Mitmcher Nr. 33. Vränumtrationsprei«! Im Comptoir ganzj. fi, ll, halbj. fl, 5 5u. ssUr bi« Zusttllüüg i»5 Haus halbj. 5V lr. Mit der Post ganzj, ss. l5, haldj, ? «>. Montag, 111. Februar. I«lttlion«gtbüli Fiil Newt Insllllte bi, ,u 4 Zeil« «5 li,. giößcrc Ptr Zeil« « li.; bei öfteren Wiederholungen pel Zeile l» ll 1879. Amtlicher Theil. Der Finanznlinistcr hat den Finanzkolnmissär ^' der Aczirtshauptmaunschast Rudolfswerth das ^gcbins einer Sammlung . . . 10 fl. 50 kr. ""»tzrml Matthäus Furlan, Stencr- "unchlim in Rudolsswerth ... l „ - „ "uu Herrn Franz Reiche», l. t. Steuer umtZadiunctcu daselbst.....l „ — „ ^nuuttlnu^ergeliilis der Pfarrämter: ^> Peter 13 fl. 21 tr.. Weißtirchen 5/, Aiuöd 7 fl. 28 kr., Seljeulierg I^A i)0 tr.. Maichau 1 fl., Töpliz ^'. St. Margarethen 2 fl. 2« tr., Mtudurs 2 fl-, Mariafeld « fl., ^^oru 4 fl. l)0 lr.. Prctschua 3 fl.. ^p'tsch 3 fl., St. Lorenz 2 fl.. .^'Michael del Rndolfswcrth 1 st. ^,tr., Tschcrmojchniz 1 fl. 15 tr.. He'duwiz io fl. 32 kr., zusammen «9 , 74 .. "'""relsgerichtS-Präsidiunl in Rndolfs- ^trth das Ergebnis einer lVmnm- unlj unter den Herren KreiSgcrichts- ^^anuell.........5) , 20 .. ""' der Stadtvorstehung Nndolfswerth das Ergebnis einer Sammlung in v d" Stadt.........10 , 40 „ """. Herrn Franz Scdlat. t. t. Steuer. elnnehmer in Treffen.....1^.^^" zusammen . . 118 fl. 84tr. ^ ^!as mit dem Ausdrucke des wärmsten Dankes " ^"Ut zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Uaibach am 0. Februar 187l). Vom k. t. Lande spräsidi um. Zur Regelung der Grundsteuer. Am <;. d. M. hielt der AnKschnß des österrcichi-schen Abgeordnetenhauses zur Berathung der Novelle zum Gesetze über die Regelung der Grundsteuer eine Sitzung ab, welcher vmiscite der Regie rung Sectionschef Eherlel lind Ministerialrath Ritter v. Elsner beiwohnten. Nach einer längeren Debatte wurden die Anträge des Referenten bezüglich der Fassuug des H 34 axgeiiommen. Der Eingang dieses Paragraphen, welcher von der Einschätzung der ein zelnen Grundstücke in die Tarifausätze handelt, hat folgendermaßen zu lauten: „Die Einschätzung besteht >n der Anwendung der für die verschiedene» Kulturen festgestellten Ausätze des Elassificationstarifes auf jedes einzelne steuerpflichtige Grundstück innerhalb der Gemeinden und des Bezirkes oder Elassisicalionsdistritles. Die Einschätzung haben die vom Herrn Minister bestellten BeznlS Schätzungs-rcscrenten uild je eiu von der Äezirtstommlssion aus ihrer Mitte zu bestimmendes Mitglied (Einschätznngs-deputierter) mit steter Rücksicht auf die aufgestellleu Vergleichsgruudstücke <^ 2d) auszuführen. Wenn die Anschauungen des Referenten und der Deputierte» nicht übereinstimmen, so ist dieses in den Einschätzungs-upcralen anznmerlcn. „Zu dem Geschäfte der Einschätzung sind cinzn-laden: n,^) als Einschätzungsdeputicrtcr: das von der Kommmijsion hierzu bestimmte Mitglied; d) als Ver-traucnsnlänncr: die betreffenden Gcmciudevorstände oder zwei von ihnen zu bezeichnende Glundstenerträger. dann die Vertreter der selbständigen Gutsgebirte sowie jene Grundbesitzer, welche wenigstens den sechsten Theil der gesummten Grundsteuer entrichten. Diese Einladungen haben mit dem Bemerke:: zu geschehen, daß anch im Falle des Nichterscheinens, beziehungsweise im Falle des NichtiliilwirlenS nur einer oder mehrerer der unter i», niid b bezeichneten Persönlichkeiten die Einschätzung doch vorgenommen werden wird." Schließlich wnrden die im Gesetze stipulierten Fristen um ein Jahr verlängert und der Bericht des Referenten mit geringfügigen Aenderungen genehmigt. Der Sicherheitsdienst in Bosnien. Die in Bosnien bereits durchgeführte Organisation des Screzanercorps wird gegenwärtig auch auf die Helzegowiua ausgedehnt. Bisher winden daselbst nnr die frühereu Zapties und die meist aus den chenicls christlichen Insurgenten gebildeten Landes-Panduren verwendet, welche aber leine wirtlich militärische Organisation besaßen. Nnn stellte sich aber anch in Bosnien die Nothwendigkeit heraus, die früheren türtischen Zapties, welche in österreichische Dienste übergetreten waren, dem österreichischen Gen» darmeriereglement entsprechend zu organisieren, zu uniformieren, zu bewaffnen und zu vereiden. Manche derselben weigerten sich aber, als ihnen der Eid «abgenommen werden sollte, welcher nach der für die muhamedauischc Religion vorgeschriebenen Formel verlesen wurde, weiter zu dienen. Sie motivierten dies mit den zu geringen Bezügen, mit denen sie bei den theuren Zeiten nicht existieren tonnten. Auch in anderen Orten, zum Beispiele in Tuzla, lamcu ahn« liche Fälle vor; die Mehrzahl leistete aber überall den Eid und gehört gegenwärtig dem SerezanrrcorpS an. Als Abzeichen tragen dieselben vorläufig nur den kaiserlichen Adler am Fez. sonst ihre ehemalige tür» tische Kleidung. Die Uniformen für die ZaptiiK find aber bereits in Wien bestellt. Dant der energischen Thätigkeit des Mlt der Organisation des Serczanercorps betrauten Haupt mannes Cvetiianin ging die Einsetzung aller Posten rasch vonstatten, der Apparat suneuoniert un ganzen Lanoe uuo die täglich von allen Punkten eingehenden Rapporte bieten erschöpfendes Bild der Thätigkeit dieses l^orps. Wie nicht anders möglich, war wahrend der Insurrection, der Occupation und turz nach der-selben ein anarchischer Zustand eingetreten, der sich in allen Bezirken dnrch zahlreiche Mord« und Raubfälle documcnllcrtr. ES bildeten sich ganze Banden von Räubern, und das in den verschiedenen Städten gar-nisonieiendc Militär war absolut nicht im stunde, in alle Schlupfwinkel dieser Banden zu dringen. Erst als die Serezaner-Postcntomlnandos allerorts installiert wurdeu, begann eine Razzia aus die Räuber und Diebe, uud es gelang, so viele derselben dem Standgerichte zu überliefern, daß dle Serezaner heute die ge-fürchlelste Truppe nn Lande bilden. In der Banjaluler Nahija bestehen, wie der „Aosn. Korr." mitgetheilt wird, drei Räuberbanden. Eine derselben, unter emem gewissen Simo itovaievii, verüble hanptsächlich in den Ortschaften Liplje und Äoril unzähliche Diebstählc und Räubereien. Die täglich entsendeten Serezanerpatrouillen fingen eine Anzahl der Mitglieder der Bande und lieferten dieselben dem Standgerichte in Banjaluta ein. darunter den berüchtigten Dujto Berlic aus Krusevica. Auch in der Prjavorer Nahija wurden füuf Räuber, welche im Orte Vcrjanj eine Menge dortiger Bauern beraubten und überfielen, von den Screzanern verfolgt, und zwei del selben. Ilija Santovit und David Obalac. dem Gerichte in Dervcnt übergeben. Um Kljuc zeigte sich schon vor mehreren Monaten eine Ränbelbande. welche aus bewaffneten RajaK Imisseton. Älera oder auf dunklen Wegen.