(Po^tmoa plusana t gotovini.) MM Zeitung 9ti4«tKi »«ch—Mch »«ttelUt NmHUi n» », » «> rct». • chriftUUwiQ »ab PenDaltunj): >ret,n>ovs ulkst ffr. » Tetepho» 81. — B»tixblaa«at« »erte* t» btt ftraMtt**a 9«,".« Bu^nasp MBlßft« Gebühren entgegengeno»«» 1 ««preist- Für bat J,!and vieneljShng »in 30°—. halbjährig Di» to—, floaiMriq Sin 180--. ?fix bcrt «Mlanb «-t?pr»che»d, «rhShmig. — Sin,eine Nummern TW l »S Nummcr 50 ^__Donnerstag, den 24. Juni 1926. 51. Jahrgang Zur Oottscheer Sprachenverordnung. Auch wenn eS nicht i« Winderheitenschutzvertrag von St. (Samara, bet bei un0 als StaalSgrundgesetz gilt, ausdrücklich vorgeschrieben wär», baß Angehörige nationaler Mirberheitc« vor den Behörden ihre Sprache verwenden dürfen, so »uß ti schon die bloße Vernunft, die Einsicht und die rein praktische Wirtschaftlichkeit »it sich bringen, daß dort, wo An-gehörige einer nationalen Minderheit in einer ent« sprechenden Zahl wohnen, diese mit den staatlichen Beomlen in jener Sprache reden dürfen, deren sie und die Beowlen »ächtig find. Wir glauben daher, daß nicht die Rücksicht aus den internalionalen Miodnh«ite«schutzvertrag den Herrn Innenminister bewogen hat, für die Sprachinsel Gottschee eine Sprachen-Verordnung zu erlcssen, sondern eben nur die Eibsicht, die Vernunft und tie praktische Wirtschaftlichkeit. Denn kann e« elwos Lächerlicheres, e!wo« Un-sinnigere« geben al« j. B. folgend« Szene: Irgend-ein aitcS Weiblein oder ein alter Bauer wird vor die Beziltthariplmavuschast zitiert. Man will vor, Seite der Behörde IrgendeiwaS ron diesen Leute» erfahre««, vielleicht wo sich der Sohn drfisdet und ähnliches. Da< Wliblein erscheint und die B hörbe kann mit ihm nicht« ausrichten, sie kann sich eicht verständigen. Das Weiblein versteht die Fragen nicht, der Beamte nimmt bie Antworten nicht zur Kenntnis. Warum? Weil eine Vorschrift besteht, daß der Beamte bie Sprache der Partei nicht ver-wenden darf. Er darf eine Sprache nicht verwende«, die er wie seine Multerspreche beherrscht, in der er seine Prüfungen abgelegt hat, mit der er sein Doklorat erworben hat. Die zitierte Partei, da« arme Baue»weiblein, muß einen Dolmetsch Erinnerungen an Ktt-Aettau. Von August Heller len. xn. ,T!t» mir a überlegen", stammelte die Kollert». „Hub b«n Puran", der Koller eindringlich, .den hab t schon g'fchopp»." Am anderen Morgen stieß die Kollerin einen Schrei auS, als ste statt ihres fetten Truthahn» ein abgemagerte» Tier an seiner Stelle faab. Kamp, ber schon lange auf biesen Augenblick gewartet hatte, eilte an den Zaun, ber beide Höfe begrenzte. „Ji, was ist g'schehn, Kollerin", rief er scheinbar überrascht hin über. Die KcZerin hielt den dürren Truthahn zvischea ihren Händen und jammerte beiläufig: .Da schau her. Kumpl A so a zaundürre« Luder da haben» nun für mein setten reiog'steckt. Sieben Wochen hab t ihm mit Kukurutz aufgeschellt in der Mili, geschoppt und jetzt — ba» krarp,te Mistviech dafür". Sie geriet dabei in tine ftlrchterliche Sx>afe, indem ste mit einem Seilen-blick aus den Schneider bittersten Ingrimm» roll au» rief: »Wenn ich den Haderlumpen erwisch—i—i—reiß ihm all« Haar au» l > so a Togdieb, a mießerabler!" Kump ober beugte stch über die Umzäumung, in bem er ihr geheimnisvoll prstüsterte: „Vst, Kollcrin, net a so schrei», da» — ja ich sag dir», dc« hu nie-manb sonst tan al» — die Waidichacherin". Tie Kollcrin ließ vor Schrcck da» T er ,u Boden fallen, ste stammelte; „Die Hex — die Hex — mar.st du, Jturnp ?« Taiei mochte fie stch an die Geschichte von holen. Einen Dolmetsch, der nun zwischen dem dentschvnstehenden Beamten und dem nur deutsch-sprechenden Weiblein vermitiell! Ist es nicht schade um die Zeit, ist «S nicht schade um daS Geld, ist eS nicht schade um dc« slötengeherde Vertrau«» zu den Behörden und vor allem: ist «ine solche Szene nicht unbeschreiblich lächerlich? Av« diesen Gründen dürste der Herr Janen« minister die Sprachivverordnnng für da« Goitscheer Gebiet erlassen haben. Sine Sprcchenverordvu«b! Welch hochtönendes Woril Sie besteht darin, daß Parteien, die nicht genügend Slowenisch können, sich in den Semlern auch der deutschen Sprache bedienen dürfen. Da« ist alle«. Da« ist die ganze Sprachenverordnung. Und gegen dies« Verordnung erhebt der Ljubljavaer ,3ulro" ein wilde« Zetergeschrei; er nennt sie rationalen Verrat. Da« ist derselbe „Jutro", der für die slawischen Minderheiten im Ausland den Gebrauch ihrer Sprache vor den Aemtern al« Selbst« Verständlichkeit betrachtet l Die Faschisten in Italien und überhaupt alle Minder heitenbedrücker in Europa, die devon Hörer, müsse» eine helle Freude daran haben, daß doi größte Blatt sogar eine? solch«» Volke«, da« selber zu einem Drittel da« Schicksal einer nctionalen Minderheit trägt, ihre Grundsätze durch seine Stellungnahme »ich« nur billig», svadern noch überbietet. Denn hier handelt eS sich nicht um große kulturelle Dinge wie Schulen und dergleichen, sondern um eine im Interesse d«S