Laibacher Organ des krainischen Landes • Lehrervereines. Erscheint am 10. und 25. jedes Monats. Tsuh.rgretzigf- Vereinsmitglieder erhalten das Blatt gratis. Pränumerationspreise: Für Laibach: Ganzj. fl. 2-60, halbj. fl. 1-40. — Mit der Post: Ganzj. fl. 280, halbj. fl. 1-50. Expedition: Buchdruckerei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg, Bahnhofgasse Nr. 15. — Inserate werden billigst berechnet. Schriften und Werke zur Beurtheilung werden kostenfrei erbeten. Wenn wir in eine Zeit zurückblicken, die nicht weit hinter uns liegt, und eine Parallele ziehen zwischen der Schule von einst und jetzt; wenn wir der Mühen und Beschwerden gedenken, die es gekostet, die Schule auf die Höhe zu bringen, auf der sie heute steht; wenn wir ferner erwägen, dass die Kämpfer für unsere jetzigen Errungenschaften einfache Lehrer waren, die weder Mühe noch Gefahren scheuten und im Kampfe oft ihre Existenz einsetzten: daun müssen wir den unerschrockenen Muth und die kernige Kraft anerkennen, durch welche so Grosses und Vortreffliches geleistet wurde. Aber wir würden weitab irren von dem richtigen Wege, wollten wir annehmen, es sei nun schon alles errungen, es sei der Kampf zu Ende. An uns ist es jetzt, in die Fusstapfen unserer wackeren Vorkämpfer zu treten und zu zeigen, dass auch in unseren Adern ähnliches Blut wie in denen unserer Vormänner fliesst, und dass auch wir uns vor Stürmen und Gefahren nicht scheuen und solche muthig ertragen wollen. Nur auf solche Weise ehren wir das theure Andenken jener, die für uns gelebt und gekämpft haben. Wohl stehen die Mauern, aber das schützende Dach fehlt, und selbst die Gruudfeste des Hauses ist noch nicht gegen alle Gefahren gesichert; noch stehen Stürme in Aussicht, die selbe zu erschüttern drohen. Hier gilt es starken Schutz und Abwehr und — neuen Kampf. Haben unsere Vorfahren so viel für uns gethan und erkämpft, so ziemt es uns nicht, müssig im Strome des Lebens zu stehen und thatenlos zuzusehen, wenn der Bau der Schule durch schleichende Feinde etwa gefährdet oder gehemmt werden sollte; es ziemt uns nicht, diesen Bau ohne uns vollenden zu lassen! Die Schule braucht zu ihrer vollkommenen Entfaltung frische Kräfte und muthige Kämpfer. Ehre denen, die bisher das Schwert für uns, für die zweckmässige Gestaltung der Schule führten; zollen wir denen Achtung und Ehrfurcht, die stets bestrebt waren, unermüdlich an dem grossen Baue der Gesammtheit zu arbeiten, die jetzt, vom langen Kampfe ermattet, vielfach schon den Schlaf der Gerechten schlafen! Uns fällt die grosse Aufgabe zu, mit frischen Kräften in die gelichteten Reihen zu treten, Schlechtes durch Gutes, Gutes durch Besseres zu ersetzen. Nur so erfüllen wir unsere Culturaufgabe. Wie viel es noch zu erringen gibt — wem brauchte man dies erst noch zu sagen? Werfen wir einen Blick auf den Stand der heutigen Lehrerschaft, so müssen wir mit bitterem Bedauern bemerken, dass es noch manche Amtsgenossen gibt, die die wahre Würde ihres wichtigen und erhabenen Berufes noch nicht ganz erfasst haben und die Ein ernstes Wort in ernster Zeit. wenig Sinn für echte Collegialität besitzen. Abgesondert und in sich gekehrt, scheinen sie sowohl gegen die gemeinsamen Interessen der Schule als auch gegen die des Lehrerstandes gleichgiltig geworden zu sein, kommen nur zuzeiten, gleich lichtscheuem Geflügel, aus ihrem dunklen Verstecke heraus, als wollten sie sich gleichsam von dem Bestände der Welt überzeugen, um desto tiefer in weitern Schlaf, in Bewusstlosigkeit versinken zu können, anstatt an den gemeinsamen Interessen des Lehrerstandes mit Leib und Seele theilzuuehmen. Ob das ehrenvoll ist für die Kämpfer der Schule, überlasse ich dem Leser zur ernsten Erwägung. Fern sei es von mir, jemandem mit diesen Zeilen nahetreten zu wollen. Nur der Drang meines Herzens, sämmtliche Lehrer zum Zwecke unseres Wohles wohl bewaffnet zu sehen, veranlasste mich, diese Zeilen niederzuschreiben. Wacker lasst uns Zusammenhalten, uns dauernd einander mit Eath und That beistehen und uns gemeinsam schützen vor schimpflichen Verleumdungen und schmachvollen Anfeindungen; — hat ja doch besonders der Lehrer auf dem flachen Lande oft einen schweren Kampf gegen die verschiedenen rohen Elemente zu bestehen, einen Kampf, der die besten Kräfte aufreibt, will man nicht seinen „Charakter“ preisgeben und selbst zum rohen Elemente herabsinken! Ueberdies leben wir in einer ernsten Zeit — in einer Zeit, in welcher es besonders heisst, muthig ringen im Kampfe ums Dasein, wollen wir eben aus demselben siegreich hervorgehen und nicht feige, gleich schwächlichen und gebrechlichen Geschöpfen, erliegen und das Andenken unserer biederen Vorfahren mit Schmach beladen. Also herbei und nicht gezaudert, ihr Kämpfer für die selbständige, freie Schule, herbei zum festen Bunde für das Wohl und Wehe eines jeden! Herbei zur Arbeit, durch die es gilt, für die heiligsten Interessen der Schule einzutreten, ihr das volle Mass der Selbständigkeit zu erringen, welches sie zur vollkommenen Entfaltung bedarf und was endlich die materielle und gesellschaftliche Besserstellung des Lehrerstandes im Gefolge hat. Feiern auch wir unsere Auferstehung! Schöflein, 1886. P. Krauland. Wie können die Eltern die Fehltritte und Fehler des Kindes bessern? Um das Kind recht erziehen zu können, ist es unbedingt nöthig, selbes erst zu kennen, einen tiefen Blick zu werfen in die innersten Falten und geheimen Tiefen seiner Natur; denn dort geht das Werk der Erziehung vor sich, dort liegt das Hindernde, wie auch dort die erziehlichen Hilfsmittel zu finden sind. Das eigentliche Hindernis in der Erziehung sind die Fehler und Laster, deren verderbliche Keime von seiner Geburt an im Menschen sind. Das neugeborne Kind ist nicht gut, aber es kann gut werden, wenn es erzogen ist. Mit diesen bösen Keimen aber, die nur auf das Alter warten, um sich zu entwickeln, oft mit lasterhaften Neigungen, muss der Erzieher einen Kampf eingehen mit allen zugebote stehenden Mitteln. Vor allem ist es nothweudig, dass man die Kindesnatur ganz kenne; denn wenn schon beim Unterrichte die Individualität des Kindes stark berücksichtigt werden muss, wie viel mehr muss dies bei der Erziehung der Fall sein. Das beste und wirksamste Mittel gegen das Böse im Kinde ist, dass man es vor schlimmen Einflüssen von aussen bewahre. Doch ist dies allein nicht genügend. Oft, wenn man schon das Gute im Kinde keimen und wachsen sieht und sich einer augenblicklichen Kuhe überlässt, zeigt sich auf einmal dieser oder jener Fehler in einer Weise, dass man darüber entrüstet ist. Man weiss nicht, woher der Fehler gekommen. Vor allem will man nicht glauben, dass es an der nöthigen Wachsamkeit gefehlt und die Schuld vielleicht gerade am Erzieher selbst liegt. Entweder überstürzt sich nun der Erzieher, ergreift die unrichtigen Mittel, oder er geht nicht auf die Wurzel des Fehlers. Dann ist im besten Falle die Mühe umsonst; oft aber bewirkt er noch, das manches Gute dadurch ertödtet wird und das Böse später nur desto mehr wuchert und um so tiefere Wurzeln schlägt. Vor allem ist also bei diesem Geschäfte Besonnenheit und Klugheit erforderlich. Doch darf mit der Bekämpfung der verschiedenen Fehler nicht zugewartet werden, bis die Kinder der öffentlichen Erziehung übergeben werden; denn wenn auch manche Fehler erst später hervortreten, so sind es hinwieder viele (die meisten sogar), die sich vom zartesten Alter an in der Unbewusstheit und freien Natürlichkeit der ersten Entfaltung der Kindheit zeigen. Von jener Zeit an also muss das Elternauge Wache halten und auf alles aufmerksam sein, was ein Anzeichen ist, das einen verborgenen Fehler enthält. Ist dies aber die gewöhnliche Ansicht der Eltern? — Weit davon entfernt, die Fehler aufzusuchen, wollen sie sie nicht einmal erkennen, wenn man ihnen solche angibt. 