LaibachelMMtllllg. Nr 297. »«»»»»«»»»««»»pr,!!»: I« «o«pl»l« g«z,. !,<»'»<. « l» »l!t ber P»ft «an,», fl, ,ki. hallj. fi. ».»v Freitag, 27. Dezember »».<»»»., »«. 1 fi., s»»fi pr. Z««le I».«ll.. >«.»»». »». Ill fl, U. I, »», ^Nlei!,»»«fte«vc! !«d<<» »<» lr I«72, Amtliäier Theil. 3e. l. unb l. Apostolische Majestät habe» mit Alter, bschft unterzeichnetem Diplome dem Section«rathc im ^nanzministerium Dr. Joseph Vezecny als Ritter br« Orden« der eisernen Krone driller Klasse in Ge-WWeit der Ordensstatuten de» Rltlerstand allergnädigst zu verleihen geruht. Te. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 15, Dezember d. I. allergnä» NHt zu gestatten geruht, daß der l. und l. Botschafter 9raf Veust da« Großlreuz des tais. brasilianischen Drden« vom südlichen Kreuze und der l. und l. General« lvsul Gustav Ritter v. Overveck tzie zweite Klasse be« fiamlsischen Orden« vom weißen Elephanten anneh. ""n u,d tragen dürfen. Ge. l und t. Apostolische Majestät haben auf Grund "«»« vom Minister des kaiserlichen Hauses und des Ätzern erstatteten alleruntertb.ania.sten Vortrage« mit Allerhöchster Entschließung vom Ib. Dezember l. I. eine l'«l haus», Hof» und Staatsarchiv neu sistemisierte Dectionsrathsstelle dem mit dcm Titel und Hharalter "«es Sectionsrathe« belleldcten ersten Archivar Paul Woch er aller gnädigst zu verleihen geruht. Der Minister de« Innern hat im Einvernehmen lnlt den betheiligten anderen f. l. Ministerien den Herren Anton Grafen Altem« und Franz Grafen Wicken« l'urg die Bewilligung zur Errichtung einer Aktiengesellschaft unter der Firma „Baugesellschaft für die Umge, bung Wiens" mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil. Am Schlüsse >t5 Zahres 1872. Einige wenige Tage noch, »nd die Verfassung«. Partei wird dann gehen, die politischen Resultate de« «blaufenden Jahres zu registrieren und zu prüfen; fie wird ein erfreuliche« Maleriale vorfinden. Die Verfassungspartei wird conftatieren, daß die Verfassung seit Ablauf des Jahres 1371 an Freunden und Ulihängern zugenommen hat; daß unter der segens« nlchen Wirksamkeit der Verfassung Oesterreichs Macht« ftslwng befestigt wurde; baß Oesterreichs Finanzlage in defliedigender und beruhigender Weise geregelt wird; daß Defterreichs Staatsbürger stch eines sicheren Rechtsschutzes erfreuen; daß Oesterreich auf dem Gebiete des geistige» Fortschritte« unaufgehalten bedächtig und ruhig vorwärts schreitet; daß Oesterreichs Industrie und Handel in nie »lahmer Weise erblühen; baß die Verfassung immer tiefere Wunel faßt und sich kräftig entwickelt. Die Neue Wochenschrift für Politik u„d Volks« U'Ulhschasl'' constlltiert iu ihrer letzten politischen Ueber, licht, daß nammllich in den zuletzt abgewichenen Wochen b« Jahres 1872 fast jeder Lag ein neues Beleg fur dlt Erstarlung und Eonsolldierung des Verfassungsge« bonltns brachte. Die genannte Wochenschrift fuhrt an ltitlnder Stelle des weiteren au«, wie folgt: „Wenn wir un« auch bewußt sind, daß dlese erfreu« lichen Erscheinungen nur die Summe einer beharrlichen, im gemesseneu Schritte sich vor»ärt« bewegenden Arbeit eines ganzen Jahre« repräsentieren, so bleibt es eben doppelt erfreulich, daß die Regierung die Verfassung«. pone getragen, mitten auf der polilifchen Bühne u»d zn»«^ selbst scmc geschworenen Feinde mit dieser neuen Ttzalsache zu rechnen. Die Verwirrung in diesem tt'ger hat ihren Höhe» Punkt noch nicht erreicht. Vorderhand begnügt man stch dort mit gegenseitigen Rcclinm'alionen, denen man von verfassungstreuer Seite eine allzugroßc politische Be» deutung oeilegt, denn im Hasse gegen die Verfassung, haben sich Jung' u»d Altczcche» noch immer gefunden. Allein daß diese Partei heute ihre letzten Hoffnungen auf die von ihr crwarlete Unciniulclt im Schoße der Ver-jassungspartei zu setzen genöthigt ,sl. doch sie selbst lxn Glauben au den füderalistifchen äsu8 «x macdiuä be« lilts verloren hat, daii» liegt eben der außerordentliche Fortschritt, welchen der Berfassung«gedanke auch nach dieser Richtung hin gemacht hat. Ole Feudalpartei selbst gibt die Situativ» für stch verloren, indem sie ihr Heil von der Berfassungspartei erwartet, von jenen Ideal» Politiker», die fiüher das Gute dem Besseren zu opfern bereit gewesen, die jedoch bereits erfahren haben, daß das Besscrc der Feind des Guten sei. Dem politischen Erfolge mit der Wahlreform hat sich auch m der verflossenen Woche der materielle Erfolg! mit dem glänzenden Finai^exposä pro 1873 beigesellt. Das Verjassungsregime hat die unter seiner Aegidc soil. schrl>^»di materielle Entrv.cklung ;ifferlnäß«g nachweisen können. Für die Bcamtenwe!» brachte die Woche eine lost. bare Weihiiachtsgabe, den Gesetzentwurf, betreffend die Regeluüg de« Veamtengehalte«, welcher die materielle ^age dieser Klasse von Staatsbürgern wesentlich zu ver» bessern geeignet ist u»d auch in dieser Krise da« Be» wußtsein tragen wird, daß der constitutionelle Staat seine Efeculivorgane besser zu würdigen und zu achten wisse, als der Absolutismus, der in der darbe,>den Btlnntenwelt sich willfährig Werkzeuge iiir seine Zwecke bereit Hollen wollte." Zur Action mll Valyie» wird der ,Bohemia" nachstehende« mitgetheilt: Oas Ministerium hat e< vorgezogen, sich mit den Polen ah. gesondert in« Benehmen zu setzen und zunächst mtt den Herren Grocholstl, Zivllliewicz »nd Vodzicti eme Verständigung zu suchen. Merkwürdiger Weise gingen bis» her die Verstonen darüber «««einander, ob die Absicht bestehe, Galizien