(größer „Eissier Zeitung"). 7^°''°°"." *r rr». "• -•*■ «• >-«- -. -.- .. ^-. «u .i...^.»^ »---arrvctitil«» M 9s- 8i* Bu«[»«-» «»«»rcchcntn tUlatt. KsfnHIit« iwtairu 3n(rr«tt |it ans« »UM »I« »ru:m *>' m*™?* '■ ^«"ch. «. S°... u.. ... ^.. .... „„75 __M """"""'• wttifttl«»ra »ott.ltrt. - TOannlcrllile a m«t *ig(fflati«rt. Sir. 16. Cilli, Donnerstag, den 25. Februar 1886. XI. Jahraanj,. Die Deutschen in HeKerreich. iCchlub.) Allerdings bildtn die Nichislave» keine homogene Masse, und manche Element« unter ihnen, wie die Deutschen und Magyaren, stehe» augenblicklich in nationalen Fragen in einem cicwiffen Gegensatze zu einander. Allein dieser Gegensatz ist kaum so groß, wie jener zwischen einzelne» der slavischen Nationen Oesterreichs, so zwischen de» Polen und Ruthenen, und der Gedanke an eine A t von Ausgleich der intio-nal n Interessen innerhalb der ersteren Gruppe, behus» gemeinsanikr Abwehr d,S slavischen An-griffe«, liegt nicht gar so fern. daß er für eine Zukunftspolitik nicht mit in Betracht gezogen werden müßte. Unrichtig ist eS weiter, wenn Harimann in Ungarn nur ein magyarisches Vi«r-»l der Bevölkerung einer slavischen Mehrheit gegenüberstellt. Nach der letzten Volkszählung betragen die Magyaren im ungarische« StaalS-gebilde 41*16; die Slave» dagegen nur Procent der gesammten Bevölkerung, womit auch alle von Hartmann an die These der slavischen Majorität in Ungar« sich knüpfenden Schluß-solgerungen hinfällig werden. Wohl sollten diese Auseinandersetzungen an und für sich genügen, um nachzuweisen, wie wenig Gewicht de» nieverschmetternden Darle-gungen in dem fraglichen Artikel beizumesse» ist. Indessen dürste e« sich empfehlen, das Gehen» "es Panslavismu» noch etwas näher zu detrichten. das einen so wichtigen Factor in den Combinationen Hartmann'S abgiebt. Es sei dabei, ganz abgesehen von der Frage, ob «in übermäßig ausgedehnter, zumeist dünn bevölkerter panslavistischer Staat mit feinen vielen Ungleichheiten und den in Rußland jetzt fchon üppig wuchernden Keimen der Zersetzung über-haupt eine furchterregende Angriffsmacht wäre: Hin Arauenyerz. Etijje aus dem Frauenleben von Auguste Groner. War sie schön? Nein, denn eine ebenmäßige Gestalt, sprechende Augen. schöne Zähne in einem ewig lachendem Munde und eine ge-smiddleiche Gesichtsfarbe machen noch keine Schönheit aus. Aber hübsch war sie, und das bedeutet zuweilen weit mehr als „schön", denn wit „schön" bezeichnet man zumeist nur die Form; bei „hübsch" ist immer auch der AuS-druck gemeint — und wo es Ausdruck giebt, sa giebt es auch einen Eindruck, was die Schönheit nicht immer von sich sagen kann. Kurz. Resi war ein flottes Wiener Kind. Sie hatte die Zunge und das Herz auf dem rechten Fleck und nahm sich daher nicht so sehr :» Worten als in Handlungen zusammen, was bei ihr, wie bei Anderen, die dasselbe thun, zur Folge hatte, daß man sie nach ihren Wor-ien allein beurtheilte. Sie galt al« leichtsinnig Mit» war doch niir lebensfroh; als flatterhaft, unb war doch nur noch ganz ungebunden, was ihr kleine«, lustiges Herz anbelangt, daS bis. lang noch für All- schlug — weil der Rechte, sür den allein eS schlagen wollt« und fo be- Iljimg war, zu schlagen, noch nicht gekommen war. Aber er kommt, jetzt eben kommt er! auch das Bedenken soll nur gestreift werden, daß e« doch unbestimmt ist. ob der Zug zur Bildung großer Nationalstaaten, welcher der zweiten Hälfte unsere« Jahrhunderts die Signa-tnr gibt, dem nächsten Jahrhundert »och eigen-thümlich sein wird. Ader daS muß eindringlich betont werde», daß die Hindernisse, welche sich der Bildung eines großen panslavistischen Nationalstaates durch Rußland entgegenstellen, nicht nur verhältnismäßig weit größer sind, als dies bei Italien und Deutschland der Fall war, son» dern an und für sich derart sind, daß die A»S-ficht auf einen panslavistischen Staat bei einer sorgfältig abwägenden politischen Berathung nur ganz nebenbei in Betracht gezogen werden kann. Denn hier handelt es sich nicht um die Bereinigung verschiedener Stämme einer Na-tion. sondern um verschiedene Nationen, die nur in mühevoller und äußerst langwieriger Arbeit zu einer Einheit verschmolzen werden könnten. Nicht allng der einzelne» Mächte gegen einander hat Europa selbst in diesem Jahrhundert schon erlebt! Und wenn Hartmann den Pan-slavismus in Rechnung zieht, wer hindert dann Andere, ein Gleiches mit dem PangermaniSmuS zu thun ? Einhundertuudfünf Millionen Auge« hörige der germanisch. » Völkergruppe in Europa gegen vierundneunzig der slavischen! Od«r, da« hochc ltioirte Westeuropa gegen da« minder cul» einer unbewußten Anwandlung von Scham, bis an das Gestell zurück, in dessen Fächern grüne Cartons mit Damenhemden und Hosenträgern und mit Strümpfen und Nachtleibchen friedlich nebeneinander stehen. Von dorth«r muß sie aber noch immer in sein schönes Gesicht schauen, in dem das Schönste die tiefblauen Augen sind, die sie zuerst gleichgiltig, dann aufblitzend, dann selig forschend auf sich gerichtet sieht. Jetzt seufzt er, vielleicht nur deshalb, weil sie gar jo tief geseufzt hat, und beg«hrt mit einem unbe-schreiblich freudigen Lächeln — eine weiß« Cra» vatte. Wie im Traume, stellt sie einen der grüneu Cartons vor sich hin. Da er ihr den Deckel abnehmen hilft, berühren sich ihre Hände und Beide zucken zusammen. Bi« in ihren klei-nen Ohrläppchen schießt das Blut und di« in seine» weißen Halskragen hinein errölhet er. Wie lange er sucht, bis »hm etwas paßt! Da-bei wechseln sie einzelne Reden; sie beziehen sich alle auf den Artikel, aber sie klingen doch ganz eigen. Es ist, als ob jedes Wort eine andere, eine liefere Bedeutung habe. Dann hat er keine Ursache mehr zu bleiben, er findet wenigstens keine in seiner Verwirrung, er vergißt sogar zu bezahlen und sie — ihn daran zu erinnern. Da er fort ist, sitzt sie wieder an der Maschine und diese klappert ihr einen lustigen Marsch zu den Gedanken, di« in ihrer Seele festlich auf- 2 tioiite Osteuropa! Heißt dies Alles nicht, sich in speculaiive Spielereien verlieren? Wer zu weit denkt, denkt zu kurz, und so fehlerhaft die Politik ist, die nur da« Heule in Betracht zieht, so ist doch jene noch fehlerhas-ter, die über dem Ausblicke in eine nebelhafte Zutuns» di« Forderungen der Gegenwart ver-gißt. Und sür ein Volk, da» eben noch so Gro» ßeS vollbracht, so Langersehntes erreicht hat, gehört unter diesen Forderungen die Wahrung der nationalen Ehre gewiß nicht in die letzte Reihe. Wie wenig eS sich aber mit dieser ver-trüge, wenn man in Deutschland sich anschickte, au» engherziger und »och dazu unbegründeter Furcht, au« kleinlichem uud noch dazu falsch berathenem EgoiSmu» die St'mine des Herzens zu ersticken und den Untergang von zehn Mil-lionen von Brüdern als ein der eigenen Sicher» heit gebrachtes Opfer zu fordern, um das „in ihrwn gemordete Deutschthum" durch ungestor-ten Vollzug der Germanisation der dem den:-schen Reich« zugehörenden Polen. Dünen und Franzosen „verjüngt wieder auferstehen" lassen zu können, bedarf wohl einer weiteren AuSei-nandersetzung nicht. TreuberPslicht, aberauchtreu d « m H « r z e n, daS ist der Standpunkt, den die nationalfühlenden Deutschen OestrrreichS feit der Auflösung des fiüheren, alle Deutschen um» schlingenden politischen Verbandes den deutschen Angelegenheiten gegenüber eingenommen haben. Von diesem Standpunkte aus haben sie mit hin-g«bungSvoll«r Theilnahme die Ereignisse deS Jahres 1870 verfolgt und dieser Theilnahme jeden statthast«» Auasruck gegeben, und dem «ntsprecht«d wird auch in Zukunft alles in ihrem Herzen nachklingen, was den Brüdern in Deutschland daS wech>elnde Verhängnis bringt. Und den Glauben daran, daß ein ahnliches Empfinden in den Herzen der Angehörigen deS deutschen Reiches lebt, wird unsD«utschen in Oesterreich Niemand zu rauben vermögen. ^otitische Wundschau. Inland. sR e i ch S r a l h.] Ministerpräsident Graf Taaffe verwahrte sich am Beginne der Sitzung d«S Abgeordneten-HauseS vom 23. d. auf das Entschudenste gegen die .unqualificir» baren" Aussalle in d«r jüngsten Debatte (Stein-wender gegen Piuo) und droht« der Opposition mit — einem Maulkorb. Stürmischer Beifall der Rechten folgte dieser wunderlichen Erklärung deS Ministerpräsidenten. Dt« unbequeme Oppo» fition soll mundtodt gemacht werden und dazu wird die Majorität mit Freuden die Hand bieten. Sollte