Nr. 173. Mittwoch, 30. Juli 189tt. 109. Jahrgang. OMcher Zeitung. «°n,iah^ n °<"/"^'?,',. Mlt Postver, endu ,, « : nanzjähri,, fl. ,5. halbMr!» fi, 75«, Im « ° mv» o! i: lleine c/,,i..".' ^'biühr.g fl. 55». ssür die Zustellung in« Hau« «anzjähr!» f,- '- - Instlt«l>nSqebür: ssür "ne ,,„,llatc b>« zu < Zeile» 2ü lr,. aiöherc per Zeile f. lr. i bei «Ilcrei, Wiederholunge» vei Zelle » lr. Dir «iiaibncher Zeitung» erscheint tHglich m« Nuinahme dei Tonn» »mb ssriertage. Die »lbminiftratl»» brfiudsi sick llongrrjiplah 2, die Medoltion Vahnholgasse «4. Vprechstuiideii del Nebaction täfflich von l« hi« »^ llhr uormittan«, — Unfranlirrtr Vriese werden nicht angenommen und Manuskripte nicht zurü^'" gebrich Grafen Hard egg zur zugelasse ^s ^ Politisch, administrativen Dienste Uichtamllicher^heil. ^ Aufstand in Argentinien. Taaenin "^"^inische Republik befindet sich seit vier den Sl ^ ^" Nevolution. Blutige Kämpfe haben in den „«?" ber Hauptstadt Vuenos-Ayres stattgefun« zchandi^" der Präsident Celman den Velagerungs-letzten l^^< ?^ ^anze Land verhängt hatte. Nach den Nelllus?! Lb"ect als über London und Paris ein« nielch n? Abmeldungen sind die Aufständischen. Nan« ,'V "" Kötzer Theil der übrigens nur 6519 Vortheil, c-" stehenden Armee angeschlossen hat. im Neral ss ''^ "°^" "'cht allein den verhafteten Ge< ^^^llmpoz bereit, sondern sich sogar unter dessen Commando des Arsenals bemächtigt Die Marine ver» hält sich bis jeht neutral. Präsident Celman hat sich nach Rosario. einer Stadt in der Provinz Santa Fc, geflüchtet und Vicepräsident Pellegrino ist an die Spitze der Geschäfte getreten. Die Aufständischen haben ihrerseits eine Gegenregierung gebildet. So weit die vorliegenden Nachrichten die Situation zu beurtheilen gestatten, wurzelt dir Bewegung, welche seit geraumer Zeit im verborgenen glimmte, ehe sie in hellen Flam« men aufschlug, in der misilichen Finanzlage des Lande« und in hochgradiger Unzufriedenheit der Armee. Cine Militärverschwörung ist es denn auch ge» wesen. welche nach echt spanischem Muster die Be» wegung in Gang brachte. Dieselbe ist vor 10 Tagen entdeckt worden und hatte die Verhaftung einer Än» zahl hervorragender Officiere zur Folge, worunter sich General Campos, Commandant der ersten Linienbri» gade, Oberst Figuero und die Majore Oaresita nnd Casariego befanden. Zweck der Verschwörung war Um» stürz der Regierung und Verbannung des Präsidenten Celman. Die Unzufriedenheit scheint besonders bei der Infanterie zu herrschen, da Caoallerie zu deren Ueber« wachung aufgeboten worden ist. Aber gerade diese missliebige Wachsamkeit dürfte, aus der Sprache des Armeeblattes «Porvenir Militär» zu schließen, das Uebel verschärft haben, da man in militärischen Kreisen die Regierung beschuldigte, die Armee einer «Poliz?i»Spio» nage» zu unterwerfen. Was die finanzielle Lage anbelangt, so liegen vom 23. d. M. datierte Depeschen des Minister« des Äenßern. Rogue Saiinz Pna, sowohl als des Finanzministers Garcia an den argentinischen Vertreter in London vor, in welchen eine Vesserung der Finanzen constatiert und wirtschaftliche Reformen in Nuisicht gestellt werden. Allerdings wird in denselben Depeschen in Abrede ge. stellt, dass eine Verschwörung bestanden habe, und be-hauptet, die politische Lage und die öffentliche Ruhe seien ungestört, eine Behauptung, welche wenige Tage später durch die Ereignisse gründlich Lügen gestraft werden sollte. So weit lassen sich die jüngsten Ereig» nisse skizzieren. Präsident Celman. welcher seit dem 12. October 168tt im Amte stand, war ausnahms. weise nicht durch Bürgerkrieg, sondern durch friedliche Wahl an die Spitze der Regierung gekommen. Er gab damals die Erkläruug ab. ohne besondere Partei, lediglich mit Hilfe aller rechtlich denkenden Männer regieren zu wollen. Man sieht, Dr. Miguel Juarez Celman ist ein politischer Idealist, und dies hnt er büßen müssen. Als Gouverneur der Provinz Cordoba hatte er sich als trefflicher Verwaltungsbeamter und zugleich als ein Mann gezeigt, welcher dem Gesetze Achtung zu verschaffen wusste. Besonders auch um das Unterrichts» wesen hatte er sich Verdienste erworben. Als Mitglied des Bundessenates trat er beredt für eine freisinnige Politik ein. Sein Vorgänger und Schwager General Roca hatte vornehmlich die Stärkung der Bundesgewalt gegen die allzu selbständigen Provinzen zum Ziele gehabt, und Celman verfolgte dieselbe Politik. Zugleich setzte er den Culturkampf gegen die Geistlich« keit fort. Es scheint nun, dass alle ihm feinblichen Parteien sich die Hand gereicht haben, um die Regie» rung zu stürzen, welche so wenig nach dem Geschmacke beutelüsterner Parteiführer sein konnte. Am letzten Freitag versendeten, wie bereits erwähnt, die argentinischen Gesandten in London und Paris noch beruhigende Nachrichten, die sie auf telegraphischem Wege aus der Heimat erhalten hatten, an die Blätter, und an demselben Tage kam es in den Straßen von Buenos - Nyres zum Kampfe zwischen meuterischen und der Regierung treu gebliebenen Truppen. Die Regierung des Präsidenten Dr. Celman hatte bekanntlich vor einigen Tagen mehrere höhere Officiere wegen einer ihr von zwei Officieren angezeigten Verschwörung verhaften lassen, hatte sich bann aber schwan» lend gezeigt, die Namen der Anzeiger preisgegeben und einige der Verhafteten freigelassen. Das genügte bei der argentinischen Armee, in welcher auf fünf Mann schon ein Officier und auf 200 ein General kommt, um den Aufruhr offen entflammen zu lafsen. Ein Telegramm aus Newyoll vom 27. d. M. meldet darüber: Den letzten Nachrichten aus Buenos» Ayres zufolge gieng die Revolution von der «Union Eivica» aus, welche von zwei Bataillonen der Garnison unterstützt wurde. Der Präsident verhängte den Be-lagerungszitstand über das ganze Gebiet der Republik. Ein Theil der Artillerie erklärte sich zu Gunsten der Insurgenten. Die Post» und Teleglaphen.Vureaux wur-den von den Truppen beseht. General Campos, der bei der Entdeckung einer Verschwörung verhaftet worden war, wurde von den Aufständischen befreit. «Reuters Office» meldet aus Vuenos»Nyres vom 26. d. M.: Gestern nachmittags fanden zwischen den aufständischen Truppen und jenen der Regierungspartei ernste Zusammenstöße statt, wobei viele Personen ge« tobtet wurden. Die Rebellen zogen nach dem Victoria-Platze, wo sich das Palais des Präsidenten und das Rathhau» befinden. Die Geschäfte stocken. Später rief JeMeton. Die Schlüssel »»» Gr«n. lichen w.s A^paswn das nächstemal auf ausdrück. bereits du 3 !" Sultanin bei dieser erschien, war sie und sei,,^ n«k" Leibarzt von seinem wahren Stande unterrichtet. Sie begann sofort Hoffn^. ' ^ Hm keine oder doch nur sehr geringe Bk^Us' könne. er nouses >!"" k"m diese Wendung nicht unerwartet; bezier .i, °°>s der französische Gesandte den Groß» dünnen 5 "' ""d Noxolane durch reiche Geschenke funden, si? ^' "ber er hatte ein besseres Mittel ge-nur ae'l'^ ?" s"ner Verbündeten zu machen. Wenn es gelinge« U. ^" müsste lein Weib sein. wenn es nicht ZUede'Ä^ du willst. Herrin,, sprach er. «ist der fluss» ^'Uen.' — «Du überschätzest meinen Ein« "'aast insnl " Nlaubt in Wien. dass du alles ver-und den Us. ""? Zaubers, der dir zu Gebote steht hält mm. ,!