unter allen Umstünden in den Rahmen der Wahlreform einzubeziehen, oder ob diefe Frage einst» weilen noch offen gehalten und ihre ^bfung von du Haltung der Polen und ihren eventuellen Gcgenconcef-sionen, in erster Reihe von der Inartilulierung de« „Au«gleichs" in die galizljche ^andesordnung abhängig gemacht werde. Ich glaube heule bestimmt versichern zu dürfen, daß in Bezug auf die direkten Wahlen Ga» lizien leine Sonderstellung zugedacht ist, son» dern oaß der Oesammtinhalt der Reform gleichmäßig auch auf Galizien Anwendung finden wird. Was tue Polen jetzt ihrerfeit« zu thun gedenken, erhellt noch nicht. ! Die genannlen drei Vertrauensmänner scheinen freillch »der Vorlage nicht unbedingt ablehnend gegenüber zu stehen, wenigstens mcht alle; sie haben aber keine Voll» macht gehabt, stch im Namen ihrer 5iand«leule auszu« sprechen, und hemgemüh vorerst dem Polenlluo referieren zu müssen erklärt. E« »st immerhin möglich, daß der Polenklub lm Hinblick auf die allgemeine europäische Eonftellanon, welche einer politischen AusnahmssleUung de« österrelchischen Polen entschleden ungünstig ist, namentlich dann sich williger finden läßt, wenn etwa ein besonderer galizischer Minister im Rathe der Krone de. willigt und die Zusicherung ertheilt werden solllc, daß das von dem Polenlhum bereit« occuplerte Terrain ihm nicht geschmälert werden würde. Aber allerdings wird man auch darauf gefahl sein muffen, daß die Polen es nochmal« mit der Se.esston versuchen unb in Masse den Reichsralh verlassen; nur daß diesmal die Dinge ungünstiger für fte liegen, als in irgend einer früheren Zeit. Die Vcrfassungspartei sitzt jeyl so zahlreich im Abgeordnetenhauje, daß seine Beschluhjähigltil auch durch den Austritt aller Polen nicht «n Frage gestellt ist, und die Regierung würde wahrscheinlich leinen Aueen-! blick zögern, entweder den galizlschen Landtag auszulosen und e« mit einem neuen, wefenlllch andere construlcrlen Landtag zu versuchen oder mit der Ausschreibung non Nothwahlen vorzugehen, welche die für dlt Zukunft perhorrescieiten diret,en Wahlen sofort in Szene sehten. Das Mlnislt'ium hat, als es die Polen zu emer vertraulichen Bespeckung abgesondert lud, in lemer Weife mit lhnen verhandeln, es hat sich am allerwenigsten von den Grundsätzen seiner Wahlieform etwas zugu»slen Oaliziens hcrmilcrhandcln lassen, sondern es hat nur, gleich der Verfassungspartei, auch die Polen orintiercn, es hat ihnen ebenfalls die Grunbzüge der Reform unt-theilen und die bei ihrer Aussassu»g leitend gewesenen Erivägungen darlegen wollen, und auf Grund dieser Er-öffuungen ohne Zweifel die Mitwirkung auch der Polen für dus Zusta»dllomlnen des Reformwerks nachgesucht; weiter aber auch sicher nichts. Es ist ,m höchsten Grade wahrscheinlich, daß die Polen die zutreffenden Eröffnun. gen nicht mit besonderem Wohlgefallen, daß sie sie sogar mit entschiedenem Missallm emaegenu.rnommen haben, e« ist auhcrdem sehr möglich, daß sie sofort den Versuch gemacht haben, bei der jetzigen Sachlage, die sie nicht ändern können, weder wenn sie gegen d,e Vorlage fti«. men, noch wenn jie reichsratheftüchNg werden, noch die eine oder die andere.Oflrclwursl" fur stch heruuszuschla. gen: wenn man das eine Verhandlung nennen w,U, dann hat vielleicht eine Verhandlung stattgefunden, in einem anderen Sinne aber schwerlich. Große Besorgnisse knüpfen sich in keinem Falle an die Haltung der Polen, auch wenn sie, wofür bis jetzt leine AnhallSpunllc vor» liegen, die feindlichste sein sollte, las «bu.eoldl,ctetchau« ist auch ohne die Polen beschlußfähig und die crsorber« liche Majorität ist auch ohne die Polen und selbst gegen die Polen ovtHanden; das Nolhdach ,st einmal fertig, die Czechen haben es nlchl einwerfen können und die Polen werden es noch weniger imstande sein." Die Präsldtnlen-Mschall hat den Weg der Oessentlichteit au« dem weißen Hause , in Washington in die verschiedenen Wellthrile beirrten. Dieses wichtige Schriftstück enthält nachstehende Daten: „Die Staatseinnahmen betrugen 374.I06.W7 Dollar« und zufammen mit der Bilanz vom 30. Juni I87l belies sich das ganze disponible Geld auf 484 042 5,73 Dollar«. Die Slaatsausgaben werden mit 27' ', Dollars beziffert. Die Bilanz betrug am ^ ' !872 »ach Abzug der für Amortisationen «emachlen Ausgaben 10«,5S4.35S Dollars 94 Tent«. Ueber da« Krieg«devart,ment entnehmen wir ber Votschaft, daß^ 2W8 »Hhrend in dem am 30. Juni 1871 abgelaufenen Finanzjahre 35.799.991 DollalS 82 Enn«. lM letzten Jahre 35,372! 57 Oollars 20 Cents gebraucht wurden, die Ausgaben für das Jahr 1873/74 nur aus 33.801.373 Dollars 78 Lents veranschlagt werden. Oie Armee besteht aus 24.100 Wrißen u„d 2494 N-gern. Die Einnahmen dcs Postamtes trugen für das abgelanfene Finanzjahr 21,915.428 Dollars und d,e Ausgaben 26.658.192 Dollars. D«e SchienenläNji^ »er von der Post benutzten Eismbahnei betrug 79.9! l keilen, das ftnd> 807? Meilen mehr als in dem vorhergehenden Jahre. Die Zahl der triefe, welche den V' k hr mit fremde«, ^al.deru vermittelte!, war 24,326 500, >'. l. um 4.066.502 oder 20 Perzent mehr als im voraer^ehrn-den Jahre. Das Postaeld dafür belrua l.871.257 Dol-lars 25 Cents. O».r Präsident äußcli sich sehr befriedigt über die abgeschlossenen Postoerträgc. Schließlich spncht er sein Misfallen über daS Privilegium aus, das Eongreß. Mitgliedern «. gewährt i»t. die Dienste 5er Post und Eisen, bahnen unentgeltlich m Allspruch ^u liehmen. Wic früher empfiehlt er