MllacherWMtllllg. «r. 2«0. Prä»»merc,ti!,i,,/. «, l!^. Y^^'j. fi. 7.b<> TonncrStag, ti. Dezember »«. »u tr., ««.»fl., »o»l» pi. «tll« l». « lr» »». l» li., «M. >»»«fttmecl >ebe«ll:, »U tr. 1872. Amtlicher Theil, 3l. l. und l. Apostolische Majestät habe» auf Grund «int« vom Minister des kaiserlichen Hauses und de« ««ußern erstatteten allcrunterlhänigsten Aortraqes ml, «Uerhöchster Entschließung vom 26. November o. I. die Unbesoldeten Gesandtschaftsattach^s Alois Fürsten Viech' ttnstein. Dr. Franz schlehl. Karl Freiherrn vo» ^alterski rchen und Arthur Ritter von und zu ^'ssensteln-Ehotta zu Honorar-ßegationsfecre-«ren allergnüdlgst zu ernennen «eruht. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen °llt den betheiligten anderen t. l. Ministerien der l. t ^r,v Wiener Handelsbank für den Produkten- und Waren, belehr die Vewllligung zur Errichtung einer Acliew geltllschclft unter der Firma: ..Tricster Handelscompaanie ^olupH^niz Irisgtin» äi (,'ommoroio)" mit dem Eltze 'N Trieft ertheilt uuo deren Slalulcn genehmigt. Der Minister des Innern hat auf Grund der tlhaltenen Alle, höchsten Ermächtigung und im Einver. nehmen mit den betheiliglen anderen l. l. Ministerien d«n verren Friedrich Hornbostel und Hugo Noot die ««villigung zur Errichtung einer Aclienaesellschaft unter ^r Firma: .Auslro» American-Eommercialbank" mit "M Sitze in Wlen ertheilt und deren Statuten genehmigt. Der Iustizministtr Hut den tHerichtsadjuncten des «ndesqerichte» in Trieft Joseph Karl Ritter v, Wolfs ium Rathssecretär dei demselben Landesgerichte ernannt. Nichtamtlicher Theil. Vom Cage. Die «lener VliMer ersttn Nanae« conslatieren in unzweideuliaer Weise, daß da« il!l,rreichische Eabiml bei her beoorsteheudeu Reichsralhssession mil voller Freiheit in Action treten kann. Die „Montag».Revue" schreibt: „Wenn das Ministerium das volle Gewicht semes Vorschlages auf das Prinzip der directen Wahl für sib gelegt, wenn es vermieden hat. die strafe zu compl eieren, so^ Wird die Verfafsungspartei kaum einen Tadel darüber aussprechen dinfen. Es wäre ebenso unklug als bedenk-^ch gewesen, das Oan« durch Details zu überlasten Und o>t Entscheidung über ble Hauptsache durch Ent-'Stillungen über Nebensächliches zu gefährden. Vermißt! An in di«slM Gescheiden, dieser Selbstbeschränknna des, ^lnisleriums die Ef'stenz großer, schöpferischer Ioeen, so wird die Regierung wohl mit einigem R chle entgegnen dürlen, daß es lhr weit wichtiger war, nach bestem Wissen und Gewissen die Vorbedingung emer gesunoen und lläfligen Slaatsentwlcklung feilzustellcn. als die Reihe der großen gouoernemenlalen ExpcriMlNle »u vermehren, welche die österreichische Verfussung fast in ein einziqes Versuchsfeld zur Erprobung des Werlhs oder Unwcrths staalsreHlllchel und staalspolllischer Thco» rien verwandelt haben. Gleiches Gescheiden, glelchc 3elb>lvcsch,äntung scheint denn d»e Regierung auch von der Reicheverlretuna zu erwarten. W^r glauoen be>lä-tiaen zu können, bah das Ministerium außer der Wahl-reform leine Vorlage von pslNi>P>lllcr Bedeutung vor den Reichralh bringen wird. Es kann nicht wünschen, oaß die Tl,ät,ate,t des Hause« getheilt, duß lunslllche Oiffcren,pl,nfte in dasselbe gebracht werden." ,,Oe» bauptcl die Wahlreform willNch die Bedeutung für Oesterreich, welche lhr dic öffentliche Memuug zuerkannt hat, so wird letztere wohl auch den Anspluch darauf erheben dürfen, daß dem direct gewählten Parlamente die staatliche Aibeil vorbehalten weroe, die unleugbar noch zu vollziehen ist. Nur das Nacheinander in der Lösung der schwebenden Fragen ist augenbüclllch berechtigt, mcht das Nebeneinander. Weder dem Mnl» sterium noch der Voltsocrllelung kann zugemulhcl wer» den. zwei Kriege gleichseitig zu führen uod dem Zwiespalt der Milnungen auf staalsrechlllchem Oedielc noch den Zwiespalt in den kirchlichen Fragen hinzuzufügen." Die ..Presse" meldet: ..daß der Milllslesprasloent Fürst Auersperg seine Anwesenheit im böhmischen Landtage benutzm dürfte, um dlc Oroß^rundbeslyer und auch bie hervorragenderen Abgeordneten des Landtages von Götzmen überhaupt in die Prinzpien der Wahl-reform einzuweihen. Dlums ist gewiß richtiger gewahrt, wenn cs f ühzellig dlc Par> teigenossen mit dem Oiisle seiner Vorlagen oerlraul macht, als wenn erst in l'hter Stunde, etwa gerade am Ta>,e der Wiedereröffnung des Ne'chsralhs. den «b« gsornnelen einige Infoimolione" ^ulummeü. Ole (Aiöße der Auflade, deren Ourchfnhiung bcoo«fleht, m>Zcl,l es zur dringlichen Pstckt, nl>t aUe«, Facloren genaue Rrch. nung zu pflegen. El in eingewclhlln Kllljen bekannt und lcm illcllous-programm hat bereits jo gut w»e die üUerhöchste e. baß oas Eadlnel Äuerspirg seine Dcllüfjlon n»chl elngere,cht hat, jonocrn «m Gegentheil Mit ulwohl>lcr Uiuyc und jjcni^lelt die nahende Vesslvn des Rclchsrulhs ooibe-reitet, berechtigt, ja nölhigt zu der «nnahme, duß es Mlt seinen Rrsolmoolla^en an maß^ebenoer Slelle lellien Wlderiland gelundcn, sondern fui dleseldtn sowohl im Prinzipe, als auch bezüglich der Modalllalen der Ourch-lührung die volle, rüclljalllose Genehmlguug elyalien. O»e Wahlreform ist gesichert, ist vom Monarchen sunc-lionilt. wird zu den er>len Vorlagen