Mitmcher Nr. 117. Vränumer«l!,n»pl,i«: Im «omptoir ganzj. fi. ll, halbj. sl. 5 50. Ml die Zufi«llung >»« hau» halbj. «» tt. «lit »« Post ,an,j, st. l5, halbj. 7 b«. Freitag, 33. Mai. Instltion«gebül: Für Nein« In<«atl bi« ,u i Zeilen »5 lr., größere per Zeile S lr,; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. 1879. Amtlicher Theil. Der Finanzminister hat den mit dem Titel und Mralter eines Finanzrathes bekleideten Sekretär der Mllzprocuratur in Trieft Dr. Anton V erd in zum ^nanzrathe und Leiter der Finanzprocuratur in Zara ernannt. ^_____________________________________ Nichtamtlichel Theil. Laibach. 21. Mai. ^ Se. Majestät der Kaiser haben der Gemeinde ^berseßniz zum Schulbaue eine Unterstützung von .^'hundert Gulden aus Allerhöchster Privat' "!ie huldvollst zu bewilligen geruht. Die Beschlüsse des deutschen Städtetages. . Am vergangenen Samstag hat in Berlin eine ""«würdige Versammlung stattgefunden. Die Ver-^ vun zwciundsicbzig deutschen Städten waren ^nnliengekomiucn, um über die Abwenduna der Nachtue, wrlche sich aus den jetzt im Reichstage ein« fachten Stcucrvorlagen für die Städtebcvölkerungen ^Mchlands ergeben können, zu berathen. Manche ^ble, mitunter ersten Ranges, hatten es ans diesen ^.leiien Gründen nicht für opportun gehalten, sich h M Verhandlungen zu bethciligen. Dcmungeachtct ls, ^e Versammlung, in der unter anderen die Ver-/G von Berlin, Königsberg, Danzig, Stettin, Elber-^ Köln, Nürnberg, Frankfurt am Main, Mann-z," "schienen waren, eine so bedeutsame und erfolgte ^ Annahme der ihr unterbreiteten Resolution mit .«er su überwiegenden Majorität, daß dieses Ereignis ^./ sch?" "ls ein schwerwiegendes Moment für die Mschlleßuugen des Reichstages in die Wagschale Meu muß uud fortan unbedingt als ein auf fester ^tllndlage ruhender Ailsgangspunkt für eine gegen >n wesentlichen Theil des Äismarck'schcn Zoll- und ^uervrogramms gerichtete Bewegung gelten kann. Sk Resolution, Welche mit achtundsechzig gegen vier gunmen angenommen wurde, richtet sich mit voller AW und niit einschneidender Motivierung gegen die l, ,.^eichsrath vorgeschlagenen Eingangszölle auf Ge-"lde, Vieh und Fleisch. f«, f " Wortlaut der zum Beschlusse erhobenen, aus ^Punkten bestehenden Resolution ist folgender: ^i l Die vorgeschlagenen Eingangszöllc auf Getreide, di^st "'^ Fleisch vertheucru den Preis der nothwen-^lten Lebensbedürfnisse, erschweren dadurch einseitig "beilsbcdingilugcll ^r städtischen Bevölkerung, verhindern die Entwicklung des Verbrauches in der Richtung auf nahrhafte Kost und zwingen die Bevölkerung zum Zurückgehen auf minder zuträgliche Nahrungsmittel. 2.) Durch schlechtere Ernährung vermindern sie die Leistungsfähigkeit der Arbeitskraft in den Mittelpunkten des Gewerbefleihcs, hemmen die Entfaltung unserer Industrie und lahmen ihre bisher siegreich bewährte Kraft im Wettkampfc mit anderen Nationen, welche der Arbeitskraft nicht gleiche Erschwerung bereiten. 3.) Sie beeinträchtigen die Entwicklung der Handelsthätigkeit unserer Städte, welchen durch ihre geographische Lage ihre Aufgabe zugefallen ist, zwi-fcheu der Landwirthschaft Deutschlands uud der europäischen Binnenländer einerseits und dem Weltmärkte andererseits die Vermittlung zu übernehmen, und er« schweren dadurch nicht nur die vortheilhafleste Verwerthung unserer ländlichen Erzeugnisse, sondern stellen in Zeiten der Theuerung die Regelmäßigkeit der Versorgung der großen Herde der Bevölkerung mit den nothwendigen Nahrungsmitteln in Frage. 4.) Sie hemmen die Entwicklung des Verbrauches in der Rich, tung auf Verfeinerung der Brod- und Vermehrung der Fleischkost und schmälern damit der Landwirthschaft den heimischen Markt gerade für diejeuigen Erzeuguisse, auf deren reichlichere Hervorbringung ihre Zukunft beruht, ü.) Indem sie so die Städte in ihrer materiellen Entwicklung schwer beeinträchtigen und an der Erfüllung ihrer Kulturaufgabc hiudern, schassen sie künstlich einen Gegensatz der Interessen zwischen Stadt und Land. welcher durch die Umgestaltungen des letzten Menschenalters überwunden schien und zum Heile des ganzen Vaterlandes nie wieder aufleben sollte." Vorgänge in Frankreich. Die «republikanische Linke" des französischen Abgeordnetenhauses, also die stärkste Fraction der Majorität, hat einstimmig beschlossen, die Wahl, des Herrn Blauqui in Bordeaux als eine solche, die mit den gesetzlichen Vorschriften schlechterdings unvereinbar sei, für ungiltig zu erklären. Man sieht in Frankreich mit SichcrheN voraus, daß diese Wahl mit allen gegen höchstens 40 Stimmen umgestoßen werden wird. Es erübrigt dann freilich noch die Frage der Begnadigung Vlauqui's, für welche die Regier'uug bis spätestens zum ü. Juni einen Beschluß gefaßt haben muß. In einer Versammlung der „republikanischen Union", welche thcilwcise aus denselben Mitgliedern besteht, wurde über die Gesetzlichkeit der Wahl Vlanqui's keine Entscheidung getroffen, wol aber von mehreren Rednern dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die Re-" gierung nicht durch rechtzeitige Ämnestierung Blanqui's dicfen peinlichen Streitfall aus der Welt gefchafft hätte. Sehr unzufrieden ist man in diesen Kreisen auch über die Ernennung des Herrn Le Myre des Villers zum bürgerlichen Generalgouverneur von (5o-chinchina, obgleich man die Umwandlung des mill« tärischen Regimes dieser Eolonie in ein bürgerliches an sich gut heißt. Das französische „Journal officiel" veröffentlicht folgendes Dekret: „Im Namen des französischen Volkes, der Präsident der Republik: Auf den Bericht der Section für Inneres, Eulte, Justiz, Unterricht und schöne Künste; in Anbetracht des am 13. d. M. von dein Erzbischofe von Aix an seine Geistlichkeit und an die Gläubigen behufs Verlesung in allen Kirchen seiner Diöccse erlassenen Hirtenbriefes; in Anbetracht des Berichtes des Ministers des Innern und der Eulte vom 24. April d. I.; in Anbetracht der von dem Erzbischofe von Aix auf die Nutificieruna dieses Berichtes ertheilten Antwort; in Anbetracht des Ar-titele, 1 der Declaration der französischen Geistlichkeit vom I'.i. März 1083, des Edictes von demselben Monate, des Dekretes vom 25. Februar 1810 und der Artikel 6 und 8 des organischen Gesetzes vom 18. Germinal des Jahres X, in Erwägung, daß es ein Fun-damcntalsatz in dem französischen Staatsrechte ist, daß die Kirche uud ihre Diener nur für die geistlichen, nicht aber für die weltlichen und bürgerlichen Angelegenheiten ihre Macht empfangen haben, daß, wenn die Bischöfe das