Nr. 47. Vränumtl»tlon«ple<«: Om «omptol» ganzj. fi. 11, halbl. N. b »0. FÜ» die Zustellung ins H«u« halbl. 80 lr. Mit der Post gauzj, st. 15< haldj. ft. V50, Dienstag, 26. Februar. I»s«rtlon«gebH»: yll» Ntln« Inl««t« l!» >n 4 geilen «5 k.. grüßtl« per ZeUe S l«., del «»»»«» wllbeiholungen p»l »^eilt 3 l«. 1884. Amtlicher Theil. ^.^ Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit u k s? ^ unterzeichnetem Diplome dem Generalmajor uno Commandanten der zweiten Gebirgsbrigade Georg ^a.dlch als Ritter des Ordens der eisernen Krone fetter Classe in Gemäßheit der Ordensstatuten den "rewerrnstand allergnädigst zu verleihen geruht. l,«^^' k- und t. Apostolische Majestät haben mit Aller« Mster Entschließung vom 19. Februar d. I. dem Sec-'^athe des Ministeriums des Innern Adolf Eifen-larf ' " ^^en der eisernen Krone dritter Classe M,?s4 "^ ben: Rechnungsrevidenten in dem genannten dieN "" Mred Tausch in ski das goldene Ver-gerubt '"'^ ^^ ^°"^ allergnädigst zu verleihen Us, A k. und k. Apostolische Majestät haben mit NaMchster Entschließung vom 19. Februar d. I. dem "rrieyr8d,rector der priv.Südbahn-Gesellschaft Heinrich Class ^ ^kfrei den Orden der eisernen Krone dritter rilÄ " den Functionären der österreichisch'' zu spenden geruht. ^^^^^^^^ __________. Laibach, 25. Februar. Indem das „Laibacher Wochenblatt" in seiner letzten Nummer berichtet, dass dermalen eine mit 213 Unterschriften bedeckte Petition um Verhaltung der Stadtgemeinde Laibach zur Errichtung einer deutschen Schule in den Händen der Landesschulbehörde ruht, knüpft es daran verschiedene, den wahren Sach-verhalt verkennende, tendentiöse Bemerkungen: «Es sei für die Deulschen unausweichlich, ihr Recht auf eine deutsche Schule in Laibach geltend zu machen, und sie werden es, dessen möge der Vorsitzende des Landesschulrathes sicher sein (!), zu finden wissen; es handle sich um eine hochwichtige Angelegen« heit, um eine wahre Lebensfrage für die Deutschen in Krain, und nicht nur für die Deutschen, sondern auch für zahlreiche Slovene«, denen die Nothwendigkeit und die Einsicht gebiete, dass ihre Kinder so rasch als möglich und in erfolgreicher Weise Unterricht im Deutschen genießen; mehr als einmal habe das „Wochenblatt" „in der Aera Winkler" begründeten Anlass gehabt, Klage zu erheben über die BeHand« lung der Deutschen im Lande, über die Zurückdrän« gung der deutschen Sprache und die ungebürliche, mit den Anforderungen des Unterrichtes und den Bedürfnissen des praktischen Lebens im Widersprüche stehende Slovenisierung in Schule und Amt" u. s. w. Zu diesen und ähnlichen, fast in jeder Nummer des „Wochenblatt" vorkommenden Expectorationen haben wir im allgemeinen nur zu bemerken, dass unseres Wissens in der „Aera Winkler" noch lein Gesetz zum Nachtheile der Deutschen in Krain verletzt worden, dass überhaupt denselben noch durch keine behördliche Verfügung irgendwie Unrecht geschehen ist, und dass die Deutschen eine Beeinträchtigung ihrer Rechte auch für die Zukunft nicht zu befürchten haben. Betreffend die oberwähnte Petition, so lässt sich gegen die Berechtigung zur Einbringung derselben wohl nicht« einwenden, da das Petitionsrecht staats-grundgesetzlich jedermann zusteht. Allein dieselbe scheint uns insofern vielleicht überflüssig zu sein, als die Landesschulbehörde selbst anlässlich der Berathung in« betreff des Beginnes des deutschen Sprach. Unterrichtes an den städtischen Volksschulen in Laibach für slovenische Kinder an dem Grundsatze festgehalten und ausgesprochen hat. dass für den Unterricht der Kinder deutscher Muttersprache an eben diesen Volksschulen in Gemähheit der gesetzlichen Vorschriften die Gemeindevertretung nachMahgabe des nachgewiesenen Bedürfnisses Vorsorge zu treffen habe. Anlangend die slovenische Schul« jugend, so kann diese die Vormundschaft der Herren vom «Laibacher Wochenblatt" wohl entrathen; doch möchten wir diesen Herren, wenn sie es noch nicht wissen sollten, mittheilen, dass die Landesschulbrhörde sammt ihrem Vorsitzenden — ungeachtet der Bestimmung des Staatsgrundgesehes, wornach ein Zwang zur Erlernung der zweiten Landessprache nicht angewendet werden darf — dem Bedürfnisse und dem Wunsche der slovenischen Bürger Laibachs Rechnung tragend, dafür sorgt und sorgen wird, dass deren Kinder auch die deutsche Sprache werden erlernen können. Die ewigen monotonen Klagen des „Laibacher Wochenblatt" über ungerechte Behandlung der Deutschen im Lande sind schon wirklich langweilig gewor« den, sie sind umso langweiliger, als ja seinem Col« legen und Freunde, dem „Slovenski Narod", die Regierung eigentlich bezüglich der Slovene« nichts recht machen kann, so das« nach seiner Anschauung diese selbst und nicht die Deutschen die Bedrückten sind. Wer hat also recht, das »Wochenblatt" oder der „Narod"? Wir ersuchen die beiderseitigen Herren, diese Frage in einer gemeinschaftlichen Eonferenz zu beantworten. Vielleicht werden sie sich dabei deutlicher, als wir es vermöchten, zu sagen wissen, wer von ihnen größeres Unrecht leidet, und sich als Leidensgenossen wechselseitig Trost und Muth zusprechen. Das Unrecht, wel« ches der Bevölkerung in Krain widerfährt, beunruhigt uns ganz und gar nicht. Feuilleton. Der Meinhäusler. Mahlung aus dcm obdcrcnnsischcn Vollslebe« von L. A. Kaltenbrunner. (33. Fortschung.) laae 3" ^mittag eines der nächstfolgenden Wochen-uH 9 ^ '" Hause ungewöhnlich still. Grundner häs!i' k Dienstleule draußen auf den Feldern be-bli^ Nt. wie es eine große ländliche Wirtschaft mit sich "^,waste waren um diese Zeit noch nicht zugegen. Und N "'Wen Zurückgebliebenen waren die Wirtin lnahl /°"l' "^" in der Küche, um das Mittags-Kübels? ^"'ten, letztere ab und zu gehend, um mit« Hru..? ""b in den Zwischenpausen draußen am """e" das Geschirr z3 reinigen, "uf i5?"<« l'Hleik eben ihre ganze Aufmerksamkeit Zinn , ^"kmachen der Teller und Schüsseln von ^rckt's,^ >" mit einemluale aus der nahen Küche ein Un, ' "^ Schreien hörte. Eilends lief sie hinein, liche? ,N"' "as es gebe, da bot sich ihr ein schreck. «nvuck dar. ^ren ^ -^ Küchenthür stürzte die schreiende Wirtin, scheiß '° am unteren Ende hell brannte. Wahr-^lallen "^ Vom Herde ein unbeachteter Funke herab-Neffen ^ leichte Rock von Kattun halte Feuer ^emu^l^" v"l?r im jähen Schrecken die Geistes« tvodurH k-""c? lief in ihrer Todesangst ins Vorhaus, 5m r?l"U""e noch mehr angefacht wurde. ""' "sten Augenblicke des äußersten Schreckens wollte Vroni die rasch emporzüngelnde Flamme mit den Händen dämpfen, verbrannte sich jedoch auf das heftigste und musste sogleich von diesem vergeblichen Versuch abstehen. Das herzhafte Mädchen, des eigenen unsäglichen Brandschmerzes nicht achtend, kam nicht aus der Fassung. Es war ein Werk weniger Secun-den, dass sie in die Küche sprang, große Küchentücher in ein Schaff Wasser tauchte und die Wirtin damit bedeckte, nachdem die letztere von ihr aufaefordeit worden war, sich auf den Boden zu werfen. Kaum war durch Anwendung dieses energischen Mittels die Erstickung der Flamme gelungen und die entsetzliche Gefahr beschworen, so sieng — infolge der nahen Be« rührungen — das eigene Kleid Vroniö zu brennen an, und während Frau Grundner ohnmächtig und be« wusstlos noch am Boden lag, hatte Vroni die höchsten Anstrengungen zu machen, um die Flamme mit der erforderlichen Schnelligkeit zu bekämpfen und gänzlich zu tilgen. Dabei aber nur auf sich selbst angewiesen, verbrannte sie sich neuerdings stark an den beiden Armen. Dessenungeachtet durste sie jetzt nicht an sich selbst denken. Die Wirtin benöthigte ihres dringenden fortgesetzten Beistandes und musste vor allem wieder zum Bewusstsein gebracht werden. Vroni besprengte sie mit frischem Wasser, dann lief sie in die Schlafstube der Herrenleute, holte das Fläfchchen mit Kölner Wasser und rieb sie damit an den Schläfen und