0, für alle Liebenswürdigkeiten dieser lieben Geschöpfe haben sie einen ausserordentlichen Scharfblick. Sie sehen diejenigen, welche sie besitzen, und sogar die, welche sie nicht besitzen; was aber die Fehler betrifft, ist es ganz anders, man macht sich blind dagegen. Müssen Eltern endlich die Fehler ihrer Kinder doch einsehen, so fehlt ihnen nicht selten die heilsame Strenge, um mit Erfolg den Kampf gegen selbe einzugehen. Schon mit 10 bis 12 Jahren kann ein Kind beklagenswerte Gewohnheiten haben, gegen welche, soll es mit Nutzen geschehen, nun mit aller Entschiedenheit aufgetreteu werden muss. Diese Arbeit ist freilich dem Lehrer ungemein erschwert, wenn das Elternhaus Dicht in entsprechender Weise mithilft. Doch darf auch dann der Muth nicht fallen gelassen und nicht unthätig zugesehen werden. Es handelt sich hier darum, ein Werk tiefgehender Besserung und Austilgung zu vollziehen, ein schwieriges Werk, das Muth und Ausdauer erfordert, aber unerlässlich ist. Ohne dieses Werk wird man zwar einen oberflächlichen Firnis von Politur und Feinheit geben, die Aussenseite vergolden können, damit aber ist Dichts gethan.. Der Fehler bleibt nur für kürzere oder längere Zeit verborgen Im Herzen muss man herausreissen und anpflanzen, zerstören und aufbauen. Das ist die einzig richtige Auffassung der Erziehung. Unerlässlich ist es nun, aus den Fehltritten die Fehler, aus den Früchten die Pflanzen zu erkennen, und dies bedarf grosser Menschenkenntnis und vieler Mühe. Es ist aber die Kenntnis der Fehler — nicht Fehltritte — nöthig, um eines-theils selbst mit mehr Erfolg dagegen auftreten, anderntheils das Kind über seine Fehler belehren zu können, damit dasselbe bei der Besserung auch selbst mithelfen und der Erzieher somit seine Thätigkeit mit der des Kindes verbinden kann. Man darf es nicht vergessen: iü der Besserung der Fehler vermag der Erzieher allein nichts. Das Kind muss selbst daran arbeiten, es darf bei einem solchen Werke nicht müssig bleiben, es muss frei mit-wirken; deswegen muss es aber auch über sich aufgeklärt werden. Das Kind muss seine Fehler kennen, um an ihrer Besserung zu arbeiten; durch seine Lehrer und Erzieher muss es sie kennen lernen; von selbst und durch sich selbst könnte es nie zu dieser Kenntnis gelangen. Die Männer können dies oft nicht, wie sollte es ein Kind können? Man weiss: es ist so schwer, als es nothwendig ist, seine Fehler zu kennen. Die Fehltritte kennt man leicht, und gewiss ist dies schon etwas; die Fehler aber, w'elche der Grund davon (der Fehltritte) sind, kennt man nicht, und doch wäre dies viel noth-wendiger. Hiezu ein Beispiel: Ein Kind ist unverträglich gegen seine Mitschüler. Ihr seht es. Was werdet ihr an diesem Kinde zu bessern suchen — vielleicht seine Unverträglichkeit? Allerdings! Aber ist der Grund davon nicht Stolz? Wohl werdet ihr vielleicht bald erreichen, dass sich sein Fehltritt nicht so bald wiederholt, im Herzen aber wird es nicht besser; die Wurzel ist geblieben. Diese wird wachsen, vielleicht verborgen, unbemerkt sich wieder zur Pflanze entfalten und später vielleicht auf ganz andere Weise wieder hervor- brechen, stärker und verderblicher als das erstemal. Es wäre also hier am Platze gewesen, das Kind nicht nur auf seinen Fehltritt, die Unverträglichkeit, aufmerksam zu machen, sondern die Wurzel, den Stolz, ins Auge zu fassen. Dann nur kann es selbst und der Erzieher auf Erfolg hoffen. Hier glaube ich behaupten zu dürfen, dass ein grosser Theil unserer Ermahnungen und Strafen im Grunde unfruchtbar ist, weil wir selbst nicht wissen und erwägen, was wir bessern sollen. Glücklich nun derjenige, der einen Freund hat, der ihn auf seine Fehler aufmerksam macht. Nur auf die Fehltritte aufmerksam machen, ist nicht schwer; schwer ist es aber, die Fehler aufzudecken. Fraget euch selbst, und ihr werdet sagen: Wie selten sind diese Freunde! Unter Kindern ist dies Erkennen der Fehler gar nicht möglich; ihnen fehlt noch die Erfahrung und die Menschenkenntnis. Darum ist es doppelt nöthig, dass hier der Lehrer das Nothwendige thue. Vor allem unternehme er diese Arbeit an sich selbst. Es wird ihm dies grossen Nutzen bringen und für die Erziehung anderer befähigter machen; denn die Selbstkenntnis ist auch das beste Mittel, andere kennen zu lernen. Ist nun der Fehler bekannt, so ist weiter nothwendig, in und ausser dem Kinde die Hilfsmittel zur Besserung desselben zu finden. In dem Kinde sind manche gute Eigenschaften, die, wenn sie die Eltern recht kennen, Heilmittel werden können. Manche Fehler sind auch nur abgeirrte Kräfte, die nicht ausgerissen, sondern nur auf die rechte Bahn zurückgeleitet werden müssen. Doch wie der Arzt nicht immer die gleiche Krankheit auch mit den gleichen Mitteln behandeln kann, sondern sein Heilverfahren der Natur des Kranken anzupassen hat, so muss auch der Erzieher bei Behandlung des gleichen Fehlers oft ganz verschiedene Mittel anwenden, angepasst der Natur und Seelenbeschaffenheit des Kindes. Das Kind soll immer und in jedem einzelnen Falle wissen, dass der Lehrer nicht die Person strafen, demüthigen, angreifen will, sondern den Fehler. Auch die härteste Strenge muss Liebe mildern. Was man aus Uebereilung, vielleicht im Zorne zur Besserung der Fehler thut, wird nie gute, wohl aber meistens saure Früchte tragen. Franz Kitsche, Oberlehrer. Die Wiener Lehrerhans-Angelegenheit. (Schluss.) Hierauf erstattete Herr Bürgerschuldirector J. Pehm den Bericht des Cassiers des Lehrerhaus-Comites. Er sagt Folgendes: „Als sich das Lehrerhaus-Comitd nach Schluss der Versammlung vom 8. Mai 1885 bildete, da dachte wohl niemand daran, auch einen Cassier zu bestellen. Wir sassen eben noch so tief in dem Theoretischen der Frage, dass des schnöden Mammons gänzlich vergessen wurde. Was sollte wohl auch ein Gelderverwahrer dort thun, wo es sich erst darum handelte, Geldquellen aufzusuchen und die gefundene richtig zu gestalten. Diese Unterlassung halte ich für ein Anzeichen von der gesunden Grundlage, auf der die Angelegenheit des Lehrerhauses ruht. Jeder war sich der weiten Entfernung von dem Ziele bewusst; aber jeder griff trotzdem frisch und muthig nach Kräften an, um die Bedingungen schaffen zu helfen, unter denen das Gelingen denkbar war. Da erschien im Juni in einem hiesigen Schulblatt ein Artikel, der den Vorschlag enthielt, es möge durch kleine Beiträge seitens der Lehrer der Fond gestärkt werden. Als praktische Bethätigung des Vorschlages folgte ein Brief an das Comite mit „Einem Gulden Papierausgabe als Obolus für die Lehrerhaus-Idee“. Diese Spende gelangte in der zweiten Comitesitzung vom 26. Juni zur Mittheilung. Nun war Geld da, folglich musste auch ein Cassier her. So gelangte das Lehrerkaus-Comitö, welches Geldquellen erst erdenken sollte, zu einem Cassier. Und dass die Idee des Artikelschreibers eine ausgezeichnete gewesen, m bewies die nächste Zukunft; denn ehe noch das Schuljahr zu Ende war, konnte der Cassier bereits 77 fl. 50 kr. in die nied.-öst. Sparcasse einlegen. Diesen Erstlingen folgte nun nach Anfang des neuen Schuljahres Spende auf Spende nach, von denen einzelne bedeutend genannt werden müssen. Wenn es schon erfreulich und hoffnungerweckend ist, wenn durch solche Spenden aus unserem Kreise sich die regste Anhängerschaft documentiert, so ist es geradezu überraschend zu nennen, dass das Publicum sich so lebhaft an der Realisierung der Lehrerhaus-Idee betheiligt. Und diese Antheilnahme verdanken wir lediglich den Herren Redacteuren von „Schule und Haus“, welche durch eifrige Propagierung der Idee einen beträchtlichen Theil des Pondes herbeigeschafft haben. Laut veröffentlichtem Ausweise betrugen die Spenden am 1. Oktober bereits 137 fl. 64 kr. und flössen dermassen, dass am 31. Dezember abermals 105 fl. 62 kr. in die Sparcasse gelegt werden konnten. Mit dem heutigen Tage beträgt die Summe der Spenden sammt Interessen der Spar-casseneinlage bis 31. Dezember 277 fl. 20 kr., von denen 244 fl. 20 kr. in der Sparcasse deponiert sind; Ausgaben 10 kr. fürs Sparcassebuch. Die übrigen Ausgaben trugen die Redacteure von „Schule und Haus“. So lächerlich klein diese Summe ist, wenn wir den Zweck ins Auge fassen, dem sie geweiht ist, so müssen wir doch ein Gefühl hoher Befriedigung empfinden, wenn wir bedenken, dass so viel Geld einfloss, ehevor noch eigentliche Schritte zur Verwirklichung der Idee unternommen wurden. Welche Erfolge könnten wir verzeichnen, wenn alle Schul-kreise im weiten Oesterreich jenes Beispiel nachahmten , das ein kleiner, aber rühriger Kreis von Wiener Collegen gegeben! Ja, Wien für sich allein könnte schon Imposantes wirken, wenn uns alle gleiche Begeisterung beseelte. Und nun gestatten Sie mir, einzelne Posten meines Cassabuches Ihnen vorzulesen, damit Sie sehen, wie die Theile sich zur ganzen Summe fügten. Vielleicht fühlt sich eines oder das andere Mitglied dieser verehrten Versammlung angemuthet, den edlen Beispielen, die uns da gegeben, nachzueifern, denn wir leben im Heldenzeitalter der Lehrerhaus-Idee und müssen den Kampf mit den Ungeheuern Vorurtheil, Pessimismus, Indolenz bestehen, zu dem wir der Mitstreiter dringlichst bedürfen.