U22FMUNM2FF tür Annst^ Wijsenschatt und geselliges Leben. Zkedigirt von Frau; Hermann von Hermannsthal. ^°" KOI. Montag am ^H. AprU Ä^43. N^l ^ ^' " ^>eser Zliischrifl el,ckei»cn ,!>!>n,enil>ch «wci Nuinmerii, ieüe« Mal e,„ hülbcl V»»cn. 2>er ^reis des Nlalie« >s> i» ?!>ib<>ch a,>nU»d>>,!<>. !>»!«>»br,a z ff. Du^ni die I. s. P»,i „,,ill t^ouverl mil porosleiel Su,eni>u,,>, aanzilldlia », balbiiibrill 4 ff. E. M., u»i? wii^i) i,ail>il>>>r,>, uoe»u,< be,ai>l. Alle i.i. Po,ill,>,lci ,ieli»,e,i peüxumelui,»« »n. In Laib»« »lliiiuiiicllll man »e»» Neriezier uiii !Xaan, Nl. «9«' »» eiste» Si»e«e. ^ertliches i« Laibach seit »7»7 bis »8l5. N»n F. X. Leg »l. (Fortsetzung). September 1813. I. und 2. ?lllarm und wieder Stille. Beständiger Durch­marsch franz. Truppen gegen Obertrain. 3. Mußten alle in Laibach aufgefundenen Tagwerker auf den Schloßberg zur Schanzarbeit. 4. Vermög Tagsbefehl des Vicetonigs von Italien, da­tirc von V,llach den 2. d. M. , sind heuce auf dem Schloßberge Z« Kanonenschüsse gelost und die Stadt — doch sehr sparsam — beleuchtet worden, um die von Napoleon in Deutschland den 2«. und 2?. v. M . erfochtenen Siege (in Sachsen, namentlich bei Dresden, wobei über 30.000 Mann verloren gingen) zu feiern. Von der uncerkrainer Seite haben sich heute die Oesterreicher bis gegen das Dorf Nudnik genähert; bei der Sauebrücke geschehen fast täglich Plänkeleien, so auch bei Zwischenwässern und von Istrien aus gegen Adelöberg. Doch ist heuie die Stadt Krainburg, obschon mit blutigen Opfern besetzt, von den Oesterreicherrs wieder geräumt worden, weil der Vicekönig von Vit« lach aus nach Krain herein dringt, und nach Krain­burg das Hauptquartier verlegt. 8. Der Vicekönig hatte gestern von Krainburg und Zwi­schenwässern aus eine bedeutende Macht gegen die Zhernu^her-Savebrücke und gegen die Stadt Stein ausgesendet, aber mir üblem Erfolg; sie wurde mir mehr als tausend Mann Verlust an Tcdten und Verwundeten, worunter sich zwei Generale befanden, zurückgeschlagen. II . Abmarsch der Division Pino nach Oberlaibach. Der Vicekönig verlegt mit seinen Garden sein Hauptquar­tier nach Laibach, und residirr im Schlosse Leopolds­ruhe. Sechzehn Bataillons Infanterie und einige Eöcadrons Cavallerie liegen in der Umgegend Laibach's. 12. Zieht der Vicekönig mit seinen äußerst schonen Gar­den in Parade auf Recognoscirung gegen Uncerkrain aus. Mittags hörte man bereits ein heftiges Kano­nen- und Kleingewehrfeuer von dieser Seite, und abends, nachdem mehre Wägen von franz. Verwun­deten angekommen, langte der Vicetonig auch wie­der in aller Stille hier an. 13. Besetzen die Oesterreicher die von Laibach gegen Sal­log und St . Marein gelegenen Hügel, und eröffnen lebhafte Vorpostengefechte. Ueber 32 Wägen mit verwundeten Franzosen sind heuce eingebracht wor­den. General Grenier hat sich ebenfalls von Krain» bürg Hieher zurückgezogen. General Pin o und Lecchi schlagen sich gegen den österr. General Rebrovich und Obersten Milu ­tinouich bei Weirelburg und Allersberg herum. IL. Bis heute dauern blutige Gefechte in der Gegend von Weirelburg fort; der Vicekönig befindet sich per­sönlich dabei. Viele Wägen mit Verwundeten lan­gen fortwährend an. Drei Bataillons Franzosen sollen gänzlich aufgerieben worden sein. 17. Der Vicekönig ist von St . Marein mit seiner Garde heute abends wieder hier angelangt, doch zeigt die Absendung von mehren hundert Verwundeten aus dem hiesigen Spital nach Görz einen für die Fran­zosen üblen Stand der Dinge an. 21. Bis heuce sind neuerdings