibt da» »Neue Wiener Tagblatt»/ Dat Wort Mitleiden hat Im dewteehan Volk einen tuHeepältigen Klang, aber ein echte» Mitfühlen, da» da» Leid det einen Volk»geno»»en auf »ich »elber nimmt and ihm durch »elb»tlo»e Tat die Not tragen hilft, da» i»t die Waffe, die heute da» gante deutsche Volk gegen den Feindterror ergreifen muß In vielen Gauen dee Vaterlandet, die den Luftterror bieher nicht kennen, ftn-den die »chutergepriiften Volh»geno»ten eine neue Heimat. Sie herzlich aufiuneh' men, ist keine lästige Pflicht und kein Problem nationaler Disziplin, »endern maß eine Herieneangelegenheii fedee deutschen Volkigenoeeen »ein. Wo ein weltgeöffnete» Hers dem leidenden Herzen begegnet, da wird auch die Yerhtr* tting aes Leidens wieder zunichte and mit der Überwindung und Abhilfe äußerer Notstände auch der Weg zur Wiedergewinnung der Inneren nrafi geöffnet. E» darf nicht »ein, daß gerade die betroffenen Volk»geno»»en die Belepiele der inneren Härte geben, «onrfere jeder Volktgenoeee In federn Gau de» deutschen Vaterlande» muß zeigen, daß die Not des einzelnen »eine eij/ene let. Dann wächst /ener Wall der Henen tueammen, der durch keinen Bombenterror sertrümmerl und dnreh keine Phosphorbombe zerttBrl werden kunn, der Wall, der eine anüberetelgbare FronI f&r den Feind bildet, an der mite »eine Erwartungen »eheltern werden. Da$ demf» sehe Volk »teht In »einer GeeamtheH Iß einer harten BewUhrangaprobe, ate eine geschloeaene Volksfemelnechä/t kann und wird »le diete Prüfung hetlehen wnd damit den Weg In die Zakun^t and »um Sieg offenhälten. BUCK NACH SUDOSTEN Die Führung der kfoatiacheM Ustaschl-Jiigend ist auf Einladung der hulgari-Bchrn Jugendorganisation Branik nach Bulgarien abqereist, Zu Gunsleii der Frontkänpler. Die (flowakische Kogierung hat gesetzliche Voraussetzungen für die SIcherstollung der FrontkKmpler, Krlegsverletzlen oder deren Hinterbliebenen geschaffen. Sie werden bei der Zuteilung von jüdischem Bodensitz und Vergebung von Staatsposlen eine bevorzugte Stellung einnehmen Für Träger slowakischer Kriegsairszelchnungen werden finanzielle Zuwendungen festgelegt. Neuordnung der kroatischen Milltlr-gerlrhtsharkelt. Dttrch eine Gesetzver-ordnnng des Stantsführers werden sämtliche Mlliliirgerichte in Kriegsgerichte umgewandelt Gleichzeitig wurde die Pro7efiordnung neu geregelt. Die Kriegsgerichte werden sowohl als ordentliche Kriegsgerichte wie auch als Standgerichte fungieren. Gesandte hei Mach. Der «tellvertre-tende Ministerpräsident und Innenmlnl-fiter Mach empfing die slowakischen Gesandten in Öudapesl und in Agram. Sanu Machs »Flucht«. Die Reuter-Meldung, daß der stellvertretende slowakische Ministerpräsident Sano Mach nach Südiiineriku gellohen sei, hat in der slowakischen Öffentlichkeit qrüßte Heiterkeit ausgelöst. Von zustiSndiger Stelle wird erklärt, die Meldung sei so unsinnig, ddü sich eine Stellungnahme erübrige. Juden In Anhallelager. Wie »Gar-disla« meldet, sollen alle noch In der Slowakei sich aufhaltenden Jude In Aa-haltelager konzentriert werden. In eilen GroAstädten Bulgariens und In der Hauptstadt selbst unternahm die Polizei eine energische .Säub^rungsak-tion, mit dem Ziele, alle NIchtstuef zu ermitteln und bei den Erntenrbeiten einzusetzen. Besonders erfolgreich war die Aktion In den Restaurationen und Kaffeehäusern. Des kinderreiche Sofia. Die Abteilung für kinderreiche Famlllrn beim Innenministerium gibf bekannt, daß In Sofia zur Zelt Über 20 000 kinderreiche Familien vorhanden sind, Ein Drittel davon haben mehr als sechs Kinder. Es gibt auch viele Mütter, dir mehr als 12 Rinder haben Pafllälsrherzentrale In Sofia. Der bulgarischen Polizei ist es gelunqen, eine Paßfälacherzentrale In Sofia aufzudek-ken, die Pässe mit gefälschten Auslands-Visen versah. Die nauptbeteiligten waren Juden, die «ich ihre Fälschungen hoch bezahlen ließen. Der Deitmi Ifir Cwmoiui MlUUrpand« Im Ueeebw Liesabom, I. A«g«el Am Sonntag fend k Lleeeben »tu» grofi» Milltftrperade »tatt. 10 000 Manm Truppen aller Weffengattung»« iog»B auf der PrachtatraB» Lissabon» an Ihren Oberbefehlehaber, deam Steetechef G»« neral Carmona und an dem Schöpfer d»t neuen portugleelicheD H»er»», Krl»^ minlst«r und Mlni«t»rprAiWleat Dr. I»m> zar, vorüber. Auf d»r Ehrentrftte» het* ten neben den Reglerungtmitglleder« dl» höchsten Offiziere von Wehrraadit und Marine sowie dl» Spitzen der Mllltlr-und ZivltbehArde« Flati genonin»«. Eine rleslye Volksmenge «turnte dl» einen Kilometer lenge PrechtetreB» und um Jubelte die vorbelmareohierenden Soldaten. Vor Beginn der Par»d» ttberrddit» dv OberEtkommandi»r»nd» d»e portugleel« sehen Heerea, Qenerel P»r»lr» Doäs«B> tos. In feierlicher Form dem Steeteprlal* denten den Bhrendeg»n der portogie»!* sehen Wehnnacht »ale beecheidene Gab» zum Zeichen, wie sehr da» genze Heer seine Verehrung zum Auedruck brlngtc »Wenn einmal unser Vaterland ta fahr Ist«, so betonte der General la •»!• ner Ansprache, »dann erheben ate di^ snn Degen als da« Symbol uneere« G»> horsnms, damit wir und dl« ganze Ne* tlon ims um unteren Staatschef versammeln können, um unsere Freiheit und Unabhängigkeit zu verteidigen.« General Carmona dankte sichtlich b^ wegt mit kurzen Worten. Nach dleeer Feierlichkeit nahm die Parade ihren An« fang. Graf Ciano EurfickletrttMi Rom, 31, Juli Graf Clano ist, wie der italienische Rundfunk bekanntgibt, von seinen Posten als Botschafter beim Vatikan zu« rückgetreten. Der König hat seinen Rücktritt anqenonunen. Unsere Kurzmeldungen Blinde Stenographen. In der Gauwirt- schattskammer Wien wurden den Teilnehmern des Stenotypistenkurse« der Blindenschuls die Diplome überreicht. Die erreichten Geschwindigkeiten haben bei dem besten Prüfling 381 Anschläge auf dor Schreibmaschine und 187 Silben beim stenografischen Diktat in der Minute ergeben. über 50 Grad In Sonne. Nach einer kurzen vorübergehenden Abkühlung macht sich in diesen Tagen erneut ein außerordentlicher Temperaturanstieg in Spanien bemerkbar. So wurden am Frei-tagmittng In Sevilla 50,8 Grad In der Sonne und 36,6 Grad Im Schatten gemessen. Rückgang der Flecktyphusseuche. In den letzten Tagen hat die Zahl der Neu-erkrankungen an Flecktyphue zwei pro Tag nicht überstiegen. 