„/nihtit, Zittmg sir Alle." Nr. 8. Kreitag, RV. Jänner tVV8. VI». Jahrgang Die „Marbiirger Zntung" erscheint jeden Sounta;,. Mittwoch u,»d Freita»,. Preise — fiir Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3fl.. vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung inb Hauß monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl.. vierteljährig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Tarmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, beizweimaltger mit 1ü. bei dreimaliger mit 20 kr. berechuet. wozu für jedesmalige Sinschaltuug so kr. Jnseraten-Stempelgebühr kommen. Zur ^jt'schichlt' des Tui^es. Die Spaltung der ungarischen ReichStagSlinken. die von den Bliittern der Regitrung schadensroh betrachtet wurde, beginnt sich für ditst vkrhängnißvoll zu gestalten. CS ist nämlich kein Gtl)timniß mehr, daß die slrasse Zusammcnhaltung. welche man biSlicr drr Deaf-Partei nachrütimte. sich seit einiger Zcit gcwalti-t lockert, und viele Mit-glieder dcrseil>eii. bevor noch die obeiwähnte Spaltung vor sich gegan^zen. die Ausscheidung entweder thatsächlich bnverkstelligt, oder die Nei.Mng liiezu öffentlich kundgegeben. Letztere finden nun einen willkommenen Anlaß sich den Anschauungen der gemäßigten Linken anzuschließen, und die Be-gebung unter die Führerschaft GhyczyS und TiSzas scheint ilji-en biSlierigen Gesinnungen lvenlger tvidersprecheud zu sein. a!S wenn sie kopfüber in IokayS Lager der radikalen Linken übertreten würden. waS übris^enS bei einem Theile derselben nicht außer dtN Vereich der Möglichkeit liegt. Wenn man einerseits von einer Zerklüstung der Linken spricht, so kann man. vielleicht mit mehr Grund, auch von einer Zerbröckelung der Rechten sprechen, indem viele Anzeichen darauf hinzudeuten scheinen, das» dieser Proceß. wenn auch allmälig. aber doch sicher vor sich geljen wird. Zur Vefesligung dieser Ansicht hat in neuerer Zeit auch der Umstand beige-tragen hat, daß das Organ der Deak Partei durch seine letzten, unmittelbar aus der Reichskanzlei erhaltenen Mitttieilnngen sich als Regierungsblatt zu erkennen gab und hiedurch in der öffentlichen Meinung nicht nur den Ruf eines unabhängigen Blattes einbüßte, sondern viele seincr eisrigsten und thätigsirn Anhänger in das entgegengesetzte Lager trieb, und noch treiben wird. Rußland und Preußen beschäftigen sich mit der Lage Rumäniens um BieleS mehr, als eS bisher der Fall gewesen. Rnßland beschränkt sich vorderhand darauf, die äußere Politik Rumäniens einzig und allein von Petersburg abhängig zu machen, die Eitelkeit der gegenwärtigen Regierung durch Hinweisung aus tveittragende leicht durch, zuführende Plane, unter Ausagung der biefür nothigen Hilfe, beständig anzufachen, und sich auf diese Weise ein günstiges Feld für eine zukünftige Operation vorzubereiten. Preußen hingegen möchte vor Allem zufrieden-stellende Daten über die militärische Lage Rumäniens haben. Um so bald als möglich im ganzen Lande die Militärorganifation nach dem preußi- schen Systeme durchzuführen, ivurde beschlossen, die Borträge, welche jeden Sonntag für das mittellose Publikum abgehalten werden, mit den militärischen Studien und Uebungen zu ergänzen. Auf Befehl des Fürsten wurden fünfzehn Unteroffiziere beordert, die jeden Sonntag mit 700 bis 1000 Proletariern durch mehre Stunden Waffenübungen vornehmen. Da in Rumänien die Volksschulen wegen Mangel an guten Lehrern und genügender Ausstattung auf einer sel)r niedern Stuft zurückgeblieben, lvurde auf Anregung deS Fürsten eine Musterschule in Bukarest gegründet und spendete derselbe zu diesem Zwecke 1500 Dukaten aus seiner Privat-Kasse. Kriegsschiff bezeichnet. Dadurch werden wieder andere Personen besorgt gemacht und durch solche künstliche Ausregung gelangt man schließlich dahin, daß Jeder sich von Räubern und Mördern umringt glaubt, und friedliche Geschäftsleute, wie dies neuerdings schon mehrfach vorgekommen, ihre Diener mit Revolvern und andern Waffen versehen. Juarez hat den mexikanischen Kongreß mit einer Botschaft eröffnet, die nun ihrem vollen Inhalte nach vorliegt. Wir entnehmen daraus die Abficht des Präfidenten, in Mexiko Frieden und Ordnung h^uftellen. Bon den