> ?" dir Unterthan macht, und für so groß 'ch dar? p« ^" Wuber. das« er ... verzeih' . . . los.. ^. c>^ aussplechen.» — «Sprich furcht. Meine Np..I-^ . "" "icht, Herrin.» — «Befriedige an, Nien,."'^ befehle es dir.» — «Alfo man hält b" sonar E^ ^le" 6""ber l"r so groß, dass er M'e? 'w,,'"V g'bt für Jugend und Schönhe.t.» -hiis«lich?'^t mich für alt?. - -3"r alt und ^' l"r blatternarbig und ... — «Sieh selbst.» Die Sultauin hatte ihren Kafta» anseinaudergeschlagen und sich mit einer energischen Bewegung entschleiert. Vespasian, der sich zu gleicher Zeit vor ihr nieder» geworfen hatte, blickte entzückt auf diese majestätische Gestalt im Hermelin, anf die schönen Formen und das runde Gesicht mit den frischen Farben, von reichem goldblonden Haar umrahmt, aus dem zwei große, kluge blaue Augen hervorblitzten, der kleinen Stumpfnase und dem trotzigen Munde. «Was hab.' ich gethan?» murmelte Roxolane im nächsten Augenblicke. Vespasian that, als ob er sie nicht verstünde. «O, wie schön hu bist!» flüsterte er. «Ich bin verloren!» fuhr die Sultanin fort. indem sie rasch Schleier und Pelz zusammenzog, «der S»ltan muss mir den Tod geben, sobald jemand erfährt, dass ich mein Gesicht vor einem anderen Manne entschleiert habe.» «Niemand wird rs erfahren, ich schwöre es dir!» sprach Vespasian, «nicht ich drnle daran, dich zu vcr» derben, sondern Ibrahim, der von Frankreich bestochen ist, um den Frieden mit Oesterreich zu hintertreiben. Er will dich durch die schöne Asma stürzen. Ich aber werde dich retten. Ich liebe Asma und sie llebt mich. Ich werde sie entführen, sobald der Friede ge-schloss en ist.» ^ . „ Roxolane gab ihm die Hand. «Ja, w,r wollen Verbündete sein.» sag'e sie, «der Sultan wird mit Oesterreich Frieden schließen und Asma soll dir gehören. Mein Wort!» . . . Nachdem Roxolane noch an demselben Abend eine längere Unterredung mit Soliman gehabt hatte, bekam der Oroßvezier von dem Grohherrn den Befehl, sich sofort zur Sultanin zu begeben. Ibrahim ahnte nicht« Gutes; er betrat das reichgejchmückte Gemach, in dem Roxolaue ihn erwartete, mit bebenden Knien und pochendem Herzen. Die Sultanin saß auf seidenen Polstern an der Wand, spielte mit der Schnur ihres grünseidenen, goldgestickten Kaftans imd heftete die großen Augen aus dem weißen Schleier drohend auf Ibrahim. Dieser fühlte sich bereits angeklagt, verurtheilt, gerichtet zu gleicher Zeit und that das beste, was er in seiner Lage thun konnte, er warf sich vor der schönen, stolzen Siegerin mit dem Antlitze zur Erbe nieder und bat um Gnade. «Du weißt also bereits, was dich erwartet?» fragte Roxolane, «elender Hund. der du es gewagt hast, dich gegen deine Herrin zu empören?. Und als Ibrahim schwieg, löste sie langsam und höhnisch die seidene Schnur von ihrem Pelze und warf sie dem Großoezier hin. «Hier . . . vollstrecke selbst das Urthell. das ich über dich gefällt habe . . . oder soll ich die schwarzen Eunuchen rufen? Sie warten nebenan.» Ibrahim begann verzweifelt um sein Leben zu flehen und schwor immer wieder, er sei verleumdet worden. Roxolane weidete sich einige Zeit an seiner Todesangst, dann sprach sie: «Es sei. Für diesmal will ich Gnade üben. aber ein andermal werde ich dich nicht verschonen. Fordere mich nicht heraus,» Ibrahim erhob sich und verlieh den Serail vollständig ver. nichtet; ihm war zumuthe wie einem Wurm. den man in d?n Staub getreten hat. Laibacher Zeitung Nr. 173 1426 30. Juli 1890. die revolutionäre Regierung Nrem zum Präsidenten und Romero zum Finanzminister aus. Die Revolution gewinnt stündlich an Ausdehnung. Telegramme der Aqence Havas aus Buenos-Nyres vom selben Tage fügen bei: Um 3 Uhr dauerte der Kampf noch fort. Die Insurgenten scheinen über bedeutende Hilfsquellen zu verfügen und werden geschickt geführt. Denselben werden von Seite der Truppen, welche sie zu bekämpfen haben, vielfach Sympathien entgegengebracht. Ein späteres Telegramm aus Buenos-Nyres. 27. Juli. 1 Uhr nachmittags meldet: Ein Aa-taillon ist mit Waffen und Gepäck zu den Insurgenten übergegangen. Die Bevölkerung nimmt Partei für die Insurrection, welche sich auf die anderen Provinzen auszudehnen beginnt. Die Regierungsbehörden vertan« gen. mit den Ausständischen zu unterhandeln. Die Nachrichten über das Verbleiben des Präsidenten Doctor Celman, der seit 1886 an der Spitze des argentini' schen Bundesstaates steht, lauten widersprechend. Die eine Depesche lässt ihn nach Rosario, die andere nach Eordoba entflohen sein. Die neuesten Depeschen lauten: Nachrichten aus Buenos'Nyres zufolge bemächtigten sich die Aufständischen unter den Generalen Eampos und Arredontio des Arsenales und der Kasernen des Platzes Lavalle. Die Aufständischen bestehen aus fünf Bataillonen regulärer Truppen, zwei Bataillonen Vürgerwehr und einem Corps Cadetten. Die Regierung hat noch über sieben Bataillone zur Verfügung. Bei dem gestrigen Zusammenstoße wurden viele Gebäude zerstört. Die Marine verhält sich neutral. Vicepräsident Pellegrini übernimmt die Präsidentschaft. Die Agence Havas veröffentlicht folgendes Telegramm aus Buenos » Nyres vom 27. d. M. 5 Uhr 25 Minuten abends: Pas Geschwader erklärte sich für die Revolution und bombardierte das Quartier der Regierungstruppen. Es wurde ein bis morgen vormit» tags 10 Uhr dauernder Waffenstillstand vereinbart. Der Sieg der Revolution scheint gesichert. In der Schlacht bei Chingo verloren die Truppen von Guatemala 600 Mann, auf Seite der Truppen von San Salvador wurden zwei Officiere getödtet, 87 Mann wurden theils getödtet, theils verwundet. Zur Vermählung der Erzherzogin Marie Valerie. Ischl. 