“ Der Cassier fährt nach der Verlesung aus dem Cassabuche fort: „Ich habe nur die interessantesten oder gewichtigsten Posten gelesen, um Sie nicht lange aufzuhalten, und erlaube mir nur noch zum Schlüsse eine gewisse Gruppierung der Spenden nach ihrer Pro- venienz vorzutragen. Aus Lehrerkreisen.....................................fl. 146'26 Von Nichtlehrern . .,.................................... 126-40 Durch die Redaction von „Schule und Haus“ allein: Spenden von Abonnenten................................. 134-50 Gewinstabzüge bei Spielpartien.......................... 32’92 Aus dem Umstande, dass die grösste Summe aus Lehrerkreisen stammt, können wir die Lehre ziehen, wo die Wurzeln unserer Kraft zu suchen sind. (Es wird den Spendern öffentlich der Dank votiert.) Ich schliesse den ersten Cassabericht mit dem Wunsche: Die Lehrerhaus-Idee wachse, blühe und gedeihe zum Heile der österreichischen Lehrerschaft!“ (Lebhafter Beifall.) An den Cassabericht schloss sich das Referat des Schriftführers Mikusch über die Gründung eines Vereines zur Errichtung eines Lehrerhauses und die Vorlage des Statutenentwurfes an. Der Referent führt in Kürze aus, dass das Comite bei seinen Berathungen über die Schritte, die zur Verwirklichung der Lehrerhaus-Idee nothwendig wären, zu dem Schlüsse gekommen, dass es unumgänglich nothwendig sei, behufs Schaffung einer festen Grundlage, auf der an der Verwirklichung der Idee gearbeitet werden könnnte, einen Verein ins Leben zu rufen, der alle die vom Comite selbst oder von den Delegierten in den Bezirksversammlungen gegebenen Anregungen ausführte, die Veranstaltungen zur Bereicherung des Pondes, wie sie das Comitö prospectiert habe, ins Werk setze. Bei der hierauf folgenden Generaldebatte fragte Herr Schopf, Obmann des I. Wiener Lehrervereines „Die Volksschule“, den Referenten, ob die Gründung eines neuen Vereines absolut nothwendig sei, ob nicht auch der niederösterreichische Landes-Lehrerverein nach entsprechender Aenderung seiner Statuten die Gründung eines Lehrerhauses in die Hand nehmen könnte. Der Referent erwidert hierauf, dass schon im engeren Comitö der Vorschlag gemacht worden sei, es solle der deutsch - österreichische Lehrerbund die Lehrerhaus-Angelegenheit zu der seinigen machen. Aber nach einer langwierigen Debatte kam man allgemein zur Erkenntnis, dass der Bund, ebenso wie alle übrigen Vereine, ganz andere Zwecke verfolge, dass ein intensives Wirken und das Streben nach einem Ziele, in unserem Falle die Errichtung eines Lehrerhauses, nur durch einen ausschliesslich dieses eine Ziel verfolgenden Verein möglich sei. Wenn das Werk bis zu einem gewissen Zeitpunkt gediehen sei, könne bei geänderter Sachlage immerhin der Lehrerbund die Fortsetzung desselben übernehmen, aber für den Augenblick nicht; schon aus dem Grunde nicht, weil ja auch der Lehrerbund und der Landes-Lehrerverein in ihrem eigentlichen Wirken dadurch gehindert würden. Herr Schopf erklärte sich mit den Ausführungen einverstanden. Als zur Hauptdebatte niemand mehr das Worl ergriff, wurde der Statutenentwurf Paragraph für Paragraph durchberathen und derselbe zuletzt nach lebhafter, zuweilen hitziger Debatte mit einer stilistischen Aenderung und nach Hinweglassung eines Punktes vollinhaltlich angenommen. Die Versammlung beschloss, die Statuten sofort dem h. k k. Ministerium des Innern zur Genehmigung vorzulegen, und dankte dem Herrn Bürgermeister für die Ueber-lassung der Volkshalle. Nach Schluss der Versammlung um 10 Uhr nachts meldeten sich gegen 40 Delegierte als Mitglieder des zu gründenden Lehrerhausvereines. (Nach dem neuesten Ausweise beläuft sich die Gesammtsumme der Spenden für das Lehrerhaus auf 388 fl. 5 kr.) Die Mitwirkung der Verwitterung der Eisenkiese bei der Höhlenbildung im Kalkgebirge. Von Eduard Döll. Von befreundeter Seite wurde uns unter obigem Titel der Sonderabdruck (aus Nr. 1 der Blätter für Höhlenkunde) eines lehrreichen Vortrages übermittelt, welchen Eduard Döll in der Section für Höhlenkunde (öst. Touristenclub) gehalten. Da derselbe unsern geehrten Leserkreis besonders fesseln dürfte, bringen wir ihn nachfolgend zum Abdrucke: In der ersten Zeit des Beginnes der Studien über die Entstehung der Höhlen im Kalkgebirge erkannte man schon, dass diese Höhlen nicht bloss der mechanischen Auswaschung, sondern auch chemischen Einwirkungen auf den Kalk ihren Ursprung verdanken. So schrieb bereits von Morlot* (1848), nachdem er der Arbeiten bei der Auffindung der Trebitschgrotte erwähnt, wobei man öfters viele Meter weit senkrechte Schläuche verfolgte, die kaum den Durchmesser eines Fingers hatten und sich zu Höhlen erweiterten, um dann wieder verengt nach verschiedenen Richtungen fortzusetzen und in neue Höhlen zu führen: „Erwägt man die eigenthümliche Form dieser senkrechten, dazu oft noch sackförmigen Schläuche, so ergibt sich, dass sie unmöglich einer bloss mechanischen Wirkung * A. von Morlot, Geologische Verhältnisse von Istrien. W. Haidinger, Naturwissenschaftliche Ab handlangen, II. Bd., I. Abth., p. 292. zuzuschreiben seien.“ In neuerer Zeit ist diese Ansicht allgemein geworden, nur hat dieselbe eine Vervollständigung erhalten durch die Annahme, das bei der Anätzung wirksame Agens sei kohlensäurehaltiges Wasser. Dafür kann unter vielen Professor Dawkins* genannt werden, welcher in seinem schönen Buche über die Höhlen sagt: „Die Wirkung der Kohlensäure bei der Bildung der Höhlen im Kalksteine geht nicht bloss aus den angefressenen Flächen im Innern der Höhlen hervor (und den über diese Flächen öfter hervorragenden ausgeätzten Versteinerungen), sondern auch aus der grossen Menge von kohlensaurem Kalk, welchen das Wasser als Tropfstein darin abgesetzt hat.“ Das mit Kohlensäure gesättigte Wasser ist jedoch nicht das einzige Agens, welches den Kalk angreift. Herr Hofrath Fr. v. Hauer** hat erst kürzlich nachgewiesen, dass in der Krausgrotte bei Gams die Crinoidenkalke der Wände von aussen nach innen zu späthigem Gips umgewandelt sind, und daraus geschlossen, wie es nicht unwahrscheinlich sei, dass die warme Quelle, welche ungefähr 100 Meter tiefer als der Eingang der Grotte unter demselben im Bachbett entspringt, diese Veränderungen bewirkt hat und hiebei die Grotte, wenn auch nicht bildete, so doch erweiterte. Hofrath v. Hauer konnte sich dabei auf eine analoge Höhlenbildung berufen, welche die Quellen von Aix in Savoyen veranlassen, dort wie in der Gams enthalten die betreffenden Gewässer Schwefelwasserstoff. Ob nun neben diesen beiden eben erwähnten Arten der Anätzung nicht noch eine dritte Art derselben thätig gewesen ist, welche durch die Verwitterung der Eisenkiese bewirkt wurde, soll der Gegenstand der nachfolgenden Erörterung sein, soweit dies in den Grenzen eines kurzen Vortrages möglich ist. Bekannt ist der Gang der Verwitterung der Eisenkiese, des hemitessularen Pyrites sowohl wie jener des rhombischen Markasites. Beide sind Doppelt-Schwefeleisen, das sich unter Zutritt von Luft und Wasser in freie Schwefelsäure und Eisenvitriol umsetzt. Mit Kalk in Berührung kommend, bildet die freie Schwefelsäure damit Gips, wobei Kohlensäure frei wird, während zwischen dem Vitriol und Kalke ein Austausch der Bestandtheile stattfindet, wobei die Schwefelsäure des Eisenvitrioles mit dem Calciumoxyd des Kalkes gleichfalls Gips bildet, während die Kohlensäure des Kalkes zum freigewordenen Eisenoxydul des Vitrioles tritt und kohlensaures Eisenoxydul entsteht, das meist wieder zu Brauneisenstein (Eisenoxydhydrat) reduciert wird.t Man wird nicht leicht ein Eisenkies enthaltendes Kalklager finden, das nicht, falls Luft und AVasser vorhanden waren, Spuren dieser Umwandlung zeigen würde. Der Berichterstatter sah dergleichen öfter in krystallinischen Kalken, welche dem Glimmerschiefer und Gneis des Waldviertels eingelagert sind, so z. B. nächst Krems in einem ungefähr meterdicken Lager am Ausgange des Bründlgrabens auf das Plateau von Gneixendorf. In den zuweilen ein Cubikmeter grossen Höhlungen waren noch Stücke des früher abgesetzten und dann wieder gelösten Gipses, am Grunde war ein Absatz von Eisenocher, während an wenigen Plätzen oberflächlich in Brauneisenstein veränderte Pyrite deutlich die Quelle des ganzen Processes bekundeten. Die Frage ist nun, ob verwitternde Eisenkiese in der eben beschriebenen Weise Veranlassung zur Entstehung von Höhlen im Kalkgebirge gegeben haben, indem sie zuerst aus Kalk den leichter löslichen Gips entstehen machten und daun auch ihrerseits, wenn sie ganz aufgelöst wurden, Hohlräume zurück-liessen. Die innige Verbindung von Brauneisen- und Rotheisen-Ablagerungen mit Regionen, * Professor Dawkins, Die Höhlen. Uebersetzt von Dr. J. Spengel. 