Mhfyti TaMatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgassc Nr. 15, Nr. 240. ßtäitumctationtpreife: Für Laibach : Ganzj. fl. 8-40 ; Zustellung in» Hau« vrtlj. 25 tr. Mit fctr Post: Sanzjiihr. fl. 12. Samstag, 18* Oftober 1879, Morgen: Petrus. Montag: Felician Insert i o n Spre is e: Einspaltige Petitzeile & 4 " Wiederholungen k 3 zeigen bis 6 Zeilen IZ.Jahrg Autonomistischer Größenwahn. Es muss doch etwas Eigenthümliches um das Gefühl einer oppositionellen Partei sein, wenn dieselbe, urplötzlich von der Sonne der Regierungsgunst beschienen, den beglückenden Traum der Re-gierungssähigkeit träumt. Wenigstens hat es ganz das Aussehen, als ob die letzten Siege der Autonomisten insbesondere den Czechen den letzten Rest der Besonnenheit geraubt und sie zum vorzeitigen Ausplaudern aller ihrer Herzenswünsche veranlasst hätten. „Wir wollen die Stellung im Staate ein-nehmen, die uns gebürt" deklamierte jüngst die „Politik" mit einem nicht zu missverkennenden Seitenblick auf die noch unbesetzten Minister-Portefeuilles und diverse Sectionschefsstellen. „Die Reichsrathsmajorität und die Regierung werden hoffentlich Mittel finden, den Zerfall der Verfassungspartei zu beschleunigen!" bramarbasiert die vorletzte Nummer des „Pokrok" vom 16. d. — Kann man wohl eine genauere Auskunft über die Endziele einer Partei verlangen, welche sich derzeit berufen fühlt, Oesterreichs Geschicke zu lenken? Stellenhunger und methodische Vernichtung der politischen Gegner! Ein recht hübsches Regie-ruugsprogramm, zu welchem die Czechen den Grafen Taaffe anhalten wollen. Doch wäre es weit gefehlt, wenn man die Verehrer des Staatsrechtes der St! Wenzelskrone eben nur als eine Ausnahme unter ihren Genossen und ihren Uebermuth im Siege als eine czechische Specialität betrachten wollte. Hat ja auch Graf Hohenwart auf die Frage, wie viel Sitze wohl die Autonomisten der Verfassungspartei in der Staatsschulden-Controllcommission einräumen würden, in gewohnter Arroganz geantwortet: „So viele, als sie früher uns eingeräumt hatten." Wir sind nun zwar vollständig überzeugt, dass die Verfaffungspartei nicht darnach geizen wird, ein oder das andere Vertrauensmandut aus der Hand und durch die Gnade eines Mannes zu erwerben, der durch sein hinterlistiges Attentat auf die Verfassung die Verachtung jedes ehrlichen Verfass sungsfreundes verdiente. Aber wir glauben doch aufmerksam machen zu müssen, dass ein gewaltiger Unterschied ist zwischen einer Partei, welche vermöge der ihr innewohnenden Kraft dem Staate eine Regierung geben konnte, oder einer aus allen möglichen Elementen zusammengewürfelten Partei, welches das Ministerium Taaffe als Anerkennung dafür, dass sie ihm überhaupt das Regieren ermöglichte, zur Majorität oerhalf. Wenn die Ver--faffungspartei sich weigerte, Feinden des österreichischen Großstaates, wie dem Grafen Hohenwart, ein Mandat für die Staatsschuldeu-Coutrollcom-mission des Reichsrathes zu überlassen, so handelte sie im Bewusstsein ihrer parlamentarischen Machtstellung aus eigener Kraft. Wenn aber Graf Hohenwart sich jetzt als den parlamentarischen Dietator Oesterreichs hinausspielt, weil eine über-zeugungslose Regierungspartei den autonomistischen Candldaturen die Majorität sicherte, so ist das eben nur eine Folge jenes Größenwahnes, welcher den hervorragendsten Charakterzug im Wesen des Schöpfers der Fundamentalartikel bildet. Die Verfassungspartei kann diese Emanationen der Selbstüberhebung eines Mannes, welcher seiner deutschen Abstammung uiieingedent sein ganzes ©innen und Trachten darauf richtet, das liberale Deutschthum der clerical-feudalen Reaction und ihren nationalen Anhängern auszuliefern, ruhig über sich ergehen lassen. Sie verlangt von einem Hohenwart keine Gnaden und hat es nicht noth-we'ndig, sich von ihm ein Zeugnis ihrer Existenzberechtigung ausstellen zu lassen. Ebenso wenig wird auch die Erwartung des „Pokrok" in Erfüllung gehen, dass die jetzige Einigung der Verfassungspartei bloß bei Beginn der Kämpfe, höchstens ein bis zwei Jahre von Festigkeit sein, jedoch keine Dauer haben werde. Im Gegentheile hat diese durch die Erfahrungen der letzten Jahre tiie? traurigen Folgen einer Zerfahrenheit kernten gelernt, welche die Coalitionspolitik des verschämten Antonomistenministeriums Taaffe ermöglichte untf die Versassnngspartei der Majorisienntg durch Hohenwart und Genossen preisgab. Sie wird diese Erfahrungen nicht vergessen und wird auch dann noch fest zur Fahne der Verfassung halten, wenn die Allianz der Staatsrechtler längst dem Schicksal aller unnatürlichen Allianzen anheiiiigesallen und in ihre Elemente aufgelöst ist. Zur handelspolitischen Tagesfrage. Den Mitteilungen der „Nordd. Allg. Ztg.", nach welchen eine förmliche Zolleinigung zwischen Deutschland, Oesterreich und Frankreich das Ziel der Bestrebungen Bismarcks bildet, tritt der „P. Lloyd" in einem längeren Artikel entgegen. Wie das erwähnte Organ anführt, fei der Gedanke eines engen Zollbündnisses zwischen Oesterreich und Deutschland nicht neu. Seine Durchführung fei vielmehr einer der Lieblingspläne des Ministers Bach gewesen, während Preußen, als dessen Vertreter auf dein deutschen Bundestage zu Frankfurt eben damals Otto v. Bismarck fungierte, alle Hebel in Bewegung setzte, um die Verwirklichung dieses Projektes zu verhindern. Als Hauptgrund für diese Opposition wurde damals angeführt, dass eine Zolleinigung nicht ohne Einfluss auf die politische Wechselstellung der betreffenden Staaten sein werde. Preußen hielt eben damals an dem von ihm organisierten und als Uebergangs» stadium zur späteren politischen Einigung sorgfältig überwachten Zolloereine fest, und Oesterreich musste sich daher an Stelle der gewünschten Zolleinigung mit einem Zollvertrage begnügen. Wenn heute nach etwa 30 Jahren Fürst Bismarck auf eine Idee zurückgreist, welche er früher aus politischen Gründen bekämpfte, so sei anzunehmen, Feuilleton. Bilder ans Kärnten. Von Hans Richter. (Schluß.) Am Großglockner. Von Heiligenblut lässt sich beim besten Willen kaum etwas Neues sagen. Oftmals ist das einzige Bild des Großglockners, wie es von dem „höchstgelegenen Dorfe Kärntens" aus erscheint, mit Worten nachgezeichnet, oftmals sind die Wunder der Umgebung, der Franz-Josesshöhe und des Pasterzengletschers, geschildert worden. Alle diese Werke „sind herrlich wie atn ersten Tag" und werden in alle Zukunft das Entzücken des Wanderers fein. Schlimmer ist, dass auch anderes von unverwüstlicher Dauer ist, das man gerne sich verändern und mit den Zeiten fortfchreiten sähe. Es kann nämlich auch über diejenigen Anstalten, die einzig vom Menschen und