^lHe- Fttitllg, 28. October 1898. Jahrgang 117. Macher Mung. 'l^^.u/H^^./^^l Versen bung: aai.Mhria fl. ,5, halbjährl« sl. 7 50. Im Comptoir: ^^ ''"lnatl V« ... « 1'' b'5o ^,^ ^^ ^ilslell»!!,, in« Hau« aanzjHhrin n befindet sich Lougrrssplah Nr, 2, die Mtdaction Aarmherzi^lMsse Nr, l5, Eprechslnuden ber Redaction von 8 bis il Uhr vor» mittag«. Unfranlierte Ärieft werden nicht angenommen, Äilanuscrlptc nicht zurückgestellt. ,,^, M i.N°ue«ber "n neues Abonnement auf dir ^Mbacher Zeitung. l°ndes."^lations-Vedinaunaen halben "!'V°^ ""betragen: V^ ' 7 ^' ^ ^' ganzjährig . . I» fl. - lr. ^!°^g » I 33 ' halbjährig . . 5 . »<> . "Nlltllch " « » 7» . vierteljährig . » . 7» « «i ^r die n monatlich. . . — . »2 « °^Nten ve/^^""» ins Haus für hiesige p°n^ Dl/I" Jahr 1 Gulden. ^l luapsn?3"umeratwns - Betrage wollen "^»endet werden. k Fed. Kamberg. o.^?^iche7TiM 3l^'^ltet,am"'^ k' Apostolische Majestät haben den, Y^lite 3,,. '"!, Iazygier und Kumauier Husaren-»^ttswi^ ^ter Grafen Szöchenyi die ^t. ^urde taxfrei allerguädigst zu verleihen ^^^/-"nd k Apostolische Majestät haben mit vom 23. October d. I. « "s'tat in V^"' Professor der Aesthetik an der ^Ue r den "3 ?"' Alfred Freiherrn von ^^.'"lt^laMvl^^u der eiserneu Krone dritter "yt. u^stcht der Taxen allergnädigst zu verleihen ^lli kllle f------------------- ^V^ster'^?- Apostolische Majestät haben n.it vom 22. October d. I. ^l, l il, ki. Präsidenten der Seebehörde Ernst ^nuni _sslerte Nangsclasse der Staatsbeamten ""ergnädigst zu genehmigen geruht. ^. Di Pauli in. p. ^^ster's"!^/ Apostolische Majestät haben mit ^^iniV^^^ung vom 23. October d. I. ^u ^'itliH^'U'" für Cultus und Unterricht in ^ba> ^ctor°n m ^"Wendung stehenden Landes-k>>^ ' H u e w ^"tholomäus Pavlicek und Dr. Kraches ^ ^^'^" bm Titel und Charakter ^^ ^ "ucrgnädigst zu verleihen geruht. Vylaudt li,. z). Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. October d. I. dem im Ministerium für Cultus und Unterricht in außerordentlicher Dienstleistung stehenden ordentlichen Professor der Physiologie an der Universität in Wien Dr. Siegmuud Exner taxfrei den Titel eines Hofrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. October d. I. dem ordentlichen Profefsor des Hochbaues au der technischen Hochschule in Wien August Pr 0 l 0 P taxfrei den Titel eines Hofrathes allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Seine k. uud k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. October d. I. dem fürstlich Liechtcustein'schen Architekten Karl Weinbrcnner in Eisgrub das goldene Verdienstkreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Der Handelsminister hat den Ministerial - Cou-cipisten des Eisenbahnministeriums Dr. Rudolf Schindler zum Ministerial-Vicesecretär im Handelsministerium ernannt. Der Handelsminister hat den Postcontrolor Anton Kratky in Trieft zum Ober - Postcontrolor in Pola ernannt. Den 26. October 1899 wurde in der l. l. Hof« und Staats-druckerei das I^IV. Stück der polnischen, das l^IX. Stück der italienischen, das I^X. Stück der bühnuschen und das LXlIl. Stück der slowenischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Zur inneren Lage. Die Antwort, welche der Herr Ministerpräsident Graf Thun auf die Interpellation inbetreff der Pestertranlungcn iu Wieu ertheilt hat, findet in der Mehrzahl der Wiener Blätter anerkennende Würdigung) namentlich billigen sie es, dass der oberste Chef der inneren Verwaltung entschieden für die Freiheit der medicinischen Forschuug eingetreten ist und in pietätvollen Worten des Arztes Dr. Müller gedacht hat, der seinem Berufe zum Opfer gefallen ist. Das «Fremden-Blatt» hält sich dessen gewiss, dass die Worte des Grafen Thun voll und ganz den Erfolg haben werden, den man ihnen wünschen muss: sie werden wirklich Beruhigung in die weitesten Kreise tragen und übertriebene Besorgnisse ans ein vernünftiges Maß zurückführen. Besonderen Dank glaubt das Blatt aber dem Herrn Ministerpräsidenten für die Hochachtung und vorurtheilslofe Würdigung zollen zu müssen, die er den Bestrebungen der medicinischen Wissenschaft und ihren Erfolgen für das allgemeine Wohl entgegenbrachte. Da Graf Thun einer so erhebenden Auffassung von der Wisseuschaft und ihren Helden huldigte, dürfe man wohl hoffen, dass er auch in rein praktischen Fragen derselben Wissenschaft gern bereit sein werde, die helfende Hand zu bieten. Das «Neue Wiener Tagblatt» anerkennt, dass Graf Thun den Angriffen auf die medicinische Forschung in würdiger und sachlicher Weise entgegengetreten ist und ein unzweideutiges Wort im Namen der Wissenschaft, der Vernunft, gesprochen hat, wahrend das «Wiener Tagblatt» die vornehme und dabei überaus energische Art rühmt, mit welcher der Herr Ministerpräsident jeden Ueberfall auf die Gelehrsamkeit und ihre Bekenner abgewehrt und überdies klipp und klar die außerordentlichen Erfolge der bacteriologischen Forschung hervorgehoben habe. Der Entschluss des Herrn Ministerpräsidenten, unverhohlen und wahrheitsgemäß alle Nachrichten über deu Stand der Erkrankungen zu veröffentlichen, dürfte nach der «Reichswehr» ebenso sehr die allgemeine Billigung finden, wie feine Bemerkung, dass ein Verbot der Experimente nur schädlich wirken könnte. Das «Extrablatt» ist von der Antwort des Grafen Thun, die wie die Befreiung von einem Alpdrucke wirke, vollauf zufriedengestellt und kann sich deshalb von der Debatte, die darüber eröffnet werden soll, keinen Nutzen versprechen, während die «Neue Freie Presse» den Zweck der Debatte darin erblickt, darüber Gewissheit zu schaffen, dass auch außerhalb Wiens für den Fall des Erfordernisfes alle Vorkehrungen getroffen sind, um hiedurch Beruhigung in der Bevölkerung zu verbreiten. Zur Parlamentär ifchen Lage verzeichnet die «Neue Freie Presse» das Gerücht, dafs der Reichsrath im December vertagt und während der Vertagung ein Ausgleichs-Provisorium auf Grund des 8 14 ge- Feuilleton. "agödien.Fragment von E. ^eHö ich a f I- ^Mclft s^l der Schule mit Herbert Dankelmann h<^ eii/N. war ^ zwar ein Musterschüler, ^>l s"^lliqcn' ^'3cr Junge. Er hatte die frische >l^!ich ihr,W,"°ch nichts selbstverständlich ist, >° °st M. ui lV ^ k" von den Fundamenten her auf-^n di??^t ist j denn sie leben in lauter ^5e ^ nach -. 'ch in gegenseitiger Rücksicht längst ^lz^hr ,. )len Rechten fragen und längst keine M e! ^c/n/)"" Gründen haben. Er war schon °t tz s Ui!nier "^ eine intellectuclle Herrennatur, denn >> ?-Wtschüleru gründlich verhasst ge- ^e. "e Ulld s A zugleich sehr muskclkrästig gell Hp>. ^ "' ""s^e Hcrzcu hineingeprügclt ^ liA tH? uns das Leben uachher so ängstlich ? Kl ?' haben ^ last am meisten die fürchten, die 3^5 >, "die Jungen den fröhlichen Instinct, >tli^ld der^ b/'" sie sich fürchten. Schlimm abcr 5> ^ auH hie n'°"6 s"""' Verhängnisse, dass ge-H Lehrer ihm gegenüber den kürzeren '!' mn unvergeßlich geblieben. Wlr hatten einen alten Physiklehrer, ein gutmüthiges Männchen, vor dem die übermüthige Bosheit von uns Jungen, die sonst vor nichts Respect hatten, haltmachte; wir hatten wohl eine Ahnung von der hilflosen Zartheit seines Empfindens und Mitleid. Es war damals die Zeit der großen Helmholtz'schen Untersuchungen über die Erhaltung der Energie, für die Herbert sich aufs lebhafteste interessierte, so dass er besser darüber unterrichtet war, als unser altmodischer Lehrer. So kam es, dass er einmal einer Behauptung des Lehrers widersprach, die dieser unter Einsetzung seiner ganzen Autorität vertheidigte, bis Herbert ihm die Gegenbeweise erbrachte und ihn zwang, vor der Classe ein-zugestehen, dass er Unrecht gehabt habe. Das tonnte der alte Mann lange nicht überwinden, er