„/reihen, Wohtkai», kr Alle." Rr. IIS. Gonntag IM September IVVA. vi». Jahrgang Die „Mnrburger Zeitlunl" erscheint jeden Sonntag. Mi'twoch und Freitag. Pieise — für Mnrt'ukt,: kanzjäkrig L fl., hnlbjähvig Ist., vierteliiihrig 1 fl. 50 tt'. für Zustellun,, nS Hau« monatlich I0fr. — mit Postversendung: ganzjährig «sl., halbjährig 4 sl., tiierteljährig L fl. Die cin Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit IV, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger mtt'Zv kr. berechnet, wozu siir jedesmalige Einschaltung 80 kr. 5 ' Jnseraten-Stempelgebühr kommen. -!in> sji'ichichti' >><'>' Zur Verbesscrnng der Lage des niederen KleruS. Anlaßlich der Berathungen der Gesetzvorlage über die Regelung der Lllirer« verhiiltniffc gelangte man, wie dem „Tgb. a. mitgetheilt »vird. im Kultusministerium auch zu der Frage' in welcher Weise die materielle Stellung dcS nirderen Klerus, it»soweit hiezu der Staat mitwirken kann, verlieffert werden könnte. Auch in dieser Angelegenheit sollen Vorliegen zu erwarten sein und sind von Wien ans gleichfalls diesbezügliche An-fragen nach Prag ergangen. In Ungarn bilden nun die Ministergerilchte eine stellende Nubrik. Der Rücktritt des Grafen Miko lvird dementirt; dagegen das Ausscheiden des Grafen Wenckheim bestätigt und Unter Staatssekretär Slavt) als scitl Nachfolger genannt; das bisher vom Grafen Andrassy inttrimistisch ge-führte Portefeuille für ^«andeSvertheidigung soll Varon Becsey über' nehmen. Eine wichtige Nachricht ist aus Berlin gekommen. Eö soll eine entschiedene Annäherung zwisch.n Preußen und Oesterreich stattgefunden liaben. Wenn wir auch nicht verkennen, das; nnter dem Eindrucke der Nachrichten auS Paris über den Znstand Napoleons eine Annäherung zwischen den genannten Mächten tliatsächlich stattgefunden hat. so können wir doch sagen, daß die Veriiältnisse nicht derartig beschaffen sind, nm nr-plötzlich eine österreichisch preußische Freundschaft in so nahe Aussicht zu stellen. Eine Annähernng herbeizuftll)ren wird namentlich von Oesterreich gewünscht und gewiß jedes Entgegenkommen möglich gemacht. Allein zwischen Annäherung und Freundschaft ist noch ein weiter Schritt. Di^' Kl o st e r af f a i l e inKrakau. von der tnan jiingst ge glaubt, daß fie in eine für die Betheiligten günstige Lage gekommen, wird nun wieder unangenehme Erörterungen hervorrufen, denn anf An-frage erklärte der Ordensgencral in Rom die Angabe der Oberin der Karmeliterinnen, daß die Ubryk anf seinen Befehl eingekerkert worden sei, für untvahl. Marschall P r i m ist am 14. Nachmittags vom Kaiser empfangen lvorden; man sagt, er bringe die Kandldalur des Herzogs von Genua noch einmal aufs Tapet; der „Franee" zufolge handelte eS sich jedoch utn Cuba. Die offiziellen Nachrichten über daS Befinden deS Staatsoberhauptes sind günstig, finden aber keinen rechten Glauben. Die direkte« Reichsrathswahle«. Wie oft schon wurde von der freisinnigen Partei Oesterreichs der Wunsch ausgesprochen, daß in den Reichsrath direkte Wahlen stattfinden und nie lvurdc tnit dem gehörigen Ernste darauf eingegangen oder fogar von den Lank'tagen die Bejahung zurückgewiesen. Ein solches Durchsieben dkr Vertreter vom Gemeindemitglied zutn Wahlmann, von diesem zum Landtagsabgeordntten nnd endlich sodann znr höchsten Potenz unserer Vertrelnngen. zum wirklicher, zisltithanischen Reichsrathsmitgliede ist eine absurde Sache, ja wir möchten fast sagen eine Ungerechtigkeit, denn wie viele Männer gäbe es, die als Legislatoren im RrichSrathe ganz ausgezeichnete Dienste leisten könnten, aber weil sie nicht die Zeit dazu haben, das ganze Jahr hindurch in einem oder dem anderen hohen Hause zu sitzen, auf eine Wahl vernichten müssen; da sie doch, wenn sie blos Reichsräthe wären, ihre Kräste gerne dem Volke widmen würden. Heuer scheint nun die Sache mit Ernst in Angriff genommen zu werden. Fast in allen bisher eröffneten L'itdtagen ist ein diesbezüglicher Antrag eingebracht ivorden. tUld ist zu hoffen, daß die Landtage auf ihr Recht verzichten werden, Reichsräthe zu ernennen, sondern dem Volke selbst die Wahl überlassen werden. Umsomehr können wir auf eine zustimmende Beantwortung in dieser wichtigen Krage rechnen, als selbst von Seile deS Ministeriums deS Innern dic Angelegenheit indirekte angeregt wird und eS in einem Rundschreiben des Dr. Giskra heilet: daß die Regiernng die VerHand-lnngen darüber nur als erlvünscht bezeichnen könne. Gleichzeitig gibt aber der Minister auch an. daß man wünsche, dc>ß nicht in allgemeinen Grundzügen über den Gegenstand verhandelt werden Eine Nacht im Spielhause. Skiye aus »anformen (S ch luß.) „Verzeihen Sic, mein Herr, der niedrigste Satz ist 25 Dollars." entgegnet der Kartenkünstler. „Gut, ich setze fünfundzwanzig Dollars." erwidert der Spieler. „Ich kann mich nicht tauschen, ich weiß, wo daSAs liegt." Er bezeichnet das As mit dem Finger und in der Thai, er hat gewonnen. Das Spiel nimmt nun seinen Fortgang, andere betheiligen sich mit bedeutendlien Summen und verlieren, einer