* llioman von Ed. Wnssner, (Fortsetzung.) Alexa fah ihren Vater verwirrt an. 'lack, , """ war ich anf unrechter Spur," fagte sie ttiVr ^zenl Schweigen, ihre Angcn voll Dankbarkeit fiA. "^ ^"l"' 'ch danke'Gott! Ich habe ge-A/>?^ ' ^zweifelt, gelitten! Erzähle mir von meiner "Uter. lieber Vater. Wann starb fic?" ^ "ir. Strange stand anf nnd trat ans Fenster, sei "/'uachtigtc sich seiner ein mächtiges Verlangen, ihre ^"^"' ""es ZU erzählen. Er sehnte sich nach ljzh^ "Mliiahnle. welche ihm Balsam anf die nn-vikl/^ , ""dc seines Herzens sein würde, die er so Mrc standhaft getragen hatte. ^Md" ^ ^""" ^ nichts von ihr erzählen, mein Gel,/, ""lwortete er endlich, „ohne dir das ganze zue,?!!'6 zn enthüllen, welches ich stets dir'vor-Mlcki.s " beschlossen hatte. Wie kann ich dir diese tlcirl. " ^rschichi,. zählen? Wie kann ich dir er^ Nch ' *"""'" bn ans der Gesellschaft ansgestoßen ^'eks 3'"" ^'^" "?" Einfamkeit verllrtheilt bist? ^eele „^"'" ^st nicht geeignet für deine reine rs ,,'l'?^^le sie mir nicht, wenn du glaubst, daß 'H'N das N^^V'ch 'ft' s" ö" kennen." fiel ""s Madchen fanft ins Wort. „Aber wenn * A"»l. y^. ,il d. V1. ich nicht heiraten darf. sollte ich wissen, warum; ich sollte wissen, welcher Art der Fluch ist. der auf mir hastet." „Nein. nein. Das würde ein großes Unglück fein. Und doch drängt es mich. dir alles zu erzählen . Alexa. Seit' Lord Kingscourl uns verlassen, habe ich mehrmals daran gedacht, dir die ganze Wahrheit zu enthüllen, damit du erkennen möchtest, wie gerecht nnd erbarmungsvoll ich bin. Ich habe mich selbst nach dem alten lieben England gesehnt; ich winde freudig sterben, wenn ich emmal die allen Plätze wiedersehen könnte, die ich einst so sehr liebte." „Können wir nicht dahingehen. Vater? Anch ich sehne mich nach England!" rief Alexa enthnfia-stifch „Würden wir nicht in London ficher sein? Lieber Vater, ich habe gelesen, daß London so gut wie eine Wildnis ist; winden wir uns dort nicht besser verbergen können, als in der Wüste oder in den Steppen?" Dllntle Rothe überzog die Wangen Mr. Strange's; die Stärke feiner Sehnsucht verklärte seine Angen. „Ich ums; mich in den achtzehn Jahren verändert haben." sprach er gedankenvoll. „Wer von denen, die mich damals kannten, würde mich wiedererkennen? Aber es ist nnmöglich. Ich darf es nicht wagen. Wir können nicht gehen. Alexa, es treibt mich, dir die ganze schreckliche Geschichte zu erzählen. Willst du sie hören?" Ale^i ueigte ernst den Kopf. „Verschließe die Thür!" sagte er turz. Alrxa verschloß die Thür. „Drehe die Lampe uieder!" Die Lampe wurde niedergedreht, so daß sie nur einen fchwachcn Dämmerfchem verbreitete. „Wende dein Gesicht ab." befahl der Vater mit hohler, gebrochener Stimme. „Siehe mich nicht an, mein Kind. Ich kann es nicht ei tragen, deinem Blick zn begegnen, bis ich mit meiner Erzählung fertig bin. Gebe Gott, daß du das Auge dann noch zu mir zu erheben vermagst, liebend und vertrauensvoll wie bisher. Bist du bereit?" „Ja, Vater!" lautete die leise Antwort. „Nun. so will ich dir die Geschichte des Fluchs erzählen, welcher sowol auf dir wie auf mir lastet. Ich will dir erzählen, warum du eine Verstoßene aus der Gesellschaft bist, eine Geächtete, auf welche felbft der ärmste Bettler in England mit Verachtung blicken würde." w. Kapitel. Ein Familiendrama. Alexa harrte in banger Erwartung nnd klopfenden Herzens der Erzählung ihres Vaters, welcher noch immer am Fenster stand, den Blick hinaus gerichtet in dir finstere Nacht. Der Trieb, seiner Tochter die schreckliche Geschichte zu erzählen, war stark in ih«; aber er wußte doch nicht, wo er beginnen sollte. Die Ereignisse der Vergangenheit schwirrten ihm wild bnrch den Kops. Heimatlos stand er da — ein Fremdling im fremden Lande. — ein Flüchtling, der uicht wnßte. wohin er seinen Fuh lenken sollte. Seit Monaten hatte sich seiner ein unsägliches Heimweh bemächtigt; seitdem er Lord KingSeonrl zum ersten male gesehen, war die alte Liebe zu seinem Vater-lande mit unwiderstehlicher Heftigkeit in ihm erwacht. 294 bestand. Selbst die Post von Kljnö nach Petrovac wurde anfangs Jänner von dieser Bande angegriffen und der begleitende Zaptie ermordet. Angestrengtem Patrouillendienst der Seresaner gelang es, eine Menge Genossen der Bande einzubringen. In den durchstreiften Dörfern wird gleichzeitig die Entwaffnung der Bevölkerung vorgenommen. Die Bewohner liefern die Waffen gutwillig ab, manchmal tragen sie die Hauoschars und Gewehre, wenn sie einer Patrouille ansichtig werden, auf die Gasse und legen sie dort nieder, nur damit die Waffen nicht im Hause gefunden werden. Nur im Dorfe Plamenica bei Kljuc kam es anläßlich der Entwaffnung zu einer kleinen Zusammenrottung, wobei ein Türke leicht verwundet wurde. Die unruhigste Gegend ist der Zworniker Kreis, wo die christlichen Bauern die Tretina verweigern, Türken überfallen und auch den behördlichen Organen gegenüber sich widerspenstig zeigen. Besonders Vlase-nica «st durch seiue Diebstähle, Mordthaten und Raub-anfalle ein berüchtigter Ort. Bewaffnete aus dieser Gegend fallen auch iu den benachbarten Tnzler Kreis ei»,, um zu rauben. Tag uud Nacht müssen da die Serezaner auf den Füßen sein, um die Räuber und Diebe zn eruieren. Auch in den Wäldern um Glasinac soll sich, wie von dort Kommende mittheilen, eine Räuberschar uuter dem Kommando eines gewissen Vrabec aufhalten. Die Botschaft des Präsidenten Gn'vy. Die Uebertragung der Gewalten auf den nenen Präsidenten der französischen Republik hat am 6. d. M. in der den beiden Versailler Kammern zugegangenen Botschaft Grcvy's ihre feierliche Bestätigung erbalten. Gambetta, der zum ersten male in dem Abgeordnetenhause den Vorsitz führte, leitete die Verlesung der Botschaft mit einer kurzen Ansprache ein, in welcher er in gemäßigten und versöhnlichen Ausdrücken konstatierte, daß die republikanische Staatsverfassung, welche dem Willen Frankreichs entspreche, durch die Deputierten gerettet worden sei. Außerdem betonte er, daß der Friede gesichert und die Freiheit begründet sei. Die Botschaft Grevy's selbst ist eine Kundgebung, die in ebenso schlichten wie entschiedenen Worten die streng verfassungsmäßige Haltung, welche der neue Präsident iu Erfüllung der ihm übertragenen Pflichten dem Lande uud desseu Vertreteru gegenüber beobachten wird, charakterisiert. Die wesentlichsten Stellen derselben lauten: Indem die Nationalversammlung mich zum Präsidenten der Republik erhob, legte sie mir große Pflichten auf; ich werde mich unablässig bemühen, dieselben zu erfüllen, und glücklich