t i MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Verisq und Schrinkltung Marbuig • «. D««. BadgaiM N. » Parnnitt Ni M-«». to-«, W-** Ab Ib ^ (thgllcb «uBar Sirostag) Irt dtf SrhriftHlung Bui «ul Pwnrul Nt M 67 «rtlrbb« Unverlangt# Zumchrtftm w»^ QJcb* rtJ.-kgetandl B«l amtUch«» Aniragaa trt dal ROrkfx rto b«1xuIagaD Pott»ch«rkko^ Wien Nr 54 BM. GcirbHfiottttllan CI'H. Marktpiatt Nt Ii Finwul Nt • and Mr 1 Paranif Nt BQ STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Ericbeint warktBgli ' deutschen Linien Sem Mittel \ I Lüge, Er wurde der Evangelist der i richten-Korruption. So nannte mai ' selbst ganz olfen in England. Seme ' sten Freunde kannten die Organisati. j seiner Lüqen und Greuelmärchen geqen i Deutschland. Es gelang .Northcliffe, durch 1 seine Pressfc auch die »Times« unter-i stand ihm. entscheidenden Anteil an der Gestaltung der britischen Politik wäh-I rend des Weltkrieges zu nehmen. Ohne I dieses Trommelfeuer der Northcliffe-i Presse für die Eintuhrunq der allgemeinen Wehrpflicht wäre diese Maßnahme der britischen Reqierunq kaum durchführbar gewesen Geqen den englischen .Miinitionsmangel und seine korrupten I Hintergründe ließ Northcliffe das 1 schwerste Geschütz seiner Leitartikel-■ Einpeitscher auffahren. Allen Intematio-jnalen Abmachungen zum Trotz setzte er i es durch, daß die Baumwolle zur Kriegs-1 konterbande erklärt wurde, um Deutsch-] land der Möglichkeit zur Herstellunq von ' Explosivstoffen zu berauben Währeiid des Weltkrieges förderte Northcliffe die Politik Lloyd Georqes mit allen Mitteln. Er wurde dtraulhin von Lloyd George mit der Organisation der Greuelhetze getjen die Mittelmächte betraut. Sein geheimer Titel war »Minister für die Zerstörung des deutschen Vertrauens und der deutschen Zuversicht«. Wickham Steed, der noch heute seine Weltkriegshetzartikel neu frisiert, wurde Northcliffes Gehilfe für die Aqitation gegen Österreich. H. G. Wells wurde Northcliffes Sektionschef für die Agitation gegen Deutschland Die qioanUsche Papierotfensive ae^en die deutsche Front und Heimat war damals eine Waffe, qe-gen welche die deutsche Regierung keine erfolgreiche Abwehr organisieren konnte. Die organisierte Hetze Northcliffes Agitation war schon 1917, als er die LSA besuchte, auf dem Höhepunkt. Unter Mitwirkung des Bankhauses Morgan gründete er in Amerika zahlreiche Institute, Zeitungen und Zeitschriften, die aussthließl ch die Autgabe hatten, die Greuelhetze qeqen Deutschland zu intensivieren und die Kriegserklärung Washingtons herauszulocken. Im August 1018 wurden sogar im US\-Senat aggressive Stimmen laut, die SJorth-clitfes dunkles Treiben scharf verurteilten. Aber d'e jüdischen und pidisch beeinflußten Krt'ise der USA waren entschlossen. den Krieg gegen den »preußischen Militarismus zu fiihren. Northclifte ließ also hemmunqslos das wütende Gebell qegen Deutschland im Fortis-simo anstimmen, *?n,iter, als er die f'Ynnt-propaganda diriq'erte, iiherlruq er die qleirhen Prinzipien voinehmlich auf die Flugblatt-Agitation Die Regierung stellte Millionen von Pfi;nd für die Hetze zur Verfiiqunq. Er HpH die Verleumdung iiiier die Erde verbreiten, die Deutschen hätten eine Christus F'qur vom Kreuz gepommeo und dafür einen gefancienen Kanadiet gekreuzigt Fr verbreitete d e Liiqe von der deutschen Lelrhenfabrik, liefi zahllose angebliche Auqen/euffnbe-rirhte über die Mißhandlungen und Verbrechen deutsrhei Soldaten an det traii-züsischen und belgischen Zivilbovölke- SeHe 1 * Nr, 259 * Freitag, 27. August 194S ■S:\.-S\ i-,' s iPrO/iC-dji/si!?! "MÄRSürgöTZ^^^ mag publisiATM. Northeim« »chauU ror k«iaeT V«rl«ujiuluas ttuuck, wson lia nux im pa^chologitch lichtigsn Augui-blick giitartat wurda. Hemmungsloi tobte lieh leiü Haß gegen die millt&rl-■cbeo und politischea tuliier Deutsch-landt Bui. Er uiiterstuizte otien die heimtückische Dolchstoli-FoUlik der Juden in dar Heimat. Er Lieil »Krieqsblättsr für dai deutsche Volk« Uber Spione nach Deutschland ichtnuqgeln, in denen eine erbjkrmlicbe Hetze gegen die Monarchie entfesselt wuide. Das war NorthcliffeB Geichait. Mit diesen Flugblättern sicher-ta er sich die Prolektioa der Keyieiung. Dia englische Regierung verlangte von Northcliffa den Ein&atz der grauenhafte-■tan Haßhetz« gegen das deutsche Volk. Der Hunne als Kiesen-Menscheniresser, die deutsch« Kultur eis HdU/gonliatum, dar dautscha KaiMr ala Massenkinder-•chlächtar — das war das Programm — und NorthcUifa gehorchte. Dia Engl&ndar haben auch tn diesem swaltan Waltkriag die gleichen Perver-aitAtan Ihres Hasses in die Agitation ge-blandat. Was sie damals gegen die Mo-narchla gehetzt haben, hetzen sla heuta gagan dan Nationalsozialismui. Die Matboda Ist die gleiche. Dia Motive der Hatza tind (ast dia gleichen. An dla Stal* la dar Flugblatt - A>gitation ist Ihre Rundfumkhetza getreten. Ihr letzte« Ziel haifil wladerum: Entmachtung, Entwalf-Dung Deutschlands. Aber das Deutsch-luid von haute ist ein anderes. Mit dem Tarror dar Lüge und mit dem Terror eui dar Lu/t werden sie die Widerstandskraft das deutschen Volkes nicht bre-chan. Jadar Mann imd jode Frau In Deutschland wissen, was auf dem Spiele itaht. Nordwestlich Kap Orte^al dnh Barlin, 26. Auguat In dan Nachmittagsstundon dog 25. Auguat stießen schwere deutsche Kampfflugzeuge etwa 400 Kilometar nordwebt-lieh Kap Ortega! an der Nordwestspitze on Spanien auf einen aus zwei Zerstö-'n und fünf schnellen Geleitbooten betenden britischen Flottenverband, 'I wurde, wia schon gemuldet, ein 'er versenkt. Das feindliche Kriegs-rhielt schon beim ersten Angriff schwere Bonibentreffer, die ver-die Kesselanlage vernichteten, auchscbwaden drangen aus dem »troffonen Schiff, das bewe-ihtg liegen blieb und kurze r In di« Luft flog. lenkte britische Zerstörer ge-K-N-Klasse (193Ö 39) an, hatte »rverdrüngunq von 1690 Ton-jlne Geschwindigkeit von 37 Seine Bewdffnung bestand 12-cm-Geschützen, acht Tor-n sowie mehieren 4 cm-Flflk-D auf Vierlingslafetten, Die Be-jetrug 1R3 Mann. ExploslTiatemen tc Bukarest, 26. Antfual j-ara Kinder wurden, wie die rum3-la Presse meldet, In ainf^ Dorf dns Jiova-Taleis Opfer ainer von feindlichen lugzaugeo abn schwer verletzt und mußt'^n Ins Kicinkenhaus nach PJpe«ti g<>srhaf[t werden. FiloH hei deutschen Kindern tc S'jfla, 26. August Der bulgarische Ministerpräsident Fi-loff besuch'e Mittwoch abend In Begleitung des deutschen Gosandten Beckerle und des Führer* der bulgarischen Staate-Jugend Prffessor Kar'*]ownnoff das deutsche Hinderlandversrhickunaslaqer In Bankja V>ei Sofia. Der Mhilsterpräs!-dent wiirdf von den Junqen borjois'ert begrüßt. S e sangen e'.nirje Lieder, darunter auch buigTrlsche, und wurden vom Ministerpräsidenten mit kloinen Gaben beschenkt. Portugals Unabhan<*i:^keit tc Basel, 2ß Aunust Nach einer Meldung aus Lissabon verbroilote der amtlirhf portu'i:-tische Sender Auszüge aus vhi ;>• l.ifrien.n Reden des Ntinisterpriisidunlcn .S m-imt. Abschließend wurde dfi/u erklärt: >/Por-tiiqiil wird nicht in dnn Kampf eintio-ten, obwohl es eigentlich aiii-h Krif'i zu tiihren hnt. Seine ArniPo It '^f hiir/.i unfl vcrfeidirjt die wichtig- trii Pur-! te des Landes. Sie Ist bereit, jede Aufr^i e durchzuführen, die von ihr verKinfft wird. Das dihfte rfonüncn. um iono aufzuwecken, rlie qhuilten, utirililn und fndiff»»-renr gegenüber den L'^id^n anderer. Wir wünschen d"n Frlfden, nher wir verteidigen unsere rrpheilirflen Rnrhle, unsere Unverlet/HchVeit Undbh^nglg keit und Ehre. Nötigenfalls v.-ird jef'^r Portugiese die vnn ihm verhiiinfon Opfer hrlnrjen. Fr wird für d.is Vaterland auch sein Leben hinT'ben D'e Portugiesen werden wie ihre Vorfahrpn zu handeln wissen.t Wolfspifde {n China flnb Nanking, 20 Atnuist In den östlich NjMking (jolfienr-n Henschan-Berrion hf^rr^- Jit i 'ii ü ifr.ius stdrke Wolfsplnqe. Di" W^-Ifn b'ibfn dort mindestens 300 Kiirlfr rj( ri«*^^fn und zuweilen auch Erw-sch-s- ne nnrrof.illi^n Die Bck.iinpfunq df-r T ^re zu- nächst auf Schwier>r''d.) die Wölfe dort e!""m VolV . ' r i-ql.inl. erit sprechend ^ils Soridb'»' - d'-r rftd- ten. SrhlieRlich griffm i d.jch die rhii-c-sisrh-jdP'Uiischr'n Bi ■It-n i'i'i und nr-gimisierfen ein nii'= jun.'ion Lenlen bes'rb-'n.!'Jiiri- ' i- i-. 1 ■-> nif-d auch hohe Rnl.jhnun''v^n; , '/A v. nr drn; wrM t inen Wo'f 1- '■.( I ii-!-)!, (^r heilt 1000 wer c-'nnn fo -ii Wolf dhlie fert, ethdll 800 Dollui. ff Ist es also so weit schon gekommen?^ London in den letzten Stunden vor Kriegtausbruch Dia ParlAtnentsaltzumg war In Tollam Gan^ga. Jedon Augenblick mußta die Reder di«kutiartan. In den GlUckaaplalläden der Oxfordatraat, wo sich dla Manachen fast zu Jadar Tegea- und Nachtzait bei oJirenbetSubander Grammophonmuslk UQd dickem Tabakaqualm zu beralchem eiichan, at&nden dia Spielautomaten aln-»am und v^rlaaaeD. Dia Spielar drückten ftldh Jetit vor den Zaltungabüroa und wartatan aul dia latxtan Nachrichten. Dar Pramlar spricht Itn Tirnntf daa Praaa«bürot Ifluft der Pemtchraibar an. Dla aratan Sätza dar UnterhAuarada daa Premiar« beginnen über das Band su laufen. Mit neugierigem \ind »uglalch basorgtem Geeicht drückt aich unser Portiar zur Tür herein. Er kann nldht abwarten bia dia Zeitungen herauskommen. Er will Jetzt wissen, waa der Reglerungachef dam aaigli-sch«n Volk und dar Walt zu aagen hat. Aber ar wia ao vlala aalnar Landaleuta wurden blttar antt&uadht ChambarlaLn bradhta kalnan Lichtblick. Das latrta Band Im Famachralb«r tat gelaufen. Die Rede lit auagagaban, \md Ich haha einen Augenblick Zeit, auf dia i Straße 7U gehen. In der Fleetstreet, dem Londr>ner Zeitungszentrurn, wo man den Piilsöchlag der Großstfldt am deutlichsten fühlt, Ist die Atmosphäre noch gespannter als sonst, da« Straßenblld noch Voa «aaeraa Ia-Vartrat«r belebter. Dla Manachan »Ind nabarhaft arregt. Dia Zeitungajungen fUtzan wie losgalaaaen aua dan Zaitungigebludea und rufen sdhon dia aritan Abandaruaga-ben mit der Parlamantireda aua. Mit Mühe bahnen sich dla Lieferwagen dar großen Blätter den Weg durch dia dringende Menschenmenge. Uber all dieaem Hast«n urui Treiben abar ragt dia Kuppel der St. Paulakathedrala — unba-rührt vom Geiwimmal der Maoachan wi ihren Füßen. Von weitem hallt dar tiefe Ton dea Big ban ihrar größten Glocke harüibar, V«rlaat«ft ll.e Londdn Dann kommt dar AatuI «na Bwilat »Verlassen Sie London und fahren Sie sofort oach Amsterdam«. Traurig fragt der Portiar; »Jatzt geben Sie aJao auch nooh wegT« Vor alnar Woche erat hatte ar von den anderen Mltarbaitem una#iaa Büroa Abachiad genommen. »Ea lat achredkllch, wir wollen doch kedaan Krlagi. Spät an diasesn Abend mache Idi ai- nen letztem Gang durdh die Stadt und nehme Abschied. Dia Straßan bieten hmite dad gleiche Bild wia an