nach dem andern, alles waS sie gewagt haben., ohne daß sie begreifen, wie es zugeht, denn obgleich sie die Hände des gewandten Gauklers nicht aus dcm Auge lassen, irren sie sich doch jedesmal, wcnn sie die Karte bezeichnen, die ihrer Meinung nach das As sein soll. Aber diese geschickten Betrüger haben nicht immer dasselbe Gluck. Ein amerikanischer Kroupier erblickt einen Spanier, der. in seinen alten Mantel gehüllt, den zerrissenen Hut tief in die Stirne gezogen, dem Spiel mit großer Aufmerksamkeit zusieht. „Nun Sennor redet er ihn au, wollt Ihr nicht auch Euer Glück versuchen? Warum begnügt Ihr Euch mit dem Zusehen?" „Wcßhalb?" entgegnete der Spanier, „weil ich etwas lernen will." Das zweideutige Lächeln des Mannes gefällt dem Aankee nicht. Die Spanier sind gewöhnlich feine Spieler, nnd dieser hier hestet sein stechendes Auge so fest aus den Amerikaner, daß derselbe in Berle> gel.heit kommt. „Habt Ihr Geld ?" fragt der Bankier, indem er zu lächeln versucht. „8i, pmiuito" (Ja, ein wenig), entgegnete der Spanier. Und ohne die Augen von den Händen deS Amerikaner zu wenden zieht er eine alte Börse nnler seinem Mantel hervor und setzt sie ans ein, Karte. Der Aankee schätzt den Inhalt deS Beutels ans 60—70 Dal lars — aber der Blick des Spielers macht ihn besangen und unsicher-er wagt nicht seine Kunstgriffe zu brauchen; er spielt richtig. „Lsta duvuo," sagt der Spanier mit sardonischem Lächeln — „ich habe gewonnen." „Wie viel enthält Euer Beutel?" „Ich weiß eS nicht, seht selbst nach." Der Amerikaner löst die Schnur der Börse und kann sich einer Bewegung de« Schreckens nicht erwehre«, als er sieht, daß sie 113 Doublonen enthält. Der Spanier bleibt unbeweglich, streicht den Hausen Gold, der vor ihm liegt, mit stummer Gleichgültigkeit ein und entfrrnt sich aus dem Kreise der Zuschauer. Aber zwei Männer, die jeder seiner Bewegungen mit Aufmeckjamkeit folgen, tauschen ein Zeichen mit den Augen und treffen sich wenige Minuten später, ohne daß jemand ihr Manöver bemerkt, an der Ausgangsthür deS Saales. Der Spanier ist fortgegangen, er schreitet über den Platz und summt in der Freude über seinen Triumph ein Lied vor sich hin. Trotz des schweren Beutels, den er trägt, marschirl er mit Leichtigkeit und lacht nber den Aerg^r des Amerikaners. „Der Narr!" brummt er vergnügt; „er glaubte, es wären nur Dollars in meinem Sacke und unter meinem Blicke erlahmten seine diebischen Hände. Er wagte nicht falsch zu spielen. Karamba! wie mag er fluchen!" In diesem Augenblicke hört er schnelle Schritte hinter sich. Er steht still. und sogleich verstnmmt auch das Geräusch hinler ihm. Die Kearney-ftraße. die er zu durchschreiten hat, ist noch ziemlich belebt, aber er biegt in eine stille, einsame Gasse und sängt im Gehen an. einen Theil seines Schatzes in dem Gürtel zu verbergen, de» er unter den Kleidern trägt. Den Nest im Beutel nimmt er unter den linken Arm und beschleunigt seine Schritte. Er hat keine Lust mehr zum Singen. Die Gegend, in der er sich jetzt befindet, ist ganz einsam nnd indem er den Kopf wendet, bemerkt er den Schatten zweier Männer, die ihm hartnäckig folgen. „Karako!" mnrmelt er. nach dem langen Messer greifend, das in jeinem Gürtel steckt. Er kann sich über die Gefahr, die ihm droht, nicht mehr tänschen. Nächtliche Raubansällc si»d gewöhnlich genug inSt. Fran-zisko. auch zweifelt er nicht, daß seine Verfolger besser bewaffnet find als er — dessenungeachtet biegt er sesten Schrittes um eine Straßenecke, die ihn den Augen seiner nnücanenien Begleiter entzieht. Dann tritt er eilig in eine Art offenen Schuppen in welchem Steine und Bretter zu einem beabsichtigten Bau aufgeschichtet sind. sollt, sondern gewisse Frat^eu direkte in Bernihuttg t^nommen »Verden mögen. Diese Fragen sind: 1. Ist die Elnsilhrnng direkter tunmittklbarcr) Wahlen der Reichs' rathSabj^eordneten im Zntcr.sse der Äerftissung gelegen? 2. Im bejahenden Fülle, soÜ an die Stclle der Entsendung der verfassungsmäßigen Zahl von Landtagsmitglledern in das Abgeordnetenhaus de« Reichsrathcs die direkte Wahl von Abgeordneten durch die Bevöl-kerung treten? 3. sollten diese direkten Wahlen durch die Bevölkerung überhaupt oder nach den einzelnen Gebieten, Städlen und Körperschaften, wie die-selben im Anhange zur LandeSordnul^ festgestellt sind, P!aK greifen? 4. Wied die Vermehrung der Mitglieder des Abgeordnetenhauses des Reichsrathet über die dermal verfassungsmäßige Zahl von 103 als tt0thwe»dig oder doch als zweckmäßig und wünschenswerth erkannt''^ 5. Im bejahenden Falle, soll die Zahl der Reichörathsabgeordueten verdoppelt, um die Hälfle oder in ivclcheni Maße sonst vermehrt iverdkn? 