aber die R.defreiheit unserer deutschen Abgeordneten wirtlich derart unter» ziehen. Jetzt fällt es ihr erst «in, daß sie gar kein Geld bekommen habe — aber sie lächelt sorglos und glucklich. Der kommt schon wieder! Ei ja! Freilich! Da ist er ja schon „Schon sann man eigentlich nicht sagen, denn gut zwei Stunden sind snt seinem Gehen bei ihre« Trau-men verstrichen. Die Uhr schlägt eben halb Zehn. Schon so spät und noch ist er nicht zuui Ball gekleidet, für den er feinen Einkauf ge-macht. Nein, noch hat er den Collegien» oder den B ireaurock an, der ist schon etwas milge-nommen und an der einen Manchem sind Tiu-tenspuren. Welch' hübsche Hände er hat! Fast so zart wie die ihren, di« beim Nähen auch recht weich und weiß geblieben sind. DaS Alles sieht sie mit einem Bl ck, wäh-rend die Uhr die zwei Schläge thut und er feine Börse öffnet. „Ich vergaß, meinen Einkauf zu bezahlen," sagt er verlegen, und sie sagt darauf, ihr Den-ke« laut fortsetzend: „Es ist schon spät und Sie find noch gar nicht für den Ball gekleidet." „Ah! heute könnte ich doch nicht tanzen 1" fährt er heraus und legte seine Hand aus die ihre, die ganz zwecklos in einer Wollschach-tel herumsucht, und setzt, ihr in die Augen schauend, hinzu : „oder doch nur mit Ihnen!" Sie entzieht ihm ihre Hand nicht, wie sie es Anderen thut, sie denkt nicht an die Nach- ..Zutsch« Macht/' drückt werden, daß in unserem Abgeordneten-hause ein deutsches Wort nicht mehr möglich wäre, dann bliebe ihnen wohl nichts anderes übrig, als dem ReichSrathe den Rücken zu kehren. Die Specialdebatte über die Verstaatlichung der Prag-Duxer- und Dux-Bodenbacher-Bahn eröffnete Abgeordneter Dr. Magg mit einer schneidigen Rede. Die Berufung PinoS auf den StaatSgerichtthof sei ein« Verhöhnung der Minorität, weil zur Erhebung einer Anklage die Zweibrittelmajorttät erforderlich sei. Abg. Dr. Steinwender sagt« u. A. an di« KaminSki-Affaire erinnernd, „Ka«in»ki und Wolski mußten gehen. Bringt man aber gegen einen Minister eine» Vorwurf — und das ist der Unterschied zwischen einen Minister und einem Abgeordneten — "ann bleibt er." Abg. Dr. D « rfchatta richtete, unter d«m lebhafleften Beifalle der Linken, an den Ministerpräsidenten das Ersuchen, die Wahrung der Würd« deS Hauses den Ad.e-ordneten selbst und dem von ihnen gewählten Präsidium zu überlassen. ES wäre jedenfalls mehr am Platze, daß der Minister-Präsident mehr Sorge für di« Würd« l«S Ministerium» trüg». Der JmmunitätSauSfchuß beschloß dem Hause die Zustimmung zur gerichtlichen Ver-folgung der Abgeordneten V o f ch n j a k und F. S u « ß wegen Ehrenbeleidigung zu empfeh-leu. (Abg. Voschnjak wurde bekanntlich von Herrn Dr. Eduard Glantschnigg geklagt.) sA b g. Dr. Herb st) ist au» Meran, wo-hin er sich zur Herstellung seiner Gesundheit be» geben, in Wien eingetroffen. Er befindet sich vo>-trefflich und wohnte bereits den Sitzungen des Adg«ordntt«nhauseS bei. sD a S S o c i a l i st e n g e s e tz.j Die Re» gierung hat dem Abgeordnetenhaus« zwei Soc» »-listengesttze vorgelegt. Das erste führt den Titel: „Regierungsvorlage, womit Bestimmungen ge-gen gemeingefährliche soc»alisti>che Bestrebungen getroffen werden", daS zweite: „Regierungsvorlage, womit Bestimmungen über die Gerichts-barkeit in Strafsachen welchen gemeingefähr-liche socialistische Bestrebungen zu Grunde liegen, und über den Vollzug der in solchen Fällen verhängte» Freiheitsstrafen erlassen werden." Eine der wesentlichsten Bestimmungen des zwei-ten Gesetze» ist die, daß den Anarchisten die Begünstigung, al« polnische Verbrecher behan-delt zu werden, entzogen wird. sM i n i st e r P » n o.j Polnische Blätter melden die beoorsteh?nd ■ Demission Pin o'S. Als dessen Nachfolger wird SectionSchef W i t-t e k bezeichnet, jedenSfallS ein blindes Werk-zeug Taaffe'S. sZ u st i m m u n g S k u n d g e b u n g.] Der Stadtrath von Leitmeritz hat einstimmig »ach- darin, die besonders an den Abenden, an denen sie Resi allein daheim weiß, gar häufig vor-übergeht; sie lauscht nur seinen Worten und weiß auf einmal, was Liebe, was Glück »st; weiß, wie gut «S ist, wenn daS Herz fo pocht, wenn die Pulse so jagen, wenn man eS so ge-nau fühlt, wie die Röth« auf d«n Wangen kommt und geht, und weiß nun wie süß eine Menschenstimme sein kann und Menschenivorte! Und da sie ihn gehen heißt, mit leuchtenden Augen und strengen Worten gehen heißt, ge-horcht er ihr schmollend. Und da sie hinter ihm den Laden geschloffen, breitet sie die Arme weit auS und jauchzt auf im seligen Empfinden ihrer jungen Liebe. Noch oft ist er gekommen. Der giftigen Greißlerin yis-ä-yis, die fünf längst erwachsene Töchter besitzt, hat die Frau Wiesinger auf ihr« tugendhafte Bemerkung erwidert: „WaS woll'nS denn? Er muß do 'S Madl kenna lerna! Koner kauft a Katz' im Sack." Das war ihre Logik, keine unrichtige, wie man zu-geben muß. Und er lernte sie kennen. Bald wußte er, daß ihr Herz gar mächtig schlagen konnte und daß unter der von lustigen Löckchen umwehten Stirne ernste Gedanke» lebten, zu ernst und klar, uu, getäuscht oder verwirrt werden zu können. Wie schlecht und dumm die Männer 188* stehende Resolution angenommen: „Gegenüber den Anfeindungen, welche der DeuscheElub der Abgeordneten in letzter Zeit erfahren, spricht der Stadtrath von Leitmeritz seine Ueberzeugung dahin aus, daß kein Grund vorliege, welcher sein Vertrauen zu dem Deutschen Elub erschüttern könnte." Diese Resolution wurde dem Ab-geordnete» Meißler übersendet, damit er di«-selb« b«m Deuts he» Club zur Kenntnis bringe. sZuraltkatho.ischenBewegung.) Trotz allrr Geg«nd«mühungen de« Cleru« gewinnt die altkaiholische Be ^egung in Nordwest» böhmen und hauptsächlich »m Egerer Krei« immer mehr an Boden. Zahlreiche Uebertritte zum AlitatholiciSmus sind zu gewärtigen. Nächste Woche soll 'M erzbischöflichen PalaiS in Prag eine Conferenz der einflußreichsten Seelsorger Nordwestdöhmen« stattfinden, um über Schutz-maßregeln gegen die immer weiter um sich grei-sende allkatholische Bewegung im Einvernehmen mir dem Leitmeritzer BiSthum zu berathen. sDie Slaven mit den Deutsch-konservativen »m Bundes Die Cleri» calen haben gesiegt. Die Rechte mußte nachge-den und eine Commission einsetzen, welch« auS den drei Feudalen Lienbacher. Giooanelli und Lichltnstei», dem Tschechen Rieger und dem Polen CzertavwSky besteht und die Directive erhielt, daS von den beiden Autoren Lienbacher und Karlon entworfen« Schulgesetz rasche-stenS zu prüfen, d. h. für baldige Einbringung zu präpariren. Die Rechte willigte nach vielen Sträuben ei», daß diese Commiffion eingesetzt werde in dem guten Glauben, daß man die Herstellung der conseffionellen Schul« dami» v«r-zogern werde. Allein Lienbacher und Karlon haien ihren Entwurf fertig, dringen auf di« raschest« Erledigung, ungeachtet die Regierung den Clericalen «in« Verwarnung ertheilte, daß. falls die Clericalen sich nicht mäßigen und ihr Verlegenheiten bereiten, di« Regierung sich ihrrr Freundschaft «n»lm Katholicismus allein ist unsere» slooenischen Volksbeglückern nicht geholfen. Wie der Glaube ohne die guten Wert« «in todter sei, fo auch der Katholicismus ohn« SlaviSmuS. DaS ifi daS neueste Dogma unseres slovenische» Hetz Clerus. Wie man sieht, geht bei diese» sind! Jeder glaubt, Jede verführen zu könne»; sie fühlen sich völlig berufen dazu, und Jeder glaubt gerade Die, die er zu feinem Weibe macht, sei der Verführung entgangen. Moser war nicht schlecht, nicht schlechter als die As-deren, denen Fraueutugend Zeitvertreib ist; , aber er liebte Resi, wie man eben zu liebe» pflegt mit 25 Jahren. Moser schickte Alle« wt Treffen, was zum Siege führen konnte. Di« Schmeichelei, die Eitelkeit deS Mädchen» selbst, der Glück und Unglück deS Betreffenden sozii-sagen in die Hznd gegeben wird, d»e Liebe, Dal Gekränktsein. die Leidenschaft. Da er sich trotz Allein zurückgewiesen sah. spielte er nicht ohn- Glück den Kühlen, den Ber> letzten. Resi fühlte da« Alle» bis in ihr lei-dendes H rz hinein; abhelfen wollte sie nicht. Wenn er sie jetzt feine» geringen Gehalt» weg» nicht heirathen kann, gut, sie wird warten, aber auch er soll warten. Er lernte e» nicht. Eiaet Tage» erhielt Resi ein Schreiben. Es zitter« in ihrer Hand w«e dies« selbst und wie ihr Herz. DaS Mädchen war noch bleicher gewor-den, als eS sonst war, nur war diese Bläss« krankhaft. Die Tante