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KßsraktmMe ÄussMße ßkskute«Ser Zeiisknosse«.
Pas steirische Aejirksvertretnngsgesetz ist ei»e zum H esetze gewordene Hannerei.
Dr. Ivan Deöko,
'slooenischer Lanvtag^at'geordneter
im sieirischen Landtage. » »
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KiM ist die verrufenste Stadt Hesterreichs.
Ein Miiarbeiier der englis en Z itfchrift »Windsor Magazine- fbettet und sich in sei-m Laboraioxum ,ai?pluckl^. wie er sagt. Bei der Arbeit sitz« er ge-wohnlich »« eine ™ großen hölzernen Leb» uhl, und oenn er dann aufki hl, lchenen seine Augen au« großer Ferne zu kommen und sofort macht >r ein humortsliiche Bemerkung. Er ersinnt d>e Ecsindun-gen und läßt sie vo» anderen Händen ausarbeiten, so daß nichi selten zwanzig Experimenie gleichzei'ig vor sich gehen. Wünscht er e ne besondere Maschinerie, so z ichnet er schnell auf da« vor »hm
tzissi. Sonntag. 23. Movemöer 1902.
Zur Erhöhung der Zwillistr.
Gegen die geplante, in den Staatsvoranfchlag für 19u3 aufgenommene Erhöhung der Livtlliste um vier Millionen Kronen wendet sich nun sogar ein .Miadeliger' in der osfiziösen „Znsormation". Die Gründe, die dieser Altadelige gegen die Erhöhung ins Treffen führt, find zutreffend nach jeder Richtung und können auch von jedem Bürgerlichen, den die Erhöhung der Livilliste mehr trifft als die Adeligen, geteilt werden. Der .Altadelige" schreibt:
„In miserer Monarchie gibt es manche Adels-samilie, die noch vor etwa 50 bis 00 Zähren zu den reichsten Häusern Europas gezählt werden und daher auch einen dementsprechend mehr oder minder großartigen Haushalt sühren konnte. Da jedoch, wie der Herr Finattzminister sagt, wie wir Alle wissen, die Werte heute nicht mehr dieselben sind wie srüher, mußten alle jene Familien, denen es nicht gelang, im raufe der Zeit ihre Einnahmen in einem zur Verminderung des Geldwertes und zur Erhöhung der Lasten entsprechenden Verhältnisse zu vermehren, sich dazu entschließen, eine Verminderung ihres Haus-standeS eintreten zu lassen. Muß nun, was hier im Kleinen der Fall, nicht auch im Großen Geltung haben? Wäre nicht auch bezüglich unseres Hofstaates ein weises Einschränken und Maßhalten am Platze, ganz abgesehen davon, daß mit alleiniger Ausnahme deS riesigen Rußland mit seinen unerschöpflichen Mitteln kein einziger Hosllaat eine so hohe Dotati-onSziffer als der unserige auszuweisen hat? Und wenn diese Ziffer sich ebenfalls unzureichend erweist, wie könnte da noch an die Aufrechthaltung des Hos-staa es im alten Glänze oder gar an st ine Per-mehrung gedacht werden, wo der allgemeine Reichtum aller Länder, zum wenigsten gesagt, nicht im Ver-Hältnisse zu derartigen Forderungen gestiegen ist? Wäre eS billig, von den Steuer träger» ei»e derartige Mehranstrengung bloß für die Erhaltung eines ge-wissen äußeren Prunkes zu verlangen, wo nicht nur diese selbst sich von Jahr zu Zahr mehr und mehr einschränken müssen, sondern auch, was für Tausende und Taufende nicht etwa bloß äußeren Glanz, nein, vielmehr geradezu das tagliche Brot bedeutet, noch gar wichtige Gehalts- und PensionSsragcn d,r Lösung harren, weil es dem Staate an den hiezu ersorder.
liegende elve Papier p die Er> filibunc-, die er braucht.
Einige dieser Maschinenteile, die oielleilit sür einen Gebrauch von wtni^en Minuten uemacht sind, stellen die Arbeit vieler Menichen lüc Stunden oder Ta e dar, aber der E>finder kümmirt »ch um die Koste» N'ch», wenn er We kzeuge zur Ausarbeitung sein r Idee» brauM. In einer anderen Abteilung werden »»iaSapparme i'on erfahr« nen Gl >« lafern fabriziert; e ne dritte «s» hölzernen Modellen ge-wikmei, denn Evison läßi jede Erfindung in Holz konstruieren, d.>ui» er sie sehen, darüber n ichdenken und Fehler daran find.» tan«. Man > mal fordert er sogar Leute aus, zum Siudium in sei» Ladora-torium zu kommen, und für wo lbegründele Knick setzi er »inen Preis au». Wenn Esison an e ner E findnng arbiitei benutzt >r ständig seine Bücher und lieft über j des Tdema, da« in irgendeiner An mit seinen erade bealb'ieie Problem zusammen» bä'vt. Alle» die« — Menichen, Maichinerien, Bücher — wird ivhig u»d vollkommen 'tgelmäßi nur auf den einzi..en Zweck hin geleitet, den E i on im Aug? ha«, und der seinen geschälten Assistenten gewöhnlich unbekannt ist. Von dieser ganzen ^roße» Aibeit hört die Welt niemals. Er hat merkwürdi g
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«-»-II»» » . . ii. -'S! (intillUili ... II. I'M f. . . . S. »— •aniltl d den Niedergang deS junfimäßigen Handwerke« zu erzäslen.
Der Vortragende legte dar, wie sich au« der geschlossenen verk hrSlosen Wirtschaft der alten Deutschen unter dem Einflüsse der weltlichen und kirchlichen Grundherrschasien ein eigener Stand höiiger Handwerker derau»bildete, der technisch schon ziemlich weit vorgeichritien war. Für die weitere Eniwi.?elu»g der gewerblichen Arb-itsorga-nismion wurde maßgebend der Beginn de« Städte» ledin» im Mitielalter. In den Ansiedelungen, die um kaiserliche Pfalzen und die Restoenzen geistlicher und weltlicher Fürsten entstanden, kam die gewerbliche Beschä'tiaung immer mehr zur «Keliung. Die allen Grunoheinchasten begannen sich auszu-lösen, die Anziehung«krasi der Städie wurde unter der Wi kung de« Grundsätze« „stadtluft macht frei I" immer größer, die Scheidung von Stadt und Land trat immer medr vor uns di« Städte ent-wickelte» ihr eigenes R.cht.
I» di.iem städtischen Boden blühte da« deutsche Hindwerk auf und der genossenschaftliche deuiiche Geist wirkte Mit, ihm seine eigentümlich deutsche Form zu geben. A> S religiösen Bere'niaungen, die
«ppaiaie rfunoe». Luien, M»chu>u>^melz» öfen. Trockenmaschinen zur Bereitung seiner Evem»-k lim und besondere Maichinei, zu- Fabrikation der mannigsachen Metallarbei, der Bitten,. Zuerst richiete er eine große Maichinenwerksiälte ein, in der geaen sünfzig Sachverständige beschäftigt wuren, die von ihm gebrauchten Maschinen zu arbeiten, und er filuf damit buchstäblich eine neue Industrie. Edi on bat in Rew - Jersey den Grund zu einem valben Dutzeii» großer Industrien gelegt, unter den,., d>, iür elektrisch'« Lichi in industrieller Be-deuiung an,e ster Si-lle stet)!. Alle diese In» dustri n beschästt».en Tausende und wersen grüße Summen ab.
Tagebücher.
Die Sitte, über die Erlebnisse deS TageS Buch zu führen, kommt leider immer mehr ab. Früher gab es wohl kaum ein jungeS Mädchen, daS nicht Abend für Ab-nd in feinem traulichen Stübchen das Reiums des Tag.s in ei» kleines, zierliches Buch nieder-schrieb, während die heutige Jugend diese Beichäfti-gung als sentimental und altmodiich verspottet. Und doch — welch ein Zauber, wie viel unbewußt Poetisches lieg! in den Tagebüchern unserer Groß-mütter! Längst vergangene Zeiten mit ihre» eigen-artigen Sitten, heimliches Sehnen und Bangen, ver-schwiegene Liebe und innere Kämpfe erstehen beim Lesen der vergilbten Blätter vor unserem geistigen Auge: die ganze, liebe Persönlichkeit der Schreiberin
Dr. Jofip Lernet,
LandeShaupimannsiellv. von Sieiermark
im Gerichtssaale. • •
*
Wir werden mit Mevosvern auf die deutsche» Bürger ßilis jchiehen.
Dr. Ivan Devko,
slooenischer Landiagtadgeordneter
im Rarodni Dom. » •
Sie deutsches Schweiu.
August Sehnol,
tschechischer Reich«rai«abgeordneter
im Reich«rate. » »
*
Kunde« und Aentschen ist der Antritt »erböte».
Cin flovenischer Kaplan
in Remichnigg.
Kalten Sie das Manl!
Dr. Ivan Deöko,
slooenischer Landiagsabgeordneter im steirische» Landtage.
Äus der Ulertlstatt Edisans.
sich uriprünglich wohl mir mit Wohlfahrtspflege befaßten, enistanden gewerbliche Organifaiionen, In denen wir Die Ansänge de» späteren mächtigen Ziinslwes nS zu erblickt« hoben. Diese genossen-fchaftlich gegliederien Vereinigungen de« städtischen Handwerke» wire» zunächst sehr liberaler Natur. Sie waren »ach außen hin nicht scharf abgeschlossen, denn eS fanden auch Angehörige anderer Beruf»« stände, Grundbesitzer und Handelsleute, Ausnahme und im innern gib e» noch keine scharfe soziale Schichtung. Die spätere» Mißstände de» Zunft» wetenS trettn noch nach keiner Richtung deutlich hervor, wenn sie sich auch schon herauszubilden beginnen. Mit der zunehmenden Macht der Zünfte suchen diese ihren Einfluß auf da» wirtschaftliche Leben immer mehr zu verstärke». Nach außen hin geht ihr Streben dahin, möglichst da» Weichbild der Stadt dem einheimischen Gewerbe al» au»-schließlich«« Abfatzgeb et vonubedalien. Wa« der Stadtbewohner brauchte, sollte da» Handwerk der-selben Siadt erzeugen. Dieser exklusive Cdarakier richtete sich inSbesondei« gegen fit Stö-arbeiier auf dem Lande, die nun in einem anderen Worlsinne al« Siörer der HaridwerkSarbei» gehaßt und ver-folgt wurden. Gegenüber den Konsumenten war die Hallung der Zünfte aiifangS voneilhaii. Sie hielten die Ehre des Handwerker» hoch un» sie waren bemüht, im Zusammengehen mi« den städtischen Behörden dafür zu sorgen, daß nur gute, prei»würdige Ware erzeugt werde. Die inneren Zunsisatzungen laufen alle darauf hinaus, den Betrieb möglichst klein zu erhalten »nd dem Hand-werker eine bescheidene aber sichere Ex stenz zu ver-schaffen. Die Zahl der Lehrlinge war beschränkt, die Nachtarbeit und Sonntagsruhe streng geregelt, Gesellen dursten einem anderen Genossen nicht ad-wendig gemacht werden, jeder durste im allgemeinen nur eme Niederlassung haben. Diese Zeit der Blüle reicht im allgemeinen bi» in» 14. Jahr-hundert. Um diese Zeit traten bereu« mannipsache Zeichen deS Versalle« und viele Klanen auf. DaS deuische Slädttwesen hatte einen gewissen Sättigung«-Punkt erreicht, die üderfchüssige Bevölkerung konnte sich nicht mehr recht ausbreiten, da der »lavische Osten, der in früheren Jahrhunderten den atfließen-den Ueberschuß ausgenommen haue, die Grenzen seiner Ausnadmssähigkeit erreicht hatte und die Slaven im Gegenteil schon wieder im Bordlingen waren. Die Klaffe, die die Macht besaß, wollte sich vor dem Einvtingen de» Nachschubes sichern. So wurden die Zünste immer exklusiver, sie nützt?» ihre Rechte und Vorrechte immer eigennütziger aut, insbesondere dort, wo sie im Kampfe mit den alten Patriziergefchlechiern die Alleinherrjchaft oder doch die Mitregierung über die Siadt erlangt hatten. Von da beginn» die Ausartung de« Zunftwesen». Die große Revolution, welche die überseeischen Eut-
zeigt sich uns in klarem Lichte und ein Hauch auS früheren Tagen scheint zu uns iu die Gegenwart herüberzuwehen l Wie wäre es. wenn auch wir wieder ein Tagebuch schrieben? Freilich sind die meisten jtingen Damen zu bequem dazu, sie leben nur in den Tag hinein, sie möchten ihr Dasein genießen und alles Ernste möglichst von sich fern halten. Es gibt aber doch noch tiefere Naturen, die sich treulich Rechenschaft über ihr Tun und Treiben ablegen, und für diese ist die Führung eines Tagebuches an-zuraten. Jeden Abend einzuschreiben, dazu ist man nicht immer in der Stimmung; aber es kommen doch Zeiten, wo sich das volle Herz gern durch ein Nieder-schreiben der Gesühle erleichtern möchte! Was ver-traut man dem Tagebuch« an, um es auch später noch mit Nutzen und Freude zu lesen? Vor Allem ist es interessant, die Eindrückt, welche durch den Besuch von Kunstsammlungen und Ausstellungen in uns erweckt wurden, in dem Buche niederzulegen. Da sich der Geschmack mit den Iahren ändert, so haben wir in diesen flüchtig angegebenen Notizen eine Lebens- und Entwickelungsgeschichte des eigenen Zchs vor uns. Die Gedanken und Gefühle, welche der Besuch eines Theaters oder eines Konzertes in uns erregt, gehören gleichfalls in das Tagebuch. Wer schöne Reifen unternimmt, der wird gewiß mit Freu-den die Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten fremder Gegenden seinem Tagebuch anvertrauen. Es ist eine gute, alte Regel, niemals zu viel Empfindungen, wie sie die Begeisterung beim Anblick der Natur-fchönheitnr leicht hervorruft, niederzuschreiben; man halte sich vielmehr an daÄ Objektive, statt subjektive Schwärmereien zu pflegen. WaS man an Gesell-fchasten und Festen mitmacht, das verdient ebenfalls in der Erinnerung festgehalten zu werden, das Tage-buch hat auch für solche äußere Erlebnisse Platz. Am besten aber zeigt das Buch sich als treuer, ver-schwiegener Freund, wenn wir ihm Kummer und
deck >nflen in das ga-ze WirtschafiSleben brachten, wickle mit, daß sich die Zünfte nur immer fester nach außen avichlossen und eS traten zahlreiche Mißbrauche immer greller hervor. Ganze Gesell-schaftSklassen wurden al« unehrbar bezeichn« und ausgeschlossen. Die Lehr- und Gesellenzeit wnrde außerordentlich ausgedehnt. Die alte Einnchiung de» Wandern« der Gesellen bildete sich zu einem langjährige» Wanderzwange auS. Die Seßhaft-machung wurde erschwert, die Erlangung der Selbst-ständigkeil durch die Forderung kostspieliger Meister-stücke »"gemein verteuert. Auch der Stutz dut aimen nicht durch di» Nase, weil ihnen die« beschwerlich ist, fondern durch den geöffneien Mund. Sie machen sich dadurch in der
biete der ArbeilSvermiltlung wurden groß» Erfolge erzielt. Nalürlich konnie e« nicht ausbleiben, daß auch gegen diese Orgunifation von der Staats-aewal» mit zunedmender Strenge vorgeganarn wurde und da» Bürgertum sucht- durch politische Ler-oächligung zu einer immer größeren Strenge anzu-treib«». So erscheinen seit dem 17. Jahrhundert allerdand strenge Satzungen gegen die Gesellea-verbände. Eine Nachwirkung dieser alten Best«-mung>n finden wir noch m den KoalitionSverbotea deS modernen SlrafreckteS. wie ja auch die moderne Gewerkschaftsbewegung ib>« Wurzeln in jenen Gesellenverbänden hat.