6. In welcher W»ise soll, wenn sich nicht fitr direkte Wahlen ans' gesprochen wird, der Zuwachs an Abgeordneten in den RttchSrath ausgebracht werden? AuS der Mitte des Landtages überhaupt oder mit Aefthaltung der Gruppenwuhl? Wie soll im leßteren Falle die Auftheilung geschehen, namentlich außer dem F.'lle der Verdoppelung, in jenen Gruppen, aus deren LandtagSmitgliedern nur ein Abgeordneter oder sonst eine ungerade Zahl in den Reichsrath zu wählen ist? 7. Welche gunktionSdauer ist für Mitglieder des Hauses der Abge-geordneten des Reichsrathes festzusetzen? Wir glauben, daß diesmal unser steiermärkischer Landtag', nicht wieder wie in der Sitzung vom 21. Oktober 1868 die direkten Reichsrathswahlen ablehnen wnd, gleich dem kraiuerischeu Landtage, sondern daß er dem Ausspruche des niederösterreichischen Landtages beistimmen wird, der schon im Borjahle den Ausspruch that: er erkenne in der Beschickung deS ReichSktithes durch direkte Wahlen ein wichtiges Moment für die Kräfli-gung und gottentwicklung der Berf.^ssnng. wenn solche direkte Wahlen verfassungsmäßig in der Weise eingesithrt werden, daß die Gemeinsamkeit der Vertretung der im ReichSrathe vertretenen Ländern nicht beeinträchtigt wird. Rur in diesem Sinne sprechen die Landlage die Meinung und Ansicht ihrer Wähler auS, denn die ösfentliche Meinung ist durchweg für direkte Reichsrathswahlen. Gteiermärkifcher Landtag Vierte Sitzung am IL. September. Ausgelegt wurden: Schlosser s Antrag betreffend direkte Reichsraths' Wahlen, — Bericht deS LandeSauSschusseS betreffend Abänderungen des Gemeindegesetzes und drei Gtsetzeutwürsc. Der Abgeordnete Plankensteiner interpellirt den Regierungskommissär, ob das vom Ackerbauminister in Ausficht gestellte Wasserrecht^Sgesetz bald vorgelegt werden lvird. Der Regierungskommissär beantwortet diese Interpellation sofort mit der Erklärung, daß die Borlage dieses LandesgesetzeS .laut ' „ phischer Mittheiluug des AckerbaumtnisterS demnächst erfolgen werde. (Bravo l) Baron Buol bringt einen Antrag ein, der Landtag möge bei der Regierung die Abänderung deS K. 18 der Gewerbeordnung vom Jahre 1859 erwirken, damit die schrankenlose Ertheilung von Gasthaus Konzessi-onen beschränkt werde. Einen Augenblick später erreichen auch seine beiden Verfolger den Ort. „Wo Teufel ist er hin." sagt der eine sich nach allen Seiten uM' sel)end. „Er müßte merkwürdig schnelle Beine haben, um einen solchen Borsprung zu gewinnen — wir waren ihm vorhin sehr natje." „Wal»rscheinlich ist er uuter diesen Brettern versteckt und bildet sich ein, wir würden unsern Weg ruhig fortsetzen." entgegnete flüsternd der andere. „Aber er ist wie ein FuchS in die Falle gegangen. Postire Du Dich dort, ich werde von hier eindringen, er kann uns nicht entwischen von unsern Pistolen machen wir nur im Nothsalle Gebrauch." Beide stehen auf il)ren Posten, die Revolver in der Hand, als Plötz-Uch ein Mann zu Pferde aus dem Schuppen heraussprengt, ihnen in spöttischem Tone ein: „Gute Nacht, ihr Herren." zuruft und im Galopp davonjagt. „Tausend Teufel!" schreit der eiile der Strauchdiebe zähneknirschend und den Finger an den Drücke, seiner Pistole legend aber der Reiter ist längst in der Nacht verschwunden. Während das Unternehme» der büden Räuber scheitert, versucht ein anderer frecher Schurke sein Glück im Saale des „Eldorado", aber mit eben so wenig Erfolg. ES ist drei Uhr Morgens. Der fieberhafte Eiser der Spieler hat sich abgekühlt. Die einen ziehen sich beim ersten Morgenstrahl zuriick. weil sie mit ihren Erfolgen zufrieden oder gänzlich ausgeplündert sind, die andern, well sie daS Bedürfniß fül)len sich nach den Aufregungen der Nacht auszuruhen. Die Bankiers packen ihr Geld in Säcke und machen sich, bis an die Zähne bewaffnet, bereit in ihre Wol)nung zuri'lckzukcl)ren. Der eine von ihnen hat eben seine Vorbereitungen beendet, der Grldsack liegt vor ihm aus dem Tische, als er einen Mexikaner, der seinen Mantel an der Thür niederlegt, einlreten und langsam durch den Saal schreiten ficht. Nachdell» der Bankier den Mann einen Augenblick beoliachtct hat, dreht er sich um, seinen Hut zu nehmen. Diesen Moment benutzt der Me/tikaner. springt nach dem Tische, bemächtigt sich des Beutels mit Doublonen und eilt damit nach der Thiir. „Ein Dieb, ein Dieb!" schreit einer der Kroupiers. Bei diesem Rufe dreht sich der Bestohlene um; Tische und Stühle hindtln ihn den Räuber, der die Thür schon erreicht hat, zu verfolgen, Der Abgeordnete Anton Graf Auersperg leistet die Angelobung. Der Landeshauptmann verliest eine Reiye von Petitionen. Dr. Fleckh referirt über die Gesetzesvorlage deS LandeSauSschufses. betreffend die Ablösung der auf Grund und Boden haftenden Naturalgie' bigkeiten an Kirchen, Pfarren nnd Schulen. Der Landesausschuß hält an der Anschauung fest, daß die besagle Ablösung schon im kaiserlichen Patente vom 4. März l869 nicht blos; fakultativ, sondern imperativ verfügt wurde. Ueberall habe die Geld-wirthschaft die Naturalwirthschaft verdrä^t und in Hinblick aus die Do« tirung der Bolksschullehrer sei eS vor Allem wünschenSwerth, daß statt der veränderlichen Naturalbezüge feste Geldrenten eingeführt werden, welche mit Beseitigung der Private»nhrbung aus öffentlichen Kaffen flüssig gemmacht werden. Eine Reibe von Petitionen auS allen Theilen deS Landes habe sich für die in Rede steh nde Ablösung ausgesprochen