Mbacher Nr. 13 Vrilnum«rati«n«pltl«: Im «omvloii «an,!. fi. ll. halbj. s>. »'»0. ff«i dle ^uft«llunss in« Hau« halbj. .^U tr. Mil del PoN ,»n^. f>, li, halbj ? »u. Samstag, 17. Jänner. Inl«rt!»n»gel»», b<» ,» « .^«len » ti., ,löh«t her Zscte.l in Flvhuleiten ernannt. Der Iustizminister hat den Auscultanten Thomas ^"Npleler zum Gezillsgerichtsadjuncteu in Sittich iiibna«!,"^ -^" ^- Jänner 1880, wird das I. Ktlick des dies. versendet "^" ^andesgesehblatte» ausgegeben und ^°,s-lbe enthält unter l,^ .^"'blnachlmg der t l. Landesressierung für »rain v.?< - ^^ember l»79. g, 871». womit der Vorspanns' ^..^ '". ^"iil jür die Zeit vom 1. Jänner bi« 3l. De< von, """°'uachung der l. t z.'llndessessicrung für ttrain llett.. brzcmbrr l«?9. Z. 9ll27. betreffend die Fest« ' "lmia. drr Mililär-Durchzunenebilr in «rain für die «r. 3 die "'" x A""" bls 'll Dcze.nbcr 1U8U- vow ?» ^?,°^Huna dcr l. t. Landesregierung für Krain in d«.r'^""" !889. Z ^. bctrcffcno eine Aenderung stek.,5. "'Hlung des zwischen Uuibach und Villach be- ^^ rr «et»lll>li»« des Lande««esetzbllltte». Nichtamtlicher Theil. Parlamentarisches. Mit Rücksicht auf die vorgestern wieder auf. «enommenen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses y el ten zwei Clubs jchun am vorangegangenen Abende ^"lnm "..gen ab. I,. Club der Liberalen, von 0l1jen Mitgliedern etwa die Hälfle anwesend war. ?/n "°^^^ N'""""l ^ ^^,^^ ^,. d a'^"" A.?^ ^^" d"«e G> fchäfte des Clubs sseleitet t>,ben. Der Antrag Lienbachers. betreffend die staalsanwaltlichen Functioü^re. rief eine länaere sach» liche Debatte hervor, in welcher sich der Club im ganzen u»d großen für diesen Antrag erklärte. Ebenso zustimmend verhielt sich der Club gegenüber dem An« lrage des Abgeordneten Dr. Gregr, betreff.od die Ein» schränkung des objectiven Verfahrens in Presssachen. Iu der hierüber geführten Verhandlung wurde für die principleUe Zustimmung zu dein Antrage Oregr auch der Umstand gellend gemacht, dass dieser Gegen« stand einmal bereits vom Abgeordnetenhause in qe. nehmigender Weise erled'gt wurden ist. I>, den Aus« schuss für die Petition der Aerzte, betreffend die lHr-richlung von Aerztetammern, wild der Club die Abgeordneten Nilsche, Kotz. Waibel und Lenz wählen. E»wähnt sei noch, dass Ab^emdncler Tdlmann schrifl« lich seineu Austritt aus dem Club anzeigt?, ohne denselben zu motivieren. Doch eitlärt derselbe, dass er in allen freiheitlichen Fragen wie bisher mit dem Club gehen werde. Der czechische Club, welcher an diesem Abende gleichfalls Sitzung hielt, beschloss, in den Ausschuss für Errichtung von Aerztelmnmeru die Ab» geordneten Wiederspcrg, Schöffer und Kusu zu wählen. Am Donnerstag. nnm,tlelbar vor der Eröffnungssitzung, hielt der Club der vereinigten Fort« schrittspartei eine Berathung, in welcher der vor Vertagung des Hauses gestellte Änlraa. die Mitglieder des Clubs im Excc>lllvcom!te der Verfassungsp^rtei zurückzubelufen, nochmuls diecutiert wurde. Ueber An» trag des Abgeordneten Dr. Schanp wnrde eine Zuschrift an den gegenwärtigen Obmann des Clulis der Liberalen, Abgeordneten Wolsrnm, einstimmig be» schlössen, in welcher de. selbe davon verständigt wird. das« der Club der vereinigten Forlschrittsocrtei aus Anlass der am 20. Dezember !U79 stattgehabten Ab« ftimmung über das Wehrgeseh den Beschluss gefasst habe. se,ne Delegierten in dem von der qesammten Verfassung«p.,rtei eingesetzt»«, aus 2l Milgliede,» be« stehenden Execmivcomili abzuberufen. Die sieben De« legierten des Clubs haben demzufolge auch bereils chren Austritt aus dem Txecutlvcomite der Verfas« sungspaitei erklärt. Oesterrcichischcr NcichSrath. 34. Sitznug des Abgeordnetenhauses. Wien. 15. Jänner. Präsident Coronini eröffnet die Sitzung um 11 Uhr. Am Ministertifche: Taafie, Strem,iyr. Horst. Ziemialtowily, Faltenhayn. Plajal und Ch.rlel. In einer Zuschrift des Obersthofmeisters Ihrer Maj,stät der Kaiserin wird dem Hanse für die Ihrer Maj.stät anläislich t»s Allerhöchsten Geburtsfeste» dargebrachlen Glückwünsche der Dank ausgesprochen. Der Fi nanz minist er überreicht Gesehentwürfe: k) bet>rffe»d einige Aenderungen der Erwerbs« und Einfom'xrnsteuerqesrhe in ihrer Anwendung auf Vor-schuisllissen und Credilvereine; b) betreffend Nachtrags-bestimlnnngsn zu dem Gesehe über die Regelung der Grundsteuer; ^) betreffend die Eröffnuug von Crediten zur L nderung des Nothstandes. Dr Cultns min ister legt ein Gesetz vor, betreffend die Dotation der katholischen Seelsorgegeistlich-leit ans dem Neligiontfonde. Der Ackerbaumlnister überreicht einen Gesetzentwurf, betreffend die Herstellung von Schutzbauten am unleren Isonzo. Der neugewählte Abgeordnete Fürst ErnstWin -disch«Grätz leistet die Angelobung. Abg. Kutschern hat sein Mandat niedergelegt. Abg. Dr. Lustkandl stellt einen Antrag, be« treffend die Donauregulierung. und verlangt für denselben die Dringlichkeit. Die Dringlichkeit wird jedoch abgelehnt. Ein Antrag der Abg. Fürnkranz und Gelwssen. betreffend eine Unterstützung der durch die jüngste Ueberjchwemmung arg geschädigten Siädte Krems und Stein, findet die erforderliche Unterstützung und wird demnächst zur ersten Lesung gelangen. In Beantwortung einer Iinerpellation des Ab-geordneten Mauthner erklärt der Ministerpräsident, dass die Negierung dem Reichsrathe anläßlich der bcvo,stehenden VullszähllMg ein neues Volks-zählnngsgesetz vorzulegen mcht beabsichtige, da sie bei derselben nach dem vom Sl. Petersburger statistischen Congresse ausgestellten Programme vorzugehen gedenke. In Beantwortung einer Interpellation des Abg. Monti elklärt der Iustizminister. das» die Schwnrgerichts'Session in Zara mit Rücksichten auf da» A>beit5materiale keineswegs zu lange dauern und dass übrigens, wenn Verzögerungen vo»kommen, die« selben durch einzelne Geschworne hervorgerufen werden, welche zu spät eintreffen. Bei Uebergang zur Tagesordnung begründet Abq. Kronaweter seinen Antrag, betreffend die Öffentlichkeit der Verhandlungen d,s Gewerbe-Ausschusses. Der Antrag wiid angenommen. Abg. Dr. Greqr begründet hierauf seinen Antrag, betreffend die Einschräutling des l)bj«ctiven Ver-sahiens gegen die Piesse. Das objective Verfahren slche ,m Widersprüche mit einem geordneten gerichtlichen Versahrcn und mit den Staatsgrunda.?sehen. Da» Stal,tsgrundgeslh bestimme, dass jedes Presioergehen vor die Geschwornen zu kommen habe. D^» sei aber in den wenigsten Fällen wahr. Durch das objective ! Verfahren werde d.ls Ei tennlnis dem ordentlichen Oe- Feuilleton. wiener Zkizzen. H, 15. Jänner. Zw.cl>3 ^ ben Anhängern der Lehre von der weise i?'"lM das Wort in den Mund gelegt: wie °" den n. - "" b" Natur, dass sie die großen Flüsse natlirlia, l " Stüo'"' uo>überfließen lässt! Das M weise ^/"Y'isch gemeint; denn mitunter erscheint die wenn ,.5.