?oRa!m» . ,Gch»Wckw»i. V»chöU»M«O^ M«UiHO«» 8»ket«eV MG' «dmtntltrattini derZettuna: IorÄteWz »lica 4 tn LMiljana «td Matelie, in »G Vlockner u. Masse. mGr» tUktenreich.Nefteig«^ ^»trag'.tnVte» vet allm Ritzet» qenannah»»-kt?llen. A. 2SZ ?ttlttwoch. den «. November 1922 d2. savrs. -k. G Mari bor, 7. November, s Ein namhafter österreichischer Publizist hat vor geraumer Zeit sie interessante Frage angeschnitten: Politiker ober Wirtschasts-führer? Ä)er Autor stützt sein attuellrs Thema auf sochtlche Argnnlente uno meint, eine normale Entwicklung !>er gegenwärtigen VoltÄuirtscha^t sei in gewisser Hmsicht von der Voraussetzung avliängig, daß Staatsgeschäfte nicht ausschließlict) vi>n erbärmlichen Parteipolitikcrn geleitet werden, sondern von bexfabten, wiüencjtarlen Atännern aus dem hastigen Getriebe unserer modernen Wirtschaft. Der Gedante ist zw^-ifellos aller Beachtung wert. Es gibt zwar VöUer, die so starke Indwidualitäten aus wlrtjchastlichem Gebiet, wie 5. B. Ratti?nau, lKtinnes, in ihrer Mitte ni'cht auitvelsen können, jedenfalls aber ist die Anregung g<:ignet, neue (bedanken, neue Zujammcnhänge aufzulösen. Vor alleni ergibt sich die Kardinalfrage: (^rbt es heutznta^' in der Wirtschaitswelt noch Männer, die ..^itand«; wären, ihre So«.-gen abzulenken von ihren eigenen Betrieben, um sie dem zu erstrebenden (^emeimvohl dienlich zu machen? Wird es nicht in den seltensten Fällen möglich sein, einen Mann zu finden, der in seinem Charakter Pflichtge-fichl und GMissenhastistkeit aufzuweisen ver-Nlag? Und dann die Gegensätze in den Lebensanschauungen! Die sozialistische Idee ist unvereinbar mit den Grundsätzen de merkantilen Liberalismus. Nur ein Ralhenau hat eS verstanden, in Würdi^gung sozialer Momente , mit kräftigem ^^lrm die Volks-wirt/schaft des überwiegend fozialistifchen Reich<'s vorbeifiuführen an den Schluchten und Klüften vorzeitigen Niederganges. WaS in dem industriellen Deutschland als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, ist in einem Agrarland von geringerer Bedeutung. So läßt sich deiln der erwähnte Leitsatz nur in ausgesprochenen Industriestaaten anwenden. Für die Ällq'emeinheit bleibt dieser Gedanke nur Zukunftsmusik. Und doch lieste sich eine Parallelc' ziehen, die dem Wirklichen gar nicht ferne liegt. Es ist die Frage: Pelitilcr Stnotömsimier?! Unser Land ist überreich an Politikern aller Farben und Schattierungen, es fehlen uns aber wirkliche Staatsmänner. Wir haben ein Parlan^ent, aber keinen Parlamentarismus. Alle, vom Abgc'ordnewn bis zum Minister, tragen parteipolitische Brillen, und es hat in dieslm vier Iahren nicht eine einzi>ge Fra-sfe gegeben, die nicht von parteipolitischen Interessen aiisqehc'nd diktiert od<:r bekämpft worden wäre. Nicht das Interesse des Staate?, des Ganzen, des Volkes, war ausschlaggebend, sondern der Machtspruch eines Häus-leins von ParteiMvern DaS Urteil wurde in den meisten Fällen, jeglicher Aktivität entblößt, zu einem Vorurteil herabdegradiert und ist gewöhnlich erst dann, wenn es sen-sMonell genug schien, um die Gemüber zu erhitzen, in die politische Arena hineingeschleudert wort'en. Brennende T-agessragen sind auf solche Art ihrer Daseinsberechtigung beraubt worden. Anstatt eingehender Erör-temnsi so!^ialer und wirtschaftlicher Fragen ffab es Phrasendnisch, Tendenzreden und staatsrechtliche Auseiuandersetznngc'n. Dieie-nrgM Vertreter des Vol'kes, die den Ernst ihrer Benchmg Mlten, waren in eine Leere verseht; es fehlte die Hand eines Staatsmannes. einer Autorität, eineS überragenden Individuums.^ Pasiö war nie Staatsnmnn; er war von jeher nur ein schlauer Politiker, >der so manchen Erfolg dem Spiel des Zufalls zu tierdanken hatte. Konservativ bis in die Knochen, alt und gebrechlich, M lel^nZ-mÄde, um an daS Wohl des Staates denken zu können, aebört die sonst ehrwürdige Gestalt schon längst nicht mehr in das Fanteuil Die kemaNstische?t»g«emng In Konstantlnopel. Telegramm der „Marburger Zeitung*. Konstantinopel« 6. November. Refet Pa ß emes Mini^sterpräsidenten. Mr brauchen ^ scha hat den tilrkischen Senat abgeschafft. meldet aus Konstantinopel: In Stambul Konstantinopel, 6. November. Die Mini- in Skutari kam es zu stürmischen Kund- sterien n>erden als au'fgelöst angesehen. Die Labungen, wobei es auch Tote und Berwun- Rechtsprechung wird im Namen der An- det^ gegeben haben soll. Türkische Gendar- gorer. Nach Meldllnaen d'ie türkischen Teilnehmer schießen müssen, aus Konstantinopel erklärte der neue kema- Die „Times" melden aus Konstantinopel, listesche Gouverneur von Konstantinopel, daß bei den Kundgebungen Schumhrufe auf Reset Pascha, die Türken würden das Ab- ben Sultan ausgebracht worden seien. Die kommen von Mudania nicht antasten. Sie interalliierte Polizei war ge^vungen, eine anerkennen die alliierte Besetzung, lehnen