Nr. 56. —-— Donnerstag, 10. Mälz 1898. Jahrgang 117. Mbacher Zeitung. «»Nj!lw° ?! ^p"ll- Mit Po st Versendung: ganzjHhrla fl. l5, halbjährig fl. 7 ba. Im «lomptoir: llelne c»'l ' h°lbjührig sl. b-bu. Für b!e Zustellung in» Hau« aanziührlg fl. !. — InsertionSgebür: Fiir bi, zu ^ Zeilen »5 li,, größere per geile 6 lr,; bel öfteren Wieberholungen per Ieile 3 lr. Die «Laib. gtg.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die «b«lniftr«Ns« befindet ftch Toxgrelsplatz M, 2. die Redaction Varmherzlgeigasje Nr, 15, Sprechstunden der «eduction von » bl« ll Uhr v,r» mittag«. Unfrankierte Vriefe werben nicht angenommen, Manuscrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. ttesw ^' ^ ""^ k. Apostolische Majestät haben nachsende Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zu er-"!»cn geruht: ^„^. Kleber Freiherr von Gautsch! Da Ich mit im w'" T"ge ^^ ^^^ Ministerium für die n ""chsrathe vertretenen Königreiche und Länder ' llnnt habe, enthebe Ich Sie in Würdigung der Vtein z "Ihnen dargelegten Gründe von dem Amte nesüf/? Ministerpräsidenten, sowie von der gleichzeitig üb^l"en Leitung des Ministeriums des Innern und ickr? f. ^"l" im Anschlüsse auch Meine Hand-we 3.o ^?^en Enthebung der übrigen Minister zur «leren Veranlassung. mit 5 ^- ^^" "".ln den schwierigsten Verhältnissen. l,°.^s"""Uscher Hingebung und Treue Meinem Rufe erfüll, "gst Igelit,, durch unermüdliche Pflicht-diens^ 2 stch um Krone und Staat neuerliche Ver- ^steerworben. selche ?!^ und eingedenk der ausgezeichneten Dienste, eine l« ^^" l" zwei früheren Ministerien durch Ich ^?^ ^ihe von Jahren geleistet haben, spreche ve?siH/"en nunmehr Meine volle Anerkennung aus, verlHe c^ b^ Fortdauer Meines Vertrauens und Anerlp, "^ äußeres Kennzeichen dieser Meiner Ihn.« "^Zdie Insignien in Brillanten zu dem wliche^n^"^ Entschließung vom 25. April 1892 A,"'. Großkreuze Meines Leopold-Ordens, im 3^."?. '^ behalte Ich Mir Ihre Wiederverwendung "llen am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Ueber Ä" ^eldzeugmeister Graf Welsersheimb! ^tn NM «i?^ enthebe Ich Sie in Gnaden von V/en Meines Ministers für Landesvertheidigung, "ken am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. y. Gautschm. p. über ^br n?^' Killer v. Wittek! Ich enthebe Sie Eisens,, - "e in Gnaden von de,n Amte Meines ' "Unmlnlsters. "^len am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. ^^-^ Gautsch m. p. Lieber Dr. Ritter von Bohm! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Finanz-ministers hiemit in Gnaden enthebe und Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vorbehalte, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer mit treuer Hingebung geleisteten ausgezeichneten Dienste taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe. Wien am 7. März 1698. Franz Joseph m. p. Gautsch m. p. Lieber GrafBaillet de Latour! In Gnaden enthebe Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Ministers für Cultus und Unterricht und verleihe Ihnen, Indem Ich Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vorbehalte, in Anerkennung Ihrer treuen, mit voller Hingebung geleisteten vorzüglichen Dienste taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Gauts ch m. p. Lieber Dr. von Koerber! Ihrer Bitte entsprechend enthebe Ich Sie in Gnaden von der Stelle Meines Handelsministers. In voller Anerkennung Ihrer mit hingebungsvollem Eifer geleisteten ausgezeichneten Dienste verleihe Ich Ihnen taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe und behalte Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vor. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Gautsch m. p. Lieber Dr. Edler von Ruber! Ueber Ihr Ansuchen enthebe Ich Sie in Gnaden von dem Posten Meines Iustizministers. Wien am 7. März 1696. Franz Joseph m. p. Gautsch m. p. Lieber Graf Bylandt-Rheidt! Ueber Ihre Bitte enthebe Ich Sie in Gnaden von dem Amte Meines Ackerbauministers. Wien am 7. März 1696. Franz Joseph m. p.. Gauts ch m. p. Lieber Freiherr von Loebl! Aus Anlass der von Ihnen erbetenen und hiemit gewährten Enthebung von dem Posten Meines Ministers, spreche Ich Ihnen in neuerlicher Anerkennung Ihrer pflichtgetreuen, mit opferwilliger Hingebung geleisteten ausgezeichneten Dienste Meinen Dank und Meine volle Anerkennung aus. . Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. G a u t s ch m. p. Lieber Graf Thun! In Genehmigung Ihrer Anträge betraue Ich Sie mit der Leitung Meines Ministeriums des Innern und ernenne den Fcldzeug-meister Zeno Grafen Welscrsheimb neuerlich zu Meinem Minister für Landesvertheidigung, den geheimen Rath Dr. Heinrich Ritter v. Wittek neuerlich zu Meinem Eisenbahnminister, den Dr. Ignaz Edlen v. Ruber neuerlich zu Meinem Iustizminister, den Grafen Arthur Bylandt - Rheidt zu Meinem Minister für Cultus und Unterricht, den Landeshauptmann in Meinem Erzherzogthume Oesterreich ob der Enns Michael Freih. v. Käst zu Meinem Aberbau-ministcr, den ordentlichen Universitätsprofessor Dr. Josef Kaizl zu Meinem Finanzminister, den Landesgerichtsrath a. D. Dr. Josef Maria Baernreither zu Meinem Handelsminister und den Adam Ritter von Iedrzejowicz zu Meinem Minister. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Thun m. p. Lieber Feldzeugmeister Graf Welsersheimb! Ich ernenne Sie neuerlich zu Meinem Minister für Landesvertheidigung. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Thun tu. p. Lieber Dr. Ritler v. Wittek! Ich ernenne Sie neuerlich zu Meinem Eisenbahnminister. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Thun m. p. Feuilleton. * Deutsche Bühne. Nil 'k ^ Und «N 'hlen bedeutsamen Werken « DieMütter. Versass °^!el Turaser» sind die jugendlichen erste N,.s ^ ! ^ ^) feld und Langmann in die schildern ^ lu.ngdeutscher Dramatiker gestellt. Beide b"lgerli«5,p "Üttn v°n großer Lebenswahrheit, llein-^chtheit ,. ">. Arbeiter-Verhältnisse von überzeugender ^serInnp,?^ ö"H"e." eine Handlung von schlichter, ^ bauw>. ^"' Wir haben schon früher bemerkt, dass tll. dass ^?"6 beider Dichtungen darin zu suchen ^bens mi.l'2"Ue Beleuchten der Nachtseiten des "nseitia Nl.'"""" Hervorkehren des Hässlichen nicht Erklärt i^"?^ und Poesie verdrängt. Poetisch Arbeitern,- ^s"gung echter Frauenliebe die arme ^d rillen,!" -^" 'Müttern., unendlich ergreifend '""em Ki«? ""!l die Liebe des rauhen Arbeiters zu ^gt, in .m'.?!!. ^ln er all sein Hoffen zu Grabe i"is beidp ^.I""!"'- Man tonnte fast behaupten, Aberganaz^ . dle "°" s" vielen heiß ersehnte ^"lisnws ", ^"l"le"' die eine Verbindung von .^ren M.« <3"^' im Gegensatze zu dem tlapper-^lstellen soll ^MM entkleideten Naturalismus Aünn A l?^ dem Schreiber dieser Abhandlung, l^hältniss.'^^«?!'""^ Turas bekannt ist, wer d'ie in den Webe- A"e, mn^°^"? "us eigener Anschauung kennen Mterz f3« «. scharfen Beobachtungsgabe des ^"urtreue ' . "^"' ^ Gefchaute in packender '"e und Anschaulichkeit wiederzugeben, die höchste Anerkennung zollen. Jede Gestalt im «Bartel Turaser» ist lebensvoll, die Bilder, in denen das Schicksal einer ganzen Volksclasse geschildert wird, ziehen an uns mit ergreifender Gewalt vorüber, ja es gibt eine Reihe von dramatischen Momenten, die geradezu überwältigend wirken. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass Hauptmanns Realismus befruchtend die Dichtung beeinflusste, ohne jedoch ihrer Eigenart Abbruch zu thun. Der große Erfolg des Stückes fällt in Laibach umso höher iu die Wagschale, als nicht Parteistimmung einem Tendenzstücke zum Siege verhalf, das Publicum vielmehr vorurtheilslos die Dichtung ausschließlich als Kunstwerk auf sich wirken ließ. Hiebei muss jedoch rühmend hervorgehoben werden, dass die Insccnesetzung und Darstellung wesentlich zur tiefgehenden Wirkung beitrugen, und die schwere Aufgabe, ein modernes Stück, in welchem dem letzten Statisten eine wichtige Rolle zufällt, aufzuführen, von der Direction und Regie glänzend gelöst wurde. Das thatkräftige, lebensprühende Eingreifen jedes einzelnen Individuums in die wild erregte Voltsscenc des zweiten Actes kann wohl meisterhaft genannt werden und zeugt, mit welcher Liebe und Sorgfalt echte Kunst seitens der Bühnenleitung gepflegt wird. „,.<.. Die Darsteller der Hauptrollen verabschiedeten sich in würdigster Weise von der Stätte ihn-r mehr« uns sinnigm Publicmns nicht versag und Ml dankbares Anaedenken bleibt ihnen gewahrt. Wir haben wiederholt Gelegenheit gehabt, zu betonen, dass alle Darsteller des Schauspieles gute Menschendarsteller waren, denen trotz der ernüchternden Luft realistischer Spielweise nicht der Athem der Begeisterung für classische Meisterwerke ausgegangen ist. In «Bartel Turaser» schufen die Künstler lebenssprechende Typen aus dem Volke, die voll leidenschaftlicher Bewegung die verzweiflungsdumpfe, trostlose Stimmung durchbrechend, erschütternd und rührend wirkten. Die im Charakterisieren von Gestalten der realistischen Dichtung hervorragendste Künstlerin der verflossenen Spielzeit, Frau Magda Sch lesin-ger, bot als Frau des Turaser eine meisterhafte Leistung aus der Fülle ihres schauspielerischen Könnens. Dem Leben abgelauscht erschien ihr Aeußeres, die Geberden, die Sprache, der Ausbruch des mederen Hasses, die versöhnende Mutter- und Gattenllebe. Ied r, der echte Kunst von falscher zu unterscheiden weih wird dem erfolgreichen Wirken der vortrefflichen Künstlerin nur dankbare Würdigung widmen. der den Bartel Turaser lvielte aebürt vor allen, volle Anerkennung f"r seme Nickte u d kunstverständige TlMigkett als Regisseur^ W Schauspieler muss ihm großer Fleiß und brennender Ehrgeiz nachgerühmt werden der ihn v ell ckt in mancher Hinsicht zu Uebertreibungen verleitet »5r legte in die Gestaltung des Turaser sein Bestes und das war jedenfalls sehr viel, da Herr Held nicht nur ein strebsamer, sondern auch em m'bildetcr Künstler ist. Dic von leidenschaftlichem Leben durchpulsten Scenen gelangen ihm verhältnismäßig besser, wie die stilleren Stimmungen der Rührung und Resignation. Dass Herr Held einen Jargon und keinen Brünner Dialect sprach, wirkte gerade nicht störend, da auch die übrigen Darsteller alle möglichen, nur nicht die richtige Volksmundart ms Tressen sührten. Laibacher Zeitung Nr. 56. 426 10. März 1893. Lieber Dr. Edler v. Rub er! Ich ernenne Sie neuerlich zu Meinem Iustizminister. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m. p. Thun m. p. Lieber Graf Vylandt-Rheidt! Ich ernenne Gie zu Meinem Minister für Cultus und Unterricht. Wien am 7. März 1898. . Franz Joseph m. p. Thun m. p. Lieber Freiherr von Käst! Ich ernenne Sie zu Meinem Ackerbauminister. Wien am ?. März 1898. Franz Joseph rn. p. Thun m. p. Lieber Dr. Kaizl! Ich ernenne Sie zu Meinem Finanzminister. Wien am ?. März. 1898. Franz Joseph m. p. Thun m. p. Lieber Dr. Baernreither! Ich ernenne Sie zu Meinem Handelsminister. Wien am 7. März 1898. Franz Joseph m p. Thun m. p. Lieber Ritter v. Iebrzejowicz! Ich ernenne e Rechten, wenn auch nicht gerade zu existieren, so docy zu functionieren aufhören wird. Insoferne könne o> Obstruction im neuen Cabinete sogar den größten alle ihrer bisherigen Erfolge erblicken.» Die «Reichswehr'» meint, es würde nun unm der Aegide des Grafen Thun ein Experiment ge»^' durch die Bildung eines theilweise parlamentarischen Ministeriums das Parlament wieder arbeitsfähig i" machen. . Das «Wiener Tagblatt, schreibt: «Den Sta°» aus den Wirrsalen herauszuführen, in die er hlnew gerathen ist; der Bevölkerung nach den maßlos Agitationen und Aufregungen, welche in sie ^nel ' getragen worden sind, die Ruhe friedlicher und e spricßlicher Arbeit wiederzugeben; das Parlawen lebensfähig zu machen; die Grundfesten der 5N""^?it durch die regelmäßige Erneuerung des Ausgleiches m Ungarn zu fchützen, das ist die Aufgabe, welche o» neue Cabinet übernommen hat.» . ^ Das «Neue Wiener Journal» anerkennt, dass oe neuen Cabinet durch die Aufnahme des Verfassung treuen Großgrundbesitzes der Charakter eines «^V centrations-Ministeriums» in doppeltem Sinne gege" ' sei, indem nicht bloß eine Concentration eines gM Theiles der Abgeordneten vollzogen, sondern auch Art Centrumsregierung hergestellt werde. ^ Die «Österreichische Volkszeitung» s^^s Zusammensetzung des Cabinets beweise, dass A Thun verfassungsmäßig regieren wolle. Die " ^ leihung tm Handclsportcfcuilles an den Vertreter deutschen Großgrundbesitzes ändere jedoch nichts dem Charakter der Regierung als einer Coalition «Autonomistenparteien». . « Das «Illustr. Wiener Extrablatt» bezweifelt, oai die neue Regierung ein Kampflninisterium sein wer , Die Zusammensetzung aus Mitgliedern verschiebe" Parteien lasse vielinehr erkennen, dass sie eine N liche Mission habe. ^ Die «Arbeiter-Zeitung, meint, die Beantwort ° der Frage, ob die angekündigte Politik der Concentra^ der Parteien möglich sein wird, hänge einesthells dem Maße des Vertrauens der Parteien in denG^ Einer der sympathischesten Künstler der Gesellschaft, Herr Weil, charakterisierte den schuftigen Fä'rberineister in Spiel und Maske mit gewohntem liebevollem Eingehen auf die Intentionen des Dichters. Er trug ebenso kräftig zum Gelingen des Ganzen bei, wie der hochbegabte jugendliche Liebhaber Herr Muratori als schlichter Arbeiter und Herr Mahr als kerniger, ehrlicher Arbeiterführer. Eine angenehme Ueberraschung bereitete dem Publicum Fräulein Zinner durch die temperamentvolle, frische, wirksame Darstellung einer ehrlichen Arbeiterin, die bei aller Derbheit ihrer Ausdrucksweise das Anständige, Brave immer durchschimmert! lässt. Wir bedauern, dass Fräulein Zinner nicht früher Gelegenheit hätte, ähnliche vollsthümliche Gestalten darzustellen, denn in diesen liegt ihr Hauptkonnen. Fräulein Reinhardt traf den herzinnigen Toil des armen Kindes, über dessen Seele der Schauer des frühen Todes fährt in ergreifender Weise. Leider verdarb sich die junge Dame selbst alles, und dem Stücke manchen wirksamen Moment durch die unglückliche Wahl ihres Costüms. Mit einer blonden Lockenperücke, im Sammtkleide, mit blühenden Pausbacken sah Fräulein Reinhardt einem Märchenprinzen, nicht aber einem armen, halbverhungernden Arbeiterkinde ähnlich. Man sollte gar nicht glauben, wie ein solcher Missgriff, dessen Duldung wir bei der sonst so vorzüglichen Inscenierung geradezu unbegreiflich finden, in der ergreifenden, lebenswahren Umgebung des Stückes störend wirkte und wie er den Eindruck schwächte. Die Antheilnahme der Zuschauer stockte keinen Augenblick; doch nicht der Bühnenrealismus, der mit den Gesetzen der Kunstästhetit bricht, feierte Triumphe: Die ergreifende Wirtlichkeitsschilderung, die schlichte Wahrheit der Vorgänge, die packende, lebensvolle Charakterisierung lieh den großen Erfolg der Dichtung erklärlich erscheinen. ^s. W»n