s« Mtwoch, den t9. JuN 1871. X^ahrg«i«g. ?ie „Marburger Zeitun"" in» erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg: ganzjährig e fl.. halbjahrig L fl., vierteljährig 1 fl. SV kr: für Sustelluna aus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 6 kr. pr. Zeile. Errichtet Gemeindewachen l Marburg, 18. Juli. Die Unficherheit der Personen und des Eigen-thumS, namentlich aus dem flachen Lande, ist eine stehende und »vohl begründete Klage. Die Gensdarmerie ist noch Sache des Reiches; tvaS aber da» Reich für die sragliche Sichrrheil leistet, ist schnell zusammengtrechnet. da z. B. im Jahre 187V die ganze Steiermark bei einkr Be-völkcrung von mrhr als einer Million wenig über dreihundert GenSdarmen gezählt. Landlag und Bezirtsvertretungen sehen traurig und geduldig zu: sie möchten ja gerne, wenn sie nur könnten; allein lvoher Steuern nehmen sür diesen Zweck, wenn die lanm crschlvinglichen Beitrage der StaatSgenossen für andere, unnöthige Ziele verbraucht werden? Ast das gewöhnliche Verfahren, Personen und Eigenthum polizeilich zn schirmen, nicht möglich oder erschlverl. so gilt es, auf ein neues zu sinnen — eines zu ve»suchen, tvie z. B. die Ortsgcmeinde LeiterSbcrg es gelhan. Aus der Milte der Kleistgrnndbelltzer und Winzer lvurden zwölf Männer gewählt und förmlich angestellt. In der Regel werden sie bloS zu Elreisungen verwendet, in besonderen Fällen nur, lvenn eine Anzeige gemacht lvorden oocr ein hoher Verdacht vorliegt. Für eine solche Streifung bezieht der Wachmann fünfzig Kreuzer — die Verhaftung eines Verbrechers oder die Wegnahme der gestohlenen Sache wird mit zwri Gulden aus der GeMcindekasse belohnt. Erkennt man diese Wächter an einem besonderen Zsjchen (in Leitersberg an einem iveiß-grünen Armbande), zumal an einem, welches von den G.iunern nicht so leicht nachgeahmt werden kann, wie z. B. ein Melsingschild «it dkM Namen der Gemrindc an gleichsörmtgen Kopfbedeckungen und bewaffnet man dirse Leute mit Seitengewehren, so diirften sie ihrer Bestimmung wohl genüge». Zu solchen Wachmännern »verde» nur Jene ernannt, welche das Vertrauen der Gemeindevertretung getueßkn, die Bewohner der Gegend, Weg und Steg sehr g'Nau kennen und ihren Wohnort selten oder nie wrchseln — lauttk Bedingungrn. ohne die eine geeignete SicherhrilStvache nicht denkbar. Die Belastung der Gemeindekasse ist nicht beträchtlich und wird um so geringer, je häufiger die Enl-deckungSpreise von den Eigenthüinern selbst gezahlt werde«. Entschließen viele Gemeinden sich zu di.ser Neuerung, so könnle die einzelne Gemeinde den Stand der Wachmannschaft niederer ansej^en, als es z B. in Leitersberg geschehen. Würden Abgeordnete der Gemeinden miteinander über ein gleichmäßiges Verfahren sich beralhen uttd rechtskräftige Vereinbarungen treffen, so würde die Sache lves?ntlich gefördert. Käme es aber zur Bildung von Hauptgemeindeil, die als gemeinsame Angelegenheit auch die Errich' tung der Sicherheit^^lvachen erklären, dann lvnrde sich diese Ntuerung so zweckentsprechend gestalten, als wir zu hoffen nur immer berechtigt sind. Ileber die HlermePrnng der Kavallerie Die Vorlage der Regierung, betreffend die Vermehrung der Kavallerie, hat einen Mitarbeiter der „Kölnische» Zeitung" veranlaßt, folgende sachgemäße Bemerkungen an dieselbe zu knüpfen. „Die Forderung deS österreichischtn Ministe-nnmö beim Rkichsratlie zu Wien von fast einer Million Mulden jährlich zur Vermehrung der Kavallerie-Regimenler muß mit vollem Recht überall in ganz Deutschland ein peinliches Aussehen erregen. Der Kaiserstaat Oesterreich krankt an einer steten Zerrüttung skiner Finanzen, schließt alljährlich mit einem Dkfizit von dreißig bis vier-zig Millionen Gulden ab. hat daher wahrlich alle Ursache, sich der größtmöglichen Sparsamkeit in seinem ganzen Staatshaushalte zu befleißen und will nun troj^dem mitten im höchsten Frieden eine so bkdentende Summe alljährlich nutz- und zwecklos verausgaben, bloS um eine aristokratische Litt»hl,berti einiger vornehmen Herren und hohen Kavaliere zu befriedigen und seine ohnehin schon zahlreiche Reiterei noch mehr zu verstärken. Und zivar lzat man in Wien die NaivUät zu erklären: „diese Verstärkung der österreichischen Kavallerie Regimenter sri auS dem Grunde dringend nothwclidig, weil die Reiterri deS deutschen Kaiserreichs sonst so Viel