beträchtliche Menschenmenge daran zu hin-aber jede Einmischung der Alliierten in die dl?rn, die nach Pera führende Brücke zu pasinneren türkischen Angelegercheiten ab. Der sieren. Sechs Personen sollen getötet worden Verwaltungsrat des Vilajets Konstantinopel sein. Nach demselben Matte hat kemalistische und die Kommandanten der Gendarulerie Mili^ Bergaz und zahlreiche andere Punkte und der Polizei haben der Negierung Treue in der neutralen Zone besetzt. gelobt und beschlossen, der Nationalversamm- Konstantinopel, L. November. Eine Note lung zu gehorchen. Oberkommissäre der Alliierten erklärte, nen Mann, der die staatsmännischen s schalten eines Dr. Benes befi^ Einen London, si. November. Das Reuterburo. Staatsmaml, der die Sendung ul^eres Bot, kes mit klarem Blick ins Auge fassen würde. Wird die kommende Generation so glücklich sein, einen Staatsmmm an der Spitze des Landes zn ^ehsn? Das ist eben Z« kunftsmuisit. Smvfindlich?etten. Die Abstinenz der Muselmanen ml!> selbst der regierungsfreundlichen Gruppe Maglaj^ liü mit ihren Ministern Mi-loviä «nd Ome-^ rovi^ von der Kumanovofeier hat in den Reihen der Regierungsparteien emen so Peinlichen Eindruck hervorgerufen, daß ötet uach in ihrer Poesie in Begleitm^ einer «M herben Kritik zum Ausdruck kam. Zu diesen Vorwürfen hat das Organ bei; Ulnselmani'schen Organisati-on im wesNM, chen wie so^t Stellung genommen: ,LedeS Volk feiert gewisse, besonders ersolgreir^ ikr«, eignisse aus seiner Vergangenheit. Eelbstver« London, 6. Novem^r. Der Konstantlnop- Generäle seien fest entschlossen, gegen- ständlich können dies nur solche Greigmsie l?r Berichterstatter des „>t^atlh Expreß innerpolitisch-en Ereignissen in der l^^in, die sich in lder Erinnerung und im G« schreibt, dasz sich in Konstantinopel ein be- Tüvöei strikte Neutralität zu bewahren. Sie MlUeben des ganzen Volkes festgewurzelt lvaffneter Zufammenstosi zwischen der briti- x.alten sich an die ihnen obliegenden Aufga-schen Militärpolizei und türkiscl>en Demon^ h^n, das Abkommen von Mudania zur Austranken ereignet habe. Die Türken hätten y^ndung zu bringen und Ordnung ,'nd Si-dabei leichte Verluste erlitten. Bor der So- rl>erhoit in den von den Alliierten besetzten fien-Moschee und in anderen Vierteln Kon- ^^en ausrecht zu erhalten. stantinopels seien türkische nationalistische Klmdgebungen veranstaltet worden. In der London, 7. November. Wie das Reuter- Nacht seien Banden von Manifestanten in biiro meldet, seien gegenwärtig die drei Al- das europärsche Viertel von Zera eingedrun- liierten bezüglich der durch die kemalistische gen, um gegen die Fremden zu dem'onfttie- Forderung nach Ränmung Konstantinopels ren. Die Demonstranten trugen Fahnen und geschaffene Lage in Unterhandlungen. Nach Bilder Kemal Paschas. Nach Blättermeldun- Berichten ims Konstantinopel fanden dort gen ist die Lage in Konstantini^pel zweifellos keine Kämpfe statt. D1^ Abdanwng V?s GuNan«. Telegramm der .Marburger Zeitung". Konstantinope!, 6. November. Der frühere berichtet wird, habe der Sultan die Stadt Großvesier Tewfik Pascha erklärte einem zu verlassen gesucht, doch sei er von der Be-Verichtcrstatter gegenüber, dasz der Sultan völkerung daran gehindert worden. über die gegenwärtige Lage sehr betrübt ^ei Konstantinopel, «. November. Der Ver haben, und ebenso seltbstverstünd'lich ip ^ wenn von einer solchen Feier alle Elemente ausgeschll-ossen werden, die durch ihre Anw« sen'heit die Gefühle d^ Feiernden oder auch einer ihrer Gruppen verletzen oder 'den klang des Festes stören könnten. ^ Von diesem Gesichtspunkte aus wikb tioA Fernbleiben der M^elmanen von der manovoseier vielleic^ verständlich. Scho« das Programm für die Feier, besonders ld^ seil erster Terl, mrt seine:» kirchtich vektAiv^ sen Einschloß tonnte ans d»ie Muselmane« und Andersgläubigen nicht anzichend wir« fen. Bei einer nationalen Feier, wo fich dl» Nation zu verschiedenen Religionen bekenn^ muß vor allem das religiöse Moment anSgo» schaltet werden. An einer Feier mit so auG» Mprochen religiösem Cchavakter teilizumchq nlen, w-ie <"S die Knnranovofeier war, HLÄS von den Muselmanen eiTie heuchlerischs Selbstverleugnung gefordert, diie ihrem ga« und nicht die Absicht habe, abzudanken. Da j^reter der Regierung von Angora hat den ^ zen Wesen widerspricht «r Müc-l-gt sei. wümck)e er. sich vor d-r N^ .micrtm Obcrkommissärcn eine zweite N°te! Grund.di« MMmm«. tivn z» rcchtfertmen. In natwimlisttch^ "bcrrcicht, worin er erllärt, dnß die Krieqz- ihrem Beschlnfle zur AMnm, bchüitt-, sire.skn glaubt man cdock!. da^! d». aller Nationalitäten um die Ermäch- der Erkennwis, daß mit diese», i« dt« kung des Sultans bevorstehe^ WM Passierm der Meereniien ansu- s^Iveve Zelt, in der :^r leben, gm Mcht hi, Paris, Noyeniber. Der Sonderberttht- wen und im Hafen für die neue Regierung neinpassenden Parade nur die auif^egten erftatter deS Petit Pari^-'en" berichtet aus den Salut a'b.ieben müßten. In einer weite- (^^^^ster betäubt lmd abgelenkt werden soll^ Konstantinopel, der Silltan weigere sich, den ren Note wird der Betrieb der l^isenbahnen dem gegenwärtigen, du^ans mor^ if abzulegen, und erkläre, das', er durch den Staat verlangt. Bisher liegt keine Regime zu neuem'Manzo M ve^ )igungen durch die Presse von An- Nachricht ü'ber die Abdankung des Sultans „nd seine Lebensdauer m verlAmern."