Nr. 167. Mittwoch, 24. Juli 1907. 126. Jahrgang, Wtmcher Zeitung PrännmeratlonöpreiS: Älit Postvcrse »du ng: ganzjähriss 30 K, lialbjaliriss ,5 «, Im Kontor: ganzjährig 8^l ll, lialbjälnin ll K ?«r dir Zustellung ins HanS gl'.lizjnhrig 2 X. - Infertionögcbühr: ivür lleinr Inserate bis ^! 4 feilen 5« I>. qröhere per Zeile 12 d; bei öftere» Wiederhulunnen per Zeile « K. Die «Laibachcr Zeuunü» erscheint lässlich, »u: AuK»llt,,ne der Sonn- und Feiertag. Die Adminiftrailon befindet sich kougreriplütz '^tr. 2, die Medallion Tannnüngllsse Älr, iö in Uhr vor» miltaqs. Unfranlierte priese werden nicht angenoniuien, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Geil. Der Laiidespräsident im Herzogtniile Kraiil hat der Barbara Vidie, Dieilstiilagd m Lai> bach, die lint dem Allerhöchsten Handschreiben vonl 18. August 1^0^ gestiftete EhreiiNledaille fiir 40jä'hrige treue Dienste znerkannt. Mchtclnrtlicher Heil. Militärisches aus Belgien. Ein militärischer Berichterstatter schreibt der „Pol. Korr.": Eine nene Verordnung über das Militärgerichtswesen in Belgien ist kürzlich an die Armee ausgegeben ivordeil. Dies.'lbe war nm so nlehr erwünscht, als da5 bezügliche (besetz vom 15. Juni 18!)!) ältere gesetzliche Bestimmungen neben ncneingeführten fortbestehen lies;. Das Mi-litärjlistizlveseii in Belgien ist nicht, wie in anderen Staaten für die ganze Armee, sondern nach Pro^ vinzen organisiert, das heißt, es liiterstehen sämtliche in ein- und derselben Provinz befindlichen Trnppen dem in der Provinzialhanptstadt eingesetzten Kriegsgerichte die obere Instanz-, ihm sind auch alle Stabsoffiziere unterstellt. Die etwa zu beseitigenden Zweifel und Unstimmigkeiten rechtlicher Statur werden der obersten Ziuil-instanz (eour de cassation» unterbreitet. In jeder Provinz gibt es einen Militärauditor, uud beim Obermilitärgericht einen Generalauditor, welche zugleich Untersnchnngsrichter und Staatsaillvalt sind. Neli in der jetzigen Verordnung ist, das', das Recht, Militärpersonen vor das Kriegsgericht, zu stellen, gemeinsam dein Garnisonsältesten und der Untersnchnngsfommission, insbesondere dein Mili tärauditor zusteht. Siud der Garnisonsälteste und der Auditor entgegengesetzter Ansicht, so wird die Sache dennoch dem .Kriegsgerichte unterbreitet', hier steht es dem Auditor frei, die ^lage falleu zu lassen usw. Gerade über diesen Punkt herrschte bisher viel Unklarheit, da es nach früheren Bestimmungen dem ^legiinentstommandenr uud dem Garnisousältesten. ferner bestanden Zweifel über gegen welche Klage geführt wurde, vor das Kriegsgericht zu bringen. Von nun an liegt diese Entscheidung, wie schon gesagt, beim Anditor und dein Garnisonältesten. Ferner bestanden Zweifel über das Wesen der Untersuchnngokummission. besonders da nach dem früheren Gefetze der nnnmehr als Mitglied dabei fungierende Hauptmann gleichzeitig Vorsitzender der .Commission war. Die nene Ver^ ordnung sagt hierüber: „Die beiden Offiziere der Commission sind dein Militäranditor als Beisitzer uud Nachthabende (surveillants) beigegeben. Ihre Gegenwart bildet vor allem und über allein eine Gewähr für die Unparteilichkeit der Untersuchung sowie eine .Controlle, die man zugunsten des Angeklagten eingeführt hat." Auch über die Pflichten und Nechte der außerhalb der Provinzialhaupt-städte eingesetzten Unlersuchuugskommissioneu herrschte wenig.Klarheit. So uehmen z. B. manche der dieselben leitenden Hauptleute den Zeugen den Eid ab, was jetzt unzulässig ist. Nur die bei deu >i riegsgeschichten tätigen Untersuchnngskommis sionen solleu berechtigt sein, die Zeugen zn ver eidigen. Über die Znsammensetzung der .Kriegsgerichte oder vielmehr über das blecht, verschiedene Kategorien von Offizieren nicht als Mitglieder jener Gerichte heranzuzieheil, ist man nnnmehr völlig im klaren, nachdem die nene Verordnung einen Urteilssprnch, mit dem die „Eour de Eas-sation" eine diesbezügliche Berufung verwarf, in ertenso gebracht hat. Endlich hat das neue Gefetz auch darin eine sehr wesentliche Verbesserung gebracht, daß es die endloseil Schreibereien, die bisher mit, jedem Nechtsfall verbunden waren, endgültig abschafft. Ein Beispiel wird den Unterschied gegen früher und jetzt am besten klar machen. Wenn bis her Militär vors Kriegsgericht gestellt werdeil sollte, traten folgende Organe in Tätigkeit: In der Kompanie usw. des beschuldigten Soldaten schritt man zu einer „vorläufigen Untersuchung", woran der Kompaniechef mit seinen dreißig Offizieren teilnahm. Danach verordnete der Regimentskom-mandenr eine „summarische Untersuchung", ans welche die durch den Garnisonältesten vorgeschrie bene, und wie die vorherige von drei Offizieren schriftlich geführte „Garnisonuntersnchnng" folgte. Erst jetzt, griff nunmehr der eigentliche Iustiz-apparat ein, in Gestalt der „Vorunterstuhuugs-kommifsion" lei'u Hauptmaun, ein Leutnant, der Auditenr). Zu allen diesen Untersuchungeil wurde jedesmal der Angeklagte uuter Militäreskorte vorgeführt, so das; es in Belgien nicht gauz mit Unrecht hieß, die Hälfte des Heeres sei fortgesetzt mit diefen Vorführungen beschäftigt, während die andere Hälfte zn richten oder zn prüfen habe. Von jetzt ab hält nnr noch der Kompaniechef allein eine „snmmarische Untersuchung" ab, worauf, so bald als irgendmöglich, der Militärandiienr die Sache überuimmt. Politische Uebersicht. Laib ach, 23. Juli. Die HalldelsvertragsverhanT'lnngen zwischcn Österreich-Ungarn und Serbien sollen der „Neuen Freien Presst'" zufolge unterbrochen werden. Der formelle Antrag hiezu ist bereits in der letzten Sitzung der österreichisch ungarischen nnd serbischen Delegierten gestellt worden. Es soll sich nämlich gezeigt haben, das; in den Forderungen, die Österreich-Ungarn hinsichtlich der Tarife aufstellt nnd in den Ailsprücheil, die Serbien wegen der Verwertung seines Viehs erhebt, Differenzen Feuilleton. Kuriert. Von Aitguste Ordner. In einem jener hübschen kleinen Luftkurorte Steicrmarks, an denen die „eherne Mark" fo reich ist, lebte ein hübscher, hochgewachsener Doktor, welcher, wir sageil es mit Vergnügen, in seinem eigentlichen Berufe wellig zu tnn hatte, was ihm jedoch zu einer reizeiideil, melancholischen Stiin-mnng verhalf, die ihm von den weiblichen >tür-gäften hoch angeschrieben wnrde. Er fand leider recht viel Zeit, sich in, gesellschaftlicher Beziehung den Besuchern, des Bades zu widmen, von denen ihn fast jeder lieb gcwanu. Necht warm hatte sich ihm ein junger Advokat aus ^üddeutschlaud angeschlossen, der hier im Frühjahre in der herrlichen Alpengegend mit ihrer würzigen Luft uach ernstem Kranksein wieder volle Frische gefunden nnd nuu schon seit Tagen mit Un-gednld der Ankunft seiner Braut eutgegcnharrte, die saiilt ihrer Mutter eintreffen sollte. Durfte man Werners, des Bräutigams, Schildernilg traneil, so war Luise der Ansbniid aller Vollkommenheiten. Mit glit verborgener Gelangweiltheit hörte Dr. Pirker die lang- nnd hei'ßatmigen Schilderungen des Verliebten an. Pirker war eines der kühlsten Eremplare