und die Erkenntniß der Nothwendigkeit derselben ist geradezu eine allgemeine geworden. Dr. Fleckh beantragt, diesen Gegenstand weder dem Finanz, noch dem SchulauSschusse zuzuweisen, sondern einem auS füns Mitgliedern be-stehenden Sonderkomite.. welcher Antrag angenommen wlrd. Der Vertreter der Regierung erklärt, daß er gegen dieses Gesetz im Allgemeinen keinen Einspruch zu erheben habe. Pairhuber referirt über den Bericht des Landesausschusses über die Organisirung der Findelanstalt. Dieser Gej^enstand wird gleichfalls ohne Debatte einem Sonderausschusse von fünf Mitgliedern zugewiesen. Graf Kottulinsky referirt über die Borlage betreffend den Ankauf des BersuihshofeS. Der Gegenstand wird dem Finanzausschusse zur Bor-beralhu"g zugewiesen. Die Petition der Stadtgemeinde Graz um Ueberlassung der landschaftlichen Glacisgründe bildet den nächsten Gegenstand der Tagesordnung. Referent ist gleichfalls Graf KottulinSky. Auch dieser Gegenstand wird dem Finanzansschusse zugewiesen; desgleichen der Bericht deS LandeSauS-skhnffes wegen Neubau eines Wohalmuses mit betläufig 30 Wohnzimmern im Bade Neuhaus. Der Bericht wegen Ankauf der Pseiemerischen Weingartrealität in Kartschowin bei Marburg für die zu errichteul^e Landesweinbanschule wird nach dem Antrage des Grafen .^üutulinskl) einem Sonderausschüsse von neun Mitgliedern zugewiesen. Ein Antrag deS Dr. Prelog. es möge der Kansvertrag mit Psrie-mer nicht sogleich ratisizirt, sondern es mögen vorläufig noch mit l)em Slifte Admont wegen Ankauf des günstiger gelegenen RazerhofeS Verhandlungen gepflogen werden, wird untersticht, bei der Abstimmung bleibt derselbe jedoch in der Minorität. Hieraus werden Wahlen vorgenominen In daS Komite für Grundsteuersachen «vurdeu gewählt: Moriz^v. Kaiserfeld, Pairhuber. Plankensteiner. Lentschek. Graf AuerSperg. Obmann ist Graf Auersperg. In das Sonderkommile zur Berathung der Frage der Ablösung der Naturalgiebigkeiten wurden gewählt: von Konrad, Dr. Joseph von Kaiserfeld. Neupauer. Wannisch, Pairhuber. Obmann ist Pairhuber. In das Sonderkomite Wr Berathung der Resorm deS FindelwesenS ^ l'n gewählt: Dr. von Stremayr, Pairhuber. Dr. Neckermann. M. v. Franck. Feyrer. Obmann ist v. Franck. In das Komite betreffend die Marburger Weinbauschule wurden aewäl)ll: Dr. Hafner, v. Kriehuber. Dr. Prelog. Friedrich Brandstetter. Feyrer. Baumgartner, Bauer, Konrad Seidl, Plankensteiner. Obmann ist Plankensteiner. In den VeisassungSausschuß wurden folgende dreizehn Mitglieder aber er zieht einen Revolver auS der Tasche, richtet ihn auf den Dieb und gibt Feuer. Der Geldsack fällt auf daS Parquet und der verwundete Uebelthäter stürzt auf die Straße. „Nun, das war die höchste Zeit," sagt der Bankier, indem er über den Tisch springt, um sich wieder in Besitz seines Schatzes zu setzen. „Hast Du ihn getroffen?" fragt einer seiner Kameraden. „Ich hoffe, ich habe wenigstens gut gezielt," ist die gleichgültige Antwort. „Wir wollen sehen, ob er geblutet hat." „Was geht das unS an! Er hat mit leeren Händen abziel)en müssen, was tümmert uns daS übrige." „Ein kicker Bnrsche! Aber jeder sucht aus seine Art Geld zu machen und wenn es ihm gelungen wäre, ließe sich gegen seine Weise nichts ein-wenden." Mit dieser Reflexion ziehen sich die Kroupiers zurück, um sich von ihrem nächtlichen Werke airSzuruhen, das sie am folgenden Abende von neuem beginnen. Humboldt s Leben in hebräischrr Sprach?. Ein Büchlein, tvelches die Bestimmung hat, die Kenntniß von dem Leben und dem wissenschaftlichen Wirken Alexanders von Humboldt in den weiten Kreisen der russisch-polnischen und der astatischen Israeliten zu verbreiten, ist in hebräischer Sprache aus einer Berliner Presse liervorge-gangen. Der Verfasser ist selbst ein russischer Israelit, NamenS Slonimski, der vor mehreren Iahren eine sehr sinnreiche Reehenmaschine erfunden und damals durch seine mathematischen Kenntnisie die Aufmerksamkeit von Bessel und Aakoby in Königsberg erregt hatte, die ihm zu jener Zeit Briefe an Alexander von Humboldt in Berlin mitgegeben, welcher in seiner gewohnten humanen Weise sich des armen jiidischtn Gelehrten werkthätigst angenommen. Letzterer erhielt dadurch Gelegenheit, sich auch mit den Werken seineS Gönners genauer bekannt zu machen und so entstand in ihm der Wunsch (tvie er in dem Vorworte seiner Schrilt sagt). daS den Fortschritten der Wissenschast überhaupt so innig verwebte Leben Humboldts seinen Hebräisch verstehenden Glaubensgenossen in den slavi- aewählt: Dr. Altmann. Graf Auerspcrg, V.Carneri, Dr. Fleckh, Hermcinn. Moriz v. Kaistrseld. Lentschek. Dr. Rechbauer. Dr. Schloffer. Moriz R. v. Schreiner. Gustav R. v. Schreiner. Friedrich Brandstettcr. Dr. Grns. Nächste Sitzung: SamSta;; 10 Uhr. Ta^^esordnung: Bcziriindung des Antrages von Dr. Zchloffer ol> direkter ReichörathSwahleumeljrere Berichte deö LandeSaui^sckusses — die Regierungsvorlagen beireffend die Real- und Volksschulen. Schluß der Sitzung um '/«l Uhr. Lmnischte Nachrichten (Anekdote.) Man erzählt sich