Abschaffung dieses Vocrechtt« oder da oer Honnreß derselben abhold sei, w nigltens eine Modifi. kation. Die d«n Indianern gegenüber befolgte Politik hat die ungethellte Anerkennung Grants, da sie die Kosten verringert, on Zusammenstöße mit d,sionm wurden im letzten Jätn" 30.160.340 Dollars ausgegeben. Zum Schluss?, nachdcm noch übcr den Census und die denol» stchende F ier des h»ndertjährigen Bestandes der amerikanischen Nation die Redt gewesen lst, geht oer Präsident zu einer warmen Empfehlung der so nöthigen Re» form im Zivildunste über. ..Visher, heißt es da. sind Stellen zu sehr als der Loh», für politische Dienste be» trachtet worden. Während meine, Ämtszeit wird es mein ernstestes Bestreben sein. di- größtmögliche Rlfo,m im Zivildienste der Regierung herzustellen, aber cs wild dtr directen Thätigkeit des Cong'esst« bedürfen, um das system al« bindend auch für meine Nachfolger zu machen." Politische Uebersicht. Oaibn^' 26. Dezember. Nuf dem Gebiete der inneren Politik nichts absonderlich neues. Er>uähmn wollen wir den Besuch, mit dem Se. Maj. der Kai,er vor elmgen Tagen Sc. Durchlaucht sen Ministerpräsidenten Fürsten Nuers perg beehrt und der in feudalcn Kreisen qroßes Aufsehe» erregt hat. Galt derselbe auch zunächst dem verunglückten Iagdgenossen Sr Majestä , so ueitz man doch. daß er nicht <>folgt wäre. wenn nicht der Monarch seinen Mi«! msttrpräsidenten mit einem besonderen Zeichen Aller-höchstseinrr tais. Huld und Sympathie hätte erfreuen wollen. Diese Thatsache wird in jenen Krufen ihre Wirkung zu üben nicht verfehlen. Denn Loyalität und treue Anhänglichttit an die Person des Monarchen bil-den noch immer im groß n und ganzen einen hervor» stechenden Eharakterzug oft. Die österreichisch'ungarische Reaierung betrachtet eine solche Elausel als einen Ein» griff in die freie Ausübung des Begnadigungsrechtes, llxlmt« eine der wichtigsten Prärogativen der kaiserlichen Krone lst. Unter diesen Umstünden konnte den Unterhandlungen lein Forts,anH gegeben werden." In Bezug auf die preußische Ministerlri« sis verlouttl als zuverlässig, daß alle Beschlüsse des Monarchen i» dieser Angelegenheit in Uebereinstimmung mit den Vorschlägen des Fürsten Bismarck gefaßt wur« den. — Die Abgeordnetenkammer in Darmstadt hat die Regierungsvorlage betreffend die Verlängerung des Finanzgesehes für die ersten sechs Monate 1873 angenommen. In lhrer Adresse als Antwort auf die Thronrede erklärt sich die Abgeordnetenkammer einstimmig bereit, den Großherzog in dem Streben nach Erhaltung und Kräftigung des Reiches zu unterstützen. Die Nationalversammlung in Versailles hat den Gesetzentwurf über die Zurückerstattung der Güter der Familie Orleans in dritter Lesung angenommen. Die Berathung der übrigen OeseheSvorlagen wurde auf den 8. Jänner vertagt. Der dänische Kriegsminister Haffner ist zurückgetreten. Der Director des KriegSminislerium« Oberst Thomsen wurde zum Kr'e^smmister ernannt, Oie madrider „^oocg" oringt über oie Grund-züge des neuen spanischen H c er e erefo r m-Ent-wulfes nachfolgende Mittheilung: „D,e M,ze militärische Macht zerfällt in die eigentliche altive Aimee, dic nur aus Freiwilligen rekrutiert wird und in keinem Falle mehr als 40.000 Mann betragen darf. und die Reserve, welche wieder aus drei Klassen besteht, nämlich erstens der Instructionsarmee, zweitens der Provinzial« Miliz und drit'en« der Natloual-Mil,z. UUl tauqli. chen jungen Leute, dle daS zwanzigste Jahr erreicht ha» ben, bilden die erste Klasse c.tr Reserve, ^i. Dienftzcll in dtr ZnslructwuS'Armce beträgt in oer Rcgrl drei Jahre. Aus der ersten Reserve treten die Wehrpflichtigen in die zweite, wo sie so lange oicuen, bis üle sieben Jahre, welche für die ecste u»d zweite Reserve zusammen die normale Dienstzeit bilden, voll sind. Sie treten sodann in die dritte Abtheüung der Reserve." Im Eongresse zu Madno gab der Minister dcs Neußern bekannt, daß der Entwurf betreffs Abschaffung der Sklaverei auf Portor«cv zuerst der deputier« tenlummer vorgelegt werden wird und dann erst im Senate zu Verhandlung gelangen soll. Dle Regierung hat Mahregeln getroffen, um zu verhindern, daß auf Portorico angetauflc Sklaven nach Cuba zum Verkauft geführt werden. Oiez fragt, üb oie stlavcneigen-thümev elne Entschädigung bekommm wtlden uno ob dic Regierung den Sllaoenbesitz für berechtigt halte oder nicht. Der Minister antworte, daß diesc Fragen in di. seinerzeitige Debatte über den Gesehentwurf aehören. — In der ssortsetzunq der Verhandlung aber den Nntraff auf Billigung der Colonial Po litil der Regierung sprach Eastelar glünzend fllr die Abschaffung dcr Stla-oerei und die demokratische Freiheit von Spanisch'Nme« rea>n 12 Stillimln nngenomtnen. Zur Regelung der Dynge str Staatsbeamte (Schluß.) 4. Gehalts schema. ft. l. Rang.......... l2000 II. ^ .......... l0.000 III. , .......... 8.000 IV. ^ .......... 7.000 < 6.000 V. , ..........j b.500 I 4.500 i 3600 VI. ............^ 3 300 > 3000 < 2.400 VII.............j 2.^00 > »000 l 1.800 VIII. ,. .......... l.600 ! 1.400 l 1.300 IX. « ..........< 1200 ! 1.100 l 1.000 X. . .......... 900 ! 800 700 XI.............. 600 500 Pralticanten. Nspiranten. Nuscultanten ,c. erhallen Adjuten. 8. Ausmaß der FunctionSzulagen. Betrag in Rangsklas.se. Gult-cn I. Rang. 0st. Mhr. Ministerpräsident.........14.000 II. Rang. ^^ Minister............l0000 Präsident des Obersten Gerichtshöfe« . . 5.000 Rechnungshofes . . 