gehören, lvclchc bcm Relchsrathe zugehen." Das ..Frovl." bestätigt diese »ufslellung auf Grund elngeliollcr Insoruiallonen und >ü^l hinzu: ..Nachdem der Mlnlillriall) becndigt war, llalcn o»e Ml«l>l«r abermals zu einer Eouserenz zusammen, u« uver die Mußiegeln zu beralhen, wclche durch oas Er-geonis de« MlNlslerralhis speciell bezüglich der Wühl-reform nülhlg wülden. Es handell slch um den Mo» l»oe»bcllchl, mit welchem das hochwichtige Viliussun^»« gesey bei der Vorlage »m üogeoloueleuyauje «luocßlelltt wilden soll, und uin den Moous, wle 0er ^csehlnlwuif vor der Voilage im Äogeolonclenhause den Kuuicin ver Verfassungepaclei zur «ennlnls zu bluten scl. E< wurde ln dlescr ivlzlehung beschlossen, den Wuhliejolm» cnlwurf zunächst elner en^lleu Conlerenz der Fühier ocr Verfassunueparlel und sooa»n dem VellusjungScluV oes Nb^lvioüllll,Hauses mllzulylilcn." Äus den tKsh^lue» juull,l,ll,llschen Enthüllungen über den Il.halt des W a hl r t s o r u,. O.scvl.!lu»ul,c« entnehmen wir, daß der Eülwurs oas ^«uppeniyile« belvlhalle, weshalb wohl auch aügtliommen wcloe« oals, daß ine Vc!lNlhlun»j der üdgcordnelen in allen zur G^hl berufenen Kurien, wenngleich v ellclcht nicht »n glel^e« Maße platz^relien wcroe. Der H^upizwclt der Wanl« rc'vrm ist o>e Sicherung dcr pailameülarischen Wlll» samleil des Relchsralyes, und vies n Z lull duich oas neue Wahlges h zu erreichen. wcl0cn «m ^eichsralhc seenore am Fenster und blickte taae-H>U in die rastlos wirbelnden Schneeflocken hinaus. ^ l halte sie den Frühling herbe<«eichl,l und nun war noch immer nicht gekommen und sie mußte zu Hause da?',, ^"nd es sie doch Mit unwiderst.hlicher Oe« tin^. , ""« "b Freie zoq und sie sich sehnte, endlich ""«l die Sonne ihre Macht ausüben zu sehen, schon c "'""b ^"" "n lecher Tag. Am Morgen Nill«^ ^ Sonn« hell und freundlich in das Oe. ttoli/ ^Ü^tnd ls mächtig von Vüumen und lächern No^ ^' ""^ slb"" "" ^" M'llagsstunde sah man kaum ^ "was von der weißen Hülle, ^d ^ ^"^ aenüqlen jrtzt, der Natur ein voll. sich , verändertes Aussehen zu geben. Im Nu machte ^atl«" «rünllcher Sch'mmer an den Bäumen des Fs^.7 bemeilvar. während im Vlumengarten die ersten ftH ^ '"««linder neugierig die Köpfchen emporrecklen und "wundert umschauten. D« Nasen halle schon unter der schützenden Schneedecke einiaen Wachsthum ent, wlckilt und als der SHnee geschmolzen war, da glänne er im frischeste», scdöostei, Giün. Ach. w>e wonn'g schön war's draußen und mit welcher Sehnsucht erwartete ttenore den Moment, wo d,e Sonne bm Erdboden so weit abgeliocknet halle, daß sie einmal >n's Freie hinauseilen konnte. Den langen Winter hmdurch betrat i!»c F^ß nur selten den Ganen und Pak. eineslhells weil das Welter raub und kalt war, anderenlheils, und das war wohl die Hauptsache weil Venore eine neue Begegnung m,t dem Nachbar fürch'ele. Die Mauer war l>tzt länast verschwunden, aber der chinesische Pavillon halte im Aoftruch leine bedeutenden Fortschritte aemacht, so sehr die G hrimläthin siH ,uch darüber üraerle. Sie mußte e,st wssm. was ihr Nach. bar da drünen beginnen wollte, ehe sic selbst etwa« thun konnte, seine Absichten zu vereiteln. U»d nun machte er durchaus kein Ende m»t der Sache, so sehr sie dasselbe auch herbeisehnte. Je g>eichan gegen ihn und seufzend e/gllb sich Venore dem Schicksal, wenigstens schweigende Zuhörerin zu sein, wenn die Tante ihrer Galle ifuft machte. Es war ,hr peinlich, über den Mann herzlos ur. lheilen zu hören, onwohl sie selbst heimlich u,„ El»l. letzen daran dachte, daß etwas von all den sch,lckl>chen Dingen. d,e man ihm nachsagte, wahr se,n konnte, ^e-lore hatte weder den Nachbar, noch die Dame seit lenem Tage wiedergesehen, so „st und soviel sie auch nach dem Nachbarhaus«: hinüberspllhte. Es schien wle ausa/storven und nur des Abends sah man Schallen an den Voihänaen volbciglellen. Abends halte ^enore stun» denlana ,m Dunkeln am Fenster gesessen und jede leiseste Oewequng dadlüben beovachiet. aber niemals sah sie eme bestimmte Pcrjönllchtell und am hellen Tage war das Nacharhaus wie ausyestorben. Die Oeiüchte. b,e überhaupt über den einsiedlerischen Frciherrn oon Werden in Umlaus gesetzt wurden, waren 'l.abrllch nlcht geeianet, elne erhitzte Mabchenphalilasie zu beschwichtigen. Daß d»e Dame. welche m>in bei ihm gesehen^ niemand anders als s,i»e Geliebte sei, darüber war man längst auß.r allem Zweifel, man wußte auch, c>aß er sie wle eine Oesangene hielt uud dles/lbe da« H^us nicht verlassen dürfe. m»t emem Wolle, man sah 'N dem Fre,Herrn von Werden einen Menschen, bissen Thun und Treiben niemals an die O.ffcnllichlclt gelangen oürfe. Manchmal fühlte ignore sich wohl berufen, den so schwer Beschuldigten in Schutz zu nehmen. Gie hielt 'hn alle,ding« jür einen Mann. dessen Vergangenheit und wohl auch noch dessen Gegenwart nicht fr?l von Schuld sei. aber sie ertappte sich oil bei dem Gedanken, »hn in Scbuh zu nehmen, und hoffte heimlich, daß nur srgend ein Velhängnls, ohne sein eigenes Zulhun, an ihn bcranrelltlen sei. Nach wtni, Tagen war's vollständig Frühling y«. morden, nichts erinnerte mehr an den harten und strengen Winter, der sieareich überwunden war. Venore von Ro« denhofen genoß mit vollen Zügen den »»edererwachten Venz. und was der Winter ihr genommen, das schien fte jetzt nachholen zu »ollen. 