feiner Intelligenz oder Energie abhängen, leider nichts gesagt werden, was denjenigen neu wäre, die vor Jahrzehnten schon im Möllthale hinaufgewandert sind. Dieselben Straßen und dieselben Wirtshäuser ! Welches Leben würde sich in diesem Thale entfalten, wenn es von betriebsamen Eidgenossen bevölkert wäre! Welcher Wetteifer wäre unter ihnen entbrannt, dem Fremdling den Zugang zu jenen Heiligtümern bequemer zu machen, wovon sie selbst wie die Fremdlinge den Gewinn hätten. Erfahrungsgemäß wird der Genuss der Natur dadurch nicht geschmälert, dass er erleichtert wird. Eine Gebirgsansicht wird um nichts weniger anziehend sein, wenn der genießende Mensch in seiner leiblichen Existenz sich befriedigt und behaglich fühlt. Für diejenigen aber, welche enthusiastisch nur die unverfälschte Natur begehren, bleibt ja, auch wenn eine leidliche Fahrstraße bis zum Fuß der Gletscher vorliegt, zur Rechten und zur Linken von dieser Straße noch immer Raum genug übrig, wo sie nach Herzenslust ihrem Hange fröhnen können. Die Annehmlichkeiten, die der Reifende ganz unleugbar gerade in den Österreich^ fchen Landen genießt, würde man gewiss eben so willig anerkennen, wenn in der Bevölkerung zugleich ein Geist der Initiative zu bemerken wäre, um die überlieferten Zustände des Verkehrswesens auf eine höhere Stufe zu heben. Die Gebirgs- länder haben in dieser Beziehung mit außerordentlichen Hindernissen zu kämpfen, aber cs fehlt nicht an Beispielen, dass sie überwunden werden können. Der unförmliche Klotz des Jselberges, der zwischen Dölsach und Winklern, zwischen Drau- und Möll-thal sich verlegt, ist ohne Frage äußerst unbequem, aber in der Schweiz würde er längst durch eine elegante Kunststraße bezwungen fein, auf deren Windungen man vorn Hochsitz eines Wagens herab, ohne beständig den Hals umdrehen zu müssen, bequem die gewaltigen Dolomiten betrachten könnte, die jenseits aus dem Drauthale aufsteigen, den Rauchkofel und den Spitzkofel. Das waren die Selbstgespräche und Phantasien, unter denen ich den steinigen, holperigen Weg von Dölsach auf den Jselberg Hinaufstieg. Seiner Absicht Und ursprünglichen Bestimmung nach ist freilich auch dieser Weg ein Fahrweg. Man hat aber von niemandem vernommen, der einen Wagen hierher brachte und nicht die größte Strecke Weges zu Fuß neben seinem Fahrzeuge einhergegangen wäre. Ist man oben, so geht es eine Weile eben fort, und es bietet sich mehrfache Gelegenheit, sich von der ausgestandenen Mühseligkeit zu erholen. Früher diente zu diesem Zwecke dass diese Wendung wieder nur aus politischen Gründen erfolgte. Oesterreich aber habe die Pflicht, vor Abschluss einer solchen, von Deutschland zunächst aus politischen Gründen gewünschten Zolleinigung seine wirtschaftliche Lage zu berücksichtigen, und diese spreche gegen eine handelspolitische Union, welche den österreichischen Markt der Überschwemmung durch die Producte nicht nur der deutschen, sondern auch der überlegenen französischen Industrie aussetzen müsste. Was die von Deutschland gewünschte Einheit der Münze, des Rechtsschutzes auf dem Gebiete des Handelsverkehres u. s. w. anbelangt, könne dagegen Fürst Bismarck des freundlichsten Entgegenkommens von Seite Oesterreichs gewiss sein. Zu der oben skizzierten Anschauung des „Pester Lloyd" über eine Zolleinigung mit Deutschland und Frankreich haben wir nur zu bemerken, dass allerdings ein bedingungsloser Fall aller Zollschranken zwischen Deutschland und Frankreich einerseits, zwischen Deutschland und Oesterreich anderseits für uns von bedenklichen Folgen fein müsste. So haben wir uns auch den wechselseitigen handelspolitischen Anschluss der beiden Großstaaten Mitteleuropas gar nicht gedacht. Um aus einem solchen alle Vonheile zu ziehen, ohne dass man sich vor eventuellen üblen Folgen fürchten müsste, genügt fchon ein Handelsvertrag auf weiterer Basis, das heißt ein Vertrag, welcher den Schutzzoll eben nur als ausgleichendes Aequivalent der ungleichen Productionsverhältnisse der beiden paktierenden Staaten auffasst und denselben nur in wirklich beachtenswerten Fällen und auch da nur in der möglichst niedrigen Ziffer in Anwendung bringt. Bei der am 15. d. abgehaltenen ersten merito-rischen Sitzung der Adresscommission einigte man sich dahin, zur Wahl eines Berichterstatters erst dann zu schreiten, wenn die einzelnen Ausschussmitglieder mit ihren Anschauungen bereits hervorgetreten seien. Im weiteren Verlaufe der Verhandlung regte Dr. Herbst an. es seien zur nächsten Ausschusssitzung die Minister Graf Taaffe, Baron Korb-Weidenheim und der Leiter des Finanzministeriums, Herr von Chertek, einzuladen. Gras Hohenwart und fast alle anderen Mitglieder des Ausschusses stimmten diesem Antrage zn. Es zeigte sich in der Disenssion, in welcher die staatsrechtliche Frage vorläufig allerdings gar nicht gestreift wurde, gegenseitig ein sehr freundliches Entgegenkommen. Anders werden sich jedoch die Verhältnisse stellen, wenn es zur Erörterung des priucipiellen Standpunktes kommt. Wer von der autonomistischen Majorität ausersehen wird, als Berichterstatter zu fungieren, ist noch nicht entschieden. einzig das Gasthaus „Zur Wacht"; eine halbe Stunde später kommt man aber an ein kleines Schwefelbad, das neuerdings von seinem unternehmenden Besitzer in ein ansehnliches Gasthaus „Zum Jselberg" umgewandelt, wo man auch Pferd und Wagen nach Heiligenblut bekommen kann. Hätte ich freilich gewusst, welch' steiler und „schiefer" Weg von hier nach dem Dorfe Winklern im Möllthale hinunterführt, so hätte ich der Verlockung widerstanden und wäre bei dem Vorsatze geblieben, erst in dem letztgenannten Orte einen Wagen zu nehmen. Am schlimmsten war es in Winklern selbst, das zwar sehr malerisch, aber mit Überaus unebenen Gassen und markdurchschüttern-dem Pflaster an den Berg geklebt ist. Hat man die Thalsohle der Möll erreicht, so lässt der Fahrweg, der keine namhafte Steigung mehr zu überwinden hat, nichts zu wünschen übrig, und es geht rasch dem Ziele zu. Doch ist die Fahrt einförmig, so weit man dies von einem Alpenthal überhaupt sagen kann. Es fehlt ja nicht an Allerlei, was das Auge ergötzt, nicht an einem mnnteren Flusse und Erlengebüsch, an verstreuten Holzhütten, grünen Matten mit weidendem Vieh, an Wassersällen, die rechts und links Graf Clam-Martinitz soll alle Lust haben, sich bei dieser Gelegenheit die ersten parlamentarischen Sporen während der Coalitionsära zu verdienen. Doch scheinen die Polen nicht zu geneigt sein, den ezechischen Club das große Wort führen zu lassen und machen der Candidatur des Grafen Clam-Martinitz gegenüber geltend, dass mit einem so wichtigen Referate