28, Juli. Die Vorbereitungen für die Vermählung««Feierlich» leiten sind vollendet. In allen Straßen, durch welche der Hochzeitszug sich bewegen wird, wurden Tribünen er« richtet, deren Sitze zu den Preisen von fl. 10 bis fl. 5 reißenden Absah finden, ebenso wie die zu vermietenden Plätze an den Fenstern. Jener Theil des CursalonS, in welchem das VHounsr aiullwiro stattfinden wird, ist schon vollständig adaptiert und für das Publicum abgesperrt. Der an der linken Schmalseite des Cursaalgebäudes ge« legene Vorraum wurde in ein reich mit Orangenbäumen, Palmen und anderen exotischen Gewächsen geschmücktes Entlöe verwandelt, dessen Fußboden ein kostbarer Teppich bedeckt. Die Nischen sind mit schweren rothen Damast» vorhängen drapiert. Zur rechten Hand des Entries be« findet sich, in dem Raume des sogenannten Eomits« zimmer«, die Garderobe für die Herren und im kleinen Billardzimmer die für die Frauen Erzherzoginnen. Im Lese« zimmer, dessen Wände mit prachtvollen Gobelins aus der Hofburg verdeckt wurden, wird der Cercle abgehalten. Das Dejeuner wird im großen Cursaale eingenommen. Derselbe ist mit vornehmer Einfachheit ausgestattet und gleich einem Palmenhain. Die beiden großen Hänge« lustres wurden mit Reisig umwunden und von den Wiin« den hängen rothdamastene Portieren herunter. Die Tafel wird nicht in Hufeisenform aufgestellt, sondern in gerader Linie die Mitte des Saales einnehmen. Es werden 82 Gedecke aufgelegt werden für ebenso viele Mitglieder des ErzHauses, da die Suiten, obersten Hofchargen und die anderen Sommitäten an der Marschallstafel im «Hotel Elisabeth» speisen. Der dem Pächter der Cursaal-Restau-ration, Herrn Wigand, reservierte Theil des Gebäudes wird nur am Hochzeitstage bis 2 Uhr nachmittags für das Publicum abgesperrt. Im Speisesaale wird sich das Buffet befinden, das kleine Speisezi.nmer wird als Raum für das goldene Tafelgeräth und das Villardzimmer als Servierungsraum dienen. Samstag mittags besichtigte Seine Majestät der Kaiser, begleitet vom Obersthofmeister Prinzen Hohenlohe, sämmtliche Räumlichkeiten des Cur« Hauses und drückte über das getroffene Arrangement seine vollste Zufriedenheit aus. Wie wir vernehmen, wird die Erzherzogin kurz vor ihrer Vermählung mehreren Personen aus dem Hofstaate ihrer erlauchten Eltern sinnige Souveniers überreichen. So erhalten Obersthofmeister Prinz Hohenlohe und Oberst» Hofmeister Baron Noftcsa je ein Porträt der hohen Frau in Medaillonform mit massivem Goldrahmen im Stil Louis XIV. Unter den Hochzeitsgästen wird sich über ausdrücklichen Wunsch der Erzherzogin deren erste Erzieherin Louise Scheral befinden. Auch ihre Lehrerin der italienischen Sprache, Fräulein Mully Edle v. Oppenrieb, und die Lehrerin für Malerei, Fräulein Leopoldine Sturm, sind eingeladen. Es dürfte nicht uninteressant sein zu hören, dass die Erzherzogin noch jetzt, kurz vor ihrer Ver« mählung, steißig studiert und abwechselnd an einem Tage Unterricht im Italienischen und am andern im Malen nimmt. Ueber die Reisedispositionen wurde Folgendes bestimmt: Das neu vermählte Paar begibt sich am Nach. mittag des 31. d. M. nach dem nahe gelegenen Jagd» schlösschen de« Kaisers am Offensee, nur von der beider« seitigen Dienerschaft begleitet. Nach Verlauf einer Woche reist das hohe Paar sodann direct nach Meran und unternimmt von dort eine längere Reise durch die Schweiz, auf welcher die hohen Herrschaften von einem Beamten des Reisebureaus Cook and Son begleitet sein werden, welches daS Reise-Arrangement übernommen hat. Obwohl Erzherzogin Marie Valerie den lebhaften Wunsch ausgesprochen hat, am Geburtstage Sr. Majestät, 18ten August, wieder in Ischl einzutreffen, so wird dies wohl kaum möglich sein, sondern die Schweizer Reise von Inter« taken, wo sie endet, noch weiter auf andere Länder ausgedehnt werden. In der hiesigen Kaiservilla bleiben drei Appartements des ersten Stockwerkes, ein Entrie, ein Schlaf- und ein Arbeitszimmer, für die Erzherzogin ständig reserviert. Unterhalb der Appartements der Erzherzogin Marie Valerie werden die Zimmer für den Erzherzog Franz Salvator eingerichtet. Erzherzog Franz Salvator kommt täglich von Traun« kirchen mit dem ersten Frühzuge nach Ischl, begibt sich zu Fuß in die kaiserliche Villa und lehrt abends wieder nach Traunkirchen zurück. Neuen Dispositionen zufolge wird die Kronprinzessin - Witwe Erzherzogin Stefanie in der Kaiservilla, Prinzessin Gisela von Baiern mit ihren Kindern in der kronprinzlichen Villa am Gries absteigen. Mittwoch früh geht vom Wiener Westbahnhofe ein aus 18 Salonwagen bestehender Separatzug ab, mit welche!» die zur Zeit in Wien weilenden Mitglieder des Kaiser Hauses, die Minister Graf Kalnoly, Taaffe, Szapary ". hieherkommen. Unter den Angebinden, welche jetzt in so reichet Fülle und in seltener Art der Erzherzogin Marie Valerie beschert werden, wird ein Geschenk, obwohl nicht das kostbarste von allen, für sie den wertvollsten Schah bilden. Es ist ein Collier au« Brillanten, die die Foll" von Edelweißblüten haben, ein Geschenk der Mütter a» die Tochter, das viele Erinnerungen für die hohe Fra« und ihr Kind birgt. Als Kaiser « König Franz Josef, ft wird erzählt. Prinzessin Elisabeth von Baiern zum ersten-male sah, erblickte er an ihrem Hals eine Ebelweißblüte, die das einfache Halsband der reizenden Prinzessin schmückte. Kaiser Franz Josef erbat sich die Blüte zu" Geschenk von der Prinzessin, deren Schönheit ihn vol" ersten Augenblicke gefesselt hatte. Als der jugendliche Monarch bald darauf um die Hand der Prinzessin Elisabeth anhielt, bildete ein Brillantcollier aus Edel-Weißbluten das erste Geschenk des Kaisers an seine Braut Kaiserin Elisabeth hat ehedem oft bei festlichen Gelege»' heilen diesen Schmuck angelegt und wohl auch hie u»b da der Entstehung dieses Souvenirs gedacht. Kein Zuf^ ist es darum gewesen, dass Erzherzogin Marie Valerie, als sie vor Jahr und Tag die kaiserliche Mutter i« ihrem Geburtstage mit einem Festspiel überraschte, sil? selbst die Rolle des «Edelweiß» zudachte und im entsprechenden Costüm erschien. Nun hat die Kaiserin dal liebevolle Gedenken ihrer Tochter in reicher Fülle belohnt, indem sie als eines ihrer Hochzeitsgeschenke das Brillant-collier aus Edelweißblüten, das für sie selbst ein Brautangebinde war, bescherte. Theuere Erinnerungen an die eigene Kindheit «nd Mädchenzeit wird auch das Geschenk der Iugendgesp^ lin der Erzherzogin Marie Valerie, der Prinzessin Aglaja Auersperg, erwecken. Die Kaiserstochter und die P"»' zessin gehörten bekanntlich viele Jahre hindurch zu de" unzertrennlichsten Gespielinnen, und Prinzessin Ng^ hatte diese Zeit über als Gast des kaiserlichen Haul^ dort geweilt, wo gerade der Hof Aufenthalt nahm. ll" diese gemeinschaftlichen Behausungen gemahnt auch d«' Hochzeitsgeschenl der Prinzessin. Es besteht aus einen» dreigliedrigen Paravent, die einzelnen hellbraunen Blatt" desselben mit Nquarellzeichnungen von der Hand d" Prinzessin Auersperg geschmückt. Das erste Blatt gl°' eine Ansicht der kaiserlichen Villa in Ischl wieder, da« Mittelblatt zeigt Gödöllö, das dritte jenen Theil b" Wiener Hofburg mit der Aussicht auf den Franzenspla? und das Kaiser Franz-Monument, welcher der Erzh^ zogin Marie Valerie m»d ihrer Iugendgespielin zur A' des Aufenthaltes in der Residenz eingeräumt blieb. 