1876. p. 42. ** Franz v. Hauer, Die Gipsbildung in der Krausgrotte bei Gams. Yerhandl. der k. k. geologischen Reichsanstalt, 1885, Nr. 2, p. 21. f Sieb Professor Dr. Ford. Senft, Die krystallinischen Felsgemengtheile, p. 145. welche ausgedehnte Höhlensysteme zeigen, z. B. im Schweizer und deutschen Jura, im Bereiche des grossen brasilianischen Höhlenterrains zwischen dem Kio Velhas und Rio Paraopeba, bei den Höhlen Mährens und in unserem Karste, lässt wohl vermuthen, dass die angegebene Verwitterung mehr auf die Höhlenbildung Einfluss gehabt hat, als bis jetzt angenommen wird. In Bezug auf den Karst, welcher, Dank der für die k. k. geologische ßeichsanstalt von den Herren M. V. Lipoid, D. Stur, Dr. Stäche gemachten Aufnahmen und die besonderen Schriften der Herren v. Morlot, Ritter von Lorenz, v. Mojsisovics, Tietze, Franz v. Hauer, Urbas, Reyer, zu den in dieser Hinsicht am besten durchforschten Gebieten gehört, möge Folgendes erwogen werden. Die Ursachen von den unter der Bezeichnung Verkarstung zusammengefassten Erscheinungen werden nach zwei Richtungen hin gesucht. Die Einen nehmen an, dass tektonische Verhältnisse die Verkarstung bewirkt haben. So meint Lipoid, die den Karstkalk uuterlagernden wasserundurchlässigen Werfuer Schiefer seien es, welche das den arg zerklüfteten Kalk durchsickernde Wasser nicht weiter lassen und auf diese Weise Unterwaschungen, Einstürze und Höhlenbildungen hervorrufen. Nach v. Mojsisovics* sind es die blinden Thalbecken des Karstes, welche die Höhlenbildung bedungen haben. Flüsse, die aus einem oberen trogförmigen Becken verschwinden, um in einem tiefer gelegenen, das mit ersterem in einer geraden Linie liegt, zum Vorschein zu kommen, sprechen laut genug für die Abhängigkeit unterirdischer Flussläufe von den durch Stauung in dem Gebirge hervorgerufenen Spalten. Ebenso zeigt ein Blick auf den von Szombathy so genau ausgeführten Grundriss der Kreuzberghöhle, welcher der von dem verewigten Hof-rathe von Hochstetter über diese Höhle veröffentlichten Abhandlung beigegeben ist, wie die aushöhlende Wirkung den schon vorhandenen Sprüngen nachgeht. So weit reicht man mit der obigen Annahme aus. Die Frage aber, wie es zu erklären, dass trotz gleicher tektonischer Verhältnisse es doch nicht immer zur Verkarstung kommt, lässt dieselbe unbeantwortet. Eine zweite Gruppe von Forschern, zu welcher Zippe gehört, nimmt daher die Einwirkung besonderer Lösungsmittel an. Nach Zippe** ist es das „im Karstkalke vorhandene kohlensaure Eisenoxydul, das bei Zutritt von Luft verwittert. Hiebei entwickelt sich Kohlensäure, welche an das die Verwitterung bedingende Wasser tritt und so die Auflösung des Kalkes bewirkt. An einigen Stellen mag der Kalk reicher an kohlensaurem Eisenoxydul sein, welches sich in Adern concentriert hat; hier werden mit der Zeit Höhlungen entstehen, Einstürze erfolgen und so grössere unterirdische Räume gebildet.“ So Zippe. Herr Oberbergrath Dr. E. Tietze + tritt in seinen zwei wichtigen Abhandlungen über Karstbildungen, wovon die erste die Gegend um Karlstadt in Kroatien behandelt, während die zweite den Karsterscheinungen im allgemeinen gewidmet ist, entschieden für den Standpunkt Zippe’s ein, insoweit nämlich dabei in der Einwirkung von besonderen Lösungsmitteln die Hauptursache der Verkarstung gefunden wird, welche Tietze treffend eine grösstentheils in das Innere des Gebirges verlegte Erosion nennt, ohne jedoch, wie Zippe dies that, das kohlensaure Eisenoxydul, welches im Karstkalke in grosser Menge vorhanden vorausgesetzt wird, als alleinige Quelle anzusehen. Wenigstens scheint hiefür eine Stelle in der ersten oberwähnten Abhandlungtt zu sprechen, wo Herr Oberbergrath Tietze zu der * Zur Geologie der Karsterscheiuungen. Zeitschrift des deutschen und österr. Alpenvereins, 1880. ** Zippe in Dr. Adolf Schmidl’s Grotten und Höhlen von Adelsherg. Wien 1854, p. 214. t Sieh Dr. E. Tietze, Geologische Darstellung der Gegend zwischen Karlstadt in Kroatien und dem nördlichen Theile des Canales der Morlacea. Jahrb. der k. k. geol. ßeichsanstalt, 1873, p. 29—70. — Dr. E. Tietze, Zur Geologie der Karsterscheinungen Jahrb. der k. k. geol. ßeichsanstalt, 1880, p. 729. ff L. c. p. 42. Aeusserung Boue’s,* welcher von dem merkwürdigeren Zusammentreffen des Bohnerzes oder der Eisenoxydhydrate überhaupt mit manchen Karsten redet und meint, Säuerlinge hätten da mitgewirkt, die Bemerkung macht: „Diese Ansicht wird die richtige sein.“ Eine Fortbildung der durch Zippe inaugurierten Karstbildungshypothese, welche im Gegensätze zu den tektonischen die chemische genannt werden kann, ist es daher nur, wenn auch die Mitwirkung der Verwitterung der Eisenkiese bei der Aushöhlung des Karstes ins Auge gefasst wird. Das Vorkommen der Eisenkiese und deren Verwitterung im Karste nachzuweisen, wird in erster Linie versucht werden müssen. In weiterer Folge wäre das Zusammenfallen der Zeit der Verwitterung mit jener der Höhlenbildung klarzustellen. Bezüglich aller dieser Punkte enthält die vorhandene Karstliteratur bereits viel Material. Noch mehr beizubringen, wird die Aufgabe von an Ort und Stelle unternommenen Forschungen bleiben müssen. Das bis jetzt in dieser Hinsicht Geleistete möge noch zum Schlüsse kurz zusammengefasst werden als Beweis, dass man gegenwärtig schon berechtigt ist, der Verwitterung der Eisenkiese einen bedeutenden Antheil bei der Entstehung der Karsthöhlen zuzuschreiben. Zum ersten Punkt des Nachweises, dem Vorhandensein des Eisenkieses im Karste, liegen viele Angaben vor. Erwähnt seien wegen ihrer principiellen Wichtigkeit das Auftreten von Eisenkies in einem vom Professor Dölter als porphyritischer Diorit bezeichneten Eruptivgestein, welches Herr Oberbergrath Tietze aus der Umgegend von Zengg angeführt hat, ferner die von Morlot beschriebenen Eisenkiesstöcke von Sovignaco. Letzterer hält es auch für ausgemacht, dass viele solcher Stöcke bereits ausgewittert seien und mau in manchen Dolinen nichts anderes vor sich habe, als die von den Stöcken früher eingenommenen Räume. Die Verwitterung der Eisenkiese im Karste, der zweite der nachzuweisenden Punkte, ist gegenwärtig dort noch im Gange. So ist diese Verwitterung des Eisenkieses in den Stöcken von Sovignaco die Ursache von deren Verwendung zur Alaunbereitung. In neuester Zeit hat Dr. Teller** bei Stein in Krain an Eisenkiesen, die dort den Prasbergerschichten eiugelagert sind, die gleiche Verwitterung beobachtet. Ganze Nester von Eisenvitriol sind da vorhanden, ausserdem aber auch noch das zweite Endproduct dieses Processes, der Brauneisenstein, und zwar in der Form von Bohnerz. Wie es in den früheren Perioden mit dieser Verwitterung gewesen, lehren die überaus grossen Mengen von Bohnerz in der Wochein, deren Ursprung aus Eisenkiesen durch die von mancher Bohnerze erhaltenen Formen des Kieses und die im Bohnerze noch öfter enthaltenen Kiesreste genügend nachgewiesen wird. Da nun die in Verwitterung gewesenen Eisenkiese jedenfalls den mit ihnen in Berührung stehenden Kalk ausgehöhlt