^""a der N.ltur als sehr unzweckmäßig. Tbe,l ! '^ ^" ""be Fluss Miene macht, einen »laben n« 2"ben Stadt m seinen Fluten zu be-nennen ^">"""le ^ eher ein Mangel an Vorsicht FlN d"ls die Menschen sich so nahe an den grüßen hat 1 ""gesl'delt haben. Die ..schöne blaue Donau" zeial ? /^"" °lter den Wienern recht feindselig ge-Erd^ '""^^ d""" in der Brigittenau. üeopoldstadt. tine U." ^,?7 "^ ""^ ^"" lurchlete man wieder ^ " luchtlge Überschwemmung, denn d«e Natur halle l"l ,zw.ckmäß>g" erachtet, einmal im kältesten Mo. d>> ^"c/'^"'"'^ ^^."""'" i" inscenieren und d r-„ Ä^ «"-" '^'^^lle" der oberen Donau und ^." "«benstu,,e st>omabwärts zu senden. Allein da w^"e stch einmal, ausnahmsweise möchte man saaen. N dle Menschen 5"r Ab.uehr einer solchen Eoentua. ät geschaffen. Das Sperrsch.ff bei Nuskdorf erfüllte 'einen ^lvcck und verhinderte nicht nur das Eindringen orr Eisschollen in den Donantaual, sundern auch den ZuflusS des Hochwassers. Die Donanregulierung bewährte sich insuferne. als die verschiedenen Eisslöhr durch da» neue Strombett rasch abai»ngen, ohne duich Stauung die Fluten über die User zu drängen. Weiter unten aber. bei Fischamend. da tlnirmten sich die Eismussen übereinander, und die Gewässer der Donau ergossen sih über die Niederungen, Fluren. Gärten und Dölfer verwüstend. Am meisten haben die beiden Gärtnerdürfer Alb.rn und Ebersdors gelitten, nicht nur das« die Bewohner Hib und Gut verloren, sie sahen auch ihr L.ben gefährdet, und nur den Austrengungen muihiger Männer gelang es, sie vor dem Ertrinken zn retten. Sollen die Bewohner der Ortschaften unle>halb Wiens künftig vor Uglier« schwemmungsgefahr sicher sein, so muss das Regu-lieruugswert weiter fortgeführt und müssen vor allem die projectierten Dämme ausgeführt weiden. Wie rasch wir lelxn, wie schnell die Ereigniss? einander folgen, wie rapid die Stimmung wechselt, das geht aus dem Umstände hervor, dass wenige Tage nach der Überschwemmungsgefahr gar nicht mehr dauon ge« sprochen wurde. Ein neues Thema der Conversation ward anzuschlagen, ein heiteres; man spricht gegen-wärtig vor allen, vom — Fasching. Und warum sollte man nicht? Erstens ist es unterhaltend, vom Flischina zu sprechen, zweitens ist er kurz uud als Gesprächsstoff bald abgethan, und dritten« liegt nichts Interessanteres vor. Ist doch die Localchronit im neuen Jahre noch erschrecklich mager, denn sie hat erst einen einzigen Duppelselbstmord auszuweisen, und zwar in der evan- gelischen Gemeinde. Und auch der bietet nichts Neues, denn er hat als Motw Unterschlagung und als Mittel Cyankali. Die ueue „SpectalelMung" hat es nicht einmal der Mühe wert gefunden, den Fall in ihre Spalten aufzunehmen. Diese „Spectalelzeltung" ist ein Unternehmen, das bei dem obwaltenden Verlangen nach Emotion eine Zxlunft h,,t; sie bringt alle großen Verbrech»,,. Blutthaten. Unglückssälle «. in Illustration mit einsprechendem Text und ist von einem so großen Format, dass die Fratschlerinneu und Gemüsewelber nebst der anregenden Leclüre auch ein sehr verwendbares Packpapier erhallen, was sie zum Abonnement veranlasst. Das Deutsch in dieser »Spectakelzeitung" macht den Eindruck, als ob es au« emer Untereinan« derschüttelung des Hanejörgel'Idiom mit dem Börsen-jargon hervorgegangen sei. Doch zurück zum Faschina. Da der Fasching heuer ausnehmend kurz ist. so wird man es begreiflich finden, dass alle Welt sich beeilt, ohne langes Piäludium an die Lösung der carnevalislischen Ausgaben zu schreiten. Nach dem Sprichworle: „WaS lange währt, wird gut" könnte man dem Faschinge lein günstiges Prognostikon stellen, wenn bei demselben nicht der umgelehite Fall eintritt, dass er deshalb recht lästig wird. weil er kurz ist. Eine Dame sagte im Hinblick anf die Kürze de» Faschings: „Da'werden wir etw,s öfter tanzen müssen, um nicht zu kurz zu lummen." Und so wird es auch geschehen! Es w.rden in den paar Wochen fast ebenso oicle Elilebälle. Kostümfeste, Bauerubälle, Kränzchen stattfinden, als in einem langen Fasching, und M' 1V1 richte entzogen und der Administratiobehörde über« antwortet. Das Einspruchsoerfahren habe in den meisten Fällen keinen Erfolg, da dieselbe V> Horde über den Einspruch entscheidet, welche die Confiscation bestätigt hat. Redner führt nun eine Reihe uon Eon» fiscationen aus seiner Erfahrung an, welche ihm ungerechtfertigt erscheinen. Das Demüthigende der Censur liege darin, dass untergeordnete Beamte über die Erzeugnisse eines Schriftstellers entscheiden. Er empfehle daher seinen Antrag, der dem Strafgesetz-Ausschüsse zugewiesen werden möge. Abg. Pr. Foregger untelstüht den Antrag. Der Vorredner sei im Irrthum, wenn er glaubt, dass die Presse in den deutschen Ländern besser behandelt werde als in Böhmen. Es sei das eben ein Kampf der Gewalthaber gegenüber den Regierten über das Maß der Volksrechte; ein Kampf, der immer währen wird. Redner wünscht jedoch, dass, wie dies in dem über seinen Antrag beschlossenen Pressgesetzentwurfe der Fall war, in das neu zu beschließende Pressgesetz eine Bestimmung aufgenommen weide, welche eiilen Schuh gegen den Z-ugniszwanq ausspricht. Dcr Antrag wird dem Slrafgesetzausschusse zu« gewiesen. Cs folgt die Wahl des Ausschusses zur Vor-berathllng der Petition der Aerzte wegen Bildung von Aerztekammern. Das Resultat der Wahl wird in der nächsten Sitzung bekanntgegeben werden. Abg. Dr. v. Plen er beantragt, dass auch die Regierungsvorlage, betreffend die Uferschutzbauten am Isouzo, ln kurzem Wege an den Budgetauöschuss ge» wiesen werde. Der Antrag wird angenommen und hierauf die Sitzung geschlossen. — Nächste Sitzung Montag. Die Etraßentumulte in Pest. Die anlässlich der bekannten traurigen Duellaffaire Verhovay.Maythenyi in Pest zum Ansbiuche gekommenen Straßentuinulte haben sich am Mittwoch Abend noch trauriger gestaltet, als an den Tigen zuuor. Wenn die Ansammlungen auch weniger m^ss^nhaft waren als am Abend vorher, so haben die Ruhestörungen doch einen Charakter angenommen, der vo» einer Erhitzung der Gemüther zeigt, die das Schlimmste befürchten lässt. Zwei Menschenleben sind diesmal leider zum Opfer gefallen. Noch weih man nicht, wer die Schüsse avgefeue» t, durch die zwei Unschuldige gelödtet wurden. Dass das Militär oder nur einzelne Soldaten auf die Menge geschossen, ist nach den vorliegende» Nachrich» ten uliw.chlschemllch; die Annahme ist nicht ausgeschlos« sen, düss wir es hier mit