stärker als die Oester» reichs sein tvürde." Daß dtr Kaiser Wilhelm zu Berlin jeKt überhaupt übet eine ungleich kräftigere HtereSmacht als der Kaiser Franz Joseph in Wien gebietet, ist zwar unziveifclh^^ft richtig ; aber dieS ist doch wahrlich kein Grund „lepteren zu zwingen" immer und itnmerausS neue zu rüsten und den Zustand deS bewaffneten FriedinS anch jetzt zum gänzlichen Ruin seiner Finanzen fortzusetzen. Würde ein wirklich aufrichtitleS Friedens- und FreundschaftSbüudniß der beiden Kaiserstaaten, die doch jetzt auch nicht den geringsten Grund zn Feindseligkeiten mehr haben, nicht daS beste Mittel sein, diese ungeheuren Friedensheere endlich zu vermindern? Und dazu ljat unS unjerc treffliche dkutsche Reiterei im letzten Kriege gegen Frankreich zwar unleugbar den größten Nutzen gebracht und doch stellte eS sich dann wieder recht überzrttgend heraus, daß eine allzu starte Reiterei in den Kämpfen der Neuzeit kaum noch ver-lvendet werden kann. Denn fast die Hälfte aller unsererKavallerit-Regimenter hat der Feind lväh» rend des ganzen Feldzuge« kaum zu sehen bekommen und die ganze Reiterei nnr einhunderl-dreiundzlvanzig todte Offiziere verloren. So sind wir der Ansicht, daß man in Wien sein Geld in der Tljat besser benützen köiinte, als jetzt noch neue Reitergeschlvader zu errichten." Ate Aotgm der franjöfischen Hltederlage. Faidlierbe's Werk über den Fcldzug im Norden Frankreichs erregt in allen militärischen und politischen Krrisen deS Landes nicht gkringeS Aufsehen. Wir tlieilen hier den Schluft desselben mit — die Antwort aus die Fr^ige: „Welche sind und welche lverden die Folgen unserer Niederlage sein?" ..Wir glanlien." schreibt der Verfasser, „daß die Ergebnisse unseres Krieges mit den Preußen sich als die Niederlage der Demokratik Europas, mindestens in gleichem Grade lvie Ker französischen Macht darstellen; und die französische Demokratie ist besiegt tvorden, weil, indem sie aufgeliört, wür-dig und rein und in Folge dessen achtbar zu sein. sie keine AuSdehnungStraft bei den anderen Völkern mehr hatte, keine Propaganda bei ihnen machte; weil sie daS Mißtrauen vieler ehrlichen Leute und wackeren Männer gegen sich wachrief, die über ihre Zügellosigkeit empört waren und tveil sie sich solchergestalt inmitten der ariftotra' tischen Mächle Europas vereinsamt und verlasien fand. Ei» einziges zivilisirteS Volk ist. in der That, in Bezug ans soziale Einrichtungen im selben Grade frei lvie wir; eS ist dieS die durch Puritaner gegründete Republik der Vereinigten Staaten; und wenn nicht der Ozean unS von ihr trennen würde, so hätte daS Kaiserreich sie nicht durch seine Sympathien sür die Sklavenhalter im Seees-sionS Kriege und durch die Augenfälligkeit feiner bösen Absichten wider sie, wie sie sich in der mexikanischen Expedition ausdrückten, sich entfremdet. Die Demokratie scheint also zu Boden geschlagen in Europa, und doch ... die Gleichheit vor dem Gesetze, die Abschaffung der Bevorrechtungen und Begünstigungen: das ist die Gerechtigkeit. daS ist daS Recht. daS ist der Aortschritt! Will daS ettva sagen, daß die Menschheit in der alten Welt wieder zurückschreiten soll? Nein! Die Demokratie ist augenblicklich zu Boden gedrückt, weil, wir wiederholen eS. sie unmoralisch und in Folge dessen ohnmächtig geworden ist. Der wahre Demokrat ist jener, welcher das Volk durch Belehrung ^daS gerade Gegentheil dessen, was in Frankreich geschieht) sittlich zu bessern sucht und ihm mit gutem Beispiele vorangeht. Aber diese Sache kann auch in Frankreich selbst geläutert werden, wenn wir eS auch noch so wenig hoffen und überdies haben wir die feste Ueberzeugung, daß unsere Besieger, die Deutschen, in ihren eigene» Augen gehoben durch die um den Preis ihreS BluteS über uns errungenen Erfolge und sortan ihrer Tüchtigkeil und ihre» WertheS sich bewußt, bald ihre Rechte als freie Menschen im eigenen Lande zurückfordern und ' I nicht mehr damit begnügen werden, um der-selbtn theilhaftig zu lverden, nach Amerika auszuwandern. Wenn dann wir unsererseits ebenfalls wi«' dergeboren und frei sind, so werden die zwei Völker ihre früheren Kriege in einer brüderlichen Vereinigung vergessen; der Rhein wird nicht «ehr eine lieißbegehrte und nur allzu okt mit Blut bespritzte Schranke, sondern ein Bindestrich, eine Lebensader sein und Europa wird endlich