haben müssen, so scheint es wohl nicht gewagt, am Ende dieser Darlegung zu sagen, dass die Mitwirkung der Verwitterung der Eisenkiese bei der Aushöhlung unseres Karstes eine wichtige Rolle gespielt hat. Wenn sich noch nicht behaupten lässt, diese Verwitterung wäre die Hauptursache der Karstphäuo-mene, so liegt das bloss darin, weil die Abstammung der übrigen Brauneisensteine und der terra rossa des Karstgebietes von den Eisenkiesen erst nachgewiesen werden muss. Dass diese Gebilde, gleich dem Bohnerze, in die Zeit fallen, in welcher auch die Höhlen entstanden, also Ablagerungen sind, die mit dieser Entstehung einen genetischen Zusammenhang zu haben scheinen, hat zuletzt noch Herr Oberbergrath Dr. Tietze gezeigte * Boue, Ueber Karst- und Trichterplastik. Sitzungsb. der m. n. CI. der kais. Akademie der Wissenschaften, Wien 1861, p. 261. ** Dr. P. Teller, Oligocänbildungen im Peistritzthale. Verhandlungen der k. k. geologischen Reichsanstalt, 1885, Nr. 7. f Im Obigen ist allein von den anätzenden Wirkungen die Rede gewesen, welche Eisenkiese zufolge der Verwitterung austiben. Es kann jedoch auch unter geeigneten Verhältnissen bei einer solchen Ver- Niederösterreich. (Stand des Schulbesuchs.) Amtlich wurde festgesetzt, dass Wien bei einer Bevölkerungsziffer von 705402 Einwohnern 76 054 Schüler zählt; es kommen also 107'8 Schüler auf 1000 Einwohner. Dieses Verhältnis ist das ungünstigste in ganz Niederösterreich, da sich dasselbe sogar in den Vororten wesentlich höher stellt; z. B. haben Hernals 171'8 Schüler, Sechshaus 157'6, Korueuburg 169'2, Bruck a. d. L. 176'2 Schüler auf 1000 Einwohner. Bei den Landgemeinden tritt dieser Umstand noch mehr hervor. Der Bezirk Grossenzersdorf hat sogar 193-5 Schüler auf 1000 Bewohner. In ganz Oesterreich unter der Enns kommen 334751 Schüler auf 2307 782 Bewohner. Böhmen. (Aus dem Lan dessch ulrathe.) Vor einiger Zeit hat der Landesschulrath ein fünfgliedriges Comitö eingesetzt, welches die Frage zu erwägen hatte, wie bezüglich der Einführung der zweiten Landessprache als unobligateu Gegenstand an Volksschulen vorzugehen wäre. Der Landesschulrath sprach sich im Sinne dieses Comitds dahin aus, dass die Erlassung eines neuen Landesgesetzes nothwendig wäre. Der betreffende Gesetzentwurf soll bereits in der nächsten Landtagssession vorgelegt werden. Rumänien. (Interessantes über das Schulwesen.) In der „Päd. Reform“ findet sich über das rumänische Unterrichtswesen folgender, einem längern Artikel der „Zeitschrift des oberösterreichischen Lehrervereines“ entnommener Bericht: Die oberste Behörde in Schulangelegenheiten ist in Rumänien ebenso wie bei uns das „Ministerium für Cultus und Unterricht“. Zu unterscheiden ist dabei nur, dass die Cultus-Angelegenheiten bei dieser obersten Behörde mit den Angelegenheiten der Schule absolut nichts zu thun haben. Die Agenden der Schule besorgt im Ministerium der „Ständige Rath“ (Conseil permanent), der ausschliesslich aus Schulmännern zusammengesetzt ist und 'seinen Contact mit der Schule durch eine alljährlich vom Ministerium nach der Hauptstadt einberufen werdende Lehrerversammluug verstärkt. Diese Versammlung tritt jedes Jahr mit ]. September unter dem Namen „Allgemeiner Unterrichtsrath“ (Conseil general d'Instruction) zusammen und beräth die ihm durch den ständigen Rath zukommenden Vorlagen bis 15. desselben Monats. Selbstverständlich sind von der Berathnng auch jene Gegenstände nicht ausgeschlossen, welche der Initiative selbst entsprungen sind. Als Mitglieder dieser Versammlung fungieren von der Schule und der Lehrerschaft gewählte Männer, wobei zwei bis drei auf den Lehrkörper einer Stadtschule entfallen. Nebst dieser officiellen Lehrerversammlung findet alljährlich eine nicht officielle der Mitglieder des „allgemeinen Lehrervereines“ in Bukarest oder Jassy statt, bei welcher in ähnlicher Weise wie bei uns die Interessen der Lehrerschaft besprochen und auch über pädagogische Fragen etc berathen wird. Besondere Organe zur Vertretung der Interessen der Lehrerschaft bestehen in Rumänien nur sehr wenige. Wahrscheinlich hat sich das Bedürfnis nach solchen noch zu wenig geregt, was übrigens sehr natürlich Witterung zugleich zu mechanischen Angriffen kommen. Eine sehr hübsche hieher gehörige Beebachtung hat in neuester Zeit (1882) Herr Professor Dr. Gustav Adolf Koch gemacht, welche ich mit gütiger Erlaubnis desselben noch anschliesse. Wie Herr Professor Koch schreibt, fand er „im Aurachthale nächst Gmunden die Schichtfläche des Wienersandsteines mit ganz eigenthümlichen, kugelförmigen Hohlräumen förmlich übersäet. Diese schön gerundeten Hohlräume mit ihrem meist trichterförmigen Eingang waren in verschiedenen Grössen und erreichten bisweilen einen Durchmesser von mehreren Centimetern. Ihre Entstehung hängt mit dem ziemlich regelmässigen Auftreten von kleinen Schwefelkies-Concretionen zusammen, welche daselbst in grosser Menge innerhalb gewisser Schichtencomplexe zur Ausscheidung gelangt sind. Ist nun eine solche Schichte blossgelegt und den Einflüssen der Verwitterung und Erosion ausgesetzt, so lockert sich vorerst der Schwefelkies. Fliesst nun constant, oder nach ausgiebigen Niederschlägen, Wasser in reichlicher Menge über die und in den oft bis zu 50° nach Süd fallenden Schichten ab, so kommt der Schwefelkies ins Rotieren und schneidet infolge seiner grösseren Härte immer tiefer, wodurch dann diese kugeligen Räume, Hexenkessel in Miniatur, ausgehöhlt werden.“ ist, Dachdem die Lehrerschaft von keiner Partei befehdet nnd verunglimpft, wohl aber von allen gefördert und überall hochgeschätzt wird. Dem Conseil ■permanent als ausführende Organe sind für die Walachei und Moldau je ein Generalinspector unterstellt. Dieselben haben eine unseren Landes-Schulinspectoren analoge Thätigkeit zu entwickeln, ihre Eeferate aber direct dem „Ständigen ßath“ in Bukarest zu erstatten. Eine unseren Bezirks-Schul-inspectoren entsprechende Thätigkeit entwickeln die Districtsinspectoren. Als solche werden grundsätzlich Schulmänner (Geistliche unbedingt ausgeschlossen), welche im Districte wohnen, von der Regierung ernannt. Ueberdies steht auch dem Director des im Districte befindlichen Gymnasiums das Aufsichtsrecht über alle im Districte bestehenden Volksschulen zu. Im Schulorte selbst besteht keine eigentliche Schulbehörde, welcher ein Aufsichtsrecht über Schule und Lehrer zusteht. Mit den verschiedenen unaufschiebbaren Angelegenheiten ist der Lehrer jedoch an den im Orte befindlichen Communalrath gewiesen, der aus dem Ortsvorstande und zwei bis drei Communalräthen besteht, in welchem der Geistliche aber keinerlei Einfluss besitzt. Das Gesetz, dem der eben vorgeführte Rahmen des rumänischen Schulwesens entsprungen ist, wurde im Jahre 1864 nach französischem Muster geschaffen. Nach diesem Gesetze wurde auch die allgemeine, und zwar vierjährige Schulpflicht ausgesprochen. Zur Wahrheit ist aber gerade diese Bestimmung bis heute noch nicht geworden, nachdem es bis auf den heutigen Tag an genügenden Lehrkräften, namentlich auf dem Lande, gemangelt hat. Erst mit der politischen Unabhängigkeit und mit dem hierdurch erweckten Drange nach rascherer Entwicklung ist es mit dem Schulbesuche günstiger geworden. Die mit dem Gesetze vom Jahre 1864 ausgesprochene vierjährige Schulpflicht hat im Jahre 1882 eine seltsame Erweiterung erfahren. Nach diesem Gesetze wurde die Schulpflicht auf dem Lande um zwei Jahre vermehrt, d. h. also auf sechs Jahre erhöht, während es in den Städten bei der vierjährigen Schulpflicht geblieben ist; eine Bestimmung, die auf den ersten Anblick absurd erscheint, aber trotzdem vollkommen begründet ist. In den Städten hat sich nämlich die Nothwendigkeit eines verlängerten Schulbesuches schon längst geltend gemacht und dahin geführt, dass die Eltern ihre Kinder ohne behördliche Aufforderung oder gesetzliche Bestimmung zum wenigsten noch vier Jahre über die gesetzliche Schulpflicht hinaus in eine der zahlreichen Mittelschulen schicken. Durch die Errichtung einer auf sechs Schuljahre berechneten Volksschule in den Städten hätte dieser wohlthätige Brauch möglicherweise eine Beeinträchtigung erfahren können. Man hat daher die