«r. I»«. T»««tag 4. Oktvber tS«S. v,i. Jahrgan« Dt. .Marburg-r ^ "lch-w» j-den Sonntag. Mittwoch 'md «re,tag. Preise - ftir Marbnra: ganzjährig 6 fl.. h«lbjühng gfl.. vi-rteljiihrig Ifl. SV kr: für Sustellung m» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ^anziahrig 8fl., halbjahrig 4fl., vierteljährig S fl. Die rin Mol gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltun« ___m»t 10, be» zweimaliger mit IS, be» dreimalig«? mit 20 kr. berechnet, wozu f,1r jedesmalige Einschaltung 80 kr. Inseraten-Stempelgebühr kommen. Zur igl'jchichte des Tages. Der steiermärtlsche La ndt ag hat den Antrag des Ber. saffungsausschussts, betreffend die Berzichtleistung auf da» Recht, die Reichsrathsabgeordnelen ans seiner Mitte zu wählen, abgeletint mit sünfundzivanM gegen fünfundzlva^ig Stimmen Die At,hl süns. undzwavzig scheint seine verhängnisvolle Bedeutung sür un» nicht verlieren m tvollen. Die Wählerschaft ist mit diesem Bkschlusse keineswegs zufrieden und findet sich um so mehr enttäuscht, als der steiermärkische Landtag bißber des Rufes einer gewissen Fleislnnigtkit sich erfreute. Das Aecht, die Reichsvertreter unmittelbar zu wählen, ist ein BolkSrrcht Wir bedauern, daß der Landtag die Gelegenheit vl>rübergchen ließ, sich ein Denkmal der Ehre dadurch zu sstzea. d,ß er mit der Anerkennung dieses Bolsrechtes dkN Anfang machte. Das Glück Bismarcks in der auslvärtigenPolitit lvird von den Rational Liberalen überlaut gepriesen. Sie legen nicht wenig Gewicht auf die jetzigen Borgänge in Oesterrtich. Sie lassen sich aus Wien berichten, daß Baron Beuft mit den Czechen und Ultramontanen halte, daß diese Politik zur Auflösung Oesterreichs führen muffe, und daß zum Heile Großpreußens den Deutsch Otsterreichern und Böhmen nichts Anders übrig bliebe, als ftch dem Norddeutschen Bunde anzuschließen^ — In Porpignan hat die französifchr Regierung alle Span ier. welche über die Grei»ze wollten, um sich an dem Aufstände in Katalonien zu betheiligen verhasten und in die Kasematten der Zitadelle bringen laffen. Dieselben versuchten den Gefängnißwärter mit 6000 gr. zu bestechen, worauf ihnen der Gouverneur Legrand alleS Geld abnehmen ließ. Zu den vielen Verlegenheiten, gegen welche die fpanische Re-gierung während der Dauer des Auf ft an de s anzu-kämpfen hatte, war auch eine arge Geldklemme getreten. Die Aufstän-dischen hatten sich nämlich überall der öffentlichen Kaffen bemächtigt; die in Madrid war leer, und l^oucha wußte nicht, wo er die nöthigen Summen hernehmen sollte, um die Armee und die der Regierung noch treu gebliebenen Beamten zu besolden. Werfen wir einen Blick auf die militärische Lt'ge. ivie dieselbe sich vor dem Zusammenstoße zwischen Serrano und Novaliches ergab, so finden wir. daß die nach illleoy gegen die Aufständischen ausgesandten Truppen ftch ergeben hatten oder stch demnächst ergeben mußten, daß der Weg von Madrid nach Valencia, Alieante, Kartagena von den Aufständischen zwischen Albaceta und Almanza al»-geschnitten war, und daß Novaliches schon in den letzten Tagen keine Hoffnung haben konnte, nach Madrid zurückzugelangen. Ein Gleiches gilt von den Truppen, die aus Kartagena und Granada herausgezogen ivurden und