IV» 8» Sonntag den 2S. JuN l875. IlV. Jahrgaig. Die ^Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: g^anzjährig 6 fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. SO kr; für Anstellung ins Haus monatlich IV fr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 st., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Insertionlgebühr 3 kr. pr. Zeile.__ Nmfafftidt Vturlavbvig. Marbllrg, 24. Juli. Die HeereSverwaltllng Deutschlands fühlt sich beengt durch den Kriegsvoranschlag; sie wagt es aber doch nicht, denselben mit dem Vorbehalte nachträglicher Genehmigung zu überschreiten und will auch nicht eine Mehrforderung stellell an den Reichstag und an die Steuerkraft des Volkes. Wie können nun trotzdem die Rüstungen fortgesetzt werden — wie soll trotzdem die Schlagfertigkeit des Heeres ungeschwächt bleiben? Durch umfassende Beurlaubungen, welche die Reichsregierung 1876 vorzunehmen gedenkt! Oesterreich-Ungarn hat fchon manchmal dem Heerwesen Deutschlands nachgeeifert — soll nicht auch dieses Beispiel wieder ziehen? Wir bekennen, daß wir in der Wehrhaftmachuna hinter dem Deutschen Reiche zurück, stehen, wfttr sind jedoch unsere politischen Verhältnisse günstiger: die innere Ruhe Oesterreich-Ungarns ist mehr gesichert und von Außen her sind wir nirgend bedroht. Die wirthschaftliche Lage zwingt Oester-reich-Ungarn mehr als Deutschland, die Volks-thätigkeit zu spornen, die Arbeit zu fördern namentlich dadurch, daß die flinksten und die slärksten Hände so wenig als möglich der fruchtbringenden Arbeit entzogen werden. Die wirthschaftliche Lage zwingt Oestereich^Ungarn viel mehr als Deutschland, den Ettrag der Arbeit möglichst zlt schonen und die Steuerpflichtigen in der nächsten Zllkunst wenigstens nicht höher zu belasten, als ln diesem Jahre. Die Mitglichkeit, im bewaffneten Frieden' trotz der Einführung neuer Geschütze und trotz aller besseren Verpflegung der Soldaten die unerläßliche Rüchicht auf Bürgerkasse und Staatssäckel z,l nehmen . . . diese Möglichkeit wird vor Allem geboten durch uulfassende Beurlaubungen. Am Vrabt' eiaes repidlikWischk« Veaerals. Die „Neue Züricher Zeitung" bringt die Rede, welche der schweizerische Bundesrath. Ceresole am Grabe Dufours gehalten eine Musterrede dieser Art, die es wohl verdient, zur Erinnerung an „einen Helden, einen Mann" verbreitet zll werde»;, Ceresole sprach: „Die ganze Schweiz steht mit uns an dieseln Sarge. An den Ufern des Rheins, an deneti der Reuß und der Aare, an den Gestaden des Langenfees wie an denen des Lemail, zll oberst in den Alpen und in den Thälern des Jura, im Hause des Reichen wie in der Hütte des nied^gsten Hirten ist der Schrei ausgestoßen worden: Das Vaterlaild hat einen seiner würdigsten und den liebsten seiner Söhne verloren, einen Mailn, hervorragend als Soldat, größer noch als Patriot. Dllfour ist nicht mehr. Woher kommt diese arenzelüose Verehrung des schweizerischen Volkes für den Mann, dessen sterbliche Reste vor u,lS liegen? Was ihn am meiswl in den Augen seiner Mitbürger erhoben hat, das sind nicht die AuS-zeichnllngen, an denen seine Laufbahn reich und auf die er selbst am wenigsten eitel war. Es ist nicht die Freundschaft eines damals allmächtigen Monarchen, deren Dienste er stets nur in uneigennützigster und patriotifchester Weise be-anstruchte. Es ist nicht das Bürgerrecht, mit dem ihn die schweizerischen Städte dies- und jenseits der Alpen um die Wette beehrten. Es ist auch nicht das ungeheuere Werk der eidae-nössische»: Karte, durch welche er uns unser Land besser kennen und besser vertheidigen gelehrt hat. Es ist auch nicht das kolossale Monument von Eis und Felsen, das auf dem böch-sten Gipfel des Monterosa und der schweizerischen Alpen den Namen Dufour so lange erhalten wird, als unsere Republik bestehen wird. Nein, nein, meine Herren und lieben Eid-geiwssen, mehr und Besseres ist von ihln zu sagen. Der Mann, der hier ruht, hat während mehr als füllfzig Jahren seinem Lande in oft sehr schwierigen Lagen und in den delikatesten Missionen gedient. Er hat dieses höchste und furchtbare Amt, diefe fast diktatorischen Ge« walten bekleidet, die am Tage der Gefahr die Schlveiz dem Manne anvertraut, welchen sie an die Spitze ihrer Armee stellt. Diefen nut» vom Tode erkalteten Händen, diesen Händen, die schon das herannahende Greisenalter zitter n machte, hat die Schweiz dreinial die eidgenössische Fahne übergeben, und dann zitterten sie nicht mehr! Ich möchte Ihnen, meine Herren, den in seiner Art einzigen Charakter der politischen Ulld militärischen Rolle des Generals Dufo»lr zeichnen, seinen Patriotismus, seine antike Einfachheit und Ulleigennützigkeit, sein Pflichtgefühl A e u i r l e t o n. Der il r c i e r. Bon Lewin Schücking. (Fortsetzung.) 