Aotitifche Wundschau.
Spracheurechttiche Karderuuge» der veut-scheu iu Aöhmeu. Die Reichende, ger „Volk«-
zeiiung* ftetli folgende Forderungen auf: Ei» ReichSgefetz dade festzusetzen, daß alle B Horde» mit den wiliiärifchen Behörden nur in deuischer Sprache zu ver ehr n habe», ferner d..p da« Deutsche als die Verhandlung«- un» Amissprache de« Parlamente«, d.r österreichischen Deleganon. der Ooerklea GerichtSböfe und aller Zeniralbehörden zu gelten habe. Ein besonderes ReichSgefktz für Böymea habe die Sprachenfrage fo zu regeln, daß in den deutschen Gebieten Böhmen« im äußeren und innere» Dienste ' ur die veuifche Sprache zu ve>wenden sei. Bei den auto:>omeii Behörden ist eine gesetzliche Regelung nicht -ölig. Sollte sie platzgr.isen, so muß |>ch jede autonome Körperschaft die Amtssprache felbtt bestimmen können und darf nicht grzwunge» sein, anderssprachige Eingaben anzunehm n. noch weni er sie in ein.r anderen alS in ihrer Sprache zu erledigen.
Aeues Gewehr für die öltetreich iich ungarische Armee t Zn miliiärischen Kreisen wiro oo» neuen Forderungen gesprochen. Man ha^e die be-dauerliche Entdeckung gemacht, daß die Manischer Gewehre nicht mehr emsprechen, besonder« s-ii du Tragfähigkeit aus 3000 Schritt? erhöht wurde. Man mache neuestenS - ersuche mit neuen G wehte» mit euum Kaliber von 5 bis 6 Mill Bietern.
Das Befinden des Kaisers läßt manche« zi wünschen übrig. Er leid« seil einiger Zeit an deftigen J«chia«-Schmerzen. Wiewohl Kaiser jvtaiq Jof.f «agSüber nicht da« Beil hütet, ist er doch nicht in de Lage, die vorgemerkten Empfängt ent-gegenzunehm-n. So mußte kürzlich auch eine Ad-Ordnung de« Laibacher GemeinberaiS unverrichtetet Dinge abziehen. In den letzten Tagen hat lich der Zustand de« greisen Patienten in erfreulicher Weise gebessert.
Nach» surch lauir« Schnarchen bemerkbar. Hier liegen nun direkte Gesundheit«schädigungen vor. denn solche Kinder atmen nicht die durch die Nase erwärmte und vom Staub verunreinig!» Luft et», sondern empfangen unmittelbar Staub und Kälte. Geschwollene Mandeln aber sind ein sehr günstig« Nährboden für allerlei KrankheitSkeime, die dadurch ihren Einz g in de» Körper hallen und schwere Erkrankungen hervorrusen. Vom Rachen auS verbreiten sich die Kaiarrhe auch aus die Ohren und verursachen oft Schwerhörigkeit. Der praknfch« Arzt sieht nur zu oft Kinder, die infolge deS Off»»« halten« deS Munde« und der Schwerhörigkeit et»» dummen, fast blödsinnigen Gesicht«au«druck an-nehmen. Es würden hier die Ellern den Aerzte» sehr dankbar fein, wenn fie ihnen ein Mittel an-geben köniiien, c ie Km er mit E folg zum At»e» durch die Nase anzuhalten. Aber auch manche nervö« erregbare Ehefrauen und Ehemänner würd» un« Aerzten Dank wissen, wenn wir die schnarchend« Ehehälfte von der unangehmen Angewohnheit befreien sonnten, die ihnen die Nachtruhe stört. Und die« Mittel ist gefunden. Gehen wir den Ursache» de« Schnarchen« nach, so kann nicht bezweifelt werden, daß diese« in erster Reihe durch daS Lffe»-halien be» MundeS entsteht. Beobachtet man eine» Scharchenben. so bemerkt man sofort, daß der Unierkiefer im Schlafe herabgesunken ist. Wird der Schnarcher durch ein Geräuch etwa» muntern gemacht, so schließt er den Mund und hört auf z» schnarchen. Bei geschlossenem Munde kann «m wohl mit Geräusch die Lust durch die Nase ttn-ziehen, aber es wird niemals das fo laut» störende Schnarchen eintreten, wie bei geöffnetem Munde. Man schnarcht deshalb auch am «eisten, wenn «a» auf dem Rücken liegt, w.il hier d.r Untertitel leichter heeabsinkt al« in der Seitenlage. wo der Kiefer auf d.r Brust meist einen Stützpunkt hat.
©lässet zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie.
HonntagsSeikage der ..Deutschn» Wacht« tn Kili. _
Dr. 47
.Di« ßübmatf erscheint jeden Sonnlag al« unentgeltliche Beilage für die Lei« der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sadinarl" nicht »SuMch
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Wilson, der Änerkopf.
Bon Mark
3 Aoitsetzung.
Sie streichelte ihr eigenes Kind und sazte bittend: „Lieg' still. Mafia Tom." dann gab sie dem wirkliche» Tom eine» Klaps und fuhr ihn streng an: .Willst du gleich still liegen, Schamber, sonst setzt's was!"
Zu ihrer Verwunderung dauerte es gar nicht lange, bis sie das ehrfurchtsvolle Benehmen, das sie sonst ihrem jungen Herrn gegenüber in jeder Miene, jedem Wort kundgetan, aus den unberusenen Eindringling übertragen konnte, während sie den unglückliche» Erben des allen HauseS Driscoll nur noch in kurzem. befehlend?» Ton anredete wie es ihr mütterliches Vorrecht war.
Manchmal setzte sie ihre Uebung auch eine Weile auS. um zu überlegen, ob sie mit Sicherheit auf das Gelingen ihreS Planes rechnen dürfe.
„Di? Neger werden noch heute verkaust, weil sie das Geld gestohlen haben dann kaust man andere, und die kennen die Kinder nicht — das trifft sich gut. Fahr' ich sie draußen spazieren, so schmier' ich ihnen Syrup um den Mund — da merkt's gewiß niemand, daß sie verwechselt sind. Za daS tue ich w nn's keiner sieht, bis alle Gefahr vorbei ist. uud sollt's ein Jahr dauern. ..Nur einer könnt's entdecken — vor dem fürcht' ich mich — das ist Herr Wilson — sie nennen ihn Querkops und sagen, er ist ein Narr. Und dabei ist er so klug wie ich. klüger alS alle ander», außer vielleicht Richter Driscoll oder Pem Howard. Meiner Treu - der Mensch ängstig! mich mit seinen verflixten Gläsern; ob er wohl ein Hexenmeister ist? — — Aber, ich weiß, was ich tu', ich geh. zu ihm und sag', er soll wieder Abdrücke nehmen von den Kindern ihren Fingern, und wenn er's dann nicht merkt, dann bringt'S kein Mensch aus der Welt 'raus, daß ich sie vertauscht habe, und brauch' nichlS mehr zu fürchlen — rein gar nichts. Aber ein Hufeisen will ich doch einstecke», dan» hat der Zauber keine Macht."
Die neuen Neger brauchte Roxy natürlich nicht zu sürchten, auch ihren Herrn nicht, denn Driscoll war
Twain.
ocrtoKn,
gerade mit einer Landspekulation vollaus beschäftigt und und hatle für nichts anderes Sinn. Er schaute die Kinder an und sah sie doch kaum Roxy brauchte nur die Kleinen zum Lachen zu bringen, sobald sie ihn von Weitem erblickte, dann verwandelte ftcf) Mund, Augen und Nase der verzerrten Gesichtchen in lauter Gaumen und winzige Löcher; bis aber der Anfall vorüber war und sie wieder kleinen menschlichen Geschöpfen glichen, war Driscoll längst fort.
In den nächsten Tagen wurde überdies das Ge« lingen der wichtigen Landfpekulatio» so zweifelhaft, daß Herr Percy sich mit seinem Bruder, dem Richter, an Ort und Stelle begeben mußte, weil ein Erbstreit ent-standen war Die Abwesenheit der beiden Herren dauerte sieben Wochen. Noch vor ihrer Rückkehr hatte Roxy den beabsichtigten Besuch bei Wilson gemacht und sie war nun ganz beruhigt. Wilson nahm die Abdrücke und schrieb die Namen am, dann setzte er das Datum dar-unter — es war der erste Oktober.
Nachdem er die Glasplatten sorgfältig verwahrt hatte, fuhr er fort, sich mit Roxy zu unterhalten, der es sehr daraus anzukommen schien, daß er sehen sollte, wie die Kinder am letzten Monat an Fülle und Schön» heit zugenommen hatten. Die Kleinen waren ganz sauber und rein gewaschen, und er bewunderte sie höchlich, in der Meinung, Roxy damit ein Vergnügen zu machen; sie aber zilterte und bebte im Innern, weil sie jeden Augenblick fürchtele, er möchte vielleicht---
Ihre Angst war jedoch vergebens. Er entdeckte nichts, und ne kehrte frohlockend heim. Von nun an bannte sie alle Sorge aus immer aus ihrem Gemüt.
Viertes Kapitel.
Zn ihrem weiteren Verlaus muß auch unsere Ge-schichte dem Tausch Rechnung tragen, den Roxana vor-genommen hat. Wir können nicht umhin, den wirklichen Erben „Schamber' zu nennen, und dem kleinen Sklaven
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der ihm sein GeburtSrecht genommen hat. den Namen ThomaS » Becket beizulegen. Doch kürzen wir diesen zum täglichen Gebrauch in „Tom" ab, wie eS seine Umgebung tat.
Der kleine Tom war ein böseS Kind, seit er den falschen Namen trug. Er weinte ohne Ursache bekam alle Augenblicke einen Anfall von leidenschaftlichem Zorn kreischte und brüllte auS Leibeskräften u»d hielt dann plötzlich den Atem an. Wer kennt nicht diese üble Ge» wohnheit deS zahnenden Säuglings, der vor Unbehagen schreit, was seine Lunge vermag, dann in Trümpfe verfällt und sich bei der Anstrengung, wieder Luft zu bekommen, lautlos krümmt und windet. Seine Lippen werden blau und der starre Mund steht offen, während am untern Rand deS roten Gaumens ein winziges Zähnchen zum Borschein kommt. Hat dann die entsetz-liche Stille so lange gedauert, bis man überzeugt ist, daß dem Kinde der Atem aus immer vergangen sei, so stürzt die Wänerin herzn und spritzt ihm Wasser inS Gesicht. O Wunder I im Nu füllt die Lunge wieder, ein Geschrei. Gekreisch oder Geheul trifft das lauschende Ohr. und je nachdem der Zuhörer gestimmt ist, macht er seinen Gefühlen mit einem derben Fluch oder mit einem „Gott sei Dank" Lust.