1984 lungen entgegensehen, al« mit der vollen Durchführuna de« staatebildenden Prinzipe« der directen Wahlen auch ble beste Garantie für dle freiheitliche Fortentwicklung geschaffen wird. Wenn irgendwo, so gilt in Oesterreich da« vielgebrauchte Wort: »Durch Einheit zur Freiheit". Denn alle Fortschritte im öffentlichen und politischen Leben knüpfen sich in diesem staatlichen Gemeinwesen an die Festigung der Vande. welche die einzelnen Glie-der desselben umschlingen. Auf der bevorstehenden Session de« Reichsrathe« beruht somit die Hoffnung aller Pa» trioten und Verfassung«freunde Oesterreichs!_________ Zur Action der Lanilage. (2. Dezember.) NiederV st erreich. Der Oemeindeausschuß lehnte die vom LandesauSschusse proponierte zwangweise Zu« sammenlegung der Gemeinden ab, während der Sir durch die Annahme des ihr überreichten Demissionsgesuch« der Minister nur einen neuen Gewei« von coriecl consti-tutlvneller Gesinnung lteferte. Se. Majestät entllßt ein Mlnisterlum. da« dem eigenen Gestündnissc ^uiolsst, „insgesammt und einzeln das Vettrauen der Reichs-tagsmaiorilät verloren hatte." Graf Lonyay gab bei dieser Gelegenheit zugleich seinem festen Entschlüsse, M ganz zurückziehen zu wollen, Ausdruck und lehnte so zum voraus jede neue Uebertragung der Minisler»Prä-stdentschaft ab. E« liegt die Annahme nicht ferne, daß Se. Majestät über des Grafen Nachfolger seine Ansicht hören wollte, daß Loriyay (im Einverständnisse nilt F. Deal) auf den bisherigen Handelenünister Szlavy hinwitS. Herr o. Szlaoy besitzt wohl schon jenes Allerhöchste Handschreiben, das ihn zum ungarischen M>nl-sttipräsioenlen ernennt. Ueber die künftigen Mitglieder des neuen Eabinets gehen verschiedene Gerüchte; das Wahrscheinlichste dürfte fein, daß die Mehrzahl der bisherigen Minister im Amte verbleiben, selbst Herr v. Tisza. Soeben verließen die Mmlster den visherigen Mlmstel < Präsidenten, bel dem sie sich verabschiedet haben." D»e ..Tages.Presse" charakterisiert den neuen Ml' nisterpräsidenten und das neue Ministerium SzlaoP mit folgenden Worten: ..Dem Manne, welcher nach ihm an die Sp>tze der ungarischen Regierung tritt, kommt die öffentliche Meinung auf das wolilwollendste entgegen. Der bisherige Handelemimstes von Szlaoy bringt in seine neue Stellung den fleckenlosen Ruf eines ehrlichen, pfiichtgetreuen und eifrigen Geamlen mit. D« reinen Hunde, nach denen man so oft geschrieen Hal. wird dem j tzigen Premier niemand streitig machi» Ueber die politische Lapacität S,laoy's laßt sich ali< seinen Vnrevedenlien lem sicheres Urlhell fällen. l)aß er sein Amt im Sinne der Dealparlei verwalten und die Tradill0l>en ihrer Politik fortsetzen wird, versieht sich von selbst. Trotzdem kann man sich wohl nicht verhehlen, daß da» M nislerium Szlavy für den Auger>b!'ck einen nur provisorischen Charakter zu haben scheint. W>r wollen hlffen, daß es sich recht bald zu emcm dlsiniti« ven Cabinet consoildiert, was umso leichter gefchehtN kann, als der Ehef der ungarischen Regierung, so lanae oie Deatpartel im ^ande herrscht, nicht gerade eine Per« sönllchlelt sein muß, welche durch glänzende politische Talente imponiert. Schon die Einigkeit und da» gegcn« leitlge Vertrauen, welches alle Glieder der neuen Ne< gierung verbindet, macht ihre Position klüftig, und wenn nicht außerordentliche Störungen eintreten, so nmd vielleicht gerade die schlichte Firma, unter welcher das Cabinet Szlavy vor das Land tritt, zur Veluhigunl! der Gemüther beilragen. In gewissen Zeilen ist es ein Nber ein eigenlhümlicher sinniger Ernst war über da« junge Mädchen gekommen, d«e Oehelmräthm konnle ste gar nicht begreifen. Sonst war Lenore voll Heiler» lett, Frohsinn und guter Laune, jeht immer st»U, m sich gelehrt und ernst, selten sah man noch das helle, frische, sonnige L'chen »n ihrem Antlitze auftauchen, um dann gewiß wieder schnell genug zu verschwinden. Der Gehtilmäthm war diese Veränderung in Le« noren« Wesen durchaus nicht recht, sie liebte, das lindliche, sorglose, ew,g heilere Geschöpf gerade um dieser Eigenschaften willen und entbehrte den Sonnenschein, den es seither um sich verbreitet, schmerzlich, aber ste »ar klug genug, Lenore mcht durch voreilige Fragen auf etwas aufmeilsam zu machen, was vielleicht nicht einmal in Wllllichkeit vorhanden war. und hoffte heim« llch, daß Mit dem eintretenden Frühling sich auch Leno« re,>« Traurigkeit verlieren würde. In der That. die niiedererwachende Natur übte fichtlich einen wohlhätlgen Ei« fluß auf Venoren« Kö,per und Gelft au«. Ihre Wangen lötheten sich mehr und mehr und auch die alt, Lebendigkeit schien zurückzukehren. Nieder e,lte sie mit leichten, elastlschen Schlitten durch den Garten und einem weniger sltarfen Gedachter »ürde die stetige Unruhe de« jungen Mädchen« entgangen sein. Richt so der Geheimräthin. Mit wachs-nder Un« ruh« b«»«llte sie da« gänzlich veränderte Wesen d«s Kinde«, und es bedürfte von ihrer Sette großer An. strengungen, ihre Surgen zu verbergen, u« so mehr da sie nirgend« «in« Ursache der Verstimmung im Wesen lyr« Nichte entdecken