beobachtete sie besorgt. Resi las schweigend zu Ende; ja, zu Eade — eS war da» Ende ihre» Glücke», da» sie io Händen hielt. Moser schrieb ihr, daß er, si zurückgestoßen von ihr, neben ihr nicht weiter 1886 Herren der Nationalismus über den Katholicismus ; eine Erscheinung, welche bei den kirchli-chen Oberhirten doch einige» Kopsschütteln her-vorrufen dürfte. Das vorerwähnte Blatt winkt den flovenischen Abgeordneten bereit« mit dem Zauripfahl. indem kS denselben nahe legt, das bisher Versäumte nachzuholen und bei Abän-derur.g de« Schulgesetzes „kalhkgorifch" darauf zu dringen, daß auch der § 6 des VolkSschul-geietzeS derart abgeändert werde, daß über die Unterrichtssprache nicht die den Slovenen geg-nerischen LandeSschulräthe. sondern daS „slov«-nische Volk selbst zu entscheiden haben wird!" Die Herren Pervaken wollen also durchaus die chinesische Mauer, um innerhalb derselben daS naive slovenische Volk bequemer und sicher auS-beuten zu können. Um etwas Anderes ist es ihnen ja nicht zu thun. Deshalb also die Forderung nach dem Dualismus Katholisch-Slovenisch in der Schule! Der slovenische Abgeordnet« P. «lun. welcher diese Forderung im Abgeorvne-tenhaus« vertreten soll, besitz«, nach der An-fchauung der windischen Presse, nicht die nöthige Energie, „um auch politischen Bundesgenossen, (darunter sind die famosen d«u>ichthümelnl en Ultramontanen gemeint) gegenüber daS natio-nale Interesse der slooenischen Nation kräftig genug zu betonen." Das Bündnis mit den Deutschconseroativen, „die auch nicht unfehlbar sind" kann von den Slovenen nur unter der Bedingung aufrechterhalten werden, wenn die Deuischconseroaliven nicht nur die consrroanv« (richtig katholische) sondern auch die nationale Politik der Slovenen untecstützea. eine Zumu-thung. die eben nur bei der nationalen Jüdo-lenz ver Deutschconservativen möglich erscheint. DaS oben citirte Slovenenblatt ist seit jüngster Zeit auf die Deutschconservativen nicht gut zu spre-chen. da dieselben eS sich herausgenommen ha-ben. ihrem Nam'n wenigstens insofern« gerecht zu werden, al« sie sich für die deuische Staats-spräche erklärten. Dies ist ein Verbrechen gegen die Majestät deS slavischen Volkes. Die slove-nischen Heißsporne gehen sogar so weit, ihre po-Mischen Bundesgenossen, die armen, lammsrom-men Deutschconservativen. des HochoerratheS zu beschuldigen, indem sie sagen ..mit dem Betonen der deutschen StaaiSsprache helfen also d i e Deutschconservative n nur jenen Elementen, deneu die Z e r t r ü m m e -rungOesterreichS nicht unerwünscht wäre." Da« ist denn doch etwa« zu starker Tabak! Also Alle, die sür die deutsche Staatssprache eintreten, arbeiten auf den Ruin Oesterreichs hin. Sie sind all« Hochverräther die Schar-schmidt, Plener, Herbst. Wurmbrand «t tutti qu-mii. Dagegen ist das wahre Oesterreich»-,hum nur in den Reihen der Sloventn zu fin-d«n, welch« die deutsche Staatssprache perhor» leben könne. Wahre Leidenschaft und falsche Logik hatte» in diesem Briefe eine Folie von herzbrechender Sentimentalität. Ihn säuberlich zusammenfaltend, schluchzte Resi ein paar Mal krampfhaft auf. Die Tante weinte wie eine Salzburger Dachtraufe. „Laßt er Dich wirklich sitzen?" jammerte sie, und Re-si'S Augen schauten sie trübe an, dann nähte daS Mädchen weiter. Es war ein wunderschö-nrt Damenhemd, das sie auf der Maschine hatt« — der Alten kam es plötzlich vor, als fei «S ein Todtenhemd. Sie griff nach Resi« Arm. „Gelt. Du thust Dir aber nix deßweg'n an?" schrie sie angstvoll. Rest schaute nochmals mit ihren glanzlosen Augen auf und schüttelte, trau-rig lächelnd, den Kopf. Nein sie würde sich nicht« anthun, si« war ja nur unglücklich, grenzenlos unglücklich : aber das Unglück allein geht nicht in die Donau, da muß die Schuld mit dabei sein. DaS Leben ging seinen Trab weiter, nur wollte es Resi scheinen, al« wäre die Sonn« nicht m-hr so freundlich als früh.r, wenigstens fror es sie in den schreckliche», ruhelosen Tagen, di« nun kamen. Wie man nur so qualerfüllt sein kann und so müde und so hoffnungslos! — Manchmal wollt« «S ihr scheinen, alS stände unter den Laternen drüben eine hohe schlanke Gestalt. Sie beugte sich dann tiefer über ihre Arbeit und wagte stundenlang keinen Blick auf rtsciren, weil dieselbe gleichbedeutend sei mit der Zertrümmerung unser«» Staates ! In diesem nationalen Wahnsinn eine« sich sroichartig aus-blähenden Natiönchens liegt Methode. Oest«r-reich hat nach der Ansicht der sloornischen Chauvinisten nur als slivifcher Staat «in« Exi-ftenzbtrechtigung und di«S ist d«S Pud«lS K«rn. Die von ihren flovenischen Bundesgenossen der Mitschuld am Hochverrath« gkzi«hen«n Drutsch-conskrvativtn mögen nun ausrufen: „Gott be-wahre uns vor unseren Freunden!" A»»land. peotschtt Hteich. Im preußischen Abge-geordnetenhause hat am 22. d. M. die Debatte über die Polenvorlagen begonnen. In Petersburg wurden 20 Stu-denten wegen nihilistisch«» Umtrikde v«rhaftet. Horrespondenzen. Saldenhofe» im Draothale, 23. Februar. (O.-C.) [Die Gemeindewahlen in Mahrenberg.j Im benachbarten Markt« Mahrenberg war gestern Gemeindewahl. Di«-selbe muß, obwohl sich unter den Gewählten einige recht tüchtig« Pnsönlichk«it«n befind«», >m Ganzen als ein« nicht befriedigende bezeich-net werden. Di« Urfach« daran, daß die Wahl nicht im gewünscht«» Sinn« ausgtfallen. ist der höchst geringen Wahlbetheiligung zuzuschreiben. Der weitaus größte Theil der Bürgerschaft, wel-cher sich durch Besitz und Intelligenz auSzeich-net. und daher «ine maßgebende Stellung ein-nimmt, verhielt sich leider vollkomm«n unthätig. So waren vom II. Wahlkörper, welcher vier Ausschußmitglieder und zwei Ersatzmänner zu wählen hat, nur drei Wähler erschienen. Diese Wahlenthaltung ist durchaus verwerstich und durch ni tjts zu rechtfertigen. Wir leben in «inrr Zeit, wo nur durch ein geschlossenes, zielbewußte» Vorgehen Erfolge zu erringen sind und jede, auch die unscheinbarste Kraft unserer Sache dienst-bar gemacht werden muß. Gegen die Großspre-cherei, Zudringlichkeit und S«lbstüb«rhebung uaserer Widersacher komme» wir mit der ver-werslichen Adstinenz-Politik nicht auf. Wohin soll eS führen, wenn wir in einer übel ang«-bracht«» Bescheidenheit unser Licht unter den Scheffel stellen, während unsere Gegner darau« Vortheile ziehen, die uns zum Nachtheile gerei-chen müssen. ES ist die heiligste Pflicht jedes deutschen Bürger«, sich am öffentlichen Leben reg« zu b«th«iligen und selbst Opfer zu bringen, wenn es sich darum handelt, unserer nationalen Sache zum Siege zu verhelfen. Unsere Zeit braucht ganze Männer. Aus dem Sallnthale. 23. Februar. (O.-C.) sUnsereZustänt e.^Jn Sachsenfeld machen die Straße zu thun ; denn das wußte si«, w«nn sie gemartert, wie sie war. jetzt auch nur einen Blick in seine Augen that, war sie verloren. Lange Zeit kam Niemand mehr, dann brachte der Frühling erhöhte Lebenslust und Lebensfreudigkeit, nur Resi wußte von beiden Nichts. Da erhielt sie wieder einen Brief. DaS Blut, das Denken stockte ihr. Da sie ihn gele-fen hatte, eilte si«. ohne ein Wort gesagt zu haben, fort. Sie stieß an die Leute an. die sie nicht sah und die ihr wie einer Trunkenen aus-wichen. Vor einem der großen Spitäler hielt sie an. Man führte sie in ein freundliche« Zimmer, Zarinnen nur ein Kranker lag. Es war Mofer, der sie in der Rücklichts-losigkeit de» leidenschaftlichen Verletztsein« ver-lassen hatte und der sie jetzt mit der Rücksicht«-losigkeit Alles überwuchernder Sehnsucht rief. An feinem Bette fank sie nieder. Er streckte ihr seine bleiche Hand entgegen und nannte zärtli-cher al« je ihren Namen. Ein Aufschrei tiefster Qual aus der Brust de» Mädchens antwortet« ihm. Ihr war, als hab« sie gefehlt, weil sie nicht gefehlt hatt«; als müss« sie bereuen, daß sie nichts zu bereuen habe. Herz^erbrechend war diefe grundlose Reue, die fein hilfloser, elender Zustand iu ihr erweckt hatte, und die eigentlich nichts als grenzenloses Mitleid, als selbstloseste Hingebung war. 3 die Leute Knittelverse, in Franz f.tzen die Wirth« ihre Gäste eigenhändig vor die Thür, und in Praßberg feiert di« „Narodna diSciplina" «inen Triumph, der in der slavischen Welt die Hochachtung für den nationalen Markt wieder auffrischen wird, die seit den Tagen deS Fahnenfestes in Abnahme begriffen war. Praßberg hat, wie die „D. W." schon berichtete, einen neuen Bürgern»-ister. über