^ Titel Kal der Beleidigungen gora überdrüssig sei nnd daß er d-as Land vor. Man glaubt aber, daß die britischen Be verlassen wolle, um sich nach Indien zu be- Hörden Maßnahmen ^nl Schutze des Sul- geben, wo die Mohammedaner für ihn große tans und des Kronprinzen treffen werden. Achtung hegen. Paris, 6. November. „Petit Parisien" i Paris, November. Die ^lgenee Havas meldet aus Kunstantinopel, der Sultan hät- ' meldet aus Bern: Wie aus Konstantinopel te die ^lbsicht, nach Indien abzureisen. Dle kemalistische Regleruny und die fremden Kriegsschiffe. T?leqramm de? „Mar^'nrq-r !^e!tung". ZM. Beograd, 7. November. Der Vertre- Konstantinopel, 6. November. Die Ober-ter der kemalistischen Regierung hat in Kon- kommissäre der Alliierten haben die Forde- stantinopcl der interalliierten Kommission MMraregierm,!,. wonach die . m..., - . / Durch ahrt von Kriegs,chrs en durch die eme Not- ubrrqeben. m welcher bekannt^ege- McerenMn von der Erlaubnis der tiirkisckien fen und seine Lebensdauer zu verlängern.^ Dies der Standpunkt der muselmanilcheit Organisation zum Programm der Kvma« novofeier. Wenn nun noch in Rücksicht g« zogen wird, daß die kroatischen Parteien ihr« Beteiligung an der Feier ebenfalls avle^s! ten und daß auch den Invaliden, ja sogar denen, die bei Kumanovo gekämpft hatten, die Teilnahme verleidet war, so darf der Schluß flezo^en werden, daß die Feier ihrem eigentlichen Zwecke, dem südflaw^chen ^lbs die Bedeutirng des Sieges von Kmnanovo fest in die Erinnerung eiirKuprägen, gar nicht erreicht wurde. ^ ^ c. .. ^ ------------------Dieses Fiasko ist umso bedauerlicher, alS ben wird, daß kein Kri<^gsschlff ohne (irlaub- Behörde abhängig sein solle, kategorisch ab-! der Anlaß alle Vorbediirgungen in sich ver-^ nis der engen fahren Angoraregierung durch die Meer- gelehnt. Nach Ansicht der Alliierten stehen ^nigte, um Versöhnung in die (Deister zrl hren dürfe. Di? Kriegsschiffe, die sich Forderungen ^r Türken im Widerspruch! tragen, die sich dermal frenid imd widerstreb in Konstantinopel befinden, m!i„en die neue mit dem WaffeMllstandsvertrafl vom M)rc > , II ^ 191Z Abkommen von Mudania. Regierung begrüßen. Dle Konferenz von Lausanne. '''^kegratn-? d-r „Marbinger Zeitung". ' Moskau, 6. November. Auf die Ausior- grerimg, sich an Ven Beratungen über die derung der Regierungen (^)roßbritannien?, ^age der Moerengen auf der Lausanne- aussichtlich starken Auswirkungen keine Rück /Frankreichs und Italiens an die Sowjetre-^ Konferenz M beteiligen, antwortete das All- sicht genominen wurde, lmd das ist das Ut-- bend gegenüberstelhen. Das unglückliche Arrangement des Festes hat nack) allen Seiten bloß Verstimmung ausgelöst und damit die Kluft der Mißverständnisse imd Disharmv^ nie nur vergriif^ert und vertieft. Warum? Weil bei ims vom ersten Tage nach dem Unlstur^^ auf Empfindsamkeiten mit vor- Sette» ^ arovrgerzettvug^ ?SZ vom v. Novembei7 IW bel, an welchem unser g^unfl ist anzunehmen, daß es zu teiner offenen Re-qierun'qs>triiis femmen wird. Ein Zeichen, da^ si6) die inneren Verhältnisse bessern. MovFsn vormittags wird der Demokratisch' Glub seine Diskussion über die politische Si--tuotic'n fortseken. E«? wurde eine Resolutron in der Nichtunc^ vorbereitet, das^ man die Verhandlungen mit den Radikalen über da^Z ?lrbeitsprossramm der Ekupschtiner ehesten?« aufnehmen mi?ae. Teilu^me sss AgrnrkluSs an de» Veograd, 7. ?^ovember. Die gestrige Gitzunx^ des Aararklubs dauerte bis ^ Uhr abends. Aus dieser Sitzunq wurde über die Situation dislittiert, die seit dem Woablei-ben des Agrarklnbs von den Sit^unsten cze-schaffen worden war. Der Klub hat b-'schlos-jen, mit ^^^ürtsicht darauf, das; daS (besetz über die Entschndiflimq dem Parlamente zur Be-schlustfassunq in dic^ser Session vorfleleqt werden soll, seine Hnltunla auszugeben und den Parlamenb^sitzunsien beizuwohnen, um zu diesenl (Gesetzentwürfe -Ttettunq zu nehmen. Im Namen des Ac^rarklubs nürd Voja Va--öi<^. sprechen. 5>e!tte um N Uhr vornlittaciö wird der Aararklub die Richtlinien der Redner bei ds'r spe.