Amtsschimmel« liegende Erl.ichierung im Verkehr mit steuerzahlenden SlaalSbüignn, welche die effizielle Amitlprache r icht verstehe» und in ihren Döifern und auf ihren Aeckern auch nicht die Gelegenheit habe», ste zu erlernen. Nur um diese Kleinigkeit handelt r« sich. E« ist vo» Wert, daß wir den diesbezüglichen Standpunkt de« größten slowenischen Blatte« festnageln, denn er gestern von der abgeklaubten Kalbin erinnert haben. Sie hob da» Tier auf und verschwand mit ihm. Hinter Kump stand der Stadtwachtmcister, der alle» beobachtet hatte. Kump, der ihn etwa» betroffen für einen Augenblick anglotzte, schlich langsam seiner Wohnung zu, wohin ihn der Wachtmeister bi» zur Tür begleitete. Dann zwirkerte er recht verstäridnievoll zu Kuu v, irbem er mit SarkaSmu» den Finger gegen Kump erhob: ,Na, N»! Lümp, ich Spann, wa» da» für a H x war. Passen» auf, Kump". Dann ging er mit einem drehen den 3?l cf auf den Lchmider au« dem Hause, da er etwa» zuzustellen hitte. Koller, der immer wieder auf den dürren Jndia» hinstarrte, den ihm die Kollerin hinhielt, sagte zu dieser: »Na, Alte! Da» glaub i net, über d'Nacht den Puran al klauben, da» ist rein un möglich, weißt, der Kun-p und der süßliche Mfseiputzer, die haben schon manchen Schabernak au»g'führt!" „Du manst eppa?* „I bitt di, holt» Maul, mit d» zum Fasching wird» wohl gehe»". Am Weihnachtsabend war Kun p und feine Ehehälfte bet Nuller zu Gast-'. »Hätt fie eh den Magen verdorben mit der vielen Fetten, der grommaßige Nu deldiucker. Ha — ha — ha!" lachte Kuirp und ließ ei« fette» Bauchstück im Munde verschwinden. Auf dem Tische stand schon die zweite Maß Wein. kennzeichnet wie kein anderer die Stellungnahme der hiesigen nationalen Kreise zu den Rechten der hiesigen nationalen Minderheiten. Dieser Stand» purst geht an« nachfolgenden Sätzen hervor: Diese scheinbar unschuldige Verordnung hat groß« Folge«: Wer „genügend- Slowenisch kann, darüber wird nicht der dievsttuende Beamte eutscheideo, sondern ei kommt von selbst dazu, daß da« Auftreten der Partei maßgebend fein wird, da« hrßf, wer nur wollen wird Deutsch sprechen, wird da» tun dürfe». Tie andere Folg« aber ist, daß die Bea«ien in diesem Bezirke D«uisch werden könne» müsse». Ist e« möglich, da« In einem nationalen Staate nur so zu verlangen? De Frage «uß prwz^piell betrachtet werden. Die Prox-« bringt e« oftmals »it sich, daß, wenn eine Person anderer Nationalität vor die politische Behörde komm», der Amtierende freiwillig den Verk>hr mit einer solchen Partei zu erleichtern versucht, indem er sein« privaten Sprachkenalvifse anwende». Ma» kann eine« besonders evtseroten Gotischeer Bäuerlein schließlich glauben, daß eS nichlS Slowenisch kan» und daß der v-amte freiwillig seine Erklärung zur Kenntris nimmt. Aber ein Recht ist da« nicht, denn dem Recht entspricht soso:t tie Pflicht der Staatsverwaltung. Die neue Beschli-ßung wird schwere Folgen haben. Unsere Schulen i« Goltscheer Bezirk werden infolge der rad'öianischen und klerikalen Eir flösse wieder in z*ti R chtungea umorganisiert: daß di« Lehrer deutsche NUionaliflen sind und daß die Gotischeer Kinder in einer solche» Schule nicht Slowenisch erlernen. B.ilb werden die Schulen im Golischeerland wieder VerdeutschungSanstalten sein. Jedenfalls sind sie schon heute nur dazu do, daß die Golticheer — Deutsch lernen, um e« dann aus der BezirkShanpimannichast anzuwenden. Wir wuudero uns über Herrn Waksiwovill, der de« Lkulj so aussitzen konnt'. N itürlich wirkte auch Herr Prcelj mit, der von nationalen Problemen nichts versteht be>w. raditianisch orientiert ist. Wir müssen aber fragen, welche Rolle dabei die Obergefpa»schaft in Ljubljana spielt, die über die Notwendigkeit solcher Beschießungen ihre Meinung und ihre Borschläge abzugeben ha». Wenn früher voreilige Berordnu«gen von oben kamen, fanden sich schon in zweiter Instanz Männer, die eS verstanden, aus Fehler ausmerksa« zu machen od«r zu erklären, daß sie für sie di« L er ant-wortung nicht übernehmen können. Dir Goltscheer und die mit ihnen verbundene» Verräter mögen ja nicht glaube», daß daS halten wird, wa« sie hinter de» Kulissen abgeschmeichelt habe». Unser »ationaler Standpunkt ist stark (rt ist der faschistische itt der Venetia Giulia l) und sobald solche Mahnung«» komme«, wird «r so verstärkt, daß «r olle« hinwegfegt. Wir haben den richtigen und de» sogenannten Deutschen in Slowenien schon oft geraten, ruhig zu leben, jedoch jede nationale Politik u»d daS Schachern mit Ihren S:i«»kugel» zu unterlassen. Sie halten sich nicht an diese» Rat. DaS bedeutet, daß man nach Klageasurt um da« Rezept (Kuliurauionv»ie?1 gehen muß, tei» mit ihnen vor» zugehen ist. Der „Sieg" der bei Skuls-Pucelj Ber» sicherten wrd fie teuer zu stehen kommen! Da« @dte 2 Cilli er Zeitung Nummer 50 garantiere« wir Herrn Dr. Arko un» seiner Gesell-schift in kcö vji, der auch bie Besuche der deutschen Konsuln nicht helfen werden. . . . Das neue Steuergesrtz. Vo« Abgeordneten