sein, wenn es mir gegönnt ist, durch die sympathische Mitwirkung der Kammer und des Senates nicht hinter dein zurückzubleiben, was Frankreich von meinen Bemühungen und meiner Ergebenheit zu erwarten berechtigt ist. Dem großen Ge< setze des parlamentarischen Regimes mit Aufrichtigkeit ergeben, werde ich niemals einen Kampf gegen den durch die verfassungsmäßigen Organe ausgedrückten Willen der Nation eingehen. In den den Kammern vorzulegenden Gesetzentwürfen sowie in den dnrch die Initiative des Parlaments angeregten Fragen wird sich die Regierung vou deu reellen Bedürfnissen, den bestimmten Wünschen des Landes, von dem Geiste des Fortschritts und der Be- schwichtigung leiten lassen. Sie wird sich vor allem die Aufrechthaltung der Ruhe, Sicherheit und des Ver traueus angelegen sein lassen, um dem glühendsten Wunsche Frankreichs, dem gebieterischesten seiner Be^ dürfnisse zu genügen. In Anwendnna. der Gesetze, welche der allgemeinen Politik ihren Charakter und ihre Direction gegeben haben, wird sie in den Gedanken eingehen, der dieselben dictierte; sie wird liberal nnd gerecht gegen alle, Schützerin aller legitimen Interessen, entschlossene Vertheidigerin der Rechte des Staates sein. In ibrer Fürsorge für die großen In stitutionen, welche die Säulen des socialen Gebäudes sind, wird sie der Armee, deren Ehre nnd Interessen den beständigen Gegenstand ihrer angelegentlichsten Beschäftigung bilden werden, einen ausgedehnten Autheil einräumen, wenngleich sie erworbeneu Rechten und geleisteten Diensten billige Rechnung tragen wird. Heute, wo die großen Staatsgewalten von demselben Geiste beseelt sind, welcher derjenige Frankreichs ist, wird sie darüber wachen, daß Beamte der Republik dienen, welche weder ihre Feinde noch Lästerer derselben sind. Sie wird fortfahre», die guten Beziehungen, welche zwischen Frankreich nnd den Mächten bestehen, zu unterhalten und zu entwickeln, um su zur Befestigung des allgemeinen Friedens beizutragen. Durch diese liberale und wahrhaft conservative Politik werdeu die stets einigen, stets von demselben Geiste beseelten und stets mit Weisheit vorgehenden großen Gewalten der Republik die Regierung ihre natürlichen Früchte tragen lassen, welche' Frankreich, durch sein Unglück belehrt, sich als die alleinige gab, die seine Ruhe sichern und in nützlicher Weise an der Entwicklung seiner Wohlfahrt, seiner Kraft uud Größe arbeiten kann. Die Pest in Rußland. Wie aus russischen Blättern zu entuchmeu ist, herrscht iu Nußland viel Aufregung und Angst wegen Ausbreitung der Pest, die insofern ihr Gutes hat, als man überall bemüht ist, dieser Krankheit Schraub» zu setzen und sie von sich abzuwehren. In Vorisso-gljebst im Gouvernement Tamtwff, das an Saratoff grenzt, hat die Stadtduma am 30. v. M. an die Re-gieruug die Bitte gerichtet, daß sie unverzüglich dm Verkehr der Griase-Zarizyuer Eisenbahn einstelle und das Abhalteu des heurigen Jahrmarkts in der Staniza Urjuzinstaja verbiete, Nach erfolgtc-r Einstelluuq des Eisenbahnverkehrs sollen aus allen Straßen und Wcgeu Quarantänen errichtet werden. Alle Juden sind bei der ersten Nachricht von der Pest aus der Stadt davongelaufen. In Anbetracht dessen, daß gegenwärtig in Petersburg zahlreiche Krankheiten herrschen und daher die Spitäler dcr Stadt ganz überfüllt siud, beschloß, wie die „St. Peterburgskija Wjedomosti" vom 2. d. schreibeu, der dortige Stadtrath, unverzüglich ein neues Spital für 50(1 Kranke erbauen zu lassen. Das Gebäude wird sich ganz außerhalb dcr Stadt befiuden und soll für den Fall des Auftauchens der Pest in Petersburg für die Pestkranken bestimmt werden. — Ueber die von der russischen Eeutral-regierung sofort eingeleiteten sauitätspolizeilichen Maßregeln theilt der St. Petersburger Korrespondent der „Wiener Abendpost" in einem Schreiben vom A. d. M. folgendes mit: „Um den Ausbruch dcr Pest in den Kosakcu-dörfern au der Wolga zu beurtheile», ist es uöthig, Er hatte seine Bürde jahrelang tapfer getragen, jetzt aber wurde sie ihm zum Erdrücken schwer, und das Verlangen nach menschlicher Theilnahme wurde immer mächtiger. Es schien ihm manchmal, als müsse sein Geist sich verwirren unter der Aufregung der erschütteruden Erinnerungen, als müsse ihm die Brust zerspringen im Sturm der widerstrebenden Em-pfinduugen. Er wandte sich vom Fenster ab uud schritt gesenkten Hauptes und mit über der Brust gekreuzten Armen im Zimmer auf und ab. Er schien vergessen zu haben, daß er seiner Tochter seine Lebensgeschichte erzählen wollte. Lange herrschte tiefes Schweigen, welches endlich Alexa mit ihrer sanften Stimme brach. „Vater," sagte sie schmeichelnd, „es wird dir zu schwer, dein Geheimnis mir zu erzählen. Ich will nicht darauf bestehen, es zu hören." Mr. Strange fuhr wie aus einem Traume empor und sah das Mädchen mit trüben Augen an. „Du hast eiu Recht, es zu kennen," sagte er. „Der Himmel vergebe mir, wenn ich dir eine zu große Last aufbürde, mein armes Kind. Ich hatte gehofft, dir die schreckliche Wahrheit zu verbergen, dir stets alles zu sein. Ich hatte gedacht, daß du in der Abgeschlossenheit unserer griechischen Heimat, wohin in sechszehn Jahren kein Fremder gekommen, ein langes, friedliches Leben würdest führen können, keine andere Liebe kennen lernend, als die zu deinem Vater; das Schicksal aber hat es ander« gefügt. Die Liebe hat den Weg zu deinem Herzen gefunden, selbst in unserem einsamen Thale, wo wir wie Einsiedler lebten." Ein tiefer Seufzer entrang sich seiner Brust. Er setzte seinen Gang durchs Zimmer fort. „Es steht geschrieben, daß die Sünden der Väter heimgesucht werden sollen an den Kindern," sprach er weiter, „nud wir mögen wol hinzufügen: auch das Unglück der Väter. Der Fluch, der dem unschuldiges Haupt trifft, Alexa, ist derselbe, der zuerst auf mich fiel. Du bist vou der Welt verdammt durch mich —" „Vater!" „Gern würde ich gestorben sein, hätte ich dir ersparen können, was du bereits erduldet hast," sagte Mr. Strange mit einer Traurigkeit, welche seiue Tochter tiefer bewegte, als eiu Ausbruch der Verzweifluug. „Wäre Lord Kiugscourt nicht nach Griccheulaud gekommen, könnten wir vielleicht heute noch zufrieden und glücklich in unserem Hause leben. Sein Kommen hat all' das Unheil über uns gebracht." „Er hat uns kein Lcid zufügen wollen, Vater. Er war das unschuldige und unbewnßte Werkzeug der Vorsehung." Mr. Strange wiegte zustimmend sein Haupt. „Laß mich denn meine Geschichte erzählen, ehe ich wankend werde," begann er nach kurzem Schweigen wieder. „Vor achtzehn' Jahren, Alexa, drang eine Schreckenskunde durch ganz England, welche alle Gesellschaftskreise