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Roman von Arihur z«pp. (Forsetzung.> — Teutschland über alles. — Jn'S IJtem. — Das ABC Buch. — Kleines Gtricht nach der e. — Wie soll eS in der Küche aussehen? — Ein „ittd gegen den Jtreb«. — Ein gute« Mundwasser. — sieden. — Aus der Secundürbahn. — VersehUe Em-djichlmg. — Beim Barbier._____ Wer ist Arcmdting in Hilli? Die glanzvollen Südmarklage haben den windischen Polilitern dies« Frage in geradezu wuchtiger Leise beantwortet. In allen sejnen Aeußerungen wi Kestaliungen hat das Fest gezeigt, dass jede $is« Cilli's deutsch ist. dass die schöne Stadt fclli deutsche« Herrengut ist, in dem allerdings aiige Slovenen gebeten und ungebeten, dankbar «d undankbar ein gastliches Dasein führen. Die radicalslovenische Presse hat sich mit der 'iMgen Frage in der letzien Zeit überaus eingehend kschäfiigt, die bekannie Hetzrede deS Dr. Ferjan» ; ci c hat uns Deutschen die Rolle des Fremdlings a Cilli zugewiesen, der hier schon öfter« charak-«isierie „Slovene" deS «Vaterland" war wieder ;:|« Siodt, welche an den Südmarktagen mit keiner | ttiuich-n Tricolore geschmückt waren, lassen sich an tai Fingern zweier Hände abzählen. Da» war eine Ultimi an Herrn Dr. F e r j a n ö i c, welch« seine HWgelhasle nationalpolitische Bildung Hossenilich «qänzt haben wird. Für die Herren Radicalslovenen ist mit der so henlichkn Bekundung deS ausschließlich deutschen iHarakins der Stadt Cilli ihre Stellung zum Ge-Mande „FemdeS Gebiet" allerdings bedeutend nschvert worden und eS ist den Heiren in dem ZiederparoxiSmuS ihrer Wuth, welche deutlich zeigt, ty'i die ganze Rechnuug. welche an die letzte Tschk» ^»komöZie angegliedert war. in einigen wesent-bchen Punkten nicht stimm», vor allem darum zu [ Eine Wasssayrt. Von Karl Wolf in Meran.') Beim Oberhäuser war ein Füttern, unb bet mche „ftruft" gerufen. Christian war er getauft, An der Name war bei« Leuten zu vornehm. Und ber Füiterer sah auch nicht barnach auS. k» grodknochiger Mensch, stand er seine fünf und halben Schuh aus der GotteSerde; denn er lus zumeist barsuß herum. Eine lodene Hose, dick ««ttn Brett, ein grobeS. rupfeneS Hemd unb eine schvarze Zipfelmütze, das war fein ganzer Kleiber-schnutf an Werktagen. An Sonn- und Feiertagen freilich, da war er fm zusammengewichst. Da schabte er sich unter Kchitrlichen GesichlSverzerrungen seine Bartstoppeln vom Gesichte und verklebte die wunden Stellen mit Ziuider-Schwamm. Dann machte er sich seine Horn« Migen Hände über dem Herdfeuer warm, verrieb (i» Stück Butter darin und salbte sich daS Haar m; den Rest der Fettigkeit strich er an seinen kchnhen ab. Darum roch sein Kops am Sonntag tiiitfi« immer wie eine ranzige Mehlspeise. Dann *) Ais der dritten Sammlung der .(^schichten aus Jfcol* ron Karl Wols (Innsbruck, A. Edlinger's Verlag). W» Gleich den beiden früher erschienenen Sammlungen ent-Mit «uch dieser Band wieder eine ganze Reihe prächtiger üßckmften aus dem Leben der Tiroler Bauern, voll tettor unb Gemüth, die dem Dichter, der nicht mit Un-nchi ei» „Des,egger mit der Jeder" genannt wurde, sicher, sich wieder die deisäliigste Anerkennung alter und neuer ?«mide seiner voltslhümlichen Muse eingetragen werden. D. Schr. thun, einen Schuldigen herauszufinden, der als Prügelknabe für die Blamage dienen muss. Die Worte sinv ja kaum wiederzugeben, mit benen bis clericale Partei in Krain bedacht wird, weil der Verräiber mit dem „Fremden Gebiet" angeblich in ihrer Mitte weile. Man forbert, dass die Partei sich rechtfertige, man legt ihr Schweigen als natio« nalen Verrath aus, und so ist die Fragt, ob Cilli für die Deutschen oder sür die Slovenen fremde» Gebiet sei, sür die Herren Slovenen zwar voll-ständig klargestellt, allein doch zu einem urkomi-scheu Zankapfel in ihrer politischen Parteistreitigkeiten geworden. Dieselben haben einen tieferen Kern. «Slo-venSki Narod" behauptet nämlich, daß die maßge-benden oberen Kreise sich der Meinung de« „Vater-land" anschließen und wirklich dem Dr. Ferjancik die Schuld an den Cillier Excessen beimessen. So unglaublich diese Kunde im Lande der politischen Unmöglichkeiten klingen mag, wir schließen unS voll Mitgefühl dem tüchtigen „Narod" an, der e» ja freilich sehr schmerzlich empfinden muss, das« der geplante große Schlag gegen die Autonomie ber Stadt Cilli auf die Veranstalter der Hetze zurück-fällt, wodurch in der Reihe der windischen Tragikomödien ein Prachtstück eingeschaltet wurde, daS nicht einmal vom bischöflichen Wahlbriefe im Ge-heimcabinete übertreffen werden konnte. Ja lie Herren ©ernee, Decko und Dr. Hribar haben nicht nur sich, sondern auch der clericalen Partei mit den 16 Tschechen, welche nach den Zech-Prellereien in Adelsberg und Laibach da« dort er-sparte Geld in Cilli anzubringen beschlossen hatten, eine schöne Suppe eingebrockt. Wir aber freuen u»S in unserem deutschen Cilli nicht über diese kindischen Balgereien politischer Lehrbuben, wir freuen unS, daß wir ein schöne«, feste« deutsches Heim besitzen, wir freuen unS, wenn unsere Volksgenossen in so glänzender Weise wie an den Südmarklagen hier erscheinen, um unS die Bruderhand zu schütteln und uns die beglückende Anerkennung zollen, dass wir unser deutsches Väter-erbe mit Kraft und Ausdauer zielbewußt bewahren, und wir freuen unS darüber, das« wir die Frage, wer hier Fremder ist, durch die überzeugendsten Daten beantworten können und die gelehrte Be- kam die tuchene Joppe, da« seidene Halstüchlein, die geblumie Weste und die blaugestreisien Hosen, bi« halb in die Waden mit Leder besetzt. Die machten bei jedem Schritte „wßt", „wßt". wenn die Beine aneinander streifte». Die mächtige Taschen-uhr in einem „schilbkrotenen G'häu«", ein lederner Geldbeutel, an dessen Schnüren die Schreinschlüssel hiengen, ein filziger, hellblonder Hut mit einem „Zittergoldnagele" und eine Wassersackpseise, daraus Glaube, Hoffnung und Liebt gemalt waren, vollen-beten bie Ausstattung. Ja so, sein Gesicht müssen wir denn doch auch betrachten. Eine schmale, hohe Stirn mit ringe-sunkenen Schläfen, welche sich blafebalgartig auf und zu bewegten, wenn er kaut«; buschig« Augen-brauen und schlau blickenbe Aeuglein, scharf markierte Wangen, ein schmaler Munb unb ber linke Munb-winket braun gefärbt, weil ba immer ba« Pfeifenspitzel eingeklemmt war. Ein beim Schlucken aus unb nieber hüpfender Adamsapfel unb bort, wo feile Menschen da« zweite Kinn haben, eine tiefe Hautsalte. So sah er au«, der Kruft. Der Krust konnte auch über viele« schön rede» und war. wie man auf dem Dorfe zu sagen pflegt, „a simulierter Mensch". Er konnte auS dem Gebaren der Spinnen und dem Stande und Gange der Wolken da« Wetter voraussagen. Er wusste eine schöne Geschichte, warum die Fische stumm seien und warum die Schnecken ihre Gehäuse im Winter schließen und so verschiedene Sachen. Kinder fragten ihn einmal: „Krust, hast amal den Herrgott g'sech'n?" sprechung in fadenscheinigen Phrasen de» windischen politischen Kindsköpfen ruhig überlassen können. Cilli ist und bleibt deutsch immerdar, und es gibt auch Slovenen, die in unserer Stadt wirtlich keine Fremdlinge, sondern ja Gäste sind. Als solche, al« Gäste, werden sie ein ganz erträg-liches Dasein führen können, fall« sie sich anständig benehmen; zu einer weiteren Concession wird sich da« deutsche Bürgertum der Stadt Cilli niemals verstehen können. » ♦ * Wer ist „P"? An die Redaction der .Deutschen Wacht" in Cilli". Unter Hinwei« auf die Bestimmung de« § 19 P.'Ges. ersuche ich um Aufnahme nachstehender Be-richtigung: Im Leitartikel „Der Kampf um den Cillier KreiSgerichtSpräsidentenstuhl^ der Nr. 71 der „Deutschen Wacht" vom 3. September 1899 wird die Behauptung ausgestellt, ich hätte mich „mit einem überaus blumenreichen Artikel im „Narod" ein-gefunden," der sich mit jenem Correspondenten de« „Vaterland", der im „Vaterland" den Dr. Ferjancik al« den Urheber der Cilli« Excesse und Cilli al« sür die Slovenen fremdes Gebiet bezeichnete, be-fchäftigt. Diese Behauptung ist jedoch vollkommen gründ-lo«, da ich den Artikel weder geschrieben, noch irgendwie zu seiner Entstehung beigetragen; ich habe von diesem Artikel überhaupt erst Kenntnis erhalten, al» mir als Abonnent des „SlooenSki Narod" die bezügliche Nummer diese« Blatte« zu-gekommen ist. Cilli, am 3. September 1899. Dr. Joan Detko. Da« „D", mit dem der erwähnte Aufsah ge-zeichnet war, spielt also nicht nur in Pari«, sondern auch hier eine Rolle, und so rufen wir gemeinsam mit Dr. Detschko: .Otto csuaUle «1« I) !* politische Ztundschau. Schwarzgekbe Nandgkosse«. Wir erhalten folgende Berichtigung: In der Nummer 63 Ihrer Zeitschrift „Deutsche Wacht" vom 24. August d. I. haben Sie auf der Seite 2 in der Rubrik »Poli« tische Rundschau" unter dem Titel „Schwarzgelbe „A sell ftiilich," schmunzelte er. „Jeben Lange« (Frühling) thu i 'n fech'n." „Geh sag', wie schaut er denn au«?" „Wenn D' im Mojen (Mai) z' Morget auf-stehn «hust und überall singen die Vögerln, über die Stuaner krable» die Käferln und auf jedweden Blattl hängt a Tröpferl Thau und blühen thut alle«, Baum und Strauch und hinten übern Ferner und die EiSköpf geht V Sunn auf, das« D' muanst, alle« sei von Gold, so siegst, so schaut der Herr-gott au«." Da lachten die Leute und sagten: „Gar au« eine narrische Weis ist'«, wie der Krust rrd't, gar au» narrisch." Und der Krust sagt«: „Recht verstanden hat'S der Herrgott a nit, 's Erschaffen, sonst hätt er si nii so z'sammg'nummen. wie er die Welt so schian g'macht hat, sür so blitzdumme Leut." Der Krust trug nun in seinem Herzen schon lange eine tiefe Liebe herum. Beim Sleinhuber unten die Viehdirne war feine Flamme. Einstens waren sie in der Sparcafse in der Stadt drinnen zusammengekommen. Ihr Büchel lautete auf zweihundert Gulden und das seine auf fünfhundert, sieben seinem Ersparten war da auch noch ein „Vermachte«" von einer weilschichtigen Base dabei. „Z'sammentaugen that'«", sagte Krust. „Er soll immerling etwa« mehr haben als sie. Und mit siebenhundert Gulden wär '« Stückler-Güil zu haben, bleibet alleweil no etwas zur Hochzeit. Und der Gedanke gieng ihm nicht mehr au 2 z s«»siqe i899 Randglossen" eine mich betreffende Notiz veröffent-licht, welche nicht auf Wahrheit beruht. Indem ich die sonstigen Bemerkungen und Anwürfe unbe-rücksichtigt übergehe, ersuche ich aus Grund de« § 19 diS Pressgesetzes. in der nächsten oder nächst-folgenden Nummer Ihre« Blatte« folgende Beruh-tigung zu veröffentlichen: ES ist nicht wahr, das» die Rede de« Bürgermeister» der kgl. Hauptstadt Prag Dr. Podlipny anlässlich der Sokolfeier sol-genden Satz enthielt: Die Deutschen in Böhmen rechnen auf die Hilfe eine« mächtigen Nachbar«; ober wir sind der Hilfe eine« Freundes gewiss, der noch viel mächtiger ist als die Deutschen, und seid gewiss, der einköpsige Adler wird den zwei-löpfigen nie verzehren! Der betreffende Satz lautete wahrheitsgemäß wie folgt: Leider fremde Elemente dringen in den großen Haushalt de» Königreiche» Böhmen und machen sich hier breit, ja sie stützen sich auf die Verwandtschaft eine« mächtigen Nachbars. Und dieser Nachbar ist groß und mächtig; er würde aber keineswegs an Größe und Ruhm gewinnen, wenn er sich in eine fremde Wirtschaft einmischte oder sogar nach ihr strebte und sich derselben bemächtigen suchte. E» wäre vielmehr eine Mahnung am Platze. Sollte e» jedoch ander» ergehen, wer könnte sich dann darüber wundern, wenn auch ein anderer Nachbar, und vielleicht ein nicht minder großer, nicht minder mächtiger und nicht minder rühm-reicher, eine ähnliche Theorie verfolgen und prak-tisch durchführen follte. „W i r aber, treu unserer Geschichte, treu unsere» Tra-d i t i o n e n, streben nicht darna ch." Soviel zur Steuer der Wahrheit. Der Bürgermeister: Dr. Jan Podlipny.' Auch der Mindergebildete muß einsehen, daß beide „Wortlaute" inhaltlich gleich sind. 1t). Jahresbericht der Leitung des Ferelnes „Südmark" erstattet in der Hauptversammlung zu ßilli am 8. September 1899. Ein Jahrzehnt ist verflossen, seitdem ber Ge-danke, in ben deutschen Alpenlänvern einen Schutz-verein zu schaffen, in die That umgesetzt worden ist. Kühn und auf die Sieghastigkeit de» völkischen Gedanken» bauend, trat die „Südmark" aus den Plan; sie durft« hoffen, dass der stolze Schutzbau, den auszuführen ihre Ausgabe war, trotz aller Hin-dernisse werde vollendet werden. Den Wenigen, welche begeistert die AnsangSarbeiten übernahmen, schloßen sich allmählich mehr und mehr an, und heute ist eS eine stattliche Echaar von Bauleuten, die eifrig thätig sind am Werke, dem bedrängten Denischlhum im Süden einen festen Wall, eine gute Wehr zu schaffen. Stein auf Stein wird herbeigebracht, um jene» Werk zu schaffen, daS wir vor 10 Jahren in Angriff genommen haben, diesen festen Damm zu dauen, der unser Eigen schützen soll. Die sichere Ueberzeugung, dass unser Volkslhum ein heiliges dem Kopse. Und wie e« schon oft vorkommt, dass zwei Leute denselben Gedanken haben, so dachte die Steinhuder-Viehdirn auch oft: „'S ledige Leben ist schon amal unfein. Zuwider wird'S einem schon garauS. Lieber im eigenen Huamaile a Wasser-füpple, als fo dienender Weif' Fletsch in der Gerst und Krapfen zu die heiligen Zeilen und Festtag. Der Kruit war kein uneb'ner Mensch und tragt sein Geld in die Sparcass«, und wenn man seinigtS und meinige« z'sammthät, a kluaner» Giützl könnt ma kaf'n und z'sammenhausen könnt'n mir, der Krust und i halt". Einmal trafen sich die zwei beim Gemeinde-brunnen, al« sie ihr Vieh zu tränken au« waren. .Thust tränken, Krust', sagte die Burgl. „Schutt thu i tränken. 'S Vieh hat a sein rechtschaff'nen Durst, grad wie die Leut a', ant-wortete Krust. »Bei die Leut' wär'S ab«r öfter a guat, wenn man'« dreimal Tags zur Tränk füahret", sagte Burgl darauf, „nachher gebet'« weniger B'süff (be-sossene Leute)." „Hast recht, Burgl, aber af mi werft nit anspielen mit solchener Red." „O, baleib", beeilte sich die Burgl richtigzu-stellen. „Du bist ausgenommen'. Als Krust sein Vieh heimtrieb, brummte er: A Ansech'n hab i bei der Burgl, und da werd i anfangen gelegentli, leicht hat'S nix dawider. Die Burgl, nachdem sie dem Vieh die Ketten wieder umgelegt hatte, blieb beim großen Ochsen Gut, unser wertvollster, von den Vätern übernom-mener Besitz ist, das« wir die Verpflichtung habe», mit Leib und Leben dafür einzustehen, das« dieser Besitz ungeschmälert unsern Kindern verbleibt, diese Ueberzeugung spornt un« zu dem Werke an, aber sie muss sich noch viel weiter ausbreiten, eS müssen noch viel größere Mittel al« bis jetzt aufgebracht werden, auf das» Dauerndes geschaffen werden könne und wir über den leidigen Standpunkt un-zureichender Flick- und Kleinarbeit endlich hinaus-kommen. ES dauert eben nur allzulange, bis ein Volk, das Jahrhunderte lang geschlafen hat, aufwacht und sich auf sich selbst besinnt. E>neS aber lehrt unS jedes neue Jahr unseres Vereines: wir sind nicht, wie falsche sogenannte Freunde mit gutge-spielter Wehmuth meinen, eben doch nur ein ab« sterbender Ast der deutschen Eich«, fondern gerade daS stetig«, wenn auch langsame Wachsen unseres Vereines zeigt, dass unter dem Drucke der Noth ei» stärkeres Geschlecht heranwächst. Dieses Wachsthum drückt sich zunächst in der Bildung neuer Ortsgruppen auS. So entstanden in diesem Jahre folgende neue Ortsgruppen: in Steier-mark: Ehrenhausen, Fehring, Gleichenberg, Graz (Nichtsarbetttragende deutschen Studenten), Hieflau. Judenburg (Frauenortsgruppe). Leibnitz, Litzen, Pragerhof, Rottenmann, Tüffer, Windischgraz; in Kärnten: Eisenkappel, Friejach. Gnrkthal-Wei» tensseld, Millstatt, Winklern; in Niederösterreich: Erlasthal (ScheidbS). FloridSdorf. Gaming, Hainburg. Mödling (FrauenortSgruppe). Wien (Favoriten). Wien (Ottakring); in Salzburg: Neumarkt. Maria Psarr bei Tamsweg, St. Michael in Lun» gau, Saalfelden, TamSweg. Zell am See; in Vorarlberg: Dorn bin; in Tirol: Marling bei Meran, Schwaz, und eine Ortsgruppe im Küsten-lande: Görz; im ganzen 34 neue Ortsgruppen. Auch innerhalb der einzelnen Ortsgruppen ist eine erfreuliche Zunahme deS Mitgliederstandes festzustellen. Einige wenige unserer Ortsgruppen führen allerdings nur ein Scheindasein, und nach der ersten Begeisterung, die zur Gründung geführt hatte, ist wieder der alt« Zustand der Schlaffheit aus dem Gebiete völkischer Arbeit eingetreten. Dieses Erbübel, an dem wir deutsche Ostmärker kranken, zu bekämpfen, ist gerade die Ausgabe