Dc. Wilhelm Neuner. III. Die erwähnte »Kommission zur Festsetzung de» Einkommen« von Grundstücken" soll au« 16 Mit gliedern bestehen, von denen 8 »urch daS Parla ment — und zwar aus jeder P-ovinz eise« — ge< wählt werden sollen, während die andere Hälfte von den Ministerien aus der Zihl ihrer Fachleute er-nannt werden soll. Die Kommission soll ihren Sitz in Belgrad haben. Sie soll ihre Tätigkeit sogleich nach der Ko,stituterung beginnen und die B.rhält' n!sse im ganzen Staate studieren und bei ihr« Arbeit berücksichtige«. Zuerst soll sie m Ginne der Gesetzvorlage ihre Arbeit in Symie». der Baischka, dem Baaat und in der B aa-ji beginnen. Sobald fie hier die Katasterreinerträge den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen ent'p echend umgerechnet hat, soll fie ihre Tätigk.it in Rroat-en und Slawonien entfalten. An dritter Stelle foumt Slo-wenier: daran, bann Dalmatien, dann Boinlen und die Herzegowina. An scchttr Stelle Nordserbien, bann Südsecbiea und au achter Stelle Montenegro. W:nn auch, wie schon eingangs erwähnt, »aS neue Steuergesetz «it 1. Iraner de« nächsten JchreS schon in Kraft treten soll, so ist darin doch vorgesehen. daß die R-partitton der Grundsteuer nach dem neue» Kataster, einerirag, wie er voi der obin> erwäh^tea Kommission bcstmmi weiden wl>d, erst und zwar für den ganzen Staat gleichzeitig mit dem I. Jänner 1928 durchzuführen ist. Man wird bann allgemein 20 Pcvzrat deS fix er!» Katasterreiner. trazeS alö Steuer za bezah'eu h^bea. B!» zum 1. Jä-rner 1928 soll die Bezahlung der G urd-steuer provisorisch erfolgen und zwar in der Höh« der be>üzlichin B-lastung für daö Jahr 1927. Bei der ersten AuSwersurg der Grundsteuern nach dem R ein ertrage, wie er von der oben erwähnten Kommission bestimmt s-ia wird, also nach dem 1. Jänner 1928. soll dann die so p ov'soriich fiic d-.s Jchc 1927 gezahlte G:unlfUue: den St? »erlrägern gegenüber ii Abrechnung gebracht wirden. Wmn wir auf Graudlai« des bisher üb.r »ie Regulierung ber Grundsteuer Angeführten schließlich eine Betrachtung barüber anstelle», wie fich die aus Grund diS neuen Gesetzes zu bezahlende G-und-steuerfumme zur Höh: der Steuer stellen wirb, welch? wir p'v Joch in der Woiwodina auf Grundlage des Gesetzartikels VII v. I. 1875 bisher gezahlt haben, fo kann man gleich erkennen, daß wohl alleS von der Kommission abhängen wird, welche die katastral reinerträze im ganzen Staat z>» regulieren bezw. festzusetzen und m'teisander in Einklang zu bringen haben wird. BSher betrug der in der Woiwodina al« Sieuerbafi» angenommene Katastecreinertragvo, mittlerem Felde, deffn F.ststellung noch auS der Zeit vv' dem Kriege stammt, etwa 20 Kronen und die Steuer davon etwa 4 K oteen, welche Feststellung auf 20 Dinar bezw. 4 Dmar erhöht warben ist. Zu biefer ursprünglichen Grunbsteuer von 4 Dinar kam bann noch ber 500prozentige Zuschlag, so daß bie Steuer sich um 20 Dinar aus rund 24 Dinar erhöhte. Außerdem bestand aus der ursprünglichen Steuerfa««e von 4 D'.nar noch ein 30 p ozentiger allgemeiner Zuschlag, ein 60prvzentiger KciegS-zuschlag und ein 15prozeniiger SpitalSzuschlag, im ganzen also — abgesehen von den autonomen Z t-schlägt» — 105 Prozent S'aatSzuschläge, so »aß alles in allem die staatliche Grundsteuer bei mittlerem Feld beiläufig LS Dinar pro J?ch ausmachte. Nitürlich entsprach die erwähnte kaiastralreinertragS festflellung auch fchou bisher und schon gleich bei ihrer Feststellung durchaus uicht den itatsächlicheu B-rhältmfsen, soadero eS war der wahre Reinertrag vo? einem Joch mittlere» FeldeS in Wirklichkeit auch viele Jahre vor dem Kriege um ein ziemliche« höher. Wenn man nun auf Grund deS neue» Gesetzes bie Schätzung beS K atastralreinecirageS ganz genau burchführe» würbe, io ist eS ganz außer Zweifel, daß ber neue kaiastralreiuerirag ei» B.elfnch^ van be« ausmachen müßte, wie er j-tzt festgelegt ist, unb bah fich als Folge dieser höheren Schätzung auch bie Grundsteuerjumme, welche jetzt nur 28 Dinar pro Joch aufmacht, u« ein Vielfaches erhöhen wird. Ja be« M?livenbericht zum neuen Gesetz heißt eS zwar an einer Stelle, baß der Z veck »er vorliegenden Gesetzvorlage nicht bie E.höhang der Slaa'ifi tanzen, sondern »ur bie GesetzeSauSgleichung ist, unb e« ist auch au einer anderen Stelle zum Ausdruck gebracht, daß man zuverfichtlich wird erwarten können, daß auch auf Grund des neuen Gesetzes der festgestellte Katastralreinertrag noch weit hinter den wirkliche» Verhältnissen zurückbleiben wird. Mag d«m sein wie immer, da« eine steht fest, daß man bei Beibehaltung deS Steuerschlüssels vo» 20 Prozent vo« Katastral-reinertrag den letztere«, welcher jetzt, wie schon er« wähnt, nur auf beiläufig 20 Dinar in der Wol-wodina geschätzt ist. höchstens auf beiläufi« 130 bis 140 Dinar pro Joch, also auf da«'Sechs bi» Siebenfache wird erhöhen dürfen, wenn «an haben will, daß die Steuersumme ohne Berücksichtigung der Zuschläge dieselbe — also 28 Dinar — bleibt wie