der sich nicht durch sonderliches Temperament auszeichnenden Obersteirer nnd be grisf kaum, wie mau über irgend etwas in der Welt in solche Ertase geraten könne. Eines Abends stand er mit nnwillkürlich angehaltenem Atem nnd mit seligem Stannen in den aufleuchtenden Augeu in einem Winkel des Kursaales nnd starrte anf das prächtige Menschen- kind, das soeben am Arme des glückstrahlenden Werner znr Tafel ging. Also das war Lnise! Ob sie klein oder groß, hell oder dnnkel war, Pirker wnßte es nicht, spürte nur vou seiuem krauseil, blonden Scheitel bis zu den Spitzeil seiner eleganten Stiefel hinunter, das; sie für ihn das reizendste Weib zwifchen den beiden Polen sei. Als er ihr — es gibt anbetungswürdige Zufälle — bei der Tafel gegenübersas;, fand seine rechte Nachbarin, das; er unartig sei, denn er überhörte ihr Ersuchen, ihr dies nnd jenes zu reichen, mit befremdlicher Konseqnenz — nnd seine linke Tischaenossiii sah, das; die goldflimiNernden Spitzen seines wlmderschönen Schnnrrbartes sowie die Serviette in seiner Hand zitterten. Für Pirker gab es weder rechts noch link's, für den gab es heute nur ein vis-ü-vis, ill dessen Holdseligkeit seine Seele rettuugslos versauk. Der hübsche Doktor ging damals wie im Traume heiin. Nach Wochen träumte er nicht mehr — da wuf;te er es klar und deutlich, das; Luise, derzeit iiur Luise, ihn selig machen könnte- nnd noch eines wus'.te er, das; dao leidenschaftliche, znr Nomaniik geneigte Mädchen über nenen Eindrückeil die iiläs'.ige Liebe fiir ihren Bräutigam fast vergessen hatte nnd — das; er selber nnr die Arme zu öffnen branche nnd sie flöge hinein. Es ist nicht so seltsam, das; ihn dieses Wissen nicht berauschte — daß es ihn sogar nüchtern machte. Seine kühle Seele hatte ihren Schwerpuult im selben Tempo wieder gefunden, in welchem ^uise den ihrigen verloren hatte. Er dachte des halb nicht schlecht von ihr, nicht gnt von sich — denn er gehörte zn denen, welche annehmen, das; Tugenden nnd Laster znmeist eine Temperamentssache sei eil. Es tat ihm leid, das; er sie uubewus;t und gegen seinen Willeil unruhig gemacht hatte, und er verbarg es ihr voll Zartsinn, das; er einen Blick in ihre Seele getan. Wie uuailgenehm überrascht war er daher eines Tages, als Luisens Mniter ihn anffnchte, ihm Vorwürfe machte, die er nicht verdiente, nnd ihn beschwor, ihre Tochter von dieser nnseligen Vori'rt':liisi fo rasch alo möglich zu helfen. Er wies mit Würde zurück, was ihm nicht znkam, nnd erklärte im übrigen, fernerhin gerne so unln'benswürdig als möglich zu sein. Da er sich bei diesem Vesnche wahrhaft prächtig benahm, fehlte nicht viel nnd es hätte anch die Mntter Luifeus für ihn zu schwärmen begonnen. Einige Stnnden später erschien ebenso unerwartet nnd ebenso aufgeregt wie früher ihre Mama Luise beim Doktor. Ein Telegramm war gekommen. Sie müßten sofort heimreifen. Mama Packe schon nnd sie komme, nm für die ärztliche Behandlung zu danken nnd nm — nm — weiter kam sie nicht, verwirl-t errötend legte sie ein verschlossenes invert ans den Tisch. Anch Pirker wnrde rot. Es war ja zu dumm, aber es kam ihm vor, als demütige es ihn, ans ihrer Hand Geld anznnehmen. Er prcf;t> die blitzenden Zähne aufeinander nnd seufzte uugedul dig, nnd dabei sah er, wie blaß und bewegt sie war. Der Abschied tat ihr sehr weh, ihre zuckenden Lippen verrieten es schweigend. Und er meinte, sie so herrlich, so begehrenswert noch nicht gesehen zn haben. Er hätte die Arme nach dem süßen Geschöpf ausstreckeu mögen, lim es einmal, einmal nnr an seine Brust zu drückeil, aber er blieb kühl' es gelang ihm, ihrer Mutter das Wort zu halten. Er sagte einige förmliche Abschieddworte nnd wünschte ihr Glück znm Besitze ihres so liebens-und achtenswerten Bräutigams. Er redete wie ein guter, gemütlicher Onkel zn ihr. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 167. 1560 24. Juli 1907. bestehen, derail Au5gleichuug in lvenigell Tagen nicht erfolgen kann. (5s lvurde daher beantragt, in den Verhandlllilgell eille Pause bis zmn Sep winder eintreten zu lassen. Zugleich wurde mich von öfterreichisch-ungarischer Seite ailgeregt, einen provisorischen molin« vivcil
  • mmission. Vielerorts herrscht bei ihnen die Überzeuguug, daß ihneu die unentgeltliche Zuteilung von Land von den Beamten verheimlicht wird. Tagesneuigleiten. — (Die Krawattenästh^tik) ist um einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen. Aus England ist als „letzte Neuheit" das Klei du na, s a es, ch zu uns gekommen, daß die Farbe der Krawatte durchaus dieselbe sein muß ww die Farbe der Handschuhe. Woher kommt nun aber überhaupt der Ausdruck Krawatte? Am meisten hat die Erklärnng fiir sich. daß die Bezeichnung aus dem Soldatenleben entlehnt ist. In den Kriegen Ludwigs XIV. mit den Österreichern lernten die Franzosen die Kroaten kennen, deren Mannschaften in ganz eigenartiger und damals unbekannter Wnse Tücher um „den Hals geschlnngen" hatten. Man nannte in Paris diese Dinger bald wie deren Träger, Kroaten, woraus dann verdorben „Krawatten" geworden ist. Beim Militär wurden diese Krawatten übrigens zum erstenmale unter Ünd-wig XV. eingeführt, und man erzählt sich da solgende Anekdote: „Offiziere nnd Mannschaften ließen nach Einführung dieser schwarzen Halsbinden vor einer Besichtigung die Krawatten recht fest und eng fchnal-leu, damit die infolgedessen geröteten Gesichter der Soldaten lebhafte Farbe und frische, rote Gesundheit vortäuschten." (Die Frisuren der Japaner als Heiratsannonce.) Die japanischen Frisuren, die sich neuerdings in der englischeil Gesellschaft einbürgern, sind unstreitig unter alleil modernen Haar» srisnren die „sprechendsten". Tenn au5 der Art nnd Form der Frisur kauu man nicht nur das< Alter der Japanerin erkennen, sondern mail kann auch herauslesen, ob die betreffende Tame uoch ledig, schon verheiratet oder wieder frei, d. h. Witlue ist. Junge Mädchen, die eineu Mann suchen, tragen ihr Haar vorue recht hoch und ordnen am Hinterkopfe die Haarflechten fächer- und schmetterlingsartig an, wobei sie Silberschaum oder farbige Kügelchen cin-flechten. Eine Witwe, die nach einem zweiten Gatten aufschaut, baut ihren Haarturin rings um eiue Nadel auf, die am Hinterkopfe horizontal placiert wird. Wenn eine jedoch ihrem verstorbenen Manne treu bleiben will, schneidet sie sich das Haar ab, so das; es nicht länger ist als eine Handbreite, und kämmt es ohne jeglichen Schmuck nach hinten. — (Neue Ausgrabungen vorsintflutlicher Tiere.) Die wissenschaftlichen Erve-ditioneu, die im Auftrage der Vereinigten Staaten die Lagerstätten von Wyoming und Montana einer genauen Untersuchung unterworfen haben, haben unerwartete und interessante Funde gemacht. Ill erster Linie stehen die Ausgrabungen eines vollkommen erhaltenen Skeletts eines Claosaurus und eines Lorolo-phodono. Diese Niesentierskelette erregen das größte Interesse, weil mail bis jetzt nur Bruchstücke jener paläontologischen Tiere besaß und sich kein richtiges Bild von ihrem Aussehen entwerfen konnte. Der Claosaurus gleicht einer uugeheucreu Eidechse, deren 5iopf in einen riesigen enteuähnlichen Schnabel ausläuft. Tie Beine sind ungleichmäßig lang und stark und es scheint, daß der Claofaurus sich nur auf seinen Hinterbeinen bewegt hat, wahrend die schwächeren Vorderbeine dazu dienten, von den Bäumen das ^ntter herabzureißen. Das Loxolophodou stammt aus der Klasse der Diuoceraten, die zum größten Teil über die Maße eines Elefanten hinausgingen. Ceinem Skelett nach zu urteilen, hat das Lo.rol0' Phodon große Ähnlichkeit mit einem Elefanten, soweit wenigstens- sein Nninpf ill Betracht kommt. Auf seinem eckigen langen Kopf befinden sich sechs Hörner: zwei dieser Hörner ragen aus dem Vorderschädel gerade über dein riesigen Nacken heraus, zwei lvei-tere vorn über den Augen und zwei aus dem vordersten Schädelende über den Nüstern. Aus dem Der Fall Vasilijev. Roman uon Paul Dölav Höcker. (23. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Aber die Frage des Besuchers nach Justus zerriß daun schnell die rosigen Schleier, durch die sie in den paar Augenblicken des Vergessens die Welt gesehen hatte. Erschrocken entsann sie sich, daß es in diesem Hause der Trauer kein fröhliches Antlitz geben durfte. Sie sank wieder ssanZ in sich zusammen. Beiüm-inert offenbarte sie dem Freunde, was sie für grau^ same Zeiten durchgemacht hatte, seitdem sie sich an jenem wmrdervollen Sommermorgen getrennt hatten. Staunend, voll Schreck und Teilnahme, in loach-» sender Erregung lauschte Johamres. Ein Lustschloß, das er in seinen kühnsten Phantasien erbaut, brach da in sich zusammen!.. Er brauchte lange, bis er seine Fassung einigermaßen wiederfand. Dann aber sagte er traurig: „Und Sie haben mich die Fanze Zeit über ill verwegener Hoffnung gelassen, ohne mir mit einem einzigen Worte zu verraten, wie die Sachen hier standen! Wollten Sie mich nicht ins Vertrauen ziehen — oder hatten Sie mich ganz vergessen?" Sie konnte ihn nicht so gedrückt sprechen hören. Nasch Mb sie ihm ihre Hand und sagte herzlich, wieder einen Aufschwung nehmend aus ihrer eigeuen Niedergeschlagenheit: „Sie sollen mich nicht nns^-verstehcn. Ich habe oft an Sie gedacht — und in aller Herzlichkeit. Manchmal wollte ich Ihnen auch schon schreiben. Die grausamen Prüfungen, die ich hier zu bestehen hatte, entfernten mich so weit von der wundervollen Idylle, die der Sommer mir geschenkt hat, daß es mir wie ein Frevel vorkam, all meiu Leid mit über die Menschen zn brmgen. an deren sonnigen Stimmung ich mich selbst so erwärmt, so erhoben hatte. Verstehen Sie mich? Die Erinnerung an Ihr liebes Schwarzwalddorf war für mich eiue Oase in der Wüste." Das waren offene, herzliche Worte, die den einfachen Menschen rühren und zu Tank verpflichten mußten. „Aber uuu ich da bill." sagte er dann herzlich und in bittendem Tone. „werden Sie mir doch auch wieder Anteil an der Gegenwart geben — nicht nur au der Vergangenheit?" Sie lächelte trübe. „Wenn die Gegemvart nur nicht so unsagbar traurig wäre." Eine Weile blickte sie sinnend vor sich nieder. „Aber es ist mir doch wie eiue Fügung des Himmels, daß Sie gerade jetzt gekommen sind — gerade heute. " Es beunruhigte ihn etwas m ihrem Ausdruck. „Sie haben uoch andere Sorgen, als dio um den Krankeil?" fragte er zögernd. Eine Weile blieb sie still. Se seufzte nur leise und erhob die Hände zu den Schläfen. Johannes war aufgestanden. Er deutew nach der Tür. „Vasilijev ist mitgekommen? — Um ihn hau» delt sich's?" Es kam zu keiller weiteren Allssprache, denn der Nüsse stellte sich, nachdem er das Mädchen mit einer höflicheil Ansprache hereingeschickt hatte, selbst ein. Nichts verriet die gelvaltige Aufregung, die in ihm tobte, als er seinem Nebenbuhler gegen übertrat, sich freundlich verneigend, während Martha die Vorstellung besorgte. „Justus empfängt sonst keinen Besuch," sagte sie dabei zu dem Künstler, „aber mit Ihnen wird er eine Ausnahme machen. Lassen Sie mich nur zuerst bei ihm anfragen. Er ist ein bißchen eigen» sinnig, wie ich Ihneu schon sagw." Während sie beim Kranken weilte, gab es zwi» schell den beiden Zurückgebliebenen nur eine stockende, frostige Unterhaltuug. Iohaunes sagte sich ja, daß eo bloß die Eiferfucht war, die ihn den Anbeter Marthas so kritisch betrachten machte, aber die kühle, höflich-glatte Art des anderen mißfiel ihm durchaus. Inzwischen hatte Martha keine leichte Aufgabe dem eigensinnigen Vruder gegenüber durchzuführen. Sie mußte ihn daran erinnern, daß Johannes Brake ihr das Lebe» gerettet, daß sie ohne dessen Auf-opferung elendiglich im brennenden Schulhaus zu Neßlingeu umgekommen, im Nauch «-stickt wäre. Justus willigte endlich ein. den Harrenden zn empfangen. Abm- Martha merkte wohl, wie schwer es ihm ward, seine Abneigung gegen neue Vegeg« llimgen zu überwinden. Ängstlich starrte er nach der Tür — der Schweiß perlte auf seiner Vrust. Beruhigt schien er erst, als ei- hinter dem Schwarzwälder seinen Freund Gabriel eintreten sah. Der junge Künstler war der ehrlichen Vewun-dcrunss für das Talent des so rasch berühmt gewor« denen Justus Speller voll, fiir ein Talent, das nun brach lag, uachdem es so Schönes geschaffen. 'Es waren also keine DmMchuittsphrasen, die er dem Kranken über seine, von ihm oft bewunderte Grnppe im Schloßgarten sagte. Wie er darüber sprach, was er hervorhob, bewies, daß er ein zielsicheres Urteil besaß. Justus tat die warme Anerkennung, die ihn an längst, längst vergangene Zeiten erinnerte, wohl — gleichzeitig schien sie etwa» Beschämendes, Aufreizendes für ihn zu haben. „Meine Schwester sagte mir, daß Sie zu Schwartzkopff wollen", brachte er nervös und un« geduldig hervor. Da werdeil Sie böse Dinge über mich zn hören bekommen. Der Professor schrieb mir einmal — haha — es war schon eine Lust. sich vor- Laibacher «ettuna Nr. 167. 1561 24. Juli 1907. Oberkiefer ragen nach abwärts ein Paar riesiger Stoßzähne, dir ivahrscheinlich als Angriffs- und Verteidigungswaffen dienten. Außer diesen ^iieseu-skeletteu grub die Erudition »och eiue ganze Neihe auderer Skelette aus, die ebenfalls der vorsintflutlichen Zeit angehören. - (Genähte Blutgesäße.) Wa,s Ml alles geschnitten und genäht wird, daran hätte ein Chirurg noch vor kanm 20 ^ahreu kaum zu denken gewagt. Wenn nian die Operationen, die zum voll ständigen Herausschneiden des Magens fiihrel,, die gar nicht selten von Erfolg begleitet gewesenen Herzoperationen nnd die chirurgische Tätigkeit an Adern und Blutgefäße!, zusammennimnit, so erhält man in dielen wenigen Zügen ein Vild der fast verblüffenden Fortschritte der modernen Chirurgie. Mit dem Vernähen von Adern hat man freilich fchon vor hundert Jahren begonnen, aber doch nnr nnter Be-schränknngen, die das Mitleid dos heutigen Chirurgen erwecken. Tie eigentliche Adernaht wnrde überhanpt zum erstenmal von Schede vor gerade 25 Jahren ausgeführt, und es dauerte dann noch fast ein weiteres Jahrzehnt, bis von Iassinowski dnrch grnnd-legende Tierversuche nachgelviesen wurde, das; alle frischen Wundon an großen Blutgefäßen, die an Größe, dessen halben Umfang nicht übersteigen, genäht werden können. Watts stellt jetzt im Bulletin des John Hupkins-Krankenhauses alle Belege für die bisherigen Erfolge der chirurgifchen Eingriffe an Blutgefäßen zusammeu. Vor fi'iuf Iahreu kouute Schinitz erst 2l Fälle von einer seitlichen Vcrnähung an Arterien anführen, davon 7 an der Schlagader der Achtes. 