blutige Gefechte auf der unterkrainer Seite vorgefallen. Auch in Istrien, besonders bei Lippa den 7. d., haben die Franzosen gegen den k. k. österr. General Nugenc sehr viel gelitten. Die Savebrücke bei Zhernuzh, und alle übrigen entfernteren Brücken über die Save und Laibach sind von den Franzosen unwegbar gemacht, dagegen der Loibel- und Wurzner»Berg gegen Kärn­ten von den Oesterreicher« wieder gewonnen worden. I n Fiume ist bereits den 18. d. an den Erzherzog Maximilia n gehuldiget worden; der t. k. Major ^HO Lazarich dringt mit den insurgirten Istrianern, eben­so General d'Aspern gegen Trieft vor. 22. Wird Krainburg von den Oesterreichern wieder besetzt. 22. Allgemeines Vordringen der Oesterreicher von der Save, aus Ober- und Unterkrain. Bei Flödnig und der Zheruuzher-Brücke sind hitzige Gefechte vor­gefallen, was die vielen Hieher gebrachten Verwun­deten anzeigen. 28, Morgens erfolgt der allgemeine Rückzug der Fran­zosen gegen Oberlaibach. Das Corps der Generale Lecchi, Palomdini und Peyremonr, zu der Division Pi n o gehörig, wird in diesen letzten Tagen durch die tapferen Angriffe des k. k. Generals Czi­vich, des Obersten Grafen Stahremberg, und vor Allem des Obersten Milutinovic!) aus Wei­lelburg, Si. Marein, Obergurk, Allersberg, La­schiz. Zirkniz gegen Adelsberg und Laibach vertrieben, und somit der Vicekönig gezwungen, aus Laibach zu flüchten; nur das Laibacher-Castell bleibt von einem Bataillon Franzosen mir zahlreicher Artillerie unter Befehl des Obersten Leger besetzt. 28. Mittags kommen mehre k. k. österr. Uhlanen, und gleich darauf eine Compagnie Landwehr und zwei Compagnien Linientruvven unter beständigem Kano-Nenfeuer vom Schloßberge in Laibach an, und er­freuen uns wieder mit dem Anblicke der k. k. österr. Farben. I n der Nacht sind neue Batelillons her­angerückt, und außerhalb der Stadt bequartirt und freudig bewirthet worden. 30. Heftige Kanonade vom Schloßberg?. Die Auffor­ derung zur Uebergabe war fruchtlos. October 1813. 1. Heftiges Feuer vom Schloßberge auf den Golouzberg, wo die Oesterreicher eine Batterie errichtet haben; diese erwiedern es besonders nachmittag lebhaft. I n der Stadt ist noch lein besonderes Unglück vorge­fallen, nur in Hühnerdorf, beim Svetek, hatte eine eingefallene Kanonenkugel den Wirth getödiet, dessen Weib und Kind aber verwundet, eine andere einer Dienstmagd, die eben auf den Golouzberg für einen k. k. Obersten das Mittagsessen getragen hatte, die Hand zerschmettert. 2. Wegen starken Regengüssen wenige Schüsse. 3. Wird parlamentirt. Die Oesterreicher haben sich an­sehnlich verstärkt. Abends hören wir vor dem Nach­halls« zum ersten Male wieder österreichische Militär­musit, wobei viele Iubelrufe für Kaiser Franz erfolgen. 4. Wird zur Namensfeier unseres wieder geschenkten Landesvaters Franz i. in der Kirche der barmherzi­gen Brüder ein Hochamt mit dem ambrosianischen Lobgesang abgehalten, wobei sich die Freude der zahlreich versammelten Einwohner auf das Herzlichste kund^gad. Nachmittags von 4 bis 8 Uhr wurde vom Go­louzberg das Castell mit Haubitzen sehr lebhaft be. schössen; dreizehn Haubitzkugeln fielen selbst in die Siadt, die aber, Dank den Vorkehrungen der Feuer­löschanstalt, keinen bedeutenden Schaden verursachten. s. Mittags um 1 Uhr hat, das Castell capitulirc. Die durch Desertion und Krankheit auf 213 Köpfe zu­sammen geschmolzene Besatzung, unter Befehl des franz. Obersten Leger, zog mit allen militärischen Ehren aus, legte am Fuße des Berges die Waffen ab, und wurde dann als triegsgefangen nach Karl­stadt abgeführt. Man fand im Castelle 23 Stücke schweres Geschütz und 1000 Fellergewehre. Abends war allgemeine Beleuchtung der Stadt, die trotz der kurzen Zeit zur Vorbereitung schöner aussiel, als alle bisher auf Befehl der Franzosen veranstalteten. Vierzig Freudenschüsse verkündeten dem Lande das frohe Ereigniß. 