euroMchen Mächten verlangt er nichts, als die Wiederan» knüpsung guter Beziehungen. Die Stelle der Botichast. welche sich aus den Tod des Kaisers Maximilian und auf die Parteigänger desselben bezieht, lautet: »Die Hinrichtung von Queretaro war eine Nothwendig-keit, geboten durch die ernstesten Forderungen der Gerechtigkeit und durch die zwingende Forderung, dem Lande für die Zukunft dadurch den Frie' den zu fichern. daß den inneren Wirren und all den Uebelftänden. von denen es gequält wurde, ein Ende gemacht werde. Indem das Gesetz mit aller Strenge aus diejenigen der Schuldigen angewendet wurde, welche unter ihnen den höchsten Rang einnahmen, konnte, nachdem ein Beispiel g^eben worden, gegen die Uebrigen mit großer Milde Versahren werden. Die Republik hat ihren mißrathenen Kindern, soweit das nur immer möglich war, verziehen und sich großmüthig gegen diejenigen ge-nigt, welche aus der Fremde gekommen ivaren, um fie mit Blut und Ruinen zu bedecken." Di« bei p«« Mwistsr«. Marburg. 16. Jänner. „Die Aufwartung machen!" — ist ein Geschäft, mit welchem sich nur geborne Unterthanen befassen -- ein Geschäst. das man deßwegen in Oesterreich und vor Allem in der Hauptstadt noch eifrig betreibt. 3e höher der Rang des Mannes, welchem die Ehre gilt, desto häufiger wird ilim dieselbe erwiesen — doch hat wohl jeit Schmerlings Tagen Niemand die Last dieses Herkommens drückender gesuhlt, als die neuen Minister. Im Streben, die Auswartung zu machen, sind alle Parteien einig: ob die Mitglieder eines freisinnigen Veremes bei Giskra, Berger. Herbst und Brestel sich melden — ob die Severinusbrüder ihre Bratenröcke vom Nagel herunternehmen und einem Kardinal Glück wünschen — begründet keinen wesentlichen Unterschied. Die Aufwartung zu machen hat Metternich seine Oesterreicher und namentlich seine Wiener gelehrt und Vach war sein Rachsolger. Zwin« gende Verhältnisse haben allerdings Manchem den Rücken gekrümmt; aber daß die Schweiswedelei zu einer förmlichen Kunst ausgebildet, daß dieselbe mit Wohllust, mit einer wahren Bedientenseligkeit geübt wurde, das ist, was uns lietrübt. Das Aufwartungmachen ist ein Ueberbleibscl aus der Zeit der Knechtschast und Kriecherei und muß vertilgt werden ^ ohne Rückficht, schonungslos. Das Aufwartung machen ist uitMännlich. unwürdig, unnütz. Sie schlug die Augen wieder auf z sie lag in seinen Armen, au seiner Brust; er bedeckte fie mit seinen Küssen. „Hermann. Mtin Hermann!" lispelte sie. Der Major jauchzte aus. „O. endlich höre ich Deine Stimme tvieder." Sie umfing ihn mit ihren Armen und erwiderte seine Küsse. „Ich habe Dich wieder!" „Nichts soll uns mehr trennen." .Nichts!" sagte die Generalin. die an der Seite des Paares stand. Marie erliob sich , die Generalin schloß sie in ihre Arme. „Mein thkures, theures Kind!" „Gütige Mutter meines Hermonn, schenken Sie auch mir Ähre Liebe." „Auch Deine Mutter, meine Marie! Wir Alle lieben Dich, Du edle Dulderin. Wie viel hast Du gelitten, um Hermanns willen, und ich wußte es nicht; ich wußte nicht, wo Du warst, und konnte Dich nicht trösten, nicht ausrichten, nicht lieben!" Marie hatte sich erholt; ihr Gesicht hatte wieder Farbe, ihre Augen wieder Glanz bekommen. Die Generalin schien sich in den Anblick des schönen Mädchens zu verlieren. „Wie bist Du schön. Marie!" rief der Ml,jor. „Ich btn sehr gealtert." erwiederle sie errvthend. „Ich fürchtete, Du müßtest mich um zelin, anstatt um drei Äahre älter wiederfinden." Der Major iah sie prüfend an. „3n der That." sagte er. und er erblaßte plötzlich, als wenn er einen licsen Stich in dos Herz bekommen l)abe. Aber schmerzlich lächelnd setzte er jchnell l»inzu: „Konute eö andcrS sein? Drückt in solcher Zeil nicht ein Jahr schwerer al» zehn andere? Auch ich habe gealtert. Wie sehr wirst Du mich verändert gesunden haben!" „Ich sehe nur meinen theuern Hermann, der so unglücklich war. dessen Leben sortan. wenn es nach meinen Wünschen geht, nur Glück sein soll." Man sal) nur Glück in den schönen Gesichtern deS PaiireS; nur Glück umstrahlte das würdige Gesicht der Generalin. ist geschäftsstörend, nachtheilig. Zeit und Arbeit werden versäumt, die besten GeschästSstunden gelun