unter der Nase. Endlich schlug Frau Grundner die Augen auf und erhob sich, von Vroni unterstützt, welche die gänz< lich Erschöpfte und Betäubte sanft auf eine Bank niederließ. Die Wirtin stöhnte und wimmerte vor Schmerzen, denn ihre beiden Füße waren mit großen Brandwunden bedeckt. Das hilfreiche Mädchen, welches sich jetzt erinnerte, dass in solchen Fällen das Einreihen mit Oel gute Dienste leiste, eilte in die Küche, langte rasch nach der Oelflasche und bestrich mit sorgsamer Hand die Füße der Wirtin, deren Zustand nicht viel kläglicher war, als ihr eigener. Nachdem sie diese Hilfe geleistet hatte, dachte sie erst an sich selbst, indem sie ihre verbrannten Arme nun auch mit Oel einrieb, sich aber vor Schmerzen kaum mehr aufrecht zu erhalten vermochte. Die zum helleren Bewusstsein gekommene Wirtin erkannte, wem sie ihre Rettung zu verdanken hatte, da es ihr wohl klar geworden war, dass sie ohne die Hilfe Vroni's das unrettbare Opfer eines grässlichen Todes gewesen wäre. „Ich kann dir noch nicht danken, Vroni!" sagte sie mit matter Stimme. „Vor Schmerz und Schrecken bin ich nur halb bei Sinnen." Als sie jetzt bemerkte, dass der ganze untere Theil ihres Kleides verbrannt war, entsetzte sie sich über diesen An-blick und bat Vroni: „Führe mich ins Zimmer und hilf mir ein anderes Gewand anziehen oder bringe mich lieber gleich ins Bett. denn ich kann nicht auf-bleiben. Dann laufe hinüber zum Wundarzt, ich lasse ihn ersuchen, dass er auf der Stelle kommen möchte. Ach Gott!" seufzte sie jetzt, „ist denn noch niemand zu Hause?" In demselben Augenblicke, wo Vroni ihre Dienst-Herrin ins Zimmer führte, kam Leopold heim. Groß war seine Bestürzung, als er in kurzen Worten von Vroni vernahm, was vorgefallen war. In der nächsten Minute aber war er auch fchon auf dem Wege. um an Vroni's Stelle, welche ja selbst fchwere Wunden hatte, eiligst den Wundarzt zu holen. lFortschung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 47 394 26. Februar !884. Reform der Spiritussteuer. s Der zwische« der österreichischen und ungarischen Regierung vereinbarte und gegenwärtig im Stadium der parlamentarischen Behandlung stehende Gesetz« entwurf, betreffend die Reform der Brantweinbesteue-rung, lässt sich im wesentlichen als ein Versuch kennzeichnen, den bisherigen Ertrag der Brantweinsteuer zu steigern, dabei aber mit Schonung der in diesem Industriezweige bestehenden Verhältnisse die Steuerlast gleichmäßiger zu vertheilen, als es gegenwärtig der Fall ist. Es ist erklärlich, dass jeder derartige Versuch innerhalb der betroffenen Kreise auf größeren oder geringeren Widerstand stützt; begreiflich wäre auch, dass vom allgemeinen staatswirtschaftlichen Standpunkte das Anstreben eines noch größeren finanziellen Erfolges gewünscht wird; dass aber gegen das neue Gesetz sich Stimmen erheben, die einzelne Normen desselben mit der Motivierung bekämpfen, dass sie der Industrie ab« träglich, ja ruinöse seien, während diese Bestimmungen ihre Entstehung gerade den in den verschiedenen En-quöten zum Ausdrucke gelangten Wünschen der Industriellen selbst verdankten, ist auffallend und für die Charakterisierung dieser Art Oftposition bezeichnend. Ek fällt nicht schwer, das Unbegründete der meisten dieser Anwendungen, die sich, wie gesagt, nur auf einzelne, hauptfächlich aber auf die eine Bestimmung des Gesetzes, wornach der Alkoholgehalt des zu versteuernden Productes mit 75 Proc. pauschaliert wird, beziehen, zu widerlegen; zuvor muss aber mit Genugthuung constatiert werden, dass die Opposition gegen h,e — lheilweise — Adoptierung des Principes der Productensteuer, welche letztere absolut nothwendig war, sowohl wegen des finanziellen Elfolges als wegen der Benachteiligung der kleineren Brennereien gegenüber den großen Etablissements unter der Herrschaft des Pauschalierungsmodus nahezu vollständig aufgehört hat, während noch im Jahre 1878 diese Opposition eine so starke war, dass sie den schon damals von der Regierung gewünschten Urbergaug zur Producten-Besteuerung verhindern konnte. Dass auch diesmal nicht die reine Productensteuer angenommen wird, beruht auf einer Berücksichtigung der factischen Verhältnisse. Den landwirtschaftlichen und kleineren Brennereien konnte der Uebergang zur Productensteuer schon wegen der durch denselben bedingten Reconstruction nicht zugemuthet werden, und ebenso war es die Rück« sicht auf den Export der großen Etablissements, welche zur Pauschalierung des Alkoholgehaltes mit 75 Proc., also zu einer weiteren Abweichung von dem Principe der Productensteuer führte. Diese zwei Bestimmungen des Gesetzentwurfes, die Ungleichheit in dem Besteuerutigsmodus und die Pauschalierung des Alkoholgehaltes, sind es, welche als das Interesse der Industrie und in zweiter Reihe auch des Fiscus schädigend bezeichnet werden. Mit welchem Rechte, werden wir gleich sehen. Was zunächst die Ungleichheit der Besteuerung anlangt, ist eben dieser Uebelstand bei dem Pauschalie-rungsmodus in geradezu erschreckendem Maße eingetreten und hat solche Dimensionen angenommen, dass dadurch die Existenz der kleineren Brennereien, deren Leistungssähiakeit und daher auch Steuerersparnis in leinem Verhältnisse steht zu denen der großen Etablissements, im höchsten Grade gefährdet wurde. Wenn demnach behauptet wird, dass die Brennereien, welche das Pauschalierungssystem beibehalten, in eine ungün« ftigere Situation gegenüber den großen Etablissements kommen, so ist das einfach unwahr. Da die diesfalls angebotene Berechnnng nicht vorliegt, fo erfcheint eine Widerlegung derfelben nicht thunlich; wohl aber geht die Unrichtigkeit dieser Behauptung zur Evidenz aus der Thatsache hervor, dass es gerade die Besitzer der landwirtschaftlichen und kleinereu Brennereien waren, welche nicht nur die Aufrechthaltung des Pauschalie« rungsmodus, sondern sogar die weitergehende Ausdehnung desselben begehrten. Uebrigens gestattet ja das Gesetz auch den kleineren Brennereien die Wahl der Producten-Besteuerung und gewährt ihnen für diesen Fall Nachlässe von 20, resp. 10 und 5 Procent. Nicht minder unzutreffend sind die Einwendungen, die gegen die Paufchalierung des Alkoholgehaltes mit 75 Procent erhoben werden. Zunächst ist es ganz irrig, wenn man glaubt, die Regierung habe diese Bestimmung in den Gesetzentwurf aufgenommen, um Defraudatiönen hintanzuhalten. Die ratio wßiz war vielmehr, wie oben bemerkt, die Rücksicht auf die E» Haltung der Exportfähigkeit der großen Brennereien, von deren Vertretern in den EnaMen nachgewiesen wurde, dasz sie bei der Einführung der reinen Producten« steuer gegenüber dem Auslande vollständig concurrenz-unfähig werden dürften und in diesem Falle eine Exporlpratme von 30 Proc. und darüber verlangten, welche die Reg,erung schon mit Rücksicht auf die bestehenden Handelsverträne im Gesetze nicht statuieren könnte. Dass der Mehrertraa. der Brantweinsteuer durch diese Maßregel geschmälert wird, ist richtig das hängt aber eben mit der wohlwollenden Rücksichtnahme auf die bestehenden Verhältnisse zusammen. Im übrigen aber ist eine zu weitgehende Benachtheiligung des Fiscus durch die Pauschalierung des Alkoholgehaltes, wie solche beispielsweise seinerzeit bei ver Zuckersteuer , platzgriff, durch die Verhältnisse ausgeschlossen, denn !es ist eben nicht möglich, Spiritus von mehr als 96 Grad Alkoholgehalt anders als auf chemischem Wege zu gewinnen, und es bleibt daher den Brennern nur der Spielraum von der Paschalierungsgrenze, 75 Grad bis 96 Grad, während die Marge der Steuer« ersparung uutcr der Herrschaft des Pauschalierungssystems eine so große war. dass, wie der Motivenbericht hervorhebt, die großen Brennereien jetzt wohl doppelt so viel Alkohol erzeugen, als sie zu versteuern haben. Der finanzielle Erfolg des neuen Gesetzes wird un« geachtet dieser Begünstigung noch immer