^ Arettag, den 81. Mai 187S. XI. Jahrgang. MzrliM MU Die „Marburg» Zeituna« erscheint iedeu Sonntag. Mittwoch und Areitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl.. halbjährig « fl., vierteljährig 1 si. b0 kr; für Sustelluna _ins Hau» monatlich Z0 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl.» vierteljährig 2 fl. Insertion«gebahr S kr. pr. Seile. WMäröequartierung und Kafernenvau. Marburg, 30. Mai. Der Grsktzentwurf, betreffend die Militar-bcquattierung will, daß daS Hauptftreben daraus nerlchtet sei, die Gemeinden zum Bt,ue bksonderer Kasernen zu ermuntern, damit ltic Eitiquarlierung bei den Dürgsrn oder in provisorischen Gemeinde« taseenen ganz aufhöre. Diese Ermunterung könn,n die Gtsetzgeber in Wien und Pest sich ersparen. Wenn die Gemeinden in Folge eines Mc,chtsprucheS gezwungen sind, ihre Hauseigenthümer entweder durch Cm« quartierung zu beläsligkn oder aus.eigenen Mitteln Kasernen zu erbaucn, dann freilich ist eS besser, sie entscheiden sich sür^daß kleinere Uebel, für das lcßtcre — allein das Heerwrsen mit Inbegriff der Bequartierung ist Sache d.s Reichts und da« rum soU auch diefe» auf srine Kosten für die Unterbringung der Wehrmänner sorge». Die Gemeinden! Wie kommen die Gemein« den dazu, eine verfassungsgemaß und gesetzlich unbestreitbare Reichslast aus lhre Schultern zu nehmen, die ja bonahe zu schwach sind, die Bürde des natürlichen Wirkungskreises zu trogen f Diksts unglücklicht CystiM der Adwülzung — in Oester» reich so über die Maßen beliebt — ist ein Zeichen fehlenden.PflichlbewtißtseinS. ein Zeichen staats-wirthschaftlicher Berkrhrthett. Die Fltunde des Gesetzent'vurfcs heben den Geldnuprn heivor. welcher den Gkschäftsleuten der Gemeinde — und dadurch mittelbar auch dieser — aus den BedürfntfstN der Soldaten erwachst. Wenn dieser RuK?u ein bestimmender Grund ist, dann müssen wir auch die Landbevölkerung dtr Nach Aeuttleton. Ein Deutscher. Ton O. Nnppius. (Forlietzung). „Diesmal bin ich hoffentlich außer Verdacht", ries Johnson, sein halbspöttischrS Lüchcln wieder aufnehmend, „und jekt v riu^irn Sie über mein,« Boarvorraih und lassen Sie uns mit irg,nd Jemand ein vernüiflig S Puvatspiel machen!" Frost gab einrn unmnthigen Laut von sich, von dem man nicht wußte, war er ablehnend oder annehmend, und irandte sich nuch dem Büffet. Reichardt sah ihn doit zweimal „ach einanoer sein GlaS leeien. und den DcU'schen überkam rS plötzlich wie eine U"bestimmle Sorge um jenen. Er wußte nicht. b>S zu welcher Höhe der Betrüge Verlust oder Gewinn hier stetricben wurde und ob daS. waS Frost bereits verloren, als lie-deutend galt; aber er hattt die beginnende Auf^ regung deS Letzteren bemcrtt und ahnte, wie »reit diese ihn gerade an einein UnglitckStage führen könne. . Und daneben hatte Reichardt während deS barschaft inS Mitleid ziehen, denn auch diese Be» völk,rung gewinnt durch die Zahlungen der Sol-daten. Beisucht es aber nur emmal, den Nach-bargemeinden z. B. Marburgs einen Theil der Kaskrnenkosten aufzuhallen ttnd Ihr w.rdet die Wahrlzeit bald laut genug hören. WaS aber lväre das für eine wirthichaftliche Gerechtigkeit, welche in der M'tte der angeblich Verpflichteten ihre Grenz« findet? D>e fraglichen Vortheile der Kasernenstadt werden durch die Nachthelle zumal in gesundheit' lich sittlicher Beziehung, welche mit dem stehenden Hlere und seiner Bequartierung unzertrennlich verbunden sind, mehr alS aufgewogen. Braucht also der Staat Kasernen ^ und die RegierungSfreunde behaupten dies noch ent« ichiedener, als die Vertheidiger deS Gemeinde« rechts — dann möge rr sie bauen und die Mittel dazu selbst beschaffen; zu diesen Auslagen haben Gemeinden, in w'lchen Kasernen gebaut werden, nicht mehr beizutragen, als sie nach der allge. meinen Steuerpflicht trtffen kann. Die Kosten einer gemeinsamen Angelegenheit müssen gemeinsam gedeckt lverden. Boa dieser Lel)re der Etaatsivirthschast dürsen »vir keine Aus nähme dulden — auch im vorliegenden gälte «icht. Ate Auswanderung aus Htorddeutschland. Diese Auswanderung gewinnt einen^ ganz unerhörten Umfang. Hamburger Blätter, die am besten in der Lage sind, darübtr urtheilen zu tön» nen. beschäftigen sich schon seit einiger Zeit mii dieser „bifremdlichen- Erscheinung. Uad eS ist ganzen Abend« daS eigenthümlich ernste Gesicht des alten Kassirers, mit ivelchem dieser ihm da-Gcld eingehändigt, nicht aus den Gedanken bringcn können; bn jeder neuen Anzahl Ba »knotrn. we.che verloren ging, war eS Vor ihn getreten und jetzt meinte er es fast mit einem AuSdruck der Mahnung vor sich zu erbl'cken. Halb univilikurlich war er dem jungen Manne gefaljst. „Werden Sie noch länger hier bleibln, SirV" fragte er, an das Büffet treiend. „Ei. natüilich — glauben Sie. ich soll wie ein gerupft,S Huhn weggehcn?" war die Antwort. „Und doch lväre daS besser. Sir.