verloren — die Belästigung erzeugt Stim-mungen, welche der geistigen Arbeit nicht förderlich — die Lust zu wei« terem Schaffen wird benommen. Wir bedauern, daß unsere neuen Minister so viele „Auftvärter" empfangen mußten, daß sie nicht mit der alten Form gebrochen, daß sie vor dem Eingänge zur Amtsstube nicht die Inschrift befestigt: „Der Zutritt ist nur in Geschäftssachen gestattet l" ^ Zeit ist Geld! Im Lande, wo man diese» Wort zuerst ausgesprochen, wo es zur vollsten Wahrheit geivorden — in England würde solchen Aufwärteru die lhüre vor der Rase zugeschlagen. Die Engländer sind grob — das heißt: sie meiden alles zeitraubende, unfruchtbare Gerede und Geflunker — sind stolze, trotzige Männer, fleißige Arbeiter — ob sie am grünen Tische sitzen, ob fie die Feder fiihren. ob fie in der Werkstatt ihrem Beruf obliegen. Grob im Sinne der Engländer find auch die Schweizer und die Nordamerikaner sind als Bürger eines Freistaates nur noch fleißiger, noch stolzer, bringen eS dafür aber vorwärts in der Arbeit und im Staate. Seien auch »vir stolz und fleißig — entledigen wir uns des For« menkrams, der unser ganzes Sein und Wollen noch überwuchert, die hoffnungsvollsten Keime erstickt. Die Erlösung vom Banne der alten, zwecklosen, geistleeren Formen wird unser geselliges, geschäftliches und staatliches Leben veredeln lvird uns wahr und frei machen. vermischte Rachrichteu. (Damenmode' Kongreß.) In Amerika ist der Zusammentritt eines Kongresses von Damen beabsichtigt, welcher die Aufgabe haben soll, die Damen'Anzüge in Amerika zu reguliren und festzustellen, in welcher Weise Amerikanerinnen anständig Aekleidet sein sollten; denn die aus Paris wieder verschriebenen Moden machen aus den Damen, die bisher wie Glocken und Luftballone einherwandelten, tvahre Harlekinsfiguren, die aber statt des Lächerlichen, eine traurige Musterkarte der Geschmacklosigkeit mit sich hcruintragen. (Ans Abyssinien) wird geschrieben: Die Tage gleichen hier d,n letzten englischen September» oder ersten Ottobertagen, nur daß die Sonne größere Krast hat. die Nächte aber sind bitter kalt. Wer ein Jäger ist. der sreut sich des Lebens ; denn Wild gibt es hier im Ueberfluß: Rothwild verschiedener Arten. Wildgänse. Enten. Perlhühner. Trappen. Rebhühner und Hasen, die um Vieles größer als die englischen find. Zn den ersten Tagen war die Jagd wahre Spielerei, seitdem freilich ist das Wild scheu geworden und will lvie in tuliivirten Ländern beh»,ndelt sein. Großer Zweifel herrscht über die Frage, wie sich die Provianttrung der Armee gestalten wird, wenn wir erst tiefer in daS Innere des Landes vorgedrungen. Bedenkt man den Mangel jeder ausgiebigen Bodenkultur, den Mangel an Haupt, und Seitenstraßen und die Armnth der Bewohner, so muß man wohl zum Schluß gelangen, daß das Heer seinen gesammten Borrath mit sich zu führen gezwungen sein werde. So viel ist gewonnen, daß die Seuche unter den Pferden zu verschwinden angefangen, seit wir aus der Ebene in die Höhe gelangt find. Die Kavallerie verliert gegen-wärtig nicht mehr als mei bis drei Pferde täglich, «vährend früher ihrer zehn bis fünfzehn gefallen. 3m Ganzen können wir mit dem bis jetzt Erreichten sehr zusrieden sein, zumal wenn man der schlimmen Propheten gedenkt, die einen Marsch durch die abyssinischen Bergpässe als etwas llnmögliches oder doch als ein mit den größten Hindernissen verknüpstes Abenteuer darstellte». Allerdings mußten wir wie die Affen klettern um hinaufzukommen, aber verunglückt ist dabei Niemand und in Kurzem wird der Paß auch für Fuhrwerke gangbar gemacht sein. Der Troß verfügt Aber in einem andern Gesichte zeigte sich der Ausdruck einer tiefen, schmerzlichen Trauer. Emma von Rixleben nahete sich nicht der Gruppe der Glücklichen. Sie stand am Fenster, allein, verloren wie in ahnende, schiver ahnende, ängstliche Träume. Und wer sie so sah. mußte meinen, sie sei plötzlich, in dem kurzen Zeiträume von wenigen Minuten, aus einem unbefangenen Ktttde zu einer Iungsrau gereist, deren Herz schon angefangen habe, bange und leidend zu schlagen. Es war am Abend desselben TageS. Die Liebenden saßen beisammen auf dem Sopha in dem Zimmer der Mutter; nur Emma war bei