seinetwillen Roman von M. Lichtenberg. (41. Fortsetzung.) Natürlich war durch diesen schweren Schicksalsschlag und die dadurch erzwungene völlige Unthätigkeit die Gelnüthsstiinmung des geistig regen Mannes noch bedeutend verbitterter geworden, so dass die Dienerschaft des Barons Landsberg oft wechselte, weil das wilde, jähzornige Wesen des Hausherrn sie alle schnell wieder aus dem Dienste trieb. Nur Seraphine musste bei ihm aushalten und hielt geduldig bei ihm aus. Stundenlang las sie ihm mit ihrer melodischen Stimme die neuesten Werke der Dichtkunst vor und erledigte nach seinen Angaben seine Rechnungen und Correspondenzen mit den Verwaltern seiner ausgebreiteten Besitzungen in Obcrsteiermark. Und niemand verstand es, den eigensinnigen Kranken in allem so zufriedenzustellen, wie Seraphine. Je mehr Baron Landsbergs Leiden zunahmen, desto mehr klammerte der Unheilbare sich mit verzweifelnder Angst an das Leben, weil er Seraphine, seinen kostbarsten Schatz, nicht allein zurücklassen wollte und, wenn er es gekonnt, sie am liebsten mit in das Grab genommen haben würde. So schien es nicht nur, sondern der Kranke fand in Wirklichkeit ein boshaftes Vergnügen daran, Seraphine zu zwingen, seine elende Existenz, welche nur noch ein armseliges Vegetieren zu nennen war, mit ihm zu theilen. Es musste in Seraphines überströmender Mutterliebe eine wunderbar stärkende Kraft liegen, dass ihr dieselbe die Geduld verlieh, alle die schweren Pflichten gegen den Vater ihres Kindes so treu zu erfüllen und, ohne dass ihr der Muth brach, ihr junges Leben alle die langen Jahre hindurch an der Seite des finsteren, eifersüchtigen Kranken zu vertrauern. Es schien aber auch, als wolle der H""^,..m, jungen Mutter in ihrem Kinde Trost und VelotM^ gewähren. Das schwache, kränkliche Kind blieb troy^. seiner Leiden am Leben und gedieh zum Staunen Aerzte immer lieblicher. ^ ^M Freilich blieb die kleine Lilly stets empi"" e, zart, wie eine künstlich entwickelte TreibhausB« ^ denn sie hatte als trauriges Erbtheil ihres ^i einen chronischen Herzfehler mit zur Welt geb ^, welcher die größte Schonung bedingte, weil '"""'M die Aerzte sagten, bei jeder heftigen Gemüthsbeweg ^ des sensitiven Kindes einen Herzschlag zu befürchten y^ Trotz alledem aber blieb das Kind am ^be" M, entwickelte sich von Jahr zu Jahr immer hu^z, Und glich die kleine Lilly auch durch ihr kränlN" ^ bleiches Aussehen in manchen Stücken dem V"le ? » hatte sie doch auch wieder soviel von den holden "^y der Mutter geerbt, dass man sie ein hübsche» " nennen konnte. Mel Natürlich wurde das zarte Kind von dem " ^ und der Großmutter sehr verzogen und ihr.^a ^ dadurch völlig verdorben. Denn die Baronin 5- ^ berg, welche seit ihres Sohnes schwerer Elkla ^ gänzlich in Wien lebte und täglich im P""?^ Barons verkehrte, hatte auf das Kind ihres N"^ alle jene übertriebene Zärtlichkeit übertragen, ^, welcher sie ihren kränklichen Sohn durch ^H«otc" ziehung zu dem unerträglichsten Egoisten und^H^ gemacht hatte. Und so sehr die Baronin Lan" ^ i ihrer Abkunft wegen Seraphine hasste, ebenso liebte sie das Kind ihres vergötterten Sohnes. ^, I Selbstverständlich wirkte diese übertriebene ^, z zärtelung des Vaters und der Großmutter tMi ^s l günstig auf das Gemüth und den Charaltc^ ^, s Kindes, ohne dass Seraphine die Macht besa^^l hindern. Denn der Baron Landsberg war unumjcy ^ Herr in seinem Hause und hieß alles gut, w" Mutter that. i 2aibacher Zeitung Nr. 56. 429 10. März"1696. 3^"" ab, anderntheils von der Selbstbeschränkung, NZ die Majoritätsgruppen aufzuerlegen fähig sind. Auf k >. 'Deutsche Volksblatt, sieht die wichtigste d-a n 6 neuen Ministeriums in der Erneuerung "?/"sgle!ches mit Ungarn um jeden Preis, erklärt i^ m '? es dem neuen Ministerpräsidenten ohne iroe Voreingenommenheit gegenüberstehe. A r ch i v r a t h. (Schluss.) des ^"°schor Dr. Iirecek legt ein Referat bezüglich üb?i>? ^ Justizministerium verlangten Gutachtens 0PN.O' ^ uebergabe alter Gerichtsurkunden an Stadt-'^""den vor, dessen Schlussanträge einhellig an-Mommen werde:.; dieselben lauten: aes^i^. Die Uebergabe der alten, nur für die Local-bpN wichtigen und für die Rechtspflege nicht mehr N^en Bücher und Urkunden, die sich bisher in der ttj" - ^ung der k. k. Gerichtsbehörden befanden, an ^/'"deverwllltungen ist nur bei solchen Stadt-aein3 . ä" empfehlen, welche ein Museum oder ein ei"^""^Stadtarchiv besitzen, das in einer völlig ge-m""? Localität untergebracht ist, ein regelrecht ge-eiin.v! Inventar besitzt und sich unter der Obhut lluck ' Q verantwortlichen Persönlichkeit befindet und Naf.^ Zukunft befinden wird, in jedem Falle unter for?-. 6 des Eigenthums-, Bcnützungs- und Rück- von k , >? fällen, wo dies nicht zutrifft, sind die Bück, Gerichtsbehörden nicht mehr benutzten alten lvil^? Urkunden, falls deren Ausscheidung als ober.3^" gilt, im nächsten k. k. Archive bei der ha ^«."desstelle, also in Böhmen im k. k. Stating '^'ve, oder in Ländern, wo solche Archive betreff ? ""chtet sind, in dem Landesarchive des des 3!^ swages ebenfalls unter der Wahrung de« K?"Hums-, Venützungs- und Rückforderungsrechtes 2 > A ö" deponieren. sM?n s Uebergabsacten bei Deponierung von NM ss - Büchern und Urkunden bei Stadtgemeinden halterei ä^^^ Inventars sind bei dem k. t. Statt-betreff/n^ ^^^' beziehungsweise Landesarchive des 'Acte?kn Landes in einem eigenen Fascikel als aus k! 9 - ^^"' die Uebergabe von Gerichtsbüchern und in c.^ vor dem Jahre 1850. aufzubewahren des bs^ « 3 eingeholtem fachmännischen Gutachten Mein,,., ^" Konservators der III. Section ist die halterN ^^ ^swides des nächsten k. k. Statt-eines im n ^' beziehungsweise Landesarchives, oder des k f ^" lebenden correspondierenden Mitgliedes m^chwrathes einzuholen., um bnll. i Annahme dieser Anträge wurde die Sitzung '—^^^Uhr^eMossen.__________________ Politische Uebersicht. 2. Laibach, 9. März. litisHe m ^ "^ wiener Tagblatt» beleuchtet die po-naud!? """6 der Audienz, die Fürst Ferdi-dem k ? Bulgarien bei Seiner Majestät Verschißs" ^^- Es wirft einen Rückblick auf die -^cvenen ^basp', ^^ Beziehungen Bulgariens zu blends ^ ^" "nd die Großmutter in ihrer Ver« eine de? " "mm' Lilly täglich sagten: «Du bist einst k^IM^tl Erbinnen der Residenz und wirst Leben „7? ^ ^"", die höchsten Ansprüche an das geben M « k"' dein Reichthunl wird dir die Macht Nar'pH »es zu erringen, was dein Herz nur begehrt!» eigenNnn- "" Wunder, dass Lilly im höchsten Grade und btt ? ""^ selbstsüchtig wurde? Da sie täglich sah herris^n, c5"" ^" ^Z"^r stets nur in hartem, ^hnte a.'^"/ "^ ber Dienerschaft sprach, so gequälte iliv?i ^ l'ch dlese Art und Weise an und ""f das ^s^^^""!l ^"^^ ^"" kindischen Eigensinn zm.^Nlietzlichste. Pension«. .?^^ ihrer Kränklichkeit wegen keinen, gegen d< Uneben werden durfte, sich aber auch gewMnn '^enge Führung einer Gouvernante so Gouvern ""'lallte, dass man drei recht brauchbare wurden f?^ .^"""nander entlassen musste, so Lehraen^" k^ch ^rer und Lehrerinnen verschiedener M U.3^^ ""d eine sanfte, nachgiebige Bonne engaaier/' ) . ,""b Mge des kleinen Trotzkopfes allein «« wahrend die Mutter, welche einzig und Kind l^" gullstigen Einfluss auf das eigensinnige den sw" ^üben können, durch ihre Pflicht und Seite .s^Wlllen des kranken Gatten an dessen leiten nn?' ?" "nd also ihr Kind nicht so zu 5"ß ersehnt" ^^'"' ""kochte, wie ihr Herz es so die w^ni^^^"pl)ine sich denn darauf beschränken, zu verlob ^""den, welche ihr mit ihrem Kinde ^nützen " ^?.?'"