älS luti noch h ntendrcin die Hau' abzi.hen zu lassen. Lie hl»ben ausgemachtes Unglück heute AbtNd — lassen Si-die Karten, Mr. Frost, und kommen Sie »veg mit mir!" Flvft hob plötzlich den Kopf und blickte d»m Deutschen eine Setu-ide lang scharf ins Aug,. „Hand'lii Sie virllc'cht nach einem Aufirage dtS alten Bcll. Sir?" fragte er. In Reichardt'S Gesicht schoß daS Blut; er öffnete den Mund und schloß ihi' wi.der, als ^nde er nicht sogleich eine Erividernng. .,Eitt Schlag in s Gisicht wäre mir likiier gewesen alS das!" sagte er endlich, sich tvegdrehend; im glei- in der That befremdend, daß nach einem siegreich durchgeführten Kriege, zu elner Zeit, wo alle Geschäfte blühen, wo man einer sehr guten Ernte und einer allgemein gedeihliche« Entwickelung ent-gegengsht. daß man da den heimatlichen Boden fli'ht und zivar die Bevölkerung im Norden, welche bieher daS geringste Kontingent zur Auswanderung stellte. Früher war es der Süden, namentlich Wür-temberg. welches am meisten Auswanderer lieferte; jetzt ist es der Norden und zivar der preuvische Theil, welchem man zeither die größte Vorliebe für fein engeres Vaterland zutraute. Nolh ist es nicht, was die Leute forttreibt, arme Leute können nicht auswandern, fonit wäre zur Zeit der Hungersnolh halb Ostpreußen ausgewandert. Nein, eS sind keine unbernittelten Leute, ivelche fortziehen, sondern Leute mit (ivenn auch wenig) Kapital. ES »st dirS auffallend zu einer Zeil, wo Deutschland angesehener dasteht, ivie seit lange nicht und Arbeit in Fülle vorhanden ist. In England begann die Auswanderung iu Folge der unertiörtcn Tyrannei, welche damals da» Volks drückte; in Süddeutschland unter der Reaktion der Dreißiger Jahre, in Baden i. I. 1849 und 1850. In Nordd^utschland hatte man den politischen Regungen des Südens theUnahmSlos zugesehkn, erst nach 1848 ist etwas mehr politisches Bewußtsein unter die große Maffe dcs Volkes gekommen und seitdem ist auch dort die Auswanderung in Fluß gekommen. Ein wirth-schaftlich und politisch sreieS Volk ivandert nicht aus. Es muß also auch daS Volk im Norden etwas auszusetzen haben und man tollte solche Wahrzeichen nicht vornehm übers,hen, sondern ihren Ursachen nachsorschen und dann nach Ab-tiilse su.^en. Der Hauptgrund der. steigenden AuSwande- chen Augenblicke aber fühlte er auch seinen Arm gefaßt. „Bleiben Sie, Sir, eS lvar nicht so schlimm g'Mkint l" ri s der Amerikaner mit halb unter-drückler Stimme, „ich b,n ärgerlich das ist Alles — spreche-, Sie aber auch jetzt nicht vom Geizen, wo ich zum Wenigst n dem glatten Johnson noch einen Denkz ttel a zuhängen habe." ,.W U, Sir", erwiderte Reichardt sich lang-s.m znruckivcndend. „uno gerade deshalb möchte ich Sie bittcn. mit tnir weazugeh nl" ..Aber beim —! w.lch S Interesse haben Sie denn vabci?" R ichardt faßte den Arm se neS Gesellschaf« terS und trat mit >tZM noch eine » Schritt weiter von dlN Spieltischen weg. „Sie haben mir ein-mal gesagt, Lil". tiegann er hier, dcn Blick voll in Frost's Auge ruhen lassend, ich solle Jlir Freund s in, und 0aö ist eS, ivaS mich zil Ihnen reden läßt. Ich lveiß nicht, lvie ivrit Itjre gehabten Verlaste Lie berühren, denn mir fehlt noch jeder Maßstab für die B,rhältnisse; ich lveiß aber, daß Sie schon jetzt nicht mehr kalt si"d, daß jeder ttkUt Verlust Sie nur immer ljartnäckiger machen lvird, d.is Verlorene wied.r b-izubringen. ohne darin auf eine Grenzlinie zu achten; daß Sie bei Ilirrm Heuligen Unglück nur daS Opfcr für Andere abgeben müssen, und daß sich, wenn Sie rung liegt in der Furcht vor einem abermaligen Kriege. Sehr häufig tonn man die Besorg« niß aussprechen hören, daß, nachdem Frankreich besiegt sei, „eS nun an Rußland gehen lvrrde", und manche Politiker halten dieS sogar für rint Noihlvendigkeit. Aus der andern Seite droht daS rachebrütende Frankreich; Grund