12. Bis heute dauern die Durchmärsche der l. k. österr. Truppen gegen Italien fort, der Vicekönig von Ita­lien zieht seine aus Kärnten, Kram und Istrien verdrängten Divisionen hinter dem Isonzo- zusammen. 13. Ankunft unseres neuen österr. Civil- und Milicär­gouuerneurs, Baron Lattermann, k. k. Feldzeug­meisters, Ritters des k. k. Militär-M. Tyeresienor­dens u. s. w>, mit 72 Kanonenschüssen und dem Entgegenkommen fast der ganzen Bevölkerung be­grüßt. Abends war die Stadt beleuchtet. Die illyrischen Provinzen werden laut Guber­nialuerordnung bis zur Herstellung des Friedens als erobert behandelt. Die von der franz. Negierung bis jetzt angestellt gewesenen policischen, geistlichen, Justiz- und Finanz.Behörden, Intendanten, Mairs, Controlleurs, Receueurs und Percepteurs, verbleiben bis auf weitere Regierungreform in ihrer Wirksamkeit. (An diesem Tage rückt auch der k. k. General Baro n d'Aspern in Trieft ein, indessen vertheidigersich das triester Castell unter Commando des Obersten Na die fortwährend tapfer wieder die k. k. österreichischen Land- und britischen Marine-Truppen.) 16. bis 18. (Völkerschlacht bei Leipzig, von einer halben Million Kriegern um das Loos Europa's gekämpft, und von den verbündeten österreichischen, preußischen, russischen und schwedischen Truppen unter dem Oberbefehl des Feld­marschalls Fürsten Karl von Schwärzend er g wider Napoleon gewonnen, wobei auf beiden Seiten über 100,000 Menschenleben verloren gingen. Die verbündeten Monarchen, Franz, Alexander und Friedrich Wil­helm, sahen persönlich dem Vorgänge auf dem Schlacht­ftlde zu, und dankten am Abend des 18., als ihnen Fürst Schwarzenberg auf dem Hügel bei Probsthcida den vollendeten Sieg meldete, mit allen Generalen vor dem Angesichte der Heere niedcrknieend, dem Himmel für die Erlösung Europa's.) 45« An diesem Tage wurde auch in Laibach ein feier­liches Hochamt mit Te Deum in der St. Florians­kirche für den glücklichen Fortgang des Krieges abge­halten, welches gar schön mit der Schlacht bei Leip­zig zusammentrifft. 20. Ist die Laibacher-Zeitung mit edlen von llein­m an er'scheu Schriften, bei Sassenberg verlegt, wieder erschienen; der französische Telegraph mir sei­nen stolzen Berichten war bereits den 22. September d. I . versttrlnmt. 26. Sind 32 Sträflinge und Inquistten aus dem Zucht­hause freigelassen worden, die von den Franzosen unschuldiger Weise eingebracht wurden. 28. Sind neuerdings 34 Arrestanten aus den Arresten im Landhause freigelassen worden. (Erfolgt der Generalpardon für alle Ausreißer der l. k. Armee.) November 1813. 1. Feierliches Hochamt mit Te Deum in der Domtirche für den Sieg bei Leipzig. Abends allgemeine Be­leuchtung. 2. Stirbt der k. k. Oberst Baron Wildenheim, 45 Jahre alc, welcher mir seinen Uhlanen der Erste den 29. September hier eingerückt ist. «. (CapiculirtZara an das vereinigte österr. und eng. tische Belagerungcorps unter Befehl des k. k. Generals Baron Tomassich.) 