7. Es waren etwa vierzehn Tage vergangen, die sich für unsern Freund einförmig und ereig-nißlos abgesponnen hatten, zwischen viel freier Muße und einigell wenigen Dienstleistullgen getheilt. Das Wieller Frttchtl, der Frmlz Fellhamer, war während dieser Zeit abgeurtheilt; man hatte ihn „zllnl Militär assentirt" und als ehemaligen Reitscholaren llnter ein Husaren-Regimellt gesteckt. Eines Morgens war große Ceremonie ain kaiserliche», Hofe. Ein neuer französischer Gesalldter hielt seille Auffahrt und hatte die erste feierliche Alldienz. In den Gängen und Vorsälen paradirten die verschiedenen Leibgarden. Frohn stand als Flügelinann der Areieren in der Alltekanlera zunächst dem großen Stiegenhause, wie seine Kaineraden in voller Galla. Nach einer halben Stunde war Alles zu Ende. Eine Weile nachdem der Botschafter durch den Oberhofmeister bis in das letzte Vorzinlmer, durch den Ober-Ceremonienmeister und zwei Kammerherren bis an seine Karosse zurückbegleitet war, kamen in einzelnen Gruppen auch die Herren vom Hofstaat aus den inneren Gemächern herallS. Einer dieser Herren blieb in der Anteka-mera der Areieren stehen, überblickte wie suchend die zu beiden Seiten inl Spalier allsgestellte Mannschaft und gab Frohn einen Willk. Dieser trat vor. Der Hofkavalier jedoch, statt sich an ihn zu wenden, richtete jetzt einige Worte ml eiilen andern Herrn und ullterhielt sich mit dieseln in gemüthlicher Mllße, ohne sich weiter illn den Arcier zu bekümmeril. Der ergrallte alte Herr, welcher als Ka-pitainlieutenant die Arcierengarde heute kom» mandirte, nachdem er es durch lange Dienste in der Armee bis zum Generallnajor gebracht, befehligte jetzt seine Leute zum Abmarsch. Frohn überhörte den Befehl und blieb, wo er stand. Der Hofkavalier schien diesen Augenblick abgewartet zu habell. Er trat dicht an ihn heran und sagte: „Der römische König reitet sogleich zur Jagd nach Laxenburg. Er wünscht Sie in sewe,n Gefolge zu sehe»;." „Zu Befehl", versetzte Frohn, von dieser Nachricht sehr angenehm überrascht, „ich werde sogleich gehen und mir den dazu erforderlichen Urlailb holen." „Das wird uicht nöthig sein", antwortete der Hofkavalier mit einem eigenthülnlich bedeutsamen Lächeln. „Ich würde Jhne»l ratheil, es zu unterlassen! Was ich Ihnen gesagt habe, reicht hin." Der Kavalier gillg jetzt und ließ den Arcier in einiger Betroffenheit zurück. Die Dienstvorschrift ließ gar keine Deutungen zu. und was der Herr im goldbordirten Sammtrock eben zu ihm gesprochen, war vielleicht nichts, als eine höchst müßige Privatansicht desselben. Vielleicht war es aber auch mehr. War es nicht möglich, daß der König, eifersüchtig auf sein Ansehe»!, nicht wollte, daß, wo er eine Bestiminllng getroffen, »loch andere Lellte um ihre Einwilli-gltng gefragt wiirden, u»ld wenn es auch nur um der bloßen Fonn willen geschah? Möglich war es allerdings. Frohn erbat sich deshalb keinen Urlaub, sondern ging die Stiegen hinunter, begab sich in den Hof der Burg, an welche»! die Ge»nächer König Josephs stießen, und ?a»n hier gerade in de»n Allgenblicke an, wo eben ein Dutze»ld gesattelter Pferde herbeigeführt wurde. Eine Viertelstllllde später traten alle zllm in kleinen wie groben Dingen, seine strenge Rechtlichkeit, seine fleckenlose Loyalität, das zum Herzen gehende Wol)lwollen, das sich namentlich in seinen Beziehungen zu den -kleinen und Niedrigen offenbarte. Ich bin zu schwach sitr diese Ausgabe. Aber es sei nnr erlaubt, hier den General Dusour selber in einigen der denkwürdigsten Momente seines Lebens sprechen zu lassen. Es war im Jahre 1847. Das Fieber politischen und religiösen Hader» verzehrte die Schweiz, es drohte der Bilrgerkrieg. Zum ersten Male wurde der General-Ouartiernieister