ein namhafter sein, denn wenn man im Durchschnitte selbst eine Grad-hältigkeit von 93 Proc. dl-5 erzeugten Spiritus annimmt, so würde sich doch die factische Steuerleistung per Hektolitergrad auf circa 9 kr. stellen, während dieselbe gegenwärtig kaum 5 kr. beträgt. Die Erhöhung beläuft sich daher auf über 80 Proc.; bei den kleineren Bren» nereien, die das Pauschalierungssystem beibehalten, auf uugefähr 30 Proc., ein wrilerer Beweis, wie ungerechtfertigt die Behauptung ist, dass letztere jetzt ungünstiger gestellt sind als bisher. Bleiben nur noch die anderen, angeblich Volks« wirtschaftlichen Nachtheile der Pauschalierung des Alkoholgehaltes zu beleuchten. Diefelben sollen darin bestehen, dass die Pauschalierung zu fortwährenden NeU'Investitionen reizt, und dass endlich dem Ras« fineriegewerbe dadurch ein Todesstreich versetzt wird. Die letztere Befürchtung erfcheint absolut grundlos, denn die Raffinerie besteht nicht nur in der Erzeugung hochgradiger, sondern gleichzeitig reiner Ware, wie solche nur durch ganz besondere Manipulationen, die mit dem gewöhnlichen Bsennereibelriebe nicht zu ver, einigen sind, erzielt werden kann. Auch die Eventualität, dass in Zukunft nicht raffinierte Ware, son« dern hochgradiger Rohsprit zum Export gebracht werden kann, ist nicht wahrscheinlich, da der Ex« porteur in diesem Falle das im Rohsprit enthaltene Fuselöl mit verzollen müsste und der Einfuhrzoll in den fremden Staaten viel größer wäre, als die Steuer-erfparnis. Was fchließlich die Nothwendigkeit von großen Investitionen anlangt, so lässt sich dieselbe nicht leugnen; die Interessenten selbst haben sich aber schon längst damit vertraut gemacht und schrecken nicht davor zurück. Zu bemerken ist nur, dass die Gefahr wieder« holler Investitionen schon deshalb nicht so imminent ist, weil die Erfindungen auf diesem Gebiete nicht gar so zahlreich sind und weil auch die Steuerersparung einen engbegrenzten Umfang besitzt, wie oben nachgewiesen worden ist. Endlich darf auch nicht übersehen werden, dass bloß die auf die Arennvorrichtungen bezüglichen Investitionen durch die Pauschalierung des Alkoholgehaltes bedingt sind, während alle übrigen Investitionen auch bei der reinen Fabritatsteuer ge« macht werden müssten. Es dürfte immerhin recht befremden, dass das leitende Oppositionsjournal gerade in dieser Sache einem wenig sachkundigen Streiter seine Spalten zur Aufnahme seiner lediglich durch den Mangel an jedweder fachmännischen Kenntnis charakteristischer Oppo-sitionstiraden geöffnet hat. Es ist dies um so auffälliger, als dasfelbe Blatt einige Tage früher an derselben Stelle die Bra.ntweinsteuervorlage als die ein-zige Vorlage bezeichnet hatte, welche seitens der Vereinigten Linken als annehmbar hingestellt worden sei. Reichsrath. 335. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 22. Februar. (Schluss.) Da« Haus schreitet hierauf zur Fortsetzung der Specialdebatte über die Regierungsvorlage, betreffend die Erwerbung der Kaifer - Franz-Josef-Bahn, der Krön Prinz«Rudolf-Bahn und der Vorarlberger Bahn für den Staat. Artikel 1, welcher die Genehmigung der abgeschlossenen Uebereinkommen betrifft, gelangt ohne Debatte zur Abstimmung. Auf Antrag des Abg. Dr. Meng er wird über den Absatz d, betreffend das Uebereinkommen mit der Kronprinz' Rudolf. Bahn, feparat abgestimmt. Die Uebereinlommen mit den beiden anderen Bahnen wer« den einhellig, das mit der Kronprinz-Rudolf.Vahn wird mit Majorität angenommen. Die übrigen Artikel 2 bis 8 werden ebenfalls ohne Debatte einhellig angenommen, und wird die Vorlage fofort auch in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Es folgt die zweite Lefung des Gesetzentwurfes, betreffend die Zugeständniffe und Bedingungen für den Bau einer Localbahn von Fehring nach Fürstenfeld. (Referent Abg. Sprung.) Abg. Dr. Ruß begrüßt die Vorlage insbesondere deshalb mit Freude, weil dieselbe einem Alpenlande zugute komme, wo die Bedingungen für die Herstel. lung von CommunicationLmitteln ungünstiger seien, als in den nördlichen Ländern der Monarchie. Hinsichtlich der Vortheile dieser Localbahn verweist Redner auf den Motivenbericht, dann darauf, dass die Flüsse Lasnih, Saifen und Feistriz, au welchen diefe Bahn lieqen werde, bedeutende Wasserkräfte liefern, darauf, da>ö die Bevölkerung dieser Gegend sehr arbeitsames», dass die Obstcultur daselbst im Zunehmen begriffen ist. ferner auf die Billigkeit der Herstellung der Bah« und auf deren Verlängerungsfähigkeit, da sie vielleicht einmal das Stück einer großen Bahn werden könne. Redner wünscht, dass die Entwicklung der Bahnen niedrigster Ordnung möglichst gefördert werde, unv betont, dass eine Voraussetzung für deren Entwicklung die Vorlage eines Localbahu«Gesetzes sei. Er und seine Gesinnungsgenossen würden nicht in der Lage sew, einer neuen Verlängerung des gegenwärtig bestehenden LocalbahN'Gesehes zuzustimmen, weil die der Regierung darin gegebene Vollmacht mit Rücksicht auf den derzeitigen Stand der Bahnen niedrigster Ordnung eine zu weitgehende sei. Redner ersucht schließlich den an/ wesenden Herrn Handelsminister, welchem er für d«e Aufmerksamkeit, die er dem in Berathung stehenden Gegenstande schenkt, seinen Dank ausspricht, eine Er< klärung darüber abzugeben, ob die Regierung geNM» sei. ein solches Localbahn«Gesetz bald und zu einer Zeit vorzulegen, wo dasselbe mit Muße berathen lver-den kann. (Bravo! links.) Se. Excellenz Handelsminister Freiherr von Pin^ Ich werde mir erlauben, auf die Anfrage des Herrn Vorredners bezüglich der Einbringung eines Localbahn°Gesetzes zu antworten. Ich kann dem Her^ Abgeordneten versichern, dass sich die Regierung lB der Abfassung eines solchen Gesetzes auf das ernstliM und eingehendste beschäftigt, einen folchen EntlvlM auch fchon fertiggestellt hat; derfelbe muss aber nos einigen neuerliche» Berathungen unterzogen werde» Die Regierung wird dafür forgen, dass dieses Gesetz ^ einer Zeit eingebracht werde, wo ohne Schädigung ^ Ertheilung von Concessionen für den Bau von TistN-bahnen die Berathung desselben zu Ende geführt we^ den kann. (Bravo!) Der Gesetzei'twurf wird in zweiter und drittel Lesung ohne Debatte unverändert angenommen. Das Haus schreitet hierauf zur zweiten LeW des Gesetzentwurfes über die Zugeständnisse und ^ dingungen für den Bau einer Localbahn vo" Asch nach Rossbach. Abg. Dr. Rieger erstattet den Bericht und en)' psiehlt mit Rücksicht darauf, dass der Bezirk Asch "^ Böhmen vorzugsweise auf den Industrie-Erwerb a^ gewiesen, und dass gerade dort für das Gedeihen, l für die Existenz der Industrie das Vorhandenst^ nuter Communicationen, namentlich von EisenbaY^ Verbindungen, unentbehrlich ist, die Annahme des Geste' entwurfcs. Der Gefetzentwurf wird in zweiter und drillt Lefung ohne Debatte unverändert angenommen. .<, Vicepräsident Graf Richard Clam-Martin'? übernimmt den Vorsitz. « Es folgt fodann die erste Lesung des Antrag der Abgeordneten Dr. Jaques und Genossen, °, treffend Abänderungen der Strafproce" ordnung vom 23. Mai 1873. > Abg. Dr. Iaques begründet feinen Antrag ^ be'ont, dass die nach Einbringung seines Antrag, erflossene Verordnung vom 30. Jänner d. I. ein OlU" mehr fei, um sich der Reform des SchwurgerlOl Verfahrens mit Ernst zuzuwenden. ^ (Präsident Dr. Smolla übernimmt wieder " Vorsitz.) 2 W' „Redner geht sodann zur Begründung selnev^ träges über, verweist auf die in der juristischen ^, allgemein verbreitete Ansicht, dass die englische wei^ gebung in Bezug auf das Schwurgerichtsversay.^ dem Wtsen der Sache und der Garantie sits.^,d gedeihliche Rechtspflege am besten entspreche, tvM^, die österreichische Gesetzgebung in dieser BeziehM.^ Mxwm compoLiwm enthalte, indem sie fla"ö"^ge. und englische Bestimmungen mit einander verwe .