hatte von da an etwas Scheues, Resigniertes, fast Demüthiges, das uns zu Herzen gieng. Herbert hätte gern auf diesen Triumph verzichtet, um nur das alte freundliche Verhältnis zu diesem Lehrer, den er besonders liebte, wieder herzustellen. Abcr es war zu spät; dass er so unbarmherzig Recht gehabt hatte, stand wie eine unwiderrufliche Entscheidung zwischeu ihnen. Die Studienzeit brachte uns dann auseinander. Er schrieb mir nur einmal nach längerer Zeit, er hätte oas juristische Studium aufgegeben, und zwar, «weil er zu viel Talent dazu hätte». Aus diesem Scherz wehte es mir sehr erust entgegen; aber er gab lmr die erbetene Erklärung doch noch mit leidlicher Unbesangcn-lmt Er bemerkte, wie seine Verhältnisse zu Menschen, l anz ohne sein Wissen uud Willen, sich immer zu einer Fraae des Recht- oder Uurechthabens zuspitzten. Und es sei fast ein unglücklicher Zufall, dass er immer Recht behalte. Denn unvermeidlich reduciere sich ihm dadurch das Leben, soweit es in Beziehungen zu anderen bestände, mehr uud mehr auf die Formel einer Discussion, einer Entscheidung nach Recht und Unrecht, uud er wisse sehr gut, wie uuliebeiiswürdig und wie armselig gegenüber dem tieferen Sinne des Lebeus dieses Schema sei. Deshalb müsse er einen Beruf vermeiden, der gerade darauf ganz gestellt sci, und wolle lieber feinen alten uaturwisscnschaftlichen Neigungen folgen: die Natur wenigstens würde ihm gegenüber uicht Unrecht haben uud in der Hingabe an sie würde er weit abseits von jenem kümmerlichen Gegensatze stehen, in den seine Beziehungen zu Mensche» sich einzwängten. , ^ < Als wir uns dann nach manchen Lehr- und Wanderjahrcn wieder dauernd zusammenfanden, konnte ich bald feststellen, in wie wunderliche und unglückliche Lagen sein überragender Verstand ihu brachte. Indem ich sein Schicksal beobachtete, wurde mir klar, wie sehr sich das Lebeu in der Form der Gegensätzlichkeit zwischen Mensch und Mensch vollzieht, wie sehr es, selbst jenseits der großen Kämpfe, selbst auf dein Oudeu der Liebe, selbst iu deu Gkichgiltigkeiten des Tages, auf fortwährende Entscheidungen zwischen dem Ich und dem Anderen gestellt ist. Wir übersehen das, well diese Entscheidungen für gewöhnlich wechselnd ausfallen und weil all dieses Sichdurchsetzeu und Zurückweichen sich gegenseitig ausgleicht. Ich sah ein, wie sehr das Lebeu auf einen Rhythmus von Rcchthabcn uud Unrechthaben angewiesen ist, wie nur so aus den Verhältnissen zu auderen ein Gleichgewicht der äußeren und inneren Existenz fließen kann. Es war das tragische Geschick Herbert», daft sich ihm dich Proportion Laibacher Keituna Nr. 246. 1980 26. Octobers schaffen werden soll. Ende Jänner oder Anfangs Februar würde dann der Reichsrath wieder zusammentreten, um die Verhandlungen über den Ausgleich fortzusetzen. Die «Neue Freie Presse» bemerkt hiezu: Verständlich klingt die Sache nicht, umsoweniger, als die provisorische Verlängerung des status <^uo im Reichsrathe kaum einer Schwierigkeit begegnen dürfte. In der deutschen Provinzpresse wird der Streit um die Taktik der Opposition ungeschwächt fortgesetzt. In Vertheidigung des bekannten Manifestes der deutsch-fortschrittlichen Partei polemisieren das «Salzburger Volksblatt» und mehrere andere Organe der Partei in gleichlautenden Artikeln gegen die Deutschradicaleu, denen sie «tattische Rechthaberei», «verbrecherische Gewissenlosigkeit» und «maßlose, bis zu persönlichen Gemeinheiten ausartende Verleumdung und Massenverhetzung» vorwerfen; das Vorgehen der Radial-nationalen stehe mit dem Wesen der deutschen Gemein-bürgschasi. in Widerspruch, entspringe nur «eigensüchtiger, vcrrätherischcr Mandatsjägerei» und bleibe eine «Gewissenlosigkeit verdammenswertester Art.» Auf der anderen Seite bekämpft das «Grazer Tagblatt» in nicht minder scharfen Worten die «neue Taktik» und stellt es als Aufgabe der Deutschen hin, ' die parlamentarische Erledigung des Ausgleiches zu verhindern, da ihnen sonst die «wichtige Hilfswaffe entrissen würde, eine offenbare Ungesetzlichkeit des Ausgleiches zu bekämpfen.» «Narodni Listu» wollen nicht verkennen, dass durch die Aufhebung des Mahlverlehres, die Aenderung der Differential-Tarife für Getreide und Mahlproducte, sowie durch das Fallenlassen der Eonsumsteuer-Erhöhungen für Vier und Vrantwein die ärgsten Härten des Ausgleiches beseitigt seien. Die «Politik» und das socialdemokratische «Pravo Lidu» verurthcileu rückhaltlos die jüngst gegen deutsche Studenten in Prag verübten Ausschreitungen. «Es ist endlich an der Zeit — schreibt das erstgenannte Blatt — dass von czechischer Seite auf das entschiedenste gegen derlei Straßenexcesse halbwüchsiger Bursche und aufgehetzter Leute protestiert werde, welche ihre «nationale Gesinnung» durch Unanständigkeiten und Rohheiten auf Kosten des czechischen Volles manifestieren.» Politische Ueberficht. Laibach. 27. October. In den Verhandlungen des Ausgleichs-Ausschusses soll eine Pause über die Feiertage hinaus bis Ende der nächsten Woche eintreten. Die «Neue Freie Presse» verzeichnet das aus den Kreisen der Rechten austauchende Gerücht, wonach jedenfalls das nothwendige Ausgleichsprovisorium nicht auf parlamentarischem Wege, sondern mittels des § 14 erlassen werden soll, und fügt hinzu, dieses klinge umso unverständlicher, als -die provisorische Verlängerung des Vertrages im Reichsrathe kaum einer Schwierigkeit begegnen dürfte. Wie aus N o m gemeldet wird, hat die radicale Presse eine Campagne zu Gunsten einer Amnestie der infolge der Mai-Excesse vcrurtheilten politischen Verbrecher anlüsslich der Taufe des neugeborenen Sohnes des Herzogs von Austa eröffnet, die jedoch keine Aussicht auf Erfolg besitzt. Wie die Meldung hinzufügt, wird die Amncstiefrage ohne Zweifel auch zur Discussion im Parlamente gelangen, nachdem die radicalen Parteien entschlossen sind, hierüber eine Interpellation einzubringen. Aus Paris wird zur gegenwärtigen Lage gemeldet: Die gemäßigt conservative» Journale geben zu, dass General Chanoine die Regeln des Parlamentarismus verkannt habe, sind aber der Meinung, er habe gut daran gethan, aus dem Cabinet auszuscheiden, das Gefallen daran zu finden schien, die Armee zu Gunsten der internationalen Revisionisten zu desorganisieren. Die gemäßigten Blätter sagen, dass der vorgestrige Tag ihre Hoffnungen verwirklicht habe. Die radical-revisionistischen Organe stürmen gegen das militärische Complot und meinen, das einzige Mittel, um dem künftigen Cabinet Stabilität zu geben, bestehe in der Concentration aller Republikaner. In einem Interview mit einem Redacteur des «Petit Iourual» führte General Chanoine aus, er habe seine Demission infolge der Meinungsverschiedenheiten mit dem Cabinetschef in der Affaire Picquart gegeben. Chanoine erklärte ferner, er habe die Verfolgung der die Armee angreifende^ Blätter deshalb nicht verlangt, weil er die im Gesetze festgesetzten Strafbestimmungen für unzureichend halte. Dem «Figaro» zufolge habe es Präsident Faure abgelehnt, Chanoine zu empfangen, und ihm sagen lassen, dass er seine Demission dem Cabinetsches hätte überreichen sollen. Dagegen habe Faure sofort Sarrien und Vrifson empfangen und hätte geäußert, Chanoine sei uncorrect vorgegangen und habe sich benommen, als stände er außer Regel und Brauch. Nach einer aus Paris zugehenden Meldung verlautet in dortigen uuterrichteten Kreisen, dass zwischen dem Minister des Aeußern Delcasse und dem Grafen Murawiew auch ein Meinungsaustausch über die vom Sultau zugesagten Reformen für A r m enien stattgefunden habe. Nähere Details über das Ergebnis dieser Besprechung seien nicht bekannt, doch erscheine es, wie die