Recht haben, dem Staatsoberhaupte ihre Bemerkungen über die weltlichen Angelegenheiten zu uulerbreitcn, welche ihres Erachtens die Interessen des Glaubens berühren, und wenn sie dieselben als Staatsbürger im Petitionswegc an die gesetzgebenden Gewalten gelangen lassen oder in Privatschriften veröffentlichen können, dieses Recht doch nicht in Form von Hirtenbriefen ausgeübt werden darf, weil dieselben nur die Belehrung orr Gläubigen über ihre religiösen Pflichten zum Gegenstände haben follen; daß der Erz bischof von Aix, indem er in einem zur Verlesung uud Veröffentlichung in allen Kirchen seiner Diöcese bestimmten Hirtenbriefe Acte der öffentlichen Obrigkeit kritisierte, in denen er eine Drohung für die Religion uud einen Eingriff in die Freiheit der Familienvater zu erblicken glaubt, die feiner Gewalt von dem Gefetze gezogenen Schranken überschritten hat, verfügt nach Anhörung des Staatsrathes: Art. 1. Der Hirtenbrief des Erzbischofcs von Aix vom 13. April 187<1 stellt einen Mißbrauch dar. Dieser Hirtenbrief ist ganz und gar zu vernichten. Art. 2. Der Minister des Innern und der Eulle fo wie der Siegelbewahrer uud Justiz« minister werden, jeder für seinen Theil, mit der Aus' führung dieses Dekretes beauslraat, welches in die Gesetzsammlung cinzurückeu ist. Geschehen zu Paris, JeMeton. ^lera oder auf dunklen Wegen. sloman v,il Ed. Wagner. (Fortsetzung.) ^^u bist mit einem male recht barmherzig ge- ^ bemerkte der Marquis, z^''barmherzig? Ja. Aber nicht so sehr geaen Miß i>«»!,!,' "^ gegen gewisse andere Lente. Wenn der Hhl'heute Abend entdeckt worden wäre, würden Sie, k. diese Nacht schwerlich geschlafen haben." ^ "Z'st du berauscht?" "^'vaben Sie eine Idee, wer das Mädchen, Mr Alcxa Strange genannt wird, wirklich ist?" Xin S'e 'st eine in Griechenland erzogene Engst H.' welche Lord Kingscourt und Berlin Kollys Ale Mr für ihr eigenes Leben aus der Räuber-M 'F."e- Der Graf hat mir die ganze Geschichte ..Gn?" 'st eine Heldin." . ..^"'"der wessen Kind ist sie?" j? be".?., z "er ist ein Landmann in Griechenland, ^ su w^«?" Sonnenlicht durchwebt." ""rst Poetisch.« „Und Sie müssen auch ihre Augen bemerkt haben, blau wie die berühmten Saphire der Montherons. Haben Sie jemals solches Haar nud solche Augen zuvor gesehen?" Der Marquis erschrak. „Sie haben die Aehnlichkeit also bemerkt?" fragte der Diener. „Was willst du damit sagen?" „Ich will damit sagen," antwortete Pierre, sich vorwärts beugend und leise sprechend, „daß diese Alexa Strange Constanze, Marquise vou Mout« heron ist!" Der Marquis sah alls, wie zu Stein verwandelt. „Und noch mehr," fuhr Pierre fort. „Sie kennt ihren Rang und hat das Schloß unter falschem Namen in einer geheimen Absicht betreten!" Es folgte eine lange Stille. Der Marquis starrte Pierre bewegungslos an. Dieser Schlag hatte sowol seinen Geist wie feinen Körper gelähmt. Einige Miuuten vergingen, bevor der Marqnis sich wieder erholte. Seine blutlosen Lippen öffneten sich, und mit heiserer, gepreßter Stimme rief er: „Du lügst, Elender! Das Mädchen ertrank in Nizza. Ich wohnte dem Begräbnis bei. Sie ist in Clyffcbourne begraben. Wie kannst du mich mit solchem Geschwätz bcnnrnhigen?" „Ein Begräbnis fand freilich statt," gab Pierre Renard zurück. „Eiu Kind wurde begraben, aber nicht die kleine Marquise. Lady Wolga wurde getäuscht, Sie und ich und alle anderen wurden betrogen." „Sie lebt? Das Kiud lebt? Lady Wolga's Kind?" „Dieses Kind lebt und ist jetzt unter Ihrem Dach." „Ich kann es nicht glauben; es ist unmöglich Wäre ein anderes Kind an Stelle der kleinen Mar quise begraben worden, wo blieb denn diese? Was wnroe aus ihr?" „Sie wurde qercmbi und fortgeschafft." „Geraubt? Von wem?" „Sie scheinen Ihr Denkvermögen verloren zu haben. Wer konnte sie am wahrscheinlichsten gestohlen haben?" „Niemand — niemand!" „Nicht der entflohene Mörder des Marquis?" fragte der Bediente mit widerlichem Grinsen. „Nicht der verfolgte Flüchtling, auf dessen Haupt ein Preis gesetzt war? Nicht der geschiedene Gatte der Lady Wolga Clyffe? Nicht der Vater des Kindes?" „Er ist todt." „Er wurde todt gesagt, sehr wahr; aber er ist nicht todt. Er lebt und hat mit dem Kiudc jähre lang m Griechenland gewohnt. Seine Tochter ist in der wahnsinnigen Hoffnung nach England gekommen, ihres Vaters Namen von der Schmach, die auf ihm haftet, zu reinigen. Und ihr Vater ist auch hier. Er war es, den ich heute Abend in Elyfsebourne antraf." Die Gcbrrden und der Ton des Bedienten gaben seinen Worten eine doppelte Bedeutung. Der Marquis kannte ihn zu gut um an der Wahrheit seiner Worte zu zweifeln, wenn sie in solcher Weise gemacht wurden. Wieder war die Erstarruug über ihn gekommen, er war weder zu sp'echen noch sich zu bewegen im stände. 998 den 16. Mai 1879. Jules Grevy. Contrasigniert: Der Minister des Innern und der Culte: Ch. Lep^re. Der Siegelbewahrer und Iustizmimster: E. Leroyer." Aus dem englischen Parlamente. Im englischen Oberhause fand am 10ten d. M., wie schon telegrafisch gemeldet, eine längere Debatte über die auswärtige Politik der Regierung statt, die durch den früheren Minister für Indien, Herzog von Argyll eingeleitet wurde. Der Redner wünschte zunächst der Regierung Glück zu ihrem großen parlamentarischen Erfolge während der letzten vier Jahre und dazu, daß selbst der Abfall zweier der hervorragendsten Mitglieder (der Earls Derby und Carnarvon) deren Macht nicht beeinträchtigt habe. Trotz all seiner Stärke habe das Ministerium aber weder die Unverletzlichkeit des türkischen Reiches zu wahren, noch irgend einen wesentlichen Machtzuwachs Rußlands zu hindern vermocht, er verweise nur auf die Einzelbestimmungen des Vertrages von Berlin. — Auf die Politik gegenüber Afghanistan übergehend, meinte der Redner, England habe seine Vertragsverpflichtungen verletzt und feine Versprechungen ge. brochcn. Er verurtheilt den Krieg als unnöthig zur Vertheidigung Indiens; Iakub Khan indeß würde wohl daran thun, nahezu allen vernünftigen Friedensbedingungen zuzustimmen, die ihm angeboten werden könnten. Das Volk Englands würde aber wol bald zu der Ueberzeugung gelangen, daß die Regierung verfehlt habe, die Zwecke zu sichern, für die so schwere Opfer gebracht worden seien. Es erwiderte zunächst der Earl of Beacons-field, der sein Erstaunen darüber anssprach, daß im gegenwärtigen Augenblicke, da Iakub Khan der geehrte Gast im englischen Lager sei, im Augenblicke entscheidender Unterhandlungen, der Herzog von Argyll, ein Mann von hoher Stellung im Lande