einer Provocation von an« derer Seite zn thun haben, worauf auch eine Proci» mation des Stadthauptmaunes hindeutet. Am liebsten würden wir m>2 allerdings der Annahme zuneigen, dass bloß ein unglücklicher Zufall vorliege; hiergegen spricht freilich der Umstand, oass um Mitternacht aus emem Wagen auf die Soldaten geschossen wurde. Es mischen sich in die Bewegung augenscheinlich Elemente, welche zu einer energischen Liga aller ordnungsliebenden Bürger auffordern. Hoffentlich gelingt es denselben im Verein mit den Behörden, den bedauerlichen Vorfüllen, bevor sie sich zu noch ernsteren Conseque»' zen entwickeln, ein Ende zu machen. — Ueber den Verlauf des bedauerlichen Tumultes am 14. d. M. bringt der „Pester Aoyd" folgenden Bericht: „Es war l/zlO Uhr, da ein Bataillon Infanterie, welches unter Eommando des Majors Kely vom Regiment Schmerling aus der Halvanergasse heraus auf die Kerepescherstraße gerückt war, mit zwei Compa« nien 40 Schritte von der Pfcifergasse, in entwickelter Linie die ganze Breite der Kerepescherstraße besetzt haltend, Stellung genommen hatte. Vor der Haupt» lruppe befanden sich gegen die Ezcedenten, welche in der ganzen Straße nach hinten gegen das Rochusspital, sowie an der Einmündung der Pfeifergasse in die Ke-repescherstraße in dichten Scharen standen, mehrere von Polizeicommissären und Constalilern begleitete Patrouillen vorgeschoben. Vorschrifts^emäß hatten diese exponierten Äbtheilungen ihre Gewehre geladen und die Bajonnette aufgepflanzt. Anfangs, als die Menge vor dem mit Sturmsignalen vorrückenden Militär die Ke-repescherstraße hinauf zu weichen begann, waren Rufe zu vernehmen; hie und da flog auch ein Schneeballen oder ein ähnliches Wurfgeschoss daher. Bald jedoch, nachdem die Truppen Halt gemacht hatten, wurde auch die Menge, welche von Polizisten, die mit Stöcken und flachen Säbeln dreinfuhren, eine gute Strecke zurückgetrieben war. ruhiger. Zeitweilig nur vernahm man einen neuen Pfiff, einen prooocanten Zuruf; im allgemeinen aber herrschte dumpfe lautlose Stille. Plötzlich hörte man drei Detonationen; sie ertönten in Intervallen von 5 bis lO Secunden, darauf war alles wieder still. Die Offnere, welche die Detonationen gleichfalls gehört halten, meinten, es wären dies keine Gewehr-» schüsse; die Cxcedenten hätten wahrscheinlich, um die Patrouillen zu provocieren, Speiteufel angezündet. Wie sich jedoch bald herausstellte, hlttte der Zwischenfall eine ernste Bedeutung. Es waren Schüfse. welche zwei Menschen das Leben kosteten. Einer der beiden Unglücklichen, die das tragische Geschick ereilte, war ein Comfortable« Kutscher; er fuhr einen Passagier von der Landstraße m die Tabakgasse und ließ. da er durch die angesammelte Menge nicht zu passeren vermochte, seinen Passagier in der Nähe der Pfeifergasse aussteigen. In dem Momente, als dies geschah und der Kutscher sich zur Seite neigte, wahrscheinlich um Geld in Empfang zu nehmen, krachte der Schuss. Die Kugel drang durch den Hals. Mit einem Aufschrei saut der arme Mann vom Kutschbock. Der zweite Schuss traf einen jungen Mann von 18 Jahren, einen Hörer der Nech,e, Namen« Adolf Schwarz aus Szathmar. Die Kugel war ihm in die rechte Schläfe gedrungen. Der Unglückliche saut mit lautem Aufschrei zusammen und starb auf dem Transporte nach dem Rochusspital. „Darüber, wie die Schüsse gefallen, gehen die An. gaben auseinander. In der Menge hieß es, das Militär hätte geschossen, und zwar ohne jede momentane Veranlassung. Die Palroullle, welche nach der Pf»ifergasse vorgeschoben war, hätte gleichsam eine Decharge gege» den. Von Seite höherer Oificiere, die gefragt würden, tonnte keine sichere Auilunft gegeben werden. Dem Lanoescommandierenden EdelsheiM'Gyulai, der mit der gesammlen Generalität auf dem Platze vor dem «Zrinyl Cafi" weilte, wurde von einem Lieute« nan! einfach die Meldung erstattet: Ein Jurist >st erschossen worden. Die Polizei ferner behniptet. dass die Schüsse selbst von Excedente,, aus Revolvern abgefeuert wordeu wären, die Schüsse sollen dem Polizci-beamten bestimmt gewesen sein, hätten aber in der Dunkelheit ihr Ziel verfehlt. Ja, es wurde sogar ein Mann verhaftet, der des Mordes an dem Juristen beschuldigt wurde, ein Arbmer, welcher jedoch die Verdächtigung entschieden von sich wies; er heißt Ma> thias Prenzziger. Der traurige Fall rief allseitiges Bedauern hervor. Es wird Sache der Untersuchung sein, zu eruieren, wer die Schuld an demselben trägt. Um Mitternacht wurde aus einem Wagen auf die Soldaten geschossen; es liegt seine Mittheilung vor, ob es gelungen, den Attentäter zu erlangen. Um dieselbe Zeit war die Ruhe überall hergestellt. D>e Menschen haben sich verlaufen, die Militärcordons halten noch die Straßen besetzt und auch diese werden zurückgezogen." — Ueber die Straßenkrawalle herrscht in allen Kreisen Erbitterung. Auch die Studentenschaft veröffentlicht eine Erklärung, in der sie sich gegen die Achauptu»g verwahrt, als hätte sie an den Excessen theilgeuommen. Sämmlliche Blätter verurtheilen auf das fchärfste die Straßentumulte und fordern zur Ruhe und Ordnung auf. Die oppositionellen Blätter schreiben die Ursache der Unruhen theilwrise den fehlerhaften Maßnahmen zu, mlssbiUigen jedoch die Unruhen. „Egyetertes" lehnt jede Solidarität mit der Bewegung ab. Der »Pester Lloyd" fordert die Regierung auf, den Vorgängen ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Eröffnung der französischen Kammersession. Die Session von 1880 ist am 13. d. M. in der französischen Kammer auf ziemlich stürmische Weise eröffnet worden, ohne d lfs in der ersten Sitzung die erwartete ministerielle Declaration eingebracht woiden wäre. Möglicherweise wird sie nur stückweise von den einzelnen Ministern je für ihre betreffenden Ressorts abgegeben werden. In der Drputiertenkammer benutzten sofort die Bonapartisten durch einen ihrer Hauptschreier, Cunco d'Ornano, den Umstand, dass der Alterspräsident in der Kammer eines republikanischen Staates sich herausgenommen hatte, sein Vertrauen in das Gedeihen der Republik auszudrücken, zu einem kurzen, aber aus" gü'bigen Scandal. Im Senat gieng es dagegen ruhiger und gemlssl Ner zu; der Senior der hohen Körperschaft, Herr Gaulchier de Rumilly, legte ebenfalls Zeugnis fär die Republik ab und hielt eine kleine Gedächtnis- j rede für den Freund von Thiers und den zur liberal-conservative!