des-sen Wadl zwar weidlich geschimpft wurde, aber kein Wörtchen geschrieben wird. Die Herren Rom und Skoflek sollen schon wieder inEhr.n. und die Erinnerung an da» Schnippchen, da« sie den eigentliche,' Praßdergern geschlagen, wird bald, wenn auch in Lethe, ersäuft ftin. Herr Lipold errang vor Kurz»,» wieder die Würde eine« Starosta. woft«i er. wahrscheinlich zur Feier des Augenblickes, gegen die deut» schen Cillier zu F«ld« zog, wie weiland Don Quixote gegen seine Windmühlen und nur Pet«link«k bleibt consequent mürrisch. Geld und Gut ist in Praßberg nur (meist vernagelt«) Chimäre, praktische Interessen sind den Praß« bergern schnuppe. Alles dreht sich nur um ihren blau-weiß-rothen Schild, gleich tanzenden Der-wischen, sie halten ihn aber auch frei vor jedem Makel, wie von ksnuäo de Colibrados den seinen, und dabei gehen sie, wie jener, mit durchlöchert«» Säcken umher. „Doch das genirt uns nicht", sagte vor Kurzem der Herr Marktschreiber, dessen Vorfuhr.n das Unglück hatten. Deutsche zu sein, der dafür aber ein Tagebuch führt, um ver Nachwelt ein Recept zu hinterlassen, wie man sich im Leben zu be-nehmen hat, um in Praßberg di« erste Violin« spielen zu können. Der letzt« Krach mil 18.000 fl. „Passiva" hat die Leu»« nicht im Geringsten aufgeschreckt oder nachdenkend gemacht, wie so es komm«, daß da all« Kaufleute und überhaupt alle „Slovenen" abwirtschaften. Man ist die« „Krähen" in Praßberg so gewohnt, wie die alte Garde den Kanonendonner. Und sie er» geben sich auch nicht, die edlen nationalen Her-ren. sondern wähnen alle Uebel mit nationaler Medizin curiren zu können, an der sie aber schließlich sterben werden. So wurde unlängst der dortige Oitalnica-Verein „purificirt", und der Beschluß gefaßt, daß künftighin nur mehr Leute aufgenommen werden, deren nationale Ge-sinnung außer Frag« steht Diese» kleine Zugeständnis dafür, daß in Praßberg doch nicht alles so ist, als die Herren glauben machen möchten, acceptiren wir dankend. Im Uebrigen ist in Praßberg Alles wohl; es wird sogar musizirt, und d i» Praßberger Correspondenz-Bureau versorgt die slooenischen Zeitungen mit Berichten über diese Concerte, welche die Zuhörer stets „entzücken" „b-zaubern" oder sogar erstarren machen, oker wie sonst noch die Ausdrucke sür „Verzeih', verzeih'!" stammeile sie alhem» und fassungslos, sich an feine Kiffen klammernd. „Ich will ja Alles — wa« Du willst — nur stirb nicht! . . ." Vielleicht hatte sich Mofer ni« fo sehr in seinem Leben mehr geschämt, al« da er sie, die er jetzt mehr als je liebte, so fassungslos auf ihren Knieen vor sich liegen sah, und vielleicht war er doch auch nie glücklicher gewesen. Mit einer Kraft wie sie kein Sterbender hat, zog er sie zu sich empor. Seine leisen Worte gaben ihr die Ruhe, daS Glück, da« Leben wieder. Nicht sterben wird er also, nein mit ihr für sie leben und auch ein ganz kleine« BiSchen für sich selber. Morgen schon hofft er, auf ihrem Arm gestützt, diese« Haus zu verlassen, in welchem er genese», in jeder Beziehung genesen ist, auch von gewissen dummen Gedanken. In einigen Wochen werden sie Mann und Frau sein und dann wird er sie ein ganzes langes Leben auf Händen tragen, weil er sie gar — aber gar so lieb hat — trotzdem — nein, weil sie — nun weil sie eben ist — wie sie ist. Lächelnd, fast ungläubig lächelnd, über so viel Glück schaut sie in seine Aigen, in denen es wie FrühlingSsonnenstrahlen aufleuchtet ge-rade in ihr jauchzendes Herz hinein. 4 die übernatürlichen Empfindungen der Herren Skoflek, Pirsch und Comp. heißen. Vor einigen Wochen hatte der ©auntljale „Fält " feine Haupt* versammln,>g. Unter anderen wurde auch Herr >-?adelscheck i» den Aus.chuß gewählt, der. seit er als praciischerMensch aus sein edemalige« Deuiichthui» verzichtet ha'.Prwat-Statthalter und zugleich Preß-Polizei-Comifsär der Abtheilung FianzFraß-lau — des „^öni,reiches" geworden zu sein scheint. Eme prächtige Requisition d,Z. wenn ihm nur nicht etwas in die Quere kommt, was sei-ner Aufopferung sür die slavische Sache ein Ziel fetzt. Wie man weiß, sind dem Sannthaler Falken aus eine recht mörderische Weis, einige Fed rn ausgerisse» worden, man hat sie jetzt aber, wenn auch unt jenen anderer Vogel ersetzt. Er ist wieder flügge geworden, und nächstens fliegt er, wähnend er sei ein Aar, zu den treuen Freunden nach Sachsenseld. die. wie schon er-wähni, den Pegasus schinden, und. dem Zuge ihrer edlen Harzen solgend, Freund und Feind mit der Peitsche (Bit) iraltiren. AuS dem sreund-lichen Markte Sachsenseld ließe sich viel«» er-zählen, wir wollen aber weder vo» den finanziellen Zuständen, noch vo» der dichterische» Begabung «i»e« Dortigen „Vogels," und auch nicht von der nationalen Gradred« sprechen — u»o hoffen, daß der Ruin, dem Praßverg «ntgegengeht. seine wohlthuende Wirkung auch aus jenen Theil der Sachsenfelder üben wird, die dem Praßder-ger Wahn« und dem Fluch« seiner Lache, lichkeit «och nicht ganz versallen sind. Den beiden Wir-then in Franz, die links und rechts am Ein» gange des Marktes iür Geschält betreiben und zeitweise recht unartige Gewohnheiten an den Tag legen, empsehle» wir Herr» Knigg«; eS schdi't «drigeuS, daß sich der rechte Wirth in ver Gesellschaft des linsen nicht ganz behaglich suhlt und wir wollen hoffen, oaß er es in Zu« iiinfl vermeide» wird, in einem Sichern mit dem auteln genannt zu werde». Kleine Gyronik. sT e r d e u t s ch e M i ch e l.j In seiner deutschen Geschichte giebt Heinrich v. Treitschke in dem Abschnitt, welcher von den literarischen Vorboten einer neuen Zeit und insbesondere der durch Born« und Heine detr ei'«n«n Sclditv.'r-hohnung handelt, einen Beitrag zur Geschichte des deutsche» Michel». Treitschke erzahlt, daß die Deutschen, das leidenschaftlichste Volk Euro» pj«. das Volk der ku ia tedeska, durch die un» aushörliche Verungliinpsung und das Schimpfen auf die deutsche Hundedemuth und Scl.afsg«duld schließlich selbst geglaubt hätten, sie seien phleg> inatisch, und so habe auch das nationale Scherz» bild des deutschen Michels eine neue widerliche Gestalt erhalte». „Der deutsche Michel der alte» Zeit", sa^l Treillchke. „war, seinem kriegerischen Namen gemäß «i gewalliger Schlagetodt, grob, plump, aber tapfer und geradezu ein lebens» froher G.jell, wie John Bull oder Robert Ma> caire, nicht unwürdig eine» großen Volke«, das an sich selber glaubte und darum auch einmal über sich selber lachen durste. Neuerdings wurde in Wort und Bild unter dem alten Namen ein feiger, fauler Philister dargestellt, der, von aller Welt mißhandelt, sich die Schlasmütz« über die Ohren zieht. Dies Spottdild erschien zuerst auf dem Tltelblatte der „Heidelberger Einsiedler» zeitung". aber Achim von Arnim hatte dabei feierlich erklärt, mit diesem Faulpelz sei nur da« wohlhabende lesend« Publikum gemeint, nicht sei» Volk, das er ehre und mit dem er nimmermehr zu scherzen wage." — Jetzt ist da« Bild des alten deutschen Michel« leider voll-ständig vergessen und nur die Carricatur geblieben. Hoffentlich ist da« frisch erwach» Natio» ualgcfühl unseres Volkes auch im Stande, dem alten wackeren Michel wieder zu Ehren zu ver» helfen, wenn auch mit einiger Umbildung in« Feste und Besonnen-Starke. [©ine sonderbare B e l e id i g u n g.j In Cosenza (Kalabrien) ist der Redakteur der Zeitung »Corr&ggio civile* wegen Beleidigung des Papstes verklagt worden. Er hatte nämlich letzteren getadelt wegen des an BiSmarck gesandten Orden« und den Papst deswegen einen „Lutheraner" genannt. Die« die Beleidigung. „Ient/ch« ZSacht. sE i n e A u « st e l l u n g im Vatikans steht in Aussicht und soll demnächst auf Befehl Leo XIII. stattfinden. Es handelt sich um sammt-liche Gegenstände, welche letzterem int Laufe seiner Regierung geschenkt wurde». Leo XIII. folgt somit dem Beispiele seine? Vorgängers, welcher die zahlreiche» Gegenstände im Vatikan au«ite((te, die ihm zu seinem Jubiläum geschenkt wurden. sVerhängnißooller Schader-» a ck.J Folgender tragischer Vorfall ereignete sich, den ,liussk. Wed.