5.000 III. Rang. Statthalter ix Oesterreich unter der Enns 5.000 ...... ob der Enns . . 5.000 „ Steiermark...... 6.000 .. Böhmen....... 10.000 .. Mühren....... 6.000 .. Galizien....... 9.000 .. Küstenland...... 8.000 .. Tirol........ 6.000 „ „ lalmatic,!...... 6.000 Ooerlandts»erlchts.Präsidenl m Wien . . . 3.000 .. Prag ... 3.000 .. ttemberg . . 3.000 " " s"° ' ^"^ Kratau . . 1.000 Jeder der übrigen Oberlu„r,Sger,ckls ^ Prä' fidenten...........2.000 Kurfurstin und Hofdame. Historische Novelle von Albert H ö f e r, (Schluß.) Nuf Schloß Degenfeld war die junge Herrin wie-de, eingezogen, aber die alte Gertrude hatte mit Thrä» nen in den Au^cn gleich am ersten Tage gesehen, daß es richt die früher» Maria war. Die Rosen von chren Wangen warrn verschwunden; Tage lang sah man sie ln Gedanken vnloren an einem der Fenster des Gemache« sitzen und wtit über alles hinweg nach dcm fernen blauen Horizonte schauen. Nicht mehr wie sonst hörte man ihr silberhell's dachen in den öden Gängen des Scblosscs. nicht mehr wie so« st sang sie mit den Löqeln drunten ,m Garten um die Welle oder eiltr mit fluch, tigen Schlitten über dm sammtwe,rd sie nachgeben und >n cinc Scheidung willigen um unserer beiderseitigen Ruhe willen. Und dann Ma'ia? - dann kom c ich zu Dir, um Dich zu fragen, ob Du mir folgen willst, dann habe ich das Recht. Dich zu lieben und zum Weibe ;u begehr n." So waren sie geschieden. Mit Ungeduld erwartete Maria Tag für Tag die Nachricht, daß die Kurfürstin Eharlotte nachgegeben halt»,; sic lam nicht. Wohl aber hatte der Kurfinst ihr die Milthilung gemacht, daß die Kurfürstin sich llines ihre, Rechte entäußern wolle und lest dabei beharre. Kutsilljnn von der Pfalz zu bleiben. So stand also kcinc WillcnSünderung bei der gefurchte« lcn Nebenbuhlerin bevor »md mit blutendem Herzen entsagte Maria dem Geliebten, dem sie nimmer angehören tonnte. Sie schrieb dem Kuisurften, sie zu vergessen und seiner Gemahlin zu verzeihen, erhielt aber leine Antwort von ihm. Sollte e, ihren Wunsch befolgen wol< len? Maria wagte kaum daran zu denken. So war de» sommn vorbeigegangen und die ersten tttlbrothm Blätter kündeten den nahenden Herbst. Mit schmerzlichen Gefühlen stand Maria auf ihrem gewöhn« ten Platz am Fenster und blickte hinaus. Mit leiser Scheu dachte sie an den blätterlosen Herbst und den schneeigen Winter, an die langen, dunklen, einsamen Abende und vergaß fast darüber, ihre Blicke mit at-wohnler Unruhe auf den Weg hinab zu senken. cisident. n. Klasse der Altioitätszulane Nan« I- 2. 3. 4. 5. V. 1000 700 500 450 400 VI. 800 500 400 350 300 VII. 700 400 350 300 250 VIII. 600 350 300 250 200 IX. 500 275 250 200 150 X. 400 225 200 150 125 XI. 300 175 150 125 100 Das Cabakgesille b'ldlt line de» reichsten Quellen unserer Staatseinkünfte. „P. N." bringt hierüber nachstehende statistische ,Ma>, da'f bei Beurtheilung der Ergebnisse deS Tllbalgefälles nicht ausschließlich nur den Nettogewinn dl« Acrar« lnS Auge fassen, sondern muß auch den Einfluß erlügen, welchen dieses Monopol auf unsere ^ndesagrilullul, iiisbesondere auf die Tabalproouction ubt. und dies umsomthr jetzt, wo wir eine Neform des» selben beabsichtigen. Die Tabalproductton hat, sowohl was da« Flil« chenmah de« bepflanztcu Terrains, al« auch oa« ein-«elöstc Quantum anbelangt, seit 1863 bedeutend abge» «ommen. Im Jahre 1868 löste da« ungarische Aerar "ach 95.000 Joche., Anpflanzung 865.000 Zeulucr ei:,, lm Jahre 1869 nach 58 000 Jochen 263.000 Zent.-er, »M Icchle 1870 „ach 75.000 Jochen 735.000 Zentner uno ,m Iahle 187l "ach thatsächlich bepflanzten 68.449 Jochen 6»0 209 Ztlttner. Noch arößere Verhältnisse "immt der «iückaaug a». wenn wir die angefühlten Ziffern dem (iruebmsse des »n jeder Veziehung gülistinei' Jahres >867 gegenuberhalte,, i in diesem Jahre waren nämlich l 12.089 Joche mit Tabal bepflanzt, welche 891.504 Hentner «gaben. UebrigenS, selbst wenn wir das im allgemeinen ungünstige Jahr 1869 außer Combination lassen, weil sich »m Jahre l870 wieder eine scheinbare Zunahme zeigt, ergibt sich nichtsdestoweniger tine con-stante Abnahme von 89l.000 Zentnern im Jahre 1867 auf 610000 im Jahre 1871. Auch in anderen z>ffermiißlgen, Ergebnissen brückt sich übrigens dlese Verringerung auS. So flössen für un die Erblander vellauitc Nohtabale und Tabalsabrilate ein: im Jahr« l868 tt,6(X)000 f!.. im Jahre 1869 5,760.000 ft., im Jahre 1870 2,U00 000 fl. An NelloerträgniS warf das Tabakaefälle im vor«, gen Jahre 14 M'Uionen Gulden ab. im Jahre 1870 9 Mlll. Gulden, 1869 12 Mill. Gulden und 1868 13 Mill. Gulden. Diefe constante Abnahme des Reiner-lrägnisseS von 1808 bis 1871 hat ihren Grund vor-nehmlich in den umfassenden Investitionen, Materialan-liiufen und Vauführungeü, welche sich in den Fabriken nöthig erwiesen. Dem entsprechend hob sich die Zahl der Fabriken, deren im Jahre 1868 sieben arbeiteten, im Jahre 1869 auf acht und im Jahre 1870 auf neun. Im vorigen Jahre wurden zwar leine neun Fabriken errichtet, wohl aber der Geschäftskreis der fchon bestehen, den bedeutend erweitert. Trotzdem aber sind Misere elgentll Fabrilm nicht im stände, dem Gedarf zu genügen. Im Jahre 1871 llnrden im Lai'.ac 461 Mlllivnen Zi» sarren. 