3^ der Ansichten umranken Blumengewinde, bald sind es M' gissmeinnicht, bald weiße Rosen, Edelweiß oder IM«»^ grün. Der Ofenschirm, bestimmt für das Zchreibzim^ der Erzherzogin Marie Valerie in ihrem Heim, ist ^ reits nach Lichtenegg abgesendet worden. Gleichzeitig mit diesem Angebinde wurde auch ^ Geschenk des Erzherzogs Rainer und seiner Gemahl'" nach dem Schlosse gebracht. Das erzherzogliche GeschO ist ein in sehr reicher Ausführung im Barockstil st^ tener Goldbronze.Uussah. bestehend aus einer Pent"" und zwei siebenarmigen Canbelabern. Die Hauptseite ^ Uhr schmückt eine plastische Frauengestalt, welche in ih" Rechten ein Wappen hält, das die Anfangsbuchstabe« d^ Vornamen des Brautpaares V und l' in einem ve^ Nun war noch eine Schwierigkeit zu besiegen, sie betraf die Schlüssel von Oran. Vespasian wurde deshalb z»r Sllltanin berufen und fand dort Aen Mahmud, der ihm lächelnd ein Paar große vergoldete Schlüssel vorwies. «Was habe ich hier?» — «Ein Paar Schlüssel.» — «Die Schlüssel von Gran.» — «Die sind in Wien.» — «Umso besser, du kannst diese dem Grohoezier überreichen, die ich habe verfertigen lassen, dann ist beiden Theilen geholfen.» Das laute melodifche Lachen der schönen Sultanin half Vespasian über die letzten Bedenken hinweg. Der Großvezier musste übrigens eine Ahnung von dem Streiche haben, der ihm gespielt wurde, denn er nahm lächelnd die Schlüssel an, um sie im nächsten Augenblicke wieder zurückzuerstatten. So wurde der erste Friede zwischen Oesterreich und der Pforte 1533 geschlossen. Als Sultan Soliman die Gesandten zum Abschiede nochmals empfieng. wendete er sich zuletzt zu Vespasian und sprach: «Um dir mein Wohlwollen zu beweisen, will ich dir ein Geschenk machen; wähle selbst unter meinen Schätzen. — «Ich werde dankbar annehmen.» erwiderte Veipasian. «was du mir auch gibst.» Auf einen Wink Solimans wurden die Thür« Vorhang/ zurückgeschlagen, und die Obersthofmeisterin des Serails führt..' Zorka in der reichen Tracht einer Khadine herein, Auf einen zweiten Wink des Sultans schlug sie den Schleier zurück und sank in Vespasians Arme. m,. V/,er Monate später wurde das junge Paar zu Men für »mmer vereint. > » ^ ° Leopold von Sacher-Masoch. Nachdruck verboten. Asrstoßsn unö verlassen. Roman von Vmil« «ichebourg. (75. Fortsetzung.) Sprach SoNhene in solchem Tone zu Martha, so hatte er die Ueberzeugung erlangt, dass die Gräfin ihn täusche. Wenige Tage vor dem vierten October und vor der Stunde, in welcher der unglückliche Graf, ins Herz getroffen, erklärt hatte, dafs der Waldhüter Laprete sein Mörder sei, hatte Sosthene diese Worte zu Martha gesprochen. Um acht Uhr abends am vierten October erfuhren der Waldhüter und seine Frau von dem Tode ihre« Herrn, uud gleich darauf kamen die Gendarmen, um den Schuldlosen zu verhaften; es war die« einem Blitz« schlage aus heiterem Himmel gleich. Martha, die vollständig außer sich war, rief un. aufhörlich: «Es ist alles falsch, mein Mann ist schuld, los! Es ist ein Complot gegen uns angezettelt, man will uns verderben!» «Wo ist Ihr Gewehr?» fragte der Patrouille« führer den Angeschuldigten. Laprete walf einen Blick auf jene Stelle, an wel« cher sonst sein Gewehr sich zu befinden pflegte, und stirß einen Schrei aus, denn er bemerkte, dass dasselbe verschwunden sei. «Heute Morgen um zehn Uhr hieng es noch am Nagel!» betheuerte er. «Ja.» rief nun auch Martha, «und ich bin vollkommen sicher, dass es auch noch um Eins dort gehangen hat. In meiner Abwesenheit muss jemand das Gewehr genommen habeu.» «War es geladen?» .. «Ja. mit zwei Kugeln,, erwiderte Laprete; '^ wollte eine Wölfin damit todten, welche ich vorgeste" gefehen habe.» ^ «Und Sie weigern sich, uns zu sagen, wo ^ Gewehr jetzt ist?» «Ich weiß es nicht! Sie haben ja doch die Ä"^ sage meiner Frau gehört. Es muss jemand wäh"" unserer Abwesenheit die Waffe genommen haben!' Trotz des Flehens Marthas, trotz allen Velhe" rungen seiner Unschuld führten die Gendarmen Unglücklichen hinw.g. . Die junge Fmu, halb wahnsinnig vor Entsey eilte nach dem Schlosse; sie wurde nicht empfal'9 ^ Sie kehrte des Morgens dorthin zurück; man jag"^ mit Schimpf und Schande davon und nannte s>e Gattin eines feigen Mörders. . ^ Am Morgen fand sich das Gewehr in einer >e stchenden Waldhütte; der eine Laufe desselben war geschossen. > Frederic Laprete war zuerst nach Montagne " dann in das Gefängnis nach Caen geführt wo",^ Martha mietete sich in einem kleinen StübcheN 5 Caen ein und blieb dort bis zur Verurtheilung.'^,, Galten. Sie verkaufte ihr Mobiliar; der Erlös h"^,, erqab mit ihren Ersparnissen die runde Summe 2000 Francs. Dann suchte sie ihren Sohn in den " gcsen auf. Die Eltern Laprete's. schlichte V«"^ wussten nichts von allem, was sich zugetragen, ' Martha hütete sich wohl. das Unglück ihres O"^ ihnen bekannt zu geben. Sie nahm Heinrich "'^cy und ließ sich unter dem Namen Merson in " vaibacher Zeitung Nr. 173. 1427 30. Juli 1890. schlungenen Monogramm zeigt. Das Zifferblatt krönt eine glelchsalls plastisch gehaltene Engelsgestalt, welche mit delden Armen eine Krone hoch emporhält. Den reich ornamentierten Sockel umgeben an den vier Ecken Palmen» zwelgschwingeube Kinder als Friedensengel. Ebenso reich ornamentiert geben sich die beiden Candelaber, deren Fußgestell reizend modellierte Putten umschweben. Politische Ueberficht. (Dür böhmische Landesschulrath.) Einer -prayer Meldung zufolge fand vorgestern die erste ^ltz'lng des nenen üandesschulrathes statt. Dieselbe wurde vom Statthalter Grafen Thun mit einer in velden Landessprachen gehaltenen Anrede eröffnet, in welcher er die Erwartung ausdrückte, dass der Landes-Hulrath in seiner gegenwärtigen neuen Zusammen' Atzung bestrebt sein werde, den geistigen Wohlstand oes Uandes zu heben, und dass auch die einzelnen ^tilglleder mit ebensolcher Liebenswürdigkeit und Colle-gwutät wle bisher einander unterstützen werden. Nach oer Anqelobung fand sofort die erste Sitzung statt, in welcher zwei Geschäftsstücke erledigt wurden und ein ^onute zur Berathung der Geschäftsordnung eingesetzt wuroe Director Heinrich wohnte gleichfalls der Si-ßung hei. (Dalmatien.) Die vorgestrige Nummer der in Zara erscheinenden Zeitschrift «Smotra» bringt au« «nlass der Vermählung Ihrer t. Hoheit der Frau MAM Marie Valerie eine lange Reihe von Üo-^atstlindgebungen, allen voran die Huldigungsadresse l> n dalmatinischen Landesausschusses. — Die Enthül-"ng des Denkmals für den kroatischen Dichter Kakc ^..neuerlich verboten, weil statt der bereits früher ° Anbeten Wappenbilder die Inschrift «unvollendet» "'gebracht wurde. d?r, .^ ° h' Wie n.) Im Wiener Magistrate werden sM l« ".tudlen über die durch den administrativen An« w/nö Vororte an die Commune Wien noth- rnoigen Reformen in der Verwaltung, veziehungs-gepslo Errichtung der magistratischen Bezirksämter das«n^" Budapest) macht es einiges Aufsehen, new?!- "^'kumund Perenyi. ein intimer Freund des 3 w^ Ministerpräsidenten Tisza. die bisher bekannt 3Wn^"? Principien der Regierung rücksichtlich der äuV ^ politischen Verwaltung im Organ der war l" ^ " ^'^^'^ ^^'6 angreift. Baron Perenyi Tisza's ^" """ ^" bevorzugtesten Obergespäne manÄ^'^^" Kallay in Bosnien.) Wie v Knn^ ^"ajevo berichtet, ist Reichs-Finanzminister einaetr^ "' ^. d. M.. von Gorazda kommend, dort Kutsckpv l ""^ bei dem Eiviladlatus Freiherrn von befaXn Vchiegen. I„ der Begleitung des Minister« Dr Ni?l«V °" Delegationsmitglieder RalovLzly und MiM " w'^ ""^ Sectionsrath v. Matauschel. Der und sudan« c'" Sarajevo längeren Aufenthalt nehmen sehen. '"" Inspectionsreise in das Inland fort- den bew?s!