« N^pulilit bet'hiten Olleauisten, den jüngst verslordenrn Heirn dc Momallvet. i In der Deftutil rte »kam m e r fungierte Herr ! Desseaux? Abgeordneter der unteren Seine, als Alterß" liräsident. Während seiner Eiöffnungsrede entwickelte > sich nnn folgende Scene, deren Schilderung wir del „Franz. Cmr." entnehmen: Desfeaux erinnerte in feinet Ansprache an die stetigen Fortschritte der republic Nischen Idee in Frankreich, rühmte den Patriotismus des Präsidenten der Republik und den gesunden Si»N des Landes, welches alle schlimmen Berechnungen del reactionären Parteien zuschcmden gemacht hätte. ^ Darüber entstand in der Rechten grußer Lärm. Cunis ! d'Ornano: Der,.Altcrsp,äsioent hat nicht das Recht, eine politische Rede zu h ilten. Rufe links: Zur Ordnung! Cuneo d'Ornano: Wenn der Alterepräsident einer der Unseligen wäre. würden Sie wohl dulden, dass er Sie angnffe? Rufe links: Zur Ordnung l Herr Desseaux (fortfahrend): Die Harmonie der öffentlichen Gewallen ist also eine vollkommene, äunio d'Ornano: Eine förmliche Predigt! Nein, das lau« einem Alterspräsidenten unmöglich gestattet werden. Er hat dafür gar lein Mandat. Dn'gui de la Fa«-conn.rie: Wer gibt ItM',,. He»r Desseaux. das Recht, im Namen der Kammer zu spreche»? Herr Desseauf.: Ach. mem Alter ist es. welches mich in dle Lage setzt, Ihnen dle traurigen Lehren der Erfahrung vorzuhalten-Ich sage also. das Land kann jetzt zwischen den alte" Regimen und dem neuen richten. (Lärm, welcher schließ' llch die Stimme des Reduers übertönt.) Vernhes: Achten Sie doch wenigstens das Alter! — Herl mit den Maskenbällen wird es schlecht aussehen, denn sie sind an und für sich eben aus der Mode und durch die Kostümfeste depossediert worden, und nun wird man so viele andere Bälle zu besuchen haben, dass man ihrer gar nicht mehr achtet. Ob der Maskenball in der Hof^per ein besseres Schicksal haben wird, hängt von dcr Höhe des Eintrittsgeldes ab, das im vor«gen Jahre entschieden zu hoch war. Das größere Interesse lst den Kostümfesten zugewendet, wie folche vom Eomiti der Kü'nstlerabende veranstaltet werden und die immer außerordentlich prächtig und reizvoll ausfallen. Eine auffallende Erscheinung ist, dass trotz Be« ainn des Faschings der Cuncerlsaal noch immer von sich reden macht, wäh'end wnst. wenn die Ballmusik ertönte, die Coucertmusit verstummte. Fast jeden Alieud «gibt es ein Concert, und sind es besonders die Pianisten uns Pianistinnen, welche eine wahre Tollkühnheit entfalte», indem sie um diese Zeit noch auf Theil» nähme drs Publicuins rechnen. Sie spielen auch meist vor einem Freikarten Publicum, das seine Erkenntlichkeit durch Beifallklatschen mamf»'stiert. Nur wer eine Zaubergeige besitzt, wie Herr Pablo de Sarasate, darf es wagen, das Publisun, zu einem Concert in den großen Musikoereinösaal einzuladen, ohne befürchten zu muffen, dass er nur vor den Karyatiden des Saales spiele. Sarasate hat sich so in die Guust unseres Pnblicilms hineingegeigt, dass er die Concurrenz mit säminllichcn Balllirchestern aufnehmen kann. Besonders die Damen schwärme»» für ihn und für fein Spiel, denn erstens ist er ein interessanter Mann, zweitens ist er Virtuose im edelsten Sinne des Wortes, und zwar mit einem so weichen Tone, dass einem selbst weich ums Herz wird, und drittens macht er so graziöse „Buckerl", wenn er gerufen wird. was nach jeder von ihm vorgetragenen Piece wohl ein halbes dutzendmal der Fall ist. Letzten Montag gab er sein zweites Concert, und das war ebenso zahlreich besucht wie das erste. Sarasate wird eiuer der wenigen Concertgeber sein, die bei ihren Concerten einen pecu» niären Vortheil haben, denn die meisten, darunter be« rühmte, wie Ole Bull. mussten draufzahlen. Der Beifall, den das äußerst elegante Publicum spendete, hatte schon einen Stich ius Frenetische. Sarasate spielte aber auch wundervoll, die Töne quellen ihm in ent. zückender Reinheit unter den Fingern hervor, die Canlilene kaun nicht schöner gespielt werden, und die Triller und Fiorituren sprangen wie Elfen auf den Saiten herum. Zum ersten Künstler fehlt ihm nur E,ns: der grosse Ton, wie ihn Joachim hat; sein Spiel ist zu weich, zu mädchenhaft, das wirkt auf die Damen langweilig. Ein durch seinen kaustischen Witz bekannter Huskap^llmeisier soll gesagt haben: Diese,, Sarasate b»kommt man schon „sehre satte". Das ist mehr bozhaft als zutreffend, man kann Earasate sehr oft hören, er wird immer entzücken, auch ohne großen Ton. Was den Damen an seinem Aeußern g»fäll>, ,st wahrscheinlich die Haarfrisur, die das ist, was man hier „lrauoet" nennt. Sarasate erzählte neulich, dass er l,ei seinem ersten Auftreten in Paris über den Mangel an Applaus desperat war und vor Aerger sein wohlfrisiertes Haar zerzaust habe. Beim zweiten ?,/m ?.^/ "^""" »rohen Beifall gehabt, weil .^n K >H " F'" den Anstrich des Genial n ge' ^ A.k .'/""F'" t^l er das haar nur decheveli-. , I".ebten Sonntag fand im Bösendorfer Saale der Gesa„g5professorin FraU Anna Pess.ack.Schmerling statt. Ich bin lein 3'k""d vo.l derlel Productions, weil man da selten Vollendetes zu hören bekommt und froh fein mus«. "7" '"/an ".cht allzusehr gemartert wird; umsomehr überrascht war ,ch von den Le.stnngen dieser angehende« Pmnadonnen. Die Frau Professorin hat n.cht nUl e.u vortreffliches Material es auch. zuformen und zu bilden. Zwei Schülerinnen! welche e.» Duett aus .,V°a« sangen^ err^. fö mlich Se» at.on, und eine Schülerin br.l ierte m Votrag Mormi 7M "^ "'" w.ttliche Primadonna Fr ulei-Mori.il (Mordax) vom Couvent-Garden-Tbeater '" w?rl e".'./^ ^"< ^llerm der Frau Aack. ro.rlte m dem Concerle mit und entzückte die Luhö"? ^^.^ren Gesang Es lst Wien tl^ch? unb^5nt g'' lilleven. dass die Ge angs.nclhode der ssrau Pessi"^ schreibet' Vl''"' 7^"llm Umstand es M"- ?rü, .' ^ W mchr Schülerinnen hat. als manch" der Gesangskunst. Mir aber m^ ftr. ?. /^? 1" sehen, wie jemand aus e.g< ..^m?