genug sür die ländliche Bevölkerung, sich schon bei Zeiten in Sicherheit zu bringen. Ein tveiterrr Grund der vermehrten AuS' Wanderung mag auch die zunehmende Abneigung gegen den Militärdienst sein. Der französische Krieg hat bei fast allen Belheiligten einen gründlichen Widerwillen gegen daS Soldatenwesen erzeugt; stlbst Fachmänner haben sich in ähnlichem Sinne geäußert. Man hat sich eben überzeugt, daß eine so lange Dienstzeit nicht nöthig ist und da keine Aussicht aus Verminderung vorhanden, so entzieht man sich lieber ganz der Sache. Wir dürfen unS nicht täuschen hierüber — nicht tvirthschastliche Gründe sind eS, welche die Auswanderung veranlassen, nicht tvirthschastliche Gründe locken Hunderttausende nach Amerika, die Freiheit ist es! — Nach Rußland und dem weit näher gelegenen fruchtbaren Ungarn, die noch unermeßliche Strecken zu besiedeln haben, wandert Niemand aus — nach Amerika geht der Zug und zwar nicht nach Südamerika, fondern nach Nordamerika! Zur Geschichte des Hages. Da« namenlose Unglück, welches Böhmen durch Ueberschlvemmung getroffen, fordert zur Reichshilfe heraus. Privatmittel, und würden sie auch mit voller Hand gespendet, können hier nicht genügen, wo sich's um so Viele Millionen handelt und wo rasch gegeben lverden muß. Der Reichs» rath ist noch versammelt und zweiseln wir nicht im Geringsten, daß er und die Regierung in diesem Falle einstimmig vorgehen. Die Klerikalen in Ungarn ersüllen jetzt ihre Drohung, bei den ReichStagS-Wahlkn als Partei austreten zu wollen, und rühren sich, um ihre wenigen Kandidaten durchzusetzen. „Gruß und Aufruf an die katholtschen Wühler", so lautet eine Flugschrift, in ivelcher der Rath erheilt wird, von den Abgeordneten sich die urkundliche Ver-pftichtung geben zu laffen, daß sie gegen die bürgerliche Ehe, gegen die Volksschule und andere romschädliche Einrichtungen kämpfen werden. morgen früh mit kaltem Kopfe überschlagen werden. ein Debet sür Sie herausstellen kann, da», auf diese Weise entstanden, selbst einen John Frost zu erschrecken vermöchte. Sparen Sie, wenn einmal gespielt sein muß, Ihre Revanche auf bis zu einem glücklicheren Tage. Sir; und selbst tvenn Sie mir jetzt nicht Recht geben möchten, so thun Sie eS. um mir zu zeigen, daß die Freundschast. die Sie mir angeboten, nicht nur allein in Ihren Worten bestanden hat." „Sie sind jedenfalls ein eigenthümlicher Mensch, Reichardt". erwiderte Frost, den jungen Deutschen mit einem lächelnden Blicke betrachtend, „und ich würde sagen, die ganze Sache ist gar nicht der vielen Worte Werth, wenn sie mich nicht wieder ein Stückchen naher init Ihnen bekannt gemacht hätte. Ich soll also heute als ein ger»!pfteS Hühnchen fortgehen und mich nicht einnial nach den Federn umsehen — >veU! Sie sollen Ihren Willen haben, und die ganze Gesellschaft mag heute in GotteS Namen zum — und so tveiter. Für die Zukunft aber, wenn wir uns wieder hier treffen sollten, werde ich mit Ihnen einen ganz besonderen Kontrakt machen. Kommen Sie also!" — „Frost, was beim Donner. Sie gehen?'' sagte Johnson, dtM Angerufenen in den Weg tretend. I Antonelli hat allen Mitgliedern der Diplomatie erklärt und die Vertreter Roms beauftragt, den Rei^ierungen. bei welchen sie sich befinden. zu eröffnen, daß der Papst ein- sür allemal weder einen geistlichen Gesandten, noch einen Diplomaten empfangen kann, welcher zugleich bei ihm und bei Viktor Emanuel beglaubigt wäre, da er sonst Viele in der irrigen Ansicht bestärken würde, der Heilige Stuhl könne der weltlichen Macht entbehren. Virlmchr betrachte der Heilige Vater sich stetS alS rechtmäßigen tveltlichen und politischen Herrscher üb,r den „Kirchenstaat" und »volle als solcher von allen Höfen betrachtet sein, widrigenfalls er deren Vertretung für überflüssig halte. — Die Kurie will demnach sämmtliche Mächte der Welt zivingen, bei ihr besondere Diplomaten zu ernennen. Werden aber die Staaten diese fortwahrende lleberhebung noch lange ertragen? Bermifchte Rachrichten. (Nähmaschinen-Schulen.) In den Vereinigten Staaten von Nordamerika gründen mildthätige GeseUschasten jetzt Schulen, wo arme Kinder im Gebrauche der Nähmaschinen unterrichtet werden. (Sonntagsfeier und Eisenbahn-Di e n st.) Der Ausschuß der schweizerijchen Eisen-bahN'Jngenieure hat einen Preis auSgrschrieben sür die Beantivortung