und der selbst wichtige politische Aemter bekleidet, in solcher Weise die afghanische Frage zur Erörterung bringe. Er selbst müsse darauf verzichten, auf dieselbe näher einzugehen. Die Ausstellungen des Vorredners an dem Berliner Vertrage und seiner Ausführung findet der Premier gänzlich unbegründet. Was die Abtretung Vatums an Rußland angehe, fo hätte England dieselbe allerdings ebenso verhindern können, wie es die Besetzung Kon-stantinupcls durch Rußland verhindert habe. Das wäre aber nur möglich gewesen durch eiue Androhung dcr Kriegserklärung; einen Krieg Batums wegen zu führeil, sci die Sache aber doch uicht werth. Daß die Reformen in Klein-Asien noch nicht ins Leben getreten seien, sei doch bei der Kürze der Zeit, es sei kanm neun Monate her, nicht zu verwundern. Er verweise indeß nur darauf, daß der Vertrag bereits den gnten Erfolg gehabt habe, daß Mithad Pafcha wieder ins Amt gebracht worden, und zwar als Gouverneur von Syrien auf fünf Jahre. Das fei doch ein nicht zu verachtendes Ergebnis. Die Politik der englischen Regierung sei beharrlich darauf gerichtet gewefen, das türtische Reich lebensfähig zu erhalten, und alle Großmächte hätten England in seinem Bemühen unterstützt; der Vertrag von Berlin sei doch den Türken weit günstiger als der Vertrag von San Stefano. Was die Räumung Ostrumeliens angehe, so habe cr nie bch«uptet, dieselbe solle am 3. Mai beendet sein, sondern sie werde am 3. Mai beginnen und in vernünftig bemessener Zeit zu Ende gehen. Nach ewigen Bemerkungen des Earl of Kimberley (in Gladstone's Kabinet Colonialminister, früher als Lord Wodhouse britischer Gesandter in St. Petersburg) nahm das Wort der Marquis of Salisbury. Er meinte, der Herzog von Argyll hätte eigentlich seine Rede einige Zeit früher halten müssen. Selber habe übrigens eine merkwürdige Schwenkung in seinen politischen Ansichten durchgemacht, da er einer der Urheber des zur Stützung des türkischen Reiches unternommenen Krim-Krieges gewesen sei. Die englische Regierung, sagte der Redner, wolle die Aufrechthaltung der Türkei, wenn auch nicht in den früheren unmöglich gewordenen Grenzen, als einer Schutzwehr für die Macht Englands in Asien. Die Occupation Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich sei eine Thatsache von der höchsten Bedeutung für die Ruhe Europa's. Die afghanische Politik der Regierung sei völlig gerechtfertigt, und die Kritik des Herzogs könne keinerlei guten Erfolg haben, da sie dazu angethan sei, den Vizekönig Lord Lytton zu verletzen und sein Ansehen in Indien selbst zu verringern. Die Ein« setzung eines britischen Residenten in Kabul sei durch^ aus vorzuziehen, da er besser als ein Eingeborner im stände sein werde, die englischen Staatsinteressen wahrzunehmen. Der Vertrag von Berlin, so schloß er, würde von außerordentlichem Werthe sein, wenn er dazu beitrüge, eiue Katastrophe auf der Ballan«Halb-infel hinauszuschieben, die in ihren Folgen für die Welt schrecklich sein würde. Der Earl of Granville erklärte dann, die Kritik des Herzogs von Argyll habe sich nicht gegen den Vertrag von Berlin als solchen gerichtet, sondern dagegen, daß die Regierung, um für sich politisches Kapital daraus zu schlagen, seine Bedeutung übertrieben habe. Im Unterhause erklärte auf eine längere Interpellation Sir W. Harcourts der Schatzkanzler, daß der Vertrag von Berlin die Räumung der Provinz Bulgarien durch die Rufsen nach neun Monaten nacy Abschluß des Vertrages von Berlin vorschreibe, und daß daher, da diese Periode abgelaufen, die Räumung vor sich gehe. Die telegrafisch erwähnte Schriftenvorlage an das englische Parlament, betreffend die Ausführung des Berliner Vertrages in Ostrumclien, enthalt folgendes: Der britische Botschafter in St. Petersburg, Earl of Dusferin, schrieb am 17./29. März an den Fürsten Gortschakoff, der britische Botschafter in Konstantinopel werde bei der Pforte auf strenge Einhaltung der für Ostrumelieu ausgearbeiteten Verfaf-sung dringen. Gleichzeitig drücke cr (Lord Duffcrin) der russischen Negierung die Befriedigung Englands darüber aus, daß das kaiferlichc Kabinet in keiner Beziehung „den bulgarischen Theil dcr rumelischcn Bevölkerung" bei einer Oftposition gegen das durch den Berliner Vertrag geschaffene Regime schützen zu wollen versichert habe. Es folgt eine Erwiderung des Fürsten Gortschakoff, datiert vom 17./29. März, in welcher derselbe verspricht, in Konstantinopel die schriftliche Erklärung abgeben zu lassen, daß die russische Regierung allen ihren Einfluß aufbieten werde, um eine Unterwerfung unter die durch den Berliner Vertrag gefchaffene Lage bei dem bulgarischen Theile der rumelischen Bevölkerung herbeizuführen. „Die jüngsten Vorfalle in Slivno haben schon Beweis geliefert von der Art, in welcher die russischen Behörden ihre Pflicht erfüllen." Am 10. April erfucht Lord Salisbury den Geschäftsträger Mr. Malet, Abschriften obiger Noten dem türkischen Minister des Auswärtigen mitzutheilen. „Lord Stratford Heron kann nicht im unklaren gewesen sein, welcher Gefahr er sich aussetzt durch sein Kommen nach England," fuhr Pierre fort. „Er muß ganz verzweifelt gewefen sein. Wahrscheinlich bat ihm seine Tochter geschrieben, daß Lady Wolga Sie heiraten wird, und das wird ihn zu dem verzweifelten Schritt getrieben haben. Aber er soll sterben, so gewiß er heute lebt." „Nicht todt," murmelte der Marquis. „Was sind das für schreckliche Geschichten? Lady Wolga kann nicht ahnen, daß er lebt und in England ist." „Sie ahnt nichts davon, auch ahnt sie nicht, daß Miß Alexa ihre Tochter ist und die rechtmäßige Erbin der Titel und Güter der Montherons. Der Vater kann gehängt werden, aber die Tochter wird hier rechtmäßige Besitzerin, und Sie. Mylord, werden kein Lord mehr sein, sondern einfach Mr. Ingestre, ohne Einkommen, ohne Erwerb — ein vornehmer Bettler." Der Marquis sprang auf und durchmaß nnt hastigen Schritten das Zimmer. „Was kann ich thun," stieß er verzweifelnd hervor. „Ich würde lieber sterben, als meinen Rang und meinen Reichthum aufgeben. Ist es wahr — kann es möglich sein, was du nur gesagt hast? Nach so vielen Jahren der Sicherheit in diesem Besitz sollte imr Armuth und Obdachlosigkeit drohen?" „Lord Stratford Heron wurde des Mordes an seinem Bruder schuldig befunden und zum Tode ver-urcheilt. Ein Wort an den Chef von Scotlaud-Yard wiid ihn ins Verderben bringen." „Aber die Schande, der Scandal! Und besonders zu dieser Zeit!" rief Lord Montheron. „Und wenn er stirbt, bleibt das Mädchen