eine mehr gemäßigte politische Persönlichkeit betraut werden müsste. Der Ver-faffungspartei können natürlich diese Personalfragen im verfassungsfeindlichen Lager sehr gleichgiltig sein. Sie muss sich nun einmal an die Unannehmlichkeiten des schwächeren Theiles gewöhnen, welchen der national--ctericaUfeubale Rattenkönig die hoffentlich nur kurze Zeit seiner Herrschaft so viel als immer nur thnnlich ist fühlen lässt. Zunächst werden die Verfassungstreuen aus der Staatsschulden-Controlscommisston hinausgeworfen werden. Weitere Liebesdienste werden Nachfolgen, und so fort mit Grazie, bis es zur Theilung der Beute kommt. Dann aber wird und muss es sich zeigen, rno der wahre staatserhaltende Patriotismus ist: ob im Lager jener Partei, welche der Mutter Austria jeden Fetzen ihres Gewandes vom Leibe reißen möchte, um mit den ergatterten Lappen deu moderduftigen Haubenstock ihrer staatsrechtlichen Träume aufzuputzen, ober aber inmitte jener Partei, welche bei ihrer treuen Anhänglichkeit an den österreichischen Einheitsstaat leider nur den einen Fehler hot, den Geist des Coustitutionalismus über dessen Form zu setzen. * * * Das Mittwoch im Abgeordnetenhause eingebrachte Wehrgesetz, welches für weitere zehn Jahre die Bestimmungen inbetreff der Heeresstarke (800.000 Manu) verlängert, enthält eine kurze Motivierung, welcher wir Folgendes entnehmen: „Die Regierung ist dabei zu der bestimmten Erkenntnis gelangt, dass bei der gegenwärtigen Weltlage und den Machttier-hältniffeu der bedeutenderen Staaten Europas an eine Verminderung des Kriegsstandcs des Heeres und der Kriegsmarine, welche naturgemäß auch mit einer tiefgreifenden Reorganisierung verbunden wäre, sobald nicht gedacht werden kann. Während das Wehrsystem der österreichisch-ungarischen Monarchie in seinen Grundzügen seit dem Jahre 1868 keiner Veränderung unterworfen wurde, haben alle ändern Großmächte — infolge der durch den deutsch-fran-zösischen Krieg entstandenen Neugestaltungen — ihre Wehreinrichtungen mit der Tendenz einer wesentlichen Vermehrung der Streitkräfte revidiert. So bedauerlich diese Thatsache auch erscheinen mag, so steht dieselbe doch fest, und keine Regierung der österreichisch-ungarischen Monarchie kann ihr gegen- von den Felswänden Herabstürzen. Allein man ist unwillkürlich in der Erwartung von Anderem und Größerem. Man weiß, die höchsten Gipfel der Tauernkette sind nahe, und doch verbergen sie sich hartnäckig dem Auge. Nur im Anfang sieht man einige Gletscherfelder, die den Zirknizer Tauern zugehören, dann aber steckt man wieder ganz in den Vorbergen, welche die hohen Gipfel verdecken. Bei jeder Biegung des Thales glaubt man endlich das Hochgebirge erblicken zu müssen, doch immer vergebens. In Döllach, wo das Zirk-nizthal einmündet, pflegt man Rast zu machen, und diese wird meistens dazu benützt, um den nahen, jetzt leicht zugänglichen Zirknizsall zu sehen. Von Döllach an aber hebt sich allmählich die Sceuerie. Größeres kündigt sich an, man glaubt schon kühlere Lüste zu spüre», und wie in einem guten Schaustücke steigert sich die Spannung von Scene zu Scene. Diese, man möchte sagen, künstlerische Steigerung des Interesses ist dem oberen Möllthale wie wenigen eigen. Die Berge rücken näher zusammen, zur Linken braust die Möll in engem Felsenbette, donnernd schäumt sie über die Felsblöcke weg, die sich ihr in den Weg legen, und ist wie die lärmende Ouvertüre zu dem, was über die Augen verschließen, will sie, in treuer Pflichterfüllung gegenüber dem allerhöchsten Throne und den Völkern des Reiches, die Sicherheit der Monarchie und die ihr gkbürende Stellung unter den Mächten Europas aufrechterhalten. Jede Regierung muss vielmehr die Ueberzeugung gewinnen, dass das Geringste, was wir gegenüber den in fortwährend steigender Entwicklung befindlichen Wehr-systemen der anderen Mächte thun können, das Festhalten an unserer Heeresstärke und an unserem Wehrsystem überhaupt ist. Andererseits haben aber unsere Wehreinrichtungen in jüngster Zeit eine Probe glücklich bestanden; sie bedürfen nur einer sorgfältigen Pflege und des vollständigen Ausbaues auf Grundlage gemachter Erfahrungen, um uns jene Beruhigung zu gewähren, welche das Gefühl der staatlichen Sicherheit bietet. * * Die bosnische Verwaltnngsvorlage wird nicht nur von der unabhängigen Presse Oesterreichs, sondern auch van jener Ungarns in sehr abfälliger Weife beurtheitt. Besonders scharf und treffend ist das Gutachten des „Pester Lloyd" in dieser Angelegenheit, indem derselbe in der betreffenden Gesetzvorlage nur einen Versuch erblickt, eine Unwahrheit zu codificieren. Während nämlich der erste Paragraph derselben das Ministerium im Sinne des Gesetzes vom Jahre 1867 ermächtigen will, auf die provisorische Verwaltung Bosniens und der Herzegowina Einfluss zu nehmen, kenne das bezogene Gesetz weder eine gemeinsame Landesverwaltung noch eine provisorische Verwaltung occupierter Provinzen. Wir brauchen unsere Leser wohl nicht darauf aufmerksam zu machen, dass diese Erklärung genau mit den Gründen übereinstimmt, welche uns veranlagten, das bosnische Verwaltungsgesetz als eine Verfassungsänderung zu bezeichnen und dafür die parlamentarische Zweidrittelmajorität als unerlässlich zu bezeichnen. Das citierte Pester Blatt glaubt Übrigens nicht daran, dass die ungarische Legislative der Regierungsvorlage beistimmen werde. Sollte aber das Unerwartete dennoch der Fall sein, dann sei auch alle Aussicht gegeben, dass die „bosnische Debatte" im Parlamente nicht aussterben, sondern bei jedem Groschen, der für sogenannte Investitionen vom Reichstage verlangt wird, sich immer wieder zu neuer üppiger Blüte entfalten werde. — Wir halten letztere Bemerkung für triftig genug, um auch die österreichischen Parlamentarier zur Ablehnung eines Gesetzes zn bewegen, welches, weit entfernt, die vorhandenen Unklarheiten der Stellung Bosniens zum Gesammtstaate zu beseitigen, die ganze Angelegenheit nur noch mehr verwirren müsste. NE" Fortsetzung in der Beilage. ~3M jetzt vor das Auge treten soll. Dann stürzt von der linken Bergwand ein mächtiger Wasserfall, die bisher gesehenen weit übertreffend, zur Tiefe. Plötzlich erscheint ein hoher, steiler Kegelberg, die Spitze in Schnee gehüllt — ist es der Glöckner? Der Kutscher lächelt und ermahnt, noch eine Weile Geduld zu haben; es ist das Kasereck, das, 9500 Fuß hoch, noch immer nicht zu der vornehmsten Gesellschaft gehört. Zuletzt scheint ein Rücken das Thal zn verriegeln, an dieser Wand muss die Straße hinaufklimmen, um noch einmal eine höhere Thalstuse zu erreichen. Jetzt aber liegt der Thalkessel von Heiligenblut vor dem Auge, und