unsere« Vereines und jede« Einzelnen, der Anspiuch darauf macht, den Ehrennamen „Deutscher' mit Recht zu führen. Der Einzelne kann viel thun, besonder«, wo der Boden fchon einmal vorbereitet worden ist. Auch von der engeren Vereinigung der Ort«-gruppen in einzelnen Kronländern kann gerade in dieser Beziehung ein Ersolg erwartet werden. Wie-verholt habt» Ortsgruppentage in verschiedenen Kronländern stattgefunden, einer der größten und zahlreichst besuchten war jener der niederösterreichischen Ortsgruppen in Wien, bei welchem wichtige prak-tische Fragen zur Besprechung kamen. In erfreulicher Weise hat auch die Zahl der Gründer zugenommen. Dieselbe ist von 112 deS Vorjahres auf 144 gestiegen, eine Zunahme, die sehr beträchtlich genannt werden darf und einen Beweis dafür gibt, dass der Südmark-Gedanke flehen und jagte, als ob ein Ochs vom Heiraten etwas verstände: „Ja, soll i den Krust nehmen, wenn er in fragender Weis' kummen thät'i' .Hmm". bluinmte der Ochse, und das konnte sich die Burgl auslegen, wie sie wollte. • * 0 Am Rande des Walde« hinter den Wiesen, die zuin Dorfe gehören, stand eine alte Eapelle. In derselben standen zwei in Holz geschnitzte Bilder. Der Johannes und der Florian,. Sonst sind diese zwei Heiligen sür Wasser und Feuer, in der Eapelle aber werden sie immer von liebenSkranken Mann-lein und Weidlein belagert. Der Schäser legte die Sache so au«: „Will die Lieb' nit auskommen, so kentet (zündet) sie der Florl an; und brennt sie einem gar zu gach, löscht sie der HanSl mit dem Wasserkübel." E« war also eine ausgemachte Sache im Dorfe, dass die zwei Heiligen in der einsamen Kapelle schon manchen Bund geschlossen hatten. Eine» schönen Sonntags abends schlich sich der Krust auf Umwegen zur Eapelle. Die ganze Woche hatte er schon überlegt und gemessen, und nie getraute er sich mit einem Antrage heraus. So bereitwillig die Burgl da stand am Brunnen, um einen solchen entgegenzunehmen, Krust zögerte immer. ES war förmlich geladen, wie man zu sagen pflegt, „herentgegen, wenn die Sach' nit gut auSgieitg, Sund' und Scband' wär's um's Geld und hall schon um mi selber a", sagte er im Ge- nunmehr in den weitesten Kreisen unsere« Volk«-thum« Platz greift. Durch die Südmark sollen die Mittel aufge» bracht werden, um unseren Brüdern im bedrohte» Lande wirtschaftlich zu helfen, durch den Verein soll aber auch ein seste« Band zwischen alle» ge» knüpft werben, die ben völkischen Gedanken ber Gemeinbürgschaft heilig halten. Dazu sinb die geselligen Zusammenkünfte und die Festt, di« von Südmark-OrtSgruppen v«ranstalt«t werden, befon» der« geeignet. Wenn in den Sonnwend-Nächten die Flammen lodern, wenn da« deutsche Lied erschallt und kräf» tige Worte gesprochen werden, dann schlagen auch die Herzen höher, und aus solchen weihevollen Stunden nimmt sich auch jeder ein Stück Begei« sterung sür da« Alltagsleben mit. E« ist nicht mög» lich, alle F:ste vollständig aufzuzählen, die von Südmark-OrtSgruppen allein oder in Verbindung mit anderen völkischen Vereinen veranstaltet wor» den sind, da durchaus nicht alle zur Kenntnis der Hauptleitung gelangt sind. ES folgen zunächst die Sonnwendfeiern. Von besonderer Bedeutung war in diesem Jahre die SonnwenZseier in Innsbruck, an welcher sich allk Kreise der Innsbruck» Bürgerschaft betheiligten und welch« von über 6909 Personen besucht war. Diese Feier wurde von den Südmart-Orisgruppea Innsbrucks veranstaltet; Schriftsteller H. Wastian hielt die Festrede. Weitere Sonnwendfeiern wurden unS gemel» det auS: Klagenfurt (von der FrauenortSgruppe Klagenfurt veranstaltet). Marburg. Brück a. d. M., Knittelfeld, Semmering. Rottenmann. Krieglach, Eisenerz. Kindberg, Gratwein, Linz, Jrdning, Veitsch, Obdach, Leoben. Feldbach. Villach, Fürsten» selb, Leibnitz, Steyr, Saalfelden, Wien (Ottakring und Josesstadt). Pöllau, Schönstein, Köflach, Ha» psenberg u. a. Eine Reihe dieser Feiern wurden gemeinsam mit den Ortsgruppen des Deutschen Schulvereine« veranstaltel. Vom Vereine Südmark wurde in diesem Jahr« eine Flugschrift „Sonnenwende' herausgegeben, in der Professor Polzer kurz darstellt, in welcher Art und in welchem Sinne die Sonnenwende gefeiert wurde und »och heute gefeiert werden soll. Bei» gegeben sind die beiden bekannten Gedichte „Son» nenwinden" von Anton Renk und Polzer'S Sonn» wendspruch. Möge die gegebene Anregung dazu beitragen, dass sich die schöne Sitte in unseren Gauen weiter ausbreitet, mögen aber auch wirklich die Schwachheit, die Lauheit, die Lügt, der Schein, die Thatenscheu, da» Wortbehagen von der reinen Flamme verzehrt werden. Eines ist sicher: „Dort wo diese Feuer glühen, glühen deutsche Herzen." Und nichts anderes be» zwecken wir. Indem wir in Liebe unserer kraft-vollen Ahnen gedenken, wollen wir den alten deut-fchen Wagemuth wieder wecken und daS Vertrauen auf die eigene Kraft. Festlichkeiten, deren ReinerträgniS dem Vereine zugute kamen, wurden von vielen Ortsgruppen ver-anstaltet, fo von 0en Ortsgruppen: Brück a. d. M., danken. Und da wollte er'S mit einer kleine» Wall» fahrt versuchen, vielleicht käme ihm da der richtige Gedanke. Wie er so auS dem Walde der Eapelle zu-schlich, sah er unten durch den Wiesenweg heraus die Burgl konimen. Die Schuhe trug sie in der einen Hand, denn sie war sparsam, und in der anderen trug sie „Noster' (patcr noster, Rosenkranz). Und sie betete rechtschaffen, denn auch sie hoffte, dass der heilige Florl die Lieb' ankenten würde beim Krust. Sie hatt« sich so unter der Hand um ihre» AuSerwählten erkundigt und nur Gutes von ih» erfahre». Schuhe benageln konnte keiner wie er. Dann verstand Krust allerlei HauSgeräthe zu schnitzen, zugleich war er ein guter Freund von Mohnkrapfen, und die machte keine so gut wie die Burgl. S«itt Festtaggewand war schon elf Jahre alt und auf einem Paar Schuhe lief er vier Monate herum. Im Schlafe schnarchte er zwar, aber nur, wenn er abend« nicht ein Glä«chen Branntwein genoss, und da« musste selbst daS kleinste Grützl tragen. Alo der Krust wird genommen, wenn der heilige Florl seine Hilfe dazu gibt. Wie der Krust fein« Burgl daherkommen sieht, hat er tin«n ausgezeichneten Gedanken. Flink schlüpft er hinter den Altar und versteckt sich gerade hinter der Statue deS heiligen Floriani. Die Burgl tritt ein und besprengt sich mit Weihbrunn. „DaS ist g'scheidt," murmelte sie, „da bin i alleini und kann mi ordentli ausreden mit 'n Florl, 1899 S.utsch- Wacht SJfUtidj« LandSberg, Drauthal (FrauenortS-gruppe), Ehrenhausen, Eisenerz. Felvkircben in «ärnien, Fürstenfeld, Gleisdorf, Gotische«, Hallein, Hartberg, Jubenburg. Klagensurt, Kufstein. Leib-m?. Leoben. Lienz. Mahrenberg. Marburg. Äieran, Möbling, Ntunknchen, Oberdraulhal. Pörischach. Pracierhof, Schladming, Villach, Wien (deulfcher BolkSliederabend), Wien-Josesstadt. Wien-Oltakrinii. Wien-Wieden, Wiener-Neustadt, St. Veit a. d. Slan, Trieft. Zell am See. Ferner fand in Graz em großes Märchensest, dessen R«inerträgni» der Eüdmark zufiel, statt, und endlich wurde auch von dem seitens der gesammlen deutschvölkifchen Schutz-vereine in Wien veranstalteten großen Sommer-ftfi ein Theil de« R«in«rträgnisseS dem Vereine Mtwiesen. Allen Volksgenossen, welche sich um das Zustandekommen der durchgehend« wohlgelungenen Zestveranstaltungen verdient gemacht haben, sagen mr an dieser Stelle herzlichst Dank. Insbesondere sei den deutschen Frauen und Mädchen, welche sich für unsere deutsche Sache bei diesen Gelegenheiten dem nationalen Dienste weihten, treudeutscher bester Dank gesagt. Wie reiche Mittel durch diese Feste dem Vereine zugeführt werden und wie sehr die Südmark allen jeani deutschen Männern und Frauen zu Dank verpflichtet sein mus«, die sich der oft großen Mühe der Veranstaltung unterziehen, geht au« der fol-zenden Zusammenfttllung der Festerträgnisse her-vor. die an die Hauptleitung gesendet wurden: Mrchensest in Graz fl. 3360. Sommerfeft in Leo-ben fl. 1467-90, Volksfest der Frauen- und Män-«eroriSgrupp« in Wiener Neustadt fl. 735. Muncf ß. 480, Deutscher Technikerball in Graz fl. 366-15, Kommerses! der deutschvölkischen Vereine in Wien fl. 357-08, Sonnwendfeier in Klagenfurt fl. 300, Fest in Salzburg fl. 200, Festveranstaltungen der aladem. Ortsgruppen Graz fl. 211, Vorlesung P. ». Roseggers in Mödling fl. 100, Hochschüler-kränzchen in Klagenfurt fl. 78 60, Triest fl. 51-14. itntftein Sommerfest fl. 52 50. Deutsch-LandSberg sl. 50. Schladming fl. 47-03. Südmarkabend Eisen« erz fl. 43-70, Kränzchen Oberdraulhal fl. 24, Arn» \tli fl. 22 56, Triest. r Männer-Gesangverein fl. 28 70, Ortsgruppe Göstling fl. 18 40 u. a. Ebenso wie im Vorjahre sind auch sonst reiche Lpenden dem Vereine zur Erfüllung feiner Auf-gäbe zugekommen und zum Theil zu bestimmten Zwecktn, so für Schulen.Unterstützungen, gewidmet »orden. An erster Stelle haben wir den hohen Landtagen von Niederösterreich, Sieiermark und Ernten sür Beiträge in derselben Höhe wie im Lorjahre zu danken. Reichlicher al« je haben die Gemeinden in Erkenntni« der wachsenden wirtschasi-tidjrn Bedeutung de« Vereine« werklhätig Hilse geleistet, und zwar ist zu den schon im Jahresbericht ftr da« Verein«jahr 1897/08 erwähnten nachzu-twgtn: Wien mit fl. 500, Eisenerz fl. 20, Brück fl. 10, Köflach fl. 5. Im Jahr« 1898 haben folgende Gemeinden vettäge gespendet: Graz fl. 200, Marburg, Klagen-sKi, Linz, Wiener Neustadt je fl. 50, Feldkirchen ß. 30. Pettau, Leobe», Feldbach, RadkerSburg, fei locht so gua« und horch aus mi, weil mir unS j» fein alloanig finden. Schau, so lediger Weis' möcht i nimmer weiter-leben. 'S laugt mir schon gar nimmer. I mach' nit viele Wort' und kein großes G'ichrei. Also kurz-vcg. A Volivtafeln bestimmst mit gulbenen Rahmen, wenn D' in Krust auf m» zualenkst. Unb fünf Suntig nachanand kumm i daher md bet* Dir zur Ehr' fünf Vaterunser und sieben Lve (Ave Maria).* »Ist nit schlecht, Burgl/ sagte da plötzlich der heilige Florian, „wenn D' a nit viel versprichst sür '» Krust. Der wär' sist schon mehr wen.« Tief erschrocken und mit offenem Munde starrte ?«rgl auf die Statue. „Brauchst nit zu erfchröcke." redete daS Bild «eiln. „Thu' halt amal sagen, wie Du 'S mit 'n «nist hatten thätest, wenn i die Lied' ankenten würb' fit Di bei ihm.* Da erkannte die Burgl die Stimme, und eS war ihr ganz recht, sich so mit 'n Krust ausreden zu können. „Ja", sagte sie, «mit 'n Krust thät'S halt so sein. Sein Sach' und mein Sach' von der Spar-uss müssten mir halt z'sammschießen und a kleines Grüyl (Gütchen) kaufen und halt schauen, wie man wlstomml.' „Ist ganz recht«, sagte der heilige Florl, .aber z'wegen der Kost. Dreimal Knöbl in der Loch' und so lang'S einen gibt, an Specksalat dazu". „gell könnt' ma scho verrichten', entgegnete hinaus Burgl. .aber 'S Eiergeld gehört mein und Spital a. d. Drau, Stlyr je fl. 25, Eisenerz, Rann, Vordernberg je fl. 20, Salzburg fl. 15, Gleisdorf, Krem«, WolfSberg, Fürstrnfeld, Aflenz, Mariazell, Krieglach, Hallein und Murau je fl. 10, Rotten-man». Andritz, Eberstein, Veitsch, Eggenberg. Gmünd (Kärnten). Schladming, Liezen. Obdach und Uebel-bach je fl. 5, Kitzbühel und Tregist fl. 3, Hollen-stein fl. 2. Einen Betrag von je 25 fl. haben wir der Sparcasse St. Veit a. d. Glan und dem Vorschuß-verein Peitan zu verdanken. Von anderweitigen Spenden seien hier fo!» gende ausgezählt: Ein Unbekannter in Klagenfurt fl. 200, Aiuon Freiherr von Seßler-Herzinger in Graz fl. 100, Frau Neuhold in Graz fl. 100, Abiturienten deS zweiten StaalSgymnasiumS fl. 53-30, Joses Kollmäqr in Klagenfurt fl. 50. Frl. Gusti Stagl fl. 40, Dr. Pipitz in Wien fl. 50, Mitglieder einer Baucommission in Neumorkll in Oberkrain fl. 50, Dr. Anton Rucknagel in Aßling fl. 44-06, durch da« ehrenfeste Corp« Joannea in Graz fl. 30, LeoberSborser Deutschnationalen fl. 30 u. v. a.; auS dem Deutschen Reiche gingen u. a. folgende Spenden ein: Sammlung beim 50-lährfoen Stiftungsfest« deS „Arion" in Leipzig fl. 32-40, Ortsgruppe Hannover beS Allgemeinen deutschen SchuloereineS fl. 29'42, Landesverband Bayern I deS Alldeutschen Verbandes fl. 29 40, Director August DiederichS in Bonn fl. 20 60. Größere und geringere Spenden wurden von vielen Ortsgruppen eingesendet, so insbesondere von de» Ortsgruppen Leoben, Paternion. Feistritz, Blei« bürg, Krieglach, Meran, Mureck, Gralwein, Gör-schitzthal u. v. a., wofür an dieser Stelle der herz« lichste Dank ausgesprochen sein soll. Allen jenen, die das Wort Gemeinbürgschaft zur That umgesetzt haben, die eine offene Hand sür ihre in Noth gerathenen Stammesgenossen hatten und so unsere gute Sache gefördert haben, sei hier der herzlichste Dank gesagt. DaS Erträgnis der Sammelvorrichtungen ist leider auch in diesem Berichtsjahre nicht so, wie eS zu wünschen wäre. Bis zu dem angegebenen Zeitpunkte betrug der Eingang aus den Sammel-düchsen fl. 735-48. ES unterliegt keinem Zweifel, dass das Erträgnis au» diesem Zweige der Sau«-melthätiakeit ein weitaus größeres sein könnte, und legen wir unseren Mitgliedern und Freunden, ins-besondere den Vorständen der Ortsgruppen die Pflege dieser Sammeltätigkeit neuerlich dringend an da« Herz. Welchen Ertrag bei einiger Sorg« fält die Sammelvorrichtungen zu liefern imstande sind, dafür giebt die Ortsgruppe^ Mureck, eine unserer eifrigsten Ortsgruppen in Steiermark, ein hübsches Beispiel. Daselbst ergaben die Sammel-büchsen in der Zeit von August 1898 bis Juli 1899 den ansehnlichen Betrag von fl. 124, zu weichem noch seit dieser Zeit ein Betrag von fl. 52 kommt. Den wackeren Mureckern sei dafür herzlich Dank gesagt. Nicht minder sei auf das wahrhaft glänzende Beispiel Klagensun'S in dieser Hinsicht verwiesen. Erfreulich darf daS Ergebnis auS dem Ver- hie und da a Knöllele Butter zum Kaffee-Einkauf". „Einverstanden', sagte der Floriani, „wenn der Krust mittrinken darf. Und 'S Rachen (Rauchen) muss dem Krust in keiner Weis' verwehrt sein und halt fein d'raufg'schaut muasS werden auf ihn und 'S Eommando im HauS hat a er. Ja und waS nou? — Die Wasch' unb '« Werchtagwanb mus« fleißi ausgeflickt werden". „Da bin i scho einverstanden", entgegnete Bural, „aber der Krust mus« halt a fein sein und nit sieben Tag' in der Woch' grantig. DaS wär' halt mein rechtschaffene« Verlangen." „Da stimmt die Geschicht' ja", sagte der heilige Florian, „und weil Du so an schian Versprach ge-macht hast aus sünf Sunntig und a Votivtaferln, so will i Dir den Krust halt schenken". Mit einem kräftigen Satz sprang Krust au« seinem Versteck und nach solchen Abreden brauchten sie nicht mehr lange zu einer Einigung. Hand in Hand giengen sie dem Dorfe zu, an ein und demselben Tage kündigten sie den Dienst und an ein und demselben Tag« behoben sie ihr kleine« Capital in d«r Sparcass«. Ob sie glücklich wurden? Natürlich! Ihr Vertrauen zu den zwei ge-schnitzt«» Heiligen war allerbing« erschüttert, al« sie sahen, wie weltlich so eine Wallfahrt ausgehen kann. Dafür wählten sie zwei andere mächtige Schutz-patrone für ihre kleine Häuslichkeit: Schlichte Liebe und Genügsamkeit. kaufe der Südmark-Zünder genannt werden. DaS-selbe ergab bis 31. December 1898 die Summe von fl. 1871-60 und dürste ber Absatz auch nacb dieser Zeit den Erwartungen voll entsprochen haben. Auch hier bitten wir unsere Mitglieder und Freunde herzlich, insbesondere auch unsere Ortsgruppen« auSschüffe, dahin zu wirken, dass in keinem alpen« ländischen Bürgerhaus« andere als unsere Südmart« Zünder verwendet werden. In dieser Richtung können auch einzelne Mitglieder recht erfolgreich thätig sein und in den von ihnen besuchten Gast-und Kaffeehäusern und bei bekannten Kaufleuten für den Vertrieb wirken. Unsere Zünder werden in den üblichen zwei Größen hergestellt und können im Großbezug« von der Fabrik Pojatzi u. Co. in DeutschlandSderg bestellt werden. Der Erlös aus den vom Vereine he,au«ge-gebenen Druckschriften: Sonnwendfeier, Postkarten :c. stellte sich bis zum Abschlüsse des Vorjahr.» nicht besonders hoch; doch ist die Bestimmung der genauen Ziffer bei diesem Zweige nicht leicht mög. lich, da nur die wenigsten Ortsgruppen bei Ad-lieferung Einzelabrechnung.n stellen und sich mit der Einsendung des Gesammterirages begnügen. Wir bitten unsere Mitglieder, recht fleißig von unseren Papiersorten (Ersatzbriefe, Briefpapiere, Postkarten) Gebrauch zu machen.