anderen Abenden. Bunte Lichtredclamen leuchten über Piccadilly. Aua den Klnoa und Theatern strömen dia Menschen, um sich In den Nachtlokalen weiter zu amüal«ren. Hatten sie denn kein IntereMa für das, waa sich in der hohen Politik abaplelta? Begriffen ala nicht, um waa ea ging? 8 0 weit also schon Wia von einer nnaichtbaren Macht getrieben, biege Ich in White Hall ein lüld atehe sdhließllch In der Downingatraet, gegenüber dem unschalnbaren Haua, In dem die englischen Pramierminiater seit über 100 Jahren das Schicksal Ihraa Lande« bestimmen. Autos fahren vor, Mlnliater kommaa «td gehan, BolMhaltor fremider Nationen ftndea aich ein, hinter dan dicht wachl^aaenin Qaxdinen wird fiebai^iaft geaibeiteL PlAtsllch geht eine Bewegung dnrch die Menget A\ia einem der vorfahrenden Wegen ataJgen dar Befehlshaber der engUauan Heimatflotte und der Brate Lord dair Admiralität. Ist es aleo schon so weM gdcomman? Daa Volk mad der Krieg Ba iJl MlttamachL MÄde gehe Ich nach Hauea, um die letzten Vorbereitungen fOx mein« Abrelee tu treffen. Medne Wirtin brl^ mir trots der ap&ten Stunde elM iWe Im lotf aft«, die ionat nie «ehr geaprichlg umf, beffiobt auf einmal von Ihram Sohn zu erzüxlen, dar im lihtten Kriege fiad. Sie zeigt mir daa Bild elnea etwa Itjlhrlgen Jungan in schmucker MarkMunifom. Von Ihr, wie von allen mAliien angllachen Bekannten briraw ich In Jenen Tagan immer wieder KU hiöran: »Wir wollen kalnan Krieg«. Wenn aber dea Voft ihn aicbt wollte, wer wollte lim dannt — In Devttchland Am Morgen dea 1. September rollte der Zug aus der Behnhofslhane. Ein leichter Dunat lag Ober der Themse und ließ die Umrleee der surQckbleibendao Stadt Ineinander AberfllaBen. Daa Schiff, das mich nadh Holland brachte, war faat menachanleer. Die aeletan In Bngland Iehan und PauerlOachmannachaftan in voller T&tigkeit, und dla Zivilbevölkerung nahm intensiv an dan Aufrlumungs-arbeiten teil. Alle halfen allen, nicht bloB mit SAubarung dar Bflrgeratalga voa Glasscharben tind Schutt, sondern auch durch Aufräumen beachldigter Wohnungen, Wagschaffaa voa Waran aiia Läden uaw. In dam von aür bawohntaa Haua wurden nicht nnr ragelmlBlg Unterauchva-gen tn dea veiachladanan Wohnungen wihrand dea Angriffes aalbat durchgeführt. Wihrend dal Haas noch unter den Explosionen zitterte, erganialarten auch die mAnnlichan Blnwohnat, ohne geringste Spur von Panik, Patrouillen, die nach Ende dea AngrUfa bei der Aufrftumung sowohl bei uns als auch Im Nachbarhaus helfen sollten. Die beineha unglaubliche Ruhe und der einzig dastehende Zusammenhalt haben natflriich cum großen Teil ihren Grund darin, daB man von maßgebender Stelle rechtzeitig die Bevölkerung der Relchshauptstadt auf alle Eventualitäten vorbereitet hatte, und in der Organisation des Widerstandes durch die Terschledensten MaBnahmen.« Hammer und Sichel in Algier Foljlen dea Verrats chauvinistischer Militärs an Frankreich rd Vlchy 26. August 1 Vertreter nach Algier schickt. Bogomo- AI« d.r Anglo-Amerl-1 lo» w.r bis zum Abbruch der ksner koiiiilä .Ich der BoUchewIsmu» I slsrh-sowlcllichen Bezlehunaen Sow|at-«,1t der Besetzuna NordalrlkäS |„zwl-1 Bntsclmrt« hol der französischen Reflle-jchon e.ne Stelliinq ver«ch»llen, die I "'"9- Aljlier wird er .Is .Sla.lsmmi- selbst die chaotischen Zustände der fran- zösischen Volksfront-Zelt übertrifft. Obwohl L^on Blum an der Macht war, gelang es damals den französischen Militärs doch immer noch, eine Schranke vor den afrikanischen Besitzungen zu errichten. Jetzt aber sind die in Nordafrika verbliebenen franrösischen Militärs unter dem Druck Londons und Washingtons so machtlos (|eworden, dnß sie der Ausbreitung des Kommunismus untätig zusehen müssen. Kennzeichnend fflr die Lage Ist eine kommunistische Versammlunq, die zum Wochenende mit Zustimmung des Emigranten-Komitees im städtischen Kasino von Algier stattfand. Die kommunistischen Redner, Abgeordnete, ster der Sowjetunion« auftreten und theoretisch dem Vertreter Roosevelts, Murphy, und dem Vertreter Churchills, MacMillan, gleichgeordnet sein. Praktisch aber wird sein Einfluß den seiner beiden plutokratlschen Kollegen weit übertreffen, well er bereits über eine kommunistische Partei verfügt und die nordafrlkflnischon Juden sich größten- Tore öffnen. teils rflckhaltloa la den Dienat Moskaus stellen. So vollzieht sich ntm das Schicksal Nordafrikas in dar verhängnisvollen Richtung, dia xu erwarten war, nachdem dia Bundesgenossen Moskaus dort Pufi gefaßt hatten. Am 8. November wurde Nordafrika ausgeliefert, nicht etwa von Kommunisten, den diese saasen damals noch in den Gefängnissen, sondern von französischen Nationalisten und Chauvinisten, die aus Ihrer Ablehnung gegen den Bolschewismus kein Hehl gemacht hatten. Jetzt müssen die gleichen Generale und AdTnirale, soweit sie nicht von den Anglo-Amerlkanem verjagt oder ermordet wurden, dem Bolschewismus pHe BLICK NACH SUDOSTEN dz Der ülleste slowakische Bischof, Monsiqnore M^irian Blaha, erlag In «einem Bischofssitz Heilicjenkreuz einer die nach ' langen Krankheit. df'tu 8. November aus den Gefängnissen j Zuteilung ehemals |Udl«chen Bo-entlasson wurden, und Emigranten, die | stddtliche Bodenamt in Preß- inzwischen aus Moskau eingetroffen . ^iner Aktion betreffend die sind forderten »volle Handlungsfreiheit Zutellunn ehemals lOdischon landwirt- dfr Kommunlstischnn Partei in Nord-rifrikn«. Der kommunistische Universi-tdtsprofessor Gerner verlangte die Schaf- Zuteilung ehemals jüdischen schaftlichen Bodens in allen jenen Gemeinden begonnen, In denen sich nur , kleinere Parzellen befinden. Es handelt fung eines Lehrstuhle» der russischen | 50Q0 gooo Kata- Sprache und der sowjetischen Politik, , gtraljoch, die sich auf etwa 6700 Ge-der ehemalige Abgeordnete des Seine- feinden verteilen. Bei der Zuteilung Departement» die Einstellung von kom- Frontsoldaten den Vorzug, munistlschen Kontrollbenmten In allen | Durgermeister-Amtern, Die Redner I tc Honvedmlnlsler Csatay lurOckga- schlossen unter dem Beifall der Zuhörer, kehrt. Nach seiner Rückkehr aus dem mit rinrm Hoch auf Moskau. Die Ver-1 Führer-Hauptquartier wurde der unqa-sainmlung sang die [nternntionale. Der' rische Honvedminlster Csatay von Mi-.:.;.il w.ir mit r<4('n Fdhnen und Hammer nlsterpräsldent von K-ilIay empfangen, und ; Chol riusgc-if hinückt, Die algerl- dem er über seine Reise berichtete. sehe Presse wurde veranlaßt, ausführliche Bi;richte über dns Ereignis zu ver-ölfentli; h"n. limiqrnnton-KoniitDe und cintilo Hmf'rik-inische Resntzungsbrhflrrlrn Ifirdf-rtpu die Ver.inst.iltun(j In jefler W- 'sn D.irnil wird die analo-amcrikanl-sdtp Absicht, dem MolscliGwismu'; in Ni.'ij.ifr kd Tiir und Tor zu öffnen, er-n=; 11t l;-'sl.-il'tjt. hl rlf-r Vcrsiimr-Munq wiirdn mit gro-f^i m Ilnifi'll die N ulnichl borfriilit, d^iß rd Schulferien in Ungarn. Im Hinblick auf die kriegsbedingten Schwierigkelten schlössen in diesem Jahr die unga-garlschen Schu'en bereits am 1 Juni Ihre Pforten. V.'le das ungarlache Unterrichts- und Kultusministerium )etzt liekannl gibt, v.'urde aus denselben G( linden dei .Schuibeginn, der liir Anfang Si-ptiMuhpr iesfr|eset/.l war, um zwei Monate biiidusgeschobcn und auf den 3. November verlegt Diese Verord-iHinq l)p/i<'hl sieb niir f.Jif V^ks- und ■ ilin nntiomoluw, d'r bi-hor fls So-vv''^t n()ls( h.iftpr hei don nrn'grantnnrc-j Mitlcisrhnlfni f lorbschuleii, (|i = l/.iverslttl- un'jf n -II Lniifbui fuiuiicrle, dls seinen i len und Volksschulen mit Do\.• hiilcha- rakter beginnen wie vorgesehen Ihren Unterricht im September. tc KOnIg Michael von Rumänien hnt den Orden »Stern Rumäniens« mit Schwertern im Offiziersrang den Flaggen mehrerer rumänischer Kriegsschiffe verliehen, nämlich den Zerstörern »Regina Maria«, '»König Ferdinand I.«, »Ma-rasestl« und »Marasetl*, dem Unterseeboot »Delphlnul«, ferner drei Torpedobooten, drei Kanonenbooten, einem Minenboot und dem Hilfskreuzer »Dada«. dz Ferntrauungen tn Rumänien erleichtert. Das Gesetz Aber Krlegsmaß-nnhmen wurde dahin abgeändert daß dia rumänischen Standesämter In Zukunft Ferntrauungen der Einberufenen auch ohne deren Vertreter auf Grund einer einfachen Erklärung des Einberufenen vollziehen können, selbst dann, wenn dieser inzwischen verstorben ist. dz Professor Meusmann In Sofia. Der bekannte deutsche Städtehaufnchmann, Professor Meusmann, der den Plan zur Umgestaltung von Sofia ausgearbeitet hat, ist wied'er in Sofia eingetroffen Im Gemeindeamt von Sofia gingen bereits einige Entwürfe für den Bau des neuen Rathauses von einigen bulgarischen Ingenieuren und Architekten ein D'is neue Rathaus wird ein nrachtvoller Bau sein, mit dem im kommenden Frühlahr begonnen wird und der Ip zwei Jahren fertiggestellt sein soll Das Jetzige Rathaus sowie dds Studtkaslno werden abgerissen. Der gefährliche Ring Mim Mädck»n, äaB am Sonntagvormlt^ tag im tinßr Hmxpttiraßt SoHa» »pazit-t*n ging, pm tick die Auslagin der Läden tu b0&achl*n, »tatzte f^Sizlich, ah e$ 9or Mich mitten auf dem Bürgersteig ein Schmuckküttchen »ah. Dag Mädchen öffntie da» Etui, in dem »ich «in funkelnder Ring befand. Im gleichen Augen-blick explodierte da» Schmuckkästchen^ Wie »ich apäier herau»»tellie, war e» von amerikani»chen Fliegern, die einen er-folgloaen *Spazierflug* nach Plötti unternommen hatten, abgeworfen worden. Ebenso wie die»e» harmlo» er»chei-nende Schmuckkästchen »ind alle Agita-tton»-Worte, die au» den Vereinigten Staaten kommen, für diefenigen, die daran glauben, Geschenke, die in ihren furchtbaren Folgen die gleiche Wirkung wi» Dynamit •dtr andere Sprengkörper hdben. So und nicht ander», al» bewußte Täa-»ehung und Verfältchung der Wirklich» keit, i»t auch der •Au»»chuß* so bewer-ten, der in USA den Schutz und die Wiederher»tellung der europäischen Kunetuterke und fätioritchen Baudenkmäler* eingeteixi worden i»t. Zwei Beiepiele au» (f«r fünften Vergangenheit nach all den xahlloeen Zer^ »türungen der letzten zwei Jahre erhellen das deutlich: Erstens. Allein bei den letzten Luftan» griffen auf Turin wurden 40 Parochiat» Kirchen, 15 einfache Kirchen und 30 te-Ugiö»e In»litute gerstHrt oder beschädigt. Es handelt tich um Mwei DriHel der Paroehial-Kirchen Turin» überhaupt, die fetzt unbrauchbar geworden »ind. Zweiten». Die Grab»tätte Giueeppe Verdi» wmrde bei dem letzten Angriff britiech-nordamerikaniseher Flugzeuge auf Mailand a. a. von mehreren Bomben getroffen. Brandbomben * Mnroitp i 'I r>nii B irtnimr fl Zui Zoll Ivii dl« l'imslntj» Nr J wuiu in April ^»41 rjiiMi'q AihIhII (li>t I.ifli'ning ili*» bc ■iilfri t^ni-rlf^lnÄWniriT gibl kolncn Aii^iiriirh (iitt Hilr kv«bliin(| dui (jfldcs. I t ' » MARBURGER ZETTUNO /fiftflflffilffci Ifttfrrfffff'fft* Schicksale Nichts iit