jetzt ist kein Zweifel mehr: eine schlanke, silberweiße Pyramide hebt sich stolz und hoch über die anderen Gipfel, es ist der Großglockner aus der Schulter seiner Trabanten. Das Bild wirkt überraschend, und zwar durch seine Einfachheit wie durch seine Großartigkeit. Anscheinend im engsten Raume drängt sich hier das Größte zusammen. Ein grünes idyllisches Thal, dahinter ein zuckerhutähnlicher Eisberg. Das ist alles. Allein zugleich liegt eine merkwürdige Wucht und Energie in den Linien dieser kurz zusammengefassten Landschaft. Die Möll hat sich ein tiefes Bett ge- Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. „Schaut euch nicht um — der Plumpsack geht 'rum!" Wer kennt nicht das naiv-täppische Kinderspiel! Unsere Osficiösen ließen, den Worten der Bibel folgend, die Kleinen zu sich kommen und haben ihnen das Plumpsackspiel abgelernt. Nur ist bei den Osficiösen nicht vom „Plumpsack", sondern vom „Centrum" oder wie man es in schönem Deutsch nennt, von der „Mittelpartei" die Rede. Sie haben seit Monaten schon der Verfassungspartei immer gesagt: „Schaut euch nicht um, das Centrum geht um!" Weil aber die Versassnngspartei sich doch umsah, ohne dass ihr der Plumpsack der „Mittelpartei" auf den Rücken gefahren wäre, fo haben sich die Officiösen jetzt einen anderen Spruch der unmündigen Jugend zu eigen gemacht und singen deshalb im Chor: „Hat man keins, so macht man eins!“ Aber auch damit scheint es sein Häkchen zu haben. So meldet ein Wiener Abendblatt vom 16. d., dass es doch gelungen sei, zwischen die Versassnngs-partei und die Rechte eine neue Mittelpartei einzuschieben. Und zwar sollten die acht Abgeordneten des mährischen Großgrundbesitzes, Graf Stockau, Graf Dubsky, Graf Berchthold u. s. w. die Gründung eines Clubs des Centrums angeregt und sich ins Einvernehmen mit mehreren Abgeordneten gesetzt haben, welche bisher keinem Club sich anschlos-sen, sondern erst eine Abstimmung im Hanse ab-warten wollten, um sich dann für die Majorität zu entscheiden. Jedoch schon im nächsten Morgenblatte bringt das „Neue Wiener Tagblatt" die ihm von Seite eines Mitgliedes des mährischen Großgrundbesitzes zugegangene Mittheilung, dass die von den Officiösen mit Freuden aufgegriffene Nachricht über die beabsichtigte Gründung eines neuen Clubs des Zentrums, zu dem man auch einige Mitglieder des ^>ubs der Liberalen herüberziehen wolle, „auf Irr. thun, beruhen müsse". Sei dem nun wie immer, jedenfalls spielen diese Herren vom mährischen Großgrundbesitze eine sehr eigentümliche Rolle. Ohne ,n ihrer Gesammtheit geradezu Versassnngsgegner sein, haben sie doch bisher mit den Autonomisten gestimmt. Ein Theil von ihnen hielte es gerne mit der Verfassungspartei, wenn er es dabei nicht mit der Regierung verderben müsste, — ein anderer Theil liebäugelt ganz entschieden mit dem Grafen Hohenwart. Da aber die Eigenschaft als mährischer Großgrundbesitzer doch nicht gut als politisches Programm gelten kann, so wird wohl auch dieser „Embryo der Mittelpartei" bald eine bestimmte Sorrn annehmen, oder falls er das, wie voraussichtlich ist, nicht zuwege zu bringen vermag, sich ln seine Elemente anslösen müssen. Den Aussauguugs-process werden die Antonomisten und die Verfassungs-Partei besorgen, gewiss zum große» Leidwesen der Ofsieiösen, die sich daun wieder um neues Material iUt „Mittelpartei" umsehen müssen. graben inmitte jäher Schluchten und Schlünde, über diesen thürmen sich die Pyramiden der Vorberge, des Gößnizecks, der drei Leiterköpfe und des Kaserecks auf, und über diese wieder ragt die höchste königliche Spitze hinaus — so strebt alles von der Tiefe zur Höhe, und wenn vollends die gothische Kirche von Heiligenblut mit ihrem hohen Ip'tzlgen Thurme erscheint, so vollendet dies den Eindruck der Gegend, die nirgends in die Breite geht, vielmehr ganz aus Höhenlinien sich aufzubauen scheint. In Heiligenblut ist eine gute Unterkunft, genügend wenigstens für die Touristen, die es nicht aus längeren Aufenthalt abgesehen haben. Das Merkwürdige ist aber dies, dass hier noch immer plojj ein Touristenhaus existiert und niemand an jene feineren und behaglicheren Einrichtungen denkt, die an diesem Orte sicher auch ausdauerndere Gäste anlocken und sesthalteu würden. Wenigstens der Ausstattung der Schlafgemächer könnte ein Erhebliches zugelegt werden, ohne dass sie darum dem Vorwurf eines entnervenden Luxus verfielen. Geräumig ist das gemeinschaftliche Speisezimmer und mit guten Photographien aus der Gegend geschmückt. 240 vom 18. Oktober 1879. Haben auch in letzter Zeit die Angriffe der russischen Officiösen auf Deutschland etwas an ihrer Heftigkeit verloren, so wird dafür die Hetzerei gegen die angeblichen Germanisierungsversuche in den baltischen Provinzen eifrigst fortgesetzt. Nicht genug damit, wird die völlige Verdrängung des Deutschen gefordert. „Es ist Zeit", ruft ein russisches Organ aus, „dass die Einführung der russischen Sprache in den Schulen, auzufangen von dem Herd der Germanisieiung, der Universität Dorpat, anfhöre bloße Form zu fein. Kein wissenschaftlicher Erfolg darf einem Deutschen der Ostseeprovinzen im Reiche irgend welche Rechte geben, selbst nicht inbetreff feiner militärischen Dienstzeit, wenn er der russischen Sprache nicht vollkommen mächtig ist." „Je eher die zu erwartenden Reformen im Gerichtswesen und dem Semstwo eingeführt werden", sagt die „Moskauer Wedomosty", „desto sicherer wird de» separatistischen Gelüsten der Deutschen ein Zaum angelegt. Jedes Jahr der Verzögerung ist ein Gewinn für die Separatisten." Während inan aber in dieser Weise gegen die ruheliebende deutsche Nationalität Russlands loszieht, als wäre dieselbe eine große Gefahr für den Staat, greift trotz Polizeimaßregeln jene sociale Seuche weiter, welche, auf fpeeisisch russischem, ans slavischen Gebiete entstanden, die Grundlage aller politischen Ordnung zu zerstören droht. Wie man aus einigen Gegenden Russlands berichtet, liefern die nihilistischen Rebellen dem Militär förmliche Schlachten. So meldete man dem „itijevljanin" aus der Bezirksstadt Skwir im Gouvernement Kiew, dass dort im Walde, unweit des Städtchens Wtscheraschneje, in der Zeit vom 5. bis 8. d. vier verschiedene Banden von bewaffneten Revolutionäre» durch Gendarmem entdeckt und nach einem blutigen Kampfe festgenommen wurden. Die Banden zählten 15 bis 20 Mitglieder und besaßen ihre eigenen Chefs, nacalniki. Die Rebellen lebten im Walde in Erdhütten, warben unter den Bauern der Umgegend Anhänger, Predigten gegen die Regierung, verteilten Geld u f. w. Bei den Verhafteten fand man mehr als 300,000 Rubel und zahlreiche wichtige Briefschaften. Alle