eines dauerhaften Friedens genießen." Zur Geschichte des Hages. Es gibt noch Richter in Oesterreich! Die Regierung hat vor dem Reichsgericht eine dreifache Niederlage erlitten und betrisft die wichtigste daS Vereinsrecht. Entgegen der Anschauung der nieder-österreichischen Statthalterei und des Ministeriums des Innern fand das Reichsgericht, daß keine gesetzliche Bestimmung es Verwehre, Versammlungen eines Vereines auch außerhalb des satzungsgemäßen SipeS abzuhalten, und daß es dem Gesetze Zwang anthun und dem Spiachgebrauch lviderstreiten würde, die Abhaltung von VereinSsitzungen der Bildung von Zweigvereinen gleichzustellen. Esgebe mehrere Bereine. die Wander-versammlungek abhalten und seien diese nicht als gesetzwidrig angesehen worden; waS aber bis jetzt gesetzlich gewesen, könne nicht plötzlich als unjze-sttzlich gelten. Auf die Erklärung, welche das Ministerium abaeben ließ, daß der fragliche Verein (in Mistelvach) staatsgefährlich sei. wurde keine Rückficht genommen. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist beim Siegtsein zuge der Truppen in Ms»nchen vom König mit Herzlichkeit, von der Bevölkerung mit jubelnder Begeislerung empfangen worden. Unter gewöhnlichen Ver» hältnifsen würden wir aus einen solchen Empsang kein besonderes Gewicht le^en — warum? das wissen wir aus der Geschichte, namentlich der Hösel — allein wie die Parteien sich jetzt in Deutschland sondern, ist diese Stimmung in Baiern von entscheidender Bedeutung: der Kronprinz aus dem Hause Hohenzollern ist protestantisch, der Hof in München t,ber ist katholisch und neun Zehntel der baierischen Hauptstadt sind es gleichfalls. Die Großartigkeit deS Münchner Empfangs vernichtet eine stolze Hoffnung der Ultramontanen. Baiern halt getreu zum deutschen Reiche und dieses ist fest entschlossen, der ultra-moutanen Partei den Fehdehandschuh hinzuwerfen. Und die Hand, welche dies zuerst wagt, ist die Hand eines Mannes von Eisen l Was die Ordnungsmacher in Frankreich nach dem Falle von Paris grauenvoll ge-ahnt — die Rache für die Hinmetzlnng der Gefangenen. — scheint jetzt in Erfüllung zu gehen. Die Petroleumoründe in Bincennls und Rheims drängen mit unwiderstehlicher Macht zu dem Ge-danken, daß hier Verbrechen in furchtbarster Gestalt vorliegen, mag die Regierung^presse auch noch so eifrig behaupten, d^ß nur ein Zufall die Schuld trage. Die Berstcherungen dieser Presse haben längst schon ihren Werth verloren. Die Regierung von Rew-Nork hat die einberufenen Truppen bereits entlassen. Die Gtodt ist wieder ruhig. Zweck des Umzuges war, wie alljährlich, die Feier der Schlachten am Boyne-fluß und hei Auphrim, wo vor hundertachtzig Iahren W>l Helm III. den Jakobite« Ausstand bestegte und die Herrschaft dlS Prötestantenthums in Irland wieder herstellte. Bermtfchte Ntachrichten. (gu den Ereignissen inRew-Aork.) Bei den blutigen Ereignissen in New-Nork sind 31 Personen getödtet. 175 verwundet und 200 in Haft gebracht worden. Auf Seite ver Oranieu-Männer (Protestanten) wurde Niemand verletzt. (Gchultwang.) Die..Opiuion Nationale" bringt unter Hinweisung auf Elsaß und Lothrin-gen die Frage des Echulzwange« wieder in An-regung. .Ja," ruft sie aus, „die Departements, welche uns Deutschland entrissen hat, sind bereilS lm Genüsse des obligatorischen Schulunterrichtes, und die erste Sorge deS Siegers war die um die Schule». Wie lange Zeil werden unsere nicht eroberten Departements warten müssen! AlS vor zwanzig Jahren etwa in unserem theuren, tapscren Elsaß die Bewegung für den Volksunterricht begann — denn von Straßburg und Mülhausen ging der erste Änstoß auS ^ wer hätte uns da-Mals gesagt, daß eine fremde Regierung diesen Wunsch erfüllen und daß die Einführung l)es Schulzwanges in unseren Ostprovinzen die De-mülhigungen noch vermehren würde, welche uns die Fahrlässigkeit der Regierung, der Frankrrich sich überlassen hatte, eingebracht hat?" Die „Opinion Nationale" macht schließlich darauf aufmerksam, daß nach der von dem Un ter-richtSminister SegriS im April 1870 angestellten Untersuchung in Frankreich noch 300.000 Kindci zwischen sieben und dreizehn Jnhren rvaren, die keine Schule besuchten und sich im Zustande der tiefsten Unwissenheit befanden! Mie man p o l n i s ch e r se its über die OrdnungSmacher in Frankreich ur th e i l t.) Der Lemberger „Verein