Ton tich au«. Alles wird durch Anstoß in Bewegung gesetzt, es gibt überall eine Ursache und die darauf folgende logische Wirkung. Nicht immer ist es möglich, den Verkettungen des Schicksals nachzugeben. Läßt •r sich aber einmal durchführen, so ergibt sich eine recht bunte Statistik, die den oberflächliohen Beobachter den Ausruf entlockt; »Nein, was es doch fOr Zufall« gibtlc D« Ist Priuleio Schmidt Ali si« haut« Morg«D aufstand, tat Ihr das Knl« weh. Di«s« Tatsache wollen wir als Ausgangspunkt nehmen. Wegen des schmerzenden Knies fuhr sie im Fahrstuhl hinunter und konnte so dem Briefträger nicht begegnen, der einen Brief für sie hinauftrug. Da sie den Brief nicht recht-7eHig bekam, wußte sie nichts von def Einladung Ihres Freundes Rolf zu einem Spaziergang am Nachmittag. Da sie ■ich nicht mit Rolf tr^f, machte sie Eln-kiuf« und lernte dabei einen Mann kennen, der bestimmend in ihr Leben •ingriff. Da ihr Freund Rolf seinen Spaziergang nicht mit FrAulein Schmidt machen konnte, besuchte er seinen Studienkameraden Schulz, spielte mit ihm Tischtennis und traf ihn so unglücklich am Auge, dafi Schulz sofort Ibs Krankenhaus mußte, wo ihm der Arzt erßffnet«, daß das Aug« nicht mehr zu retten sei. Da Schulz sich für «inen Beruf Tor- Bollwerk des Deutschtums Auch die Ortsgruppe Ankenstein erhält die Fahne Am 27. und 28. AuKust hat Ankcnstcin in der Kollow seinen |(roßcn Tag. In Anerkennung der hier besonders augenfälli* gen unermüdlichen Aufbauarbeit wird dieser Ortsgruppe die Fahne des Reiches verliehen, des Reiches, dessen schirmende Hand nun seit über zwei Jahren über diesem wichtigen Mittelpunkt des Pettauer Weingebietes liegt. Huftger und Not hatten den Weg der Mensehen hier in den Jahren der Fremdherrschaft gekennseich-net, Und dann kam im Jahre 1941 d«r groBe Umsch%mng. Mit einem Mal gab et Arbeit und Verdienst {ür alle. Der Wein, dieses Produkt unendlich mühevoller und lür-sorglicher Pflege, der Jahre hindurch zu niedrigsten Schandpreisen nicht vcrkluf-lich war, erhielt einen Preis, der diese Mühe um ihn richtig entlohnte, der den Bauern damit endlich wieder ein menschenwürdiges Dasein sicherte. Die sprunghaft steigenden Umsatzzahlen für alle notwendigsten Verbrauchsgütcr ließen die Volksgenossen eine Lebenshaltung einnehmen, der zwar infolge verschiedener kriegsbedingter Schwierigkeiten, noch bei weitem nicht den Reichsdurchschnitt erreichen konnte, aber einen Stand hält, wie er hierzulande niemalt auch nur erträumt werden konnte. Da ist CS nicht verwunderlich, wenn dl« Menschen auch innerlich besonders den Erfordernissen der neuen Zeit gegenüber aufgeschlossen sind und freudigen Herzens den Geist in sich aufnehmen, der ihnen so viel Neues, bisher Unbekanntes gebraoht. Diese Bereitschaft zur Mitarbeit drückt sich schon im äußeren Bild der Hauptortsch'aft Kirchst&tten aus. Aus einem vereinsamten, verwahrlosten Nest ist «in Schmuckkästchen geworden, recht dazu geeignet, das lieblich« Hügelland der Kollos als dessen natürlicher Mittel- Simkt würdig SU vertreten. Der große por^latz, einer der schAnsten des ganzen Pettauer Kreises, fügt sich (MAcklich in das so vielfach verschonte Dorfbild ein. Die Betreuung der rund 3200 Volksgenossen ist nicht leicht; sind sie doch auf einer Fläche von über 31 Quadratkilometern verstreut, auf einsamen Höhenzügen oder tief drinnen in engen Tälern wohnend. Aber die 23 Blockführer sind unentwegt am Werk und halten enge Fühlung mit allen. Die Hilfsstelle Mutter und Kind entfaltet in diesem einstigen Notstandsgebiet besonders segensvolle Tätigkeit, der Dauerkindert^arten lehrt schon die Kleinen Grundbegriffe von Hygiene und Sauberkeit, entlastet die von der Tagesarbeit geplagten Mütter und wird dabei noch durch den Erntekindergarten unterstützt. Die Sprachkurse sind stets gut besucht und zeigen schon manchen schönen Erfolg. War es besonders im ersten Jahr nötig, hier besonders stark mit Unterstützungen einzugreifen, um die ärgste Not zu lindern, so zeigen die ständig steigenden Ergebnisse des Kriegs-WHW und DRK-SammluniJen den Wunsch der Volksgenossen, nun ihrerseits ihren Dank für die Hilfe abzustatten. Und das die Söhne dieses Gebietes keinem anderen im Reich nachstehen, xelien die beiden aus der Ortsgruppe stammenden Träger des EK II und die zwei vor dem Feind gebliebenen Helden Zum Bereich der Ortsgruppe gehört die alte Wchrburg Ankenstein, die ihr den Namen fjab Auf steilem Fels Aber der Drau erbaut, gewährt sie einen weiten Blick Über das fruchtbtfre Land unter ihr und läßl den Besucher den Scharfblick der Erbauer bewundern, die es gerade hier am Ein-fallstor ins Pettauer Feld als unbezwingbares Bollwerk des Deutschtums gegen Osten erbaut hatten. Und wenn die Bewohner der Ortsgruppe die symbolhafte Kraft, die dem Namen dieser ehrwürdigen Feste innewohnt, stets bereitwillig auf sich wirken lassen, dann kann es um ihre Treue zu Führer und Reich nur gut bestellt sein. Kinderfest in Rohitsch b«r«ift«. in dem «r iwel gesu.de Au-. . f" Kinderga^ g«n brauchte, mußt® «r Arbelt. Aus diesem Anlasse fand Sonn- anderen Beruf umschulen. Er wurde Mu- " " aiker und war glücklich, seiner innersten Begabung gerecht werden zu können, die ihm dann auch «inen großen Aufstieg ermöglicht«. Da Schulz durch «einen Wschsel im Studium nicht mehr als Nachfolger im Unternehmen seines Vaters tn Frage kam, nahm dieser einen tüchtigen t^ann alt Teilhaber auf, Herrn Müll«r, der nun endlich genug ▼erdiente, um heiraten lu können. Er ▼erheiratete lich mit Priulein Schmidt, dl« «r'mehrere Monate vorher zufHIlg 1b einem Geschäft beim Einkaufen kennengelernt hatte... Ja. wechselvoll sind die Schicksale, ^e uns allen lo oft begegnen und die wir hinnehmen müssen, weil es eben kein Ausweichen gibt. Neben vielen Mitmenschen, denen sie Glück, vielleicht dai Lebensglück, brachten, zer-biechen täglich ungezählte Menschen an der Härte des ScUcksals, das für si« zur Bestimmung wurd«. K. Elehtalar nalimen Abschied Sonntag, den 22. August wurd« im Trlfaller Heimatbundsasl den zur Wehrmacht «inrückenden Elchtalern seitens des Steirischen Heimathundes eine Ah-schiedsfeier veranstaltet Kreisamtslal-ter Kaiserfeld wies In seiner Ansprache auf die Bedeutung des neuen Lebensabschnittes der einrückenden Kameraden hin und erinnert« sie an Ihve Vä- tag ein Kinderfest statt, an dem die gesamte Bevölkerung der Grenzstadt Rohitsch teilnahm. Am Nachmittag versammelten sich die Kleinen vor dem Kindergarten. Ein mit Buchenleub, Wimpeln und Blumen geschmückter Pestwagen wartete und unter hellem Jubel und Zieharmonikaspielen der Kinder wurde eine Werbefahrt durch den Ort unternommen. Wimpel, Girlanden und Fahnen in den manigfaltigsten Farben boten auf dem Festplatz ein buntes, abwechslungsreiches Bild. Gesang, Kreisspiele, Kasperltheater. Sacksprin-gen und Wettlaufen reihten sich in bunter Folge. Von der überschäumenden Stimmung wurden auch die »Alten« angesteckt. Das Kinderfest wird allen unvergeßlich bleiben und war ein erfreulicher Beitrag zur Aufbauarbeit des Steirischen Heimatbundes. Frisch gewagt, dlesnal ganz gewonnen! Wl« wir schon belichteten, ist die laufen-die 6t.Woche der Deutschen Reichslotterie und es gibt diesmal dementsprechend auch ganz besonderen Andrang bei den braunen' Glücksmännern. Und berechtigt, denn «s wurden schon mehrere schöne Treffer gezogen, unter anderem auch zu 50 RM] ein strahlender Glückspilz aber muß jener sein, der vergtixictenen Mittwoch gleich ganze 500 RM gewann. Reich«! Kindersegen in Rohitsch. Dem Ehepaar Fischer In Buchweiler wurde das 6 Kind ein Sohn, dem Ehepaar Prach In Birkdorf das 4. Kind ein Sohn Nach der Dienstzeit Durchführungsbestimmungen für Militäranwärter ter, di« im Weltkrieg 1914—1918 das ^ v i „.i#-. Ehrenkleid des deutschen Mannes tru- Ehepaar Kregar als zwe.tes gen und unsterblichen Ruhm an ihre Fahnen heften konnten. Er forderte sie, auf, diese Fahnen zusammen mit den anderen Kameraden bis zum endgültigen Sieg Großdeutschlands weiterzutragen. Zum Schluß wünschte er allen recht viel Soldatenglück und frohe Heimkehr. Die neuen Eichtaler Rekrut«n verließen den Saal in der festen Uberzeugung, dafi die Ortsgruppe stets im Gedanken bei ihnen sein und man den Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Kind ein« Tochter geboren Wcltkriegstellnehmer spenden 277S Reichsmark für das DRK. Die Vereinigung der Weltkriegsteiilnehmer im Steirischen Helmatbundi Standarte Marburg-Stadt, hatte dieser Tage ein Kameradschaftstreffen, bei dem durch freiwillige Spenden und Losverkäufe für das Kriegs-hilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes 2776,50 Reichsmark aufgebracht wurden. Dieses schöne Beispiel von Opferbereitschaft verdient beachtet und nachgeahmt lu werden. Westmark sowie Elsaß, Lothringen und Luxemburg) 4. Süden: Reiclisgaue Wien, Ober-, Niederdonau, Steiermark, Kärnten, Tirol und Vorarlberq, Salzburg, Länder Bayern und Würtemberg, sowie die Untersteiermark und die besetzten Gebiete von Oberkrain. Bei der Wahl eines dieser Wunschbezirke hat der Bewerber die Gewähr, in einem der Teile seines Wunschbezirks bung selbst können die Fürsorqeoffiziere Auskunft geben. Es wurde gesichert, driß der Anwärter innerhalb des Jahres, in dem er seine Militärdienstxelt beendet, tatsächlich auch den Beamtendienst antreten kann. Einstige Zwischen-Warte-zeiten fallen jetzt weg. Vor allem Is* bedeutsam, daß dem Militäranwärter und Gleichgestellten aus der krieqsbedinqten längeren Militärdienstzelt keine Nachteile erwachsen dürfen, auch nicht in finanzieller Hinsicht. Schon vom siebenten MiUtardienstJahr an f^rhält der Berechtigte die Anwartschaft auf die Besoldungsstufen seiner späteren Beamtenlaufbahn. Ist er also z. B. vierzehn Jahre Soldat, so kommt er im Beamtendlrnst gleich In die vierte Besoldiinqsstufe. well nach Jahre eine „Kassensturz" in der Kartenstelle Der Apparat der Markenausgabe beim Ernährungsamt Mit «iner ruhigen Handbewcguag, di« Gewohnheit verrät, nimmt di« jung« Frau zwei Fleischkartcn mit i« 1000 Gramm Fleitchmarken, faltet sie zu einem unant«bnlich«fl blauen Häufchen zusammen, schreibt «in« laufend« Nummer darauf und steckt si« mit einer Büroklammer zuaammengefaBt, in eine Urn«. Dort liegen sia nun, kein Fleischer' bekommt si« je la die Hand, sie zählen nicht mehr mit. Der ^'Lsdantisch« des Ernährungsamtes Wenn di« Urn« vollgepfropft Ist fiit kleinen Bündelchen Buttarabschnitten, Eierbestellscheinen, Käseabschnitten, Brot-uarkan und manchen anderen sonst so Begehrten mehr, wird sie in einen Sack ausgeleert, und alle Unterpfänder auf eine wohlgefüllte Speisekammer sind plötzlich nur noch Altpapier, das eingestampft wird. Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die täglich to »hinter dem Ladentisch« des Ernährunifsamtes sitzen, ist das alles längst nicht mehr verwunderlich, für tie fängt hier zwischen unbeschriebenen Lebensmittelkarten, Boden voll Reisemarken und Mappen voll Urlauberkarten nur der ganz gewöhnliche beit seiner Helfer und Helferinnen? Kehren wir zu der jungen Frau zurück, die eben von einem Vegetarierehepaar sämtliche Fleiachmarken zurückbekam um dafür andere Lebensmittelmarken einzutauschen. (Genau so ist der Gang bei Reisemarken und beim Ausgeben von Ur* laubermarken). Ein Mitarbeiter am oberen Ende der Reihe hat die Karten entgegengenommen und einen Buchungszettel über di« Austauschlebens mittel ausgestellt. Die junge Frau weiter unten bekommt den Zettel und die Fleiachmarken, trägt den Vorgang in einer Buchungsliste ein, läßt den Empfänger quittieren, greift zu der dicken Mappe voll Reisemarken Dienst an Dieser Dienst macht ihnen ab- und «icht dem Vegetarier die «ntspre-wechselnd genau to den Kopf warm oder jchende Zahl Austauschmarken hinüber, befriedigt sie oder langweilt sie, lO wie «_i" j i andere mit heute guter oder morgen mal sammenöcfalletes Fleischkartenbündel er-mäßider Laune im Büro, hinter dem 1 halten alle die gleiche laufende Buchungs-Schalter, am Schweiflappärat oder am nummer, Liste um Liste fulll sich so mit Aber auch ein genau so auf Vertrauen , 30 Gramm Käse und vergleicht mit den begründetet Instituti i« B- eine Bankf | veraustfftbteii Reitemarkea. Ein wirksÄ-uno seine Vorsiehtsmeßne>htneo nur im tnet Kontrollmittel ist auch noch ein Rahmen des Möglichen treffen. Obwohl , Griff in die Urne. Stichprobenweise bei den verantwortungsvollsten Posten 1 werden die ungültigen Marken herausge-imm«r nur nach den ehrenhaftesten und zogen, die Buchunginummer abgelesen solidesten Bewerbern gesucht wird, ob- I und dann der gesamte Vorgang an Hand wohl immer wieder Revisionen in den ' der Listen noch einmal künstlich vor dem ArlMitsgang einhaken, können einmal Prüfenden abgerollt wie ein Zeitlupen-Unterschlatfungen passieren. Hlm Schließlich werden von der Zentrale .... . < L j «• «L «ra Ernährungs- und Wirtschaftsamt, wo Wl« ^•chafft sich nun . Ernäh-| Hauptbuch geführt rungs- und Wirtschaftsamt im einzelnen noch Revisionen vorgenommen eine Gewähr über eine einwandfreie Ar Zu der neuen Mllitäranwärter-Anstel-lungsverordnung vom 20, Mal 1943 sind jetzt Im Reichsgesetzblatt die Durchführungsbestimmungen des Reichsinnenministers und des Chefs des OKW veröffentlicht worden. Auch hier kommt in wirksamer Weise der Dank für den deutschen Berufsunteroffizier, für den Militäranwärter überhaupt, bei seiner Einordnung In Beamtenstellungen des Reichs zum Ausdruck. Gleichgestellt sind den in Betracht kommenden Berufssoldaten die entsprechenden Dienstgrade der Waffenöl und des Reichsarbeitsdienstes. Auch die ehemaligen Berufsunteroffiziere, die während des Kri^es zu Offizieren befördert worden sind, können auf ihren Wunsch be* der Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst nach zwei oder mehr Jahren die Militäranwärterurkunde erhalten und damit alle hierfür bestehenden Rechte. Zusätzlich zu den zahlreichen für Militäranwärter reservierten Zl-vllstellen treten nach den Durchführungsbestimmungen auch Stellungen bal der Sozialversicherung, der Rentenversicherung, Krankenversicherung usw. Hier werden die* Militäranwärter gleichfalls unkündbar angestellt und nach den be-amtenqesetzlichen Vorschriften ausgebildet', geprüft und ruheqchaltsmSßig versorgt. Bei seiner Bewerbung kann der Militäranwärter selbst ein Gebiet wählen, in dem sein ziviler Arbeitsplatz liegen soll. Er darf sich für einen der folgenden vier Wunschbezirke entscheiden: l. Osten: die Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Wartheland die Provinzen Ostpreußen, Nieder- und Oberschlesien, das Generalgouvernement, den Bezirk Blalystoki 2, Mitte: die Reirhshauptstadt Berlin die Provirizen Schleswig-Holstein, Mark Brandenburg, Pommern, Sachsen, die Hansestadt Hamburg, die Länder Sach- _ sen, Thüringen, Anhalt, Braunschweig, Betroffenen mancherlei seltene Einfälle Mecklenburg, Reichsgau Sudetenland und Beschäftigungen bringt, Is* ja be-und Protektorat Böhmen und Mährem 3. kannt. Trotzdem dürfte es doch eine BeWesten: Provinzen Hannover, Westfa- Sonderheit darstellen, wenn ein Kranket len, Rheinland, Hessen-Nassau, Hanse- während seiner Leidenszelt sein eigenes Stadt Bremen, Länder Oldenburg, Schaum- Begräbnis aufzeichnet. Das tat der LeO" bura-Llnp«. Lippe, Hessen, Baden und die bener Stadtschreiber Vinzenz Ficntl, ^ der «inen 14 Meter langen Fties wah- rend seiner Krankheit zeichnete, auf dem er seinen Leichenzug, wie er sich durch die Straßen der Stadt bewegen sollte, darstellte. Daran läßt er alle Ho-noratioien und Bewohner von Rang und Einfluß, ganze 451 an der Zahl, teilnehmen Dieses meikwürdige Wunschbild eines Kranken ist im Museum der Stadt Leoben ausgestellt. Ein Gang duich dieses Museum schenkt dem Besucher viel Neues Vor der Türe der Beigstadt Leoben strht gleichsam das Eisen. So ist es klar, da« die Schätze, die das Leobener Museum Pflichtappell in Praßberg Überreichung der roten Mitgliedskarten Um aljen NSDAP-Mitgliedern die Teilnahme an deii PflichtdppeUen zu ermöglichen, wurden im Kreis Cilü bereits in Erlachstein, Cilli-St.idt. Tilli-Land und Praßbery Appelle -lUnrhciltrin. Zu diesen Pflichtappellen wurdon auih die Uiilersteirer eingelaf^en, dir von ilf^r vorläufigen in die endgültige Milqlirrl-schdlt des Steirisrhon Heimtitlnindfs überführt wurden Der Pflichtappel) in PraDbern wurde am Mittwoch, den 25. Auqust durrhrje-führt. Es sprach Kreisfiihre' Dorfmeister über die Haltung der Parteigenossen Im vierten und fünften Krieqs-jahr, über die politische und militärische Lage und über den Glauben und die Zuversicht an den Endsieg Deutschlands In diesem weltweiten Ringen Für Nationalsozialisten gibt es keine schönere Zeil als die jetzige wo sich jeder bewähren kann und muß und seine Hallung gewerlet wird Bevor der Kreisfüh-rer die roten Mitgliedskarten überreichte, sprach er noch über die Probleme der Untersteiermark und die Rechte und Pflichten die den Unterstelrern erwachsen, wenn sie durch die Verleihung der roten Mitgliedskarten zu endgültigen Staatsangehörigen des Reiches werden. Mit der Führerehrunq und dem Absingen der Lieder der Nation war der Pflichtappell für die Ortsgrupp'»n des oberen Sanntales beendet. ^ 14 neue Relrhsb^ihnschulen Der Bedarf der Reichsbahn an Beam-tennachwucliskräflpn, der sich infolge der t^eraherunß der Beamtenschaft in den nächsten Jahren ständig erhöht, wird durch die gewaltige Vergrößerung des Streckennetze« und die großen Personal« abgnben an die bepelzten Gebiete und in die Wehrmacht noch weiter stark gesteigert. Die neuen Kräfte müssen in größerem Maße als bisher zentral geschuU werden. Die zuständigen Stellen der Deutschen Rcichsb?ihn haben daher in letzter Zeit ihre Bemühunjien erheblich verstärkt, zu den vorhandenen Reichi-bahnschulen mit Internaten weitere ein« die Beamtenstelle zu erhalten, über die _ , t- l u Einzelheiten der vereinfachten ßewer-1 '""'S*" riisenbah- nern in fortlaufenden ichrtfänger ein« gründl'chc Fachausbildung. verbunden mit einer Erziehung zur Disziplin und soldatischen Haltuni?. 7utei! wird. Künf- tig soll jede Rctchshahndircktion ihren Nachwuch* an Beamten und Ersati« kräfton in ihrer eitjenen Relchsbrihnschul« ausrichten. Im Zuöe dieser Maßnahm« haben in den letzten Monaten 14 neu« Reichsbahnschulcn mit Internaten ihren Betrieb aufgenommen. Durch eigene Schuld verunglückt. Am 24. Al st bestieqon die Mädel Katharina Schil und Johanna Salprleql aus Wegscheid auf dem Heimweg von Mariazell auf der Relchsstrnße einen Anhänger eines Lastkraftwagens Auf der Beamtenrecht alle zwei , Straße sprangen sie dann vom fahr^n-neue Besoldungsstufe er-| den Waqen ab, wurden aber vom An- reicht wird. Ferner hat der Relchsln- Ibänqer erfaßt und überfahren. Be!d« nenmlnlster verfügt, daß die Anstellungsbehörden schon Jetzt Beförderunas-stellen für Militäranwärter freizuhalten haben damit auch In dieser Hinsicht der länger Dienende keinen Nachteil erfährt. mußten mit schweren Brüchen und Ver-letmnaen geboroen werden Wir verdunkeln Antust von 22 bis 4 Uhr! Der seltsame Stadtschreiber Fichtl Sehenswürdigkeiten im Leobener Museum Daß eine lange Krankheit den davorj Zahlen und Unterschriften. Keine Unterschlagung möglich Am Abend, wenn der letzte Besucher Kochherd ihren Dienst tun. Jedem ist sein Päckchen Verantwortung auferlegt, vielleicht mehr als manchem anderen Berufstätigen. Die ständigen Kontrollen, die genaue Buchführung und gelegentliche . t » Stichproben bilden auf der anderen Seite Kartenstelle verlassen hat, beginnt * -"die Abrechnung. Die Endsumme auf den Listen und Zetteln muß übereinstimmen mit der Gesamtzahl der ausgegebenen Marken Sehr oft nimmt »ich ein Mitarbeiter und auch der Leiter der Stelle noch einmal die Abrechnungen vor, addiert die zahllosen Sümmchen von sehnmal 50 Gramm Brot oder zweimal di« Schranken für einzelne, die der Versuchung — auf diesem Gebiet besonders groß — unterliegen könnten. Stichproben und Revisionen Ein« unfehlbare Sicherheit gibt freilich auch das best« Kontrollsystem nicht, das haben schwer« Varfchlungen bewiesen. Wenn irgendwo doch «in unaauberer Knoten in dem verwickelten Knäuel entstanden ist, kann «r hi«r noch entdeckt werden, Auf diese Weise würde man auch die meisten Unterschlagungen ans Licht ziehen. Gegenüber der Reisemarken-Ahteilung hat die Ausgabe der Lebensmittelmarken ihren Sitz. Hier ist eine Kontrolle einfacher durchzuführen als drüben, da ja nicht in einem einzigen abendlichen Kassensturz alles überprüft werden muß, sondern lur Abrechnung eine ganze Woche Zeit bleibt (nach der Ausgabe der Karten) Eine Milchkarte, die ~ versehentlich — zuviel ausgegeben worden ist für eine Zuteilungsperiode, erscheint plötz- Hfhes aus Eisen geschaffen wurde, se lich als dunkler Punkt bei den Quer- und j,pjj den zur Schau oestellten Nachrechnungen und kann bis zu ihrem Schlosser — und Schmiedearbeiten, vor Ausgabe-Augenblick zurückverfolgt wer- , jenen man lange verweilt, ebenso wie d«®' I vor den Kreuzen aus Eisen, die von So wie hier gearbeitet wird, gewissen-1 wunderbarer SchllrbthRit und Schftn-haft vom einzelnen Mitarbeiter, gewis- heit sind Aber auch die Holzschnitzer senhaft aber auch von der Kontrolle, ist und Tischler sind mit ihren Erzeugnissen vertreten. Die kunstvollen Kerb-schnitzereien und Möbel ans drei Jahrhunderten geben Zeugnis von dem Geschmack und Reichtum des Leobener Bürgertums In Srhränkej» hielten Stahl für Rüstungen, Helme