^ ""' s° gut wie möglich aus-^enschnli.s, -^ Keime der Religion und der psianA Un."V / '^ bes kleinen Trotzkopfes zu Lilly wa,- l -^ ,! ""slang ihr nicht gänzlich, denn Vüsin ^'^^ bewegt, sowohl zum Guten wie zuni (Volti«tzung folgt.) Oesterreich-Ungarn und betont, dass letztere Macht es war, die als erste den Fürsten anerkannte. Fürst Ferdinand werde in Wien in unzweifelhafter Aorm erfahren haben, dass man das Vorgehen des Regimes, welches in Sofia nach der Beseitigung Stambulows eintrat, als Undankbarkeit gegen die Monarchie auffasse und dass man seinem so lebhaften Wunsche, vor dem Kaiser zu erscheinen, keine andere Deutung geben könne, als jene, der Fürst wie seine Regierung seien zur richtigen Erkenntnis ihrer Handlungsweise gelangt und wollen in Zukunft gut machen, was sie in den letzten Jahren in Verkennung der Politik Oesterreich-Ungarns und der wahren Interessen Bulgariens gethan haben. Oesterreich-Ungarn hat nur das Interesse, dass die kleinen Balkanstaaten sich selbständig ent» wickeln und nichts unternehmen, was der Ruhe und Ordnung auf den: Balkan abträglich sein könnte. In diesem Sinne wurde auch das Einvernehmen zwischen Oesterreich - Ungarn und Russland hergestellt. Sache des Fürsten Ferdinand wird es nun sein müssen, das Misstrauen, welches ihm in den letzten Jahren entgegengebracht wurde, vollständig zu zerstreuen, und wir glaubeu nicht fehlzugehen in der Annahme, dass der Fürst diesbezüglich seinen guten Willen kundgab, ehe die Audienz beim Kaiser stattfand. Kaiser Franz Josef hat durch den Empfang dem Fürsten einen neuerlichen Beweis des Wohlwollens gegeben, welches Fürst Ferdinand in den ersten Jahren seiner Regierung in starken» Maße zu rechtfertigen wusste, und das er allem Anscheine nach auch in Zukunft zu besitzen sich bestreben wird. Für Bulgarien ist die Audienz eine sehr bedeutende Angelegenheit, sie ist es aber auch für die Gcsammtlage auf dem Balkan, weil dieselbe, entsprechend der ganzen auswärtigen Politik unserer Monarchie, nur als ein neues System für die Bestrebungen der uubcdingten Aufrechthalluug der Ruhe im Balkangcblete betrachtet werden muss. Im ungarischen Abgeordnetcnhause wurde gestern der Gesetzentwurf, betreffeud die In-articulierung des Vertrages mit der ungarisch-orientalischen Seeschiffahrts-Gesellschaft, in dritter Lesung an« genommen. Die nächste Sitzung findet heute statt, und wird in derselben das weitere Arbeitsprogramm festgestellt werden. Der italienische Botschafter am Wiener Hofe, Graf Nigra, begab sich für einige Tage in Privatangelegenheiten nach Rom und wird gegen den 20. d. M. wieder in Wien eintreffen. Die von einigen Blättern neuerlich gebrachte Nachricht, dass der Rücktritt des Grafen Nigra vom Botschafterpostcn in Wien nahe bevorstehe, entbehrt jeder Begründung. Nach einer aus Rom zugehenden Meldung hat die französische Regierung im Vatican den Wunsch ausdrücken lassen, dass im nächsten Konsistorium ein Erzbischof für Madagascar ernannt werde, welchem die apostolischen Vicare, die für den nördlichen und den südlichen Theil dieser Insel bestellt wurden, als Suffraganbischöfe unterstehen sollen. Die französische Kammer verhandelte gestern das Finanzgesetz. Der Berichterstatter Crantz verlas seinen Bericht, welcher mit dem Antrage auf Annahme des Amendcments Fleury - Ravarins, betreffend die Börsenoperationen, schloss. Der Deputierte Viviani vertheidigte seinen Gesetzentwurf, wouach eine strenge Contrule der Wechselagenten und der Coulisse eingeführt und die Garantien für das Publicum erhöht werden. Finanzminister Eochery kritisierte den Gcgenentwurf Viviams, welcher der Coulisse Vortheile biete und die Wechselagenten beseitige. Der Gegen-entwurf würde dem Markt leine freiere Gestaltung geben, jedoch die Garantien unterdrücken. Der Minister vertheidigte das Amendement Fleury - Ravarins, welches der Regierung gestatten wird, das Reglement vorzubereiten, welches in drei oder vier Monaten in Kraft treten werde, um die laufenden Operationen liquidieren zu laffen. Der Gegenentwurf Vivianis wurde mit A3? gegen 200 Stimmen verworfen und das Amendcment Flcury-Ravarins mit 333 gegen 135 Stimmen angenommen. Aus Constantinopel wird gemeldet: Ueber die wahren Gründe der Ermordung Make do nskys ist bisher nichts Sicheres bekannt. Die Untersuchung dauert fort. Nachrichten aus Uestüb zufolge wurde dortselbst ein junger bulgarischer Schuhmacher vor der Residenz des Archimandrite» Firmilianos, des Gerenten des serbischen Visthnms, von drei serbischen Studenten durch Dolchstiche ermordet. Die Mörder wurden verhaftet. In der Autwort auf die Note des bulgarischen diplomatischen Agenten Markow stellte die Pforte in Abrede, dass die Truppen in Macedonian und Me des zweiten Armeecorps vermehrt worden Mn und erklärte, dass nur des zweiten Corps unterlwinmcn wurde. ^Daily Mal meldet aus Hongkong dass auf den P hiliPPine n ein neuer A ufstand aus-aebrochen sei. 53 spanische Soldaten selcn getödtet worden. Einzelheiten seien noch Mlbckmmt. Der Tele-gravhenverlehr ist unterbrochen. Im englischen Unterhause erklärte gestern Parlamentsuntersecretä'r Curzon auf eine bezügliche Anfrage, der Regierung sei bisher nur ein von vor« gestern datiertes Telegramm des englischen Gesandten in Peking zugekommen, wornach es dortselbst heiße, Nussland habe Port Arthur und Ta-Lien-Wan unter denselben Bedingungen gepachtet, unter welchen Deutschland Kiao-Tschau gepachtet hat, und die Genehmigung zum Baue einer Eisenbahn von Petuna nach Port Arthur verlangt. Curzon fügte hinzu, die Regierung habe über diese Angelegenheit bei den englischen Vertretern in Petersburg und Peking telegraphisch angefragt. Die «Times» führen aus: Wir können uns nicht den Anschein geben, als theilten wir die Zweifel und Besorgnisse nicht, welche sich allmählich in der Finanz- und Geschäftswelt fühlbar machen. Dieselben scheinen nur zu gut begründet. Wir sind verpflichtet, uns in der Selbstvertheidigung dem Princip der verschlossenen Thüren aufs äußerste zu widersetzen. Wir sind um dieses Grundsatzes willen entschlossen, die westafrikanischen Provinzen vor einer Einengung durch die französischen Besitzungen zu bewahren und zur Vertretung des Princips auf den großen Märkten im fernen Osten bereit, selbst die Möglichkeit von europäischen Verwickelungen muthig entgegenzuuehmen. Reuters Office meldet aus Peking: Russland verlangt eine Entschließung Chinas inbetreff der Pachtungen von Port Arthur und Ta-Lien-Wan. Am 6. d. M. gab das Tchungliamcn dem Gesandten Lu-Tching»Z)ang in Petersburg eine unbeschränkte Vollmacht, die Verhandlungen daselbst zu führen. Die Angelegenheit wird als geregelt betrachtet. Die chinesische Regierung überreichte den Japanern eine schriftliche Erklärung, in der sic sich zur Zahlung der Kriegsentschädigung im Mai bereit erklären. Tagesnemgleiten. — (Spende.) Se. Excellenz der nunmehrige Herr Ministerpräsident Franz Gras Thun - Hohenstein hat, wie das »Prager Aliendblatt» meldet, für den Prager Dombauvercin den Betrag von 10.000 st. gespendet und folgendes Schreiben an den Verein gerichtet: «In glühendster Liebe meinem allergnädigsten Kaiser und Herrn ergeben, widme ich aus Anlass Allerhöchstdessen fünfzigjährigen