^'^."''d Ausdauer sich zu einer S«ellu''S aufschwingt, mlt der nicht nur Ansehen, sondern a^ em materlell,r Vortheil verbnnden ist Und l"i "< die ln Wien auf dem G.b" des Musllunlerr.chtes herrscht, ist das aller A""""' I!»5 "ksseanx: Ich schließe also. indem ich die Hoffnung Wiprechs. dass das Jahr 1880 das repubUkamschc «kgime. welches wir so innig herbeigeführt hatten, M neuerdings befestigen und stärlen sehen wild. In 7^er Hoffnung erlläre ich die ordentliche Sessii», von l«80 für eröffnet. Der ParlamentSstrik in Madrid. In der Dienstagssitzung des spani schell Senats hat der Minislclpräsident Canovas del Castillo anf eine Inlerpellation über seinen Conflict Nut der Minorität erklärt, es sei ihm niemals ein« Lesallrn, die Regeln der parlamentarifchcn Etikette zn ^lletzen; er habe in der Sitzung vom !0. Dezember n>>r emfprechend dem Reglement von seinem Rechle ^lbrauch gemacht, als er sich in den Senat begab, nm «ie dort im Oange begriff.',« Discussion fortzusetzen. Der Ministerpiäsid'Nt gab ferner seinem Wunsche «»sdruck. den Conflict bald beendet zu sehen, und Klärte sich bereit, jede annehmbare Form der Versöhnung zu acceptieren; doch niüsste er als Minister, uls Chef der Neuerung nnd der Majorität jcoe For» berung, welche znm Zwicke halte, das Cabinet und ^ls Princip der Automat zu demüthigen, zurückweisen, «r würde in diesem Falle es vorziehen, sich in das Vrivalleben zunickzuziehen. Wie der Madrider Corre-Wndent des „Teuips" meldet, hätte diese Rede große ^ensat,on geinacht und bereits eine Spaltung der Minorität znr Fo!ge gehabt. Sagasta und d>e Cunsli-^ulionellen scheiilen nämlich geneigt, diese Eiklärungeu ^»ovas del Easlillos. obwohl er dieselben nicht' in ber Deputiertenkammer. deren Minorität er beleidigt Mte, abaab, als befriedigend zu belrachten. Nach einem Neueren Telegramm scheint sich dies jedoch nicht zu ^stätigen, sondern iin Gegentheile der Conflict in lchtrr Stunde sich wieder verschärft zu haben, denn ^>, mnthet Canovas die Absicht zu, die Sitze der ^ltendeu Minoiität für erledigt erklären zu lassen. Mererseits beweist der Ulnsta'nd. dass sich Sagasta, M die Liberalen zur Regierung berufen werden solllen, ^t Unterstütznug des Maischalls Martinez Compos ""sichert?, dass die Position Canovas del Castlllos ^igrrmaßen erschüttert ist. Aus Madrid wird ferner gemeldet, dass der Co-!^ialmillister den cubanischen Abgeordneten versprochen ?^e, dell Cortes einen Plan oolkswirtschafilicher Nelken noch vor Ende der gegenwältigen Session oder ^ Anfange der nächsten vorlegen zn wollen. Die Sena« ^len und Abgeordneten aus Cuba machen nämlich, wie ?."tl anderer Seite berichtet wird, von solchen Reformen M Stellung zu dem Gesetzentwürfe über die Auf-^vllng der Sklaverei abhängig und wollen sich even« M der den Sitzungen fernbleibenden Minorität anriehen, wenn ihren Wünfchen nicht entsprochen wird. Hagesneuigkeiten. — (Aus dem l. l. naturhistorischenHof- . Ujeum.) Die anthropologisch-rthnographischen Snmnl- .""gei, des l. l, naturhistorischeu Hosmuseums in Wien ^ei! im verfll)sse»cn Jahre einen besonders reichen Iu- /Hg erfahreil. Die meisten Sammlungen sind Geschenke ^ ^"r ein vcrhältniSmäh'g kleiner Theil ist durch Anlauf ^orben. Unter den Geschenken ist uor allem zu erwäh, " ei,,e große Sammlung ethnographischer Gegenstände « den verschiedenen frauzöfiichen Colouicu, die dem ^ziisischen Marine» und Colonial.Mluisterium durch '^^l'rmittlung der Herren Aubry Leeomte und de No< ^ zu verdanlen ist. Dieselbe besteht aus 485 Stücken «^ ^^y,ina. Emc sehr reiche K'""ilullg von Objecten aus NeU'Calcdonien schenkte ^^oldbeck in Paris. Eine sehr wertvolle Sammlung ^ ^ijch^ Alterthümer wurde von dem l. und l. Ge- slhs.^lljul Herrn Christian Krügrr i« Lima zum Ge» 1^> ^gr>»acht. Sie besteht ans 253 Nummern, worunter Ty^. ^"ssesiiße der alte» Peruaner, wie sie solche ihren ^/" '» das Grab mitgegeben haben, ferner verschie» L^ ^k Gewebe, mcrlwürdige Polale und Schalen aus Di^ l^n Silber, sowie Schmuck aus Silber «ub Gold. großf ^an,»ili,!lg stellt sich ebenbürtig an die Seile eine ^lidsf. ^'ctwii von Objecten hauptsächlich aus der Schiff,,' ^lche der Gcneralconsul für Peru, Herr Ludwig siilh l,, "'^' '" Wien dem Hofmuseum widlnete. Weiters gelistx,. ^äl)»en die intercssauteu ethnographischen Ge» seil,^'/' Zeiche Herr Menagerie-Inspector Kraus von ^"nt»c> etl ^ ^^ ^'" MoslovicS iil Vatavia einsandte. brrrn ^"lihische Gegenstände auS Australien von ^'cklickeA "" Schoml»,rgl in Adelaide. E,»e sehr ks,'a>,t»„ s^a,'"l't'o" war der A„lauf einer grohen inter- ^"den ^""""l»"g von W^ffeu und Gebranchsgegen. ^,, de» noch am ^'e lue s. ""'"'»ten Insel» des melauesischcn Archipels. ^"b au V'« ^°" gebräuchlichen laugen Holzspeere ^lli.r/ ») geschmackvollste nut prachtvollen Vugrlfedern thlimer' ^°" ^'' ^"d in Rochester wuldc.l Alter. "h.warnn!^ !, nordamerilanischeu H.lgelgriibern und V'°graph,s^ O,geustäuoe der I..d..uer angekauft, " "lierarzt Dr. Fel.z o Luschan .nachte in Busnien , für das Museum Ausgrabungen auf den altslavischeu > ^ Vegräbnisstätten aus dem 14. Jahrhundert und sam-> ^ melcc ethnographische Gegenstände. Sehr reich waren in diesem Jahre wie im Vorjahre die Funde bei Ge» legenheit der vom Olimanue der prähistorischen Com» mission der l, k. Akademie der Wissenschaften, Herrn Huf- rath u. Hochstettcr, veranlassten Ausgrabungen in Krai», MÜHren und Niedelüsterrkich. welche dem Hofmuseuin ! zugute kommen. Klciuere. aber in hohc-m Grade inter» cssclute Beiträge zu den prähistorischen Sammlungen uerdanlt das Hufmuseum sonstigen verschiedenen Spendern. Die Iahl der Objecte dülfle jetzt schon 25.(1^)0 über- ^ schreiten. — (Herzog von Nugustenburgf.) Der zur Zeit des schleswig-holsteinischen Cunslictes viel» geivnmte Herzog Friedrich Christian Anqust uoii Schles» wig-Holslelil'Auguslenburg ist am 14. d. Äl, >n Wiesbaden plötzlich einein Herzschlage erlegen. So lange die «Schlcs< >vig-Ho!steil/iche Frage" als eine brennrude a,rf der Tagesordnung war, staud er kurzw.'g unter den, Namen des „Augustenburgers" mit dieser in Veziehnog. Sein Vater, der im Dezember 1852 genblhigt wnrde. miltelst Cessionsurlundc seine Güter an die dänisebe Krone ab» zutrete», »ahm nach dein Tode des NönigS Friedrich VII. von Dänemark den damals nach dem Privatsülstenrecht ungiltigeu Verzicht, den er auch „für seine Familie" auf alle Ansprüche gegeben, zu Gunsten seines Sohnes zurück. Dieser beanspruchte nun die Nachfolge in i Schleswig Holstein. Während des deutsch ' dänischen ^Krieges nnd nach demselben spielte er daselbst die be« /kannte Prätendcntenrolle und verließ im Jahre 1866, , als General Gablenz mit den Oesterreicheru am i l.Iuni ! schofsheiln iu Nizza telegraphieren lassen, ihr seine Villa iu Vordighera, in der «culich die Königin von Italien gewohnt hat, zu vermieten. Die Uebersiedlung der Zari» von Clnines nach Vurdighera soll jedoch erst mit Ende des Winters erfolgen. «Locales. Aus dem l. l. LandeSschulrathe für strain. Nnszua. aus dem Pi olololle über die ordentliche Sitzung, des t. l. Landesfchulrathes für Kwin vom 2. Jänner 1880, unter dem Vmsihe des Herrn l. k. Lmdespräsi-denlen Franz Nitter Kallina v. Urbanow in Anwesenheit von 9 -Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitznng durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer dle feit der »tzlen Sitzung erledigten Geschäflsstücke vor. deren Erledigung zur Kenntnis genommen wird. Hierauf wird zur Tagls« ordnung übeigegangen. Ueber Necnise wider bezirksschulräthliche. die Ve-richtigung von Schulbau- nnd Schnlb^usommissions' losten betreffende Ellenntnisse werden Entscheidungen gefällt. Auf G'und der Verichle der k. k. Vezirksschnl. rathe, betreffend den Zustand der Noihicbnlrn >n Absicht auf die eventuelle Verbesserung derselben, weiden! dem lrainischen Lnidesausjchuss,: Miltti>-,lnngen gemacht und die entsplechcuden weitelen Vcljügungen getroffen. Dreien Schülerinnen der Uebnngsschnle in Laibach wurde die nachträglich augefuchle Vewilligung der Schnlgeldbefreiung crlheilt. D,s Gesuch eineK gewesenen Anshilfslehrels um Zuwendung einer Gnadenpeusion wird an den lllli-ulscheu Lan0'siubschnss geleitet. Die Aeußerung der Direction der k. l. Staalb-oberrealschnlk in Lalbach über das Maß der For» dcrungcn aus den modernen Cnllmsprachen wird mit einschlägige» Anträgen höheriwris i» Vollage gebracht. Der Bericht der Direclion der philharmonische!'