Du-sour zum Oberbefehlshaber der schweizerischen Armee ernannt. Am 22. Oktober schrieb er der Tagsatzung.' „So peinlich mir die azlserlegte Pflicht ist, schulde ich nichts destoweniger der hohen eidgenössischen Tagsatzung meinen Dank flir das Zeichen von Zutrauen in den schwierigen Umständen, in denen sich gegenwärtig die Schweiz befindet. Ich werde mich dessen würdig zu erweisen suchen. Aber ich glaube dieser Ver-sanlmlung erklären zu könllen, daß ich in Erfüllung nleiner Pflicht, wenn es zilm Aeußer-sten kommen sollte, niemals die Greilzen der Mäßigung und der Menschlichkeit außer Acht setzen, dab ich nie vergessen werde, daß wir gegen Eidgenossen kämpfen .... Möge meine Hingebung dem gemeinsamen Paterlande nützlich sein! Aber noch lieber möge die göttliche Vorsehung das Unheil, von dem es bedroht ist, abwenden!" Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Der Bürgerkrieg brach aus und wenige Tage darauf konzentrirten sich die eidgenössischen Truppe»! allf den Kanton Freiburg. „Soldaten!" sagte der Obergeneral in einem Tagesbefehle vom Noveniber 1674, „wir müssen aus diesem Kampfe nicht nur siegreich, sonderil auch tadellos hervorgehen. Man nluß von euch sageit können: Sie haben tapfer ge-käntpft, wenn es von nöthen war, aber immer halben sie sich menschlich ,lnd edel!nüthig gezeigt" Freibllrg siel und Dllfour richtete die Wucht des Angriffes gegen das Zentrllm der Schweiz. „Ihr werdet nun den Kanton Luzern betreten," sagte er seinen 100.000 Soldaten in einer zweiten Proklamation. „Wenn ihr die Grenzen überschreitet, so vergeht euern Groll und ersüllt lediglich die Pflichten, die das Vaterland euch auferlegt. Marschirt gegen den Feind, kämpfet tapser, vertheidigt eure Fahnell vis zum letzten Blutstropfen. Aber sobald sich Jagdgefolge des Königs gehörende Herren aus einem der Schloßportale auf den Hof hinaus, gleich hinter ihnen kam der römische König selbst, und alles schwang sich in die Sättel. Unseren! Arcier wurde ein großer Nappe vorgeführt. Als er aufgesessen war, überragte er auf dem mächtigen Thiere mit seiner hohen Gestalt und in seiner Scharlachuniform das ganze kleine Geschwader. Der König schien keinen Vlick für ihn zu haben. Desto mehr hatten dies die übrigen Herren, die verwundert diesen Saul unter den geschmeidigen Propheten des Vorzinnners er. blickten. An der Burgwache, welche das Spiel rührte, vorüber, durch das Burgthor, verließ die Kavalkade die Stadt und setzte ihre Thiere bald in rqsche Bewegung. In Laxenburg war alles für dds Jagdvergnügen des Königs bereitet. Mall brachte den folgenden Tag damit zu; Frohn nahm den unbefangensten Antheil daran, zeigte sich als einen vortrefflichen Schützen und kiiulmerte sich wenig darum, daß er incht begriff, wesl)alb ihm König Jofeph die Ehre erwies, ihn »»it nach Laxenburg zu nehmen — in einer Gesellschaft, die ihm nur eine kühle Herablassung bezeigte, während der König selbst keine Sylbe mit ihln wechselte. „Gr muß seine Gründe haben", dachte unser Ider Sieg für euch erklärt, keinen Groll mehr; benehmet euch als edelnuithige Krieger, schont die Besiegten: nichts hebt den wahren Muth mehr hervor." Auch Luzern ergab sich, der Sonderbund hatte gelebt, und nach diesem so kilrzen und entscheidenden Feldzug wurde die Poplilarität Dufour's eine ungeheure. Nicht nur der Sieger, nein, auch der Besiegte, derjenige wenigstens, bei dem der Parteigeist nicht alle Gerechtigkeit erstickt hatte, huldigte der Vorsicht, denl Patriotismus und der Menschlichkeit des Oberbefehlshabers. Die Tagsatzung drückte ihm in feierlichem Votum den Dank des Vaterlandes aus und erkannte ihm einen EDrensäbel und eine National-Belohnung zu. Darauf schrie!) Dllfour der eidgeilössischen Tagsatzllng am l2. Jänner 1848: „Die hohe Tagsatzung hat die eidgenössische Arlnee in der Person ihres Chefs belohnen »vollen: sie hat es in vollkomlneilster, edel-müthigster Weise gethan: es mailgeln mir die Worte, unl ihr die Gefühle des tiefsten Dankes, von denen ich durchdrungen bin, auszlldrücken .. Da ich bei einem für nnch so dellklviirdigen Ulnstande das Elend des Krieges mit zl» lindern lvünsche, bitte ich die hohe Tagsatzung, die beigefügte Sulnme anzlniehmen und zu diesein Zwecke zu verwenden. Vieiller