Verhafteten geben an, Socialisten zu sei», verweigern jedoch jede weitere Auskunft. Derlei Banden soll es in Kleinrussland noch mehrere geben. * * * Spanien, das gelobte Land der Bürgerkriege, scheint einer neuen Aufregung entgegenzugehen. Kanni sind noch die Fäden jener revolutionären Propaganda bloßgelegt, welche selbst das Heer in den Bereich hochverrätherischer Umtriebe zu ziehen suchte, so liegen schon wieder aus den bastischen Provinzen Berichte vor, welche auf ein Ueberhand-nehmen der carlistischen Agitation unter den bas- Es war eine prachtvolle Frühe, und die Glocknerspitze glühte in der Morgensonne, als ich mit meinem Führer nach der Elisabethruhe und Franz-Josesshöhe aufbrach, um von dort über die Pfanlscharte in das Fuscherthal hinabzusteigen, eine Hochgebirgswanderung von 13 Stunden, die aber auch gewöhnliche Menschenkinder unternehmen können und die von den zünftigen Alpensteigern mitleidig als ein Spaziergang angesehen ist. Aber schön ist sie aus alle Fälle und genussvoll. Es geht zuerst an der Möll auswärts, in die wilden Schluchten hinein, die dieser Gletscherbach gerissen, und an steilen Bergwänden aufwärts, von denen man bald den Kirchthurm von Heiligenblut tief unter sich sieht. Zur Linken öffnen sich die beiden Hochthäler der Gößniz und des Leiterbachs und senden prächtige Wasserfälle zum Gruße in das Hauptthal hinunter. Nach Ersteigung der erste» Terrasse wird der Pasterzengletscher sichtbar, der seine zerklüftete Zunge über den Felsgrund vorschiebt und vor dem Absturz zur Tiefe hoch sich aufzubäumen scheint. Dann geht es eine Strecke eben, an der Kapelle des heiligen Bric-cius vorüber, des frommen Pilgrims, der ein tischen Bergbewohnern schließen lasten. Die Regierung des Königs Alfonso hat nämlich gewisse militärische Vorsichtsmaßregeln ergriffen, über deren Zweck und Bedeutung lein Zweifel sein tann. General Qnesada, der Commaudant des baStischen Occupationscorps, hat sein Hauptquartier von San Sebastian nach Vittoria verlegt, während gleichzeitig alle Truppen in den baStischen Ländern und in Navarra ihre Garnisonen tauschen mussten. In Guipuzcoa soll das Corps der MiqueletS verstärkt werden, und in Jrun hat General Qnesada an die Truppen eine Ansprache gehalten, worin er sie ermahnte, die Monarchie des Königs Alfonso zu verteidigen und den perfiden Rathschlägen der revolutionären Agitatoren kein Gehör zu scheuten. König Alsonso begibt sich demnächst nach dem Süden, um die dortigen Häsen zu besuchen, und wird erst zur Eröffnung der Cortes nach Madrid zurückkehren. Vermischtes. — Eine Scene im Gerichtssaale. Eine aufregende Scene spielte sich am 16. d. im Bnrean Nr. 12 des Wiener Landesgerichtes in Civilsachen ab. Frau Charlotte Königstein, geborne Wichs, derzeit Schauspielerin im Theater an der Wien, hatte gegen ihren Gatten, Jakob Königstei», eine Ehescheidungsklage überreicht. Jakob Königstein musste sich wegen des dritten Versöhnungsversuches in dem oben erwähnten Bureau einfinden, und nachdem die üblichen Formalitäten erledigt waren, zog derselbe plötzlich ein Fläschchen auB der Tasche und leerte den Inhalt — eine Phosphor-lösung — so rasch, dass von Seite der Anwesenden niemand die That verhindern konnte. Besinnungslos stürzte der Lebensüberdrüssige iumitte deS GerichtssaaleS zusammen. Ein schnell requirierter Arzt gab sich Mühe, den Unglücklichen zum Bewusstsein zu bringen, doch blieben die Versuche erfolglos. Königstein, der gefährliche innere Verletzungen erlitten hatte, wurde noch lebend ins allgemeine Krankenhaus übertragen. Derselbe ist 30 Jahre alt, zu Biseuz in Mähren gebürtig, Handelsagent , gegenwärtig beschäftigungslos und im Massenquartier, Leopoldstadt, Novaragafse Nr. 45, im Unterstände. — Dssiciere im Verwaltungsdienste. Auf Ersuchen der bosnischen Landesregierung hat das Kriegsministerium in einem an sämmtliche Truppen- und Heeresanstalten hinausgegebenen Circulare die Aufforderung erlassen, diejenigen Ossiciere des activen sowie des nichtactiven Verhältnisses namhaft zu machen, welche sich freiwillig für vacante Dienststellen bei der boSnifch-herzegowinischen Landes-Verwaltung melden wollen. Die vorläufige Ernennung erfolgt — ähnlich wie bei denjenigen Beamten, Fläschchen des heiligen Blutes ans dem Morgenlande gebracht hat, hier in der Gebirgseinsam-feit aber sein Leben lassen musste und drunten in der Krypta von Heiligenblut begraben ist. Hier ist das Thal schon nicht mehr bewohnt und der Wald verliert sich in niederes Fichten- und Föhrengestrüppe. Um so reizender entfaltet sich, je näher man dem Rasthause kommt, die Flora deS Alpenbodens: das leuchtet und glüht in allen Farben, und auch Edelweiß ist hier noch in Menge zu pflücken. Nach drei Stunden erreicht man das Glöckner-haus ans der Elisabethruhe, das von der Section Klagenfurt im Jahre 1876 hergestellt und wohl eingerichtet worden ist. Schon von hier hat man einen prächtigen Blick auf den Großglockner. Ein gutes Fernrohr, das hier aufgestellt ist, war eben fleißig im Gebrauch; es galt den Weg von zwei Wanderern zu verfolgen, welche heute, die ersten in diesem Jahre, von Heiligenblut aus an der silberweißen Wand des Glöckners auswärts klommen. So ganz alltäglich ist also dieses Vergnügen doch nicht, man spricht davon. Alles nimmt theil und die Einheimischen begleiten jede dieser Wände- welche sich auS beut österreichisch-ungarischen Staatsdienste nach Bosnien gemeldet haben — auf zwei Jahre, und haben die dem Militärstande angehörigen Bewerber die Kenntnis der Landessprache sowie die allenfalls auS ihrer frühern Dienstleistung hervorgegangene Eignung für diesen Dienst nachzuweisen. Die aetiven Officiere erhalten, im Falle sie von der bosnisch-herzegowinischen Landesregierung acceptiert werden, einen zweijährigen Urlaub vom Kriegsministerium, wodurch aber ihr Militärrang, respective ihr Avancement keineswegs beeinflusst wird, während den Osficieren des Pensionsstandes die im bosnisch-herzegowinischen Verwaltungsdienste zugebrachte Zeit bei der Pensionsbemessung zugerechnet wird. Lokal-und provinMl-Aiigelegenheiten. — (Besetzung einer Lehrstelle nach altem Modus.) Von der „unternPetersstraße" wird uns geschrieben: Die Schule zu St. Peter in Laibach, welche auch die Kinder von Selo, Udniat u. s. w. aufzunehmen hat, soll inkürze einen neue» Lehrer bekommen. Der Posten fand ziemlich viele Bewerber, so dass endlich Hoffnung vorhanden war, für denselben einen geeigneten Mann zu finden. Was jedoch thut unser von der Pfarrgeistlichkeit beherrschter Ortsschulrath? Er entscheidet sich in erster Linie für denjenigen Bewerber, der die Kirchenorgel in seiner Gewalt