Regierungs - Jubiläums dem verehrlichen Prager Dombauvereine den Betrag von 10.000 st. ö. W. Möge cs unserem Vereine gelingen, das erhabene Werl während der glorreichen Regierungszeit unseres all« geliebten Kaisers nnd Königs zu vollenden, zu Ehren Gottes, zum Ruhme des Vaterlandes und zur Freude Seiner Majestät. Constanz, 23. Februar 1898. Franz Graf Thun.» — (Brüsseler Weltausstellung.) Die Rechnungen der Vrüsseler Weltausstellung sind nun abgeschlossen worden und haben ein sehr günstiges Ergebnis geliefert. Den Actionären wird das Capital vollständig zurückgezahlt. Der Staat hatte einen Zuschuss von 600.000 Francs aus Staatsmitteln dem leitenden Aus-stellungs'Ausschusse bewilligt; nur 265.000 Francs sind davon verbraucht worden; die Staatscasse erhält 335.000 Francs zurückbezahlt. Abgesehen von den bedeutenden Einnahmen der Staatsbahnen haben die dem Staate verbleibenden neuaufgeführten Bauten einen Wert von zwei Millionen Francs. Besucht wurde die Welt-ansstellung von 5,863.503 Personen. — (Wenn der Zar reist), so werden alle Eisenbahnlinien, die der Hofzug passieren soll, vier Tage vorher auf beiden Seiten in einer Entfernung von je 200 Meilen mit Schildwachen besetzt, die den Eisenbahn-körpcr zn bewachen haben. Ihr Dienst ist jedoch nicht besonders schwer. Sechs Stunden vor der Reise kommt die «zweite Besetzung», die mit geschultertem Gewehr auf- und abmarschiert und die Augen überall haben muss. Eine Stunde vor Erscheinen des Zuges tritt endlich das «dritte Commando, in Kraft, das, den Rucken gegen den Eiscnbahudamm gekehrt, darüber zu wachen hat, dass sich niemand auf hundert Meter dem Bahn-lörper nähert. Hört irgend ein HjoM'itz.ger mcht ans den «lnruf so wird er ohue Umstände mederge,chchen. Noch zehn Minuten nach Passieren des Zuges verharrt das Commando in seiner Stellung. Zu d.esem Ehrend.enst im «dritten Commando> wird übrigens nur die Garde ausersehen ^ ^ „ .,. „ ^ ^ „ l i ch te i t.) Neber die Bc< ständiateit der Familienähnlichkeit wurde jüngst in der Pariser biologischen Gesellschaft eine merkwürdige Ae-olmchlung mitgetheilt. Ein Verwandter des Vortragenden bereiste vor einiger Zeit Deutschland und sah im Speise-saal ciues Kölner Wirtshauses au eiuem benachbarten Tisch einen Herrn essen, dessen Gcsichtszügc, Wuchs, Ge-berdcn und Tonfall in der Sprache in jedem Punkte dem Vater des Verwandten ähnelten, was den letzteren um^o mehr in Staunen versetzte, als der Vater ichon todt war. Da er von dieser verblüffenden AelMchtcü ganz betroffen war, gieng er zu dem Hern an den Ti^ch herau und erzählte ihm sen« Wahrnehmungen. Im Laibacher Zeitung Nr. 56. 430 10. März 1398. weiteren Gespräch stellte es sich nun heraus, dass jener Kölner der Nachkomme eines französischen Flücht-lings war, der nach der Aufhebung des Edictes von Nantes (1685) aus Frankreich ausgewandert war und sich in Köln niedergelassen hatte. Seine Familie hatte in Frankreich in Samt Hyppolyte du Gard gewohnt, d2in Geburtsorte des Mannes, mit dem er so außerordentliche Aehnlichteit hatte, und noch mehr, sein Name unterschied sich in der Schreibweise nur durch einen Buchstaben von dem des anderen, eine Veränderung, die dem französischen Stamme nur zur Germanisierung zugefügt worden war. Trotzdem schon ein Zeitraum von über 200 Jahren den nunmehrigen Deutschen von seiner französischen Ver-wandtschaft trennte, waren in beiden Familien trotz der zahlreichen Kreuzungen doch im siebenten oder achten Geschlecht wiederum zwei Personen aufgetreten, die durch ihre auffallende Aehnlichteit miteinander die gemeinsame Abstammung der beiden Linien schon äußerlich bekundeten. Jedenfalls ein zutreffendes Beispiel für die Beständigkeit des Familientypus. — (Eisenbahnunglück.) Aus Charkow wird gemeldet: Im Bahn Hofe von Balaschow stieß ein Güterzug infolge falscher Weichenstellung auf den Prell« bock, wodurch drei Wagen zertrümmert wurden. Die Locomotive wurde beschädigt. Der Maschinist wurde ge-tödtet und der Heizer todtlich verletzt. Der Maschinisten« Gehilfe und ein Oberconducteur erlitten schwere Verwundungen. — (Amerikanischer Sensationsprocess.) Aus Newyort, II. Februar, wird berichtet: In Chicago wurde am 10. Februar der Wurstfabrilant Adolf Luct-gert der Ermordung seiner Gattin schuldig befunden und zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. Er war bekanntlich angeklagt, die Leiche seiner Frau in einer Lauge von Kali aufgelöst zu haben, um die Spuren des Verbrechens zu verbergen. Der erste Process gegen ihn nahm am 23. August 189? seinen Anfang und endete am 21. October, da die Geschwornen sich nicht zu einigen vermochten. Der zweite Process begann am 29. November und endete jetzt mit der Verurtheilung. Die Vertheidiger haben Berufung eingelegt. Local- und Prooinzial-Nachrichten. — (Die Jubiläums - Medaille.) Die «Vedette» befchreibt folgendermaßen die Iubiläums-Medaille: Die Medaille felbst ist etwas größer als die Militär-Verdienstmedaille und etwas kleiner als die Kriegsnicdaille. Die Vorderseite zeigt das nach rechts sehende Profil des Kopfes Sr. Majestät in der An-ordnung wie auf der Kriegs-(Veroienst-Medaille und del» tleinen Titel in lateinischem Texte. Die Rückseite enthält analog der Kriegsmedaille einen Kranz und in demselben ill arabischen Ziffern die beiden Geoentjahrcszahlen, dann unter denselben die Worte 8I0AIM NllNOM^ll. Getragen wird die Medaille an einem rothen Bande, dessen Farbcnnuance von jener des Bandes zum Franz-Josef-Orden (dem goldenen und silbernen Verdienstkreuze und der Verdienst-Medaille) jedoch verschieden ist. Die Medaille für jene Persollen, welche fünfzig Jahre und länger, also schon vor der Thronbesteigung des Kaisers, gedient haben, wird in feinem Golde ausgeprägt. Ueber derselben schwebt ein stilisierter Kaiser-Aar, dessen Krone (wie bei der Verdienstmedaille) den Ring enthält, an welchem das Band befestigt ist. Die goldene Erinnerungsmedaille wird in elegantem Etui den betreffenden Persönlichkeiten von der Ccntralstclle direct übersendet werden. — (Personalnachricht,) Herr Oberst Julius Cavallar des 27. Infanterieregiments wurde zum Commandanten des 29. Infanterieregiments ernannt. Mit lebhaftem Bedauern sehen die hiesigen Gesellschaftskreise den Herrn Obersten aus ihrer Mitte scheiden, da sich derselbe durch seine persönliche Liebenswürdigtnt und sein conciliantes Entgegenkommen der grüßten Beliebtheit und Wertschätzung erfreute. — (Militärisches.) Die in der «Dienst-Vorschrift für Militär-Bau-Ingenieure und das Hilfs-personal für den Militär-Baudienst» sür Bewerber aus dem Civil- oder nichtactiven Militärstande um Erlangung einer Viilitär-Bau-Ingenieur-Assistentenstelle während ihrer Probedicnstleistung festgesetzte monatliche Remuneration von 12t) Kronen wurde vom 1. d. M. angefangen auf 160 Kronen erhöht. — Beim t. k. Krcisgerichte in Marburg wird in der Zeit vom I.April bis 30. September d. I. für die Bewerber um Gerichtskanzlei - Beamtenstellen (Normal-V.