in Paris folgende Anekk^ote vom kaiserlichen Prinzen: Der junge Kaiserssohn ritt in vorletzter Woche mit seinem Stallmeister Herrn Bachon durch die Straßen Lyons, und das Volk begrüßte ihn in enthusiastischer Weise. „Herr Vichon". sligte dcr Prinz, „was halten Sie von diesen Ovationen?" - „Nun. Monseigneur, ich finde das ganz prächtig." — „Ich aber", entgcj^nete der ^^rinz „finde, daß das zu viel ist." Filr einen Knaben von 13 Iahrcn ist das immerhin eine gescheidte Bemerkung. (Ländliche Einfalt.) Als kürzlich Eisenbahningeuieure im Dorfe M. in Schlesien trazirteu. mußte ein Bauer behufs Visirung seine Scheunenthore öffnen und er that es bereitwillig ; als er cs aber dann noch' ein zweiteSmal thun mußte, äußerte er unwillig: ..Heut' will ich'S noch einmal thun, wenn aber die Eisenbahn dann gehen wird, werde ich nicht immer hier stehen und das Thor auf- und zumachen." (Wie Oesterreich aus chinesisch heißt.) ES mag nicht ohne Interesse seiu. die amtliche chinesische Bezeicknuni^ kenncn zu lerncu, welche, nachdem die bestru Autoritäten darüber zu Rath- gezogen worden, gegenüber der Rejuerung des Reiches der Mitte für die österreichisch-ungarische Monarchie festgestellt wurve; sie heißt: I'a-Xo-ssu-M-Lia-I^uo. (Große österreichisch-ungarische Monarchie.) DaS zur Unter fertigung des Freundschafts-. Handels- und Schifffahrtsvertrages mit China nöthige Gesandtschtiftssiegel trägt unter dem Wapp.n die Inschrift: I».-Xo-Lsu- 0!»'ia»(?tl'aj»pien- i-li8iuß- skili- ttt-vl»'vu-!iuan savx. (Der großen österreichisch-ungarischkn Monarchie kaiserlich königlicher, zu Unterhandlungen abgesendeter und autorisirter Minister.) (Ein Pröbcheu russischer Logik) und russisch, r Gesin nung gegen Oesterreich: 3» Warschau wurden c>ikser Zeiten Damen. wcl:de farbige Kleider trugen, mit Schwefelsäure bespritzt. Russische Or-gane ziehen auf Grundlage dieses Ereignisses den Schluß, daß iN Polen die Revolution in Permaneliz erklärt sei und daß sie von den Häuptern in Galizien genährt werde. Daraus folgt, daß Rußland die sreiheilliche Entwicklung in Galizien nicht dulden könne. Marburg, 18. Septeniber. (Berein zur Berwerthun gei stiger A rb ei t.) An unserer an . Vereinen so reichen Zeit ist es besonders der Stand der wis-senschastlich oder künstlerisch Gebildeten, der durch Assoziation sieb selbst helfen muß. Die geistige Arbeit findet nicht so leichten Absah wie die Materielle, Ungunst dcr Berhältniffe lasten oft Talente veikommen; da schen Ländern und im Orient bekannt zu machen, und zugleich eln „Gedenkzeichen" (wie der hebräische Titel der Schrift lautet) der Gerech-tigteit und Fürsprache zu seKen, »velche Humboldt stets dem Judeiithum und den Juden habe zu Theil werden laffen. Die erste Hälfte der gerade hundert Seiten starken, in sehr korrektem und fließendem Hebräisch abge faßten Schrift ist dem Leben und einer allgemeinen Ucbersicht der Werke Humboldt s gewidmet, während die zweite Hälfte einen Abriß des „Kos mos" bildet, worin der Verfasser von den Doppelsternen, wie vom Erd' magnetiSmus. von den Vulkanen, wie von dcr amerikanischen Pflanzen' wclt, in einer Sprache handelt, von der M'M glauben sollte, sie h.ibe dafür unmöglich einen AllSdruck, die er jedoch in geschicktester Art mit den „Ideen des großen abendländischen Weisen" bereichert hat. Der Ver-sasser. der das Manuskript seiner Schrift an Humboldt, als Huldigung zu dessen neunundachtzigsten Geburtstage überreicht llatte, erhielt von dem selben nachstehende charakteristische Erwiderung: „Verehrtester Herr SlonimSki! „Ich bin tief in Ihrer Schuld durch so lauge Verzögerung des Dankes für eine El)re, die Ew. Wohlgeboren mir so wohlwollend bereitet liaben; die unruhige Lage> in der ich lebe in einer politisch und gesell jchaftlich so bewegten Zeit, kann mich kaum rechtfertigen. Eine Empseh lung von zwei berülMen. mir so theuren Freunden, wie Wessel und Jatoby, läßt einen dauernden Eindruck. Der hebräischen Literatur leider entfremdet, aber von früher Zugend an mit den edelsten Ihrer Glaubens genossen innigst verbunden, ein lebhafter und ausdauernder Verfechter der Ihnen gebührenden und so vielfach noch immer entzogenen Rechte, bin ich nicht gleichgültig für die Elire. die Sie mir erwiesen haben. Das Zeugniß eines tiefen orientalischen Sprachkenners, des vortrefflichen, so mannigfach ausget)ildeten Dr. Michael Sachs, kann eine solche Anszeich nung nur erhöhen. Es ist für den biographifci) Belobten fast eine Verttlji gung der.Ursprache nicht mächtig zu sein. Ä) «verde voin Dienstag an einige Wochen wieder in Berlin ivolinen. und vom Dienstag an wird jeder Tag ztvischen 1 und 2 Uhr es mir eine Freude sein, Herrn Slo nintSki. falls er nicht schon nach Warschau zurückgekehrt ist. in Perlin zu empfangen und Ihnen den Ausdruck der innigen Hochachtung mündlich zu erneuern, die Ihren schiinen. frül)ern wissenschaftlichen Bestrebungen gebührt. Ew. Wohlgeboren gehorsamster Alezanl)er v. Humboldt. dann nun ein solcher wahrhaft humanitärer Verein, indem er d.