übrig. Sie ist Ihre wirkliche Rivalin. Von Lord Stratford Heron haben Sie nichts zu fürchten, alles aber von ihr. Sie ist es, die Sie aus Ihrer Stellung treiben wird, sie ist es, die Sie zum Bettler machen wird!" Des Marquis Antlitz verfinsterte sich, aus seinen Augen sprühte ein höllisches Feuer. „Es ist, als ob eine Mine unter meinen Füßen gesprungen wäre!" murmelte er. „Das Mädchen kennt ihre Rechte, wie du sagst, und beabsichtigt natürlich, dieselben zur Geltung zu bringen. Woher weißt du das alles?" Pierre Renard berichtete über seinen erwachenden Verdacht beim ersten Anblick des Mädchens, von der Reise seines Bruders nach Griechenland, dessen Besuch bei Mr. Strange und seinem Erkennen desselben. Er erzählte von seinem Plan, den er, zwar erfolglos, gegen Alexa ausgeführt, um diese bei Mrs. Ingestre zu verdächtigen und infolge dessen aus dem Hause zu verbannen. Seine ganze Erbärmlichkeit und Schwärze seiner Seele legte er ohne Scheu vor seinem Herrn blos, und dieser hörte aufmerksam zu, ohne sich zu entsetzen. Nur beunruhigte es ihn, daß das Mädchen in seinem Hause war, nur war es ihm unerträglich zu hören, welche unangenehme Möglichkeiten für ihn aus dem Vorhandensein der wirklichen Erbin der Montheron'schen Güter und Titel erwachsen konnten. (Fortsetzung s«lgt.) l Das Beamtenstatut für Ostrumelien. Da die Installierung des neuen Regimes in Ost' rumelien knapp vor der Thür steht, ist es von Interesse, das Kapitel XV des organischen Statuts, welches von der gesetzlichen Stellung der öffentlichen Beamten handelt, zu kennen. Dasselbe hat nach der „Pol. Korr." folgenden Wortlaut: Art. 489. Die ernannten oder gewählten Oeamttll sind für alle von ihnen in Ausübung ihrer Functwnen vollführten Acte dem Staate persönlich verantwortlich. Der Staat ist direkt verantwortlich für alle durch die Nachlässigkeit oder fehlerhaften Acte der Beamten den Privaten verurfachten Verluste und Schäden. Er yai das Recht, die schuldigen Beamten zu belangen, »M die Rückzahlung des von ihm für solche Schäden M Verluste bezahlten Entschädigungsbetrages zu erwirlen. Nücksichtlich ihrer Privathandlungen sind die Beamten derselben'Verantwortlichkeit unterworfen, wie die anderei' Bürger. ^ Art. 490. Die Disciplinarstrafen gegen die we-amten sind: der Verweis, die Geldstrafe'und die Sus' pendierung vom Amte. Diese Strafen werden ver-hängt, wenn es sich um Gerichtsbeamte handelt, dum das'Obcrgericht; wenn es sich um Beamte des obersten Gerichtshofes handelt, durch die vereinigten Sectionen desselben Gerichtshofes; und wenn cs sich um andere Beamte handelt, durch die Behörde, von welcher die, unmittelbar abhängen. „ Art. 491. Kein Beamter kann gegen seinen W^ ohne Urtheil abgesetzt oder pensioniert werden. I"e vom Staate ernannte und einen aus dem Provinz' budget fließenden regelmäßigen Gehalt beziehende ^, amt'e hat das Recht anf eine Pension, sobald M Functionen aufhören, ausgenommen den Fall der A setzung, und voransgesetzt, daß er eine mindestens zeY . jährige ununterbrochene Dienstzeit vollendet hat. " Pensionsbetrag steigt progressiv im Verhältnis ^ Dienstdauer und erreicht nach 40jä'hriger unuM brochener Dienstzeit den ganzen letzten Gehalt. 7^. Witwe und die verwaisten Kinder des in Act'»»'" verstorbenen Beamten oder des im Genusse einer Pc" sion stehenden ehemaligen Beamten haben Ansp^ auf einen Theil der Pension, die dem Verstorbenen g bührt hätte oder die er schon erlangt hatte, und z'u die Witwe bis zu ihrem Tode und die Kinder bis i" vollendeten 10. Lebensjahre. «,« Art. 492. Die vertragsmäßig angestellten" amtcn haben gegenüber der Provinz keine a"^ Rechte als jene, die aus dem Vertrage selbst h"" gehen. ^ Art. 493. Ein Provinzialgeseh wird die A U rungsdetails der in den vorhergehenden vier ^^„ enthaltenen Aestimmuugcn regeln, insoferne niO ^ durch das gegenwärtige Statut vorgesehen ist. .^ Art. 494. Der Gencralgouverneur erhält e , jährlichen fixen Gehalt von 300,000 GoldpiastelN u unter dem Titel „Repräsentationsauslagen" ^' ^ 100,000 Goldpiaster. Er hat überdies Änspn^ "^, eine möblierte Wohnung auf Kosten der ^ M Dieser Gehalt kann nicht geändert werden. Die D^ aller anderen Functionä're und Angestellten we ^ durch ein Provinzialgesetz in der ersten Sessw" ^,1 Provinzialversammlung festgestellt werden, löls ^ werden die Bezüge provisorisch durch eine O^" log des Generalgouverneurs bestimmt, und zwar ^ ^ den Bezügen der Beamten, die ähnliche Stelle" übrigen Theile des Reiches bekleiden. Tagesneuigkeiten. ^, — (Enthüllung des Gocthe-Obell^z in Eg er.) Mit der Wanderversammlung des ^d fiir Geschichte der Deutschen in Böhmen den ' ^, 2. Juni l. I. wird eine kleine Goethe-Feier 0" ,^ Ail einer Stelle unter Bäumen, wo Goethe ve , ^1 Aufenthalten in Eger häufig zu ruhen psteg^'^^" Obelisk errichtet, der am 1. Juni l. I. "'thill" ^ soll. Bei dieser Gelegenheit wird Professor Lall" ^ Vurtrag halten über Goethe als Naturforscher ^ men; außerdem wird eine Festschrift erscheinen i" Bilde des Obelisken unter dem Titel: „wo^ ^ Eger", von Vincenz Prökl. Archivar in verweilte türzlich, au2 Troja kommenb. 99» ^nladung Dr. Schliemanns folgeleistete, aber bei den eZMaligen neuen Ausgrabungen auf leinen anthropo-M wichtigen Fund stieß, eine Woche in Athen. Die "rzte Athens, fast durchgehends Schüler des gefeierten annes, bereiteten ihm einen glänzenden Empfang und u? ^". bei. ihm den Aufenthalt angenehm zu ' Hcn. Bei einem ihm zu Ehren von den Aerzten ^yens veranstalteten Festbankett antwortete Virchow L ^ ^"nzösischer Sprache und hielt bann in deutscher Drache eine enthusiastisch acclamierte Ncde. in welcher ^.untrr anderm sagte: ..Es bedürfe eigentlich nur der ^nne.rung "" den gemeinsamen Ursprung der Medizin "' griechischem Boden, um Ihnen verständlich zu machen, ^rum jeder deutsche Arzt. der eine wissenschaftliche "bung hut, mit einer gewissen Sehnsucht nach der 2 ^'"'^ seiner Wissenschaft blickt. War ich doch ' "st. nachdem ich seit einem Monat in Kleinasien veralt, nahe daran, die Insel Kos und den alten Pla-°>'enl>aum aufzusuchen, unter dem einst unser aller Mtneister. Hippolratcs. scinc Kranken empfangen haben > "> Wer könnte es vergessen, worauf wir Aerzte so ^z find, daß die Medizin die einzige menschliche Menschaft ist. welche sich feit mehr als zwei Iahr-Hendcn in ununterbrochenem Znsammcnhange entölt u^ mährend dieser langen Zeit nie das Be-t»? ihres Zusammenhanges verloren hat." Redner "^°hnt dann. daß die medizinische Wissenschaft ^ zu Anfang dieses Jahrhunderts ihre heutige ^M erhalten hat. und fährt fort: „Frage ich ^ nun. wie es gekommen ist, daß gerade Deutsch-nd in diese glückliche Entwicklung hat fruchtbar ein« " k'fen können, fo möchte ich fagen, der Grund dazu H m dem Umstände, daß die deutsche Nation ^sl ihre Wiedergeburt aus dem altgriechischen Geiste sM '"" ^' Und es fcheint mir. dieses Beispiel ^le auch ili dem neuen Griechenland nicht vergessen ttbcn." Virchow spricht dann von dem Einflüsse alt-»"echischcll Geistes auf unsere Dichter und Gelehrten H> schließt, nachdem er noch die glücklichen politischen jungen der klassischen Vorbilder für Deutschlands ^M und Einigkeit bezeichnet, mit einem Appell an ^ Athener, den Geist des Alterthums, der auch ihr Irland zur Größe führen werde, fortwähreud zu ^llln. h ^-(Versteinerter Wald.) Im herrlichen Na-ln ^Parke am Dellowstone ist jetzt zu den anderen H, "twuudern ein versteinerter Wald entdeckt worden, h/ betreffende Gcfteinschichtc befindet sich am östlichen ^e dcz Ycllowstoneflusses. lniht ungefähr 5000 Fuß Aitä^^ Dicke und enthält beinahe in ihrer ganzen ,^"Alung Schichten von versteinerten Baumstämmen, ^ Meile am Boden liegend. An manchen Stellen '"" ste so häufig, daß sie zuerst für die Ueberbleibsel 'Nes neueren WaldeS gehalten wurden. Einige der ^auinstänime sind 50 bis 60 Fuß lang in einem ein« i'gen Stücke, haben 5 bis 6 Fuß Durchmesser, einer ^ 10 Fuß Dicke. Nach den wenig gefundenen Blättern ^urde bestimmt, daß diese Bäume ausgestorbenc Arten ^ Iannlieu Azaleen, Magnolien. Lorbeer. Linde. Esche, ^lsimon, Korncllirsche ic. repräsentieren. Die Stämme ^ zum Theile so gut erhalten, daß sie frisch gehaue-^ Holze täuschend ahnlich sehen, die Jahresringe sind in^ ^^ deutlich zu erkennen. Das Holz ist manchmal ,^ ^ftal oder Achat verwandelt, und Höhlungen, die sich ^.Hm befanden, sind mit prächtigen Quarzkrystallen U°sUllt. fokales. Aus dem Gemeinderathe. Laibach, 20. Mai. (Fortsetzung und Schluß.) V. Berichte der Bausection. Unk^ ^' Z'egler referiert über die Erwerbung lv?« Abtretung von Terrain zur Herstellung eines Fuß-AM vo„ ^^ ^usästung der Nömerstrahe in die ^lesterstraße längs derselben bis zum k. l. Tabak-^uptfabriksgebäu'dc. llnd stellt folgende Anträge: lick, ^ ^'^ Ausführung eines Gehweges an der West-s?' Seite der Triestcr Reichsstraße mit dein An-M > an den bereits längs der Einfriedung der Tabal-H,^k3gebälide bestehenden wird als nothwendig an-tzj"'nt und zu diesem Zwecke der Grnndtausch mit l!s) f" Hruby fowie der Kostcuaufwand von 109 fl. tr- genehmigt. ^tlH ^ dem Straßenärar gehörige Banquette, bezva """"^hr zu dem besprochene!» Gehwege ein-^npn? ""b umgestaltet wird. verbleibt auch fernerhin ^Wlln des Strahenä'rars. "le Anträge werden ohne Debatte gcneh,mgt. ^ Referent GR. Ziegler beantragt writers: l»nf Z. Die Vergrößerung des Badcbassins von 000 lclhi""" Quadratmeter, die Vermehrung der Anslleide-Und ^>" '^7 auf 5i0. dann die Herstellung des Zn-siir hj. auftanals, der Einfriedung des Geländers lc. den ^ '"dtische Badeanstalt in der Kolrsiamühlc nach d>ird c>!« '^"dtischen Vanamte entfertigten Bauplänen schell, lwthweildig anerkannt, für die Gefammt-?.?d di."^" !""b der Betrag von 3500 fl. bewilligt UUna ^"leite des Stadtmagistrates getroffene Ver-ll oer Vergebung der ZimmermannSarbeiten an den Zimmermeister Gvaiz mit dem Nachlasse von 10'/, Perzent genehmigt. d) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, darüber zu wachen, daß sämmtliche Arbeiten nicht nur rechtzeitig, sondern anch in allen Theilen solid und vollkommen entsprechend zur Durchführung gelangen. Die Anträge werden genehmiget. 3.) GR. Ziegler beantragt ferner namens der Vausection: Es wird die Nothwendigkeit der Regulierung, resp. Erweiterung der Dampfmnhlgasse in der ganzen Strecke anelkannt, vorderhand jedoch wegen Abgang der Geldmittel die spezielle Erbreiterung nur in der Strecke der Gründe der Herren Mali, Pcrdan und Strzelba in der Länge von 31 2 Meter und Gesammt-fläche von 98 Quadratmeter mit dem Entschädigungsbeitrage per 132 fl. genehmiget und dcr Betrag zur Auszahlung angewiesen. Der Bürger m ei st er bemerkt zu dem Referate, daß die krainische Industricgesellschaft zu Zwecken der Erweiterung der Straße den Betrag per 100 fl. beiträgt, und fragt, ob durch die erst kürzlich erfolgte Eingabe um weitere Regulierung dieser Straße der Gegenstand wol spruchreif sei. Referent GR. Ziegler erklärt die sofortige Regulierung der Straße in diesem Punkte im Interesse der öffentlichen Sicherheit als ein dringliches Bedürfnis. GR. Dr. Keesbacher hält die Angelegenheit nicht für fpruchreif und beantragt die Vertagung derselben. Gegen diesen Antrag sprechen die Gemeinderäthe Regal» und Laßnik. GR. Dober let beantragt, die Regelung der ganzen Straße schon heute zu beschließen und auch über den Ankauf des Zupanciö'schen Grunds schlüssig zu werden. Nachdem die Gemeinderäthe Dr. Kccsbacher. Regali und Ziegler nochmals zum Gegenstände gesprochen, wird der Antrag des GR. Keesbacher abgelehnt nnd der Scctionsantrag angenommen. Der Zusatzantrag des GR. Doberlet wird abgelehnt. VI. Berichte der Schulsection. 1.) GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger beantragt: dem Ansuchen des hiesigen Turnvereins „Sokol" um freie, unentgeltliche Benützung der Turnlokalitäten im Nealschulgebäude aus Rücksichten für die Schulanstalt keine Folge zu geben. Wird ohne Debatte genehmigt. 2.) GR. Pirter beantragt, der evangelischen Schule für das Jahr 1879 die Iahressuboention im Betrage vun 150 fl. anzuweisen. (Angenommen.) 3.) GR. Pirler beantragt, dem städtischen Unterlehrer Valentin Kummer die erste Quinquennalzulagc im Betrage von 42 fl. zu bewilligen. (Angenommen.) Wegen vorgeschrittener Zeit beantragt Dr. Suppan Schluß.der öffentlichen Sitzung. (Angenommen.) GR. Dr. Bleiweis interpelliert den Bürgermeister über die Zustände im städtischen Armenhausc. Zwei Kranke seien kürzlich in sehr vernachlässigtem Zustande ins Zivilspital gebracht worden und hätten erklärt, daß sie im Armcnhausc ohne jede Pflege gewesen seien. Dr. Bleiweis frägt, warum der Beschluß des Gememderathcs, im Armenhausc für Krallte ein Zimmer zu adaptieren und ihnen bessere Kost zu ver-abrcichen, nicht durchgeführt werde, und ob den: Stadt-Physiker keine Ingerenz auf die Wirthschaft im Armen-Hause zustehe? GR. Regali interpelliert, warum nichts geschehen sei, in den Buden des der Stadtgemeinde gehörigen Gebäudes am Kaiser Ioseföplatzc den Zins, der viel zu gering sei, zu erhöhen; wetters, wab es mit der Erbammg von Vcrtaufslädcn für die Mchlhändler hinter dem bischöflichen Palais für ein Bewandtnis > habe, und in welchem Studium sich die Angelegenheit' mit dem Consortium Mali, Peroan und Strzelba wegen Anlegung der neuen Straße hinter dem Urbas'schcn Hause befinde. GR. Horak ersucht den Bürgermeister, durch das städtische Vauamt die Kanäle n.itersuchen zu lassen, damit die versandeten Strecken derselben ge^ reiniget werden. Der Bürgermeister erwidert, dies geschahe durch das Vaudepartement ohnehin, er werde jedoch. 