-Bl., Stück 28 äo 1897, Nr. 134 — § 51) ein Untcrrichtscurs abgehalten werden. —c>. — (Dien st besetz« ng bei den Ober-landcsgcrichten.) Das «Verordnungsblatt des k. k. Justizministeriums» bringt folgende Mittheilung: «Inbctrcff der von einem Oberlandcsgerichte angeregten Frage, in welchen Senaten die den Oberlandesgerichten zustehenden Dienstbcsetzungen — Ernennungen der Aujcul« tauten, der Kanzleibeamten, Diener und gegen Iahrcs-gchalt zu systemisicrenden Kanzleigehilfen — vorzunehmen scicn, wnrdc diesem Oberlandesgerichte eröffnet, dass es nach Anschauung des Justizministeriums keinem Anstande unterliegt, diese Dienstbesetzungen den gemäß 8 28 des kaiserlichen Patentes uom :;. Mai Ittb3 ausdrücklich zum Zwecke «der Dienstbesehungen, dann der Besetzungsvorschläge nnd für sonstige Personal-Angelegenheiten' bestellten ständigen Commissionen, den sogenannten Personalsenaten, zuzuweisen, nachdem im H 19 des Gerichts - Organisations' Gesetzes auch in Hinkunft die Personalsenate als für solche Angelegenheiten berufen bezeichnet werden.» — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 27, Februar bis 5. März kamen in Laibach 19 Kinder zur Welt, dagegen starben 18 Personen, nnd zwar all Tuberculose 5, Entzündung der Athmungsorgane 3, in« folge Unfalles 1 und an fonstigen Krankheiten 9 Per-sonen. Unter den Verstorbenen befanden sich 3 Personen aus Anstalten. Infectionskrantheiten wurden keine gemeldet. — (Krankenbewegung.) Im Hospitale der barmherzigen Brüder in Kandia bei Rudolfswert wurden im abgelaufenen Monate 60 männliche i^ranke aufgenommen und dortfelbst mit den vom Monate Jänner verbliebenen zusammen 93 Kranke behandelt, von denen 45 geheilt und 9 gebessert wurden; zwei mussten als uugeheilt entlassen werden. Mit Schluss des abgelaufenen Monates sind demnach noch 35 Kranke in dieser Krankenanstalt verblieben. —o. — (Brand.) Am 8. d. M., gegen halb 4 Uhr nachmittags, brach im Kanzleigebäude der Firma Fcl-trinelli . * (Deutsche Bühne.) «Der kleine Mann» von Karlweiß steht bei allen Freunden eines gesunden Humors in so freundlicher Gunst, dass sein Wiederkommen herzlich willkommen geheißen wurde. Die von der Schablone abweichende, dem Alltagsleben entnommene Grundidee, die Satyre auf eine gewisse Sorte von Phrasenhelden und die parooistisch, in grellem Lichte geschilderte Bczirts-meicrei bei Wahlen erweckten auch gestern neuerlich launiges Interesse, vor allem aber ungetrübte Heiterkeit. Die frisch einsetzende Handlung verflacht allerdings in den letzten zwei Acten, aber gelungene Witzworte und drastische Situationen beleben doch wieder die Handlung. Die Darstellung war flott nnd launig, und der Zweck des Abends, einen Heitcrteitserfolg zu erzielen, wnrdc vollkommen erreicht. Den Helden des Abends spielte Herr Trebisch mit lebhafter Beweglichkeit und staunenswerter Zungenfertigkeit. Er fand warme Anerkennung. Herr Sprinz gab den nach einer Bezirksausschussstclle lüsternen Fabrikanten in richtigem Localton mit trockenem Humor; Herr Lichten wirkte als Urbild des kleinen Mannes recht komisch, wobei ihm die Herren Groß, Frank und Titsch wacker secundicrtcn. Fräulein v. Schweickhardt erregte als Schnstersfrau wahrc Lachstürme und erzielte einen besonderen Applaus. Das unvermeidliche Liebespaar spielten Fräulein Melzer und Herr Holl ganz annehmbar; die junge Dame scheint eine begabte Darstellerin zu sein, doch lässt die unbedeutende Rolle ein abschließendes Urtheil über ihr Können nicht zu. Die kleineren Rollen wurden ebenfalls recht gut gegeben. Das Haus war gut befucht, ein Beweis, dass das Publicum auch mit dem Theater-cassicr, zu dessen Vortheil die Aufführung stattfand, zufrieden ist. — (Eisenbahnunfall.) Am 8. März früh ereignete sich am Staatsbahnhofe in Leoben beim Ver-schieben eines Güterzuges ein bedauerlicher Unfall, indem dem Vcrschieber Lackner der rechte Oberarm zerquetscht wurde. Der Schwerverwundete wurde sofort in das Spital gebracht. — (K. t. priv. Südbahn - Gesellschaft.) Einnahmen vom 21. bis 28. Februar 1898: 911.447 st., in derfelben Periode 1897: 959.755 fl., Abnahme 1898: 48.308 fl. Gesammteinnahmen vom 1. Jänner bis 28. Februar 1898: 6,299.253 fl., in derselben Periode 1897: 6,319.018 st., Abnahme 1898: 19.765 si. Einnahmen per Kilometer vom 21. bis 28. Februar 1898: 418 si., in derselben Periode 1897: 440 fl, daher 1898 weniger um 22 fl. oder 5 pEt. Gesammteinnahmen per Kilometer vom 1. Jänner bis 28. Februar 1898: 2890 st., in derselben Periode 1897: 2900 fl., daher 1698 weniger nm 10 fl. oder 0 3 pCt. Die Einnahmen des Vorjahres sind nach den Ergebnissen der definitiven Rechnungslegung eingestellt. , — (Anhalten einer Locomotive durcy Gegendampf.) Die Frage, ob es überhaupt rathsam und nützlich ist, zum Anhalten einer mit kräftiger Vrem e versehenen Locomotive in Gefahrfüllen außer der BrelM auch noch Gegendampf anzuwenden, bildet feit cinlge Zeit den Gegenstand der Erürternng in den amerikanische» Fachzeitschriften. Eine eingehende Abhandlung w dn «Railroad-Gazette» vom 4. Februar gelangt im wesentlichen zu dem Schlüsse, dass die Anwendung des Gegendampfes dann zwecklos und sogar nachtheilig sei, wen die Wirkung der Bremse ausreicht, die Räder festzustellen^ Denn schon dieses Feststellen vermindert bekanntlich o" Reibung der Rüder auf den Schienen und verlängert dle Zeit vom Beginn des Bremsens bis znm Anhalten-Wenn es aber nicht zweckmäßig sei, die Räder ganz sti" zubrcmsen, so sei es natürlich noch weniger von Nutzen, sie durch Gegendampf zum Schleudern zu bringen. Dtt! Ansicht wird zwar in den Kreisen der deutscheil lMN-bahnfachleute nicht allgemein getheilt. Ist sie aber rictM so würde es sich empfehlen, den Locomotivführern vo -zuschreiben, in Gefahrfällen nur dann Gegendampf i geben, wenn die Bremsen versagen. Dafür spricht a«a) der Umstand, dass die plötzliche Anwendung von Gegendampf eine etwas gewaltsame Maßregel ist, die neu Gefahren und Nachtheile für die Maschine herbeiführe" kann. . * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom s. ""' den 9. d. M. wurden vierzehn Verhaftungen uorgenoinwen, und zwar acht wegen Excesses, drei wegen Vacieren, zwei wegen Bcttelns und eine wegen Trnnlenheit. -^. Merarisches. «Unsere Monarchie». Die österreichische" Kronlünder zur Zeit des 50jährigen Regierungsjubiläum Sr. l. und t. Apostolischen Majestät Franz Joses , Herausgegeben von Julius Lanrenciö. Verlag " Georg Szelinsti, k. k. Universitäts - Buchhändler. 6°"'A,g in 24 Heften ä 1 Krone. — Das 15. Heft, ""ches jüngst zur Versendung gelangte, bringt Ansichten "0"" Städten und bemerkenswerten Landschaften und Äauna/ leiten Nicoerösterreichs. Niederöstcrreich bietet ja ew Fülle der hübschesten Scenerien, wahrhaft '""^A Bilder, die man immer wieder gerne ansieht und stcy ihnen erquickt. Man kann die schönste Zimmerreise au führen, wenn Ulan diese Bilder betrachtet. Auf den SW mering führt uns das erste Gruppenbild, das nils o Weinzettelwand. Breitenstcin, Maria Schutz, KlamM, " Hotels der Südbahn auf dem Wolfsberglogcl u. a. M^ Rax und Schnecbcrg, die beiden Licblingöbcrge der Wlcn Touristen, Rcichenau und die Villa Wartholz des ve blichencn Erzherzogs Karl Ludwig, Wiener-Neustadt '" der Burg, Möoling mit der romantischen Brühl, 2^ bürg mit der Franzensburg nnd Schönbrunn, Kahlenveu nnd Leopoldsberg mit dem Dörfchen zu Füßen o letzteren, ziehen in gelungenen Bildern vorüber, prächtiges Blatt ist Melk mit einer Miniaturans'cht "^ Klosterncuburg. Das weinreiche Krems, Dürnstein der berühmten Vestc, das malerische Marbach, das !" im Donaustrom spiegelt, mit der Wallfahrtskirche ^" „ Taferl und endlich der einstige «Strudel« der D"' , und das liebliche Städtchen Grein, eine Perle der ganz Stromfahrt, fesseln