^^^helm in Russland.) Ueber Nussland ^elwen ^^such des Kaisers Wilhelm II. in "achstebe,,^" °" '^^. Eorr.» aus St. Petersburg theilunaen ' °"2 officiellen Angaben geschöpfte Mit-Jacht «knf,^-Kaiser Wilhelm wird an Bord der _^ """"""""-n am 16. August im Hafen von Reval. der Hauptstadt der Provinz Esthland, eintreffen und sich am nächsten Tage mit der Eisenbahn nach Narva begeben, wo er von den russischen Manöoer-truppen in feierlicher Weise begrüßt werden wird. An den nächstfolgenden Tagen wird der deutsche Monarch einer Reihe von militärischen Uebungen beiwohnen, die am 24. August mit einer großen Truppenschau auf der Ebene von Krasnoje Selo ihren Abschluss finden werden. Sodann wird der hohe Gast sich mit dem Zaren nach Schloss Peterhof begeben und von dort aus die Rückreise nach Deutschland antreten. Die Nachricht eini-ger Blätter, dass der deutsche Kaiser auch den in Wo» lhynien abzuhaltenden Manövern beiwohnen werde, ist völlig unbegründet. Kaiser Alexander III wird alsbald nach der Abreise des deutschen M march en für kurze Zeit auf seinem Gute Spala in Polen Aufenthalt nehmen, von wo er sich sodann zu den großen Waffenübungen begeben wird. die in der ersten Hälfte des September in Wolhynien abgehalten werden. (England und Frankreich) Die «Agence Havas» meldet aus London: Die französisch britischen Verhandlungen, betreffend die Zanzibar-Frage. werden, ausgenommen die der Grenzcommission in den Niger-Regionen vorbehaltenden Details, heute beendet. (DasLeipzigerReichSgericht)hat dieser» tage einen fast zweihundertjährigen Procefs zwischen Lübeck und Mecklenburg zu Gunsten der Stadt Lübeck entschieden. Nach dem Urtheile des Reichsgerichtes ist die Oberhoheit Lübecks über die auf mecklmburg'scher Seite liegenden Trave«Ufer, so weit das Ueberschwem» mungsgebiet reicht, sowie über den Dassower See und die Pötniher Wyk anerkannt worden. Es wäre ein dankbarer Stoff, die Zustände Deutschlands zu der Zeit, da dieser fast unsterbliche Process begann, mit den heutigen zu vergleichen! (In Rio de Janeiro) ist das Gerücht ver< breitet, die Regierung beabsichtigt die auswärtigen Vertreter, welch? bei den Mächten beglaubigt sind, die die neue brasilianische Regierung noch nicht anerkannten, abzuberufen. (Ein Circular Crispi's.) Wie der «Mo» niteur de Rome» meldet, hat Crispi an alle Präfecten des Königreiches ein Circular erlassen des Inhaltes, keinerlei Demonstrationen gegen Oesterreich zu dulden. (In Guatemala) verhängte der bedrängte Präsident den Belagerungszustand, und während diese ganze Republik der Anarchie preisgegeben scheint, rücken die Truppen von San Salvador siegreich gegen die Hauptstadt. Was wird sich aus diesem Chaos ent« wickeln? Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, den freiwilligen Feuer-wehrvereinen in Vüdötkut und Völgyfalu je 80 fl.. ferner dem ersten Oiidapester Kranken,-ihn traf ^° 5" Rainen Lkprete. defsen Schmach auch ' "ucy ,h„. den Sohn des Galeerensträflings. ^eschiM^?.^ bitter Heinrichs Herrn Lionnet die "elche «eMk^ Laprete's berichtete, eine Erzählung, von der Unl^^ aewissensstrengen Mann vollkommen braußen di? A- ^ Verurtheilten überzeugte, hatte gewährt w« ""nerm einer neuen Bes.lcherm Einlass """ halbp« !^ das keine andere als Genevieoe. Vor erhalten d/ ^ ""^ Wte sie einen anonymen Brief Mann, 'den «^ """heilte, dass Heinrich Merson. der ""faehört ^ ^^' in dieser selben Stunde noch "°" SeMni ü ^"^ su leben. weil er den Freiherrn ein Duell °ele,digt und mit diesem infolge dessen ""e sie auf ü- ä"^m habe. Sie wusste es kaum. H"nrich m-l /- '^schalt hin nach dem Hause, welches "ber si/ „" '""" Mutter bewohnte, glommen war. "." sich n.N°b "A. dass sie sich beherrschen musste. Sie erkannte sogleich, dass b" Gefall »? ^ ""-los sei. dass man hier also von Als hi' <^,' °te Hemrichs Leben bedrohte, nichls ahnte. Vater b.i 3"" ^ mittheilte, dass Herr Lwnnet. ihr "Nen'SHsj?/"" ^ech" sei. machte sie unwillkürlich "hne Oow.Ic.^^' aber nein. fortgehen von hier. 5"ben Ä « ^" das Schicksal dessen erlaugt zu ^l"en Nr!-»", ^ben auch das ihrige ausmachte, um -ple,s! So bat sie die Dienerin, sie in Hein« richs Atelier treten und dort seine Rückkunft oder das Fortgehen des Vaters abwarten zu lassen. Victorine, eine langjährige Bedienstete im Mersou-schen Hause, die uugefähr muthmahte. wie die Dinge standen, sah keinen Grund, dem jungen Mädchen ihre Bitte nicht zu erfüllen, und ließ Genevieve in den äußerst kunstsinnig ausgestatteten Raum eintreten. Aber diese hatte kein Auge für alles um sie her. Sie hatte durch Alberts Verschwinden qualvoll gelitten, aber ein Nichts war das alles gewesen gegen diese Pein. Albert war wiedergekehrt mit einer leeren Ausrede, bereu Unwahrheit derselben aufgeprägt stand, sein Ausbleiben rechtfertigend. Die Mutter glaubte ihm blindlings; sie sagte ihm offen, dass er uicht die Wahrheit spräche, die sie ahnte, und er hatte betrossen den Blick gesenkt. Herr Lionnet hatte von allem nichts erfahren. Mutter und Sohn fchwiegen; weshalb follte Genevieve reden? Wie nichtig erschien ihr alles das jetzt! Mit welch hochpocheudem Herzen horchte sie auf jeden Laut, auf jeden Schritt von außen. Aber Minute um Minute verstrich, eine Viertel», eine halbe Stunde; da plötzlich — die Thür gieng aufs neue. ja, das war Heiurichs Schritt! Sie wollte aufspringen, ste vermochte es nicht; sie zitterte am ganzen Körper. Im nächsten Moment schlug die Portiere ausemander. Hei »rich — es war wirklich Heinrich, der da vor ihr stand! Genevicve stieß einen Schrei aus und stürzte, nur der Eingebung ihres Herzens Folge leistend, auf ihn zu und. ehe sie selbst es wusste, in seine Arme. «Sie sind es! Sie sind es! O jetzt bin ich glücklich!» Und sie jauchzte vor Freude laut aus. (Fortsetzung folgt.) das Forst», Jagd» und Vergbauwesen gewidmet. Die Iagdausstellung aller jagdbaren Thiere Steiermarks bietet aleichsalls Interesse. In pietätvoller Weise hat man die Iaabllusrüstung weiland Erzherzog Johanns zur Ansicht geboten, A»ch das Nerg- und Hüttenwesen der Steiermarl werden zahlreiche Ausstellungsgegenstände veranschaulichen, darunter die «schwarzen Diamanten» Steic>rmarls in mäch» tigen Blöcken, Erzblöcke aus Deutsch. Feistritz. kolossale Gussstücke aus Neuberg, Vlecherzeugnisse aus Trieben, Producte der Salinenwerle u. s. w. — (Dr. Marltbreiter — Redacteurl) Wie aus Newyork geschrieben wirb. hat Dr. Marltbreiter beim Newyorler «Herald» eine Redacteurftelle erhalten und bezieht bei diesem Matte die Kleinigkeit von 600 Dollars monatlich. Der neue Zeitungsmann kann mit dem Tausche ganz zusrieden sein. denn in der Rebactionsstube des Newyorker «Heralb» sitzt es sich gewiss