Meldung betont, mindestens als verfrüht, wenn angekündigt wird, dass bereits in der nächsten Zeit diese Frage in Constantinopel aus die diplomatische Tagesordnung gesetzt werden soll. Wie man aus Athen meldet, dürften die Con-tingente der vier Kreta-Mächte auf die Effectivstärte von 22.000 Mann gebracht werden. Bis jetzt zählt das englische Occupationscorps 8000 Mann, während Frankreich und Italien je 3500, Russland bloß 2000 Mann auf der Insel haben. Es wird demnach erwartet, dass die letztern drei Mächte neue Verstärkungen nach Kreta entsenden werden. Ein Theil dieser Contingcnte soll Garnisonen im Innern der Insel beziehen. Das Transportschiff «Salonique» ist mit der Garnison von Kissamos nach Salonichi abgedampft. Tagesueuigleitelt. — (Die Studien-Commission der Export-Akademie.) Nachstehend wird die Mitgliederliste verlantbart: Mitglieder, und zwar als Vertreter: des Präsidiums des k. l. österr. Handelsmuseums: Johann Freiherr v. Ehlumecky, t. u. k. wirtl. geheim. Rath, Minister a. D. lc., Josef Freiherr v. Schwegel, k. u. k. wirkl. geheim. Rath, Scctionschcf a. D. ?c.; des t. k. Handelsministeriums: Dr. Franz ^ ^ ^? Sectionschef im Handelsministerium «.; "v^Blg,^ richtsmiuisteriums: Dr. Karl Zehdeu, k-l/"g ^B Professor an der Wiener Handels-Atadeiine u'^^^D für den commerzkllen Unterricht im l, l- ^ l, für Cultus u„d Unterricht; des üsierr.Handolsmnseums: Alcxand« MnlM >V „ >M k. u. l. wittl. gchcim. Rath lc., Michael 6^ ^ l zu Quintenbach, l. u. k. Scctionschef, ^" 5," Theresianischen und der k. u. k. Consular-Moe" ^ ^ Ritter u. Schocllcr, tünigl. großbrit. ^enera^ ^-industrieller tt., Max Mauthner, Reichs"")" ^' Präsident der Wiener Handels- und ^""« lMl" Alfred Ritter v. Lindheim, königl. rnmali. " ^ M Landtagsabgeordnetcr, Handelslalnmerraty '^"t '^ Pcez, Präsident des Industriellen-Clubs, l5^ ^ des Oeneral-Comites für die Griindnng ^ ^ Atademie: Hugo Freiherr v. Glanz-Eicha, l- ^,M minister a. D. lc., Dr. Hugo Bach, ^ ^„„ M Secretär im Handelsministerium, Dr. ^ „dB"". t. k. Regkrungsrath, Secretär der Wie"" V ^ D Gcwerbctammer a. D. :c., Adolf Wicsenburg. . M Großindusttieller :c., Hermann Nobitsel, ^l Exporteur:c.; der Direction des t. k. o> ^ .^, museums: Dr. Mauriz Ritter v. NHler, i> ^ ^ rath, Director des k. k. HandclsmuscuMs. ^ ^ noch unbesetzt.) «nfele^ — (Die diesjährigen Herbstco' ^ ' der Staatseisenbahn-Director^ ^ B Eisenbahnministerium am 24., 2b. "nd ", .„B"', dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn ^' ,^i R. v. Witte k stattgefunden. Die Tagcso"' ,^ ,o> 31 Gegenstände, von denen 5 die ^rg"^ Pel!^ die allgemeine und finanzielle Verwaltnng, ^^chc > angckgenhcitcn, 7 Tarif-, 0 Verkehrs- "". ^z >" , gelegcnheiten betrafen. Am Schlüsse der ^> ,^„^ dem ans dem Staatsdienste scheldc'^" ^ ge>"'^ Dr. Zehctner eine warme Sympathietundge ^^>, ^ — (NäuberischerUeberf a l . ^, 2^ Pfarrer.) Aus Olmütz vormittags erschien ein Dragoner de» ^ßAl!" ,^ der Woymmg des Pfarrers Kaknla " .-H del ^5 und verlangte von demselben Geld. Da ! ^ag^s., weigerte, ihm Geld zu geben, M /" "ie^ ^ Säbel und erklärte, er werde den M"^ gcla"ö' Hierauf gab ihm der Pfarrer 550 st- .l Räuber noch nachmittags festzunchmen. Z b "^ - (Pestausbruch.) Der Pe »',, «Regierungsbote» meldet, dass m ,„M ^ Iskend, eine Epidemie ausgebrochen se», . ^ lB , Aerzte des Sanitätscomite's in ^a""' ^rM' -5 bactcriologischcn Untersuchungen nach den ^Orsch""^' Kranthcitssymptome erkannten, dass >^ " .^lgis^ ^ der Pest zeige. Die Aerzte trafen W^ gßen '>' nahmen. Die nach Amzoh führenden " ^M" ^ abgesperrt, die Kleider und Effecten o ^gc".F brannt. Uln Anizoh wnrde ein ^^° ,sectio'l^ii^ wurden Aerzte mit Medicamenten «nd^ ^^ , entsendet. In den Nachbarortschaftcn """r ^.^> »^ Erkrankung festgestellt. Die Commission i"' Iiidn ^ Pest entsendete ebenfalls Aerzte, w"chc .^ he^^l< Pest studiert haben. Im Auftrage des 'c , ,^ ^.. Prinz Alexander uon Oldenburg in "eH^ der kand, um alle Maßnahmen zur Hlntany" ^ breitung der Krankheit zu fortwährend verschob, und dass es zu seinen Gunsten war, war nicht weniger zu seinen Ungunsten. Im bloßen Nechthaben kann der Mensch nicht leben, so wenig wie Midas von dem Golde leben konnte, in das sich alles verwandelte, was er berührte. Denn eben dadurch kam er ill eine Isolierung, von der gerade der Schwächere, vou anderen ins Unrecht Gesetzte, weniger zu leiden hat: gegen deu besiegten Gegner Pflegen wir liebenswürdig und entgegenkommend zu fein, weil er uns Gelegenheit gegeben hat, Recht zu behalten. Er war durchaus keiner der gewöhnlichen Rabulisten und Rechthaber, denen nur an ihrer Unfehlbarkeit liegt, um dann auf dem glücklich eroberten letzten Worte ihre Fahne aufzupflanzen. Dann wäre er vollkommen glücklich, aber auch vollkommen uninteressant gewesen. So einfach aber war seine Formel nicht. Er stand innerlich viel zu hoch, um immer Recht behalten zu wollen; denn das ist ein Zeichen von Unvornehmheit: es zeigt, dass das Gefühl des eigenen Wertes, der eigenen «Bcrechtigtheit» keinerlei Erschütterung noch Abzug vertragen kaun und ein einzelnes Zurückweichen-Müssen gleich die ganze innere Existenz in Frage stellt. Herbert empfand sehr wohl, wie sein Leben zu verarmen drohte, wenn dessen Wärmc und Bewegtheit zu Verstandesbcgriffen gefror. Sein Wille gieng auf den ganzen Reichthum des Daseins, und eine Unentwirrbarkeit von Naturanlagc und Schicksal beschränkte ihn auf die glänzende Armut eines, dessen Meinung immer siegt, dessen Ueberlcgcnhcit fo selbstverständlich ist, dass man von vornherein die eigene Persönlichkeit nicht einsetzt, weil man sie doch nicht durch^tzen taun. Seliotropblüten. Noman »ach dem Franziisischcn von Ludwig Wechsler. (24. Fortsetzung) In dem nervösen Zustand, in welchen ihn diese schlaflose Nacht versetzt hat, deren Wirkung er vergebens durch ein kaltes Bad und den Genuss einer Menge schwarzen Kaffees auszugleichen suchte, wird er sich unwillkürlich verrathen, sobald man in seiner Gegenwart von dem Todten spricht. Wollte er aber auf Umwegen, ohne vorherige Anmeldung, zu Lady Maud zu gelangen suchen, so könnte diese erschrecken, zu schreien anfangen und in ihrer Aufregung einen Theil der Wahrheit verrathen — einen Theil, der ihn verderben würde. Und dennoch muss er mit ihr sprechen, muss er sie von seiner Schuldlosigleit überzeugen. Nach den nächtlichen Aufregungen ist in seinem ermüdeten Geiste nur dieser eine Gedanke hasten geblieben, noch dazu umso hartnäckiger, als derselbe alle übrigen ausgeschlossen hat. Arthur wendet sich bereits zurück in der Allee, in die er eingetreten ist- doch haftet der Gedanke, dass er mit Maud sprechen und sie überzeugen müsse, zu fest in ihm, als dass er sich zu entfernen vermocht hätte. Wie könnte er denn auch das Leben ferner ertragen, wenn er nicht irgend etwas thnn würde? Soll er sich immer wieder mit der Erinnerung an diese furchtbare Nacht quälen? Eher alles andere, nur dies nicht! Er kehrt also wieder nach dem Hause zurück, nun aber schon mit einer Art Plan. Statt durch das Hauptthor einzutreten, welches an der Allee liegt und wo er sicherlich abgewiesen worden w^ ,^ Th" ^l durch die in der Nebengasse gelegene " ^ ^ zutreten, die er in der verflossenen -'""^cs '' und die sicherlich auch während o" ^i Gebrauch der Dienerschaft offen stch - ..„, a" ^,!' Er findet die Thür in der TY" >' ^ .Mf unbewacht. Ein Diener säubert dle "' z,W ^M dem Morgennebel stark hustet. D'eses A ^l^ den jungen Mann, so dass " " " ^M ^ wciterschreitct, als riefen ihn Gescha^^il H^' Der in der Allee beschäftigte "" ^n' <^ i^ der Reitknechte Lord Harrifons, den ,veB ^' auf dem Wagen Mauds geich" ^^r,'Fe Bois fuhr, ein bleichwangiger, ro")^ .