schwachen Gabe setze ich keine Bedingungen bei, sondern möchte nur den Wullsch älls^ern, daß man bei der all-gellleinen Vertheilling der LiebeSgabeil nicht ans dein Auge verliere, daß die Verivundeten beider Arineen gleicherweise Schweizer sind." Im Jahre ltt67 trat er in seiil achtzigstes Lebensjahr. Während sünszig Jahren hatte er seinetn Vaterlande die hervorrageildsteil lnld hingehendsten Dienste geleistet. Ain 6. Jänner l867 richtete er an den Bundesrath eillen Brief, der stets als ein Muster edler Einfachheit ulld Vaterlandsliebe gelte»: wird: „Ich ersuche Sie ehrerbietigst uin »neine Entlassuilg. Ich habe lange an der Spitze des eidgenössische»! Generalstabes gestanden; ich bin a»l dieser Äelle verbliebe»», so la»lge ich vo»» einigeln Nutze»» zll sei»r glaubte. Aber ntt»l i»l einein scho»» sehr vorgerückten Alter, fühle ich, daß lneine Kräfte »nich i»»» Stiche lasse»» »vürde»», wenn ich durch die U»nstä»lde sie zu erprobe»» berllfen »vürde. Es ist daher der Augenblick ge-ko»tt»ne»l, lllich zurückzllzichen ulld Anderen Platz zu »»lachen. Ich habe »licht nöthig, »nich allf »neine ü0 Dienstjahre z»» stützeil, uln die Geilehlnigullg »neines Gesuches zu erlangen. Der BulldeSrath Arcier, und als nlan a»n dritten Tage nach der Stadt zurückgekehrt »var, gi»»g er ruhig de»n Strafgericht eiltgege»», das ihll hier erivartete. Seine Abwesenheit aus der Stadt »var in der That bereits dieitstlich ge»neldet, u»ld der alters, graue Lieutenant rief ihin beiin »lächste»l Appel aus der Neihe vor. „Arcier Frohll, nlan »var drei Tage la»lg aus dem Gar»lisollSorte etttfer»lt lnld ließ sich bei eine»n klei»len Jagdvergnüge»l, »vie ich höre, verwe»lden ; wer hat ihn» Urlaub dazu gegeben?" „Ich »var von Sei»»er Majestät de»»» rö»nl fchen König dazu befohlen", versetzte Frohn. „Haben Seine Majestät ih»n befohlen, die Dienstvorschriften zu verletzen?" „Nein." „Er hat drei Tage lang Stubenarrest. Herr Vice-Seko»ld-Wacht»»leister, »nan verinerke ih»n il»s Jollrnal!" Frohn ergab sich still in das Unabäilderliche Ulld saß seinen Äubeilarrest ab. Ei»l paar Woch^ll vergingen. Frohn hatte eiil paar Mal lvieder Poste»» stehe»» »nüssen vor der kassirteil Thüre, ohne alle Abenteuer. Da, a»» einem schönen Herbsttage, früh Morgens, trat eill Hoflakai in fein Zl»n»ner. Er hatte den» Herr»l Arcier ju vennelde»», daß der rö»»lische Köi»ig ihm befehlen lasse, an seiner Jagd Theil ^u lvird sie einein alte»! Soldate»:, der schon mehr als die Hälfte sei»»es 80. Lebensjahres z»lrückge-legt hat, nicht verlveiger»». Selbstverstciildlich »vird, »venn ich trotzde»n noch irgendlvie von Nutze»? sein ka»ln, das gerillge Maß von Krast, das mir noch bleibt, lmnler de»ll Dienste des Vaterla»ldes geweiht seill; »neine Liebe zu ih»»l wird erst »nit »nei»le»n Leben erlösche»»." Er hat Wort gehalten. Bis zu»n letzte»» Atheinzug hat sein Herz für sein Land geschlagen. So »var, geschildert d»lrch seille eige»len Thaten und seine eigenen Worte, der Mann, de>l wir nun begraben. Nild jetzt, »neine Herren, könllen »vir den Rand dieses geheiligten Grabes verlassen, ohne i»n Jililersten u»»seres HerzeilS die »nännlichen Entschlüsse, die ein so großes Beispiel weckt, hei»»lzl»tragen? Bürger, Soldate»», Behörden, wenn das Vaterla»ld vo»» uns ein Opfer verlangt, dann »vollen »vir das Ai»denkell von General Dufour anrufen. Sein Na»ne wird gesegnet bleiben. Wenn in dem Grabe, in das wir ihn gelegt habe»», er noch die Stimme des Vaterlandes, das er so sehr geliebt hat, hören kön»lte, so »vürde diese ge»valtige Sti»nlne, die a»lS de»n Dröhnen unserer Gletscher und a»lS de»n Rausche»» llnser Flüsse spricht, vorüberziehe»ld über die Cypresse»» seines Grabes Worte der Ver-ehrllilg, der Da»»kbarkeit nnd der Liebe flüstern! Ulld wen»» ei»»st a»n Tage des Unglückes u»»sere Einrichtuilgeil, u»»sere Unabhängigkeit, »»»»ser Vaterland untergehen sollte»», so »vürde die Sch»veiz, Leben schöpse»ld allS de»n A»lde»»ken »lnd den Thaten von Mäl»nern »vie Ge»»eral Dufollr, die Ketten der Knechtschaft brechen u»ld ihre Freiheit »vieder erkä»'npfe»l." Zur Geschichte des Tages. Dreiund zwanzig Millionen hatte die Mehrforderung betragen, welche der KriegS-minister bezüglich der außerordentttche»» Kosten i»n