^ Das Resume des Präsidenten sei nicht nur übers!"" j,, sondern auch, da ein vollständig objectives ResUlN'^, dem die eigene Ansicht gar nicht durchblickt, W^ logisch unmöglich sei, für die unparteiische ^g, sprechung sogar gefährlich. Die vollständige «^ ^, nung der persönlichen Ansicht des Vorsitzenden »e ^, möglich, was auch die Erfahrung jeden Tagve^, Dieses Resume sei aber auch gefährlich l^ ?^«,M übuug der Gerechtigkeitspflege. Redner "acht "M, auf den Gang aufmerksam, welchen die Frage yl '^ lich des Resume und der Rechtsbelehrung '« "/^erlt. schiedrnen Staaten Europas gemacht hat, und "e ^, dass, wenn auch heutzutage Fragen der Rechte ^^,, lnug einem relativ mäßigen Interesse begegne", hie ungeachtet keine Zeit so sehr die Aufforderung ^, Volksvertreter richte, auf dem Gebiete der" „„d aufgaben, des Unterrichtes, der Volkswlrtscyai ^, des Rechtes unausgesetzt thätig zu sein, nne " ^' tige. In formeller Beziehung beantragt l»ev',^^.) Zuweisung an den Strafgesetz-Aubschuss. (V"'" ss^ z"" Der Antrag wird dem Strafgesetz-Ausjcy"" ^wiesen. . . Pan"" Abg. Ritter vou Zat or ski referiert'" ^l' des Iustizausschusses über den Gesetzentwur,. ^s, fenddieConfular.Oerichtsbarkeltm ^,^„. und empfiehlt, drmselden die Zustimmung s" ,___Laibacher Zeitung Nr. 47 395 26. Februar 1884. u„k?" Gesetzentwurf wird ohne Debatte in zweiter ""o dritter Lesung angenommen. ^ Abg. Nitter von Sochor referiert im Namen des Mlswotschaftlichen Ausschusses über das Gesetz, w ^Neiid die Abänderung der Maß- und Ge- lchisordnung. Der Gesetzentwurf, welcher dem ^"uKschanke von Getränken eiugelebten Bedürfnisse M dem „Seitel") Rechnung trägt, wird auf Antrag ^ "usschusfes ohne Debatte in zweiter und dritter "lung angenommen. ß'^H'erauf werden über Antrag des Legitimations« "usschusses die Wahlen der Abgeordneten Josef Ritter zs." Brenner. Dr. Leo Ritter von Bilinsli. zM Aoha.y, Ignaz Zapatowicz, Ladislaus von m^" ^ozinski. Dr.Servaz Heller, Frech. "" ^cadherny, Alexander Hulimka agnosciert. Der Präsident bricht hierauf die Sitzung ab. h. D'e Abgeordneten Lienbacher und Genossen 'NM einen Gesetzentwurf ein, betreffend diezwangs -H Ue Veräußerung landwirtschaftlicher k,« c^' und beantragen die Zuweisung desselben an dl" Iustiz-Ausschuss. filr c> ^ Präsident beraumt die nächste Sitzung >"r t5reitag, den 29. d. M., an mit folgender Tages-^Nung: nen n? ^^ Lesung des vom Herrenhause beschlosse-g«' Gesetzentwurfes, betreffend die Errichtung des ^ Fürst Loblowitz'schen Realfideicommisses. ien^ ^ 3^^ Lesung der Regierungsvorlage, betref-' "° °'e Pfandleihgewerbe, weaen »- ch° Lefung des Antrages Dr. Bareuthers ''^ltllösung der bailischen Eger-Hofer Staatsbahn, di? n ^ Zweite Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend ^calbahn Budweis-Salnau. die vi f ""'"^ Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend a?r ^^""3 "on Rechtshandlungen zahlungsunfähi-«" Schuldner. <»„ ^) Zweite Lesung des Uebereinkommens mit Kärn-"'. betreffend den Grunoentlastungsfond. xj ^) Zweite Lesung des Gesetzentwurfes, betreffend "'e ^tegelung der Erdharzgewinnung. .. u.) Bericht des Budget.Uusschusses über die Pe-l"on des orientalischen Museums um Bewilligung "Ner Subvention von jährlich 10000 st. 9.) Bericht über den Gesetzentwurf, betreffend die Stellung und den Wirkungskreis des Staatsrechnunas-hofes. " 10.) Berichte über Petitionen. Schluss der Sitzung 2 Uhr 30 Minuten. Zur Lage. d n/'" Tb."l der Wiener Morgenblätter vom 23sten an« ^chäftigt sich mit dem vom Abgeordnetenhause 5^""lnmenen österreichisch - französischen sck,"^lsvertrage. Die Presse tritt den lriti-^Bemerkungen des Abgeordneten Ritter v. Chlu-a«a « "^ einzelne Bestimmungen des Vertrages ent. der nun^ ^werkt u.a.: «Es ist unbestreitbar, dass über d? ^ äm Geltung kommende Vertrag gegen« unaanl? bisherigen Provisorium dem österreichisch. Es is/'^" Staate nicht unwesentliche Vorlheile bietet, die Cnn "!c- ^ndenziöse Auffassung der Sachlage, wenn in B«,. ''""' selche die französische Regierung uns Prod? "^ die Einfuhr von Schafen und thierischen Wird ^1 zugestanden hat, als eine solche bezeichnet einne'rän"^ 's Frankreich möglich macht, die uns ttsie N e Begünstigung jederzeit zu eludieren. Die ied/nsAraussetzung ^„es Vertragsabschlusses ist doch der be,> ^ g^enseitige Ueberzeugung, dass jeder lohlll..r ^^'le die vereinbarten Stipulations in Wenn ^ "^ correcler Weise ausführen werde, und jeniae " ^ezua. auf die Vieheinfuhr nicht das. gam m^'^^"' was unseren Interessen voll und dasz °7?""s trägt, so darf nicht übersehen werden, welHpä ''^ ^en um ein Auskunftsmittel handelt, luna!,,' ""beschadet der Fortsetzung der Verhand-AbsH,.sf er einen definitiven Tarifvertrag, bis zum die handelspolitischen Beziehungen tepel., ^?e in einer möglichst convenablen Weise zu sich i. bewmmt ist. Dass die französische Regierung siir Nusf gesunden hat, uns die Meistbegünstigung lesion ? umzuräumen, ist doch wohl auch eine Con-über d ?^," "'lh^ unterschätzen darf und der gegen-c»Iz ^-'e !?^l9e Herabsehung des Schaumweinzolles den dar?« ^^'^ Gegenconcession betrachtet wer< -Ez ^ Wiener allgemeine Zeitung schreibt: ^orwuss 3'^ gerecht, unseren Unterhändlern einen ^nceMn ^^"^ ^" ""^en, dass sie Frankreich eine da v'' l ' der Einfnhr von Schaumweinen machten, lt'guna ^°"M^ch« Seite nicht nur die Meistbegün-""sqedpf.^ch°"oen. sondern diese auch auf Zucker ekvorte o 'l^ ^gleich unserem Vieh- und Fleisch. b°ch ^"^"""onisse gemacht wurden. Man dürfte Mone., ^Fl erwarten, wertvolle, thatsächliche Con« stigma« n ^ "'" das Linsengericht des Meistbeglln. ., V"^^°"b"'sses zu erlangen." Änlich"? der Budapester Nemzet äußert sich in ^Ndslz^""."- Die mit Frankreich abgeschlossene ^convention - sagt das genannte Blatt - enthält mehr als die Zusicherung der Meistbegünstigung, da die Convention die auf die Zuckereinfuhr festgestellte außerordentliche Zollgebür von drei Francs aufhebt und die freie Fleischeinfuhr gestattet. Dies sei angesichts der Strömung, die seit einigen Jahren in ganz Europa vorherrscht, nicht nur als Fortschritt, sondern entschieden als Errungenschaft zu betrachten. Für Ungarn habe namentlich die Einfuhr von Fleisch große Bedeutung; obzwar sich Ungarn seit langem eines bedeutenden Exportes erfreut, kann derselbe nun in» folge der Convention bedeutend vergrößert werden. Die Herabsetzung des Zuckerzolles komme zwar hauptsächlich der österreichischen Industrie zugute, aber in« direct sei dieselbe auch für Ungarn rin Vo> theil, da einige der ungarischen Fabrikanten am Exporte lebhaft betheiligt sind. Zum Schlüsse reflecliert „Nemzet" auf die feierliche Versicherung bezüglich der Meistbegünstigung der Zollsätze und betont, diese Clause! sei von höchster Bedeutung, da in dem im letzten Jahre seitens Frankreichs abgeschlossenen Verträgen auch einige unsere Monarchie interessierende Sätze reduciert wurden, deren Wirkung sich nun infolge der Meistbegünstigung geltend machen werde. Nachdem nun die Schließung neuer Verträge unvermeidlich ist, werden die zu gewährenden Begünstigungen uns stets zum Vortheile gereichen. Das ungarische Amtsblatt publiciert die Ernennung des Septemvirs Daniel Stankovit zum Sec-tionschef für die inneren Angelegenheiten der kroatischen Landesregierung. Zugleich wird Sectionsrath Alois Klein mit der Leitung der Iustizsection der Landes« regierung betraut. Wien, 22. Februar. (Hirtenbrief.) Der Fasten-Hirtenbrief des hochw. Herrn Fürst-Erzbifchofs Cölestin Josef ist zur Versendung gelangt. Derselbe bewegt sich auf rein religiösem und kirch« lichem Gebiete. Er berichtet zuerst über den Besuch, welchen der hochw. Fürst-Erzbischof am 20. Oktober v. I. dem heil. Vater abgestattet, um ihm gefammelte Liebesgaben zu überbringen und ihn um den apostolischen Segen für die ganze Erzdiöcese zu bitten. Der Hirtenbrief ermähnt ferner die Gläubigen zum Gebrauche der heil. Sacramente und zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten und schließt nach einem geschichtlichen Hinweise auf die Christenverfolgungen der ersten Jahrhunderte mit einer Ermahnung zum Gebete für die Kirche, „damit die ersehnte Zeit des Friedens bald komme und die Kirche und ihr Oberhaupt ihre beglückende, veredelnde und heiligende Thätigkeit wieder unbeirrt und ungehindert mögen entfalten können." Die zugleich publicierte Fastenordnung für das Jahr 1884 ist die feit vielen Jahren übliche. Aus Paris wird unterm 23. Februar berichtet: Prinz Napoleon emftfieng gestern 80 Delegierte des revisionistischen Comites von Paris. Beim Empfange hatte er den Prinzen Victor zur Seite, Auf die ihm überreichte Adresse antwortete er mit einer Rede. welche als eine Art von Manifest betrachtet werden kann. „Ihre An« Wesenheit — sagte Prinz Napoleon — beweist, dass, wenn man die nationale Souveränetät und die Volksrechte vertheidigen müsse, man sich stets an einen Napoleon wenden könne. Ich bin glücklich, meinen Sohn an meiner Seite zu haben; dies bestätigt, dass in meiner Familie Einigkeit bestehe, dass es unmöglich sei, den Vater vom Sohne zu trennen, wie es unmög« lich sei, einen Napoleon von der Sache des Volkes zu trennen." Der Prinz erklärt, dass die Unredlichkeit Einiger ihre friedliche und legale Agitation entarten lasst. Die Constitution von 1875 wurde durch orleani-stische Intriguen auferlegt und unterordnete alles dem Parlamente; sie überantwortete die Regierung unverantwortlichen Majoritäten; sie ist die Ursache des Uebels, an welchem wir leiden und dessen Symptome beunruhigend werden. Die Opportunisten wollen verhindern, dass das Volk 1884 zur Revision schreite. „Ich hoffe — sagte der Prinz — dass Sie die wenigen Personen nicht hören werden, welche eine engherzige, großsprecherische und aufrührerische Politik predigen, und dass Sie die große und loyale Politik der Rückforderung der Volksrechte verfolgen werden. Stellen Sie sich kühn an die Spitze dieser Bewegung, und das Land wird Ihnen folgen. Ich spreche Ihnen weder von mir noch von meinem Sohne, sondern von dem Principe, welches ich vertrete. Dem Volke allein gebürt das Recht, seine Regierung zu constituiereu und denjenigen zu wählen, welchen es für fähig hält, dasselbe zu führen." Der gewesene Kriegsminister General Vorel ist gestorben. Das Cabinet beschloss, in der Verhandlung über die Erhöhung der Lehrergehalte folgende Haltung einzunehmen: Finanzmmister Tirard wird ein Expose über die finanzielle Situation geben und die Unmöglichkeit jeder neuen Ausgabe nachweisen, während der Ministerpräsident Ferry, weun nothwendig, die CabiuMfrage st'llen wird. Das Budget wird Donnerstag vorgelegt werden. Das außerordentliche Budget erreicht 203 Millionen Francs. Nachrichten aus Tonkin zufolge treffen die Kanonenboote in den Wässern des Delta ihre Die« Positionen, um bei der Action des Expeditionscorpö mitzuwirken. Der Strike in den Kohlengruben des Departements Nord gewinnt an Ausdehnung. AuS London meldet man unterm 22. Februar: Nach dem Cabinets-rathe conferierten der Herzog von Cambridge, Lord Wolseley und Marquis Har ting ton im Kriegsministerium. Es wurde constatiert, dass eine Abänderung der für die Streitkräfte des Generals Graham beschlossenen Marschrichtung nicht wohl ausführbar sei, weil die Truppen in Trinlitat jetzt ausgeschifft würden. Im Oberhause beantragte Marquis Salisbury die Einsetzung einer königlichen Commission zur Untersuchung der Nrbeiterwohnungen in den Städten. Lold Carrington befürwortete namens der Regierung die Ausdehnung der Untersuchung auf die Bauernwohnungen. Der Prinz vonWales empfahl in längerer Rede die Vornahme der Untersuchung. Er habe jüngst selbst die Arbeiterdistricte besucht und sich von dem schmachvollen Zustande der Wohnungen überzeugt. Der Antrag wurde schließlich in der von der Regierung modificierten Fasfung angenommen. Earl of Derby erklärte, die Regierung werde ihr Möglichstes thun, um den Föderalionsplan der australischen Colo-nien zu fördern. Das Unterhaus verwarf mit 81 gegen 30 Stimmen Parnells Nmendemenl zur Adresse und nahm hierauf diefelbe in erster Lesung an. In derselben Sitzung des Unterhauses lenkte Stanhope anlässlich der Adressdebatte die Nufmerk-famkeit des Hauses auf die Abtretung von Merw an Rufs land, welche die Beziehungen Englands zu Russland nicht zu bessern vermöge. Sir Charles Dilke erklärte, er könne über den vermeintlichen geheimen Vertrag zwischen Nussland und Persien keine Auskunft geben. Die Regierung glaube aber die Zeit für gekommen, um den Schriftwechsel üder die russisch-persische Grenzabsteckung vorzulegen. Er glaube, Eyub Khan habe Persien nicht verlasfen, der Schriftwechsel werde die Schritte Eyub Khans darlegen. Was die Action Russlands in Merw betreffe, könne die Regierung ihre Ansichten hierüber jetzt nicht mittheilen, da sie dieselben in St.-Petersburg darlegen müsst. Sie werde hierin auch durch die Thatsache unterstützt, dass zwischen der Regierung und der Opposition keine Mnnungsdifferenz hinsichtlich des Principes bestehe, welches die Action Englands leiten müsse. Die Regierung halte an den dem Emir von Afghanistan ge-gebenen Versicherungen fest, welche sie jüngst klar und deutlich wiederholt haoe. Bei den Schritten zur Defi-nierung der Grenzen Afghanistans entstehe die Gefahr, dass jemand ein Gebiet gegeben werden könne, über welches die Negierung nicht zu verfügen habe. Es seien indessen Schritte geschehen, um sich über die Grenzen Afghanistans da, wo sie zweifelhaft sind, zu informieren. — Angesichts der dem Emir gegebenen Versicherungen könne England hinsichtlich der Vorgänge in Afghanistan nicht gleichgillig fein. Es fei stets die Politik der Regierung gewefen, Afghanistan als Vorposten Eng« lands stark und unabhängig zu machen. England habe darin Erfolg gehabt. Der jetzige Emir sei stärker als irgend einer seiner Vorgänger; er sei sehr freundlich gegen England gesinnt und habe der Regierung mit einer im Orient beispiellosen Freimüthigkeit die ge-sammle auswärtige Politik unterbreitet. England habe die Regierung von Quetta auf Wunsch der Einwohner formell übernommen und an der nordwestlichen Grenze von Illdien eine befriedigendere Stellung als zuvor. Die Freundfchaft der Bevölkerung von Beludschistan gebe England die vollständige Controle über den Bolan-Pass, welche Struße jetzt völlig sicher sei. — Die Adresse wurde schließlich definitiv angenommen. — Der Sprecher Sir H. B. Brand kündigte an, dass er zu seinem Bedauern sein Amt niederlegen müsse. — Gladstone theilte mit, er werde am Montag ein Dankesvotum für den Sprecher fowie den Erlass einer Adresse an die Königin beantragen, in welcher um Auszeichnung des Sprechers gebeten werden soll. Tagesnemgkeiten. — (K. k. Arme e.) Das «Verordnungsblatt für das k. k. Heer" meldet: Se. Majestät der Kaiser geruhten allergnädigst anzuordnen: die Uebernahme deS Generalmajors MiluZ Komadina, Geniechefs des 4. Eorvb, auf sein Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand; — dann die Uebersetzung in gleicher Eigenschaft: des Generalmajors Carl Schmidt, Geniechefs deS 13. Corps, zum 4. Corps und des Obersten Victor Killiches. des Genicstabes. Geniechefs des 12. Corps, zum 13. Corps; — weiter: den Doctoren Josef Bayer und Johann Csokor die definitive Bestätigung in ihr« Eigenschaft als ordentliche Professoren am M,l>tar< Thierarznei.Institute zu ertheilen. Laibacher Zcitnng Nr. 47 396 26. Fcbrnar 1884. — (Dankeskundgebung.) Die Gemeinde« Vertretung Nossbach in Böhmen hat nachstehendes Telegramm an Se. Excellenz den Herrn Handelsminister Freiherrn v, Pino gerichtet: „Fin die Rettung unserer hart bedrängten Industrie durch die von En. Excellenz befürwortete und heute vom Abgeordnetenhaus genehmigte Regierungsvorlage der Localbahn Asch-Rossbach