5 nicht ermangeln, eine Begehung anzuordnen. ^ GR. Dr. Ahazhizh wünscht, es mögen die Hauscigcnthümer dazu verhalten werden, die Seiten-' tanäle,' welche an vielen Stellen verstopft find. zu reinigen. 'Der Bürgermeister verspricht auch in dieser Richtung Abhilfe und sagt die Beantwortung der übrigen Ixleipellationen in liner der nächsten Sitzungen zu. Hierauf wird die öffentliche Sitzung geschloffen. — (Kaiserliches Geschenk.) Die Gemeinde Oberfeßniz erhielt von Sr. Majestät dem Kaiser als-Beitrag zu ihrem Schulbauc eine Unterstützung von. 300 st. aus der Allerhöchsten Privatschatulle. — (FIM. Baron Kühn.) Sc. Exc. der Herr-Landeskonlmandicrcnde FZM, Freiherr von Knhn, der" Dinstag abends nach seiner Rücklehr aus Stein mit > dem Eilzuge der Südbahn Laibach verließ und sich zunächst nach Trieft begab, hat Mittwoch vormittags daselbst im Hofe der großen Käsern«- die Garnison inspiriert. Gestern früh begab sich der Herr Lanbeslommanbierende nach Eapodistria und von dort weiter zur Inspiciernng nach Istricn, von wo er morgen nach Trieft zurückkehren dürfte. — (Dr. Schaffer.) Herr Dr. Adolf Schaffer ist gestern von seinem mehrmonatlichen Kuraufenthalt-/ im Süden Italiens, woselbst er sich zur Freude seinri zahlreichen Freunde und Parteigenossen vortrefflich erholt hat. nach Laibach zurückgekehrt. — (Ernennung.) Dcr Sanitätsassistent Herr Dr. August Schneditz wurde zum l. l. Bezirksarzte zweiter Klasse in Steicrmark ernannt. — (Todesfall.) Mittwoch morgens verschied in Laibach nach ganz kurzem Leiden im 60. Lebensjahre der gewesene Kaufmann Herr Josef Schignn. Der Verstorbene gehörte bekanntlich durch viele Jahre dem Thcatcrcomitc als Mitglied an und besorgte zwei Sai soncn hindurch auch die Leitung der administrativen Theater - Directionsgrschäfte. Zu Erben feines hinter lasfcncn Vermögens fetzte or zwei junge Geschäftsleute ein, die seinerzeit als Eommis bei ihm bedienstet waren. — (Militärische Uebungsreise.) FML. Schönfeld, GM. Bornano, fowie vierzig Offiziere des Gencralstabscorps find Dinstag mittags zur Vornahme dcr auch in diesem Jahre stattfindenden Uebungsreise von Wien nach Görz abgereist. Ein Separatzug dei Südbahn beförderte den Train sowie einen Zng Dragoner, welcher die Begleitung des Offizierscorps bildet. Die Dauer dcr Urbungsrcise ist auf drei Wochen berechnet, und wird sich die Uebung von Görz nach Krain und Körnten erstrecken. — (Gewitter.) Gestern um halb 10 Uhr abeuos machte sich in Laibach abermals ein kurzes, mi gefähi halbstündiges Gewitter bsmertbar, dessen Erntrum sich jedoch in geringer Entfernung anßerhalb der Stadt befunden haben dürfte. Den zahlreichen, besonders grell anflenchtcndcn Blitzen folgten in kurzen Intervallen dumpf rollende Donnerschläge. Um halb I I Uhr war der Himmel zum größten Theile wieder sternenhell. — (Slovenische Kandidaten für den Reichs rath.) Zu den bevorstehenden Neichsraths-wahlrn in Kram, für welche sich im Schoße der natio nalcn Partei bereits eine lebhafte Agitation lundgibl, follcn seitens der letzteren nach einrm Laibacher Berichte dcr „Tr, Ztg." bisher folgende Kandidaten in Aussicht genommen fein: in den Landgemeinden Oberkrains der bisherige Abgeordnete Graf Hohenwart, in den Landgemeinden Inncrkrains statt deS bisherigen Abgeordneten Dr, Nazlag der Grundbesitzer Adolf Obreza auS Zirkniz, in der Landgemcindengruppc Untrrlroiils mit dem Centrum Nudolfswerth drr bisherige Abgeordnete Wilhelm Pfeifer, in der Landgemcindrngruppe Unterlrains mit dem Centrum Treffen der Landtagsabgeordnete Earl Kljun, in den Landgemeinden Laiuach, Olierlaibach. Reifniz und Groh-lafchiz dcr bisherige Abgeordnete Gras Josef Varbo-Waxenstcin. Für die Landeshauptstadt Laibach und die Handelskammer fowie für die Gruppe der innerlraini-schcn und obcrkrainische» Städte und Märkte und schließlich für die Gruppe der unterkrainischen Städte und Märkte sind seitens der national-klerikalen Partri bisher noch keine Kandidaten aufgestellt. Alle Bezirke waren bi» nun durch verfassungstreue Abgeordnete, nämlich Dr, Schasscr, Dr. Suppan und Martin Hotschcwar, vertreten Das slovenische Ecntral-Wahlcomite' entfaltet eine sehc rührige Thätigkeit. Gegenüber den letzten Reichsraths-wahlcn, wo sich Jung- und Altslovcncn gegenüberstanden, ist diesmal überall ein gemeinsames Vorgehen beschlossen. Jeder Kandidat, der vom Eentral-Wahlcomite empfohlen ist, wird von beiden Parteien gestützt werden. Den regsten Eifer will die national-klerikale Partei, derselben Quelle zufolgc, gegenüber der Kandidatur Deschmanns in Trcffcn sowie in den zwei Wahlbezirken der Städte und Mälltc KrainS entfalten. Die Landeshauptstadt Laibach gilt bereits jetzt für die national-klerikale Partei als verloren. — (Der Bruder als Brandleger.) Inder zur Ortsgcmeinde St. Ruprecht im politischen Bezirke Gurtfcld gehörigen Ortschast Hom wurden durch cin am 1. d. M. aufgebrochenes Schadenfeuer eine Harpfc nebst mehreren Wlrthschaftsgebäuoen. Fruchtvorräthen und Hausgcräthcn dcs dortigen Grundbesitzers Johann Krajick in Asch? gelcgt, wodurch dieser einen nicht versicherten Schaden von W0 fl. erlitt. Der Brand soll von dem eigenen Bruder des Beschädigten, Josef Krajöel. iu böö» williger Weise gelegt worden sein. Der Uebelthäter, der nach der That flüchtig wnrdc, hat sich drei Tage später bei dem Gcmcindcamte selst gestellt und wurde dem l, k. Bezirksgerichte in Nassensuß eingeliefert. ^ (Jugendliche Falschmünzer.) Euoe Jänner d. I. wurden in Ol.crlaibach zwei umherreisende Zinngießer — der 19jährige Gch'lfe Francesco Mar-tinetti aus Goszanu und der iHährige Lehrling Gwvanm Bachctta. beide in Diensten deS Zi'Mgießcrs Paul Mar-tinetti stehend — angehalten und festgenommen, weil sie erwiesenermaßen falsche aus Zinn angefertigte Zwanzigkreuzerstücke verausgabt hatten. Im Vause der Untersuchung gestanden beide ihre That ein und sagten übereinstimmend aus, daß der ältere von