denen inSgesammt nichts übrig blieb, als sich dem Aufstände anzufchlieken. In wenigen Tagen iväre daher, auch ohne die Niederlage des General» Pavia. der ganze Südosten von Spanien in den Händen der Revolution gewesen. G«gei» die ZwettheU««g de« Lande«! (Adresse der Marburger Stadtvertretung an den Landtag.) Hoher Landtag! Es find im steirifchen Landtage von einer Seite Worte gefallen, tvelche den Wunsch nach politischer Trennung des Olier» und Unterlandes, des deutschen und slovenischen Volkes ausgesprochen haben. Da es den Anschein haben könnte, als ivürden die betreffenden Land-boten diesfalls dem Wunsche der Bevölkerung Ausdruck gegeben haben, so steht stch die Stadtgemeinde Marburg auf daS Nachdrücklichste veran« laßt, aegen die politische Trennung der Untersteiermark von Obersteier energischen Protest zu erheben und zu erklären, daß eine solche Aenderung in der Verwaltung des Landes, eine derartige Lockerung deS durch brüder« liche Eintracht lvahrend vieler Jahrhunderte gefestigten Bandes zwischen Deutschen und Slovenea, nie und nimmer in dem Wunsche des Unter-landes gelegen sei. So sehr wir daS vernünftige Streben nach Gleichberechtigung, den geistiglN Aufschivung eines Volkes achten und schätzen: so jeljr muffen wir uns dagegen Vertvahren. daß ähnliche Ausbrüche des nationalen Almeiirausch uni» Edetmeiß. Von H. Schmid. (lS. Fortsetzung.) — Einige Tage später kniete Tvi in der Au. der Vorstadt von München, vor dem Standbilde des heiligen Johann von Repomuk. daS unter schatt'Nden Bäumen stand. Damals ragte der prachtvolle gotl»ische Dom noch nicht in Mitte einer breiten öden Sandstäche; die Sandstäche tvar damals üppig grünender Rasen, reich mit Gebüsch und mit Bäumen besetzt, unler denen daS unscheinbare Pfarrkirchlein sich bescheiden verbarg. E'N zahlloser lärmender Kinderschtvarm spielte im GraS und im Schalten und beachtete die einsame Beterin nichl. Endlich erhob sie sich mit gram« vollem Herzen tind lvandermüdcn Füßen und schritt durch schmale Gaß» chtN dem ehemaligen Paulaneikloster zu. daS zum Zuchthause umge-staltet war. Ein unsäglicher Schmerz preßte ihr die Brust zusammen. alS ste das ernste Gebäude mit den vitlen schwer vergitterten Fenstern erblickte, als ste auf der Bank vor der Thüre einige GerichtSdiener sitzen sah. den bloßen Säbel in der Hand, ihre ungeheuren Fangdunde N'btN sich. Sie schwankte, als sie nebenan einige Leute in Strafltngskleidern crltlickte. tvrlche an der Straße arbeiten und karren mußteri; sie ivupte k^nim ivaS sie am Thor vorbrachte, und als die EingangSglocke drötinte und sic »n der grtvölbteu düsteren Vorhalle, einem Thrile t'rr ehem,öligen llirche. stand, da glaubte auch sie sich verloren und sür iminer geschieden von der schö-nen. heiteren, schuldlosen Welt, die draußen leuchtete und sich sr.ute. Die erbetene Unlerredung tvurde gewahrt. Bald stand die Arme nebenan in linem kahlen, dürftigen Ctilbchen und hörte bald Mlt stockenden Pulsen daS Herannahen schwerer klirrender Schritte. Der GerichtSdiener öffnete die Thüre — und vor ihr stand eine große Gestalt mit geschorenem Kopf, in grauer Jacke mit dunkelrothem Kragen, einen Eisenring um daS Handgelenk, von »velchem eine Kette