Mbacher Zeitung. Nr. 31. VrHnunlrall»n»plt»»: O« «o»ptl»lr ««n,j. l>, ll. halbj. fi, N 5N. yür bit Znsttllnng in» Hau» h«lbj. «o lr. Mit bn P,ft ,an,<, »l. >5. h«lbj, 7 50. Montag, 9. Februar. I»sellll»n«gtbil^ ^ Eommissärstelle dem Concipisten dieser Be-^oe Anton Eomell i von Stuckenfeld verliehen. »l-v^ Handelsminister hat der Wiederwahl des «Zander Dreo zum Präsidenten und des Carl O-w l"."" iulll Vicepräsidelitcn der Handeln und ^ wttbekammer in Laibach für das Jahr 1880 die -UesWlgung ertheilt. ^ Erkenntnisse. hat l3?Vl^"^ als Pressnericht in Strafsachen zu Wien Hnbal» », ^ der l. l, Staatsanwaltschaft ersann», dass der durck », " ^ ^" Zeitschiist „Bombe" dd» l, Februar l«^0 twen Ä « ""^" ^^ Ausschrift „U. Balletlnicse" darin enthal hat n^ ''3b b"s Acraehcn nach iz 510 St. w, begründe, und ^eitt ^ ^"" ^ ^ v, das Acrbot der Welterverbreitunss ^ ^'"'clirift ausgesprochen, h°t «uzV Bandes- als Pressgericht in Strafsachen zu Wien I»hal >. « 5°y °er l. l, Staatsanwaltschaft erlannt. dass der Iöiael. 7^'^^ ^^ '' bcr Zeitschrift ..Anton Langer« Hans b°rln «, l ^ > "'p°ldsl°« , ausgesprochen Uitn ^ / «andc«- als PrcsSgcricht für Strafsachen zu bcr ^nbal^ '""trag der l. t. Staatsanwaltschaft rrlannt. dass ddo ^1' "« Heftes ii der Zeitschrift „Neue Wellstimmen" bere m,l ^" ^" durch seinen Inhalt, und zwar insbeson-Norten ^ ^' !2' '^ '^ "'. '". '". 2^. 25 bis zu den 302 E< H^ unsanft cntreiht" die Velgrhen nach 88 .".l>0 und brr tij.i^^°^"lndr. und hat nach ß 4W St, P O das Verbot «^ "lerverbreituna dieser Druckschrift ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. Zur finanziellen Lage. der ^" Gelier Blätter melden, soll das Ergebnis lich ai n<^"'"^"ae im abgelaufenen Jahre ein erheb. ^"2^?« ^"esen sein. als im Jahre 1878. wältille,, ^"'!>ent ^6"' zwar hierüber bis zum gegen-jedoch ^"«"'blicke nicht vor, nach den Andeutungen ^f Cbe^, ^"^r des Finanzministeriums. Scctions-1W a ""'gelegentlich der Vorlage des Budgets für hin ki«^ ^"lhl hat. dürfte dieses Mehrcrtragms immer-Deficit sli "^ "amhastes sein. Wenn trotzdem das >ur das laufende Jahr noch immer mit einer verhältnismäßig großen Summe präliminiert erscheint, so ist dies hauptsächlich den von Jahr zu Jahr steigenden Ansprüchen an den Staatsschah, sowie dem durch die Kosten der Occupation nahmhaft erhöhten Erfordernisse für die Verzinsung der Staatsschuld zuzuschreiben. Zu wünschen wä»e nur, dass es der Regierung gelänge, ihren Plan, den erwähnten Abgang ohne Inalisprnchnahme des Staatscredits, lediglich durch Erhöhung der Einnahmen, zu decken, auch wirklich durchzuführen. Für den Augenblick herrscht über das Schicksal der zu diesem Behufe eingebrachten Steuer-vorlagen noch vollständiges Dunkel, da der Steuer-ausschuss bisher nicht in die Lage lam, sich mit denselben zn beschäftigen; nachdem jedoch für die Deckung des Deficits bloß bis Ende März vorgesorgt ist, so wird wohl der genannte Ausschuss. beziehungswrise das Aligrurdlicteuhalls, binnen lmzem zu dieseu Vorlagen Stellung uehnlen müssen. Im al'gemeinrn kann die dermalige Finanzlage als eine relaliv günstige bezeichnet werden, was schon aus dem über alle Erwartung guten Erfolge der jüngsten Renlenoperation — welche, nebenbei gesagt, seitens de> betreffenden Bank» gnlppr mit entsprechendem Gewinn bereits vollständig durchgeführt ist — sowie aus dem ungewöhnlich hohen Cu'sstande unserer Staatspapiere ersichtlich ist. Auch in Ungarn gestaltet sich die Finanzlage günstiger, als mit Rücksicht auf die ungenügenden Ergebnisse der lrtzten Ernte und die schweren Elemcntar-unfälle, von welchen zahlreiche llvlmtcitc namentlich in der unteren Theißgegend betroffen wurden, erwartet werden durfte. In den Staatisass^l sind genügende Barbestände vorhanden und die Steuereingänge lassen, besonders im Hinblicke auf den Umstand, dass in vielen Eomitaten wegen Misswachses oder Ueberschwemmuug Steuerabschreibunsten vorgenommen werdeu mussten, nur wenig zn wünschen übrig. Es ist dies hauptsächlich den wesentlich gestiegenen Getreiocpreisen zuzuschreiben, welche die Äooenproducenten für den quantitativen Ausfall der Ernte hinreichend entschäoigtei,; doch hat auch die nukligbar elliaetrelcne Gch'erung im Handel und Verlchr eiuen entsprechenden Aitthcll daran. In wie hohem Orade überhaupt die Fiuanzverhältnisse in Ungarn sich gebessert haben müssen, erhellt am besten aus der Thatsache, dass die'ungarische Regierung die projectierte Erhöhuug der Elwerbsteuer wesentlich zu reducieren gesonnen ist und von der Verlängerung der Anwrtisatioilsfrist der Wemzehent. uud Gründen!-lastungS-Obligalionen vollständig Umgang nehmen will. Nicht minder bezeichnend ist der Umstand, dass der Finanzmiuister Graf Szapary zum Gesetzentwürfe, betreffend die Veräußerung der noch im Besitze der Re< gierung befindlichen 15, Millionen Gulden Goldrente, selber den Zusatzantrag gestellt hat, dass für den Fall, als die Rente nicht entsprechend verwertet werdm könnte, die einzuleitende Creditoperation den Betrag von sechs Millionen Gulden nicht übersteigen dürfe. Auch heißt es, dass die ungarische Regierung beschlossen habe, bei eventuellen künftigen Anleihen statt des bisherigen Zinsfußes von sechs Procent, welcher mit den dermaligen Geldverhältnissen nicht im Einklänge stehe, einen solchen von bloß fünf Procenl zu fixieren. Derartigen Verhältnissen gegenüber — meint da» „Prager Abeudblatt" — kann man es immerhin erklärlich finden, dass die Curse sowohl der österreichischen alt der ungarischen Rentenpapiere constant in die Höhe gehen und derzeit bereits einen Stand erlangt haben, der selbst in den Jahren 1870 bis 1872 nicht erreicht wurde. Der Kapitalsüberfluss ist eben nicht bloß bei uns. sondern fast in ganz Europa ein ungewöhnlich großer, und da unsere Staatspapiere selbst bei dem gegenwärtigen hohen Cursstande noch immer eine Verzinsung von über fünf, ungarifche sogar über sechs Procent abwerfen, das Vertrauen zur österreichische ungarischen Monarchie überdies im stetigen Wachsen begriffen ist, so tritt auch das ausländische Kapital massenhaft als Käufer für österreichisch - ungarische Staatspllvie,' auf, wie denn beispielsweise die letzte österreichische Rentenanlcihe zum größten Theile in Deutschland placiert wurde, während von England in letzter Zeit starke Kanfordres für ungarische Golorente einliefen. Dass