^-iessen Disknssion über dieses <^se^ seststel1<'n. . WttB. Berlin, 6. Novenrlxzr. Wie daZ Wolsfbüro vernimnit, ist der Reichsregierunsi l)eute abends eine schriftliche ?Intwort der Reparationskoulnlission airf die gestern überreichten Varsck>läge zugegangen. Die NeichH-regierung wird ab?bald zur Antivort Ztel« lung nehmen. VKB. Verlin, 7. Noveuiber. Wie die Blätter mitteilen, entspricht der Inhalt der Ant-^vortnate der Reparationskommission auf die deutschen Vorschläs^e nicht den von den ßenZommiss^riat, wie die rusirsche Tel^gra-phenagentur meldet, in einer Note vom 2. November, die russische Regierung ki^nne keinesfalls zustimmen, daf; Rufzland nicht zu allen ?lrbeiten an der Konferenz zugelassen werde. Sie bestehe kategorisch auf einer voll.m und uneini^eschränkten Teilnahm-' Rußlands, der Ukraine und t^eoraiens au der lsionferenz, und zwar mit denseklien Rechten, wie die übrigen Konferenzteilnehmer. Äonstantinopcl, k. November. Noch Berichten aus englischer Quelle hat ditz Nationalversammlung von Angora Jsmed Pascha die Weisung erteilt, in Lausanne die Verwirk-lichikng folg.'nder Punkte durcb^^usetzen: Die durch den P^kt vorgesesicnen (Grenzen, eine Entschädigung seitens Gri.'chenlands, die Aufhebnng der ^Kapitulationen eine Abänderung der (Grenzen des Iran und Mesopotamiens und vollständige finanzielle, wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit. LusammenstöKe zwls:s»en Na^cl'ten und SoziaWen. Telegramm der „Marburger Zeitung^'. ??om, 5. November. Sonntag kam es in gegen den durchreisenden italienischen "-'s^t- mehreren Städten zu Zusammenstößen zwi- schafter in Paris (trafen Sforza. Der Wag' selben sfascistcn und Sozialismen. In Tarent gon, in dem sich der Botsck)after befand, wur« entwickelte sich ein Feuerkampf, wobei sieben de abgekoppt»lt und der Botschafter aufgefor^ Personm getötet wurden. Bel Turin vcran- dert. auszusteigen. Truppen zerstreuten die stalteten die Fascisten <'ine Denwustration Demonstranten. Das öfterreichiftye Unanzprogramm. Telegramm der.Marburger Zeitung". Wien, November. Der Natio- der ?^ll sein werde. Der italienische Mini-! nalrat begann heute die erste Lesung deS T,''" sterpräsident sprach zugleich die Hoffnung i nanz- und Sanicrungsprogramme'^. Bun- aus, daß die guten Beziehungen zwischen^ deskanzler Dr. Soipel leitete die Verhand- den beiden Ländern aufrechtbleiben und stüt^-. lungen nlit einer längeren Rede ein und te die Hoffnung auf das Ergebnis jener Be-! teilte mit, daß England und Frankreich nach ratungeu in Bern, die zwifchen seinem Vor-j wie vor auf dem Standpunkt stehen, uns die gänger und dem Bundeskanzler stattgefun-' Siue Rede öss un^artjcheu Fanca mw»??e'S. Budapest, c,. N-^vcmber. Miui''ter d.-'S Innern Ivan Rakovstt»^ hielt in einer Verjammlung der Einbeitöpartei in Niara-gy.'i.^^.a eine Rcde, in der er scharf dagegen nchm, daß sich ein-elne "^l^arteien unter falschem Namen organisieren. So zeig' der liberale Block der Abgeordneten der Na-» tionalversammlung eine radikale und revolutionäre Ziel,' anstrebende Gestaltung die das Land wieder zum Umsturz fübren wolle. Ebenso verhalte es si6? mit jener Bewegung, die in Ungarn unter dem Schlagwort des Faseismus einsetze, ein l^^egensatz zum italienischen Fascismus, der unter Führung ehrlicher und disziplinierter Männer die Ordnung des Landes sichern wolle. l:ekamen, keine Gefährdung der rechtzeitigen bei den Großdeutschen.) Zum Schlüsse ver-< Erlediglmg unserer Angelegenheit im engli- sichert d-'r italienische Ministerpräsident, daß > schen Parlauiente besorgen. Was Italien an- er das Genfer Programnl mit aller geböte-! langt so sind deui Bundeskanzler durch die nen und notiivendigen Aufmer'ksamkeit be- > italie'niscl>e Gesandts^t^ft vom it<^lienischen trachte und daß er schon jeßt versichern ti^n-1 Minist^'rpräsidentl'n Mitteilungen zugokom- ne, Italien werde Oesterreich in Ueberein-^' u:cn, die besagen, daß es der feste Wille des stiimnung mit der Obsorge fiir seine eigenen neuen Ministerpräsidenten sei, die Unabhän- Interessen eine wirkfame Kooperation ange-j gigkoit, Souveränität und Integrität Oe- deihen lassen, um Oesterreich zu helfen, ü^r j sterrei6)s zu respektieren und dafür zu sor- seine Schwierigkeiten hinwegzukommen, gen, daß dies auch von anderen Staaten -- Kurze Nachrichten. Paris, 6. November. Wie die Blätter melden, spricht man von einer Zusammenkunft Poincarees mit Bonar Law und von der Mi^glichkeit einer Reise Poincarees nach London. WKB. Paris, 5. November. „Echo de Paris" meldet aus Liss!) Mas»,nahmen. Ferner stellt die naten wahrscheinlich steigen werde. DSe englischen Wahsen. M1B. London, I. November. Acht Mini-- MaßnÄimen zur Stabilisierung der Mark und zlir Verringerung der schtvebenden Schuld zu unterbreiten. Wie Äie Blätter betonen, sei also die Türe, die zu weiteren Berhandllmgn nrit der Reparationskonrmis-sion über das Markproblem fflhre, noch nicht geschlossen. Die VekSmPfung der Arbeits- lssiqÄeiS in der TZcheehvIlowakei. Prag, 0. November. In der heutigen Sitzung des Budgctausfchnsses des