spricht die Gemeindevertretung in Nossbach den tief« gefühltesten Dank aus," — (Todesfall.) In Tüchern bei Cilli starb Se. Excellenz der k. k. FML, i, N. Stanislaus Baron Bourguignon v. Baumberg im Alter von 60 Iah» ren. Der Verstorbene, vormals Platzcommandant in Wien, war Ritter des Leovold«Ordens und des Ordens der eisernen Krone dritter Classe mit der Kriegsdecoratlon. — (Veteran aus d en Tiroler Befreiungskriegen.) Man schreibt der „Pol. Corr" aus Innsbruck: Oberlandesgcrichtsrath Anton Ritter von Peher-Rase nheim feierte diesertage sein 91., Geburtsfest. Unter den Kundgebungen, welche ihm von allen Seiten zukamen, befand sich auch ein telegraphischer Glilckwu sch des Herr» Ministelpiäsident Grafen Ta a ffe. Oberlandesgerichtsrath von Petzer-Nasenheim ist, wenn nicht der letzte, so sicherlich einer der letzten Officiere, die an Andreas Hofers Seite die Befreiungskriege mitmachten. — (Elektrische Beleuchtung.) Der Vertrag der Stadtgemeinde Berlin mit der deutschen Edison-Gescllschaft ist vollzogen. Der Kreis, welcher zunächst die elektrische Beleuchtung eihaltm soll, hat als Centrum das Fürstenhaus am Wcrdcr'schrn Markt und den Radius von 80N Meter. In denselben fallen, wie die „National-Zeitung" mittheilt, sehr viele öffentliche Gebäude, z. B. das königliche Schloss, das königliche und kronprinzliche Palais, das Opernhaus, das Schauspielhaus, die Bibliothek, die Museen, die beiden Nathhäuser, die Post, das Polizeipräsidium, die Universität u. f. w. Locales. — (Aus der Centralcom mission für Kunst» und historische Denkmale.) In der Sitzung am 25. d. M.. welche unter Vorsitz Sr Excel, lenz des Herrn Präsidenten Josef Alex. Freiherrn von Helsert abgehalten wurde, legte Confervator Lein-müller ein Verzeichnis prähistorischer und römischer Fundstellen in Krain vor. Der Landeshauptmann von Istrien übermittelte der Eentralcommission einen ausführlichen Bericht über die neuesten hochwichtigen Funde bei Parenzo und Vermo. Die Section beschließt hierüber, und anlässlich eines ähnlichen Berichtes des Conservators Dr. Pervanoglu, Verhandlungen wegen Erri ch tun g eines Landes» museums für Istrien einzuleiten. — (Todesfall.) Am vergangenen Samstag starb in Cilli der frühere Bürgermeister von Rudolfs« wert, Herr Michael Knie tic, k k. Hauptmann i. P,, der sich kürzlich erst in Cilli mit der Witwe Frau Valenkak. Großgrundbesitzen«, vermählt hatte. Die Stadtvertretung von Nudolfswert ließ auf den Sarg ihres früheren Oberhauptes einen Kranz niederlegen. — (Naubanfall mit tüdtlichem Ausgange.) Man berichtet aus Adelsberg unterm 18. d. M.: Am 17. d. M. begab sich der Besitzer Michael Kante auS Erzel von Adelsberg nach Hause, und zwar nahm der< selbe seinen Weg auf der Wippacher Hauptstraße. Als er zum Krivi Potol kam, sprangen plötzlich Mi Männer auf den arglos Einherfchreitenden zu, packten ihn von rückwärts, beraubten ihn seiner Barschaft, bestehend aus 10 fl.. und versetzten ihm schließlich eine Stichwunde in den Bauch. Hierauf warfen die beiden Verbrecher den Unglücklichen in einen b bis 6 Meter tiefen Graben und ergriffen die Flucht. Als Kante wieder das Be» wusstsein erhielt, schleppte er sich mühsam bis zur nahe gelegenen Suöll'Mühle. Hier lag derselbe einige Tage und konnte noch alles aussagen. Mittlerweile ist das arme Opfer dieses räuberischen Anfalles seiner Wunde erlegen. Den Thätern ist man noch nicht auf die Spur gekommen. — (Unglücksfall.) Man fchreibt aus Tscher« nembl: Am 13. d, M. gegen halb 7 Uhr nachts führte der 42 Jahre alte Knecht Jakob Derganc aus Streklowiz einen mit Weinstöcken beladenen und mit zwei Pferden bespannten Wagen von Kal gegen Semitfch. Zwischen den Ortschaften Podreber und Vertaüi, wo die Bezirks-straße eng ist, ,am er wegen der zu dieser Zeit herrschenden großen Dunkelheit mit dem Wageu zu sehr auf den Rand der Straße, welche an dieser Stelle bei einem halben Meter höher liegt. Per Wagen stürzte dadurch auf den Knecht, welcher sosort den Tod fand. Der Ver° unglückte wurde später von Martin und Mathias Der-ganc aus Vertaia. welche von einer Hochzeit aienaen, unter dem Wagen als Leiche aufgefunden. mit Hilfe noch einiger Ortsbewohner aus Podreber herausgezogen und fodann in fein väterliches Haus nach Streklowiz übertragen. Eine Gewaltthat erscheint vollständig aus« geschlossen. — (Unbestellbare Briefftostsendungen.) Beim hiesigen k. k. Postamte erliegen seit 20. Jänner nach-stehende unbestellbare Briefpostsendungen, über welche die Aufgeber verfügen wollen, und zwar an: Josef Golobii! im Dorfe Dovi. Ida v. Faitini in Verona, Simon Metzeles in Fiume, Miss Banfield in Merlin, Matcvz Dobrauc in Zagreb, H. G. in Leibnitz. Marcus Grisold in Kranichsfeld, Maria Loncaric in Zagreb, Karl Mali-novsly in Steinamanger, Franz Perlogar in Pressburg. Andrej Finz in Grofendorf (rec.), Ierca Ferbezen in Trieft (rec). Grega Slopec in Fiume. Adolf Eisen-ftädter in Pettau, Einst Dimmel in Wien. R. E. Slam-nig in Wien, Valentin Sirnig in Pürtschach. — (Landschaftliches Theater.) Vorgestern gab es zwei Vorstellungen, welche beide bei nahezu ausverkauften Hänsern stattfanden; nachmittags wurde die ungeschwächt zugkräftige Operette: „Der Bettelstudent" zum neunzehntenmale gegeben und erntete reichlichen Beifall. Am Abend war es Held's Posse: „Die Näherin", in welcher Frl. Herrmann als „Lotti Grießmayer" und Herr Ander als „Schreiber Hoch" das Publicum zu stürmischem Applaus hinrissen. Frl. Herrmann und Herr Ander waren aber auch in diesen Rollen so ganz in ihrem Elemente. Gestern gieng Nestroh's herrliche Posse: „Lumpacivagabundus" in Scene, und man muss gestehen, dass das Trifolium der vacierenden Handwerlsburschen in den Herren Pauly (Leim), Rom ani (Zwirn) uno Ander (Knieriem) recht charakteristische Vertreter gefunden hatte. Sie fanden denn auch seiteus des gut besuchten Hauses gebürende Anerkennung. Recht brav waren auch Frl, Herrmann (Camilla) und Fräulein M. Palme (Laura) in der bekannten Scene beim „noblen" Zwirn. —cs — (Koschal's Kompositionen) Die „Klagen-furter Zeitung" fchreibt: Aus Franzensbad wird uns berichtet, dass der dortige Männergesangsverein „Lie-dcrkranz" unseren verehrten Landsmaun Koschat zum Ehrenmitgliede ernannt und dies in einem prachtvollen und sehr sinnreich ausgestatteten Diplome zum Ausdrucke gebracht habe. Wir habeu alle Ursache, unsere Befriedigung hierüber auszudrücken, dafs das Kärntner Idiom und die musikalische Volksschilderung allenthalben so viel Anklang findet und der Schöpser der Lieder im Kärntner Volkston überall so sehr verehrt wird. Der Schaffungskraft unseres Landsmanues Koschat hauen wir thatsächlich viel zu verdank»'». Er war es. der dem Kärntnerliede die Wege geebnet, der dasselbe im Salon eingeführt und durch dasselbe auf die idyllifchen Schön« heiten unseres Landes aufmerksam gemacht hat. Einen Theil der Hebung des Fremdenverkehrs in unserem Heimatlanoe hat Koschat, wenn auch indirecte, doch un< zweifelhaft am guten Gewissen. Welcher Beliebtheit sich Koschat's Conipositionen erfreuen, lässt sich auü nach^ stehenden statistischen Daten entnehmen, die wir ans dem Jahrgange 1883 der musikalischen Fachblätter herausgezogen haben. Im Jahre 1883 wurden bei 728 Lieder« tafeln und Männergesangsvereins'Concerten 902 Koschat-sche Cumpositionen im Kärntner Voltston zur Aufführung gebracht. Davon entfallen auf Oesterreich 47 l. auf Deutsch» land 212, auf Ungarn 24 und auf Paris, London, Constantinoftel und Amerika zusammen 21 Aufführungen. Kärnten speciell ist mit 52 und Wien mit 78 Aufführn«« gen vertreten. Am meisten wurde der Walzer „Am Wörthersee" gesungen — nämlich 98mal, — diesem schließt sich an „Der verliebte Bua" mit 72 und „Beim Fen> sterln" mit 58 Aufführungen. Bemerkenswert ist, dafs fünf Piöcen in englischer und eine (Verlassen) in böhmischer Ueber« setzung zu Gehör gebracht wurden. Interessant ist ferner der Umstand, dass die I'j^ce ä« resistance des Körnt« ner Quintetts der k. k Hofoper. daij «Gamskoglec Iagcr-liad", mit dessen Executierung besagtes Quintett stets neuen Niesenerfolg erzielt, in den Liederprogrammen viermal vertreten ist, So viel Aufführungen, so viel Erfolge, und gewiss nirgends auch nur der leiseste Hauch eines Zweifels an der Originalität der Koschat'schen Compositiouen zu ersehen! Dies allein mag schon ein ausgiebiges Materiale unserem Landsmanne bieten gegen die hannoveranische Firma Steingräber, welche sich bekanntlich erdreistete, unter Anzweiflung der Originalität mehrere Koschat'sche Compositionen in Transscriptionen in ihrem Verlage uhne Bewilligung erscheinen zu lassen und über erfolgte Reclamation den Componisten durch maßlose Publicationen zu schmähen. Wie wir einem Leipziger Blatte entnehmen. wird die Gerichtsverhandlung gegen die Firma Steingräber am 28, d. M. in Leipzig stattfinden. Wir Wünschen unserem Landsmanne auch hier den besten Erfolg. ________________ Neueste Post. Wien, 25. Februar. 