bei dieser ungewöhnlichlü Hllusse-stiömung für Staats' und sonstige Anlagepapiere auch für Bank- und Industrie-Effecten erhöhte Kauftust und steigende Eurslendenz sich geltend macht, ist begreisllch, doch wäre da Maßhalten bereits dringend am Platze. Kommen doch mitunter Eurssprünge vor, die lebhaft an die ersten Monate des Jahres 1873 erinnern. Glücklicherweise scheint weder die Neigung noch die Möglichkeit zu so massenhaften Neugründungen vorhanden zu sein, wie sie in den Jahren 1871 bit 1873 gang und gäbe waren, und da überdies das große Pnbllcum an den Börsengeschäften sich nur in bescheidenem Maße bethciligt und von Seite der Bör-senausschüsse dafür nach Möglichkeit Sorge getragen wird, gewisse problematische Existenzen, welche den hauptsächlichsten Operationbherd für das Dlfferenzspiel zu bilden pflegen, von der Börse fernzuhalten, so dürfte selbst eine allfälltgc Reaction auf dem Geldmärkte bei- Feuilleton. ^ ^" bie Mebe vermag.* ' '"' nach dem Englischen bearbeitet von Ed. W « an er (Verfasser der „Nlexa"). Nll<5 (Fortsehunn.) ^ sie?. kurzer Fahrt erreichten sie den Bahnhof. . " de^.s'" ^°"^ ^U"'' und wenige Mmuten b sah« ?'Nk mit dem Aliendzuge London. Schwei< ,' c Der s, e beiden Galten einander gegenüber. , ?e Llilt,'^"'bar '" seine Zeitungen vollständig ver-s ' leine lü/'Aete dessenungeachtet seine Blicke nur ""'. zu., "^U"' die. in glückliche Träumereien ver-z» Die 3 Auster h"aussah. 3"'ens U"l)ett, Unschuld und Liebenswürdigkeit !'^enz °"" das kindl.che Vertrauen des jungen 3^ ^'M d ^" ^°? Mutterherz mit seliger Freude. Z'" lö. °n "^ "flegle, w.e sie es würde ermö> Kben. """' V2lene für immer in ihrer Nähe zu 2"'" dach^" Raison werde ich nach London 2 /H n^ch "'."""b W dmin täglich sehen. Wie U> Dank aiÄ beer Ze.t! Heute ,st. dem Him-V^ "°" mei,em U"5^ abgelaufen!' Albert ahnt X >> "" Leicht i^'^''"'''s ""d deshalb wird es ^und .w' " Klugen, nach einigen Tagen ^ ?"W. L'd «!'"' "^ """don zu gehen." ° T'^lm mit d"U°^l '"er Bewegung seiner tob,' "^ °hnend w^ der E'ferfucht folgte und ^ und d^"d was m der Vrnst ihres Mannes '«.lol ». ^ «ehe,mnis entdeckt zn haben glaubte, in Gedanken an eine glückliche, sonnenhelle Zukunft versunken dasaß, hatte der Zug Guildford erreicht, und Lord und Lady Romondale verliehen das Coupe, um in ihrem eigenen Wagen, der auf ihre Ankunft gewaltet hatte, die Heimlehr nach ihrer Be-sihung zu vollenden. Sie fuhren durch die fruchtbare Landschaft von Sussex, über die Hochstraße von Romondalc und näherten sich bald dem Schlosse. Die Pforten des Parks wurden bei ihrem Herannahen geöffnet und die Pferde durchtrabtcn rasch die lange, dunkle Allee bis zum Hauptthor des Schlosses, dessen untere Fenster und Thüren hell erleuchtet waren. Lady Rumondale stieg aus dem Wagen und eilte, ohne auf ihren Gatten zu warten, durch die Halle und die Treppe hinauf in das Zimmer ihres zweitgebornen Kindes. Sie kniete vor dem Bcttchen nieder, in dem der kleine Erbe von Romondalc schlief, und heiße Freuden, thränen entquollen ihren Augen. Aber dieselben galten nicht allein dem Kinde, an dessen Seite sie auf den Knien lag. Ihre Gedanken weilten auch bei dem dunkeläugige» Mädchen, welches sie endlich nach so langen Jahren bitlerer Trennung wiedergefunden hatte. Sie sehnte sich nach Valerie, welche eine so srcud« lofe Kindheit gehabt und deren Leben noch immer ein dornenvolles war. Lord Rumondale sah seine Gemahlin in kniender Haltung an dem Lager seines Kindes, als er an der Thür vorübergiena - unwillkmlich hemmte er den Schritt und ein weicher Ausdruck überflog seine ernsten Züge. In einem Herzen, das von heiliger Mutterliebe erfüllt ist. kann leine strafbare Neigung Raum gewin« nen! War es vielleicht doch nur ein furchtbarer Irrthum und war seine Gemahlin dennoch unschuldig? Sein Herz pochte freudig, aus seinen Augen leuchtete ein Strahl von Hoffnung und mit erleichterter Seele schritt er leise weiter. Weder an diesem Abende noch am nächsten Morgen sprach er zu Alice von dem. was sein Inneres so gewaltig bewegte. Er hatte niit dem Verwalter verschiedene Verbesserungen auf dem Gute zu besichtigen, und Lady Romondalc benutzte seine Abwesenheit, um an Martm Clifford zu schreiben. Ihre Absicht, auch an Valerie einige Zeilen beizufügen, wurde durch die baldige Rücklehr ihres Gemahls vereitelt. Sie brachte ihren Brief selbst zur Post in Romondale und unternahm dann eine Spazierfahrt. Am nächsten Tage fand der Lord bei Entleerung der Brieftasche ein Schreiben von Clifford vor und übersandte es sogleich seiner Frau dnrch einen Diener. Sie befand sich in ihrem Zimmer und öffnete dal Eouvcrt mit fieberhafter Hast. Das Billett enthielt nur die Anzeige von Valerien« Uebersiedlung nach ihrer neuen Wohnung. Nachdem die Lady mit Befriebiguna diefe Nachricht gelesen hatte, vernichtete sie den Brief. In diesem Augenblicke trat ihr Gatte ein. und sie er-schrak mehr noch über die Veränderung, welche in den letzten Tagen in seinen Zügen vorgegangen war. als über sein unerwartetes Erscheinen. Sein Gesicht war verstört und seine Augen blickten traurig und schwermüthig. „Wie ich sehe. hast du deinen Brief verbrannt." sagte der Lord und deutete auf das Feuer. «War e« nicht die Handschrift Martin Cliffords?" Die Lady erbleichte bel dieser unerwarteten Frage und vermochte nicht sogleich zu antworten. „Ich habe mich n,cht getäuscht, der Viief ist von lhm," fuhr der Lord in bestimmtem Tone fort. ..«ll,se, wie ist es möglich, dass dich diese, Mann. den du kaum kennen lernlest, so für sich einzunehme,! ver. mochte, dass er es wagen darf, an dich zu schreiben. 