hat, nebenbei aber auch als couragierter Schleppträger der nationalen Garde bekannt ist, und lässt Würdigere hübsch im Winkel stehen. Es handelt sich darum, einen nationalen Heißsporn von Brnnndorf nach Laibach zu bringen, nicht aber um eine Besetzung nach Verdienst, die wir im Interesse der bisher ziemlich vernachlässigten Jugend unseres Landsprengels wünschen wür> den. Zum Glück Hot hiebei auch die Oberschulbehörde ein Wort mitzusprechen. " _ (Von nnseren Abgeordneten.) Der Abgeordnete Graf Margheri wurde dem Rinderpest-Ausschüsse zugewiesen. — (Vom Wetter.) Von allen Seiten laufen Nachrichten ein, welche über den Witterungsumschlag während der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu berichten wissen. So schreibt man aus Marburg : „Am Mittwoch Vormittag erfreuten wir uns noch des prachtvollsten Herbstwetters und schien die Sonne vom tiefblauen Himmel so warm, wie noch selten um diese Zeit. Abends begann es zu regnen und um 10 Uhr nachts zu schneien bei Donner und Blitz. Ein großer Theil der Feldfrüchte ist noch nicht eingeheimst, und hat die Weinlese kaum angefangen. Die Obstbäume leiden durch den Schneebruch." Desgleichen wird aus Klagenfnrt vom 16. d. berichtet: „Der Vorbote des Winters, welcher runaen mit kritischen Blicken. Zum erstenmale ist oiese Besteigung im Jahre 1800 von dein Fürstbischof von Gurk, Grafen Salm-Reifferscheid, mit dreißig Führern ausgeführt worden, und noch lange galt es als ein großes Ding, ein Gleiches zu thun. Man muss bei Schaubach Nachlesen, welches Ereignis und welches umständliche und mühselige Unternehmen noch in den zwanziger Jahren eine Glocknerbesteignng gewesen ist, die vermöge des zunehmenden Reizes des Alpensports und Dank den verbesserten Wegen imb Einrichtungen jetzt nicht selten sogar von Damen gewagt wird. Die Franz-Josefshöhe erreicht man von hierin einer Stunde. So weit muss man Vordringen, wenn man auch von dem gewaltigen Pasterzen-gletscher, aus dem sich rings die höchsten Gipfel erheben, eine Vorstellung gewinnen will. Auch der Glöckner, näher gerückt, baut sich hier noch weit imposanter auf. Vom Fuß des Eismeeres bis zur Doppelspitze kann man hier seine Linien verfolgen und die dunkelgrauen Rippen, die zuweilen aus her eisigen Umhüllung vorbrechen. So langwierig t8 gewesen ist, durch die Windungen des Thals in seine Nähe zu gelangen, so neidlos enthüllt er sich bereits vor mehreren Tagen in Obersteiermark eingestellt, ist nun auch bei uns eingekehrt; gestern abends nach 9 Uhr brachte ein heftiger Nordostwind einen starken Regenguss, während von Südosten her das Rollen des Donners zu vernehmen war, und heute morgens bedeckte eine dichte Schneedecke alles, so weit man sehen konnte; der Schnee fällt auch jetzt, um 4 Uhr nachmittags, unablässig in mächtige» Flocken, so dass die Passage auf den Straßen erschwert ist; die Verwüstuug, welche die Schneemassen an den Bäumen anrichteten, die noch gestern im üppigen Grün prangten, spottet jeder Beschreibung; Ast auf Ast kracht auf den Kastanien-, Pappel- und Akazienbäunien und stürzt prasselnd zu Boden; der Weg durch eine Allee oder an einer Baumreihe vorüber ist geradezu gefährlich; so schwer ist die Last der Schneeniassen, dass beispielsweise von dem großen Nussbaume, welcher den Brunnen bei der Reitschulgasse überschattete, ein mannsstarker Ast abbrach und den Weg verlegte; schweren Schaden dürfte der Schnee offenbar auch in den Gärten und auf den Feldern angerichtet haben." Besonders stark scheint das Unwetter in Graz gewüthet zu haben, wie aus nachfolgendem Berichte des Abendblattes der „Tagespost" vom Donnerstag zu entnehmen ist: „Der heute vor Mitternacht eingetretene Schneefall hat in den Anlagen des Stadtparkes und in den Gärten der Stadt ungeheuere Verwüstungen angerichtet. In den Kastanienalleen sah man heute morgens förmliche Verhaue aus abgebrochenen, mitunter armdicken Aesten. Jüngere Bäume, insbesondere viele Platanen, sind gänzlich geknickt und die Gesträuchgruppen zu Boden gesenkt. Die Gartengasse war beim Hause Nr. 9 durch gebrochene Bäume, welche quer über die Straße hiengen, verbarrikadiert. Der Schaden, welchen dieser vorzeitige Winteranfang an Obstbäumen und an der Weinernte angerichtet hat, ist unberechenbar. Nach Meldungen ans dem Ober-nnd Unterlande wnrven die Telegraphenleitnngen zum großen The^le zerstört. was Unterbrechungen der Linien zur Folge hat, da die Drähte meist gerissen sind. Auch die Linien der städtischen Feuertelegraphen wurden arg beschädigt. — Dass übrigens dieser Witterungswechsel keineswegs localer Natur war, geht aus den telegraphischen Witterungsberichten vom 16. d. hervor. An diesem Tage meldeten: Krakau, Lemberg, Tarnopol: Schneefall, morgens starken Reif; Bregenz: nachts heftiger Sturm aus Westsüdwest, Schnee bis zur Thalsohle; Ischl: starker Schneefall, welcher andauert, 15 Millimeter hoch; abends 10 Uhr: starkes Wetterleuchten bei + 0 8 Grad Celsius und Schnee; Graz: andauerndes dichtes Schneien; Kla-gensurt: nachts heftiger Nordoststurm mit Gewitter, starkes Schneie» bei Null Grad; der Schnee liegt demjenigen seine Schönheit, der bis hierher ge-, drungen ist. Hier steht er in einer großartigen Umgebung, in der das Auge an den Größenverhältnissen völlig irre wird; die Breite des Pasterzenglelschers würde man hier kaum aus eine Viertelstunde schätze», sie beträgt eine gute Stunde, und niemand sieht es der Pyramide des Glöckners an, dass man vom Rande des Gletschers noch etwa fünf Stunden bis zum Gipfel geht. Auch die Längenausdehnung des Gletschers ist ungleich beträchtlicher, als das Auge schätzt. Ein Halbrund schneeweißer Berge umgibt seinen Hintergrund; an dem Silbermantel des sanstgewölbten Johannisberges ist auch nicht ein Fleckchen zu entdecken. Es gibt wenige Punkte, wo man die Majestät des Hochgebirges so eindringlich empfindet wie hier. Wer über die Pfanlscharte will, geht von der Franz-Jofefshöhe wieder eine Strecke zurück ins Schartenthal, überschreitet das Nassfeld und klimmt bann auf beschwerlichem Wege, mitunter Über steile Schneeflächen, zur Scharte empor, die zwischen Sonnenwellack und Spielmann sich einsenkt. Hier eröffnet sich bereits der Blick in das grüne Fuscherlhal hinab, in dessen Hintergrund die Mauer bereits 46 Millimeter hoch, und dauert morgen-heftiger Schneefall an. Im Süden der Alpen herrschte allgemein strömender Regen; so meldete Riva 79, Görz 92, Agram 40 Millimeter Regen, und herrschte nachtsüber auf der nördlichen Adria stürmisches Wetter. Aus ganz Russland werden negative Temperaturen angezeigt. — Darnach und nach dem niedrigen Thermometerstande des gestrigen Tages stehen