nnseren Blick. Der Text zu den n zelnen Bildern ist knapp und prägnant. Mit welUg Worten hat der Verfasser, der bekannte tonnst'^ Schriftsteller Ernst Keiter, die nothwendige Erläutere gegeben. ,^ Wiener Almanach. Jahrbuch für Liter""' Knnst und öffentliches Leben. Herausgegeben von H^ B o h r m a n n und Jacques Jaeger. Wien 1898- Sa) das künstlerisch ausgeführte Titelbild: Se. Majestät Mü Franz Josef 1. anläfslich Allerhöchftscines 50jälM^ Regierungsjubiläunis in verschiedenen Lebensaltern, Toisonornat, ill der Marschallsuniform, in» Manövers" und auf der Jagd im Hochwalde, kennzeichnet, den y rigen (7.) Jahrgang dieses vielbeliebten Fanülienb"^. als Kaiscr-Inbiläumsfcstgabc, die auch in dein ^dia? ' ^Unserm Kaiser» von Karl Graf Coronini und M Artikeln: «Gedanken anlässlich des Kaiscr-Iubllaun» aus der Feder Sr. t. und l. Hoheit des durchlauchtig! Herrn Erzherzogs Ludwig Salvator (aus ^AU Z eingesendet), «Kaiser Franz Josef I.» von P. v. Na ' «Die Armee nnd Kriegsmarine unter Kaifcr ^ Iofef I.» vom k. und k. Hauptmann A. Ganzer ' Ausdrucke gebracht erscheint. Außer diesen dem 'H"^ Anlasse gewidmeten wertvollen Beiträgen finden stH . Reihe ebenso fesselnder Picccn in Poesie und P"'"^ ^, diesmal wieder hier vereinigt und unter den zahlrelcy ^ schicnenen Verfassern die hervorragendsten ^amen Dichterund Schriftstcllerwelt vertreten: so Hermann " "m Marie Ebner-Eschenbach, Noscggcr, delle Grazie, ^a""" ^i, Mara Cop-Marlet, Silberstcin, Vincenti, "^" ^f, Stefan Milow, Bruch-Sinn, Kullmann Graf Ob""" Oberst von Sypniewski, Aohrmann, Jacques ^"u^ Naaff, Ü. Rosncr (mit einem Brief Kürnbergers Laube), Dr. voll Frimaul u. a. m. Unter den « beilagen ragen neben dem schon eingangs ge>' jacher Zeitung Nr. 56. 431 10. März?1898. 'Er W^^" besonders hervor: Die Wiedergabe von Aufnal^ ^ ^"chl Sofie» nach einer photographischen 3r«u ß ^^" k. nnd k. Hoheit der durchlauchtigsten Wie ft ."pnnzessin. Witwe Erzherzogin Stefanie Zr "ausmanns «Partie ans Smiritz», Eigenthum bahnm?s. ^ Kaisers, das Porträt des k. k, Eisen-3!eit>, f '!"'^ ^- Heinrich Ritter von Wittet nnd eine ans .Alt-Wien». Meister endet »^^' hat diesem so vielseitigen und so voll-^llnanack lechzt) ""^gestatteten Jahrgange des Wiener leicht s' ^""k" Herausgebern zu aller Ehre ge- ?^^len famosen Walzer als Musikbeilaae gewidniet. Neueste Nachrichten. ^"nprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie. NH. (Orlginal'Telegrammf) Aulletin^l"' ^'M^z. Das vormittags ausgegebene duich'" über das Befinden Ihrer k. und l. Hoheit der ^lzoqin M^" ^'"" Kronprinzessin-Witwe Erz-^ der ^^ ^>^uie lautet: Entzündungserscheinung banden? ^""^e fast verschwunden. Allgemein-^eite no^^ ^" zögernden Lösung auf der linken uacy bestehender Affection recht befriedigend, die Bess"' 9'März. Im Laufe des Tages hielt Flau ft! 6- '" dem Befinden der durchlauchtigsten c>n. ^r m"^esstn-Witwe Erzherzogin Stefanie Hohev>,,.f. .^/lauf der Krankheit ist, nachdem er den durchaus normal. Alle gün-'°urde^'^"""gen halten dauernd an. Ein Bulletin "bends nicht ausgegeben. Parlamentarisches. (Original'lelegramm.^ H Wien. 9. März. "c>chl^tt,^5""^us hält am 21. d. M. um 2 Uhr °tdnuna s> l. Eröffnungssitzung ab. Auf der Tages-^n Vliins/ ^ "e Vorstellung des Präsidiums durch sührer H Ä^^enten, dic Bestellung der Schrift-^"sic'ator "^ ^s Einlaufes, Wahl von sechs ^"fassun^ ^"nnnunique' der Obmannconferenz des die üb .^ "«en Großgrundbesitzes zufolge billigte stritt k?". Mehrheit der Versammlung den ^'stermn ^ ^- Aaernreither in das «us. ^-"'", "nd sprach einmüthig die Ueberzeugung Knoten ?"A ^^ Beziehungen zu den gesinnungs-dnss er j,n ?,<"Mn Gruppen unverändert bleiben, ^rigen K F^cntheile lebhaft wünsche, den in der ^echkup?!?" eingeleiteten Contact unverändert "b°n sei« ^ c"' Selbstverständlich könne keine Rede 3 dem Cabin^5^"lassungstreue Großgrundbesitz ?^run<^^ ^^"n in das Verhältnis einer ^ionssrN" ^tt, vielmehr sich vollkommen Die N . ^^behalte. ' .'"ritt N^'""""l""a. constatiertc ferner, dass der kritische ^"""Uhers "ur im Hinblicke auf die Ü^lesse ".^ "üb das ernstlich gefährdete Staats« k-°^und2'? "!"^' damit der verfassungstrcne sondere?^lowohl "" österreichischen als ins-^""er V.?.Z"teresse an der Herstellung ge-^isanii,,s,""y"Unlsse sich betheiligen könne. Die M dieser ,? )'" "'^ Vefriedigung zur Kenntnis, "W, n " " "ln patriotischem Empfinden dictierte ?"cht wur?p "'Ü? ^" ausdrücklichen Voraussetzung gc- !." Vestim.« '^ "'HM unternommen werde, was ' berechU""^" der Verfassung widerspreche oder ^igtcn Interessen der Deutschen verletze. Baiser V^, März. (Orig.-Tcl.) Se. Majestät der "^" Ves»^, ^"" Fürstenpaare von Bulgarien . Wien u"^"lais Eoburg ab. '^lser ewn« <ä- (Orig.-Tel.) Se. Majestät der futsch «Z^"ä heute die gewesenen Minister Baron °"ber ""tkr v Böhm, Grafen Latour, Ritter von . Nien u V"" "on Locbl in Abschicdsaudienz. < >nister ^ m ^ lOrig.-Tel.) Se. Excellenz Han-^lun/^ "I- Vaernreither nahm die Vor-^"etr ^. ^epartementschefs entgegen und beant-^lherrn ^ ^^"^""^""sprache des Sectionschefs ^bc,uminisn3'^^k"^ "'borst freundlich. Se. Exc. ^ Borste .«^'^^ "°" Käst nahm vormittags ^Me fr 2 )^ Veanüenlörpers entgegen nnd cr-^len von NH die Ansprache des Scctionschefs i?"lchafter' ^' ?^rz.' (Orig,-Tel.) Der italienische Urlaubs ^ N'g.ra trat heute eine kurze ^"te d"r Nn^c^ (O"g..Tel.) Am schwarzen ist eine Kundmachung des ^7/n die Veranstaltung von ^"ersität 3"/ 7^ H""e" von Reden innerhalb der Ä"^Me,werbi,.,'" ^' Zierliche Auffahrten der ^"illigu,w . " 3^7 b"chn nur nach vorhe gehender m"' .Nrtto? si„k ^?" stattfinden. Deputationin an b/ !"""unaen ,.l, ^ ""zumeldm. Die jeweiligen ber^ u"M "ber den Bummel sind hiedurch nicht Budapest, 9. März. (Orig.-Tel.) Der geheime Rath Salomon von Gajzago, Mitglied des Magnatenhauses und ehemaliger Präsident des Staatsrechnungshofes, ist gestorben. Stuttgart, 9. März. (Orig.-Tel.) Finanzminister Dr. von Kiecke ist heute früh an Herzlähmung gestorben. , Arad, 9. März. (Orig.-Tel.) Die Waldungen bei Magulicsa brennen seit zwei Tagen. Der starke Wind macht die Löscharbeiten unmöglich. Der Schaden ist ein großer. Verona, 9. März. (Orig.-Tel.) Heute um 11 Uhr 50 Minuten vormittags wurde hier ein ziemlich starkes Erdbeben verspürt. Durch den während der beiden letzten Tage wüthenden Sturm wurde in der Provinz großer Schaden angerichtet. Riva, 9. März. (Orig.-Tel.) Infolge der anhaltenden Regengüsse war der Bahnverkehr gestern und heute unterbrochen. Derselbe wird morgen wieder aufgenommen. Bombay, 9. März. (Orig.-Tel.) Im hiesigen Eingeborenen-Viertel kam es zu ernsten Unruhen infolge der Auflehnung gegen die anlässlich der Pest getroffenen gesundheitlichen Maßnahmen, wobei mehrere Personen gctodtet und verwundet wurden. Es wurden Marinetrnppen zur Wiederherstellung der Ordnung entsendet. Washington, 9. März. (Orig.-Tel.) Der Senat nahm einstimmig, ohne Debatte, das Gesetz, betreffend die Bewilligung von 50 Millionen Dollars für die Landesvcrtheidigung, an. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Ueber Land und Meer 1898, Heft « (8° Ausgabe), fl. —60. — Schirm er, Feldzug der Oesterreicher gegen Murat 1615, fl. 4'50. — En zberg, Fridtjof Nansen, fl. 1-20. — ^Ueber, Lehrbuch der Algebra, 2. Aufl.. l. Bd., fl. 6 —. — Kiebel, Die Steuerpolitik der Besitzlosen, st. —40. — Wcißberg, Die neuhebräische AufllärungS»Literatur m Ga« lizien. fl. 1 —. — Goldschmied, Modernes Iudenthum, st.