189 000 Zentner Pfeifen« und 1823 Zentner Schnupftabake erzeugt und ttohdem mußten 43 Million^ Zigarren und 61.720 Zentner Pfeifentabak vom Aus. lande importiert werden. Im vorigen Jahre wulden lltgen tza« vorhergegangene um 10 Millionen Zigarren und 18000 Zentner Tabal mehr verbraucht.' Hn lcr Mitälgrelye llil, am I. Jänner l. I. die neue Iustizo,oanisat,on in Wirksamkeit. Die ..Nar. Nov." publicieren nach. folgende Kundmachung der obersten Vren,-Lanbe«.Ver. waltunMchorde: .Znfolge der mit Allerhöchster Entschließung vom l9. Juni l. I. sanctioniesten Organisation der Justiz, pflege in der^ kroatisch-slavonischen Mililärgrenze. kund-««Macht mit der hierstelligen Cirlular°Vermdnu"g vom 2. Juli 1"72. lKrenzoerwallungS-Präsidiale Nr, 1248, haben die im lroatiscd/slavomschen Grenzgebiete derzeit bestehenden GrcnzregimentS- und Stadtgericklc, sowie dic ^tililar.Oberqel-ichle ihre Amtswirlsamlci, mit ZI. De-^Mber d I. einzustellen und ihre Gcschästsaacnden an b'« Mit 1 Jänner 1873 zu aktivierenden Vc^rlS^richte "nd Gerichtshöfe erster Instanz, beziehungsweise an die lN't demselben Tage ,ur Aufstellung gelangenden Grenz. Dbergerichte zu übergeben. «, , , . ^. . . In (Vcmäßheit der mit dem Nelcrlpte bcs l. k. WtlchskriegSministeriumS vom 25. Oktober ,872, Abthei. lung 4 Nr ikitt nsnehmiglen und mit der hierstclllgen ^trordnun^' vom 15. November d. I.. »ä G. V. Präs, ^r. 2230/I O erlassenen Uebergabs-Instruction w,rd ^r Wahrung der Parteirichte hiermit verordnet, daß «lle Fristen, welche in den bei den aufzulösenden Gericht ltn anhängigen Verhandlungen in zivllrechllichen Ber- !ah«n in und außer Streitsachen mit 31. Dezember' 1872 noch nicht abgelaufen feien werden, für die Par-teien bei den neuen Gerichten mit 1. Iiinner 1873 neu zu beginnen haben." Die Organisation in Elsaß, nls deutsches Land, schreitet, »ll der ,Mg. Ztg." ge« »chrieben wird, ganz sachte, allein auf m>c systematische Weise voran. „Die Gemeindeverwaltungen suchen zwar hie und da sich noch an französische Ueberlieferungen anzuklammern, allein das deulsche .Vorwärts" befolgt hierin den Grundsatz, daß deutsches Land auch deulsche Sprache, deutsche Erziehung und Verwaltung als Ur-element deS staatlichen Lebens anzuerkennen hat. DaS UebergangSstadium hat freilich noch immer Kämpfe aller Ort zu bestehen — den VeweiS hiefür liefern die letzten Sitzungen unfereS Stadtraihs in Bezug auf den fran« zöstschen Unterricht in den Elementa, schulen — allein oa wir nun einmal Deutschland wieder einverleibt sind, so wird jeder Einsichtsvolle zugeoen müssen, daß vor allem bei den untersten VoltSjchuleu auf die Pflege der „Muttersprache" sorgfältige Rücksicht genommen werden müsse. Ganz ausgefchlosscn bleibt ja ohnedies das Französische nicht. Es ist nicht unsere Aufgabe, über alles zu urtheilen waS wünschenSwerth wäre, und über Unvolllommenheiten zu berichten, die der wirre Zustand bei allen Uebergangsperioden mil sich bringt; allein so viel lst gewiß, daß die sogeliH»n»t Dictalur mit Scho» nung gehandhabt wird, und es wlchrschein!ich vei Wlmsch der obersten Facloren unserer Vetwaltung ist, jobald als möalick von diesem gebieterischen Mandat befrelt zu wnocn. Ueber die Stimmung wird viel falsches in die We't geschickt. Dtr zähe uno loyale Charakter der «tlsüfser kann und hat Frankreich noch nicht vergessen. Daß er aber mit Dank ane.lennl, waS von deutscher Seile guleS geschehen «u Oezug auf Unter» nchl, Post« und Verlehlswcjen, «>» Thatsache. Wir glauben nicht, baß unsere Provinz >n materieller H,n« sichl verloren, seitdem sie t)lul,chla.lt> mieder einverleibt wulde. In den Fabrll, und Manufucluri,czlllen herrscht noch »mmer die frühere Thäli^l^l, und die zeht hauen sich die gewerblichen Anstalten w^oec üvcr Mangcl an Beschäftigung noch über eine zu große Steuerbeluflung zu beklagen. Wenn Frankreich m feinem von dcl Mehl« zahl der europäifchen Staaten nusbilliglen sogroannlen Schutz, und Prohibitiofystem auch das Hlsaß zum Thcll geschädigt, so sind ihm anbereisells neue auSgebchnle Absatzwege nach Deutschland erstanden, die ihm reichen Ersatz sür die ihm gewordene VecmträchUgung bitten. Gewiß ist. dah von deutjcher S^.te alle Wünjchc und Anliegen der handelSlammer» mit Gewisscnhasl^tol ge« prUfl und in Gelracht 8ezo»c,> werden. Ditje Woche trafen beträchtlich« Geldsendung!« aus Par,e y>e, e,,,. Olefclbei, bilocn einen The», ocr Klitgscoi,lllbulion Die letzte Male der Entschädigungen an unsere Ein. wohnerschaft wird schon seit einigen Wochen ausbezahlt. Aon der milden Witterung brgüniligl schielten die Gäulen in allen Theilen der Stadt uuf dle wünschensweitheste Weise voran. Gald werden die letzten Spuren der Ge» schießung verschwunden fein." Oassesmmgkeüen. — Se. Majestät der Kaiser werben Montag, den 30. b. M.. in Wien Audienzen zu ertheilen gerufn. — (Zur Statistik von Wien.) Wien zähll nach den neuesten Erhebungen 10.389 Häuser und «02.502 Einwohner. — (NeueS Witzblatt.) Der bekannte Eari, culurenzeichner Herr Kliö gibt vom 15. Februar l. I. ein eigenes Blatt unter dem Tuel „Klil«! fliegende Blätter" in Wien heraus. — (gur Einführung des Metermaßes in der Armee.) Der Reichskriegsminister hat zur gest. stellung allgemeiner einheitlicher Glundsähe, nach welchen beim l. l. Heere der Uebergang auf das neue Maß und Gewicht stattzufinden hat, den Zusammentritt einer Kommission unter dem Vorsitze des MiUläroberintendanten Riller v. Hafsey angeordnet. Zu dieser Kommission werden die 11., 12. und 15. Abtheilung, dann die Fachberech« nungs.Ubtheilung de« NelchskriegsministeriumS und das technische und administrative Mililärcomils je ein MitgUeb absenden. — (Hände lslammtlwahlen in Kärnten.) Bei den am 21. Dezember stattgefungenen Ergänzung«, wählen der Handels» und Gewerbelmmer