letzten Wttnisterrathe gestellt. Beiden Finaiiz-»ninistern soll es gelungen sein, siebzehn Milli-olle»; herabzuhandeln und würden diese Mehrkosten sich nun a»lf sechs Millionen belaufen. Der KriegSvorailschlag m»lb nun gänzlich u»n-gearbeitet u»»d bis Eilde l. M. »vieder vorgelegt werden. In Deutschland soll das Verbot der PferdeallSfuhr noch fortdauern. Lalldlvitthschast-liche Bedenken spielen hier »vol)l nicht die Ha»tptrolle — eben so »venig, als Frankreich, nehnie»», zu der er u»n Echlag zehn Uhr »»ach de»n Kahlenberg l)iuausreiten werde. „Werde ich ulu Urlaub dazu bitteil »nüssen?" fragte der Arcier. „Ich glaub' halt nicht", a»lt»nortete der Dieiler; „der Hofkavalier, der »nich herfe»»det, hat etlvas davo»» falle»» lasse»», es werde »licht gewünscht; aber der Herr Zlrcier »nüßte»lS selber »vissen, lvas Sie thu»l". Der Arcier »var in der That bereits entschlosseil. Er bat nicht um Urlaub, ulld uln zehn Uhr ritt er allf seineln Rappen i»n Gefolge des Königs Joseph zu»n Bilrgthor hlilaus. „Es scheillt", sagte er sich, es soll etwas wie ei»le Prüsnng sein; die rönlische Majestät will sehen, ob ich Jl)ren Wunsch höher stelle oder die Kriegsartikel l»nd ei»l paar Tage Arrest!" Die Herre»» i»n Gefolge des Köl»igS »vare»» dieSlnal »veniger kühl und vornehln gegen ihn; sie sahen, das; Frohn dlirch irgelld etwas die entschiedei»e Gunst des jungen Monarchen ge-»vonl»en habe, der ih»» so »viederholt in seine Nähe zog, nild außerde»n war u»»ser Arcier ein viel zu guter Waid»uan»l und viel zu guter Kainerad bei der Jagdnlahlzeit, »»»»» sich nicht bald Freunde zu gewillilell. (Fortsepttttg folgt.) gegen welches das Verbot eigentlich gerichtet ist, ans Rücksicht auf die Landwirthschaft so viele Pferde und um so hoheil Preis iin Auslände kaufen läßt. Die Ereignisse in der Herzegowina haben endlich die hohe Pforte alis ihrer beschaulichen Nuhe emporgeschreckt. Serbien und Montenegro werdell verantwortlich erklärt für diesen Aufstand ltnd beschwert sich die türkische Negierung über die Theilnahlne, welche die Aufständischeil in Dalmatien sinden, sowie über die leichten Verkehrünlittel derselben der österreichischeil Grenze. Die Pforte hat Besehl ertheilt,. noch mehr Truppen nach Bosnien zu werfen — zur Autwort auf die Anzeige der serb. Regierung, daß sie die Grenze gegen Bosnien militärisch besetzt habe llnd entschlossen sei, jede Einmischung vom serbischen Boden alls zu verhindern. Massenhafter Zuzug der Mon^ tenegriner wird kaunl unterbleiben, namentlich, wenn Verstärkungen der türkischen Truppen von Süden her anrücken. Vermischte Zlachrichteii. (Die deutsche Sprache als Kultur-Mitte l.) Haymar Boyeseu, ein geborner Norweger und Professor an der Hochschule zu Jthaka im Staate Newyork, hielt im vorigen Mouat bei der Schlllßfeier jener Anstalt eine»l Vortrag, welcher das Studium der deutschen Sprache auf nordmnerikanischen Hochschulen und Kollegien behandelt -, der Redner sagte u. A. über die Vortrefflichkeit dieser Sprache als Kul-tllrmittel: „Wer ihren Reichthum an Ausdrücken, ihre vielsilbige Macht, ihre Goethe'sche Kraft und Schönheit kennt, der wird sicherlich nicht der Behauptung widersprechen, daß sie als Kul-tur!nittel von keiner der lebenden Sprachen Übertrossen wird und daß sie unter den klassi^ schen Sprachen der griechischen zunächst kommt. Als Sprache der tiefen und starken Eeelenbe^ wegungen, als Verkörperung des erhabenen spekulativeil Gedankens steht die deutsche Sprache eillzig da." (Steuerwesen. Rllckstände in Pe st-Osen.) Die rückständigen Steuern in Pest-Ofen betragen 6,476.103 fl., darunter 4,!)62.591 fl. Staatssteuern und 1,513.512 fl. Gemeindeabgaben. (Eisenbahnwesen. Leistung österreichischer Ingenieure.) Vor Kurzem hat in Wien eine Privatversammlung von Eisenbahil-Direktoreil und Fachniännern stattgefunden und wllrde bei dieser Gelegenheit von Hellwag, dem jetzigen Ober«Jngenieur der St. Gotthardtbahn folgende Aeußerung gemacht: Er hoffe die bei dieser Bahn verfahrenen Arbeiten mit Zuversicht einem guten Ende zuzuführen ,lnd habe deswegen als eine seiner Bedingungen die aufgestellt: nur nnt österreichischen Ingenieuren die leitenden Stellen besetzen zu dürfen, da er während seiner langen Bauthätigkeit bessere, ausdauerndere