der Frage: „Wie kann bei den Eisenbahnverwaltungen die Sonnlagsruhe sür die Bahnbeamten bewerkstelligt iverden." (Verbesserung des Weines durch Elektrizität.) Dieses Verfahren hat noch Miltheilungen der „Zeilschrist deS Vereins nass^ui scher Landwirthe" sich bewahi^t. Dasselbe besteht darin, daß der elektrische Stroin durch Drähte, welche in Platten von Platin endigen, in den Wein geleitet und durch längere Zeit unterhalten wird. Die Ergebnisse dieses Versahrens lassen sich in Folgendem zusammensaff^n: Der neue Wein zeigt dieselbe Gleichartigkeit, wie ein Jahr alter, der einen oder zwei Abstiche erhalten — wird daher sofort trinkbar gemocht. Die Arbeit, tvelche das erste Jahr des Lagerns veruisacht, fälli weg und ebenso ivird der Verlust vermieden, welchen der Wein beim Lagern durch Verdunstung erleidet. Der elektrisilte Wein soll außerdem an GeschMück gewinnen und sehr haltbar sein. „Müssen das mit meinem Freunde Rei-chardt hier ausmachen," erwiderte dieser lachend. Lhne sich aufhallen zu lassen, „er will mich durchaus nicht in Ihren gefährlichen Händen wissen!" Jolinson waii» die Stirn runzelnd, zurückge-treten; ober als die b'iden Andern das Zimmer bereits verlassen, stand er noch den Blick auf die Thür geheftet und brummte zwischen den Zähnen: „Wer ist dieser Mensch eigentlich?" — XIII Die Morgendämmetung des nächsten Tages hatte sich kaum erst durch einen leicht bedeckten Himmel Bai)n gebrochen; Neichardt streckte sich noch in seinem Bette und wartete, d.lß die im Kamin ausgebauten Kohlenstücke in rechten Brand gerathen sollten, als plötzlich die Thür aussprang und John Frost mit einem lachende«: „Richtig, hier haust er!" eintrat. „Bleiben Sie liegen!" rief er. als der junge Deutsche in wortloser Ueber-raschung auffuhr, „dehnen Sie sich noch einmal Ul»d empfinden Sie. waS es heißt, ein warmes Bett zu haben; 's ist Manchem in der letzten Nacht nicht so gut geworden. Bei Gott, Rei-chardt", lachte er auf, ivenn ich Sie nicht schon lieb' gehabt hätte, so würde ich Sie von heute (Neues Bremsshstem.) Der Maschinenmeister I. Heberlein in Baiern hat ein Brems-system erfunden, welche» für den Fahrdienst, wie für die Fahrilcherheit auf den Eisenbalznen höchst wichtig ist. Dieses System legt die wirkende Kraft in die Achse und kann sowohl von der Maschine, als vom Zugsbremser aus durch einfache Anziehung der BremSleitung in sofortige Wirksamkeit gesetzt werden. Schon vor sechSzehn Jahren begann der verdienstvolle Erfi?»der sich mit dieser Idee zll beschäftigen, und «Venn ein guter Theil dieser Zeit von den unausgesetzten Studien und Versuchen deS Mannes in Anspruch genommen lvae. so trügt der Umstand, daß .der alte Satz „kein Phrophet gilt in seinem Vaterlande" sich auch da bestätigen sollte, auch mit Schuld, vaß die Er-findung erst nach so langen Jahren der Praxis übkrgel»en weiden konnte. War es doch erst vor ein ein paar Jahren möglich, an einem vollständigen Zuge die ersten Versuche zu machen, und zwar geschah die« auf der Elifabeth'Westbahn, nicht aus der baierischen Staatsbahn. Nach dem Kriege sind von der Verivaltung der letz^enannten Bahn umsasscnde Versuche angestellt ivorden. tvelche sich vollständig bewährt haben; es ist auch bereits ein Zug zwischen München und Kufstein mit dieser Bremsvorrichtung versehen. Der entscheidende Schritt, die Angelegenheit zum Gemeingut des Weltverkehrs zu machen, ist in dtesem Augenblick geschehen, da eine englische Gesellschaft dem Gr-sinder seine Patentrechte für Großbritannien um einen sehr hohen Preis abgekauft und von diesem die Besugniß erhalten, die Patente für ihn in Frankreich, Rußland, Amerika zc. zu erwerben, während sich H.berlein die Verwerthung feines Unternlhmens in den deutschen Staatei» und Oeslerreich-Ungarn ausbedungen. (Die Jesuiten in Innsbruck.) AuS der Hauptstadt Tirols wird der „N. Fe. Presse" geschrieben: „Bekanntlich läuft in kürzester Frist der Pachtvertrag der Jesuiten mit der Regierung ab, ivelche der Gesellschast Jesu in unbegreiflicher Weise die Erziehung der jungen Theologen überantivortet hat. Was die Jesuiten aus der Jnnsbrucker Fakultät gemacht, haben Sie lviederholt in Ihrem Blatte erörtert. Der Minister glaubte nun Gott iveiß ivie schlau zu handeln, ivenn er den Jesuiten den Antrag stellte, die öfter-reichijchkn Staatsgrundgesttze