bisher. Da aber in ber Woiwodina ei» kaiastralrein-ertrag von 140 Dinar wohl den tallSchlichen Ber« hwniffen nicht en,spricht und ber Reinertrag et» wesevtltch höherer ist, so wirb man z veifello« damit rechnen müssen, baß ber katastralreinertrag auch von ber Kommiision höher eingeschätzt wird, wa« bei eine« 20prozentigen Eteuerschlüssel bann auch eine entsprechend wesentlich erhöhte Grundsteuer-su«me gebe» wird als bisher. Wir werden uns also daraus gefaßt «achen müssen, daß die Grund-steuer aus Grundlage des neuen G setz'« i» der Woiwodina wesentl ch höher sein wirv. Politische Rundschau. Inland. Die Resultate der Konferenz der kleinen Kntente in Aled. Im Gegensatz zur aus'ändischm Presse, welch: von aufgetauchten Schwierigkeiten zwischen Rumänien und den anderen Partnern zu bec>ch:en weiß und daraus sogar das Eide dieses politischen G.bil»eS ableitet, melden die jagoslawischen Blätter ein-stimmig, df.ß d'e Konferenz in voller Enhelligkelt verlaufen sei und daß kein Schatten die gegenseitigen hetzlichen Gefühl« gestört habe. Ja der bulgarisch?» F age wurde dte T itsache der välk'rbuidanleihe zu Zu ck.n der U »terstätz inz der bulgarischen Flüchtlinge zur Kenntnis genommen, je»och — wie «S scheint, übnflii'figerweise, weil j, doch jede Völker-buudanleihe von denjenigen überwacht wird, die daS G:l» geben — die Notwendigkeit einer genauen Kontrolle über die Verwendung dcS G-lse« betont. Bezüglich Ungarn« wurde beschlossen, die ständige Aus«erkscn»keit aas die Durchsührung de« Trianoner Vertrages zu richten und diesbezüglich geeignete Schritte beim völtcrband zu unternehmen. Z im deulsch-russischen vertrag nahm!» die Auzenmaister keine besonder« Stellung weil schor der Völker-bundrat diesen vertrag al« n!ch: dem G:iste von Loc irno entsprechend charakterisiert hätte. Ii der Frage der Anerkennung Rußland» ist kein: Aende-rung zu verzeichnen; die Partner behalten dietbe-züglich nach wie vor jeder für fich freie Haud. D e Ausnahme DeutichlandS in den Völk-rbund wurde al« gesichert hingestellt. Während Dr. Beae« vsi einer schweren, schwere» Krise deS Völkerbun»eS sprach, stellte d?c.ramänische Außenminister Mitilineu fest, da» Deutschland mit Freude ausgenommen werde, wird. Bezüglich des Verhältnisses der Kleinen E itente zu J'alien erklärte D '. Ni«ö^, daß zwischen Jialie» und den Staaten der Kleinen St. tente keine Gegensätze bestehe»; Außenminister Ml» tilineu ging noch weiter und teilte mit, daß er an der Schaffung eineS FreuudfchaftSoertcage« zwischen Rumänien und J aUe» arbeite. Die Konferenz in Bled ging, wie daS immer der Fall ist, im Lichte der O.ffintlichkeit einhellig und reibungslos var-Über; daß jedoch im Hntergru'd SHwierigkuten und Gefahren für ihren Weiterbestand lauer», daran ist kein Zveifel «özlich, Ansöruch der Krise in der radikalen Partei. A« DlenStag erschien in der Beograder „Polttika-ein Artikel an« der Feder eine« radikalen MiaiSer«, der wie eine Bombe wirkte. Wie e« scheint, steht eine endgültige Löjung der latenten Krise innerhalb der radikalen Partei bevor. Ei« hervorragende? Mitglied deS radikalen Klub« be onte dem Bericht-erstatter de« Ljubljrnaer ^Jutro' gegenüber^ daß man de» Ministern Dr. Niecii, Makst«ov c und Dr. SrSkiö. von welchen der erste die Hauptschuld am Sturz? Pastc trage, nicht verzeihen könne. Min verlange öffentlich ihren Ausschluß auS der Partei und ei bestehe kein Zweisel, daß der HraptauSschuß den Ausschluß beschließen werde; wenn man Stojrn Prolit, NastaS Petrov c und Ljuba Jivaaov!! auS- geschloffen habe, so werde daS n«so leichter mit N>rö 6, Malsi»ov'6 und SrSkiö möglich sein. De«-gegenüber erklärt man in den Kreisen, die Dr. Ninciö und »em Jinenminister Mrtsi»ov 6 nahestehm, daß diese Drohungen »ich! so gefährlich feien. I,«enminister Makfimov!^ sei entschlofien, die Sache bi« zur äußerste« Konskqaevz zu betreiben. Ministerpräsident Uzunovir schwanke noch, weil e« ihm au« persönlicher Hoch-achiung für Pa«i6 schwer falle, gegen dessen Umzedung entscheidend aufzutreten. Als Z-ichen dafür, daß große politische Ereignisse zu erwarten siad, betrachtet man de« Umstand, daß Stephan Radii vollkommen unerwartet in Zizreb eingetroffen ist. AustüNd. ?ie Aölehnung der -atfchäsi^uagskofen Knteignnng der deutschm Aürst n. Am Sonntag saud in Deutschland die Abstimmung über den G?setzeatwUis über die entfchä»ignng«!ofe Enteignung ber deutschen Fürsten statt, der von be» Kommunisten und Sozialdemokcaten vor bie Volks-entschetdung gebracht worden war. vo» 40 Millionen Stimmberechtigten st mmtea rund 36.5 P oz-.nt, d. t. 14,441.590, sür den Ealeignung«antrag; 581.723 Stimmen wurden dagegen abgegeben, wobei zu bemerken ist, daß die nicht abgegebenen Stimmen ali G.geustimmen gezählt werden. Der Volksentscheid ist demnach gegen die entschädigungs-lose Enteignung, d. h. für die U vtrsehrbark-it deS Privalvermögen« ausgrsall'.n, weil zur Aanah«e gegen 20 Millionen Stimmen erforderlich gewesen wären. In