und Schwer-tei geeignet hat, läßt uns ein Gang durch die Waffenstube des Museums erkennen Sie Ist angefüllt mit handgeschmiedeten Stutzen, Büchsen und Gewehren Alles, was sich auf die Geschichte der Stadt bezieht, wird In dem Museum lebendig. Aber nicht nur den sogenannten toten Dingen, auch der Flora und Fauna Leobens und Umgebung sind Im Museum bleibende Denkmäler gesetzt In der naturwissenschaftlichen Abteilung finden wir alles, was in diesem Teil unserer Ostmark kreu-^ht und fleucht Wie Wächter steht beim Eingang ein« wunderschöne Gruppe von Hirschen und Gemsen Daneben, In einem anderen Saal finden wir alle Mineralien und Gesteinsarten und auf Stein gezeichnete Rüder übermitteln uns den Werdegang dei Erzgewinnung Bereichert von diesen Bildern, verldssen wir das Leobener birgt, zugleich eine Geschichte des Stndtmuseiim nicht, ohne uns beim Weg-steirlschen Eisens sind, eine Chronik des Erzbetges, der Rad- und Hammerwerke. Da sehen wir Bergstöcke, Anfahrleder, Bergknappenhüte, das bunt gestickte Kleid einer Hammerherrenfrau und die sogenannte Maximilianische Tracht der Bergleute, den weißen Kittel mit der Kaputze, wie sie in Eisenerz und Vordernberg bei festlichen Anjäßen getragen wurden Alte Bergwerksordnungen auf Pergament liegen auf und geben Kunde von der Tätigkeit der Hammerherren und der gewaltigen Arbeil einstiger Zelten. Daneben finden wir auch Gegenstände, die uns die Volkskunst der Bergleute näher bringt, so die schönen Hinterglasmalerei<»n, die meist die Schutzheilige der Knappen, Sankt Barbara, darstellen gehen vor dem Fries noch einmal über den seltsamen Leobener Stadtschreiber Ficht! zu wundern, der sein eigenes Bf.gräbnis aufzeichnete Hans Auer Die nicht gelochte Fahrkarte. Das Reichsgericht hat in einer Entscheidung, die im »Deutschen Recht« veröffentlicht wird, klargestellt, dtiß derjenige, der m t einer Bahnsteigkarte den Bahnste.q betutt und diinn einen Zun besteiqt und die Fahrt antritt, ohne die in seinem Besitz befindliche gültige Fahrkarte an der Sperre lochen zu lassen, des vollendeten Betruges schuldig ist In dem Augenbl ck, in dem er die Reise antritt. Die Fahrkarle, die dei Reisende an der Sneiie vorzeigt und die dabei gelocht wird, bil- In der überwiegenden Zahl der Vertei-lungBstellen gearbeitet worden — manchen Schwierigkeiten zum Trotz: sei es die drängende Überlastung durch den Andrang des Publikums, seien es die vielen Neuerungen, Wandlungen, Verästelungen in der Verwaltungsarbeit, sei es die seelische Kraftprobe, «ine Arbeit zu leisten, di« nicht einen Augenblick freiläßt vom Kriegsalttag, wo er mühsam und herb ist C. L det die Grundlage für d e Ausführung Was in der Stadt Leoben Hdndwerk- | B?förderungsvertraqcs. Der Angeklagte bebtiR zwar, als er durch die Sperre qing, eine gültige Fahrkarte Aber dadurch, drifl er sie nicht lochen ließ sondern eine Bahnsteigkarte vorwies, gab er kiind daß er keine Fahrt antreten wolle In Wirklichkeit trat er eine se an, ohne für sie einen Beförderunqsver-fraq abqeschlossen zu h<>ben. Denn den Rcförderunqsvpi-l; den er abgeschlossen hatte, wollte er für eine späte-e Reise in Anspruch nahmen, falls ihm Sf>in Ttinschungsmanöver voll gelingen soft-te Damit war der Betrug, wenn niick sich da vor uns Goldhauhen aus, mit nicht tatsächlich, aber rechllich vollpn-Sllberfäden und Federkielen bestickte de' Darin, daß die nisenbahnverw.illiinq Kleider, prunkvolle Gläser und mit dir Beförderung zuließ und mit der AusWappen verziertes Zinn- und Kupfer- fübrunq beq.inn, ohne daß ein Vertrag geschlrr. Man versinkt bei diesem An abgeschlossen war, besteht der Vermö-bllck In die stolze, reiche Hammeiher- gensnachtell der Eisenbahn, für den sie renzelt. Wie gut sich der steirlsche Schadensersatz verlangen kann. M Seite 4 * ffr. 239 * Frehatf, 27. August 1943 MARBURGER ZEITUNO Vom Starkstrom getStet An Mittwochvormittag geriet der 37 Jahre alte Hilliarbeiter aea Stidti* aehen Bauamtei in Marburg, Frans Ferach, aut Jakcbital, bei der Arbeit un« glflcklicherweise mit Starkitrom in Be-rQhrung und erlitt to $chwere Verbrennungen, daß er diesen bereiti in den Abendstunden erlag. * Die Deutiche SchachmeiBterachafl. Der TurnleTslaiid Ist nunmehr folgenden Lokvenc 8 Punkte, Schmidt 7^, Zoller 6H (1), Dömer 6, Müller 5 (1), Looae und Mecklng je 5, Heinrich 4^ (3), RÖpadorf (l)i Kieninger und Gllq je 4 (2), Elm 3, Patalas 2J4 (1), Engert 2 (1) und Mull-haupt 1 )-j. Belm Baden ertrunken. Die BergniSn-ner Richard Pentz und Andreas Pngger flirren am Sonntag In Bad Rosental in Geaellschaft eines Madchen» in einem Boot. Pentz »prang in« Wasser, um 7U •chwlmraen. Nach einer Strecke von 30 Metern begann pr plfltzHch mit den Händen heftig zu schlagen und versank In der Tiefe, Seine Gofährten eilten mit dem Boot herbei, doch war es bereits zu spät. Erst Dienstag gelang es dem Badewärter, nach langem Suchen die Leiche zu bergen. Penlz war 21 Jahre alt, unverheiratet und hatte ein Herzleiden. BoB und Wagen gestohlen. Wegen des Verbrechens des Diebstahls hatte sich der 28 Jahre alte Karl Zimmermann vor ednem Strafrichter des Landesge-richtfis Graz zu verantworten. Er hatte In Gesellschaft von zwei DlebsgefShr-ten, die noch verfolgt werden, in Sulhof ein Pferd Im Werte von 500 RM gestohlen. Im nahen Kerschbach entwendeten die Diebe ein Pferdokummet, das mit 100 RM bewertet wird. Da zum ausge-rflsteten Pferd ein Wagen gehört, verschaffte sich Zimmermann einen solchen wieder durch Diebstahl aus einem Gehöft in Alt-Neudörfl. Der Wagen Ist 500 Mark wort. Er erhielt zehn Monate Gefängnis 300 000 Musikwerke vernlrhtei. Die Drurkstncke von mohr als 300 000 Musikwerken sind bei dem letzten feindlichen Terrorannriff auf Mailand vernichtet worden. Dir^e Drurkitörke waren Eigentum des bedeutenden Musikverlage« Rirordl. Es handelt sich hiebH um unersetzliche Arbeiten vnn Graveuren UTwl Lithographen ans den letzten 125 Jahren. Wir hören im Rundfunk Pr«ll«f, J7. Aatfuiti Ktlchitaadtri 13.3i—12-4ii D»r B«r(eh( lur — 15--tS.M; Volkilfltniichi Wtiirti. — IJ.30—16i Saliit«nmuiik, Lo^) durchlief 100 m in 12,7, T ennhardt (Westfalen) (Ibersprang eine Hfthe von 1 56 m, V Langen (Hessen'Nassau) warf den Diskus 35 52 m und Weiler (Düsseldorf) stiefl die Kugel 10,99 m weit. Die Eintrittskarten für die beiden Mii rrnn si^h nur als Privatperson gestatten könne. Staatlich höre der Spaß auf, und wenn ihr das Kultusministerium oder gar ein Konsistorialreglment unterstünde, so würde sie mit unnachsichtiger Strenge vorgehen.'»Ich fühle so was von einem Torquemada In mir.« Innstetten war lehr erheitert und er zählte seinerseits, daß er etwas so Heikles, wie das Dogmatische, geflissentlich vermieden, aber dafür das Moralische desto mehr in den Vordergrund gestellt habe. Hauptthema sei das Ver führerlsche gewesen, das beständige Gefährdetsein, das in allem Öffentlichen Auftreten liege, worauf die Trippelli leichthin und nur mit Betonung der zweiten Satzhälfte geantwortet habe; ».Ja, beständig gefäh'rdeti am meisten die Stimme.« Unter solchem Geplauder war, ehe man sich trennte, der Trlppelli-Abend noch einmal an ihnen vorübergezogen, und erst drei Tage später hatte sich Gieshüblers Freundin durch ein von Petersburg aus an Effi gerichtetes Telegramm noch einmal In Erinnerung gebracht Es lautete: Madame la Baronne d'lnnstetten. n^e de Briest Bien arrl-v6e Prince K 6 la gare, Plus ^pris de mol que jamais Mille fois mercl ce votre bon acruell. Compllments em presses ä Monsieur le Baron. Marletta Trippelli Innsletten war entzückt und gab die sem Entzücken lebhafteren Ausdruck ''s Effi benreifen konnte. »1-h vprsinhr. d'rh nicht, Geert.« »Weil du die Trippelli nicht verstehst. Mich entzückt die Echthelti alles da, bis auf das Pünktchen überm i.« nimmst also alles als eine Komödie.« »Aber als was sonst? Alles berechnet für dort und für hier, für Kotschu-koff und für Gieshübler. Gieshübler wird wohl eine Stiftung machen, vielleicht auch bloß ein Legat für die Trippelli.« Die musikalische Soiree bei Gieshübler hatte Mitte Dezember stattgefunden, gleich danach begannen die Vorbereitungen für Weihnachten, und Effi, die sonst schwer über diese Tage hingekommen wäre, segnete es, daß sie selber einen Hdusstand hatte, dessen Ansprüche' befriedigt werden mußten Es galt Nachsinnen, fragen, anschtillen, und das alles ließ trübe Gedanken nicht aufkommen. Am Tage vor Hoiligabend trafen Geschenke von den Eltern aus Hohen-Cremmen ein, und mit in die Kiste waren allerhand Kleinigkeiten aus dem Kantoihause gepackt; wunderschöne Reinetten von einem Raum, den Effi und Jahnke vor mehreren Jahien gemeinschaftlich okuliert hatten, und dazu braune Puls- und Kniewärmer von Bertha und Hertha. Hulda schrieb nur wenige Zeilen, weil sie wie sie sich entschuldigte, für X noch eine Reisedecke zu stricken habe »Weis einfrirh nicht wahr Ist,« sagte Elfi. »Ich weite, X. existiert gar nicht Daß sie nicht rla-von lassen kann, sich mit Anbetern zu umgaben, die ni'"ht da sindi« MARBUr.GER ZEITUNG Freitag, 27, At) jjust 1943 * Nr. 239 ♦ Seite 5 Wiederbeginn der liindfiF-Tanzstanilen Im Marbapger Stadttheiter Dienstag, 31. August, 18 Uhr, Besprechung im Balletfsaal des Stadttheaters. Eventuelle Neuanmeldungen 239 UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU BURG-LICHTSPIELE Heut« 18, 18.30, 20.45 Uhr Pannil 131I Von Fr«*Ila(, W. Augail Ml atateU. MoaUg Bflajamlno GIgli, Kitlii von Nagy, Haral VhIim In dem muiikiilltchen Grofirilm: »Nur Du Maria« Für Jog^Ddllr^r nlcbl tug«liia«al ^0 lA. 1190, 20 «A Utai So 13 IS, tt, 18 30 30.45 Ubi ESPLAN4DE Nur Freilog 2T., Samilan }|. and Sonntag II. Augail »Menschen vom Variete«! mit La Jana, Attll« HOrhIgtr, Chrlatl Mardayn, Karin Hardt und Hanl Moser FQr Jaqendllcha sieht lugelaaaenl Von Montag 10. Auguit bti FrHtaf v. Saptambat »Rote Orchideen« mit Olga Tichertiowa, Albracht SchOnhali, CaMlIla Horn und Herbert HObner Pflr Jugendlliha alcbt lagaUsaenl Lichtspiele Bwinndoil_ Freitag ura 20 Ulir, Samiiag um 10 und M.30 Uhr, Snnnlag um 15 IS und 20 30 Uhr »Prinzessin Sissy« Dir JiigeadlU'Ue luguUisc^ni Lichtspiele Kadertenicltuie Freitag 37., lamatag Xt. lonntag M., Moatag 31. Ang. Samstag um 17 und 10.30 Utir Bin Film der Liebe: »Stimme des Herzens« Martannr Hoppe, Ernat v. Kltpitala. Karl KaMaaUi Eagen KlAptar Nr Jugendliche aicbt lagalaaaaa Burn-Llchtspiele Cllli Voa Freltap 2T. Angnit bli Donaarilaf 1. lapleaibaf »Das Ferienkind« Itn Wlen-FIlm mit Hara Moter, Ulli Holiichali, Theodor Oaneggar Fflr Jugendliche tugelataeal Ifetropof-Liclirfspiele Cllli Freitag, 21. Auguit bli DonBeritaf, !