Ab-georduetenbanles wurde ein Nachtragskredit von 1W Millionen für die Arbeitslosenunterstützung und zur Bekämpfimg der Arbeits den. Bemerkenswert ist, daß Lloyd George,^ der früher niemals ohne Widerstand in das Parlauient gewcihlt wurde, keinen Gegenkandidaten hatte, während alle anderen Partei-fl'chrer, wie Bonar Law, AsgiUth und Cham-lberlain, Gegeitkan'didaten gegenüberstehen. Die Auswanderung nach den Vereinifülen S?a»len. W^V. Nmn, 6. November. Die Regierung hat die Verpflichtung zur Einholung eines Paßvisums für die aus dei? Ländern Mittel-? enropas kommenden ausländischen Auswan-j derer, die nach den Vereinigten Staaten« losigkeit angenommen. Dk^ Minister fiir so-; gebracht werden sollen und sich in itailieni-z ziale Fiirsorge .'^aberman teilte mit, daß die' schen Häfen einschiffen, unter der Bedingung Zahl der Arbeitslosen und der Arbeitsuchen-; aufgehoben, daß sie sich auf registrierten den Ende September l37.00st nnd am 15. i Dampfern einschiffen Dle neuen steuerrechtilchen Bestimmungen im Finanz-gefetzefür dasÄahrt922!23 Das Finanzgesetz für das Jahr 1922/23 lbeinhaltet neben Bovanischlägen hauptsäch« lich die Bestimmungen der derzeitigen Gesetze über die BudgetAwizliftel für die Jahre 1921 und 1922, enthält aber daneben auch neue steuerrechtliche Bestimmungen betreffs folgender Steuern: 1. Grnndfieuer. Der einheitliche staatliche Zuschlag, wie er im Jnterimsgesetze vom 27. Juli 1921 mit 120 Prozent fixiert wurde, »vurde auf 150 Prozent erhöht. (Art 152, Zl. 1.) 2. Die Hauszitissteuer. a) Eine .'^perzenti-ge Hauszinssteuer, wie sie !^i Gebäuden ein-gehoben wurde, die nach dem Gesetze vom 28. Dezemiber 19N, RGBl. Nr. 242, eingehoben wurde, wwd nicht mehr eingehoben. (Art. 164.) b) Die Strafe aber, die Wer jene Besitzer verhängt wird, die über amtliche Aufforderung nicht die Mietzinsverzeichnisie vorlegen, wird von 20 auf das Höchftmis-maß von 100 Dinar erhöht. (Art. 152, letzter Absatz.) 3. Die Ewkommensteuer. Das Steuer-mrniinmn, das ist jener Betrag,. bei dem DreiFwe^kmbArücke. Kriminalroman aus der Gegenwart von Erich Eben stein. (Urheberrecht ik^?8 durch Greiner L Comp., 'Z8 Berlin 30.) Und' er erzählte seinem Klienten, was er von der Kammerzofe darüber erfahren hatte. ' Baron David sagte kein Wort. Aber seine .^nde, die nun nach dem Testainent griffen, 'gitterten leise. , „Lassen Sie i'ns an die Arbeit gehen", inrmeltc er verstört. In einer Viertelstunde harte Holln dem gewünsck'ten Zusat», durch den Baron Davids Enkülin unter allen Umständen zur Universalerbin einge'etzt wurde, wenn sie noch am L'ben wir, die rechtsniäf'.ige Fällung gegeben. <5'r schrieb iiiu in Form eines Äozidills unter die Urkunde. Dann setzte -Drswendt mit fester >>and seinen Nanien imter das nim fertige Testament. Lange saß er danach stumm und erschöpft da, den Blick grül>elud zu Boden g>olly, der wußte, daß oie Person^ welche !^ie schränke durchsuchte, noch ganz andere schlimnre Diuae vollbracht hatte o^r noch plante, schüttelte ungläubig den Kopf. ..Tkch glaube nicht, daß eine Frau dahintersteckt. Mindestens wäre sie kaum allein dabei ti'ltig. Wenn es also Frau v. Hergsell ge-^ tan bätte, müßt^ annehmen, ^ß sie vielleicht im Austrage ihres Sohnes —" Da sulir der Baron auf. ..Valentin? Was sällt Ihnen ein? Das ist ganz ausgeschlosien. ganz ausgeschlossen. So :ms>nupatbilsch seine Mutter ist, so offen, dank bar u. liebenslvürdig ist Valentin. Er hängt auch viel mehr an uns als an seiner Mutter. Ausgeschlossen!" Hollt) errodete vor Aerger und Scham über sich selbst. Warum war ihm das — er wußte selbst nicht wie — entschlüpft? Wie kleinlich, daß er seine Gedanken immer durch die Eisersucht nach dieser falschen Richwng lenken ließ! „Dann fann es nur jemand von der Die-nei-schaft sein", sagte er ablenkend. „Sie ha« ben einigen, die auf Wiesental alt geworden sind, große Legate vermacht." „Das größte — Posch! Wer alles in mir sträubt sich dagegen, gerade ihn in Verdacht zu haben! Wir sind zufmnmen alt geworden und ich hätte felsenfest auf ihn gebaut Freilich" — sein Kopf sank tief auf die Brust und seine Stimme bekam einen schmerzlichen Mang — „nran täuscht sich oft in den Menschen. Das habe ich ja erst gestern wieder erfahren müssen." Holly hätte gerne gefragt: „Was hat es denn gestern gegeben?" Aber mrgesichts der hilflosen Schwäl^, die sich als Folge i^r Erregung NIM wiei^ so deutlich in Baron Davids Zügen ausdrückte, schwieg er. „Und wenn nicht Posch", fuhr der Kranke nach einer Weile trübsinnig fort, „dann em anderer im Haus. Ein HÄgieriger Spion, der airf meinen Tod wartet, wo ich mich von ehrlichen, treuen Leuten umgsben wähnte. Ein miserables Gefühl, wenn man noch dazu krant ist, Doktor, und auf dieses GezüKt ^ angewiesen! Wo treibe ich nun einen neuen j Kammerdiener auf, ohne fürchten zu