zum Schutze nationaler Interessen" hat einen Aufruf erlassen. welcher im Namen der Ehre und Vaterlaudtliebe zu Beiträgen für politische Flüchtlinge auffordert. In diesem Schriftstücke lieißt es unter Anderem: „Der letzte, durch seine Raserei beispiellose Bürz^er« krieg zerschnitt daS B^nd. welches uns mit der ehedem edlen Nation vereinigte. Die hervorragende Theilnahme einiger Polen an demselben ries eine Rache wach, die in uns verletzenderweise die polnische Flüchtlingsschaft verfolgt. An der Grenze des moralischen Verfalles angelangt, steht Frankreich gleichzeitig auf rechtlosem Boden. Un-eingedenk seiner eigenen Würde, erniedrigt es sich bis zur Lüge, boshaft verleumdet eS Jene, die erst neulich mit hochherziger Opferwilligkrit ihm dienten. ES tödtet dem Gralie nahe Greise, obfchon diese mit der Kommune nichts gemein haben. Es reicht hin. Pole zu sein, um Ami und Würde zu verlieren, in den Kerker geworfen zu werden und dtiS schrecklichste Elend kennen zu lernen." (Gymnasialprofessoren in Oesterreich.) 1851 gab es in Oesterreich 110l! Gym-nasialprofessoren — 558 weltlichen. 608 geistlichen Standes. Im Jahre 1870 war die Zahl auf 1892 gestiegen und befanden sich darunter 12S0 weltlichen. 602 geistlichen Standes. (Zur Wehrkraft der Wien er.) Bei der letzten Einreihung (Mai 1871) wurden von 6290 Wehrpflichtigen, die nach Wien zuständig. 3710 vorgeführt und 859 als tauglich befunden. Die Wehrpflichtige!,, welche nicht erschienen, werden mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zur nachträglichen Erfüllung ihrer Militärpflicht herangezogen und haben ihr Ausbleiben von der Haupt-stellung zu rechtfertigen. Da die meisten derselben bloS wegen ihres unbekannten Aufenthaltes die Vorladungen nicht erhalten, so können dieselben einer empfindlicheren Strafe nur dadurch entgehen, wenn sie sich im KonskriptionS-Amte freiwillig zur Nachstellung melden, in welchem Fall- ste anstatt zwei Jahre nur ein Jahr nachzudienen haben, und wenn ihre Rechtfertigung als genügend befunden wird, selbst straflos nachgestellt werden. Bon den in Wien befindlichen fremden Wehr-Pflichtigen wurden bis zur Beendigung der Heu-rigen Fremdenftellitng 3764 eingereiht. (Das Zellengefängniß in der Kar-lau.) Das Zelleugefängnip. welches jetzt in der Karlau bei Graz erbaut wird, ist bei uns das trsj>e dieses Systems. Der Bau ist schon sehr weit fortgeschritten; im Innern ist man noch damit beschäftigt, die Arbeiten auszuführen, die Zellen einzurichten, die fliegenden Gänge anzulegen. die in jedem Stocklverke vor den Zellen-thüren vorbeiführen. Das Gebäude ist zweckmäßig errichtet: in eine Eentralhalle. deren Höhe die von drei Stockwerken ift, münden sternförmig die drei Seiten, welche die Zellen umfassen, so daß man vom Mittelpunkte der Halle aus überall hin blicken und jede einzelne Zellenthür in allen drei Stockwerken überwachen kann. Die Zellen sind 8 Schuh breit, 13 Schuh lang und ihre Höhe beträgt 16 Schuh. Die Einrichtung befteht aus einem Tische, einem Stuhl», einem kleinen Wandschranke und einem eisernen BettgesteUe. welches tagsüber senkrecht an die Wand befestitU wird. Für Absuhr der Abfälle ist auf eine sinnreiche Weise gesorgt. Die Heizung ist die Meißner',che. Im Erdgeschoß sind die Zellen sür Feuerarbeiter, von denen nur immer mehrere in einer Zelle arbeiten können, die Dampfmaschinen-Räume, die Heizöfen, die StrafzeUen u. m. A. untergebracht. Zu beiden Seiten deS Gebäudes dehnen sich langgestreckte, von hohen Mauern eingefaßte Hosrüume auS; hier werden die Gefangenen ihren täglichen Spaziergang machen. Die Anstalt bildet eine kleine Stadt sür flch; AUeS. tveflen ihre Betvohner bedürfen, wird in ihrem Innern erzeugt. Bis zum September oder Oktober dürfte der Van fertig dastehen. Die Bauunternehmer wollen dlmn beim Justizministeriuln um die Bewilligung ansuchen, daß daS Publikum )ur Besichtigung desselben zugelassen werden dürfe. Marburger Berichte mom Südbahnhof.) Auf den Linien der Südbahngesellschüst (26V Meilen) hat im Juni — wegen der ungünstigen Witterung — der Personenverkehr sich vermindert, die Güter-bewegung aber hat eine beträchtliche Steigerung erfahren. Die Monatseinnahme (2.820.689 fl ), übertraf jene im gleichen Monate des Borjahres um 511.142 fl., und die aesammte Mehreinnahme in der ersten Hälfte diese» Jahres (16.415.721 fl.), erhöhte sich im Bergleiche mit dem Borjahre um 3.511.085 fl. Die durchschnittliche Frachtenauf-nähme auf allen Linien der Südbahn betrug 227.866 Ztr. täglich. Die größten Aufnahmen waren am 1. Juni mit 285.659, am 10. Juni mit 290.064 und am 14. Juni mit 204.560 Ztr. (Einbruch.) Beim Grundbesitzer Joseph Weber in Groß-Goritzen haben unter TagS zivei Strolche das Fcnitergitter ausgebrochen und eine Baarschaft im Betrage von 20 fl. in Papier. 