Der kleine Tom kratzte jeden, der ihm zu nahe kam. mit den Nägeln oder schlug ihn mit feiner Kinder-flapper. Er schrie nach Wasser, bis man es ihm gab, warf den Becher samt Inhalt zu Boden und schrie wieder. Jede seiner Launen wurde befriedigt, mochten sie noch so beunruhigend und lüstig sei», auch durfte er alles essen, was er verlangte, besonders Dinge, die ihm den Magen verdarben.
AlS er alt genug wurde, um auf den Füßen zu stehen, die ersten Worte zu lallen und feine Hände zu zu gebrauchen, war er eine noch ärgere Plage als je zuvor. Bon dem Moment an, da er die Augen auftat, hatte Roxy keine Ruhe mehr. Er verlangte nach allem und jedem, was er sah. „Hab'n," schrie er, und das galt als Befehl. Brachte man es ihm, so geriet er in Zorn und wehrte eS mit den Händen ab: „Nicht hab'n, nicht hab'n"; nahm man es aber fort, so brüllte er wieder wie besessen.- „Hab'n. hab'n. hab'n!" und Roxy mußte in Windeseile herbeispringen, um es ihm zurück-zugeben, ehe er noch Zeit hatte, in Krämpse zu geraten, wie er beabsichtigte.
Sein liebstes Spielzeug war die Feuerzange, weil sein „Bater" verboten hatte, sie anzurühren, damit er nicht Fenster und Möbel zerschlüge. Kaum hatte aber Roxy den Rücken gekehrt, so wackelte er zu der Zange hin. „Mögen," sagte er und schielte seitwärts, ob Roxy ihn wohl sähe, „hab'n," sch.ie er dann, abermals ver-stöhlen um sich blickend. „Mein is," fuhr er fort und ' zuletzt: „Nehm's I" — da hatte er die Beute. Dann
ward die schwere Waffe erhoben — ein Krach, ein Gekreisch. und die Katze hinkle eilig aus drei Beinen da-von Roxy kam meist noch gerade zur rechten Zeit, um zu sehen, wie die Lampe oder eine Fensterscheibe in tausend Stücke ging.
Tom ward gestreichelt und liebkost, Schamber ging leer auS. Tom bekam alle Leckerbissen, Schamber aß Maisbrei und saure Milch, ohne Zucker. Deshalb wurde Tom ein schwächliches Kind und Schamber ein kräftiger Junge. Tom zeigte sich herrisch und widerspenstig, Schamber dagegen sanft und fügsam.
Trotz ihres gesunden Menschenverstandes, ihrer praktischen Tüchtigkeit, war Roxy als Mutter eine voll-kommene Törin und ganz vernarrt in ihren Sohn — ja, mehr alS daS: Durch die von ihr verübte Täuschung hatte sie ihn zu ihrem Gebieter gemacht; sie sah sich genötigt, dieS Verhältnis äußerlich aufrecht zu erhalten und war fortwährend eifrig beumht. dies durch ihr Be-nehmen kund zu tun. So fleißig und getreulich übte sie sich in der Untertänigkeit, daß ihr deren Formen sehr bald zur Gewohnheit wurden. Die Folgen bliebe» nicht aus: Was anfänglich nur dazu dienen sollte, andere zu täuschen, führte mit der Zeit zum Selbstbetrug; die ge-heuchelte Ehrfurcht wurde zur wirklichen Ehrerbietung, die scheinbare Willsähiigkeit zu völliger Unterjochung. Der kleine, ursprünglich kaum merkbare Abstand zwischen der vorgeblichen Sklavin und dem falschen Herrn, er-weiterte sich allmählich zu einem tiefen Schlund, an dessen, Rande auf einer Seite Roxy in ihrer Selbsttäu-schung stand und auf der andern ihr Sohn, den sie nicht mehr als unberufenen Eindringling, sondern als ihren anerkannten, rechtmäßigen Gebieler betrachtete. Sie liebte, fürchtete und verehrte ihn zu gleicher Zeit und vergaß in der Abgötterei, die sie mit ihm trieb, gänzlich, wer sie war und was er gewesen.
Der kleine Tom durste Schamber schlagen, puffen und kratzen, so viel ihm beliebte, er wurde doh nicht gescholten, und Schamber merkte bald, daß es vorteil-haster für ihn war, wenn er die Mißhandlung schweigend ertrug, statt sich zu wehre». Nur ein paarmal, als eS ihm zu arg wurde, hatte er sich dagegen empört und den Kampf aufgenommen, aber das kam ihm im Haupt-quartler sehr teuer zu stehen. Zwar nicht vo» RoxyS Seite, denn, wenn sie ihn auch scharf dafür anfuhr, daß er vergaß, wo er hingehörte und waS er seinem jungen Herrn schuldig war, so bekam er doch zur Strafe von ihr höchstens eine Maulschelle. Nein, Percy Driscoll selbst übernahm das Strafamt. Er machte Schamber klar, daß er unter keinen Umständen das Recht habe, die Hand gegen seinen kleinen Gebieter zu erhebe».
Dreimal überschritt Schamber dieS Berdot, und erhielt dafür dreimal von dem Manne, der sein Vater war und es nicht wußte, eine so verständliche Tracht
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Schläge, daß er sich sürderhln Toms grausame BeHand-lung in aller Demut gefallen ließ und keine weiteren Versuche anstellte, sich ihr zu eutziehn.
Außerhalb deS Hauses sah man die beiden Kinder während ihrer ganze» Knabenzeit fortwährend beisammen. Schamber war sehr stark für sein Alter, weil er grobe Kost und schwere HanSarbeit tun mußte; auch stand er im Kampfe seinen Mann, denn er bekam reichliche Uebung. Tom ließ sich von ihm gegen die Weißen Knaben verteidigen, die er nicht leiden konnte und vor denen er Angst hatte. Schamber diente ihm als bestän-dige Leibgarde; er mußte in zur Schule begleiten, ihn abholen und in der Freistunde auf dem Spielplatz als fein Beschützer auftreten. Er stand beim Faust- u»d Ringkampf zuletzt in so gefürchletem Ruf, daß Tom mit ihm hätte die Kleider wechseln und „in Friede» von danneu reiten* können, wie Sir Kay, der Ritter von Artus Tafelrunde, in Lanzelots Rüstung.
In allen Spielen war er geschickt und wohlbewan-dert. Tom versah ihn z B. mit den nötigen Murmeln, aber, wenn Schamber gewann, nahm er ihm alle Kugeln wieder fort. Schamber bekam Tonis abgelegte Kleider; mochten aber feine Stiefel und Handschuhe noch so löcherig, die Hosen noch so dünn und durchgesessen sein, man sah ihn im Winter stetS den Schlitten her-aufziehen, in dem Tom warm eingehüllt faß und sich fahren ließ. Der kleine Diener kam natürlich nie auf de .1 Schlitten. Auch Schneemänner und Festungen baute er »ach Toms Anweisung; er dürfte ihm als Zielscheibe dienen, wenn Tom Lust bekam, zu schneebaüen, doch den Wurf zu erwidern war ihm nicht gestattet. Er trug Tom die Schlittschuhe nach dem Fluß, schnallte sie ihm an und trabte dann hinter ihm her auf dem Eis, um zur Hand zu sein, sobald er gebraucht wurde; aber daß er selbst einmal 'Schlittschuh laufen möchte, davon war keine Rede.
Im Sommer galt es als ein Hauptvergnügen für die Knaben in Dawson, den Landleuten, die zu Markte fuhren, Aepfel, Pfirsiche und Melonen aus dem Obst-wagen zu stibitzen, hauptsächlich, weil sie dabei Gefahr liefen mit dem Peitschenstiel des Fuhrmanns eins um die Ohren zn bekommen. Tom beteiligte sich stark an solchen Räubereien — schickte jedoch seinen Stellvertreter. Schamber besorgte das Stehlen und bekam zum Lohn dafür die Pfirsichsteine, Apfelbutzen und Melonenschalen.
Beim Schwimmen nabm Tom zum Schutz Schamber immer mit in den Fluß und behielt ihn in seiner Nähe. Hatte er genug, so schlüpfte er ans Land und machte Knoten in Schambers Hemd, die er ins Wasser tauchte, damit sie schwer wieder aufzuknüpfen wären. Nun zog er sich an und faß lachend daneben, während der nackte Zunge, vor Kälte klappernd, mit den Zähnen an den festen Knoten zerrte.;
Daß Tom seinen armen Gefährten fo übel mit-
spielte, entstand teils auS seiner natürlichen BoSheit, teils auS Haß und Mißgunst, weil Schamber ihm sowohl an Mut und Körperkraft als an mancherlei Geschick-lichkeit weit überlegen war. Tom konnte nicht tauchen, ohne fürchterliches Kopfweh zu bekommen, für Schamber war eS eine Leichtigkeit und das reine Vergnügen. Eines Tages sah ihm eine Schar weißer Knaben zu, wie er, vom Heck eines Bools aus. Purzelbäume inS Wasser schoß; ihr lautes Beifallsklatschen ärgerte Tom so sehr, daß er daS Boot weiter verschob, während Schamber gerade in der Luft schwebte, so daß dieser mit dem Kopf auf den Bretterboden schlug. Während er nun bewußtlos dalag, benutzten mehrere von Toms früheren Gegnern die längst ersehnte Gelegenheit und prügelten den falschen Erben so unbarmherzig durch, daß er sich später nur von Schamber gestützt mühsam nach Hause schleppe» konnte.
Als die beide» Knaben im sechzehnten Jahre stan-den, wollte Tom auch einmal seine Schwimm kunst zeigen, wurde aber von einem Krampf befallen nnd dem Er-trinken nahe, fchrie er um Hilfe. Die Buben von Dawson pflegten sich häusig einen Spaß daraus zu machen — besonders wenn ein Fremder in der Nähe war — zu tun. als ob sie ertrinken müßten und nach Hilfe zu rufen; kam nun der Fremde in rasender Eile herbei, so fuhr der Spaßvogel fort zu zappeln und zu schreien, bis der Retter dicht bei ihm war, dann schlug er eine höhnische Lache auf und schwamm gleichmütig davon, während die andern Buden den Gefoppten »ach Herzens-lust verspotteten. Tom hatte den Streich noch nie ver-sucht, und als nun sein Hilferm ertönte, hielt es niemand für Ernst. Nur Schamber glaubte, daß sein Herr wirk-lich in Gefahr sei, deshalb schwamm er herbei und kam leider noch zu rechter Zeit, um ihm das Leben zu retten.
DaS stieß dem Faß den Boden aus. Tom hatte schon viel ertragen, aber, daß er nun auf immer vor aller Welt einem Neger zu Dank verpflichtet sein sollte, überstieg seine Kräfte. Er erging sich in Schimpf- und Schellworten, weil Schamber ihm nicht vom Leibe ge-blieben sei und „vorgab" zu glauben, Tom habe im Ernst nach Hilf« gerufen, während man doch ganz ver-nagelt dumm sein müßte, um nicht zu sehen, daß er nur Spaß treiben wollte.
TomS Feinde aber, die dieSmal in großer Schar versammelt waren, drehten jetzt den Spieß um. Sie lachten ihn aus, nannten ihn Hasenherz. Lügner. Duck-mäuser und waS dergleichen Liebesnamen mehr waren. Auch kündigten sie ihm an, daß Schamber von jetzt ab in der ganzen Stadt nicht anders als „Tom DriScoll Negerpappy" heißen sollte, denn er habe ihn so gut wie neu geboren und ihm das Leben geschenkt.
(Fortsetzung folgt.)
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Belehrendes. Unterhaltendes, heiteres etc. MAAx
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Die Erweekung.
Von Peler R o f « g g « r. Die Mutier schläft in der Tolengrusl. Da komm« ihr ältester Sohn aus Besuch Und ruft mit freudiger Stimme aus: .Liebe Muller, tomm in mein schönes Hau»,
Ich habe ein bold«S, ein fröhliches Weid Und Kinder so irisch wie die Rosen im Mai.
O Mutl.r. Mutter, ich lade dich ein. Komm, und hilf un» glücklich sein." Di« Cyp'kffrn schweigen — die Mutter schläft.
Da»» kommt bet zweit« Lohn geritten. Mit stolzer Ward« und seinen Sitten: „C Mutier, tinxest du auseistehn, Um selbst zu sehn, was wir ,s! geschchn Itx König hat mich zum Minister erwählt, ES jubelt mir zu die halbe Welt,
Muli«, tomm, nimm teil an der Ehr, Die mir. dem Sohn, so reich widersädrt." T!« Cypresien schweigen — die Mutier schläft.
Ta kommt der jüngste Sohn gegangen, Hai rote Augen und sahle Wangeu: „£ Mutter, ich bin so ganz aUrin. So se.l«» ver lassen und ga-'Z aU.in, Hab' bitteren Hunger —"
USetLülH sein Gesicht mit schlechtem Ge wand.
Am Hügel iii'fclt d«r Sand — di« Mulle, erwacht
Berglied.'
Steinlawimn. Trümmerhalden.
Schütt«! aus die Feinde aus;
Ader ichützend soll umiralden Tannenvolk da« deutsche HauS.
Jung« Trieb« werd«» schmücken Tiese» Boll, solang d e Last Weiß«n SchnceS e> nicht erdrücken Jtami in rauher Winlerraft
Bon den Zweigen wird «* lropsen. Bis der Wildbach schwillt und schäum!, Freude an da» Herz wird klopjen, ?a» vom Siegessrühling träumt.