262 weitem nicht solche verheerende Wirkungen erzeugen und einen solch' unheilvollen Einflus» auf das ge-sammte wirtschaftliche Leben ausüben, wie die Mai« katastrophe des Jahre» 1873. Vorgänge in Deutschland. Im preußischen Landtage ist am 5. d. M. die Berathung deb Cultusetats mit bedeutsamen Erklärungen Windthorsts und des Cultusministers von Puttkammer eröffnet worden. Der Centrumsführer zollte dem Wechsel im Cultusministerium zwar seinen Bei« fall, beschwerte sich aber, dass der neue Inhaber des Portefeuilles die Continuität der preußischen Kirchen» Politik betont und auch den Generalstab Falks im Culturkampfc beibehalten habe. Er hege zu den schwe« benden Verhandlungen mit Rom, so weit er davon wisse, lein sonderliches Vertrauen; in jedem Falle indessen werde sich seine Partei den mit der Curie zu treffenden Vereinbarungen fügen. Herr v. Puttlammer erwiderte, indem er das vollste Vertrauen zu seinen von Windthorst angegriffenen Räthen ausdrückte; eine Einleitung, welche im Centrum gewaltig verstimmt haben dürfte, da dessen Hauptangriffe sich seit langem gegen die Hinterlassenen Falks im Cultusministerium richteten. Aber noch mehr; der Minister erklärte, der CuUurkampf sei eine Nothwendigkeit gewesen, da die Kirche sich thatsächlich Uebergriffe erlaubt habe, und wenn die preußische Regierung gern von der Neigung der Curie zu einem Ausgleich Kenntnis genommen und über denselben in Unterhandlungen getreten sei, so könne ein solcher nur auf dem Boden der preußischen Landesgesetzgebung und unter vollständiger Wahrung der Interessen und Rechte der Monarchie sich verwirklichen. Ueber den Stand der Verhand» lungen erklärte sich Herr v. Puttkammer nicht in der Lage, Mittheilungen zu machen; er wolle nur betonen, dass es zur Herstellung des Friedens der Bei» seitesehung der Princivienfragen und allseitiger großer Mäßigung bedürfe. Ausdrücklich erklärte der Minister, dass der bekannte Artikel der „Provinzial-Correspon-denz" im Einverständnis mit ihm geschrieben worden sei. Im weiteren Verlaufe der Debatte erklärte Ham. mcrstem, die Conservative!« würden den Verlauf der Uusgleichsverhandlungen abwarten und das Resultat puro acceptieren. Namens der Frciconservativen erklärte Stengel die Geneigtheit, zu einem mocius vivciuli die Hand zu bieten, vorausgesetzt, dass die unverbrüch« lichen Rcchte des Staates gewahrt blieben. Der frühere Minister Falk wies die seitens der Redner des Centrums ihm gemachten Vorwürfe, insbesondere den« jenigen einer gewissen Friedlosigkeit, zurück und hob am Schlüsse seiner Rede hervor, wenn die gesammte Situation aller Verhältnisse ihn zum Rücktritte be« stimmte, sei als besonderes Moment seine Ueberzeugung hinzugekommen, dass er für die Herbeiführung des Friedens nicht der geeignete Mann fti. Er habe wiederholt geltend gemacht, dass große Kreise der Bevölkerung ein Friedenshindernis in ihm erblickten. Das sei doch kem Beweis von Friedlosigkeit, Die gegenwärtige Lage sei nicht durch die Gesetze, sondern durch den Widerstand gegen die Gesetze verschuldet. Jetzt befinde sich der Staat in der Defensive. Die Andeutungen del Cullusministers bestärkten ihn in der Ueberzeugung, dass diese Position sich bei den Verhandlungen mit der Curie geltend mache» werde. — Die Rede Puttkammers wird übrigens allgemein dahin gedeutet, dass es bis zu dem Ausgleiche noch weit sei; momentan soll die Sache so stehen, dass Preußen nun seine Vorschläge formuliert gab. Auch in Baden droht der Faden der Friedensverhandlungen mit der Curie abzureißen. Die Commission der zweiten Kammer für die Novelle zum Examengesetz hat mit großer Majorität den Antrag auf Nicht-eintreten in die Berathung angenommen. Ministerkrisi« oder Kammerauflösung ist nun die Frage, bei welcher der Großherzog mit engagiert ist. Mit Spannung sieht man der Präsidentenwahl im deutschen Reichstage entgegen, dessen Eröffnung bekanntlich am 12. d. M. erfolgt. Von den drei Präsidenten der letzten Session ist Herr v. Sey-dewitz entschlossen, in das Bureau nicht mehr einzutreten ; Herr Lucius ist in seiner Eigenschaft als preußischer Minister «o ipso davon ausgeschlossen, und nur Freiherr zu Franckenstein kommt bei der Präsidentenwahl in Betracht. Fürst Bismarck soil die Wahl des orthodox-conservativen Grafen ArniiwBoytzenburg, der die letzte Generalsynode leitete, unterstützen. Mehrere deutsche Blätter melden als bestimmt, dass das im Berliner auswärtigen Amte nach dem Tode des Herrn von Nülow etablierte Provisorium demnächst ein Ende nehmen und Graf Hatzfeld zn Herrn von Bülows Nachfolger ernannt werden solle. Der Berliner Correspondent der „Kölnischen Zeitung" bemerkt zu dieser Nachricht: „Ob die Sache schon entschieden ist, steht dahin. Sollte es aber dazu kommen, würde unter den Candioaten für die Botschaft in Constantinopcl voraussichtlich in erster Linie Herr von Radowitz genannt werden." Aus dem englischen Parlamente. Die Session des englischen Parlaments — die letzte der gegenwärtigen Legislaturperiode — wurde am 5. d. M. durch eine Thronrede der Königin eröffnet, die eine Rundschau über die verschiedenen wichtigeren Vorkommnisse der answärtigen Politik enthält. Wie dies jenseits des Kanals üblich ist. wurde noch im Laufe der Eröffnungssitznna. die Adress-An-gelegenheit besprochen und dabe» Lord Äeaconsfield Gelegenheit zu einer längeren Umschreibung der einzelnen Paragraphe der Thronrede gebcUen. Die Eröffnung des Parlamentes erfolgte im Oberhause persönlich durch die Königin, welche von einer glänzenden Suite umgeben war. Der Lordk.mzler Lord Cairns verlas die Thronrede. Der Eröffnung wohnten die Botschafter Graf Kärolyi, Graf Münster und Fürst Lobanoff bei. Die Prinzessin von Wales war von der Herzogin von Connaught und der Prinzessin Heinrich der Niederlande begleitet. Die Thronrede bezeichnet die Beziehungen zu den auswärtigen Mächten als freundschaftliche und sagt, dass der Verlauf der Dinge seit der Vertagung des Parlamentes dazu angethan sei, eine erneute Sicherheit für die Aufrechthaltnng des europäischen Friedens auf den durch den Berliner Vertrag festgestellten Grundlagen zu bieten, wenn auch noch vieles zn thun bleibe, um Sein vorwurfsvoller Blick erfüllte Lady Romon« dale mit banger Fnrcht. „Albert," fragte sie mit zitternder Stimme, „wes^ halb siehst du mich an, als wenn du mich einer Schuld für fähig hältst?" „B>st du es vielleicht nicht? Mordest du nicht mein Glück mit gefühlloser Hand? Ich kann diese Qual nicht länger schweigend ertragen. Ich weiß, wa« dich gestern nach London führte —" »Du — weißt es?" «Ja. Ich fah dich in einem Wagen in Piccadilly und folgte demselben bis zu jenem Hause in Klngsbridge, in welches du eintratest und dasselbe erst wieder verließest, nachdem du zwei Stunden dort verweilt hattest. Als du wieder fortgefahren warst, hörte ich von dem Dienstmädchen auf meine Frage, dass Mr. Clifford dort wohne. Seinetwegen warst du dort, Alice!" Die Lady wollte ihm antworten, dass er sich in einem entsetzlichen Irrthum befinde, und fast war sie nahe daran, ihm alles zu gestehen, als er ihr diese furchtbare