* Einen namhaften Betrag haben die von un« eingeführten Südmark-Zahnstocher seit der kurzen Zeit ihre« Vertriebe« bereils eingebracht. Dieselben, ein tadellose« Erzeugnis der Gotischeer Hau«-industrie, feien dem Vertriebseifer unferer Freunde besonders empfohlen. In jüngster Zeit haben wir geschmackvolle VereinS-Abzeichen. hergestellt durch bie Firma A. Klein in Wien, zum Verkaufe gebracht, welche all-seiligen Anklang finden und deren Anschaffung wir unsere» Vereinsmitgliedern best.nS empfehle». AuS den hiemil gegebene» Mittheilungen über den Stand der Sammelthätigkeit, der Spenden und OrtSgruppenvermehrung geht die erfreuliche That-fache deS Wachsthum« deS Vereines hervor. Freilich darf darüber nicht vergessen werden, dass die bisher erreichte Mitgliederzahl und die bisher erzielte Höhe der Einnahmen nicht hinreicht, die große und dringende Aufgabe unseres Vereine», die am besten mit bem Namen bet inneren Kolonisation bezeichnet werben mag, zu erfüllen. Noch immer muffen wir un« begnügen, nur in einzelnen Fällen helfend einzugreisen, noch immer dürfen wir nicht daran denke», in weit ausgreifender Weife die wichtige» Aufgabe» de« Vereines durchführen zu können. Bei unseren HilfSunttrnthmungtn, vor allem auch in Bezug auf Unternehmungen de« Vereines von allgemein wirtschaftlicher Bedeutung sür eine Gegend müssen wir auf den Rath und die Beihilfe unserer Ortsgruppen rechnen. In dieser Hinsicht glauben wir unseren Ortsgruppen die erhöhte Möglichkeit de« Zusammenwirkens mit der Hauptleitung durch die Bestellung eines ständigen Wanderlehrers ge-boten zu haben. Wir denken dadurch die reg« Verbindung mit den Ortsgruppen zu fördern, bie Bebürfniffe unb Wünsche derselben im mündlichen Verkehre kennen zu lernen und in lebendiger Be-sprechung mit den einzelnen Ortsgruppen besonders an den Sprachgrenzen zugefallenen Aufgaben plan-mäßig verfolgen zu können. Wir erneuern an dieser Stelle die Versicherung, dass die Hauptleitung für alle Anregungen und Vorschläge der OrtS-gruppen und deren Leitungen dankbar ist, und das» diese Anregungen und Vorschläge stet» gewürdigt und in ernste Berathung und Erwägung gezogen werden. Gerade in dieser Hinsicht erhoffen wir * SüdmartPosilarten, 1 Stück um 4 tr. Bestellungen sind an die Ortsgruppenleitungen ober an die Ver-einskamlei zu richten. Südmart-Ersnybriefe, (für Drahtnachrichten), 1 Stück sammt Verschlussmarte um S Kreuzer. Berschleißftelle: VereinSkanzlei. Südmart Briefpapiere, l Schachtel mit 50 Briefbogen und 60 Umschlagen um «ü Kreuzer; Südmart CigarrensPisten, i Schachlei mit loo Stück um 60 Kreuzer: Südmart-EigarelienspiVen, l Schachtel mit 100 Stück um 55 Kreuzer: Sadmark-Cigaretlenhüllen. 1 Schachtel mit 100 Hülsen um 25 Kreuzer: ____ Südmart-Zündhöljchen. Größere Mengen liefert die Zünd warensabnt von Fl. Pojasi zu Deutfch-Landsberg in Steiermarl Südmarl-Seife. 3 Stück in schön ausgestatteter Schachtel um 45 Kreuzer: Verjchlnßttelle: Franz Plentts Söhne in Graz (Herrengasse 5). Südmarl-Zahnftocher, 1000 «tück 10. bez. l« Kreuzer. beste Qualität in Schachteln zu SS und 4S Kreuzer. Grostbezug durch )j tanz Stampfe! in Laibach. Sonst in allen besser.» Kaufläden. Die Grazer TageSdlätter veröffentlichen von Zeit zu Zeit die Liste jener Kaufläden, welche die Zahnstocher führen. Südmark.Abzeichm. I Stück I Gulden, durch die Vereins-leiiung. I t a pf x «5 | cfe »Ä'i> 4 „Dsstsch- M-cht- 1S&9 von der Schaffung des WanderlehrerinstituteS einen Aufschwung der VereinSthätigkeit. aber auch einen Aufschwung der OrtSgruppenzahl. Zur Erhöhung diefer Zahl können Rathschläge und gemeinsames Zusammenwirken mit unserem Wanderlehrer Wesent-licheS und Vieles beitragen. Seit dem kurzen Bestände der Bestellung hat Herr Dr. Friedrich Sueti, welcher sich dieser mühe-vollen, bei eifrigem Zusammenwirken jedoch lohnen-den Aufgabe unterzog, zusammen 1-1 Ortsgruppen in Steiermark, Kärnten und Tirol besucht. Auch in diesem Jahre mussten wir unsere Thätigkeit theilweist dem Schulgebiete zuwenden. So wurden für einen Schulbau in Uniersteier fl. 5000, einen Schulbau in Ferlach fl. 1000, für die Erhaltung einer deutschen Schule in Untersteier fl. 300, sür die Schult in Kammern fl. 20, die Volksschule in Gotische« fl. 50, nach Innsbruck für die Schulen an der welschen Sprachgrenze fl. 150, ferner für bie Kindergärten in Wöllan und Tüffer je fl. 300, in Meran fl. 100, den Kindergarten in Schönstein fl. 100, die Studenten-küche in Marburg fl. 50. für die Drechslerschule li» Malborghet fl. 200, als Gründerbeitrag für den Verein deutscher Hochschüler in Laibach fl. 100 gewidmet; anschließend an diese Spenden seien gleich erwähnt di« Widmungen für eine Volks-bücherei in Kärnten mit fl. 500, in TaroiS mit fl. 20, ebenso die an daS deutsche VereinShaus in Peüau mit fl. 200. Dem „Südmärkifchen Sängerbund' in Laibach wurden fl. 100 bewilligt, sür die städtische VereinSkapelle in C>lli eine Unterstützung von fl. 30 und dem Musikvereine in Petiau fl. 100 zugewiesen. Zahlreich sind die einzelnen Hilfe-leistungen, welche über Vermittlung der Ortsgruppen erfolgten. Die Vereinsleitung hat sich auch bewogen gefunden, in besonders berücksichtigungSwerten Fällen an verdiente Lehrxersonen und Studierende Unterstützungen zu ertheilen, so ei» Stipendium sür einen Schüler der LandeS-Obst- und Weinbauschule in Marburg von fl. 120, sür einen StaalSgewerbe-schüler auS Cilli fl. 100, für einen Gewerbefchüler auS dem gemischtsprachigen Gebiete fl. 25. Die deutsche Dienstbotenherberge in Marburg erhielt eine Unterstützung von fl. 150. Für die Abbrändler von Tröpolach wurden fl. 300, für jene von WolfS-bach fl. 200, für jene in Bistritz bei Tfchernembl fl. 100 bewilligt. Dem zu errichtenden Studentenheim in Gott-schee wurden die Einkünfte der beiden Gotische« Ortsgruppen im Gesammtbetrage von fl. 192 53 zugewiesen. Zu den Schöpfungen auf diesem Gebiete, auf welche die Vereinsleitung mit besonderer Freude blicken daif, gehört die Studentenküche sür deutsche Mittelschüler in Mardurg. Dieselbe besteht seit 1. Oktober 1894 und hatte in den fünf Jahren ihres Bestandes steigenden Fortgang ihrer Ent-Wicklung. Sie wurde erst von 3, dann von 11, 14, 21 und im letzten Jahre 28 Pfleglingen be-sucht; die Kosten stiegen von fl. 303-80 auf fl. 1296*08. Die steigende Zahl der Pfleglinge beweist, welchem dringenden Bedürfnisse die Anstalt entsprach. Besonderer Dank gebührt der um die Anstalt hochverdienten Pflegemutter Frau Anna Fritz, deren Umsicht und Mühewaltung das Auf-blühen der Anstalt wesentlich zu danken ist. Er-wähnt sei »och, das« für drei Pfleglinge im letzten Jahre auch da« WohnungSgelv entrichtet wurde. Al» Darlehen und Unterstützungen an Gewerbe-treibende und Landwirte wurde im Ganzen di« Summe von fl. 8405 verausgabt, wovon auf Untersteiermark fl. 3805, auf Kärnten fl. 1400, auf Krain fl. 660 und auf Tirol fl. 1900 entfielen. An dieser Stelle dürfen wir wohl den schon im vorigen Jahresbericht ausgesprochenen Wunsch wiederholen, eS möge dahin kommen, das« Raiff» eisen-Spar- und VorschusSvereine unseren Verein auf diesem Gebiete entlasten würden. Scheint e« doch weitaus zweckmäßiger, wenn mit Hilfe de» Vereines VorschusScaffen und ähnliche Institute entständen und die Function der Geldoermittlung übernähmen. So hat die VereinSleitung mit ganz besonder« Freude AnlasS genommen, eine wirt-fchaslliche Unternehmung von weittragender Be-deutuug, die Errichtung «ineS Lagerhauses in Unter-kärnten mit einem Darlehen von fl. 5000 und einer Spende von fl. 300 zur ersten Einrichtung zu fördern. Der Südmark-Kalender erscheint heuer zum drittenmal». Hervorragende einheimische und au«-wärtige Kräfte haben sich mit Beiträgen eingefunden. Als ein wahrhaftes Familienbuch für jedes deutsche HauS in unseren Alpenländern stellt sich dieser Zeitweiser auch in diesem Jahre dar. Wie bisher wurde der Zeitweiser in drei Ausgaben für Steier- mark. Kärnten und Krain eingetheilt, um den örtlichen Bedürfniffen der einzelnen Kronländern nachzukommen. Es ist mit Sorgfalt daraus gesehen worden, dass allen Bedürfniffen und ausgesprochenen Wünschen im Kalender Rechnung getragen wird. Wir können daher mit Recht erwarten, das» der Südmark-Kalender einen noch stärkeren Absatz finden werde al» in den letzten Jahren, wo er in Kärnten und Krain noch nicht genügenden Eingang gesunden hatt«. ES erübrigt uns noch, unserem Berichte hinzu-zufügen, dass die Vereinsleitung bestrebt war, die schon seinerzeit (am vierten Vertreteriag deutsch-völkischer Schutzvereint) besprochenen Anregungen ihrerseits der Verwirklichung näher zu bringen. So treten wir denn mit erhöhten Hoffnungen in das zweite Jahrzent des Bestände» unseres Vereines. AuS kleinen, mühseligen Anfängen bat sich der Verein zu feiner heutigen Höhe entwickelt und wir dürfen alle», die in volkStreuer Begeisterung durch thalsrohe Arbeit zu dem Wachsthum- de» Vereines beigetragen haben, herzlich und aufrichtig Dank sagen. Aber noch ist der Bau trotz der geleisteten Arbeit lange nicht vollendet. Noch müssen zu den taufenden fleißigen Händen andere taus-nde kommen, bis daS Ziel ganz erreicht ist. ES sollte keiner fehlen, der sich unseren Alptnländern den Namen eines Deutschen beigelegt, bei dem großen, schönen Werke, daS unseren bedrohten Stammes-genossen Schutz, unseren Sprachgrenzen eine Wehr bietet. Nur tin gerüstett« Volk darf hoffen, sich Achtung und Frieden zu erzwingen. — Deutsche der Alpenländer. erfüllet Eure völkische Pflicht! Südmarkfest in tzilli. 10. Kanptversammlung des Vereines Südmark. Schon in den ersten Nachmittag«stunden de« 7. d. bot die Stadt ein lebhafte« Bild. Geschäftige Hände waren überall tdätig. die letzte Hand anzu-legen, um den Schmuck zu vervollständigen. In der Stadt waren sämmtliche, mit Ausnahme einiger weniger, in slovenischen Händen befindlichen Häuser, mit schwarz-roth-goldenen und grün-weißen Fahnen geschmückt. Besonders hübsch war daS RathhauS geschmückt, vor dem da» Wappen der Stadt Cilli abends in Hellem Lichterglanze erstrahlte. Mit den Nachmittags- und Abendzügen kamen zahlreich« Festgäste. Abends fand im Hotel Terfchek der zahlreich befuchte BegrüßungSabend statt. Nach einigen Musikstücken, welche die Kapelle deS Cillier Musikoerein« in gewohnt guter Weife zum Vortrage brachte, ergriff der Obmann der Ortsgruppe Cilli, Herr Dr. Edwin Ambrosiisch da» Wort zur Be-grüßung der Festgäste. Er führte auS, dass vor ungesär 4 Wochen in den Mauern der Stadt Cilli ein slovenische» Fest stattgefunoen habe. Zur Er-heiterung der Festgäste wurde ein kleine» Revolver-schießen veranstaltet, bei dem einige Deutsche, die so dumm waren, gerade auf der Gaffe zu gehen, von einigen Kugeln getroffen wurden. E» war ein in jeder Hinsicht „gelungenes ilooenische» Fest." Dass die slovenische« Gäste von dem Momente des Betretens der Stadt bis zum Verlaffen von einem Militärcordon umgeben sein mussten, das machte den Gästen wenig Kopszerbrechen; war es ihnen doch nur um die Hetze zu thun und nicht um da« Fest. Am 8., so fuhr Dr. Ambrosiisch fort, feiern aber die Deutschen Cilli« ein Fest. Wie vor 9 Jahren feine erste, so halte heuer der Verein ..Süd« mark" feine 10. Hauptversammlung in Cilli ab. Die Beflaggung der Stadt zeige, wie die Bevölkerung gesinnt sei, der Jubel der ganzen Stadt, der sie überall begrüße, sage ihnen, das« sie herzlich will-kommene Gäste seien. Cilli danke daher der Haupt-leitung, das« sie die zehnte Jahresversammlung in Cilli abgehalten habe; Redner dankt nun den Gästen, die von Nah und Fern herbeigeeilt sind. Er begrüßt im Namen der Ortsgruppe Cilli die Erschienenen und wünscht der Versammlung einen erfolgreichen Verlaus, sowie auch, dass den lieben Gästen eine angenehme Erinnerung an ein gelungenes deutsches Fest in Cilli verbleibe. Den übrigen Theil deS Abends füllte der Vortrag von Musik» stücken durch die Musikkapelle. Am Morgen de« 8., dem eigentlichen Festtage fand ein Besuch de« deutschen Studentenheim« statt. Bei der Besich-tigung gefielen besonder« dergeräumige und lichte Studiersaal, das Badezimmer, das Kran-kenifolierzimmer; die Besucher sprachen dem Leiter des Studentenheims, Herrn Professor Duffek, ihre Bewunderung aus über den Zustand der Anstalt, sowie über die guten Studienerfolge, welche in den Jahresberichten, die an die Besucher vertheilt wurden, verzeichnet sind. Angenehm siel e« den Festgästen auf, dass sich die in den Straßen befindliche slovenische bäuerliche Bevölkerung vollkommen ruhig verhielt. Die slavischen Hetzer waren eben, wie man sich erzählt, abgereist. Da« Bild, da« die Stadt Cilli an den beiden Südmarklagen bot, scheint ihnen wohl zu deutsch gewesen zu sein, und ein Versuch, man sprach von einem solchen, e« zu stören, wäre den Hetzern übel bekommen. Um 10 Uhr vormittag« begann im städtischen Th.'ater di« Hauptversammluna. Sie war von 133 Abgesandten al« Vertrettrn von 66 Ort«-gruppen und 18 gründenden Mitgliedern beschickt. Von der VereinSleitung waren anwesend die Herren: A ck e r l, Dr. Ambrofitfch. Hirth, Horncck, I a n o t t a, Dr. N e ck e r m a n n, Dr. Posfet, Ra kusch. Rieger, Schwarz, Seewann. Der VereinSobmann, Prof. Dr. Hos mann v. Wellen hos, begrüßte die so zahlreich er-fchienenen Gäste, insbesondere die Herren Abgeord-neien D o b e r n i g, Forcher, Girstmayr, Ludwig.Ornig, Stalln er und Wolfshardt, den Bürgermeister von Cilli, Herrn Gustav S t i g e r, und dessen Stellvertreter, Herrn JuliuS R a k u s ch, den Bürgermeister-Stellvertreter von Graz. Herrn Alexander Koller, und die Vertreter der allezeit getreuen akademischen Jugend, entbot der gastlichen, strammdeuifchen Grenzfeste Cilli treudeutschen Gruß und ertheilte dem Herrn Bürgermeister Stiger da« Wort. Die Begrüßung durch den Bürger-meister Herrn Stiger entbot den lieben Gästen herzlichen W'llkomm und fuhr fort: „Als vor 10 Jahren unser unvergesSlicher Dr. Ntckeraiann, mein Vorgänger im Amte, den Verein Südmark zu stinem Wiegenfeste beglück-wünschte, dachte niemand daran, welche segensreiche Thätigkeit diesem Vereine vorbehalten iri. Damal« kaum beachtet in ihren bescheidenen Ansängen, steht sie heute geachtet und geehrt da al« Bindemittel aller Deutschen, als Gemeingut jener, deren deutsche Gaue sie umschließt. Wir hier an der äußersten Sprachgrenze kennen so recht den hohen Wert diese« Vereine«, auf den wir immer und in allen Lagen rechne« können. Wir Cillier sind stolz darauf, das« wi{ diesem Vereine vor Jahren zu Palhe gestanden sind, wir sind auch stolz darauf, das« er da« Fest feine« zehnjährigen Bestandes in unseren Mauern begeht. Der Name unserer Stadt wird stet« ein Markstein aller Deutschen der Ostmark bleiben (Stürmische Heilruse) al« der Name jener Stadt» die ein Ministerium zum Falle brachte, die di« GründungSstätte de« segensreichen Vereines Süd» mark war und der blutgetränkte Boden der Abwehr frecher slavischer Herausforderung ist. Es gereicht un» zu hoher Freude, in den Mauern dieser allezeit treudeuischen Stadt fo liebe deutsche Gäste zu begrüßen und ihnen zeigen zu können, dass Cilli geblieben ist, wa« es immer war, eine deutsche Stadt; denn eine» lieben wir vor allem: der Väter alte deutsche Sitten, de» deutschen Hause« heilige Recht«". Lang anhaltender Beifall folgte den mit Wärme und Begeisterung gesprochenen, von edlem deutschen Stolze beseelten Worten de« Redner«. Der Vor« fitzende, Herr Dr. Hof mann v. Wellenhof gab der Emvsindung lebhaftesten Dankes sür die herzliche Begrüßung und für den herzlichen Empfang, der freilich mit Sicherheit zu erwarten war. Ausdruck; denn Gastfreundschaft sei ja eine deutsche Tugend. Freilich habe diese Tugend eine berechtigte Grenze, und ungebetenen Gästen wisse der Deutsche immer die Thüre zu weisen. Diesen Leuten werde nun doch endlich der Wahn eine» slovenische» Cilli verflogen sein. Cilli sei eine Perle in dem Diadem« der d«utsch«n Steiermark. Cilli sei deutsch und werd« e« bleiben, und wer behaupte, das« hier Slavenboden sei, aus dem die Deutschen als Fremd« linge hausten, der muffe arger Unwiffenheit oder frecher Ueberhebung geziehen werden. Deutscher Besitz ist hier, so sagte der Redner, und wir werde» alle« aufbieten, um ihn deutsch zu erhallen. Zu diesem Zwecke wollen wir un« immer enge? zu-fammenschließen. Wir wollen unser Vättrerb« nicht aufgebtn; da« werden wir un« von keiner Macht der Erde verwehren laffen. Und um so stärker wird die Abwehr werden, weil die Ueberzeugung un« erfasst hat, das« un« nur durch un« selbst geholfen werden kann. Hierauf wie« der Redner auf da« erfreulich« Wachsthum der Südmart in dem abgelaufenen Jahrzehnt« hin, das jedoch immer noch nicht g«nüge, um den Verein in den Stand zu setzen, dass er weiiauSgreifend« Pläne in die That umsetze, und lieh der Hoffnung Ausdruck, das« das kommende Jahrzent eine dementsprechende Förderung erfahren werde. Zum ersten Punkte der Tagesordnung erhält in Abwesenheit der beiden Schriftführer Dr. Fleisch» 1809 Hacker und Josef Plenk Herr Dr. Sueti daS Cert zur Erstattung deS ThätigkeitsberichteS der Hauptleitung, den wir oben abdrucken. Nachdem der Vorsitzende noch die Herren Vice-bürgermeister Julius R a k u s ch (Cilli) und Land-illgSabgeordnetenund Bürgermeister Ornig (Pettau) begrübt hatte, erstattet« der Zahlmeister Herr H o r n e ck t'Ni Säckelbericht, dem zu entnehmen ist, dass die Einnahmen 41.000 fl. betragen haben, die Dar-leihen von 7000 fl. aus 17.000 fl. gestiegen sind, die Zahl der Mitglieder beträgt 17.000, da» Ge-sli»mlvermögen 60.000 fl. Di« hierauf vorge-Kommenen Wahlen hatten nachfolgendes Ergebnis: I» die VereinSleitung wurden gewählt die Herren Sdols Horneck (Graz). Josef Teplaret (Möd» lntfl), Simon Rieger (Neumarktl, Obertrain), >. Tomschit (Wien). Camillo W a l e n t a (Mar-!ti»rg). Albert Hirth (Graz). Richard KlosS (iraz), Dr. HanS Hock (Villach) und Dr. Ferdi-»and k h u l l (Graz). Zu Ersatzmännern wurden Mählt die Herren Ludwig v. Bernuth, Adols Fizia, Josef Geißler, Prof. Friedrich Rei-flitz er, Heinrich W a ch t l er und Heinrich W a st i a n t, I., sämmtliche in Graz. In den AussichlSrath winden wiedergewählt die Herren Dr. v. Der-flhaita (Graz), Anton Fürst (Kindberg), Dr. Heinrich Reicher. Anton R. Walz (Wartberg) ub Gustav Stiger (Cilli). Ueber die Anträge der niederösterreichischen Crtlßwppen berichtete namens der Hauptleitung Herr Albert H i r t h. WaS die Anregung, für alle vnkaufSgegenstände in allen größeren Orten Der-laMellen zu errichten, denen die Ausgabe zutheil werden solle, mit der übrigen Geschäftswelt in Verbindung zu treten, anbelangt, fo wird dies den Ontgruppen aneisernd anS Herz gelegt. Die nieder-bflmeichischen Ortsgruppen beantragen ferner, dass «on allen VerkaufSgegenständen allen Ortsgruppen «ach Einführung Muster gesandt werden sollen. ?