ihnen. Sic erzählten einander aus der traurigen Vergangenheit, ihre Leiden, ihre Drangsale, aber auch ihre Hoffnungen. Sie waren glücklich in der Eritmeruug, auch in der Erinnerung an die Leiden. Smma hörte ihnen still zu. Sie war glücklich mit ihnen. Jene schwarzen Ahnungen, jene ängstlichen Träume schienen aus ihrer Brust völlig verschwunden zu sein. Die Erinnerung an die vergangenen Tage suhlte die Liebenden auch auf ihre letzte Trennungsstunde zurück. Sie hatten sich in Königsberg zum letzleu Male gesehen. „Erinnerst Du Dich. Hermann?" fragte Marie. „Es war gegen sieben Uhr Abends, als wir Abschied von einander nahmen, aus eine so lange, so unglückliche Zeit. Mein Valer wohnte damals aus der Klapper-wicse. in der Nähc deS PhilosophendammeS. Wie ost hatten wir über die sondelbaren Namen lachkn müssen, und nnch über die Gestalten mit den hohlen Gesichtern und wüsten Haaren, die immer so tiessinnig auf dem Philosophendamme umherwandelten, und von denen Jeder ein Kant sein ivollte. Wie anders, wie schwer war unS an jenem Abende ums Herz. Wir suchten unS get^enseitig und uns selber Muth zuzusprechen, die!TreU' nung könne höchstens ein l)albes Jahr dauern; es müsse ja nothwendig bald eine bessere Zeit kommen; die furchtbare Schlacht, der Du entgegen gingst, müsse eine glückliche Entscheidung bringen. Aber im tiesen Innern unserer Seele stand dennoch der Unglaube, und wir konnten in unseren Worten ktinen Trost fii,dcn." „Wie Du jede Cinzelnheit noch so geiiau lveißt," sagte der Major gegenwärtijl über Z3W Maulthierf, 800 Kameelt. 400 Zugochsen und 11.00 tingeborene, zum kragen ganz tüchtige Rinder. Außerdem stehen in Aden 3000 Kameele und in Suez 3000 Maulthiere bereit, denen sich wohl noch andere größere Maffen au» Alexandrien. Kuratschi und Bombay zugesellen »Verden. (Boltswehr und stehendes Heer.) Nach dem letzten lüechenschafttberichte des schweiz. Bundesrathes hat die Eidgenoffenschaft eine organisirte Militärmacht von 204,704 Mann, ganz ungerechnet den zu 150,000 Mann angenommknen Landsturm. Unter jener Zalil befinden sich, außer einer mäßigen Anzahl älterer Offiziere, keine Sechzig- und keine Fünfzigjährigen, sondern nur Viänner zwischen dem zwanzigsten und höchstens dem vierundvierzigsten Ial»re. Wie stellt sich dax^egen das Ber-hältniß z. B. in Vaiern? Die „Allgemeine Zeitung" hat berichtet, der neue gormationsplan gehe für den Kriegsfall auf 86.221 Mann. Nun hat aber Vaiern eine nahezu noch einmal so zahlreiche Bevölkerung wie die Schweiz. Die Schweiz könnte nach baierischem Muster höchstens 44,000 Mann aufstellen, statt 204.000; Vaiern hingegen würde nach schweizerischem Muster über 400,000 organifirter und genügend vorgeübter Soldaten versügen. die überdies weit schneller als jetzt ins Feld geführt werden könnten. (Bolkswirthschaftliche Ausklärung.) Durch die nord-deutschen Ztitungen läuft eben folgende Humoreske: Ein alter Arbeiter aus dem Oldenburgischen, der alles Unglück und den schlechten Verdienst in unseren Tagen „der Mäßigkeit" in die Schuhe schok», sagte: „Gewiß van de Mäßigkeit, det globen Se man! Früher, da gungen die Vuure in' Weerthshus und drunken Branwien. dann hjr dle Weerthe n Verdienst. Dann worden se hitzig un slagen Finster un Stöhle und Discher intwei. dann här de Gläscher un de Dischler wtit to dohn. — Dann slogen se sik Löcker in '» Kopp — dann Verdeente de Dotter wat. Naher, denn gung't in Saken (kam es zur Klage), dann kre^en de Afftaten wat to leben. Aberst nu? wat is't nu up Stä? (aus der Stelle gegenwärtig). Nu steckt se de Fööt an n Aben (Ösen) und les t in de Böcker (Bücher); se werte jo woll noch luter Pastoren, un all de Verdienst von de Annere, de fallt weg." Wie lange ist es her, daß diese Anschauung die herrschende war! (W iener Presse.) Im Jahre 1867 erschienen in Wien 159 Zeitschristen, und zwar 152 a)s selbständige Blätter und die übrigen 7. wiewohl unter eigenem Namen, als Beilagen anderer Zeitungen. Hiervon beschäftigteu sich unter Andern 25 mit Politik,^ 5 rnit Bolkswirthschaft. 27 mit Handel und Gewerbe; 16 belletristische Witzblätter sorgten für Srhfiterung in trüber Zeit. 7 vertraten kirchliche und Kultus. Interessen. 