1500 Stück Vieh ertrunken. Im Zu- i sammenhang mit andauernden Wolken-' brüchen In Venezuela ist der Orlnoco I auf weiten Gebieten über seine Ufer getreten. In Arichuna und Calraca sind unqelähr 1500 Stück Vieh ertrunken. Kartoffelanbau In Japan. Zum ersten Male sind in Japan Kartoffeln teilweise zum Ersatz für Reis an die Bevölkerung ausgegeben worden. Während man bisher In Japan die Kartoffel als Volks-nahrungsmlttel kaum kannte, geht man jetzt auf Anweisung der Behörden zum Anbau der Kartoffel In größerem Maßstabe über. Alle brachliegenden Felder müssen mit Kartoffeln bebaut werden, da der Knrtoffelanbau weniger Arbelt erfordert nls die Anlegung neuer Reis-leider. » MAHBURGER ZEITUNO MonUf, 3. Aiijuat Ht Nr. 214 Seil« 3 HihmtMitUt Xukdstiou Nur ein paar Minuten... Ein padr Minulen können oft in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen. Dadurch, daß wir vielleicht ein paar Minuten zu lange Morgens im Bett liegen bleiben, beginnt der Tag schon mit einer Hetzjagd, man kommt bereits abgejagt und verärgert zur Arbeit und int den ganzen Tag schlechter Stimmung. Uin paar Minuten, die wir am Tage vertrödeln, fehlen uns später bei der Arbeit. Dagegen können ein paar Minuten aber auch sehr nutzbringend ausgefüllt werden. Dabei muß Ich immer an eine alt« Tante denken, bei der Ich vor vielen Jahren einmal zu Gast war. Wenn man frühmorgens das Wohnzimmer betrat, saß sie meistens schon strickend am Frühstückstisch. »Nanu.«, fragte ich das erstemal erschrocken, so früh schon so fleißig?« »Natürlich«, sagte sie lächelnd, »die paar Minuten, die ich hier wartend am Tisch sitze, ehe wir frühstücken, kann ich doch nutzbringend ausfüllen — um ein paar »Touren« an mrinom Stnimpf zu Bfrirken, dafür reicht die Zeit gerade noch.« Es ist freilich nicht unbedingt nötig, daß wir jede Minute des Tages mit Arbeit ausfüllen, denn auch Erholung und Entspannung muß einmal sein. Aber dann müssen die paar Minuten auch wirklich datu verwendet werden. Man kann siR benutzen, um sich zwischen oder nach der Arbeit einmal zehn Minuten hinzulegen und zu »druseln« oder um ein Weilchen am Fenster an der Sonne zu sitzen, mit geschlossenen Augen und ganz bewußt an gtir nichts zu denken Mit umso größertr Frische geht man danach wieder an seine gewohnte Arbeit. Nur eins ist Sünde: die Zeil zu vergeuden oder sie, wie wir es früher manchmal taten, »totzuschlagcnw. Denn Zeit ist das kostbarste Gut, das dem Men-sehen gegeben ist. Und darum muß sie sinnvoll verwendet werden. VerdunkeluDfi von Warnlichtanlagen unbMchrankten Eisenbahnübergängen. Es hat «Ich erwiesen, daß die zum Teil übliche Abbiendung der Warnlichter bei unbeschrankten Eisenbahnübergängen nicht genügt. De die Bodenaufhellung durch das weiße Licht de« Betriebszei-rhens ru stark ist, soll für die Dauer des Ktiege« auf das weiße Bctriebszei-chen ganz veizichtet werden. Der Reichsverkehrsminister hat deshalb die erforderliche Ermächtigung zur Abwei-chiing von den gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften erteilt. Das rote Licht, das Warnzeichen, wird unverändert beihehdlten. Der Cillier Treuschwur: „Die Untersteiermark wird eine Mark — deutsch bis an die Grenzen 1" Gauleiter und Reichsstatthaltcr Dr. Uiberreither sprach zur Bevölkerung — Glänzender Verlauf des Ortsgruppentatfes Mit einem eindrucksvollen Auftakt Es folgt die Ortsgruppe Cllli-SchlofibeTg Landrat DorfmeJster mit dem Kreisstab wurden Samstag und Sonntag die unter- mit 3904 Bewohnern, die gröfitenteils In begrüßt' werden. Der Gauleiter begab steirischen Ortsgruppentage in der Stadt' der Industrie, im Handel und Handwerk sich sofort zur Eröffnung der neuen Cilli eröffnet Es ist wohl keine andere j beschäftigt »Ind. Als Industrieortegruppe ^ Dienststelle der Ortsgruppe Cilli-Forst Stadt im Unterland dazu berufener, den Reigen der politischen Demonstrationen im Sommer 1943 mit einem Ortsgruppentag zu eröffnen, als die zentinl gelegene, alte deutsche Stadt Cilli, der für die Wiedereindeutbchunq des Unterlandes und seine Dutchdrinqung mit der nationalsozialistischen Gedankenwelt und ihrem Willen zur Arbeit und schöpferischen Schaffensfreude eine geschichtliche Aufqabe zukommt. Die Bedeutung der Sannstadt kam anläßlich des Orts-gruppentages im bpsonderen in der Anwesenheit des Gauleiters «nd Relchs-statthdlters Dr Sicifiied Uiberieither zum Ausdruck, der unter anderem bei der cjroßen Kundqebunq am Samstag-abend von det Bevölkornng das Wort zu einer Ansprache erarift Der Aufbau der vier Ortsgruppen Zum eisten Maie seit det Befreiung des Unterlandes hatten die vier Cillier Ortsgruppen, Laisbetg. Kcittinq, Schloßberg und Forstwald, Geleoenheit, ein klares Bild über ihre bisher qeleisfete Aufbauarbeit aufziizeiqen. Infolge ihier günstiqen bevölkerungspolitischen Lage Itonnlen sie am leit htestc» die vorgeschriebenen Bpdinnun<|en zur Verleihung der Ortsqruppenfahnon erfüllen. Das Stadtoebiot von Cilli mit einer Große von Ouadrolkilonietern und 20 700 Einwohnern wurde im Mai 1941 in vier Ortsqruppen einfieloilt. Flächenmäßiu am qrößten ist die Ortsqrunne Cilli-Laisberq mit 1156 Haushalten. 