* Piob« aus der End« Mai erscheinen-den Sammlung „Aus ferner Wacht", Ge dichte von Karl Pröll. Dessau, Andalti-sche Berlagsanstalt.
t?inHellerbrennen des Petroleum»
erzielt man durch Zusatz von ein wenig Kampser. Ein Stückchen von der Größe einer Haselnuß reich! sür zwei Wochen. Man stößt den Kampf« fein und iut ihn in den Ballon. Dies bewirt!, daß die Flamme heller, nicht zuckend und ihre» Rauch verzehrend, gleichmäßig sortbrennl.
Leim vor Fäulnis zu bewahren. Der tierische Leim besitzt dekannilich die unangenehm« Eigenschaft, in gekochte« Zustande in ganz kurzrr Zeit in Fäulnis überzugehen und teilweise leine Bindrlrast zu verliere». Um dies zu verhindern, gibt ti eiu einfaches und sicheres Mitt.-l. Auf je «in Kilo Leim werden 10 Gramm Salicylsäure, die vorher in 200 Gramm Wasser gelöi« wurden, zuges tzl. Dieses Zusetzen geschieht unler Rühren beim Kochen des Leimes.
Stahlgegenstände putz! man am besten mit einer Mischung von O«l und Ruß.
Zementanstrick für eiserne Gitter.
Man trägt reinen Porilandzemcnt i» dünnstüjsigem Zustand aus die Eisenieil« aus und wiederholt den Anstrich nach Er-Härtung drei- bis sünsmal Ebensogut i,i ein aus ach! Teilen «sphaltteer, «inen Teil Terpentin und acht Teilen gebrann-tem Kalksulver hergestellte, und heiß auf-zutragender Teeranitrich.
Siegen Halsweh und Heiserkeit. Ist Erkältung die Veranlassung vo» HalS-weh, Kalarrh, Schnupfen oder Husten, so ist daS allerbeste ein starker Salbeilee, dem man Honig bis zum Süßwerden zujetzl. Beim Schnups«» nimmt man täglich sechs bis zwölsmol «ine» Eßlöfftl vo!, beim Husten ebensoviel und bei Erkältung de» Halses gurgelt man täglich 20—80 mal damit. Gegen HalSweh und schmerzhaftes Schlucken besteht auch ein sehr gutes Mittel darin, wenn man Rindschmalz beiß macht und milt.'l» eines Löffel» auf ein Stück Flanell oder einen wollenen Strumpf gießt und diesen so warm, als man e« leiden kann, um den Hals bind« Natür-lich nicht so heiß, daß man sich schadet. Halsgeschwür« weide» durch daS wieder-holte langsame Verschlucken von Quilten-kernschleim mit Honig am besten geheilt, neben fleißig warmen Umschlägen.
Gpargelbeete wcrden währ«nd des Winler» vorteilhaft mit Kuhmist belegt und reichlich mit Jauche gegossen.
Richtig. Buchhalter: „Wo soll ich die zwanzig:ausend Krone» buchen, mit den«» der Kassier durchgebrannt ist?" — Ch s: „Na, am besten unter „Laufende Ans-gaben".
Bissig. „Nun wie findest du di« beiden Töchter de» Hausherrn!" — „Die «ine in fchrecklich einsach und die andere ein-sach schrecklich "
Treffend. Vater: .Sieh' mal, mein Sohn, wie gesällt dir dies Tuch zu mei-nem neuen Rock?" — Sohn (die linke Seite des Tuche» betrachtend-: .Sehr schön, lieber Bater!" — Bater - „Tumm«r Jung«, du stehst dir ja di« link« Seite an!" — Sohn: „Nu ja, Vater — ich kiieg'n Rock ja doch erst, wenn er gewendet isil"
Boshaft. „Wisirn Sie kein passende» Buch sür meine Richte, die Sängerin'«"
— „Schenken Sie ihr doch: „Ter gut« Ton in allen Lagen!'
5i»»dermund. Schwiegermama: .Bis Mittwoch woUle ich hier bleiben, hatte ich gesagt: das find drmnach noH vier Tage!"
— Der kleine Artur: „Wenn du mit d«m MittagSzuge fährst, find «» gerade noch 99% stunden!" — Schwiegermama: „Ha,t du denn das so schnell ausgerechnet? • - Der klrin« Artur: „Ich nicht — ab«r der Papa!"
Sin guter Mensck. Reicher Onkcl (zu seinem Arzt): „Also Sie glauben, mich durchzu ringen, Herr Tokior?" — Arzt: „Ich hoffe ganz sicher!' — Reicher Lnkrl: „Ach, teilen sie daS meinem armen Soffen doch recht schonend mit."
Erklärt. Stubenmädchen: .Sie, Johann, was heißt denn da« x. f. hier aus der Visitenkarte?" — Johann sSachse): „Ja. stehst«, mei Miezchen, da» heeßt der nämlich: Persenlich serhinderi."
Durck die Blume. Redakteur: „Haber. Sie ieie Scherze stlbsl versaßt!" — An geblicher Schriftsteller: „Jawohl." — Re-bakieur: .Na, dann müsse» Sie aber be deuiend aller sein, al« Sie aussehen!"
Fräulein Doktor. „'Woher beziehen Sie bic Obsekle sür ihre balteriokogischen Untersuchungen, Fräulein Doktor— „Au» meiner Straßenschleppe."
Pfiffig. Sie: „Laste die Leute nicht merken, daß wir aus der Hochzeitsreise sind. Liebster." — Er: „Ganz r«chi. Trage du de» Handkoffer,"
Nummer 94
Kr«tfche Wacht
Seit» 3
Ins Stadt und Land.
Schw«rgerichts»erbandli»ngen. Für die am
Moniag. Den 24. November, beginnende Tagung de« Schwurgerichte« C'll« sind bisher folgende Fälle au«geschrieben: Montag, den 24.. Vorsitzender Krei«gerichi«präsident o. Wurms er, angeklagt Rudolf J«krac wegen Todschlaa; Dienstag, den 25.. SotsiHtnDer LandeS^erichtSrat Perko. angeklagt Kranz Pevec. Franz Germadnik und Josef Papez wegen Betrug; Mittwoch, den 26., Vorsitzen ver Lande«gerich»«rat Reitter, angeklagt Primu« Debelak wegen Meuchelmord; Donnerstag bis Sam« lag, 27., 28. und 29. November, Vorsitzender Lande«gerichl«rat Katzianischitz, angeklagt Veit, Tberese und Hermann Perechlin wegen Bran legung; Mon« tag. den 1. Dezember. Vorsitzender Land,«gerich>«-rat Perko. angeklant Johann Resch wegen Be« trug und Josef.i Juriika wegen Kinoesmord. Wettere Fälle werden in der nächstin Nummer be» kanat geaeden werden.
Keimatrechtsverkeihung. In der vertrau« lichen Sitzung de4 Geme»ndeau«schuffe« vom 14. November wurde der Hotelbesitzer und Fleischer« meister Herr Joses Rebeuschegg in den Heimat-verband der Stadt Cilli aufgenommen.
Kammer« usikavend. Am I. Dezember ver» anstellet Der Musikverein für seine Mitglieder und die Mnglteder d«4 Kasinovereines im großen Ka« sioosaale seinen ersten Kammermusikabend in ver lausenden Konzertsaison. Mit Genugtuung ist lzier festzustellen, daß die in der vorigen Saison veran-flal-eten Kammermuiikabende viel Anklang gefunden haben, ein Zeichen Satür, daß unser musikliedende4 Publikum auch diesen Zweig der edlen Musik zu schützen und würdigen weiß. Die Vortrag«-Ordnung umsaßt da4 v-moll-Trio von Schumann, das Violin-Konzert in ^-woll von Rubtnftein und das „Geister-Trio" (D-dur) von Beeihoven, somit Borlrag«stücke. die eine» sehr genußreichen Abend erw rten lassen.
Geisteskrankheiten und Anbrechen. Mit de« Voi trage de« Herrn UnioersiiäiöprosessorS Dr. Jul'u« Kr alt er werden am Sonntag, den 23. d. M., nachmittags 4 Uhr im Kasii.osaale ^ie vom Sieiermärkischn Volk«bildung«oereine veran-stalikten populärwissenschasilichen Vortrage für da4 devrige Schuljahr eröffnet. Herr Professor Dr. kratter hat sich zu seinem Vortrage einen äußerst iniexssanien und s ssrlnden Stoff gewähl«; er wird über ..Geisteskrankheiten und Ver« brechen^ sprechen, ou4 tem Grunde schon inier» essan« und aktuell, al* sich ja di« Fälle h usen, daß sich heute unsere Jukizpflege nicht mehr damit begnüg», den Jmrul« zu scheußlichen Verbrechen «nd Untaten all'in in der moralischen Verkommen«
Da« ^anuichtn ivu>o« ut»o ntchi einireten, wenn (4 gelänge da4 Herabsink,n des Unletki-ier« zu verhindern. Einer meiner P >ii nten, d r seine Frau viel durch da« Schnarchen siöite, m-rkte, daß beim Schnarchen der Kiefer he> absank. DieS brachte ihn aus den Gedanken, bequeme Binden zu konstruieren, die, nachiS ang-leg. das Schnarchen verdindern. Eie haben ein nach vorn gerundete Kinnstück, in welchem der vordere Teil bet Unierkieser« ru> en kann. An den Seiten befinden sich schmale Gummi« suklfen, die in Bandstreifen ücetneben, w lche auf einem breiteren Kopfstücke beseitig, sind. Die Band-(stiren haben einen Mechani4mu4 zum Verkürzen »der Erweitern, um di Binde für jeden Kops ?asi,nd zu mache,. Sie wird über Kinn und Kopf gislreisl und so eingekreist. daß der Unterkiefer eben einen Halt hat. Tie Elastizität der beiden Gummi-streifen an den Seiten l ßi jede Bewegung zu, ist aber genügend, um das Heradsinten deS Unter« liefert im Schlaf, zu verhindern. Noch wich»«er wie iür die Gewohnheit«schn..rcher st»d diese Binden sür Kind»r, die sich daran gewöbni ha"»u, dauernd «it geöffnetem Munde zu atmen. Diese müßt n di.se Binden seldtlveriiandlich Tau und N >chl tragen. DieS wür e fr>ilich länig s-in. wenn e4 »»livendig wäre, diese Binden dauernd zu tra en. Ledere« wird aber keineswegs noiwendig weiden. ^ Da» Lffelih »ittti des Munde« ist m hr eine Ge« «ohndeit alö eine Noiwendigkeit. Gewödnl man die Kinder und die Eiwachsene» mittelst der Binden la>an nur durch die N^se zu aimen, so ges, iehi du» nach einiger Zeit auch von selbst, ohne d >ß die Linde petrahkn wird. <^t liegt aus der H«»d, daß bei r.gelrechier Ventilation durch die Nase. ] d>« gegen chronischen K»tarrd angew-ndien Mittel «>olgreicher sein werden Die Bilden stellen sich dadurch al» eine Bereicherung unserer Heilmittel dar.
heit und Vertiertheit eine« Abzuurteilenden zu suchen, sondern auch in dessen geistiger Veranlagung und zwar durch gewissenhafte Forschungen und Begut-achtungen hervorragender Spezialistin. Da« Cillier Publikum wird den in der uneigennützigsten Weise für die Erweiterung der Volksbildung wirkenden Gelehrten den besten Dank durch zahlreichen Besuch ihrer Vorträgt erweisen.
Kheaternachricht. Dien«lag. den 27. d. M.. gelang« in unserem Stadttheater die alte, aber noH immer schöne und gerne gehörte komische Oper von A,m6 Maillard .Da« Glöcklein de« Eremiten", welch« be, mehrsachen Aufführungen in Laioach freundliche Aufnahme gesunden hat, und deren DarsteUunn von den Mitgliedern unserer Gesellschaft aus schöne Erfolge hinzuweisen vermag, zur Aufführun >. Die bewährten Kräfte, in deren Händen sich d»e Hauptpartien befinden, die Damen Werk und Z nsenhoser und die Herren Rochell, Ott und Leichenseld bürgen sür einen glänzenden Ab-nd. — Sonntag, den 30. d. M.. um 6 Ubr ab.nd« findet die Aufführung der komischen Ope^ vo« Albert Loetzmg „Der Waffenschmied" stait. Die Aufführung von Opern bedeutet sür Cilli ein Ereigni«. weiche« von unserem theaterfreudigen Publikum durch ouSverkauste Häuser gewürdigt werde» wird. Die Direktion Wolf verdien« hieiür volle Anerkennung, und wir voffen, daß ibr die« selbe bei der kommenden Operaufführung in reichem Maße cezollt werden wird.