Groß-Berlin wurden von 3.023.383 Stimmen 1 759.376 sür die Enteigvung abgegeben. Di: Abstimmung gtvg überall in Ruhe und, wenn man von einigen Zvjscheufällen in Halle absteht, ohne S ücuug vor sich. Der Reichitag wird nun-mehr das Ko«promißgesetz über »i« Fürstenabfindung mit aller Energie der Erledigung zuführen. Wriavd findet keinen Amanzminister. Der frühere M>visterpiäsi»ent Briand ist daran, sein zehnte« Kabinett zu bilden. Poircns ist bereit, in daS «abinett einzutreten, jedoch nicht als Fiaanz-«intster, sondern al« Jaslizmiwster. Man arbeite» daraufhin, daß Crillavx »iese undarkoare Bürde ü'?erneh«e. Aus Äaöt und Land Bertcktigung. In »>em Bericht über die letzte Gemeindera'.Ssitzanz »n C j? (letzte Sonntaz«-solge) muß eS statt „Weiter« bcantragte der Finanz-reserent, daß der an die , $ -ijJka koci" angrenzende Besitz deS H^rrn Zlobcc u« einen entsprechenden PreiS erworben werde" richtig htißtn: WeiterS beantragte der Finanzrtfent, daß de? an die „Ciljska koi/' augrenzende B-sttz de« Htnn S o l a r i i um einen entsprechenden P ei« erworben werde. Zur Arage der doppslsprachlg»n Ftlinauffchrtften im iZävtrschen Kino. Die Stellungnahme unsere« Blatte« zu dieser Angelegenheit haben wir schon seinerzeit dahin fixier«, daß ee lächerlich ist. deutsche Filmwerke, wie die „Nchelungen" und viele andere auszuführen, in deren Bildern selbstverständlich deutsch: Worte und Be< zeich,ungen erscheinen, während gleichzeitig die Ber-wendung der vom Film lösbaren Erklärungen in deutscher Sprache (aeben der kroatischen) verboten bleiben soll. Za dieser Frage, die aus der letzten G-meinderatSsitzung ih e charakteristische Erledigung ersahr, schreiben die slosentscheu Blätter „Slovenrc', „Nova Doba" und „Jutro" bezeichnende kommen-tar«. Der »Slovenec" meint: „Im letzten Gemeinde-rat sand eine recht interessante Debatte bezüglich der beantragten Einführung auch dei deutsch!» T'x^eS auf den F Imea im städtischen Kino statt. Ja diese Debatte griff der ständige Stefireat für Kultur und Bo kSium, der Verwalter de« öffentlichen Kranken. Hause«, ein. E« wurden zwei Anträge gestellt, einer davou von Seite deS Herrn Janic. welcher vorschlug, «an wöge den Antrag dem Ausschuß rückuberwetsen. Der Herr KlankenhauSverwalter lehnte diese Anträge karzweg mit der Erklärung ab. daß die bezügliche Debatte sür manch'.ine« unangenehm sei» würde... Ja der Sache selbst find wir so .frei, auch unsere Meinung zu sagen. Unsere Stadt ist in der Scmmer-zeit eine ausgesprochene Sommerfrischlerstadt. Diese Sommerfrischler kommen zu un« in erster Linie au« Gegenden und Ländern, wo ausschließlich die deutsche Sprache gesprochen wird. Andere Unterhaltungen als d«s Kino gibt e« bei un« nicht. Und deshalb würde e« absolut nicht» Ichaden weder dem Frem»enverkehr, «och unserem volkitum, wenn die Verwaltung de« Nummer 50 * Cillier Zeitung Seite 3 städtisch'« Kino« auch solchen Gästen, welche die Gtaali'prache nicht kenne», etwa« Unterhaltung bieten wollte. Natürlich würden die deutschen Texte nur in der Sommersaiso» aus die Filme proji-ziert werden". — Die .Nova Dvba- in Celje läßt sich solgendermaß-n au»: „Dem .Slovenec' pißt e« nicht, daß der Gemeivderal aus seiner letz'en Sitzung den deutsche» Antrag ablehnte, der darauf abzielte, daß im städtischen «,no neben den Aufschriften in der Slaat«sprachi auch roch der veutsche T xt ei», geführt werd«, weil da« angeblich wegen de« Fremdenverkehr« und der Somme^scischler. die zu un» komme», unsere Sprache aber nicht rennen, not wendig wäre. Der Ausschuß sür Fremd e»ver> kehr (!?), der in sei,er Stzmg den deu.ich-a Antrag bzw. Ratschlag bezüglich der Kmoiufschris en ablehnte, war der pr in z ip ie l len (!) Ansicht, daß e« i, C.'lj« im G.meinderat im Jchce 1926 unter der Ehre (! I) der rationalen G.mcinderäte wäre, diefe Ablehnung auch voch zu begründen. (Warum iit e« denn nicht unter der Ehre dieser Bemeindeväter, deutsche Film werke überhaupt zuzulassen? Warum sehen sie nicht bloß Filme an, die in Ljabljana oder in Z rgreb von heimischen Künstlern gefilmt werd«» 7 Da» wäre vämlich Logik l) Jede Begründung der Ablehnung wäre wohl für manchen unter denjenigen, die bei den letzen Ge> mei»dewahl«n mit H!lfe der Deutsche» und >>i>ae-gale» U: slowenische nationale Mehrheit stürzen wollte», unangenehm gewesen, So verstand auch die uvgeh'ure Mchrheil dc« G-meiaderateS den Antrag und nahm ihn m t urgeheurer Mehrheit an. D'e H-rren Koren und J,n!c hätten nach unserer Meinung die Fürsprache der deutschen Kinoiufichriflen in C'lje den beiden Herren Ü»'rIaCTen fianen, welch: die offiziellen deutschen Gr«einderä'e find, die ader ebenso taktvoll waren wie der N serent, der die Ab» lehnung nicht begründete, und schwiegen, dabei aber ruhig so stimmten, wie eS im Einklang ist mi ihrer deutschen G.sinnung und wie da» gerne alle diese E'llier Leutschen und R aegatea harea «ächten. die seinerzeit nirgend« ein sloweaifche» Wort duideten und auf S^aßei: und in