und dabei bescheidenere Kräfte nicht kennen gelernt. (Steirische Bäder. Gleichenberg 1837 und 1875.) Die Badanstalt zu Gleichenberg wurde im Jahre 1837 eröffnet und wies den ganzen Sommer hindurch nur 116 Personen auf. Im Jahre 1875 hatten bis zum 17. Juli 1350 Parteien mit 2221 Personen diese Anstalt besucht. (Landwirthschaft. Zerstörung der Engerlinge.) Zur Vernichtung der Engerlinge gibt Jaquemin nachsteheilde Vorschrift: Die Felder, welche Mais, Lein, Korn, Weizen, Hafer, Gerste und Bohnen getragen, werden an trockenen Tagen in der Zeit vom 20. Juli bis 10. Septenlber nnt einem Exstirpator bearbeitet. Es darf dies nicht tiefer als 0 Eentimeter geschehen, wird binnen zwei Stuilden wiederholt uild geschieht eiitmal der Länge, das zweite Mal der Quere nach, bei schönem Wetter, nach-denl der zweite Schnitt genommen worden, mit einer eisernen Egge das Feld befahren. Bei Klee ilnd trockenen Wiesen gibt man einen der- gleichen Eggenstrich gegen Ende August, nachdem das Vieh vorher den Nachwuchs an Futter abgeweidet. Bei Rüben muß uian Mitte Juli das Feld bis auf 4—5 Eetimeter Tiefe mit der Hacke bearbeiten. Ebenso verfährt man in den Gärten, auch in Alleen und ain Filße aller Bäulne und sonstigen Pflanzen. ZUarburger Berichte. (Auszeichnung.) Unter jenen dreiundneunzig Oesterreichern uud Ungarn, welche für ihre Theilnahme an der internationalen Ausstellung zll London 1874 Denkmünzen empfangen, befinden sich auch die Gebrüder Kofler, Groß-Weinhändler in Pettau. (Pr eßf reih eit.) Das Ober-Landesgericht hat als zweite Instanz entschieden, daß der Anklage des Herrn Joseph Ä^rmann gegen die Herren Binz Kotzmuth llnd And. Gatti w egen Ehrenbeleidigung durch die Presse („Marburger Zeitung" vom 17. Jänner 1875) keine Folge zu geben sei und habe der Privatkläger die Kosten zu tragen. (Wir theilen diese Entscheidung im nächsten Blatte vollinhaltlich mit.) (Fttr die Hagelbesch ädigten.) Znr Unterstützung der ^agelbeschädigten im Gerichtsbezirke Ä'tarburg, insbesonders jener in Witschein und St. Egydi (6. Juli) hat der Kaiser aus seinen Privatmitteln 500 fl. gespendet. Die Widnllmg ailS der gleichen Kasse für jene Grundbesitzer, welche in den Gerichtsbezirken Marburg »lud Windisch-Feistritz am 12. Juli durch Hagel und Wolkenbruch Schaden gelitten, beträgt 4000 fl. (Bauernverein in Spielfeld.) In der letztöll Sitzung dieses Vereins wurde über die Dringlichkeit gesprochen, sich gegen Hagelschaden versichern zu lassen — über den Zusammenhang zwischen dieser Versicherung und dem Bodenkredit. Einige Mitglieder enlpfahlen die Alllcgung einer Baunlschule des Vereins Die Ungleichheit, mit welcher die Grundsteuern vertheilt find, wurde beklagt, zugleich aber von mehreren Seiten gerügt, daß die Bauern selbst einen großen Theil der Schuld tragen: bei den Wahlen sür die Regulirungskomnnssionen haben sie sich zu flau betheiligt und bei den späteren Schätzungen halbschläserig zllgesehen. (To dt schlag.) Am 18. Juli, gegen Mitternacht kamen die Bauernsöhne Franz und Martin Schlnderitsch in das Gasthaus der Anna Jost zu Tschernetz, Gerichtsbezirk Rann; süns italienische Ziegler waren dort anweseild. Franz Schniderisch. welcher schon zu viel Wein getrunken, begann mit diese»! Gästen zu streiten und zu raufen. Martin Schnideritsch entfernte sich und verließen bald auch die Uebrigeu das Wirthshal!s. Nach zwei Stunden wurde Franz Schnideritsch von seinem Brnder in der Nähe jenes Hauses leblos anfgefullden; er lag im Straßengraben und zeigte sichs, daß ein Todt-schlag verübt worden. Die sünf Ziegler wurdeu am frühen Atorgen durch Gensdarmen verhaftet und dem Bezirksgericht überliefert. (Selbstmord.) An» 20. Juli Vormittag stürzte sich z»» Pettau die füilfzehnjährige Tochter des Bürgers Karl Baunigartner voi» der Draubrttcke in den reißenden Stronl. Jäger und Pionniere eilten in zwei Booten nach und waren nahe daran, die Unglückliche zu retten als diese unter der Eisenbahn-Brücke von einenl Wirbel erfaßt wnrde und in den Wogen verschwand. Der Leichnam wllrde Abends bei St. Marxeil — eine Stllllde unter Pettau — all das User gezogell. Das Mäocheil, von deil Ettern gut erzogcil. und liebevoll behaildelt, lvar äußerst reizbaren GeinntheS luld dürfte in der