* zufolge, unlängst im Dorfe Pogrebischtchij im Wladimirschen Kreise. Eines Abends saßen in e'ner Hütte sieben Bau-»»Mädchen versammelt, als ein Bauernbursche Einlaß begehrte. Die Mädchen ließet ihn an-sangs nicht hinein, da aber der Bursche nicht wegging, beschlossen sie ihm einen Schabernack zu spielen; |te öffneten eine in der Diele beim Eingang befindliche Fallthür b deckten die Oeff-nu»g Mit ein m Teppich und ließen den Bur-schen herein. Beim Eintritt inS Gemach fiel dieser naturlich durch und zwar so unglücklich, daß er sich da« Genick brach und sosort verschied. Die auf« Aeußerste erschreckten Mäd hen beich'oi-jen, die Leiche zu verbrennen und warfen sie zu diesem Zweck in den Ofen. Ein »ntsetzlicher Qualm, welcher von der schmorenden Leiche aufstieg und die ganze Umgegend erfüllte, lenkte die Ausmerksimkeil des Nachtwächt.is ans sich; er weckt» die Nachbaren, welch«, als ihnen d»r Einlaß verweigert wurde, die Thür einschlugen und im Ofen di« lleberreste der Leiche des Burschen vorsanden. Die sieben Mädchen wurden verhastet. sA m e r i k a n i s ch e r R i e s e n e t s e n-bahitzug.j In New-Orleans traf jüngst ein aus 141 beladentn Wa^en bestehender und nur von einer Lokomotive gezogener F.achtzitg ein. Daö Frachtgut bestand aus 4600 Ballen Baum-wolle und anderen Kauf nannsgütern DaS Ge» sammigewicht des über eine englische Meile lau -gen Zuges betrug 7.230.000 Psund. [Ein Eßzeugputzer als Kunst 1 e i.] Lausers „Allgemeine Kunst Chronik" in Wien bietet im Hefie vom V. Februar eine originelle Illustration. Einem der Redacteu.« wurde nämlich am Bieriisch vie Z ichnung einer Wiener Type gezeigt, welche der Eßz.ugpntzer deS betreff >ven Restaurants angefertigt hatte. In der Zeichnung spricht sich ein so entschiedn«« Talent au», daß die Redaction keinen Anstand »ahm, den Eß,«ugputz-r, dessen Name Tobia« Schernbraitden lautet, durch die „Allgemeine Kunst-Chronik" in die Oesfentlichkeit etnzusüh. reit. Der begabte Anfänger durste seinen Weg machen. [G a 11« n in o r d ?] Au« Siekooac, 15. o., wird »ii« geicheieoen : Vergangene Woche wurde in BoSna-Bro^d die Leiche der HoteliecSgattin Magdalena Hoffmann in einem Brunnen, welcher sich im Keller de« Hotels befindet, todt aufge-funden. Die ärztliche Untersuchung gab da« Parere ab. daß Magdalena Hossmann den Tod in Folge Ertrinken« gefunden. Die Leiche wurde hieraus mit dem in BoSna-Brood größtmöglich» sten Pompe bestattet. Mittlerweile tauchte di« Gerücht aus, daß in derselben Nacht Hosfmann mit der bei ihm wohnenden Cousi e seiner Gat» tin in den Keller ging und dort längere Ze,t verweilte. Die Gattin Hoismann'S, welche Beide fchlasend wähnten, schlich sich jedoch iu den Keller und soll die Beiden, welche bereit« seit län-gerer Zeit ein sträfilche« Verhältniß unterhalten hatten, hinter einem Fenster gedeckt, beobachtet haben. Aus gerichtliche Anordnung wurde die Leiche am 13. d. «xhumirt und von einer ärzt-lichen und gerichtlichen Commission untersucht, welche jedessall« Symptome einer Gewaltthat entdeckt haben muß. da Hoffmann gestern unter Eskorte dem Bezirksgerichte Dervent eingeliefert wurde. lEingeheimnißvollerBorfall.^ Der Förster Joseph Fenyvesi in H^tmeg (Bere-ger Comita») fühlte sich vor Kurzem, al« er nach dem ihm von seiner Köchin vorgesetzten Frühstück in den Wald gegangen war. unwohl und mußte von den Hegern nach Haus« gebracht werden. Nach mehrtägigen Leiden stard er. Da der Verdacht einer Vergiftung vorlag, wurde auf den Wunsch der Wittwe die Obduction vor- 188 6 genommen, und da auch der Arzt Vergiftung«-symptome entdeckte, sandte man die Eingeweide nach Budapest. Manche nahmen einen Selbstmord an, da Fenyvesi einer DiSciplinar» Untersuchung entgegensah; der Verdacht der Familienmitglieder wendet sich gegen die junge Köchin, die beim Herannahen der Gendarmen in den Brunnen springen wollte und sich jetzt in Untersuchungshaft befindet. Es h-ißi, oaß die Köchin ihre» Herrn htimlich liei'te uud in sein Frühstück einen Liebestrank gemischt habe, dessen giftige Bestandtheile den Tod des Förster« verursachten. sDieElectricität in derKirche.j In neuerer Zeit sind wiederholt Versuche ge-macht worden, beim Orgeliptel dieEl«c-tricität an Stelle des sonst üblichen pneumatischen Hebelsystems zum Oesfnen und Schließen der Pfeifen zu benutzen. Der elerlrische Strom soll hierbei den Vortheil bieten, daß die Wirkung mit blitzartiger schnellig!« l ohne An-strengung des Spielers uns aus größerer E»t-f.runng erfolgen kann. So soll es beispiel«-weiie möglich sein, außer der Hauptorgel über dem Portal einer Kirche eine Echo-Orgel im Querschiff oder im Chor, sowie eine kleinere Orgel in «in«r Kapelle anzuordnen und all« drei Instrumente von einer stelle aas zu spielen. Nachdem in Frankreich bereit« zwei elektrische Orgeln ausgeführt worden sind, wurde vor Kurzem in Gaarden City (Vereinigte Staaten) ein uhrartiges Werk eingeweiht, welches 115 Register »ud 722 Pfeifen besitzt, welch l.tzlere auf drei Orgeln, wovon eine im Querschiff sich oe» findet, vertheilt sind. sH y p e t b e l.J Major: „Auf da« Com-mando „Achtung!" muß da» Bataillon so un-bewegt dastehen, daß Loth« W.'id als Salzsäule ein Ameisenhaasen dagegen ist [V o r dem Standesbeamten.^ Ein soeben getrauter junger Ehemann verab-schiedet sich von dem Maire mit einem huldvollen Lächeln uno den Worten: „Auf Wiederfehen dis zum nächste» mal." sT o V f u ch t.) Aus einer Corpskneipe in Erlangen wurde unlängst Ade td ein studeul. der kürzlich auf der Mensur eine erhebliche V.rletz in \ am Kopse erhalten hatte, p'otzlich tobsüchtig, so daß er in die Irrenanstalt gebracht werden mußte. Deutscher Schutverein. Der engere Aassch iß nahm in seiner letzte» Sitzung den Bericht zur Kenntniß, welcher Die Intervention der VereinSdelegirten, de« Oo» mannstellvertreter« Dr. v. Kraus und des I. schriftsührerS Dr. Wolffhardt, bei der Auflö-sung der Wiener akademiichen Ortsgruppe be-traf. Desgleichen wurde zur KennlntS Oe« Ausschusses gebracht, daß aus diesem Anlasse sowohl das Mitglied deS AufsichtSraiheS Ritter von Schönerer al« der Ausschuß »Ersatzmann Härdtl ihre Stelle als Funktionäre c>es deutschen Schulvereines niederlegten. Der Frauen-ortSgruppe im IX. Bezirk von Wien wurde anläßlich einer Spende von 300 fl. für eine Schule in S t e i e r m a r k sowie für das Er» gednis einer Festveranstaltung der Dank de« Vereine« ausgedrückt. In ähnlicher Weise wurde auch der Verdienste der Männer- und Frauen-ortSgruppe in Gablenz gelegentlich der Adsuhr eine« Fe>lerlrä.inisseS gedacht. Weiter» wurde zur Kenntnis genommen, daß Josef MoSmanu in Klagensurt den Schaloer^a mit einem Legat« bedacht hat. Eine aus Fraitkenverg eingelangte Spende wurde der Schule in Köntginhof zugewendet, und in Folg« fortgesetzter schwierig, keilen bezüglich de« Religionsunterrichtes tn Lichteuiväld der Rekurs an da« Ministerium beschlossen. Der Lese- und FortbtldungSoereiu in Paulowitz erhielt Bücher aus den Vorrätheo, und der Kindergarten in Blattnitz mehrfa cheS Aroeitmateriale. Die Baujudvention der S chule in Pothard und in D. Biela wu>de erhohl, für PhilippSberg wurden verschiedene Ausgaben de» stritten, und zur Erweiterung der Schall oca-litäten in Werfchowitz entiprechende Verfügungen getroffen. Endlich wurden die Ort«» gruppen ausgefordert, die WeihnachtSdlock« 1886 zur Verrechnung vorzulegen und mil der Leip» jiqcr ComeniuSstistung dir B. dingungen verein» dirl. unter denen die Lehrpersonen deS deut-ichen Schulvereines, welche» die Bezirks-Lehrer» didlivtheteu nicht zur Versügung flehen, pädagogische und wissenschaftliche Werke entlehnen können. Dem Vereine sind weiter« namha'te Spenden zugeflossen. Focates und Arovinciases. Cilli, M Februar [T 0 deöfall.j Aus El. Georgen a. d. Süd bahn wird uns geschrieben: „Am Donnerstag, 18. d. M., wurde der hiesige Oberlehrer Herr Franz W u l s ch n i g im 49. Lebensjahre zur letzten Ruhe bestattet. Der viel zu früt» Dahin-geschiedene war ein berufstreuer Volksbildner, der seine Kräfte nur seinem erhabenen Berufe weiht«. Dem politischen Leben blieb er stets fern. Der Verstorbene war allgemein beliebt und hochaeachlet; dies bewiesen die vielen prächtige» Kranzspenden und der große A>.drang von Fremden und Einheimischen bei dem Leichende-gäiixinisse des wackeren ManneS. ^AnerkennungSadresse für Dr. S l e i » w e n d er.] Der Vorstand de» druttche» Nanonaloereins n Graz hat in seiner letzien Sitzung die Abienbung emer Aiierkennungsadresse an den ReichSrathsabgeordnete» Dr. S tein w e »-de r aus Anloß seines mannhaften und höchst ver-dimstvollcn Auftretens in der jüngsten VerHand-lung über die Prag-Duxer Bahnangelegenheil leschlofsen. sFaschi » gSfest deSCillierTurn-Vereines.] Unter den bisherigen zahlreichen FaschingSbelustigungen, die uns Prinz Carneval drachle, nimmt das am verflossenen Sauistag in den Easinosälen veranstalteie Faschingsfest unseres allgemein beliebten Turnvereines einen hervorragenden Platz ein. Der schöne große Saal prangte in schwarzrotgoldenen Farben und am oberen Ende erbob sich, aus dem Herr-lichen Grün dufiender Pflanzen, die blende»d weiße Büste d«s Turnvaters Iahn, während an den Langeseiten rechls und links ein in seinem Liebreize das > 1_ön« Bild harmonisch abschließender Damenstor sich niedergelassen üatte, wahrlich der schönste Schmuck des Saales. Unter Cui Klängen eines lustigen Marsch,S fand der Einzug der Turner iu den Saal statt, deren kleidsame Tracht und stramme Haltung ange-R(t)M ausfiel. Die unter Musikbegleitung aus-gesührten und von dem ausgezeichneten Turn-lihrer Herr» Tisch geleiteten schwierigen Stab-Übungen sowohl als auch das diesen folgende Turne» am Reck, an welchem sich 18, beziehungs-«eise 12 Herren beiheiligten und bei welchen sich die Leistungen einiger Turner zur künstlerischen Voll-endung entwickelten, ohne in eine den Turn-zweck überschreitende Athletenspielerei auszuar» tat, fanden den lebhastesten Beifall de» Publi-aus. Einige der Turner waren sogar so glück-lich. vo» zarten Damenhänden mit Blumen-spenden ausgezeichnet und erfreut zu werden. 9tach den Turnübungen begannen die Tanz-ubungen, eigentlich auch »ine Art der Turnerei, an welcher sich die immer tanzlustige Damen» well recht wacker betheiligte. Daß unsere ga-lauten Turner die Damen nicht sitzen ließen, versteht sich wohl von selbst. Der im Turn-wesen liegende demokratische Zug kam auch bei diesem Faichirgsstste zur Geltung ES herrscht« allgemeine Fröhlichkeil unl r den sich gegenseitig gleichi.rnhig fühlenden Festiheilnehmern. und von der sich in kleinen Stadien so gerne be-merkbar machenden Selbstüberhebung Einzelner war hier gottlob nicht die leiseste Spur zu entdecken. Aber trotz dieses demokratischen An-striche», den die faschingSfröhliche Gesellschaft hier hatte, führte das Tanzscepter ein liebenswürdiger Äustocral, dessen Falkenauge daS Reich deS Prinzen Carneval mil Umsicht beherrschte. Dem ßomu6, welches sich um die Veranstaltung diese» ta allen seinen Theilen gelungenen Faschings-teste« verdient gemacht hat, gebührt die vollste Anerkennung für feine mit großen Anstrengungen verbünde»« Mühewaltung. Dasselbe gilt vo» dem ausopserungsvollen und unermüdlich«» Zanzarrangeur, Herrn Baron Falte, welcher „Putsche Amyt." sich diesmal wieder selbst übertraf, u»d von den wackeren Turnern, die durch ihre von Kraft und Gewandheil zeugenden Leistungen rnuer-bings den erfreuliche» Beweis lieferten, daß die Körper und Geist stärkende Kunst des großen TurnvaterS Iahn bei uns die liebevollste Pfiege findet. [% h e a t e x « R st ch i i ch 1.) Freitag, den 20. d. M., wird int hiesigen Sladllhealer der erste Held und Liebhaber der vereinigte» Theater i» Graz. Herr Richard Tauber, al? Karl in Schiller's Schauspiel „Die Räude r" gastiren. [Di? Ortsgruppe ©eilen st «in-Hochenegg deSdeulschenSchulver-eines] veranstalte«- am letzten Sonnlag in den se'ilich geschmückten Localiläte» teS Herrn Carl Wrelscher zu H o ch e n e g g eine FaschtngS-urterhaltnng, welche ungemein zahlreich besucht war. Wie »an u»S mittheilte, waren auch aus Cilli zahlreiche Festgäste erschiene», darunter auch der Gesangverein, welcher einige Chöre zum Vortrage brachte und reichen Beifall erntete. DieS schöne Fest, dessen namhaftes Rcineiträg-nis dem deutschen Schnlverein zufließt, nahm einen glänzenden Verlauf. Das Tanzkränzchen währte bis gegen 5 Uhr Morgen», der beste Beweis dafür, daß ma» sich »ach Herzenslust unterhielt. Herr Dr. L a u t n e r dankte in einer vom Herze» zum Herzen sprechende» Rede den vo» nah und fern erschienenen Gästen, welche durch ihre so zahlreiche Betheiligung an diesem schönen Feste »euerding« den Beweis geliefert haben, daß der Deutsche für seine Schule Opfer zu bringen wisse. Herr W a l l e n t s ch a k auS Cilli erwiderte mil einem stürmischen B isall hervorrufenden Speech in edenjo herzli er Weise. Das schöne deutsche Fest wird seinen Theiliieh-mern gewiß stelS eine angenehme Erinnerung sein. Den wackeren Veranstalier» aber, in erster Reihe Herrn Franz Zoll l. die we-der Zeit noch Mühe scheuten, um hier durch ein Fest das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinde», indem sie die FaichingSlust dem deut-scheu Schulverein dienstbar machten, sei hiemil die gebührende vollste Anette» n»ng gezollt für ihr tödliches Thun. ^G r a z e r T r a b R e n n o e r e i n.] Das Frühjahrs Meeting findet am Sonntag, den 23. Mai l. I. 3 Uhr Nachmittag statt, und zwar mit folgendem Programme: I. Eröff-nnngsfahren. 2. Inländische» Zuchtfahren. 3. Hauplfahren. 4. ZweijpännigeS Herrcnsahren. 5. Trostfahre». Nennungsschluß Donnerstag, den 20. Mai l. I. AbendS 5 Uhr. Das am 19. September l. I. 3 Uhr Nachmittags stall-findende Herbstfahren umfaßt: 1. Erstjahren. 2. SteirischeS Zuchtfahren. 3. Großes Heul-fahren. 4. ZweispännigeSHerrenfahrrn. 5. Schlußfahren. Nennungsschluß Donnerstag, den 10. September Abends 5 Uhr. [Gem«ind«wahl in R o ß b a ch.| Die dorlselbst stattgefunden« Gemeinde-wahl ist, Dank der lebhafte» Betheiligung der Marburger Wahlberechtigten, in deutsch-freundlichem Sinne ausgefallen. [ZurCharakterifiningunserer politische» Gegner.] Der Wagner Franz V a l l a n d in Gonobitz, ein deutscher Renegat, beschuldigte in zwei anonymen Briefe» a» die Postdirectio» i» Graz, den wegen seiner deut-schen Gesinnung von den Slovenenführer» in Gonobitz in Acht und Bann erklärten Telegra-phenausseher Leopold Nechetuq in Gonobitz gröblichster Dienstvergehen. Die gegen den Beschul-digle durchgeführte Disciplinarunlersuchung ergab dessen vollste Schuldlosigkeit, so da» hier «in« schmähliche Verleumdung seitens des anony-men Briesschreibers außer altem Zweifel war. Der Bricfschreiber wurde alsbald in der Person des oben gerannten Palland ermittelt, gegen welchen Herr Nechetny die Verl?umdungSklage anstrengte. Der geständige Verlättmder wurde vom Bezirksgerichte zu zehn Tagen Arreste» verurtheilt, wogegen derselbe die Berufung an daS Kreisgericht in Cilli ergriff. Letzleres hat nun dieser Tage das erstrichterliche Urtheil voll-inhaltlich bestätige« Mi» solchen Waffen kämpfe» unsere politische» Gegner! Und da soll man diese Leute noch mit Glacehandschuhen anfassen? 5 Wir sind nun begierig, ob nicht auch dies Ur-theil wieder in dem berüchtigten windischen Blatte von der Drau einer Kritik „zwischen den Zeilen" unterzogen wird. sUnterosficiers-Tanzkränz-ch e n.) Die hier garnisvnirenden Unl«rofficiere des heimischen Infanterie-Regiments Prinz zu Hoheuloiie-Schillingsfürst Nr. 87 veranstalten am 4 März l. I im Casino-Saale ein Tanz> Kiäiizchen, welches, den Vorkehrungen nach, sich recht amüsant gestalten und an di« im heurigen Carneval stattgefundenen Unterhaltungen wür-dig anreihe» dürfte. Diese Fafchingsunlerhal» lung unstrer braven llnlerofficiere. bei welcher di« eigene Regiments Capelle die Tanzmusik be-sorgt, dürste sich eines recht zahlreiche» Besu-ches erfreuen, znmal seit dein Bestehe» des Re-gimettlS Hierselbst noch fein Unterofftciers-Kränz-chen abgehalten wurde. [Zur Weiten st ei »er Gemeinde-wähl.] Wir erhallen folgende Zuschrift : „Die in der letzten Nummer der „Deutschen Wacht" erschienene Correspondenz aus Weitenstein ver-anlaßt mich zu der bestimmten Erklär ng, daß ich diesem Artikel vollkommen fer» steh' und die Anschauungen deS Einsenders bezüglich des betreffenden Gemeindeanstchußes durchaus nicht theile. In demselben säße» Männer von Er-fahrung und Kenntnissen und darf auch dem abtretenden Bürgermeister das Zeugnis nicht vorenthalten werden, daß er von den besten Intentionen beseelt war. Uebrigen» enthält der Artik«l auch thatsächliche Unrichtigkeiten, die einer Berichtigung bedürfen. Nicht bloß Herr Anton Kokoschinegg und Herr Ignatz Schmid wurden wiedergewählt, sondern auch die Herren Aiilou Jaklin und Franz Hofbauer, die jedoch die Wiederwahl ablehnten. Der abtretende Bür-germeister I. Pucitik hatte schon bei Beginn deS Wahlact.S die Erklärung abiegebe». keine Neuwahl annehmen zu wollen. Daß Herr Ge-werke Ed. Mulley, der durch 25 Jahr« d«r Ge-mkindeverlrelung angehörte und nunmehr zum lebhasten Bedauern sämmtlicher Gemetndei»-saßen au? derselben schied, mil Freuden wieder-gewählt worden wäre, bedarf keiner Erwähnung. Dr. R. Laulner." [Auf frischer That.] Der Winzer Johann Stahl wurde in dem Augenblicke ergrif-fen, als er in der Fleischbank des Josef Schraml mittels einer Hacke die Geldlade aufsprengen wollte, in welcher sich 200 fl. befanden. >S e l b st m o r d.] Wie wir bereits mitge-theilt haben, entleibte sich vor Kurzen in Neu-haus der VerzehruiigSsteuersunclionär Lechner, welcher eine zahlreiche Familie hinterließ. Es wurde als Ursache dieses Selbstmordes ei a a l.j llnloufst spie.lt sich beim hiesig eu stc dt. deleg. BezirlSgerichte in Strafsachen »ine uchi tjeil.