zu beschwören und dem Staate die oberste Leitung und Kontrole des Untelrichtes zu überlassen. Er mochte überzeugt sein, vaß die Jesuiten die vom Papste in an in mein Herz schließen — so eine Teufels-gesch'chte!" „Ader sagen Sie doch um Gotteswillen, was mir die Ehre verschafft. Sie in meiner Hütte zu sehen", b gann Reichardt, „jetzt, wo kaum erst Milch- und Bäckerwagen ihre Besuche ma« chen. „Sollen Alles hören, Sir! bleiben Sie nur in Ihrer Ruhe, und »verde 'S mir auch so lie-quem machcn, als eS sich thun läßt," erwiderte der junge Amerikaner, sich einen Stuhl zum Feuer ziehend und sich langsam eine Ciaarre an-brenend; „Die Sache ist einfach d>e, Sir, daß ich soeben von der Polizeistation komme, wo ich unsern Freund Johnson nebst fünf oder sechs Andern rekognoS^iit Hab. Unser kleines Zimmer im Astorhauie ist letzte Nucht. etwa zwei Stunden, nachdem Sie mich von dort ivegezogen. von d»r Polizei überrumpelt, — die gan^e Gesellschaft aber ausgehoben und nach dem Stations-gebüude abiekührt worden. ES muß ein ganz ungeheurer Verrath stattgefunden haben, mag der Teufel wissen, durch wcn. Der Polizei-Kapt'n hat den Schlag und daS Paßlvort gettabt, und der Hintere AuSgang. zu dem nur Wenige den Weg von außen wissen, itt so besetzt gewesen, daß die armen KerlS die Ratte im Sack haben spielen muffen. — Fortsetzung solgt. seiner Allokutlo« „fluchwürdig" genannten Vesetze niemals beschwören, sich dem Staate teineSfall» unterwerfen würdtn. Aber drr Jtsuitkngenkral hat den Minister überlistet. Er nimmt alle Forderungen der Regierung an. Der Minister sieht sich nun in seinem eigenen Netze gefangen. Bei den Schicksalen, welche den Orden getroffen, begreifen wir die Konzession de» Generals set»r wol»l. Die RektorSwahl. mit welcher die Birilstimme im Landtage zusammenhängt, steht vor der Thür." (Gesundheitspflege der Schuljugend.) Der ärztliche Verein in Wiesbaden erbietet sich, unentgeltlich an Aerzte und ärztliche Bereine Fragebogen abzugeben, in lvelchea über die Luft- und Llchtverhältniffe der Schulen, dle Anzatil und Art der Sitzbäute. die gcistige An-stren»,ung der Schiller, über Turnen, Kirchenbe» such. Strafen, Trinkwaffer und Aborte dei Schul n kurz berichtet wild. Möchten recht viele derartige Bereine diesen Beispiele folgen und möchten recht viele Aerzte sich ver geringen Mühe unterziehen, solche Fragebog'N auszusülleu. Es handelt sich allwürts um eine wichtige AngelettenheU, um die Gesundheit unserer lernendea Jugend. Marburger Berichte (W e i n b a u v e r e t n i n R a n n.) Aus Beranlaffung des Herrn Dr. I. Mulls HU in Rann eine zahlreiche Versammlung von Weinbauern stattgesunden. bthusS Gründung eines Weinbauvereivs. Nachdem man die Herrenz Baron Alfred MoSton zum Obmnnn, Gustav del Eott zum Obmann-Stkllvertretrr. Dr. Mullt zum Schriftführer, Högelsiierger, Ianejchih und Romm zu Mitgliedern deS Gründunilsausschuss s gewühlt, wurden die Satzungen berathen uns angenommen und der Statthaltern zur Bescheini« gung übersandt. Der Verein tvird den NamkN „Weinbauverein des Save- und Sotta ThaltS" führen. ^(Lehrerve re i n in Wi nd i s ch-Fe ist ritz.) Am 23. Mai wurde zu Wii disch-Fkistritz im Saale der Bezirksvertretung die koastitulrende Versammlung des Lthretvereins obj^ehalten. Die Lrh er aus dem Bezirke ivaren so zahlreich erschienen, wie man im Vertrauen auf ihre fortschriitlichc Gesinnung zuversichtlich gehofft; auch Lehrer aus andern Bezirken und Schulfreunde hatten sich eingefunden. Herr Fianz Windisch, Obmann des Gründungsausfchusses, eröffnete die Bkrsanimlung mit einer feierlichen Anreise; «r begrüßte die Theilnehmer, sprach über die Wichli.tkeit deS Ver eins und über die Rothlvendigkeit dcS Beitrittes. Herr Profeffor Dominkusch aus Marburg hielt dann einen Vortrag üt!er GeisteSsrische; er fühlte die bewunderungSwürditjsicn Beispiele auS allen Zeiten. Alussen und B rufsartlN an und ivies nach, daß nlimentltch die L hrerfchaft sich die Frische drs Geistes bewahren müsse, um ihrer schweren Aufgabe gerecht iverven zu können. Nachdem die Wihl deS leitenden Aueschus-seS vorgei^ommc« und die Tagesordnung für die nächste Vtisammlung festt^rfrtzt ivordeu. f(,nd da» Festmahl stalt. g«würzt von Trinkspiüchin und fröhlichen Liedern. (Tu r n e r d a n k.) „Den ivackeren Beiiiohnern der Stadt Cilli" ist vom Turnraih