8., (Wurde das Triester-Eastcll, laut Capitulation vom i . d., zwischen dem franz. Castellcommandanten, Ober­ .sten Ritter von Rabie, dann zwischen dem österr. k. k. General Grafen von Nugent und dem britischen Contre­admiral Fremantle abgeschlossen, von der französischen Besatzung, aus «41 Mann bestehend, mit allen Kriegs­ehren geräumt; diese wurde nicht kriegsgefangen, die Mannschaft mußte einzig .und allein nur ihre Ge­wehre ablegen, und an Kanonen sind 2? Stück in der Stadt und 53 im Castelle zurückgelassen worden. Der Jubel der triester Bevölkerung über die endliche Befreiung von ihren Bedrückern, welche diese reiche Handelsstadt bald an den Bettelstab gebracht hätten, läßt sich nicht beschreiben. Am 9. ist dann die Brigade des Generals Nugenr, von drei englischen Linienschiffen und vier Fre­gatten begleitet, auf mehren Transportschiffen gegen die Po- und Ecsch.Mündungen abgesegelt. Am 18. befand sich das Hauptquartier des Generals Nugent bereits in Ferrara; Feldzeugmeister Hille r operirt bei Verona gegen den Vicekönig.) 21. Großes Schützenfest zu Ehren des Generalgouver­ neurs Baron Latt ermann. 23. Durschmarsch von 300 Husaren, schön montirt auf herrlichen Pferden, welche der Bischof von Agram in's Feld gestellt hat. -'w. Fortwährende Durchmärsche „ach Italien. December 1813. 1. Durchmarsch der schönen grazer Landwehr 1.500 Mann stark, nach Italien. Bis ii . Fortwährende Durchmärsche. 20. Ankunft des k. k. Einrichtungcommissars v. Finkenalt. 21. (Uebergang der verbündeten Armee unter Feldmar­schall Schwarzenberg über den Rhein.) 30. Ankunft des Feldzeugmeisters, Baron Hille r in Laibach; der Feldmarschall Graf Bellegarde soll ihn künftig im Commando wider Ilalien ersetzen. Jänner 1814. 1. bis 81. Durchmärsche der Truppen nach Italien. I n Laibach herrscht große Sterblichkeit, durchschnitt­lich fast 4 Menschen auf den Tag. Februar 1814. 11. Heute als am Vorabende des allerhöchsten Geburt­tages sind der große und der kleine k. k. Adler, welche von den Franzosen herabgenommen, ab«HB e als «Ingomar» wird in der trainischen Hauptstadt gewiß nicht mindere Würdigung gefunden haben, als sie selbst auf großen Bühnen verdienen würde; unser Publicum nahm seine schönen Bestrebungen dankbar hin, eraoß sich bei allen Vorzug­licher» Stellen des Stückes in lauten Beifall, und rief den Helden sechsmal hervor. Ueberhaupt war der Erfolg ein solcher, daß wir d.n Kunstfreunde» recht angenehme Abende und der Künstlergesellschaf! nicht »linder angenehme Erinnerungen an unsere Stadt verheißen zu dürfe» glauben. Trieft, de» 18. April !L43. f f ^') An diese Stelle aehört eine Entschuldigung, daß unser Blatt seit Lan­gen» über die Leistungen der Gesellschaft auf unseier ständischen Buhne schwieg, die es doch so ehrenvoll rmpfanacn und eine Zeit lang beglei« tet hatte. Der Grund liegt nun keineswegs in einer Abnahme des Werthcs der Bestrebungen weder von Seite der Dieeetio» noch der Vühnenmitalieder, welche sich bis ans Ende jene Zufriedenheit zu er« halten wußten, die sie sich gleich anfangs erworben halten, sondern cinzi« in einem Umstand« ganz anderer Art» über den uns der Geist der Schonung — Stillschweigen auferlegt. D. Ä. Berichtigung. Die im Blatte Nr. l vom ,4. d. M. angeführte Vollstreckung des Todcsurtheils an fünf Landlcuten ist nicht bei der hiesigen Schicßstäite so«« der» b,i St. Christoph an der Kirchhofmaucr geschehen. Auch berichtigen wir, daß Coffinhül nicht, wie er ü» Blatte Nr. tut, T. 402, Spalte 2, Zeile 5 «. u. genannt wurde, General-Justiz - S ec r e t i> r, sondern Co »i ­missär war, dann daß S. 4Uö, spalte l, Zeile 2z «. u., von Jen' tensheim statt H e n t c, n s h e i,» z>> lesen ist. L. ^ Laibach. Druck und Verlag des Joseph Vlasnik.