• Bapteabar »Kleine Residenz« Ul Dagover, Johannei ■lemann. Wlnle Mark« vad Guitav Waldaa Nr Jugendliche anter 14 Jalirea alckl lafalaaaaal Lichtspiele Eichtal Freitag 17., Samstag II. nnd Sonatag N. Aagait »Opernball« Ria Tarrn-Pllm nach der Operatta Opamball mit Helly Flnkenreller, Flta Beakhol, Marie Harall, Haai Mnii>r, Paul tlOrbIger, Will Dohn, Theo Llngen usw. FOr Jugendllrh» nicht lugplaiirnl Lichtspieltheater Cufhield Von Freitag 27. bin Sonntag 2t. Auguit Miirlka RAkk u Wolf Alba'-h-Retty Im groSea Ufa-Fllai »Tanz mit dem Kaiser« mit Maria Eh, Lurle Englisch u. a. — Muilki Fraai Gtoihe — Spielleitung; Georg Jacoby Ftlr Jugendliche nicht tugelaisen Ton-Lichtspiele Pettau_ Frcllaq 27. u. Samntag 2S. Auguit ura 1B und 20.30 Uhr Souatdg 21. Aiiguil um 15, IB uud 20.30 Uhi »Sieben Jahre Pech« ■In SIeqel-Mnnopol-FlIm mit Hanl Moier, Theo Llngen, Ida VVUit, Olly Holtmann und Woll-Albach* Belty Ptlr Jugendliebe tugelaiianl Freitag und Sflmst.ig um 15 Uhr — Jugendvoritellnng mit vollsUndlflein Prntiramm. Jugendliche unter 14 Jnhr&n können wegaii Flati mangtl zu den QbrIgcD VorstelluDqen um IB und ''0 10 l'hr nicht zuqelAAsen werden Lichtspieltheater Trilail_ Von Freliag 27. bli Monlag SO. Auguit »Sommerliebe« Ein Wlen-FIlm mit Winnie Markui, Otto Wilhelm Fisrher, Lotte Lang, Sletflrled Breuer, Suil Nlcoteltl usw. — Splellellunqi Erich Enno' — Muilk: Anton Prolas rni JugendHrhe nicht zugelassen! Filmtheater Tülfer Von Frelliig 27. bis fionniag 29. August »Opernball« Helly Flnkenzellur, Tita Denkhnll, Hans Moiir# Faul Hörbiger uiiü Thea Llngen Freitag um l'J.JO, Samitag u. Sonntag um 16.30 U. 19.30 FOr Jugendliche nichl zugelassenl Danksagung POr die liebevoll« Anteilnahm«, anlaßlich dei Heimgangei auMra* nnvergaBlichan Gattan, Vatari and Sohnai, Herrn FRIEDRICH LESKO-WAR, sowie für die schönen Kran*-und Blumenspenden, sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonderg gilt unsar hari-lichster Dank dem Herrn OberbOrger-meister und der Gefolgschaft des "Wirtschaftsamtei. Marburg-Drau, 25. August 1943. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie, Rudolf u. Gertrude Leskowar. IT AmtIfcHe Belcssen-Bchaft bis zu einem Betrane von RM 100 für jeden erworbenen Gesrhfitsanteil nach Maf^aabe des nfinossenschnftsgesetzes zu haften. Der Vorstand besteht nunmehr aus dem Obmann«, seinem Stellvertreter und weiteren 1 bis 5 Mttqltedern. Ge-Iflscht wird der bisherige Vorstand. NeuqewMhlt: Obmann; Baron Oskat Warsberq, Landwirt !n Packenstein. Ohmannstellvertreter: Franz Goritsrhnik, Rflroermelster in Rlet/dorf. Vorstandsmitnlleder: Franz Dreo, Landwirt in Slatniej Franz Radnslovnik, Landwirf In Fkomoi Franz Klwntschnlk, Lnndwlrt In Packenstein. Die WlllpnserVlSrung und Zeichnung für die Genossenschaft miifi durch zwei Vorstandsmitglleder, darunter den Obmann oder seinen Stellvertreter erfolgen, wenn sie Dritten geaenfiber RechtsverbindUchkelt haben soll Die Zeichnung geschieht in der Weise, daR die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Nam'"nsnntprschrift belfflnen. Die von der Genossenschaft ausgehenden flffentllchen Bpkannf-machunnen erfolgen im Wochenblatt d^r landeshauemschnft Steiermark.* 22fl Krnitwagenlenker II. Kl. sucht Stella. Sofortiger Eintritt. Am liebsten Kreil Cilll. Zuichriften a. d. Geschäftsitella d. iM. Z.< Cilll unter *1. September«. ___227J Lelstungsf. Verw.-Angestellter sucht Stellung Im forstwirt-schaftl, bezw. landw. Großbetrieb oder Industrie mit veget.-salzloser Verpflegungsmöglichkeit, Angebot« erbeten unter »Rechtschaffen« an die »M. Z.« Marburg-Drau. 705-5 17jähriger Junge mit zweijähriger Graveurlehrzeit, sucht Stel-, le in einer Fabrik oder Werk-stfiUe, wo er sich In seinem Fach ausbilden könnte Zuschr. an Rudolf Schalamon, Friesach, Post Siegersberg, Steiermark. 732-5 Offene Stellen Voi Binitetlang von Arbettikril-tea miiB dt« Zu«llmmnng de* la-itkndlgpp Arbeit^iimtas ilngebolt weiden. Dentist Erich Flah, Morbiirg a, Drau Poherschersfrasse 4 m ZaHnpmxis e*" Öffnet METALLWERKE Ing. J. & K. Bühl Marburg-Thesen, Slcgfricdg.50 Lehrlinge (Dreher, B e f r i e b s « c h 1 o e i e r. Maschin enachloflser, Sandformer) werden aiitgenommena Kanzlelkratt, mit Praxis, vertrauenswürdige Person, sofort gesucht. Anträge mit Lebens-, lauf unter »Verläßlich« a. d. tM Z.« Marburg-Dr. 74fi-6 Fabrik In Marburg lucht für besondere Aufgaben gesunden rflstigen Pensionisten (Beamter od. Offizier bevorzugt). Schrift-' liehe Anträge unter »Keine Fachkenntnlise nötig« an di« Verw. d. »M. Z « Marburg-Dr, __ 773^0 Wfnzerfamüle fflr eine Winzerei In Georgenberg a d Pöß-nitz mit 4—6 ArbeitskrÄften, wird sogleich aufgenommen. Anfragen: F Matlaschltz, Post Ranzenberq bei Marburg-Drau. 375-9 Kanzleikraft (Vertrauensposten) sucht Burgkaffee, Marburg-Dr., Buragasse Z___7(i7-9 Lehrmädchen für Damenfriseur-beruf gesucht. Friseursalon Tautz, Marburg-Dr. 745-fl 7\i Berufstätige Dame sucht iolorl oder später In Cilll gut möbl. Zimmer in ruhigem Hause. Zuschr. a d. GesrhSftsstelle d. »M. Z.« Cilll unter »Nett«. 22fi-8 ^^ohniiTT August ein schwarzer Kinderhaihschuh verloren. Es wird g*»betpn, donsplben bei Lpderhas, Hriidenstraße 41, ab-znqpben, Mirbiirg-Dr. 781-13 Versch'<^^cncs Kleiner Anzeiger Jedes Woit kost»' fui StellGDgesuc,)! 0 Dpt. das lattqedruckto Wort 20 Rpl, «II Geld Redlllätenverkehr B' clwcchst;) und Heirat 13 Rpl. das (etifiednirkte Wort 40 Rpl, '•«t alle öhrigon Wirtanreigen 10 Rpf, dai fettgedruckte Wort tO Rpt De, Wortprei» gilt bis ru 12 Buchstaben |e Weil Km nwortyebilhr bat Abholung dni Angebot« J5 Rpt bei Zusendung durch Po=t oder Boten Vü Rpl Aumunllsqebühi föi Anrel-f|en mit dem Vermerki .Auskunft In da Verwaltung orter Oeschälls-Stella" 20 Rpl Anfelqen-Annalinieschliiö Am Ta^e voi Erscheinen um 16 Ulir Kleina Anzeloen wei(*eD nur gegen Voreinsendung des Betrages Inucb gültig« Urieimaiken) aulgonommeo Mtndestgebühi IQi eins Kleina Anrelqfi I RM Zu kaufen gesucht Danksagung Für das liebevolle Gelelte zur ewigen Ruhestätte sowie für die vielen Kranz- und Blumen-ipend«n anläßlich des zu frühen HlnBch«ident unserer lieben Tochter FANNY, iprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Besonders danken wir dem Mdrburger VolkBÜeder-chor für die ergreifenden Trauerchöre unter der Leitung des H. Rudolf Glabutschnlg. 768 In tiefer Trauer: Familie Franz Steinmetz. Kauf« komplette Schlafzlmmer-und Kücheneinrichtung, auch separate verschieden« Stücke. J, Putschko, — Marburg-Drau, Triesterstraße 57, 659-4 Ein gut erhaltener Sparherd aus Blech oder Guß wird sofort gekauft. Anträge: Zivko Serofimoff, Friseur, Edlhiqen Nr, 132. 769-4 Elektr. Kühlschrank zu kaufen gesucht, Adresse in der Verw. I ri. »M. Z.« Marburg-Drau. 703-4 Kaule ein Pferd. 14, Pistor, Mar-burg-Drau, Btennmaierialhand-' lung, Mühlgasse 18. _699-4 Maschine zur Zementzlegeler-zeugung, komplett mit Blechen I zu kiHifen gesucht. Anträge unter »Zemenfziegel« an die Verw, d. »M. Z.« Marburg-Dr I 771-4 Photoapparal 6''9, 1 4,5, Lo-deitdsche u. S'.itlv tausche gegen nur gutes Dcimenfahrrad. Adr. i, ri. 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Es scheint, als ob die leicht sag-t)aren Dinge und Erscheinungen auch leicht vergänglich sind, während das Bleibende, das nach menschlichem Ermessen »Ewige« immer wieder nach neuer Gestaltung und Foran verlangt, einer Form, die als Kunst und Dichtung bezeichnet wird Und diese künstlerische, dichterische Hingebung an das Unendliche Ist Im Vergleich mit dem Gewohnten und Allgemeinen die unmittelbarere Sie bevorzugt aus ihrer Natur die gebundene Sprache und die im Volkstum wurzelnde mythische Bilderwelt. Das Erhabene und das xarteste Gefühl sind gleicherweise Motive der Dichtung. Das Äußere Dasein mit seinem Kampf und seinen vielen akuten Problemen steht nur insofern zur Dichtung in einem Verhältnis, alt es ebenfalls den Stoff für die Beispiele des Erhabenen oder des Gefühlsaufschwunges mit sich bringt. In dieser Hinsicht ist Goethes Wort, daß alles Vergängliche nur ein Gleichnis sei, von bleibender Geltung. Eine magische Kraft geht von diesen Gebilden der Sprache aus, die man Gedichte und Dichtungen nennt. Daß In schicksalsschweren Zeiten die Zuflucht zu diesen Kraftquellen besonders gesucht wird, ist ein Zeugnis ihrer Notwendigkeit für den einzelnen und das ganze Volkstum. Ja, es scheint, daß in solchen ZeitHuften das Verständnis gerade für die schwersten und tiefsten Dichterwerke erst " erwacht. Wann wurde Hölderlin, wann wurde Nietzsche unter Deutschen mehr erlebt als in unserer Gegenwart? Es Ist, als ob die innere Unruhe, die ein Wesenstell aller schöpferischen Menschen Ist, in Zeiten der GleichmSßlgkeit, der vorwiegenden bürgerlichen Sicherheit die Menschen nicht so berührt, nicht dermaßen betrifft, Als ob der Vers da nur einer geringen Anzahl von Individualitäten wert und willkommen sei. Indes er, wenn die Weltgeschichte wogt und braust, Neues und bisher Unerhörtes offenbart. Die Verssprache ist eine beschwörende, Sie wendet sich an das Unendliche selbst. Sie führt den Nachweis, daß unser Leben mehr als nur die Individuelle Existenx, daß es Ober uns hinaus »ewig« und daher des Einsatzes wert ist. Daß wir es nicht haben, um es abzuleben, sondern um damit etwas über uns hinaus zu stellen Es Ist darum eine Feier um alles, was als Vers, als Lyrik zu uns spricht (oder et ist leeres Reimgeklingel). Die Versdichtung braucht nicht immer die höchste Macht zu nennen, wie in Conrad Ferdinand Meyers »Gesang der Toten« oder in Stefan Georges Hymnen. Auch in den stillen Naturliedern, an denen unsere Literatur to unerschöpflich reich Ist (ob man an Storm, an Eichendorff oder die Droste denkt), Ist diese Feier, dieses Abgelöstsein vom Alltag. Und sogar wenn das Alltägliche — etwa bei Klaus Groth — das Motiv gibt, wenn die kleinen Dinge selbst — wie bei Matthias Claudius — bescheiden ihr Leben abzeichnen* der feierliche Glanz, der sie durch die «oelltigliche Veriipracbe tungibt, hebt sie In« Zeltlote, int Uber-individuelle. Dat lind die lyrischen Erhebungen von Walter von der Vogelweide bis zu Hermann LAnt. iit die Stimme des Volkes in telner herrlichiten Wesenheit Und wat hinter diesen Versen steht, Itt immer dieselbe Sehntucht, die im Volke lebt, detsen namenlote oder namhafte Dichter, von einem Kornfeld oder dem Sternenhimmel ergriffen, von dem Gedenken an die Toten det Krieges oder von dem Glauben an die ewige tich erneuernde Jugend der Nation im Innersten berührt, in einer Art Zaubersprache; neue Wortbilder, neue Vergleiche, neue Beschwörungsformeln finden, indem sie »dichten«. Wenn der Charakter einet Volkes tich durch seine Geschichte ausprägt, to offenbart tich seine Seele und die ursprüngliche Quellkraft seines Wesens in seiner Dichtung. Der Chronist sammelt und