84.6 v. H. der Bevölkerung gehören dem Steirischen Heimalbund aii; 2771 Personen sind Staatsannehöriqe .nif Widerruf, 666 besitzen die endqulliae Stnatsanqehöriq-keit. Intokie einer dusqeqlichenen Be-rufsschichtunq sind -die Voraussetzunqen zur Erlernunq der deutschen Surache äußerst (lut. Die Bevölkerunq ist sehr qebefreudiq. Hei allen bisheriqen Samin-luntien steht die Oilsqruupe Laisbeiq weitaus an der Soitze des Kreises. Ihr folat die Ortstiruppe Cilli-Forslwald Sie ist die sooeiijnnle »Bauernurt.H-gruppe«. Von den 4471 Bewohnern qc-hört der Großteil det Landwirtscliatt an zählt KAttlng mit 6053 Blnwohnem. Kötting weist den größten Proientseti an deutschsprechsnden Menschen auf. Als mustergültig Ist In der Ortsgruppe der Kindergarten anzusehen, der als erster Im Kreis eingerichtet wurde und heute allgemein als Musterkindergarten dient. Dal kulturelle Leben In den vier Cillier Ortsgruppen wird vom Kreis aus gelenkt und geleitet. Nebin dem Cllllet Männergesangverein und seinem Hausorchester, der bereits seit dem Jahre 1M8 besteht, wirken in Cilli derzeit ein Symphonieorchester, ein Streichquartett, eine Spielgemeinschaft, eine Hand-puppenbühne und vier Singgemeinschaften. In vier Kinderqärten sind 220 Kinder erfaßt. Die größte Aufmerksamkeit gilt den Kindergruppen, in denen 380 Kinder betreut werden. Mit einem beträchtlichen Grundstock von ehemalioen Volksdeutschen und Einsatzkräften war die Aufbauarbelt des Steirischen Heimalbundes wesentlich leichter als in den übrigen Ortsgruppen des Kreises, obwohl nicht verkannt werden darf, daß politische Widerstände die Arbeit zeitweise erschwerten. Aber mit nationalsozialistischer Beharrlichkeit wird das Endziel im Auqe behalten; die deutsche Untersteiermark. Die vom Gauleiter anläßlich des Ortsgruppcntages überreichten Ortsqrunpenfahnen sind das efste Zeichen eriolqreicher Aufbauarbeit. Die Ankunft des Gauleiters Am Samstdgmorgen schon erstrahlte die Stadt in prächtigem Fahnenschmuck. Das frische Grün und Rot der unzahligen Blumen und Girlanden bot den Augen ein recht farbenprächtiges Bild, ein Reweis der Eintracht und Einmütigkeit der Cillier, die ihrem Willen zum Ausharren besonders in schweren Tagen /um Ausdruck zu bringen verstehen. Sfhon am frühen Nachmittag konnte vor dem Kreishaus Gauleiter und Reichs-statthalter Dr. Uiberreilhet, der in Be- wald In der Hugo-Wolf-Gasse. Mit der Eröffnung der neuen Ortsgruppendienst-■tell«, die In Jeder Beziehung den Anforderungen entspricht, war in den Räumen derselben eine ^ interessante Leistungsschau verbunden, die alle Zweige dieser umfassenden Arbeit recht eindrucksvoll aufscheinen ließ. Der Gauleiter verblieb längere Zeit In den Ausstellungsräumen und wandte den einzelnen Arbeitsbereichen größte Aufmerksamkeit zu. Nach der Eröffnung der Dienststelle wurde auch den anderen Ortsgruppendienststellen und verschiedenen Einrichtungen des Steirischen Heimatbundes ein Besuch abgestattet. Uberall unterhielt sich der Gauleiter recht eingehend mit den zuständigen Amtsleitern. Die Suinstadt In Volkstumskampf Am Nachmittag war Im Hof der alten Burgruine junges Leben eingekehrt. Hunderte von Kindern der Kindergruppen hatten sich zu einem frohem Fest zwischen den historischen Mauern der Burg eingefunden. Drei Stunden lang erklang das fröhliche Treiben der Kleinen, zu denen sogar der Kasperl gekommen war. Spiele, Tänze und Lieder brachten viel . Prohslna. Eine Zeitlang wohnte auch der Gauleiter dem Kinderfest bei und j begab sich dann zur Eröffnung der in- | teressanten Ausstellung »Cilli im Volkstumskampf«. Sie bietet einen recht eindrucksvollen Einblick in den harten Kampf der Deutschen Cillis um Ihr Volkstum in den letzten Jahrzehnten. Ruhmreiche Fahnen des 87. Infanterieregimentes, historische Dokumente und Bilder, Ausschnitte aus der deutschen und slowenischen Presse Flugblätter und anderes sprechen eine beredte Sprache vom unerschütterlichen Glauben der Deutschen Cillis in dunklen Tnqen deutscher Geschichte Eine Reihe von Bildern erzählt von der illennlen Arbeit der Jvgendmannschaft, des Gesangvereines und des Schiklubs. Ein besonderer Abschnitt 'der Ausstellunq Ist dem Kamnf um das Deutsche H'ius qewidrnet gleitung de% Bundesführers Franz Steindl j Erstmaligkeit dieser Ausstellunq in gekommen war, vom Kreisführer und Zum Steirerrock gehören die Hirschhornknöpfe Das Liesinfjtal und seine Hirschhornschnitzer Zu einer Ledernen ({chört das ((rüne Steirerröckl. Und ^enau so wie zum Ausseerhut der Garns- oder Hirschbart, so gehören zum Steircrröckl auch die Hirschhornknöpfe. Sie sind der schönste Schmuck an unserer Hciniattrachl, und an manchem Hammerher-rcnanzu|{ können wir wahre Kunstwerke von gedrechselten Knöpfen aus Hirschhorn bewundern. Wenn man an einem Festtatf einen steirischen Markt besucht, daai sieht man in der Wirtsstu-be. auf der KcjJelbahn ader auf der Schieß-stätte die schönsten Stücke dieses uralten steirischen Handwerks, die das Sonntaifs Gewand zieren. Das Drechseln und Schnitzen des Hirschhorns ist eine jahrhun-dertalte Kunst unseres Heimatiiaucs. Dabei kann keine Maschine helfen. Diese Schmuckstücke müssen müseliif mit der Hand aus den wuchtigen Geweihslan|{en herausgearbeitet werden. Genau so wie hei den Edelsteinen, iJibt es bei den Hirschhornknöpfen Qualitätsklassen nach Schliff, Farbe und Körnun](. Ein vollendeter Knopf muß ein »Perlkncpf sein. dag heißt, er muß erhöhte Spitzen haben und die Struktur des Hornes auf kleiner runder Fläche charak- sondern auch in »Stüberln«, in einem Hcrrgotl«iwinkcl der stcirischen Wirtsstuben, in der Bauernstubi» des Besitrcrs oder im Heim des Städters antreffen? fn Obcrsteierinark wird jeder sagen: »Ja, da ^ei Sif matcrial kann. Zur Verarbeitung Tür den Hirsch-horndreher bleiben nur die Abwurfstan-lien des Hochwildes, die man findet, sind im wahrsten Sinne »Alldem Wald«. Herr