gemüthlicher, als in der Kerlerzelle eines öfterrei« chischen Gefllngenhlluses. Ob aber ein Wellblatt wie der Nemyorle»- «Heralb» dadurch gewinnt, indem es einen solchen Menschen in seinen Verband aufnimmt, ist wohl mehr al« zweifelhast. — (Ins Kloster.) Die Witwe nach dem Grafen Heinrich Clam. eine geborene Fürstin Salm, welche nach dem Tode ihres Gatten des prächtige Schloss lllam in Oberösterreich als Witwensitz zugewiesen erhielt und seit» her anch dort ständigen Aufenthalt nahm, verlässt im Herbste Clam, um in ein Prager Frauenlloster zu über» siedeln, in welchem sie das Vorbereilungsjahr absolvieren will, da die Gräfin beabsichtigt, in einen Frauenorden einzutreten. — (Ein Ameisenregen.) In Turin siel am 23. Juli nachmittags, wie die «Gazzetta Piemontese» meldet, ein reichlicher Regen von geflügelten Ameisen. An manchen Stellen, wie in der Via Ospedale und auf dem Platze Carlo Alberto, war derselbe so dicht, dass die Ameisen den Boden fast ganz bebeckten. Diese Insecten sind etwas größer als die gewöhnlichen Ameisen und mit verhältnismäßig langen Flügeln versehen, mit denen ste jedoch leine langen Flüge unternehmen lönnen. — (Aus Island.) Mit dem von der Insel Island in Kopenhagen eingetroffenen letzten Postdampfer gieng die Meldung ein. dass die Influenza jetzt auch zu dieser abgelegenen Insel gekommen ist und sich schnell verbreitet hat. Man ist dort beunruhigt wegen der Folgen dieser Krankheit, da die früheren Epidemien beinahe eben so große Sterblichkeit zur Folge gehabt haben, als die Cholera in anderen Ländern. Im Jahre 1843 starben von 57.000 Bewohnern der Insel gegen 2000 Personen an der Influenza und im Jahre 1666 beinahe 1500 Personen. — (Mit dem Retter get übtet.) Ein gras», liches Unglück ereignete sich aus einer Bahnstation bei Chicago. Fräulein Sarah Warner, die Tochter des reichsten Mannes im Staate, überschritt das Geleise, während ein Schnellzug in die Station einlief. Ein jun» ger Advocat Namens Cartwright. die Gefahr, in der das Mädchen schwebte, erkennend, wollte es retten und sprang hinzu. Beide wurden vom Iuge erfasst und vor den Augen eines zahlreichen Publicums zermalmt. — (Johann Orth.) Au« Buenos.Uyres erhält die «Neue freie Presse» ein vom 5. Juli datiertes Schreiben, in welchem berichtet wird, dass Herr Johann Orth (Erzherzog Johann) um diese Zeit die Absicht hatte, in der folgenden Woche nach Valparaiso abzusegeln. Hiernach zu schließen, hat Herr Johann Orth noch vor Ausbruch der Revolution in Argentinien das Land verlassen. — (Die tiefste Stelle des Oceans.) Die erst vor zwei Jahren durch das englifche Vermessung«' schiff «Egeria» im südlichen Großen Ocean entdeckte tiefste Stelle von 3102 Meter ist durch eine neuere Messung desselben Schisse« im vergangenen Jahre überholt worden. Zwischen den Samoa- und Tonga-Inseln lothete die «Egeria» eine Tiefe von 6280 Meter. — (Eine abgebrannte Stadt.) Au« Sanct Petersburg wird berichtet: Die Stadt Vetluga ist nahezu vollständig abgebrannt. Das Magistratsgrbäude, die Ganl, die Schulen und fast alle öffentlichen Gebiwde sind ein-geilschert. Der Schaden ist vorläufig nicht zu ermessen. Das Elend ist furchtbar. — (Ausweisung eines Journalisten.) Die serbische Regierung wies Samstag den ehemaligen Presschef in Serbien und gegenwärtigen Correspondent?», der «Kölnischen Zeitung», Petrovit. aus. — (Geschäftsgeheimnis.) Lehrer: «... Nun, Hans. weißt du noch ein Thier, das auf der Weibe ernährt wird? (Hans schweigt.) Nun. wovon macht dein Vater Wurst'?» — Hans: «Das kann ich nicht sagen — sonst haut er mich!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Pontificalamt.) Anlässlich der Vermählung Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie mit Seiner l. und l. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Franz Salvator wird morgen vormittags 10 Uhr Seine Excellenz der Herr Fürstbischof ein solenne« Pontifical. Laibacher Zeitung Nr. 173. 1428 30. IuM1890. amt in der hiesigen Kathedralkirche abhalten, um Gottes Segen über das höchste Brautpaar herabzustehen. — Einer Anordnung des sürstbischöftichen Ordinariats gemäß finden morgen vormittags 10 Uhr in allen jenen Pfarren, lvo öffentliche Behörden und Aemter ihren Sitz haben,! Feftgoltesdienste statt. — (Militärpflichtige Auswanderer.) Au« Steinbrück wird uns geschrieben: Am 28, d. M. wurden vom Titular'Postensührer Johann Rott und Gendarm Karl Varta auf dem Bahnhofe in Stein» brück 22 der bäuerlichen Bevölkerung angehörende Personen angetroffen, welche die Absicht hatten, nach Amerika auszuwandern. Von diesen wurden 12 im militärpflich' tigen Alter stehende Bauernbursche aus Kroatien, welche größtenthsils mit gefälschten Reisedocumenten versehen waren, sowie der Führer der Reisegesellschaft, welcher im Verdachte steht, die Vorgenannten zur beabsichtigten Alis« Wanderung verleitet und denselben falsche Reiselegitima« tionen verschafft zu haben, verhastet und dem k. l. Ve< zirttgerichte in Tüffer eingeliefert. — (Auslosung der Geschwornen.) Beim hiesigen l. l. Landes- als Schwurgerichte wurden vor« gestern für die dritte am 1. September beginnende Schwurgerichtsperiode ausgelost, und zwar als Haupt« geschworne die Herren: Kronabetvogel Hugo, Grundbesitzer und Gastwirt in Goditsch; Gerbec Johann, Grund-, Säge« und Mühlenbesiher in Brunndorf; Cerin, Johann, Grund« und Hausbesitzer in Stefansdorf; Ban Franz, Vuchdruckereifactor in Laibach; Homann Friedrich, Han« delsmann in Radmannsdorf; Schreyer Iofef, Hausbesitzer in Laibach; Bürger Friedrich, Buchhalter in Laibach; Hribar Franz, Lederhändler in Laibach; Dr, Deu Eduard, Ndvocat in Adelsberg; Mühleisen Arthur, Hausbesitzer in Laibach; Slaberne August, Handelsmann in Laibach; Dr. Waldherr Josef, Institutsinhaber in Laibach; Schuß» mg Anton, Handelsmann in Laibach; Kasch Franz, Han« delsmann in Laibach; Hudabiunigg Karl, Hausbesitzer und Repräsentant der Grazer Vrandschaden-Versicherungs« Gesellschaft in Laibach; Dr. Vok Franz, k. k. Notar in Laibach; Petrici«! Vaso, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach; Tercel Franz, Handelsmann in Laibach; Susnik August, Hausbesitzer und Wirt in Lack; Achtschin Karl, Sparcasse - Kanzlist in Laibach; Kajzel Peregrin, Handelsmann in Laibach; Pirnat Johann, Bäckermeister und Hausbesitzer in Laibach; Kovai Franz, Grund« und Gasthausbesitzer in Tazen; Kumer Johann, Bäcker und Wirt in Krainburg; Slofizh Johann, Handelsmann in Laibach; Hribar Johann, Hauptrepräsentant der «Slavija» in Laibach; Krejci Anton, Kürschner in Laibach; Vevar Martin, Gastwirt in Lu-towih; Pogacnil Stefan, Hausbesitzer und Wirt in Laibach; Schemerl Victor, l. und k. Major i. R. in Laibach; Fischer Franz, Grundbesitzer in Stein; Ledenig Alfred, Handels» mann in Laibach; Klein Anton, Vuchdruckereigesellschafter in Laibach; Legat Franz, Besitzer in Lees; Clemenz Josef, Vau.Nssistent in