7 andere behandelten Schule und Erziehung; 26 dienten der wisien-schasllichen Aorsä^ung und Förderung von Kunstsertigkeiten u. s. w. In fremden Sprachen erschienen 7 Zeitungen, und zwar das rumänische Blatt „Albina", das hebräische „Betli Lehem". das czechische „Lesicek". die kroatische „Olasonosa". das Journal „Kraneais", der „Mercurio di Gienna" und der polnische „Postep". Marburger Berichte. (A u s h i l f s k a s se « Berein.) Am 9. Jänner wurde die jährliche Hauptversammlung dieses Vereins abgehalten: 42 Mitglieder erschienen; der Vorsteher und sein Stellvertreter waren jedoch ausgeblieben. Der Verein zählt 15S Mitglieder. Nach K. 32 der Satzungen ist die Hauptversammlung nur bei Anwesenheit von einem Drittel der Mitglieder dtschlußfühig. Nach K. 31 kann die Hauptversammlung nur vom Vorsteher oder dessen Stellvertreter einberufen, eröffnet und geleitet werden. Nachdem aber die letztt Hauptversammlung nicht von einem Drittel der VÜtgtieder „Kanu man solche Augenblicke, und überhaupt eine solche Zeit ver-gefsen 7 Ich muß aber auch aufrichtig sein. Du weißt, ich habe stets gewissenhaft mein Tagebuch geführt." „Und Du besitzest es noch?" „Gewiß." „Wir werden uns oft daran erfreuen und erheben. Aber ivir haben bisher fast nur von meinen Schicksalen gesprochen, erzähle Du auch nun von Dir." „Mein Leben war einfach." „Einfach in Leiden —" ..Warum Dich damit betrüben? Und gerade heute, in den ersteu Stunden unseres Wiedersehens?" „Doch Eins hast Du mir noch nicht mitgetheilt. den Grund Deines langen Ausbleibens." Marie sann nach. Der Schuten einer schmerzlichen, schreckhaften Erinnerung zog über ihr schönes Gesicht. „Ts war ein trauriger?" fkagte der Major. „Ein sehr trauriger. Eine der schwersten Stunden, nein, bis jrtzt die schwerste Stunde meines LebenS. Aber Du hast Recht, ich darf Dir nichts verhehlen. Ich hatte eine ältere Schlvester; Sie hieß Antoinette-^" „Eine Schlvester? Ich habe nie von ihr gehört." „Mein Vater hatte verboten, auch ihren Namen nur noch zu neil-nen. Sie sollte seine Tochter, sie sollte meine Schwester nicht mehr sein. So vermied ich auch gegen Dich, von ihr zu sprechet». Der Gedanke an ,1e war auch ein so trauriger. Sie war schon srüh das Opfer der Ver-suhrung eines Nichtswürdigen geivorden. eines sranzösischen Offizier». Sie hatte mit ihm das väterliche Hau» verlassen, und war ihm ohne den Segen des Baters in die Welt gefolgt. TS ivar mit ein Grund seines frühen TodcS. Wir erfuhren sehr bald, daß der Verführer wegen Unehren-haften Betragens den Abschied erljalten habe, und als Spion und Betrüger umherziehe. Antoinette kehrte nicht zu un» zurück. Später hörten wir nicht» weiter von ihr. Unmittelbar vorher, als ich zu Dir abzu-reisen im Begriffe stand, erhielt ich die Nachricht, daß sie krank und ver- besucht, und von einem nicht berechtigten Mitgliede eröffnet und geleitet worden, sind alle dabei gefaßten Beschlüße rechtsungiltig und empfehlen lvir dem Vorsteher, nochmals eine Hauptversammlung einzuberufen, um diesen Verein auf den gesetzlichen Weg zurückzuführen. (Einbruch.) Bei dem Grundbesitzer Georg Windisch in Oruschka« berg haben zur Nachtzeit unbekannte Diebe eingebrochen, Kleider in be« trächtlichem Werthe. einen Regenschirm, einen Silberthaler und drei Gulden Kleingeld entwendet. (Staatsnotenfälscher.) Das KreiSgericht Cilli hat die beiden Zöglinge der hiesigen Lehrerbildungsanstalt, die wegen Fälschung von StaatSnoten (Zehnkreuzer- und Eingulden. Zettel) angeklagt worden, zu schwerem Kerker auf die Dauer von 5 Jahren verurtheilt. zugleich aber beschlossen, die Akten dem obersten Gerichtshofe zur Strafminderung vorzulegen. (Der Neunerausschuß für die Gründung eines p o l i t i s ch' wi r t h s ch a ft li ch e n Vereins) hat die Satzungen nun vorberathen und wird den Entwurf einer allgemeinen Versammlung vorlegen, die heute Abends im Saale de« Herrn Kartin stattfindet. Der Entwurf lautet: „Satzungen des politisch volksiv. Vereines „Fortschritt" IN Marburg. 