—-60. — Kiesler, Iudenthum und moderner Zionismus, fl. — 30. — Jung, Die Handhabung der Instrumente zur Extraction der Zähne, st.— 90. — Eschstruth, Gänseliesel, 2 Bde., ?. Aufl., fl. 4-80. — Lesebuch für ländliche Fort. bildungsschuleu, st. 1 20. — Ulrich, Altoberengadinifchc Lese. stücke, st. 1.68. — Klauwell, Die Formen der Instrumental' musil, st. — - 60. — Cherubini«Ieusen, Theorie des Contra» punltes und der Fuge, st. 2 40. — Rothenberger, Räthsel und Erzählungen musikalischen Inhaltes, geb. st. 1 20. —Archiv für Schiffs» und Tropen.Hngiene, I, Bd. (1897), st. 7 20, II. Bd. (1898), 1. Heft. — Mitte, Der Kegelsport in Wort und Bild, st. —-60, — Rohde, Eine Sammlung uon praktischen Lehrproben, 1. Lfg.. fl. —'36. — Freiligraths gesammelte Lichtungen. 6. Aufl., 1. Bd., st. 120. — Höcker, Fräulein Doctor (Roman), st. 1 80. — Zola vor Gericht, fl. — 30. Vorräthig in Jg. v. Kleinmayr 6 Fed. Bambergs Buch-Handlung in Laibach. Angekommene Fremde. Hotel Hlesant. Am 7. März. u. Garzarolli. Kfm., Präwald. — Do« mladis. Gutsbesitzer, Ill.ft4—^— Halbfrucht » —-------— Kalbfleisch » —64------- Heiden . 9—950 Schweinefleifch » —,66------- Hirse » 8—750 Schöpsenfleisch » —,40------- Kukuruz » 6 50 670 Hähndel pr. Stück —,55------- Erdäpfel » 3^-------!— Tanben » !18-------. Linsen » 12-------!- Heu pr. M'Ctr. . i!96------- Erbsen . 13^-------!- Stroh ...178------- Fisolen . 12!---------- Holz, hartes pr. Rindsschmalz Kilo -'94—,— Klafter 6 80------- Schweineschmalz » ^74 __, _ __ weiches, » 4 80------- Speck, frisch . 66 - - Wein.roih.,pr.Hlll. - - 24 -— geräuchert » — 70 — —weißer, » —^—30 — AclNdeslbeateu in Huivclch. 96. Vorstellung. Gerade Freitag, den 11. März Her Vogelhätt dler. Operette in drei Acten von M. West und Leo Held. — Musik von C. Zeller. Anfang halb 8 Uhr, Ende 10 Uhr. 97. Vorstellung. Ungerade. Sonntag, den 13. März Srusatious'Novität! zum rrstenmaie: Sensations'Novität l Die kleinen Schäfchen Operette von Armand Livrat, - Musik von Louis Varney. Herrexigra-ssc £Tr. ST;3?a,rterre recla.ts. Erstes und ältestes Wofinungs-, Dienst- und Stellen-Vermitlelunys-ßureau (behördlich bewilligt) empfiehlt utid placiert Dienst- und Stellensuchende aller Art für Laibach und auswärts. Gewissenhafte, mb'gliohst rasohe Besorgung zugesiohert. (856) 25-6 Röinerstrasse STr. 19 ist eine Wohnung mit drei Zimmern und Zugehör, gartenseits, sofort zu vermieten. (923) 3—2 vessentlicher Danl dem Herrn Franz Wilhelm, Apo-theler in Neunlirchen, N.»Oe. «Wenn ich hier in die Oeffentlichleit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ausehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheler in Neunlirchen, meinen innigsten Dank auszufprecheu für die Dienste, die mir dessen Wilhelms Thee in meinem schmerz« lichen rheumatischen Leiden leistete, und fodann, um auch andere, die diefem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diefen trefflichen Thee aufmerlsam zu macheu. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle drei Jahre bei jeder Wittcruugsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern, und von denen mich weder Heilmittel, noch der Gebrauch der Schwefel, bäder in Vaden bei Wien befreien tonnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte dnrch im Vette herum, mein Appetit fchmälertc sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körper« traft nahm ab. Nach vier Wochen langem Gebrauche'des Wilhelms Thees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jetzt, nachdem ich fchon seit sechs Wochen leinen Thee mehr trinle, auch mein körperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, dass jeder, der in ähnlichen Leiden seme Zuflucht zu diesem Thee nehmen, auch den Erfinder dessen, Venn Franz Wilhelm, so wie ich segneu niird. <-.^l,l». In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Vutsch.n - S re tfeld, Oberstlieutenants-Gattin. ^ ^ Herrn Apotheker Pioooli in Laibacn. Theile Ihnen mi(, »lass icli mit Ihrer Glycerin-Crfime «ehr zufrieden bin da sie die Hände wunderbar weiß und J?l*tt maoht. Her Dame, welche mir die Cr6nie empfolilen hat, werde ich nicht genug dankbar sein. Ihre letzte Sendung bestätige ich mit Heutigem dankend. Wien, 15. Mai 1897. Ootavle Laurent III. B., Landstraße, Hauptstraße 33. (460) 10-5 Laibacher Zeitung Nr. 56. 4tz2 10. März 1693. Course an der Wiener Börse vom 9. März 1898. ^^ dem oMene« CourM^ Veld Ware AllgtMtlnt ztlll»t«schuld. «»/2 «lnhelttlche «ente ln »loten »e«. Mal.November . . . 102 5ü 102 7ü lnÄlotenvcrz,Fel>ruai>Nu8Ufi 102 55 108 72 „VINsr der,. Iänüsi Iull 102-25 10855 „ „ „ «Pril-Oclober 10285 102 55 l804er <«/, Otaatslose 2^.0 si. 1U3 50,1U4-5» i««uer z°/, „ «anze 500 ft. i4»-90j 144-60 i«uoei b"/, ..Fünftel 100 ss. ieu?ü I6i ?b »86Ki»"e»1t°m< 102 70 102 90 bto. dto. per Ultimo . . 10270 10» 90 «'/»'/» vsteri. Investi««»«-Rente ftr 200 «Ionen N««, . . 9« « S3 70 »tt«»»«hn.«!»»«tssch»lh»»v' schreibnngen. «lllabtthbllhn in «., fteuelfte» (blu.St.). für 100 st,«. 4°/. i«i- 1»l90 Fran,'Josef-«ahn ln Silber (blv. St.) f. 100 st, Nom. b'///« 128 «5 129 25 «ubolfsbahn 4°^, in «cone»». fteuerf. (bw.Tt.). für iiU0«tr. Nom.........100 20 101 L,) «orarlbergbahn 4«/« l. »ronen». fteuerf.. 400 u. «X» «K. l- l«, »r. 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W. 159 — ,gy.^ bto. dt«. 5 bU sl. 0. ». 15» 50 ib9 üo Iheiß.«««.H^ 4°/» 100 ft. . 141.75 Z.A Gnmdentl.»Gbllgati«»«» (für 100 fl, «M.). 4»/„ ungarifche (100 fl. «. ».) . 87 20 98 30 4°/, lroattsch« und slavonisch« . s? ?b 98 75 Hnde« össentl. Anlehen. Nonau-Neg,°L«se b»/«. . . . i3l—131-50 dt«. 'Nnleihe 187« . . 109 — 110 — slnleben der Etadt V«l» . . 112 5« — — Nuleueii b. Otadtzitincinbe Wien 104 25 105 25 Uiilebeii b. Vtadtzemeiube Wien rilät«.Pbll8aN»nen ssür 10a si.). , F«rblna,lb»'N«rbbahn »m, 1»«« 100 ?ü 101 75 Oesterr. Norbwestbllhn . . . 111 40 N2 40 Staat«bahn2«/<,»Ircs,500p,Et. —— — — ßüdbahn 3«/a il Frc«. 500 p. Tt. 187.80 18» 4U dtu. 5°^^200fl. p. loaf! 122-50 123'- Unlllgllllj, Nahn . , . . . 109— —-- ^/« Unterlrainel »<5 <»«<«>«', «reditb<,nl,Ull«.unL.. »uafl. . 380-25 28075 Debusiteiiblliil, Ällg., 200 ss, . 228 — 22»'5O E«cumpit Ges., «dr0sl,, 50» fl. ^.^, 7^.^ Oilo> u, Cassenv,, Wiener, L00sl. «ü8-_ ,«2 — ßyp°th ritiitl-Actien 100 fl. . . . 181 50 l3ll — Nng.Hllllz. Eisenb. 200fl. Silber 212-75 213 75 Nng'Westb,(Raab'Vrllz)200fl.G. 212 — 213 — Wiener Lacalbahnen'Act.-««». —>------------ Indufifie^ctien (per Ltüit). Vaugef., «lllz. «st., 100 fl. . . 120 75 121 — Vgybier lkisen« und Gtahlerei lO0 fl. . . 145 50 KL 50 Montan'Veselllch,, Oest, »alplne zzi 45 151 95 Pra„er -— 595 — ,,Hchl0glnu«l", Paplerf. 200 N. «o» — »13 — „Gteyl»».^, P«pwlf.». ».«». 171 — I?, — ----------------------------------------- ^WN. >"" ^ «olhen Kreuz, Ung. «es. v,, 5ss. i0'l° »,,^ Rubolph'Üose 10 ft..... «"--' ^,zo Valm^ose 40 fl. «M, . , > «»^ ^?> St,'Gen°l«.ll°st 40 fl. «M. - ?s-^ ?,.. Walbstein.Lose 20 fl. «Vl. - - b»— «elvlnstsch, b. »«/, Pr.^chuldo, ,,i<> d. «obencrebitansllllt, I, E». l?^«, iz>i dt,. dto. U. «m. 1»»» - - 25 A ' ,zz ««iiocher L,se...... »»2» " «msterbanl....... ^9 3! 3^ Deutlche Plütz«...... ^»n<«0^ L«nd«n ...... l»0 »° j," P«l« ........ i?" ^ Vl. 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