9 fl. in Silber und Kupfer sammt einer Werth-vollen Taschenuhr gestohlen. ^imentirungssrage — Anfrage, betreffend die Abhaltung von Vieh-Märkten in Wurmberg — drei Gesuche um Gaslhauskonzefsionen. (Neues Postmt.) Am 20. d. M. wird in Maxau ein Postamt eröffnet und soll zur Verbindung mit Pültschach eine tögliche Boten-sahrt stattfinden. Gt«gesa«dt. An de« ditfigen VasthSusern wurde lttzt're Ztii.eia Aedichl, welche« sich aiif di- Person des Poslmeister» Herrn Franz Leser.r beziehen soll> in mehreren Exemplare« von irgend nner «»ficht-baren Hand ausgelegt. Der NolariatS-Konzipist. Herr Franz Po-korni, beeilte sich, dasselbe herumzutragen und mich «'.lS den Bersasser zu verdächtige". Ich fordere hiemit diesen Herrn bei seiner Ehre auf, mir die Betveise. aus welche sich seine Behauptung stützt, zu liesern ; widrigenfalls ich für alle mir durch dieses Geliahren zugestoßenen Unannehmlichkeiten und Schimpsereien von Seite des Herrn Franz Lescrcr und des Jakob P.tschovnik. eines BaucrS in Oberscherjavzen. Genugthuung vor Gericht fordern tverde. St. Leonhard!, am 16. Juli 1871. Peter Jrgolitsch. Oberlehrer. Letzte Post Das halbamtliche „Prager Abendblatts^ stellt die Nachricht der „Politik" ttber die Vertreibung der deutschen Beamten aus Bi^h-men ganz entschieden in Abrede. Die baierikche Regierung hat der Gchweiz fiir die Unterstützung baierischer Staatsbürger wi^hrend des Krieges gedankt. In Nusfisch Polen ist die Eholera a«s-gebrochen Die sranzöfische Negiernng soll bei« schweizerischen Bundesrath Verwahrung eingelegt haben, daß Napoleon IN. seinen ständigen Aufenthalt in Arenenberg nehme. Aanlt tilli» Empfthluttg. Ich mache hiemit dem geehrten Publikum zu Stadt und Land ergebenst bekannt, daß ich das bestrenommirte ft31 MefferfchmiedgefchSft des Verstorbenen Herrn Hvter am Hauptplatz Nr. 85 dahier übernommen habe. Mit dem Versprechen. daS Vertrauen, tvelcheS mein Vorgänger genvssen. durch gediegene Arbeit uud billige Preise erwerben zu wollen, empfehle ich mich zu rech» zahlreicher Abnahme. Marburg, 18. Juli 1871! tosvf Itistimmn. Zu vermiethen: 4 Zimm'r, Speist, Küche und Bodrn im 1. Stock, dann 2 Zimmer, Küche zc. rückwärts, bei Alois Rasko Per Aimnantenjiändter. Bon VehMe. (Fortsetzung). Leise huschten sie aus dem Gemach und tvurden von der Stummen nun nach jener Laube geführt, in welcher fie Hansen gesehen. Der Mond stand nicht am Himmel, aber die Sterne verbreiteten ein schtvaches Licht. Man iah nun die Quader, welche einen Theil des Vodens der Laube bildete, zurückgeschoben. wodurch eine dunkle Oeffnung entstanden war, wie ein Grab. In diese Oeffnung deutete die Stumme hinein, indem fie die Mädchen dadurch aufforderte, hinabzusteigen. Fanny war die erste, dit, ohne zu zagen, den fiifteru Weg antrat. War doch aus jener Grust Hansen gekom» men. wohin anders konnte also dieser Weg führen, als zu ihm? Mit der größten Anstrengung und nicht ohne Gefahr kletterte fie taste«l» die Steinstufen hinab, während Noemi folgte. Als fie unten waren, folgte auch die Stumme und nachdem j'te im dunklen Gange des Kerkers, wo Hansen das Gemäuer entsernt hatte, angekommen waren, zündete fie etne Lampe an. welche sie Fanny gab und winkte ihr. weiter in den Kerker vorzudringen. Nur wenige Schritte hatte Fanny gemacht, als sich ihr ein Aublick darbot, bei welchem fie. sei es vor Wehmuth, sei es vor Entzücken, fast in Ohnmacht gesunken tväre. Auf seiner Matte, das lockige Haupt aus den harten Stein gelehnt, schlummerte Hanjen. Sein Geftcht war blaß, aber es war schön trotz der Bläffe. p Sie hätte es immer anschauen mögen, ohne ihn zu wecken, fie hätte die Lippen des Schlum» mernden küssen mögen. Und' fie küßte diese Lippen! — Ein leichter Aufschrei, den ihre zarte Hand dämpfte — und Hansen war erwacht und aufgesprungen. „O. meine Fanny, Du hier. Du!" rief er von unbeschreiblicheu Empfindungen