herabhing und mit einem andern Reis am Fußknöchel verbunden war. Das tvar Mentel Sie bätte ihn nicht tvieder erkannt; er »var bleich und aufgedunsen, der Mangel an geivohnter Bewegung in freier Lergluft. der nagende Gram seiner Seele hatten seine Kraft und Frische gebrochen und ihm den Stempel deS Gefängnisses aufgedrückt — ste hätte ihn nicht erkannt, denn ihre Augen Verschlvamtnen in Thränen. Sie sah es nicht, ivie eine glühende Rothe über daS verkommene Antlitz flog, wie er die verkümmernden Arme nach ihr erhob — »vie er auf ste zustürzen und sie umarmen wollte, wie ihn aber das Klirren der eigenen Kette davon zurückschreckte — «vie er die Arme erblaffend wieder sinken ließ und nichts hervorzubringen vermochte, als: „Evi ... Du? Du kommst zu mir?" Sie faßte sich, tr^t zu dem Erschütterten und ergriff seiue Hand. „Grüß' Dich Gott. Mentel." sagte sie. „ich bin's tvohl — die Mutter schickt mich zu Dir!" „Du kommst zu mir?" wiederholte er mit einem Tone, in welchem das tilsste Leid und die liöchste Wonne sich umfingen. „Du gute, trette Seel' ... nach Allem, »vas geschehen ist. kommst Du zu mir?" „Warum sollt' ich nit? Du hast mir ttichtS angethan!" „Sag' daS nit, Evi ... thu'S nit beschönigen." rief er schmerzlich; „ich we,s» gar tvoltl. ivaS ich Dir angetiian Hab ! Aber wenn Du mich gesehen I^ättest. wie ich jo manche Stund' in der Nach! in meiner Keuchen .lufgesessen bm nuf meinem Strol»sack und Hab' an Dich gedacht und Dick um Verzeihung gebeten ... ivenn Du gesehen hättest, ivie viel blutige Zäher die Woll' verschluckt hat, die ich Hab' kardätschen mitssen ... Du l)ätteft mir längst Alles vergeben und vergessen!" „Ich Hab' Dir nicht» zu vergeben," erwiderte sie sanft, „aber von Deiner Mutter Hab' ich Dir zu erzählen.'..." „Von meiner Mutter!" stöhnte der Sträfling und sank at>s einen Stuhl, die Hände vor'S Gesicht schlagend. „Wie gelzt's ihr? ... Wie ist'S mit dem Vater?" „Der Vater lveiß nichts davon, daß ich da bin ... der Mutter Fanatismus einzelner Männer für Wünsche der Bevölkcrung angesehen würden. Die Bewohner deS Unterlandes, sowohl Dentsche. als Slovenc. in der Stadt möglichst gerecht werden zu können, diene e» znr gefälligen Wissenschaft, diiß der Broom nur aus die präzi« bestellte Swnde erscheiue» uud höchste»« tk Mi»»te» ti« jum Liusteigen abwiirten kann. — Die Hin- und Zurückfahrt n>!r!> in der inneren Stadt mit Z ft., Grazer. und Kärntner-Vorstadt mit 2 fl. b0 kr. und Magdalena-Vorstadt mit 3 fl., dir einzelnen Auhreu dagegen mit 1 fl. 20 kr., 1 sl. bv kr. und 2 fl. berechnet; nur wolle die Stunde der Abholung ebenfalls prizi« angegeben werden. Mir Befördernng von Gittern aller Art wird zum und vom Südbahnhofe wie solgt berechnet, und zwar bri einzrln>r Fuhre: von t bi« 3 Zentner » IS kr., von 3 bi« ö Zentner » 10 kr., von S bi« 10 Zentner » 8 kr., von 10 bi« 20 Zentner » 7 kr.; sonst von 20 bi« üv Zentner » 6 kr., vo« ö0 bi« 100 Zentner » ö kr. und bei Besördernng von mehr al« 100 Zentncr i> 4 kr. sammt der Aus- und Abladegrbühr. Unter b0 Ps. wird nicht, über SV Pf. pr. vollen Centner berechnet. Zu recht zahlreiche» Aufträgen hält sich ergebenst empfohlen vis Viroktion 6es AlsrburKvr Vienlstmaan-Inlstitutos „LXPKLAA". Eomptoir: Herrengasse, Eingang zwischen der Fctz'schcu Glashandlung uud Bradatsch'schen Auckerbiickerei, im ueugebauteu Hause des Herrn Kammerer. Ludwig AlbenSberg. Franz Perko. Johann SrhardM). Roman Pachner d. j. und Jägerlieutenant Reithofer ge»vonnen. (Sitzuni^deS Gemeindeausschusses vom 1. Oktober.) Bon kls UntkrftüKunstst^esuchkN »verdcn fünf ftcnehmigt. — Die erledi,,te Pfründe im Bürgerspilal. um die sechs Bedürftige sich beworben, wird der Frau Maria Tschkch vcrlithen. Herr Franz Echerer. Dircktor dcr Gasbtleuchtun,^»anslalt in Klagen, surt. erbietet sich, die GaSbeleuchtuNt^ in Marburg einzuführen; die Ber-tretung beschließt, mit Hcrru Schercr in Berktlir zu trrten und nölhigen-falls auch mit anderen GasbtleuchlungSg'scllschasten zu unterliandkln. Die Finanzbezirksdirtktion macht bkkannt, daß am ö. Oktober die Berhandlun» wegen Sicherstellung der Verzelzrungsstcuer gepflogtn werde und ladet den Ausschuß ein. zu derselben einen Beamten abzuordnen; falls es die Gemeinde wünscht, den Zuschlag zur ärarischen Verzehruygs-steuer zugleich mit dieser eiuheben zu lassen, so wolle dieS und zugleich der PerzentensaK noch vor der Verhandlung bekannt grgeben werden. Die Finanzbezikksdirlktion ersucht auch nm Mittheilung, ob die Gemeinde sich nicht mit der bisherigen Zuschl^igssumme begnügen wolle. Nach dem Beschlüsse der Vertretung lvird der Herr Vürgermeister ermächtigt, slch an den Verhandlungen zu betliciligen und auf einen entsprechenden Be-trag, jedoch nicht unter 5000 fl.. tinzugchen. Das Werk des SchulratheS Krause: „Die Volksschule^' wird von der Statthalterei «mpfohlen und ist bereits auf Gemeindekosteu ein Ezemplar angeschafft worden. , Der Antrag deS Herrn Varon Rast, gegni die von nationalen Gegnern beantragte Zweitheilung deS Landes beim Landtag eine Ber-Wahrung einzulegen, wird einstimmig zum Beschluß erhoben und Herr Marko mit dem Entwürfe deS Schriftstückes betr^utt. (Zu r K e nnz e ich NU n g der L 0 tt r e n nu n g S p a r t c i). In der Sitzung des BezirkSauSschutles Marburg vom 3. Oktober erschien Herr Gottfried Kommauer. Gemeindevorsteher in Äaring. und gab zu Protokoll: „Ich lese in der heutigen Nummer der „TageSpost". daß nebst mehreren andern Gemeinden auch Zaring durch den Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Woschniak eine Petition an den h. Landlag um Einführung der slovenischen Sprache in Schule und Amt und Bildung eincS slove-nischen RegierungsbczirkeS überreicht hal»e. Ich bin Gemeindevorsteher Vön Zaring. lveiß jrdoch Von dieser Petition nichts-, mir lvurde weder eine solche zur Einholung der Zustimmung der Gemeindevertretung vor« gellgt. noch ging von letzterer eine solche Petition auS. Ich erkläre die» selbe daher sür gefälscht. So wie mir die Gesinnung der Mitglieder der Gemeindevertretung Jaring bekannt ist. darf ich behaupten, daß eine solche Petition nie die Zustimmung derselben erhalten hatte; außerdem inuß ich noch erklären, daß die Stimmung in der Gemeinde entschieden für den deutschen Unterricht in der Schule ist. ohne daß deßhalb der Unterricht in der jlovenichln Sprache vernachlässigt ivare." — Der Obmann der Be-zirkSvertretung. Herr Hauptmann Seidl, hat