deS La-bt^chrr Turnvereins solj^endes Schreibrn gisandt ivorden : „Ein rechtes F'ühllnMissest zu feiern, voll Fi oh-sinn und un^iuiüvter Fr, herzlichen Danksagen. Gleich gistgeschmolleneltklöten überschütten sie Euch jetzt mit Geiser, aber achtet dessen nicht. Ihr habt echt deiitsche'Sitte hoch ge« Halter», echt deutsche Gaslfreundichaft geübt, dafür aus dankbarem Herzen „Gut Heil!" Euch". V/(Zum Feuerschaden in Zirkovetz.) Der Gesammtschaden. welchen daS Feu'-r in Zir, kooetz verursacht, ist nun ermittelt und beträtet 66.080 st ; fiinfunddreißig Familien sind obdachlos geworden uud befinden sich in der traurigsten Lage. Zur Linderung der Noth ist von der Statt-h.llterei eine Sammlung im ganzen Lande bewilligt worden. (Gegen den Hagelschlag.) Die „All. gemeine Elementarversicherun^iS-Aktienbank' in Wien veri'ichert Bodenerzeugnisie jeder A't ge^^en Hagelschlai^; die hiesi^ze Agentur ist dem Inhaber des Dilnitmanninstitutes. Herrn Anton Hoinigg. übertrogen. (Erziehungshaus in Straß.) In weiterer Durchführung drr Reformen, betr.ffcnr» die Einrichtung der Militär Bildunt^sanstalten. wird auch daS Ob'k'EziehungShauS in Straß nach und nach ausgelassen und joll daSsUbe für 1t^72/1873 mit einem zweiten Ä hrgang, zwei drillen und einem vierten fortbestehen. (Physikalische Soireen des Herrn Ch. L'Arbre.) Der erste Abend ^Mittwoch) erfreute sich eines zahlreichen Besuches und lver, den die Leistungen sehr gerühmt. Morgen und am Sonntag finden noch Vorstellungen mit neuem Programme statt. (Wanderlehrer der Turnkunst.) Voriges Jahr wurde in Marburg der Antrag gestellt, eö möge der Gauverband einen Wanver» lehrer ernennen, welcher in kleineren Orten den Betrieb deS TurnenS nach allgemein glltigen Grundsätzen einijchien soll, damit namentlich die Lehrer auf dem Lande über neue praktische Ein-sührungrn stets in Kenntniß g,s.tzt werden. Dieser Antrag dürfte auf dem nächsten Gautage in Graz (Juni d. I.) zum Beschluß erhoben tverden. Letzte Vost. Der Bezir?sau»sck»uß »o« Einsenerz hat beschlossen, die Negierung um Fortweihung der Jesuiten zu ersuchen. Die preußische Regierung hat den Armee-bischof wegen Verletzung von Staatsrechten und Dienstpflicht seines Amtes enthoben. Vom schweizerischen Nationalrath und und vom GtSnderath ist die Botschaft des BundesratheH, detreffend die Abstimmung itder die Aerfassung ohne Verhandlung und einstimmig genehmigt worden. In Spanien stnd republikanische Mitglieder der Volksvertretung von Varteige nossen ersucht worden, die Versetzung des Mi« nisteriums Sagasta in den Anklagestand zu verlangen. Wom Wüchertisch. „Diraeavaicr von Sitiermari»". Her Verein zur Hebung der Bienenzucht in Graz gibt unter dem Titel ^Bi nenvater von Steiermart" Hefte hertiuS. deren Jnh ilt für Luid» wirthe und Alle, die sich mit Bienenzucht befaffen, viel B'lkhl^ung und Anregung bietet. Wir finden dl, den Ent'i'urf eineS Gesetzes zum Schutze der Bienrnzucht s.immt ^^^e»utachtunl^, eine Al'handlung über ktönit^innenzüchtung und eine über die U'^ti,rwinterung der Bienen, ivelche in den ri>iz''ln'n Atischniite» : ..Witttrrl.is^ee, W'n» t kv0iratli.Volfsst.irkc. Luft. W.,ss r. Rulle, Schat-ien. F hier bei d.r Ueberwinterung", geeignet ist rnanch.tt Vien.nstand vor Schaden zu bewahren. Im Ganzen ivird daraus l»in^e.nbeit't. den alt n ^-chltndrian des sogenaiinteu „NaturkaueS" zu blsel>l.,en und eine Bienenziiä^t ein^uftihren. deren Hebung für den Woh!st.uio mancher Bezirke von Bedeutung. Es iväre sehr zu tvünschen. daß daS schöne Bestreben d,S BereinS nicht nur Aorrkrununq in der Presse und in lanc>ivirlhschaftlichen Vereinen fände, sondern daß die gutgemeinten Winke, wenn sie auch .Neuerungen" empfchlen, von Bienen-^chtern berücksichtigt und die ertheilten guten Rathschläge benützt und verwerthet würden. In dieser Absicht zunächst empslhlen wir den „Bienen-Vater von Sleiermark". AllgtMtint /amiiitll >Ztii«ag, ^ahegallg 1872. (Verlag: Hermann Schönlein in Stuttgart.) JnhaltSverzeichniß von Nr. 33. Text: Philosoph und Dichter. Novelle von Ernst Eckstein. — Die TeustlSkanzkl. Novelle von Ulrich Graf Baudissin. (Schluß) — Nur ein Frosch. Von Paul Kummer. — Die Venus von Murany. Historische Navelle von Sacher-Masoch. — A?'am Riese. Der große Rechen-meisler. Skizz'nblatt von G. H. — Professor Hugo v. Mohl. — Der Einziang deS