Laminger arbeitet gerade an einer Brosche Sie wird aus der Rose, dem wert-srolliten Stück des Geweihes, gedrechselt. ' Die Rose ist der kranzförmige Ansatz der Stange. Erst ein Hirsch über sieben Jahre liefert ein zur Verarbeitung gutes Material, Das Drehen ' des Hornes auf der Bank erfordert größte Sorgfalt, das Horn muli vorsichtig geschabt werden Der Künstler zeigt eine Reihe fertiger Arbeiten. Da sehen wir Rauchtische, Aschenbecher, Schatullen, ^ensterkarniesen und Tintenzeuge — alles nach seinen eigenen HlntwOrfen gearbeitet. In der Ecke der Werkstatt steht eine große Kiste zum Verband bereit. Sie birgt einen großen Geweih-luster, der die Reise in das Altreich antritt. Herr Laniingei, der Kalwangcr Hirschhornschnitzer, ist weit über die Grenzen unseres Gaues bekanntI Dabei ist er von Beruf — Maurermeister. Stets aber »bastelte« er schon an den Ge- Cilli wird sicherlich eine qroRp Anrahl von Besuchern zu verzelchneTi h^ben. Die große Kundgebung in den Abendstunden war es In der Stadt recW lebendig geworden Von allen Selten strömten Volksgenossen auf die größeren Plätze, wo mehrere Musik-züge Platzkonzerte gaben Auch die Singscharen der Deutschen Juqend waren zu öffentlichen Sinqstunden angetreten. Auf dem Kalser-Josef-Platz drängte sich nach 20 Uhr die Bevftlke-rung Kopf an Kopf. Tausende von Männern und Frauen. Junnen und M?"43 Bekannimachung Betrifit: VcrdunkUing der Wohnungen, Gcschäftslokale, Trcppcn-hftuser usw, Ungeachtet der in der Tage.spresse erschienenen Verlautbai^n-gen wird von einzelnen Volksgenossen noch immer gegen die Hliclit lur Verdunklung der Wohnungen, Treppenhäuser, Geschaftslokale usw. verstoßen. .. . , • j v«. Die mir unterstellten Dienststellen sind angewiesen, )cden Verstoß gegen die Verdunklungspflicht zur Anzeige zu bringen. Wer nicht vorschriftsmäßig verdunkelt, muß mit strengster He- Vofk?geno'"en, die Rat und Hilfe in Angelejenheit der Verdunk-luntf benötigen, wenden sich an den zuständijen Beauftragten lur Luftschutzfragen bei den Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes oder an das zuständige Pol.-Revier. Der Polizeidirektor nls örll. Luftschutzleiter: Dr. Wallner 1-8 Froher Dorfnachmittag Untersteirer singen, tanzen und spielen für unsere Soldaten wieder lustigen Gesellschaftsspiel. Den Höhepunkt t>ildpte ein großes Sackhüp-Es waren leckere Sachen, von Bau- Die Ortsgruppe Schleinitz bei Cilli hatte am vergangenen Sonntag einen festlich-frohen Tag. Die Deutsche Jugend veranstaltete unter der Mitwirkung der neugegiündeten Dorf kapeile und anderer kulturtätiger Vereinigungen einen lustigen Dorfnachmlttag. Der Einladung waren die Bewohner der Ortsgruppe gerne gefolgt. Der Dorfanger war festlich geschmückt und fast zu klein für die anströmenden Menschen, die mit B»>gel-sterung dem Ablauf des Programmes folgteri und mit reichem Beifall für die Oberaus gut gelungenen Darbietungen dankten Das Programm war bunt und reichhaltig. Es bot Jedom etwas und war sehr gut abgestimmt. Dazwischen blies unerrnüdlich die Dorfkapelle. Da der Ertrag dieses Dorfnachmittags für die Lazarettbetreuung bestimmt war, hatten die drei verkleideten Mädchen Mühe, die reichlich fliei^enrien Spenden einzusammeln Die Kindergruppe und Jungmädl begannen mit Liedern und kleinen Spielen, es folgte die »Eierfrau«, das »Re-krutenspieU, Tänze der Jugend, Stel-rerlleder und verschiedene Stegreif-spfele. Groß und Klein taten begeistert mit und bald erfüllte fröhliches Lachen den leiten Dorfanger Nach dem Jägermarsch wurde zum Besentanz angetreten, diesem alten und doch immer fen. einsfrauen gestiftet, zu gewinnen Viel zu schnell brach der Abend herein Er wurde noch gemeinsam gesungen und die Dorfkapelle erwies sich schon bei ihrem ersten Auftreten als unermüdliche Freudenspenderin. Schwer war der Abschied, aber alles zog frohen Mutes hplm den neben der aufheitern den Fröhlichkelten, die hier den srhwei arbeitenden Bäuerinnen gegeben wurde kam auch für die verwundeten Soldaten ein schönes Scherflein ein Es wird zur Lazarettbetreuung verwendet und da es gerne und mit Freuden gegeben wurde, wieder Freude bringen. Todesfalle. In Marburg verschieden In der Berggasse 7 der Parkettischler meister Johann Purgayi der 4t)Ährige Bergmann Franz Borstner aus Trifail und In der Lombacherstraße in Brunndorf bei Marburg die 7^1 Jahre alte Reichsbahners-witwe Maria Vollmeler. — In Schönstein Ist Im hohen Alter von 86 Jahren der Ehrenbürger der Stadt und Hausbesitzer Johann Rlttoschegq gestorben. Wir verdunkeln im August von 22 bis 4 Uhr r Ho ^ * Nr. ?!'? ♦ Montag 2. Aujiusl MARBURGER ZEITUNG Gedenkfeier in der Waldheimat Der Gauleiter in der Waldschule In Alpl und in Ro^efigiiri Geburtthaut Der 31. Juli 1843 war der denkwürdige Tiicj, an c]e.,i rt-trr Roseqqer, der auf der fnn.cii Well cfclosf-ne und gefeierte ijur^icf, ;ii t'inf-f kleinen Bauernstube in nithe bei Krieqiach geboren V.irclc, Anlanlich des lUÜ, Geburtstages tles groRnn tioiitsrhen Volksdichters V flr cjesJeri oine eindrucksvolle und V, ü. cl'fjt' Ehuinq rlurch Partei und Staat ii:i;l d> Veifrt'tet rles kulturellen Schaf-tr.ns. Am Voi mittc^ig traf Gauleiter Dr. l ibiTrn'thi?' ni Kricglnch ein, wo er s ""h 7iini Rncefjg^r-Denkmal begab, an de;!) tlic Kroiizn;e(]?rlpqung erfolgte. W.'hrpTid f'ie Musikkapelle Krieg- 1 tIi Ir'ip ''ds D.irhstPin-Lied spielte. Df> 1 K ün.' rier «tciTischen Schriftsteller lo;^"lcn Dr. Hrins Klopfer und Paul Anton 7u des Hrnkmals, das die liifrhriff Iräqt «.Ms ich noch Wal 'in(i 7um Klijppenecjgerhof, (ir.t.i 'US Rosecrnfrs. Mit Ge- Ulf», Musik uiiH rindnren Darbietungen v'.-i.-i,innon f'rinn frohe Stunden in der KTnclernachmitta^e |}io:.or Ti^e orlnbte die Jugend von S'^un/Iil im Kiiulprcjarlen einen lustigen N ifhin ituf .