1. Ziveck deS Vereines. Der Zweck deS Vereines ist, die politische und volksivirthschaftl. Bildung seiner Mitglieder zu fördern und von allen gesetzlichen Mitteln für die freiheitliche, volkswirthfchaftliche und verfassungsmäßige Entwicklung Gebrauch zu machen. Die Geldmittel zur Erreichung diese» Ziveckes werden durch ein« Aufnahmegebühr von 50 kr. und durch monatliche Beiträge beschafft, welche die Jahresver-sammlung festsetzt. 2. Bilduug und Erneuerung des Vereines. Der Verein ist gebildet, wenn dreißi^Mitglieder ihren Beitritt erklärt haben. — Ueber die Aufnahme eines Mitgliedes nach der Bildung des Vereines entscheidet die VereinSleitung durch Kugelung. Der Abgewiesene hat das Recht der Berufung an die nächste Vereinsversammlung. — Wenn der fünfte Theil der Mitglieder unter schriftlicher Angabe der Gründe eine Erneuerung de» Vereins verlangt, so muß in einer Ver-sammlung darüber berathen und abgestimmt iverden. 3. Sitz des Vereins. Der Sitz des Vereines ist Marburg. 4. Rechte und Pflichten der Mit-glieder. Jedes Mitglied des Vereins hat das Recht, die Bildungsmittel desselben zu benützen, den Versammlungen und Vorträgen beizuwohnen, in allen Fragen das Wort zu ergreifen uud mitzustimmen, zu wählen und gewätzlt zu werden. - Jede» Mitglied ist verpflichtet, durch fatzung»-lnäßig pekuniäre und moralische Unterstützung die Zwecke des Vereins zu fördern. 5. Bereinsleitung. Die VereinSleitung besteht aus neun Mitgliedern; diese sind: der Obmann, der Schriftführer und der Archivar, die Stellvertreter derselben, der Kassier und zwei Berathungsmänner. Die Mitglieder der Vereinsleitung werden auf ein Jahr gewählt und versehen ihr Amt unentgeltlich. 6. Versammlungen. Außer der alljährlich wiederkehrenden Hauptversammlung sollen regelmäßige Monatsversamm-lungen abgehalten »Verden; die Vereinsleitung kann aber ent»veder selbst oder auf Verlangen des fünften Theiles der Mitglieder unter Angabe der Gründe außerordentliche Versammlungen einberufen, welche allen Mitgliedern gehörig kundgemacht werden müssen. In den Vetsammlungen gehen die nöthigen Wahlen vor sich, werden durch die Mitglieder Vor-träge gehalten. Besprechungen eingeleitet, in der Jahresversammlung insbesondere Rechenschaft über die Thätigkeit des Vereins, die Geldgebahrung u. s. iv. abgelegt und die Monatsbeiträge bestimmt. 7. Befchlußfähigkeit. Ausfertigungen und Bekanntmachungen. Zur Beschlußfähigkeit des Ver. eins ist wenigstens ein Drittel sämmtlicher Mitglieder, zur Giltigkeit eines Beschlusses die Mehrheit der Anivesenden erforderlich. Die Abstimmung ist geheim. Die Bereinsleitung ist beschlußfähig durch die Anwesenheit von fünf Mitgliedern. — Ausfertigungen und Bekanntmachungen werden vom Obmann und Schriftführer erlassen. 8. Streitigkeiten der Mitglieder. lassen in einem kleinen Städtchen an der sächsischen Grenze liege. Ich eilte zu ihr. und komme von ihrem Todtenbett. Sie hatte von ihrem Verführer nicht lassen können. Eine wunderbare Gewalt hatte sie au ihn gefesselt, in Noth und Elend. Elend und Gram und Vorivürfe hatten sie ausgezehrt. Die Erzählende weinte bei der traurigen Erinnerung. Der Major drückte ihr mitlcidig di» Hand. Sie sah in dankend an. Aber auf einmal bedeckte Leichenblässe ihr Gesicht. Ihr Blick »var dem Auge Smma's begegnet, und sie hatte in einen wie elektrisch zündenden Strahl eines plötzliche», surchtbaren Mißtrauens getroffen. Die Generalin trat in das Zimmer : sie war in Feierkleidung. Die gute Daine hätte sofort an dem, freilich damals sehr einsachen Hose ihrer vormaligen Herrin, und noch immer angebeteten, schönen Königin Louise in Berlin erscheinen können. Auch ihr Gesicht hatte den Ausdruck des Feierlichen und zugleich des Geheimnißvollen. Geheimnißvoll »var ihr Walten schon den ganzen Tag seit der Ankui»ft der Verlobten ihres Sohnes gewesen, wie man freilich auch schon seit vierzehn Tagen hatte beobachten köniren. daß sie irgend etwas Geheimes vorhabe. „Meine Kinder." sagte sie zu den Liebenden, „ich habe eine recht grobe Bitte an Euch, die Jljr mir nicht abschlagen dürft. Ich habe mich so lange darauf gefreut, schon seit dem Tage Deiner Ankunft. Her-mann; und wie oft schon weit früher; eS ist ja einer der Lieblings-gedanken dcS MutterherzenS." Sie sah sreundlich lächelnd die Liebenden an. „Und ilir fragt nicht einmal, worin meine Bitte bestehe? Ein Zeichen. daß