Anschuldigung entgegenschleuderte, aber er unterbrach sie leidenschaftlich: «Was kann dir dieser Mann sein? Ich vermag es nicht zu fassen und sehe nur, dass ich dich vergebens von dem Abgrunde zurückzuhalten versuche, auf den du in Verblendung zueilst." „Du sprichst mit deiner Frau, Albert!" rief Alice mit stolz erhobenem Haupte, während eine dunkle Rothe der Entrüstung ihr Antlitz färbte. „Muss ich m«ch meinem Gatten gegenüber vertheidigen? Soll ich dir schwören, dass Clifford mir nichts ist und dass du in einem entsetzlichen Irrthum befangen bist? Ich katln es mit gutem Gewissen thun. denn du täuschest dich. Meine Lirbe gehört dir allein. Albert. Sich' mich nicht so strafend an; ich habe nichts gethan. dass ich zu erröthen brauchte; ich habe mit diesem Manne nichts gemein, deshalb nimm da« furchtbare Wort zurück." Der Lord war betroffen; die blauen Augen seiner Gemahlin blickten so offen in die seinen, ihre Stimme klang so hell, so überzeugend, dass er fast verwirrt wurde. „Kannst du es leugnen, dass du gestern nach Lo»don giengst. weil ein Brief von Clifford dich dazu veranlasste?" fragte er weiter. „Ich leugne nur, dich je in Wort oder That betrogen zu haben," entgegnete sie fest. „So offenbare mir, was du so sorgsam vor mir verbirgst; vertraue mir dein Geheimnis, Alice, damit die Schranke fällt, die Mann und Frau zu trennen droht." „Ich darf es dir nicht sagen," antwortete sie traurig. „Ich habe mich geweigert, deine Hand an« zunehmen, Albert; weshalb hast du mich überredet, es doch zu thun? Wir waren sehr glücklich zusammen. Wenn du mir nicht vertraust, ist es mit unserem Glück vorbei!" „Aber muss ich denn nicht an dir zweifeln? Sage mir ein«: ist Clifford dir bei der ersten B.'gegnung im Palast des Grafen von St. Berry wiilllch vollständig fremd gewesen? du wechseltest die Farbe, Alice, er war dir nicht fremd, du kanntest ihn fchon im Auslande." „Ja, Albert, ich kannte ihn. ehe ich dich je ge-fehen hatte," antwortete Alice, die sich durch ein theilweises Geständnis zu rechtfertigen hoffte. „Du kanntest ihn! Weshalb bist du ihm dann wie einem Fremden begegnet? Weshalb hast du cs mir verheimlicht, dass du ihn bereits früher kanntest?" „Weil ich es dir nicht sagen durft-," sFortsetzunss solyti die Unordnung, welche der letzte Krieg in vielen The>' len der Türkei hinterließ, gutzumachen. Die Thronrede erwähnt der zwischen England und der Pforte al>< geschlossenen Covention wegen Aufhebung des Sklave«' Handels. Die verwickelte Lage in Afghanistan MM die Rückberusung der Truppen vorläufig unmöM aber die Regierung halte an ihren bisherigen Grun^ sähen fest. Es sei beschlossene Sache, die Grenze st" zu sichern, aber man hege den Wunsch, freundliche Beziehungen zu dem Herrscher und Volk Afghanistan' zu unterhalten. Die Thronrede hofft, dass die Zeit nahe se',' welcher ein wichtiger Schritt behufs Herstellung °" füdafrikanifchen Confödcration gethan werden lönnt' erwähnt ferner der zur Linderung des Nothstands in Irland getroffenen Maßregeln und kündigt e^ Vorlage an. welche die Schaffung eines Fonds st Vorschüsse aus dem Ueberschusse der KircheneinnaR betrifft. Schließlich wird in der Thronrede die U j nnng ausgesprochen, das Parlament werde die D>^ sion über das Strafgefetzbuch und die Verbesj"^ des Bankerottgesetzcs wieder aufnehmen und eine w^ läge behufs Vereinfachung der Uebertragung des OlM' besitzcs angekündigt. Im Ober ha use stellte Oslow den AWA antrag; Ross unterstützte denselben. Anlässlich " Adres'ödcbatte elklärte Earl of Beacon ss ield "^ Beantwortung einer Frage Granvilles, dass die m^ negrinische Grenzfrage nie bessere Aussichten auf e^ befriedigenden Abschluss geboten habe als jetzt. "^ betreff Griechenlands regte Frankreich am 17. Ia"^ dieselben Schritte an, die es auf der Conferenz ^ geregt hatte. England machte hierauf einen VorsM der nach feiner und anderer Ansicht geeignet ist, ". Angelegenheit bald zum Abschlüsse zu bringen. ^ den vorzulegenden Schriftstücken werde sich ergeb^ dass alle Mächte bestrebt sind. den Berliner Ven"» auszuführen und somit den Frieden zu erhalten. ^. Depesche Sir Bartle Fröres vom 27. Jänner H Anssichten auf eine Einigung der südafrilaM Colonien mittelst einer Confercnz. In Afghans wünsche man nur eine starke, entsprechende Grenze st , Indien. Die bisherige Politik werde auch ferner, v^ ^ leicht einige Details ausgenommen, beobachtet we^' Es dürfte' vielleicht nöthig werden, Afghanistan d«" verschiedene Stämme regiereu zu lassen. Die M rung sei jetzt bemüht, eine derartige Lösung herbey führen, dass sie vcrlässliche Nachbarn in Afgha^ ! habe, welche Ruhe und oic Entwicklung des A^z wiinschen. Er glanbt nicht, dass General 3l^ Grausamkeiten begangen habe. Der Premier A^ noch sein Bedauern 'über die in Irland hettW^ Noth aus, missbilligte aber die Agitation B". « kämpfte die Home-Nnle als Zerstücklung des 3iH Der Antrag auf Erlass einer Adresse wurde M"» lich angenommen. .., Im Unterhause stellte Montague dm »^ auf Erlass einer Adresse an die Königin, welchel « Corry unterstützt wurde. Ueber zweimaligen »I/w«, der Irländer wurde schließlich die Vertagung ocr At" '^ debatle auf Freitag genehmigt, um ersteren Geleg^ zur Einbringung eines die irische Frage beruh"" Amendements zu geben. ^ Frankreichs egyptische Politik. Da« der französischen Kammer diesertage "^ gelegte Gelbbuch befasst sich ausschließlich "" jO Angelegenheiten Egyptens und enthält eine h'st^F Dalstellung der Frage mit den bezüglichen Docuine ;, vom Jänner 1878 bis Ende 1879.' Die GesaM""^ der Actenstücke legt die Principien dar, von "^ die Politik Frankreichs und Englands geleitet ^ die in besonocrer Weise an einer guten' V""^ Egyptens interessiert erscheinen. we,l deren ^e« ungehörige daselbst die bedeutendsten und zahl"'H>l industriellen Etablissements besitzen und die,^M der Inhaber egyptischer Schuldlltel bilden. DieiHl» cipien beruhen nicht auf den Idee» der eaM' ^, Ansichziehllng und Absu.plion; sie sind dal0M, richtet, an den Ufern des Nils nicht eine Ml«lA/ liche Oberherrschaft, sondern eine Ordnung der He» zu begründen, welche es gestattet, aus den ma"^ Hilsiqucllen des Landes ein Erträgnis zu H^, welches dieselben vertragen. Alle Staaten sind l'^ an den Ergebnissen thellzunehmen. die auf dies^isttl erzielt werden können. Die Note, welche der 2" ^ des Acuwn