wurden zu wirk» lichen Mitgliedern derselben gewählt: N. Bicrbanm, H. r>. Ehrseld, I. Fiedler. E. A. Frey, I, Ghon, M. Gruder, Frh. o. Herbert, I. .tanesch. «. ^. Morilfch, i'. v. Moro, P. Mühlbacher, L. ^lagel und F. Seeland. (Frühling im Dezember.) )m Weingarten deS Infassen Georg Kote aus Slefanovec, Stuhlbezirl Ngram, befinden sich bei 400 Weinstöcke. welche schon fo ausgeblüht, daß man hie und da unreife Weinbeeren fand. — (Unglück auf hoher See.) Der prachtvolle und kolossale englische Dampfer „Dalmatien", der seit vieleu Jahren «wischen Liverpool und Trieft verkehrte, ist bei Malta auf Kl'ppen gestoßen und untergegangen. Die auS 32 Köpfen bestehende Schifssequipage und die werth» volle Ladung wurden ein Opfer der Wellen. — (Der Schah von Verslen) ha», wie d« „Globe" erfährt, beschlossen, drei Prinzen vom liwiglichn, Geblüt, drei Minister ersten Range«, sieben zweiten Ran, ges und ungefähr 30 Diener mil nach Europa zu nehmen. Die Prinzen und Minister ersten Ranges werben jeder für Uulssten 3000 Tuman» erhalte», die Minister zweiten Manges 2000 und vie anderen 1000 Tuman«. Die Prin. zen und Minister ersten Range« werden ihr« Mahlzeiten mit dem Schah einnehmen, während jene zwelun Ranges zur kaiserlichen Tafel nur al« Iufchauer zugelassen werden sollen. Dei Schah w»rd Teheran im März verlassen. Locales. — (Ernennungen.) Der l. k. LandeSprilsident von Krain ha» »?n l. l. Conceptspracticanten Herrn Hutzel zu« provisorischen t. t. Conceplsadjuncten für den politischen Verwaltungsdienst in Krain ernannt. — Herr Johann Sima, Lehrer all del hiesigen II. stiidt. Volksschule und Redacteur der neuen l^lnischen deutschen Schulzeitung, wurde zum Be-zirlsschul-Inspeclor für den Bezirk Stein ernannt. Mit voller Befriedigung bringen wir diese Nuchricht, denn die Aufstellung eine« jungen thatkräftigen und im Geiste de» neuen Schulgesehe wirkenden Manne« wird fllr das Voll«, schulwesen »n Krain nur von wohlthätigen Folgen begleitet sein. — (Der UnlerftutzungSverein) für tränte Handlungsbedienstete hielt am 22. d. eine Versammlung. Nachdem die beantragte Statutenänderung nicht durchging, so wird am b. k. M. eine Generalversammlung statlfinden, bei welcher die Neuwahl de« Aussthusse« vorgenommen wird. — (Eine Sylvester» Kelerj, arrangiert vom lübllchen l. l. Offizierscorps der hiesigen Garnison, wirb am Dienstag den 31. t>. in den hiesigen 2chi<ßstältlolali. täten abgehalten-, zu dieser Unterhaltung wurden die sammt» llcheu Mitglieder de« hiesigen Casmovereine« „nd der phil« harmonischen Gesellschaft eingeladen ^ (Zwei Rauchfangfeuer.) Am Dienstag den 24. d, lam im hiesigen Zioilspitale ein Rauchfangfeuer zum Ausbruche, Ls wurde jedoch rechlze'Mg demerkt, und es genügte das Erscheinen des Feucrwehrhauptmanne« Herrn Doberlel und dreier Rauchfanglehrer, um alle wei-lere Gefahr zu beseitigen, — In der Nacht vom 24. auf den 25. d. signalisierte» Kanonenfchüsse ein Feuer i« Hause Nr. 216 in der Herrengasse. Sicherem Vernehmen nach soll dasselbe durch Trocknen von tors und Brennholz in der Kaminstätle entstanden sein. Das hölzerne Kamin-thürchen und die zunächst dem Schornsteine befindlichen hc»l» zernen Gespärre hätten flir das bezeichnete Hau« und die nachbarlichen Häuser äußerst gefährlich werden können, wenn nicht allsogleich ausgibige Hilfe am Platze gewesen wäre. Die Feuerwehr war von 11'/, bis 2 Uhr nachts thätig und beseitigte die drohende Gefahr. Am Brandplatz erschien auch der k. s. Vandespriisibenl Graf Auersperg. - (Ein unglückliche« Opfer.) Bei Arthur Schuller, einem jungen Manne von 23 Jahren b« durch einen Zeitraum von vier Jahren die Geschäfte bc« l. l. Postamtes zu Stein m Krain beforgte, und sich von Jugend auf eines geistig gesunden Zustandes erfreute, ist infolge planmäßig angelegter und durch anderthalb Iah« forlgefetzter, sogar von Honoratioren geübter Intriguen und Complotle, die aus Vrodneid auf die gänzliche Emfernung des Genannten von ledem Geschäfte genchlet waren, feit Verlauf der letzten vierzehn Tage eine derartige Störung der Oelfteskräfte eingetreten, baß er in dem beständigen Wahne lebt, vergiftet zu werden. Der Unglückliche wurde dieser Tage >n die Irrenanstalt nach Wien gebracht. Die in Laibach, Wien und Trieft lebenden Verwandten des Unglücklichen werden diese Nachricht mit Vetrübms aufnehme». - (Ein neues flovenifche« Schulblalt) liegt uns zur Durchsicht vor. Diefe neue Erscheinung auf dem VUchertische wird in Marburg aufgelegt und nennt sich ,.8Ioven8ki ueitß^". Da« genannte Blatt signalisiert, den liberalen Standpunkt einnehmen zu wollen, verriilh aber allzulaul ultranalionale Tendenzen, denn es theilt an das Deulschthum gleich in der Probenummer recht fühlbare Hiebe aus. Die einzelnen Artikel sind fchulmäßig trocken und nur oberflächlich gehalten; wir vermissen den pädago-qifchen Leitstern. Das Programm klindet Aufsähe über nationale oder Bollsschl'llehrer, über das schädliche Ueberhandnehmen fremder Sprachen und schulpädagogische und fchulpolemische Abhandlungen an. Das Probeblatt verherrlicht den letzten flovenifchen ^ehrertag in Laibach, bespricht das Einsperren der Kinder, bringt Artilel über «ngebereien, über den Bortrag der deutschen Sprache in slovenischen Schulen, liber das Vollsschulwesen in den flovemschen Bezirken Kärnlens, bedauert, baß in diesem erwähnten l'ande zu wenig slovenische Schulen bestehen, bringt Aufsähe über das Zeichnen und über Physil in der Vollsscbule; letzterer entbehrt des erforderlichen pädagogische» Taktes. - Die äußere Ausstattung dieses Blatte« ist annehmbar; die Bei. läge enthält ein Verzeichnis über verschiedene Lehrmittel, Schulwerle, Gebetbücher, pädagogische Schriften. Rationell gebildete Schulmänner werden in die Lage kommen bei dem Erscheinen weiterer Nummern sich auszusprechen ob das neue slovemschc Schulblat! seine Aufgabe erfüllt', ob durch die Herausgabe desfelben der Fortschritt des Schul» wefen« im Geiste der neuen Schulgesetze eine kräftige Stütze erhält, Die Probenummer berechtigt durchau« nicht zu günstigen Refultaleu. 