5 am Schenkel, je dreimal am Arm uud au der Kniekehle nnd je einmal am Darmbein, an der Hauptschlagader und an der inneren Schlagader des Halses. Zum Veruäheu scheint Seide am besten zu sein. Znr Erzeugung der zeitweilig notwendigen Blutstauung werden verschiedene Mittel benutzt, am besten das einfache Zusammendrücken der Adern mit den Fingern. In den letzten Jahren erst sind sogar kreisförmige Nähte an Blutgefäße» und Adern gelungen, aber bisher nur in selteuen Fällen. -- (Die kleinen Ironi e n d e s Ü e b e n s.) Man schreibt den „M. N. N," ans London: Das Leben erlaubt sich oft grausame kleine Witze. Wir lesen in einem Londoner Blatte: „James Canhnin in Waltbamstow, der feit vielen Jahren ein eifriger Abstinenzler gewesen ist, wurde am Sonnabend in einem großen Bottich Bier ertrunken gefunden." Er war ein Angestellter einer Ostendbrauerei nnd hatte auf einer gegen den Bottich gelehnten Leiter den Gärungsprozeß überwacht. Niemand sah ihn fallen und seine Leiche wurde erst nach längerem Slichen in dem Bottich gefnnden. Er hat sich übrigens noch im Tode an dem Bier gerächt, das er im Leben verschmähte. Man mußte den Inhalt des Bottichs, der auf 12.0M Mark bewertet wird. auslaufen lassen! ~- (Vo m Erha b e nen z n m Lach e rlich e n) M nur eiu Schritt, nnd bei den Zivilgerichten wer-^'n hänfig eigentümliche Eide geschworen. So wnrde türzlich beim itölner Landgericht ein Prozeß ver» handelt, der die Klage einer Vari^soubrette gegen ihre Direktor auf Zahlung der vereinbarten Gage zum Gegenstande hatte. Der Direktor bestreitel die Rechtmäßigkeit der von ihm geforderten Leistuug. »veil die Soubrette nicht die vertraglich vorgeschrie-benen Couplets gesungen habe. Es wird hieranf von dein Gerichte der Sonbrette folgender Eid anf-gegebeu: Ich fchlvöw bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, es ist wahr, ich habe gesungen „Den bunten Schmetterling", „Das Autogörl" nnd „Wir haben den Rummel herans", so wahr mir Gott helfe! —- (Hnmor der Einbrecher.) Humori stische Spitzbuben haben in Berlin einem Optiker einen Besuch abgestattet. Sie stahlen eine größere Anzahl Operngläser im Gesamtwert von .")M Mark. Die Einbrecher arbeiteten mit außergewöhnlicher Rnhe, sie nahmen von den sämtlichen Gläsern die Preisbezeichnnngen ab und legten sie sorgfältig nebeneinander in das Schaufenster. Das Motiv zn ihrem Einbruch kennzeichneten die Verbrecher dadnrch, daß sie ein noch gntes. aber natürlich leeres Portemonnaie neben den znriictgelassenen Preiszetlelu nieder legten. (Eine g r a u e u haft e H iuri ä) i u n g.) Eine entsetzliche Szene spielte sich, wie aus Newport' berichtet wird, am Freitag bei der Hinrichtung eines Mörders, namens Henry White, im Staatsgefängnis zn Columbus in Ohio ab. White war auf dem elektrischen Stuhl festgeschnallt nnd der Strom von !!5<> Volt wnrde eingeschaltet. Der erste Schlag tötete White nicht, und die anwesenden Ärzte stellten fest, daß das Herz noch regelmäßig, schlug; anch der zweite Schlag blieb erfolglos. Darauf wurde beschlossen, einen dreifach stärkeren Strom anzuwenden, AIs diefer eingeschaltet wnrde, schlngen helle Flammen aus dem zucleudeu Körper Whites hervor, und der Gernch verbraunten Fleisches füllte das Hin-richtnngszimmer. Nach mehreren Seknnden wurde der Strom ausgeschaltet. Der Tod war nicht dnrch den elektrischen Schlag, fondern dnrch Verbrennung eingetreten. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Dic Karstbahu-Eröffnung 1857. lZ-urtschunl!.) Die Aufbringung der Equipagen ^ die Pferde würden in Adelsberg selbst aufgetrieben norden -wnrde nun vou 3e,ner Erzellenz dem Statthalter dein Magistrate zur strengen Pflicht gemacht. Diese Equipagen würden den 2tt. und 29. Juli benötigt und mittelst der Nahn hin- nnd zurückgestellt werden. Es erging sonach vom Stadtmagistrale an die Laibacher Equipagenbesitzer das Ersuchen, ihre Equipagen gefälligst fiir die beuaunten Tage zur Verfügung zn stellen mit der Versicherung, daß der Ztadtmagistrat für deren uuverfehrte Rückstellung besoudere Sorge tragen werde. zustellen, wie er dabei wütete, außer sich war, mir nicht sein Boffierholz an den Kopf lverfen zn können. Er ist maßlos erbittert gegen mich — am liebsten brachte er wich um. Er kann es nicht überwinden, d"ß ich sein Atelier verlassen habe. Und wie nnge-recht er früher meine Arbeiten beurteilt hat!" ,,O> nein, Herr Spener," widersprach Johannes, ^uer Professor sagte mir noch heute früh, Sie seien ^m talentvollster Schüler. Er N>ar außer sich, daß ^le sich gar nicht wieder bei ihm blicken ließen. Daß Sie krank seien, wnßte er gar nicht." ..Ich wollte nicht, daß cr'ö erfährt. Ich wollte wn mit Absicht kränken. Weil ich die Knnst hasse ja, hasse!" Er regte sich derart anf, daß Vasilijev zn ihm treten mußte, um ihn zu beschwichtigen. Martha war überrascht, zu hören, daß Johannes bereits beim Profeffor gewesen war. Um das Gespräch bon Justus lwzulenken, fragte sie ihn gleich, wie er uort aufgenommen worden sei, und wie sich Schwarz-l"M seinen weiteren Lehrgang denke. ^reiniiitig schilderte der ftinge Künstler seiue Erlebnisse. Eine arbeitsreiche Zeit lag hinter ihm. ^"" Münsterniodell wm- fertig. Das waren aber freistunden für ihn gewesen, während deren er an lN'iem schwierigen Werk gearbeitet hatte. Seme 'Vauptbeschäftignng ^^n- gröberer Natur gewesen. Er ^ltte nur mit Zuhilfenahme vieler Nachtstunden die Schnitzereien für die Möbelfabrik noch zum gefor "Men Termin abliefern können. „Aber jetzt atme ich frei anf," sagte er zu den MMuistorn, wähi-eud es fröhlich in seinen, Antlitz aufleuchtete, „ich bin für ein paar Monate sicher ^'stellt, brauche vorlänfig nicht wieder zum Hand-^rk zu greifen, um mich durchzuschlagen, kani mich völlig der Knust lvidmen, nnd der Profefsor will sogar seinen Einflnß anfbieten, daß das Knust-gewerbeinuseuin inein Münstermodell ankauft. Tann wäre ich nnch der letzten Sorge für die Znkunft ledig." Es lag eine solche Frische in seiner ganzen Er-scheinung, eine solche Lebenskraft in seinen Anschan nngen, daß ein größerer Gegensatz, als der zwischen ihm und den beiden Männern,, die das Zimmer mit ihm in dieser Minute teilten, nicht wohl denkbar war. Seltsamerweise fand Justus mehr und mehr Gefallen an ihm, nachdem die erste Fremdheit gewichen. So energisch er immer erklärte, daß er jedes Interesse für die Knnst verloren habe, insgeheim beschäftigte ihn doch noch manchmal diefe nnd jene Frage, die er in früheren Zeiten mit dem originellen Professor erörtert hatte, nnd über die es zwischen ihnen zum Streit gekommen war. Und so brachte die Anregung, die Johannes dein Kranken gab, es denn dahin, daß Justus — zu Marthas nicht geringer Verwunderung, aber heimlicher Frende - sich alsbald in ein fachmännisches Gespräch mit ihm ver senkte. Als Johannes dann endlich aufbrach, begleitete ihu Martha selbst bis ius Treppenhaus. Dankerfüllt Preßte sie beim Abschied wieder seine Hand. „Oh, ich ahnte es ja," wie vrlöst aufatmend, „daß Ihr Einfluß von Segeu fein würde für den Unglücklichen. So lebhaft habe ich ihn überhaupt noch nicht gesehen, seitdem er von der Reise znrück ist. Sie koimnen bald, bald wieder, nicht wahr? Und das nächstemal wird Instus mit Ihnen über das Atelier sprechen. Tann werden wir Sie immer in der Nähe haben .