-r; Steite ab. Ein wegen HazardspieleS verurlheiltec Anxeklcgier stellte an ten Richt« tie »ander-> are Bitte, er möge ihm, dem Verutlheiltei. «ine» Eid darüber abnehmen, daß er nieiials mehr dem Hazardjpiele stöhnen werde. Tet 6 reumüthige Hazardspieler erstatte nämlich, daß »r ein sehr religiös gesinnter Mensch sei, und wenn er auf da« Crucifix da« Gelöbniß ablege, nicht mehr zu hazardiren, so wisse er bestimmt, daß er dies Laster für immer aufgeben werde. Der Richter konnte dem Wunsche dieses, sich selbst nicht traue»den reumüthigen Spieler» lei-der nicht willfahren. Vielleicht geht es auch ohne ceremoniellen Schwur? [21 u « Luttenbergj kommt die über-raschende Nachrich«, daß die Stattholterei. im Einvernehmen mit dem Land««auSschuffe die letzten GemeiuderathSwahle» daselbst wegen eines „Formfehlers" u n g i l t i g zu er-klären befunden habe. Wir haben feit kurzer Zeit ähnlich« UngiltigkeitSerklärungen bei den Wahlen in der Umgebung Cilli, Gonobitz. Fried au und Pettau erleb«, und in all diesen Wahlbezirken handelte eS sich um Siege der deuischen Partei. Bei den Unbilden, welch« den Deutschen bei jeder Wahl durch die niederträchtige Kam-pfeSweise der Pervakenpartei zugefügt werden, wird auch dieser bevorst-'hende neuerliche Kampf, der hoffentlich z» neuein Siege führen wird, di« allgeineine Theilnahme der Parteigenossen erregen. Unsere Informationen lauten übrigens dahin, daß diese Angelegenheit mit der Wahl selbst durchaus nicht abgeschlossen sein, sondern den Gegenstand eingehendster Erörterungen von dazu berufener Seite bilden wird. [WenigeMineralwässerj sind so weit verbreitet und werden mit so viel Erfolg angewen-de». wie die vor kaum zehn Jahren entdeckte Franz Josef Bitterquellt. Von Stiner Majestät allerhöchst ausgezeichnet, auf sieben Ausstellun-gen mit dem höchsten Preise für Mineralwasser, Gold- und Verdienst-Medaillen, prämiirt. er-freut sich diese rühmlilst bekannte Bitterquelle der Gunst der medicinischen Welt wegen ihrer unvergleichlich wohllhätigen. sicheren und mil-den Wirkung. Der außerordentliche Erfolg er-möglich« es, daß inan j tzt schon dieses belieb-teste natürliche Abführmittel unter dem Namen „Franz Josef-Bitterqnelle" in jedein Dorfe kennt und kaufen kann. sC i l l i e r S t a d t t h e a « er.] L'Arronge's Lustspiel „HauS Conti" gelangte am Montag vor fast aus verkauftem Hause zur Auf-führung. Ueber die Darstellung, welcher daS Publicum mit sichtlichem Vergnügen folgte, läßt sich im Großen und Ganzen Günstiges sagen. In erster Reihe nennen wir Herrn Fried «neyer (Eberhard Lonei). Der be' gadte Darsteller verfügt über warme und edle Töne, über Krast und Leidenschaftlichkeit deS Gefühles. Eigenschaften, die ihm in dieser Rolle neben seiner stattlichen Erscheinung sehr zu statten kamen. Leider beeinträchtigte die Wirkung der vom Publikum mit lebhaftem Beifalle auf-genommenen Leistung mitunter der — Soufleur. den Herr Friedmeyer stark in Anspruch nahm. Frau Siege jun. (Marie) und Frl. L e u t-h o l d (Pauline) brachten ihre Rollen, wie ge-wohnlich, mit richtigem Verständnis und großem Fleiße 3 it Geltung; ebenso befriedigte vollständig Frl. C z e r m a k (Antonie), während Frl. B e n o i t (Theodora) den Charakter der ahnen« stolzen Aristocratin nicht zur vollen Geltung zu bringen vermochte. Frl. R a k o S n i t (Auguste) war eine allerliebste Küchenfee, anmulhig in Spiel und Erscheinung. Herr Baumeister (Winterberger) hat unseren Wink beachtet, denn er lieferte als ehemaliger Haushofmeister des „Freiherrlich Seewald-Drofselheim'schen HauseS" ein kleines CabinetSstück dramatischer Detail-malerei. Herr Kneidiuger (Bruno) gab sich redliche Mühe, ,sein Beste«" zu leisten. Eine köstliche Figur bot Herr Riebet «Christian Hnmmel), welcher 'ich von jeder Ueber» «reibung fernhielt und daher auch sehr ansprach. Die Leistung Herrn M o l n a r'S (Reinhard) entsprach nicht den höheren Anforderungen, zu welchen unS die künstlerischen Prätensionen dieses strebsamen Darstellers beteiligen. Dieser Schau-spielet „Reinhard" war ein sehr ehrenwerther Mensch aber ziemlich langweiliger Liebhaber. DaS nur in srhr geringem Grade modiilatioiiS-fähige Organ des Herrn Molnar ist ein deut-licher Fingerzeig, daß die Natur ihn nicht zum Interpreten jenes Gefühles geschaffen, welches ..xnttsche ZSacht." die Dichter alS den Urquell alles LebenS be-zeichnen. Herr I a n k o w i t s ch überraschte un» diesmal, denn fein „Kurt" übertraf unsere kühnsten Erwartungen. — DaS Zusammenspiel zeigte ab und zu bedenklich« Schwankungen. Lr. Herichissaak. [Ein Nachspiel zur Landtag«-wahl im Jahre 1884 in H o ch e u e g g.) Vor d«m Erkknntnißftnat« des hiesigen Kreis-geeichtes fand am 22. d. unter dem Vorsitz? des Herrn LGR. Jordan die Haupiver-Handlung gegen den Kaplan Herrn Ant. L e d-n i g von Sachsenseld und gegen den Maurer Anion S t a n t e von Hochenegg wegen Ver-brechen« deS Betruges statt; dem Ersteren wird von der Anklage zur Last gelegt, daß er sich im Zuge der wider ihn wegen Ueber«re«ung der Sicherheit der Ehre anhängigen Erhebungen bei mehreren Personen um ein falsche« Zeugnis beworben habe. Letzterer wird beschuldigt, in dieser Strafsache ein falsches Zeugnis abgelegt zu haben. Anläßlich der im August 1884 im Markte Hochenegg abgehaltenen Landtagswahl, an wel-cher sich der damalige Kaplan von Hochenegg. Anton Lednig, in lebhaftester Weise betheiligte, kam e« nämlich zwischen dem genannten Kap-lan und dem Titular-Wachtmeister Franz To-pouschek zu einem Conflicte, welcher zur Folge hatt«, daß Kaplan Anton L«dnig Üb«r die vom G«ndarmtrie-Wachlmeist«r Franz Topouschtk er-hobene Klage mit Urthkil de« hiesigen stdt. del. Bezirksgerichtes vom 29. Februar 1884 wegen Uebertretuug gegen die Sicherheit der Ehre, begangen dadurch, daß er den genannten Gen-darmerie-Wachlmeistet fälschlich beschuldigte, e« habe ihm derselbe anläßlich der Landtaftswahl in Hochenegg «inen Rippenstoß versetzt, zur Strafe des Arreste« in der Dauer von drei Wochen verurtheilt wurde. Gegen diese« Urtheil melde:« Kaplan Anton Ledmk die Berufung an. ' Im Laus« d«r vom k. k. Kreisgerichte als BerufungSiiistanz angeordneten umfassenden Erhebungen ergaben sich nun dringende Verdachtsmomente dafür, daß sich Anlvn Lednik eine Beeinflussuag mehrerer Zeugen hab« zu Schulden kommen lassen. Di« Anklage führt in dieser Richtung insbesondere die Zeugen Jacob Gmschek. Mathias Klan dusttie, wird erst nach Austragung der in Bezug auf den Petroleuwzoll bestehenden Differenz zur Verhandlung kommen. [B a n k n a ch r i ch t e n ) Der österreichische Finanzminister hat im Einvern«hmen mit dem ungarisch«» Finanzministerium das Aufgeld vo» Zollzahlungen, bei denen statt des Golde« 5i(-detmünzen zur Verwendung kommen, mit 25'/, Percent (so wie im lauf«»de» Monate) festge-setzt. Merarilches. [D « utfche Wochenschrift-! Organ für die gemeinsamen nationalen Jnt«r«ss«n Liier-r«ichS und Dtutschland«. H«rau»g«geben von Dr. Heinrich Friedjung. Wien. IX., Wasagasie Nr. 20. Inhalt von Nr. 8 vom 21. Februat 1886: Handelsminister Pino. Von H. Ft. — Arbeiterunruhen in London. Von Karl KautSky. — Errignisse der Woche. — Da« Brannwei» Monopol in Oesterreich. Von V. Julius Wol' in Zürich. — Der Sprachengesetzentwutf. -Deutsch« Reich«chronik. Von Karl Pröll in Berlin. — Der Deutsche Club und die Provinz-presse. (Nachtrag.) — Feuilleton: Ein Sttih-mann. Von Gustav Schwarzkopf. — Literatur. Theater und Kunst: Wilhelm Grimm. (Zu ie«> nem hundertjährig«« Geburtstage.) Von Llu Brahm. — TschernischewSky. Ein russische« Lite-raturbild von A. Kutari. — Von den Wiener Theatern. Von M.