\nf dem Spielplätze ver-simtnol'e sich rlle neugierige kleine S'"hcT unter ripr Leitung ihrer Tanten. Dpi K isnpr b itte sich angesagt. Mit (i'iiri"st'',Th'pndpn Augen folgten die «ipinrm Spiel und itrahlten ^ or r-rndp Dos srhftnen Nachmittags v'irlcn sirh iiDsorp Kleinen noch lange c nnoiii, ^n(h in Sac'isenfeld wurden zwei Kindyrnerhinittaqe durchgeführt, «n dem pHr se( hs Kindergruppen teilnahmen, fiurh viole Eltern waren anwesend. Nach ] r/Pr r»nriif^iinri wurden den Kindern p'vtrthlt I.irHpr gpsunaen, Spiele r usw. Zum SfbluR kam auch li'r":' 711' riri'f^pn Fronde dei Kinder noch r iir> K 'si)frh'oTstnllunri Auch diese ifbnvtt'iiip. für von Einsalzkräften ge-sl 'Hol wü'-fU'n, h':ilipn «^ehr gut gefallen. WIRTSCHAFT UND SOZIALPOLITIK Für sie ist der Krieg ein Geschäft Die USA erobern den australischen Markt Eine Nachricht hat in den letzten Tagen in den wirtschaftlich interessierten Kreieen Londoni besonderes Aufsehen erregt: a&mlich die Mitteilung des nustra-llscheit Handelsministers, daß den Vereinigten Staaten die unbedingte Meistbegünstigung und neue Zollsätze für Ihre Waren in Gectalt eines sogenannten »ZwischentarifsK gewährt worden sei. So belanglos zunächst diese Meldung klingt, so ist sie doch von ungeheurer Bedeutung. Sie besagt nämlich, daß in Zukunft USA-Waren auf dem austrdli-schen Markt fa^t dieselben Vorrechte genießen werden, wie sie bisher nur brltiechen Waren zustanden. Der »Zwi-schentarif«, der jetzt den Vereinigten Staaten gewährt w\irde, liegt nur noch geringfügig über den Vorzuqszöllen für britische Waren. Die USA-Regierung erklärt, daß sie weiterhin darauf dringen werde, daß auch der jetzige, noch bestehende geringe Zollunterschied zugunsten der britischen Waren allmählich abgebaut wird. In Australien werden also voraus- sichtlich in Zukunft die britischen Waren auf eine gefährliche Konkurrenz der USA-Waren stoßen. M«n muß berücksichtigen, daß ersteu elnmAl infolge der Groß-Serl«nproduktion USA-Warn sowieso vielfach billlgar ab britlidia Waren sind und iweittM lind dl« Trana-portkostan von USA nach Australlan geringer ik dla von England nach Australien. Bisher wurden dlaae Nachtella für die britischen Waran duroh hohe Zölle ausgegllchej), dla alle übrigen Länder außerhalb des britischen Weltreiches, also auch die Varainigtan Staaten, für ihre Warenllefarungao nach Auatra-llen zu zahlen hattan. Wenn jatzt diesar Schutz für die britischen Waren in Fortfall kommt, müssen dla Engllnder damit rechnen, daß ihnen allmlhlich ein großes Absatzgebiet auf dem fünften Kontinent, den ale wirtschaftlich bisher lo souverän beheirschten, verloren geht. Eine weitere, für Großbritannien hflchit ungünstige Entwicklung Ist zur Zeit noch im Wirtschaftsverkehr mit Kanada zu verzeichnen. Vor diesem Krieg war Ka- nada stark an das Mutterland verschuldet. Salt dam Kri^aauabruch liefert Jedoch Kanada in bedeutendem Umfange Lebens-mittal und Rohstoffe nach England, so daß da« Land allmählich große Guthaben London ansammelt, die aa nicht verwarten kann, weil ersten« die brltlache Induatrla infolge Überlastung durch Rüstungsaufträge nicht in der Lage ist, Lieferungen naä Kanada vorzunehmen, und zweitens, weil ja solche Lieferungen Hieb durch die Tonnageknappheit außerordentlich erschwert werden. Die kanadische Regierung drängt aber nun auf Bezahltmg ihrer Lieferungen, und Großbritannien weiB eich nicht mehr anders Bu halfen, all die am Krlagsanfang in Kanada auf Kosten des britischen Steuerzahlers errichteten Munition«- und Waffenfabriken der kanadischen Regierung als Gegenwert zu übertragen. Es handelt lieh dabei um Objekte im Werte von 44,5 Millionen Pfund, also um einen ganz ansehnlichen Substanzverlust Vn Übersee, den England jetzt hinnehmen muß. SPORT u. TURNEN Grofier Steherpreis von Wien Im Wiener Raditadion wurde vor 10 000 Zuschauern der Große Steherpreis von Wien über 125 Runden gleich 50 Kilometer der Berufsfahrer entschieden. Siegreich blieb erwarlungsiJem&Q der deutsche Stehermeister und frühere Weltmeistsr Walter Lohmann (Hannover), der in 48:02 Minuten ein ganz großes Rennen fuhr und den Wiener Swoboda mit 480 Metern zurückließ. Es folgten Schorn (Köln) 890 Meter zurück und Rin-telmann (Hannover) 2060 Meter zurück. Der Hannoveraner «•*> teres 25-Runden-Renn{;n tfleich 10 Kilometer um den Schaffer-Dusika-Preis in 9:30 vor Schorn und Keßler (30 bzw. 250 Meter zurück). Der Kleine Steherpreis von Wfen führte ebenfalls über 25 Runden und wurde von dem Wiener Swoboda, der 9:32 Minuten benfitigte, vor Schorn (120 Meter lurflck) gewonnen. ★ Vier Gebiete Im Handball. In Wien wurden zwei Spiele der Handballausscheidungsrunde für Breslau ausgetragen. Baden schlug die Kärntner Gebietsmannschaft 11:7, Wien war über Oberdonau 20:7 erfolgreich. Niederschlesien schlug Ostpreußen in Breslau 13:5, Niedersachsen war mit 10:9 siegreich. Zusammenarbeit von Berufsschule und Werkstatt Ein f[e]{en8eiÜ({es Geben tmd Nehmen Wir hören im Rundfunk MoaCa;!, 2. Aotfntl Rr'chnprntframmi 11.30 It.40: ChtrloUt Kotha-Und winder ^int nruc Wochi, 12.35 t>tl 1^45: Drr t*prichl lui f Bit*. Schflilf S(lnS' tuen und bclcinntc Irnlrument^lUten. 16—17. Ntnc t •ili.rhillunJ'tjtinllt. 17 15—IR.Wj »DjM Ulld 1" r eucli Htm 18.3(V-tO; Dir Ztfittpicjltl' 1" IS 10.»I|. Fronlhcrkble. tO.HJ—20: Polltiick« KuTiTTirntir von Dr. Scharpmrt- 20.15—22^ »Für !•' (! 