-. Ach, ich bin so glücklich..." (Fortsetzung folgt.) Der Aufruf fand ein williges Gehör, denn es erklärten sich 20 Equipagenbcsitzer bereit, ihre Wagen zur Verfügung zn stellen, was jedoch für dle große Zahl der geladenen Gäste nicht genügte. Der Stadtmagistrat wandte sich also im tnrzen Wege an die k. k. Postverwaltuug mit der Bitte, die Ein-leitnng zu treffen, daß an, bestimmten Tage etlva ll> viersitzige ärarische Wagen zu gedachtem Behufe zur Verfüguug gestellt uud iu Bereitschaft gehalten werdeu mögeu, wurde aber mit dieser Bitte an die k. k. Postdirektion gewiesen. Da eine Einflußnahme des k. k. Laudespräsidiums iu dieser Angelegenheit von ungleich sichereren, Erfolge begleitet wäre, wnrde das Laudespräsidinm gebeten, diesen Gegenstand vermitteln zn wollen. Bel Gewähruug dieses Ansinnens würde sich soln'n der Stand der Kutsche», in folgender Zahl stellen: :i) In Adelöberg selbst lverden beigestellt 12 Wagen d) Von Laibach werden dahin gestellt. . W <-) Die Postdirektion stellt zur Verfügung 10 Summa . . 42 Wagen somit ein Ouantum, das um so mehr fiir das Erfordernis ausreichen dürste, als die abgegangenen Equipagen wieder zurück eintreffen und nach nnd nach alle Gäste hin uud zurück beförderu könnten. Am 18. Inli begab fich der Magistratsvorstand nach Adelsberg, um diese Ang'elegenheit sowie die Bespannung und alles, was auf das Arrangement der festlichen Beleuchtung der Grotte Bezug nahn,, mit dem Adelsberger t. k. Vezirksvorsteher Herrn von Murnik in Ordnung zn bringen. Für die Grottengäste wurden 12M Einladungs» karten vorbemittelt. Da jedoch dem Laibaclier Sta^tmagistrate die höchsten und hohen Gäste nnr teilweise bekannt waren, so übermittelte man von oberwähnten Einladungskarten 5M Stück an den Podest«, (Bürger» meister) von Trieft, Mutins Nitter von Tomasini, mit dem Ersuche,,, sie an die donigeu Gäste zu ver° teileu. Eine entsprechende Zahl dieser Karte» wnrde auch den Bürgermeistern von Graz, Klagenfnrt, Görz nnd Finme znr beliebigen Verteilung unter seine Genieindemitglieder zur Verfügung gestellt. Der Nest - etwa 5lD Karteu wurde unter die Laibacher Honoratioren und deren Angehörige verteilt. Ta viele Gäste tags zuvor mittelst Separatzügen eintreffen sollten, so mnßte man rechtzeitig für ihi-e Quartiere fowie fiir ihre Verführung dahin die nötigen Vorkehrnngen treffen. Dem Stadtmagistrate gelang es nun für die Gäste !77 Zimmer mit l9r sich voraussichtlich äußerst zahlreich einsinoenden Teilnehmer sehr schwiei'ig gestalten würde, wurde die Generalversammlung des Verbandes der südslavischen Lehververcine, die ursprünglich vom 17. bis 19. Angnst in Nadillaunsdorf hätte stattfinden follen, auf den 25. August und die zwei sola>'n>X'n Tage verscholl», — (Die Na d in an n sd or fr r Wasserleitung.) Mit den ErdausIrabungen wurde gestern bel'Mmen. Die bauführende Firma G. Nun,. pel alls Wien Hai znm Leiter der ganzen Bauanlage deu Illgenieur Herru Hil scher und der Krainische Ausschuß zur Beauffichtignng des Baues den In-genienr Herrn ^ t e m b o v entfeiidet, welch beide bereits iu der Vorwoche in Radmannsdorf eintrafen. Das ganze Rohrnetz, welches die Ortschaften Vigauu, Poljce, Zapuie, Nova Vas, Hlebce, Nadinannsdorf nnd Lees umfassen wird, wird eine Länge von etwa 12 Kilometer besitzen. Es habeil sich bereits zahlreiche Arbeiter, besonders Italiener, die früher beim Vane der Wasserleitung ill Hof-Gastein beschäftigt waren, in Nadmannsdorf eiugefuudcn. Eine ausführliche Beschreibung dieser wichtigeil Wasseranlage bringen wir in einer der nächsten Nummern. — (Turmbau ill N a d m a n us d o rf.) Mit den Steinmetzarbeiten wurde in dieser Woche begonnen. Die mächtigen Quadersteine, die beim Baue zur Verwendung gelangeil werden, stammen alls dem einstigen Eeconischen Steiubruche in der W och ein. — (Im kerv ersa m m I n n g.) Wie bereits berichtet, wnrde Sonntag, den 21. d. M. in Illyrisch-Feistritz in den Räumlichkeiten der Teigwarenfabrit X!lider5i5 uud Valem'iö eine große Versammluug des Zelltralverbandes der Imker abgehalten. — Der Besuch war ein selir großer; es beteiligten sich daran (!A Personen. Zu Beginn der Versammlung begrüßte Herr Oberlehrer Rojina, der Redakteur des slo-venischen Fachblattes „öebelar", als Leiter der Versammlung die Anwesenden anf das herzlichste mit der Bitte, den im Programme beinhalteten interessanten Vortragen anf das aufmerksamste zu folgen und erteilte sodann Herrn Oberlehrer Likozar das Wort. Dieser hob unter anderem die Nedentnug d>er Vieuenzncht für die slovenischen Agrarier hervor und konstatierte, daß auch die Landwirtschaftsgesell-schast für Krain oie Bienenzüchter in jeder Beziehung unterstützte; weiters erwähutc er des Fachblattes ,.<"ebelar", oas der volleil Würdigung und Unterstützung der Bienenzüchter bedarf, mn sich modern zn entwickeln nnd so das Lesepnblikilm in jeder Weise zu unterrichten. Insbesondere wäre es vou der größten Nedeutuug, sich der Bienenzucht möglichst intensiv zu widmen lind dazu insbesondere die Jugend liera»zuziehen, da die Bienenzncht nicht nur vou ötonomischem Standpunkte, sondern auch für die all gemeine Bildung von großer Bedeutung fei. — Herr Likozar erwähnte auch, daß die Houigprcife derzeit iuslx'soudere deshalb sehr nieder stehen, weil miudemx'rliger Kunsthonig in großen Mengen ein-gefüln't werde, lind, die Honighändler folgerichtig die Preife herabdrüäen; diesen Umständen wäre in erster Linie dadurch abzuhelfen, daß die Honigverkäufer ge setzlich gezwungen würden, Aufschriften über den zu verkaufenden Honig- nnd Wachssortcn zn habeil. Hanptsächlich aber müßte eiue feste Organisation der Bienenzüchter gegründet werden nnd von den Abgeordneten wäre zn fordern, daß speziell für Krain ein Schlttzgesetz für die Bienenzüchter beschlosseil werde, wie dies ja bereits in einigen Kronländeril der Fall ist. Desgleichen müßte für die Fachbildung der Züchter, uud zwar durch Ausgabe flovenischer Fachschriften gesorgt werden. Der Hermagorasverein werde übrigens heuer im Herbste ein derartiges Fachbuch herausgeben, was volle Anerlennnng verdient. Weiters müßte an der Lehrerbildungsanstalt in Laibach ein ständiger Fachkurs für die Imker sowie ein Mnsterbienenhans mit staatlicher Snbvention errichtet nnd folgerichtig sodann eine Fachleln'stelle für Imkerei fystemisiert Norden. Schließlich brachte der Vortragende die Gründung