erschütterte; die Zeitungen waren damit gefüllt; es wurde darüber iu deu Salons geflüstert, m den niedrigsten Hütten gesprochen, in den Bier-Häusern discutiert. Das ganze zivilisierte Europa entsetzte sich darüber. Es war eine schauerliche, duukle That, — das große Familiendrama von Mou-theron!" (Fortsehnn« folgt.) sich mit diesen Lokalitäten vertraut zu machen. Die Station Vetlianka ist ein durch seinen Schmutz und seine mephitischen Ausdünstungen berüchtigtes Fischer« oorf, in welchem bereits öfter epidemische Krankheiten aufgetreten sind. Man hat daselbst die todten, un taugliche» Fische, anstatt sie zu vergraben oder als Dünger zu benutzen, stets iu großen Haufen versauten lafscn, so daß die Luft nicht allein im Dorfe selbst, sondern auch in der Umgegend förmlich verpestet wurde. Daß hier unter solchen Umständen Krankheiten aus-breche» mußten, war fast unvermeidlich. „Auf Auorduuug des Verwesers des Ministeriums des Innern, Herrn Makoff, wurde daher beim erstell Ausbruche der Pest in Vetljanta energisch eingeschritten. Die Ueberreste der verfaulten Fische wurden vernichtet, die Häuser und Wohnungen gereinigt uud dcsiuficiert, die Kranken wurden isoliert und alle Maßregeln ge' troffen, um einer Verschleppung der Krankheit ent-gegcnzuwirken. Infolge dieser Verordnungen und unter Mitwirkung der Kälte hat auch die Krankheit iu Vetljanka und den umlicgeudcu Dörferu bereits seit Wochen aufgehört und siud nur noch im Dorfe Sell' treuu einige Pestfälle vorgekommen. Weder in den Städten des Gouvernements Astrachan, noch in A' rizyn oder den anderen Wolgahäfen habe» sich Pest" fälle gezeigt. Ein Telegramm der Astrachaner Aörse an die hiesige lautet durchaus beruhigend; gleiche Telegramme sind aus Sarepta uud Zarizyn eingetroffen-Die Gouucrueure vou Astrachan uud Saratoff ei't wickeln große Thätigkeit nud leiten persönlich die z»>' Absperrnng nöthigen Maßregeln. Dennoch werde» auf Veranlassung des Staatssekretärs Matoff die weiteren Schritte gethan, um die Pest in ihrem M stehen zu unterdrücke». Am letzten Dienstag iheim' Herr Makoff dem Miuistcrcomite' seiue Vorschläge "'^ welche darauf hinausliefen, den Pestherd Vetljam" durch Feuer zu zerstören. Die Einwohner 1"""' sämmtlich auf Kosten der Krone in anderen Staiuzc"' jedoch nur inucrhalb des bereits gezogenen Cordons, untergebracht werdeu. Sie erhalteu neue Wäsche u»d gute, warme Kleider, worauf die alte» Esselteu sofort verbrannt werden sollen. Eine Kommission, mit dem Gouverneur von Astrachan an der Spitze uud aus Deputicrtcu der Kosakeuverwaltung, sowie der Mim-stcrien der Finanzen, dcr Domänen uud des Innern gebildet, hat das zur Vernichtung bestimmte Eigenthum abzuschätzen uud dauu die Vcrbrcuuuug desselben zu leite». Zugleich schlug Herr Makoff vor, das dritte Kosateuregimeut zur Verstärkung des Cordon» heranzuziehen. „Alle vom Staatssekretär Makoff propouierten Maßregeln wurden eiustimmig vom Ministercomitc ge-uehmigt. Zugleich bat das Comite' Se. Majestät den Kaiser, einen Spezialtommissär zu ernennen, um ^ vorgeschlagene!! Maßregeln an Ort und Stelle durch' zuführen. Bereits am Donnerstag wurdeu die Pro' Positionen des Ministercomitcs vom Kaiser bestätigt uud der Sieger von Kars, Gcueraladjutaut Graf Loris' Melituff, zum außerordentlichen Kommissär ernannt. Derselbe reist am Dienstag ab uud nimmt seiueu ^ Hilfe», den Geueralmajor Fürsteu Schtscherbaloff »n't-Dem Dr. Krassowsku, welcher sich seit einem Monate bereits auf dem vou der Pest heimgesuchten Gebiete befindet uud mit ^elbslverleuguuug die Krauten uüte^ sucht uud die zu ihrer Heilung nöthigen Auordunnge» getroffe» hat, ließ der Kaifer fein Wohlwollen aus-sprechen. Die Nachrichten über cine Verschleppung ^ Pest bis in die Gegend von Mostan haben sich «^ irrig herausgestellt. Bis jetzt hat man keinen Grund, die Ausbreitung der Epidemie zu befürchten. . „Die ärztliche Kommission aus Oesterreich. U»" Deutschland wird demnächst au der Wolga erscheine»' Sie wird wol die offiziellen Angaben der Regierung bestätigen. Waren siud aus den uo» der Krankhcn heimgefuchteu Dörfern niemals ausgeführt worden. Hagesneuigkeiten. — (Das Leben in Serajewo.) Aus del Hauptstadt Vosuieus wird dem „Frdbl." unterm 27ste" Jänner geschrieben: „Gegenwärtig dürfen wir uns ub^ die Witterung nicht beklagen. Wir haben gar keine» Schnee, außer auf den höheren Kuppen dcr Oebirg^ des Nachts ist es wol kalt. aber die Sunne besitzt "'' Tage so viel Kraft, um die Temperatur zu einer s^ erträglichen zu machen. Um die Mittagszeit ist cs ""' genehm warm. nnd Jung und Alt, Militär und Z" freut sich über deu Eintritt der Jahreszeit, wo "^ Spaziergänge beginnen können. Dann wird dcr Anfe" ^ halt hier ganz angenehm, die Umgebung ist schön. "' fehlen jene Pnnkte. wo man nach längerem Marsche " angestrengtem Bergsteigen sich durch Speise und f^ erfrischen kann. Nur die Branereicn von Kovacic " die in Lnkaoica sind ans Gäste eingerichtet, und l'c>o dcrs die erstere, kanm drei Viertelstunden vc>n ^e^l g in einer Thalschlucht des Trebevic liegende, ist Sonntags so besucht, daß man an Wiener, SoM"" frischen denken könnte. Besonders die an Bier gew>)Y" ^ Deutschen nnd Vöhmen finden sich dcirt z"s"""l>e"' wird erzählt, gesungen - und sehr viel Vier 6^'"" ' und erst, wenn die wtale Finsternis hcrei"lMo^ . wird au die Heimlehr gedacht, die bei den« M 291 ehr kothigen Wege, der am Miljaöta.Ufer hinführt, l'cht gerade z,r den Annehinlichkeiten des Lebens gehört. ^ Die Musikkapellen der hier garnisonierenden Regi-nenter besitzen auch einen großen Antheil daran, daß verajewo immer zivilisierter wird. Die Platzmusiken, oelche Sonntags vor dem Regicrnngslonak stattfinden, ocken Jung und Alt herbei, und selbst die ticfverschlcierten urlischen Frauen lallschcn schon in der Nähe den ein-chmeichelnden Tönen. Mehrmals in der Woche abends »erZammelt sich die europäische Welt im „Hotel Anstria" unter türkischer Zeit „Hotel Central"), wo irgend eine lNnsitta pelle alle jene Weisen znm Vortrag bringt, welche 'em zivilisierten Menschen ans Herz gewachsen, welche hn an die ferne Heimat erinnern. — Selbst Bälle lluden schon statt, allerdings nur drei Hausbällc in scheren serbischen Familien, aber auch dort wirkten die Mitär.Mnsiltapcllen als Piunniere der Civilisation." — (Die österreichischen Offiziere in persicn.) Man schreibt der „N, fr. Pr." aus Tche-^" unter dem !2. Jänner: „Wie ich Ihnen im letzten "riefe angekündigt, wurden die für den persischen Dienst mgeworbenen Offiziere letzten Dienstag vom Schach ^Nftflmgen. Graf Zaluski stellte sie nach einander dem Schach vur. Diefer ertuildigte sich bei den Offizieren ^der dir Einzelheiten der Reise und beschied sie sodann ür den nächsten Donnerstag mittags, um ihnen dann "itzntheilcn. was ihre Aufgabe sei. Als die üsterreichi-che Mission an diesen, Tage sich wieder einfand, gab >hr der Schach bekannt, das; er derselben fünf Batail-lone von Rekrnte». welche denlnächst einberufen werden lallen, anvertrauen werde. In Persien besteht ein Äa-^aillou auf dem Papiere aus 700 Mann, aber es ist ^hr selten, daß sich wirklich auch nnr 500 Mann stellen.! Dir Oestcrreicher werden daher für den Augenblick un» Lcfa'hr 2i>00 Mann abznrichten haben. Dieses kleine ^urps tonnte ohne Vcdcnken bald ein Elitecorps wer-i^^ Allein die österreichischen Offiziere werden allerlei Schwierigkeiten zn bekäinpsen habeil, welche vielleicht "uübmuilldlich sind, jedenfalls aber den Erfolg wescnt» ^ gefährden werden. Der Schach selbst ist voll der beste,, Absichten nnd wünscht die persische Armee auf .