Vati« kanS. — In einer baieisiien Bierbrauerei. — Die Festlichkeiten der 300jahrlg«'n Gedächtnißfeier deS Beginns deS niederländischen UnabtzängigkeitS-kriegS. — Aus Spanien. —> Die neuesten Mo» den. II. — Viktor Ltfrane. französischer Minister deS Innern. — Herr v. Goulard. französischer Finanzminister. — DaS schlvache Geschlecht. Ein modernes Märchen von L. K. v.Koblenegg (Poly Henrion). (Fortsetzung.) — Aus Natur und Leben. — Chronik der G genw.»rt. — Ein Logo-gryph als Sonett. — Bilder Räthsel. — Offene Korrespondenz. Illustrationen: Professor Hugo v. Mohl. — Die Pforte deS Vatikans zu Rom. — Musikanten in einer bairischen Brauerei. — Wilhelm I. von Oranien. — Stadt und Hafen Briel im Jahre lö72. — Die Grundstein-Let^ung zu dem der Erinnerung an die l,ol!ändisch.n FreiheitS-kriege gewidmeten D nkmal. — lleberfall des Eisenbahnzu^zes von Sevilla nach Cordova durch Räuber zivischen BaldepenaS und ManzanareS. — Die neuesten Moden 1872. — Viktor Lefranc, de Goulurd. Minister der französischen Republik. Straßenbau- s AusfchreibllNA. Zu Folge Verordnung des steierm. LandeS-AusschuffcS vom 18 Mai 1872 Zahl 4910 wird die mit 20086 fl. 17 kr. veranschlagte Herstes» lung einer Bahnhof-Zufahrtftras?e nebst Gehweg zu der neu zu errichtenden Südbahnstation Windisch'Feistritz im Offertwege hintangegeben und können die betreffenden Baupläne, die Kostenberechnungen. sowie die OffertS- und Baubedingnisse ivährend der gewöhnlichen Amtsstundcn hier-amtS eingesehen iverden. Die mit der vorschriftsmäßigen Stempelmarke versehenen Offerte haben den Vor- und Zunamen, den Wohnort u'd Charakter des Offerenten, dann den Pnz nten Nachlaß in Worten und Zahlen deutlich auSg. drückt und die Bestätigung von der Kenntniß der Baubedingnisie zu enthalten und sind bis längstens S. Juni l. I. bei d m L 'ndes Bauamte in Graz zu Hand n des Landes-B.ludirektorS zu überreichen oder portofrei einzusenden. Den hieramt^ überreicht werdenden Offerten ist der Erlagichein über das bei der LandesfondS-k'.ss eilcgte Vad um beizuschli^ß n; w rd aber das Offert vr. Post eingese. d t, so ist d-mselden das Vadium selott anzuschlieven und der Werth brtr.g außen svez alisir anzufaliren. Dieses V^d um beträ t 2000 fl. und kann ent'veder in Bac» em. od r in Staatspapieren nach dem EourSwerlhe berechne», oder in Sparkasse-bücheln e,l gt weedcn. Anf der Avrrßse te hat daS Offert die Aufschrift: „Offert füe Herstellun,^ der Baljnhofzu-fah tstraße bei Windisch-Feistritz" zu erhalten. Lan^''es Bauamt Graz, am 23. Mai 1872. Angekommette in Marburg. „Stadt Meran." Vom 25.—28. Mni. Die Herren: Kremi, Ingenieur, Verona. Titlbach. k^^l. Stifttadministr., Dresden. Troger, Agent, Peggau. Wolf, Fabrik., Wien. Ribarz, Steuerbmt., TarviS. Langer, Korpor., Pancsova. — Fran Jahn, ArztenSgattin, Kraßlau. Anzeige. (445 Die Unterzeichneten beehren sich, dem ?. 1. geehrten Publikum und der löblichen Garnison anzuzeigen, daß sie mit Bewilligung deS löbl. StadtamteS Marburs^ ddo. 18. Mai l. I. Zahl 3132. auf hiesigem Platze regelmäßige /ahrtkll mit Fiaker (Comsortablts) am S. Juni d. I. eröffnen werden, welche aus nachstellenden Plaßen täglich von 7 Uhr Früh bis '9 Uhr AbendS zur gefälligen Berfügung aus« gestellt stin werden. I. Vor dem Magistrate. II. „ „ Hotel „Stadt Wien". Die ergcbenst Gefertigten geben sich der an- genehmkn Hoffnung hin. diestS ihr Unternehmen vom hiesigen geehrten Publikum und der löbl. Garnison durch häufige Benützung auf's Beste gefördert zu selzen, und versprechen dieselben sowohl in Hinsicht der gkwählten Wägen, als auch guten Pserde. vollkommen allen Wünschen nach-zukommen, in »velcher Entgkgensehung sich solche hochachtungsvoll empfehlen. Marburg am 31. Mai 1872. __A. Wernig Sl A. Furla». Milchverkauf. In der Landes Obst- und Weinbauschult bei Marburg können vom 27. d.M. an täglich eirca 6 Maß gute frische Milch abt^egebrn werden. Auch ist daselbst ein 14 Tage altes Kalb zu verkaufen. (332 Näheres in dcr Kanzlei der Weinbauschule. Eine (444 ApyereiVaartv-Hllndlllng in Hraz, ln Mitte der Stadt, auf gutem Posten, im besten Betriebe, ist tvkgen Kränklichkeit zu verkaufen und ehestens zu übervehmen. Erforderliches Ka. pital für Geschäfts-Ablösung und Waarenlager beiläufig 3000 fi. Anträge unter Chiffre ?. in der Expedition dieses Blatte?. Eilt Ntllsllndländtr