eines Filialfachver-cines für den Bezirk Illyrisch-Feistritz mit dem even-tuellen Wirknngskreise für ganz Innerkrain in Antrag, Herr Oberlehrer H n m e k behandelte sodann iil einem übernns interessanten und gediegenen Vo^ trage die Anatomie der Biene, insbesondere die äußere und innere Beschaffenheit der dreierlei Arten, — AIs letzter am Vormittage hielt der wegen feines Mnsterbienenstaiides in Imkepkrrisen weitbekannte Teigwarenfabrikant Herr Aniderkii' einen spau-nenden Vortrag mit Demonstrationen über die praktische Honi'gerzeugung nach den neuesten fachlichen Errungenschaften, H<>rr ^ilider^i^- demonstrierte die künstliche Entfernung der Bienen aus den Waben und Bienenstöcken, weiters die Fabrikation von sehr praktischen Kunstwaben. Unter anderem erwähnte er, daß sich die .Nonigsechsnnn, heuer sebr reich gestalten werde: denn sie dürfte ziemlich stark zwischen 20 und M Kilogramm per Stock variieren. Hierauf wurden einige Waben in eine eigens hiefi'ir konstruierte Maschine eingestellt, nachdem oie Wachs,-decken mit einem praktischeil Gabelmesser entfernt worden waren. Der vorhandene Honig wnrde anfs reinste herausgeschleudert, ohne daß die Waben nnr im geringsten beschädigt worden wären,. Weiters zeigte Herr Snidcrkio die modernst eingerichteten Bienenstöcke mit Doppelabteiiungen, dem Königinnenraum ltild dein Raume für die Arbeitsbienen, wo sich der Arbeitsraum für die eigentliche Honiggewinnung befindet, der durch ein eigens hiefür konstrniertes Blechnetz, dnrch welches die Königin nicht dnrchfliegen taun, getrennt ist; gleichzeitig demonstrierte er sehr praktisch eingerichtete Nersandkistchen für lebende Bienen fowie noch andere Werkzeuge für die ökonomische Bienenzucht. — Nachdem hiemit das Programm für den Vormittag erfcböpft war, schloß Herr Oberlehrer Nojina um 12 Uhr mittags die Versammlung, wobei er auf die um 2 Uhr beginnende Nachmittagsversammlnng mit dem Wunsche hinwies, sie elx'nso zahlreich zu beschicken. (Schlnß folgt.) —ä. — (Hu u ds tage.) Heuten um 2 Uhr 21 Min. früh trat die Sonne iil das Zeichen des Löwen, am Abendhimmel steigt iil unseren ^onen der Sirius auf, der nächste Nachbar nnseres Sonnensystems, der leuchtendste Steril am Firmamente. Einen ganzen Monat lang, bis 24. August, werden wir unser Auge au dem Anblicke dieses hellsten Gestirnes am Himmel erfreuen können. Die Griechen uuo nach ihnen die Römet nannten den Sirius auch Huuosstern und deshalb wurden die Tage vom 24. Juli bis 24. August, in denen der Sirius regiert, auch Hundstage genannt. In normalen Jahren tritt in dicfeii Tagen die größte Hitze des Jahres ein, es ist die Zeit, wo oie Sonne in den Weinbergen die Trauben kocht, es ist also gleichsam die Krisis für die Qualität des küuftigcu „Heurigcu", in diesen Tagen muß es sich eiitsäieioen, ob er „süffig" wird wie 1!^ oder aber sich zniii schanderhaften „Dreimännerlvein" auswächst wie 1902. Iu den Zwei letzteil Dritteln der Hunds« tage, im August rnben im Weinberge alle Arbeiten, weil das Ansti-eifen an die Tranbeil, das Abwischen des „Areimes" der Körner die Tranben in ihrem Wachstum schädigt. — Während sich bei nils der Sommer bisher dnrch außerordentliche Kühle auszeichnet, laufcu aus anderen Gegenden Berichte über drückende Hitze ein. Ganz besonders ernst lauten die Nachrichten ans Indien, wo sich zn Hungersnot und Benlenpest auch unerträgliche Hitze gesellt. In Allahabad und Cawnpore wnrden viele britische Soldateil trotz aller Vorsichtsmaßregeln vom Hitzschlaa, getroffen uud viele sind bereits gestorben. Auch i» Newyork hat man in den letzten Tagen schrecklich unter der Hitze zu leiden gehabt. Es wurden zahlreiche Fälle von Hitzschlag in den Spitälern der Stadt eingeliefert, von denen viele einen tödlichen Ausgang nahmen, besonders Kinder unter einem Jahre. Die Nacht hindnrch blieben die Leute auf der Straße und fubren anf den offenen Straßenbahnwagen, um wenigstens etwas frische Luft zu bekommen, und am Meeresstrande lagen die Kinder während der Nacht zn Tausenden, die Mütter hatten sie dorthin aebracht. llln ihnen wenigstens etwas Schlaf zu geben. In Philadelphia war es noch schlimmer. Dort fand ein Fest der Mitglieder des Order of Elks statt, an welchem 8l).(XX) Personen teilnahmen, von denen viele Tausende vom Hitzschlag betroffen wnrden. Die Spitäler waren überfüllt, Ärzte nnd Krankenpflegerinnen wnßten nicht, was sie mit allen den Kranken anfangen follten. ~ (Ein entwichener Zwängling festgenommen.) Am 22. d. M. nachmittags ist der Zwängling Heinrich Aninger von einer Arbeits-abteilnng in Laibach entwichen nnd wurde von der Gendarmericpatrouille in Uuter-^i^ka nach längerer Verfolgung gegen 8 Uhr abends in der Waldung nächst der Brücke in Tacen festgenommen. Während der Eskortl'erung stellte Auinger die Frage, wohin er komme. Anf die Antwort, daß man ihn in t>ie Zwangsarbeitsanstailt zurückbringe, bemerkte er: „Hin gehe ich nicht," nnd tat eine Majestätsbeleidi-g»ng, um zum Gerichte zu kommen. Auch gab er unaufgefordert an, vor vier Jahren an der Schweizergrenze einem Viehhändler den Betrag von W0 I( gestohlen zu haben, was bisher unentdeckt geblieben sei. Auinger wurde dem Landesgerichte eingeliefert. —I. * (Wieder zwei Zwanglinge entwichen.) Gestern nachmittags sind die beim Baue des Hauses der „Ljudsta posojilnica" an der Miklo-5iöstraße beschäftigten jugendlickien Zwänglinge Pichlcr und Grazer entwichen. Beide haben dort gelegene Kleidungsstücke gestohlen und mitgenommen. * (Ein unvorsichtiger Nadfahrer.) Ein Kellner fuhr gestern vormittags so schnell und unvorsichtig anf der Wiener Straße, bah er ein Stnbenmädchen niederrannte. Sie erlitt beim Falle einige leichte Verletznngen. * (Verloren) wurde ein kleiner Geldbetrag, ferner eine silberne Damenuhr. Laibacher Zeitung Nr. 167. 1563 24. Juli 1907. Telegramme iles l. l. TeltMhtN'MtlPnileni'VilttM. Neichsrat. Sitzung dcs Abgeordneten ha uses. Wi^li. 2:>. Juli. Tao Hauv inihin ^ulnichst ü'o WM d^'s Pläsidiuiuc' 0or. Aliq. Dr. W^isttirch-ner, bei dessen Wahl zum Prcisitu'nk'n 333 Stiun»° zctk'l abgegeben wurden, von doucn 1« leer wm^'n, erhielt 315 Ttimmcu u>ld ist souiit definitiv zum Prl'isldl,'uk'!i cil'N'älilt. Er dailtk' mit W^NIA'U Worten fiir die Wahl und bot um tattmfti^stc Unterstützung ftiteno des Hnusc>^. (LMaftcr Beifall.) Bei der Nahl der lx'idl'n Vizepräsidenten dcs Hauses entfielen auf den 1, Vizepräsidenten den Adg. Zaöek von 2l5! absie^ebenen s>ii bieten werde, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. — Das Hans schritt sodann znm nächsten Pnnkt der Tagesordnnng und nahm einige Ersatzwahlen in den Petitionsausschns; vor. Sodani, gelangte die Vorlage, betreffend die Zustimmung Österreichs zur dlx'iprozentigeu Zollerhöhung der Türkei, zur Verhandlung. In die. Debatte hierüber griff auch der Abg. Redlich ein, welcher betonte, das; er die Erfolge der Politik Österreichs in Nus'>land nnd Ma-Zedonien siir unbefriedigend erachte. Er verlangte die Unterbreitnng des Blaubuches übe:- die Verhältnisse