^. .^c knochiger Bursche von zwe'ftl "s ^,B'' ^ ^ Arthur erinnert sich auch an s""" „,n'"" ^. H häufig von den beiden Damen vcr> „ni» i'^ große Stücke anf diefen Diener lM „,„b^ auf ein Hausthier etwa, das st« U ^'" K, B' seinen Herrn schutzlos lässt. Er ye f' de" l" ^ Arthur sägt sich, dass er cntschle ^^ , > hat. Gerade diesem Menschen "Mss kH^ er durchaus nicht dazu wird ^u .,,e M Gehorsam zu leisten. Soll er al^o > ^^ ausgeführt lassen? nach^. M'^,' Während er noch hierüber .'"^ d^ ^, ein wenig abgewendet steht, da'M l) hc^H, . nicht erkenne, ist dieser auf die S ^/zl'c >) , um seinen Rechen, mit welchem " adg' ^'.i berte, von den vergilbten Zweigen und Papierfetzen zu """g^> ^ iu das Haus zurücklehrt und die > sich ins SchlojS wirft. , 1981 _________ 28. October 1398. ?"e-und "^ seltene Ausgabe) des «Decame- ^ V^.^"' Elzevir, zwei Bücher von außerordeut- ^" ^lsti ^,' ,""rden diefertage aus dem Antiquariat !^len zzz',f "^lg gestohlen. Der Dieb bot die beiden ^b in / ^ der «Decamerone» wurde im Jahre '^ liclm , " ^ hergestellt — einem Cigarrenhändler ch> ^„^.°". und der Händler erwarb die Bücher für '"' da er s>' "'"^" größeren Wert hatten sie nicht für , ^cherwen "" "^ Einwickelpapier benutzen wollte. "'ich a^s/'"^"'^n sie diesem Schicksal; ein ^ledtt^s " Cigarcttentäufer bemerkte sie und ^ Neise . ^" ^iitthcilung »on seinen, Funde. Auf K'Uen 3^'!'"^" die Bücher gerettet und dem recht« ^ l Ä ^ "^er zugestellt. !?"""Hr'"ltmeister Verdi) hat, so wird berichtet, °MlG,/M°) mit seinem compositorischcn Schaffen ^^lcht to» 5" alle Verdi-Freuude so betrübende >l. vo„ " "'s des Meisters eigenem Munde über > ein n^ ""^ '"Nll gelegentlich des 85. Geburts- s l8e^ ,"unschtelegraniin nach Mailand gesandt ' "Ehielt ^ gliche Dantsagung traf bald darauf ^" Trie,'t> ^"" ^l"ls den Passns, dass Verdi !^ ^crk , ""unden jedwede Hoffnung auf ein künf- ll °'' kein'^/^'" "^'^""'" "'"^' .... Also tein ^^iste>, l. ^r» — auch keine Kirchenmusik vom '^cr ^ «^ ,'Ialstaff. mehr, auf die selbst die größten M!^ "erdis neuem Schaffen noch immer gehofft e "'s d/r ^ ^ """' 26. d.M. gemeldet: Land-^° kh^l,Ortschaft von San Salvatore dc Mont-N '"l die l ^'^" die öffentliche Gewalt auf und ^ ^ ^arcii"^ ^^ämpfnng der Phyloxera Angestellten. H u>,d ein"!^" ^"" Wachtmeister blutig geschlagen ^ ^, »inch. des Weges tonlmcndcr Oberst verwundet ^ann '" W von der Waffe Gebrauch, wobei ein ^^^^einer verwundet wurde. ^i»e „^ und Prouinzial-Nachrichten. ^ "llsche Gedenktafel aus den Freiheits- ^ än ^. kriegen. Jahrhunderts, in welchem ^»^"rei^ ÜI ^ "usaesten^ ^mpfc ilvch gegenwärtig in Gottes. ^!!' '"le l ^^ Gedächtniöbilocr oder andere Dent-Ä, °^> Kevins < """ ^"pellen und Denksteine, welche ''lie, ltirch?^ gelbst oder auf eiuem der zuuächst '^rie^^ den im Kampfe fürs Vaterland ge-°>Ntni ^s di s^" ^m errichtet wurden. ^>lhi>^°" den 3 ^ stammendes Denkmal, geweiht ^ülll?" Eolk . "^"zoscn erschossenen braven öster- ^in^h" "on seinem Bruder, besitzt auch ^ de^'^ Und^v?' lehr gut erhaltener, von Schnörkeln, ^tje n lrcchc ?"^en umrahnlter Gedenkstein, welcher ^<.""gens^ c.^" der Station Lengcnfeld nach dem >3>ucr >> ^ ^"' "i einer kleinen Nische der Um» . ?^^„,^ dortm<>n Ortsfriedhoses angebracht ist !^!^ thMHsi/^e^offnunM d^ ^Ä " wet? ^ in Ende. Gesenkten Hauptes >!,^ Ulch ' ""t den Thränen der Verzweiflung >^'s ^he "" bem Gedanken, ins Wafser zu ?°it?>Uch^ l. dahenn anlangt, um eine Pistole , ,V^'l-' (3^. das eiskalte Wasser ihn bereits i W?^. u,>s bedarf ja nur eines momentanen -k» ^'l der ^ "?^ 'st zu Ende. Auch sein Schicksal ^ e der A>f?"ckneten Ulätter und der Papier-^^Wmr^ dem abschüssigen Pflaster dem ^., zu^^.^slcht Arthur dem Wirbeln und ^«?' blä^ ^^"bere fesselt ein zusammen-^l . h'Ntrr ,""^^ Papier seine Aufmerksamkeit, 0" i>zul, '"' kl""en Erhöhung des Pflasters >" , >l den 3 " vcrlnag. Weshalb konnut es ^zirr 'd llcr.^ ' ^"ss dies ein Telegramm sein >3 .„.zu defri,^ "ls er sich bücken will, um seine erfasst der Wiud das kleine ^' j6^"hölen ^.lhm, Arthur muss nachlaufen, !>' t^'Nt er s?'^ als er es endlich in Händen l^". >,"st verlebe"" ^^^^ Handlungsweise, X>< ^ dieses Papier von sich zu ^ ^^eite?"^ellcicht eine unangenehme Ent-^lltt kr ilh /^lrd. ^tt„ ks. ^^'legt und wirft es nicht weg, sondern > l. ^3 ?"es 2-^ , "ut einiger Hast zwischen den d^ nHbuches sorgsam zu glatten! 'lh ^h l/"" ach?M "'l Telegram,», noch dazn ^ch^laut/ ^^ "bends in Paris aufgegeben. 5l ^>>ie ^"teri„^uz kurz: «Komme» Sie um ein ^ ^l)„sj ^', l ^l^,^ ^'U,ige F^M erfafst Arthur, uachdem ^^ EorljchMlg folgt. und auf welchen den Schreiber dieser Zeilen aufmerksam zu mache» Herr Lieutenant Oskar Galle die Güte hatte. Die in die Platte eingravierte Inschrift hat nachstehenden Wortlaut: «Die Bruderliebe weihte diesen Stein Zum Denkmal eines biederen Jünglings ein, Der, muthig blickend an das schöne Ziel, Im Kampfe hier für Deutfchlands Freiheit fiel. Noch blühte 23 Jahre kaum Im Kreise der Geschwister ihm die Welt, Da floh des Lebens wunderbarer Traum, Und heiter starb er als ein Mensch und Held. Franz Dirnböck, welchem Grätz das Leben gab, Umschließt im fernen Land ein stilles Grab.- «Gefallen am 4. October 1813.» Ober der Inschrift sind die Worte zu lesen: «K. k. 9. Jäger-Bataillon.» Darunter ist das Brustbild des Jägers mit einem prächtigen Lockenlopf ausgemeißelt, das von militärischen Emblemen, quer übereinander gelegten Fahnen mit dem kaiserlichen Aar, einigen Speeren und Kanonenrohren, ferner von einem Haustein aufgeschichteter Kugeln, einem Iägerhut und Iägcrstutzen umsäumt ist. Ueber den Tod dieses Jägers erzählt der Voltsmund Folgendes: Anfangs October des Jahres 1813 lagerte eine Abtheilung französischer Streitträfte uuweit des Belza-baches bei den Häufern Supan und Oro, indessen die Oesterreicher bei Leügcnfeld-Mojstrana ihr Lager aufgeschlagen hatten. Am 4. October brachen die österreichischen Truppen auf und rückten fowohl von Mojstrana (Vranascite)^ als auch von Lengenfcld aus längs des Belzagrabens zum Augriffe gegen die Franzosen vor. Als eine Patrouille der letzteren Abtheilung, welcher auch Jäger Diruvöck zugetheilt war, am Ende des Bclza-baches angelangt, französische Soldaten in der Nähe der vorgenannten Häuser erblickt hatte, gab Dirnböck den ersten Schuss auf die Feinde ab. Dieselben, durch den Schuss, der einen ihrer Officiere getödtct haben soll, alarmiert, griffen schleunigst zu den Gewehren und erwiderten das Feuer, wobei Dirnböck, von einer feindlichen Kugel getroffen, todt zu Boden niederfank. Die angerückten Oesterreicher rächten jedoch den Tod ihres Kameraden, indem sie die ins Land eingedrungenen Franzosen zum Aufbruche zwangen und bis Predil zurückwarfen. __________ F. Ivane tic. * (Allerhöchste SPenden.) Se.k. u. t.Apostolische Majestät haben nachstehenden freiwilligen Feuerwehren, und zwar: Der Feuerwehr in Dobraua eine Geldspende per 80 fl., der Feuerwehr in Großlaschitz 80 fl., der Feuerwehr in Laferbach 80 st. und der Feuerwehr in Neinthal 50 st. aus Allerhöchsten Privatmitteln allergnüdigst zu bewilligen geruht. —r. — (Correspondenzkarten aus Holz.) In letzterer Zeit werden bei den Postämtern hänfig Karten aus Holz ausgegeben, welche als Eorrespondcnzkarten bezeichnet und mit zwei Kreuzern frankiert sind. Nach den einschlägigen Postuorschriften sind derartige Karten als Corrcsponde»zkarten nicht zulässig und müssen daher von der Beförderung und Zustellung ausgeschlossen werden. Dagegen steht ihrer Beförderung dann nichts im Wege, wenn dieselben als Briefe frankiert werden und außerdem weder die Bezeichnung «Postkarte», noch «Correfpondenz-karte» tragen. — (Lieferuugs-Ausschreibuugeu.) Das k. k. Handelsministerium theilt der Handels- und Gewerbe-kammcr mit, dass die egyptische Natron- und Salz-verwaltung in Alexandricn die Lieferung von 30.000 Säcken für Salz ausgeschrieben hat. Offerten werden bis zum 21. November 18W angenommen. Die näheren Bedingungen können bei der Verwaltung in Boulag erfragt werde«. — Das k. k. Handelsministerium theilt der Handels- und Gewcrbckammcr die Lieferungsausfchreibnng des königlich rumänischen Kricgsministeriums, betreffend die Lieferung von 10.000 Ledergürteln für Infanterie fammt Bajonnelhältern, mit. Die Licitation findet statt am 11. November l. I. um 10 Uhr vormittags in der Intendanz - Abtheiluug des Kriegsministeriums in Bukarest. Ferner theilt das l. k. Handelsministerium die Lieferung» - Ausschreibung der General-Post- und Telegraphen-Direction in Bukarest mit, betreffend die Lieferung von 60.000 Kilogramm verzinkten Stahldraht und 16.000 kleinen Isolatoren mit doppelter Glocke. Die Limitation findet am 8. und 9. November l. I. statt. Nähere Angaben können in der Kanzlei der Handels-und Gewerbelammer in Laibach geholt werden. — (Der landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstation in Laibach) sind bis zum 20. d. M. d. i. in den ersten zwei Monaten ihres Bestandes, von Behörden, Corporationen und Privaten 5b Objecte' zur wissenschaftlichen (chemischen, beziehungsweise mikroflopifchen und bacteriologifchen) Untersuchung ein-aeschickt worden, und zwar: 23 Proben verschiedener Weinforten, 11 Proben von Thomasfchlackenmchl, 9 Proben von Brunnen- und Qucllcnwasser. 4 Proben von Thonerde, 3 Proben von Weinmost (Traubeu) und je eine Probe von Ackererde, Milch, Bier, Zucker und Leinwand. Außerdem sind an der Anstalt zahlreiche Informationen in landwirtschaftlichen und technischen Angelegenheiten eingeholt wordeu. — (Philharmonische Gesellschaft.) Die philharmonische Gesellschaft, welche in würdigster Weise ihre Concertzeit mit einer dem Angedenken Ihrer Majestät der hochseligen Kaiserin Elisabeth geweihten Trauerfeier eröffnet hat, veranstaltet Sonntag den 30. d. M. ihr 1. Mitglieder-Coneert unter der Leitung ihres Musikdirectors Herrn Josef Zöhrer und solistischer Mitwirkung des Fräuleins Henrictte Haager Edle von Vanderhaag aus Graz. Beginn des Concertes um 5 Uhr nachmittags, Ende halb ? Uhr abends. Das fesselnde Programm lautet: I. Abtheilung: 1.) Rob. Schumann: Manfred-Ouvertüre. 2. ») L. von Beethoven: «Ich liebe Dich», b) W. A. Mozart: «Das Veilchen», e) F. Schubert: «Rastlose Liebe», Lieder, ge« sungen von Fräulein Henriette Haager Edle von Vandcr-haag. 3.) Fel. Mcndelssohn-Bartholdy: Notturno aus der Sommernachtstraum-Musil, für Orchester. 4. a)E. Grieg: «Die Prinzessin», b) Johannes Brahms: «Feldeinsam-leit», «) Henning v. Koss: «Winterlieb», Fräulein Henriette Haager Edle von Vanderhaag. II. Abtheilnng: (Ueber vielfaches Verlangen) ^agizo, I^inonto 6 ^i-iont'a. Symphonische Dichtung von Frauz Liszt. — (Der Club oe.r Amateur-Photographen in Laibach) veranstaltet in der Zeit vom 21. bis 28. November d. I. seine erste Iahres-Ausstellung im kleineu Saale der Tonhalle und hat beschlossen, einen eventuellen Reinertrag dem Elisabeth-Kinderspital und der Kleinkinder-Bewahranstalt zu widmen. Das Preisrichteramt liegt in den Händen der Herren Klein, Vesel und Wettach, uud wird der besten Leistung die höchste Anerkennung in Form einer Ehrenurkunde, drei weiteren guten belobende Anerkennungen zuerkannt. Die Beschickung ist uur auf Mitglieder des Clubs beschränkt, und erfolgt die Einsendung der Bilder bis längstens 15. November an Herrn F. Pettauer, woselbst bereits zahlreiche Anmeldungen eingelaufen sind, die einen interessanten und reichhaltigen Inhalt der Ausstellung erwarten lassen. — (Zur Volksbewegung in Kr a in.) Im politischen Bezirke Adelsberg (41.479 Einwohner) wurden im dritten Quartale des heurigen Jahres 40 Ehen geschlossen und 366 Kinder geboren. Die Zahl der Verstorbenen belief sich auf 315, welche sich nach dem Alter folgendermaßen vertheilen: Im ersten Monate 23, im ersten Jahre 104, bis zu 5 Jahren 155, vou 5 bis zu 15 Jahren 21, von 15 bis zu 30 Iahreu 20, vou 30 bis zu 50 Jahren 18, von 50 bis zu 70 Jahren 35, über 70 Jahre 66. Todesursachen waren: bei 20 angeborene Lebensschwäche, bei 48 Tuberculose, bei 7 Lungenentzündung, bei 18 Diphtheritis, bei 7 Keuchhusten, bei 12 Typhus, bei 19 Dysenterie, bei 6 Okoloru illta,ntu!u, bei 3 Oliolsi'a noutrag, bei 5 Gehirn-fchlagflnfs, bei 2 organifcher Herzfehler, bei 2 bösartige Neubildungen, bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verunglückt sind 7 Personen (4 ertrunken, 1 überfahren, 1 verbrannt, 1 durch Viperubiss). Selbst-morde ereigneten sich 3, dagegen weder ein Mord noch ein Todtschlag. —o. — (Die im Zorn'schen Graben aufgefundene Leiche.) Der im Zorn'schen Graben aufgefundene ertrunkene, unbekannte Mann ist nach den gepflogenen Erhebungen öfters in die Gegend von Dobrova, Umgebung Laibach, gekommen, nm dort zu betteln. Sonntag den 23. d. M. weideten Hirten aus der Gegend von Dobrova auf deu dortigen Wiefen ihr Vieh und fahen, dafs der erwähnte Mann, um sich den Weg nach Goricc abzukürzen, über einen Graben, der infolge des Regenwetlers mit Wasser gefüllt war, ein Brett legte, welches er mit sich brachte, und dass das Brett, als er darüber gehen wollte, hcruntcrglitt und brach, so dass der Mann in den Graben stürzte. Wohl machte er alle Anstrcngungcu, um aus dem Graben herauszukommen, doch gelang ihn« dies nicht. Die Hirten riefen sodann den des Weges daherkommenden Barthelmä Dolinar von Nazore herbei, der den Verunglückten aus dein Wasser zog, doch war er bereits eine Leiche. Die Leiche wurde nach Dobroua übertragen und dort beerdigt. —I. — ( Gemeindevorstands - Wahle n.) Bei der am 9. d. M. stattgehabten Nenwahl des Gemeiuoe-vorstandes der Ortsgemcinde Raoomlje wurde der Grundbesitzer Johann Kralj von Radomlje wieder zum Ge-meilidevorsteher und die Grundbesitzer Martin Cerar und Johann Sarc, beide von Naoomlje, zu Gcmeinderäthen gewählt. — Bei der am, 9. d. M. stattgefundenen Nen-wähl des Gemcindevorstcmdes der Ortsgemeinde Pogier wurde der Grundbesitzer Mathias Icraj von Podgier zum Gemeindevorsteher und die Grundbesitzer Alexander Iencii und Anton Vioic, beide von Podgier, zu Go meindcräthen gewählt. — (Ein bruchs-Dieb stähle.) In der Nacht uom 10. auf den U.d.M. wurden aus dem versperrt gewesenen Gewölbe des Consumvereines in Zirknitz Geld lind Stoffe im Gesammtwerte von 43 st. 60 kr. ge» stöhlen. Weiters wurde in der Nacht auf den 6. d. M. cms dem versperrten Verkaufsgewülbe der Gertraud Sorta iu Niederdors Barschaft uud Schmuck im Werte von 18 sl. gestohlen. Dichr Diebstähle dringend vn- Laibacher Zeitung Nr. 246. 1982 28. October 1s^>- dächtig erscheint der mehrfach wegen Diebstahls abgestrafte Anton Drenik, vulgo Spehek, aus Zirknitz. Derfelbe wurde auch bereits verhaftet. — Am 21. d. M. gegen 10 Uhr vormittags wurde dem Pfarrer Johann Vrence in Preska, Gemeinde Zwischenwässern, aus einem im ebenerdigen unversverrten Zimmer befindlichen offenen Glaskasten ein silbernes Esszeug, welches sich in einem inwendig mit rothem Sammt gefütterten Etui befand, im Gesammtwerte von 12 fl. gestohlen. Diefen Diebstahl verübt zu haben erscheint ein Individuum, welches zur selben Zeit im Pfarrhofe gebettelt hat, dringend verdächtig. Die Nachforschung nach demfelben wurde eingeleitet. —1. — (Muthwillige Bursche n.) Am 17. d. M. gegen 2 Uhr früh kamen die Burschen Josef Tomöic und Karl Novak, beide aus Tacen, zum Hause des Besitzers Barthclmä Sustar in St. Martin, Umgebung Laibach, und warfen zwei schwere Steine gegen die Fenster des Wohnzimmers, in welchem sich der genannte Besitzer und seine Ehegattin Marianna mit einem elf Monate alten Kinde befanden. Der eine Stein verfehlte sein Ziel, der zweite flog hingegen durchs Fenster in das Zimmer, und es ist nur einem glücklichen Zufalle zuzuschreiben, dass die Gattin des Besitzers von demselben nicht getroffen wurde. Durch diesen Steinwurf wurden drei Fensterscheiben zertrümmert. Die gerichtliche Anzeige wurde erstattet. 1. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Der Vesitzerssohn Franz Avsic, vulgo Ianeztov, aus Salloch hat am 23. d. M. gegen halb 8 Uhr abends vor dem Gasthause des Johann Dimnik in Salloch den Kaischlerssohn Anton Snoj nach einem stattgehabten Wortwechsel zu Boden geworfen und mit Fußtritten und Ohrfeigen regaliert. Als nun der Kaischler Franz Lozar hinzukam und den Snoj in Schutz nehmen wollte, zog Avsic sein Taschenmesser und brachte damit dein Snoj im Nucken eine vier Centimeter lange nnd ziemlich tiefe Stichwunde bei. Die Verletzung des Suoj ist eine schwere. Hierüber wurde die Anzeige an das Gericht erstattet. —I. — (Deutsche Bühne.) Heute und Sonntag wird Heubergers glänzend ausgestattete Operette «Der Operuball» aufgeführt. Für beide Vorstellungen herrscht eine große Nachfrage nach Karten. — Montag geht Max Halbes Drama «Mutter Erde» zum zweitenmal in Scene. Das wertvolle Werk hat in Wien vor kurzem einen sensationellen Erfolg errungen. — Zur Schiller- und hundertjährigen Gedenkfeier wird die Wallenstein-Trilogie an zwei Abenden aufgeführt und haben die Proben hiezu bereits begonnen. Der erste Abend bringt: «Prolog», «Wallensteins Lager», «DiePiccolomini»,der zweite Abend: «Wallensteins Tod». Neueste Nachrichten. 3ihung des Abgeordnetenhauses am 27. October. Iustizminister v. Rubcr beantwortet die Interpellation des Abg. Lecher, betreffend die Oesterreichische Waffenfabriks-Gesellschaft, und erklärt, die Vorerhcbungen der Staatsanwaltschaft seien nicht eingestellt worden, sondern werden fortgeführt, woraus jedoch keine Waffe gegen die Gefellfchaft oder deren Verwaltung geschmiedet werden darf,« auch kein Argument zur Verdächtigung einzelner Organe gezogen werden kann. Das Einschreiten der Staatsanwaltschaft erfolgte auf Grund der Strafprocess-Ordnung und wurde durch die Gerüchte einer strafbaren Handlung hervorgerufen. Es erfolgte writers, um den: Ursprünge nachzugehen und festzustellen, ob ein strafgesctzliches Verschulden vorliegt oder nicht. Der Antrag des Abg. Dr. Lecher auf Eröffnung der Debatte über diese Interpellations» Beantwortung wird abgelehnt. Nach einem heftigen Auftritte des Abg. Wolf, wclchcr das Vorgehen des Präsidenten, der dessen gegeu die Vornahme der Wahl der Mitglieder des Staats - Gerichtshofes gerichteten Autrag als gcschäfts-ordnungswidrig zurückwies, als Unverschämtheit bezeichnet, geht das Haus zur Tagesordnung über, und zwar: Debatte über die Interpellations-Beaut« wortung des Ministerpräsidenten wegen der Pestfälle in Wien. Der christlichsociale Abg. Gregorig meint, der Ministerpräsident sei bei der Intcrpcllations-Beant-wortung von seineu Lenten irregeführt worden, und greift den Hofrath Nothnagel heftig an. Die hierauf folgende Rede Seiner Excellenz des Herrn Unterrichtsministers fesselte in hohem Grade das Interesse des Hauses. In dichtgedrängten Reihen umstanden die Abgeordneten die Millisterbank und folgten den Ausführungen Seiner Excellenz mit gespanntester Aufmerksamkeit. In klarer und cinleuchteilder Darstellung erörterte der Herr Minister das Wesen und die Bedeutung der bacteriologischcn Studieu, hob deren hervorragende Stellung in der modernen medi-cinisthen Wissenschaft hervor und wies nach, dass eine ersolgrcichc Bctmnvsung epidemischer Krankheiten ohne dl^cn Zwcig dcr mcdicimschcn Forschung hente völlia Sw^n" ^",.^"^"" N"b°t der bacteriologischen «-.wdicu. ^ «twrtc S«vue ExccUcuz unter lebhafter Zustimmung des Hauses, würden wir uns geradezu aus dem Kreise der Culturvölker ausschalten. Von be- ^ sonderem Interesse waren die Aufklärungen, welche den Nachweis lieferten, dass auch in anderen Städten die bacteriologisHen Institute unter denselben localen Bedingungen arbeiten wie in Wien und dass überhaupt eine völlige Isolierung derselben weder den Forschungszwecken dienlich noch auch geeignet sei, eine Verschleppungsgefahr hiutanzuhalten. Der Herr Minister führte den« Hause die sorgfältigen Vorsichtsmaßregeln vor, die behufs Hintan-haltnng der mit diesen Studien etwa verbundenen Gefahren getroffen sind, warnte aber in eiuem erlisten und wirkungsvollen Appell davor, diese Forschungen selbst zu bekämpfen und solcherart die Waffen zu zerbrechen, welche allein den Sieg im Kampfe gegen Seuchen ermöglichen. Die überwiegende Mehrheit des Hauses bekundete durch lebhafte Acclamation ihre Befriedigung über die Worte des Munsters, und der folgende Redner, Herr Professor Dr. Fonrnicr, konnte nicht umhin, unter voller Wahrung seiner oppositionellen Parteistellung der Genugthuung über die Rede Sr. Excellenz Ausdruck zu geben. Im weiteren Verlaufe der Debatte sprachen die Abgeordneten Dr. Iarosiewicz, Schneider und Leopold Steiner, worauf der Regierungsvertreter Ministeria l-rath Dr. Ritter von Kusy das Wort ergriff. Derselbe wies nach, dass die Sanitätsorgane ihre Pflicht voll erfüllten. Redner erklärt fchließlich, die Sanitätsbehörden werden sich glücklich schätzen, bei der Pestgefahr ähnliche Erfolge errungen zu haben, wie feiner-zeit bei der Choleragefahr. Generalredner Dr. Luegc r erklärt, er fei nicht gegen wiffenfchaftliche Forschungen, sondern gegen die Missbräuche, welche unter dem Deckmantel der Wissenschaft getrieben werden. Er wendet sich dagegen, dass die Kranken in den Spitälern von den Aerzten zu Versuchszwecken beuützt werden. Er spricht sich für die Umgestaltung des allgemeinen Krankenhauses in den Forderungen der Jetztzeit entsprechender Form aus. Nachdem Karreis den Angriff gegen die Juden zurückgewiesen hat, wird die Debatte beeudet. In den Staats-Gerichtshof wurden gewählt: Dr. Gustav Kokoschinegg, Advocat in Graz; Dr. Heinrich Lammasch, Hofratt) und Universitätsprofessor in Wien; Dr. Graf Melchiori, Krcisgerichtspräsident in Bozen; Dr. Alexander v. Chornitzki, Obcrlandesgerichts-Präsident in Lemberg; Dr. Podlewsli, Hofrath a. D.; Dr. R. v. Poperka, Advocat in Brunn; Dr. Porzer, Advocat in Wien; Dr. Wenzel Skarda, Advocat in Prag; Dr. Tontli, Advocat iu Görz; Dr. Sup pan, em. Advocat uud derzeit Director der krainischen Sparcasse in Laibach; Dr. Wackernell, Advocat in Innsbruck, und Dr. Moriz Weitlof, Advocat in Wien. In das Reichsgericht wurde folgender Terna-vorfchlag gemacht: Dr. Karl von Feistmantel in Wien, Dr. Karl Beuerle in Linz, Dr. Heinrich Lammasch in Wien. Nächste Sitzung am 4. November. Parlamentarisches. (Oliglnal-lelegramm.) Wien, 27. October. Der Verband der deutschen Volkspartei beschloss einstimmig Folgendes: «In Erwägung, dass in der letzten Sitzung des Ausgleichsausschusses zwei von den in der Obmännerconferenz der Linken vertretenen Parteien in einer wichtigen taktischen Frage sich von den übrigeu Parteien der Linken trennten, und dass daher die Obmännerconferenz ihrer Anfgabe, ein einheitliches Vorgehen aller Parteien der Linken zu erzielen, nicht entspricht, beschließt die deutsche Volls-partei ihre Vertreter aus der Obmänuerconfereuz der Linken zurückzuziehen. Selbstverständlich »uird die deutsche Volkspartei nach wie vor bestrebt seiu in allen nationalen Fragen ein einiges Vorgehen aller