die Aussichten auf eine baldige Aenderung zu Gunsten eines erträglich schönen Spätherbstes ziemlich schlecht. — (Beilage.) Dem heutigen „Tagblatt" liegt ein Prospekt der „Neuen illustrierten Zeitung" bei. — Pränumerationen übernimmt die Buchhandlung von Kleinmayr & Bamberg in Laibach, woselbst das erste Heft zur geneigten Einsicht aufliegt. — (Modernes Geschäftsgebaren.) In den letzten Tagen lief durch die hiesigen Blätter die Anzeige, dass mehrere Platz- und Reise-Agenten zur Dienstleistung angenommen werden, nebst Angabe der Adresse, wo allenfallsige Bewerbungen um diese Stellen anzubringen sind. Stellen in dieser erwerbslosen Zeit! Man kann sich denken, dass es nicht an Bewerbern fehlte! Doch ist das Bild, welches ein Freund unseres Blattes über einen Besuch im „Geschäftsbureau" der neuen Unternehmung entwirft, ein solches, dass wir es für unsere Pflicht halten, die betreffenden Mittheilungen an dieser Stelle zu veröffentlichen. Man höre also. In einem schmutzigen Cabinet, dessen ganzes Möblement aus zwei primitiven Schreibtischen und einigen Stühlen bestand, befanden sich zwei Herren, deren Aeußeres mit dem Charakter des Bnreaus übereinstinimte. Der eine davon, welcher den Bureauchef vorstellte, empfieng den Eintretenden und gab auf dessen Anfrage, ob er wohl hier Beschäftigung finden könne, die Auskunft, dass der Sitz des großartigen Unternehmens in Budapest sei, und dass jeder von der Gesellschaft acceptierte Bewerber 3 fl. als Gebüren und eine Cantion zu erlegen habe. Der Herr Bureauchef ermangelte nicht, daS Unternehmen als ein „Wett-unternehmen" hinzustellen, bei welchem große Kapitalien des ganzen Continents interessiert seien. Den Anfragen betreffs der Firma des Unternehmens antwortete er ausweichend; über die Modalität der Anstellung gab er aber zu wissen, dass jeder accep-tierte Bewerber, natürlich nachdem er die vorerwähnten 3 fl und die Cantion erlegt, sich einer Prüfuugszeit unterziehen müsse. — Aufrichtig gestanden, kommt uns ein „mit Millionen arbeitendes Geschäft", welches sich in dieser Weise einsührt und welches noch vor seiner erfolgten Concessionierung Agenten auf Probe aufnehmen will, von letzteren aber Einstandsgebüreu und Cantionen verlangt, nebenbei aber keine Firma besitzt, etwas bedenklich vor, ider nördlichen Kalkberge sichtbar wird: Hohe Göll, Watztnaun, das Steinerne Meer. Da galt es noch einmal, indessen dort schon die Ferne winkt, in» mitte der gewaltigen Schneeberge sich umzusehen, die sich scharf von einem fast schwarzblauen Himmel abhoben. Der Großglockner zwar ist von der Scharte nicht mehr zu sehen, dagegen stehen die mächtigen Blöcke, welche das Frischer- vom Kaprunerthal trennen, in fast vertrauliche.Nähe. Lawinen stürzen zu Thal, zuweilen sieht man etliche Gemsen über die Schneefläche eilen, und im Hinuntersteigen treten einzelne dieser Berge, wie das Wiesbachhorn und die Hohe Tenn, mit den Gletscherfeldern, die dazwischen liegen, noch deutlicher in Sicht. Im Fluge giugs über Schnee und Eis, über Schutthalden und Alpenrosenbüsche und schließlich über sanftgeneigte Matten zu Thal, indessen der Führer Georg Bäuerle, aufangS wortkarg, immer redseliger wurde und von der Nordpolfahrt erzählte, zu der ihn vor Jahren der Graf Wilczek mitgenommen, von Gletschern, die bis zum Meere reichen, von riesigen Eisbergen, die das Schiff zu umklammern drohten, und von fröhlichen Eisbärenjagden. und haben vorliegende Zeilen auch nur den Zweck, Stellensuchenden den unnützen Weg in das „Bureau" des anonymen Unternehmens, das angeblich so viele Agenten braucht, zu ersparen. — (Aus dem ©e mein berat he.) In der gestern abgehaltenen Gemeinderathssttzung referierte GR. v. Zhnber namens der Personal« und Rechts-section über den Antrag auf Vorrückung des städtischen Amtsdieners Carl Brosch in die höhere Ge-haltskategorie von 350 fl. (Wird augenommen.) Und ebenso wird, dem Antrage des Referenten entsprechend, die dadurch frei gewordene Amtsdienerstelle mit 300 fl. dem städtischen Wachmanne Salmic verliehen. Ferner wird über Vorschlag desselben Berichterstatters beschlossen, von der Verwendung eines Theiles des in städtischer Verwaltung stehenden Waisenstiftungs-vermögens zu Stiftungen für die Freiin von Lichtenthurn'sche Mädchenwaisenanstalt Umgang zu nehmen, nachdem diese Stiftungen besondere Widmun-niungen haben und zum Theil auch für Waisen männlichen Geschlechts bestimmt sind. Namens der Bansection beantragt GR. Ziegler: a) die Instandhaltung der Morast-Straßenstrecke von Lippe bis zum Langen Graben in der Gesanirnt-länge von 2844 Meter in einer für den Verkehr entsprechenden Weise als nothwendig anzuerkennen und unter der Bedingung zur Durchführung zu genehmigen, dass die Morastbesitzer in dieser Strecke jenen Theil. dessen Erhaltung als Wirtschastsstraße ihnen zufällt, auch weitershin als Naturalleistung übernehmen; b) dass der BezirksstraßenausschusS bet Umgebung Laibach die Morastverbindungsstrecke bom Langen Graben bis Podpetsch nach der im Situationsplane angedeuteten Weise und in gleicher Straßenbreite, wie die Moraststraße von Lippe zum Längen Graben im Stadtpomörinm, auf eigene Kosten ausführe und diese Strecke nach weitershin im guten fahrbaren Zustande erhalte; c) den Landes-Ausschuss sowie den Bezirksstraßenausschuss der Umgebung Laibach durch Den Magistrat von diesem Beschlüsse unverzüglich in Kenntnis zu setzen und weitere Verhandlungen mit den betreffenden Morastbesitzern bezüglich des Beitrages in Naturalleistungen zu pflegen und das Resultat dem Gemeinderathe zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen. — Sämmt-liche Anträge werden nach kurzer Debatte, an welcher sich die Herren Deschmann, Regali, Dr. Suppan und Laßnik betheiligen, zum Beschlüsse erhoben. Als Referent der Finanzdirection erklärt GR. Dr. Snppan, dass sich letztere nicht für eompetent erachtete, einen Vorschlag über die angesuchte Pas-sierung der Mehrkosten der Neubauten am städtischen Bade „Kolesia" zu erstatten, nachdem bei dieser Angelegenheit zunächst das Gutachten der Bansection eingeholt werden müsse. Wird gebilligt. Ferner beantragt GR. Dr. Suppau unter Zugrundelegung eines diesbezüglichen Motivenberichts bes Magistrats, die städtischen Marktbuden als De-Positorien für die von den Landwäschern abzuholende schmutzige Wäsche zu bestimmen und dadurch die Hausfluren und Lauben von der Gefahr einer weiteren Verschleppung eventueller Epidemien zu befreien. GR. Regali opponiert in der heftigsten Weise, indem er erklärt, der Magistrat und die Majorität des Gemeinderathes wolle mit einem Antrage Furore machen, dessen Durchführung auf die entschiedene