Aufregllng über eine Uilliill von frenlder Seite diese That alisgesnhrt haben. (Versuchter Gatteulnord.) Die Ge-schlvorneil iil Cilli (Obillann Herr Max Baron Rast) haben deil GrlUldbesitzer Georg Kotzbeck von Ober-Nadkersbllrg des velsuchteil Meuchel-lnordes schuldig erkannt. Kotzbeck l)atte lläinlich am 6. Mai d. I. M Mittagszeit tückischer Weise ein scharf geladenes Gewehr auf seine Gattin abgeseuert, diese aber nur verlvilndet; er wurde auf Grund des Geschwornenspruches zu zwölfjährigein schweren Kerker verurtheilt. (Sauerbrunn.) Jll Sauerbrllnn sind bisher 950 Parteien nlit 1422 Personen znln Kurgebrauche angekmnmen. (Heimische Industrie. Möbel ans gebogenem Holze.) Welcher Beliebtheit sich dieser wichtige Theil unserer heinlifchen Holz-illdllstrie erfreut, zeigt die stetig zllnehmeilde Anöfllhr der Artikel nach deln AllSlailde. Na-nlentlich siild es die allS nlassivgebogeneln Holz erzengten Waaren der landesbefilgteil ersten steierlnärkischen Möbelfabrik des Herrn Joh. T. Lacher zu Marbilrg, die wegen ihrer Festigkeit lllld Elegailz den besteil Ruf genießen. (Evangelische Gelneinde.) Die Kirche der evailgelischen Genieinde in Marblirg bleibt hellte geschlossen, weil der Pfarrer Herr Dr. Kolatfchek öffentlichen Gottesdienst in Pettau hält. (Allgelneiner Arbeiterverein.) Jln Saale des Herril Tscheligi (Kärntnergasse) findet heilte Abeilds 8 Uhr eil; geselliger Abend und lnorgeil eiile Stunde später ein Diskussi-ousabeud dieses Vereins statt. «etzt- Post. Die Arbeitseinstellung der Weber iit Briin» ist nahezu beendet. Die ungarische Regierung will Jndu-ftrielle ^ur Anstedlung veranlassen. Dte Aufständische» von Krupa haben sich mit jenen in Eyabela Vereinigt, die Tür-e-n daselbst vertrieben, die österreichische ZVahne aufgezogen und Vorbereitungen ge-troffen, die Türken an zwei Punkten anzugreifen. Die Pforte beabsichtigt, den Aufstand mit großer Macht niederzuwerfen. Wom Nttchertisch. Jllustrirte Fra»»enzeitung. (Berlill, Lipperheide. Preis: vierteljährig 1 fl. 50 kr. ö. W.) Die neueste Nulluner (14) der Jllllstrirten Frallellzeitnng enthält: 1. Pas Modeil-Blatt: Moderne Proinenadell- ulld HaltS-Anzüge für den Solluner, hohe Schoß-Tailleil lllit verschie-nen Kragen mld Manschettengariliturell, Hilte, Kravaten, Kopf- oder Halstuch, Unterröcke ulld Touruüretl. Anzüge für Kilaben und Mädchell, Piqlle- mld Strohhüte. Decke (Buntstickerei), Rückenkisseu, Waildinappe, Strulnpsbeutel, gehäkelte Strülnpse llebst Einzelheiten und Tabelle dazu, Verschiedelle Durchzugnlllster in Tüll, gehäkelte Spitzeil zc, luit 58 Abbildungeil uild einem großell, kolorirten Modenklipfer. 2. Das Uilterhaltllngs-Blatt: A. T. Stewart. Btit einer Abbildung. — Der unbestellte Gruß. Von Ale-xallder Kausillann. — Eine unversorgte Tochter. Rolnan von Max Ring. Schluß. — Besuch bei einer juilgen Miltter. Von A. C. Viüller. Mit einer Abbildung von W. Geets. — Egyptische Franell. Von Adolf Ebeling. Mit einem Bilde voll A. Böhln. — Die Fraueir-Jilsel iin Chieinsee. Von Arllold Wellmer. Schlilß. ^ Verschiedelles. — Wirthschaftliches. — Brieflnappe. im WokKsgarten lwrmals „VLII«. von dcr ÄikikaiiuwertWtten-ZldlMkapi'lle unter personlicher Leitung ilireS Kapellmeister» Herr? W2) Joh. Handl. A'tfang 3 llhr. — Cntree 15 kr. Stadt-Theater m Marburg. Sonntag den 2S. Juli Letzte große Gala-Vorsteüung der berühmtm Künftlergesellschaft VodrSÄor Matiil», Kais, rulpsche uud königl. schwedische Hoskknftler, / in ihren biS jeßt nnüber-O ^ troffencn Produktionen ^ in dem modernen Salon der Mgio, pkysilc, Dlon plus ultra der kymnastik. -> BillctS sind vorher an dei Theaterkasse und Abends Kassa-Eröffnung V Uhr Anfang 8 Uhr. 900) Kodfüllvr »ilstula. Liltalvtrilidtrinili. Vom 15. August an befindet sich die Strod- ril-lAut-Xioüorlkxxs deS in der Herrengafse, Tauchmann'schtS Haus vis-k vi» dem Casv _ Pichs. D^^Wegen Lokalveränderuna werden im alten Lokal (Zchulgaise) Atroh- und ^lzhSte zn VW^ftauvtud billigen Preisen oerkanfl. (653 Heute Sonntag den 25. Juli 1875 in Vrnedikter's neuhergkrichtelen Vajt-hansgarten, Mühkgaffe Ne. SS Kro88o musilialiselis 8air^v von der St. Leonharder Feuerwehk'Mustktapelle unter Leitung des Herrn F. Pollak, verbunden mit einem Weit-West-Kegelscheiöen mit drei Fahnenbeste», u. zw.: 1. Fahne mit 2 Silberthaler a 2 fl. ö. W. — 2. Fahne mit 1 Silberthaler. zu 2 fl. — 3. Fahne 1 fl. ö.W. Anfana 3 Uhr. Entree RV?r. Gute weiße und rothe Tiroler Weine, daS Settel 10 kr., selir guten steirischen weißen, daS Seitel 12 kr., GZtz Märzenbier, KrÜgel 9 kr., warme und kalte Küche zu mäßigen Preisen. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst Gastwirth u. Hausbesitzer in der 908) Mühlgasse Nr. 83. Bei ungtinstiger Witterung nächsten Sonntag. ltvus «tmtlivk limvntirto mvtrisvtio »SWe ii« sucht > der Kanzlist deS k. k. Bezirks- W Gerichtes Marburg I. D. U. M Kanzlti Nr. s. (S?» vi« xrü»»tv Eisenmökelfabrik von 102S ik vi)»!?. in III. I^IarxerAkLse 17, Hwxüoklt siol» disrmit. /»'aneo. Ein nettes neugeliautes Haus mit 3 Wohnungen, einem sehr guten Keller nebst Garten, welches S Percent Ertrügniß abwirft und 20 Jahre steuerfrei ist, vertäust um 3700 fl. 906 Karl Fluch er. Das Einkehr-Gasthaus Nr. 46 in der Schwarzgasse zu Marburg ist mit 1. Oktober zu verpachten. (897 Anzufragen bei der Cigenthümerin Josefa Spallek, 1. Stock. Ein Billard, überspielt, ist billig zu verkaufen. Auskunft im' Borziiglicher l8b8er Wein die ZUak zu 5k kr. l873er Weiu die Ztkaß zu ^8 kr. wird ausgeschenkt bei (!^07 A. Verblatfch in der Miihlgaffe Großes Gewölb zu vermiethen: (865 Obere Herrengasse Nr. 120. "'WU kie Vallerer l!eiiiei>lsi>l>nli Dampf-«.Wamlenbad in der Kürntner-Vorstadt (2^^ täglich von 7 Ilhr Früh bis 7 Uhr Abends. Alois Schmiederer. * K 'GsH I * L >2 Anempfel)lung. Ich erlaube mir die ergebenste Anzeige zu machen, d>ß ich in meinem Ausschroltunge^lokalt in der Schulftaffe, sowie im Konsumverein am Kärntner-Bahnhof fortwährend daS beste Mastvchsenfleisch auSschlStte; empfehle mich daher dem verrhrten Publikum zu gütigem Zuspruch. (901) Hochachtungsvoll VraiiSI. Ein Haus lnit Garten ist zu verkaufen (Kärntner.Vorstadt Nr. 105) um 3700 fl. Das Hans allein trägt monatlich dreißig Gulden und ist fttnfzeljn Zahle steuerfrei. 895) 3oh. Sch unkner. Achöne Wtlngartcn-Nealltllt in Zweinig, 10 Minuten vom Sildbahnhofe, ist aus freier Hcmd zu Verkaufen. D^lS Nähere beim Eigenthilmcr Franz Martinep, Lend Nr. 242. 899 Mehrere Fuhren Dünger zu verkaufen beim Marburger Dieustman- Institut. (898 Eine Mahlmühle mit 3 Gängen am linken Drauufer inMarburg im bestem Betiiebe ist unter guten ZahlungSbc-dingnissrn sogleich zu verkaufen. Anzufrl,gen im Comptoir d. B. (903 Sedöllsr S»t«rl Eillige hundert Meheu 875) bei Gine Wiese ^ an der LeiterSberger BezirkSstrasle. 10 Joch groß, ist ganz oder jochweife zu verkaufen. NähercS bei dir EigenthÜmerin Maria Loppitfcl). Zwei Pferde zu verkaufen: 1 Stute, schwl»rz, 3Va Jahre alt, .l7'/s Faust hoch, 1 Heni^st, GoldsuchS, 3'/» 3. alt, 16 Faust hoch. Auskunft im Gasthof „zum schwarzen Adler" in Marburg. (894 Verstorbene in Marburg. Ain t7. Jnli: Godeh Anna, Rätherintochter, 12 Tage, Nrbanigasse, Darmkatarrl). — 20.: Kelbie Friedr., MaurerSsohli, 4 Monate, Grazer-Vorstadt, Darmkatarrh. — 23.: Verb latsch Pauline, RenlitäteubeslherStochter, MiilU-gasse, Schwäche. Lwo LävIrorÄ auf frequttitem Posten in der Stadt oder am Lande wird zu pachten gesucht. Anzufragen im Cimptoir d. B. (889 Prttau, 28. Juli. (Wochenmarkts berich») Weizen fl. 4.25, Korn ft. 8.40, Gerste 2.15, Hafer fl. 2 —, Knkuruh fl. 2.80, Hirse fl.3.—, Heideu fl. 2.45, Erdapfel fl.1.80 pr. Mep. Ruwschmalz 0g, Schweinschmalz 50. Speck frisch —, geräuchert 40, Butter 42, Rindfleisch 26, Kalbfleisch 24, Schlveinrlelsch 23 pr. Pfd. <^ler 1 Stiick !lt kr. Mtlch frische ^2 kr. pr. Maß. Holz 80^^ tiart st. 11.50, weich fl. 8.— pr. Klafter. Holzkol^len hart 55, weich 45 kr. pr. Metz. Heu fl. 1.60, Lagerstroh fl. 1.40, S.leustrol» fl. 90 pr. Ctn. Ein kleines Wohnhaus in der Grazervorstadt mit circa 300!^ Klafter Grund, auch für Vaupläße geeignet, ist um 3500 fl. zu verkaufen. Anzufragen im Comptoir dieses Blattes. (886 Als Lehrling tvird ein gut gesitteter Knabe aufgenommen im Spezerei- und Pj^oduk'eii-Gesch'^ft des t^90) foi'ö. koel( in ^araLllin. Befantwortliche Stednttjou, Druck und Veilaa von Eduard Sanjchitz in Vtarb«rg. S.«.S<.G. Befantwortliche Stednttjou, Druck und Veilaa von Eduard Sanjchitz in Vtarb«rg. S.«.S<.G.