^s geistige Eigenthum seiner Mitglieder zum Besten des Produzenten zu verwerthen sucht, indem er cils Dienstvermittler jeden an den Platz zu bringen sucht, wohin er am besten paßt; Munklehrer. Zeichner. Jnslrnk-toren, Gouvernanten n. s. w. plaziet er je nach ihren Fäliic^keiten. Wir können diesem Unternehmen nur das beste Gedeilien wünschen und das geschieht durch z.üjlreichen Beitritt. Dcr Sitz des Vereines ist Wien. Da die Vereinsmitglieder nur jährlich z.vei Gulden Beitiag l.isten, dnfür aber unentgeltlich an allen Wohlthaten des Vereines Antheil nehmen, zweifeln wir nicht an einer regen Theilnahme. (Ein Ebenl'ild) zu dcr Klostergeschichte in Krakau. Mau chreibt uns: Zu Roßbach. Bezirk Marbnrg. in der Winzerei H. Nr. 128 )es Herrn M. B. ivohnt ein sehr armer Winzer Namens Johaun P.. diescr hat einen stummen Sohn, welcher bereits das zwanzigste I.ihr er-reicht hat und bis heutzutage daS nncibnühbare Adamskostüm als seine alltägliche Tracht benützt. — Znr Schlafstätte dieses Stummen hat desftn Vater in dem Kuhstalle gegenüber der Melkkuh in einer Ecke anö Brettern einen ungefähr eine Quadratklafter großen Käfig zusammengenagelt, in welchem sich etwas Waldlc^ub befindet und dem Verunglückten als Ruhe-bett dient. So wie hier beschrieben, wurde dieser Stunimerl jüngst von vier Männern gesehen; dazu ist aber noch zu bemerken, daß dieser Stumme gut gewachsen ist, gesunde Glieder und ein gutes Geliör hat. denn der-lllie verstand seinen Vater allsogleich, als ihin dieser in sloiienischer Sprache getiot. in seine Zelle, nämlich in den Kuhstall zu gehen. So ein Vorfall darf wohl im I.>hre 1869 eine eines Menschen untvilrdigt! Behandlung genannt werden. (Stuhleck bei Spital am Semmeriu g.) (Or.-B.) Sonn-tag den 12. Sept. d. I. Vormittags fand das Eröffnungsfest des „Toui^istenhauseS am Stuhleck" unter zahlreicher Betheiligung der Mit-gründfr. des österr. Touristen Klub in Wien, des Vereins der Gebirgs-freiiude in Graz unl' viele'' ^^andbe!i'ohiler statt, ein Fest. daS iu unseren Alpen wol^l einzig in seiner Art dastehen dürfte. Der Gründer und Eriiauer. Herr Gustav Jäger aus Wien, liegriißte die anwesenden Alpen-freunde beider Nachbarländer mit einem frendigen „Willkommen!" Er gab in der Festrede die Namen jener Gönner bekannt, die für dieses gemeiiinühige Unternehmen sich besondere Verdienste erworben haben, spr.ich sein Bedauern »us, gerade der znnächst und am meisten interesstrteu Gemeinde Spital nicht dankend erivähncn zn können, und schloß mit der Versicherung, auch in Zuknnst für dei» Bestand und besseren Komfort dieses ersten Touristenhauses im Umkreise von 25 Vieilen nach Kräften einznstehen. Nach Verlesung dcr Gründnngs Urkunde und Unterschrift derselben durch alle Anwesenden, wnrde die feierliche Schlußi'teinlegung vorgenommen uud dtis Hans zuin allgemeinen Geliranche eröffnet. Das gemauerte Haus ist sehr geräumig, enthält das Leitha Ra^'. und Oetscher-Fenster. Tisch und Bänke, ist mit massivem Schindeldache versehen, das von der Station Spital aus schon allen Reisenden frenndlich entgegen ilinkt. hat vor dem Eingange eine kleine ebenfalls mit Tisch und Bänken versehene Terrasse. Die Aussicht iiom Triangulirnngszeichen hatte sich an üeiem Tnge nach 4stündigen Regen in der vorhergegangenen Nacht bei löllig wolkenlosem Himmel zu einer srlten gesel)enen Pracht entfaltet und )ie tLllvartungrn aller Besichauer weitaus übertioffen. Wir geben uns demn. ch der vollen Hoffnung hin: „Das Glück vou Stuhleck ist ae-macht!" (H ü t te n b e rge r E i sc uw er f s g e s e l l s ch a f t.) Am 1.2. Leptember wurde von den Gründern dcr Hüttenl'erger Eisenwerksgesell-chaft dcr Gründungsakt vollzogen. Der Verwaltungsrath besteht' aus ^en Herren Alfred Giaf Christalnigg. Albert Freiherr v. Dickmann. Gu-stav Graf Egger, Joseph Rainer, Eduard Raujcher. Hermaun Freiherr v. Sterneck, welche schon dem Gründer Eoiisortium angehörten, und aus vier von deu Grüuderu iu den Verwaltungsrath berufenen Heeren, diese sind: L. Eanaval, Handelskammersekretär. Ioscph v. Hiieber. k. k. Oberlandes-gerichtsruth. Joseph Luggin. Advokat und I. M. Rotlianer. Kaufmann. Zum Präsideuten des VerwaltungSratheS wurde Herr Alliert Freiherr v. Dickmann, zum ersten Vizepräsidenten Herr Iosepl) v. Hueber. zum zwei-teu Vizepräsideuteu Herr Alfred Graf Ehiislalnigg gewählt. Ans der Mitte des Verwaltnngsrathes treteu die Herren Eduard Rauscher uud 5. Vt. Rottzauer in die Direktion. Die Gesellschaft ivird mit 1. Oktober die Werle itbernehmeu uud deu gesellschaftlichen Betrieb beginnen. Die Aktien gellen in die Hände der bislu'riaen Eigenthümer jener Werke über, welche die Gesellschaft übernimmt. Nnr ein kleiner Theil davon wird l'ei güüstij^ern Börsenverl)ältnissen zur Einmission gelaugen. (D er Laibacher Konstitutionelle Verei n) beschloß altt 14. September in einer Resolntioii: Es sei nothlvendig, ailf die Auf-liebung des Konkordates. Stellung aller religiösen (^Genossenschaften unter das Vereinsgesej), unbedingte Aufhebung des Jesuitenordens^ Reaktivirung des Hofdckrete» vom Jahre 178l. detieffend das Veibot des direkte!, Verkehrs der Klöster mit Rom, und auf die Regelung der Klc'sterfrage Mit allen verfassungsmäßigen Mitteln hinzuarbeiten. Eingesandt. Seit 1. Jänner d. I. »vcrden die Zinskreuzer, ivelche zum Ztvecke eines Schulhausbaues l>ewilligt ivurden. bereits eingehoben. Vis jetzt ist vou der Kemeindevcrtretnng in dieser »richtigen Sache keine Anreguug geschehen. Die Bürgerschaft Marl'urgs glaubt nicht nu-lieiusen atlzufi'agen, ob die Gemeiiideveitr.tung die Nolhlvendigkeit eines SchttlhauSliaues noch aniierkennt, niid ivelche Schritte zur Realisirung dieses wichtigen Objektes bereite setioil geselielien sind, oder noch zu ge-schehen haben. !lVtehrcrc Bürger Marburgs. Mn»er!k«nl»el>e Nähmaschinen - Niederlage von Vlieeler & Wilson und Elias Howe, New-York für Kärnten, Krain und Steiermark bei ^licoltiug Koller in Marburg, Herrengasse 112, 1. Stock. 5 Jahre Garantie. Unterricht gratis. Ma*cliliieiiz\%irii. Nadeln etc. zum Original-Preise. <$in ttrojicä Limmer, (S^nffenfroiitc, oljne Möbel; ein (^eipull»; eilte roofrittntft mit 2 Zimmern, Äüdie, fallet, ©oben, Waschküche zu öerinietljen: Hetrengaffe Nr. 112 (Svl Geschäftsberichte. Marburg, 18. Sept. ^Wochen Marktsbericht.) Weizen st. 4.4V. Korn fl. 3.15. Gerste fl.0>—. Haser st 1.95. Kukurutz st. 3.20. He«ven st. 0.—. Hirsebrei« st., 4.20, Hirse fl.0.—, Bohnen si. 0.—, Erdäpfel st. 0.80 pr.Meven.Rindsteifch26. Kalbfleisch! 26. Schweinfleisch ,ung 26 kr. vr. Pf. Holz, liart 30" fl. 10. 18" fl. 5.25. weich 30"!^ fl. ih" fl. ZM pr. Älafter. Holzkohle» hart fl. 0.60, weich fl. 0.50 pr. Weheir Heu fl. l 40. Stroh. Lager' st. l.20. Streu- fl. 0.80 pr. Eentuer. Pettau, 17. Sept. (Wo chennlarktSl'ei ichl.j Weizen fl. 4.50. Korn fl. Gxrfte f>. 0.—. Hafer f!. l.7<>. Knknnch fl. 2.90. Heivei, fl. 2.70. Erdäpfel fl. 0.30 pr. Metze«. Hirsebrei» 12 kr. pr. Maß. Nindfleisch ohne Zuwage 26. Kalbfleisch 26. Schweinfleisch >uug 25 tr. pr. Pf. Holz 30" hart fl. 10.50. detto weich fl. 7.50 pr. Klaster. Holzkohlen l)art fl. 0.50, detto weich st. 0 4" or. Mehen ^en fl. I.—. Stroll Lager, st. 0.90, Streu- fl. 0.00 pr. Zentner. Die vom Staate Hamburg ausgegebene». von oer Firnia Bottenwieser SS Eo. in Hamburg im heutigen Blatte angekündigten Prämienloose finden viele Abnehmer. Wir könne« sür de» Bezug dieser beliebten Loose die genannte Firma, die in allerneuester Zeit wieder viele bedeutende Gewinne in Oesterreich ausgezahlt hat, angelegentlichst empfehlen nnd machen alle diejenigen, die sich der Vermittlung ouieS aner-könnt soliden HanseS bedienen wollen, auf die betreffende Annonce besonders aufmerksam. Handelsschule iis Märliürg. Das Schuljahr beginnt am 4. Oktober. Ausuahme der Schüler vom 20. September an bei dem Inhaber und Direktor der Anstalt: Josef EKl. Burg Nr. 1.__(578 (60V Reue Sendung! Echt amerikanische Nähmaschinen von üow^z» das Aon plu» ultra zum Familien-Gebrauch und flu Gewerbetreibende, wie auch VVilson 8)stew Preis pr. Htück ^ammt allen Apparaten ÜO) Z" habe" bci »U««vL !N«rI»ur^, vui-xplst-? 2. Erste öffentliche höhere Sandels - l-skranstalt W in BVIen, PratersttaKe Nr. 32. ^ Das nächste Schuljahr beginnt am 4. Oktober d. I. Ein-^schreibungen finden vom 25. September an statt und werden Pro-! ^gramme von der Direktion gratis versandt. D 558 v»rl?orxs«, Direktor. Z. 13238. , (S88 Freiwillige Realitäten- u. Fahrnissen-Lizitation. DaS gefertigte Gericht macht bekannt: Es sei über Ansuchen der Erben d^s zn Unter-Zellnitz verstorbenen Realitätenbesitzers Johann Wntte die freiwillige gerichtliche Versteigeruug der zu dessen, Verlasse gehörigen Realitäten: 1. Berg Nr. 332 nnd 386 aä Faal in der Gemeinde JohanneSberg mit 2 Soch 1132 ^ZAlft.. darnnter 1 Joch 1153 ^Mt. Rebengruud im Schätzwerte pr. S00 si. 2. Berg-Nr. 384 und 385 »ä Anal in der Gemeinde Johannesberg mit 3 Joch 916 üMft.. darnnter 1 Joch 188 ^Mft. Rebengrnnd im Schätzwerthe pr. 723 fl. 3. Urb.-Nr. 296'/, nnd 298 nä Faal in der Gemeinde Unter-Zellnitz pr. 3444fl, bei welcher schon seit Jahren die Maria-Raster-Ueberfuhr besteht — sämmtliche Reali-täten sammt hängender nnd anztthoffcnder Fecksung. 4. Der bei den Realitäten befindlichen Fahrnisse an Vieh. WirthschaftSgeräthen. Einrichtung, Getreide zc. mit dem Anhange des s. -77 kais. Patentes vom 9. August 1854 gewilligt und seien znr Vornahme die Tagsatzungeu, und zwar: 1. Rückstchtlich der Weingart-Realitäten in der Gemeinde JohanneSberg Berg. Nr. 382 nnd 386 aä Faal die Tagsapnng auf den 2V. September d. S. Bor-mittags von 10—12 Uhr looo JohanneSberg. 2. Rücksichtlich der Fahrnisse hiebei die Tagsatzung auf denselben Tag Bar. mittags von 11—12 Uhr loov JohanneSberg. 3. Riicksichtlich der Weingart-Realitäten Berg-Nr. 384 und 385 aä Faal, die Tagsatznng ans den TN. September d. I., Nachmittags »von 2—3 Uhr loon JohanneSberg. 4. Rücksichtlich der Fahrnisse hiebei auf denselben Tag, Nachmittag» von 3—5 Uhr. 5. Riicksichtlich der Hnbrealität. Urb.