überivältigt. „Welcher Schutzgrift führt Dich her? Ach. aber ich kenne ihn. Eine UnglückliHe führt die Un« glücklichen zusammen. Möge der Himmel ihr danken!" Er schloß das schöne bleiche Mädchen junig au sein Herz. Ae«illeto«. Was waren Formen, was Rücksichten der Welt für Beide in dieser schönen Stunde, bei dieser fürchterlichen Umgebung? Sie tvareu nichts für sie. denn die Lieben den hatten nicht nur jene Formen, diese Umgebung, sie hatte« für einige selige Augenblicke die Welt Vergessen^ Während sie sich stumm in den Armen lagen stand die arme Noemi im Halbdunkel und mußte, um nicht zusammenzubrechen, fich an die Wand lehnen. Wir eiinuern uns dcs Gesprächs mit ihrer alten Amme vor jenem Ball, der der surchtbaren Nacht vorausging, die Deir-el-Kamar in Blut uud Flammen l)üllte. Vie Leidenschast, die sie damals verrathen, war nur zu tief in ihr Herz eingewurzelt, sie war lebendig geblieben, obwohl diejenige nun »ovt war. in deren Busen fie das Geheimnih derselben allein niedergelegt. Ein brennender Balken hatte die Amme zer» schmettert, ehe fie den unterirdischen Zuftuchtsort erreichen konnte, in welchem Esau, nachdem Ali ihn aus dem brennendenHaulc gerettet, ein ficheres. für die Zeit der Noth vorbereitetes Asyl gefunden. Noemi ivar eine jener Orientalinnen, für welche die Liebe der Funken ist. der ein Ptvlver-faß entzündet. Sie war ganz Glnth. seit sie Hansen im Hause van Astrn gesehen. ES lvar wirklich, als liätte sein Ange sie bezaubert und doch hatte dieS Auge nur gleichgültig auf ihrer schönen Gestalt geruht. Wer ermißt darnach den doppelten Kummer, der ihren jugendlichen Vusen schtvellte, den Kummer über all das Unheil, das über sie uitd die Ihrigen gekommen und den lveit nagenderen, brennenderen und verzehrenderen, der aus der Eifersucht stammte, welche ihr Herz durchraste? Zwar sie hatte tvohl nie daran gedacht, daß ihre Liebe von Hansen bemerkt werden könnte, aber diese Liebe hatte nichtsdestoweniger auSschließ-liche Gewalt über sie. Als sie das Glück ihrer Nebenbuhlerin sah. dieses Glück inmitten deS tiefsten Elends, der drohendsten Gefahr, da durchzuckte sie fast ein Gefühl Von Haß. ihre Lippen preßten sich krampfhaft über einander, ihre Augen schössen Blitze, ihre kleinen Hände ballten sich, unt» sie vermochte nur Mit Mühe einen Schrei zu unterdrücken, der sich aus ihrer Brust hervorringen wollte. Eine andere Gestalt konnte nicht minder das Interesse des Beschauers erregen. Es war die Stumme, die mit einem trüben Lächeln auf diejenigen blickte, die sie glücklich ge» macht. Was auf ihrem Gesicht auch zu lesen war. eS tvar ein Geheimniß des tiefsten Schmerzes. Welche dunkeln und surchtbaren Seiten mochte daS Buch ihrer Vergangenheit ausweisen? Wer hatte an ihr gefrevelt? oder hatte sie nur eine barbarische Strafe erlitten, wie fie der Orient allein übt, weil sie s.lber vielleicht schuldig gewesen war? Die ersten Worte, die Hausen und Fanny mit ^einander stirachen, waren von Thränen erstickt, dann thnlten sie einander mit hastigen Worten ihre Srlebniffe mit. und diese Erlebnisse waren nur zu sehr geeignet, neue Thränen zu wecken. In der That — Nacht hinter ihnen. Nacht vor ihnen und in dieser Doppelnacht ihre Liebe der eittzigeMtern! — WaS nur immer ein Menschen-gemüth aus das Tiefste bewegen kann, fie durchlebten es in diesem Augeblick. „Mein theurer Hanftn," sagte Fanny, ^ich bleibe bei Dir. Mögen uns hier die blutgierigen Räuber auch finden und uns gemeinsam tödtenl O, vereint zu sterben tväre Seligkeitl" „Geliebtes Mädchen." entgegnete Hansen, dessen Herz brechen wollte, „wir ,md eS der uns von Gott so unerwartet geschickten Freundin schuldig, ihrem Winke zu folgen. „Vielleicht vermag sie uilS zu retten. Wenn sie eS vertnag, wird sie eS sicher thunl" Er glaubte selbst nicht an daS. waS er sagte. Denn wie konnte ein schwaches Geschöpf, wie diese Stumme es ivar. ein so schivereS Werk vollbrin-bringen? Aber eine Hoffnung dämmerte plötzlich in ihm auf. er gedachte Ali's. „Noch ist nicht alles verloren", sagte er, „wie wir hier eine Freundin gefunden, so tveilt auch außen ein Freund. All, der Löwentödter —" „Ah, Du kennst ihn. mein einzig Geliebter? Und er tveiß, daß Du hier bist, und daß wir hier sind?" „Er iveih eS l Er sucht die Mittel und Wege, um uns zu befreien. Gebe Gott, daß er sie auch findet!" „Aber mein Gott", sagte Fanny, .wir haben ganz untere Freundin, unsere Unglücksgefährtin vergessen." In der That hatte Hansen noch keinkn Blick auf die im Dunkel weilende Gestalt geworfen, so sehr tvar seine Ausmerksamkeit ausschließlich von Fanny in Anspruch genommen. „Hier, be-grüße die Arme," suhr sie fort und führte den Geliebten zu der Jüdin, indem sie ihre Hand in die seine legte. Fortsetzung folgt. MM Eintracht — Freundschaft — Fröhlichkeit! Sonntag den SZ. Jnli t87R t'kransttiltet der Mrdorxor Miworsos»o8v»r«!ll im IüMiiIs-WSldchkli 436 deisen halber Weinertrag dem Schilkpfeunig gewidmet wird. 1. „Reiterlied" von Otto (Chor). 