. Gesellschaft in Laibach, betr.ffend den Stand der Musiljchule für die Jahre 1878,75) und 1879/80. wird znr Kenntnis grnonüncn. Ueber Äerichte zweier k. k. Vezirlsschulrülhe wird die Acwilllgung der Cinsührung des Halblagkunter-richtes an zwei Volksschulen ertheilt. Einem Zöglinge der k. l. Lehrerbildungsanstalt in Laibach wird über Antrag des Lehrlörpcs der Forlgenuss des Staalsstlvendinm» vom IL. Dezember 1879 an entzogen. In die von einem l. k. Vezirkischulrathe bean» lragte Pensionierung eines Vollssctmllelirers wurde nicht eingegangen, gegen den betreffenden Lehrer jedoch eine anderweitige Strafucrfügnng erlassen. Auf Grund bezillsjchuliälhllcher Aeuteua»t Adolf Edler v. Vrenneis des 73. zum Infanterieregimente Freiherr v. Kühn Nr. 17, wohin derselbe einzurücken hat. ferner die NsserveObesarzte Dr. Alexander Mche vom Garuisonsspitale Nr. 11 in Prag zu jenem Nr. 8 iu Laibach uud Dr. Alexander Plnter vom Garnisonsspitale Nr, 23 iu Agram zuu» In, fanteriercgimente Leopold II. Nbuig der Belgier Nr. 5i7. — (Krainischcs Landcsgesehblatt.) Da» heute zur Ausgabe gelaugeude I. Stück des diesjährigen krainischc» L^ndeSgesehblaltes enthält d»ei Kundmachungen der k. t. LandeSieg'erung betreffs Feststellung des Vor« spanuspreises und der MilitärdurchzugKgebür iu Krain für das Jahr 1880, sowie hinsichtlich einer eingetretenen Aenderung in der Eilrichtnng des zwischen Lüibach und Vlllach verkehrenden Hauptschnbcs. — (Verhandlungen vor dem Verwaltung?» ge richte hose) Am 23. o. M. vormittags sin et vor ! dem l, k. Verwaltungsgerichtshose in Wien die Verhand» ! lung über die von Johann Ivuuetic und Eonsorteu na« ! meus der Steuerzahler in der Gemeinde Draschiz gegen den krainischen Laudesausschuss wegen einer 35ploc. Oe-meinde'Umlage erhobene Beschwerde und am 30. d. M. , vormittags über die von Georg Brlii gegen das l. l. i Ackerbauministerium wegen einiger Freischülse im vor-' maligen Gebiete vou Idria eingebrachte Beschwerde statt. — ( Trig lavh litte.) Der österreichische To», lnstenclub. dem das Triglavgeblet schon einige sehr ! schätzenswerte touristische Herstellungen und Verbessern»-l gen zu verdanken hat. beabsichtigt dem Vernehme» nach. ! die von der Section Krain des deutscheu und bsterreichi» Aschen Alpeüvereins im Jahre 1877 mit nicht unbebeu-'tsliden Kosteu am Triglav erbaute Schuhhütte durch l Uel.>ernahi»e des noch unbeglicheueu Nestes der Baulosten abzulösen und inS Eigenthum zu übernehmen E>n dahin ^zielender Antrag befindet sich bereits auf der Tagesordnung der demüächsl stattfindende» Jahresversammlung ^ des genannten Elubs. Der alpinen Sache wäre durch Ausführung desselben in jedem Falle nur gedieut, da von einem fo rührigen u»o zugleich finanziell fo wohl sitnicrten Geleine die dauernde Instandhaltung und Verbesserung der Triglavhülte weit eher erwartet werden kann. uls dies der ohuehi» nur mehr am Papier bestehenden Section Krain des Aipeuvrreins mdglich wäre — (Aus dem Gerichtssaale.) Der au» Sairach im Loitschcr Bezirke gebürtige Hammerschmied Anton Vlbrecht und der aus Hlebiz im Rabmannsdorfer Bezirke gebürtige husschmieb Martin Debelak wurden kürzlich vom t. l. LandeSgerichte i» Klagensurt. ersterer wegen gefährlicher Drohung zu sechsmonatlicher und letzterer wegen Verbrechens des Piebstahls z» zwei-jähliger schwerer, durch Fasten verschärfter Kerlerstrafe. verurtheilt. —6. (Theater.) Wir haben Julius Rosen» vielbesprochenen Schwank „Größenwahn", der zu s-inen besten dramatischen Schöpfungen gehört, m den letzten Jahre» unter mannigfaltiger Besetzung gesehen, wo bald diese, bald jene Rolle durch die Trefflichkeit ihrer Ausführuug iu den Vordergruud trat. allem niemals war der Daist.lluugsersolg ei» so entschieden günstiger, wie beim gestlige» Gastpiele des Helrn Earl u Äuloulcs. l!<» dies zu brgiünoen, beginnen wir mlt der Leistung des Gastes, »nchl au? Höflichkeit, sondern weil fie iu der That so sehr den Anforderungen des Dichters entsplach, dass man vermuthe» könnte, dieser habe jene ,m Auge qehadt und die Rolle nur um de» Schauspielers w>Uen geschrieben. Der „Vauqilier von Rmg« h'ilu" wird durch Heir» u. Uuloo>cb so effectvoll und ästhetisch richtig geschildert, jeor Nuauce ssine» Charakter» wird so lebhast zum Ausdrucke gebracht, sein Auftreten hat iu jedcm Momente der Handlung so viel dramatische Berechtigung, dass wir nur sa^e» lönnen. Herr v, Vu» ll'liics h»t an der Charakteischlldelung des Banquier» rlienjoviel Verdienste erwolben, als der Dichter selbst. Jede Nuance seiner Darstellung ist originell und gelun» gr,i und passt harmonisch iu das Gefüge des Lustspieles. Wir fanden an seiner ausgezeichneten, durchaus effect» vollen Leistung nicht emen Moment, der die Illusion gestört uud AnlasS zu Zweifeln an die Möglichleil de» Vorganges gegeben hätle. Mit realistischen derben Stri» chen, mit einfachen natürlichen Mitteln und in einer der Eoulissenreihl-rei fo ferne als möglich stehenden Weise versteht es Herr v. Bulouics, den geforderten Charakter in seinem ganzen Wesen und in allen Nxancen so rich» tiq, «aturwahr und lebendig zu schilder», dass man seine Leistung schon deehalb liebgewinnt, weil sie jeder selbst» gefälligen Aufdringlichkeit entbehrt. Man lo»»te sich bei seiner Darstellung mit vollem Behagen t>er heiteren Wir« lung deS Lustspieles hingebe» ,n>d wurde nicht durch ungehörige tratsche oder pathetische Momente in, Genusse der durch den Künstler angeieglrn Heiterkeit gestört. Diese in jeoer Beziehung glückliche Production de» Gastes bildete deu Glund^n. «» welchen sich die lkl' stuugeu der hiesigen ttläfk harmonisch auschlosjen. Den !06 einzigen grellen Misston im Accorde des