tonnt«. Eines Abend« sah ste Lenore wieder allein im Garten auf« und niederwandeln. Das Gesicht war ernst uud auch nicht die leiseste spur mehr von dem leichten, elastischen Wesen, welches ehemals ihre zierliche Gcstalt kennzeichnete. Sie ging, den Vllck zu Goden gesenkt, ohne auch nur «in ein;«aes Mal da« Auge zu erhrben! und auf die mannigsachlN Nalurschüüheiten zu werfen, die sich ihr rmgsum in herrlicher Fülle boten. KopisHütttlnd trat dle Geheimrüthin vom Fenster zurück, aber zugleich au^i entschlossen, nun nicht mehr mit Fragen zu zü^«n. sondern Venoren nach der Uisache ihres Kummers zu fragen. Lenore ahnte wohl wenig, wie sie beobachtet wurde, fühlte s5> selbst doch durchaus nichts von einer Vergn. derung, welche mit ihr vorgegangen war. Sie wußte nicht, daß irgend etwas sie bedrückte, und doch lag es oflmals zentnerschwer auf ihrem Herzen, doch fühlte ste, doß alles Olück. alle ttebknefreuoe u,pl0hl,ch von ihr qelvichen war. Und seit wann? E« waie ^enoren nich» schwer geworden, den Zeitpunkt zu bestimmen, wenn sie ernstlich darüv»r nachgedacht hätte, aber sie wolNe nicht daran denken, sondern suchte sich selbsl über die Usache zu täulchen, wenngleich zu solchen Zelten ihre Wange wohl höher aufflammte und sie sich , ihre tlchnnersten Gedanken zu verrathen. Angstvoll vermied «« Lenore, sich der Grenze des nachbarlichen Gartens ^u nähern, selten betrat ihr Fuß noch den Pars, in welchem sie einst so qern geweilt, und voll Entsetzen floh ste davon, wenn ste jemals zufüllg der Tannenhecke zu nahe gclommtn »ar. Auch am heutigen Abend lenkte Lenore ihre Schritte, in tiefen Gedanken verlöten, unbewußt well-r, als si< beabsichtigt. Im Pa>t hatte sich der ssruhlmg noch nicht zur vollen Pracht entfaltet, die uralten Gaum-stamme begannen allmällg sich aus dem langen W»n-terschlafe enlporzurllff^n und daS farbige Sommerkleid anzulegen, während der angrenzende Nachbalgarten im prächtigsten Glumenflor prangte. Sinnend stand lenore an derselben Stelle, wo sie damals im H.rbste von dem Freiherrn von Werden übhn vor sich stehen, so stolz, so ernst, so schön, mit dem freundlichen Vllck seiner dunklen Augen. Ollmal« schon war er so w'eder vor ihr aufgetaucht, ade» sie halte das Gild nicht sehen wollen, paßte es doch so schlecht zu dem Rahmen, den die Welt um ihn gezogen. Nicht zum ersten male dachte lenore daran, ob es recht oder unrecht ,ei. einen Menschen so nach dem Scheine zu beurtheilen, aber der Schein sprach zu deutlich grgen itm, insbesondere wenN sie sih der Worte erinnerte, die jene schöne, blasse Un-vltannte, die er wie eine Gefangene hielt, zu ch« 8<' fprochen. 3sza lm Mlnisterium verblelbe. -" Für dic gememsamc Commission, welche in Ange> legenheit der Banlfragc zusammentreten soll (die Ge» rathungen werden einstweilen ausschließlich zwischen den beiden Regierungen geführt), sind von Seile des ungarischen FmanzminislerS die S clionSräthe Ertöoy und Killftnger designiert; doch hat ihre Abreise »all Wien infolge der mittlerweile eingetretenen Mlnisterlcists einen Aufschub erlitten. Die Ernennung deS neuen Mini' steriums dürfte erst in einigen Tassen erfolgen. b'S die 3rage der Besetzung des Honoeb-Mmisteriums entschit' b.ll ist. Ttsza bleibt EommunicalionSminister. Alle Blätter besprechen den Rücktritt des Grafen ^onyay und die Ernennung S zl a o y'S. Der „Pester Lloyd" sieht in der Aenderung im Cabinete leine po» ^tische, sondern nur eine persönliche Frage gelüst. Er, slere war gar nicht vorhanden; szlaoy wurde auch 8^nz ohne Programm designiert. Die Deakparlei hat aber durch diese Aenderung nichts verloren. Der «Ung. ^loyd" erblickt den Fehler deS Grafen Lor.y>,y darin, baß er die Uneinigkeit im Innern des Ministeriums nickt Ulrich zu Beginn beilegte. „P'sli Naplo" sagt: Die Krise hat ihren U'svrung im Cabinete, nicht im Parlamente. „Magyar Polltila" spricht sich in ähnlicher ^eise aus. Die Oealpartei habe gar leine positiv? Rolle sespi'lt und auch leine Niederlaae erl'tten. „Reform" verweist auf die großartigen PläneLo^yay'S. die er Nicht durchführen konnte, weil er im Ministerium eim'M Hwiespalte und in der Partei Haß »nd M'strauen be» segnete. .Hon" tröstet Lonyay, daß er nicht alles allein Verschuldet habe, und wünscht, seine großen Fähigkeiten sollen dem Lande nickt verloren gehen. ..Ellenör" ve» sichert Szlayy der Sympathien der Opposition, welche aber nur durch gute Politik erhalten werden können. „Magyar Ujsag" sieht im Bleiben der ^.ssortminister ein «rmuthszeugnis dtr DealPartei. d,e lcine Eapaci» liitln l,abe, um ein neues Ministerium zu bilden. Bezüglich des Programms dc« E n b i „ e l s Szlaoy Meint „Naplo", daß in der laufenden Session ausschlllß-lich finanzielle Fragen behandelt werden sollen, damn die Sleuerreformgeseye ehemöal'chst an die Tagesordnung gelangen können. Die betnffcnden Gesetzentwürfe snen durch den ^inanzminister längst beendet. Am 30. v. M. erfolgte in Berlin die Ernennung von 25 neuen Herrenhau Smilgliedern; da^ unter blfi'den sich die Generale Herwarlh, Slemmltz. Packer. Holleben, Slosch, die Minister Freit), o. d. ^ ydl und Pa»ow. ferner die Diplomaten Galan, Mag. l" 0. Elckmann, der Generalauditor Fleck, der