infolge des Bruches des Khedwe Hg ü" europäischen Ministern unter dem 23. April '^g>' den französischen Generalconsul in Kairo rich"", ,„ »el Dieses Ereignis hat dessenungeachtet nichts M^ Anschauung geändert, die wir uns über die ^F^llg'' tens gebildet haben; wir sind nach wie vor "^"7, das« das Heil Egyptens in einer guten ^ ^ss^ gelegen ist. nnd dass die Krise, in der st^ ^i ^, befindet, die Mitwirkung von Fachmännern ^M Finanzen und öffentlichen Arbeiten erheische- " l< such mit einer in dieser Weise gebildeten ^t ^!' ist wohl gemacht worden, aber er wurde ".Al0^.j lich unternommen, denn er wurde wieder Uw ^ o^ als er kaum begonnen halte, und wir lon «B Urtheil, das sich der Khedive darüber ge"^' «Kl »l^ "dgiltlges hinnehmen. Wir sind bei unseren «,'N"ungen von keinem andern Gefühle als dem «>Mk gelelt.t. die Entwicklung und gute Verwal-n 3.. ^H/ ^"ll^ Egypten» zu fördern. Wir suchen "°er Wohlfahrt Egyptens nur Bürgschaften für die tt?^'" ^"" Nationalen. Dieser Gedanlengang . "l°"i "eglerungell gemeinsam; er bildete sogar le Grundlage des zwischen beiden infolge des Ver-"er Vertrages geschaffenen Uebereinkommens. dessen .F.« 3?^ in den bereits der Oeffentlichkeit über-m. ! Depeschen vom 2l. Juli und 7. August 1878 n»egeben sind. Das gleichfalls veröffentlichte Tele-^"" l)°m 14. Oktober 1878 an den französischen «^. .?".'" '" Kairo theilt demselben die Grund-l^en« bekannten, zwischen Frankreich und England Moffenen Uebereinkommens mit. Hagesneuigkeiten. z„. 7" (Oesterreichs äußerste Punkte.) Die uneben Punlte der österreichischen Monarchie sind nach M Xl" 3>" / t militär-geographischen Institute« : 'cordl.chster Punkt hei Hilgersdorf ll. Vöhmen. Vreite Nun,. ^"' ^"»k 31« 43' 5540". Südlichster und .«^ ^^ Meeresküste südlich Vrza l.ei S.'Maria 4, 1l> i> ^ ^" Zcljeznica.Mündung. Vreite 42" 0' iittlick 'sr.^ ^'^" ^' 4'"". Ocstlichster Punkt, süd» lü^ 3. "^'l'scheny auf einem Felde am Nalooabache. Län. ^7/ ^^"Ne Suczawa. Vreite 47° 33' 55 84". b°n« " ^' '"^'" Westlicher Punkt, nordwestlich Vr-n Ä* '" ^" ^"lben Mhe.nbreite au der dreifachen i^". ""llberg.Liechtensteiu-Schweiz, Vreite 47° 10' ^l. . Länge 27° !1< 42 82". doz cT, ^"^stellungen im Jahre 1880.) Für Tbei! s !>M) steht eine größere Anzahl von zum zwa ^"tendercn Ausstellungen in Aussicht, und slellu, "'"I"l°l'de: niederöslerrcichische Oewerbe.Aus. Nie.? ir! ^^' b's 15. Oktober, im Gebäude der «,M>n °"^°""g. 1873 im l, t. Prater)- eine .^ "rum.ll. älterer kunstgewerblicher Arbeite,, (im Sommer, dllstr,/' ^"leichischcn Museum für Kunst und Inten u^/"" ^"d^.mSstellung für Steiermarl. Kärn° »ewerl)l,^?'" '" ^az (September); eine schlesische stisclle N?^' "'^' ""b forstwirtschaftliche und montani' noch .i '^^"'^ '" ^^"' (September)- auherdem land,, ^"^mnalausstellungen '"Böhmen. Im Aus^ lchtt'tzfr^" 3achallsstellung der Drechsler und Bild' lOstern tt ^""^ "'^ ^ksterrcich. Ungarns iu Leipzig stell,,,,' '^' "°" ^ März bis 18, M. ^°," , «ationale Ausstellung in Moskau; endlich 1. Ol ^l"""'"^'' Ausstellung in Melbourne, welche am 188, ^ ^ "^"" ""den und bis 31, März "<" dauern soll. tun«^/^^r die geographische Verbrei. di, «M . ""^^") Man nimmt an. dass gegenwärtig betraf m ^"^"' °"^ b" Erde 6 bis 7 Milwnen b Niillm ^"^" ^ bis 7 Millionen kommen ungefähr °Uf Ul, " °us Europa. 500.000 anf Afrika. 75(1.000 j'lntn ,, ""^ 150.000 auf Nordamerika. Auf l»e «in« "lgender m V^" ^"^" vertheilen sich b.e Juden in ^"garn i^,".^ ^) P°le" 783.000. 2) Oesterreich. I'Nb mit ?^'^' 2) Rumänien 150.000. 4) Russ- ^"de L< ^!"^"^ zusammen 1.829.000. 5.) Nieder. ^M)^?'«/') Deutschland 51 l.00». 7.) Türlei ^) tzckw^ ^"'echenland 5000. 9) Dänemark 5000. t'ich Nk.z 7000. l i.) Serbien 2000. 12.) Frank. ^ '""/' »5) Großbritannien 40.000. 14.) Italien i!)He'lai' .,5 'U" ^^00. 10) Schweden 2000. 1^/lg.en 2000. 18.) Spanien 6000. 19.) Portugal große,, "rd.ien wir die obigen Staaten nach den drei Etc,tift^"ropä,schen Völlerfamilien. so zeigt uns die ,""bel, d's, .'^ "°" ^" ""a 5 Millionen europäischen .""scher n ?"t"" N"bte The.l unter den Völkern Mb t> """ge seinen Wohnsitz aufgeschlagen hat. Inner. !>halb ."'"""'^"' Gruppe leben 89.000 Juden. ' "hen 4047"^'"l^" ^^'"" "nd innerhalb der . Locales. "" der Handels, und Gewerbckammer sür Krain. . Der 9 i. c ^"'^ feiner Aeuhen^ H."c ^"^"" I^^sch theilt °>"^ die bst°^ >ss zu ^.'de de, sechziger "chmen L°qe "? ' " ^"hlenindustne ... der an-?.77 "as H."^ ."", 'VN', Art.lel in Deutschland du Pvtise der Fabrikate derart be- einflusste, dass jede mögliche Concurrenz ausgeschlossen wurde. Die deutsche Regierung hat nun ihre heimische Industrie durch den neuen Zoll gegen Ame,ila izc schützt, was jedoch bei uns nicht der Fall ist. Sie hat aber auch den Oesterreichern jede Möglichkeit be« nominen. bei einem Zoll uon 36 Mark die angebahnten Verbindungen aufrechtzuerhalten. Deshalb wird ersucht, dass sich die Kammer beim h. k. l. Handelsmini-stenum verwenden möchte, damit dasselbe bei Er« neueruug des Handelsvertrages dahin wirke, dass österreichisches Sohlenleder unter den gleichen Bedingungen nach Deutschland wird expediert werden lön» nen, wie deutsches nach Oesterreich importiert wird. Der Scctionöbericht fpricht sich für die Aufnahme dieser Aeußerungen in den Bericht aus und bespricht weiters, dass durch den Zoll auf Roheisen auch die Ausfllhr von Fcrromangan erschwert wi^d, und dass sich writers auch der Export von Mehl und Getreide verringert. Es wäre daher im Interesse der österreichischen Mühlenindilstne und der Landwirtschaft gelegen, wenn der Zoll auf Mühleiifabrilate und Gc-treibe deutscherseits Oesterreich gegenüber aufgelassen wriden möchte. Die Section bezirht sich überdies auf das vo» der Kammer in Zollsachcn bereits abgegebene Gutachten und beantragt: T>ie Kammer wolle im Smne dirses Beichte« ihre Aeußerung an das h. l. l. Handelsministerium abgeben und nochmals die Interessenten um oic Bekanntgabe ihrer Wahrnehmungen in dirscr Sache ersuchen. Der Autrag wird einhellig angenommen. V. Der Obmann der ersten Section, Kammerrath Matthäus Treun, berichtet, dass die k. l. Finanz-dirrctlon folgende Note an die Kammer gerichtet habe: ..Nach § 4. Absatz 1 des Gesetzes vom 24. März 1870, womit einige Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Juli l87l, betreffend eine neue Maß» und Gewichtsorb» nuna.. abgeändert