Gelingen» brachte Herr Director Ludwig als „Dr. Ander" hervor. Nicht genug, dass ihm für diese Partie überhaupt die Fähigkeit der richtigen Wiedergabe mangelt, was er doch als Theaterdirector hätte vorher einsehen müssen, zeigte er auch eine ungehörige und das Publicum geringschätzende Nachlässigkeit, indem er seine Nolle ohne jede Vorbereitung so schlecht als mbglich dem Souffleur nach, stotterte und sich bezüglich der Charakterisierung auf die blonde Perücke und einige fade Mätzchen beschränkte, sonst aber der alte, sattsam bekannte Ludwig blieb. Wir finden uns zur schärfsten Zurechtweisung dieser empören» den Nonchalance umsomehr veranlasst, als Herr Director Ludwig den berufenen Darsteller der genannten Partie in Herrn Valajthy zu Orbote hatte, welcher sie gewiss mit mehr Passion und Geschick erledigt hätte, als sein ungeeigneter Substitut. Zu den misslungenen Darstellungen a/h8ren auch der «Cornelius" des Herrn Paul und der „Beckers" des Herrn Hanuo. Neide erschienen auch im unrichtigen und «»passenden Kostüme. Dagegen brachte Frl. Bellau als „Konrad" wieder eine ausgezeichnete, durchaus ansprechende und reizende Leistung, welche ebenso vortrefflich in der Anlage als reich an köstlich gebrachten Nuancen war. Dleser „Konrad", in seinem ganzen Wesen natürlich, lebhaft und anmuthig, erschien ebenso wie der „Banquier von Ningheim" des Gastes als ein Prototyp des Lust, spieles. eine durch individuelle Begabung über dem Ge» wohnlichen stehende Production. Die Leistungen der übrigen Darsteller waren durch« Wegs gelungen. Besonders zu erwähnen sind Herr Mondheim (Major Lauter) und Frau Heinle (Marie von Nmgheim) Frau Andreae-Kühu konnte nicht nach Gebür zur Geltung kommen, weil ihr Partner sie aus der Fassung brachte. Das Ensemble war gut. Die Vorstellung begann schon wieder gegen halb acht Uhr; wir glauben, dass fünf Minuten vollkommen hinreichten, um auf das zumeist pünktlich erscheinende Pnblicum zu warten, im übrigen aber ist die Direction verpflichtet, um 7 Uhr zu begmnen. Das Theater war mäßig besucht, was uns mit Rücksicht auf den renommierten Gast sehr befremdend erscheint. — (Erziehungs- und Volksbildung«, verein „Sch ulz , Straßnicki.") Bekanntlich wurde anlässlich der am 3l. Mai U, I. in Wien abgehaltenen Gedenkfeier des berühmten vaterländischen Gelehrten. Pädagogen und Schulreformators Dr. E, L Schulz von Strahnicli der Beschluss gefasst, einen Erziehuugs» und Vollsbildungsverein zu gründen, welcher den Namen des Verewigten tragen soll. Dieser Verein ist nun von dem k. k. Mmisterinm des Innern bescheinigt worden und hat sich auch schon coustituiert. Die Zwecke desselben entsprechen dem Geiste und den Bestrebungen seines Namensträgers, welcher schon im Jahre l848 einen ähnlichen Verein organisierte. In dem Programme dieses Vereins he^ht es unter anderm. dass der Zweck des» selben dahin gerichtet ist. die Gesammtheit des Volkes für die Güter wahrer Menschenerziehung zu begeistern und empiänglich zu machen, gemeinnützige Kenntnisse und humanen Sinn zu verbreiten, und zwar speciell in dem Sinne der Erziehung des Voltes zu sitt« licher Kraft und Wehr. zu Wahrheitsliebe und That. zu Albcitsamleit und wirtschaftlicher Selbsthilfe. Im Hinblicke auf die angegebenen Zwecke soll es weiter Aufgabe des Vereins sei», die Wesenheit und Erhabenheit des Berufes des Meuschenbildncrs und Erziehers in der Brust eines jeden Theilnehmcrs sowie das Interesse für die Schule iu den gesammten Kreisen der Staats« genossen rege und in voller Lebendigkeit zu erhalten.! sowie auch mit allem Nachdruck dahin zu wirken, dass den Lehlbefl'ssenrn eine den Lebensbedmgungcn an« gemessene und ihrer amtlichen Stellung würdige Existenz zutheil werde. Der Verein ist berufen, die weitgehendste Initiative zu ergreifen, um Schule uud Haus in einen angemessenen Vontact zu bringen und sohin das Haus zur Ttühe und nicht zum Gegensatze der Schule zu machen. Angelegenheit aller Männer der Schule sowie aller Freunde für Schule und Erziehung soll es daher sein. gerade diese Vereinsschöpfung mit Freude zn begrüßen und durch ihren Beilritt zu stützen und zu fördern. Per Verein erstreckt seine Thätigkeit auf das ganze Reich und wird in jeder Stadt, ja selbst an jedem größeren Orte eine Vertretung (Filiale) gründen, wozu Anerbietungen heute schon erwünscht sind. Der Verein wird auch Wandervorträge abhalten lassen und gemeinnützige, insbesondere Erziehungsschriften verbreiten. Anmeldungen zum Beitritt wollen gerichtet werden an den oben betitelten Verein. Wien, Koliugasse Nr. 15. Die Beitritlsgebür beträgt halbjährig 1 si., ganzjährig 2 st Neueste Post. Original'Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 16. Jänner. Der Budgetausschuss der reichsrächllchen Delegation erledigte das Budget des Aeuhern conform den Negierungsansühen. Ueber Antrag Adolf Auerspergs wird der Berichterstatter ersucht, einen kurzen Bericht der Ergebnisse der Delegations« Verhandlungen über die auswärtige Frage zu verfassen und in der nächsten Sitzung vorzulegen. Im Laufe der Specialdebatte motivierte Haymerle die Errichtung der Gesandtschaft in Rumänien mit den überwiegenden vitalen Interessen, welche Oesterreich in Rumänien, wo 100,000 österreichische Unterthanen sich befinden, zu vertreten hat. Der Minister erörterte die Verhand»' lungen in der rumänischen Iudenfrage. Eine Antwort auf die rumänische Circularnote betreffs der Kammer« beschlüsse sei seitens der Cabinete noch nicht erfolgt von Oesterreich.Ungarn speciell deshalb nicht, wril rs in Ucberemstimmung mit den übrlgen Mächten vor-grhm wollte. Sollten jene Mächte, welche Numälueli bisher nicht anerkannten, sich entschließen, auf Grund-läge des status huo ihm Anerketmuilg auszusprechen, wird man jedenfalls bemüht sein, von der rumänischen Negierung die positive Zusage zu erlangen, dass sie auf die weitere Entwicklung des von ihr aufaestellten Principes, speciell auf die Sicherung der bürgerlichen Rechte aller in Frage kommenden Inoiuiduen fernerhin nachdrücklichst hinarbeiten werde. Der Minister erklärte weiterhin die Nothwendigkeit der Msrechlhaltung des Votschasterpostens in Coustantinopel und beim Vatican. Bezüglich des letzteren bemerkt der Minister, es sei kein Grund, den derzeitigen Papst, der sich in Anbetracht seiner concilianten Haltung der allgemeinsten Sympa» thien in Europa erfreut, mit weniger Rücksicht zu be-handeln, als seinen Vorgänger. Es würde weder der Machtstellung noch den Traditionen Oesterreich-Ungm ns entsprechen, mit der Aufhebung der Votschaft' venn päpstlichen Stuhle die Initiative zu