'ti etwsi«. neuti(i ist in (iioscn Taflen ebenlalls von Jimgon um! Ni^dcl beleht. die hier nach Horben"! hl st köstliche Wasser ge-n pRr-n. H<>im Abmarsch vom Bad erklln-n«'n dann stramme Lieder — es geht lioimwiirts 7,um Abendbrot. Die »Kur-(Mslo in Rol'itsrh-Süuerbrunn sind heute •zur Miihrzahl jene junge Menschen, die i!n''ir're kommenrlp Cenerntion darstellt niifl liier an riiosem Rom der Gesundung !n der Uniersteiermark Kraft und Lebenslust schöpfen. Außer eiri'qcn JunnPnlntjern ans den Rpirhsriebir'pn fand in voriger Woche niirh fltis Vorherpitimqslngpr für den r.'nsatz im Unterland des »Südosteln' Effi Briest Roman von Theodor Fontane 5. Fortsetzung Frau von Briest, sonst so kritisch auch ihrem eigenen gellebten Kmde gegeniiber, nahm dies anscheinend mangelnde Interesse nicht nur von dei leichten Seite, sondern erkannte sucfar einun Vorzug darin. »Alle diese Dmqe.a so sagte sie sich, »bedeuten Effi nicht viel Etfi ist ansprtichslosi sie lebt in ihren Vorstellungen und Träumen, imd wenn die Prinzessin Friedrich Karl voriiberidhrt und sie von ihrrm Wagen ans freundlich grüßt, so gilt ihr das nu'hi als eine ganze Truhe voll Weifl- 7>iq.« Uds alieh war auch richtig, aber doch rtir halb An dem Besitze mehr oder venirjcr alltaglichnr Dinge lag Effi nicht vif'l, aber wenn sie mit der Mama die l.inden hinauf und hinunter ging und rifich Musterung der schönsten Schau ftüisler in den Demuthschen Laden eintrat, lim tür die gleich nach der Hoch 7iMt geplante italienische Reise allerlei r inkdule zu machen, so zeigte sich ihr Vfihr'T Charakter Nur das Eleganteste (!cli»l ihr, und wenn sie das Beste nicht iifilipn konnte, so verzichtete sie auf ficis Zwtitt)esle, weil ihr dies Zweite nun nichts mehr bfdrutete. Ja, sie konnte verzichten, darin hatte die Mama recht, ui'.f! in dieiem Verzichtenkönnen lag et- satzes dei Reichsstudentenführung« am Samstag sein Ende. Aus allen Gauen des Reiches — vornehmlich aus Steiermark — langten am Dienstag Studenten und Studentinnen in Rohitsch-Sauerbrunn eini zum größten Teil Studentinnen, da ja unsere Studenten fast zur Gänze unter den Waffen stehen. Im Haus »Erzherzog Johann«, das aul einer Waldhöhe gegenüber dem Kurhaus dominiert, fanden die Schulungskurse als Vorbereitung für den Einsatz in der Untersleiermark statt. Sia wurden von den Amtsle'tem des Stelrisehen Heimatbundes abgehalten Die jungen Leute lernten dabei nAher ihren bevorstehenden Wirkungskreis kennen, der sowohl im volkspolitischen Einsatz, als auch Im Facheinsatz besteht. Alle Fakultäten waren in dem Vorbereltungalager vertreten. Kunstakademlkerinnen, Juristen und Medizinerinnen. Im Facheinsatz wurde sie nun je nach ihrem gewählten Studium im Verwaltungsdienst eingeteilt, In Lazarette, tn volkspolitisrhe was von Anspruchslosigkeit! wenn es aber ausnahmsweise mal wirklich etwas | zu besitzen galt, so mußte dies Immer was ganz Apartes sein, VIERTES KAPITEL Vettai Dagobert war am Bahnhof, als die Damen ihra Rückreise nach Hohen-Cremman antraten. Es waren glückliche Tage gewesen, vor allem auch darin, daß man nicht unter unbequeme/^md beinahe unstandesgemäßer Verwandtscntift gelitten hatte. »Für Tante Therese,« so hatte Effi gleich nach der Ankunft gesagt, »müssen wir diesmal Inkognito bleiben. Es geht nicht, daß sie hiar Ins Hotel kommt. Entweder Hotel du Not«rg: Ostpreuflen—Nleder-schlesien. In Leipzig: Sachsen—Steleraiark. In Klei: Nordmark—Ruhr/Niederrheln. In Koblenz; Moselland—Württemberg. In Bochum; Waitfalan/Süd—Mittelelbe. In Raganaburgt Bayreuth—Hochland. • Manchen und Angsbnrg standen sich in München In einem Tennistreffen der Männer und Frauen gegenüber, das von den Gastgebern überlegen mit 14:1 gewonnen wurde. Kriegsmeisterschaften der Ruderer Die Olympiaitrecka ia Berlio-Grflnau war am Sonntag der Sehauplata dar deut- •chan Rudarmaisterschaftan. Die Ergeb-nisM waren: Einer; Werner Bcesel (Berlin),Leicht^wichts-Einer: Heinz Starke (Roßlau), Zweier o St.: Amicitia Mannheim, Vierer o. St.t RG Grünau, 2. Wiener RGj Vierer m. St.i RG Berliner AC; Gleichgewicht-Vierer a. St.: Berliner RG — Hellas — Frips'D! Achten RG Berliner RC — RAW Wiking Berlin, 3. Wiener RG. Deutsche Gewichthebermeisterschaften in Wien Im Wiener Sophiensaal wurden am Wochenende die deutschen Krlegsmeister-schalten 1943 im Gewichtheben mit der Ermittlung der neuen Meister im Ban-tam-, Leicht- und Halbschwergewicht begonnen. Die Gastgeber feierten einen überragenden Erfolg, konnten sie doch durch Malecek, Hermann und Szabados am ersten Tage slmtllche drei Meister stellen, wobei sie ein deutliehar Abstand von ihren Mitbewerbern trennte. Aas Sonntag war die Gewichthebennetropole Wien biei den Kimpfan ia Feder«, Mitteln und Sehwergewieht nietit aMkr a« klar überlegen, immerhin belegte sia abar durch Stropek im Schwergcwidit einen weiteren zweiten Platz. Die Meister vom Bantamgewicht aufwärts waren: Malecek (Reichsbahn Wien) 252,5 kg, Junkers (Trier) 2S2,5 kg, Hermann (SGOP Wien) 312,5 kg, Clausen (Hamburg) 337,5 kg, Siabadoi (SGOP Wien) 337,5 kg «nd Aaldering (Eesen) 375 kg. * Daa Bntacheldungsspiel m dan Tschammerpokal von Ostpreußen führte den vielfachen Gaumeister VFB Königsberg und den Königsberger STV zusammen. VFB Königsberg befand aich in prächtiger Spiellauna und aiagta nach Gefallen mit 11:1 (5:l)-Toran. Den Höhepunkt dar Franktnrtar Sportwoche bildete das Tschammer Pokalendspiel von Hessen-Nassau zwischen dem Gaumeister Kickers Offenbach und der Frankfurter Eintracht. Die Offenbacher errangen mit 2:1 (2:0) den Endaiag. Pauarturn gewinnt ÜJdunt^fc Band. Wia in dan Vorjahren, su fand auch im Kriagajahr 1M3 der Galopprenusport in dar Hauptatadt dar üawegung am ersten Augnataonntag mit dam »Braunen Band TOB DautachJand« s«lnen Höhepunkt. Diaaa Prüfung wurde zum zehnten Male auf der schönen Bahn in München-Riem gelaufen und war, wieder mit lOOüOO Reichsmark ausgestattet, erneut ein groBar Erfolg. Nach hartem Kampf rang Panzarturm (Zahmisch) Samurai (Streit) nieder und siegte mit Kopf gegen seinen grofl«n Widersacher. Der bis auf 13:10 weruntargewettete Favorit Ticino (Lacina) mußte sich mit dem dritten Platz begnügen. Viermal Gisela Grafl. Wie schon beim Gabietssportfest, so auch bei den Grup-panaussche.düngen dar Gebiete Sachsen, Mittalelbe, Thüringen und Mittelland in Pirna In der Leichtathletik und im Schwimmen holte sich die Leipziger Weltrekordschwimmerin und deutsche Meisterin Gisela Graß vier Rennen: 100 m Brust in 1.25, 200 m Brust in 3.07,8, 100 m Kraul in 1:18 und 400 m Kraul in 6:15.9. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU | BURC-llCHTSPIEH Haut« 18 1R.30 10 4.1 Uhi MamT 1311 lidiis Holt, Wlaata Marke» «ad Wallkae JaasMa te Wen die Götter lieben Gin Laben iwinchen Sorgtan und Uebe, Qltick m4 Armut, Demütigung und Erfolg — dti Laben aisM der ganlallten deutichan Muilkw Si^ldert dlaMt fatialnda und tlafbewngAnd« WlM-Ftla, rur juaandMclik aatw U JtteM elcai segalasw) ispuilöi Wa II, II M, ».« tiht Sc tl.4l, 16, lt.» M.4^Uki Einmal der liebe Herrgott sein Bin Bavaha-Film mit Hast Moiar, Iraae T. Maya dorll, Lotta lang, Rulk IvfltTt Marell Stm, PtHs Odaaar und Hani Zasdft-Ballot. Ptr jBffaadUcba Bichl tvfataMMl l.icfi Eine Witwe sucht Stalle als Wirtschafterin (arbeitet alle«). .Alolsla Herman bei Gasthaus - Skorschitsch, Friedau ft-5 Faniiitn-flDZEigen ^r.,: darch die •Merborger welteele Verbreitung -> Eine Witwe sucht Stalle als Wirtschafterin (arbeitet alle«). .Alolsla Herman bei Gasthaus - Skorschitsch, Friedau ft-5 In tiefer Trauer geben die Unteneichneten allen Verwandten, mitfühlenden Freunden Bekannten die treurlge Kunde von dem schrecklichen Tode ihrea Innigstgellabtan, herzenaguten und unvergefillchen Gatten, bzw. Vatera, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagera und Onkela, des Herrn livlirobirfOpsteri Lolfpold SQkoni welcher am Donneratag, den 29. Juli 1B43, am 17.30 Uhr von feigen Banditen Im 56. Lebensjahre, nech einem arbeitsreichen Leben und stets besorgt nm aeine Lieben ermordet und beraubt wurde. Dia entseelte Hülle unseres teuren Verblichenen wurde Samstag, den 31. Juli 1943 von Rottenberg-Unter-stelermark nach Marburg überführt und dort am 1. August um 15.30 Uhr in Dr auwei 1er zur letzten Ruhe gebettet. Joaefstal, Post Reifnlg a. B., am 30. JuH 1949. Hella Sykore, Gattim Herbart Sykora, Uffa., Sohni Tilde Anton, Treuda Woderka, Edith Gitta und Herta, Tüchten Ing. Josef Anton und Josef Woderka, Schwiegersöhnei Helga, Grete Karll und Elfi Anton, Hannelore Woderke, Helmuth Sykora, Enkerln, und alle Qbrigen Verwandten. Wir werden den Verstorbenen immer in lieber Erinnerung behalten. 13 Gauforstant Lorenzen em Bachem. Offene Stellen V«i IlBilallBag vaa ArbellihrSI-laa ■«! die Zdittanaeig dai n-•ISadlfaa Arbellianlei «iBgnholl wardea. Küchln für frauenlosen Houa-halt gesucht. Emst Gert, Mar, burg-Disu, Herrengaase 13. ____73M Altera Frau als Haushilf« für einige Monate In Landhaushalt, kinderliebend, wird aufgenommen Willkommhof !n Wachsenberg 7-6 Weibliche Bürokraft, mit Stenographie- und Maschinen-srhreibkenntnlssen für sofort oder später gesucht. Schriftliche Bewerbungen mit Zeugnisvorlage an Allgemeine Film-treuhand Marburg, Burgplatr t, ____ 8-6 Bedienerin für einige Vormittagsstunden gesucht. Dr. Plfit-zer, Marburg, Srhftnererstr 12. I. St. 9-fi Zu mfetcn ffesitrh* Mein lieber Mann, unser bester Veter, Bruder, Schwiegersohn, Onkel und Schwager Fg. Dp. RiM H umoyBr Lds.-Velerlnärrat ist nach langer, schwerer Krankheit am 28. Juli entschlummert. Die Beisetzimg fand In aller Stille wunschgemAfl am Friedhofe Drauweiler In Marburg a. d. Drau statt Arnfels Graz, Marburg/Drau, den 31. Juli 1943, Blande Heumayer, Gattinr Richard Heumayer, Gefreiter, Sohnj Erna Htuimayer, Tochter? Marianne Ertl geb. Heumayer, Schwester) Veterinärrat Dr. Ernst Klath, Schwiegervater, Dr Otto Ertl, Just.-Rechnungsrat i. R., Schwager, Im Namen sämtlicher Verwandten. Die Ortsgruppe der NSDAP Arnfels verliert mit Pg. Dr. Richard Heumayer einen aufrechten, stets eln-satzberoiteu Propagandaleiter und Kameraden. Dr. Ortsgruppenlelter 1. V. Welfl. Zimmer mit 2 Betten, ev. auch Wohn- und Schlftfzlmm^r oder ganz« Wohnung in nur gutem Hause und sauber möbl., auf 3—4 Wochen für August'September, möglichst rerhts der Drau In Marburg gesucht Auf Wunsch wird Bettwäsche selbst gestellt. Angeb, unter »Nr. 150 an die Verw des Bl Mnrb.'Dr Unterricht Instruktor odei Instruktorin aus Italienisch wird gesucht, Anschrift; Mainik, Marburg, Bismarckstr. 11. 10-U) Funde - Verluste Junger Foxterrier, hört auf den Ruf »Ajax«, hat sich verlaufen. Abzugehen gegen Belohnunn bei Fa Rosina. Vikiringhnf-gasse 2ß. 738-13 Verschiedenes 12 ^le tieflrauernden Hinterbliebenen. Unser herzensguter, Heber Vater, bzw. Schwieger-, Groß- und Urgroßvater, Herr Johann Ritioschegg Haushesltzer, Triger vieler Ehrenzeichen und Ehrenbürger der Stadt Schönstein hat uns am 31. Juli morgens unerwartet Im 86. Lebensjahre für Immer verlassen. Einleben voll Liebe und rastloser Arbeit Ist zu Ende. Wir begleiten den teuren Verstorbenen am Montag, den 2, August, um 16 Uhr, zur ewigen Ruhestätte auf den Ortsfriedhof in Srhflnslein. Schönstein, Laibach, St. Paolo, Rio de Janeiro, Brasilien, Marburg, Agram, Cllll, den 31. Juli 1943. In tltffer Trauer: Arna, Hllil, EU«. Pfipl. Paula, Justl und Frieda, Töchter Hans urd Viktor, Söhne. Mllla, Marie uiul Mllil Rittoschegq, Schwiegertöchter. Dr. Kolterer, Matthias StrurKI, J. llorwat, Karl Dlmetz, Karl Grabner, Kaulzner und PetrltHchek, Schwiegersöhne, sowie alle übrigen \;<'rwandten. Tausche modernen Salonlusier mit 6 Lampen, Werl 130 RM, gegen 2 Fahrradmäntel. Wnke, Th. Körnerstr. 