Lokalen »oh die Sioweuen infuliirctcn, weun sie untereinander Slowemich redete». Da« gibt k« ader bei un« nicht und darf e? ,iicht gebe«, soviel Achtung uud Kultur haben wir geg'N jedermann, der zu unS kommt und zwischen vv« lebt. DaS verstanden eins) die Deutschen unter »in«, da« oelstehen heute die I aliener und daS führen die Deutschen noch heuie in ihrem S:aa! au?. E« ekelt un« vor de« L zitiere» um die Ge eiglheit der Deutschen usd der Renegaten uud vor dem Bellet» um die Slimnkuzeln aus so gruudsatzlose Weiset (Tondnbarerweise konnten sich die Slo wenen, von denen fccc v-rstorbene Dr. Seiner be» hciup'ete, daß er al« erster u.iter ihnen in diese einst deutsche Stadt kam. trotz der „U '.duldsamkeit" der deutschen Bürger so kräftig entwickeln. daß sie srüher al« die D'Utsch?» das „Deutsche Haui" ihren prachtvollen »Nirodni Dom" erbau!ei. Aach da« „Deutsche Htu«" ist j hl in ihre« „Besitze", weil <8 „daS" bei uuS nicht gib: und nicht geben darf!) — Der „Iutro" schreib!: . Den deutschen Aufschriften i« C llier städtischen Kino redet der C llier B richlerstalter dc» „Slovemc" sogar heißer da« Wort al« die „E'llier Zrilung". Es wä'e unter unserer Ehre, wollten wir in nationalen Frage» mit Leute» polemisieren, di« bei jeder Gelegenheit ih't nationale Gleichgültigkeit und ihre kaechllfche Seele zeigen. Wir glauben ober a» da« nationale Fühlen der ungeheure» Mehrheit der Anhänger der Slowe »ische» Volk«partei in C lje, besonder« derjenige», die in der Vorkriegszeit al« alle C'llier den deutschen Stolz und die deutsche RückstchtSlolgkeit aus ihrer Haut gespürt haben. Wir siid überzeigt, daß sie diese Na'iz ebenso verurteile» wie die slowenische fortschrittliche Off-ntlichkeÜ in Eelje'. — Q iod erat demonstran? um! Die Ljubljanaer Mustermesse voll belegt. Die Verwaltung »er Ljubljavaer Muster» »esse teilt allen säumigen Interessenten mi.', daß der gauze Au«stellung«cau» im Innern der Pavillon-bauten für alle Branchen vollbesetzt.ist. Es steht noch ei» kleiner gedeck er, halbosimer Rium in den Pv'llov« F und G zur B-rfügung, während auch diese Kategorie de« R lume» in den übrigen Pavillon» vollkommen belegt ist. Die Säumige», die sich für den Halboffeaen Raum interessieren, werd?» dringend ersach!, ihr« Anmeldungen einzusenden. Große Demonstration«» sanden a« Sonnlag in Zagreb gegen die Konventionen von N:Uuro statt, weil die Polizei die P otestversa«m-lungen auf der Uiiversiiät und im Kino ,.Metropol" verboten Halle. I« einer Re>oiulioa der Studenten, deren Berlesuug durch die in die Aula der Uni- verfilil eindringende Polizei verhindert wurde, heißt e», daß die Regierung durch die Genehmigung der Konventionen mit J-alie» die Lcben«interesse« der Küstengebiete der italienischen imperialistischen Au«, nützung überantworte. Bei den Strabeademonftra'io-nen wurden 27 Personen verhaftet; ste erhielien Polizeistrasen im Au»«aß von 3 bi« 3 Tagen, Sommerarbeitszeit. Wie au« Beozrad gemeldet wird, beginnt am 1. Juli i» allen staatlichen Aemtern und im E.senbahnvtenfl die Sommer-arbeitSzeit. Sie ist wohl zu unterscheiden von der bekannten Sommerzeit Die freiwillige Feuerwehr vonDravo- 8rad bei einem Brande in Oesterreich, u« Dravograd wird berichtet: Am 16 Jani gegen 4 Uhr nachmittag« bewirkten Feldarbeiteriinen. daß «« in L bei ce brenne, und wi'.kiich stand der Xirch• türm in hellen Flammen. Hieraus erhielt die hiesige Feuerwehr ein Telegra«m au« Livamüiid um Hilfe nach Libelle». Die W.'hrmänner, sowie die Damps-spritze waren indessen schon marschbereit in Libelc? eingetroff-n. Nach einer Stunde hilte die 9Rinn<| fchafl mit der Spritze schoi viele« zeleiket. I z wisch:» käme» au« dem Ort« Buch in Österreich Bitten,^ unsere Dampspritze mög« hinaus sahren, da diej Lavamünder Spritze einen Desekt h:b« und nicht-mehr aklionesähig sei. Der Brand in O sterreich> war aber nur eine B ertelstunde vo» der Grenze emsernt. Unser H.n Htuplman» Verdnig entsch'oß^ sich, über die Grenze zu sahren, die Grenzwache hatte auch nicht« dagegen, nur ein paar G.adarmen von hier wollten die« nicht zulasse?, doch die Nil war g oh und so fuhren sie doch hinüber. Große Freude herrschte, al» die Ocsteneicher s^hen. wie talk ästig die Mannschaft und die gut fm>k lavierende Dampfspntz? arbeiteten. B!S lü Uhr nacht» war der Brand lokalisiert und unsere Feuerwehr rüstete zur Heimfahrt. Große«: Dank von Seite der Bucher sowie der Lavamünder Bevölkerung wurde für die Hilfeleistung ausgesprochen: sie feiea gerne bereit, un«. wenn H lfe N?t tu', auch da« Gleiche zu er» füllen. Die Nück ahrt ging, da die Straße üd,r Libelice nicht so gut ist, über Lavamünd ohne geringsten Anstand. Großer Dank sei buch den H irren Domaingo und Remie auS^esp ochen, die bereitwilligst die Pferde beistellten. Den Stallbrand in Buch sollen Kinder ve> ursacht haben und die brennende» Schindel flog?» nach L bel c«, wo dann der Kirchturm ei» Raub ber Flamm« i warde. Kleine Nachrichten ans Slowenien. Am