Schulpflicht nur auf dem Lande um zwei Jahre erhöht, weil — wie natürlich — der ländlichen Bevölkerung keine Mittelschule im Wohnort der Eltern zu-gebote steht, ein nur vier Jahre währender Unterricht aber auch dieser Bevölkerungsclasse nicht genügen konnte. Eine Verkürzung konnte bei dieser Bestimmung nur die weibliche Schuljugend der Städte erfahren, wenn die Volksschule auch für sie nur auf vierjährigen Schulbesuch eingerichtet geblieben und ihr keine Mittelschule zur Verfügung gestellt worden wäre. Die Nothwendigkeit eines länger andauernden Schulbesuches hat sich aber auch für die weibliche Schuljugend schon lange geltend gemacht und zu der Errichtung von Mädchen-Mittelschulen (Centralschulen) geführt. (Schluss folgt.) I_i © c a, 1 e s- Kaiserliche Spende. Se. Majestät der Kaiser hat der Schulgemeinde Unterbirnbaum (Bezirk Umgebung Laibach) zum Schulbaue 150 fl. und der Schulgemeinde Domžale im Steiner Schulbezirke zu dem gleichen Zwecke einen Betrag von 300 fl zu bewilligen geruht. Veränderungen im Lehrstande. Herr Karl Weber, definitiver Lehrer in Hotederschiz, kommt in gleicher Eigenschaft nach Vojsko und Herr Michael Kabaj, provisorischer Lehrer in Vojsko, in gleicher Eigenschaft nach Hotederschiz. Todesfälle. Unser krainischer Lekrstand hat in den letzten Tagen wieder zwei junge, eitrige Lehrkräfte verloren. In Grosslaschiz starb unser treues Vereinsmitglied Herr Leopold Wozlaßek im Alter von 29 Jahren. Biedersinn und Fortbildungseifer machten den Verstorbenen in seinem Bekanntenkreise schnell beliebt. — Am 14. d. M starb der zweite Lehrer an der vierclassigen Volksschule in Möttling, Herr Johann Anžiček, in seinem 28. Lebensjahre. Möge beiden die Erde leicht sein! Lehrbefähigungsprüfungen. Zu unsern letzten Mittheilungen, betreffend die diesjährigen Lehrbefähigungsprüfungen, berichten wir noch ergänzend, dass der angemeldete Herr Josef Krištof aus Nussdorf (Steiermark) am Erscheinen verhindert war und Fräulein Albina Böhm aus Kerschdorf (Steiermark) noch nachträglich sich zur Prüfung meldete und auch erschien. Das Prüfungsresultat ist folgendes: Von den Candidaten erhielten einer ein Zeugnis Nr. 2, zehn ein Zeugnis Nr. 3 (darunter drei ein solches mit deutscher, drei eines mit slovenischer und die übrigen eines mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache) und zwei ein Zeugnis Nr. 4. Von den Candidatinnen erhielten zwei ein Zeugnis Nr. 1, acht ein solches Nr. 2 und zwei eines Nr. 3; sämmtliche Zeugnisse wurden für Schulen mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache ausgestellt. Aus der Sitzung des k. k. Landesschulrathes vom 1. d. M. Inbetreff der vom krainischen Landesausschusse mitgetheilten Landtagsresolution hinsichtlich der Einhebung von Umlagen für die sachlichen Schulerfordernisse wird demselben die diesfällige Aeusserung erstattet. Zur Errichtung einer.öffentlichen allgemeinen Volksschule in Hl. Dreifaltigkeit im Schulbezirke Loitsch wird die Zustimmung des krainischen Landesausschusses eingeholt. Behufs der vorläufigen Errichtung einer Excurrendoschule in Tomiiel wird noch das Einvernehmen mit dem Landesausschusse hinsichtlich der Kostenbestreitung gepflogen und das Bauprogramm für den Schulbau in Bojance genehmigt. In Absicht auf die Erweiterung der Volksschule in Eisnern wird zunächst die Feststellung der Schulsprengel Sei zach und Eisnern angeordnet. Der Beschwerde der Kaischler von Ostrož-nobrdo gegen den Erlass des k. k. Bezirksschulrathes Adelsberg in Angelegenheit der Aufbringung der Kosten der sachlichen Schulerfordernisse wird theilweise Folge gegeben und dem Bezirksschulrathe die nöthige Weisung ertheilt. Von der definitiven Besetzung der Lehrstelle an der Volksschule in Suchen wird dermalen Umgang genommen. Das Gesuch eines Lehrers um Enthebung von der Verpflichtung, sich durch sechs Jahre an öffentlichen Volksschulen in Krain dem Lehramte zu widmen, wird dem hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht mit dem geeigneten Anträge vorgelegt. Geldaushilfs-und Remunerationsgesuche sowie Gesuche um Schulgeldbefreiung werden erledigt. Aus der Sitzung vom 15. d. M. — Ueber die Beschwerde eines Religionslehrers gegen einen Grundbesitzer wegen gewaltsamer Entführung seines Kindes aus der Schule wird entschieden. — Der Disciplinaract gegen einen Lehrer wird dem betreffenden Bezirksschulrathe zur Amtshandlung zurückgestellt. — Die von den Lehrkörpern der Lehrer- und Lehrerinnen-Bilduugsanstalt in Laibach gestellten Anträge auf Belassung, Erhöhung und Neuverleihung der Staatsstipendieu im Jahre 1886 werden erledigt. — Die Lehrstelle an der einclassigeu Volksschule in Čatež gelangt zur definitiven Besetzung. — Die Bewilligung zur Umwandlung der Excurrendoschule auf dem Karolinengrunde in eine selbständige einclassige Volksschule wird unter gleichzeitiger Festsetzung des Lehrergehaltes ertheilt, ebenso wird auch der Lehrergehalt der zu eröffnenden einclassigeu Volksschule in Unterbirnbaum bestimmt. — Dem Ansuchen um Erhöhung der Gehaltsclassen der Lehrstellen in Jauchen und Lees, dann der dritten Lehrstelle in Dornegg wird keine Folge gegeben. — Das Einschreiten des Gemeinde-Ausschusses in Döbernik um die Bewilligung, die zum Schulbaue in Döbernik bereits beschlossene Umlage zum Ankäufe eines Grundstückes behufs Anlegung des Friedhofes verwenden zu dürfen, wird abgewiesen. — Das Gesuch eines Lehrers um Aenderung der Verfügung rücksichtlich seiner Uebersetzung wird dem Bezirks-schulrathe zur Amtshandlung übermittelt. — Schulgeld-Befreiungsgesuche, Recurse und Nachsichtsgesuche in Schulversäumnis-Straffällen, endlich ßemunerationsgesuche werden erledigt. P. K. Rosegger in Laibach. Vor kurzem weilte ein gefeierter Gast in unserer Stadt: der Dichter P. K. Rosegger aus Graz, der erklärte Liebling des Volkes der Alpen. In höchst anziehender, bald zum rauschenden Beifälle, bald zur lauten Fröhlichkeit hinreisseuder Weise las der Poet aus der grünen Steiermark im Redoutensaale, den ein feines Publicum bis auf das letzte Plätzchen füllte, mehrere seiner tiefempfundenen Dichtungen vor, Dichtungen, die ihm sofort die Sympathien aller eroberten. Die Vorlesung fand zu Gunsten des im Monate Mai aufzustellenden Anastasius-Griin-Denkmals statt, das der Laibacher deutsche Turnverein zu errichten beschloss und nun bei ausgiebiger Mithilfe aller Verehrer des verblichenen vaterländischen Dichters vollenden lässt. Herr Rosegger förderte dieses schöne Unternehmen in der uneigennützigsten und werkthätigsten Weise, was im Lande unvergessen bleiben soll. Begeisterte und entzückte der Poet alle, die ihn nun auch persönlich kennen lernten, schon durch sein ganzes gewinnendes, anziehendes Wesen, so erreichte diese Begeisterung in uns noch einen um so hohem Grad, als wir in ihm noch ausserdem den Pädagogen begrüssten, der durch seine Schriften, wie ja unsere Leser wissen, so manche Lanze für eine verständige Erziehung der Jugend gebrochen. Das macht uns seine Werke besonders lieb und wert. Und Rosegger hatte sich nach der Vorlesung kaum lange im Balkonzimmer des Casinogebäudes inmitten von Verehrern befunden, als uns auch schon das Gespräch mit ihm auf erziehliches Gebiet führte. Die schnell dahingegangenen Stunden, die uns mit dem Dichter vereinten, waren Stunden wahren Genusses. Der Abschied von ihm war uns nicht leicht. Möge Rosegger bald wieder in unseren Mauern weilen! Aus der Section Krain des Alpenvereines. In der letzten Sectionsversammlung (a® 20. d. M.) sprach Herr k. k. Turnlehrer Julius Schmidt in fesselnder Weise über Land und Leute von Cherso, dabei häufig Vergleiche mit den übrigen quarnerischen Inseln anstellend. Lauter Beifall folgte den interessanten Mittheilungen. Martin Hotschevar. Am 20. d. M. wurde der Begründer und Erbauer der einzigen Bürgerschule im Lande, Herr Martin Hotschevar, in Gurkfeld zu Grabe getragen. Der im Alter von 72 Jahren Verblichene hat sich durch verschiedene Acte der Wohlthätigkeit und des Edelsinnes, besonders aber durch die Erbauuug und Ausstattung der deutschen Bürgerschule in Gurkfeld, zu welchem Zwecke er den Betrag von 100 000 fl. spendete, im Laude ein bleibendes Denkmal gesetzt. Ehre seinem Andenken, Friede seiner Asche! ntvdZa-nn.Ig'fa.ltig'e s. Abänderung des § 18 der Schul- und Unterrichtsordnung. In der „Volkssch.