wurden (R. G. Bl. ox 1876 Nr. 50), dinfen zur Ein» und Ausfuhr von Bier bei als geschlossen erklärten Städte» »ur TranSportfässcr ver» wendet werdrn, welche in den Glöhenstufen von 25, 5>0, U)0 u„d 200 Liter Fassungsiaum hergestellt sind. Po» dem Unterliehmer einer Bierbrauerei ist »un darüber Beschwerde geführt worden, dass sein Vier-absah mlherhM des ErzeugUligsortee, mmieutlich aber nach dem Alislm.de, qi'radrzu unmöglich gemacht werde, indem Tnn,«portfässer, welche von drn obigen Orößenstufeu ilber das durch die Verordnung der Ministerien des Handels- und der Finanzen vom 20. Mai 1876 (Ä. G. Vl. ^x 1876 Nr. 73) fcstqcschte Matz hmausreichen, beanständet werden. Nach der Behauptung des Vsschwerdcsührers soll aber das Ucbermah im Auslande eine Haupivedingung dcs Absatzes bilden, so dass statt 50 Liter 53 bis 53'/, gefüllt werden müssen. Obwohl anzunehmen ist, dass dllies Ucbe,!,mh auch bei Transportfässern, dic auf bestimmte Glöhel.slufen geaicht sind, gewährt werden kann. so wirft sich doch die Frage auf, ob es im Ilttcresfe der Förderung des Braugewerbes in den als geschlossen erklärten Städten und der Bierausfuhr aus denselben in das Ausland'insbesondere llegc. die eingangs bezogene gesetzliche Bestimmung ganz aufzulassen, also sowohl bei der Einfuhr von Bier m die als ge-schlössen erklärten Städte als auch bei der gegen Steuerrückvergütung e.solgenden Ausfuhr von Bier aus diesen Städten geaichte Transportfässer von beliebigem Rauminhalte zuzulassen oder doch d,e frag« llche Bestimmung mit Rucksicht auf das Interesse des Braugewerbes auf die Biereinfuhr zu beschränken." sssortlehuna lolgt.) — (Wahlbestütigung.) Die von der kraini. schen Handels» und Gewerbelammer in der Sitzung vom 23. Jänner d. I vorgenommene Wiederwahl des Herrn Alexander Dreo zum Piäsibrnten und des Herrn Carl Luckmann zum Vicepräsidentcn hnt für das Jahr 1880 die ministerielle Bestätigung erhalten. — (Prahistor, sche Funde.) Dic l. I Akademiker Wissenschaften hat dic wertvollen vorgeschichtlichen Objecte, welche gelegentlich der Ausgrabungen ,», Kram und Nledrröstcrrcich gefunden wurden, den laiferlichen Hofmuseen geschenlweise überlassen. Für diese Vercicherung der kaiserlichen Sammlungen hat das l, l. Oberhos-meisteramt der Akademie der Wissenschaften miltelst eines besonderen Schreibens den Dank ausgesprochen. — (Vom Handelsball.) Pa» Vorrecht des HandelKballes. eines der besuchtesten und hervorragend» sten Vallseste der Saison zu sein. ist ein so altbewährtes und die Patronai,z. deren sich derselbe schon seines wohlthätigen Zweckes wegen nicht bloß in commerzirllen Kreisen erfreut. >st eine so vielseitige, dass sein Gelingen wohl auch heuer <ür jeden mit den Faschingsoerhältnissen Lai. bachs Vertrauten außer allem Zweifel stehen musste. Das« sich dies bei der vorgestrigen Wiederholung des» selben in vollstem Mahr bewährte, glauben wir daher nicht erst ausdrücklich eonstatieren zu müssen. Die wesent« l'chste und in jedem Falle schönste Zierde jedes Valle«, die Damenwelt, war nuch diebmal durch mehr als siebzig Tänzerinnen in glänzender Weise vertreten. Die Zahl der letzteren dient bekanntlich im großen und ganzen als Gradmesser für den äußern Erfolg cines Carneval» festes, und wenn wir einen Rückblick auf die Lhronil der Laibacher HanbeKbillle werfen, so finden wir wohl h,e und da ein Vlatt. das selbst einen noch höheren Cursstano von Tänzerinnen notiert, »m letzten Quinquennium jedoch — sowelt reicht nümlich unsere Reporter« Dienstzeit — dürfte diese Zahl kaum wesentlich über» schritten worden sein Sie bezeichnet andererseits so ziem« lich auch das Maximum dessen, was der Schießstüttesalll an tanzenden Paaren zu fassen vermag, ohne das gymnastische Talent der dirigierenden Herrenwelt auf eine allzu gefährliche Probe zu stellen. Die Damenwelt hatte sich erst nach lO Uhr vollzählig eingefunden. so dass fich namentlich zu Veginn ein reichlicher Ueberschuss von Tänzern bemerkbar machte; während die erste Quadrille bloß in zwei Colonnen mit 60 Paaren getanzt wurde, zählte die dritte Quadrille vor der Rast in drei Colon-nen deren bereits 74 In Toiletten herrschte die grbßte Mannigfaltigkeit, und waren namentlich die modernen Farben und Stoffe: blaugrün, gendarmenblau, Mille-fteurs, Granat. Damast, und wie sie alle heißen mögen, zahlreich vertreten; neben vielen geschmackvoll-einfclchen Kostümen gab es so manche von Kennern in diesem Fache als besonders wertvoll bezeichnete Prachttoiletten, — wir erwähnen dieses Umstandet allerdings nur als eines Vorzuges vom optischen Standpunkte aus. Sehr beliebt scheint bei der Damenwelt heuer der künstliche Blumenschmuck zu sein. der als Nufpuh nahezu ausschließlich in Verwendung steht. — Vesoobere Sorgfalt hatte das l5omitc diesmal auf die äußere Decoration verwendet, das Stiegenhaus gewährte in seinem sehl geschmackvoll arrangierten Blumenschmücke einen äußerst gefälligen Eindruck, während der Vorsaal durch seine ungewöhnlich glänzende Vcleuchtung hervorstach. Auch die in Buchform gehaltenen chromollthographierteu Damen» Tanzordnungen waren einfach, aber hübsch. Mehrere Notabilitäten, darunter auch der Herr LanoeSpräsident Ritter von Kallina mit Frau Gemahlin, beehrten das schöne Fest durch längere Zeit mit ihrer Anwesenheil. Pas finaiizielle Ergebnis desselben dürfte sich. Dank einiger Ueberzahlungcn. ungefähr aus 150 bis 200 ft belaufen, die bekanntlich bem Handels» Kranken- und Pensionsvereine zufließen. Die Tanzmusik besorgte, ohne sich im übrigen allzusehr zu echauffieren, die Theuter-laprlle unter Leituu^ des Herrn Meyer. Etwas kürzere Pausen uud dafür ein klein wenig längere Piece» hitten. nichts geschadet. Auch die Restauration, insbesondere die Getränke, liehe» einiges zu wünschen übrig. - ä. (Theater.) Die vorgerückte Faschingssaison üdt auch heuer ihren uachtheil,gen Einfluss auf den Theaterbesuch aus. und es «st beinahe aus der Mode gekommen, bass man ins Theater gHt. Allein es stünde damit gewis« besser, wenn die Direction rechtzeitig An» stalten getrosten Hütte, das Repertoire mit zugkräftigen Novitäten oder minder bekannten älteren Stücken zu bereichern. Von den angekündigten sechs neuen Operetten wurden bisher erst zwei gegeben, und was dazwischen lass. war gröhtentheils unbedeutend und wenig einladend. Wir hoffen indes dass in