Aögkingstarne«. Der Turn« de« hiesig n deuische» Turnvereine« bat in feiner letzten Sitzung beschloss,«, da« ZöglingSiurnen einzuführen. Zu diesem Turne» haben alle deutschen Jünglinge jedweden Sianse«, welche der allgemeinen Schul« Pflicht entwachsen sind. Zutritt. An die Eltern und Lehrherren ergeht daS freundliche Ersuchen, diesen körperlichen Uebungen ihr Wohlwollen entiegenzu-bringen und ihren Zöglingen daS Recht, den T»in> unterricht zu genießen, einzuräumen. Die Zöglinge turnen jeden DienSiag und Donnerstag gemein« fchafilich mit den Turnern und werden von diesen durch Wort und Tat strenge Zucht und Disziplin lernen. Der Turnunterricht wird an den genannten Tagen on v b>S 9 Uhr abends in der städtischen Schulturnhalle erteil», und werden zu dieser Zeit Am» lduiifttn enigegengenommen. Zum Turnen sind Turnschuhe und Turnleibchen erforderlich. VereinSbeiiräge haben die Zöglinge keine zu ent« richie», eS wird nur ein kleiner Beira» von 20 h monatl ch sür de» Kerätesond eingehoben. Je'er Jüngling deutsche Nationalität möge diese günstige Geleg nheit nicht versäumen und sich als Mitglied der ZonlingSabieilung aufnehmen lassen. Durch Schauturnen. ZöglingSweiturnen und Turnfahrten wird da«'^and deuisi er Zusammengehörigkeit fester geknüpft, und sür den Cillier Turnverein wird eine Jungmannschast sich heranbilden, auS welcher in späterer Zeit manche tuchitge Turner als Verein«« Mitglieder hervorveden werden. E« steht zu er-warten, daß diese treffliche Einrichtung in allen Kreisen ans Unierstützung rechnen dmf. Heil!
Kannkater Köpfen ans der pariser Wett-ansstellnng mit einem zweiten preise ausge-zeichnet. An Herrn Adalbert W a l l a n d. welcher seinerzeit die Pariser Weltausstellung mit Hopsen eigener Erzeugung aus dem Sauntale beschickt hat, ist kürzlich ein Diplom des französischen Ministerium deS Handels, des Gewerbes und deS Post- und Telegraphenwesens — gezeichnet vom General-Kommissär A. Picard — gelangt, welches die Ver-leihung eines zweiten Preises an Herrn Walland für ausgestellten fremdländischen Hopfen ausipricht. Es ist für uns sehr erfreulich, feststellen zu lönnen, daß der Sanntaler Hopfen bei einer Ausstellung, welche ei» so großes Gebiet umfaßte, eine solch auszeichnende Anerkennung gefunden hat.
|>ie Sozialdemokratc« in Hraz erlege«. D>e Gemeinuera,«wahte» au« d.m Ocuien &>.t)l« körper in Ge >z bat en in den am Freitag st iilge» hadien Suchwahlen mit dem Siege der Deuisch-nation. len geendet. Trotz bti beispiellosen Terr»r>S-MUS der roten GeieUen. die oft auch voi Mitteln der trui^ilnen Gewilt nicht zuiückchr.ckt », um Wähler einzuschücht-rn ode: von o-r Au«üiung i.»eS WatUrechic« zu'ückzu^alien. h 'b n di deutsch« b?iv..ß»n Wäaler vo» G- >z ihre Bürg rpflichi ge« tan u»o damit d n rohen Ton von d.r Smße auS der Gemeindenube ver ann». Di^ Deu>fch-nationalen daben ihre zw > Mandate behauvlel und drei gewo> nrn. D e Soziald^mokraie» daben zw >. ben'hun. Sweife. da de> fern-r F-aki>on an« gedörige Gemeinde-ai B> aun ihnen fast wie ei» „G noffe" »uhenann. frei Mandate «euo en. Auch da« eine, einzi»« Mand it deS Herrn Pongr> y ne-haupiete» sie in der Stichwahl — ohne absolute
Mehrheit — nur deshalb, weil die Deutschbürger» lichen am ersten Wahltage leider lässig waren, und Freitag ein Mandat den Sozialdemokratin auch bei kleinster Stimmenzahl zufallen mußte. Und Resel ist gefallen l Mit mathematischer Gewißheit >st vorauszusagen, daß die Sozialdemvkraten sich nun den Scherz leisten werden, den demschnalivnalen Wahlsieg al« ein?» — klerikalen hinzustellen. Mögen sie, wenn diese dumme Behauptung ivnm Trost gewährt. Die Klerikalen, die am Dien«tag nur 293 di« 336 Stimmen erzielt hatten, hallen sür die Stichwahl .die Wahl frei gegeben". Au« ihrem Parteigefolge mag allerdings mancher Bürger«-mann lieber den deutschnalionalen Mitbürg-r, al« den roten Umstürzler gewählt haben. Aber der unantastbare, streng deuischnational« Charakter der Gewählten, der Herren: Johann Wiedner, Johann Bolzano. Albin Kumar, Julius Unger und Juliu« Zimmermann — großenteils Mitglieder deS stramm nationalen Deutschen Handwerkervereine« — beweist schon die volle Lächerlichkeit de« Anwürfe«. Wäh-rend die sozialdemokralischen Agitatoren sich eisrigst um klerikale Wähler bemühten, geschah di.'« von deuischnaiionaler Seite mit keinem Worte, und auch die nationale Presse betonte an j-dem Tage ihre unbedingte Gegneischasl gegen den KleritaliSmu«. Mit diesem sozialdemokraiischen Schlagworie ist e« wahrhaft,g nicht«l Bon 4835 Wahlberechtigten wurden 3234 Snmmzetiel abgegeben. 3223 wurden für giltig erklärt. Unstiltig waren II, di? zum Teile keine Na» en enthielten oder nich« den Stempel de« Stadiraie« «rüge». Es erhielten die Wahl« werber des Deutschen Wahlausschusses, die Herren: Albin Kumar 1670 Summen, Julius Unger 1664, Julius Zimmermann 1659, und Johann Bolzuno 1647 Summen. Die sozialdemokratijchcn Wahl-werber: Josef Pongratz 1604 Stimme», Johann Resel 1598, Franz Krislof 1502, Dr. Michael Schacher! 1509, Karl Sonnl-iiner 1484 und Franz JanSly 89 Stimmen. 1689 Stimmen fehlten, 27 Stimmen waren ungilti^. Mithin erscheinen die vier Kandidaten des Deutschen Wahlausschusses zu Gememderäien aus drei Jahre, der fozialsemokra-tische Wahlwerder Josef Pongratz auf zwei Jahre ge-wählt. Herr Gemeinverat Beil sagte: „Ich sreue mich, Ihnen dieie» Wahlergebnis mitteilen » 1373 aus 1647 bi» 1679 Die Stimmen der Sozialdemokralen erhöhten sich von 1271 b>« 1365 aus 1484 bi« 1604. Im Vorjahre beirug die bei der Stichwahl der Kandidaten de« Deutschen Wa l« auSschusseS zugesallene Etimmenzahl 1511 d,S 1536, jene der Sozialdemok'alen 1508 bis 1569. Bei der H>iUpiwahl beteiligten sich im Vorjahre von 4679 Wadlderechttulen 2891, al,o 60 o. H., bei der vorjährigen Siichwahl jedoch 3993 Wähler, also 65 97 v. H. Bei der S»chwahl im Vorjahre wurden gewählt zwei Kandidaten d.« Deutschen W(.hlauS>chusse» und zwar die Herren: Anion »r b (1536 Summen) und Anton Beil (1553 Summen), wwie drei sozialdemokrattsche K^ndida-en: Vikto Sttngl (1569 Stimmen), Joses Herzog (1558 Si mmen) und Johann Greiner (1545 Summen). Bei ihrer eist n Wahl in den Grazer Gemeinderat im Jahre 1899 halten die sozial-demokratischen Kandidaten Resel und Pongratz in der Haupiwahl 828, beziehungsweise 777 Stimmen erh iltn, und in der no wendigen Luchwohl wurden sie mil >164. deziehunaSweis 1032 Siimmen ge» n äblt. — Während sich die Deul'chen degnüulen. ihren schön-n. lup-er eriochienen S> g in würdiger Weise zu seiern, flefielen sich die Socialdemokraten samt ihr m netten Anhange von der Sir >ße darin, dem Schmerze über i^re Niederla »e durch wüste Demonstrationen, > ei d nrn e» natür ich ohne Prügel UN» lieb > fälle »ich, abgieng, Ausdruck »u aeben.
Hiu Heilikicher gegen die nnterkeirische ?fasscnwtitlchatt. An 0en „Zajerc" ha ein tuiholische' G »ilicher folgenden Brief aerichlet: „An die Redakt on de« „Z-ajerc" in P lt iu! Li i-erlich wundern sie sich, daß it, als aeweiener Psa-rer eine Zuschriit an Ihr Blait richte. Ich bin st.o» alt uns nicht mehr födia. ie Pflichten meine» S-and'« zu eitüllni. deshalb ließ ich mich vor einigen Jadren pensionieren. S'tiet beteilige ich mich am öffeniliche» Leben, «ndem ich mir verschiedene Bucher kaufe und vermieden Zeitsoizristen Halle. Auch Ihr Blatt, den „Siajeic*. beziehe ich, allerdings unier einem sremven Namen, und schäme
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mich dessen gar nicht, weil ich weiß, daß denselben auch von unserer krainiichen Geistlichkeil viele er-halten. Allerdings sind nicht all« Ihre Ansichten auch die »einen, doch habe ich gerade jetzt für Ihr Blatt ein intensives Interesse, jetzt, da in Steier-mark der Wahlkampf bereit« im vollen Gange ist. Da ick in Steiermark Verwandte habe, interessiert mich Eure Sache noch viel mehr. Auch mir ist 4 bekannt, daß die Führung der umersteirifchen Bauern lediglich i« den Händen der slovenischen Advokaten liegt, und daß eS den floeniichen Bauern deshalb sehr schlecht geht, doch Goi, sei e« geklagt, daß diese A vokalen noch von der untersteirischen Geist« lichkeit unterstützt werden. Ich bin ein alter Mann und betrachte schon eine Reihe von Jahren unsere krainischrn Wahlen, die mich besonders in der letzten Zeit geradezu anekeln. Unsere Gei.lichkeit, be-sondert der Nachwuchs, ist viel zu weltlich geworden. So waren wir Allen niemals! Ich weis;, woher daS alles kommt, es kommt durch den Druck von oben. Bei Euch in Steiermark scheint daS Umge-kehrte der Fall zu sein! Bei Euch geht der Dr. ck wahrscheinlich von unten nach oben! DeSbald dürfen Sie sich nicht wundern, daß auch ich, ein alter, pensionierter Geistlicher, von dem sortschr tt-lichen Gedanken begeistert worden bin, zumal ich sehe, daß besonder« bei un« von der Geistlichkeit unser heiliger Glaube mißbraucht und von der» selben al« Hauptsaktor im Wahlkampse angewendet wird, obgleich zwischen den Wahlen, werden selbe nun sür die Gemeinde, für den ReichSrat oder für den Landtag ausgeführt. und zwischen dem Glaub-n gar kein Zusammenbang besteht. Bei un« hat man sogar da« Allerheiligste ausgesetzt und vor dem-selben Betstunden abgehalten, aus daß die Wahlen sür die Klerikalen günstig ausfallen sollten. Und öfters geschah e«, daß derjenige Wahlwerber, für den derlei Betstunden abgehalten wurden, glänzend durchgefallen ist. und so haben die verblendeten Politiker sogar da» All »heiligste unsere« Glauben« lächerlich gemacht. Und de«halb bin auch >ch gegen den KlerikaliSmu«'. Uebrigen« herrscht in unserer Landesvertretung schon mehr denn zehn Jahre die fortschrittliche Partei, sie hat dieselben tatsächlich in ihren Händen, doch wurde darin nicht ein ein» zige« Gesetz gegen den Glauben, gegen die Kirche beschlossen, denn der Landtag hat mit dem Glauben nicht« zu tun. Die« schreibt ich Ihnen al« alter Pfarrer, verwenden Sie diese Zeilen, wenn sie glauben, baß dieselben irgendeinen Nutzen bringen
werden/ . .
KW Mirakel! Die „Burschenschaftlichen Blätter' brachten kürzlich eine Mitteilung, der zu-folge die Anti-Alkoholbewegung auch jin den streifen der deutschen Studentenschaft festen Fuß zu fassen beginnt. Da« Prag-r erztjchtchische. 'edoch — deutsch (!) geschriebene Blatt „Politik" druckte diese Mitteilung ab. fügte ihr jedoch die geistlose Glosse bei: „Wenn di« deutschen Studenten da« Trinken aufgeben würd«n, fo wär« da« wirklich e n Mirakel." Diese Glosse wirkte faszinierend auf den „verantwortlichen" Scherenmann der windischen „P«st\ auf denn eigenem Miste ohnehin nicht« gedeiht; er war wieder um eine Arbeit leichter. Am anderen Tage prangte sie wieder in der „Pest". Die „Marburger Zeitung" erinnert nun die .Süd-st e i r i f ch t* daran, wa« dieselbe tschechische Prager .Politik* vor ungefähr dr«i Monat«» über da« — Saufen der Windi'chen schrieb. Damal« schrieb da« Tschechenblatt: „Weil den Slovenen di« Mög-lichk«it d«r Habilitation btnommen ist. bleiben sie in der Heimat, mit Freunden nach alter Weife den Becher leerend." Man versteht diese zarte Um-fchreibung. DaS hat damal« die „Pest" nicht herausgeschnitten und abgedruckt, — wahrscheinlich dachte sie sich, daß bei ihren Leuten e>n solches .Mirakel' wie bei den Deutschen gar nicht zu er» hoffen ist! ,
„Tukaj". Bei der Kon»rol«versammlung. welche am DonnerSlag in Laibach stattfand, meldete sich ein Reservist mit .tukaj«, statt mit „hier". Er wurde an Ort und Stelle zu fünftägigem, ver» schärften Arreste verurteilt. „Narod" bemerkt hie» zu: .Die militärischen Kreise können überzeugt sein, daß die nichideutschen Nationen ein solche« Vorgehen sich g u t m e r k e n." Die Auslegung dieser kompetenten Aeußerung überlassen wir den — militärischen Kreisen. E« soll schon bei der am Montag be-ginnenden Schwurgericht«tagung zu einer Gegen» kundgebung kommen.