Obeip^a-^cnt Barteleben, die Ulilerstaatssecreläre Sul^er um> ^ tter. Präsident Friedberg. Obersteuerdireltor Sckuh-w nn, Min'sterillldircctor Philippsborn. Gankpräst^ent <.chend. Seehandlung^prüsioent Oünlher, Gerichleo'ze-N sidenl Heurici, GeneralnaalSanwalt Weber und Po„-direclor Stephan. Die übr gen gehören dem Stande ber Gloßgrundbesitzer an. In den parlamentarischen Kreisen FranlrelckS wird eine «Hellwelse vorzunchmende Erneuerunq der Na. tionalversammlung als das einzige Mittel betrachtet. di> Krise zu beschwüren. — Die Nationalversammlung nahm mehrere Art'lel deS Budgets an. Die Debatte verlief ohne Zwischenfall. In einer langen Eonferenz mit dem Groß vezier hat der Sultan seine volle Zufriedenheil mit der Ge° slhr günstiges Bild der gegenwärtigen Situation dieser ^ ahn: Durch die E'össnung der Strecken Wyer.Rotten. w'nn und Kltinre'fling.Amstellen ist daS N.tz der Ru> " f.Vahn. für welche« im Jahre 1866 die Concession " olb«n wurde, vollendet und bettilgl die Oesammllünge der jetzt im Getriebe stehenden Bahnen 78 Meilen. Dem, nächst wird auch die im Vorjahre erworbene Linie H eflau-Eisenerz dem Verkehre übergeben »erden. Die Volten auf der Linie Vlllack»TarolS machen die erfreulichsten Fortschritte. Mit Hustlmmung dcr Staatsverwaltung wuroe das Anlagtlapllal der Strecke Kielnre'siing.flm» iietlen m,t 11,63^.l00 fi., jeneS der Strecke Hl.flau. Elsmcrz mit 1.966 500 st und jenes der Strecke Vlllach» larois mll 5,l^5iiOOfi. prtillmmiert. W«.nn nun auch oon üllen jenen ttmlen, fin w'lche ole Kronprinz Rudolf» lvahn die Concession bereits vlsiyt, nur mehr die beiden kurzen Strecken Hols«Äahn festgehaltenen Idee, welche noch unerledigt oolliegl. Der ^erwaltungsralh bedauert, daß er in dieser Hezlthuna nlcht ln ber Kage ist, schon j ht auf Erfolge leincr Thällgtell hinzuweisen. Die süolick'e Fortsetzung nach Tllcst anbelangend, m eS auS den Verhandlungen oes Relchsrath^s bekannt, daß die Regierung eine Ge-leyesoorlage behufs deS BaueS der Fortsetzung ber Nuoolf'Vahn oon Talvis über den Predll nach Görz in der Richtung nach Tricst einbrachte, daß e« jcooch hie, über wegen der gegen die von der Regierung gewühlte Tiace ethooenen gewichtigen Bedenken im Reichsralhe zu keiner Beschlußfassung kam. Der Verwallungsralh bedauert diesen neuelllchen Aufschub auf das lebhafteste, er hat die Dringlichkeit des endlichen Ausbaues der Kronprinz Rudolf »Bahn bis zum adriatischen Meere an maßgebender Stelle stets betont und nurd auch fernerhin nlcht unterlassen, seine Bemühungen foit;us?hen. Näher der Verwirklichung als diefe ttmie nach Trieft steht der gleichfalls ln der Col>ccss,on«Ullunoe in Auesicht genommene ilnichluß an dle oberllallenischer Bahnen bc> Pontebba. Nachdem, wie bclannl. der Bau der Bahn auf ilallc-nljchem Gebiete von Udine bis Ponteoba und hiemit auch dte AuSiührung der auf öslerrelchlfchcS Gebiet fallenden Strecke Ponlebda - TaroiS zufolge der oo,< der öilerreichlschen Regierung im Slaalsoerlrage vom Jahre 1866 übernommenen Verpfiichiung sichergestellt ist, so wird die Verwaltung die Durchführung der betreffenden Concesslonsbestlmmung veranlassen, woourch das urjprüng» llch »m Auye gehabte Hiel, namllch nicht bloS d,e kür» zeste Verbindung zwlscktn Innerbstcrreich und den nörd' llch der Donau gelegenen Ländern nut Italien hergestellt, sondern insbesondere auch d»e Entfernung zwischen Men und Venctien um 18 Meilen abgllurzl w»rd. Auch in llnderer Richtung war der VilwallungSralh auf die Ver» ooUstälidiguna des Netzes der K,onps,nz Rudolf.Bahn bedacht. Von der Erwägung niimlich aeleilel, bah der directe Anschluß der Kronplinz Rudolf.Bahn an einen Punlt der weillichen Rcich^renze im hohen Grade ge-eignet ist, die Sclbstä»o>gtelt und dannt die Ertrags-fahihteit des Unternehmens zu heben, belheiligte sich der Verwaltungsrath an der von der Regierung ausgejchrie-uencn Concurrenzvcrhandlung für den Bau und d«e Gildbeschaffung der auf Grund deS Gesltzes vom I0ten Äprll 1872 herzustellenden, aus Oberneiermarl nach Vüdtlrol und Salzburg führenden G^yn. beider ist diefen auf die El werbung dieser Bah', gerich,eten Bestrebungen nicht der gewünschte Eriolg zutheil geworden. D«e diesbezüglichen Offerte erluhren, wte der Bericht deS Vcr-walluugsralhes hervorhebt, Mehlfach eine absprechende Oeu!lh.llung. Der Verwallungsrath betont dem gegenüber den Umstand, daß sowohl der Bau als auch die Geldbeschaffung durch Pläloninalvereinbarungen m>l ver» illluenswüroigen Unternehmungen vollstänoig sichergestllll war. wohl e«n Beweis, daß die Offeite der Sache ent< sprechend waren. Der Verwallungeralh entschuldigt schließ» l>ch die verspätete Einberufung der Gel'eraloersamnüUlig, mit der nur deshalb so lange gewartet wuide, um den Acl»ol>ären ein definitives Rcfullat vorleben zu können. Kagesmuiffkeiten. — (Personalnachrichten.) Ee. Ercellenz der Herr Minister Dr. v. Slremayr ist am 2 o. von Wlen ln Graz angekommen. — ..Daily Telegraph" meldet in einem Schreiben von Berlin, 28. November, daß der Ge« sundheilSzustand deS Fürsten Bismarck in hohen Kreisen Besorgnis erregt; ernste Gerüchte circulieren hierüber seil einigen Tagen; gewiß sei nur, daß der FUrst vor dem Hrübjahre seine Geschäfte nicht wieder auinehmen werde. — Dr. Johann Kopalsch, l. t. RegierungSralh und eme. rilierler Professor, ist am 3. d. in hohem »ller in Graz gestorben. __ (Das Maria-Theresia.Monumen,) wurde am 2. d. in Gegenwart d.