2. „Lorelei", Volkslied von Silcher (Chor). 3. „Grütt" von Storch (Clior mit Solol^uartett und In- strnmentalbegleitnng). 4. „Soloquarlett." ü. „^dlingslied" von Wiilkl (fünfstimmiger Cli>'r). 6. „Diandlt muaht nit launi sein", AoltSlied, orrangirt von Neckheim (Chor). 7. „Cchlosserlird" t'ou Otlo (Cl)or mit AmboSbegleitung). 8. „Niichtlichcr Grus," von Storch sTenorsolo mit Cl)or). „Loloquartett." IV. „)i> Summa", Volkslied vou Schmölzer (Boritonsolo mit Cl)or). II. Kirta" von Brixner (humoristischer Cl/or). In de» Zwischenpausen wird die SÜdbahn-Werkftätten'MusikkapeUe spielen. filr Erwachsene Kß» kr. — fiir Kinder IßV kr. Eiutritlsbillets sind zu haben: Bei Herrn Josts kokoschintgq, Grnjervoisttidt ; „ Eduard Ianschitz"Postt,n,sc; „ „ ^nton Schtikl, Herrenstasse; „ Gustav Sindlechuer, Hmiptplntz und am LZ. Juli ltt?! an der ttasse. : 4 Uhr. BtWn dcr ProdMon: S Uhr. K« «ngünstiiier Willerung ivird >>.,» Concert liuf dcii nächst,» Sonnlag vkrlegl und bleiben die voraus t^elöstett Eintrittöbillcts giltit^. Zum zahlreichen Besuche dieser Produktion, deren hallirs Neinettrü^^nih einem so rdlen Zwecke gelvidmet ist. ladet freundlichst Die BereiuSleitung. , Von der hvheu k. k. Stiitthaltcrei konzessioinite ^ SWvat-Agentie, Kentrar-H eschästs-Kanzlei des Anton KoinigA in »Ini'ikui'ßs, Herrenqasse Nr. I l 2. vi^-ir-viZ PichK. ^ Käufe ^on schön gelegenen Besihnngcn, besonder» von zinSertraglichrn Gütern, zStadt- nnd Borstadthättseru, dann Weingärten und Landrealitiiten ic. Verkäufe ^Tin ebenerdiges, sehr solid gebautes Wohnh.iuS mit zwei Wohnzimmern, Küche, Kellrr ic. nebst einem gema nerten W irthschastsgebä ude, Schweinstalluug, Hofranm, Obst und Gemüsegarten, dann bei 3 Joch Acker uud Wald, — in der Nähe der Stadt Marbnrg. lin ebenerdige», sehr solid gebaute» Wohnhaus mit einem gemauerten WirthschaftSgebäude, Hofraum. Obst, und Gemiisegarten, dann bei 3 Joch Aeckerdie Gebäude an einer Straße, kaum eiiieViertelstunde von der Stadt Marburg entferut gelegeu, worauf dermalen ein Wirihsgeschäst betrieben wird. ^Ein stockholies Haus mit IL Zimmern, 3 «uchen, Verkaus-loknle. 3 Magaziuen, 2 Kellern, Getreide« böden auf 10.00V Metz., Stallung auf 12 Pferde, 2 Brunnen, großem Hofraum und Gemilsegarten, auf einem sehr frequenten Plaj^e, wegen vorhandener Wasserkraft zu jeder Unternehmung, insbesondere flir Lei)erfabrik geeignet. ^«>ne sehr schön gelegene Gntst'e. sitzung mit gut gebautem und mit allem Comfort ausgeriisteten Herrschaftshause, mehreren in gutem Baujustande befindlichen Wirth. schaftSaebäudeu und Wiuzcreien, mit Obst, und Gemüsegürten, dann einem gut arrondirten Gruudkom. vleze von 90 Joch Aecker. Wiesen, Waldunge» ic., worunter sich me>. stens gnt gelegene Weingärten m.t ttutem Erträgnisse befinden' wegen vomizilveränderuug. «Ein Stadthaus mit großem Hof s räum. Preis nur 5000 fl. ^Tiu BorstadthauS mit mehreren kleinen Wohnungen, mit Berkaufs tiewölbe, Hof und Gemüstgarten an der Kommerzialstraße, um de« Preis von 5200 fl. Ein schön gelegenes Stadthaus, Stock hoch, mit Rel'cngebäudeii nnd schönem Gemüsegarten. Preis 10,300 fl. Ein Spezerei käste n, ein großer Mörser, eine Balance!», agc i sehr billig. Mel)rere hundert Eimer echte, l)err schaftliche ^vii» von verschiedenen Jahrgängen und Gebirgen um bil ligst gestellte» Preis. Eine vierfitzige Kalesche in gnt brauchbarem Zustande nnd ein halbgedeckter Wagen, gut erl)al ten, — beide sehr billig. DienststeUtN Ein We in garte n-Loliner'. zwei Winzer mit 5—6 Arbeiter«! ein Gärtner! eiu Maler! mehrere Regentchirmmacheri eine ge übte Nätherin! zwei Dienst magde', ein Kii:dömädchcn, welches etwas nahen kann und häusliche Arbeiten versteht. Näh Masch