„Vindilche »»ter sich." Unter dieser Ueber-schrift baden wir kürzlich einen Vorfall erörtert und hicbei das Benehmen eines gewissen Vekoslav (AloiS) Potoinik der Kritik unterzogen. Hiebei wurde dieser AloiS Potoönik irrtümlicherweise als Auskultant bezeichnet, was wir hiemit richtigstellen. I
Selbstverständlich hatte die erwähnte Notiz mit dem hiesigen Auskultanten Rudolf Poioinik gar nichts zu tun und eS ist uns felbstverständlich nicht beige-fallen, diesen uns gänzlich unbekannten Rudolf Pototnik in irgend einer Weise einer unehrenhaften Handlungsweise zu bezichtigen. In der erwähnten Siotiz war ja auch nur von einem AloiS (VekoS-lav) Potostik vorg«schlag«n. E« handtlt sich dabti um die Zählung nach Aufenthalt«iagen. die allein eine richtige Wertbestimmung ermöglicht und ander-rseii« um die Vereinfachung der Tabellen durch Ausscheidung überflüssiger Rubriken Bei
diesem Anlasse hat der VerbandSauSschuß auch da«
V«rz«ichni» der Ortr' iür die da« Ministerium de» Innern die statistisch« Nachwtisung inSbesond«« vor« geschrieben Hai. im Sinn« d«r V«rorvnung vo« 16. April 1892 «raänzt. Danach wär«n >a di« v«rk«hrSstat>stischen Erhebungen folgende Fremdetf stationen einzubeziehen: im Bezirk« Brück a./M.: Aflenz. Buchberg. Turnau. Seewiesen, Brück. Kapsen-berg, Bad Steinerhof. Marein, Kindbera. Beusch, Aschdach. Weichselboden, Gußwerk. Wegscheid, Goll« rad, Halltal, Mariazell. Ganz. Kapellen, Mürzsteg. Lanau, Krampen, Langenwang, Mürzzuschlag, ^^u-berg. Spital a./S., Krieglach, Mitterndvrf, Breitena» (mit Schüsserlbrunn), Pernegg und M>xniy; im Bezirke Cilli: Franz. Legartal. Sulzbach, Bad Neu-hau«, Römt'bad. Bad Tüsser und Fraßlau; i« Bezirke Deulschland«berg: DeutschlandSbera, Stainz, Schwanverg. EibiSwald und Groß-Florian; >m Be-zirke Feldbach: Bad Gleichenberg, Dorf Gleichen-berg. Feldbach, RiegerSburg und Fürstenfeld; i« Bezirke Graz: Deulsch-Fetstritz, Frohnlmen. Eugen« berg, Gratwein. Judendorf. HaselSdorf, ^.obelbad, Mariagrün. Mariatrost. Peggau, Stübing. Laßttitz« ^ döhe. Semriach. St. Stefan ct. G., Uedelbach, , Gösting und St. Veit; im Bezirk« Grödmtng! Aussee Markt, A'taussee, Grundlsee, Mmerndors, Rtilern. Straßen. Grödming, Oeblam, Stainach, Ramsau mit Austriavülte, Schlaaming und ^>rd-ning; im Bezirke Harlberg: Harlberg. Pöllau und Sl. Johann-Herberst-in; im Bezirke Judenburg: Judenburg, Obdach, «nittelfeld. Rachau, Groß» lobming und Oderzeiring; im Bezirke Ltldnch: Leidnitz, Wildon und Ehrenkaufen; im Bezirke Leoben: Leoben, Trofaiach, Vordernhera, Eisenerz, Radmer, Hieflau, Mautern. Wald und Kallwang; im Bezirkt Siezen: Altenmarkt, St. Gallen, Garn», Wildalpen. Admont, Siezen, Gstatterboden. Rotten» mann. Trieben, Vertbüchl. Selztal und Groß. Reis-l»ng: im Bezirke Luttenberg: Bad Radetn unl> Luttenberg; im Bezirke Murau: St. Lambrechl. Murau, Neumarkt. Scheifling. Bad Einöd, »^ber-wölz und Tarsenbach; im Bezirke Pettau: Sauer-brunn; im Bezirke Radker»burg: Radk.rSburg, Bad Klöch und Mureck: im Bezirke BoitSberg: Vo««-berg Köflach und Ligist; im Bezirke Weiz: Anger, Passail, Ravegund, St. Ruprecht. Weiz. EibiSberg. Fladnitz. Puch. PischelSdorf und Birkfeld; im Be-zirke Windiichgraz: Windischgraz, Schönstein und Bad Topolschitz. Ferner sind felbstverständlich auch die autonomen Städte Graz. Cilli, Marburg und Pettau zur Ausfüllung der statistischen Fragebogea zu veranlassen. I
Aluglchrift über das Autfek. D,e bereit» angekündigte Flugschri't deS Vereines Südmark über das Julfest ist nunmehr unter dem Titel Zulseft-Wintersonnenwende, Weihnacht im Verlage diejcj Vereines erschienen und zum Preise von 2U Hellern i von der VereinSkanzlei in Graz, Herrengasse Nr. 3 zu beziehen. DaS von der Deutschen BereinS-Druckerei in Graz einfach, aber hübsch ausgestattete Büchlein enthält eine Abhandlung von Aurelius Polzer uder das Wesen und die Bedeutung des Weihnachtfeste» ; und seiner Bräuche im Zusammenhange mil dem Zulfeste der alten Germanen, eine Festrede von Dr. ^ Roben von Fleischhacker und eine Auswahl einschläg:-ger Gedichte und Sprüche.
Ki«e wichtige Meueruug im Briefmarken, druck. Bei mehreren Postämtern steht probewetse eine BriesabstempelungSmaichine in Verwendung, die den Postbeamten die retn mechanische, ermüdende Tätigkeit de« Briesabstempeln« ersparen wird. vor allgemeiner Einführung dieser Neuerung wir» «ine noch wichtigere Maschin«, die den Aufdruck von Briefmarken auf alle Kouvert«, Karten u. ro. besorgt, eingeführt werden. Die .eleklroauiomatiiche Markendruckmaschine" steht derzeit im Zentral« stempelamte in probewetser Verwendung, und dte Bersuche daben ein so günstige« Resultat ergebe», daß die allgemeine Einführung derfelbm a» 2. Jänner 1903 erfolgen wird. Die Maschne besorgt felbstiätig den Aufdruck der Briefmarko, auf alle zur Postdesörderung bestimmten Kouoer'» und Druckwrten. Dieselben werden von der Mv schine selbsttätig eingelegt, abgestempelt und au»ge« warfen. Diese Neuerung wird in»be'ondere sür v» Geschäst»well von großem Vorteile sein, denn e» wird hiedurch die umständliche Markenoerrechniui und da» lästige Markenausk eben vermieden. De» Staate wird die Maschine groß« Ersparnisse bringe», denn durch Einführung bietet Maschine wird tut bi» jetzt in der StaaiSdruckerei mit großem Ai'-wand« von Ardtit»kräft«n btforgt« Briefmarken druck I erspart. Da sern«r auch Die VtrkousSprovifiom» für dir Britsmarken entfallen werden, so etbofft sich die Finanzverwaltung durch die Einsührtm? dieser Maschine große materielle Voneil». A werden im Zentralstempelamte di« Drucksorirn v« Geschäftsleuten und Piioaten, die auf einen großem
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.$entr«r W«chi'
Nummer 94
mich brffen gar nicht, weil ich weiß, daß benfelbe«
auch von unserer krainiichen Geistlichkeit viele er-hallen. Allerding« sind nicht alle Ihre Ansichten auch die meinen, doch habe ich gerade jetzt sür Ihr Blatt ein intensive« Interesse, jetz«. da in Steier-mark der Wahlkampf bereit« im vollen Gange ist Da ich in Steiermark Verwandle habe, interessiert mich Eure Sache noch viel mehr. Auch mir ist « bekannt, daß die Führung der umersteirischen Bauern lediglich in den Händen der slovenischen Advokaten lieg«, und daß e« den slo eni'chen Bauern deshalb jehr schlecht geht, doch Gon fei e« geklagt, das, diefe A vokalen noch von der unlersteirifchen Gel» lichkeit unterstützt werden. Ich bin ein alter Mann und betrachte schon eine Reihe von Jahren unsere krainischen Wahlen, die mich besonder« in der letzten Zeit geradezu anekeln. Unsere Gei.lichkeit, be-fonder« der Nachwuch«. ist viel zu weltlich geworden. So waren wir Alten niemals! Ich weiß, woher da« alle« kommt, e« komm« durch den Druck von oben. Bei Euch in Sl«iermark scheint da« Umge kehrte der Fall zu fein! Bei Euch geh« der Du ck wahrscheinlich von unten nach oben! De«balb dürfen Sie sich nicht wunderr. daß auch ich, ein alter, pensionierter Geistlicher, von dem fortfchr tt-lichen Gebä lken begeistert worden bin, zumal »ch sehe, daß besonder« bei un« von der Geistlichkeit unser heiliger Glaube mißbraucht und von der-selben al« Hauptfaktor ,m Wahlkampfe angewendet wird, obgleich zwischen den Wahlen, werden selbe nun sür die Gemeinde, für den Reich«ral oder für den Landtag ausgeführt und zwischen dem Glauben gar kein Zusammendang besteht. Bei un« hat man so^ar da» Allerheiligste ausgesetzt und vor dem-selben Belstunden abgehalten, aus daß die Wahlen sür die Klerikalen günstig ausfallen sollten. Und öfter« geschah e«, daß derjenige Wahlwerber, für den derlei Betstunden abgehalten wurden, glänzend durchgefallen ist. und so haben die verblende«» Poliiiker sogar da« All.rheiligste unsere« Glauben« lächerlich gemacht. Und de«hald bin auch ich gegen den Klerikali«mu«'. Uebrigen« herrsch, in unserer Lande«veriretung schon mehr denn zehn Jahre die fortschrittliche Partei, sie hat dieselben taisächlich in ihren Händen, doch wurde darin nicht ein ein-zige» Gesetz gegen den Glauben, gegen die Kirche beschlossen, denn der Landtag hat mil dem Glauben nicht« zu lun. Die« schreibt ich Ihnen al« oUer Pfarrer, vtrwtndtn Sit bitst Zeilen, wenn Sie glauben, daß ditstlben irgtndeintn Nutzen bringen
werden' ..
gin Mraket! Di? „Burschenschafilichen Blätter- brachten kürzlich eine Mitteilung, der zu-folge die Aitti-Alkoholdewegung auch in den Kreisen ver deutschen Studentenschaft festen Fuß zu fassen beginnt. Da« Prager erztschtchifch». «hoch — deutsch (!) gtfchriebene Blatt „Politik" druckte diese Mitteilung ab. fügt» ihr jedoch dit gtistlost Gloffr bri: „Wenn dit dtulschen Studenten da« Trinken aufgeben würden, so wäre da« wirklich e n Mirakel." Ditst Glosse wirkte faszinierend auf den „verantwortlichen" Scherenmann der windifchen .Pest", auf deien eigenem Mtste ohnehin nicht« gedeiht; er war wieder um eine Arbeit leichter. Am anderen Tage prangte sit witdtr in der „Pest" Die „Marburger Zeitung" erimurt nun die .Süd» st«irische" daran, wa« dieselbe tschechische Prager „Politik" vor ungefähr drei Monaten über da« — Saufen der Windifchen schrieb. Damal« schrieb da« Tschechenblatt: „Weil den Slovenen die Mög lichkeit der Habilitation benommen ist. bleiben sie in der Heimat, mit Freunden nach aller Weise den Becher leerend." Man versteht diese zarte Um-fchreibung. Da« hat damal« die .Pest" nicht herausgeschnitten und abgedruckt, — wahrscheinlich dachle sie sich, daß bei ihren Leuten «'n solche« „Mirakel" wie bei den Deulfchen gar nichl zu er-hoffen ist!
„Tukaj". Bei der Kontrol«verfammlung. welche am Donner«tag in Laibach stattfand, meldete sich ein Reservist mil .tukaj*, statt mit „hier". Er wurde an Ort und Stelle zu fünftägigem, ver« schärf,en Arreste verurteilt. „Narod« bemerkt hie-zu: „Dit militärisch»» Kreise können überzeugt sein, daß die nich,deutschen Nationen ein solche« Vorgehen sich g u t m e r k e n." Die Auslegung dieser kompetenten Aeußerung überlassen wir den — militärischen Kreisen. E« soll schon bei der am Monlag be-ginnenden Schwurgerichl«lagung zu einer Gegen-kundgebung kommen.
„Kindische unter sich." Unter dieser Ueber-fchrift baden wir kürzlich einen Vorfall erörtert und hiebei daS Benehmen eines gewissen Vekoslav (Alois) Potoinik der .»ritik umerzogen. Hiebei wurde dieser AloiS Pototnik irrtümlicherweise als hin& mir liiriiiit rirfltiflstellen.