—G. — Vo« Jahrmarkt de« LebenS. Korrespondenz der Redaction. Herr» — in ?ra»z. Ihre Mittheilung haden wt unserem Hannihaler Berichterstatter zugesendet. Herrn H M. Daß die betretende AmchriN i» Hauie Pervalien redigirl. duich gewiiie Mlleltperiine» tänfilut «5 wie vor ?i»oisve Gemeinheiten jchonunqslo« charamn-siren. - tftr ersuchen daher um Fortietzung. 1886 „Z»e»tsche Möcht." 7 Eingesendet. Weisse und creme seidene Faille Fraacaise, goraB. Satin mer?eilleni, Damaste, Ripse, Taßete üDd Atlasse 75 kr. per Meter ^ ÄU« Buben und Stocken zollfrei in'« Haus das Seiden-fabriks-Depot 4» llennrbrri (k. und k. Hoflieferant) Ztkrleh. Muster umgebend. Briefe kosten 10 kr. Porto. Autoritä abführende neralwasser erprobt Möblirtes Zimmer mit 2 Feiiitern, im I. Stock, nahe dem Bahnhof gelegen, ist ««fort zu belieben. Näh. i. d. Exp. 113-2 JQL. JOHANNSEN, Kantachiik-Stainpiglien-Krzengiing k Uravier&nstalt Graz, Jungferngasse Nr. 2. Alle Neuheiten. — Lieferzeit 1 bis 2 Tage. — Agentur für Cilli: C. Almoil«ohn«t. 427—52 Clavierspieler für eine Abendunterhaltung wird gesucht. Anträge an die Erpedition. Schöne Visitkarten liefert schnell und billig JOHANN RAKUSCH, Cilli, Herrengast«. Schwarze Kleiderstoffe bezieht man am besten durch das | Fabriksdepot uknmr Schafwoll-StofTe GRAZ, 16. WEMK1NGER, Herrentasse 32. Mimt er l'runco ! *6 1041 „THU GRESIIAM« Lebens-Verslcherungs-Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich, Wien, GUelastrasse 1, im Hause der Gesellschaft. Reclienschafts- Bericht »osti 1. Juli IM* bl( Inel. SO. Juni 1884. Activ»....................................fr. 87,284.420 — Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen..................... 17,134.2"2600 Auszahlungen für Versicherung»- und Bentenvertrige, Rückkäufe et«, seit 1848 ..... 149,800.000 — In der letzten zwölfmonatlichen Gesch&ftsperiode und hei der Gesellschaft für...... 63.992.275-— neue Anträge eingereicht, wodu-ch der Gesammtbetrag der in den letzten 30 Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als............-.....,1.824,770.120 55 stellt. Vom 1. Juli IHM« bla Inel. SO. Juni ISIS. Activa....................................fr. 31,064.548-54 Jahreseinkommen aus Prämien and Zinsen . . ................... 17,926.068-77 Auszahlungen für Versicherungs- nnd Bentenvertrige Bückkäufe ctc. seit 1848 . . . . „ 164,776.000'— In der letzten zwölfmonatlichen Gesch&ftsperiode wurden bei der Gesellschaft ftlr ... „ 66,393 *00-— neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrag der seit Bestehen der Gesellschaft eingereichten Anträge sich auf...................„1.391,163.329-— »teilt. Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien-Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte» und ans verbundene Leben; schliesst Beuten- und Ausstattung*-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Polizen den Bückkauf für Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt für Polizen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reduzirte Polizen aas, für welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospecte and alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten and von den GeuvraNAgenten Olr Hrttlu im6 Z. 1161. Execnt. RtaUtilten-Bcrstclgcrnng. Vom k. k. stäkt.-del. Bezirksgerichte Cilli wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuche» deS G. Blasich durch Htrrn Tr. Langer die kxecutive Berstiigening der zur Clise di Ceuta-schen VerlassenschastSmassc in Cilli gehörige», gerichtlich auf 7029 fl. 43 kr geschätzte» Re alitäten E. Z. ß u. v der Cat.-Gem. LeiSberg, bewilligt, und hie;» drei Feilbietnugs-Tag-satzuugcn. uud zwar: die erste ans den 17- April 1886 die zweite ans de» 22. Mai 1886 die dritte auf den 1?. Zum 1886 jedesmal Vormittag? von 11—12 Nhr in der d. g. Amtskanzlei. RathhauS. 2. Siock. mit dem Anhange angeordnet worde", dasi die Pfandrealiiäten bei der ersten und zweiten Feil-bietung nur uui oder über dem Schätzung?» werthe, bei der dritten aber auch unter dem« selben hintangegeben werden. Die LicitationS-Bedingnisse, wornach inS> besondere jeder Licitant vor gemachten, Anbote ein 10°[0 Vadinm zu Handen der Licitations-Commission zu erlegen Hai. sowie das SchäyungS - Protocoll und der Grundbuchs-Exiract können in d'r dieSgerichtlichen Registratur eingesehen werden. Cilli, am 26. Jänner 1886. Der k. k. LandesgerichlS-Rath: 111—3 Lulek. rt 112 3 wird sofort vermiethet in der Nengasse 180, 1. Stock. ItSST Wichtig für I Rheuma- und Nervenleidende! Oeffentttcher Dank. Herm Hvottyfer ,I»I. Herbabnjr, Wien. Zu» aOfttmeiittn Nasen uncfftittUiSt ii*. d-s, i»«>> Seftij« lthMimntl*nin» durch i?cliranch vsn drei «* u.it Jfctfllt Nenroxjflin fciinitlich verichwiinden ist "Ud tch mich voll» zebrllt sÄhle, Uttd lau» s»|che» Mittel jfdein an FUleunintisiaus Leidenden auf da« Sirmst! emvsehle». >»axar Voll, Ungarn), 8 3«»uat imF. ^ __ Jtalr.lt» Jauo». Weinen Sat ffiv 3(|ttn sortrtlflidHi Pslanien» «s!»»c« »«roxyllii. indtm ich «»< romw Crinrritintjitn mit bjin|elb li» ' larü» enidavirl) fl. 1, ilcr *t»r)»ercn Sorte (rtfo nnb'llirl) fjrjfn talcht, Rhenm» urt ;■( welche wir xn nebten bitten. ~M €«n(r«M>r*riii«bil «raz: Anton Redived. Lcibni«: Ö. Ruhheim. Marburg t G. Bancalari Petta»! E Äehrbalt. H öliasch. RadkrrSburg: C. Andrieu. Wolf«-bergt A. Huth. 798-10 /II dem am Sonntag den 28. Februar 1686 fttaUtind«a««i»kilt», eulh-tiesd zezen «uw Udditdaiigk» mit ?e-schreidnnz. weidie tai nanu tkkWet da p*otlwwbt int feitiirt'dif Tiit C^snn. «ad-chen nnd Snckben. »>e fis So die Veidt»«Ich« tu: Herren und die VkN- »n* Tlschwitsche -e . wie tue t^ndardrnkn in i^rtm aaiqm UBt*nac. 1? SrttJjen mil «am M Säsnistaalefii "ui aüe <»f?fnMnde der Gar»ern»e und eta» «u» Mutier-tturieichnnnit-n fttr «et«, n« Vnntftickrrci, «ame»s->lhissrin ic. «d»nnc»ent» werden ied«»ol anaen»n,tne» bei »Htn »mMandlunm« »nd f»ftan«»lt«a.— Pi»de-?!»«»cin jintii nnd |m«c« :ui n 9k «-pedtli»». «erlin W. Pati»>a«er Sir. 38; Wien. I. Oll-ritz»^« d. ____ In Bohitscn ist eine Schmiede zugleich Wirthshaus zu verpachten. Auskünfte ertheilt die Herrschatt»-Vervraltung l£o!iit«ch. 109—9^ j llrefslaner Universum da« wirk*ami»t« nnd bewithrtente Mittel zur griindUrhen Ueinignng des Blutes uud der Süftemaaae, lielll lanfcwieriiie, veraltete, tief einRCWurzelt© Krankheiten niler Art flrliuell und «ielier, Dank und Anempfehlung. Narhdem ich »clion seit vielen Jahren au Gicht und Rheumatismus gelitten und suw til an Händen und Füssen, al« auch im Kreuze so unerträgliche Schmerzen hatte, dass ich oft der Verzweiflung nahe war und alle ärztlich verordneten Mittel nichts halfen, gebrauchte ich zuletzt da.-in den Zeitungen empfohlene lireslaner Universum und muss es dankbar anerkennen, dass schon nach kurzem Gebrauche di® Schmerzen sich ver-lorcn haben und icb wiediT wsine Arbeit verrichten kann; auch von einem Magenlei«len. weichet darin bestand, dass ich fast gar keine Speise vertragen konnte, bin ich durch den Gebrauch des „Breslauer Universums" vollständig befreit und so gesund geworden, dass ich meinen früheren Appetit wieder habe und Alles gut vertragen kann. Ich sajfc daher dem Erfinder dieses heiUainen Mittels. Herrn Oscar Lilherstem in Breslai, meinen aufrichtigen, tiefgefühltesten Dank und kann das „Breslauer Universum" allen Leidenden nur dringend accmpfehlen. Unrbara Nft*n*oH in Hogerstall bei St. Leonhard am rorat. AA- Die veröffentlichten zahlreichen »unkHngungen von Geheilten beknnden die nnnbertreffliche überraschende Wirkung dieses Mittel». "W> Das i Hirertstim ist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichen^ nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In ClUt bei J. KupferMcliuald. Apotheker, in Deutsch-Landaberg bei 11. Müller, Apoth. „ Feldbach bei Jos. König, Ap. „ Kriesach bei A. Rnppert Ap. „ Fiohiileiten bei V. Bluniauer, „ Füratenfeld bei A. Schröckenfnx Ap. „ Gonobits bei J. Pospischil, Ap. .. Graz bei U. Slühlinger, Ap. „ Klagenfnrt bei W. Thurntvald, Ap. inLeibnits bei Othmar Rnssheim, Ap, „ Marburg a. I>rau hei W. A, König, Ap, „ Nenmarktl i. Steienn. bei Otto Maly, Ap, .. Pettao bei Hugo Eliasch, Ap. .. Kottenniann bei Franz Moro, Ap. „ Tarvis bei Job. Siegel. Ap. „ Vülach bei Friedrich Schols, Ap. „ Weiz bei C. Maly, Ap. 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