^ Niveau der europäischen Heere zu bringen, aber er ' ^ so ziemlich allein mit feinen Ansichten. In maß« Abenden Kreisen ist man der Mission feindlich gesinnt, ^ dic Leitung der Armee sür jene, denen sie obliegt. M^värtig eine ausgiebige Einnahmsquelle ist. jede ^^U'l daher gewisse Acnefieien zunichte ,nacht. Das ^ " 'vird in den Staatskassen immer seltener, so daß ?" die Soldaten nur in großen Zwischenräumcn be« °M ili^ s^ ^ß Militär die Nothwendigkeit erwächst, iu arbeiten oder Handel zn treiben, »!!, sich den Unter-^°lt zn erwerben. In Pcrsien »>uß sich der Soldat Ehrung und Wohnung selbst besorgen. Der Soldat '" hier nur eine bis zwei Stunden Soldat, darüber Auaus ist er absoluter Herr seiner Zeit. Bei solchen Verhältnissen ist es sehr begreiflich, daß sich die öster-^ichischc Mission unter den grüßten Schwierigkeiten an "" Reorganisation der persischen Armee heranwagt und, ^enn sie schließlich all die Hindernisse siegreich überwunden hat, nur mit noch größerer Mühe das Er-^lchte zu behaupten im stände sein wird. Major Ba-^n Franz Standach ist bedenklich ertrankt; die Aerzte w'Nen aber noch nicht anzngcbcn, ob er an einen, ^Phasen Fieber leide, oder ob sein Leiden von dem ^ssr eines giftigen Käfers, der fogenanntcn 1'm,lii«0 "o ^Iionoll, herrühre. Die großen Strapazen der Reise, '"»besondere von Enzeli bis Teheran, der Mangel an "Ntertunft und entsprechender Speise haben momentan "ll' Gesundheit der nicisten Offiziere mehr oder minder erschüttert." ,. ^' (Verunglückte Ballonfahrt.) Ein ZZWeres Unglück wird aus Rangnn gemeldet. Oberst ^krry Wyndham. cine in Calcutta »nd Rangnn wuhl- "anntr, Persönlichkeit, kündigte an, daß er in einem °°" »hm ssll.st verfertigte» Ballon aufsteigen werde. achdenl er eine Höhe von etwa l)00 Fnß erreicht hatte, "We der Ballon, und der „„glückliche Luftschisscr furzte in dr„ Teich des Königspalastes, ans welchem l entseelt herausgezogen wurde. Oberst Wyndham war ^',l distinguierter Glücksritter. Er diente mit Ans. A'chnung nlltcr Garibaldi sowie in der Armee des orde„s während des amerikanischen Bürgerkrieges. or etlichen Jahren begab er sich nach Calcutta, wo e>" erfolgreiches Witzblatt gründete, dann Impresario ^' 'talienischcn Oper wnrde. Zunächst trat er in die lenste des Königs von Birma als Commandeur tm ,., .' ^ach einen, Zerwürfnis mit diesem Potentaten ly«e er „ach Nangnn zurück. c^ . ^ (Jesuiten - Orden) Am Schlüsse des Mres 187« betrng lant dem „(^Uliu^ I'lovin.ii«' "^tiU,« .1^,^« hie Gesammtzahl der Mitglieder des roens der Gesellschaft Iesn 10.M^, wovon 4<;<;<» Priester, i>(;7<» Scholastiker nnd 2>^ Coadjntorcn waren, Hand '"""" '^'^ ^^alieder des Ordens vor- N«,. ^ l^lbschiedSgruh eines Schiffbrüchig N,it ü js/^ ^ „Itg f. Hinterp." ein Herr Woggo» e>"e 'r c ^"'^ich nn den Strand bei Rowe bei Stolp eii'ein "sc^' '"'^ """" ^^'^' "»^«"eben nnd dort von Sonnt '^" grfnnden worden. Der Brief ist von Atm.,! ^" 'i. März 1878 datiert, also über zehn ""' alt. nnd lautet wortlich: „Liebe Frnu und Eltern in Heiligenhafen! Lebt wohl auf ewig. Ich übergebe mich Gott. Wir sind dicht bei Stolpmündr und müssen Strand aufgehen. Hans ist leider scholl vor unseren Angen über Vord. Lebet wohl alle ihr Lieben, nnn Adien. Theilet Euch. meine liebe Fran nnd Brüder, was ich hinterlasse. Die Uhr ist jetzt nachmittags gegen 12'/^ Uhr. Grüße Weihe seine Eltern in Rendsburg und Hans Eggert seine Eltern in Küssau bei Lübeck. Lebet wohl. Ihr Lieben, Ernst, Geliebte Licna! Lebe wohl nnd gedenke deines Ernst. Kapitän F. N. Plambecl aus Heiligenhasen." Nach' richten, die HcrrWuggon von dem Magistrat zn Lübeck, dem das Schriftstück von ihm mitgetheilt wurde, inzwischen erhalten hat. bestätigen leider, daß der Kapitän Plambcck am 8. Februar 1878 aus Heiligenhafen mit seinen Leuten ansgegangen und seitdem verschollen ist. Das Original des Briefes ist mit den entsprechenden Angaben nach Hciligenhasen gesandt worden. fokales. Aus der Handels- und Gewerbekammer für Krain. Aus dem Prototolle über die am iil.Iauuer 157'^ abgehaltene ordentliche Sitzung der Handeln und Gewerbetammer für Kram briugeu wir folgenden Auszug: Au dieser Sitzung nahmen unter dem Vorsitze des Präsidenten Alexander Dreo und in Auweselchcit des laudesfürstlicheu Kommisfärs, t. k. NegieruugsralheS Rudolf Grafen Choriusky, folgende Kammermitglie» der theil: Albin Achtschin, Ottumar Äamberg, Ferdinand Ailiua, Leopold Bürger, Franz Do-leuz, Vilicenz Hanfcl, Iohauu 9tep. Horat, Iofcf Kord in, Heim ich Korn, Max Brenner, Peter Laßnil, Carl Luckmaun, Johann Mathian. Matthäus Treun, Josef Zenaii und Michael Angelo Freiherr u. Zois. Ter Präsident constatiert die Anweseuhcil der zur Beschlußfähigkeit erforderliche» Anzahl vou ttammrriuitgliedcin lmd erklärt die Sltzung für eröffnet. 