5110 — («u« dem Vereinsleben.) Vel d« gestern abgehaltene», Generalversammlung der „Üitalnica" wurden gewählt zum Vorsitzenden Dr Vleiweis. zu dessen Stell« Vertreter Dr. Eosta, zum Kofsier Andrea« Kremjar. In den Ausschuß: Dr. Karl Bleiweis. Anton Ienll, Hugo Turk, Kadilnil. Dr. Pollular. Michael Palil, Franz Potoii'it, Vafo Petriöli, Ivan Vilhar. Dr. Leo Voniina, Dr. garnit, Dr. Zupanec. — (Der ge st risse zweite Concert) der Phil» harmonischen Gesellschaft war w erster ^inie t.cr Orchester, musil gewidmet. Ueber das Programm referieren wir folgende« : 1. R. Bollmann« FestouoertUre fUhrl uns ein ein. fache« Thema in zarten und grandlösen Feinen oor. 2. Die Ballade «Kaiser Otto« WcihnachtKfeler" von Dr. L. Löwe ist im ernsten weihevollen Ton .^halten. 3. Mendelssohn» Biolm-Concen besteht aus einem an sen» timemalen und Effeclstcllen reichen Allegro, einem äußerst zatten Andante und einem rapid schnellen Schlußsätze. 4. Händls «ir»e aus ,Rina',do" ist im Ocatoriumsstyle gehalten, eine reiztndc Eumposition 5. ^eethoven^ ^-vur Symphonie ist ein recht verständliches, vier Sähe rnlha.lcu des Tonweil, auch den minder musikalisch gebildeten Zu» Hörern zugänglich. — Auf den aussllhrenden Theil des , Concerte« udelgehend, bericht«» wir folgende«: 1. Das Or. chester verdient fllr die gut schattierte und fein ullancierte Nuffiihrung der lDuverlltre un' Symphonie volles ?od, vor allen der her» Musiloirector Nedved wohlverdiente Anerkennung für die mühevolle und kunstqerechte FUHrung des Diiigentenstabes. 2. Fräulein Rosen, Mitglied des landschaftlichen Theaters und Opernsängerin, entfaltete meisterhafte Leistungen müssen wir die des Herrn Kocelj l Mathias) und die des Frau» lein Jam nil (Anna) bezeichnen. Das Publikum wür« digte dieselben durch wiederholten stürmischen Beifall und Hervorruf. Nicht minder gelungen war das Spiel des Fräulein Poolrajsel (Monika). Herrn Nolli (Pfarrer) und Herrn Schmidt (Baleuliu). Frau Odi führte ihren Part vortrefflich durch, war jedoch in Masle übertrieben. Das Haus war in all>n Räumen überfüllt. Bedauerlich war das geringe Verständnis des angeheiterten Galerie-publilumS für das Stück, denn die rührendsten Szenen j wurden mit Gelächter begleitet. — (Zur Nolaliatsoronung.) Die „Wiener-Zeitung" plivliciert am 25. d. eine Verordnung des Justiz« Ministerium«! vom 16. d. M., nach welcher das Gesetz vom 25 I,,li 1«71, betreffend das Erfordernis der notariellen Errichlungen einicier Neckusaeschäfte in Kärnten und Krain am 1. März 1373 in Wirksamkeit zu treten hat. — (Für Apotheker.) Die neue Arznel.Taie zur öftere,chnch,.'» Pbarmalopoe vom Jahre 1869, welche .vom l. Jänner 1873 an in Kraft tritt, ist soeben im Verlage der Staatsdruckerei erschienen. — lvereinsleben «uf dem Lande.) ,Der steierische Dorfbote" bringt regelmäßig „Sonntagebriefe über die Lanbwinhschaft." In einem derselben rust eine praktische mit dem Landleben wohl bekannte Stimme der Landbevölkerung zu: .Errichtet 1. Lesevereine. Die Sache kostet ja nicht viel, wenn mehrere zusammenhalten. 2. Vor« schußtassen in einem jedem Pfarrorte mit monatlichen Einlagen von 50 kr. aufwärts, so daß auch den Armen, Dienstboten, Tiglijhnern u. dgl. der Pfarre die Möglichkeit geboten ist, ihre kleinen, monatlichen oder wöchentlichen Ersparnisse nutzbringend anlegen und sich mit der Zeit ein kleines, für sie aber doch einen hohen Werth habendes Vermögen sammeln zu können Dlese m dle Boischußtasse einfließeuden Gelder bttden dann die Quelle, au« welcher der eine oder der an« dere von euch zu Zeilen der Geldnolh ohne viel Schererei leicht das nöthige Darlehen erhalten kann, — bilden die Quelle, aus welchen Gemeinden oder wohl auch mehrere Grundbesitzer in einer Gemeinde das nöthige Geld zur Ent» oder Bewässerung ihrer Grundstücke, zum Anlaufe der nöthi-gen Maschinen und Gelache, Iuchtstiere und Kuhkälber, Zucht» eber und Säue u. s. f. gegen mäßig« Zinsen und unter leichten Rückzahlungsbediugungen erhalten können. 3. Ge< nossenichasten zum Anlaufe der, bei der immer mehr und mehr sich vertheuerndell und daher schwerer aufzubringenden Handarbeltstras» dringend nothwendigen landwirthschaft» lichen Maschinen und Geräthe. Mögen diese wohlgemeinten Worte gleich w»e der Same auf sorgfältig gepflegtes fruchtbares Erdreich fallen und fodann zur üppigen Pflanze heranreifen, die' des Landmanne« damn gehabte Mühe und Plage durch reichen Ernlefegen belohnt. — (Tod in den Wellen.) In Sissel. Kroa-lien, gerielhen am 15. d. drei trainer Flüsser während des Ueberfahren« auf der Save in einen fo heftigen Streit, daß zwei ihren Kameraden Franz Novak in die Save warfen. Der Unglückliche, dem «och der Hut im Kahne geblieben, fand in den Wellen der Save den Tod. lteiellste ^un^nlll von kollimkte« Unser reichlinitisscs Lugcr von Jugendschristen, Bilderbüchern, Dichtern nnd Massckern in feinen ele-ganlcn