mijl-»sen, vom Regen in die Traufe zu kommen? !Denn natiirlich habe ich un^r diiesen 11m-^ ständen nicht Lust, einen von den Hausleu^ Z ten zu wählen." < Iäih wie ein Blitz zuckten Fernans letzte i Worte in Hollys Erinnerung auf. War da -nicht eine vom Zusall geschaffene glänzende ^ Gelegenheit, den findigen Det>e!kt?iv mmulf-! fällig ins ^us zu bringen? > „Was das anibelangt", sagte er eifrig, „so > könnte ich Ihnen wohl einen passen^n ??!ann verfchajfl^, für desien Treue und Ehrlichkeit ich mich verbürgen kann. Wie es freilich um seine dienstZiche Gewandtheit steht, weiß ich nicht. Ich glaube, er hat noch ! nie eine Stelle als Kammerdieirer beeidet." ' „Was war er denn bisher?" i „Bürodiener", log Holly. „Aber er sucht seinen Posten im Privatdienst." ! „Und Sie kennen ihn als zuveMM?" ! „Gewiß. Für seine (Haraktereigenschaften ! übernchme ich jede Bürg^chaift.^ ; „Wie heißt er?" s „Martin Mnter"^ antwortete Holly, dem > in der Eile kein anderer Name einfiel, als ! der seines eigenen Bürodieners. „Uelbrigens lein guter Einfall", setzte er im stillen hinzu, . „denn Martin wird uns dann wohl den Gefallentun, Fernau sewe gut^ Zeugnisse . zu borgen." ?dmm«r ZW WK 6. NioLMlLer lVLH M a r o v ? S > ? LeltunN Ve«r» die Verpflichtung zur ZMung kier Emkommensteuer bsgiirnt, wurde mich für das Jahr 1922 ausna^mÄveise mit 10.000 bestimmt. Existenzmin^um gilt aber nicht für Dienstbezüge von Privatangestellten, die nach den Bestimnmngen des Artikels 1.^9 besteuert werden. Zit^ rung des Artikels 115, Zl. 3, die die Besteuerung der Dienstbe^üfle von Privat an c^estell-ten bchandelt, ist r>ffmbar ein D^ckfehler, wei^ die Bestimmungen dieses Artikels ein-zic, und allein nur in Verbindung mit Artikel 139 des Finon.^csese^es qebraucht werden können. Nach Art. sind auch die Teuerungszulagen der Privatangestelsten steuerfrei, insoweit sic' nicht l,ei sinnst gleichen Fa-misicnnerbl'istnlss''n die '?eu'''rung^'zulagl'n der Staatsangestellten übertreffen. Lin einheitlicher Maßstab siir die Verteuerung der Dienstbezüge von Privatangestellten kann «rbc«? nicht aufgestellt w-'rden, weil sich die Hi^he diejer Steuer ?:ach der Zahl der ^ami-lienan^ohörig^n und nach der Teuerungs-Uasse richtet, auf Grund welcher die Staats-angestellten in jedem einzelnen Orte iyre Tei^erung5zulag?n e''balten, bez-w. erdasten würden. Um >arilber genaue Informationen zu erhalten, tut man gut, sich an die zuständige .^teuerlie^irf?f»ehörds zu wenden. 4. Die Gchaltssti^ter. Di-'se wird nack) Ar-itrkcil deZ. Fiiian^gesel?es siir das Jahr M22/5? nicht u^ehr eingehoben. Ties bedeutet eine beträchtliche ^Erleichterung der Steuerlast der Pritiatangestellten. 5. TvnÜ<^mensteu?r. Personen, die mit Dienstvertrag g^gen eine si^'e B.'z^l>sung lttls leitende Tireitoren von Attiengesi'ülchaf-itsn und ll^ommandit'Aktiengeselssch'^ftl'n an-yestellt war'-n. waren Ins ^zuni Ende de>). 5^)reS 1stL2 bezilglich der Beziige, die sie don der (^>eses.lschaft als Verwaltungsräte lusw. bezogen, der Ges?ast5steuer unterworfen. Na ckiAbschasfung der (^^''baltssteuer bestimmt Art. 1i^4, Absat'. 3 des ?^-in«?nzaesekes, daß diese Bezüge ohne Rücksicht aus daS Diensteöverbältnis, auii dein diese Äezüge stammen, der Tanti:meusteucr nntenvorfen Pnd. K. Die Innaiitienstener. a> Nach Art. 8^, des Finanzgelset^es sür das Jahr U)29/21 ^rde die Invalid'ensteuer nicht von jenen Dpareinlagen bei Geldinstituten eingehoben, deren jährliche Zinsen nickit niet^r als A) Dinar betrugen. Iin Finan,^geseh siir das 'Jahr 1922/23 (Art. 118, letzter Al^jatz'j wird die Steuerfreiheit aus 190 Dinar erhi?ht. lb) Nach Art. 117 des Finanzgi?sei'.es ist die iEinHebung der Invalidensteuer erstens gc-^ ibunden UN die Steuertiorschreibungen bis Ende des Jahres 1922, be^w. bis zun: j3l. Juli 1923. ' 7. Die Ums-itzsteu!el-dung bat für Familien, die eine eigene Wohnung haben, der Hauseigentümer, bezw. der ' .,Wann^ könnte der Mann eintreten? Ich möchte nämlich nach dem, was vorgssallen, Posch sobald als möglich verabschieden. Er mag meinetwegen zu seinein Bruder ziehen, !der im Meierhof Kutscher ist und auch eine Dienstwohming hat." „Winter ist frei und könnte jeden Ta-g ein-'^reten. Wenn Sie wünschen, stelle ich ihn Ahnen noch heute abends vor." ^ ,,Jch bitte darum." KMeßu-Wl Hausv-erwalter, sür Einzelpersonen aber, die in miiblierten Zimmern wohneu. oder sür Bettburschcm der Afterocrmieter zu t>esorgett. In letzter Zeit wurde jedock, die Wahrnehmung gemacht, daß die Parteien diese Meldungen verspätet oder üderbaupt uimt machen, da sie vielfach der i».^einung sini), d's; die Wohnungsverändernng sowieso dem städtischen Wohnungsamt? bekanntgegeben wurde. Es wird darauf aufmerksam aemack?t, daß jede Wohnungsveränderu'sei es in der Stadt, sei es aus der Slnot k^dei- in die Stadt, jeder Geburts- oder Todesfall, Verehelichung usw. unverzügli6), spätestens aber binnen 21 Stunden beim Ä^?eldeamt des hiesigen Polizeikommissariates zu erfolgen hat. .