22-11, Marburg-Drau. 774-i 4 Der SfQtftnIan und das Sfp(lsr^^;l?1^zrlc^n^5 von niarburs/llriiu 2. Aultage Kl in allen einschlägigen Geschäften und beim »ehaltet des Verlages ier »Maiburger Zeitung« tum Preise von RM 1.— erhältlich 8«lt« < » Kr. 114 » MobU|, I. Autuit MAKMIMMR SmUNO äi'J.-iv: sm Die Wandlungen des Filmkomponisten Unterhaltung mit Lothar Brühnt Mari^it • Ii hrinhlftHiJ» ^ieflor» Elvlr« del Baslo HerrjJnlt sfin», der (Jejcnwürtijj im M« Künstler streiten um Auffassunj^en Wflium firr^ifl rior Film mit \'oiIiPbe "1 hfnien aui, in Hrian MillGlpiinkt dd« 1 eben von Künstlern «tclitV Nun, Künst-Ipt lebtn in *'ner Atmosphäre, die sich mit der Alltafjs-S^lidblone nur seilen dprkf, Beruf und Umwelt zwingen sie -inf WpfjG, die oft konfliklieich daf. Dasein erschweren. Je qrößer der Künstler, nm lo hdrfer »ein Weq. »Auf weichem rtsum erwirbt man keinen Ruhm«. Dds trifft nirht immer zu, aber oft. Ifnd (ie.swrqcn wird der Künstler «Is drflmatisrhe Higur *telii Abbild einuK r.eben« sein, in dem sich Berufung und S' liicksni, • Aufstieg und Niedergang in »tdrkstoin Kontrast begegnen. Wer Künstler ist ist auvnrwdhlt. Und Aus-fiwahlle sind mehr denn andere Mi'n-s( Iirn (irrt Tiukm de« Daseins du^gc-.'set-t. Denn ihr Leben und Tun geht «ucli diü ciiuiereii ein, .fe mehr t'in Mt'iistb liir die Allgemeinheit berleutet, um Sfj komplizierter geitaltfet sich sein eigenes ^ieschifk, und um so mehr wird er im Blickpunkt allifemeiner Bplrachtungen stoberv Ürtrum ist dl« Vorlieh* för Themen hripfhtigt, de den Küiifillet In den Mittelpunkt menschlicher Schitksdlsfiigun-gen stellen. Auch in einem neuen Ba-vririaliim, den Erich f7iigel ins/eniert, « nd Künstler Hie Trager der Ifnndlung. besessen strebende Mdler. die um die Aneilvi'tmung ihres wirklichen oder durh nur eingebildL'ten Kunstmnhens rinffen. Fs Wird drtbei vipI über Kunst und Kimstauffflssiingen geredet Mnrte Wahrheiten stehen neben egoistischem r;hr-«ifiz, bitlere Worte neben miRgliicktem Hcmiihen, Mathias Wieman In der Rolle eines Malers meint: »Zur Kunst gehört Lehen, ■onst sind die Bilder ohne Seele.» Oder; »Dil« sind keine Schneewotken, »ondein d e schrecklichen Traume eines Hiigels, flfr ein Reig werden mr« ht»" . .« — riei(lem«rie Unthever als m^lbeflissene 7flichnerin widerspricht: »Die Wolke hut aber %t> ausgesehen • Sie bekommt riir Antwort ^Darauf kommt es nicht an; Natur kann sich vieles leisten, was wir nicht dürfen! Die Natur ist gewaltig, unmäfiig und unglaubhaft! Wir imis'.pn ihr Vlnß in uns traqen und sie drr Rest hränktheit unserer Sepien ver-st^ndli'-h machen.« Solche unrl ;henden Kiinstauffassungen «törker als die Liehe sind, geht ein« Herzens-npigiing zum Teufel. Au« diesem Konflikt bp/^ht der Film auch seinen Titel; Man rede mir nicht von Liebe .. .f Zum Schluß siegt zwar dennoch die I. ehe, aber auch die Kunst kommt zu ihrem Recht, denn — die Frau hntte unrecht , Bevor sie es aber einsoh, ihre Meinung überprüfte und «chüefilich auch nachgab, mufiten noch Rolf Weih, F.rhard Siedcl, Friedrich Domin, Willem Molsbner, Hilde Srssdk Viktor Afritsch, Wmperament hefti<)e Dämpfer rtiifsrt/eii. (.'arola IlÖtin spielt die linuplrolle In (b'in fierzog*Film »Abenteuer im Grand-Ifotel , der kürzlich in Berlin uraufgeführt wurd«. Viilnshnif Ravari«-Filnikiin»t v Hcnfi^ikl Symo in dem Ravaria-Film *Einm Kohlhicsels Tcchtcr , der am kommenden Freitaj im Marburi(er Esplanade-Kino anläuft ferischen Krifte, die In kullurellta Leben des juncea kroatUchen Staates wirksam sind, dürften einem Unternehmen Pate jtcstRnden haben, das im Hinblick auf das Fehlen vieler technischer Voraus-setzunj^en, wie Ateliers, Filmfachleute, ja, auch mit dem Film vertrauter Schauspieler, schlechthin als kühn bezeichnet werden muß. Vor die Wahl gestellt, entweder bis nach dem Kriege zu warten oder aber ifewisse Unzulln^Hchkeiten durch Eifer, Ausdauer und restlose Hin-f{abe am Werk, durch einen unerschflt-terlichen künstlerischen Willen «nd un-ermödliche Arbeit zu ersetzen, entschied man sich ffir das letztere. Die Produktionsleitung hat Branko Marjanovitsch (ibemommen. Das Manuskript stammt von Milan Katitsch, der mit Marjanovitsch und dem Spielleiter Oktavian von Milciitsch, der sich durch !%cine Kulturfilme, die auch im Auslände (!czei(!t werden, bereits einen Namen gemacht hat, femeinsam das Drehbuch verfaßte Die Musik achrlsb der bekannte kroatische Komponist und Direktor des A((ramer Rundfunks, Boris Papandopulo, nach Motiven des Titelhelden. Die Dekorationen stammen von dem hervorra{{en-den Bühnenbildner des A|(ramer Staats-theatcrs Vladimir ZcdHnski, die Tnnen-bauten von dem Architekten Marijan Ko-pajtitsch. Es wirken mit das gesamte Ballett der kroatischen Staatsoper unter der Leitunft von Ana Roje und Oskar Harmosch und die AjJramer Philharmonie unter der Leitung ihres berühmten Dirigenten Lovro von Matatschitsch. Die einzelnen Rollen sind Schauspieler der Agramer Staatstheater anvertraut mit Atis-nahme der weiblichen Hauptrolle, die Braut Lisinskis darstellend, die von einer Dilettantin namens Lidija Dominkovitsch, die gerade für den Film besondere Eignung mitbringen soll, gespielt werden wird, Die Titelrolle übernahm Staats-schauspielcr Branko Schpoljar. Die Aufnahmen werden im Palast Buratti in Agram, die Außenaufnahmen im kroatischen Zagorje gedreht. Man hofft, den Film bis zum Herbst fertigzustellen Gemessen an dem Ernst, mit dem vorbereitet wurde und zu Werke gegangen wird, darf man dem ersten kroatischen Spielfilm mit Spannung entgegensehen. Htint Grantrt Herbert Hübner Ist der 1. Vorsitzende In dem neuen Kriminalfilm der Tobis »Um 9 kommt Harald«, den Carl Boese Inszeniert. Aiiliialimc: liavai'ia-Muclinutkor Versöhnung Heidemarie Malheyer und Mathias Wieniann als zwt-i Malerkamcradcn in dem neue« Bavaria-l ilm Man rede mir nicht von Liebe«