>e Hauptleitung stellt sich auS SparsamteilSrück-fechten auf den Standpunkt, das« nur über Ersuchen den Ortsgruppen solche Muster eingesandt werden. Leiter beantragen diese Ortsgruppen, dass die Mkanen zum Preise von 3 kr., in besserer künst-Irischer Ausführung nnd größerer Auswahl ver-äußert werden sollen. Diesem Wunsche hat die hüiplleiiung bereit« Rechnung getragen. Die Heraus--ade eines Südmart-LiederbuchcS wird die Haupt-kmng noch in Erwägung ziehen. Bezüglich der Hlilräge auf Schutzeinrichtungen für die deutschen Vaisen, um sie der EntdeutschungSgesahr zu ent-ziehen, sowie aus Einschreiten bet den LandeSauS-Müssen aller Länder südlich der Donau, das« die I» deutschen Gegenden geborenen Findelkinder nur dmschen Pflegeeltern übergeben werden sollen, kann ! die Hauptleitung noch nicht mit bestimmten Anträgen hlrionreten und wird den Wünschen nachkommen. Der Lori'ührer der nied«röst«rreichischen V«rtr«ler, Herr Zomschik, sieht von der Detaillierung der Anträge «ö, da ein Niederösterreicher von der Hauptleitung pik Wahl vorgeschlagen worden sei. Herr Dr. Raimund Neckermann berichtet tott den Antrag der Ortsgruppe Leibnitz, das« die fcnfiinite der an der Sprachgrenze gelegenen OriS-fruppen diesen zur freien Verfügung in Fällen tmgenden Bedürfnisse« anheimgestellt werden mögen, l'.c Hauptleitung spricht sich gegen diesen Antrag «u4, welcher da« Gefüge de« Vereine« lockern müsste, i»d d wurde sodann der Antrag abgelehnt. Die Ortsgruppen Meran und Tramin bean-nagen, für einen deutschen Kindergarten in der Ge-«inide Burgstall bei Meran, welche der Verwäl-föimg ausgesetzt ist. eine JahreSunterstützung bis p 5Ö0 fl. zu bewilligen. Nach der Berichterstattung kl Herrn Seemann wird der von Dr. Leiter lbninneck) und Dr. W o I f f h a r d t unterstützte imag angenommen. Dr. Wolffhardt über-kachle namens de« Deutschen Schulverein« treu-deutsche Grüße und erläuterte in treffenden Worten d:i eMnzende Zusammenwirken der Südmart und lei deutsch«» SchulvereinS. Nachdem der Vorsitzende noch den erschienenen tn>dlak»abgeordneten Moriz Stallner begrüßt bau«, schloß er die Hauptversammlung, indem er dtli au« der Hauptleitung ausgeschiedenen Mit- federn derselben sür ihre Thätigkeit dankt«. * * * Z>as?>arkfest. Nicht nur im Festgewandt, auch in Festes-ßiilmung zeigte sich Cilli am vorgestrigen Tage, m ernte reinen, von lauterem nationalem Geiste getragenen FesteSstimmung. Wem eS von den txut'd)»« Bewohnern CilliS nur möglich war, der trjg dazu bei, um den Erfolg der Veranstaltungen ..Deutsche Wacht" zu einem vollen und ganzen zu machen, jeder ein-zelne trug sein Schärslein hinaus, sowohl um seine nationale Pflicht zu erfüllen, als auch um einen Feier-tagSnachmitiag in ungetrübter Festesfreude zu verbringen. ES war ein schöner, aber sehr heißer Tag, welcher Umstand wohl auch viel dazu beitrug, das« die ausgestellten Bierbuden sich in regem Geschäsis-verkehre mit unseren Bier - Depositeuren befand« Der vorübergehende Strichregen war nicht in-stände, die Beharrlichkeit oer Festgäste und die rege Thätigkeit der vereinigten Herren- und Damen-Eomile« erlahmen zu lassen. War doch auch jeder Besucher de« Feste« in Aliehung der nicht genug zu belobenden Regsamkeit unserer wackeren Cillier Damen und der von ihnen gebotenen Labsal auf da« allerbeste aufgehoben. In dem einen Bier-schanke, an der Ecke der Wiese gelegen, walteten mit Eifer ibreS freiwillig übernommenen schweren Amtes die Damen: Frau Friedrike Teppei, Frau Marie Maier. die Fräulein Müller. Piwo», Perta Simonitsch, Withalm-Tüffer und Teppei; im angrenzenden Fleischstande unter Leiiung der Frau Henrietle Malhes. Frau Anna Marky' die Frau-lein Pina Bratschitsch, Hermin« Herzmann. Martini uno Gabriele Zangger. Unter der Leitung der Frau Marie Pacchiaffo oefand sich ein zweiier Bierschank, bei dessen Betrieb die Fräulein Ella Dtrganz, Jesenko, Anna Koroschetz, Mizzi Nell, Pacchiaffo und Weber eifrigst mi oirtien; in der Weinbude, welche« Frau Rosa Wehrhan verstand, sahen wir befchästigt: Frau Helma Negri, die Fräulein Schurbi, Negri und Rudloff, iowie Herrn Gustav Stiger jun.; im zweiten Fleischstande die Dam.i Frau Paula Fehleisen, Frau Emilie Bayer, die Fräulkin Fehleisen, Veaie Ploner, Pratter und Wagner; in der Tabak-Trafik Frau Louise Land-uer und Frau Rosa Dietrich, im Glückshasen Frau Henrietle Rafch und die Fräulein Hummer, Jellenz, Schwarz! und Tambor; im Blumenhause unter der Leiiung der Frau Anna Hummer, die Fräulein« Altziebler. Brunner, Fortin, Jaly, Mitter, Oech«, Rischlawy, Sajowitz und Schwestern Mizzi und Julie Zorzini; im »Zuckerladen zum £ 14* Fräulein Emmy Haussenbüchel, Frau Franziika Aloian, die Fräulein Rüpschl, Simmler und Withalm; im „Bliemchentaffee" Frau Ludmilla Arlt und Fräulein Schreiber; an den verschiedenen Cassen waren thälig die Fräulein Dotier, Stadler und Zangger. Großen Erfolg und ungetheilten Beifall erzielte Herr Dr. Heinrich Langer mit feinem Affen-iheater, die Dressur d«r neun drollig costümierten Affen war eine ausgezeichnete, besonders wollen wir den „dummen August" und den kleinen Rechen-künstler hervorheben. Herr Carl Alexander Balogh erzielte auch Heuer wieder durch die Ausstellung und Erklärung seiner „Rariläleu* großen Heiter-teils- und materiellen Erfolg. Zahlreich war auch der Phonograph der Herren Landauer und Dietrich besucht. Wir können mit Recht behaupten, dass da« Fest in allen seinen Theilen ein schöne« und gelungene« war und dürfen dabei auch nicht unsere« wackeren Kapellmeister« Dießl mit seiner vorzüg-lichen und unverwüstlichen Stadtkapelle vergesse», die von früh morgen« bi« spät in die Nacht stramm und ausdauernd auf ihrem Posten stand. Das für die Festveranstaltungen eingesetzte Eomiiö hat die ihm übertragene nationale Pflicht vollkommen erfüllt und es in kurzer Spanne Zeit zustande-gebracht, das« Gäste und Einheimische von dem 8. September als von einem schönen und erin- nerungSreichen Tag denken und sprechen werden. * » O Z>er Zsestcommers. Wohl noch nie waren dir Casinosäle von einer so stattlichen Menge so dichte»füllt wie Frtitag abend«. Man sah e« den Hunderten der Fremden an, dalS sie sich in Cilli froh, glücklich und brü-dtrlich fühlten. die Heimischen aber, welche in hellen Scharen herbeigeeilt waren, bewiesen, das« der Name Südmark in Cilli einen ausgezeichneten Klang hat. Der Leiter des CommerseS, Herr Dr. Edwin Am-b r o f i t f ch begrüßte zum Eingeleile die fo zahlreich Erschienenen mit markigen Worten. Insbesondere begrüßte er die Mitglieder der Hauptleitung und die Vertreter der auSwariigen Ortsgruppen, die Rtich«rath«abgeordntten Dr. H o sm a n n v. Wellen-Hof, Dr. P o m m e r, welcher im Laufe de« Nach-mittag« hier eingetroffen war, Ludwig, Dober« nig und Forcher v. Ainbach, ferner die Land-tagSabgeordneten Lento, Stallner und Koller, die Vertreter der Siadtgemeinde Cilli, insbesondere die Bürgermeister Stiger und Ratusch, die akademischen Körperschaften, insbesondere die Wiener Burschenschaften Albia und Olympia, die Grazer Burschenschaften Arminia, Germania, Rätho-Ger- 5 mania und Styria, die JnnSbrucker Burschenschaft Brixia, das Grazer EorpS Joannea und die Ferial-Verbindung Carniola in Laibach. Unter tosendem Beifalle, der sich zum Schlüsse zu schier endlosem Jubelsturme steigerte, hielt Herr Fritz Zangger nachfolgende Festrede: Liede Voltsgenossen! Mir ist die Ehre zutheil geworden, mit einigen Worten der Bedeutung unseres heutigen Thing« gerecht zu werden. Zum zehnten Male habe sich Mitglieder der „Südmark" zusammengefunden, um in ernster Verhandlung tückzublicken auf das bi«her Geleistete und zugleich neue Wege zu finden und zu bahnen, auf denen weitere, kräftigere Festigung der winhfchafilichen Stellung deutscher Volksgenossen in den südlichen Grenzmarken Alldeutsch-land« zu erreichen wäre. Die Herzen der Cillier sind erfüllt von dem erhebenden Bewußtsein, daß der Gedanke der Südmart eine so große Zahl deutscher Männer in dieser schwer bedrohten Grenz-feste zusammensühren konnte. Wir erhoffen daraus, daß die Ueberzeugung, daß wirtschaftliche und nationale Siärke sich gtgenseitig bedingen, bald deutsches Gemeingut sein werde. Mit freudiger Ge« nugthuung erfahren wir, daß immer mehr Volk«-genossen dar« genaue Kenntni« unserer schwierigen KampseSstellung zur Einsicht kommen, daß unsere Mark und insbesondere ihr stärkste«, aber auch am ungestümsten angegriffene« Bollwerk, unser geliebte« Cilli. kraftvoll unterstützt werden müssen, solle» sie nicht eine Beute der barbarischen Belagerer werden, die. wahnwitzigen Sinne« vor dem letzten, empörendsten nicht mehr zurückichreckiN, den urall-deuischen Boden Cilli« mit deutschem Blute zu be-spritzen. Wenn der Satz wahr ist: „An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen", in welcher Be-leuchiung stellen sich un« dann jene Faclvren dar, die eS in langer HerostraiuSarbeit fo herrlich weit gebracht haben, daß heule von Graslitz bis C:lli die Gründer diese« Reiche« wie «olle Hunde todt» geschossen werden dürfen?! Ich sollte heute, l. V.. eine .Festrede" halten. Doch mir schnürt« die Kehle zu. Wir Deutsche in Oesterreich haben keine Zeit mehr „Fest'-eden" (im herkömmlichen Sinne) zu hallen, die dazu dienen, einander Frendlichkeiten zu sagen, und mit zünden-den Redewendungen über die harte Wirklichkeit hin-wegzuläuschen. Unser großes einzige« Fest ist heute der Kampf um unsere heilig-st e n Güter und unsere Festreden müssen ein einziger donnernder Ruf sein, stahl-hart zu bleiben im Ringen auf Leben und Tod!!!... Lange glichen wir Deutsche in Oester-reich dem einfältigen Wagner im „Faust": Ersieht im Pudel eben einen Pudel, und weiter nicht«. Der teuflischen Kern entgeht ihm. So sahen auch wir nur allzulange den deutschfeindlichen Maßnahmen gelassen zu. Ausgestaltet mit einem nicht umzubringenden........dachten wir eben in unserem beschränkten Unterthanenoerstand: Es wird schon ein anderer Wind wehen — von „oben". Doch der schlechte Wind heulte lauter und lauter und riß uns Stück um Stück von unserem Hause weg und da sahen wir un« das Pudelthier scharfer an, bis wir entsetzt riefen: Kann das natürlich geschehen, Ist eS Schatten, ist eS Wirklichkeit? Wie wird mein Pudel lang und breit! Er hebt sich mit Gewalt, DaS ist nicht eines Hundes Gestalt l Welch' ein Gespenst bracht ich ins Hau« Schon sieht er wie ein Nilpferd au« Mit feurigen Augen, fchrecklichtmGebiß — (Faust.) Da wurde e« helle in Michel« Kops und er merkte de« Pudels Kern: den Teufel des SlavifierungSsyst« ms. . . . UnS Deutschen in Oesterreich ist dem fügsam-sten, treuesten Volksstamm, den man sich denk-n kann, ist angethan worden, was man keinem Volke bieten darf. Hs gibt auch eine Majestät des Kolkes, die nicht ung«straft bis z u m äußersten gereizt werden darf! Wir find bis zum äußersten gereizt worden und jeder deulsche Mann in Oesterreich muß sich in der Schule de« Leiden« zum Bewußtsein durchgerungen haben, da« er tief im empörten Herzen trägt: Man will un« systematisch vernichten. Nun, wie du mir. so ich dir: Will un« au« System vernichten, gut, so werden wir den VeraichtungSkritg glegen daSSystemzuführenwissen, mit jener Riesenkraft, di« durch unmensch-lich Bedrückung in einem großen, edlen Volke erzeugt wird!!! Wir werden nicht k 1*S9 unterliegen. Wohl aber gellt'S heute schon dem grimmen Feind in die Ohren: Weh! weh! Du hast eS zerstört DaS schöne Reich! Mit plumper Faust Es stürzt, es zerfällt!!... ... In dieser stürmisch bewegten, sür die politische und culiurelle Entwicklung der Ostmark wellgeschichtlich bedeutungsvollen Zeit ist es unsere heilige Pflicht, dafür zu sorgen, daß keine deuis^e Seele verloren geht, auf das wir dereinst rahig vor unsere Allmutter Germania hintreten und sagen können: Sieh, eS fehlt nichts vom Pfande, daS du uns anvertrautest. So st o l z e Rechenschaft werden wir aber wohl nur dann geben kö.inen, wenn wir jedem deutschen Wehrmann, der im Feuer des er-bitterten Kleinkampfes steht, mit aller Kraft unter di« Arm« greifen, damit er nicht elend zugrunde gehe. Der Feind will uns alle« entreiße». waS uu« lieb und »Heuer ist. Er verschließt die Quellen unseres wirthschastlichen Wohlstandes, um unS zu« letzt vom Väterberd zu vertreiben und ein fremdes, liebeleereS Geschöpf auS feinen Reihen hineinzusehen. So herzbrechendes Unglück nach Kräften zu verhüten, ist der Verein gegründet worden, der heute hier seinen zehnten GedurtStag feiert: unsere wackere Südmark. Schon durch ihre Bestimmung hat sie sich ein Denkmal in der Geschichte des deutschen Volkes in Oesterreich gesetzt, dauernder denn Erz. Die Süd-mark war der erste Verein, der aus wirtschaftlichem Gebiet« den allkin richtig«n Gedanken der nationalen Selbsthilfe in Thatrn umgesitzt hat. Es war ein großer Fehler unsererseits, die Befreiung aus unseren unwürdigen Fesseln von einon System» Wechsel zu erhoffen. Das System ändert sich nicht. Ob Hohenwart, ob Taaffe, ob Badeni, ob Thu» — Slavisierung bltibt der ruhende Pol in der Er-fcheinungen Flucht. Wir müssen uns selbst helfen, oder wir unterliegen. National« Selbsthilfe kann aber nur dann wirksam sein, wenn alle deutschen Brüder mit Hand anlegen am völkischen Rettung«-werke. Darum muss in unserem Falle jeder Volks-genösse einem Vereine, wie unsrer Südniark. un-verzüglich beizutreien. Der Verein zählt heute 17.000 Mitglieder. Er wird 50.000 oder 100.000 Köpfe stark sein müsse», um völkische Arbeit im Großen leisten zu können. Aber heute fchon darf die Süd-mark mit berechtigter Genugthuung behaupten, aus ungezählt« brennende Wunden, die der nationale Kampf geschlagen, ihre kühlende Hand gelegt zu haben. Und fo möge sie den» fröhlich weiter wachsen, bis sie zu«! knorrigen Eichbaum geworden, in dessen Schatten jever gehetzte Volksgenosse Erholung finden kann. Meine lieben Volksgenossen! Die Südmark tagt heute unter so ernsten Zeichen wie nie zuvor. Volksgenossen sind erniordet worden. Sie haben sich erbaut ein ehern Monument im Herzen ihrer Stammesbrüder. An uns Lebenden ist eS jetzt, Rache zu holen sür Cilli und..... irdem wir mit geueigerier Wucht weiterkämpfen für unser gutes Recht. Hierbei dürfe» wir uns nur von Volksnoihwendigkeiten leiten lassen. Nie-mand wird unS, wenn wir einig