« Künstler« Herrn Pün» nm er, deS Erbaue,S deS EockelS Herrn Vogler und de« ^aumeifters Herrn Bierbaum gehoben und aufgeslelll. D,e Ardeil ging ohne Schaden sür die S'atue und dcn Sockel von statten. Da« Monument wird nun über den Wmier durch eine Bretletveischalung geschlitzt. D,e Enthüllung er. folat im Ftlihjadre; al« ein passender Tag fur die Feier wird der 13. Mai, der VebUllSlaa der großen-Kaiseim, empfohlen. — (Frühliugswetter) herrscht sell »ehr««» Tagen in Wien. Die Vegetation beginnt oon nnu»; t« Prater sind die Knospen vieler Väume schon bebeulnld an< qefchwollen, auS de« dUrren Laube drilngl da« dünne Gras h-roor; bei den Märzchenoeilchen haden fich bereu« frische Knospen angefeht. Locales. Arainischer Landtag. XI. Sitzung. zlaibach, 4. Dezember. Landeshauptmann Dr. o. Kalteneg^er eröffnet die S'hung um l0 Uhr 30 Minuten vormittag«. Das hohe Haus ,fl bejchluhfühlg. Als Vcrlreler oer laljelllchen Regierung anwesend: die Herren l. l. ^andesprastdlnt Olexanoer Graf ttuers-perg uno t. l. Regierungsraty Hoieoar. Das Protokoll llver d« achte «anolagSsitzung »lrd vorgelesen und genehmigt. «hg. Dr. Razlag übergibt da« Gesuch der ln Agram studierenden Sloocncn um eine Unlerstühunß aus ^andcsmllteln; — wlrd dem slnanzausjchuist ^,« wiesen. Abg. V. Sup an übergibt ein Gesuch, betreftelck die Velücksichligung deS ^ackcr-BahnplvjecteS oon «bell« des hohen Landtages; — wlrd im Hinblicke, al» vlese« Gesuch die ma,erlellcn Interessen de« Lande» betrifft, dem Finanzausschusse zugewiesen. Abg. Or. N. o. Oaoinschegg übergibt das Gesuch deS lrainischen Aushllfsbeamlen - Kranken - Un» terllühungsoerelnes um eine Unterstützung; — Vird dem ijlnanzausschusse zugewiesen. Der Herr l. l. «andespräsibent »lr» bit heute eingebrachte Interpellation, betreffend dle Ueber-brückung des Kulpaftusses bei Weiniz und Orudle, w einer der nächsten Sitzungen beantworten. Abg. Dr. Vleiwel« und 18 Genossen beantrs-aen eine Adresse an Se. Majestät den Ka«ser. Diese Adresse stützt sich auf die verms in den früheren Jahr» überreichten Majestütsabrefscn, spricht üoer das Scheller» der Ausgleichsoelsuche ihr Veoauern aus, ist oon der innigsten Ueberzeugung durchdrungen, daß der gnüdigfte Monarch den Frieden aller seiner Völker begründen w»U. Durch den Ausgleich hülle d»e Wohlfahrt de» Reiches und der Länder einen bedeutenden Aufschwung erfreu; Se. Majestät geruhen die neuerliche Versicherung der Treue deS Herzc.glhumS Kram huldreichst entgegenzunehmen. Die Adltsie macht aufmerksam, daß die neuen Schulgesetze den nationalen und rellgisjen Interessen ee» ^llndl« immerhin Rechnung tragen- nur muß der S«, fürchlung Raum gegeben werden, baß ftch enl^egenaesetzle Bcllrebungen geltend machen werden. Die Adresse kann d«e Ernennung deS RealjchuldireclorS Dr. Mlyal zu» ^vi!lgl,et>e de» lrainifchen LandeSichulialhe» nlchl dlUlljtN, nachdem der Vorgang dem K 35 des L. O. oo« 2Vle«l stebruar 1870, l i. widerspüchl. D,e «bresse dlückl das Geoauern aus, daß die Gleichberechtigung m Schule »n> Amt abgelehnt wird und nur oon der Regierung abhänge. Die im Zuge b fi'dllche Grundfteuerregullerung dürfte wegen der oem Gejeye anhangenden Mängel dem bereits überbürdeten Lande Kram die angehoflle bleuer» erlllchlerung nicht bringen. Die Regelung deS eigenen Hausstandes sei ein dringend nothwendige« Bedürfnis, welchem nur durch eine mchl rückzahlbare Meichesuboen-l on abgeholfen werden könnte. Die Adresse bekämpft die direclen Wahlen und schließt mit dem patr»olljch«l Vpp.ll an den lals.rlichen Thron. Der Herr l. l. Lanoesvrasident beanl»ortet die in der S'yung vom 25. o. M. oom Abg. Dr. Suppan eingebrachte I»lt,p.llal!on. belresfcnd die anglb-lich strenge Sleuereinvtbung im Bez,rte geistriz dal»»n, daß die dortigen Ansoffen infolge de» im Jahre 1871 erlittenen Mlewachsl« beim h. t. und t. ofterr. Finanzministerium um einen Steuernachlaß pro >872 angesucht haben; hierüber ist die Entscheidung t'folgl, daß ein Sieuernachlaß >m allgemeinen nicht slaltfinben, über specielle Gejuche aber Erleichterungen gewühlt werden können. Derlei Einzelgesuche wurden weder bei der politischen Behörde noch bei der Finanzdireclion überreicht. Mobilartfccutlonen fanden, wie alljährlich, jedoch heuer nur zwe» stall. Fulleroorlüthe wurden r>ur in jrnen Fallen in Execution gezogen, wenn lein V'th vorhanden war. Mit der in der Inlerp llauon aeschilocilen Härte wurde nicht vorgegangen, den steuerrestanlen werden jede'zeit E'leicklerungen zugestanden. Eine ooUslandlae Einstellung der Efculion c'fcheine nickt angezeigt, nachdem sich die belr.ffcnden Wilthfchafl«blsil)er heuer einer erglvlgen Ernte zu erfreuen halten. Der Finanzausfchuß hiill morgen Sitzung. Hiernach wird »ur Tagesordnung geschritten. E r st e r Punkt. Abg. Dr. Pollukar begründet seinen «„trag auf Erlassuna einer Resolution zuaunslen der Lacker» und gegen dle Pred,l.Eisenbahnl,n»-. Redner betont: dem Lacker-Projecte sei auS