dirstS Protokoll gestern noch dem Landtage übersandr. (Gegen die Zweit Heilung der Steiermark.) Die Bezirksvertretung Marburg wird am nächsten SamStag eine außeror^^ent' liche Sitzung halttN. um über die von slovenisch klerikaler Seite angeregte Frage, betreffend di? ZwMbeilung des Landes, zu verhandeln. Eine Kundgebung, dir mehrere Gemeinden gegen diese Zweitheilung beabsichtigt, wurde tvegen der bevorstehenden Schließung deS Landtages verschoben, um vereint mit allen Gemeinden des Bezirkes d.m Veschlus^ deS Land-tagS in dieser Angelegenheit die Zustimmung ertheilen zu können. Es wird nur dieser, ohne Zweifel ablehnende, Beschluß erivartet, um in öffent- lichster Weise bei dm einzelnen Gemeinden die Zilslimmung beantragen zu können und ist hiezu die Einleitung bereits getroffen worden. (Berzehrungssteuer.) Morgen um 9 Uhr Vormittag wird m der Kanzlei drr Ainanzbezirksdirektion eine Verhandlung gepflogen, betreffend die Sicherstellnng der Berzehrungssteurr vom Wein-. Most- und gleischverbrauche für 18L9. beziehungsweise auch sür 1870 und 1871 — und zivar fürdie Sektion I des Steueramtsbezirkrs Marburg (Stadtg. und Kartschoivin). Der Fiskalpreis für diese Sektion ist auf 38.000 fl. jähr« lich sestgksetzt. Um eine Abfindung eingehen zu können, ist erforderlich, daß sich die der Zahl und dem Umfange der Geiverbe nach überwiegende Mel)rheit der GkwerbSgenossen bei der Verhandlung betheilige und das Abfindungsprotokoll unterzeichne. Letzte Post. Zustizminister -r?lArt, richterlicher Ausspruch habe »» ««öü Aischvfe «ngei^chtet de»«o«eordats wegen ihrer Ausschreitungen gestraft werden kvnnen. freigelassen «egierung hat die spanischen Alüchtlinge Ber Papst hat den NuntiuO in Madrid beauftragt, vo« dort «om Ägeboten vertriebenen Königin eine Aufluchftätt- t« Eingesandt. Die ebkn wiederkehrende Zeit des Herbstes wirkt durch ihre kühle und häufiger tvechselnde Witterung insonderheit nachtheilig auf rhenma tische Leiden der Zähne und bei vielen derartig Leidenden kündet sich geiviß allmälig der Eintritt jener schmerzensvollen Periode an. die sie aus jahrelanger Erfahrutw kennen und fürchten gelernt haben, da fie in der Regel durch keine Gegenwirkung sich bannen läßt. Es dürfte in d,r That auch nur durch die größte Reinlichkeit und gesundheitliche Pflege deS Mnndes und der Zähne möglich sein, die genannten Urbel gründlich und dauernd zu heben und zu beseitigen. Zu diesem Zweite aber eriveist flch seit Iahren als besonders geeignetes Mittel das Anat heri n-Mund» Wasser des Zahnarztes Herrn Dr. Popp in Wien (Zentral Niederlage für Marburg in der Apotheke des Herrn Joseph Bankalari), daS. schon in mehleren großen Ausstellungen gebührend anerkannt und in mehreren Staaten patentirt. auch auf der letzten Londoner Aus» steUung seinem Erfinder ehre»voUl'te Belobung brachte. Dieie Anerken-nun„en werden freilich für sich allein wenig praktischen Werth haben, fie werden aber bei diesem Mittel durch die zahlreichsten und glaubivürdigsten Attlste besonders auS höheren Gesellschaftskreisen so vollkommen unterstützt und täglich vermthrt. daß über die Bortrefflichkeit deS A n a th er in-Mundwassers zur Gesundheitspflege deS MundeS und der