ihnen, Fran- IN0N cesco Martmetti, den Plan gefaßt hatte, ihre Hand« werkskunst zur Anfertigung falscher Scheidemünzen auszunützen. Zu diesem Behufe verfertigte Martinetti, als beide noch in Kärnten herumreisten, im Hofe eines Wirthshauses zu Unterdrauburg mit Hilfe Bachetta's, der den Ofen heizte, das Zinn schmolz «., durch Abgießen eines echten Zwanzigkreuzerstückes Formen für dessen Revers, und Aversseite, stellte beide zusammen, verband selbe mit Lehm und goß nun unter steter Beihilfe des Bachctta geschmolzenes Zim: in diese Form. Auf diese Weise wurden von ihnen in zwei Partien gegen 130 Stück Falsificate angefertigt, die sie auf ihren Fußreisen durch Kärnten, Steiermark und Krain anstandslos verausgabten, bis sie endlich in Oberlaibach die Nemesis ereilte. Diesertage nun standen die beiden jugendlichen Münzfälscher, einer Mittheilung der „Klgft. Ztg." zufolge, als Angeklagte vor dem dortigen Schwur« gcrichtshofe. Dem Francesco Martinetti gegenüber bildet die That ein Verbrechen, welches bezüglich des 13jäh-rigen Giovanni Bachctta nur als Uebertretung zu bestrafen ist. Die Geschwornen bejahten die erste Frage, „ob Martinetti des Verbrechens der Münzverfälschung schuldig", einstimmig; — die zweite Frage, „ob die Falsificate leicht erkennbar", wnrde einstimmig verneint, und die dritte Frage, ob Bachctta schuldig, mit zehn Stimmen „ja" und 2 „nein" bejaht. Der Schwur-gcrichtshos verurtheilte auf Grund dessen den Francesco Martiuetti zu einem Jahre Kerker und Giovanni Ba-chetta zu einer Woche abgesonderter Verschließung. — (Partei-Uebergebühren.) Se. Excellenz der Herr Handelsminister hat folgenden Erlaß an sämmtliche Eisenbahnverwaltungen gerichtet: „Die anläßlich eines speziellen Falles gepflogenen Erhebungen haben ergeben, daß seitens der Eisenbahnverwaltungen für die Avisierung der zugunsten der Parteien ermittelten Ueber-gcbühren, ferner für die Auszahlung derselben, und zwar insbesondere sür die Legitimation der zum Bezüge sich Meldenden verschiedenartige Bestimmungen festgestellt sind. Diese Vcrschiedenartigkeit bringt für das verkehr-treibcnde Publikum mannigfache Nachtheile mit sich, da ei für dasselbe jedenfalls mit Schwierigkeiten verbunden ist, sich die bei jeder Bahnverwaltung bestehenden Vorschriften gegenwärtig zu halten. Es erscheint daher als ein unabweislichcs Bedürfnis, daß seitens der Bahnverwaltungen zum Behufe der Durchführung des dies-falls maßgebenden zweiten Absatzes des 8 53 des Eisen-bahn-Betriebsreglemcnts und unter Berücksichtigung der iu .dieser Beziehung bereits ergangcnen Spezialerlässe gleichartige Normen vereinbart uud der bezügliche Entwurf im Wege der Vorsitzenden Verwaltung in der Direttorenkonferenz ehestens anher in Vorlage gebracht werde. Hievon werden unter einem das königlich ungarische Communicationsministerium in Kenntnis gesetzt und auch die übrigen Aahnverwaltungen verständigt." — (Vergnügungszüge zu Pfingsten.) Wie alljährlich verkehren auch heuer auf der Südbahn zu Pfingsten Vergnüguugszüge nach Wien, Trieft, Fiume und Venedig. Die Preise der Tour- und Retourkartcn sind mehr als um die Hälfte ermäßigt, und können Thciluehmer nach Trieft, Fiume oder Venedig die Adelsberger Grotte, welche anläßlich des Grottenfestes mit 20,000 Flammen beleuchtet wird, ohne Vergütung des Eintrittsbetrages besichtigen. Die Tour- und Retourbillets haben eine I4tägige Giltigkeitsdaner und berechtigen zur einmaligen Unterbrechung während der Rückreise. _________ Neueste Post. Original«Telegramlne der „Laib. Zeitung." Prag, 22. Mai. Auf dem heute abgehaltenen LandwMbschaflstage einigten sich die deutschen und die czechischen Landwirthschaftsvereine zm Bildung eines landwirtschaftlichen Centralvereins. Ein Comite von sechs Deutschen und sechs Czechen wurde zur Ausarbeitung der Statuten gewählt. Athen, 22. Mai. In Lapeno an der Grenze von Epirus wurde ein Lager für 10,000 Mann und in Sudgricche'nland ein anderes Lager errichtet. Beide Neservistenklassrn und die gesammte mobile Nationalgarde werden nöthigenfalls einberufen. Wien, 21. Mai. Prinz von Battenberg ist heute vom Kaiser in einer viertelstündigen Audienz empfangen worden. Er besuchte sodann den Grafen Andrassy, mit welchem er eine einstündige Unterredung hielt. Gestern besuchte Prinz von Battenberg den deutschen Botschafter Reuß und reist am Freitag abends nach Berlin ab. Wien, 21. Mai. Der Kaiser verlieh dem hiesigen päpstlichen Nuntius Msgr. Iacobini das Großkreuz des Leopoldordens. Wien, 21. Mai. (Presse.) Die serbische Re-gierung hat angezeigt, daß sie für die bevorstehenden Verhandlungen über die Regelung der Handelsbezichun« gen zu Oesterreich - Ungarn und über die Eisenbahnanschlüsse folgende Bevollmächtigte designiert habe: den Generalsekretär im Ministerium des Innern, Kosta Iovanovic'; den Sectionschef im Finanzministerium und Direktor des statistischen Bureaus, IatM; den Zolldirektor Stefanovic" und den höheren Beamten im Finanzministerium Paskalfic'. Prag. 20. Mai. „Pokrok" bestätigt die Aus« schließung Klaudy's und den Austritt Eduard Grcgrs aus dem staatsrechtlichen Klub. Klaudy veröffentlicht in der „Epoche" eine Erklärung, welche mit der Anzeige schließt, daß die gegen ihn betriebene terroristische Agitation ihn zwinge, ans der Reserve heraus^ zutreten, die er bisher beobachtete, um im a/gcbemn Momente seinen Wählern gegenüber den Schleier zu lüften. Berlin, 21. Mai. Der Reichstag wählte den Abgeordneten Seydewitz mit 195 von 324 Stimmen zum Präsidenten. 119 weihe Zettel waren ungiltig. Seydewitz nahm die Wahl an. London, 20. Mai. Die „Times" melden aus Simla vom Gestrigen: Die Hauptpunkte des Ueber-einkommens mit Iakub Khan sind folgende: Annexion der Pässe nnd hinreichenden Gebietes für die wissenschaftliche Grenze; Anstellung eines britischen Residenten in Kabul; Contiolle der auswärtigen Beziehungen Afghanistans; Unabhängigkeit der Afriden < Stämme ohne Präjudicierung der Frage wegen Beherrschung der Pässe. Tirnovo. 20. Mai. (Presst.) Fürst Alexander wird voraussichtlich am 17. Juni den bulgarischen Boden in Varna betreten. Philippopel, 20. Mai. (Frdbl.) General Stolypin traf auf Befehl von Livadia neuerdings Maßregeln zur Beschleunigung der Räumung, so daß die Evacuation in den ersten Tagen des Juli vollzogen sein dürfte. Alexandrien, 2l. Mai. Der österreichische Generalkonsul überreichte einen Protest gegen das Dekret des Khedive vom 22. April, welcher mit dem deutschen Proteste identisch ist.