1. Der Piäfidcnt bemerkt hieraus, daß den ersten Gegenstand der heutigen Tagceoidnuiiq die Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten bildet, welche die Kammer zufolge H 13 des Gesetzes vom 2<.». Juni 1808, Nr. «5 R. G. Äl., und tz 4 der mit hohem Handelsministerialrllasse vom !i<). Oktobev 186^, Z. 1tt,2i^l>, geuehmigtcu Geschäftsordnung iu der ersten ^itzuug cine^ jeden Jahres auf die Dmm dieses Jahres aus ihrer Mitte mittelst Stimmzettel durch absolute Stimmenmehrheit zu wählen hat. De> Präsident ersucht die Herren Kammrrlälhe Leopold Bürger und Iohauu Hural, bei diesen Wahlen das 2nu-tiuium zu übelnehmen. An der Wahl des Präsideuteu bctheiligteu sich sälumtlichc anwcseudc Mitglieder, welche ihre Stimmril dem bisherigen Präsidenten und dieser seiue dein Heril, Carl Lllcklnailu gab. Es erscheint daher Herr Alexander Dveo einstimmig zum Präsidenten wiedergewählt, dev die Annahme der Wahl mit folgender Anrede anzeigt: „Hochgeehrte Herren! Geehrt durch Ihr Vertrauen, nehme ich die Wahl dankend au und werde, wem, Se. Exc. der Herr Haüdelsmmister dieselbe bestätigt, mit Ihrer kraftigeu Unleisti^uug eifrig bemüht sein, die »us anoertrauteu Juter^seu zu schlitzen uud zu förderu." Au der Wahl des Vizepräsideuteu belheillgteu sich gleichfalls sämmtliche auwesenüsu Kül,»ueiräthe. N'elche eiuslimmig deu bisherigen Vizepiäsidenleu Herrn Carl Luckmauu wiederwählten, da mit Ausnahme seiner Stimme, die Herr 5tammenatl) Leopold Büiger erhielt, sämulllichc übrigen Mltgliedcr ihm ihre Slillimen gabeu. Der Vizepräsidelil gab sodaun folgende El llm,mg ab: „Meiue Herren, ich daule Ihueu vielul^lö fiir dc,l crueuerten Aewcis Ihres VertrauenK n»d für die Ehre, welche Sie mii durch diese Wahl elweiien, uud evllme, solche auzlMlhiuru." De, laudeSfürstliche Komnlissär, t. t. Regiernugs-ralh Rudolf Graf Choriusty, sprach dauu sol^ gcndes: „Ich beglückwünsche herzlichst deu Herru Präsideuleu uud deu Hcrru Vizepräsidruleu zu «hrer suebeu eifolgteu Wiedeiwahl, welche eiu sichere» Zeichcu dafür ist, daß sie iu der geehrten Kammer das vollste Vertraueu geuießeu uud ihre Verdienste im Iutercsse des Haudels uud der Gewerbe allseitig gewürdiget wevdeu. Wolleu Sie, verehrte Hene». auch iu dieser Wahlpeiiode mi, stets Ihre freundlichen Gesiuuuugeu bewahren!" Die Kammer uahm diese Auspracheu bci^ fällig a»f, II. Der Präfideut beneuut zn Verisieatoien des heutigen Sitzuugsprolololles die Herreu Kamluer^ rathe Josef Kordiu und Iohauu Mathiau. Hl. Das Protokoll über die Sitzuug vom 27. De> zeluber l^7>4 wird genehmigt. IV. Der Obmai'u der ersteu Seltiou, Kammer-rath Matthäus Treuu. trägt deu Äericht vor über die Kamlueriechuuug für das Jahr 1878, welche in allen eiuzelueu fowie iu deu Gesammtsummeu geprüft uud richtig bcfund.u wurde, llud beantragt: „Die Kammer wolle deu Sectioilsbericht zur genehmigende,, , Keuutuis uehmeu uud beschließe», daß der Nechuuugs« abschluß für das Jahr 1878 ,m Siuue des ^ iii des Gesetzes vom 2l>. Iuui 18, d. M. nach längerem Leiden verfchieden. — (Vom Casi n obal le.) Der vorgestrige Casino-Vereinsball zählt mit zn den hübschesten und eleganteste» Aallfesten. deren wir uns aus der Vereliischronil der letzteren Jahre erinnern. Zwar wogte und drängte es nicht unter der Schar der Tanzende», dessenuligeclchtet aber waren nahezu vierzig Paare erschiene», die in, heiteren Reigen das Recht der Carnevalszeit für sich in Anspruch »ahmen, Besonberf bemerkt wurden die zahl reiche» geschmnckuollen Toilette». n»ter de»e» so ' durch blendende Eleganz und Schönheit hrrvorsl,..^... Im Interesse der „freien Bahn" hätten wir zwar hie und da gerne das Gebranchsrecht einer energische» Scheere usurpiert, wenn wir nicht hätten besülchtrn müsse», nns durch eineil derartige» Gewaltschiitt aus den verehrten Danienlreiseu ebensoviele entschiedene Mißtrauensvota zuzuziehen, als uns unser jüngstes harmloses Referat über de» ersten Gesellschaftsabeno leider schon eingetragen hat. Um unseren luux pl»,« übrigens gut zu machen «nd nnsere start gelittene Reputation als Ballchronist leidlich wieder herzustellen, wären loir gerne bereit, die Erllärnng abzugeben, daß jene verehrten jugendlichen Tänzerinnen, die sich durch das bewußte „glückliche" Alter, von oem wir neulich sprachen, betroffen fühlten, die Grenze des-felben — fcho» lcmgst überschritten haben, soferne ihnen nämlich dieser Moons erwünschter sein sollte. Doch wir wollen heute weder malitiös noch unwahr sein und beschränken nns daher darauf, mit bester Ueberzeugung nochmals zn constatieren. daß sich an beide» Abenden in, Casinuvcreine Jugend. Schönheit und weibliche Au muth. gepaart mit distinguiertester Eleganz, das Renbez vous gegeben hatten. — (Vom Fcuerwehrlriiuzch en.) Unter derDe« vise „Deni Nächste» zu Nutz, der Flamme zu», Trnh" hatte» sich gestern abends sechezig jugendliche Tnü^r innen in den reich decorierten Sälen der alten Säü >, statte eingefunden, um nnseren wnckeren Feuerwehr^ männern, die im Dienste der Allgemeinheit schon so manche rauhe Nacht im Kampfe mit dem verheerenden Elemente zugebracht habe», auch einmal ei»r frohe, frühliche Nacht des Tanzes zu opfern. Und wir fi»b überzeugt, daß de» erschiene»e» Damen das Opfer »icht allzuschwcr gewl'lden ist. wemgste»S lassen uns der zahlreiche Vrsnch des Kränzchens u»d der «ußerorbentlich animicrte Verlauf deSseibe» darauf schließe», daß beide Theile - Guste wie Gastgeber — mit deni Erfolge desselben vollauf zufrieden waren. Den zahlreich er> schienene» Tänzerinnen stand eine gleichgroße Colonne ta»zi»i!thiger mäüillicher Jugend gegenüber, die den zündenden Blicken ihrer Partnerinnen zwar widerstandslos unterlag, aber dafür eine umso größere Fertigkeit und Ausdauer in der Bethütignng des angenehmen „Feuerwehrdienstes" von heute Nacht entwickelte. Daß die Unterhaltung unter diesen Umständen nicht ins Stocke» gericth und bis zu», belanilte» „grauenden Morgen" in lebhaftestem Tempo fortgesetzt wurde, branchen wir wol nicht erst hervorzuheben. — Än Stelle dc» Cotillons Wurde vor der Raststunde eine voll dem Arrangeur Herrn Schantcl sehr hübsch geführte Quadrille mit hierauf folgender Damenwahl getanzt. Von Honoratioren, die das Kränzchen mit lhlem Be^ suche beehrte», sahen wir die Herren: Lanoespräsidcnt Ritter v. Kallina, Bürgermeister Laschn» und Vize-bürgermeistcr Dr. v. Schrey Die Kunst war unter den Tänzerinnen vnrch Fräulein Meyer vertrete». Der von Herr» Ferlinz besorgte» Restauration wurde volles Lob gespendet, auch die Kapelle kam — tloh gestrige» Casnwballes ihrer schwierigen Aufgabe ganz zufriedenstellend nach. Zur Belebung des allgemeine» Bildes trug die aus vier Chargierten bestehende Deputation der Fiumaner freiwilligen F wesentlich bei, die sich in ihrer schmucken blau» .,, Uniform mit der I'. V.