der bevorstehenden Fastenzeit ein Theil des Versäumten eingebracht werbe. Dem Vernehmen nach, sollen mehrere sehr interessante Vorftel» lungen. darunter „der Freischütz". „Marta", „Undine", „Cagliostro" u»d da« Schauspiel «Haus Fourchamvault". in Vorbereitung stehen, allein es wäre dem Publicum gewiss angenehmer und auch für die Direction vortheilhafter gewesen, wenn ein Theil davon schon früher zur Ecenierung gelangt wilre. Eine sehr gelungene, leider nicht nach Verdienst, aber immerhin ziemlich gut besuchte Aufführung fand am vorigen Freitag mit Halms „Wildfeuer" statt Die zahlreichen Absurditäten dieses trotzdem in vieler Hinsicht bestechenden Stückes traten infolge der überwiegend guten Darstellung beinahe gänzlich in den Hintergrund und liehe» die Schönheit der Sprache, die naive Poesie der Handlung und di: Anmuth der beiden Hauptcharaktere erfolgreichst zur Geltung kommen Ve» sonders gelungen und der höchsten Anerkennung würdig war die Leistung des Herrn Galajthy als „Marcel", welche Partie wie für diesen überaus taleutvollen Schau» spieler geschaffen zu sein schemt. Jede Nuance seines Spieles und Vortrages entsprach dem zu schildernden Charakter sowie der Situation der Handlung und rief das spannendste. Interesse, die wärmste Sympathie und e,ne anhaltende, durch nichts getrübte Befriedigung im Auditorium hervor, welche in lebhaften Veisallsbezei-gungen ihren gerechten Ausdruck fand. Frl. Vellau war für die Darstellung der Titelrolle etwas zu schwach und entwickelte zu wenig Feuer. Unbündigleit und Knaben« haftigleit. Ihr „N-ni" vermochte nicht die erforderliche Illusion herzustellen, indem er sofort das Mädchen verrieth. Immerhin aber enthielt »hre Production sehr viel Anmuth und ersetzte durch diese z»m Theile da«, was ihr an Leidenschaftlichkeit und GefühlSti-fe gebrach. Reizend wirkten jene Momente ihrer Leistung, wo sie die unbewusste Weibl.chleit durchschimmern lieh. Vor« trefflich waren ferner Frau Hrmle als „Gräfin Dommartin" und Frau Audreae-ttühn als „Margot". bann Herr Mondheim als «Graf von Vrienne" Dagegen war Herr Gernthal als .Pierre Vanel" zu wenig rollenfest, weshalb er unausarieht falsch drclam'srt-. Pas Ensemble gieng recht kl^N'>'"0 vm,statl-n. nur Herr Paul vrrmaa die leidige Gewoh'chl't "'chl abzulegen, „a, ! durch unnOlhiae und störende Vrimassen hervorzuthun, «4 Nm Faschingsamstaye wurde die bekannte Räder'sche Posse «Robert und Bertram" gegeben. Nir haben unsere wenig schmeichelhafte Meinung von diesem Stücke bereits anlässlich seiner vorjährigen Aufführnng ausge« sprochen und bemerken deshalb nur, dass wir noch mehr alb seine Lzistenz den Veifall beklagen, den es bei einem gewissen Theile des Publicums hervorruft. Obwohl wir voraussehen, dass der stürmische Applaus, welcher vorgestern jedem Actschlusse folgte, mehr dem wirklich drastischen Spiele der Komiker, als der blöden und würdelosen Handlung galt. müssen wir doch unser Ve« fremden darüber ausdrücken, dass auch die studierende Jugend, welche ganz andere Ideale vor Augen haben sollte, an den überschwänglichen Beifallsbezeigungen theilnahm. Die Darsteller waren in der besten Faschings-samftagsstimmung und ließen derselben die Zügel vollauf schießen. Die Gesangsnummern wurden nur von Herrn Mondheim und Herrn Arenberg befriedigend durchgeführt, während sich das Liederpotpourri im ersten Acte zu einem wahreu Misere« gestaltete. Die ange« kündigte »große Masken.Quadrille" im dritten Acte beschränkte sich auf eine edams Hüßlaiss von vier Paaren. Neueste Post. Oria.inal«Telegramm der „Laib. Zeitung." Wicn, 8. Februar. Auch die englische Regierung zeigt sich nicht abgeneigt, auf den Vermittlungioor« schlag der Pforte in der Gusinje.Plaoafrage einzugehen. Dass gerade das italienische Kabmet von der Pforte angegangen wurde, die Vermittlung dieses Kompromisses an die Mächte zu übernehmen, hat darin seinen Grund, dass Italien unter den europäischen Großmächten die einzige Macht war, welche bereits in den früheren Phasen dieser Angelegenheit nicht so ganz entschieden auf dem Buchstaben des Berliner Vertrages beharren zu müssen glaubte. Wien. ?. Februar. Das ..Fremdenblatt" ver< sicheU auf Grund zuverlässiger Informationen, dass bis jeht fein Mitglied des Cabinets die Demission ge« geben und dass die Ernennung eines neuen Unlerrichts-ministers bis jetzt nicht erfolgt ist. Wlen. 7. Februar. (Abgeordnetenhaus.) In fort« gesetzter Berathung der Grundsteuerlwvelle wird das Gmgchcn in die Specialdevatle über die Minoritäts« antrage mit 150 gegen 146 Stimmen abgelehnt und die Majorilätsanträge zur Grundlage der Specialdebatte angeiwinlnen. In der Specialdebatte beantragt Baron Waltcrslnchen, den § 1 in der Fassung der Minorität anzunehmen, das hecht mit dem Principe der Contin-gentirrung. Graf Vetter beantragt, bis zum Abschlüsse des Neclamationsverfahrens solle die provisorische Steuereinhebuna. auf Grund der Tmschätzungsoperate erfolgen. Die Steuerbeiträge sollen mit Vorbehalt der Ausgleichung nach beendetem Reclamationsverfahren vorgeschrieben werden. Nach längerer Debatte und bei namentlicher Abstimmung wurde der Antrag Walterskirchen mit 155 gegen 130 Stimmen angenommen, ebenso der Antrag Vetter. Die Verhandlung lmrd ab' gebrochen. Menger und Genossen interpellieren betreffs der Eingabe der böhmischen Bischöfe; sie bezeichnen dieselbe als eine Bedrohung des inneren Friedens ulld als eine Aufregung der Staatsbürger. Sie fragen, was die Regierung zur Abwehr diefer Angriffe auf die Ruhe des Staates zu thun gedenke. Nm Dienstag Eihung. Wien. 7. Februar. Im Budqetausschllsse beantragte Abg. Iircc'ek eine Resolution, betreffend die Durch« führung der sprachlichen Gleichberechtigung an der Prager Universität. Minister Stremayr sprach sich ent' schieden gcgen die Czechisierung der Präger Universität aus, indem er den deutschen Charakter derselben nach» drücklich betonte und die Wahrung desselben als Staats» Nothwendigkeit bezeichnete; er stimmte jedoch d?r Reso< lution bei, weil sich dieselbe in allgemeinen Zügen bewege uud die Regierung bestrebt sel, allen Nationalitä« ten qerecht zu werden. Er sagte u. a.: Man könne ebensowenig die Prager Universität utraquistisch ge. stalten, als die Universität Lemberg. wo gleichfalls zwei Nationalitäten seien. Schließlich wurde die Ne» solution mit 18 Stimmen gegen die