Laibach; Vergant Lucas, Grund« befiher in Stein; dann als Ersatzgeschmorne die Herren: Blaznil Laurenz, Hausbesitzer und Krämer; Petrin Jakob, Tischlermeister; Dorrer Anton, Marketender; Malin Johann, Hausbesitzer; Cigoj Johann, Tischlermeister; Wilsan Joses, Buchhalter; gamejec Gregor, Bäckermeister; Vtedry Wenzel, Agent, und Vaumann Anton, Commis — sämmtlich in Laibach. — (Retraite.) Wie man uns mittheilt, entfällt das für morgen angesagte Promenade»Concert, dagegen wird heute abends eine Retraite mit Musik abgehalten werden. Die Musikkapelle nimmt um halb 9 Uhr abends ihren Weg von der neuen Insanterie«Kaserne aus durch die Peters-, Elefanten» und Schellenburggasse über den Congressplatz, durch die Herrengasse, über den Auersperg«, Prescheren«, Rathhaus«, Dom- und Valvasor-Platz, über die Polanastrahe und die Petersbrücke in die Kaserne zurück. — (Die Bahn Divaca-Lack«Klagenfurt.) Wie bereits gemeldet, fasste die vorgestern in Klagensurt stattgesundene Versammlung der Delegierten mehrerer Landesausschüsse und Handelskammern einstimmig den Beschluss, dass die Herstellung einer möglichst kurzen Eisenbahnverbindung zwischen dem Seehafen von Trieft und dem industrie« und gewerbereichen Norden Oester« reichs sowohl durch die Interessen der Stadt Trieft als auch durch die volkswirtschaftlichen Interessen der Westhälfte des österreichisch« ungarischen Staates geboten sei. Als kürzeste Verbindung erkannte die Versammlung eine vorerst zu erbauende Eisenbahn von Divaca nach Lack und über die Karawanken durch das Rosenthal nach Magenfurt. Der kärntnerische Landesausschuss wurde er« sucht, zum Zwecke der ehesten Tracierung dieser Linie Petitionen an die k. l. Regierung sowie an beide Häuser des Reichsrathes zu richten. — (Trabers Museum.) Seit einigen Tagen ist auf dem Kaiser«Josefs«Platze Traber« anatomisches Museum zur Besichtigung aufgestellt. Das Museum ent« hält eine bemerkenswerte Sammlung künstlerischer Dar» ftellung?« au« dem Gebiete des Körperlebens des Men« schen. und ist daher der Besuch desselben Erwachsenen zu empfehlen. Da« Museum enthält auch mehrere gelungene Originalfiguren und Gruppen. Entrie 20 lr. - sür Mili« tär und Kinder 10 ,r. ' ' — (Aus Ratschach) meldet man uns: Bei der am 27. d. M. abgehaltenen Sitzung der hiesigen Markt« gemeinbevertretung wurde Herr Dr, Ludwig Ritter von Gutmansthal - Nenvenuti, Besitzer der land« tästichen Güter Weichselstein und Hotemesch, aus Dank« barleit für sein wohlthätiges Wirken zum Ehrenmitglied der Marktgemeinde Ratschach gewählt. — (Unglücksfall,) Am 26. d. M. blieb das drei Jahre alte Töchterchen Francisca des Mühlen« besihers Jakob Meden' in Vigaun kurze Zeit ohne Aussicht. Das genannte Kind entfernte sich aus dem Hause, kam dem vorbeifließenden Zirkniher Bache zu nahe, fiel in denselben und ertrank. Dasselbe wurde als Leiche aus dem Wasser gezogen und im väterlichen Hause auf« gebahrt. — (Diebstahl.) Im Cafe Marzolini aus dem Congressplatze wurden vorgestern früh von einem un» bekannten Fremden 6 Billardkugeln im Werte von 60 st. entwendet. Der Fremde, welcher bereits durch einige Tage das Cafe' frequentierte, benutzte den Moment, als sich die Magd, welche das Local reinigte, entfernte, um den Diebstahl auszuführen und sodann zu verschwinden. — (Ein neu entstandener See.) Die weite Wiesenmulbe, die unter Ratschach an die Staatsbahn stößt, deckt, wie man der «Tagespost» meldet, gegen« wärtig ein See, auf welchen Bahnreisende, die dort schon öfter vorübergefahren sind, erstaunt niederschauen, nach« dem sie früher hier lein Seebild erblickt haben. Im Spätherbste und im Frühjahre ist dieser See gerade keine besondere Seltenheit, unter allen Umständen aber im Hochsommer. Derselbe wirb indessen bald wieder ver« schwunden sein. — (Gemeindewahl in Mitterborf.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstande« der Ortsgemeinde Mitterd ors im politischen Bezirke Gottschee wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher Josef Perz von Windischdorf, zu Gemeinderäthen Georg Lobisser von Kernborg, Mathias Perz von Kostern, Franz Ranket von Rain, Georg Michitsch von Kaflern, Johann Eppich von Wmdischdorf und Andreas Pasche von Mitterdorf. — (Verunglückter Bergarbeiter.) Im Kohlenwert Sagor wurde vorgestern nachmittags der Arbeiter Jakob Pancur von einem niederfahrenden Hunt derart verletzt, dafs er nach wenigen Minuten den Geist aufgab. Pancur erlitt einen Bruch des Gemcks und der Wirbelsäule. — (Schadenfeuer.) Sonntag abends 11 Uhr brannte die der Gertraud Slofic in Freilhof bei Gorenje ob Krainburg gehörige Kaische ab, und blieb das Feuer nur auf dieses Object beschränkt. Die Abbränd« lerin ist versichert, die Entstehungsursache des Feuers unbekannt. — (Katalog des k. k. Schulbücherverlags.) Am 15. d. M. wurde der Katalog des kl. Schul« bücherverlags in Wien ausgegeben. Jene Abnehmer von Schulbüchern, welche sich mit dem Verschleiße derselben befassen, genießen in Kram eine Provision von 20 pVt. des Ladenpreifes. — (In Trieft) wurden der Leiter und ein Agent der dortigen Nähmaschinen - Niederlage Singer Manusalturing Company unter Verdacht bedeutender Zolldesraudationen verhaftet. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.. Wien, 29. Juli. Die Erzherzoge Albrecht und Eugen und Erzherzogin Maria Theresia, die Gemahlin des Erzherzogs Karl Stefan, find zu den Vermählungs» feierlichteiten nach Ischl abgereist. — Ein Entrefilet des «Fremdenblatt» bezeichnet die Meldung eines Wiener Blattes, wornach Prinz Ferdinand seioe Rückkehr nach Bulgarien abhängig gemacht habe von der Zustimmung der bulgarischen Regierung zur Aufnahme von öster« reichischen Officieren in die bulgarische Armee, als vollständig erfunden. Die Meldung habe bloß die Tendenz, in den Valtanländern Beunruhigung und Missttauen gegen Oesterreich-Ungarn zu verbreiten. Ischl, 29. Juli. Anlässlich der bevorstehenden Ver-mählungKfeier finden großartige Vorbereitungen zur Ausschmückung der Stadt statt. Der Zufluss der Fremden ist massenhaft. Morgen abends weiden auf allen Berghöhen Freudenfeuer angezündet werden. Paris, 29. Juli, abends. Die Agence Haoas meldet: Der Aufstand in Vuenos-Ayres ist unterdrückt und dir Regierung bereits zurückgekehrt. — Ein Indianer stürzte mit dem Messer auf den Präsidenten von Guatemala, Barillas, welcher zurückwich und unverletzt blieb. Der verhaftete Attentäter gestand, von den Conservative« gedungen worden zu sein. London, 29. Juli. Das Unterhaus nahm die Hrlgo< land'Bill in dritter Lesung ohne Abstimmung an. — Eine Anzahl Arbeiter der Tilburgs-Docks streiken, weil sie die Bedingungen der Contractarbeit fernerhin als unannehmbar betrachten. Eine Ausdehnung deb Streiks wird befürchtet. l Bucnos-Ayres, 28. Juli. Die Regierungstruppen haben ansehnliche Verstärkungen erhalten. Präsident Dr. Celman ist zurückgekehrt. Die Börse und die Vankn sind noch immer geschlossen. Constantinopel, 29. Inli. Telegramme einiger hiesiger Eeneralconsuln constatieren den Nusbruch del Cholera in Mekka. Von dreizehn Erkrankten sind sieben gestorben. Newyork. 