Zähne, wr Vertilgung Von Schivämmen und Pusteln auf der Zunge und den BackenwSnden. zur Zerstörung deS Weinsteins. deS üblen Geruchs u. s.iv. ; selbst zur Heilung drr KarieS und endlich zur nachhaltigen Linderung und schließlichen Beseitigung jeden Zahnschmerzes nicht mehr Zweifel obivalten können. Wenn tvir daher auf obige Eigenschaften und Wir« kungen hin das AnatherinMundwasser allen Mund« und Zahnltidenden empfehlen, so find wir der Ueberzeugung. ihnen dadurch in Wahrheit einen Dienst zu leisten und fie auf den Weg zu weisen, aus welchtM mannigfache derartige Uebel bereits ihr Ende erreicht haben. L. durcheinander, bald wie mächtige Leichensteine auf Grabhügeln, bald wie umgestürzte Burgen und Häuser, hier aneinandel gelagert, bort fich bedeckend und überschoben, daß fie Risse, Hölleii und Winkel bilden, in denen der Bergrabe nistet und der FuchS seinm Bau gräbt. Moos und Flechten find darüber geivachsen und bilden mit der schivachen Erdschicht einen weichen Ueberzug. üppig schwkUenden Polstern vergleichbar ; mächtige Tannen ragen daraus empor, die ihre Wnrzel« gleich stvv8 vinxv»vntlst. Rüolrvkrtß ävr Lurx 1ivle8, Lsisorstrsssv, AuraiG svdsll 562 LiVV« Stämme vierjährige Winter-Maschaazger, sehr kräftig gewachsen, find a 40 kr. zu beziehen vom Gute Jaringhof ab Station Pößnitz bei Marburg. (542 - Editt. <°" Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Erben nach Frau Rosa Högenwarth die freie Lmta-tion des zum Verlasse der am 9. August 1868 verstorbenen Frau Rosa Högenwartl) gehörigen, auf 55'l0 fl. 27 kr. geschätzten VerlaßweingartenS in Koschnk sud Berg Nr. 58. 58j. 58z, 58z. 60 und 60z aä.Melling sammt Hangender Fechsung, dann der Fahrnisse bewillmet und hiezu die FeilbietungS.Tagsatzung auf den 8. Oktober 1868 Vormittags von 9 bis 12 und nöthigenfallS Nachmittags von 3 bis 5 Uhr in Koschak angeordnet worden. Die Lizitationsbedingnisse. nach denen jeder Lizitant mit Ausnahme der Erben, bevor er einen Anbot auf den Weingarten macht, ein Vadium von 600 fl. zu erlegen und dieses sogleich nach beendeter Lizitation auf ein Drittel des Meistbotcs zu ergänzen hat, können sowohl bei Gericht, als auch bei dem k. k. Notar Herrn Dr. Radey eingesehen werden. Marburg am 21. September 1868. b ^ EdR. Vom k. k. BkzirkSgerichte Marburg wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Franz Fraß. Grundbesitzers in Leitersberg, in die Einleitung der Amortisirung der bei Urb. Rr. 1045 aä Burg Mar» bürg haftenden Satzposten für: a) Zlga und Anna Nudl aus dem Schuld briefe vom 10. Mai 1800 pr. 200 fl. B. 3. ; d) Sebastian Fraß aus dem Schuldbriefe vom 21. September 1818 pr. 164 fl. 4 kr. 1°/^ dl. W. W. s. A. gewiUiget lvorden. Alle Jene, welche auS was immer für einem Rcchtsgrunde hierauf einen Anspruch zu machen gedenken, haben denselben binnen 1 Jahre, 6 Wochen und 3 Tagen so gewiß hierorts anzumelden, widrigrns nach Verlaus dieser Frist diese Satzposien als amortiftrt erklärt werden würden. Marburg nm 8. September 1868. Verantwortlicher Redakteur: Kranz Wießthaler. Druck und Verlag von Eduard Ianschitz in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Kranz Wießthaler. Druck und Verlag von Eduard Ianschitz in Marburg.