Ilir sie errathen habt." Sie hatte Recht darin. Der Major wagte nicht, geradezu ilt die Anj^en seiner Verlobten zu sehen. Diese hatte verschämt die Augen zu Boden gesenkt. Auch Emma hatte die Bitte errathen. Sie saß blaß und zitternd da; ihr Blick heftete sich mit einer beinahe fast tödlichen Angst auf die Verlobte ihres Veters. Der Major ivollte seiner Mutter antworten. Aus einmal sprang das junge Mädchen auf. (Fortsetzung solgt.) Streitigkeiten der Mitglieder auS Verhältnissen deS Vereines lverden durch ein Schiedsgericht aus der Mitte desselben geschlichtet, in welches jede Partei einen Richter wählt: beiöe Richter wählen den Obmann. Gegen die Entscheidung ist keine Berufung zulässit,. ö. Vertretung deS Vereins nach Außen. Der Obmann vcrtrltt den Bereii! nach Außen. 10. Aus-schließung und Austritt der Mitglieder. Ein Mitglied, daS seinen Verpflichtungen durch drci Monate trotz ErMtilinuug nicht nachkommt, oder in anderer Weise sich unwürdig beninimt. kann auf den Antrag drr BereinSleitung durch die BereinSversammlung au< dem Vereine auSge-schloffen werden. Sonst steht eS jedem Mitglied.' jederzeit frei. auS dem Bereine auSjUtreten; eS hat aber wegen Evidenzhaltung der Liste seinen Austritt der BereinSleitung zu melden. 11. Auflösung deS Vereines. Im Falle der von zwei Dritteln der eingeschriebenen und rechtSgiltig zur Bersammlung berufenen Mitglieder beschlossenen Aushebung deS Vereines sollen die wissenschaftlichen Behelfe einer öffentlichen Lehranstalt in Mar-bürg übergeben. daS übrige VereinSvcrmögen aber zu lvohlthätigen Zwecken gewidmet werden, worüber die letzte Versammlung entscheidet. Bei einer von der Behörde verfügten Auflösung deS Vereins wird daS Vermögen desselben dem VemeindeauSschuß von Marburg auf die Dauer eines JabreS zur Ausbewahrung übergeben: sollte während dieser Zeit in Marburg kein derartiger Verein gebildet werden, so verfügt der Se-meindeauSschuß über die ^^erwendung dieses Vermögens. (Todesfall.) Einer der ältesten und bekanntesten Bürger Mar. burgS ist vorgestern gestorben und wird heute Nachmittag um 4 Uhr beerdigt — der Notar Herr Othmar Reiser, der viele Jahre auch Bürgermeister der Stadt gewesen. (V e r e i n S l e b e n) Die Liedertafel deS MännergesangvereiuS wird am 24. d. M. im Saale deS Herrn Aartin gegeben. Zur Abhal-tung der Tanz . Kränzchen find der 1. und 22. Februar bestimmt ivorden. Letzte Post. Di- nationale Partei de« kroatischen Landtages ist «it Ausnahme zweier Mitglieder ausgetreten und vermßt Agra«. Der nor^merikanische «onful in Trieft hat die Weisung, der ^?^"5»milians nicht beizuwoljnen, weil derselbe mit kaiserlichen Ehren bestattet werden soll. Der Verkauf der Kirchengüter in Italien hat bisher Aber den Tchätzungswerth ergeben. D is OöfeetizstsQ xvbva diomit KSiivmvnä vou sie auk tivtstv dötrübenäon Kiuxzdsiäon üos Herra vtllM»!' keiii«!'. liiUsr Äs« I». 3t. (Zrozor vrävQ» vack Lssitier lies VvräieastlcreuZk'» mit üer Xron«», smorit. Lürsvrm«i»tor S» Sti»üt it»r1i»urK, «merit. Ik. ic. Xowr. «merit. Vorstanä äer »tsisrm. I^»nckvirtd»«Ii>«!datt» ?ilii»i« Uitriiurx unä Kv»litjttknd«i,itz!vr, vslodor am 15. .7är>ner 1868 um 9'/« Ilkr ^dsnäs im 76. I^ekens^abrs vavk Lmxtsvgs ävr k. Lakramvntv 6er Lterbvnäen unä ukoU Icurnsm I^oi6ön rukix sntZvdlummerts. Oiv Keöräixuux Knävt am 17. .lünnsr 1863 I^aokmittax« um 4 Vkr statt. Vis d. Lsölsvmogson kür clön VvrliiliokLnsn vvräon am 13. »känner 1868 Vormittaxg 10 Illir iu «Isr Domlcirolis su Alarliurßs, «oviv in äsu kfarrlciredsn ju ävr (Zrassrvorstaät uvä 2U I^smbavl» xvlessu. lilarburx am 16. ^änusr 1868. Uelen« xvd. Uitlveker, Vr. vtkmor U»ttiu. liot- u. UvrjMs-^ävo^at iu IVion, ^ntnniv DrUI»«nf, Ksd Uviser, uuä krn«t ttelser, ?ocl»ter. Lakol. L< dvibssortoeltter. Dr. stlkttdUn» Keiler, Ic. lt. liot»? in Uardvr?, Isvffe. ZV 3. 1S7> Kundmachung. 