^iezn sind besondere DruSsorten .>u verwenden, die ebendort auf Zimms'r Nr. 3 erhältlich sind. Uebertretungen dieser Vorsckiriften werden nach den bestehenden Bestimmungen sirenge bestraft werden. Aerzteverem. „ZdravniZko dru^tro v Ma-riboru" gil't bekannt, daß am 5^ittivoch den 8. d. um fi Uhr abends in den Räumlichkeiten der Bahnhofrestauration eine Ausschu^-sitzung stattfindet. <^ldscndunsi?n durch die Post. Auf Grund einer Verordnung des Postministeriums ist all 1. Novenrber l. I. die Ausgabe eines Geldbetrages bis zu Dinar per Postanweisung zulässig. Bislier betrug dieses Maximum 2sl00 Dinar.' SchslZsmäflen auf der Strecke LsuUjana— Beogrkd. Die Staatsbahndirektion in Zagreb teilt mit: Der Schlafwagennerkehr aisf der Strecke Bcograd—^Triest wurde mit 5. Oktober d. I. eingestellt. Unter einem aber teilen wir mit, daß die Schlaftnägen, die his-her auf der Strecke Veograd—Zagrüb im SÄ?nellzuge err und ?yrau^ ?sranz Pirchan den Betrag von ^0 X. —^'2sn Stelle eines .'^Iranzes si'ir den verstorbenen Herrn.Viervuinn Wi'gerer s^^eu-det.e die Laibacher .^Irediibank M X. — .^X'rr Josef Roscnberg 19l)0, '^irma i'Iarl Scherbaun, u. Söhne 8t)s>, Herr Dir. ''Alois Kern 2l)s). Herr Hugo Start 2V0 II. Repertoire des Nati?naltkeaters. Dienstag den 2. und Donnerstag den 9. d. „Hofs-umnns Erzählungen" Beide Vorstellungen außer Abonnement, ^^n beiden Vorstellungen gastiert der Heldentenor der Zagreber Oper .horr .'^inittl Beurteilung eines dreifachen Mörders. Im 9!achhange zu nnserenl gesti-igen Berichte, in dem wir nur kurz die Beurteilung des Pets'r Novac mitteiltu7. erfahren wir noch nachstehende Einzelheiten: Vor ungefähr einem halben Jahre wurde eines Morgens der Landwirt Novak, seine Frau und deren 12jäbriges Söhnchen Johann Toth in ihrer Wohnung nnt mehreren, aus unmittelbarer Nähe beigebrachten furchtbaren Schus;-wunden ermordet aufgefunden. Der einzige Ueberlcbende jener Schreckensnacht war der erwachsene Sohn Novafs namens Peter, der nur eine leichte Schußwunde in der Weichengegend erhalten hatte. Peter Novak führte bei seinem Verhör an, die Familie sei von mehreren herumstreickienden Zigeunern überfallen und niedergemetzelt worden. Die wei« tere Untersuchung li''s^ jrdoch einen ent^e^^li-chen Verdacht aufsteigen: alle Umstände spra-5)en dasi^r. daf^ Peter Novak selbst der Mörder seiner Elteim sei und sich, zur Täuschung der Behörden, mit eigener Hand eine leichte Verletzung beigebracht hatte. Peter Novak wurde daher verhaftet und gegen ibn das Strakverfahren eingeleitet. Unter ungeheurem Andrang der Bevölkerung von Suboti-ca fand nunmebr gegen ihn die Hauptoer-bandlung statt, die Donnerl^tag nachniittags mit der Verurteilung des Angeklagten zum Tode durch den Strang endete. Peter Novak lengnc^te hartnäckig bis zum Schluß mit beispiellosem Zynismus. Von entschei^il^nder Be deutung ini Beweisv^rfahren waren die (Gutachten des ärztlichen und des Waffen-sachverständigen. Der ärztliche Sachverständige wies nach, daß es sich um Selbstverstümmelung bandle, da in der Nabe der Wunde deutlich die Fingerabdriicke des Ana? klagten wahrzunebmen waren, die dadurch entstanden sind, daß Novak die Haut spannre und sie dann durchschoß. Der Waffensachverständige stellte fest, daß die Schüsse aus einer Maikserpistole abgegeben wurden, die in No-v'ilks Besitz vorgesunden wurde. Der dramatischeste Augen'Nick des Prozesses war die Anlage der Schwester Novaks, die angab, daß aus Grund deZ Benehmens ihres Bru« ders in der dem Morde vorangegangenen Zeit nur dieser den Mord verübt haben kann. Peter Novak war stets geldgierig und hatte ^Halb h. BrigljeviL, AG., Aleksandroua festa Slowenischer l^ewerbeverein, Aletsanerova sesra 22; 411, Spranier und Ccrnso, Nnt'"tn?'hm!'n siir elektrische Bl'daris-artii'l: 19 l, Firma Vabie. — Gestrich^'n wurden Abonnenten: (>3, Konsum- verein f. 5loip'^ose .Kommandos der 2. Artillsrie-untcrofiizi^rsschule (Stritarjeva ulica 30) die .Lizitation von acht ärarischen Pferden stattfindet. Vor der Lizitation sind 10 Prozent de? Ausrufspreises als Vadium zu erliegen. Dcr >^ä.ujer l)at außerdem noch 20 Pri-'zent des i^anfpreises als staatliche Taxe zu erleiden. Aiariz^?cj!»cht. Auf denr Schweinemarkt am 3. d. Wiarden aufgetrieben: 253 Schweine un'i eine Ziege. Die Marktpreise betrugen: sür Saiweine von 5 bis 6 Wochen 400 bi5 509 von 7 bis 9Wochen 1900 bis von 3 liis 1 Monalcn 1600 bis 2000, von i') bis 7 Monaten bis 3790, von 8 bi'> 10 Monaten -1309 bis 4700 LI. Das Ki-logramnk Lebend.gewicht betrug 79. Zic-gc'-l kosteten M lv. Nli Liebcsdrama in Sarajevo. In Sarajevo spit'lte sich SanlStag abends auf offener Straße ein Lii^besdrama ab. Ungefähr um 6 Uhr a'bends