-Ni»de (I'(,,llj»i«ri vowillHl'u) a,n Arme sehr hübsch ausnahm. Deu Schluß der 3i"ststu"de bildete die Verlosung vou neun sehr tMschen Gewinst-gegenständcn. ..... , > - (Aus dem Schwurgericht»» aal e.) Die erste diesjährige Schwurgerichtssesston beim yrchgen 29« Landesgerichte wurde Freitag den 7. d. M. beendet, Der Angeklagte Mathias Mandel, gegen den die letzte Verhandlung stattfand, wurde dcK Verbrechens der Brand-lcgnng schuldig erkannt und zu zehnjährigem schweren Kerker verurtheilt. — (Der vorgestrige monatliche Vieh-martt in Lailiach) war trotz des erst vor vierzehn Tagen stattgefundenen Paulimarktes gut besucht. Es wurden an 1500 Stück Hornvieh aufgetriebeu, doch wenig schöne Exemplare, besonders herrschte Mangel au Mastochsen. Fremde Käufer waren aus Tirol, Käruten und Trieft anwesend, welche an 100 Stück ankauften. Im allgemeinen jedoch waren der Verkehr sehr stau und die Preise sehr hohe. Pferde waren etwa 250 am Platze, doch glcichfallö nur wenig schone Exemplare, welche die zahlreich anwesenden italienischen Händler suchten. Der Verkehr war infolge dessen geringfügig, der Platzverkehr dagegen in den meisten Geschästsbranchen ein befriedigender. — (Bärenjagd in Reifniz.) Am 2t>. v. M. wurde in der der Herrfchaft Neifniz gehörigen Hochwaldung „volikü 8<"'^" von dem Fürst Auersperg'schen Forsthüter Paini? ein Bär männlichen Geschlechtes erlegt, derselbe brach lautlos im Feuer auf den ersten Schnß zusammen. Er wog 400 Kilo und wurde irrthümlich dem Fürst Auersperg'schen Forstamte in Gott-schee eingeliefert, von der Herrschaft Neifniz aber, als auf ihrem Terrain erlegt, fofort reelamiert. Acht Tage darauf, am 2. d. M, wurde von dem Forstaufseher der Herrschaft Reifniz, Josef Auste, mit uoch vier anderen Schützen in derselben Gegend, wo das bereits erlegte Männchen sein Lager hatte, ein zweites Bärenloch (drio^) aufgespürt. Kaum näherten sich die Schützen dem Lager, als die mitfolgende Hündin sofort laut auszugeben ansing, woranf Meister Petz durch mehrmaliges Brnmmen seine Anwesenheit verrieth, ohne ab?r das Loch verlassen zu wollen. Trotz der herrschenden Dunkelheit im Loche hatte der Furstanfseher den Bären doch Vemerlt und ziveimal auf ihn gefeuert; dabei wagte sich die brave Hündin zu weit vor und wurde von dem Bären schwer verwundet. Auch der Bär mußte verwundet worden sei», da er sich in eine Ecke des Loches verkroch, ununterbrochen heftig brummte und trotz allen Lärmens und Bellens eines zweiten Hundes feinen Platz nicht verlassen wollte. Nun postierte der Forst-anfseher bei sehr beschränktem Terrain die anderen Schützen, nahm eine starke Buchenstange und bearbeitete damit den Bären so lange, bis er sich endlich bewogen fand, nach vorangegangenem starten Röhren aus der Höhle herauszurücken. Kaum hervorgekommen, erhielt er von dem Schützen Adolf Lnnacet aus Laserbach einen äußerst glücklichen Schuß in den Hinterkopf, worauf er sofort ins Rollen gerieth und am Fuße des Bergabhanges verendet liegen blieb. Man merkte sofoit. daß man es mit einer Bärin mit Jungen zu thnn hatte. Bei näherer Untersuchung des Lagers fand man auch zwei bei 14 Tage alte Junge (Weibchen.) Diese seltene Jagdbeute wurde sammt der verwundeten Hün^ din nach Ueberwindung mancherlei Schwierigkeiten nach Hause transportiert. Von den Jungen wurde je eines den Museen in Gottschee und Laibach von den Besitzern der Herrschaft übergeben. — (Steier märkische Escomptebant.) Als Vorläufer der am 23. d. M. stattfindenden Generalversammlung erschien diesertage der Rechenschaftsbericht der steiermärlischcn Excomptcbant pro 1878. Derselbe betont, daß die mißlichen Verhältnisse nicht gestatteten, den Geschäften der Gesellschaft eine größere Ausdehnung zu geben, daß eö aber gelungen ist, dieselbe auf ihrem bisherigen Stande zn erhalten. Die Gesammtumsätze im Escumptegeschäfte erreichten die Ziffer von 16.681.653 fl., wovon 7.771.189 fl. auf Krcdit-Theilhaber-Wechsel und v.852,652 si. auf den anderweitigen Escumpte entfallen; der durchschnittliche Stand der Geldeinlagen war ein constanter; das Erträgnis der Wechselstube betrug 20.405 si.. das ist 2410 st. mehr als im Vorjahre. Der gesammte Reingewinn beziffert sich auf 124,821 si.; nach Kürzuug der Tantieme nnd der Dotationen für den Refervefonds per 13,549 st. verbleibt ein Betrag von 111,272 si. und zugleich des Gewiunvortrages per 12.073 fl. ein Gesammtbetrag von 123.346 fl. zur Vertheilung auf 20,000 Actien. was eine Dividende von 6 fl., gleichwie im Vorjahre, repräsentiert, während 3346 fl. anf neue Rechnung vorgetragen werden. Ueneste Post. (Oria. illal-Telegramme der „Laib.Zeitung.") Konstantinopel, 9. Februar. Der russisch-türkische Friedensvertrag wurde gestern abends unterzeichnet. Nachdem Podgoriza von den Türken vollständig geräumt ist, beginnen nun die Montenegriner die türkisch bleibenden Gebietstheile zu räumen. Petersburg. Offiziell wird aus Astrachan. 8. d. M., gemeldet: In Vetljanka und Umgegend befindet sich gegenwärtig kein Kranker. In Nikolajcvsk, 600 Werst von Astrachan entfernt, trat ein zweifelhafter Fall auf. In Silistres sowie innerhalb der Quarantäncregion kamen einige neue Fälle vor, die tödtlich verliefen. Der Gouverneur ist dahin abgereist. Temperatur — 9 Grad. _________ Paris, 8. Februar. Bei dem heutigen Empfange des diplomatischen Corps durch den Präsidenten der Republik gab dieser seiner Freude darüber Ausdruck, bei diesem ersten Empfange drr auswärtigen Vertreter konstatieren zn tonnen, daß die Beziehungen Frankreichs zum Auslande vortreffliche seien. Er könne versichern, daß die Regierung der Republik alles mögliche thun werde, um dieselben zu consoli-dieren. Er bitte die Vertreter des Auslandes, ihren respective« Regierungen seinen Dank zu übermitteln für den entgegenkommenden Eifer, mit welchem sie ihre Stellung znr Regierung der französischen Republik regelten. Gre'vy schloß, indem er die Mitglicdrr des diplomatischen Corps seiner hochachlungsvolkn und aufrichtig herzlichen Gesinnungen versicherte. Petersburg, 8. Februar. Das gemeldete offizielle Telegramm aus Astrachan vmn 7. d. M. hebt noch besonders hervor, daß Aerzte und Polizeibeamte ihre Thätigkeit auf die Desinfection aller verdächtigen Gegenstände, die Durchführung der Sanitäts- und polizeilichen Maßregeln zu concentrieren fortfahren. Die Wohnungen, worin sich an der Epidemie Verstorbene oder Erkrankte befanden, werden znm zweiten male desinficiert; alle verdächtigen Kleidungsstücke werden verbrannt. Gleichzeitig wird zur Errichtung besonderer Friedhöfe geschritten. Die bevölkerten Punkte wurden mit Medicamenten und Desinfectionsmitteln versehen. Die ergriffenen Maßregeln sichern die Möglichkeit der Lokalisierung der Epldemie vollständig. Petersburg, 8. Februar. (Pol. Korr.) Der Generalgouverneur von Moskau und Geueral Loris-Melikoff sind offiziell eingeladen worden, den Mitgliedern der östcrreichisch-ungarisch-deutschen Sanitäls-kommission allen Vorschub zn leisten und ihre Aufgabe zu erleichtern. Der Empfang der genannten Kommission wird ein ausgezeichneter sein. uud es »uiro alles aufgeboten werden, um die Durchführung ihrer Mission zu sichern. Telegrafischer Wechselkurs. vom 8. Februar. Papier-Rente 6165. — Silber' Rente 62 85. — Gold Rente 74 50, — 186bcr Staals.Anlchen 114 40. - - Aant-Actien 790. - Kredit-Actim 2l6 25. — London litt 70. - Silver 100'—. K. t. Münz - Dukaten 5 55. — 20 »Franken - Stücke 932'». - 100-Reichsmart b? (>,). i!ottoziehungen vom tt. Februar: Trieft: 87 23 55 8!) 