Stimmen der verfassungstreuen Abgeordneten angenommen. Wien. 7. Februar. Aus Abgeordnetenkreisen er-hält das »Frdbl." folgende Mittheilungen: Die Ab« geordneten Wolfrum. Tomaszczuk und Weeber, welche Donnerstag mit den Ministern Dr. Stremayr, Baron Horst und Baron Korb über die politische Lage con« ferieiten, versammelten taqsdarauf zahlreiche Parteigenossen, darunter auch Dr. Herbst, zu einer Besprechung, in welcher sie über die von den Ministern erhaltenen Auskünfte referierten. Sämmtliche Theilnehmer waren darin einig, dass durch den Austritt auch nur des Ministers Stremayr das Cabinet den Coalitions« character verliere, und dass die Besehung des Unter» richtsministeriums durch einen Anhänger der Rechten als ein der Verf^ssungspartei hingeworfener Fehde-Handschuh betrachtet werden müsste, indem darin die Absicht von Angriffen auf verfassungsmäßige Institli« tionen zu erkennen wäre. In der Versammlung wurde hervorgehoben, dass nicht bloß Stremayr. sondern auch Minister Baron Horst großes Gewicht auf den Zusammenhalt mit den gemäßigten Mitgliedern der Verfassungspartei, durch deren Mitwirkung die Votie« rung des Wchrgesetzes ermöglicht worden ist. gelegt habe. Lemberg. 7. Februar. (Presse.) Der „Dziennik Polsli" meint, dass die Ultramontanen bei ihrem Feld» zuge gegen die liberale Schulgesehgebuna. auf die Unterstützung der Polen keinesfalls zählen können, da diese schon aus egoistischen Gründen die Absichten ihrer bisherigen Alliierten hintertreiben müssen, denn nur in der iiiterconfessionellen Schule vermöge man in Galizien hinsichtlich der jüdischen Bevölkerung einen gründlichen Nationalisiernugipiocess durchzuführen. Ueber das Vorgehen der liberalen polnischen Abgeord' neten dürfte man sich aber unter keinen Umständen einer Täuschung hingeben. Pest, 7. Februar. Der Pester königliche Gerichtshof hat bei dem Oberhause um die Auslieferung des Barons Isidor Majthenyi angesucht, der wegen seines Duells mit Verhovay in strafgerichllicher Uuter< suchung steht. Das Ansuchen wurde' dem Immunitäts« ausschusse zugewiesen. Berlin. 7. Februar. (N. fr. Pr.) Die Bundes, rathsausschüsse für Landheer und Festungen nahmen gestern die Militärvorlasse an. Der Vundesrath dürfte bereits Montag über dieselbe Beschluss fassen, da der Reichskanzler einen Wert darauf legen soll, dass die Vorlage dem Reichstage möglichst rasch zugehe. Paris. 7. Februar. Die Kammer hat bei der Berathung des Gesehentwurfes, betreffend die für 1880 zu eröffnenden Credite, im Sinne der Anträge der Budgetcommission den vom Marineminister ver« langten Credit von 800,000 Francs zu Befestigungen in den Colonien abgelehnt. Gerüchtweise veilautet, der Marinemmister habe seine Demission gegeben — Casimir Perier verliest den Bericht der Commission, welcher in dem Autrage gipfelt, den Amnestie«Antrag einfach abzulehnen. D,e Debatte wird auf Donnerstag anberaumt. London, 7. Februar. In Liverpool wurde der conservative Candida! Whitely mit 20.106 Stimmen gegen Lord Ramsey gewählt, welcher 23.885 Stun-men erhielt. Telegraphischer WechselcnrS vom 7, Februar > Papier- Rente 71 ll0. ^ Silber - Ncntc 72 45. - Gold-,^ Rente 85-40. .. 1860er Etaats-Nnlehen i:ll-. - Vanlacticn ! 842, — llreditactien «02 80. — London 116 95 — Silber -'! — K l. Münz-Ducaten 253. - 20. Iranlen - Stücke 9-15 - > 100.Reichsmarl 57 30, Vi en, 7. Februar, 2'/, Uhr nachmittag«. (Hchll,s«c»rse.) «reditactien 303—. 16«0er Lose!3> . 1««4er «ose 17?-. österreichische Rente in Papier ?l 5t». S<°nt«bal,n 27?o", Nordbahn 236 . 20.ssranlensiü Stroh, 2b Nagen und 3 Gchiffe mit holz (26 Eubilmetcr) Durchschnitt».Preise. «,>ll N. sl j «,, ^ ^^ Weizen pr, hettolil. 1u 4<) H^6 Vutter pr. «ilo . - 7" "!" Korn . 6 6s 6 70, Eier pr. Stück . . 21 ^i"" werste (neu) „ 5 :ltt 5 N Milch pr. Liter . -!g ^ Hafer « 3.25 ?. 6« Rindfleisch pr. Kilo - bs l" Halbsrucht , -,- 8^30 Kalbfleisch . —54-^ Heiden . 5 35 5,7^l Schweinefleisch . — 4s ^ Hirse . 5 20 5 47, Schöpsenfleisch „ - 3S - Kukuruz . 6 60 6M,vähndel pr Ztuck — 70 ^ Erdäpfel 100 Kilo 3 5 — tauben - 20 ^ Linsen pr. hellolit 8.----------->Heu 100 Kilo ." 194 ^ Erbsen „ 8<50-------Ztroh ^ . . i 78 ^ K'slilen „ 9-----------yolz. hart., pr. vier Amdsichmalz .«ilo - 90 Q »Meter____s " Schweineschmalz ^ - 70 - - weiches. . ____ü" «peck, frisch ^ — 56-------Wein. roth,. l00 Lit.____sO " — geräuchert^ — 60------— weiher . .. IS ^ Angekommene Fremde. Am 7. Februar. Hotel Stadt Wie«. Niederspi,. Wagner. Viravlag und S^' l'ch' Kaufleute. Wien, - Ncumart. Ksm. Leeb«. - b"^' Ksm Berlin. — Schenilen. Kfm.. Stuttgart, Hotel «lephsnt. Plauili. Holzhändler. Agram. - v. llati««' v,cs- Schacher, itsm.. W,en. — Ncrdowaß. Privat. V"' bürg, - Wuinz. Wildon, — v. Tarnoczu 3üdbahn°eau»tel' Wörgl '^ ' Mohren. Petet Magdaleua. Marburg. - Podlesnla Na verantwortlicher N,dnst„>^ ^?. I _... », I"...»,, ls ^. Bölscbcricht. N^,°""-" " "'" "° "° «'°'°n»°"°» °'°','r, °,« °°«°r«., »iUe,-, «h»,.n, !ich «^ " 122 7Ü Douau.Reaulierung4.Los« . , N2>75 ll3-Domänen. Pfandbriefe ... 146— 14S50 Oesierr. Schatzfcheme 1881 rüAnleihe, sumulativslücke......117 50 118- Unganjche Gchaßanw. vom I. IU?4..........^ '^ »- — Anleben der Stadtgemeinde N.en m « P......"1 10, 25 Gsnndentl«ttn»«»vvli,«ti«ne» VSHmen.........103 - 104 . Niederösterreich......1047/» leb 25 Malicen.........9? — 98 ^. Eiebenburaen.......87 — 87 75 Temeser Vanat......88^5 88'7i» Ungarn..........83 »ü »0 . »nglo.Sslerr. Vanl..... 1b6 - 156 25 «rebitaustali ....... 302 8)303- Depositenbans....... — — — Lreditan'talt. ungar..... 276 50 277 — vesterreichlsch. ungarische Vanl 840 »42 — Unioubaill ........ 12« ü» 1^?ö «erlehrsbanl....... ,4» 50'144 - Wiener Vanlverein..... 1.».4'.0 Ttaat«bahn........2?l Kleinbürger «ahn . N l<1,Ao 3»°at«bat,n 1. «m l?4 - ^' südbahn ^ 3»/. , . ' 122 50 H.?5 » 5»/.......108 50 l" Ve»l»<«. ^ «us deutsch« Mtz, . 57s" ,,7?'> London, lurze Acht ' ' . l'6^ ?5> London, lange Vicht ' ' ' . ll?2b >^hO Pari« .....'... 46 4> »,l»l«rte». "^" ^ 54 ^ Ducaten .... H ff. 53 rr. l si-^ , 'iavoleo!,«d'or . 9 53'/« , " " vtutsche «eich«. _ ßb ' Noten ... 57 . 80 . b? - ^, » slldergulden . . — . — , ^ - »rainlsche »cundentlastungs'^bllsa"" «ochtnlg: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 7135 bi» 7145. Tilberrent, 7260 ii« ?li 70. ,«ldr««te 6550 bi« 85«. ««>.«. ^27! ^^.^°"»Ial- "6«* ^