sind, einig in derrücksichtSlosesten Abwehr kirre kriegen. In solcher KampseSnacht wird unS der alldeutsche Stern Muth un? Kraft strahlen, dieser hehre Ge-danke, der unS Slovenen. Tschechen (und Zigeuner) al» hasSersüllie Fremdlinge, Baiern. Sachsen. Preußen als Brüder erscheinen lass». Keine Macht der Erd« kann unS das Bewusstsein auötreiben. dass wir Angehörige der großen, deutschen Nation sind. Wir können nicht vergtssen, dass wir mit den „Ausländern" vom Bodensee bis zur KönigSau Ursprung, Blut, Sprache. Geschichi«, Kunst un) Wissenschaft gemein haben; wir können nie ver-gissen, dass die blaue Donau uns von den Nibe-lungen flüstert, dass Heunann, Luther, Goethe, BiSmarck Bein von unserm Beine, und Fleisch von unserm Fleisch« sind; wir können nie vergessen, dass wir 1000 Jahre «ins waren mit den Reichs-brüdern! ES ist sonnige Wahrheit: Der große Geist flutet herüber und hinüber und die Lieb« kennt keine Grenzpsähle. Und so wollen wir denn auch fürderhin die Sendung der Ostmark Karl» de« Großen al» Vormauer de« heiligen deutschen Reiche« erfülle», furchtlos und treu, zu Sieg oder Tod!" Die Btglückwünfchungen, welche dem jungen schneidigen Redner deS Hochgefühl« über seine au«-gezeichnete Leistung so recht bewusSt werden ließen, wollten kein Ende nehmen. Hierauf dankte der Vertreter der Grazer akademischen SüdmarkortS- gruppe, Herr Mediziner Josef S ch m i d l. namens der deutschen Jungmannschaft für die Begrüßung. Er 'chloss seine begeisterten Worte m«t dem jubelnd aufgenommenen Wunsche: Heil Alldeutschland aller-wegel Abgeordneter D o b e r n i g besprach in längerer, großangelegter Red« die Etappen der Slavisierung in Südösterreich, welche durch Laibach, Cilli und klagenfurt bezeichnet werde». Da der beschränkte Raum der heutigen Nummer eine genaue Wieder» gäbe der ausgezeichneten, mit stürmischem Beifall« aufgenommenen Rede nicht gestattet, werden wir dieselbe in der nächsten Nummer ausführlich nach-tragen. Der Redner schloss mit der Versicherung, dass die Kärntner treu zum deutschen Cilli stehen werden und dem Rufe: Heil Cilli. Abgeordneter D. Po miner verwie« auf die ersprießliche und «rfolzreich« Thätigkeit der Tfchechi» sierungSoerein«. Dort habe sich auch der Hochadel und die Hosfinanz in den Dienst der nationalen Sache gestellt. So müsse eS auch bei uns werden. Der Redner erhob sei» Gla« darauf, dass der nationale Gedanke alle Schichten des deutschen Volte« erfasse. Abgeordneter Dr. Hofmann v. Wellenhof zeichnete in tiefgründiger, formvollendeter Rede Goethe al« den Repräsentanten de« deutschen Gedanken« und BiSmarck als Repräsentanten der deutschen That. Auf diese beiden wollen wir stolz sein und wir wollen sreudig unserem Hochgefühle Ausdruck geben, dass wir diesem großen Volke deS Ge-dankenS und der That angehören. „Heil dem deutschen Volke!" Herr Tomschik (Wien) feierte unter stürmi-schem Jubel Wols und Schönerer. Nach der Verlesung der Drahtgrüß«, deren weit über 200 eingelangt waren, wurde der officiell« Theil deS Commerse« geschlossen und in fröhlichster Stimmung blieben die Festgenossen noch lange bei-sammen. • * # Z>rahtgrüke. Südmärker haltet treue Wacht, herzliche Heil-grüße, Abgeordneter Wolf und Schriftleitung der „Ostdeutschen Rundschau". Eine neuerliche Festigung unserer gemeinsamen Anstrebungen wünscht Abg. Hinterhuber. Möge der deutsche Hammergott davon Kunde bekommen, daß wir Deutsche niemals Ambos«, sondern stetS Hammer sein wollen Hurrah Ger-mania! Schönerer. Ferner waren Drahiungen ein-gelangt von ReichtrathS- und Landtag«abgeordneten Karl Jro, Walz. Dr. von Hochenburger, Kienmann, Dr. Derschatta; ebenso drahteten: Schristleitung de« Grazer Tagbluttes, Hermann Kienzl. Hauck im Namen des Bundes der Germanen. General-director Ascher; Heinrich Wastian d. Ae.: „Die Krankheit hält wohl meinen Körper, nicht aber mein deutsche» Herz zurück." Wastian d. I.: ES ist kein Glück so hehr und rein, al» treu dem eig'nt» Volk zu sein." Dann: Bund der Deutschen Nordmährens. Nordmart. Deutsch - akademischer Leseverein Leoben. Deutscher Jugendbund „Süd-wacht" Klagenfurt, Sieirischer Radfahrer Gauver-band, Grazer FrauenortSgruppe. Gründungsaus-fchuß der Ortsgruppe Görz. Ortsgruppe Lienz, Innsbruck« Verband „Skuld" des Bundes der Germanen. Akademische Section Wien deS deutsch-österr. Alpenvereine«, Verein deulsch-eoang. Theo-logen „Wartburg" Wien. Grazer Germanenverband „Widar", FrauenortSgruppe de» Deutschen Schul-vereine» Klagenfurt, Ortsgruppe Gottfchee mit 80 Unterschriften, Obersteir. Äolkszeitung. AuSfchuß-miiglied Dr. Heinrich Reicher entschuldigt sein Fern-bleiben und wünscht der Tagung gedeihlichen Ver-lauf. Dr. Binder (Laibach) wünscht gedeihliche» Verlauf, ebenso Dr. Sutter, Feyrer. Baumgartner (Graz) Kollmayr (Klagenfurt), Ortsgruppe Leopold-stadt Wien, OrtSgr. Meran. der Münchner Hilf»-ausfchuß für Cilli: Möge Ihr« 10. JahreSver-fammluug dazu dienen, die Muthigen zu stärken, die Lässigen zu erwenen, alle aber, die eines Geistes und eines Stammes sind, zu vereinigen in der Treue gegen unsere gemeinsamen höchsten Güter. Naiionale Vereinigung im Wartburgland (Cbarlottenburg), Frido Kordon zu Gmünd in Kärnten, Abg. Kaiser: Mehr denn je ist eS noth-wendig und Pflicht aller Deutschen, stramm zu-sammeiijustehen al« ein« Volksfamilie; Deutscher Jugendbund BifchofSwerda; nationale Vereinigung Cherusker in Berlin; Dr. Winterstein in Kassel: Halten wir unS rein und feien wir unermüdlich und unerschrocken thätig, dann wird dereinst daS deutsche Volk daS erste der Welt sein. So will es ein offenbares, unabänderliches Naturgesetz; Jugendbund Schönerer (Hermann Muthorst, Obmann); Nord- deutscher Jugendbund Uwe Jen« Lornsen zu Pinne-berg in Holstein; Jugendbund Körner zu Mitten» berge in Preußen; Helmstedter Jugendbund; Wart-burgbund. Ortsgruppe Leipzig; Rütilibund m Neu-stabil a. d. Tafelfichtt. Bund ber Deutschen in Böhmen; deutscher Verein Roland zu Wedel i» Holstein; deutschnationaler Jugendbund in Dort-mund; W. Ph. Hauck; Ferialverbindung Jllyria in Triest; Dr. Goltsch in Mürzzufchlag; Dr. Robert Fleischhacker; Pribofchitz in Karlsbad; deutsche Tisch-gesellschast in Graz; Pfarrer Jaquemar in Laibach; Liberia« in Wien; Dr. Hiebaum in Graz; Gemeinde Kindberg; Jugendbund in Aue: Gemeinde Leoben; deutscher Böhmerwalsbund; Odin in München; Abg. Arthur Lemisch; Abg. v. Pes«ler; Wartburg-bund in Siultgart; Allg. deutscher Schuloerein in Berlin; Abgeordneter Böheim; Alldeutscher Verband; Jugendbund in Braunschweig; di« „Schererleute" in Innsbruck; At>g. Bareutderz>^ Ortsgruppen Friesach, Weyer. Hartbtrg, Mahrend^g, Kcieglach, Villaa», Wien-Faoorit^P^^ g (Keil'« BaMenwichse) ist d it vorzüglichste Einlai«miitel sü>? harte "zdDin.JttiVi Booenwichse kommt in gelben Plech^s^» zum Preise von 45 Kreuzern inilMHaiwel unZ ist bei Traun & Stiger \\ m 3699 Ms Stadt Aähttrversaminkmlßen. Unser rühriger Reich«-ratbSabgeordneter Herr Dr. Jose» P o m m « r wird in d«n nächsten Tagen Wähleroersammlangen abhalten und zwar: Moniag. den l l. September in Rann, DienSiag. den 12. in Lichienwalv, Donner-stag, den 14. in Cilli, Freitag, den 15. in Hochenegg, SamStag, den 16. in Meilenstein, Sonntag, den 17. in Gonobitz, Montag, den 13. in Rehilfch, Mitt» woch, den 20. in Schönst«», Donnerstag, den 21. in Tüffer. In sämmtlichen Versammlungen wird der Adg. Dr. I. Pommer seinen Rechenschasi«-bericht erstatten und einen Vortrag über den § 14« Ausgleich halten. ZSusikvereia ßissi. Die Aufnahme der Zog» lingen in die Musikschule findet am 16., 17. und 13. d. M. von 10—12 Uhr im Probelocal« (Kirchplatz) statt. Unbemittelt« Schüler der Bürger-und Volksschule erhalten unentgeltlichen Unterricht in BlaS-Jnstrumenten. An den Wahlen in die HrwervKcuerco»-miMon der I. und II. ßtasse. Am 7. d. M. hat im Sitzungssaal- der Handel«- und Gewerbekam» mer in Graz eine Vorbesprechung über die Wahlen in die Erw«rbsteu«rcommission der I. und II. Classe stattgefunden. E« wurde der Beschluss gesaj«t, ein« Wählerversammlung der Wähler in die I. und II. Erw-rbsteuercommission. teren Veranlagung«bez>rk die beiden Sprengel der Hanvel«kammer Graz und Leoben. also ganz Steiermark umsaf«t. sür Freitag, den 15. September d. I.. abend« 8 Uhr im Saale de« Hoiel Florian in Graz, einzuberusen. Ein recht zahlreicher Besuch ist im eigenen Interesse der Herren Wähler erwünscht. Aahr- undAieömürKte in Steiermark. Am 15. September: Graz. Sechviehmarkt nächst dem Schlacht» Hause. — Arr-fel» Meinviehmarkt. — Petiau, Wochenmarkt. — Pletterje.Be». Rann. Viehm. — St. Veit am Vogau, B«z. Leibnitz, Jahr- und Viehm. — «in 16. September: Graz, Geireidc- Heu- und Strvhmarkt am GrieS-, Holzmarki am Tietrichsieinplatze. — Rann, Schweinemarkt. — Am 17. September: Wald, Bez. Mautern, Jahrm. — Am 18. September: Wald, Be». Mautern, Viehm. — FrauSlau, B«j. Franz, Jahr-und Viehm. — GleiSdorf, Viehm. — St. Martin am Pickelbach, Bez. Umgebung Graz, Jahkm. — Zager» berg, Bez. Kirchbach, Kram — Am 19. September: Allerheiligen, Bez. Kindberg, Viehm. — Luttenberg, Jahr- und Viehm. — Oeblarn, Bez. Gröbming, Viehm. — Am 20. September: ©reiz, Getreide-, Heu-und Sirohmdrkt am GrieS-, Holzmark» am Dietrich» steinplatze. — Brück, Viehm. — Pettau, Wochen- und Schweinemast. — Am 21. September: Graz, Hern» viehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — Anger, Bez. Birkfeld. Viehm. Doberna, Bez. Cilli, Jahr-- »nd Viehm. — Fehring, Jahr- und Viehm. — Deutsch« Feistritz, Bez Frohnleiten, Jahrm. — Frauheim, Bez Marburg, Viehm. — Friedau. Jahr- u.id Viehm. — St. Georgen, an ver Stienng, Bez. Wildon, Jahr« und Viehm. — Hartberg, Jahr- und Viehm. — Jlz, Bez. Fürstenfeld. Jahr- und Viehm. — Kirchdorf bei Pernegg, Bez. Brück, Viehm. — Leutschach, Bez. Arir-felS, Jahr- und Viehm. — Ligist, Bez. VoitSbcrg, Jahr- und Viehm. — Murau, Jahr- und Viehm. — Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. — Tüffer. Jahr und Viehm. P"—" 1899 Kerichtssaat. Zum Sa?« Nitbl?«tcrs Zur Ergänzung des Bilde«, welches wir in her letzten Nummer unseren Lesern von dem sen» suionellen Prozesie Riebl »Peter« gegeben haben, tringkn wir im Nachfolgenden eine ungefähre Wiedergabe der ausgezeichneten Vertheidigungsrede, «lche Herr Rechtsanwalt Dr. Stepischnegg aus diesem Anlasse gehalten hatte. Der Vertheidiger legte das Hauptgewicht in «st« Linie daraus, daß eS unmöglich sei, cm» ^nehmen, PeterS habe bei Dr. Riebl »rgendeineManipulalionauchnurver-sucht, von welcher letzterer ktineKennt-vi« gehabt hätte. Dr. Riebl hat selbst erklärt, daß er den PeterS nahezu bei jeder Arbeit contro-liert hat, er hat diesem nach eigener Angabe daS Ssld übergeben, di« daraus gemachten Arbeiten «irden in den Büchern eingetragen; das Geld tutur hat entweder Dr. Riebl unmittelbar selbst «der aus PeterS' Hand empfangen; Riebl hat selbst kicioriamelall bestellt und dasselbe dem PeterS zur Nnarbeitung übergeben. ES kann daher seine Ber» «mwortung, er hätt« Victoriametall nie besessen und c«u dessen Benützung nichts gewußt, nur eine ftliche sein. Erwiesenermaßen war ein Gold - Eontrolbuch vorbanden, welches steiS in der ArbeitSlad« de» Tner« lag. Zu dieser Lad« besag Riebl den zweiten Echlüssel, weShalb er schon au« diesem Grunde jeden Augenblick die Eontrol« ausübe,, konnte und Miß auch ausgeübt hat. Dr. Riebl wurde von Zmgen und vx actis al« geldgierig bezeichnet, und ,4 ist demnach undenkbar, daß er sich nicht von jedem Kreuzer Ueberz«ugung verschafft hätte. Dr. Ziiebl hat nach Aussage ein«s Zeugen nicht nur »en Operationen beigewohnt, sondern sogar die Hand untergthalten, um die tSoldabfälle aufzufangen. Wie sollt« er nun von dies«» Abfällt» und drren Verwendung keine Kenntnis gehabt haben? Dr. Riebl musste wissen, dass während ter nahezu dreijährigen Thätigkeit des Peter» b« Am eine bedeutende Menge von Goldabsällen vor-Handen sein musste, die auch einen verhältnismäßig Elchen Wert repräsentier«,,. Soll er nun inner» kalb dieser lange» Zeit sichniemalSumdiese Abfälle gekümmert und den PeterS iie gefragthaben. wohin fieunddaS 4«ld hiefür kämen? Tr. Riebl hat, als er für Peter« einen Nach» ftlzer sucht«, sich in einem Schreiben an diesen über Peiiri in d«r günstigsten Weis« ausgesprochen, im Lckie aber auch darauf hingewiesen, das« sein Wftenl nicht nur in Gold, sondern «„ch in Kautschuk und Metall arbeiten «»sie. Hat also Ritbl wirklich von ü!l«»allv«rwendung kein« Kenntnis gehabt? Dr. Riebl ha», nachdem Peter« schon bei Dr. Praunsei« eingetreten war, mit ihm verschiedenen Otniligkeiien in Civil- und Strafsachen gehabt und »»s die Frage de» Richter» einmal ausdrücklich er-Härt, «r könne von Goldabgängen »ilht« sagen. Dr. Riebl hat den PeterS wegen tmngsügiger Beträge geklagt und durch seine EideS-InftutiA auch obsiegt; hätte er, wenn er diese Kleinig-teittii bei PeterS suchte, nicht umso eher die groß« Summ« sür angeblich« Gold-abfällt nichtauchsofort eingeklagt? Da« Goldbuch foll nach Behauptung Riebls tmD seiner Tochter Olga Herr Peters mitgenommen Üben; nun hätte aber das Goldbuch g«rad« für P«n» einen ungeheuren Wert gehabt, denn durch b« Producierung derselben hätte er die ganze An-klige niederschlagen können, und charakteristisch ist die Angabe eines Zeugen, wonach Peter«, als er erfahr, e« sei das Goldbuch nach seinem Abgang« ta Dr. Riebl auch noch gesehen worden, erleichtert aitjgerusen hat: „Nun bin ich gerettet I" Dr. Riebl taue da« größte Interesse daran, das« diese« Gold-bllih nicht zustand« komm« und e« war und blieb eich verichwunden. E« liegen Zeugenaussagen vor, Wnach diese« Goldbuch einig« Zeit, nachdem Peters ausgetreten war, »ich in dessen Schreibtischlade bei Riebl gesehen wurde; wie konnte also PeterS, der schon tagelang nicht mehr bei Riebl gewesen f«» konnte. daS Buch früher mitgenommen haben? Der L t u m u n d und bie sonstigen Aeußerungen übn Peter« lauten durchwegs günstig und eS kann derselbe aus ein unb « anstand «t« «, t a d e l» lose« Vorleben zurückblicken. Wie sieht dies aber bei Riebl au«? ..Deutsche Wacht- Abgesehen von Disciplinar-Abstra» f u n g« n empfindlicher Art würd« laut der vorge-lefenen Acten Dr. Riebl sowohl wegen Ver-brechen« de« Betrüge« in Untersuchung gezogen, al« auch wegen Vergehens uach § 300 St.-G. und einer ganzen Reihe von Ueber-t r«t u n g « n, bezüglich deren er größtentheil« abgestraft wurde. Dr. Riebl hat in einem Civil-proceffe mit Herrn HauSbaum in Cilli wegen Woh-nungSräumung in dem Miethvertrag nicht nur eine w«s«ntliche Correctur vorgenommen, welche von Entscheidung hätte sein sollen, sondern im Ganzen in dem einen Schrift» stücke über 120 Radierungen, Verbesse-rungen und Correcturen :c. eigenhändig vorgenommen, weshalb er aber auch wegen B e-truges in Untersuchung gezogen und nur deshalb sreigtsproch«» wurde, weil die Gericht« zwar den Thatbestand deS Betruges in obj ciiver Richtung angenommen, die böse Absicht aber ausgeschloffen hatte». Wegen der Beleidigung deSStatt» Halters von Steierniark wurde gegen Riebl die Anklage erhoben, und wenn auch über Einspruch derselben nicht Folge gegeben wurde, so geschah dies doch nur deshalb, weil man die böse Absicht nicht annahm, wobei jedoch der objective Thatbestand in beiden Instanzen festgestellt wurde. Ueber Klagen hervorragender Persönlichkeiten in Cilli wurde Dr. Riebl zunächst zu einer A r r e st-strafe von 14 Tagen, welche dann in eine Geld st ras« von 200 fl. umgewandelt wurde, dann zu 15 fl., z u 100 fl. :c. verurtheilt und über mehreren EhrenbeleidigungSklagen nur deshalb frei-gesprochen, weil die Kläger sich mit einer den Dr. Riebl tief d«müthig«nden Ehrenerklärung begnügten. Noch j-tzt liegt eine ganze Reihe von Sirafanzeugen gegen Dr. Riebl vor, welche noch nicht erledigt sind, weil die Entscheidung von jener über den vorliegenden Strafsall abhängt. Dr. Riebl würd« zufolge ehr«» räthlichen Erkenntnisses aus dem Militärver-bände auSgeschlofsrn. (Er musSt« dieS auf di« Frage de« Vertheidiger«, da die bezüglichen Acten nicht eingelangt waren, selbst zugestehen.) Desgleichen wurde Dr. Riebl auch au« dem Eivilstaat«dienste unfreiwillig ent-lassen. In dem bei dem einen Strafact« «r-liegenden und vorgelesenen Leumundszeugnisse wird an Er. Riebl sozusagen nicht ein einzige« weiße« Fleckchen gelaffe». Er wird als ein Mensch gr» schildert, der s o z .t s a g e n z u a l l e m fähig ist und nicht den mindest«« Glauben, nicht das gering st e Vertrauen ge-n i e ß t. Da« Gleiche geht au« einer von Dr. Tomschek in Windischgrätz seinerzeit abgegebenen und theilweise zur Verlesung gelangten Aeußerung hervor. Dem Dr. Riebl würbe schon vormittags bei seiner Vernehmung eine große Reihe von aussallen-den Widersprüchen nachgewiesen, und eS ist daher die Aufgabe des Vertheidigers eine sehr dankbare, klarzulegen, dass ein Mann, der, wenn er auch doppelter Doctor und weiß Gott wa» noch ist, doch schon in so vielen vorangegangenen Fällen die Un» Wahrheit gesprochen hat. der in einer Weise ausge» treten, wie sie ungünstiger gar nicht mehr gedacht werden kann — waS schon sein Benehmen im Ge-richtSsaale bewies, wo er horchen wollt« und nur mit Gewaltandrohung deS Vorsitzenden hinauSge» bracht werden konnte — der sich nicht scheut«, in «in«r Urkunde wesentliche Correcturen vorzunehmen, auch gewiss geeignet sei, einen ihm hoch st unliebsamen und gefährlichen Con-curreilten, wie PeterS, bezüglich deffen er ja durch Zeugen erwiesene drohende Aeußerungen ge» than hatte, unschädlich zu machen, und sei »S auch auf dem Wege, den er thatsächlich betreten hatte. Anderseits wurden durch Zeugenaussagen für PeierS selbst so günstige Momente zutage gefördert, dass dessen Verantwortung stetS an Glaubwürdigkeit gewonnen hatte. Bezüglich deS zweiten Falles, nämlich der Cur-psuscherei, wies der Vertheidig» darauf hin. dass PeierS von der Anklage wegen der gleichen Ueber-irelung bereit« mit Urtheil vom 31. December 1897 rechtskräftig freigesprochen worden war. das« seit-dem nicht« wesentliche« Neue« hinzugekommen ist, das« PeierS die entsprechende Vorbildung genoffen hatte und das« von einer gewerbsmäßigen Be» Handlung keine Rede sein könne, weil nur Gefällig» keitSarbeittn geleistet wurden. * ch » Im Sinne dieser Ausführungen erfolgte der einstimmige Freispruch d«S Hermann PeterS. DaS Verbiet der Geschworenen wurde 7 von der ungewöhnlich zahlreichen Zuhörerschaft mit lautem Beifalle begrüßt. Jattchcs Jeuznis. Cilli, S. September 1899. Vorsitzender L.