__________ Telegrafischer Wechselkurs vom 21. Mai. Papier «Rente 68 65. — Silber - Rente «9 35. - Gold» Rente 804b. 1860er Staats«Anlchcn l25 —. Vanl-Actien 8ö0. — Kredit »Acticn 266 9(1. — London 117 50. — Silber ---. K. k. Münz.Dulaten 5 54. — 20«Franken > Stücke 927. - lOO.Neichsmart 57 85. Wien. 21. Mai, 2/, llhr nachmittags. (Schlußkurse.) Kreditactien 266 80. 1860er Lose 125'25. 1864er Lose 161 -. österreichische Rente in Papier 68 65. Staatsbahn 270-, Norbbah» 226' , 20-ssrankcnstücke 937'/,. ungar. Kreditactien 249 25. österreichische Francobant —'—, österreichische Anylobaül 123-, Lombarden 82 50, Unionlmnl 84'25.. Llovdactien l.80 —, türkische Lose 21'90. üoinnmnal-.'lnlehen 117 20. Eauvtische —, Goldrente 80 47. ungarische Gediente 95 17. Gehalten. Lottoziehung vom 21. Mai: Prag: 49 71 35 65 4. Handel und Volkswirts) schastliches. Laibach. 21. Mai. Auf dem heutigen Markte sind eM nen: « Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit heu und V",«,, 17 Wa«en und 2 Schiffe mit holz (26 Kubikmeter). Durchschnitts-Preise. Weizen pr. hektolit, 6 83 "Üs66> Butter pr. Kilo . - ^ ^" Korn „ 4 55 5 33 Eier pr. Stück . . ^ ^! ^ Gerste « 4 23 450!Milch pr. Liter .- ^ "" Hafer „ 2 76 3 30 Rindfleisch pr. Kilo ^5» '" halbfnlcht „ ----- 613 Kalbfleisch „ ^A^I Heiden „ 4 39 4 77 Schweinefleisch „ "" A "^ Hirse ., 4 55 4 50 Schöpsenfleisch « „5"" Kukuruh „ 4 40 4 90 hähndel pr. Stück —f" " Erdäpfel 100 Kilo 3 21------Tauben „ ^!° ^ Linsen pr. hektulit. 7----------Heu 100 Kilo (alt) 1 ?» ^ Erbsen „ 8-----------Stroh „ . - 1 bi Fisolen „ 7-----------holz, hatt., pr. vier , Rindsfchmalz Kilo - 92------ Q.-Meter ^ ^ Schweineschmalz,, -70^- —weiches, „ ^„^ Speck, frisch „ — 50-------Wein, roth., 100 Lit. ^ "" A ^. — geräuchert „ — 60 - — Weiher „ ^ ^ " Angekommene Fremde. «Nl 21. Mai. Hotel Stadt Wien. Schweigt, Fischt. Koppel und Outm«'««. Kaufleute. Wien. — Ecker. t. t hauptmann. Vosmtn-^ Onderta. Nergrath. Idria. — Schmieger, Schönseio-Schmidt, Kfm., Graz, . ^ Hotel Elefant. Hückl. hdlsm., und Rößler. Kfm., Ä>" Äradiavin. Weinhändlcr, Agram, Hotel Europa, v. hofmann, Militär«Olierintendant, 6lraz, Vaierifcher Hof. Schulter. Postmeisterin. Egg. ^_/"?'«/ Kruazien. — Lon^ark', Bauunternehmer, Selcc. -- «!ttl° " Hdlsm.. Trieft. — Vatovrc, Materija. . ^. ltaiser von Oesterreich. Strunz, Kanzlift, Iohanmsthal. Drcchfel, Maschinenbauer. Braunau. ^...,, Mohren. Vcrdcrber. Schuster Josef und Schuster Mlch^ Tschernembl. — Knaflii. Moistrana. — Köber, Sag"-Ansclm, Ampezzo. — Aclle und Nelli, St. Veit. Verstorbene. Den 2l.Mai. Josef Schigan. Privatier. LinM^ Nr. 2, Gehirnlähmnng. — Agnes AmbruM, hausbesth"^ Polanadamm Nr. 48, Lungenentzündung. — Johann 5"-^.. tlutar (nothaetauft), Ouchdruckcrcimitbesihers»Kind. 4'/, A« den. Nain Nr. 12, Lebcnsjchwäche. ^ Michael Susnit, v"^ ling, 51 I., Kastellgassc Nr. 12, chronische Tuberkulose Im Zivilspltale: Den 19. Mai. Franz Mandelj, Arbeiter, 24 I-, P"" thorax. ^, Den 20. Mai. August Preöa. Spengler, 29 I.. 2^ tuberkulöse. — Ursula hoievar. Arbeiterin, 32 I., Darmla'"" — Maria Ttreiner, Vergmannsgattin, 38 I., Lungentuben"^. Meteorologische Beobachtungen in Laibs^ ^ ^Z k^ Z: Z 3,3 :^ " ^UTM^?^'?','^'^' "W. schwach ^ewüsss^lö^ 21. 2 ^ N. 736 92 -^12 6 SW. schwach bewölkt Hegelt 9 , Ab. 73692 ^11'8 W, schwach__bewM ^^ 7 U. Mg. 737 52, ^110 O. schwach , bewüllt i2'0s 22. 2 „ N. 73746 ^-169 SW. schwach bewölkt glege" 9 „ Ab. 738 38 ^-116 SW. schwach Argen Den 21. Regen fast den ganzen Tag mit gering"'^' brcchungen. Den 22. tagsüber schwül, wechselnde Äcw^" .» nach 9 Uhr heftiges Gewitter mit Platzregen. Das ""^>' ^ Tagesmittel der Wärme 4- 113", das gestrige -> l3 2. ziehungsweise um 3 9' und 21' unter dem Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg^^ Eingesendet. Dr. E. M. Fabers l. t. priv. Puritas-Munbselfe, H einzige rationelle ZahnreinigungS« und Conscrvaliousnln seit 2« Jahren bestens renommiert^ prämiiert llondo« lo Paris l«7«, zu beziehen dnrch die unterzeichnete ^" ^. Firma und vorräthig in allen vornehmeren Apotheken unvH^. sümcriehandlungen des In- und Auslandes. Y. Grien»" Wien. I. Sonnenfelsgasse 7. ^^< ^l^Z'sonli^^ll^i' ^""' ^?- ^" ^ ^^^ ^'^ ^""^ "°^'" ^"' ungehinderten Fortgang und erstreckte sich auf fast alle Effcltenlatcgoricn. 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Vühmen......... 102- 103 — Nicderösterreich...... 104 75 — Oalizien......... 8950 90- Siebeilbilrqen....... 8125 8175 Temeser Vaimt...... 8175 82 50 Ungarn.......... 85- 8550 «ctlen von Vanlen Held Wale Anglo'öslerr. Äank..... 119 119 25 Kreditanstalt ....... 264 50 264 75 Depositenbanl....... 167 16 9 Kreditanstalt, unaar..... 243'50 243-75 Oesterreichisch-ungarische Nanl 852 - 854 Uttionbanl ........ 8150 8175 Vcrtchrsbank....... 118 50 119- Wiener Vanlverein..... 127 50 128' - Actien vsn Transport Unterneh-mun«en. «lld Ware Alsäld-Bahn .......13875 13925 Dunau-Dllmpfschiff.-Gesellschaft 570 571 -Elisllbeth.Westbahn.....180— 180 50 «elb W>,le Ferdinands«Nordbahn . . 2240-224.'.— ssranz.Ioseph.Vahn . . . . 150- 150 l,(1 Galizische Kar! »Ludwig. Äahn 24150 242— KaschllU'Odcrbecger Nahn . . 118— 118 50 üemberg'Czcrnowitze!. Nahn . 138— 138 50 llloyd. Gesellschaft..... 580- 531 — Oesterr. Nordwestbahn . . . 130 50 131 — Nudolfs-Nahn....... 135— 13550 Ttaatsbahn........ 269 75 270 — Ziidbahn......... 8250 83 - Theiß.Vahn........ 202 50 203 — wlgar.galiz. Verbindungsbahn 107 10? .'.0 Ungarische Nordostbahn . . . 13150 132 Wiener TramwaU'Gcsellschast, 1l>0 - 191 — Pfandbriefe. Ällg.öst.Nodenk^editanst.li.Gd.) N4 90 115 50 « « , liÄ-V.) 99-. 99 25 Oesterrcichisch. ungarische Bant 101— 10l 25 Un«. Vodcnlrcdit.Inst. (Ä..V.) 98 50 98 75 PrlaritatS'vbliaatlonen. Glifabeth.B. 1. Em.....95'- 95 25 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 10350 104 -Franz'Ioscph.Nahn .... 9325 9350 »" «... Gal. ssarl.Ludwig-N, 1. Em. !02 75 10»^ Oestcrr. Norbwest-Vahn . . s5--- " - Ziebenbiirger «ahn .... ?> S0 " g Staatsbahl, 1. Em..... 16? ^ ^O ^ Sübbahn K3'/....... 2050 ^5 5«/....... l<)4- ' t^ Vevtsen. Auf deutfche Plähe..... 5^? ^?^ London, kurze Sicht .... 1l?->° .760 London, lange Sicht .... N?'^ ^^hl. Paris.......... <"üO Gelesorten. Dukaten . . - . bst. 54 lr. 5ft" , Napoleonsd'or . 9^3?."- Deutsche Ncichs- ., »0 < Noten .... 57 , ?ü . 57 « ^ . Silbergulden . . 100 . — » !0" - Krainische Orundentlastungs^dligat'l»" <«elb 91 50. Ware —'^- . .„ ^i« «achtra«: Um 1 Uhr 15 Mmuten notieren: Papierrente 63 70 bis s3 80. Silberrente