gab nänilich die 20jnhrige Post^-assistentin Desenl'a Maljukanovie aus den Professor der Handelsakademie Moritz Al-val)ar eilten Revolverschuß ab. Der erste Schuß ging fühl und Albahar flückitete. Der zweite Schus; eber traf ihn knapp neben dem Herzen. Er stürzte sofort zusammen. Der SäMerverietzte wurde ins Spital gebracht u. die jugendliche ''Attentäterin verhaftet. Als Fotir» der TlZt wird Eifersucht angenoni-men Die Putschnersuche in Rayern. Aus München wird geschrieben: Die Vorbereitungen für einen nlonaröiistischeu Putsch in Bayern nähern sich dem End", aber die StaatSge-ivalt unternimmt wchts dagegen, da das ^^a--vinett Lerchenseld den Monarchisten freundlich gesinnt ist. An der Spitze der Monarchisten stehen Lndendorsf, ErHardt und Karr. Thronfolger Rupprecht stebt für setzt im Hintergrunde, da er siir den Fall eines Putsches fürchtet, eS könne zum Verfalle Deutschlands kommen. Louchsur hält einen Bankrott De»ttsch- !l!Md5 n!cht siir tragisch. Pariser Blätter ver-össentlichen eine ?lussage Louchers, der betonte, daß Deutschland im Falle eine Bankrotts dennoch gerettet werden würde. Wenn es jekt zum Bankrott komme, so werde Teutschland in einem Iabre wieder die Fähigkeit zu einem selbständigen staatlichen Leben haben. Kartosfelitberwinterung. Infolge der anhaltend ungünstigen Witterung frmgen die .^^'artoffeln vielerorts, besonders in schweren Böden und tiefen Lagen, an, „schwarz" zu werden. Bei denkbar schlechtester Witterung mußten sie jetzt geerntet werden, um das Feld für den Winterhau frei zu bekommen. Mit „Dreck und Speck" wurden nun vielfach die ^"lartosseln heimgefahren, aus einen möglichst großen Haufen in den !?esser gcschi''ttt''t und dort ihrem Schicksal überlasien. Ueber kurz oder lang stellt sich Fäulnis ein, und daS wichtigste aller Volksnahrungsmittel, das beuer so reichlich uns der Acker bescherte, sällt zentnerweise dem Verderben aNheim. Landwirte, beobachtet daher die nachstehenden 12 Gebote: 1. Brmgi Ne Kartosseln möglichst trocken in den Keller, d. h. laßt die Kartosseln, so gut es g^t, aiuf dem s^elde austrocknen, oder schutttet sie vor der Einla-gerung in den Keller in der Scheune oder im Schuppen zum Trocknen aus! 3. Vermk'idet Verlegungen bei der Ernte und beim Einschiitten in den Keller. 4. Schüttet dlö ^tartosseln iui !.telll'r zwi-schl'n 3 bis Grad Eelsius! 8. Lüftet den .steller öfters bei trockenem und f'ihlem Wetter! 9 Während deo Winters schouielt die Aar-tofseln öfters um und leset si<^ sorgsättig au^! Ul. Wendet zur Vermeidung von Fäulnis I^onservierungsmittel an! Solche sirrd: Aetz-kal>k, Kolkonit. Mit diesen Mitteln werden d^.-' Kartoffeln schichtenweile überstäudt. Dadurch tötet man die Pilze, welche die Fäulnis v^'r-Ursachen. 11. Vermeidet, auf die eingelagerten K<^rtoffeln sväter Nüben darauszuse'ken! 12. Seid absolut nicht gleichgültig bei oll diesen Maßnahmen, sparet weder Zeit noch Muhe, um di^ reiche Ernte euch, i^em Volke und Viehstand auch gejund zu erholten! kino. „Der Herr auf Mortons Schloß", ein herrliches ?silmdrama in fünf Akren, wird Dienstag, Mittwoch und Don-nersta'g vorgeführt werden. Aus aNer Wett. Slus Z^urcht vi»r Krebs »erhlmgert. In Eng land starb kürzlich ein dort lebender Fran« zose, wie bei der Leichenbeschau festgestellt wurde, den sreiwilligen Hungertod, um der Erkrankung an Krebs zu entgehen. Da drei seiner Onkels an Krebs gestorben waren, glaubte auch er sich von der Familienkrankheit bedroht. In seiner Angst kam er aus die nnglückselige Idee, sich durch fast voltst^di« gen Verzicht der Nahrung vor der Krankheit zu schützen, die indessen nur in seiner Ein» bild^ng bestmd. Seine Kur hatte der Mann so energisch durchgeführt, d^ er an Entkräftung starb. Die Suche nach einem rationellen Heiz- stofs. In einen: Vortrag im intervvatiimalien .Kongreß für flüsfig^'s Heizmaterial in Paris eiMuterte Daniel Berthelot die von einem wissenschaftlichen Au^chuß vorgvnsmmenen Lersuck)e, um einen rationellen HeWoff M finden. Der Airsschuß untersuchte einige hundert Formeln und entschloß sich zuletzt zu der von der Puilverabterlung vorg^chil^ genen, die die Bcrwendmvg von Benzin und ?llkohol ,7. versthi^nes ^MMNSWMW ff«driks«eue u»b le^rtuihle Gche«i»««schl««» liefert >«s l. SPezi«lßeschSst fßr Schreid-mascht«eR uxd Vitrvirttkel Ant. Nutz. »etat.««ridvr.Elo»e»Ndet. L»Aka ul. !4 im ^ose^_^79 »«toVsrtiftiitt» in H?r. Molsrfahrröüer. Nüh'uxd Schr«tl)M«schinen. Pumpin. Mo-I»re auf Benzin und Naplita, Verschiede«« Maschinen u. ÄZppa-r«le. dan« Msnomeler sür auZo T«fekdeik» SchndlideKasteii mit Aufsatz Toilekte-Spießel. Zimmertisch. Ainderbanl». sechs Stiick neue Leintücher, adgetraqene Kleider und Schul'e. Änfrax^e Ärekova ul. IK. im j^of, Florian. 9ÜS7 Fr«uankletöer. 5)ii!e. Schule. 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