34 Einladung. (37 Der Neuner-AuSschuß für die Gründung eineS polititsch-volkSwirth-schaftlichen Vereins in Marbnrg macht bekannt, daß er die Satzungen entworfen, und llidet höflichst ein zur Theilnahme an der allgemeinen Versammlung, die heute Abeud um 7 Nhr im Saale des Herrn Kartin stattfindet, um die Satzungen cndgiltig festzustellen, bevor sie der Landes-behörde überreicht iverden. Jeder großjährige itsterreichische Staatsbürger kann dem Vereine beitreten. Im Verlage der Marburger Zeitung und im BerathungSsaale iverden Bogen zur Einzeichnung auf gelegt. Zur Bcrathung und Abstimmung in der lieutigen Bersammlung sind nur die eingeschriebenen Theilnehmer an derselben berechtigt. Marburg. 17. Jänner 1868. Der Gründnngsausschuß. Eröffnung des (Zakö löKettdM Grazer-Vorstadt im Frohmfche« Hanse. Ich erlaube nni' zur Keuntuiß zu briugen, daß ich daS Kafft'thauS nächst dem Bahnhofe eröffnet habe, und lade das I^. t'. Publikum zum geneigten Besuche ein. Mit dem besten Kaffee, seinen Liqutnren, allen Gattungen warmer Eetränlit, guten Aillards» billigen Spielpreisen und einer reichen Auswahl von ZeitNNytN lverdc ich trachten mir die Zufiiedenlieit des ?. 'i'. Publikums zu erwerben uud lnlte um zahlrrichen Zuspruch. 28 Achtuugövoll Die Schul- und Kirchenkonkurrenz-Rechnung pro 1867. dann die Rechnung über die biS nun für den hiesigen Schulbau empfangenen und verausgabten Geldbeträge liegen von heute bis 1. Februar l. I. in der Gemeindekanzlti zu GamS zu Jedermanns Einsicht auf und werden so» dann der in der heutigen Ausschubsitzung gewählten Prüfungskommission zur Prüfung und Berichterstattung übergeben, tvaS anmit Verlautbart wird. Schul' uud Kirchenkonkurrenz Ausschuß GamS am 12 Jänner 1863. Der Obmann: Konrad Seidl. Bekanntmachung. (83 G'fertigtc gibt den ?. I'. Frauen Marburgs bekannt, daß sie zu einer Geburt nach Wien berufen wurde und in thunlichst kurzer Zeit .m-d» rewur sei.. m.d. Josefine Telch, praktische emerirte Hebamme, (Alleegasse. Denzl'scheS HauS). Nr. 14553. EM. (29 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gegeben, daß am Janner 1868 die diesjährige Weinfechsuug des Kuranden Franz Mikiscli. bestehend in 14 Startin, öffentlich versteigert wetden wird. Die Weine sind aus dem Roßbacher Weingebirge, werden ohne Gebinde, nicht unter dem Schätzwerthe und nnr gegen sogleiche Barzah-lnng Hintangegehen lverden. Die Lizitation beginnt am obigen Tage um 9 Uhr Früh bei der Hubrealität deS Kuranden zu Gradischka, woselbst 4 Startin eingekellert sind uud wird sonach bei der Weingartrealität zu Roßbach fortgesetzt. Marburg am 31. Dezember 1867. Berkauf oder Verpachtung eiues Hauses. Das sog'nannte Vc^schitsch'sche Haus in Lentschach, 1 Stocks liocb. neu. elrgant nnd mit allem Komfort gebaut, auf ivelchem bis! tlatt) eine Handlung betrieben wurde, ist sammt d^r vollständigen Ge-j ivölbeinrichtung, dann allem Zugehör. als: einem zweiten, ebrnerdiflen.! gut gebauten, auch mit Ziegeln gedeckten Hanse, den Wirthschastsgebäu ! den und dem Grunde von beiläufig 16 Joch, allsogleich entweder ans^ freier Hand zn verkaufen oder zu verpachten. Die Zahlungsbedingungen können äußerst günstig gestellt werden. Anzufrageu beim Eigenthitmer Johann Lorber, Magdalenavorstadt Marburg. (32 Schweizer pr. Pfund 75 kr. rast-Fluid für Pferde große Flasche 1 fl. 50 kr. räservativ gegen und Diviivlten 1 fi^ „echt" in solgendeu Haupt Depots: (687 Wien bei Herrn Apotbeker C. Spipmiisler Brün» dei Herrn Apvtheker Kranz Eder. „znm rothen KrebS". Kraknn „ „ B. Redyk. P e st t>ei t^errn Apotheker F. Formagtii Lembcr „ S. Rnlker. „zur hl. Maria". TemeSvar „ „ I. E. Pecher. Preßbttrg bei Herrn Apotheker Johann A ra m „ „ Sigin. Mitlbach. PavrecSka „znm hl. Stefan". Graz „ „ V. Nrablowitz. Gen ^ i> e ^Schiveiz) Drognerie A. Herm. Bold». Eisenbahn-Fahrordnung fiir Marbnrg. Ein junger Pudel, 35 Nnch Trieft: Abfahrt: tt Ulzr 14 Min. Krüh. 8 Uhr 46 Min. Abends. sechs Monate alt. echter Raee. ist zu verkaufen. Auskunft im Conlptoir dieses Blattes. Nach Wien: Abful)rt: Ilh? '.^5 Min 7 Uhr ö Min Abends. Nach Billach: Abfal)rt: 9 Ulir Friih. Die liemi schien Ziige verkehren täglich in der Richtung nach Wien: Triest: Abfahrt: 12 Uhr 34 Min. Mittag». Abfahrt: 1 Ulir 32 Min. Mittag». Die t^ilzügc tierkehren täglich zwischen Wien nnd Trieft. Nach Wien: Nach Triest: Abfnlirt: U!,r 40 Min. Mittag». Abfahrt: 1 lihr 5,2 Min. Mittag». ^^ierniitwvrtlichl'r Nedlitieilr: i»n ^ W >eöt >>l c l I. N. st. G. Dtlu^ und Perlttg ^dnurd Innschitz in Marbnrg.