nalionulökonomlschen Rücksichten, im Hinblicke auf Industrie. Handel und Gewerbe, der Vorzug vor dem Predl!pslljec,t emzur«u»en. D,e Lime Lack.L"est durchzieht die fruchtbaren uno in» dustri'llcn Vezille KrainS, verbindet d,e producl,,« Orlschaflen de« W PPach». Pölland» und Kanler-Ihales, bildet den kürzesten Weg zwllchtn Pra, und Trieft; dle 1986 Linie Trieft'Predil zieht durch sterile unproductive Län« der und belüylt wenig industrielle Oezirte. Durch d,e Lmi« Trlest'Predil würde der Süobahn lcine lloncurrenz «wachsen; nur i>»e Uin« Triesl^acl schaffte die noth» »eno^e ^oncurrenz und es scl an der Heit, daß d«e österreichische Regierung spätestens im Jahr« 1873 dem Monopole der Süovatzn entgegentrete. Zweiter Puilll. ü," d«t selnen Antrag auf Änulyung des «Ärundsteuer-Re» gulltlungs'Oeictzls hmsichM^ dessi» Nuclwirlung aus das Wohl des Bandes Kr^in. Redner eltlart: das Land K»aln je» uut Steuern überbürdet; die Ueberbür» dung betrage im VerMche mit Stciclmall drei, nnt Kücnten vier Pcrzent. Die Notywendlgtctt der «Äluno» lasten.Ablösung wurde anertannl; jcylrcs u)ia>e-ria«e zur ivearbeltung zufuhren. Die zahlreichen Un« terschrlsten in der Petition unterstützen hinielchend den vorliegenden Antrag; Reoner empsi hlt den Änt«ag. Das Hau« wlrl» sich zur Hciulhuug als ^omtt^ conslltueren. Dritter Ocginiland. Oerichl des ZHulaus schasse« uoer den Oc U»tcr< ftüyung Mit 20l) st., dem lclüdschaslllchen Buchhalter Ioaneliö die iähüyung der Zulage von 100 fl. aul 200 ft., drm Rcchliul'gsofficml Huimann drn Tllrl Villhnungsralh und über Anting Ra^lag Ul«o Kiomer die lHlhüquug des Gchaltes von 900 ft. aus lOOO st dem Pclmalllr<.te Dr. Pung von 315 ft. auf 350 ft. und üle Ä»ich0ffu>,g oon Arnletlel^ll, jur sümmlllche Diener bci dcn Vuodes Wot,llhHllg^>leal>stal-ten; das Otfuch dls K. O. M>hal ö wird aba>khnt. Ädg. Dr. BlelwelS berichtet iwer das Ocsuch der Gemeinde S suchung von Quellen uni) Errlchlulig oon Waffe» lellu«' gen m den n>usselalmen O ten. Dle Aogco bouen K« <Äemcli>be Bohaluce uno alle Übllgen an Wasstlmangel leidenden Oe^enden lenlen; 2. es sei zu diesen Zwccl<: eine «önqmte zu berufen, welcher diese Frage zu,uweisen wäre. Abg. Murnlt brrichlet über das Nnsucben der General'Diiecl'on der Wtltauestlllungscomm ssion, be trefiend dle Passierung eines Bellla.e«'; hierüber pa,sicrt d^ das Ersuchen anzufügen, die Sparkasse wolle seinerzeit dies Rlalschulaedäude unter oil» liqen Bedingungen seinem Zwecke überlassen um das Präliminare festsetzen zu tönten. ^ltig. Murn it belichtet inbetreff der Straße von Kncj nach Karlowitz; diese Angelegenheit wird dem ttandesauSschusse zur srlcoigung zugewieses». Ucbe» das Gesuch der (Äemunde Oberlaibach wird deschlossl'" l. die» Ocmelndewahlen i>er h. Landesregierung zur Berlsicitlullq anzucmpfeb'en; 2, den VandeSausschuh zur stlen.zeli P'llfun./ des RechenschaflSberichleS aufzufordern ; 3, in dlc Pcrsonalangelegenhelt des dortl^cn Bezlllsrichters wegen Incompetcnz sich nicht einzulassen. (Schluß folgt.) ^ Herr Johann Vencajz), t. t. Nuscul-»ant, wurde zum Bezirlsgerichtsadjuncten in Gotische« er« nannt. — (Fortsetzung zum Verzeichnis) der unterstützenden Mitalieder der freiwilligen Feuer« swehr. Iohclu Baumgartner ^uu. 10 ft., Josef Haussen 5 fi. Franz X. Maußer 10 fl., M. G, 10 fl. (Herr I. N. Plautz ^jun. ist nicht, wie im gestrigen Blatte ange- z yeben. mit 5 fl., sondern mit jährlich 10 fl. als unter» ! stützendes Mllqlied der Feuerwehr beigetrele.,.) — ^Theaterbericht vom 4. d.) Wir bedauern den schwachen Besuch des Hauses, der einerseits in der regnerischen Wmeruna., andererseits in der sogenannten „Ab-ferliguna,." od?r auch in beiden Thatsachen seinen Orund haben dürfte. Da« Lustspiel ..Er muß aufs Land" wulde mit Lust gespielt; sellene fröhliche ^aune, Humor, Frische und Lebe>,diglert in Tezct und Action dominierte auf der Blihne. Das Hau« war in heiterster Stimmung; der ganze zweite Akt und die Schlußszene des dritten Alles ging so zllndend und klappend über die Bretter, daß sämmillche mitwillende Kräfte nach den AtischlüfsiN beifällig gerufen wurden. Herrn Carode' s Leistung (Ferdinand) war eme eminente; noch nie sahen wir diesen tüchtigen Schauspieler so schüchtern, so munter, so Mlicher Laune wie heule. Herr Koyti (Passer) war vortrefflich in Wort und Mimik, ein gelreue« V»lo heuchelnder Frömmler. Frau Kroseck lZlemel) und Fräulein Brand (Cölestine) repräsentierten sich als recht würdige Mitglieder srömmelnder Hcrline; Fräulein Brand w^r in jener Szene, in der sie die ihr aufqedrunqeue Maate abwaif, ausgezelchnel. Herr W a uer (Cäsar). Frl. Brambilla so. ^lor) und Frl Kollaun (Pauline), Herr Stoll (o. Braun), ja alle Bühnenträfte wllllen so gut, daß das Pudlicum sehr befliedigt das Haus verließ Eouliitutioncüer Verein in Lnbach. i er Ausschuß beehrt sich hi. mil die ^e»ein«lmitqlie-der zu?' 43 V»'rsan»l»lu»lft emzuladlN, welche Vton-ta« den U De;c»lbH?H abends um halb H Uhr im (3asino-Gla»?salon stallfindet. Tagesordnung: 1. Die Prozessionen für den Papst und das Ver» sammlnn^srecht. 2. Die heurige Landlagssefsion. 