4. Bulletin. Aei Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Immaculata nimmt das Wochenbett einen ungestörten Verlauf. Das Allgemeinbefinden ist in jeder Beziehung gut. Das Befinden der neugebornen Erzherzogin ist ebenfalls befriedigend. Wien am 24. Februar 1884. Dr. C. v. Braun-Fernwald m. p., k. k. Hosrath. Dr. Heim in. p. Original-Telegramm der „Laib. Zeitung." Paris, 25. Februar. In einem Artikel des ,PaY5" spottet Cassagnac über die Zusammenkunft des Prinzen Napoleon mit Delegierten der bonapartistischen revl-sionistijchen Comites und sagt, dass die Comites gar nicht bestehen, es handle sich um reine Marionetten. — Die Kohlengruben-Gesellschaft von Anzin entließ 600 Arbeiter; infolge dieser Maßregel beschlossen dtt Strikenden. den Strike fortzusetzen. Trieft, 25. Februar. Heute vormittags fand die Emwechuna der Kapelle des bifchöflichen Knaben-Seminars durch den Bischof Glavina statt. Statthalter Baron Pretis wohnte der Feier bei. Berlin, 24. Februar. Der chinesische Gesandte Li-Fong-Pao ist mit Gemahlin zu längerem Aufenthalte nach Wien abgereist. Basel, 24. Februar. Der Beschluss des große" Rathes, betreffend die Ausschließung der Congre-gationisten von der Lehrthätigkeit, wurde bei der Volls' übstimmung mit 4479 gegen 2910 Stimmen ange" nommen. Belgrad, 23. Februar. Der bisherige Sec-lionschef Miliöevi«! wurde zum Unterstaatssecretär Ui'v der Präfect Kozrljac zum Sectionsches im Ministers des Innern ernannt. Suakim, 24. Februar, abends. General S'l G. Graham schickte die Avantgarde von 200 MB Cavallerie voraus und lässt eine weitere Abtheilung folgen. Man hofft, morgen bis Tokar zu gelana.eN> Die Truppen errichteten unweit von Trinlitat Ve^ schanzungen. Die Neger»Truppen in Suakim aM" als nicht zuverlässig. Angekommene Fremde Am 24. Februar. Hotel Stadt Wien. Fcry, Optiker; Prcssburgcr und ProlurM, Kauflte.. Wien. — Pichler und Schwarzeubelg. KaB"' Budapest. — Baron von Äuthon, Gutsbesitzer, Perlach. ^7 Marquis und Marquise Gozani, Gurlfeld. - häuf, P"!' meistcr, Gottschec. ,, Hotel Elefant. Mstopil und Büchclc, Kausltc,. Wien. — Ad" bcrg, Kaufm., Pilscu. - Finster, Knufm.. Görliy. — HL' Kaufm.. sammt Sohn. Sagrado. — Müller, t. l. Militär»»^ pflcMerwalter, und Rossi. Kaufm., Trieft. — Sajovic «" Ulrich, Kauflte., Graz, — König sammt Frau, SteinsäM^ Gasthof Südbahnhof, v. Marlovics, t. t, Schiffslicut,, Pol« Hiltl, Forstvel Walter, Widem. — Zulovuil, Zirlniz. Verstorbene. Im Spit» le: T> eu 2 0. Februar. Johann Novat, Arbeiter, 63 ^' ?nc»imninil «iuiätrH. « Den 21. Februar. Anton Gale, Taqlöhncr. 36^ Pliämie. — Ferdinand Leib, Taglöhner. 59 I., rnuumo"' (loxtrH. — Maria Kovac, Inwohnerin, 70 I,, U»r2sw 8MNÜ8. « Den 22. Februar. Maria Nopret. Kaischlcrin, 7" ^ NalÄ8MU3 80INÜ8. ^^O' Theater. . heute (ungerader Tag) zum Vortheile der hiesigen ft^"! < ligcu Feuerwehr: Elias Regenwurm oder: ^zt Verlobung auf der Parforce-Iagd. PA., lls Gesang in 2 Acten von Friedrich hopp. Musil von,!"' Hopp. — Anfang (» Uhr. Meteorologische Beobachtungen in LaibaH> ff Nk Z « - « Ä z lz W ft ^ ^ W 7 U, Mg. 730M , -l- 4.0'SO. schwach bewölkt ZK 25, 2 ,,, N. 729.8« ^-10.4 W. schwach bewölkt M"' 9 .. Ab., 732,01 -^ 3.8 NO. schwach bewölkt ^z Vormittags trübe, nachmittags etwas Sonnenschein, ab l Regen, einzeluc lebhafte BlHc. Das Tagcsmittcl der Temp" -j- 6,1°, um 5,5« über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. RadicS. Eingesendet. ., Farbige seidene Surah, 8atw msr^ loux, Atlasse, Damaste, Seidenripse u.Tass^ ft. 1,30 per Meter bis fl. 7,20 versendet w c"'^. Roben und ganzen Stücken zollfrei ins Haus das Scidcm zch. Depot von «t. Henneberg (tönigl, Hoflieferant) "« ^ ^ Muster umgehend. Briefe nach der Schweiz losten 1" " i Porto. (5^)^^ W Danksagung. > M Für die zahlreichen Beweise innigster ^?" W W nähme bei dem schweren Verluste meines eMM « Wl uud innigst geliebten Sohnes, des Herrn W > Josef Milone > W für die große Betheiligung beim LeichcnbcaänN'N^ > M und für die vielen und schönen Kranzspc"0w ' ,l. ^ « ich allen meinen tiefgefühlten und herzlichen « W Die trostlose Mutter ^ » 397 Course an der Wiener sörse vom 35. Februar 1884. c^« b«« 0^«^ Com«biatte) ------------—________ «., Veld wal<> '554tl <>» '«.' .« . - - ko e5 «,0'bo l"««^ i»? ^ta«t«losr . zza sl. 123 2^ l« 75 ^e0'.r ..,° «an,« zoo ^ 135-50 l»6 — l»«4« "«at«l°lt . . 100 .. 17l 80 172 »c ''^'"«tt^ne- - p^. 171«0 17..«0 ^n^«A"""c. »luerft« . 101 Lo 101 50 °°« «°lbr«.. ««/. . . . .,2,.,<>iz2 05 !°»"l, «näht»««......."°- l U825 Oeft. Hhpotbelenbaul loj. kl/,°/<> 100 »b------- veft.'nuss. Nanl v«l, 5°/, . . io: 7« loi 90 dto. , 4«/,«/, . . ic/,°/<, . 101 00 10i L0 Priorität«. Obligationen . «lisabeth'W-ftbahn 1. «mlsftcn ic,« 85 10?— Neroinanbü.Norbbahn iu Gilo. iol. 20 —' ijlaü^Illses.Uahn.....104 «0 1«4'L0 «saluische Karl»Ludwig«Vahn «Lm. 188, 300 ss. S. 4>/,«/„ . . 9» ?ü 100-25 Vtster». Nolbweftbahu . . . . iv4 z^ 104 75 «lebeubüiger.....97 bll be — «eld W«e Gtaatsbahn 1. ««'sfion . . . lub 50 - — Sübbahll 5 »«/«......140 50 1<0 80 ^o.,......,,»?!'. 125 25 Unß.««aliz. «ah, . . . . 9559 97. ^ Diverse Lose (pn Gl^ill). 2«d.._ 4« zz Palffh.Lole «st - - . . . . 27 25 »7",L Rothen «reu,, 5ft. G«s. y. 10 st. 1,2c iz 40 Rubolf.eose 10 N...... ,«,^ z^.__ S,lm.«°se 40 ft. ..... 5»'- 5,50 St.«VeuolS'i!ose - 83^ — Oefierr.^Iug. Vanl.....845 —84S— Unlonbanr luo st......110 30 110 70 VerlehrSbanl All«. 140 N. . 14?-— i4z>— Netten von Transport» Unternehmungen (per Vtück), »lb«cht««abn «na ff. Gilb« . — — — — «Isslb»Fium>«l.Bahn2aost.3ilb. 172 50 1?» — Nnsfiq,'Tepl,Hlsenh.«o0l1. — söhnl. Vtorb^ahn 150 fl......— - , weftbay« «na ff. . . . -. - — — V»?!»tlehlabn «Lisb, 500 ss. «Vt. —------------- , (llt. U) zy0 fl. . — — -.— Donau - Dampfschiffahrt < Ges. Oefteri.eoo fl.2M.....5t5-» 5»7— DraU'«is.(Vat.Z.)zoofl.S 173 25 i?5 75 Dni«Vobenoach«n , 8inz«Bubweis 200 fl. . . . 204-53 z« V5 ,SIzb..Ttrol.m.? — »Hnftirchen'ValcsllrVis.ziuaflS. —— — . Hal,.«arl»eudw»z«V.«aafl. EM. 254 — «94-l.l Gla»«H«fla«ze««.'V.«00N.ö.W. 259 —l,k» 60 ztablenhng»lllilenl>, 200 ff. . . 35-75 8« 50 »aschau^Oderb. E»senb. xnafl. s, 1« 25 146 75 i!«mberg» . 175-—173-zo 8loyb, öft.'ung,, Tneft 50Nfl.H«l)'. ß<>7—6io -Oefterl. Norbwessb. 200 fl. SNb. 18» 5« 183 — dto. (Ut. Il) llou fi. Gilber .18,75 19,«5 «lag'Duiel Hise.,b. i50ss.Bilv, 49 50 50 -«ubols < Nahn »on ft. Silber , 17»°— 178 25 Siebeuoürger Visenb. 200 ft. S, 174-25,174-/5 Gtaatseiscnbahn 200 fl, ö. W. . 312'—>Siz«U Sübbahn «00 ss, «llVer . 142 50 14» ?l^ Güb.Norbb. Ncrb.«V. «»fl.EVt, 14» 25 150 i5 Ihtih'Oahn »00 N. «. W. . . 248 76 249-25 Iramway»Oel.,Wr. 170 ff, «. W, 28« 25 23« kll , Wr.< neie i«a ll. . . 