“ lesen wir : Der Herr Unterricktsminister hat angeordnet: „Der § 18 der Schul- und Unterrichtsordnung vom 20. August 1870 hat in seiner bisherigen Fassung ausser Wirksamkeit zu treten und künftig zu lauten: Das Entlassungszeugnis, in welchem bei öffentlichen Schulen die zuletzt besuchte Classe, Schülerabtheilung oder Gruppe auzugeben ist, wird von dem Leiter der Schule ausgestellt und von allen Lehrern der Classe, beziehungsweise Abtheilung oder Gruppe — einschliesslich der betreffenden Religionslehrer — mitgefertigt. Die Entlassung aus der Schule ist in der Schulmatrik und im Schulkataloge anzumerken Im Schulkataloge sind auch die in das Entlassungszeugnis aufgenommenen Schlussurtheile zu verzeichnen.“ In Angelegenheit der Revision der Schüler-Bibliotheken erhielt der Ausschuss des deutschösterreichischen Lehrerbundes folgenden Erlass des niederösterreichischen Landes-schulrathes: Das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat die vom Ausschüsse des deutschösterreichischen Lehrerbundes vorgebrachte Bitte um Fristerstreckung der Schülerbibliotkeks-Revision abweislich beschieden und hiebei das Befremden über dieses Ansuchen ausgesprochen, da doch angenommen werden musste, dass die Volksschullehrer mit dem Inhalte der Bücher der betreffenden Schülerbibliotheken schon aus naheliegenden pädagogischen Gründen sich stets genau vertraut gemacht haben, und weil schon vor drei Jahren durch den Ministerialerlass vom 5ten Jänner 1883 eine Bevision der Schülerbibliotheken mit Feststellung bestimmter Gesichtspunkte angeordnet worden ist, an welche Anordnung durch den Ministerialerlass vom 16. Dezember 1885 unter Festsetzung einer Frist zum Abschlüsse der vor Jahren angeordneten Bibliotheks-Bevision erinnert wurde. Preisausschreiben. Der Hauptausschuss des österr. - schles. Landes - Lehrervereines schreibt zwei Preise, und zwar von 40 fl. und von 25 fl., für zwei der besten, für das Yereins-organ bestimmten Arbeiten über irgend ein pädagogisch-didaktisches Thema unter folgenden Bestimmungen aus: 1.) Die Aufsätze, welche an der Preisbewerbung theilnehmen sollen, müssen bei der Einsendung als „zur Preisbewerbung“ gehörend bezeichnet und mit einem Motto versehen sein. Dasselbe Motto muss sich auf einem beigelegten, die Adresse des Verfassers enthaltenden versiegelten Couverte befinden. 2.) Die eingehenden Arbeiten müssen vollkommen druckfertig sein und sollen den Umfang eines Druckbogens im Formate des „Schlesischen Schulblattes“ nicht überschreiten. Die Kürze der Arbeit ist kein Zurückweisungsgrund. 3.) Die Arbeiten zur Preisbewerbung sind an den Hauptausschuss des Landes-Lehrervereines in Troppau bis längstens 15. September a. c. einzusenden, welcher die Prüfung derselben durch die Preisrichter ungesäumt veranlassen wird. 4.) Sobald das Urtheil der Preisrichter gefällt ist, erfolgt die Zusendung der Preise und der Abdruck der ins Eigenthum des Landes-Lehrervereines übergegangenen prämiierten Aufsätze im Vereinsorgane. Die nicht prämiierten Arbeiten werden sodann mit den uneröffneten Couverts über Verlangen unter anzugebender Chiffre zurückgesandt, wenn es die Verfasser nicht vorziehen und die Bedaction ermächtigen sollten, dass auch ihre Aufsätze im Blatte veröffentlicht werden. 5.) Sollte der eine oder der andere der Preisbewerber es wünschen, dass seine Arbeit schon vor der Preiszuerkennung im Vereinsorgane mit der Bemerkung „Zur Preisbewerbung“ zum Abdrucke gelange, möge dies bei der Einsendung auf dem Manuscripte oder auf dem Couverte bemerkt werden, und wird diesem Wunsche durch die Bedaction gerne Bechnung getragen werden. Ihren Beitritt zum deutsch-österreichischen Lehrerbunde haben angemeldet: die kärntischen Zweigvereine „Unterlavantthal“, „Hermagor“, „Spittal“, „Millstatt“, „Lieserthal“ und die steierischen Lehrervereine „Leibnitz“ und „Knittelfeld“. Verwertung der Conferenzarbeiten. Der Landesschulrath der Bukowina hat alle besseren Abhandlungen, die im Verlaufe des abgewichenen Jahres in den Bezirks-Lehrerconfe-renzen des Landes vorgetragen worden waren, der Schriftleitung der „Buk. päd. Bl.“ zugehen lassen, damit diese Arbeiten veröffentlicht werden. Das ist jedenfalls von grösserem Werte, als das Vergilben der Conferenz-Abhandlungen in den Archiven oder eine einfache geräuschlose Beseitigung derselben. Verbot des Gasthausbesuches. Den Schülern des Gymnasiums in Cilli, woselbst bekanntlich nationale Beibungen bestehen, hat der steiermärkische Landesschulrath den Besuch von Gasthäusern verboten. Die Schüler dürfen, damit jede Lockerung der Schulzucht vermieden werde, selbst in Begleitung der Eltern ohne Bewilligung der Schuldirection öffentliche Bäumlich-keiten nicht besuchen. ZEBviclAer- -u.n.d. Selt-Q.XAg'ssclAa.’u.- Der Schulgarten in landwirtschaftlicher Beziehung. Eine Artikelreihe mit bunten Winken für Einrichtung, Betrieb und Nützung insbesondere landwirtschaftlicher Schulgärten, von Anton Tausche, Landwirt und Abgeordneter. Beichenberg, Verlag von J. Pritsche. — Tausche’s Schriftchen ist ein schätzenswerter Beitrag zu der vorhandenen Schulgarten-Literatur. Es will, wie der Verfasser betont, anregen, Winke geben und die segensreiche Einrichtung der Schulgärten nachdrücklichst fördern. Dasselbe bringt so manches, was in anderen Schriften nicht enthalten ist. Bei Anordnung des Stoffes wurden die Monate zu Ausgangspunkten genommen. Sehen wir nun, was jedem derselben zugemessen erscheint. Jänner: Der Ortsschulrath und Gemeinde-Ausschuss in Verhandlung mit dem Lehrer wegen Errichtung des Schulgartens. Februar : Die Anlage des Schulgartens, des Obstbaumgartens und des Versuchsfeldes. Die Einzäunung. März: Beispiele der landwirtschaftlichen Belehrung im Schulgarten. Die Tiefackerung. Der Besuch von Obstanlagen und die Besichtigung von Schülerarbeiten. April: Winke vom Ober- und Untergründe. Die Vorbereitung zur Frühjahrssaat. Mai: Der Schul-Gemüsegarten; die Bedeutung des Excrementendüngers für arme Böden. Kauhes Klima. Juni: Die Jugend im Kampfe gegen schädliche Insecten Der Vogelschutz. Juli: Der Kampf gegen das Unkraut. Das Kleeseidegesetz Der Nutzen des Wassers und das Begiessen. August: Die kleinen Erntearheiten und was dabei für den Unterricht abfällt. September: Die Wurzelfechsuug und belehrende Winke dabei. Herbstausflüge in die Natur. Oktober: Herbstarbeiten für die nächstjährige Vegetation. Die Obstbaumpflege. Die Schule und die Bodenculturgesetze. November: Die Schulgartenarbeit und ihr pädagogischer Nutzen. Berechtigung des Unterschiedes zwischen dem Schulgarten bei der Stadt und auf dem Lande. Letzte Arbeiten im Obstbaumschulgarten. Dezember: Nochmaliger Appell für Errichtung landwirtschaftlicher Schulgärten. Kaiser-Josef-Schulgärten. Wie aus diesem zu entnehmen, verdient die Schrift, die als Sonderabdruck aus der „Freien Schulztg.“ zum Besten der Hilfscasse des deutschen Laudes-Lehrervereines in Böhmen herausgegeben wurde, seitens der Lehrer und der Bibliotheksvorstände volle Beachtung. —a. Der Naturhistoriker. Illustrierte Monatsschrift für die Schule und das Haus und Correspondenzblatt der österreichischen und deutschen Naturhistoriker. Herausgegebon von Dr. Bried. Knauer in Wien. 6. und 7. Jahrgang Leipzig, Oskar Leiner. Preis des Jahrganges zehn Mark. — Jeder Jahrgang dieser mit Abbildungen reich versehenen Monatsschrift bildet ein stattliches Buch, in welchem sich ein ebenso mannigfaltiger wie fesselnder Stoff aufgestapelt findet. Populär-Wissenschaftliches wechselt mit Schulpraktischem und Fachwissenschaftlichem ab, und dazu gesellen sich noch — was diese Monatsschrift auch für den Volksschullehrerstand noch nebenbei recht wertvoll macht — die Beiblätter „Die Lehrerbibliothek“, „Die Mädchenschule“ und „Die Lehrmittelsammlung“. Es würde uns zu weit führen, wenn wir uns genauer über den reichen Inhalt derselben verbreiten wollten, es genüge daher unsere Versicherung, dass „Der Naturhistoriker“ sowohl nach innen durch ein vorzügliches Materiale, wie nach aussen durch reine, naturgetreue Abbildungen (darunter schöne Vollbilder), gefälligen Druck und festes Papier recht gut ausgestattet ist. Ein Blick in das letzte Heft, das uns zukam (7. Heft des siebenten Jahrganges), möge dies nach einer Seite hin dartbun. Dasselbe bietet Folgendes: Die Photographie farbiger Gegenstände in den richtigen Tonverhältnissen (von Prof. H. Vogel). Gold und Silber. Schlangengeschichten. Der Nutzen und die Anwendung der Giftpflanzen. Der Morphiumrausch Thierleben in Hochafrika. Allerlei Wissenswertes (Desinfection, Mittel gegen Mehlthau auf Kosen, Verzierung auf Elfenbein, neuer Benzinmotor etc.). Der Abschnitt „Schulpraktisches“ enthält: Der Apparat der experimentellen Physik (Wellenlehre), die Knochen als Kohstoffe der Drechslerei, Hautgebilde dos Thierkörpers, welche in der Drechslerei zur Verarbeitung kommen. — Dem folgt der fach-'vissenschaftliche Stoff und die drei obbezeichneten Beiblätter. Wir empfehlen diese Monatsschrift der besten Würdigung. Zwischen Donau und Kaukasus, Land- und Seefahrten im Bereiche des Schwarzen Meeres. Von A. v. Schweiger - Lerchenfeld. (Mit 215 Abbildungen und 11 Karten, worunter zwei grosse Uebersichtskarten in Wandkarten-Format. 