ergreifen. Das Souuerünitälsrecht des helligen Stuhles sei allseilig, auch von Italien unbestritten demselben zuerkannt, und dessen Macht und Stellung bleibe nicht auf die Aus-deynuug des territorialen Gebietes beschränkt. Niemand werde sich der Erkenntnis verschließen, dass im Vatican eine große, tiefelngrelfenoe Macht vertreten sei, deren Rückwirkung auf die einzelnen Staaten nicht geleugnet werden könne. Paris, l 6. Jänner. Eine ministerielle Declaration wird ve« lesen, welche besagt, der CabinelKwechsel bedeute nicht das Aufgeben einer klugen und maßvollen Politik, sondern das Fortschreiten auf dem Wege der Reformen uud successiver Verbesserungen. Es werden als jene Fragen, wrlche zu lösen se,en. aufgezählt: die Unterrlchtsgesche, das VereinKgesetz. ein liberalstes Pressgesetz, die Fortführung der öffentlichen Äauten, Zollgesetzgebung, wichtige Militärische. Die Regle-rung wird für Ruhe und Frieden sorgen, eine Republik begründen, der alle gnten Franzosen nach und nach sich anschließen köilnen. Großer Beifall namentlich in der Deputierlenkammer. Pest. 16. Jänner. lFrdbl.) Professor Billroth besuchte um Mitternacht Verhovay und berieth mit dessen Aerzten. Er fand die Verwundung in günstigem Stande und den Zustand beruhigend. — Das Begräbnis des erschossenen Juristen Schwarz findet heute uw 3 Uhr nachmittags in solenner Weise und unter Theilnahme der juridischen Facultät statt. — Die Secun-danten im Duell Majthenyi.Verhovay erklären entgegen den aufgetaucht»'» Gerüchten, dass der Ehren» Handel in ritterlichrr Weise und nach Abmachung der Secundantln untaoelhaft ausqefochten worden fei. Pest, 16. Jänner. DieStraßmoemonstration hatte gestern abends leinen ernsteren Charakter mehr; au derselben betheiligten sich nur die alleruntersten Schich-ten der Gesellschaft. Die Morgenblätter fahren fort, das Pnblicum zur Ruhe und Ordnung zu ermähnen. Berlin. 16. Jänner. Vezüqlich der Melounzj der Blätter über einen Vorfall zwischen den russischen und preußischen Officieren in Kalisch. bringt die „Na-tional'Zeitung" ein Telegramm des Generalcommandos des 5. Armeecovpz in Posen, wonach der gemeldete ' angebliche Conflict durchwegs auf Erfindung beruht, nichts dem Achnliches vorgekommen ist und um Wider» ruf gebeten wlrd. ! Telegraphischer Wechselkurs vom 16. Jänner, Papier. Rente 69 80. — Silber. Rente 7105. — «ol> Rente 83 l0. - 1860er Ttaats.A»lehen 132 -. - Vanlactien 340. — Creditactien 239'—. — London 11? —. — Silber — — K l. Münz - Ducaten 554. — 20«Franken.Ttücle 9 33, " loO-Ncichsmarl 57 85, Verstorbene. Den ll». Jänner. Francisca Tiber, Hausbesitzers-tochter, 14 Mon., Hauptmanza Nr. 5, Vrouolnti« »cut», -" Ialu!) Tertnil. Arbciierssohn, IV, I.. Polanastraße Nr. llj, Auszehrung. Im Civilspitale: Den 14. Jänner, Lorenz hail, Südbahn.Expedltor, 77 I.. Erschöpfung der .«raste. Theater. Heute: Vorletztes Gastspiel des Herrn C. v. Nukovics uom Wiener Stadttheatcr: Der Sport. Schwant i» vier Auszügen von I. Rvsen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. i ll V ll i n U 7U.Mst 755 97! -12 4 Ö schwach " Nebel > 1«, 2 . N. 735 55 - 89 O schwach Nebel 000 9 „ Nb, 736 92 —114 O. schwach Nebel , Nebel anhaltend. Das Tagesmittel der Temperatur - 10 9'-um 8 6" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Numberg. - ________ ^______^___^ ! Eingesendet. Gosau. 12. November. Die vielseltiqen Nachfragen nach Ihrem so vorzügliche« Gastls VlutrrimnuuB.THee veranlassen mich, Sie noch einM" um Zusendung von 12 Paleten zu bitten. Julius Egger. gu beziehen durch das Central-Depot: Apotheke .zu" Obellst" m Klagcnfurt; ferner in llaibach bei Herrn AP0" »heker V. v. Trnloczy. in Adelsbcrg bei Herrn Apothe^ A. Leban. m Krainburg bei Herrn Apotheker K. SchaU-tt i l. «n i!«ltsch bcl Herrn Apotheker A. Slala. Zer Wcrzccr Nr. 2 vom 15. Jänner 1880 ist hier eingetroffen und wird versendet. — Vestellunaen «"! den ., Vazar " übernimmt und besorgt pünktlich Jg. v. Kleinmayr k Fed. Vambergs Buchhandlung. Pm'sebmcht. Wien. 16. Jänner. (1 Uhr.) Obwohl die auswärtigen Curse günstig lauteten, war die Speculation wenig animiert, die Vörse bei behaupteten Cursen ruhi Poplenente........6975 6985 «runde»tl«ftn««S.vbll««ll<.«en. sserdlnands-Nordbahn. . . .2345-2150 - «°l. Tarl-Ludwia-N I «« ,^ ,0^ Gilberrente........71- 7l 15 «ghmen........."8 - 104 ^"1??"^"!" . « ' »" '"^ Oesterr. *" ,0450 I0> Voldrente.........N75 82W Niederösterreich......Ui4" "525 Gal'z ch« Carl .^udwi«.Bahn 2.')3 75 254 2. viebenbürger «"hn ' ' »0 " U Lose. 1S54........!2i.50 ,2.j Malicen.........952?. 9650 Kaschau-Oderberaer Vahn . . 124- 12450 3taatsbal,n 1 «m ' ' ' ' ,?n " " . 1360........182- 12225 Gi,btnb.ir««n.......86- 8650 «ahn . 16l25 ,6, ?ü Vüdbahn i 3'/. ..... ?°z° ,1s" ' I860 (zu 100 fl.) . . . 1»4b0 135- Temeser Äanat......87-8775 Aoud. <«elellscha,t.....S4«) - 642 - / . z.'...... ^.A '"^ 1864 . . . ... . 17225 l?2 75 Ungarn ........8S25 887i» Zester^ Nordwe.tbahn . . . . ,6,50 1U5 . ' ""'...... "Ü-2H "5'"' ^InV Prämien-AnI.....11050 1l<»?5 ° ^ . Rudo fs-Hahn.......151 i.^ - Ttvl,e». Eredit.U..........1?»50 179- «etle» »«» v«»len. Itaatsbabn........2il,50 270- ^ . ^ .^ .. ' ^, 3udols«-L.........>P?b ,925 «" «°a« 3«dbahn.........«6- 8S25 «"f deutsche Pliltze..... 5?z<1 z?'<« Prämienanl. der Gtadt Vien ,2025 12<>50 Anqlo-Ssterr. Äanl.....14,39 ,42- The,».«ahn . . 221- 22150 ^"don. urze Z.cht .... l,?- ll7l" D°"°u.»«cl,ulierun««.Uose . . 110 25 1,0 75 ««ditanstalt .......290-29.25 Un°°r,.«al^Verbindungsbahn 1^7 - 12/50 ^''d°n. lange B.cht . . . . ll7«0 l!?s" Domäne.. Pfandbriefe . . . I45-- 14550 Deposttenba.,,.......22.V-. 225 i>„ Ungansche iNordostbahn . ,3950 ,40- ^«.s.......... ^^ .„i" Oefterr. Schah,ch,'»e 1881 rück- llreditanstalt .maar.....^69- 2S9 25 Wiener Iramwali-Geselllchaft 219 50 2!i0— zahlbar.........!01 - l02- Oesterrelchisch. ungarisch« Vanl 833 - 340— «»«..»^l.». Gtl»» ^^ ^ ^ V»an»brlese. zahlbar""' ......'0,'- 102 - Uertehrsbant.......'»>'- "".0 Mg.öst. Voden«edttans..^d.) N8.0 - - ^, «"> «.« ^ Unganlche Goldrente .... 9790 v« - Mener «anlverem.....Ii.150 121 ?5 . . ^ . .!) ^'^ l'»025 101-. Nav° "sl»'°.' ' ^ !3 '" l^Ü - Unuari che E 1V?4 ......' " -'" «lsäld.Vahn .......150- 150 50 «lieth.V. 1. s.l,^»lonen: W?en mV, V. ..... WI25 '0,50 «liiabety-Gestbahn.....158 - l»850 Franz'Ioseph. İt?n . . 9775 98 N «"b 3« "0 >N^ «acktr»«' Um 1 Ubr 15 Minuten notieren: Papierrente «9 8) bi« 69 90 silberren^ ?l 15 bis 7125, Voldre»te 82 9!» bis 83 05 «redit 289 90 bi« 2»n » . ,^on N7- bis 1^2« «apoleon« 9 6Ä bis 9>H4. Till« - . bi« - -. """ "" ' «n«lo ,42/