Hlndänden, Pracht- nnd ünnstwcrkcn, Photo-graphic», Vclgemälden nnd Oelsurbell-Äruckluldern mit und ohne Gvlorahme, MlljlKlllieN etc. Zu ben vanl« und Vechsllgeschäften Hamburg«, welche ««" schickter Leitung, redliche« Streben und hoher Reellitilt ihr »n» sehen zu verdanken haben, zählt in erster öinie die Firma Oe» briider iiilienfeld. Jeder, welcher Hamburg selbst nur au> nähernd kennt, wirb nicht blos von der Existenz, sondern von den großen Erfolgen des genannten dortigen Vanlhause« unter» richtet sein. Und so sprechen wir denn voraussichtlich im Namen vieler, vor allem aber im Namen der motivierten Wahrheit, wenn wir den Herren Gebrüder itilieufeld in Hamburg serucr Vlucl und Segen wünschen und deren geschäftliche Velbienste bervorhcbcn. '^aiback, 24. Dezember. Aul dem heutigen Marlte sind «' fchunen, '0 Wagen mil Getreide, 5 Wagen mit Heu und Strah (Heu 37 Ztr., Stroh 49 Ztr.). 25 Wagen und 2 Schiffe <1s Klafter) mtt Hol,, H ucchlchnil.S.Prcise. Wilz.'N pr Metit,, Ü90 7 l» Vutter pr. P,ul'd 43' ' Korn „ «80 4 10 Eier pr Stuck - 2l. Ger!)- « ! 3 10' 320 Mllch pr. Maß 10 Ho/l- , ! 1 80! 2 7 Rindfleisch pr Pfd. ^4-H^lDsruchl . ih.. «kalbsinsch „ .. z^ ^ Heiden ,. ^ 810, '«25» Hchweiuefteisch „ !?6! Hirjc ,, 3 20340 vchüpsenfieisch „ —18.. ss'ilurutz ^ ! 3 30^ 3 80 Hnkndll .s. S!ii h Schweineschmalz,,, -40'--------Wem. r,th..<3im'r l iß -Speck, s,ich, „-30- »v.'llv '18^ ««»uchert ,. — 42^------- ! ! Iludolfswertl», 23 Dezember. Die Durchschnitt«-Pre>st stellen stch auf dem heutia/» Marlte, wie folgt: st. !r. , fi. -r^ Weizen per Mehen 5 H0 Vutter pr. Pfund . ' — ^ Korn ,. 4 20 Eier pr. Stiick . . ! - lj Gerste ., 3 70 Milch pr Maß . . - lü Hafer « 1 90 Rindfleisch pr, Pfd, ' - ^4 Halbfrucht „ 4 90 Kallisteisch „ >.- ll» Hcidcn ,. 3 80 Schweinefleisch ,. - 24 Hirse „ - -. Schöpsenfleisch „ — --Kulnrutz „ 3 80 Hähudcl pr. Stück — 5b Erdäpfel ., 1 50 Tauben „ - -Linsen .. — _, Heu pr, Hentner . s " . Erbsen „ ... ^_ Itroh „ . — 90 Fisolen ,. ft 80 Holz. harte« 32", Klst 6 b0 Rindsschmalz pr. Pfd. — 50 — weiche«. ,, — --Schweineschmalz „ 48 Wein, rother, pr. Eimer 12 ^ Speck, frisch, 8b ! — weißer ,. 10 -Speck, geräuchert Pfd. - ! — Leinsamen per Mehen — ^ ^ Heute: Drei Staatsverbrecher. Original.InlriaueustUll in 5 Alt?« von Dr. I. V von Schweitzer. 7"'"j^P^ "iZ""".........^,........Ä ° , s«! ''_______! «" , »'«° tt ll. Mg. 788.0., — 3., nimdstill Nebel 24. 2 .. N 73?.,« 0o O. schwach ganz bew. 0», _^'1_^^^^ ^.^___windMll lrttbe i , «U. Mg. 736 s» > 0.« SW. schlvach ganz bew. <-25.^ 2 „ '/i, 73.^.«4 l 2.« SW. schwach Nebelregen «?.. il').. Ab., 736.«^! ^-4^ SW schwach Rebelreg«^^" . 741,«» -j. 6.. SW. schwach sterneühell ! Den 24. Nebel, naßkalt, nachmittag? die Alpen sichtbar, abends dun,, bewüllt, starte« Schwitzen der Steine. Dru 25. seit !l Uhr dllmier Regen m>t Hcihcilncbel. Wärme im Zunehme«. Den 2K. morgens heiter, später Nl>bel, tagttber meist bewtilll. Abends sternclchcll. Schwitzen der Steine Die Tagesmiliel der Temperatur waren - 0 3', j 2U° ui,b ^- 6 8'; bezlthuug«-weise um 17". 5 6' und 9 6' Ubrr dem Normale. V^Ns^N^sslt^^ ^'t,,». - w «"t-n o«zin«l Mai-Novembe. 6645 6« 50 . , » Februar Hu^uft 66 40 66 50 . Gi'l,,^ « I«umr«Iuk 70 40 70.50 w « » Uprll-Vctobtv 70 20 70.4 > e«l, » «» l83!« . . »0l.- 303- . ^ 18b4(4 „) zu 2b„ ? 9550 96,-I " I860zus00ft. . .101.75 102.-. 1d60 zu 1W st. l23. - 124.- ^. „ t664 ,u 100 fi 142 — 142.50 <5taat«»2)nmänen'Psandvrie ^ 94.— 95.- O!»«-Otfterrnch . ^ b . 90- 9l — S'tblnbürgeu ^. t> , 77 — 77 50 O^.^-.'^ , ) 90— 9l — ^ Ungarn . « 5 « 7V. - 79.50 O. ändere östentlick« Vnieben VonaureguUrungslost zu 5pCt. i»8 25 98.75 U» «. Eiftnbahnanllhen zu 120 ft. ,. W Silber b'. pr. Stück 99 50 100.75 '.!^ ^' lmienllnl-hen zu ^00 fi. D.M 7^5-«uu«dl.l»«. »M< 9s.7ü ilXl^lb Wiener Communalan!»,^.!, !ilc.< Utlti Wc,^,c ;ahlb« '' Psilll. oilauftall, aUgtw. »uqar. 181.— 182 — Depositenbaul ..... .130.-131.- «l^ampte-s^Z^lchait 1155 1 l65 - Frc»nc«-3fl.rr, ^n?' 132 25 132 75 Handelsds.nf 299 50 3«»0 5>0 Nailoualoau 964— 967 — Unilmbaul 265.- 26^50 Bcreinsbaul . . 2l3 213 50 »erlehrsbanl 247.50 245.50 »un»»«'5erst»«y 351.— 352.— 5. Vfauvvritf« l,ierl°«b« zu 5 p«t. in Gilber 10050 Il'1 — öi,-..in33I.rUckz.zu5ptl.mö.W 8«.— 88 25 »lallllnalb. zu 5 p«t. «l. W. . . 9010 90 30 Un' ^>,d.'«r,d.,«nfi. ,n 5°. p«t. 86.— 86.50 Vein Wo«« «l»,..Wtftb.w l«v. »ecz. (l. «miji.) 89.80 90 — F ^,nllnd««3t«rdb. in Vilb. o«rz. 10180 102.-3 ^,,Ioltph«.VahD .... 9975 99.75 " .' . ? ^, P,' ^ ^.!.^,'. 100.50 101.— 0ch«n. ««tzwchtz«,» ... »7.40 V7.60 «elt Waare «iebenb. «ahn »n Gilber ««,. . 67. . 87.2^ Btaatsb. V. 8'/. ' 500Fr.,.! Vm. 125 - I2S.^ Slidb. G, 8°. ä 500 Fr«-, pr. St«ck 109 75 110 2b Tübb.-O.»200fl.z.5°, Mr100ss 92.25 93.75 GUdb.Vnn« 6'. (1870—74> > 500 Frc« pr. Gtück . —.- —.— Unq 0ftbahn Mr 100 fi . 75.— 75.50 ». Prwatlvse ,,, KtUcl). Credit«mftalt s. Handel n. Vew Geld Waare zu 100 fl, ö,N.....18850 1l<9 " ^„0,'iseGtiftnl'a zu ll) fi. . . I4.b0 15.^ /^li (3ll?t<,<<) Veld l»»«r «ug«dnrg sür 100 ft d. W, 92 40 92 40 Fraulfurta Vt.Kil) fl. delt« 92 60 »»60 Hamburg, für 100 Vturl «»««-------^^" liondor., ftlr 10 Pfund '?t°rlw<, 109.55 109 70 Pari«. f«n ,00 Fr«c« . . / 4« 70 4»W ^ell Wll-i,. «. Miinz-Dn«»«i b ft- 15 sl 5fl. 16 rr. Nciv°le°n«d'°r . . 8 „ 76 „ 8 ^ 77 L Prenß. illflenlältwe 1 ., 64j 1 ^ 64j ^ ^.. 108 „ 75 , 109 » ^- - «raml'ch, ttruudnlUaftuug» . Oblillatione», Pr<« «U»twW,: lib.7d «tld. 86 «««»