25 Lieferungen ä 30 kr. Wien, Pest, Leipzig; A. Hartleben’s Verlag.) Wessen Interesse ruht nicht trotz Afrika und Südsee-Colonien in ständiger Aufmerksamkeit auf dem „Wetterwinkel“ Europa’s: dem Balkan und den Gestadeländern des sagenumwobenen Schwarzen Meeres? Das vorliegende Werk bezweckt, Länder und Völker in dem Gebiete desselben zu schildern, Vergangenheit und Gegenwart auf dem Boden der Ortskunde zu einem anziehenden Gemälde zu gestalten. Der weite Erdraum vom „goldenen Byzanz“ bis f'ef in die südrussischen Steppen hinein, von der unteren Donau bis zu den Stammsitzen der von Kriegsromantik und Völkersagen verklärten kaukasischen Aelpler bildet den engern Bereich der Schilderungen. Der Verfasser, der wiederholt am Schwarzen Meere geweilt und einen grösse-yen Bereich desselben aus eigener Anschauung kennt, ist durch Kenntnisse und Erfahrungen >u die Lage versetzt, die bedeutsame und dankbare Aufgabe befriedigend zu lösen. Viele Geriete, welche allenthalben in das Tagesinteresse eingreifen, wie die Balkanländer, die Krim, der Kaukasus und die durch ihre uralten Culturen berühmten kleiuasiatischen Länder, erfahren in diesem Werke zum erstenmale eine eingehende Behandlung vom geschichtlichen, culturhistorischen, geographischen und ethnographischen Standpunkte aus. Einen glänzenden Anfang des in seiner Idee und Anlage hochbedeutenden Werkes bildet schon die erste, reich und originell illustrierte Lieferung, welche zur Ausgabe gelangt ist. Sie behandelt in lichtvoller und interessanter Weise die vorgeschichtlichen und ältesten geschichtlichen Völkerverhältnisse in den Ländern am Schwarzen Meere. Sogar uralte Sagen, wie jene der Argonautenfahrt und die Prometheusmythe, sind wirk-sam in die sachlichen Schilderungen eingeflochten. Reichhaltiges Illustrations- und Kartenmaterial, nicht weniger als 215 prächtige Bilder und 11 grösstentheils umfangreiche Karten werden den M'ert dieser Publication erhöhen. Die Ausstattung ist eine des Gegenstandes würdige. Deutsche Rundschau fih* Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. (A. Hartleben’s Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte ä 45 kr. = 5 fl. 50 kr,) Von dieser bekannten Zeitschrift geht uns soeben das siebente Heft ihres VIII. Jahrganges zu, das durch die Fülle des Gebotenen abermals überrascht. Das Programm derselben umfasst wie bisher alle Fortschritte der geographischen Wissenschaft und ausserdem noch die dankenswerte Specialität, einzelne Länder uud Völker in eingehenden, durch Abbildungen erläuterten Artikeln näher bekannt zu machen Die beste Empfehlung bietet wohl der reiche Inhalt des vorliegenden Heftes, welchem wir Folgendes entnehmen: Zur Geologie des westlichen Congogebietes. (Mit einer Karte und zwei Abbildungen.) — Die geographische Kenntnis der Alpen in früherer Zeit. (Mit 1 Abbild.) — Der Gau Alachua in Florida. (Mit 1 Abbild.) — Das Schwarze Meer. (Fortsetzung. Mit 1 Abbild.) — Astronomische und physikalische Geographie. Ueber den grossen Sternschnuppenfall am 27. November 1885. Ueber die jüngsten Keisen des Dr. H. Ten Kate in Südamerika. — Politische Geographie und Statistik. Die Kindersterblichkeit in Preussen. — Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 in elf Staaten des Deutschen Reiches. — Die Bevölkerung des Königreiches Hawai. — Kleine Mittheilungen aus allen Erdtheilen. — Berühmte Geographen, Naturforscher und Reisende. Mit einem Porträt: Theodor von Heuglin. — Geographische Nekrologie. Todesfälle (mit einem Porträt: Wilhelm Heine). — Geographische und verwandte Vereine. — Vom Büchertisch. — Eingegangene Bücher, Karten etc. — Kartenbeilage: Geologische Skizze vom westlichen Congogebiet. Lippert, Die Culturgeschichte in einzelnen Hauptstücken. (Das Wissen der Gegenwart, 35. Bändchen.) I. Abtheilung: Des Menschen Nahrungssorge; Wohnung und Kleidung. Mit 57 Abbildungen. F. Tempsky’s Verlag in Prag. — Das Bändchen spricht in klarer Art über die Verbreitung der Menschen, die Ernährung in der Urzeit und die Sage vom Milchgenuss, über Frucht und Fleisch, die ältesten Landbauarten, die Geräthe der Nahrungsbereitung, die Acker-geräthe , den Beitrag des Thierreiches, die Steinwaffen und - Werkzeuge, das Feuer und seine Verwendung, die Zähmung der Thiere, die Thiere der Nomadenwirtschaft, über Wein, Oel, Gerben und Weben, Putz und Kleidung, Wohnungen und Bauten, Metallarbeiten, Handel und Schiffbau etc. Die vielen gelungenen Abbildungen veranschaulichen verschiedene Partien der Schrift auf das beste. Unsere Zeitung. Illustr. Monatsschrift fürs junge Volk. Einsiedeln, Gebrüder C. & N. Ben-ziger. Jährlich 12 Hefte a 60 kr. — Inhalt des vierten Heftes dieser mit vielen gelungenen Abbildungen versehenen Monatsschrift: Der Bildschneider von Schwaz (historische Erzählung mit Eigen-Zeichnungen). Osterlied (mit Abbildung). Lederarbeiten für Klein und Gross (mit Abbildungen). Von der Insel Rügen (mit Abbildungen). Echtes Gold. Das Komödianterle (mit Abbildungen). Gute Nachbarschaft (Thiergeschichte mit Abbildungen). Der kleine Berichterstatter. Dies und Das aus des Schriftleiters Schublade. Einschaltbild: Hünengrab. Chromo-Beilage: Wappentafel VIII. Der Umschlag enthält Räthsel, Aufgaben u. s. w. Alte Und Neue Welt. Illustriertes katholisches Familienblatt zur Unterhaltung und Belehrung. 20. Jahrgang. Einsiedeln, Verlag von Gebrüder C. & N. Benziger. Preis des Heftes 25 Pf. — Das jüngst erschienene 15. Heft des laufenden Jahrganges bringt: Mariengruss (Gedicht mit Abbildung). Der letzte König der Gothen. Aphorismen aus der ärztlichen Praxis. Mailieder. Katholische Zeitgenossen. Maria, die Rose. Orchideen (6 Abbildungen). Die Entwässerung des Lago Fucino. Angele. Allerlei. — Die vielen Abbildungen zeichnen sich, wie immer in diesem Familienblatte, durch Treue und Reinheit aus. Erled.ig'te X^elarstellerL. lECra-ixi. Zweite Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule in Müttling (definitiv oder provisorisch zu besetzen), Gehalt 500 fl.; beim k. k. Bezirksschulrathe in Tschornembl bis 15. Mai. — Lehrstellen zu Goriče und zu Hülben, Gehalt je 450 fl. und Naturalwohnung, dann zu Heil. Kreuz bei Neumarktl, Gehalt 400 fl. und Naturalwohnung; alle drei beim k. k. Bezirksschulrathe Krainburg bis 25. Mai. IKämten. Lehrstellen zu St. Daniel und Schwabegg. (Sieh letzte Nummer.) Steiermark. Vierclassige Volksschule in Hrastnigg, Lehrerstelle, Gehalt 600 fl., Wohnung; beim Ortsschulrathe daselbst bis 30. April. ZBriefJsasten.. Herr —g: Nächstens, da bei Einlangen des Aufsatzes wegen der Osterferien der Stoff für vorliegende Nummer schon zurechtgelegt, beziehungsweise die Artikel schon gesetzt waren. Herzliche Grüsse! — Herr P. K.: Der Aufsatz über „Kinder ohne Musikgehör“ wird demnächst veröffentlicht werden. — —r: Ihre Ansicht theilen wir vollkommen. Die Reue wird für diese Leute zu spät kommen. Für die Schriftleitung verantwortlich: Job. Sima, Bahnhofgasse Nr. 31. Verlegt und herausgegeben vom „Krain. Landes-Lehrerverein“.— Druck von Kleinmayr & Bamberg, Laibach.