-Nr. 296'/, und 298 aä Faal. die Tagsatzung ans den SS. September d. I., Vormittags von 10—11 Uhr looo Unter-Zellnitz. 6. Riicksichtlich der Fahruisse hiebei aus denselben Tag Vormittags von 11—12 Uhr. nöthigenfalls Nachmittags von 2—5 Uhr angeordnet worden. Kauflnstige werden hiezn mit dem Bemerken eingeladen, daß jeder Lizitant, bevor er einen Anbot macht: 1. rncksichtUch der Realitäten Berg-Nr. 382 nnd 386 aä Kaal, ein Vadium von 60 fl.; 2. riicksichtlich der Realitäten Berg-Nr. 384 nnd 38b aä Kaal, ein Vadium von 80 fl.: 3. riicksichtlich der Realitäten Urb.-Nr. 296'/, und 298 aä Kaal ein solches pr. 360 fl.. entweder im Baren oder steiermärkischen Sparkassabücheln. oder öffentlichen Obligationen nach dem TageSknrse zu erlegen, der Erstehet von Fahrnissen aber solche sogleich bar zu bezahlen und wegzuräumen hat. Daß fernerS die übrigen Lizitation» bedingnisse und Schätznngö-Protokoll Hiergerichts, oder beim Herrn Notar Dr. Rädel, eingesehen werden können. K. k. Bezirksgericht Marburg am 31. August 1869. 5 ' « Million Mark H K Gilbergulden Z Hals Hauptgelvinn, überhaupt aber 85,M Gewinne von Silber-A ^.gülden 175,000 — 105.000 — 70.000 — 85.000 — 28,000 W H - 17.500 — 2mal 14.000 — 3mal 10,500 3mal 8400— U Mnl.il 7000 — 4mal 5600 — 5mal 4200 — llmal 3500 M ^28mal 2100 - 131 mal 1400 — 156mal 700 ze. tt. bietet dieM Lvtim Staate Hamburg errichtete nnd qarantirte Htaatsgewinn-U ^Verloosnng. L W Die Vetheillguug kau« um so mehr empsohlen werden, als das ganze M ^Einlagekapital unter Garantie des Staates durch obige Gewinne an die Theil-M ^nehmer zurückgezahlt wird nnd kein ähnliches Unternehmen größere AnSsicht anfA ^Erfolg bietet. M- ^ Zu der schou am dieses Monats beginnenden Ziehnng beträgt M -^die Einlage für Ganze Origittal-TtaatHloofe st. -i. M H Halbe „ ,. „ 2. 554 » A Viertel „ „ „ k. M M Das unterzeichnete, mit dem Verkauf betraute GroßhaudlungShanS wird M geiicigle Austrüge, gegeu Einsendnng des Betrages in Banknoten, unverzüglich M T ausfuhren und Nerloosuugöpläue gratis beifügen, ebenso amtliche ZiehnngSlisten« ^ nach jedesmaliger Ziehnng den Loos-Jnhaberu prompt übermitteln. Wir ver-A M senden die Gewinne nach jedem Orte oder können solche auf Wuusch der Theil- A-M uehmer durch unsere Verbindungen in allen Städten Oesterreichs anszahlen lassen'M S man genießt somit durch den direkten Bezug alle Vortheile. « Da die Ziehung in aller Kurze beginnt nnd die noch vor L Hräthlgen Loose bei den massenhaft eingehenden Aufträgen rasch« K vergriffen sein dürften, so beliebe man sich baldigst und direkt zuA H wenden an A > Sottv»v»«»«r vo. K Geschäfts-Berlegnng. Dankend für das bisher genossene Zutrauen mache ich dem gcehr ten Publikum crgebenst bekannt, daß iä) vom 20. d. M. an mein Geschäftslokal im Hanse des Herrn von Kriehuber (Postgasse) habe. Mit der feinsten und elegantesten Herbst- und Wintmvaale ver-sehen, bin ich in der angenehmen Lage, allen Anforderungen des geehr-ten Publikums entsprechen zu können. Marburg. 19, Scpllinber 18kt»> ll^ltiUIVI'. 602) Schneidermeister^ EinLehrling für eine Gemischtwaaren Handlung wird aufgenommen. Gute Sitten und Kenntniß der slovenifcheu Spraelie erforderlich. Näheres bei Herrn Josef Mattinz in Marburg. _______ ____________ (^W Zar Weialese! Migjjer Einkauf von besten einfachen und doppelten Preß- und Rjffxlgzttern ""ö harten und weichen Zargen. Most-Reutern mit Messing, nnd Holz-böden, ferner von allen Gattungen Schajfern und Butten, wie auch allen Sorten Körben bei (584 rerdlnand I5t»»t.jak, Burgplatz Nr 8 „zum schwarzen Adler." Edikt"..... ^ Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird hiemit bekannt gemacht: Es sei die freiwillige öffentliche, gerichtliche Versteigerung der dem Fer> dinand, der Maria und Magdalena Greiner gehörigen Objekte: 1. der Behausung in der Magdalenavorstadt Marbnrg Fol. 11 ad Magdalena Marburg nebst einigen dabei befindlichen Haus- und WirthschaftSgeräthen, 2. deS in der Gemeinde Unterrothwein gelegenen Ackers Dom. Nr. 6H aä Meiling und 3. der in der Gemeinde Roswein gelegenen Hubrcalität Urb. M. 35 aä Schleinitz, bewilliget und die Tagsatznng hiezn sm dao vuh 1 bezeichnete Objckt auf den 4. Oktober, für das sud2 bezeichnete Objekt auf den k. Oktobers und für das sud 3 bezeichnete Objekt auf den 11. Oktober 1869 Nor-^ mittags um 10 Uhr am Orte der Realitnt anberaumt. Die Lizitationsbedingniffe und der Grundbuchseztrakt sind ul der Kanzlei des Herrn k k. Notars Dr. Nad»y einzusehen. K. k. Bezirksgericht Marburg am 26. August 1869. KmldmchlM" Beim Gute Wnrmberg, eine Stunde vmi der Bahnstation Pettau entfernt, werden am SN. d. M, 36 Stnrtin 186Ker / 132 Startin 1867er Eifteubauweine 44 Starti» I86Ler I gegen billige Bedingnisse mit oder ohne Käß „n Lizitations-wege verkauft. Gut Wurmberg, am 11. September 1869.__(594 Große, gute Keller in oder in der nächsten Nähe von Marburg werden gesucht. - Anträge bittet man unter 2 im Comptoir dieses Blattes abzugeben. Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Jan schiß in Marburg