vorvergangene» Sonntag fand in Mellika eine Versammlung der selbftäidigt» Demok a'en statt, auf welcher der Abgeordnete Sv.tozar Pribii v i redete; e» war die» seine 92 B-rsammlung in der h-mige» politischen Kampagne; die SMd! M llikt halle Fahae». schmuck angelegt. — Zu» Notar in Branjtko wurde Herr Jmo Det ö.'k ernannt. — In So. Martin bei Burberg sind Dieb« in da» Grschäfl de« Kaaf mann« Franz K an je eingebrochen; sie verlchl'pplen Waren »m Werte von 50 000 Dmar. — Da» Ljllb-ljanaer Geschworenengericht hat die Postbeam'tn Zora Bvijtnor. die al« Postmeisterin in L t'ji 171.143 Dinar Postgelder veruntreut hatte, z'j 20 Mouaten einsache» Kerker» verurteilt. — Am 11 Juni wurden vom G:schworene»zerichl in 3 lje der 26 jährige Bergknappe Josip Kololj »»» die 46j.1hrige verwitwete Besitzerin Manja S ajaer i, Kasaze bei Petrovie zum Tode durch den Strang verurteilt, well sie am 27. März die 70 jährige AuSzüglerin M!cka Selmajster ermordet hallen; der 16 jährige Sohn der Stojier, Josip, bekam, weil er mioder-jährig ist unb unter dem E uflaß der anderen gehandelt hatte. 6 Jrhre schweren Kerl««. — Kiuigia Maria kam am 18. Juni in Bled an; der Köiiz, der etwa« verkühlt ist, wird in kurze« nachsolgeu. — Da« Marburger Geschworenengertcht hat die be» kannten Dollarsälicher zu nachfolgenden Strafen ver-urteilt: J,r>j Poteiiik 20 J chre. Joan Mlakar 18 Monare schwere» Kerker» und Rupnik 3 Mo iatc strengen Arrest; die übrigen Angeklag'e» Sven».-k, Lozwsek und Zapavcc wurden freigesprochen. — I'folge Besitzwechselt wurden dem P imariu« Dr. Malko u>,d de« GesundheitSresereui«» beim Oiergespan Dr. Karl Jariöto die Wohnung gekündigt ; die beide» Aerzle sind jetzt wohnu«g!loi. — I i Maribor ist Frau Tzeresia Schw:ig«r, Ätaarsbahnwerksührerigatiin. im Alter von 34 Jahren gestorben. — In Prevalj: starb dieser Tage H:rr Leopold Abraha« im Lller von 43 Iihren. — Im Prekmurje breitet sich gegenwärtig die !ächepldemie au«. —Herr Obergespin Dr. Pirk- maier dementiert im Ljubljavaer .Iutro" den durch die Blätter gegangenen Bericht über seine Erfolge ia Brograd bezüglich de» Baue« eine» Hause« sür die Fmanzämler und einer ZwangSarbeiiSanstal!. — Sctiicht Untrennbar sind Hirsch und Schicht, die Zeichen der allein echten Schichtseife. Inbegriff und Bürgschaft der Reinheil und Güte. Schutz der Wäsche und Hände. Feinde der Mühe und Plage. La»ten 51« »Ich nl&t andere Seife als ,ebensogut* einreden. Bleiben 51« bei dem, was sieb durch 77 Jahre alt da« Beste bewahrt hat. Vom LjMjniaer Geschworenengericht wurde der 54 jährige Postur.terbea«!e Ivan Kalan, der ver» dächtig war, den Uebcrsall auf den Postambulanz-waze» zwischen Predolji und Grosup'j:, wobei L53.000 Dinar geraubt wurden, fingiert zu haben, einstimmig freigesprochen. — DaS Seschworeveuge-richt in C lj« hat den 30 jährige» Fra>iz H ibetö.'k wegen Diebjtahl« und Landstrelcherei zu ö Jahre» schweren Kerker» verurteil«; nach abgesessener Strafe w^rd er zur Zwangsarbeit verhalte» feir. — Der 24jihrige Binko Ba«l'^ Besitz:r»sohn auf dem Ste» bovnik bei Belika P rcict wurde, wie wir bereit« berichtet, am vorvorigen Donnerstag zu 10 Jahren schweren Kerker« verurteilt, well er die 22 jährige Franz's?a Berdev, die i« ginzeu Jrhre 1925 bei seinem Bater >« Dienste war, mit Sliychniubo»' boa« v.'rgiflet hilte. Au« den au» de« Gcfäazni» geschriebene» Briefen de» Barschen, die deschlag« nahm: wurden, geht seil« volle Schuld htivor, nich »destoweniger v'rueinte» die Geschworenen die F age aus Mord mit 11 gegen 1 Stimme und be-j,h!en bloh di« Frage aus Toischlag^ Abtreibung der L.ibeSfiuchi n»d versuchten Betrug (Bersühruug zur falschen Z-ugenauSsage). — Au» Lciko wird un« bericht«: Montag, den 14. d. M. wurde» dem Och'enknecht im Pfarrhose au« dem unversperrte» Zm«?r Bargeld im Betrage von 875 Di» durch unbekannte Täler entwendet. D.'r Verdacht lenkt fich auf drei unbekannt« Männer, die im Pfarrhose Arbeit suchten. — In der vorigen Woche v:runglückte die bei dir Frau Hermann ia Lsi?o bedienstete Magd dadurch, daß ihr ehe wild gewordene Kuh den Oderschenkcl mit den Hörnern ausriß. Die Ber« ungiückte erlitt großen Blutverlust und wurde bei der Dieustzeberi» i» häuslicher Pflege belassen. — Kurze Nachrichten Tieser Tage fanden in Prag blutige Slrabenkiawall« gegen die Aqrarzölie stattdie Zahl der durch Steinwürse verwundeten Polizisten bsträzt 60; es warben Verlas tun-aen vorgenommen. — Bnand erklärte in der französischen Kammer, daß kein Grund sür die Einderufutig einer Ma° rolko-Konserenz vorliege: Marokko sei uil«r französischer Herrschasi in ein Stadium der Zivilisation gelangt, das die ganze Welt zu bewundern genötigt sei. — Am 12. Juni warben die Mititärlonventioneir zwischen Jugoslawien, Rumänien und der Tich.'ldoslowakei aus die Tauer von drei Iahren prolongiert. — Die englische Miltelmeerflotte wir d in der zweiten Hälfte des Monats Juli unsere Häsen Split, Sibenik, Dubrovnik und Siotor anlaufen, — In Sarajevo