3. lasPrämlenanletzen der Landeshauptstadt Laibach. Neneste Poll. Wlen. 4. Dezember. De7 Kaiser verlieh dem Prä» sidenten dcS ilbgrordnelenhauses Hopfen ln Anellrnnung seinrs palllolischcn WlrtenS das iiummandeuilreuz des ^copoldoldens. . / Parenzo, 4. Oezemder. Die ^andtagssession wurdc geschlossen, lelearavniscker N.^cbselcurS aom 4. December. Papier-Rente ^tt.iitt. Lllver-Reute 70.50. l.-zk'if, ^,"' A"!?!,,!' l(»2.8> - ^s,u'-Hc» > 977,. >l 503 53.'j 537 566 649 654 689 714 716 7l7 718 719 72.i 727 728 754 765 787 806 82s 837 8N 861 874 897 920 921 986 991 ^95 1008 1018 1028 I0!j3 1040 1044 1 63 1087 1099 1>''6 1!0? 11I 1406 1444 1459 1473 1494 1499 1519 1531 15.36 1539 1567 1573 >575 16«9 1622 1«27 1658 1659 1626 1665 1675 1681 1683 1685 1710 17s? 1743 1778 1781 I7i»8 1803 1818 1814 >8I5 1819 1831 1833 1847 1374 1885 19"3 1926 1928 1938 1939 1967 1978 1982 2010 2016 20'7 2034 2036 2041 2043 W45 2052 2060 20i>« 2118 2138 2146 2152 2l.>9 2,78 2187 2192 2201 2y", ' 6 .. 7 10 Ouller pr. Pjulll» 43^-'" »oru ., ! 360 420 Eier pr. stück - g------ Oerft' 3 - Linsen , 5 40- H«u P>' Centner 1li5 — Erbsel, „ j i>50 - Stroh .. «5 stisnle» „ ' 4 8^» - V'lz,hln<,.ftl Klft. . - 6^l) Nlndsschmal, Pft ^ 54 - we'ch??, 82" — h schwe'llsschmalz , ^ - 44 - — Weiu, rmij., ,':h^ ^ 18-» ^ ^^u?,chei l ., .. 42 - ! Angekommene Fremde. Nm 3, Dezember. »5>«»l'«,nt. .ssseine, Pfarrer, Wisell. — Vrulmanu, Kaufn«.. Agraul, — 3lip<»!!,, Sirin. - Hudeny. I>'Nf>n,ur«'AsststeNl< Tblir«. — ?a,ar>i. Kaufm.. und Lüwy. Rcis.udrr. Wien. »tn^t HH'««»,,. Bloch. Trii-st. — Iugovic. Äaufin., Krain-j bürg - G^schsg, Ixsssnieur. St. Peler. -- Vidic und Rolh, i Kalifleute, Wien. - Irsch.'»aa.g, Vrsitzer, V.lbes. >«>«»,«»« «,,^»z»„. Mlirosim, Privat. Wels. -- Dienste!, > Wim N»«»»l»«'»,en >»»s. «I'istet. Handelsagent. Trieft. Hl«»»»»«»«». Pel,t. Schuhliiacher, G«az. — Gr vec, Student der Pli.losophle. Treffe!.. - Mazgon, D. - R. - O, - Priester. Vleiermart. Theater. Heute: Zum ersten m le: Tie Vermählten. Lustspiel in tt Aufzllgen von Adolf Wildblundl. s ''' M n ! ^ ! 3^ W __^^"IF ^"_____i^___^I" «U. M«. 72'.,« ^ 9.4 SÖ. schwach Regen ,<,., 4. 2 „ N 717« '1', NW. schwach lrUbe ',.'" !0„ Nb. 723 7? -l> 9» NW.'chwach Rrgen ^" Meist ttllbe, regnrlisch. Nbrndrolh., Das TageSmillel der Wärme ^ 1>.»2", um 9 9" Über dem Normale. V'?"!'!!,'!^':!«« NU^irl,. 3. Dezcmtier. Die Vörse war. ohne cntschilden ficiu zu sei», doch im allgemeinen s hr weniss laufluss'g, und die Culse reagierten. Man wird sich eben bewußt, ^llUT^UU^lU)!. daß elne Ucberipcculatioll besteht, welche durch die Arrangemcius'Fataliiätell noch gefährlicher gemacht wlrd. Nur Mallerbanteu machten von der allgemeinen Tendenz e»ne «usuahme. nur 10<) ,^. '„. , " . «whlitlich< Hta»t«sa,ul ^u b p4' w««ttnner,in«l.Mc,i-Nonemh45» ?75 . ^ I860 zu 500 fl, lt>2 l»0 102 75 ^ , I860 ,u 10t' ft. 125- Is« — ,, ^ 1864 ,n 100 fl. 145 - 146 — Vtaat««D°mitnen Pfaudbrieft zu 1«0 ft. i! W. in Siiher . IK--' N450 ftür 100 N. ''»'"^ ^<" ivdtMtu . . M tip«^ 96 50 97 — «»lizieu , . , ^ , 77.75 78 N »ttedtr-Oefterrelch . ll U5 — ^« 0d«-0tfierreich . „ 5 , 9150 93- Giedtuburgfn . . , 5 . 77— 7750 Stti«nnar? . „ ^ 91 50 i^3 — Ungarn . . „ 5 ,. 7975 8025 V. Nnder« öffentlicke «ni^hen Donauregul»rung«los^ zu 5p- Wiener Lommunatanlehen, rü»<. Veld Wl",rr zahlbar 5 p?.'«>^n . . , 3^3— 386 — Äad^-lr^^mlstalt , . 28'»— 2^2.— Crcditanftalt f Hanll! n. vi-, 338 80 3^9 — «ls^'tnnft'ilt, »llgem. uuzar. 13-v5>() »39'>0 Depusilenbant.....125 5.0 1ÄV.5U ««c°mple-, l,I4'»-------! Frbll:o-üfttrr> P«n' 1^7 75 138 — Handelsbans 314— 3>5- Nationalban" 975 — ft?6 — Unionbant 278 50 279 — Vere»u«banl . 205 50 206 — Verlehrabau' . . liül.— ^52.— Mfilld-Fiumau« «ahn 174 7!» 175 - «öhm «leftuahn , . . . 238 50 239l'X) tnrl-Ludwitz-Vahu ... . 233 — 234 — Doua„-2)ampfschifif. Oesellfch. 64 ).— «42 — Ellsabcth-Westbahu.....249 — 250,— «lisllWl,-Wlstl,°.hn lLwz-Vu«. welser Strecke . . 212.50 213.50 Ferd«and««Nor 5» . , 2110-2H5 3c ^«^'s 219 50 230 50 ?»',b^ff»»,l... . ."it»'?f«5'c^ 15ß.— 159 ^'«Äd, »fterr. , 573— 581 - Vefterr. Nordlvestbah,! 217 f'tt 218 — N>,d°lf«:V^n . l73- 174.- ^^h»iil' . 198 50 19^.50 ^it^uordt, «u^r^nb, Bat,. 172 - 173. - T?>? ''^»hn , 249— 24«» 50 Unyarische Norduft^ah, 161 — 162 - Unq»rische vftbuhn 136- 137 — tramway K86.— 3hv.5»0 ü^. ps^noliri,»^ ^jur li., Lu^. öft. VoocU-treliit.AnftlUi «elb «jaor, i.rlusl» >r ^n 5) pLl. m Vilb, 101 — Il'1 50 c !n^3I.r!»ck,.,uftp«t iu».W 8-« - 8850 ««l^aald. ,u b p«t ». W. .9075 ^1-Un«, ^oö.,Gr,d.'Nnn. p. >/, p^. 8tz 50 87.— Vlij.lMftb. m ^. oer^, ^.. Cmif,., 90.25 9050 .5'r''U5Nf!«^>,)rbb i^i ^^«, ^,^. ^, 75 i<»2 — .f^'.^! ^se/-«.^ ?>- ' 99.80 l<><»,— ^ ' ^ - i! ' . 10)50 101 — 0»V«, 5 »3.b0 V8.7V Klebend, »ahu 9l>^ KUdb.-G.^!-00fl,,.5°„ftts100N 92 50 93. ' V'i^..«ou« i^". si«?^).. ,4) - "/U Frc« pr. -?tück . - - !^,!l Oftbc.^,, fl!» 10" 5 , 76, 76 25 ». Privatim, .per Kluck). Ä<>l^ ü»«»" zt! 100 fl :: N.....18950 190 >'ln» .ls-MMnnq ,n M H, 14.HU 15 ' „' iH M„>n ' Hell W°° ' Nftg«our« .üc 100 fl Md. W 91 50 9> A F!l,nisur 55 9l7V Han bm«. f«r lO0 Mar' ^nn« 79 60 79/" l'oudon. filr 10 zifnnd ^',r»mg 108 8'.' U""? ^,^' ?, U,r ?s,^ ^rc>','bi ,. 42bO «vo «. 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