ordnet die Daten, der Dichter schaut und kündet das zwar Undatier-bare aber nicht minder Seiende, ja, mit Hölderlin iv ■prechen, des ttlgentllch und unvergänglich »Bleibende«. Wäre ein lebendiges, stärket Volkttum Oberhaupt möglich ohne die wogenden Rhythmen seiner Dichtung? Ob dat Gedicht urtprünglich aut dem Gesang, dem tangbaren Lied geworden, ob es als »Rune« wie die Verie der Edda entstand oder ob es in späterer Zeit und heute durch Rezitation Zuhörern vermittelt wird; es lebt mehr als jede Prosa aus dem gesprochenen Wort. Wer es sich zur Gewohnheit macht, Gedichte laut zu lesen, erfährt erst den ganzen Zauber, der im Klangwechsel der Vokale der Lyrik iimewohnt. Wer das Gedicht so erlebt, der weiß uro seine große, zeitlose Sendung. Rudolf Adrian Dietrich Esprit und Geist/ lieber den franzSsischen Charakter im Vergleich zum deutschen Wesen Wenn man den nachdenklicheren Bu-1 Dasein und der Feinschmeckerei, von i voll und blendend darstellen, man wird ropäer fragt, worin tich dat Weten de«' der ablehnenden Haltung gegenüber al-1 ihr immer das Errungene und schwer Fianzosen am deutlichsten ausspricht, ^ lem fremden Wesen. Aber je mehr man Erkämpfte anmerken. to wird er nach einiger Betinnung ant- J über diese Charakterzüge und Grundworten; in Esprit und ClartA. Damit i Ideen nachdenkt, desto mehr wird man meint er die. besondere Betonung des Geistvollen im Denken und Reden, Ja in der ganzen Haltung det Franzosen, allerdings mit dem leichten Nebengeschmack det nur Geittreichen und Blendenden, hinter dem bei näherem Zu-tehen doch nicht to viel Tiefet und Wesentliche« steckt, eis man zuerst vermutete. Und unter ClartA versteht er mit Recht die eigentOmlich logische Art det Franzoten, der so fett an die Ableitung von Gedanken und Ideen glaubt und In Ihr einen ticheren Grund fQr sein gesamte« Leben findet. Hat er einmal, im Geiste de« De«cartes, des großen Begründers der franzOsi«chen Philosophie, die »Richtigkeit« der Ideen, etwa von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erkannt, «o gibt es keinen Zweifel mehr. Mag das Leben noch to viele Gegengründe oder Gegenttrömun-gen gegen dat einmal logisch Abgeleitete bringen, der Franzose bleibt bei dem, was ihm sein Verstand einmal als richtig erklärte. Es l»t elnlinlges, nicht polares Denken, da« Ihn autzeichnet. Der Deutsche dagegen hat zwei Seelen in seiner Brust, er sieht mit seinen großen Denken Nikolaut von Kuet, Luther, Kant, Hegel, Nietzsche auch »die andere Seite«, er glaubt nicht an die Allmacht der Vernunft, tondem er kennt Erkenntnisquellen aus dem Gefühl finden, daß sie Irgendwo mit Esprit und Clart^ zusammenhängen. Das Leben soll vereinfacht und logisiert werden, es soll beherrschbar werden, das ins Weite, Zerfließende, Unendliche, das »Romantische«, das deutschem Wesen und Geiste eignet, Ist verpönt und wird als unheimlich empfunden. Hier liegt der eigentliche tiefste Grund des uralten Mißtrauens des Franzosen gegenüber dem Deutschen: dieser kommt für den Franzosen nicht nur aus dem Lande des Nebels und der Unklarheit, sondern er freut sich noch daran und ist stolz darauf, Wir, die wir nur in der polaren Der Begriff des französischen Esprit ist schon im Jahre 1927 von Eduard Wechsler, dem Romanisten der Berliner Universität, zum Gegenstande eines umfangreichen, mit geschichtlichem und literarischem Material überreich bela-denen Werkes gemacht worden. Das Buch hat damals, besonders in Frankreich, großes Aufsehen erregt, und manche Franzosen haben tich der darin ausgesprochenen Wahrheit nicht verschließen können. Es erscheinen hier zwei Welten; die deutsche Welt der Naturversunkenheit, die Treue zum Überlieferten, der Wunsch, olles organisch werden zu lassen, das Ringen mit dem Schicksal im Geiste eines Beethoven oder Hölderlin, die Ideen vom Seelen- Struktur det Lebens seine eigentliche Tiefe sehen können, haben es leichter, ' grund, die bevorzugten vier Haltungen eine to elnlinige Haltung wie die des i des deutschen Geistes: Andacht, Humor, Franzosen zu verstehen als umgekehrt. Einfalt und Forschung. Auf der anderen Doch ist zu hoffen, daß in dem gran- • Seite der Umkreis des französischen dioten Austausch, wie er sich jetzt Wesens, eine gewisse Vorsicht gegen-zwischen den beiden Völkern vollzieht, über der Natur und dem Unendiichen, auch selten« der Franzosen der Weg die Freude am Umsturz des Alten, zum Verstehen wenigstens eingeschla- Skeptizismus und Neugierde, Galangen, wenn auch wohl nicht so bald zu 1 terle, die Freude an der Freiheit, vor Ende gegangen wird. der die Gewalt des Schicksalhaften zu- Es bleibt also dabei, daß das Begriffs- rücktrltt und dieses sich in den blaspaar Esprit und Clart6 zur Erfassung seren Begriff des »Fatalen« verwandelt, des Wesens des Fran70sen sehr geelg-1 Heute würde man vielleicht manches net ist und in alle Welten und tiefen anders aussprechen. Aber zum Verständ-«eines Leben führt. Beide hängen auf nis des Wesens der beiden aufelnan-elne eigentümliche Weise unter sich der angewiesenen Nachbarvölker blel-anderer Art, etwa wieder zusammen. Well man sich der ben die Begriffe Esprit und Geist sehr oder au« dem, wat »Klarheit« der logischen Ableitung und brauchbar. Manchm^ tut es dem deut- man dat »Emotionale« nennt Erst diese Begriffsbildung so sicher ist, verwendet sehen bohrenden, nie fertig werdenden ermöglichen ihm die Stellungnahme und man den Geist für die blendende, faszi- Denken ganz gut, wenn das Errungene die Entscheidung, die tich also in el-. nlerende, geistreiche Darstellung der nem ständigen Kampf det Für und Wi- Ideen und der Wahrheit. Sie selbst der herauskristallisiert, während sie dem' steht ja logisch fest. Sie ist nicht mehr Franzosen ein für allemal durch seine verttandesmäßige Ableitung gegeben ist Es wäre falsch, dat Weten dat Französischen nur in diesen beiden Begriffen Etprlt und ClartA zu tehen. Man müßte auch sprechen Tom Denken in jurittischen Begriffen, von der Zentralisierung in Staatswesen, Kultur, Kirche und Schul«, von der überragenden Bedeutung von Parlt Im franzötltchen Kulturleben, von der Idee der formalen Humanität, von den drei Einheiten (Ort, Zelt, Handlung) im franzötltchen Drama, von Höflichkeit und Ruhm (politesse und gloire), vom Genuß Im täglichen Die rumänische Oichterproduktion im Jahre 1942 In dem Bericht über die Arbeiten der Bibliothek der Rumänischen Akademie im Jahre 1942, der anläßlich der Generalsitzung der Akademie veröffentlicht wurde, finden sich auch interessante Angaben über die 'rumänische Buchproduktion In den letzten Jahren. Sie hält «ich, trotz der durch den Krieg bedingten Schwierigkelten: erhebliche Verteuerung des Papiers, Verknappung der Rohstoffe und Mangel an Arbeitskräften doch noch auf einem sehr gehobenen Stand. Wenn man die Angaben des letzten Jahrzehnts vergleicht, so Ist festzustellen, daß die Bücherproduktion des Landes im Jahre 1942 mit beinahe vier Prozent diejenige des Jahres 1932 übersteigt und nur 30"'« geringer ist als die des letzten Ftledensjahres 1939. Dieses Jahr war aber das Jahr der zahlenmäßig größten d«n Bücherproduktlon Ruminlent in letzten zehn Jahren Oberhaupt. Nach den Angaben det «rwähnten Berichts wurden 1942 Im heutigen Rumänien 4158 Bücher und Broschüren und 877 Zeltschriften und Zeitungen gedruckt, gegen 7377 Bücher und 1669 periodische Schriften im Jahre 1939. Wenn man berücksichtigt, daß «elt dem Jahre 1940 die Bücherproduktion Bessarabien« ausfällt, so ergibt sich, daß in Rumänien während der beiden Kriegsjahre 1941/42 verhältnismäßig nicht viel weniger Bücher gedruckt worden sind, als in den vorangegangenen Jahren mit Ihrer bis zum Jahre 1939 ununterbrochen ansteigenden Tendenz. Im Jahre 1942 wurden außer 3668 Büchern und Broschüren in rumänischer Sprache auch 141 Bücher in deutscher Sprache gedruckt) bei Zeitungen und Zeitschriften war das Verhältnis 780 zu 53. durch Gegengrünrte zu erschüttern, sie ist ja angeblich völlig ausgegoren, Belm Deutsrhen dageqen ist die Wahrheit dialektisch, er führt immer wieder die Gegengründe Ins Feld. Er beruhigt «Ich nicht bei der einmal erkannten Wahrheit, sonderen will und muß sie sich immer wieder neu erringen. Darum aber kann er sie einfach nicht so gelst- auch geistvoll dargestellt wird. Aber wir wissen freilich, daß es die vom Weitgeist dem deutscjien Menschen übertragene Aufgabe ist der er sich nicht entziehen darf: nie um der blendenden Darstellung willen die Sache zu verraten, vielmehr alle Gründe und Ge-gengründe auszuwlegen und auszutragen, bis aut dem Gedanken die zündende Tat, die Tat wahrer Befreiung und Gestaltung kommt. Dr. Hart» Hartmann AusstellungjapanischerSchülerzeichnungen In Ltipzig MTurdc in Anwesenheit des japanischen Botschaften in ßerlin, General Oshima, der zugleich Schirmherr der Veranstaltung ist, und des Gauleiters Mutschmann eine Ausstellung von 650 japanischen Schülerzeichnungen eröffnet, die von größter Eindruckskraft ist. Aus seinen reichen Bestinden fügte das Museum für Völkerkunde in Leipzig volkt-kundliches japanisches Material hinzu, Holzskulpturen buddhistischer Himmelsgötter aus dem 13. Jahrhundert, Theater-Kostflme, Masken, Puppen, Rüstungen, Spielzeug und änderet, das einen Einblick in japanisches Wesen gibt. Die Schfllerzeichnungen, die zwöH Säle füllen, entstammen einem Wettbewerb, dessen stolzes Ergebnis von 120 000 Stück kurz vor Kriegsausbruch nach Deutschland kam und von Botschafter Oshima dem NS-Lehrerbund übereignet wurde. Die japanischen Kinder — die jungen Wehr^ist Yersinnbildlichen und unmittelbare Beziehung zur kämpferischen Gegenwart haben, gleichgültig, ob nur ein Samuraihelm in schon künstlerischer Vollendung oder eine Kampfszene in kindlichnaiver Darstellung wiedergegeben ist. Vergangenheit und Gegenwart finden eine schöne Synthese. In einfallsreichen Darstellungen findet die Solidarität der Achse ihren Ausdruck. Besonders fesseln auch die plakatmäßigen Darstellungen und die dekorativen Entwürfe, die, vielfach in völkischer Überlieferung wurzelnd, doch die Brück« zur Gegenwart bauen Die Technik bevorzugt den Aquarell-Malkasten, aber auch der Buntstift feiert Triumphe Auffallend ist, wie stark europäische Einflüsse aufgegriffen sind und wie dann Bilder entstehen, die auch von der europäischen Jugend (ifcRchaffen sein könnten. Man gewinnt den Eindruck, daß unter den preisgekrönten Bildern gerade Volk und Kultur Beratungen aa die Muslktchule der Stadt Wien. Zum Leiter der Opern-tchule (Schul« für musikalische darstellende Kunst) an der Musikschule der Stadt Wien wurde Kammersänger Alfred Jerger berufen. Eine Sonderklasse für mustkdramatische Darstellung wird Kammersängerin Professor Anna Bahr-Mildenburg