Missbilligung der Bevölkerung stoßen müsse. GR. Dr. v. ©ehret) replieiert scharf und treffend, dass der Vorwurf, Furore machen zu wollen, nur den Vorredner treffen könne, der es liebe, sich zum Fenster hinaus als Träger und Vertheidiger der öffentlichen Meinung zu geben. Sollte die Ausführung des Antrages der Section, der übrigens nur auf einem schon früher gefassten Beschlüsse des Gemeinderathes fuße, auf Widerstand stoßen, so werde der Magistrat wissen, was er zu thun habe. — Der im Interesse der Reinlichkeit und der Sanitätspolizei gestellte Antrag des Berichterstatters Dr. Suppan wird mit allen gegen die vier Stim- men der anwesenden nationalen Vertreter zum Beschlüsse erhoben. Nachdem über Antrag der Schul» section (Referent Herr GR. Deschmann) die Kosten für die Errichtung einer Parallelabtheilung in der dritten Klasse der ersten städtischen Knaben-Volks-schule genehmigt worden waren, und nach Beantwortung zweier unwesentlicher Interpellationen durch den Vorsitzenden, Bürgermeister Laschan, wurde die öffentliche Sitzung für geschlossen erklärt. Witterung. ü q i b a cb, 18. Oktober. Morgens starker Reif, Eisbildung aus seichten Gewässern, theilweise heiter, schwacher O. Wärme: morgens 7 llbr — 4 0', nachmittags 2 Ubr + 6 6" C. (1878 4- 13 8“; 1877 + 9 0" C.) Barvmeicr im Fallen, 731-16 Millimeter. Daö gestrige Tagesuuirel der Wärme + 2'70, um 8 6° unter dem 'Jiurmalc. Telegraphischer Kursbericht am 18. Oktober. Papier-Rente 6810. — Silber-Rente 69 35. — Gold-Rente 81'—. — 1860er Staats-Anlehen 126-90 — Bank-actien 837. — Grcbitacticn 263 80. — London 11715. — Silber —. — K. t. Miinzducaten 5 59. — 20-Franes-Stücke 9 33'/,. — 100 Reichsmark 57 85. Ein Privatier wünscht die „"gleite freie ^xeffe“ aus zweiter Hand zu vergeben. Näheres in Bambergs Buchhandlung, Sternallee. (495) 3—1 Ob Schön! Telegramm! 06 Regen! Amerikanischer Circus Ed. Fumagalli (auf der Reise nach Serajewo). Morgen Sonntag den 19. Hktober 2 große 6röfnung8~lor|M[ungen. Die Gesellschaft besteht aus 20 Personen und 15 Pferden. Künstler ersten Hanges, unübertroffene Pfcrdedrcffur. Anfang der ersten Vorstellung 4 Uhr nachm., zweiten „ 7V2 „ abends. Alles Nähere die nachfolgenden Annoncen und Plaeate. Da die Gesellschaft alles ausbietcn und keine Kosten scheuen wird, das geehrte Publieum bestens zu befriedigen, so sieht um desto mehr einem recht zahlreichen Besuch entgegen ergebenster _ (49g) (Üb. Fumagalli, Direetor aus Mailand. Täglich Vorstellung. "Wxz PhUharm. Gkftttsthafl. Die |)[eiiat'i)ev|"aiiuntang findet Sonntag den 2. Wovernber 1879, um 10 Uhr vormittags, in den Vereinsloealitäten: Herrengasse, Fürstenhof, II. Stock, statt. Tagesordnung: 1.) Bericht des Gesellschastsdirectors über das abgelaufene Vereinsjahr. 2.) Revisionsbericht über die Vereiusrechnung pro 1877/78. 3.) Borlage der Bereinsrechnung pro 1878/79. 4.) Präliminare für bas Vereinsjahr 1879/80. 5.) Wahl des Gesellschastsdirectors und der DireetiouS» Mitglieder. 6.) Allsiillige, gemäß § 24 der Statuten anzumeldende Anträge der Mitglieder. (485) 3—2 Laibach am 14. Oktober 1879. Die Direktion. FF E55 8== LsT eg« p ß ö ng" VL N *D »n uammolnt xyis 0» -II->, ,S-> uaijoi 'mgoti lajJojafl 98 it mm m>;« •» r: ,v o. . 2 2 | U'O o s a Q c ’S 3 |©5S»||s|4i|||S£|| u a i ® «3 — TT*- a wIS) M » 5 Ä an 63 C W flß Ä m §3 - .2 z sgy g =5$ ä aip-z g s|l|l23*S*i'!liaa€| sl« e rf s«s g«s S.Sg “ötO U S-St Säg tii 3 I: kk -K 3f e- läE ;b‘"‘ __ _ J g,ä> »'5 0(5 »OOHW« trjrlT® a "'S g;s si = e -SS .2 0 1h ' e y s 8 L ». 8 m «u e 3 I®| * * Mit k. k. österr. Privilegium und königl. preuss. Ministerialapprobation. Dr. Borchardts arom. 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Mehrere Fälscher und Verschleisser von Falsificaten sind in Wien und Prag bereits zu empfindlichen Geldstrafen verurtheilt worden. (446) 10-1 Raymond & Comp, in Berlin^ k. k. Prmlog.-Inhaber und Fabrikanten. Künstliche Zahne und Luftdruckgebiffe bester Construction werden schmerzlos eingesetzt, Zahnoperationen mittelst Lustgas-Narkose vorgenommen bei Jaknttrzt Daic^ek an der Hradeezkybrücke, 1. Stock. Seine Mundwafseressenz ist außer im Ordinations-loeale noch bei den Herren Apothekern Maier und Swo-iboda und bei Herrn Karinger zu haben. (456) 7 iiunftgärtncm! Mit viele» frischen Blumen versehen, empfehle mich dem geehrten P. T. Publicum und meinen geehrten Runden zur Anfertigung von Gouquets und TodterckriinM zu sehr herabgesetzten Preisen. Für eleganteste und schnellste Herstellung wird größte Sorgfalt getragen. Die Preise für Bouquets find von 20 kr. auswärts bis zu 15 fl., die der Kränze von 60 kr. aufwärts so kostbar man will. 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Baugcwerbliche Abtheilung zur Heranbildung von Bauhandwerkern zu tüchtigen Maurer», Steinmetz- und Zimmerpolieren, Bauzeichnern re. Unterrichtsdauer: vier Winter-Halbjahrescurfe. 2.) Ornamentale Abtheilung zur Ausbildung von Kunsthandwerkern und Knnstgewerbc-zeichnern, Unterrichtsdauer: zwei Schuljahre. Die Ein-schreibgebür sür AbtH. 1 und 2 beträgt 1 fl. ö. W., das Schulgeld pr. Halbjahrescurs 3 fl. v. W. Schulgeldbesreiung «ir mittellose Schüler ermöglicht. Staats- und Privat-stipendien im Gesammtbetrage von mehr als 1000 fl. Pr. Jahr kommen zur Ausschreibung. Ein Unterstützungsverein für dürftige Schüler besteht an der Anstalt. 3.) Offener Zeichen- und Modelliersaal zur weiteren Ausbildung von absolvierten Gewerbeschülern, Gewerbetreibenden re. im ornamentalen Zeichnen und Modellieren, sowie im Entwerfen kunstgewerblicher Gegenstände. 4.) Offener Zeichensaal für Damen. Unterricht im Ornamentzeichncn, fpeciell dienlich sür Damen, welche sich dem Lehrfache widmen wollen. Die MH. 3 und 4 sind vor- und nachmittags geöffnet, der Besuch ist vollkommen zwangslos. Schulgeld: 60 kr. Pr. Monat. Einschreibungen für Abtheilungen 1 und 2 vom 12. Oktober bis 2. November, sür Abtheilungen 3 und 4 vom 12. Oktober bis auf weiteres in der Directionskanzlei, II., Pfeifengasse Nr. 1, fcon 10—12 Uhr. In alle vier Abtheilungen können nur solche Personen ausgenommen werden, welche nicht mehr volksschulpflichtig sind. 5.) Gewerbliche Fortbildungsschule, Sonntags- und Abendcurse für Lehrlinge und Gesellen zur Ausbildung im Freihand- und Zirkelzeichnen, dem Bau-»eichnen, dem kunstgewerblichen Zeichnen und Modellieren. Schulgeld 80 kr. monatlich, Einschreibung sür diese Abtheilung in der Kanzlei des Gewerbevereines, Pfeifengasse Nr. 1. Programme gratis. Näheres aus den Plaeaten. Die Direction der k. k. Staatsyeiverbrschule in Graz. (477) 8—3 @ar£ Lairzil. 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