deutschen Parteien herbeizuführen. Die christlich-sociale Vereinigung beschloss ihrerseits Folgendes: Indem die Christlich-Socialen den Ausdruck der deutschen Voltspartei mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, erscheint nunmehr die deutsche Gcmeinbürgschaft aufgehoben. Die christlich-sociale Vereinigung behält sich vor, fallweise mit den Obmännern der übrigen deutschen Parteien hinsichtlich des gemeinsamen Vorgehens in Verhandlung zu treten. Die katholische Volkspartei beschloss, sie erkennen als vornehmste Aufgabe, für den cultu-rellen Fortschritt und die Machtstellung der Gesammt-monarchie jederzeit einzustehen, zu diesem Zwecke die religiösen, politischen, wirtschaftlichen und nationalen Interessen der Königreiche und Länder unabhängig von der Regierung nach jeder Richtung hin wahrzunehmen und zu fördern. Die Katholische Volkspartei wird daher die Regierung unterstützen, soweit dies nut diesen Aufgaben vereinbarlich ist. Der Club bedauert die nationalen Kämpfe, steht ans dein Standpunkte der vollen Gleichberechtigung aller Nationen und wird den radicalen und nationalen Strömungen nicht folgen. Der Club wird sich von den Angriffen Me D , Stellung im Reichsrathe, von wem immer pe mögen, in keiner Weise beirren lassen. Pestfälle in Wien. (Oliginal.Telegramine.i Uk^ Wien, 27. October. Das Vesinden dtt^B ist unverändert. Sie erhielt bei schw"^ ^^ Kampher'Injcctionen und bei schwerem Me» ^ stoff-Inhalationcn. Seit gestern abends tM '^B weise kühle Extremitäten und wird b'^A^Bf Tücher gewärmt. Heute nachmittags erhielt js, neuerlich cine Serum-Injection. Die Te'?^ hilil bei der Hochegger eine befriedigende; pe ^ ^ Ohrenfchmerzen; das Sputum ist gelb "«o i " ^m felbe wurde nachmittags untersucht. Da» ^ " M ist frei, die Patientin hat leine Schmer ' Uebrigcn befinden sich wohl. Die Cabinetskrise in Frankreich« (origwal.lelegramm., . hM'l Paris, 27. October. Capitän Vara« l ,F mittags den Minister des Acußern und '^^'ü> mittags abermals einen Besuch abstatten. 4^ cl Faure empfieng vormittags Delcassc, " ^,l.O längere Zeit Fragen der auswärtigen Pou" >„ M nachmittags setzte Faure seine ÄesprcchnW ^ di< gelegcnheit der Cabinetsbildung fort, "M' Vicepräsidenten des Senates emvfieng- Die Affaire Dreyfus. Wrigmal-Telegiammc,) .ssg^ Paris, 27. October. (Bericht Havas'.) Bis Mittag wurden vor dein ^ >„f ^ keine Demonstranten gesehen. Der A"'^^f ^e> Straße hat fein gewöhnliches Aussehen. ^ ff ergangeneu strengen Befehl sind die Mm ^ lastes geschlossen. Gcgcn Mittag !"""' ^>>!' Gruppen Neugieriger ein, welche von den ^ ^M fort znin Weitergehen veranlasst würd"' ^f^ wurde die Verhandlung im CassalionsY^' ^, ^ Der Saal ist überfüllt. Unter den ^'." ^Ovo^ finden sich Frau Dreyfus De mange nnd Labori. Der Äard ergreift sofort das Wort. Mdnn ^,^ die durch die Affaire Dreyfus hervorgernsu ^, l sowie an die ärgerniserregendcn Zwischen ^h^"^ Justiz zu veranlassen, das RevisiunsbegM ^ zu machen. ^...^s,sick >^! ^i Hierauf wirft Redner einen Nucw " ^„ > Geschichte der Verurtheilung Dreyfus ^,^^ii^ an die verschiedenen Bemühungen, d»e-" y, B^ zusetzen, an die Denunciation gegen ^'^^^ ^ ,., Affaire Henry und an das Revisions"" ^H Dreyfus, welches sich auch darauf M""" ,jc. ^ das Bordereau Esterhazys Handschrift a", ^M. fügt hinzu, es liege unter ""derem aM , u„d ^ vor, welcher das Rivisionsgesuch "chtl""^B,lA aus, Madame Dreyfus behaupte, das ^)? .^ d>c ^ nicht von ihrem Manne her. Ä"d "e,p ^<^ richte der Sachverständigen, welche «M ^^tio^i Schrift Dreyfus' erkannt haben. Del ^'^^ sagt Bard, hat demnach zu untersuchen, ^, ^ bestand für eine Revision gemäß ^Ul^ .^ll'"^^ gegeben sei. Hierauf verliest Äard ein .^ngt'^ Frau Dreyfus, in welchem die Revision ^.^isB ^ Im weiteren Verlaufe semcr ^ , l ^, Referent Bard die von den SachuM"^. ^l^. Dreyfus-Affaire abgegebenen Gutachten. ^, ^ yiebei mit überzeugender Gcnauigtell ^^c .,„ sprüche zwischen den Gutachten aus ^ .^ss'''M uud jeuen aus dem Jahre 169? uno I^tg""^ Worten: «Wenn das Bordereau ."^ ^Mi's P>' der Vcrurtheilung Dreyfus' ^ l ^ Urtheil mit Rücksicht auf das VeN)^ ^^"- ^ achtens der Sachverständigen aufgehoue' .^li- Morgen wird Äard seinc Rede , ^l Verhandlung verlief ohne Zwischen!""' W ^c Constantino pel, 27. Octow^,,^ den in die Oesftntlichteit gedrungene» ^ ^l'/ eine Unterredung Kaiser Wilhelms ^" ^ rathe v. Katt, in welcher die Assam' ^ Ze>' ^ worden sein soll, wird von sichert, dass eine Aeußerung Kaiser ^H^ M schwebenden Fragen in der Affaltt folgt ist. ______—. Zara, 27. October. (Orig.-Tel.) ^„1 ^ Tagen wurden im Erdbebengeblete ^ ^M mehrere Secunden andauernde ^' IHbe"? lcü' Erderdröhnen verfpürt, welche ""1") ^c'^, verursachten, funst aber keinen Sa>or O,c,,<, Paris, 27. October. (Orlg.-^/^e!"'^ ^"''i aus London meldet, hätten sich AHs^h^ Salisbury und der französische «A,^ über die Basis für die Regelung oe " l verständigt. ^ "^^Hltung Nr. 246. 1983 28 October 1898. "ngeloulmene Fremde. -^ 2?. Oclnl botel Elefant. "'s!'>w!°! w''- """ ^llbori, Adjunct, «ivno. -^"!^"l!er,Vi' ?°^. Private; Lincke, HUbel, Me,. ",5° ""nel «u' l,,"' ^leval, Gronemann, Wachtel, Overhof, '>l^ -7 Grilc ß?'^' KW., Wien. - Dagostini. Kfm., kHKbrilant^'-'Malsch. - Fils, Kfm.. Elberfeld. - Xf^. IndHri7n '^' ^ Munl, Kfm., Vrilnn. -^>>t >«hli,i N ."'. ^°"«ck. Kfm.. Verlin. - Arnstein. ^l.z.fliovo ^"udwels. — Stern, Kfm., Graz. — Valencia -<^n^ ^aiowitz. Großgrundbesitzer, s. Gemahlin, Verstorbene. °..,r».,. z^ß " 9 . Ab. 7410 7 7 S. schwach heiter________ 28.l?U.Mg. > 741 2j 5 2j S. schwach j Nebel i 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 8 6«, um 0 3' über dem Normale. Verantwortlicher Nedacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritt« von Wissehrad. ^Melißl MM?MM aUl O H2II.! 32M3t2I c^sn 29. Ootobys 1696 (4184) 2-1 Noo «lnvlpN,»^». Course an der Wiener Börse vom 27. October 1898. «««dem °ffic«llen 30«««^ '5,^ ""eyen. Gelb Ware ^ >. ' - l00 n lb«ü0il>N2ü Veld Wa» Vo« vtaate zur Zahlung übernommene Elsenb..Prlor.» Obligationen. «MsabcttMhn «au u, »000 Vl. 4"/„ al> 10"/« E. St. ... 1,4 ?l> 11b 25 Ellsabetlibahil. <00 u. 2000 M. 200 M, 4"/„ ..... 118 b0 119 — Franz Josef A,. Ein. 1884, 4«/, 99-50 wo öU «aüzische Karl - Ludwig«Nah», diverse Stücke 4°/» .... 88 85 99 85 Vorarlbergcr Äahn, Lm. >884, 4"/.. (diu. S>,) S,. f. 1UU fl. «. 99'4? 100 40 Nng. Voldrcute 4°/, p« «aff« ll9ü5 N9 4k> bto, dto. per Ultimo .... ll? 2b 1,9 45 bto, Rente in Kroxeiüvühr,, 4"/^ steuerfrei für 2»a Krone» Nom, 975a 977,, 4uIdl<»ul!,,4V,"/» 119^5 120-35 dto. dlo, Silber l«0 fl,, 4'/,»/, j 9970 100 70 bto, Staats Oblig, (U»g, Oslo.) V. I, »876. »>/°..... l,9'3b 120 85 bto.4'/,"/«Schanlregal°«bl.-Obl. ,00 «, ^l 4l> bto, Präm-Anl. k 1W ft. «», W. lui^ ^2 b'' theißMea..L,s« <»/. lvo fl. . »z» _ !»8 b0 Hrundentl.«Gbligatisne» (Mr l«, fl. «W.). <>/. »««arisch« (lvo fl. ». «.) . 95 »ü 9»«b <^ lroatllch« und stavonlsch« . _.^ —-— A»de« össentl. Hnlehen. »«a».«le«..L°st °°/,. . . ^(,50 13150 bt«. .«nleihe 1»7» . . ,„>,.__ w9 - «nleben ber Stobt G«r» . . !.^._______ «lnl««n d. Stabt^«mci»i>e Wien ,«,. ^ ly^go Unlehen b, Stabtuemeindt Wie» (Gilb>r oder Gold) .... ,„. ,. ,.,.,.,, Prami... A»l, b. Stadtnm. M«n '" ^ ^5 6U b»rsel»u.«»lehen. verlosH. »«/. s^H ^ Z. Veld Ware Psllndbrieft (für 100 fl.). »oder. allg, öst, i!l50I.vell,48, Äa»l verl. <«/» . . ,Z3 ?U 101 10 dto. dto üojähr. „ 4«/« . . !U" !".^ eparcasse. 1. üst., 80 I. b'/.°/» vl. U.U ^.^ PriorilätS'Gbligationen (fiir 100 fl.). «erb!na!!bs-«olbbal)!l «m. !8«S 1^ ^ ly,.^ vesterr, Norbwestbahn . . . l10'3ü 1N-35 Staü!»baI),l»"/,.ilssrcsbU0p,St. __._ __._ Eübbahli «"/„ il Frc^. ü«o p. St. ,75,45 >79 4ü bto. k>"/„ll^(,0sl,p. lUUfl. ,2670 127 ?