93 75 »4 eu Ilan«port i:c 50 111 5<> „Elbcmühl", Papievf. u. l»..G. «3— «3 50 WontaN'Gesells, zjlerr.»alpine . «7 - - «725 Prager «isen°Inb.>«es, «00 fi. 18» — 1»0 — Salao'Tari. «isciliass. 100 fl. . 115 Ü0 116- — llvassenf..«».. Oest. ix W. 100 st. 146 -. 148 — Irlfail« »ohl?,nw.»Ves. 100 ss. . --— — — Devisen. Deutsche Plätze......5» 25 b9'40 S,nbo».........1»1 45 >,i-«e Pari«.........48-10 4l»-ib Petn«burg.......—— — »alnten. Ducalen........ l-7i K?3 z0'ssranc».Stüc!e..... g-eo, S61» Vllber........ —- — — Deutsche «elchsbantuote». . . «g-25 bS'30 Ämt^hsalt zm Laibacher Zeitung Ar. 47. Mnstag, den 26. Februar 1884. VN U ^°"ene,l,u«sckeeibnnll. Nr. 271. am t f 5,'"« des Schuljahres 1884/85 kommt beutschr/,.^ ?.^2Ym,,asium '» Laibach mit hehrsten "/-- 'lovenischcr Unterrichtssprache eine bind?n,lur Mathematik lind Physik in Ver- A ' / P"p"dentik zur Besetzung. sl1stc2.r?" "" diese Stelle, mi! welcher die verbunden sind. haben '"öcschrlebeu^ '""'"'^" ^^«e im . bis 15. April 1884 e'nzubrin ^"^^lchulrathe für Kram in Laibach Laibach am 15. Februar 1884. K. k. Uandesschlllrath für Krain. (841-1) Oberlekrerftelle. Nr. 276. , An der zwciclassigen Volksschule in Ko. Mna ist die Oberlehrerstelle mit dem Gehalte '"irlicher 500 fl. zu besehen. Lleichen^^ÄP'.? kundige haben unter soust "Heu Vcrhaltnisicn den Vorzug. ^le Gesuche sind längstens ., bis 30. März 1884 ?? Zubringen. Febiu^ Hzulsschulrath Adelsberg, am 15ten (842—1) Gerickknäjnnctenftelte. Nr. 505. Vei dem t. t. Kreisgerichte Nudolfsluert ist eine Gerichtsadjunctenstclle mit den Bezügen der IX. Raugsclasse in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese eventuell bei einem Bezirksgerichte erledigte Genchtsadjunctenstelle haben ihre gehörig documentierten Gesuche uuter Nachweisuug der Kenntnis der deutschen und slovenischen Sprache in Wort und Schrift im voischriftsmähigen Wege bis 11. März 1884 hieramts einzubringen. Nudolfswcrt am 21. Februar 1884. (815-3) ^ ^ Nr. 243?7 Hezirl«-2Vunünrzte«ftelle. Im Stcuerbezirkc Laas gelangt eine Bezirks-»uundarztcnstclle mit dem Sihe iu Neudors, Gemeinde Oblak. mit der Iahresremuneration von 500 sl. zur Besetzung, Bewerber um dicsc Stelle wullen ihre mit dem Nachweise der Befähigung und der Kenntnis der Landessprachen documenticrtcn Gesuche bis Ende März 1884 Hieramts einbringen. K. k. VezirlslMptmaimschast Lmtsch am 19. Februar 1884. (852) Knnämacknn«. Nr. 2091. Die Erhebungen zum Zwecke der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Steuergemcinde Iurkendorf beginnen am 5. März 1884. Personen, welche au der Ermittlung ein rechtliches Interesse haben, können Hiergerichts erscheinen und alles zur Aufklärung und Wahrung ihrer Rechte Geeignete uorbriugcn, K. k. städt.. dcleg. Bezirksgericht Rudolfs« wert am 24. Februar 1834. (834-2) Kunämaekun«. Nr. 1351. Es wird bekannt gemacht, dass der Beginn der Erhebungen zur Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemeinde Virkcndorf auf den 4. März I. I. früh 8 Uhr festgesetzt wird. Es habeu daher alle Personen, welche an der Ermittlung der VcsitzverlMlm'ssc ein rechtliches Interesse haben, vom ublssen Tage ab sich beim k. l. Bezirksgerichte in Krainlmra. einznsinden und alles zur Aufklärung und Wahrung ihrer Rechte Geeignete vorzubringen. K. t. Bezirksgericht Krainburg, am 23ftcn Februar 1884. (826-2) KnnämaHun«. Nr. 757. Vom k. k. Bezirksgerichte Radmannsdorf wird bekannt gemacht, dass die aus Grundlage der zum Behufe der Anlegnng eines neuen Grundbuches filr die Catastralgemeinde Wischelniz gepflogenen Erhebungen verfassten Bcsihboa.cn nebst den berichtigten Licgenschaflsvcrzeichnissen in der Gerichtslanzlci durch 14 Tage von heute an zu jedermanns Einsicht aufliegen, und dass für den Fall, dass Einwendungen dagegen er« hoben werden sollten, zur Vornahme weiterer Erhebungen der 8. März 1884 in der Gerichtslanzlei bestimmt wird. Zugleich wird den Interessenten bekannt geaebcn, dass die Uebertrugung der nach § 118 G, G. amortisicrbarcn Privatfordcrungen in die neuen Grlmdlmchscinlllgcn unterbleiben kann, wenn der Verpflichtete noch vor der Verfassung derselben darum ansucht. K. l. Bezirksgericht Nadmannsdorf, am 22. Februar 1884. '' Änzeigeblalt. —_____ 5.F»>Voil.«unäwa83es ^ u imi A , 3«»unä. Mrkt ä»3 Llilinüoisdi m ft ^u<.l.>>« ^"^«kriigolvMvmitwI^osson L 2 Nlll«^ " ^^ "u6 iillo Lalin.. Nunci. uuä ss ll 10 pi« °^"ton. - 1 0I»3oIw 40 lil.. "j V^5"3«N ^"?" "orclon »iill^olwuci i)ur?08t H hkm,, ^ Vlda ät6v. 19, cl^ ^ pioti ^rn0m i^?^ ^"^"" i2 L^ld, oli^ ^ljn !H ' ^^" cke^aos. 15. ,jaim- ^,6 ^« V ^^bo 86 odruvnava 60lo- 5. aprila 1884 ' ^ ^^^i ä0p0iuäu6 od 9. uri. e. llr ^"^^^0 in . 1884. (831—1) Nr. 643. Bekanntmachung. Nachbenaimten Personen, beziehungsweise deren Rechtsnachfolgern unbekannten Aufenthaltes, wurde eiu Curator ad acwm bestellt und demselben die angeführten Gescheide zugestellt, und zwar: Herr Dr. Albiu Poznik von Rudolfswelt für Johann Premoser von Dobrava der Feilbietuugsbescheid vom 4. Dezember 1883, Z. 10643; für Mathias Kum von Prapreöe der Bescheid vom 19ten Jänner 1884, Z. 1239; für Mathias Naker von Hereindorf der Feilbietungs-bescheid vom 12. Dezember 1883, Zahl 13 621; dann Herr Johann Kluu von Rudolfswert für Iosefa uud Maria Perz von St. Peter die Tabularbescheide vom 13. August 1883, Z. 9258; für Martin Köstner von Eicheuthal der Tabularbescheid vom 18. August 1883, Z. 9292; für Georg Skedl von Kkiuriegel der Tabular-brscheid vom 29. August 1883, Z. 9692, und für Ursula, Maria und Gertraud Stritzel von Ascheliz die Tabularbescheide vom 7. August 1883, Z. 8812. K. k. städt.-deleg. Bezirksgericht Rudolfswert, 17. Jänner 1884. (768-1) Nr. 731. Executive Realitätenversteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Nassenfuß wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Anton Atich von Kamenca die exec. Versteigerung der dem Ioham, Markovil von Verhek gehörigen, gerichtlich auf 2055 fl. geschätzten, 8u'd Einlage Nr. 48 und 217 der Steucrgemeinde Trsische vorkommen« den Realitäten bewilliget und hiezu drei Feilbietuugs-Tagsahuugeu, und zwar die erste auf den 2. April, die zweite auf den 7. Mai uud die dritte auf den 1 1. Juli 1 884, jedesmal vormittags von 9 bis 12 Uhr, h-ergerichts mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealitäten bei der ersten uud zweiten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der dritten aber auch unter demselben hint-angegeben werden. Die Licitatwnsbcdingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10vroc. Vadium zu Haudeu der Licitationscommisfiou zu erlegen hat, fowie die Schätzungsprotokolle nnd die Grundbuchsextracte können in der diesgrrichtlichen Registratur cingefeheu werdeu. K. k. Bezirksgericht Nassenfuß, am 1, Februar 1884. (667—1) Nr. 9392. Executive Realitäten-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Adelsberg wird bekannt gemacht: Es fei über Ansuchen des k. k. Steueramtes Adelsberg (nom. des hohen k. k. Aerars) die executive Versteigerung der dem Josef Penko von Nadaineselo Nr. 1 gehörigen, gerichtlich auf 3950 fi. geschätzten Realität Urb.-Nr. 16. Nuszug.Num-mer 1443 aä Herrschaft Prem, bewilliget und hiezu drei Feilbietungs-Tagsatzungen, und zwar die erste auf den 4. April, die zweite auf den 6. Mai und die dritte auf den 10. Iuui 1884, jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr, Hiergerichts mit dnu Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität bei der ersten und zweiten Feilbietung nur um oder über dem Schätzwerte, bei der dritten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. ' Die Licitationsbediugnisfe, woruach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu er-legeu hat, so wie das Schätzungsprotokoll uud der Grundbuchsextract könuen in der diesgerichtlichen Registratur einüesehen werden. , ^. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 15. Novembel 1883.