forderte während des Unterrichts der Qaartansr Milooan Biliar vom Malhemalitprofestor Bosko Pstrooi«, daß er ihn noch einmal prüfe: als das der Professor ablehnte, verfetzie ihm der radiale Gymnasiast einen so kräftigen Faustichlag auf den Kopf, daß er zu Boden fiel; dann be-arbeitete er ihn mit dem Messer, so daß der Piofeffor schwer verwundet wurde. — Herriot erklärte dieser Taj',e im Lyoner Stadtrat, daß er für die Schaffung eines ftaat-UchraGelreiPemonopols eintrete, damit die ZarückhaUu ng von Getreide zu spekulativen Zwecken verhindert werde; er erklärte sich sogar für die Wi dereinsührung der Brotkar le. wenn das Bedürfnis dafür bestehe. — In Prag sind en fortgeievt große Arbeiterdemonftrationen gegen die Ein-führung der neuen Agrarzolle statt; ein Sekretär des na-tionalsozialiftischen EisenbahnerverbandeZ wurde bei einer Versammlung der Kramarfch-Partei mit Hundspeitschen und Schlagringen blutig geschlagen und die Treppe hinun» tergeworfen, wobei er sich ein Bein brach. — Die englisch« fette 4 Cillier Zeitung .%ud'i 50 Realer ung hat nach Moskau eine Protestnote gegen die Geidunl e;jlüeu»g der euillilchen Bergarbeiter von Seite der EowjetS geschickt: im Falle einer nichtb-friedigenden Ant- »ort sollen di» diplomatischen beiden Staaten von Nettuno zwi > diplomatischen Beziehungen j a^zebrochen werden, — Tie Äi ischen Italien und Jugoslawi wischen den onventionen Jugoslawien wurden «n 14. Im?i im bezüglichen parlamentarischen Aufschub angenommen; die Redner der Opposition erklärten, daß sie ein großer Schade für das jugoslawische Voll und den Staat seien. — Das Eisenbahnministerium will einer Nach-richt aus Beograd zusola« die gisenbahndirekioiun in iaared, Ljublana und Subotica auslasten; in diesen labten bleiben ma Juspektorate jutüd. — Aus der Straße gegen Janina überfielen Banditen ein Lastenauto, das IS Millionen Drachmen der griechischen Nationaldant mit sich , rte; die Räuber erschossen S Gendarmen und 3 Bank-samten und flohen mit der reichen Beule in die Berge. Aeuerwehrwesen. Brandgefahr durch landwirtschaftliche Produkte. 4. Futtermittel. Eine ditekte Fettertgesch? von landwirtschaftlich«, Produkten ia vtgetat'ovS. frischk» Zustande ist kaum vorhanden. Z« getrockneten Zustand dagegen sind Heu, Ettoh, Streu ukjl. durch Funke» und Flammen leicht entzündlich, bie verschiedenen Gtlreidesrüchle und Wurzelgewächse aber nicht. I« feingevulvertem Lastavd geben aber Be« reidesrüchte, Kleie». Schrotte, Hülse» usw. eine» entzündlichen «xplosive» Glaub. Die Harp'gefahr vieler landwirtschaftlicher Produkte ist. stch unter ge-wissen L-rhältnisse» selbst zu entzünden. Borbedi-. guugen sür eine eventuelle Lelbstevlzündung find zwei Faktoren, nämlich Wärme und Feuchtigkeit. Aber diese allein sühren nicht dazu, souderv e« ist «in bestim»!iS Ouanln« von Wärme bzw. ein Man-gel an Abkühlung, dann später Trockenhtit und und schließlich Luftzutritt ersorderlich. Die Feuchtig. feit kann schon mit Einbringung der Feldsrüchte vorhavden sein oder nachträglich i» die ausgetrockneten (Zcnteprobufte gelangt sei». Die Wärme wird dann von des Pfltazenzelletl selbst erzeugt. Aber eine Temvaraturerhöhuvg ist »ur I« Inner» eine» gi ög-ren Hausen? möglich, dessen Ausmessungen jede Abkühlung deS Inner» verhindern. Kleine Hausen Heu, Sras, Klee usw. können wohl durch Sätun^ im Innern verderben, verbrennen aber nicht, weit fie durch die natürliche Abkühlung von außen an innerer Wärme einbüßen. ln Ein Versuch wird Sio überzeugen — Volutin Apart Aerger, Zeit, Arbeit und Geld. Wo noch nicht zu haben, sende man Din 24.— an die Generalvertretung Artur Aglie, Ketten ob Patti, woraufhin 3 Packungen Volutin franko zugeschickt werden. —Wiederverkaufer wollen «ich mit der Generalvertretung in Verbindung setzen. Beehre mich hiemit mitzuteilen, dass ich die in der Aleksandrova itlica Nr. j befindliche 'WagnereiJtfariin primosic unter tüchtiger fachmännischer Leitung weiterführe und bitte die geehrten Kunden um weitere geschätzte Aufträge, welche zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt werden. Martin Primosiö Witwe : Marin Primoäid. Nach Kanada Sommerkontingente geöffnet für deutschsprechende Handarbeiter u. Familien. 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Anlässlich des schweren Verlustes, den ich durch den Tod meiner unvergesslichen Gattin, der Frau Rosa Bredenbeck A Cernovsek erlitten habe, kommen mir soviele Beweise herzlicher Anteilnahme zu, dass ich ausserstande bin jedem Einzelnen zu danken. Ich bitte daher, an dieser Stelle meinen tiefempfundenen Dank für die grosse Beteiligung am Begräbnisse und den vielen schönen Kranz- und Blumenspenden entgegenzunehmen. Ganz besonders danke ich dea Sängern für die Ehrung der T.t». Bredenbeck. Trbovlje, am 18. Juni 1926. . .. v-/'. ' M"«tu»«. ocxttkiMejkr uns wütltfeu« i Kranz Schauer m Eetic. — itud uaö Verlag: ..«»buÄd7»ck«et mieie\a" in Sclje. Zur Mt Druckerei antwort U<®: Äuwo vchtdto u»