29. Juli. Die Vergindustriestadt M« lace im Staate Idaho ist abgebrannt; 1500 Einwohner sind obdachlos. Der Schade beträgt eine halbe Million Dollars. Angekommene Fremde. Am 28. Juli. Hotel Stadt Wien. Lunjak. Weiß, Susa, Feldmann. Köllnel, Korcff und Strumar, Kaufleute. Wien. — Hirsch, Kaufmann. Budapest. — v. Lenl. Privatier, Arch. — Rcdmann uB Röttel, Privatier, Agram. — Dr. Pohl, Berlin. — Cassa"', Trieft. Hotel Elefant. Epstein. Kaufm., Wien. — Bartl, Kaufn»' Tausig. — Bühm, Reiseuder, Budapest. — Fajst, LeM Baiern. — Hofer, Baden. — Bresadola, Ingenieur. Mi' — Grasel, Stein. — Smrekar, Ingenieur. Mannheim. ^ Dr. Pausz. Regjmentsarzt, Pola. — Wwy. Kaufm,. »a< nischa. — Dr. Znidariö, Drachenburg. — Gerson, Rector, Leipzig. — Dernla, Professor, Fiume. Hotel Vaierischer Hof. Vogrin, Rautrigel. — Vartlma, Handlern. Hotel SMalinhllf. Simegub, Warschau. — Tomic, Treffen. ^ Hebercr. Marburg. — Hroat, l. und l. Marine.Curat, Fiume- — Nutz, Privatier, Wien. Verstorbene. Den 27. Juli. Josef Ialopiö, Arbeiterö-Sohn, 4 Vt>, Iiegelgasse Nr. 31, Darmtatarrh. Den 28. Iuli. Nloisia Telavc, Näherin. 2? I.. Petel^ strahe Nr. 64, Tuberculuse. — Gustav Iezersel, Arbe» Marasmus. Wlkswirtschastliches. Moolfswert, 28. Juli. Die Durchschnittspreise stellten silh auf dem heutigen Marlte wie folgt: fl. li, sl. j ll. Weizen per Hektoliter 6 18 Butter pr. Kilo . . . -^ sa Korn » 4 71 Eier. 1 Stück . . . ^ « Gerste » 4 22 Milch pr. Liter . . . -^ ° Hafer » 3 25 Rindfleisch pr. Kilo . — ^ Halbfrucht . 5 20 Kalbfleisch . . - üb Heiden » 4 88 Schweinefleisch » - ^" ^ Hirse . 5 20 Schöpfenfleisch » - -" U Kukuruz . 5 20 Hähndel pr. Stück . . -" A Erdäpfel pi. Meter^Eti. 2 60 Lauben » . . -^ ^ Fisolen Per Hektoliter 5 50 Heu pr. M.»Etr. . . ^ ^ Erbsen » 5 52 Stroh 100 » . . — °" Linsen » 5 52 H'ilz, hartes, pr. Cubil- Flachs » 7 48 Meter..... -^ ^ Rindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz. weiches, pr.Cubil- Schweineschmalz » — 76 Meter..... -^ "" Speck, frisch, » — — Wein, roth., pr.Hektl. 18 ^ Spcck, geräuchert. » >— 75 Ü Wein, weißer, » 1» ^ Meteorologische Beobachtungen in kaibach. "?uMg? 737 b , 17"Ä No^Dst Mi «a 29.2. N. 735-4 2« 8 Nord-West heiter l)«" 9 » Ab. z 735 6 20 8 Süd'West heiter Heiterer, heißer Tag. — Das Tagesmittel der W«l!" 21-6«, um 2 0 über dem Normale. ________^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit. Die p. ^. I^o»t^t)c>«,,<5LK^^ der «K'aibacher Zeitung», bei welchen dl^ Abonnement mit diesem Monate ende») werden höflichst ersucht, die weitere M"" numeration l>n^<1iß^ zn erneuern, "l" die Zustellung ununterbrochen veranlag ?u können. V naöom založništvu je iziäol na avitlo drugi, pomnoženi natis: Poezije S. GreflorüiceYß. Elegantno vezane In 2 zlatim obrezkom sta-nejo 2 gold., nevezane I gld. 20 kr. lg. v. Kleinmayr S Fed. Bamberg knjigotržnioa v Ljutljani. 1429 Course an der Wiener Börse vom 29. Juli l890. ^ ^ 0^°«, 1°^°«. «eld Warr Stllllts-Nniehen. '^/«einheitliche Rente in Noten «»41, pg NN l>ut>eiiente . . «n^n «o,n ;«"er^Lt°a.«l°,e'. 250 ss'. ,^«3-3 Nn3."^. ' N«nl»el IM, fi. I47 8b l4??s, l»N4ei Ctlllllslolc . . lNU fi. 17^ h<» 177 _ ^?,3'^°^"''"' steuerfrei . I08'90 „>8 ,0 "eNeit.Nnte..imtr. steuerfrei „',!!?> i^i 4b «orantleite «isenbal,«. «^uldvtrslhrtibnngen. N«^°"" ^ « W'rrfiei ,,43" 115,0 L°I°"b°^.r «ah„ in Lilber ,'» "n „?," Wabethbü».. für «<.» Marl , "9 «. ,^ I "'<«, Volbirnte 4°/ .,< ° '«'« Papterr.nt, ^/' ' ' ' «l!l «<» I,,« - «"'^74«;«^''°«!.«« «elb Narr Grundtnll.-Oblilllltilmen (für lm> fi, CM.), k»/« «alizlsche...... ,l>4 Ll, 105 — b°/„ mährische...... ,08 50 - - ü°/n ttraln und «üNenland . . ^ _ — — !i"/n nleberöslerreicbilche . . . «m,-. WS 75 K"/« steirilcke...... „._, —-_ b"/, lrolll! und Navonllcht . <»< Ul lnli'bO b"/„ stebcnburaücht . , . , _.!. ^._. 5°/„ lemcscr Vanal , . . ^..^. __.^ 5"/„ m>a°r,leb<-n verlo«. h°/« pg ^ _..!_ Pianddrieic (sür l<>!» st.), Vol/tmr, all». NN, 4°/„« llk - ll« dto I !yp°thelfnb°nl ,0j. l«>°/» ,y,.« '^." Oe<,.l,'?<> Prioritats-Obllgütlonen (stir 10N ft.), ßerbinllndt Nordbahn (tm. 18»« 75 5taat«bal>n..... , _-__ .._ Lübbahn ^ »",<.....«51-—1«-50 Un<,..aal<^. «ahn «w b^ l»l HN Dwerse Lose 0 fi...... <8l 75 l8N »Ü «lary-Lole 40 fi...... 1^7?» 58 ?l» 4'V» Doiiaii-Dllmpfsch. 10U fl. . 1»ü- -' — ljaibncker Prclm.-«nleh, »N »l. Ll 8l> »«'»" Okner Ul>!e 40 fl..... !i8 — 5N- Palüy llose 4N st...... 5» — 58'5l> Nöthen Kreu^, ««. V,> v,, l«fi. 19 f>n «,' - studolph Uo ßaln»i!ll!e 40 si,..... 51 ill» n« 5<» Vl.-»enoi« Lose 4« ft , . «L — 6« f.» Wlllbslciii'Losc 20 fi. . 89 2^ 40 — W st. . . — - s.l-«e«,°Ech, d,»"/nPrHul,.l3chuId' «?!<«, d, VodencreditanNnI« »7 — 89 — vaul - «cttcn (per Ottilt), «N8l°.Qeft, «anl WU fl, «tt«/^ «, ,«« 25 ,5z« ?5 Uaiitverein, Wie»« >0U fi, . . zen — ,z» l,N fl, 805 7s. ,„8 2^ llreditbanl, «llg. uu«, xuu «, , 35, 5,, «5« — DcpoNtrobanl, «Ug. ^W ,l. zm,,^ «01 5N tocompll' Ge!.,«>,röst, ^uo fi. zy.;. _ 595 .-^lro- »«tolle,,»., fi......»3» 75 L3» «i Verlehrebanl. »ll«. l« ss. , .159 7b l«l — Nctien von Transport» Unternthmungtn. lprr Vt'lll). «llbrecht.Uahn »n« fi. Vtlbn . 81 — «2 - «llfOld-sfluman, Vahn 2(»0fi. G. ,„z — ul>2"^ Mhm, Norddahn lull fi.. . .«,,, — <»2s> 5" . Westbllhn »lw ss, . . . 340 — 34, — Vujchtiehrader MI. bUN fi. «M ,,43 ,,47 bl°. (»«. U,)2s>,)fl. , ^, _ ^. . Ponnu' Dllmpfschtfffahrt» ch«1., Nestcrr. ü«0 fi. «M. . . . ,77, . zgs» - DlllU'EÜ. s«,.Db,.^.) 2«, fl, E, ,9^ 75 ^nzz Dux Bodenb, Eis.»«. ^l)2 75 ?<»3«^ Lemb. »Czernow. ° Iassy «tisci,' b»HN'«e»otNb. »üo fl. Ellb. „4 — „4 «>, dtll. M. l^.) WO ft. V. . . ,n, 5(> zzz,^ HragDnifrltilenb, 150fl. Hllb, 7750 «z, 5,, ötaalisljsilbahn <»»<> fl. silb« «33 7^ «39 «5 Hüdliadn »<><> fl. Silber . . , l«7>lz!l3? 75 3üd.N°rbd,«erb..V.llU0fl,««l ,735» ,74- tramway Hei.M:.,l?uft,«.« ^—____ » neue Wr,, PrlorltHl« «ctien 10« st......9s ü<> 97-5« ll!,«..st. Hilbe? »9« bi ,97 — «,lb Wa« Ung Norbnstbllhn » fl, Vilb« ,»«50 «?7 — Un<,.Weflb,s«a»b.»ill,)»m»fl.3 l95 bo 19z?» Inllullrle-Actlen (per Vtü. Vllu«e<., «lll«. Oest. l<»0 fi. . 8« — »4 — »ssydler «kilen» und Vtahl.Inb. ln iZlrii ll>n fl...... 8l - 8« — l«rnl,ah,!w -lleih» , «Ne, »u fl 98 — 98 bl» ««lblinühs», Paplerf. u. N.»« !i5. — 5i b0 UieNnger «Uraueret l0!» fl. , «»5» 9> bl» Montan »Gelell,, österr.« alpine 9l! — 9« 5« Lrager ..»el. 2M> N^ 41« — ll»-. 3»l««,'Iar<. Stewlonlen »0 fl 44c» - 4ba -— »Schlöglmühl», Kapier!. 20« N ,»ß — «ix»-— »Gteurelmühl'.Va^ii'rf^«,'^ «3'! — l«l — Irilailel »°HIenm,"se!. 70 fl ,43 — l«5'— i»llNenf.««,,Offt.w« ff, . . 74 ?5 75 btt H!enerbergtl Z!e°el-Äct!«N'«e!, ,77 zy l?« — Devisen. beuNch« Plütze.... «70 »»90 «Hondon...... l!5 9N ll«»0 .«» U ) 45 2b 4l> 4l»