Hund, 8 Monate alt, ist zu verkaufen. Anzufragen in Frau Kupferschmidt'S Weingarten zu GamS. (443 Eine Laudrealitiit in Gerftdorf bei Zellnitz a/D. mit 30 Joch Acker, Wieselt, Wald und Obstgarten, einem neu erbauten Wohichause mit 4 Zimmern. Sparherd, küche und Speise, nebst 2 großen Kellern, für ein WirthSgeschäft gut postirt, dann WirthschaftS. gebäude mit 2 glwölbten Vi hstalluugen auf 20 Stück Hornvieh, Borstelivirhst.'llung nebst Küche, ebenfalls neu erb^t. ist wegen Familienverhältnissen unter günstigen ZahlungSbedingnissen zu verkaufen oder auf mehrere Jahre zu verpachten. Nähere Auskunft erthcilt der Eigentlzümcr mündlich oder schriftlich. (440 Barth. Stübler, Post ZellniK a/D. V0V llsrröuklÄäßril 254 Iivi Die der Mener Lommissions Vank 4, emittirt auf nachstehend verzeichnete Losgruppcn. und sind diese Zusammenstellungen schon aus dem Grunde zu den Vortheilhaftcsten zu zählen, da jedem Inhaber eines solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten tvild, säinmtliche Haupt- und Nebentrcffer allein zu machen, und außerdem ein Zinsenerträgniß von 39 «sranks in gold und ss. in Rankttoten zu genießen. arvppo (Jährlich 16 Ziehunge«.) A /ö. — s?'/iäÄ /eck»' /o/aenc/e ^ /.ose/ I äpvro I8L0vr N. Klaatslo». H>>upttrtfi>r fl. Zvo.OtXI, mit Rückkauftpiämie der ft'zojiinkn Scrie ö W. st. «»). I Apore. Il»is türk. 300 k^res. Kt»»tslos. Hauvltreffer «00 000, 300.000 Franks .ss-kiiv Gold. 1 Uvr^oxl. krsunseli^viKor 80 Vtlnler-I^os. Havpltrcffer 80.000 Thaler obne jeden Abzug. I Ivnsdruker (Viroler) I^os. H.,upitrcsser fl. ZN.VV». Krupps v. (Jährlich 13 Ziehullgen.) 6. — ckeT* LT'/tä/i /ec/e?' 1 Apvro. türk^. 3l)V k^rvls. Ktaatslos. Haupttreffer 600 000, 300.000 Franks effektiv Gold. I llersvAl. kraunseltHveiKvr TV Vlialvr-I^os. Htiupltrsffrr 80.000 Thalcr ohne jeden Abzug. 1 8asd8vU-AIeiNKNKHN»I^V8. Haupttreffer 45.000, 15.000 südd. W. lverdcn prompt und auch gegen Nachnahme effektuirt. — .Verden nach jeder Ziehung sranko - gratis versendet. ^288 K. gos-Fahuayt?r. ). «. Popp'ß I VexelAkilisetKes 2!»l»npulver. Es reinigt die Zähne derart, daß durch de ffen täglichen Gebrauch nicht nur der getröhnlich ^ last iae Zal,nstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. ^ Preis pr. Schachtel KS kr. ö. W. ^3l ! K. ». Hof.F«h««yt Ar. I. ». Popp', ! ^ii»tIleriu»AIuviI«^»sser! da» sicherste Mittel zur Gesnnderhaltung der Söhne und des Zahnfleische», sowie zur Heilung von Mund-und Zahnkrankheiten, empfehlen besten» die Depot» in: ! 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Dezember 1871 zu Kumen ohne Testament verstoibenen GrundbefiPerS Michael Wutschag vulgo Perschel eine Forderung m stellen haben, aufgefordert, zur Anmeldung und Darthuung ihrer Ansprüche am SS. Juni 1872 Vormittags 9 Uhr in der Kanzlei deS k. k. Notars Ludtvig von Bitterl in Marburg. Stadt. Schulgasse H-Nr. 120, als zur Berlaßabhandlung bestellten Gerichtskommissärs, zu erscheinen oder bis dahin ihre Gesuche schriftlich zu überreichen, widrigenS denselben an die Vcrlassenschaft, wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft ivürde. kein tveiterer Anspruch zustünde, als in« soserne ihnen ein Pfandrecht gebührt. Marburg am 18. Mai 1872. (428 ^ii«vvrlL»«L äes voa (401 Hardurz, Lerrenxassv. Eilt Masellinenheizer findet sogleich Aufnahme in der Bnnierei des Th. Götz. Weingarten-Verkauf. Elne schöne Weingartrealität bei GamS, eine halbe Stunde von Atarburg entfernt, mit 24 Joch 256 Qkl. Flächenmaß, d.irunter 7 Joch Rebengrund und 13'/« Joch schlagbarer Wald, mit schönem Herrenhaus, Preßgebäude und Winzerhaus, wird unter billigen Zahlungsbediognissen aus freier Hand verkauft. Auskunft ertlicitt Herr Dr. Heinrich Lorber. Advokat in Marburg, Burggass. (442 verantwortliche Vtedaktion, Druck und Verlag ron Eduard Ianschitz in Marburg. Eiscnbahn-Fahrordnung. Marburq. Gemischte Attge. Bon Trieft nach Müezz Uschlag: Ankunft II Uhr 58 Miu. Mittat^. Abfahrt 12 Uhr 20 Min. Rachmitt.,«. Dou Mürzzu schlag nach Trieft: Ankunft 1 Ulir 51 Min. Nachmillaa. Abfahrt 2 Uhr 20 Min. Rachmittag. Stärntner-Züge. Abfahrt: Von Marburg nach FranzenSfeste: S Uhr Rachmittag. Von Marburg nach Villach: 8 Uhr 45 Min. Vormittag. Ankunft: Von Franzensfeste nach Marburg: 12 Ul,r S M. Nachm. Von Aillach nach Marburg: 6 Uhr S2 Min. Nachmittag. 2. dl. lSt. U.