Selbstverständlich hatte die erwähnte Notiz mit dein hiesigen Auskultanten Rudolf Potoönik gar nicht« zu tun und es ist uns felbstverständlich nicht beige-fallen, diesen u»S gänzlich unbekannten Rudolf Potoinik in irgend einer Weise einer unehrenhaften Handlungsweise zu bezichtigen. In der erwähnten Notiz war ja auch nur von einem Alois (Velos-lav) Potocnik die Rede.
AiehdieSstahl In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag wurden dem Besitzer Binzenz M a h e r in Dirnbüchl aus dem Viehstalle zwei schöne Stück Milchkühe roter Farbe gestohlen. Der Dieb-stahl geschah so lautlos, daß man erst am Freitag morgens zur Melkzeit das Fehlen der beiden Kühe — der ganze Viehstand des Besitzers — bemerkte. Die Vermutungen gehen dahin, daß die Diebe „gute Bekannte", die den Hausbrauch kennen, gewesen sein müssen; auch ist der Umstand auffällig, daß die Tiere gerade vor oder an einem Markttage gestohlen wurden und glaubt man auch, daß >ie aus den Markt zu Windisch-Landsberg zum Verkaufe getrieben wor den find.
Hemeindewahlen i» St Warei» bei ßrlach-stein. Nach langer, willkürlicher Hinausschiebung de« Termine« für die Neuwahl de« Gemeinveau«-schusse« muß,e die bisherige slooenischliberale Ge-meindeoerlrelung doch einmal da u schreiten. Am 19. November fand Diefe endlich stall, ohne daß die dtulichen oder flootnischklerikalen Wähl« da« Glück gehabt bätten, von ver Vornähme der Wahl überhaupt etwa» zu wissen. Ob dit gesetzmäßige Verlautbarung stattfand, tonn vorläufig nicht kon-statten werden, poch strht e« fest daß die orl»-übliche Verlautbarung nicht erfolgt ist, ebenso daß di« Gimeindt Umgebung St. Martin, wtlche »ine größere Zahl von Wählern zu entsenden gehabt hätte, von dieser Neuwahl keine Kennini» erhielt. Durch diesen Vorgang kamen mindesten« 100 Wähler um ihr gute« Wahlrecht. Die k. k. BezirkShaupt« mannschas, täte gut daran, bezüglich diese« ui.ge-setzlichen Vorgange« der schuldtragenden t»emeinoe-Vertretung auf die Kappe zu gehen.
Annd der Zlaturßeilvereiue Steiermarks. Am 16. d. M. nachmittag« fand im Holel „Pos," zu Brück a.jül. aus Grund der vo» der k. k. steier-märkischen Statthalter« genehmigten Satzungen unier Beteiligung der Vertreter der Naiurheilvereine von Graz. Leoben. Brück. Knitt.lfeld und Mürzzuschlag die konstituierenoe Versammlung de« Bunde« der Naiurheilveieint Sltiermark« stall. Hiebei wurde Herr Hugo Grimm. Lehrer und Hausbesitzer in Graz zum Obmann und Herr Simon Kolilsch, SäaewerkS-und Gasthau«befitzer in Leoben, zum Obmann-stellverlreter gewählt. Al« Sitz der BundeSleilung. welche au« sechs Mitgliedern besteht uno welcher außerdem zwei Schatzprüfer zur Seile steden, wurde Graz bestimmt. Zum BunveSorgan wurde vor. läufig da« in Warn«dorf erscheinende „Resormblatt" au«ers«hen. SatzungSgemäß bezweckt der Bund vor« nehmlich die Erkenntni« und Förderung der natur-gemäßen Gesundheitspflege und Lebensweise, bezw. die Verbreitung der Naturheilkunde: Zur Erreichung deS erstgenannten Zwecke» strebt der Bund die Schaffung emeS BundeSheimeS an, alS Sammel-platz der gemeinsamen geistigen Interessen der Bundesmitglieder und al« Erholungsstätte, wo auch vernünftige LeibeSzucht und zweckmäßige Bewegung«, spiele geübl werden sollen. Den zweiten Zweck hofft der Bund unter anderen durch Errichtung einer BundeS-Naturheilanstalt mit besonderer Berück-sichtigung der Sonnen- und Luftbäder zu erreichen. Die befriedigende Durchführung dieser praktischen Ziele wird von der Teilnahme und Mitwirkung der Bevölkerung, welcher die Früchte dieser Untere nehmung zufallen, abhängen.
Südmark Neujahrskarte. Bei dem Heran-nahen der Jahreswende sei den Mitgliedern rnid Freunden der Südmart und jedem Deutschgefinnten die nach dem Entwürfe des Münchner Meisters HanS Stockmann in der Grazer Kunstanstalt von Oskar Rohr ge'chmackvoll ausgeführte Neujahrs-Postkarte des Vereines Südniark wärnifiens em-psohlen. Sie ist bei allen Papierhändlern und Tabak-verschleißern zu haben und kann auch durch die Ver-einskanzlei in Graz, Herrengasse Nr. S bezogen werden. 1 Stück kostet 0 Heller. luO Stück koste»
3 Krone». . . „ .
Aremdenaatioue« in Steiermark. Der Au«-schuß veS LandiSoerdanbeS für Fremdenverkehr hat in .einer Eingabe beim Ministerium deS Innern mehrere Abänderungen der Vorschrisl über die FremdenverkehrSktatistik vorgeschlagen. ES handelt sich dabei um die Zählung nach AufeitthaltSiagen, die allein eine richlige Werlbestimmung ermöglich« und andererseil« um die Vereinfachung der Tabellen durch Ausscheidung »berstüssiger Rubriken Bei > diesem Anlasse hat der VerbandsauSschuß auch da«
Verzeichnis der Orte' sür die da« Ministerium de« Innern die statistische Nachweisung insbesondere vor« geschrieben bat. »m Sinne der Verordnung vom 16. April 1892 eraänzt. Danach wären in die verkehriftatistischen Erhebungen folgende Fremden-stationen einzubeziehen: im Bezirke Brück a./M.: Asien;. Buchberg. Turnau. Seewiesen. Brück, kapfen-berg, Bad Sleinerhof. Marein. Kinvberg, Beilsch, Asch dach. Weichselboden, Gußwerk. Wegicheid, Goll-rad. Halllal. Mariazell. Ganz. Kapellen, Mürzsteg. Lanau, Krampen. Langenwang. Mürzzuschlag, Neu-berg. Spital a./S.. »rieglach. Mitlerndors, Breitenau (mit Schüfserlbrunn), Pernegg und M>xnitz; im j Bezirke Cilli: Franz. Legartal. Sulzbach. Bad Neu-hau«, Röme'bad. Bad Tüffer und Fraßlau; >« Bezirke Deutschland«derg: Deut,chland«bera. Siamz, Schwanderg. EidiSwald und Groß-Floriaa: >m Be-zirke Feldbach: Bad Gleichenberp. Dorf Gleichen-berg. Feldbach. Rieger«dur» und Füistenseld; im Bezirke Graz: Deutsch-Feistritz. grohnleuen. E.'gen« berg, Gratwein, Judendorf. HaseUdors, Tobelbad. Mariagrün. Mariairost. Peggau. Stubing. Laßnitz-Höhe, Semriach, St. Susan a. G.» Uebelbach, «»östing und St. Veit; im Bezirke Grödming: Aussee Markt, Altaussee, Grunvlsee. Mmerndorf, Reitern, Straßen, Grövming, Oedlam, Stainach. Ramsau mit Austriadütte. Schlavming und Jrd« ning; im Bezirke Harlberg: Harlberg. Pöllau und Sl. Johann-Herbersiein; im Bezirke Judenburg: Judendurg, Obdach, Knittelfeld. Rachau, Groß-lobming und Oberzeiring; im Bezirke Leibnitz: Leidnitz. Wildon und Ehrenbausen; im Bezirke Leoben: Leoben. Trosaiach, Vorvernbera. Eisenerz. Radmer, Hieflau. Mautern. Wald und Kallwang; im Bezirke Liezen: Altenmarkt, Sl. Gallen, Gam«, Wildalpen. Admonl, Liezen. Gstalterboden. Rotten» mann. Trieben, Ver«büchl, Selztal und Groß. Reif-lmg; im Bezirke Luttenberg: Bad^ Radein un» Lulienberg; im Bezirke Murau: Sl. iambrecht, Murau, Neumarkt, Scheisting. Bad Einöd, Ober-wölz und Tarsenbach; im Bezirke Peilau: Sauer-brunn; im Bezirke RadkerSburg: RadkerSburg, Bad Klöch und Mureck; im Bezirke VoilSberg: VoilS-berg Köstach und Ligist; im Bezirke Weiz: Anger, Passail, Ravegund, El. Ruprecht. Weiz. EibiSderg. Kladnitz. Puch. PischelSSvif und Birkield; im Be-zirke Windiichgraz: Winoischgraz, Schönstein und Bad Topolschitz. Ferner sind felbstverständlich auch die autonomen Städte Graz. Cilli, Marburg und Pettau zur AuSsüllung der statistischen Fragebogen zu veranlagn.
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Kiue wichtige Neuerung im Briefmarken-drvlk. Bei mehreren Postämtern steht probewetse eine BriesabstempelungSmaschine in Verwendung, die den Postbeamten die retn mechanische, ermüdende Tätigkeit deS Briesabstempeln« erfparen wird. ^!och vor allgemeiner Einführung dieser Neuerung wirb eine noch wichtigere Maschine, die den Ausdruck von Briefmarken auf alle Kouvert«> Karten u. to. besorgt, eingeführt werden. Die „elektroaulomatijche Markendruckmaschine" steht derzeit im Zentral, stempelamte in probeweiser Verwendung, und die Versuche haben ein so günstige« Resultat ergeben, daß die allgemeine Einführung derselben a» 2. Jänner 1903 ersolgen wird. Die Maschine besorg« felbstiälig den Aufdruck der Briefmarke, auf alle zur Posidesörderung bestimmten Kouveri« unv Drucktorten. Dieselben werden von der Ma« schine selbsttätig eingelegt, abgestempelt und au«ge-nocsen. Diese Neuerung wird in«bejondere für die GeschästSwelt von großem Vorteile fein, denn ei wird hievurch die umständliche Marktlioerrechnunj und daS lästige Markenausk eben vermieden. De« Staate wird die Maschine große Ersparniffe bringen, denn durch Einführung dieier Maschine wird dn bis jetzt in der StaatSdruckerei mit großem Auf-wände von Arbeitskräften besorgte Briefmarkendnil! erspart. Da serner auch die VerkousSprovisione, für die Briefmarken entfallen werden, so erhofft sich Die Finanzverwaltung durch die Einführuiq dieser Maschine große materielle Voneile. E« werden im Zentralstempelamt« die Drucksorlen von Geschäftsleuten und Ptivaien, die auf einen größere«
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Aahr und KiehmärKte in SteiermarlAm 2l. November: Graz. Stechviehmarkt nachdem Schlachthaus?. — «ritt«», Z. u. B. — St. &gcn on der Stainz. Bez. Ober-RadkerSburg. Z. -St. Georgen am Tabor, Bez. Franz. Z. u. V. -W.-Ltmdsberg, Bez. Drachenburg. I. u. V. — Sbel-kirchen. Bez. Gleisdorf, I. u B. — Am 2!No-bnnber: Graz Getreide-. Heu- und Strohmai am Gricö, Holzmarkr am Dietrichsteinplatz. — Um, Echweinemarkt. — Ehrenhausen. Bez. Leibn I. u. B. — Am 23. November: Windisch-Feistr Z.
8. — Am 24. November: St. Margaret« a. d. Pößnitz, Bezirk Marburg, B. — Schönste Z. u. B. — Semriach, Bez. Frohnleiten. I. u. ^ — «m 25. ?iovember: Dobje. Bezirk Drachenbu» I. u. B. — Gnas, Bezirk Fe^bach, I. u. i — Harlberg. Z — Heiligen Geist bei Lotsche. tirk Honobitz, I. u. B. — St. Kathrein am Haueein. Lez. Bot au. I. — Neumarkt, I. u. V. — Pau, 3. — Stainz. Z. u. B. Stanz, Bez Kindrg. Z. Bidem, Bez. Rann, B. — Weiz, Z. i&.
— Friedau, Schweinemarkt. — Wildon. Z. rV.
— Leibnitz, Monalsviehmarkt. - Am 26.
ber: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkvm Erics-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Ar« turg. B. — Scheifling, Bezirk Murau, B. —lm 27. November: Graz, Hornviehmarkt nächst «tn Echlachthause. — Rann. Bez Pettau, Schnnc-«arkl.
vermischtes.
Si« politischer Witz. Bei der diefertagim »»gariichen Wehrausschuste ftattgesundenen Deltie iber die g plame neue Bluisteuer wie« der A,e» »rdneie Pichler aus die gleichen Verhandlungen« Deflerrridj und Dubei be>onber« daraus tin, iß ite Tschechen wie gewöhnlich nicht« bewilligen, mm h nicht auch neuerliche nationale Forderuirn rrsüllt werden. Redner fragte, ob der Lande««. «digung«minister e« unter solchen UmftändenSr «uSgeschlossen Halle, daß die tschechische Sprhe !i«st als Dienstsprache im Heere e ngeführt weie, um Beispiel im Fülle eine« Thronwechsel«. LanS» >er>eidigungtminlster Baron F.jervary erwidert it 5»«nor. ei könne vielleicht auch Zeiten geben, »o >ie Leute aus den Händen gehen werden. In h. thbarer Zeit jedoch werden die Bekürchtunm ZichlrrS nicht in Erfüllung gehen. Wie Figu» ng», icheint man in militärischen «reiten gar k« Verständnis sür den tschechischen Größenwahn w aben; die Generale machen sich über ihn lusti.