-G.-R. Katztantschitz, öfsent» lieber Ankläger Staatsanwaltssubstitut Dr. Koöevar von Kondenhcim, Vertheidiger Dr. H r a s ch o w e tz. Die k. k. Staatsanwalt Cilli erhebt gegen Maria Horvat, 46 Jahre alt, verwitwete Gastwirtin in Wind.-LandSherg und gegen Marie Horvat. 18 Jahre alt, ledig, deren Tochter, beide unbestraft, die Anklage wegen Verbrechen» deS Betruges durch Äblegung eines falschen EideS. Johann Horvat klagte vor dem k k. Bezirksgerichte Drachenburg die Witwe und Tochter seines Bruder» Franz Horvat auf Bezahlung von fl, welche ihm dieser schuldig geworden sei, und welche dessen Witwe Maria Horvat «vn. und dessen Tochter Maria Horvat jun. als Erben „ach Franz Horvat zu bezahlen hatten. Der Kläger stützte seine Klage baup.sächlich auf ein Anerkenntnis seines Bruders Franz Horvai, der ihm einige Tage vor seinem am 6. December 1839 erfolgten Tode, diese» Betrag per 342 fl. zu schulden anerkannt habe, mit der Zusicherung, das«, falls er sterben sollte, schon seine Frau Mimi, die Erstgeklagte, diesen Betrag zahlen >»erde; Maria Horvat »en. habe darauf cuSdriicklich sowohl im Krankenzimmer der Franz Horvat als auch unten in ihrem Gastzimm r, wo Joh. Horvat ihr neuerdings sein Notizbuch mit der Ver-rechnung gezeigt habe, diesen Betrag zu zahlen ver-sprechen. Falls diese Schuldanerkennung thatsächlich erfolgt ist, so schuldet Maria Horvat sen. sowohl auS ihrer eigenen Schuldanerkennung, als auch auS der Schuld-Anerkennung ihres Gatten Franz Horvat, mit dem sie in allgemeiner Gütergemeinschaft .«elebt hat; Marie Horvat jun. schuldet aber al» Erbin „ach Franz Horvat, auS der Schuldanerkennung desselben. Bei der erir ahnten Verrechnung war Andrea» VergleS zugegen; obwohl dieser dem Johann Horvat vorher einen von ihn — AndreaS VergleS — selbst verfaßte» und gelchriebeneS schriftliches Zeugnis einge-händigt hatte, in welchem er alle oben angeführten Um-stände bestätigte, so hat er doch, als Zeuge «rnommen, ausgesagt, daß nur im allgemeinen von einer Schuld gesprochen worden sei; obzwar diese Aussage d«S Andrea» Vergle« vom k. k. Kreisgerichte Cilli mit Urtheil vom 18. Februar 1896. Z. 27ü7 al« falsch erkannt, und demgemäß AndreaS VergleS zu einer dreimonatlicher» schwerer Kerkerstrafe verurtheilt worden ist, so war doch die Zeugenschast de« AndreaS Bergle« für den Civilprozeß verloren gegangen, und da andere Zeugen dieser Verrechnung nicht vorhanden waren, so mußte das k. k. Bezirksgericht Drachenburg die Entscheidung deS vorerwähnten Civilprozesses von dem Haupteide über diese Verrechnung abhängig machen, welchen zu-folge Urtheile« vom I. December 1896, Z. 7813 die beiden Angeklagten zu leisten halten. Diese» Urtheil wurde in zweiter Instanz bestätigt, die beiden Geklagten Maria Horvat haben in der Folge, die im Anklaresatze angegebenen Haupteide abgeschworen, und damit eidlich in Abrede gestellt, daß jene Verrech-»ung beziehungsweise Schuldanerkennung stattgefunden habe, und daß Franz Horvat und Marla Horvat den Betrag per 333 fl. z„ bezahlen versprochen haben. Diese beiden Eide sind falsch, wie eS die Aussage deS Andreas Vergle» war. Zunächst ist durd die Zeugen, wenn auch nicht e wiefcn, fo doch bescheiniget, dass Johann Horvar thatsächlich jene Forderung an Fran, Horvat zu stellen hatte. E« ist nun vollkommen begreiflich und glaubwürdig, daß Jobann Horvat, da sein Bruder todtkrauk geworden ist, sich von dieiem und seiner Gattin neuerlich be-stätigen ließ daß sie ihm die 332 fl. schulden. Daß die Verrechnung kurz vor dem Tode de« Franz Horvat wirklich so erfolgt ist, wie Johann Horvat anführt, bestätigt zunächst dieser selbst unter seinem Eide: er ist sehr gut beleumundet, nnd kann man ihn viel weniger zumuthen, daß er gegen seine Schwägerin eine Forderung erdichten, und sie schließlich grundlos des Falscheides zeihen werdi, al« eben dieser Schwägerin, daß sie einen falschen Eid abgelegt habe, durch welchen sie sich — da sie sich in bedrängter Lage befand — einer ZahlungSpssicht entledigt bat; für sie bestand eben eine Versuchung; für Johann Horvat dagegen keine. Doch stehen sich nicht allein Aussage und Au«-sage gegenüber, sondern die Angaben de« Johann Horvat sind durch gewichtige Beweise erhärtet. AndreaS VergleS, der, wie gesagt, der falschen Aussage schuldig erkannt worden ist, gibt nunmehr unumwunden zu. daß er im Civilprocesse als Zeuge falsch ausgesagt habe; er be-stätigt nunmehr, daß die Verrechnung wirklich so wie Johann Horvat behauptet, .stattgcfund:n" habe, daß Fran, und Maria Horvat den Betrag per 332 N. an» erkannt und dessen Bezahlung versprochen haben. 8 Dem Johann Horvat gelang es einen von Maria Horvat sen. eigenhändig geschriebenen Brief aufzufinden, worin sie ihn bittet, wegen Zahlung der 322 fl. zu warten. Marie Horvat weiß nun nicht recht, waS sie sagen soU, daS einmal behauptet sie, den ganzen Bries geschrieben zu haben, und die Zahl 322 fl. sei gefälscht, da» andermal bezeichnet sie den ganzen Bries als eine teuflische Fälschung; eS ist jedoch' durch Sach-verständige nachgewiesen worden, daß der ganze Brief, insbesondere auch die Ziffer „322" von der Hand der Maria Horvat geschrieben ist, mit gleicher Tinte und gleicher Feder. Bemerkt sei. daß Johann Horvat noch zwei andere Briefe der Maria Horvat besitzt, in welchen sie gleich-fall» um Frist zur Zahlung bittet, ohne daß die Schuld genannt wäre. Nachdem ist erwiesen, daß Maria Horvat wider besseres Wissen die Schuldanerkennung eidlich geleugnet hat, und ist die Anllage wider sie daher begründet. Ihre Tochter Maria Horvat, die Zweilgeklagte war zwar zur Zeit, als diele Umstände sich ereigneten ein «ind; bei der Eid »leiflung war sie jedoch schon 17 Jahre alt; sie legle den Eid mit dem Beisätze „ihres Wissens und Euni'erns' ab; dieser Eid setzt nicht voraus, d.>ß der Eidesleister von dem zu beschwörenden Umstände -lbst Kenntnis habe; er beschwört vielmehr mir seine redliche Ueberzeugung. ES ist neiürlick, daß Maria Horvat jun. sich da zunächst auf ihr« Mutler Maria Horvat sen. verließ; allein dies durste sie nicht mehr von dem Momente ab, da sie jienntnis von dem Briefe erbielt. der die Schuldanerkennung ihrer Mutter selbst enthielt, den sie als von ihrer Mutter geschrieben erkannte, und als sie wahrnahm, daß dieser Brief sogar ihrer Mutter den Muih zur Eidesleistung raubte. Die Geschworei en nahmen an, daß die Schadens-ziffer 300 fl. nü t überstiegen habe, und verneinten be-zllglich der Tochter die Schuldfrage. Die Mutter Maria Horvat wurde zum schweren Kerker in der Dauer von fünf Monaten verurtheilt. Panb. Cilli. 7. September 189». Vorsitzender LandesgerichtSrath Reitter, öffent-licher Ankläger StaatSanwalt-Substitut Dr. B a i e r, Vertheidiger Dr. Stepischnegg. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Anton Stolz, 52 Jahre alt, geboren am 12. Mai 1847 in Berginje Nr. 7t», dabin zuständig, katholisch, verehelichter Grundbesitzer in Prepusch, zuletzt in Tirguning in Rumänien, ob Verbrechens der Münz-fälschung bereits bestrast, die Anklage wegen Raubes. Anfangs 1893 traten Antun Gori> an, Gastwirt in Windisch-Feistritz, und der damals erst vor kurzem aus der Strashafl entlassene Grundbesitzer Anton ökolz von Prebnsch in Verbindung, um gemeinsamen Vieh-Handel zu treiben. In der Zeit vom 9. bis 12. Februar 1893 lieferten diese beiden Hornvieh nach Wien, und behauptet Anton Gori.an vollkommen glaubwürdig, dass er mit Anton ökolz noch in Wien Abrechnung pflog und den auf diesen entfallenden Gewinn und Capitals-antheil auszahlte. Noch am 21. Februar 1893 begaben sich beire auf den Markt in Luttenberg, wo sie jedoch keine Geschäfte machten. Bald darauf erhielt nun Anton Gorioan einen Mahnbrief deS Dr. August Rcddi, in welchem dieser nainenS seines Vollmachtgebers, Anton 8kolz, die Bezah-lung seines Capitals- und GewinnamheileS ver 302 fl., bei sonstiger Einklagung, forderte. Nach Obigem fühlt« Anton Gori.an sich dem 8kolz gegenüber zu keiner Zahlung verpflichtet und erklärte die ganze Sachlage dem RechtSanwalie. welcher hievon auch den Cli.nten verständigte. Um mit Anton Lkolz unmittelbar im Gegenstande zu verhandeln, begab sich Anton Goriöan am Abende deS 28. Februar l 893 nach Prepusch zu Sfolz, musSle jedoch, da dieser vom Hause abwesend war. bis nach 8 Uhr warten und brachte ihm dann zur Kenntnis, daß er nicht gekommen fei, der Mahnung durch den Advocaten nachzukommen, indem er Äkolz auch aufforderte, aufzuklären, wieso er abermalige Zahlung fordern könne. Schon da wurde Stolz aufgebracht, ergriff ein Messer und stieß e» in den Tisch mit der Drohung: ..We in Du mir nicht zahlst, steche ich Dich mit dem Messer niederI*, so das» Anton Goriöan e» vorzog, ohne weitere Verhandlung heimzukehren, und auch das Haus seines Gegner» sogleich verließ. W>e nun Anton Gori.an wiederholt ausführlich bestätigt, war er kaum 70 Schritte vom Hause des 6kolz in der Richtung nach Windisch-Feistritz gegangen, als ihm Anton Lkolz nachrief: »Wenn Du nicht stehen bleibst, erschieße ich Dich!", worauf Goriöan, schon durch die frühere Drohung eingeschüchtert, den ihm nachkommenden 8kolz erwartete. SlS Ükolz auf 2 bis 3 Schritte nahegekommen, fetzte er dem Gorican eine Schusswaffe (Revolt er) an die Brust ui.d rief: „Wenn Du das Geld nicht her-gibst, erschieße ich Dich sofort!" Gorii'cn zog nun in äußerster Bestürzung seine auf 20 kr. bewertete und die Barschast von 300 fl, bestehend aus drei ineinander gesteckien 100 fl.-Noteu. enthaltende Barschaft aus der Rocktasche, hielt sie dem Öfolj entgegen und ergriff die Flucht gegen Windisch Feistritz, Geld und Brieftasche zurücklassend. In dieser Thathandlung sind alle Merkmale deS Verbrechens de» Raubes entHalle». Anton ^kolz leuguet nun hartnäckig und behauptet, das» er dem Goriöan, welcher ihn am 28. Februar 1893 abends allerdings aufsuchte, gar nicht gefolgt sei, sein HauS gar nicht mehr verlassen habe, und bezeichnet die Angaben deS Beraul en in allem als erlogen. Trotz dieses LeugnenS muß jedoch Beschuldigter der That Über-wiesen gehalten werden. Die Angaben des Beraubten, Anton Goriä«», lauten von der ursprünglich bei der k. k. Gendarmerie erstatteten Anzeige an biS zum letzten Verhöre voll-kommen gleich und so bestimmt, das» an deren Wahrheit zu zweisein kein Grund vorliegt. Hiezu kommen noch folgende Umstände: Am 3. März 1893 begab sich die Gendarmerie Patrouille, bestehend aus den k. k. G.ndarmen Joses Me^ik und Franz Zasran, an den Thalort, und wurde hiebei bei Anlon ökolz ein Barbetrag von 430 fl., darunter drei abgesonderte, ebenso ineinairdergesteckle und gleich-gefaltete 100 fl.-Roten wie sie Gori»'an besessen, vor-gesunden. Außerdem fand die Patrouille in der Nähe der Stelle, wo Gorican von ßkolz überfallen worden war, daS Nolizbuch, welches Goriöan in seiner Brief-lasch« verwahrt und welches der Thäter beim Ent-nehmen der Barschaft geflissentlich oder zufällig fallen gelassen hatte. Vom Orte d«s Ueberfalleö bis zur Stelle, wo da» Notizbuch gefunden wurde, waren in dem halbgeschmolzenen Schnee Fußspuren sichtbar, welche bi« ins Kleinste mit der Beschuhung des Anton Äkolz übereinstimmten. Anton skolz war über daS Ausfinden dieser weiteren arg belastenden Beweise derart überrascht, dass er erblassend keine Auskunft zu geben wusste, und als er endlich gdwahrie, das» ihm daS Leugnen nicht» fruchte, vor den Augen der Gendarmen die Flucht ergriff und in dem nahen, dichten Wald« spurlos verschwand. Allerdings stellte sich Anton kkolz auf die Vorla-dung dem Gericht.-, beharrt« aber trotz der erdrückenden Beweise beim Leugnen und versuchte nun, nachdem er sich vorher de» Martin und Joses Justinek als Zeugen versicherte. uachzuw«isen, dass die Angaben des Goriöan unwahr sind. Er behauptet nach wie vor, dass er am 28. Februar 1893 abends nach dem Goriöan sein Hau» gar nicht mehr verließ und fügte bei dass dies die damals bei ihm arbeitenden beiden Justinek ebenso bestätigen werden, wie den Umstand dass Gorican beim Verlassen des HauleS etwa» „Weißes', ein Papier (offenbar da« Notizbuch) wegwarf, um so seine Angaben über den fingierten Raubansall glaubwürdiger zu machen. Wie durch daS Urtheil deö KreiSgerichteS ^illi vom 23. September 1893, AI. 15.109, C. 059/1893, welchem daS umfassende Geständnis des Martin m:d Josef Justinek zu Grunde lag, dargelhan ist, v«rleitete Anton ökolz seine besagten Verwandten bald nach der Gendarmericerbebung, in diesem Sinne für ihn auSzu-sagen, wa» die beidan Zeugen auch am 17. April ld>93 vor dein Bezirksgerichte Windisch-Feistritz thaten. Durch letztere Handlung machte sich Beschuldigter deS Verbrechens des Betruges nach § 199 a und 5 deS Strafgesetzes schuldig und bedars eS diesbezüglich trotz LeugnenS des Beschuldigten mit Rücksicht auf die AuS-sagen der Ve»leiteten al« auch auf die urtheilsmäßigen Feststellungen keiner weiteren Ausführungen. Die Geschworenen konnten sich nach den überzeu» ginden GegenauSführungen des Vertheidigers Dr. SU-pischnegg von d«r Glaubwürdigkeit deS Goritschan und der Schuld des Angeklagten keine Ueberzeugung verschaffen, weshalb der F r e i s p r u ch erfolgte. Vermischtes. Annseus Hröe«. Sehr bezeichnend für da« Wesen de« verstorbenen Bunsen war sein« Stellung zu den aus ihn niederregnenden Auszeichnungen. Er legt« ihnen wenig Wert bei und schien insbesondere den Schmuck, den Orden und Ehrenzeichen verleihen, gering zu schätzen. Er vergaß einfach, bei osfici«llen Gelegenheiten seine Orden anzulegen. Um nun dieser manchmal übel vermerkten VergesSlichkeit vorzu» beugen, kam seine Haushälterin auf den Einsall. seine sämmtlichen Orden und Ehrenzeichen in den Taschen der Beinkleider unterzubringen, die er zu seinem Fracke anzuziehen pflegte. EineS Tage« war ein badischer Prinz in Heidelberg anwesend, und Bunsen war mit einer Anzahl anderer Hochschul-lehrer bei ihm zur Tafel geladen. Al« «r da« Bor« 1899 zimmer betrat, fand er die übrigen Gast« scho» versammelt, au« deren Reihen ein College auf ihn zv!rat mit den Worten: „Aber Herr Geheimrath, wo habe» Sie denn Ihre Orden ?