leiten. Der Tanzausbildungsstätte für Bühne und Lehrfach wird Frau Professor Rosalia Chladek vorstehen. Mutiker-Klaute im Bnicknerstlft St Florian. Im Brucknerstift Florian In Oberdonau, daß bekanntlich bedeutsame Führungsaufgaben im deutschen Musikleben zugewiesen erhielt, arbeiten zur Zeit im Auftrage der Reichsrundfunkgesellschaft namhafte deutsche Musiker, unter ihnen Generalmusikdirektor Rudolf Schulz-Dornburg, Emil Seiler und Walter Gervlg, Schulz-Dornburg, der aus Würzburg stammt und im Weltkrieg Fliegeroffizier war, dann als Kapellmeister in Köln, Mannheim und Bochum, als Direktor der Westfälischen Akademie für Bewegung, Sprache und Musik und als Operndirektor in Essen wirkte, ist eine drr interessantesten musikalischen Persönlichkeiten Grofl-deutschlands. Als eigenwilliger Orchesterleiter und eifriger Vorkämpfer für neue Ideen, besonders auch in Fragen der Musikerziehung, gelangte er Im deutschen Rundfunk zu führender Stellung. Emil Seiler leitet In Florian dl« Spielgemeinschaft für alte Musik, während Walter Gervig sich als Lautenist einen Namen machte. Beide Musiker haben ihren besonderen Ruf auf dem Gebiete dei Belebunq aller Musik, Die Augustinerschule in Friedberg (Hessen) kann in diesem Jahre auf ein vierhundertjähriges Bestehen zurückblicken. Sie wurde einst In der alten Reichsstadt Friedberg als Lateinschul« gegründet, war lange Jahrzehnte Progymnasium und Realschule und wurd« später zui Oberrealschule ausgebaut Heute ist sie Oberschule für Jungen Die »Kant-Studicn« erscheinen wieder. Die älteste und bedeutendste philosophische Zeltschrift Deutschlands, die weit über das Reich hinaus bekannt ist: dl« »Kant-Studien«, erscheinen wieder. E« hat sich nach einer vierjährigen Unterbrechung ein neuer Herausgeberkrel« gefunden, der mit dem Wiedererscheinen der Zeitschrift im jetzigen Zeitpunkt bezeugen will, daß sich die deutsche Wissenschaft ihrer großen Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft Europa« bewiißt Ist Herausgeber sind: Prof, Dr. Faust, Breslau, Prof. Hans Heyse, Göttingen, Prof, Dr. Welnhandl, Frankfurt a. M., Dr. Günther Lutz, Berlin. Das erste Heft enthält Beiträge Über Kant und Nietzsche und über das Verhältnis der Gestaltanalyse zu Kant und Goethe. Mitarbeiter aut verbündeten und befreundeten Ländern unterstreichen mit Beiträgen die euronftische Bedeutung dieser alten Zeltschrift der deutschen Philosophie. 100 Jahre Bremer Staalstheater. Das Opernhaus am Wall In der Hansestadt Bremen begeht In diesem Winter «ein hundertjähriges Bestehen. Tn der Jubl-läumswoche vom 16, bis 22. Oktober sind Richard Wan'f »(Meistersinger« zur Aufführung vorgesehen. Die Wahl dieses Werkes hat ihren besonderen Grund; denn das Bremer Hans am Wall wurde am 16, Oktober 1843 mit einem Schauspiel »Han» Sachs« von Franz Delnhardsteln eingeweiht, das nachweislich eine der Hauptguellen für Wagners »Melstersinqer« darstellt. Künstler sind 6 bis 16 Jahre alt — grcl- diese Art besonders bevorzugt worden ist' fen ihre Themen aus der Umwelt und der Phantasie. Bunt und mannigfaltig sind die Szenen aus dem häuslichen und dem Straßenleben, mit denen Bilder der japanischen Landschaft wechseln. Man sieht auch Stilleben und Porträts Echt japanisches Wesen atmen die Bilder, die den Andere Bilder wieder atmen unverkennbar den Geist Japans; das ist besonders der Fall bei den Blumendarstcllungen Szenen aus Sport und Erziehung, aus dem Schulleben und Bilder aus dem Leben des Bauern runden die Schau ab. Nie-mal* kommt trotz des Umfangs der Aus- | Stellung eine Ermüdung auf, weil immer wieder Neues In formaler und inhaltlicher Beziehung auftaucht. Der Schau ist eine Sonderausstellung von aquarellierten Tuschzeichnungen det in Leipzig wirkenden japanischen Kunsthistorikers und Malers Prof Kenji Moriy« angeschlossen Er hat Motive aus Deutschland und Italien aufgegriffen, diese aber mit seiner in altjapanischer Überlieferung wurzelnden Technik eigenwillig gestaltet, ßlumenbilder und Kakemonos zur Teezeremonie sind von jener Schwere1os{({-keit und Zartheit, die dos Gegenständliche ins Unwirkliche erhebt, ein Eindruck, den die beigegebenen Gedichte in japanischer Sch^-ift noch wesentlich steigern. Die Ausstellung ist in ihrer Vielfalt und Buntheit von nachhaH'itstpr Wirkung. Alfred Letimann Begegnungen im Regenbogenhau? Von Karl Heinrich Waggerl Gäste aus der Staat «Ind merkwürdige Geschöpfe, unergründlich, «le «tek-ken voller Rätsel Ob «ie nun «Ingen oder pfeifen, oder Im «tlll«ten Wlesen-grund sitzen und Marschmusik auf einer Maschine spielen, einerlei, den Drang zum Geräusch haben alle In «ich. Wenn Irgendwo ein Vogel auf dem Zaun sitzt, um «eine Federn zu putzen, und es kommt ein Sommergast de» Weges, dann schweigt der Vogel und wartet mit «einem Geschäft, bi« der Fremde vorbeigegangen Ist Aber der kann nicht schweigen, der muß mit dem Finger auf den Vogel zeigen und «inen Schrei ausstoßen; Seht her, ein Kuk-kuck Und dann fliegt der Vogel davon und kommt lang nicht mehr Natürlich, weil ihn das ärgert, er ist ja kein Kuk-kuck sondern ein Häher Andere Gäste wieder «Ind Ober alles menschliche Maß hinaus neugierig, besonders die weiblichen, und es gibt fast nur solche, soweit Ich mich entsinne. Wo Immer ein Kind am Wege sitzt das eben erst ein wenig krähen kann, gleich wird es in ein weitläufiges Ver-höf gezogen, wie es denn heiße und wer sein Vater sei, lauter peinliche Fragen. Das Kind darf ja schwelgen und tich «ein Teil denken, aber unsereinem ist M w«nlg«r l«lcht gemacht. Zum Beispiel habe Ich «inmal, «1« mir sonst nichts einfiel, die Fensterläden en meinem Haus blau angestrichen, alle bl« auf zwei im Untergeschoß, die «Ind braun geblieben Die Dorfleut« regt da« welter nicht auf, «ie begreifen, daß einem zur Unzeit die Farbe ausgehen kann oder dl« Geduld, aber die Stadtlaute bringt «o etwa« außer Rand und Band. Sie sammeln «ich vor dem Hau«e und beraten die Sache unter «ich. Etliche ziehen Schlüsse auf meinen Geisteszustand, auf meine Gemütsart, ander« meinen, Ich müs«e auf jeden Fall ein Manach von Eigenart «ein, und wieder andere bezweifeln das, die raten auf eine vöK llg zerrüttete Ehe Und wahrhaftig, et fehlt nicht viel daran, daß tie recht behielten, denn auch die Hausgenossen mischen «ich in den Streit und wollen die Schande nicht länger dulden Ich weiß nicht, vielleicht werde Ich tun, wa« Salomen getan hätte Ich werde noch ein paar Fenster rot ^nd gelb da-zumalen Denn heißt mein Haus das Regenbogenhaut, und alle sind zufrieden. Ein anderes Mal. während Ich am Schreibtisch «Uze, well mir Ist als käme mich ein Gedanke an, trifft mich plötzlich eine Stimme vom Fenster her In den Rücken. Hier wohnt «r, sagt die Stimme, Ja, sagt eine zweite Aber er «oll «o scheu sein. ■ Wa« heißt da« nunT Natürlich muß Ich «ogleich aufatehen und leise zum Fcnato schleichen, e« war Immerhin Dämmrung Dämmning senkte «ich von oben, Schon l«t alle Nähe ferni Doch zuer«t emporgehoben Holden Lichts der AbendsternI Alles schwankt In« Ungewisse, Nebel schleichen In die Höh| Schwarzvertiefte Finsternisse Widerspiegelnd ruht der See. Nun Im östlichen Bereiche Ahn ich Mondenglanz und -glut. Schlanker Weiden Haargezwelge Scherzen auf der nächsten Flut. Durch bewegter Schatten Spiele Zittert Lunas Zauberschein, Und durchs Auge schleicht die Kühle Sänftlgend Ins Herz hinein. Johann Wolfgang von Goethe ein« ziemlich treffende Bemerkung Ich «chaue hinaus, und weil das nicht mehr zureicht, «tecke Ich den Kopf durch das Gitter Aber In diesem Augenblick dreht «Ich das eine der beiden Wesen noch einmal um und sieht mich mit ge recktem Hals und lächerlich zerrauftem Haar, Ich kann um alles In der Welt den Kopf nicht schnell genug wie der einziehen. Es gibt freilich auch dreistere, die «tehen plötzlich vor dei für und kichern und stoßen sich an Nach einer Welle klopft es auch wirklich und dann knöpfe Ich In Gottes Namen den Hemd-kragen zu und führe die bpiden herein Die eine hat einen Zettel mitgchrcichl. damit Ich ihr einen Vers darauf schreibe, «le «ammelt «olche Zettel. -Die andere aber, die hübschere, ist eigentlich nur spaßeshdlber gekommen, um mir dabei zuzuschauen. Sie hat überhaupt noch keinen lebendigen Dichter gesehen, Immer nur Denkmäler. Nun was mich betrifft, ich bin keineswegs aub Stein, sondern ein zugänglicher Mensch Man darf bei mir in der Stube umhergehen und alles genau betrachten, darf sich in jeden Stuhl setzen und Bilder aus den Fach kramen, und wenn man einen üppigen Mund hat und winzige Sommersprossen auf der Nase, dann darf man auch Fragen stellen, obwohl mir dabei der Reim wieder entfällt, den ich eben gefunden habe. Ob Ich denn diese vielen Bücher auch alle gelesen hätte? — Einige — Und wie das eigentlich zuginge, ob Ich mich einfach hinsetze und schon fiele mir etwas Gereimtes ein? — Arh naln, erklärte ich viel öfter etwas Un-fierelmtes Aber die Leute merken es gar nicht immer Natürlich sagt das Fräulein als hibe es ohnehin von mir und den Leuten nichts Besseres erwartet Und ol) Ich immer nur Verse machte oder manchmal auch etwas anderes? Ja? Was denn zum Beispiel? — Zum Beispiel diese Uhr an der Wrmd be haupte ich um mir ein neues Ansphen 7ti geben So Und die Bilder viellefrht atirh^ Fa, Sfifie irb irh zerstipiit rlpnrt irb lidbo den Keim wieder gctundon Und diesen Krug auf der Truhe? Jawohl, erkläre ich, auch den, mein Kind — Und woraus? — Aus Lehm und Geist, sag« ich, und schreibe meinen Vers aut den Zettel Aber dann müssen wir beide lachen, denn Ich habe schändlich aufgeschnitten, es klebt ja eine Marke unten auf dem Krug Nein, sagt die Freundin säuerlich, nein. Liese, du bist entschieden zu vor-lautl Sie ist die Altere von den beiden, sie hat keine Sommersprossen auf der Nase. Das Kind aber verstummt, und Ich wende mich auch wieder zu meinem Gedicht, ein wenig betreten Es Ist ja wahr, kh sollte mehr Würde zeigen, das btn ich dem Ansehen meiner Zunft schuldig Wohin kämen wir wenn jedes stupsnäsige Mädchen seinen Spaß mit uns treiben könnte? Werm gar die Leute anfingen, bei allem, was wir ihnen zeigen auch den Roden zu besehen' Nein wir dürfen uns nicht /.u sehr ' gemein machen, auch In dem nicht, was sterliHrh an uns ist Denn der Gott, der nur einmal merken I'iRt daß er eine weni(|pr erbab^ne Kehrseite hat, der ist fiiu h schon enlthront Ich bin freilich nur ein kleines Licht, aber zuweilen ist PS mir dennoch viel wert, wenn einmtil ein Raup» an moin Fenster tritt lind ein pn^r ver^fMndiqe Worte mit mir rrdel 0(]pr wenn sonst temand l(ommt nicht weil er etwap he sondprp Tipfsinnifr'is vnn mir hören m/irbte snndorn wpü pi meint (rh npj "ipMf>ir1it MK b ein M^r'Sf b d^m Plrisrh und Blul lieber ibt