28. 2 inz: 26 70 00 84 78. Haudel und Wolkswirts)schastliches. Laibach, 8. Februar. Aus dem heutigen Markte sind erschiene»: 10 Wagen mit Getreide, 3 Wagen mit heu und Stroh. 17 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (15 Kubikmeter). Durchschnittspreise, Vtlt.'.'Msss^ Vllt,. MlN^ fl-l lr, fl, lr^! fi.s'll. N! tll Weizen pr.heltolit. 6 50 8,20 Butter pr. Kilo . - 78-j— Korn „ 4 55 5 3 Eier pr. Stück . . — 2------ Gerste „ 4 6 4 37 Milch pr. Liter . — 7------ Hafer „ 2 60 3 27'Riudfleisch pr.Kilo —54------ halbfrucht „ —>- 5 90!Kalbfleisch „ —48------ Heiden „ 4,55 4 50! Schweinefleisch „ —46------ Hirse „ 4 71 4 40 Schöpsenfleisch „ —36------- Kuturuh „ 4 40 4 55 Hähndel pr, Stück — 60------ Erdapfel 100 Kilo 3----------^Tauben „ — 17------ Linsen pr. Heltolit. 7----------ltzcu 100 Kilo (alt) 1 78------ Erbsen „ 8 50------Btroh ., . . 15,1----- Fisolen „ 3----------cholz, hart., pr. vier Rindsschmalz Kilo-90------ Q.Meter------8 50 Schweineschmalz „ — 76------------ weiches, „ ------5 50 Speck, frisch „ — 54------Mein, roth., 100 Uit.-------20 - -^ geräuchert „ — 70 - . !> — weißer .,------16 — Anbekommene Fremde. Am 8. Februar. Hotel Stadt Wien. Froschl, Korjitsch. — Angelli. Kaufm., Struzzi und Trcvisan, Trieft. — Friedman,,, Inusbrucl. — Vosnjat, Schönsleiu. — Bell, Reis.; Schulte, Stöh,, Giegl, Just, Kslte., und Sopper, Wien. - Piftp, Vorderbein — Gras la Taur, Goiz. Pirz, Krainburg. — Rabitscl», Kaufm,. Villach. - Rohrer, Obrringcnieur, Derbeud. -Kuans, Hdlsm, Käruteu. Hotel Elefant. Ehrlich, Postmeister, u. Achinger, Müllcrmcister, Sasuiz, — Ionlcnw, Privat, Trieft. — Lahode, Kfm., Dresden. — Träger, Kfm,, und Signer, Wien. — Zeller, Ksm, Berlin. — Kautschitsch, Gutsbesitzer. Lichtcnwald. — Gold< stein, Grußtanischa. Aaierischcr Hof. Slot, Gruudbcscher. und Kmetk', Maunslnn'g- — Panzze, Tirol. — Pauluzza, Bescher. Romans. — 3)"' ghoni, iidmc. ^ Trautmann, Geschäftsmann, Graz, Kaiser von Oesterreich. Knaslic'. St. Martin. Mohren. Eimcz. Koiir, Fortuna und Golain, Tolmei». Winter Anna, Lichtenwald. - Golob, Stein, — Peter,«'!. Tersain. - Sabru, Beamter, Steiubrücl. — Pereh, Wie», — Strcmbcrgcr, Fcislriz. — Modic, Ncudorf. ^ Wicden hofer, Tarvis. — Pcriz, Trieft. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. z -Z Z,N lß ° :; -«« " "c! ««- LU> " « "S Z> -"« kZ^ I^ 8 3,k -B "fU7Mg. '735^48^^1« "'windstill "Nebel ' 8. 2 „ N. 734 41 ^. 0 2 windstill Nebel 0 00 ^^_"_A^7^5 ^7^4^NNW^s^ch!li. nlondhell 7 Ü.Mg. 738 9? —28 windstill Äiebll ^ 9. 2 „ N. 73710 4- 18 windstill trübe 000 9 „ Ab., 736 40 ^. 14 NO. schwach bewölkt Den 8. tagsüber dichter Nebel, nur uachmittags einzelne matte Sonncnblicte- Abendrot!), mondhelle Nacht. Den 9, mor gens Nebel, tagsüber trübe. Das vorgestrige Tagesmittel der Temperatur -j- 18", das gestrige ^. o i", beziehungsweise um 0 9« unter und 0 5" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberll- Danksagung. ! Für die zahlreiche Begleitung beim Leichen-begängnisse und für die aufrichtigen Beweise innia ster Theilnahme während der Kranlheitsdaucr der am 5. d. M. um 7 Uhr abends im 30. Lebensjahre verstorbenen Frau Marie Kernc««»Zanovsky sprechen hiemit den üefgesühltefteu Dank aus die trauernden Hinterbliebenen. Laibach am 10. Februar 187!), Völ'MlM'lcht. Wien, 7. Februar. (1 Uhr.) Mit spezieller Ausnahme der Lloyd-Actic war die Börse sehr fest. die Renten insbesondere hatten lebhaften und günstigen Verkehr. «eld Na« Papierrcnte........ 6160 616t» Silberrcute........ 6290 63- Goldrcnte......... 7445 7455 Lose, 183U........ 306— 308 - „ 1854........ 10850 109 - „ I860........ 113 50 113 75 „ I860 (zu 100 fl). .. 125- 125 50 „ 1364........ 144 75 145 — Ung. Prämien«A„l..... 80^ 80 25 Krcdit'L.......... 16150 161 75 Nudolfs.L......... 1550 i5„ Prämienaul, der Stadt Wien !10 . 90 25 DonauRegulicrungs.Losc . . 1^4 _ l04 25 Domäuen-Psandbriesc . . . 14225 142 50 Oeslerr. Schntzschciue 1881 rück« zahlbar......... 9875 9925 Oestcrr. Schahschcinc 1882 rückz. 97 75 98üi5 Ungarische Ooldrcnte .... 8230 8240 Ungarische EisenbahN'AnIeihe . 101 25 101 50 Ungarische Eisenbahn-Anleihe, Cumullltivstüclc...... 101 25 101 50 Ungarische Schatzanw. vom I. 1874 . . ...... N740 1l?50 ?lnlchcn der Stadtgemeillde Wieu in Ä. V...... 9625 9675 «elb W.,re Vruudentlastungs Dbligatlauen. Vöhmen......... 103 — 104 — Nieberösterreich...... 104 50 105 — Galizitll......... 85 60 86- Siebenbürgen....... 75 25 76 25 Tcmcser Banat...... 75 !.0 76 25 Ungarn.......... 8050 8125 klctien vou Vaulen. Veld Ware Anglo-üslerr. Bank.....9350 9375 Kreditanstalt .......215 50 2l5 75 Depositeubank.......160 161 — Kreditanstalt, ungar.....21425 21450 Ocsterreichisch - ungarische Bank 785 - 786— Uuioilbaul ........62 25 62 50 Verkchrsbauk.......105' 105 50 Wiener Bankverein.....101- 10150 Nctie» vou Tranüpsrl Unlerneh mungen. «clb Lloyb' Gesellschaft.....557- 558 - Oestcrr. Nordwestbahn . . . 110 ^ 110 50 Rudolfs-Bahn.......116 25 116 50 Ttaatsbllhn........24160 242 — Südbahn.........6325 6375 Thcisl'Bahu........185 - 185 50 Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 99 _ 80^0 Ungarische Nordostbahn . . . 11550 11575 Wiener Tramwa^Gcsellsch. . 168 - 169 - - Pfandbriefe. Allg.öst.Nodeulreditanst.siGd.) 110— 110 50 ., ., « (i.B.-V.) 96.'.0 97' - Oesterrcichlsch-ungarische Bank 100 - 100 20 Ung. Bodenlrcdit'Iust. (B.«V.) 95 25 95 75 PriorltiitS'Dbllgatlonen. Msabeth.B. l. Em.....92 50 93- Ferd.-Nordb. in Silber . . . 104-25 104 75 Franz.Ioseph.Bahil .... 8650 8675 Gal. Karl-LudwigB. 1, Em 100— 100"^ Oesterr. Norbwest.Bahn . . 8620 s64" Tiebenbürger Vahn .... 62 75 6^-7 Staatsbahn 1. E>n..... 16075 161^ Südbahn k 3«/,...... 10950 lili'^ 5«/,...... 9825 i«S''0 Vevlsen. A>,f deutsche Plätze..... 57 05 5?^ London, kurze Sicht .... 11680 1l0." London, lange Sicht .... N7-^ ll< ^ Paris.......... 4635 4<^" Teldlorten. «eld W-« Dukaten . . . 5 fl. 58 kr. 5 ft. A ' Napoleonsd'or . 9 ^ 32'/. « 9 ^lj <« " Deutsche Reichs' „ ^ Roten .... 5? ^ 60 „ 5? ., U'' , Silbcrguldcu . . 100 „ — ^ 1U0 ^ ^ Krainische VrundeutlastungS-obligatio'«"^ Privatnoticruna: Geld 915'», Oare Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Miuuten notieren: Papierrentc 6160 bis 6170. Silberrentc 62 90 bis 63- . Goldrcnte 74 45 bis 74 55. Kredit 215 10 bis 215 20 Anglo '^" " 93 75, London N6 80 bis 117 l0. Napoleons 9 33 bis 9 33'/,, Silber 100— bis 100 .