- Bunsen stutzt, besinnt sich, greift in die linke Hosentasche und zieht vor den erstaunten Anwesenden eine Handvoll Sterne und Kreuze heraus. Tie anfängliche Ver» blüffung löst sich in heitere« Lachen. „O, ich habe noch mehr!" sagte Bunsen freundlich, und bringt den Rest seiner Auszeichnungen au« der rechten Hosentasche zum Vorscheine. |>ie Kornblume und die Hiche find tschechisch» also will e« «in wuthembrannt«« tschechische« Protest« ! lied, da« zu allgemeinem Genus« hierhergesetzt sei», erweisen. Wa« uns die Deutschen alle« rauben, Zusammenzählen läsSt sich'« kaum. So sagen sie: ('S ist nicht zu glauben) Di« Eich« sei «in dtutscher Baum! Das« sie un« einstens Eicheln stahlen Zum Fraß — gibt da« ein Recht zu prahlen? Deutsch sei die Ficht« und die Linde, Ta« Schwerigeklirr, der Wogenprall, Und — wa« ich vollend« komisch find« — Deutsch sei sogar die Nachtigall, Di« doch unstreitig — tschechisch singt. Das« un« vor Lust da« Herz zerspringt! Deutsch, sagen sie. sei auch die Rose, Die Königin im Blumenreiche. Da« Veilchen selbst, da« anspruchslose, Behaupten sie, sei deutsch; obgleich — Weil sie bescheiden — diese Blume Ziemt al« Symbol dem Tschechenthumc! Man sagt — kaum trau' ich meinem Ohre — Das« deutsch de« Korne« Blume s«i. Kornblumenblau ist auch dabei. Ich constaiiere, tief empört: Man nimmt un« weg, wa« un« gehört! Soll sich der Tscheche ruhig fügen Der Deutschen Habgier? Dreimal nein! Wir würden, wenn wir da« ertrügen, Erbärmlich feige Memmen fein! ES bleibt dabei: Un« die Eyanen, Da« Cyankali den Germanen! War es «ur ei« Kraumi Al« ein merk» würdiger Bewei« für die .prophetisch« Kraft eine» Traume«" wird au« St. Loui« folgende« Vor-kommni« berichtet: Frau Mary Thoritton, die beschuldigt war, ihren Gatten ermordet zu haben, saß fast einen Monat in Untersuchung«hast. Nun» mehr verlangt« si« «inen der Richter zu sprechen und sagt« ihm. sie hätte geträumt, das« ein Mann Namen« Georg Ray ihren Gatten ermordet hätte, und berichtete eine Menge von Einzelheiten über den angeblich im Traume geschauten Borsall. Auf Ray fiel damal« noch nicht der Schatten eine» Verdachtes; aber auf den Richter machte der Ernst der Frau einen solchen Eindruck, das« er nähere Nachforschungen einleitete. Der Mann wurde aus--gefunden, und der Richter beschuldigte ihn de«-Morde« und erzählte ihm den Vorgang der Er» mordung. wie er ihn von der Frau vernommen hatte. Ray konnte zuerst vor Erstaunen kein Worr hervorbringen und legte dann «in umfassend«« Ge» ständni« ab. Die Frau wurde freigelassen. — Ol> die Entdeckung de« Morde« wirklich nur einem Traume zuzuschreiben ist. steht noch nicht fest. Vielleicht wird die Frau schließlich noch einmal verhaftet. Hin neues Hlepubtikerl Die Einwohner der Gebiet«, um deren Besitz sich Brasilien und Bolivia streiten, haben ihre Unabhängigkeit erklärt und eine Republik unter dem Namen „Republik von Akna" gegründet. Mssverflaudeu Der Schulinspector passierte eine« Tage« einen kleinen Ort und wurde von einigen mutbwilligen Jungen, di« sich hinter einem Zaun versteckt hielten, mit Schneebällen beworfe». Er suchte den Lehrer aus und verlangte die Be» strafung der Buben, dabei in der Meinung, die Uebelthäter hätten ihn nicht gekannt, betonend, ja nicht zu verrathen, das« der Attakierie der Schul» inspector gewesen sei. Die« hielt der gestrenge Herr zur Wahrung seiner Würde für geboten. Am nächsten Tag« sagt« der Lehrer zu den im Schulzimmer ver-sammelten Buben: „Gestern haben einige von Euch wieder »inen fremden Herrn mit Schneeballen be» worfen. Sagt e« gutwillig, wer war e« denn ?- — „Der Schulinspector!" jauchzte die ganze Classe. Z)er Kumor im cherichtslaale. Im .Wiener Extrabl."' veröffentlicht Eduard Seidel eine neue Serie heiterer Auisprüche, di« er in den Gericht«» sälen Wien« gesammelt hat. Wir theile» daraus folgende mit: „ES ist nicht zu verkennen," plaidiert der Advocat, „das« die Stellung eine« Angeklagien ihre Schwierigkeilen hat. Stiehlt er bei Tag, so Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Houutagsbettagt der „Deutschen Wacht" in ßissi. Nr. 37 »Die Südmart" erscheint jeden Sonntag als unentgeltlich« Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". Einzeln ist „Die Südmart" nicht täuslich. 1839 Die Krall des Dichters. Roman von Arthur Zapp. (Jortseyung.) Aufs tiefste beunruhigt, geht Elfe mit lebhaften Schritten auf und ab. Sie überlegt. Was soll >te ihm sagen? Zft es nicht ihr« Pflicht, ihm die Wahrheit zu gestehen? Vielleicht kann er Striche machen, Aenderungen. Edgar blickt erstaunt auf. Wo bleibt der Ausbruch enthusiastischen Lobes, an den sie ihn gewöhnt und den zu erwarten er sich berechtigt glaubt? .Es gefällt Dir wohl nicht?" fragt er, ironisch lächelnd, in schlecht verhaltener Empfindlichkeit. Else tritt an den am Tisch mit aufgestütztem Kopf Sitzenden von hinten heran und umschlingt seinen Hals mit beiden Armen. „Sei mir nicht böse, Edgar," sagt sie mit sanfter Stimme, in bittendem Ton, „aber ich habe die Em-pstndung, dass Dir manches im zweiten Act nicht so gut gelungen, wie im ersten. Vielleicht," fährt sie schüchtern fort, während er besremdet den Kopf hebt und sie sprachlos vor Erstaunen anhört, „vielleicht hast Du hier nicht Ruhe genug? Man zieht Dich zu sehr von der Arbeit ab, man zerstreut Dich! —" Ziemlich unsanft reißt er sich los von ihr. „Denkst Du." bricht er los, während sich feine GesichtSzüge verzerren, vor Aerger und beleidigter Eigenliebe. „denkst Du, ich weist nicht was aus Dir spricht? Die Eisersucht, der Verdruss über die Huldigungen, die man mir darbringt und die Du mir nicht gönnst. Du kannst nicht sehen, dass man mich feiert. Du willst, dass ich den ganzen Tag bei Dir sitze und mich von aller Welt zurückziehe. Dass ich ein Narr wäre! Lass Dir ein- für allemal gesagt sein: zum Weiberhelden tauge ich nicht." Else ist wie erstarrt. Edgars entsetzliche Unge-rechtigkeit, seine maßlose Heftigkeit erfüllen sie mit Schrecken. Ist es schon so weit mit ihnen gekommen. „Edgar, um Himmelswilleu," ruft sie voll Angst und Schmerz aus, „ich bitte Dich, ich beschwöre Dich, nur das nicht! Lass uns «ich», bitter, nicht hart gegen NachdriZ verbitten. einander werden! Fühlst Du denn nicht, wie furchtbar weh, wie unrecht Du mir thust? Niemand kann höher von Deinem Talent denken, als ich, niemand mehr entzückt fein von dem, was Du geschaffen. Aber wäre es nicht gewissenlos, wenn ich Dir blind schmeicheln, wenn ich Dich loben würde gegen meine bessere Ueberzeugung?" Sie hebt die gefalteten Hände gegen ihn empor, ihre Augen schimmern feucht. Edgar aber hört gar nicht auf das. was sie spricht. Unablässig tönen die Worte des ungewohnten Tadels in seinem Ohr und immer tiefer fressen sich Zorn und Erbitterung in seine Seele. Er reißt feinen Hut vom Nagel und ungestüm schreitet er zur Thür. Ein paar halblaut gemurmelte, unver-ständliche Worte, ein spöttisches, gezwungenes Lachen, wüthend stürmt er hinaus, ohne Gruß. Am nächsten Abend bereitet sich Edgar eine stolze Genugthuung. Der Tadel ElfeS wurmt ihn immer noch, er will ihr zeigen, dass sie im Unrecht ist. Er lechzt nach Lob und Bewunderung. AUeS. was sich zur Gesellschaft des kleinen Bade-ortes rechnet, ist von ihm geladen, um der Vorlesung der ersten beiden Acte seiner neuen Dichtung beizuwohnen. Der kleine Saal des Hotels vermag kaum die er-wartungsvolle, feierlich gestimmte Schar seiner Verehrer zu fassen. Freudestrahlend, die Brust geschwellt von stolzer Zuversicht, sitzt Edgar an seinem kleinen Tische und sieht aller Augen auf sich gerichtet. Nun beginnt er zu lesen; lebhafte Beifallsrufe unterbrechen ihn häusig, und am Schluß des ersten Actes, dem eine kleine Pause folgt, umringt man den Dichter glückwünschend und sich in enthusiastischen Lob-sprüchen ergehend. Auch Else ist entzückt, und mit freundlichem Lächelt» lässt sie die Ausbrüche der Be-geistenliig der corpulenten Witwe und des hageren, alten Mädchens über sich ergehen. * Aber als nun Edgar zum zweiten Act ansetzt, da beobachtet sie bangen Herzens den Eindruck, den dieser Theil der Dichtung auf die Zuhörenden hervorbringt. Es entgeht ihr nicht, dass, je weiter der Act vorschreitet, desto mehr daS Interesse erlahmt. Die Gesichter ver-länger» sich, der Ausdruck der seelischen Antheilnahme verschwindet auS den Mienen, hier und da ein unter-drückte« Gähnen. Mit geheimer Angst blickt sie zu Edgar hinauf. Doch der Vortragende ist so in seine Dichtung vertieft, so vollständig von seinem Erfolge berauscht, dass er von alledem nicht daS Geringste wahrnimmt. Ein leises Gefühl der Genugthuung mischt sich in die Empfindung der Besorgnis, mit der Else dem Schluße der Vorlesung entgegensieht. Das Urtheil seiner Freunde wird sie in Edgars Augen rechtfertigen. Er wird nicht mehr an ihrer Aufrichtigkeit, an der wohlmeinenden Absicht ihres Tadels zweifeln können. Doch welch eine Ueberrafchung! Der Dichter schließt, und nun erhebt er das leuchtende Antlitz zu seinen Hörern und ein tosender Beifall bricht los, der noch lärmender, geräuschvoller ist, als derApplaus nach dem ersten Act. Stürmische Ausrufe werden von allen Seiten laut: »Großartig! Meisterhaft! Gcnial! Hinreißend! Einzig!" Die temperamentvolle Witwe tritt mit wuchtigen Schritte» an den triumphierenden Autor heran und drückt dem sich leicht Neigenden einen mächtigen Lorbeer» kränz aus die Stirn. Alle drängen sich um den Dichter, glückwünschcnd, händedrückend, lobpreisend. Else steht allein abseits, verwirrt, bestürzt. Ist sie das Opfer einer Täuschung? Hat Edgar recht ? War eS wirklich Missgunst, Eisersucht, die ihr Urtheil dictiert? Nein nein Z Jene alle lügen, heucheln — egoistisch, gewissenlos. Es ist ihr, als müsse sie warnend ihre Stimme erheben, zwischen Edgar und seine Schmeichler treten. Da trifft sie sein Blick, sieghast, voll Triumph. Seufzend sinkt sie auf ihren Stuhl zurück, im Gefühle ihrer Ohnmacht. XIX. Einige Tage darauf sitzt Else in trübes Sinnen versunken am Fenster ihres Zimmers. Noch immer herrscht eine ziemliche Spannung zwischen ihr und Edgar. Der gekränkte Dichter zürnt, dass sie ihm noch nicht zerknirscht, reumüthig Abbitte, geleistet. ES ist in der dritten Nachmittagsstunde. Edgar weilt im Nebenzimmer, um schnell noch ein paar Zeilen an seinem Drama zu schreiben, bevor er zum AuS-fluge, den er mit einigen Bekannten verabredet hat, aufbricht. Er arbeitet überhaupt nur noch stunden-oder halbstundenweise, in der Pause zwischen zwei Ver-gnügungen. Else ist sehr muthlos. ES bangt ihr vor der Zukunft. Zerstreut lässt sie ihre Blicke über den kleinen Vor-garten schweifen, der das Haus von der Straße trennt. Eine Dame nähert sich dem Zaune, welcher den Garten abschließt. Jetzt bleibt sie stehen, öffnet die kleine Lattenthür und tritt in den Garten ein. Mechanisch, ohne besonderes Interesse, hat Else ihr zugesehen. Nun stutzt sie. Gilt ihr der Besuch? Die Fremde nähert sich mehr und mehr. ES ist eine hohe, auffallende Gestalt, elegan», nach der neuesten Mode gekleidet. Ein breitkrämpiger Strohhut beschattet ihr Gesicht. Jetzt erhebt sie den Kops, Else stösst einen Schrei aus und fährt halb von ihrem Stuhl empor. Dann sinkt sie wieder schwach zurück, die Arme sinken ihr schlaff am Leibe herab. Da ertönt ein Klopfen an der Thür, ein festes, energisches Klopfen. Else stösst ein zitterndes: „Herein" hervor und erhebt sich mühsam, um der Eintretenden entgegen zu gehen. Lebhaft, mit einem liebenswürdige» Lächeln ihr die Hand herzlich entgegen streckend, geht Frau Fredrich auf Else zu. „Also sie sind's wirklich! Ich freue mich sehr — wirklich ei» glücklicher Zufall!" Else nöthigt, Platz zu nehmen. Es kostet sie eine ungeheuere Anstrengung, ihre Haltung zu bewahren. „Stellen sie sich vor," sährt Frau Fredrich in leichtem Plauderton fort: .wir kommen gestern Abend hier an. mein Mann und ich. zur Nachkur. Ein rei-zender Ort Ilmenau — nicht? — kenne es von früher! Im Hotel hören wir Ihren Namen. „„Tannhof?"" sagt mein Man», „„gewiss unser Dichter! Das trifft sich prächtig!"" Natürlich erkundigt er sich sogleich nach der Adresse, und da bin ich nun, Sie zugleich im Namen meines Gatten herzlich zu begrüßen." Und wieder muss Else ihre zitternde Hand in die ihr abermals mit der sreundlichsten Miene gebotene Rechte Frau FredrichS legen. Eine ungeheuere Ueber« windmlg ist es ihr, ein m,befangenes Gesicht zu zeige» und die üblichen Phrasen zu sagen, während der eine Gedanke erbitternd, zu wilder Erregung reizend, un-willkürlich auf sie eindringt: Verabredung ist's, kein Zufall!" Mit lauerndem Argwohn späht sie nach einer Miene, nach einem Blick deS Einverständnisses in dem Gesicht ihres Gastes, als jetzt Edgar aus dem Nebenzimmer hereintritt. Doch vergebens. Das Antlitz der schönen Frau bewahrt den Ausdruck ruhiger Freundlichkeit, kein verräterisches Zucken, kein anderes Zeichen einer freudigen Aufwallung. Edgar begrüßt den Besuch mit überschäumender Lebhaftigkeit. Aber bei ihm hat das nichts Aufsälliges. - Er richtet sogleich ein halb Dutzend Fragen an Frau Fredrich. Wie das Befinden ihres Gatten sei? Aus welchem Bade sie komme? Wie lange sie in Ilmenau zu bleiben gedächten? Dazu giebt er seiner Freude über die ebenso überraschende wie angeiiehme Begegnung lebhaften Ausdruck. Eine animiertc Unterhaltung entspinnt sich zwischen den Beiden, an der Else so gut wie keinen Antheil nimmt. Wie a»S weiter Ferne schlagen die Worte an ihr Ohr. Nur wenn sich Frau Fredrich, was mehr-malS geschieht, direct an sie wendet, spricht sie, abei' auch dann nur einsilbig, zerstreut. Edgar dagegen ist von sprudelnder, munterster Gesprächigkeit. Er ist ausgeräumter als je und gibt mit Humor und draina-tischer Lebendigkeit dem Gaste eine Schilderung deS Zlmenauer gesellschaftlichen Lebens. So vergeht den Plaudernden und Lachenden eine Stunde im Fluge, die Else eine marlervolle Ewigkeit dünkt. Endlich erhebt sich Krau Fredrich, Edgar mit ihr. „Wenn Sie gestatten, gnädige Frau, begleite ich Sie «in Stück Weges —" Nur mit äußerster Anstrengung gelingt es Else, der sich in der verbindlichsten Weise Verabschiedenden ein paar höfliche Worte zu sagen. Und nun. nachdem sich die Thür geschlossen und die Schritte der Fortgehenden ans dem Flur verhallt sind, machen sich die mühsam be-herrschten Empfindungen der letzten Stunde in einem lauten Aufstöhnen Luft. Mit zwei, drei ungestümen Schritten ist sie am Fenster. Durch die Gardine verdeckt, späht sie mit glühenden Augen in den Garten hinaus und sieht die Beide», dicht nebeneinander, in eifrigem Gespräch sich entfernen. Ihr krankhaft erregter Geist lässt sie die Blicke sehen, mit denen sie sich ins Gesicht schauen, raunt ihr die Worte zu, die sie mit einander tauschen. Während der nächsten Wochen kaun sich Edgar seiner Arbeit nur wenig widmen, denn es gilt, Frau Fredrich mit seinen Freunden bekannt zu machen und ihr zu Ehren allerlei gesellschaftliche Unterhaltungen zu veranstalten. Natürlich ist er bei allen diesen Gelegenheiten der Ritter der schönen Frau zum nicht geringen Aerger der corpulenteu Witwe und der schwärmerischen alten Zungfrau. Else aber geräth über sich selbst in Entsetzen und Erstaunen. Wie sehr diese unglückselige Leidenschaft der Eifersucht sie verändert! Hass und Bitterkeit, Missgunst und andere niedrige Triebe wuchern in ihr und ersticken nur zu oft die Stimme der Vernunft und Billigkeit. Ihr Gemüthszustand ist ein beständiger Wechsel zwischen nagendem Misstrauen und reu-müthiger Zerknirschung. Oft sühlt sie sich matt und leidend, und sie nimmt sich vor. sich zu schonen und sich der Theilnahme an den gesellschaftlichen Zer- - streuungen mehr zu enthalten. Im letzten Moment aber ändert sie jedesmal ihre Entschließung; auS jedem Zusammentreffen Edgars mit Frau Fredrich zieht ihr Argwohn neue Nahrung. Eines TageS hält Regenwetter die Badegäste ge-fangen. Elfe hört ihren Gatten in seinem Zimmer aus und ab gehen. Sie fragt sich, was in so rastlos hin unn her treibe. Ist's ein« schwierige Stelle in seiner Arbeit, Über die er nicht hinweg kommen kann? ES ist schon spät am Nachmittag, als Edgar mit Hut und Ueberzieher das Wohnzimmer betritt. Else blickt von dem Roman auf, der vor ihr aus dem Fensterbrett liegt. Der kleine Paul, der zu den Füßen seiner Mutter gespielt hat, läuft dem Papa entgegen und fasst mit den beiden kleinen Händchen nach den Zipfeln feines Ueberrockes. Doch der Vater scheint nicht aufgelegt zum Scherzen. Ziemlich unsanft macht er sich loS und unfreundlich herrscht er den Knaben an: „Nicht unartig, Paul? LafS mich!" Der verwöhnte kleine Kerl verzieht empfindlich den Dfund und schleicht sich betrübt zur Seite. „Verteufeltes Wetter — macht einen rein melan-cholifch!" brummt Edgar, zu Else gewendet, ohne sich weiter um den Schmollenden zu kümmern. „Weiß der Kuckuck, wie das die Stimmung beeinflußt! Bin wahr» hastig nicht imstande, auch nur eine Zeile zu schreiben. Ah —" er sasst sich mit der Hand au die Stirn — „wie mich mein Kopf schmerzt vom vielen Grübeln! Will ein wenig zu Fredrichs hinunter oder zu sonst jemandem, 'n bishen plaudern — mich zerstreuen — adieu!" Flüchtig berührt er mit seinen Lippen ihre Wange und verlässt das Zimmer. Sie sieht, wie er mit raschen Schritten den Garten durcheilt; in der nächsten Minute ist er ihren Blicken entschwunden. Else versucht, ihre Lectüre wieder aufzunehmen, aber sie kommt nicht über wenige Zeilen hinaus. Eine volle halbe Stunde haftet ihr Blick starr an derselben Stelle, und es ist nicht das Schicksal der Romanheldin, das ihre Stirn sich furchen macht und ihrer Brust hörbare Seufzer entlockt. Endlich klappt sie das Buch zu, um im Spiel mit ihrem Kinde ihren Gedanken zu entrinnen. Aber die Geduld des kleinen Paul wird auf eine harte Probe gestellt. Ganze Minuten lang lässt ihn die Mama stehen in der Erwartung deS Balles, den sie, über ihn hinwegsehend, mit ihren Fingern fest umschließt. Er ist deshalb auch gar nicht ärgerlich, als sie ihn plötzlich ganz im Stiche lässt und den Ball achtlos von sich schleudernd, davon läuft. lJorlsetzuug folgt.) K Nelehrendes. Unterliattende», fetteres etc. Mk Deutschland über alles. Ein Lied will ich euch singen. Wie'» einst Herr Walther that, Bon ernsten, hohen Dingen. Hört wohl bei Sänger» Rath! Tem Reich und seiner Herrlichkeit Ertön' mein Lied zu Ehren. Ihr solle wohlweislich mehren Des Reich«» Macht und Ruhm allzeit! Ihr sollt euch nicht befehden, Beflecken nicht den Glanz DeS Reich's, und achten jeden Im Dienst des Vaterlands l D helfet alle. Mann für Mann. Am großen Werke bauen: Die Welt soll Wunder schauen, Wa» teutsche Eintracht schaffen kann! Lasst fluten durch die Lande Der Freiheit lichten Strom: Zersprengt der Knechtschaft Bande, Und macht euch srei von Rom! Es soll de» Papste» Segen nicht Da» Wert der Eintracht krönen; Ihr sollt es selbst verschönen Durch wahrer Freiheit golden' Licht! Das Weil zu höchst soll schmücken Die Wahrheit und das Recht! So mag es noch beglücken Manch kommendes Geschlecht. Nun wollt, ihr Männer, all' zugleich Den heil'gen Schwur erneuen: „Wir schützen fort in Treuen Da» neu erstand'»? Deutsche Reich!" 