in-Ar bei ten filr Damenkleider, Heiren- nnd Damen-wüsche, sowie alle sonstigen in dies Fach gehörige« Nähereien nierden angeuommen und zur vollste» Zufriedenheit billigst verfertigt', auch wird eine geiil'te Vorhefterin aufgenommen. Ein Schreil' er mit schiiner gelän figer Handschrift, in Vuchführuug uud Konzipiruiig bewandeit, der deutschen nnd sloveuischen Sprache iu Wort und Schrift müchtig; gute Beding uisse. Ein Schneider-. Schn hm acher nnd ein GIa s er lchrjunge. Dienstantrage. Ein Förster mit guten Zeugnissen, auch als Oekonom, Jäger, Aushilss-oder WirthschaftSbeanUer u. dgl. Drei Oekonomen', ein Wirth-schafter; ein Schaffer! ein Meier! ein Wirthschaftö-. ein Anshilfs- und ein Priv a t-^ lieamtt! eiu V erzehrungS-^ stener.Bestellte! ein Hand-lnngSco n> miS. Zwei Weiu garte nlohneri dann^ ein Hausmeister! ein Gärt-ner! zwei Gärtnergehilfen!^ ein Bedienter! ein j^ellner,^ fünf Knt scher! ein Reit-, acht-Pferde-, sechs Hans knechte.^ eine Kammerjungfer! zwei^ Kassierinnen! eiue Zahl-?^ kellneriu! drei Wirthscha! teriuuen! zwei Gasthaus-, drei^ ^l in der Mitte der Stadt. i Eiu G ewölbe mit 2 Eingängen' nnd 1 Fenster, besonders für einen? tzlelschhauer geeiguet. < Ein Gewölbe mit 1 großen und 1 kleinen Zimmer, Kücke ». auf sehrj gutem Posten. Ein großer Keller auf 70 Star-tin Wein mit lieqnemen Eingang. ^-^^ündliche Auskunft lvird unnitgeltlich. scdrlftliche nur gcgeu t^inschlust von 50 kr. ln^rirf- oder Stempelmarken erlheilt. s. Z2Z. Kundmachung. (4»7 50 20 40 Auf die Wurm berger und Ziglenzer BttirkSstraße II. Klasse kommen pro 1871 480 Pritmen Schotter ä 40 Kub.-Kuß zu verführen u. z. 1. Von der Magdalenavorstadt bis Unterpobersch ans der Povoden'schen Schottergrube . . . 2. Bon dort bis znr Zwettendorfer Temeindegrenze aus der Kokl'scheu Schottergrube .... 3. Von dort bis zur Kapelle in Lendorf ans der Wrehl'schen Schottergrnbe...... 4. Von dort bis znr Lenvorfer Ueberfuhr auS der Lendorfer Gemeinde-Schottergrnbe.....30 5. Von dort bis znr KoßÜr'schen Brücke auS der Skossitfch'scheu Schottergrube ...... 90 e. Bon dort bis »ur Gemeinde St. Martin anS der Roiko'fchen Schottergrnbe........80 7. Von dort bis zur Petiaiier BezirkSgrenze ans der Kohbek'schen Schottergrnbe.......60 8. Von der Wnrmlierger Bezirksstraße in Uutertäubling dnrch die Gemeinde Ziglenzen bis zur St.Leonharder Bezirksgrenze aus der Rolko'schen Schottergrube 60 PriSmeu. -- Zur Sicherstellung dieser Verführung findet «N-n :N. il. !^>. eine Minuendo-Lizitatio» statt n. z. flir die Loose 1—4 Vormittags 9 Uhr beim Gemeindeamte in Lendorf und für die Loose S—6 Nachmit. tags 2 Uhr beim Gemeindeamte Nntertänbling. — Die LizitationSbedinguisse köuueu in der hiesigen AmtSkanzlei eingeselien werden. Bezirksansschnß Marburg am 17. Juli l871. Der Obmann: Konrad Seidl. Dertsre«: Ein Hund, N) e i ß, juna. WolfSrace. Hals-bandname IuliuS Thuruer. Abgabe gegen Lohn daselbst._^(433 Tüchtige Tischlevgesellen aus Bau und Möbeln finden dauernde Beschaf-Ngung. ssir die Arbeitszeit von 5 Uhr grül» bis 7 llhr Abknd^^ pr. Tag 1 fl 40 kr., bei Adolf LSchle, 434)_Kärntner-Borstadt Rr. 43. M jwlxer »«ul», tüchtig in schriftlichen Arbeiten, der Korrespondenz und Buchführung mächtig. sucht gleich ivelcher Branche während den NachnnttagSstunden eine angenirssene Beschäftigung. Näliere? im Comptoir dieses Blattes. ^435 0^ s» fertiger Herrenkleider LU ile» Iiillixsteil ?rei«e» bei Haus Ar. 7Y, Nct)litlit Dmtt. Nr. 33 all StadlpsariSgült Marbnrg. lammt Acker lom. VI. k'olio 1056 aä ^^andtasel. onSGebäude neu gemauert. Ziegeldaäi. fn.ipp an der Kurntnerstraße in der gleichnamigen Vorstadt Marburgs gelegei,, zum Gasthausbetriebe vollkomlnen eingeiichtet, tvird unter guten Zah-lungSb'dingulsscki um 4W0 si. aus freierHaud verkauft. Näheres bei den Eigenthütuern Anton und Elisabeth Schweiuzer, Kärntnervorstadt Nr. 70 in Marbur,i. 429 Erlaube mir das ?. Publikum aufinerksam zu mache«, daß meine Badeanstalt täglich bis !> lihr Abends znr aefülliaen PeniiKiuig »ffen steht^ 421) Alois Tchmiderer Eiscilba^u-Fahrvrdnuilg. Marburg. ?>erfonenzttae» Von Trieft nach Wien: Tlnknnst 0 N. LI M. Ariih und l'. t!. 4?^. M. Abends. Abfahrt N. 3» M. Krüh nnd 0 N. b? M. Abends. Von Wien nach Tri est: Anknnst tt U. 13 M. Ariil» nnd 0 ll. — M. Abends. Abfahrt » U. ZK M. ftriih nnd 9 N. M. Abends. »