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Kunststickerei. Eine der ältesten Industrien l die Kunststickerei, denn sie reicht schon in die »hesle Zeu Der menf lichen Kultur zurück, sie thi ebenbürtig neben der Malerei; haben e« doch t größten Meister aller Zeiten, wie Raphael Sanzio, ch un,er ihrer Würde gefunden. Entwürfe für .»ckeieien zu zeichnen. Im Altertum galten die hrigier al« die Erfinder der Stickerei, da» heißt »er Kunst, di, mit bunten Wollsäden auf texilem »ergründe Muster und Figuren au« der freien schafft. Nach dem heutigen Siand der Mischung haben die Phrigier dirs« Ferii keit von ii Babyloniern übernommen, die sie ihrerseits »hricheinlich von den Jndiern erhalten haben. » Mose«' Zeiten galt Ahaliob au« dem Siamme im al« Künstler in der Nadklmalerei. Die Frauen « Eidon wa en schon vor dem trojanischen Krieg t tüchtige und sehr gesuchte Stickerinnen bekannt. « Handhabung der Nadel liegt vornehmlich im
„Ürtttr*« Wicht-
Berufe der Frau; wie sie e« war. die auf dem Wedestudl daS Linnen erzeugte, war sie e« auch, d>« farblosen Stoss mit bunten Blumen schmückte. Die dekannieste Stickerin de« Altertum« ist un-zveif.lhoft Penelope, d e schöne Gemahlin Odisseu«; währen» ihr Mann vor Tro'a focht, saß sie zuhaust auf Jlhaka und fertig e kunstvolle Stickereien an. Man bemühte sich, ihr einzureden, daß ihr Mann längst am Skamander geblieben, man verlangt« von i r. daß sie einen anderen Herrn erwähle. Dem Tränge > der Freier mußt« Penelope nach» grben, doch erklärte sie. erst dann sich zu einer neuen Heirat entschließen können, wenn sie die eben begonnene Stickerei beend« haben w.rde. Die treue Frau zerstörte jeboch nacht« immer ihre Tage«-arbeit, setzte diese Tätigkeit so lange fort, bi« Odysseu« heimkehrte, der dann sein Hau« in der bekannten Wei t von den unliebsamen Gästen be-freue. So findet man die Stickerei im Mitlelalter auch al« beliebte Kunst, erfreut sich doch der T ppich von Bayeux der größten Berühmtheit. Er wurde von der Gemahlin Wilhelm de« Eroberer«, de« ersten Normannen-König« von England (1114) an-geiertigt und stellt in zahlreichen Figuren, die He^e«züge de« König« dar. Da« achizehvte Jahrhundert, welches für die Kunst ei.ien allgemein, n Verfall bedeutn, war der Stickerei fedr günstig. Von Frankreich kam unier Ludwig V1X. die Mode gestickter Herrenkleider auch nach Deutsch-land herüber; tn unterschiedlichen Sammlungen finden wir heute noch Seiden- und Tuchröcke. deren Reoer« und Schöße mn bunier Stickerei bedeckt sind. Noch bi» in« XIX. Jahrhundert hinein finden wir gestick-e Uniformen und Siaat«kleider, sie werden jedoch seltener und seltener. Die Diplomaten, die österreichlichen Geheimräte und die vierzi, „Un-sterblichen" der französischen Akademie sind fo ziemlich die letzten Träger goldbestickter Prunkgewänder aus europäischem Boden. Daß man et auch versucht hat, die kostbare Stickerei aus mechatu-schein W«k« herzustellen, ist wohl selbstverständlich, bisher bat man «rsreulicherweis« keine be-sonderen Resultate zu erzie.en vermocht, und könnte man <>l« einü,er> Bevelf zu dieser schönen hau«-lichen Kunst die Nähmaschine nennen, welche aller-ding« eine wirksame Unterstützung der schaffenden Hand ist. Man kann daher nie sagen, da» eine Stickerei, au«gesühr« aus der Nähmaschine, eine Maschinstickerei ist, denn wer der glückliche Besitzer einer Nähmaschine ist. ist noch immer kein Kunst« sticker, daher verliert die Arbeit nie ihren jkunst-wert, sie ist ebenso da« Original wie die mit der Hand geschaffene Nadelmalerei. Wo« jedoch die Näh-naschin« zu leisten imstande ist. da« ha« man im Borjahre in der in Wien I, Kärntnerring 4, veranstalteten Kunststickerei.Ausstellung der weltbe-rülzmien Singer Eie. Nähmaschinen - Aktien-Gesellschaft. welche auch bei unS in Cilli. Bahnhofgafs« 8, ihr« Niederlage mit VerkaulSladen ha«, gesehen, wo wahr« Kunstwerke der Nähmaschine ausgestellt waren, welche auch von Sr. säuerlichen Hoheit dem Herrn Erzherzog Rainer, vom Ministerprä-sidenten Tr. v. Konber, vom UnterrichtSminister R t«er r. Harte!, von sämtlichen Wiener Schulen und von 100.000 anderen Besuchern besuch« wurde und allgemein« Anerkennung fand; so veranstaltet« diese Firma auch jey« in Innsbruck eine Au«-stellung moderner Kunststickerei, und wurde auch bteie von Sr. kaiserlichen Hoheit dem E-zherzog Eugen besuch«, dessen vollste Anerkennung sie fand. Betrachtet man die Arbeiten der Original«Singer-Zentral-Bobbin-Nähmafchine. auf welcher man »m-stände ist. die feinste Nähaib.i« zu l«,fern und gleich danach durch eine kleine Aenderung die schönsten und schwierigsten Stickereien auszuführen .wie Bunt-stickerei, Schnur- und Monogrammstickerei, Waffel, und Smyrnastickerei. Applikation, Hohlsaum- und Durchbru^ »arbeiten, so hält man dieselbe nicht «ehr sür «ine gewöhnliche Nähmaschine, sondern sür «ine gütig« Fee, die einem die schönste Zer. st reuung. die sich einer Frau biete«, gib«, die un-enldehrlich «n jedem Haushalte und auch ein wichtiger ErwerdSzweig ist. J. L.
Zehntes deutsches Zürntest in Zlürnöerg. Wie bereit« b sannt, finde« diese« Turn fei« der ge-samten deutschen Turnerschas« im Jahr« 1903 in Nürndtrg statt. Nach bem Wunsche der Feststadt wird da« Turnfest in den Tagen vom 18. bis 22. Juli abgehalten werden. Die Festturnordnung wird folgende turnerisch« Uebungen umfassen: all-gemeine Ueburgen. Turnen der Ausländer, Turnen d«r Kreis«, und zwar als Pflichtübung «in« Gruppe der allgemeinen Uebungen und al« felbstgewShlte Uebungen ein Gememturnen an Geräten im KretS-verbände oder in Gauvnbänden oder ein Muster, riegenturnen, oder ein allgemeines Riegenturnen u. s. w., Sondervotführungen einzelner Gaue, Ver.
Smmmer 94
eine oder sonstiger Teilnehmergruppen, Weiturnen u zw.: SechSkampf. Dreikampf einschließlich Rin-gen, Turnspiele alS Muster, und Wettspiele. Fechten als Schul- und Kürfechlen. Kürturnen. Hiezu kommen noch: Turnen und Turnspiele von Schülern und Schülerinnen und von Frauenadteilungen. Die turnerische Festarbeil beginn« mit der Sitzung des Kampfgerichte« und endet mit der Verkündigung der Sieger. Dem Feste werden di« üblichen Turitfahrten angefchlossen. Di- Aussch iffe haben sich bereit« mit vielem Eifer ihre Aufgabe zurecht« gelegt und durch Bildung von UnterauSichüsien eine mehrfache Teilung der sehr umfangreichen Arbeit eintreten lassen. An der Spitz? d r Ausschüsse stehen ausgezeichnete «aikeätnge Männer. Al« Festplatz wurde da« LudwigSseld, ein ehe. maliger Exerzierplatz, über 20 ha groß, von seinem Etgeniümer, dem Forstärar, ,ür die Zeit vom I. April biS 15. August 1903 gepachtet. Er hat eine recht günstige Lage, unmittelbar an ber Eisen-und Straßendahn im Südosten der Stadt am Walde in der Nähe de« herrliten DutzendteicheS. Der erste Vorsitz.nde de« Finanzausschusses, Karl Heim, Kaufmann und Gemeindeberollmächt.gter, ha« in hochherziger Weife 40.000 Zliark hinterlegt, damit die vorläufige nötigen Ausgaben destritten werden können. Heil!
Nichters Anker- ^teinbankaken haben ein« so großartige Vervollkommnung erfahren, daß alle Eltern, gleichviel, ob sie bereit« einen Steinbaukaste» besitzen oder nicht, sich eiligst die neue reichillustrierte Bau' kästen-Preisliste kommen lassen sollten, um die hoch-wichtige Steuerung betreffend Anker-Brückenkasten Tennen zu lernen. Auch wird man darin Nähere« über di« herrlichen Legespiele »Saturn^ und „Meteor" finden. E« sind die« neue Spiele, die eigenartig geformte Steine und hübsch gefärbte Kugeln mit prächtigen Vorlageheftea, mit allem Zubehör, sogar mit einer Spielplatie für die Gesell chaitSspiele .Mühle' und „Dame", in einem eleg»nlen Kasten für wenig Geld dringen. Die Vor^ lagebilder sind in ihren geschmackvollen Mustern chne Konkurrenz. Für junge Mädchen, die in di« Anfing«, gründ« der Stickerei eingeführt werden, für Knaben, deren Farbensinn und Schönheit«gefühl im Spiele au«> gebildet werden soll, gibt e« kein besseres Geschenk als die genannten Spiele. Alle« Nähere betagt die Preisliste. Man schreibe einfach eine Korrespondenjkarie an F. Ad. Richter & Kie., königliche Hos> und Kammer-lieferanten in Wien, 1. Qperngasse 16. woraufhin die Zusendung der farbenprächtigen Preisliste sofort grali« und franko erfolgt. Beim Einkauf weife man im eigenen Interesse jeden Sieinbaukasten ohne die Schutz-marke „Anker' al« unecht zurück.
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In der Sitzung deS engeren Ausschusses vom 19. November 1902 wurden den Stadtgemeinden Böhmisch - Le'pz. WolfSberg und Olmütz. den Ge-meinden Maria - Kulm, Mahn?ch - Koyendo« und Kuue«, der Kreditbank in Olmütz und dem OrlS« schulrate in Strittjchitz für gewäyne Beiträge und Spenden der geziemende Dank abgestattet.
UnterstützungSbeiträge wurden bewillig«: den Schulen in Palai, Jnnerfloruz, Außerfloruz. Gereut und Luserna für HandaibeuSmateml, für den HandardtiiSunterrichi. sowie Miete d,s Schul-zimmer« und der Lehrerwohnung in Jnnerfloruz. Für Erfordernisse verschiedene; Schulen im Fersen» tal wurde ein Kredit bewillig«.
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Anläßlich des Eintrittes der kalten Jahreszeit werden die Bestimmungen des § 40 der Stroßenpolizei.Ordnung für die Stadt Cilli der strengsten Darnachachtung in Erinnerung gebracht
§ 40 lautet:
Bei eintretendem Schneefalle oder Glatt-eise müss.n die Trottoire und Fußwege, und wo sich keine solchen befinden, die Straße in einer Breite von 15 Meter vor dem Hause täglich, und wenn nötig, auch mehrmals deS Tages bis auf eine möglichst dünne Schichte vom Schnee und Eis gereinigt und mit Sand, Asche, Sägespänen oder anserem ge-eigneten Materiale bestreut werden.
Da« Bestreuen muß jedesmal bei Be-ginn deS BerkrhrS, d. i. bis 8 Uhr morgens vollständig durchgeführt sei».
Aus den Hofräumen darf kein Schnee auf die Gasse geworfen werden, sondern die Hauseigentümer haben selben auf eigene Kosten wegschaffen zu lassen
Ebenso sind die Hauseigentümer ver-pflichtet, bei starken, Schneefalle, auf geschehene behördliche Ansage de» Schnee von den Dächern zu räumen, für die Fortschaffung und dafür zu sorgen, daß die Vorübergehenden durch ein sichtbares Ze chen vor Beschädigung ge-warnt werden
Dawiderhandrlnde werden im Sinne der Bestimmungen des § 56 Strahenpotizet-Krönung bestraft.
S t a d t a in t Cilli, am 19. November 1902.
Der Bürgermeister-Stellvertreter:
7737 I»l. $aKns<$.
M1IER8
Konversations-Lexikon
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Aufteilungen Venedig 180»; Kl.l 1894; Am.ter-dam 1804: Berlin 1805; Part« '»Ob; Quebeo 18%; Onebao 1897; Tarin 1898; Canaa 1S0..; Neapel V 1900; Paria 1900.
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vormals Hiftersperger
ab 1. Jänner 1903 gegen einen IahreSpachtzinS von 350 Kronen
verpachtet wird.
Anbote sind bis 15. Dezember 1902 beim gefertigten Stadtamte einzubringen, wo auch die näheren Bedingungen bekannt gegeben ^ werden. Stadtckmt Killt, am 19. ?!ovemder 1902.
Der Bürgermeister Stellvertreter: 7736 3ul. Südtusch.
Seite 10
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