1899. R. In'S Album. Die Liebe gleicht dem April: Bald Frost, bald fröhliche Strahlen. Bald Blüten in Herzen und Thalen. Bald stürmisch und bald still; Bald heimliches Ringen und Dehnen. Bald Wolken. Regen und Thränen, — Im ewigen Schwanken und Sehnen Wer weist, was werden will. «e>»tl. Eines Andern Pein empfinden. Heistet nicht barmherzig sein; Recht barmherzig sein will heisten: Wenden eines Andern Pein. -. ?°gou. DaS ABC-Buch. Prinz Moritz von Dramen nahm im Jahre 1581 die Stobt Nimwegen den Spaniern weg. Weil die Spanier ihn, seiner Jugend wegen, einen ABE-Schützen in der Kriegskunst nannten. so liest er die Buchstaben ABC aus neue Stücke giesten, beschos» damit Nim-wegen und fragte nach der Uebergabe den Commandanten, wie ihm das ABC-Buch gefiele? Lieder in einer Strohhatte mein eigener Herr. Als an fürstlicher Tafel ein glänzender Galt. M. Jotoi. Kleine« Gericht naefc der Tuppe. Reste kalten Suppenfleische», gleichviel ob Rind-, ob Kalbfleisch, werden, von den Sehnen befreit, sehr sein gewiegt. Aus 125 Gramm gewiegtes Fleisch rechnet man einen gehäuften Efslöffel voll Butter. Diese lässt man aus schwachem Feuer heist werden, schüttet in dieselbe eine ebeusalls sehr sein gewiegte Zwiebel, ein Lorbeerblatt, Salz, einige Gewürznelken, auch einige Körner ganzen Pfeffers. So-bald die Butter zu sieden ansängt, giebt man das Fleisch hinein, sammt einem Weinglas e rothen oder meisten Tischweines. Nachdem die Masse unter beständigen» Umrühren leicht aufgestoßen, macht man dieselbe sämig durch einen halben Thee-löffel in Wein klargerührlen Kartoffel-mchles. Stark mit geriebenem Parmesan-käse überstreut, mit gerösteten Kartoffeln verziert, eignet sich die Masse vorzüglich, um gleich nach der Suppe gegessen zu werden. Wie soll es in der Küche aus-sehen? Es kommt vor, dass eine Hau»-srau sehr eigen mit den Wohn- und Schlafräumen ist; da ist alle« wie geleckt, aber in der Küche sieht es aus. das« einem der Appetit vergeht. Da liegt Kohlenstaub aus den blinden Blech- und Messinggeschirren, da find die Tische schmutzig, gleichfalls die Tellerlüchcr, da fehlt es an den nothwendigen Gcräthschaf-»en, während die stilvolle Einrichtung des Salons nichts zu wünschen übrig lässt. Liede, junge Hausfrau, lass es umgekchr, sein. Lieber eine moderne Base, einen altdeutschen Krug, einen kostbaren Prunk-tellcr, ein stilvolles Eckbrettchen weniger, aber an guten Töpfen, Kochlöffeln, fau-deren Tellertüchern, scharfen, blanken Messern und grasten, fchnceiveisten Tischen lasse es in deiner Küche nicht sehlen. DaS sei dein Stolz I Sin Heilmittel gegen den KredS glaubt Dr. Campbell White auf Grund von Experimenten, die er im Roosefelt-Spital in New-Uort anstellte — in der flüssigen Luft gefunden zu haben. Er ent-schloß sich, wie er sagt, nachdem er einen Fall von Beinfraß mit Erfolg durch Anwendung flüssiger Luft kurirt halte, diese» Mittel auch bei Strebs zu versuchen. Ein» spritzunge», die unternommen wurden, waren von Ersotg begleitet. Dem Fortwuchern der Geschwulst wurde Einhalt gethan und di« Wiederherstellung des ur> fprünglichen Gewebes machte erfreuliche Fortschritte. (?in gut«» Mundwasser, da» gegen | schwammiges Zahnfleisch, Lockerheit der Zähne u, f. w. sich bewahrt hat, wird aus folgende W-ise bereitet: Man nehme 2» Gramm Myrrhen und löse sie in öS« Gr. starkem Weingeist aus, setze 20 Gr. Löffel-krautfpiritus, 20 Gr. zerschnittene Brom-beerblalter, 20 Gr. Salbeiblätter, 20 Gr. Pseffermünzblätter und 100 Gramm gulen Weinessig zu, lasse daS Ganze einige Tage in der Wärme ziehen und presse es dann durch ein Tuch. Mit dieier Tinktur, die man beim Gebrauch mit etwas Wasser verbannt, wäscht man bei den genannten Leiden täglich mehcecemale Zähne und Zahnfleisch. Stärker verdünnt, tann man die Tinktur auch zum Ausspülen des gan» zen Mundes verwenden. Stockflecken. ! Esslöffel fein gestoße-neS Salz und 1 Theelöffel gepulverten Salmiak vermischt und in Wasser ausge« löst und die Flecken damit bestrichen. Die Wäsche kommt einige Stunden an die Lust und wird dann ausgewaschen. Auf der Leknndärbahn, Reisender: „Donnenvetter, der Zug sä)r» >a heute ordentlich schnell, Schaffner!" — Schaff» ner (geheimnisvoll): »Ja, wissen S', wir haben nämlich einen Eilbrief in» Postiack!" Verfehlte (Empfehlung. Schnorrer: „Den seligen Herrn Grostoater hab' ich gekannt, sogar an den Herrn Urgroßvater tann ich mich erinnern und —'" — Corn« mercienrath: .Genug l Klettern Sie mir nicht fortwährend aus meinem Stamm-bäum rum I" Beim Barbier. Kunde: „Wie kommt eS, das« ich schon eine so große Platte habe und mein Bart noch so schön schwarz ist— Barbier: „Das ist doch ganz einfach, der Bart kommt doch auch ziemlich zwanzig Jahre später zum Vorschein." 1899 .Kzatfche Macht' [«brb ihm bie größte Frechheit, die er dadurch be-hnbet bat, al« erschwerend zur Last pflegt. Stiehlt « bei Nacht, dann ist wieder die größere Gefävr-lihkeit erschwerend. Ja, wann soll dann eigentlich «*r stehlen?" — Tinem Angeklagten, welcher der «irpiuscherei beschuldigt wurde, hielt der Vorsitzende jlwze vor, das« er e« gewagt habe, ohne ärztliche» Wom Kranke zu behandeln. Der Angeklagte bat sltann um Geheimerklärung der Verhandlung, da fecju seiner Rechtfertigung etwa« vorzubringen habe, «al er nur dem Gerichtshöfe anvertrauen könne. Sadjbem die Verhandlung für geheim erklärt worden, fegte der Angeklagte: „Hier, Herr Präsident, ist ttm Diplom; ich bi« ja Arzt, aber meine Patienten tastn e« nicht erfahren, fönst haben sie kein Ver» viiltii mehr zu mir!" Das erlle Kaus aus Aluminiu,«. Man hat soeben in Chicago ein Hau« gebaut, dessen Wände cii Aluminium hergestellt sind. Es wurden näm-ibh, wie wir der diesbezüglichen Mittheilung de» ^»lem-Anwaltes I. Fischer in Wien entnehmen, iditr statt der mit Kalk verkleideten Ziegel Alu-i««ium-Platten von circa '/, Ctm. Dicke zur Be-tllidung der Wände verwendet. Dieses begreiflicher-«eile unverbrennbare Gebäude wird von einem Änüst auS sehr starken Eisenfäulen getragen. Zoiichen diesen Säulen sind die Aluminium-Platten imgkftyt. Ihre Dimensionen sind 80 Ctm. zu »i> Clm. Sie sind in Rippen, die ebenfalls aus EKuninium bestehen, eingefügt. Da» verwendete lAttllll besteht au» 90 Theilen Aluminium und 10 Untat Kupfer, diese Zusemmensetzung wurde ge-uä^lt, weil ihr AuSdehnungScoefsicient ein sehr geringer ist. Die Fenster diese» Hause» sind un-I uthnier groß, einige haben eine Breite von circa 7 Meiern. Die Höhe de» Hause» ist 64 Meter, H enthält 17 Etagen. DaS Hau« soll mit seiner ^glänzenden A'uminiumsarbe einen äußerst MÜtgeu Eindruck machen. Vor allem ist hervor-Aiden, das» sich auf den Plallenobersiächen kein ötaib ansetzen kaun und jener, der an Gesimsen Krt Kanten ansetzt, leicht entfernt werden kaun, so biß das Gebäude stet« wie blank geputzt aussieht. Mingers Keife- und Aremdeujeilung. Nr. U, tont 20. August 1899. Inhalt: Da« St. 6te» Haut-Fest in Budapest. (Mit Jllustr.) — Diimant-lßleistiei in Amsterdam. (Mit fünf Jllustr.) — Die sibirisch« Bahn. '— Schwaz. (Mit Jllustr.) Von Rico-ta» NicolitS. — Abtragung der großen chinesischen Ziller. (Mit Jllustr.) — Zur Geschichte der Brief-ourte. — Alterthum. — Mittheilungen anS Nah und ^m>. — Technische«. — Feuilleton: „Schützenlt«l". icn Johannes Schmal. — Touristische«. — Ver« Klitlocftn. — Literatur. — Vermischte«. — Notizen. Ter praktische Rathgeber im Obst- und Karlen-bu veröffentlicht in seiner neuesten Nummer einen LbKernteberichtauSNordameriko. Nach Kejtm hat Canada, da» gelobte Land des Obste», eim recht gute Ernte zu erwarten — die AuSsubr mit auf 400.000 Tonnen geschätzt, gegen 300.000 Tonnen int Vorfahre. Dieser sür Deutschland be-«illiche UeberflusS wird aber aufgehoben durch «ine schlechte Ernte in den Vereinigten Staaten. $ie HauptauSfuhrstaaten New Iork, Michigan und Ä siouri dürsten nicht den eigenen Bedarf decken un* bei den vortrefflichen Wasserverbindungen ist >1»-»nehmen, dass sie die kanadische Ausfuhr voll-fdtiiblft aufnehmen werden. So ist das für die iaichei, Obstzüchte? drohende Schreckgespenst der mnikanischtn überaroßeit Einfuhr wieder für ein verscheucht. Die Angaben des praktischen RaihgeberS stützet sich ausschließlich auf die amt-lichen Berichte. ßi« IZotKsmittet. Als solche» darf der als schmerzstillende, Mu«kel und Nerven kräftigende Ein-reibung bestbekannte „M o l l's Franzbrantwein und Salz" gelten, der bei Gliederreißen und den andere» Folge» von Erkältungen allgemeinste und erfolg-reichste Antvendung findet. Preis einer Flasche 90 kr. Täglicher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. Mol l, f. u. k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9. In den Depots der Provinz verlange man ausdrücklich M o l l's Präparat mit dessen Schutzmarke und Unter-schrift. 3452-2-97 65 fr. kit t>. g.u t>. Viel, ant itoitiit, sowie .>. Zürich. E. Hänsenbüchrs Concess. höhere Töcht^rachule 3998 Prmtvoltacliole iiJSW'tSparcassapliäüät) .Schnlanü^g 13. September. Die Zöglinge iIbc Ifnstalt sind in jeder Beziehung lestens gehalten. Die LehrWfaste derselben vorzüglich. Prospect« gratis und fianeo versendet die Vorsteherin der Anstalt. MM aatttrikher alkalischer bestes Tisci erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh. 2£"r. 0363 Die zur Bereitung eines kräftigen and gesunden Haustrunks nind amtlic steriuui d tjtt-'t ost A Ste Vor schlechten Natli, Zi-ugmase nen ohne Zucker empfiehlt isreichend zu 150 Liter er Hartmann .Konstanz,Buden. rücklich guwarnt ! Die^stjA — Die Substanzen 'erkauf hohen k. k. Mini-votn 27. Jänner 1890 it zu haben bei .eid.Toa.c3n in Altenfetadt Nr. »02 bei Feldkirch in Vorarlberg 3Ö76-7S Preis ? Gulden. Schulpro pramme liehe chule IS. 3823—77 8 »tu 16. Sept. 1899. durch die Direction. ausfrau wird einen Versneh mit Sc| Blelelmeise bei s neuer Schuts- mark«. ein vollkom-s, keiner Za9ätte dürfendes Wasch-n n d B1« i c li in i 11 e 1; re r-einigt a .sscrordent- liche Reinigungskraft mit grösster Ausgiebigkeit nnd ist v o 11-kommen unschädlich für Wäsche und Hände. 422-1—2 Kundmachung. Um die Anwendung künstlicher Düngemittel in der Landwirtschaft, insbesondere für den Obft- und Weinbau in Steiermark zu fördern, hat der hohe steicrm. LandeSauSschusS mit Verordnung vom 30. Juli 1895, Z. 20390,bie stcierm. landwirtschaftlich-chemische LandeS» Versuchsstation in Marburg beauftragt, die Bestellung solcher Düngemittel auf genossenschaftlichem Wege in billigster und zuverlässigster Weise durchzuführen. Die Bestellung dmch die genannte Anstalt erfolgt, sobald sich Theilnehmtr für eine Menge von nahezu 10.099 ffc»**- -«ruft-" ES ergeht daher an alle JnteressjDlM, wDche ihM Bedarf an künstlichen r Wei'e»ecken wollen, die Auf» ie Herbs»iso» thunlichst sofort, ens Sjttlf September entweder be der »ewünschten Menge und sgten DMgemittelS an die unter-wende men TtfcflR» »i DüngemittMt in di fordern^^sich für jedenZ^r diS kä» fchrMmch unter A der Art deS benötj zeichnete Leitung z fönlich in den R zu machen. Die kunft der Send» werden, am Ba geringen, durch Aufschlag innerhi Versuchsstation. deS Düngt! ertheilt l Vr li oder diese Angaben per» Anstalt (Urbanigasse 23j eich nach An-e Dheilne?iÄR verständigt esc in Marburg oder Wen einen ie UeberführungSkosten »ursachten I—2 Wochen im Lage«mme der >ahluug hat sofort bein^mpfange eigen. Alle näherMAuskünfte >ie Vci tu i»j tiu. L?alldes.Airsuchs Ttatioa in M a xmlx g. UeDer die Art nuj>»«Mcnz« der anzuwendenden künstliW»WygciWt«t^q?k!t die oben gezeichnete Leitung auf s chr is tli ch eÄnfrageu umj>ehend Auskunft. Diese Anfragen müssen die Angab« enthalten, welche Cultur-gattung gedüngt werden soll, die Beschaffenheit der Bo-denS (leicht, schwer, Lehm, Sand :e.), ob daS Gru'-.d-stück nas» oder trocken ist, die Vorfrucht und etwaige Düngnng desselben und allfällige sonstige wissenswerte Bemerkungen. 4225—76 0 an der Wiex^af' Börse. (Speculationsförm mit von iföHiehereiu begrenztem ßisico.) f. Auflage. ClnTiniifif AYii^Wnlr aua JoiBrmÄl -Der Kapitali*t- Ia- Nr Un I nl m A ll[ifill,R sormationsblatt fir flnaaiicllc und eoaiwsr-UU^IUIUL XXJ^nUUA cwlle An^le^nbellon. 3C2CII. JaJoieretn.g' Ist MAbn^fir.chlflncn and zu hextchvii «Itircli 4i« Administration des Jonruals ,I)er Kapitalist*. Witi Mlaorlteaplata 4. Preis 30 > in Briefmarken oder per Postanweisung. Lebens-Versicherunas-tSfsellscroft in London. Filiale für Oestevjrfickjr m Filiale Wien, Giselastja^se V Budapests im Hanse der ßesßlMafl. / im rür Ungarn: rranzJosefsplatz5u,6 der üesellsclan. »cn 159,947.578.— am 28,823.375.— »M5-T9 Activa der Gesellschaft am 31.ffecerabc Jahieseinnahme an Prämien Jn die Verw. der ,D. W.* Rattentod (Aetir Immisch. Delitzlch) ist das beste »iWl, un, Kalten und Mäuse schnell und siritpr *rf Unschäd- lich für It-Qarwu und flknnthiere. Z» haben a 30 di 60 kr. in der Ap^&eke *nf Mariakllf Cilli unil in der^ftmtheke in Kanu»' 4034—75 bcttfbiur Wrftc in u. »nbrräbrri» iu eonrurrtBjl*» tllilncn'Vrttfrn. ülliiitcirtrc Uaa ntatii ins Fukcs. Sßafftnfrfril ftrriatfc*5lt.339. 8983—90 -rangen Werk Ein wahrer Sc für alle durch jugendliches Erkrankte ist das bejlftn Dr. Retan's Seüdfbewahrnng 81. Aufl. MitJ^bbild. Preis 2 tL Lese es Jpner, der an den Folgen ! solcher La^K leidet. Tausende verdanken denselben ihre Wiederher- | Stellung. — beziehen durch das TitUgnifuii ii Ltiziig, Suurkt Nr. 21, sowie durch jede Buchhandlung strt—aa I Suclmitrk- ml npflehlt jjf Adler, Ha.-\a.ptpla.t2S 5. Preü: iBO Stück 70 kr. ,S Stück iO kr. Illullritte (Ohtup-fjcftc ljg)s Hier W ^./'• !'<>«♦ »<*11 . T M«<* ti($«uu eilt H-ft. *S» nur 1 VD*tk. ■ Das erst «nun Iadrzan,» bringt jiki N»«W> jtfr.trtcr Dich»»: Tantalus »on Paul Aeyse, Aomro ltfit* Julia von A«rl Emil Franzos und neben diel» ffobinrttfküifcn beutjefecr SiowCUni! iit frja^iung Vühnrnbölkchrn oo« Aöclf Hindermann, an tif «ch Mtmmt un» Novcllm von «ichard »•#- «barlstte Jtiel» - Han, •rnslk — Mernd-rdine SchiUj«-e«ttt u. b. a. aitrepra werden. Artssa»te 5ttti?»liraii«»t» ui'.t» /tunNSeifage«. »tjlscttiftftr. biUlnf»* ftrutfdif ilittftrTrtr Monatsschrift! 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