« N»«.°«llllz, Bahn , . . . i^gz lyggz ^»/, Unterlralner «ahnen . . 99.HY,yo_ ßank'Acllen (per Stück). «ngOOest. Vanl 2U0 fl. S0°/<>». ^4 50 155.^ Uailluerein, Wiener. 1W fl. . 259 75 ^60 2b Vodcr."«lnst.,0est,,!i()(>»I,2,40<'/, ^7.^ 4z,, ^ «rbt.Vust. i. Hand u,G, >>!('fl. ^.-^ _-_ dto. bto. per Ullimo Seulbr. Zü2 ,o._ Giru- u, Lllssenv., Wiener, 200fl. «55 _ «55... hypo!l,tll>.,0tst., 200sl,Lb"^«. 83- 84 2' iiänderbanl, Oest., 200 fl. . . ^g.zy.^^,.^ Otsterr-ungar, Nanl, «00 jl. . 9^ ^. g,g . Unioübanl 20« fl.....< 290 _ ,9,., «»«chlO«»«. ««.. U» N. . i«9 75l?0?z Geld Ware Altitn von Zranüpart» Anttlnehmungl» (per Stück) «WW-Tepl, Elsenn. 3!,n fl . ISlb 1625 Uühm. Nordliahn 150 fl, . . 854 — «55 — Ulischtiehillder Eis, 50U ,1 6M, 1??0 1780 dto, dto, (lit. l!) 200 fl. . 648'bO 6 Dampfschisfah!!« Ves,, Oesterr., 5Aodc!ibacher0 sl»Ges,.Wr,,170fl,«,W. — — —-- dto, Em, 1»87, 200 fl. . . 559'" 561 -Tramway-Oes., Nene Wr,, Prlo» rität« ^Iclieu 100 fl. . . . l<9—12,-. Ung'aaliz, Eifenb, 200fl, SÜber «l« 2!» 214 25 l»na°«estb,(»iaab Graz)800fl,O. 212 sü 213 65 «,^ ^ ..bHl^l«ü^l'. Paplerj. llvo ft. „4.^ ^7 _ ^Mltz»»». , P»pi»ll. ». V.^. ,ßg — ,71 — VeN» W«r Irifailer Kol,Il'„w. Ges. 70 N. 171 — ,73^. Wasfe»f.-O..Oest.i»Wlen.10<»fi. 194— 19«5» Wagau».Leiha!!st.,?1Ng., in Pest, Wr. «auaefellschaf^ 100 sl. .' ^ U^ °^ 77. Wienerbcrger Ziegel Actien-Vel. X?__ ^ " Diverse zoft (per Lrück). Vudapest Basilica (Dombau) . s,7<> «,^ Lrebillose l<>« fl...... ,9° 75 Du!!.i!!.Damplsch. lousllM. 17«.^. ,3?^ Osexer Lose 40 fl..... g>,.^ '"",«. PMY Uose ^0 fl. EM. ... ?«.. "°2b Siv,I,enlneuz. Oest,es.v,,iaN. ,9,0 ,«7^ ?<°!l»'„ «>e»z. U»„, Ges, v.. »fl. ^'" ^0 N»^',ph Lose w sl..... "°° ^," kalm Lose 40 sl, EM. . . . °3. "" ßt. («e.wis-Lose 4U sl. EM. . ^.^ °?.- Waldstei» Luse 20 sl. EM. . . A. ^ . Gewinsllch, d. A"/„ Pr.-Schuldv. b, Blideiu-rebitanslalt, I. »». .^.^ „,„ blo. dto, ll, E,n. 188» . . '°b<> "50 wacher Uose...... A^ «, Z« Devisen. «Imsterbam....... »«... »« Z23»...... Z^bd «970 «;".?.""........ 120 70 120 80 tl Peler«bura ' ^ '. '. ^ 1'..^ «,«« Dalulen. Dul-aten........ . «0 Franc« Stlicle..... ^/ b <4 Deulsche Relc^baüloott!, . . .«.A -3.^ Z»/Etll^ "° "natsactrn des t. l. ^ °N > der?' «'"" An,tsll)°tigleit ^^!> '"'»e!^» die >" übergebe,, worden trials. ^^.^' " I'tteressent.u behoben l^e III. 445/98 ''' ^ >° 7 b'i d",' '."»!°ria,»I»mm°r > °°» d„ °'H, ""MW, w°id°>, ,i,d ^''^^,^,..^„. ^IeIIl^444/98^ ^Ä^I.>^^te L,ibach wird be-^X^ti^ ii«iä e Notllnalsacten des '! ^ ^?°lc>i„ ?^> dies«,.. ^"arlatslainlner '^>^^°rchv'j,'^a''desgerichte ' < "°l ^',° btt esf,.Ergebe., worden ^a^ ^"teressc>ttcu behoben ! '"^'^,w,,.,,„,n (4056)3—3 Nr. 42.194. Kundmachung. Postexpedientenstette bei dem f. l. Post» und Telegraphl'namte in Kanler, Bezirlshaupt« mannichaft lt'rainburg, gegen Dienstvertrag und Erlag einer Caution vo» 2(X) st., Iahresbestallnng 150 st, Telegraphenbestallung 120 fl., Amts-pauschale 40 ft. Gesuche sind binnen drei Wochen bei der t. k. Post. und Telegraphen'Direction in Trieft einzubringen. K. l. Post. und Telegraphen-Dircction. Trieft am 13. October 1698. (4129) 2—2 Posl. št^c^II. 36/98 1. Dražbeni oklic. Po zahtevanju: 1.) in 3.) dr. Ka-rola Schmidingerja, c. kr. notarja v Kamniku; 2.) Janeza Cebulja, poaest-nika v Suhadolah st. 7, zastopanega po dr. Karolu Sehmidingerju, c. kr. notarju v Kamniku, in 4.) dr. Valen-lina Temnikerja, odvetnika v Kamniku, bodo: ad 1.) duè 23. novembra 1898; ad 2.) dne 24. novembra 189 8; ad 3.) du6 2 6. novembra 1898, in ad 4.) due 26. novembra 1 8 9 8, vselej dopoidne ob 9. un, pri tem sodišèu, v sobi st. VI, dražbe zavezancem lastnih zemljisè, in sicer: ad 1.) vlož. ht. 449 kat. obè. Menges brez pntikline (last Antona Zebovca iz Topol); ad 2.) vio2. St. 413 in 836 tat. obèine Menges s pritiklino vred, ki obatoji iz ene telice, petih lestev, enega tesarskega stola, dveh trug za 2ivino in aesetih centov razno-vrstne klaje (last Mihe Kreèa iz Topoi); ad 3.) vložna st. 31 kat. obö. Moinik s pritikiino vred, ki seatoji iz petin skrmj za žito, enega vozicka, ene kadi za zeiie, daije s pritiklino strojanje, obstojece iz treh strojarskih kadij in dveh strojarskih mi* (last Lovrenca Sajovica iz Moluika), in ad 4.) polo- viène vlož. št. 148 kat. obè. Mlaka, 82 kat. obö. Kaplja vas in 133 kat. obè. Križ brez pritikline (last Janeza Križ-mana iz Mlake). Nepremièninam, katere je prodati na dražbah, so doloèene nastopne vrednosti, in sicer: ad 1.) poslopju na 500 gld. in zemljiäcem na 561 gld., torej skupaj na 1061 gld.; ad 2.) zem-ljiäcu vlož. st. 413, h kateremu spada vsa gori oznaèena pritiklina, na 962 gld. 50 kr., od katerega zneska odpade na poslopja 505 gld., na zemljišèa pa 457 gld. 50 kr., pritiklini pa posebej na 52 gld. 10 kr., slednjiè zemljisèu vlož. št. 836 kat. obö. Mengeš brez pritikline na 301 gld.; ad 3.) po-slopjem na 925 gld., zemljišèem na 630 gld., in pritiklini na 26 gld. 50 kr. torej skupaj na 1581 gld. 50 kr., in ad 4.) poslopjem na 417 gld. 50 kr., in zeraljišèem na 464 gld., torej skupaj, na 881 gld. 50 kr. Najmanjsi ponudek znaša, in sicer: ad 1.) 707 gld. 33 kr.; ad 2.) za zem-ljisèe vlož. št. 413 kat. obèine Mengeš 676 gld. 40 kr., in za zemljišèe vlož. öl. 836 kat. obö. Mengen 200 gld. 67 kr.; ad 3.) ,1054 gld. 33 kr. in ad 4.) 518 gid. 20 kr., pod temi zneski ae ne prodaje. Dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènin (zemljiško-knjižni lzpisek, izpiaek u katastra, cenitveni zapisni^. in tako dalje), smejo tisti, ki žele kupiti, pregledati pri tem sodišèu, v sobi st. VI, med opravilnimi urami. Pravice, katere bi ne pripušèale dražeb, je oglasiti pri «odisci najpoz-neje v dražbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati glede nepremiè-nine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvestijo osebe, katore imajo sedaj na nepreiuièuinah pravice ali bremena ali jih zadobe v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z uabitkoin pri sodisöi, kadar niti ne stanujejo v okoliäu tega sodiftèa, niti ne imenujejo istemu v sodnem kraju bivajoèega pooblašèenca za vroèbe. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku, odd. II, dne 11. oktobra 1898. (4025) 3—3 ?. 14/98 2. Edict. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach wird gegen den am 8. December 1851 geborenen, seit dem Sommer 1868 ver-schollenen Franz Theuerschuh von Neu« marktl über Ansuchen des Johann Theuerschuh, Realitätenbesitzers in Neumarkll, das Verfahren wegen Todeserklärung eingeleitet und ergeht demnach die Aufforderung dem Gerichte oder dem für den Abwesenden bestellten Curator Johann Theuerfchuh in Neumarktl über den Abwesenden Nachricht zu geben. Die Edictsfrist endet mit 31. December 1699 und wird nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist über ueuerliches Ansuchen über die begehrte Todeserklärung erkannt werden. K. k. Landesgericht Laibach, Abth. III. am 12. October 1898. (4111) C- 1^3/98 Oklic. Zoper Matiji Dremelja iz Malega-konca, sedaj neznanega bivalisèa, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Zatiöini po Marijani Mandelj, tozba zaradi priznanja priposestovanja. Na podstavi tožbe odredil se je narok na 18. novembra 189 8, ob 9. uri dopoidne, pri tem sodišèu. V obrambo pravic Matija Dremelja ae postavlja za akrbnika gospod Anton Tomažiè v Dolenjivasi. Ta skrbnik bo zastopal Matija Dremelja v ozna-menjeni pravni stvari na njega ne-varno3t in stroäke, dokler se ne oglasi pri aodniji ali ne imenuje poobla-aöenca. C. kr. okrajna sodnija v Zatièini, dne 18. oktobra 1898.