in Makedonien, iibcr die Tätigkeil der österreichisch uugarischcn Zivilagenten und über die Entwicklung der Finanzkontrolle in Mazedonien. Er tritt schliesslich für eine intensive Erportförderuug im Orient dnrch das auswärtige Amt ein nnd befürwortet mue Modernisierung und Demokratisieruug des diploma, tischen Korps. Die Vorlage wurde sodann unverä'.lden angenommen, worauf das Haus den Gesetzentwurf über die Auspräguug der ^ubiläumsmünzen nach kurzer Debatte annahm. Abg. Udröal erstattete nnnmchr das Nefcrnt über feinen Antrag wegen Erhöhung des Meliorationsfonds von 4 auf 8 Millionen Kronen. Abg. Udržal hebt die Bedeutung der Meliorationen nicht nnr für die. Landwirtschaft, fondern fur dre gefamte Bevölkerung des Reiches hervor und vemmes auf die Pflicht des Staaws, der uotleideuden Landwirtschaft hilfreich beizuspringm. Die in tm> De-vntte eingreifenden Redner heben die Notlage ihrer Candor hervor nnd nnterstützten den Antrag Udr/al auflas wärmste. Abg. Steiner (EhristlichsoM) n^'ncetc sich energisch gegen die gestrige Neantwor-nmg der Interpellation dnrch den Handelsminister bänglich den Donau 'Oder-,^anal und erklärte, daß. falls das im Jahre 190l eingebrachte Wasserstrahen-AM nicht durchgeführt wird, die Annahme gerecht-N'rtigt erscheinen müsse, das; man sich mit der Ein-oruigung des betreffenden Gesetzes einen verfassnngs-Waagen Humbug erlalibt habe. Er tritt wärmstens sur den Antrag Udröal ein. Abg. Staujek brachte emeu Nesolutionsantrag ein, der die Schaffung eines ^otstalidsMolioratioiisfoiids lx'fürwortet. — Die, ^'l'hmidlunci nnrd sodaun abgebrochen. Im Einlaufe befindet fich oine Interpellation des Abg. Walcher und Glossen (Ehristlichsozial), betreffend die Schnlbauten in Lavainünd nnd Vrückl, und eine Interpellation P a l, tz nnd Genossen (Christlichsozial) ^'lien der Lohnverhältnisse der Talinenarbeiter. ^clilus; der Sitznng 1/26 Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr vormittags. Die Borgänge in Korea. S ch a n g h a i, 23. Inli. Der friihere Kmser von «orea wird sich wahrsäieinlich in Tsingtan nieder-wNen. wo vor Monaten im koreanischen Auftrage «lne Villa gekauft wurde. Söul, 23. Juli. Vicomte Hayashi erklärte im Erlaufe einer Ul,terredu»ig, das; die Abdankung des Knifes von Korea, die mit der Ankunft Hayashis zusammeutraf, ihm vollloinmen überraschend gelom wen sei und im Gegensatze zn seinen eigenen Plänen liehe. Weder er selbst, noch die japanische Regierung "ätten irgendeinen Anteil an der Abdankung. Wenn ^ gefragt worden wäl-e. so hätte er es nicht geraten, ^"- koreanisch Thron habe nichts von Japan zu bl'für^iten, aber Japan müsse in der Lage sein, die ^Mvaltung Koreas zu organisieren. Paris, 23. Juli. Aus Söul meldet die „Agence Havas": Die Orduung scheint wieder voll-kommen hergestellt zu sein dank der japanischen Truppen, die von dem nenen Kaiser berufen worden find. Wien, 23. Juli. Die „Pol. .Korr." meldet: Der angekündigte Besuch des aus deu Pauzerkreuzeru „Tsukuba" und „Tschitose" bestehenden japanischen Geschwaders unter dem Kommando des Konter admirals Gjnin in Trieft wird, wie wir erfahren, erft im September stattfinden. Rosen an, 23. Inli. In Szilice wurde eiu Schlippen von unbekannten Tätern in Brand gesteckt. Bald standen 25 Häuser nnd ihre Nebengebände in hellen Flammen. Der augerichtete Schaden beträgt l0l).l)l)l) Kroner Eine Frau fand in den Flammen den Tod. Ein Mann wnrde schwer verletzt nnd ins Spital überführt. Nofenau, 23. Juli. (Meldung des Ungarischen Telegraphenkorrespondeuzbureaus.) Gesteru durchzog eine Zigeunerkarawane die Ortschaft Verzete. Techs Zigeuner drangen in das Hans des Nichters ein. dessen Fran allein zn Hause war, Vk'r Zigeuner begannen die Fran zn würgen, während die übrigen die Wohnung uud uuter anderem die Gemcindetasse ansranbten. Ein zufällig vorbeigehendes Mädchen rief um Hilfe, worauf die Zigeuner, die halbtote Frau zurücklassend, die Flucht ergriffen. Sie wurden jedoch in Pelsiz von Gendarmen festgenommen. Berlin, 23. Inli. Das deutsche lenkbare Militärluftschiff unternahm niittags die erste Freifahrt, die drei Stnnden danerte. Das Lnftfchiff fnhr gegen mäs;igen Westwind bis nach Spandan nnd machte dort eine Reihe interessanter Übnngen. Den Schlns; bildete die vollständige Umkreisung der Nikolaikirche. K 0 penhagen , 23. Juli. Im Dorfe Tvis bei Holstebro erhenkte eine Frau drei Kinder eines Häuslers, dem sie die Wirtschaft führte, hieranf ihre eigenen drei Kinder und erschoß sich sodann. Der Grnnd der Tat ist Verzweiflung oder Rache, weil ihr bis August gekündigt worden war. Mit 1. August 1907 beginnt ein neues Abonnement auf die Dlnlmcher Zeitung. DiePränumerations-Vedittgungen bleiben unverändert und betragen: mil Vufluersendung: für Laibach: ganzjährig . . »0 K — k ganzjährig . . 22 k — b halbjährig . . 13 » — » halbjährig . . II » — » vierteljährig . 7 » 50 » vierteljährig . 5 » 50 » monatlich. . . H » »0 » monatlich. . . I » 8» » Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. M^ vie siliinumerationz Letlage wollen portolrel lugezenael weläen. Jg. u. Kleinmayr H Fed. Samberg. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 13. bis 30. Juli 1907. Es herrscht: die Rotzlranlheit im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Zoll (1 Geh.); im Bezirke ltrainburg in den Gemeinden Eisnern (2 Geh,), Strazisce ^1 Geh.); der Rotlauf der Schweine un Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Vrunndorf (2 Geh.), Zwischenwässern (2 Geh,); im Bezirke Littai in der Gemeinde Littai (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Seisenberg <1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Ndelsberg in der Gemeinde Niederdorf (1 Geh.); im Bezirke Gottschce in der Gemeinde Ossiunitz (A Geh.); ün Bezirke Gurtfeld in den Gemeinden St. Barthelmä (1 Geh.), Gurtfeld (1 Geh.), Landstrah (1 Geh.); im Bezirke Loitsch in der Gemeinde Altenmarlt (4 Geh.); im Bezirke Nudolfswert in den Gemeinden Honig« stein (1 Geh.), St, Michael.Stopic (1 Geh.), Preina (1 Geh,); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Semitsch (4 Geh.), Suchor (2 Geh.), Weiuberg (I Geh.), Weinih (1 Geh.). Erloschen ist: der Motlauf der Schweine im Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Brunndorf (1 Geh.), Horjul (1 Geh.), St. Marcin (1 Geh.). Oberlaibach (2 Geh.); im Bezirke Krainbnrg in der Gemeinde Flüdnig (3 Geh.); im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Lolwitz (1 Geh.); der Vliischenausschlag hei Pferde« im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Dobrunje (l Geh.). ib«rc»I, swiin. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 w. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. « Hl:— ^« s'^ «l „« 2U. N. 7:^3-5 24 S'VS'O. mäßig" teilw. bew. " 9U. Ab. 733 6 18-7 S. schwach heiter 24,j7U. F. 733-7! 14-5^ windstill ! » < 0'0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperawr 19-0", Nor« male 19-9°. Wettervoraussage für Steiermark und Kärnten für den 24. Juli: Meist heiter, schwache Winde, warm, Gewitterneigung; für Krain und das Küstenland: Wechselnd bewölkt, schwache Winde, warm, Gewitterneigung. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Bürgerliches Hotel Lloyd. Hente und jeden Mittwoch Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 40 Heller. Anfang um halb 8 Uhr abends. Zu zahlreichem Besucho ladot höflichst ein hochachtungsvoll Karl Tauses, Restaurateur. i Soeben ei^elaien.: M. Nöel | Das Buch der jüdischen Witze F»reis Kl 25-4-O- | Zu beziehen von: (2909) 8-3 lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Buchhandlung in Laibach Kongreßplatz Nr. 2. ! (2368)30-12 Zwei schön möblierte fflonatzimmep mit allem Komfort und separatem Eingang, sind mit ganzer Verpflegung sofort zu vergeben. Anzufr. Elisabeth* Straße Nr. 6, 1. Stock. (2869) 3-3 Saibadjer cteitung 92r. 167. 1564 24. Suit 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Wit- jg^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Aktienkapital K. 130,000.000— *^^^r* Reservefonci K. 63,000.000- (1713) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener jlörse (nach dem offiziellen Aurslilatte) vom 28. Juli 1907. Nie notierten Kurse verstehen sich in Kronenwähruna. Die Notierung sämtlicher Aktien und der ,,D,ver!en Lofe" verlieht sich per Stuck, Hell üiare Allgemeine Staatsschuld Einheitliche Rente-lonv. steuerfrei, Krone» (Mai-Nov.) per Kasse. . W'hc> !»«'?< detto (Iän.-Iuli) per Kasse 9 N8-1L »860 er Ttaatslose 500 fl, 4°/„i49-2^ lbi-2. <8«0ei ,. 100 fl. 4°/,. 204'ül 2U«i>< 18«4er ,, 100 sl. . , 250-2K4- ,864 er ., 50 fl. , . ilLC- K54-- Dum,-Pfandbr. lk 120 fl. 5°/^2s0-8!!29i«l' Staatsschuld d. i. Reichs» rate vertretenen König» reiche und Länder. österr. Goldrente, stfr., Gold per Kasse .... 4"/„li4'?s l14vl> Österr. Nente in Kronenw. stfr., K, per Kasse, . . 4°/„ «e «s «6 8« oeno per Ultimo . . 4"/„ 96'Ll! 8«jkc Oft, Investitions.-Rrnte, stfr., Kr, pcr Kasje . 8'/,«/,, 86'- ßLßl> AlllNb»!>N>zt!lNt»sä!Ull!' ,»rsch«il>ungtn. Eli!llt>cllivaim in G,, steuerfrei, zu 10,0W sl. . . . 4"/„ —'- —-. Franz Iosef-Vah» in Silber (biv. St.) . , - 5'/<>/« >208c «Li-ßc, Val. Karl Lubwig-Nahn (div. Stücke) Kronen . . 4°/, 95'5( L6bl Äubulsbah» in Kroncmuährung, sleuerfr, (did, St.) . 4"/„ 9i>- »?-Norarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Kronen . . . 4"/„ 9«'l!5 9?'2b z» SM. 5'< ßdl>gllll»nen. Vöhm. Westbahn, Vui. 18N5, 4W Kronen 4 "/„. . . , 97 25 88 85 <5l> 35 NO'KÜ' 4°/« detto per lUtinw no 82 l10 5b 4°/i, ung. Nente in llronen^ währ. slfrei per Kaye . . 9s'«»' N28s 4°/^ detlo per Ultimo 9L'«5 !2KI> 8'/,°/o bctto per ilassc . »i-. 81'i-r Ung. Plämien-Anl. ^ 1U« fl. . 188 ^b 19s>'25> dettu ^ 50 sl. . 18s>'!!5 !«0ü5 IheihNeg.-Lose 4"/° . . , , l4N?f, «4» ^-4"/» ungar. Grundentl.-Oblig 82 1U 93l0 t°/« troat. n, flav. Vrundeutl.' Oblig........9^'------------ Andere öffentliche Vnlehen. Bosn. Landes.Anl. (biv.) 4°/« »i>cb 9li«ö Volln.-Hcrcess. Nisrnb.-Landes. Anlehe» (div.) 4'/,»/„ . . b7'2b »8 2i 5°/u DonauReg.-Anleihe 187» 103-- >l)4'- Mener Berlehrs-Anlelhe 4°/« 9ä'«5 ,L2ü dctto 19U0 4°/u 95-50 96'ü! «nlehen der Stadt Wien . . 1N19< «02 u> dctto (S. ob. G.) . . . iiv'bc l!il>-b. dctto (1894) .... 94'8b ßb'55 drtto (1898) .... 96— !)?'' dctto (19NU) .... 95-50 96'5 detto Inv.-«.) 1902 . 97-:« 98-10 VVls«bau°AnIeb,en verlosb. 5°/„ 9U'7b S? 7l> Null,. Staatseljenb..Hyp..Anl. 1889 Gold .... 6°/l, 119'?0 lLO'Ai Bulg. Staat«. Hypothelar «nl. 1898.....e°/„ 1l2 — 128 — Gelb Ware Pfandbriefe «. Äodenlr.,allg.öst.ln50I.»l.4''/l> 9«-5c 97»- Vohm, Hyplthelcnbanlverl. 4°/<> 962! 97'i5 Zentral-Äob.-Kreb..Ut., österr., 45I. Verl. 4>/,°/u . , , 101-50 10L'b< Zentral Vod.^Kred.-Al., österr., K5 I. Verl. 4"/« . . , , 88- 89-Kred,-Inft..«sterr., s. Nerl.'Unt. u.öffe»tl.Urb.Kat.^vl.4°/l, s?-2o Ss-2n Landesb. b. Kbn. Gallzien und Lodom, 57'/, I. ruck^. 4°/>» »4'7ü 95-75 Mähr. Htiputhclenli. uerl. 4^ «5-2:, 86 ?5 3i,.österr.Lande«.Hl,p..Vlnst.4°/. 9«'7ü 97?n detto inll. 2 "/„ Pr. verl. 3'/,°/° «8 i0 «uüs, dctto K.'Schuldsch. uerl. ZV//» 8«'25 .>,<,-25 detto veil, 4°/» 86-6i> 87-l>.>> Österr,»ungar. Nanl 50 jähr. vrrl, 4°/„ ö. W..... 97-20 882«' detto 4"/o Kr..... S9-— 100- Sparl. I.«st., 60 I. verl. 4°/» 98-ib 99 Lb Gisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Ferdinllnd«»3torbbahn Ei». 1886 — — —'— , betto lim, 1904 — - — - Osterr. Norbwestb. 200 sl. S. , 102 90 103-8( Etaatöbahn 500 Fr..... 390- 89b — Viidbahn il 3°/<> Jänner »Juli 500 Fr. (per El.) . . . 297-75 299 75 Südbahn ü 5«/y..... 121-15 122-15 Diverse Lose (per Stück). ?»rzw,»che Lost. 8"/« Bodcnlrebit.Lose Em. 1N8U 262ül' 2^8 n< bett« Em. «889 272- 278 -b"/u Donau»Regulierung«-Lose 10« sl. «. W..... 849— 255- Serb. Präm..«nl. v. 100 Fr. 2°/« 94 50 ion-5, zin«erzw,l«. Vudap.>Nastlila (Dombau) 5 sl. 2010 22 1t Kreditlose 100 fl...... 422 — 428- Clary-Lofe 40 fl. K. Vi. . . 144 - 1^2-- Ofener Lofe 40 fl..... 202- 2N8-- Palsfy.Lose 40 sl. K. M. . . 173-- 17U-- Notc» Nrcuz, üsl. Ges. v., 1U fl. 44 - 4«-- Noten Kreuz, ung. Ges. v., 5 sl. 26 75 2» ?ü Nudlllf.Luse 10 sl...... 67'- 73-^ Salm.Lolc 40 fl. K. M. , . 207— ö«8'- «eld Ware Türl. detto per M. . , . it<2 20 I8Z !i< Wiener Komm..Lofe v. I. 1874 456- - 4s2 -Oew..Sch.b. 3»/^Präm..Schuldv. t,.Nodeulr..Unst. Ein. 1889 70— 74- Nlrien. fll!n»p!>ll»Zlnttmehmungln. «ussig.Iepl. Eisenb. 500 sl. . 2405 — 2410 - Völim. Nurdbahn 150 sl. . . «43— »46- Vuschtiehrabcr Eisb. 500 fl. KM. züj«>4 — 2874 — dello (lit,. Ij.) 2<>u sl. per Ult. lud?-— i«67 — Donau > Tampfschlffahrts. Gef., 1., t. l. priv,, 5oü fl. KM. «90 -> 997-- Dux.Äodcnbacher Eisb. 40« Kr. 552'5» f!.'b-. ^erblnando.storbb.iomfl.KM. 519^-— d220-llei»b,.EiIenbahn» Gesellschaft. 200 fl. S, . 559 - °6!»-5,> ^loyd.ösierr.Trieft..5NNfl.KM. 448- 447- Lstcrr. Nurdwestuabn 200 sl. S. 4-^b— 427-- dc!!o(!it. Ij.)20«sl.G.P.Mt. 420— 428- Prag.Duxer Eisenb. 100fl.abgst, 2t?-- 218-5» Tllllltseisb. 200 sl.S. per Ultimo 653- ebt- Siidli. 200 fl. Silber per Ultimo 144 «0 145 so Lüdnorddcutsche Verbinbungsb. 200 sl. KM...... 387— 40U-- lramway.Ges., neue Wiener, PiloritätS.Ultien 100 fl. . —-— —--Ungar, Westbah» (Raab.Vraz) 200 fl. S....... 4N8-— 4S475 Wr, L°lalb,.Ultien.Gef. 200 fl. 260-—------- V«nlen. Änglo'Östcrr. Vanl. I2U fl, . , 804- 305 — Vanlvcrei«, Wiener, per Kasse —-—------- dettu per Ultimo . . . 5Zg-7!> i,34 75 Vobenlr..?lnst. östeir.,200fl.E, 1022— 1N25-- Zr»tr.>Vod.>Nredb, »st., 20« fl. 586— 540 -Kreditanstalt für Handel und «ewerbe, lüo fl., per Kasse —-— —-— dett» per Ultimo «47— «48 — Nrrtnlban! aNg. »ng., 2W sl. . 749 — 750 — Lrvositenbanl, allg., 200 fl, , 462-— 4l>3 — Eklompte. Gesellschaft, nieder» osterr., 400 Kronen . . , 5>58 — L»!9 — Giro» und Kassenvereln, Wiener, 2NU fl........ 454— 457 — Hypothekenbank, üsterreichifche, 20« sl, 30°/« E..... 2«s— 292- Ländcrbanl, olterr,, 2au fl. per Kasse....... —'— — - dcüo per Ultimo .... 430'ü« 431 öu ,,Merkur", Wechfelst..«lttien. Oelelljckaft, 20a fl, , . . «3«- 53>» — Nerlehrsbanl, allg,, 140 fl. 832 - 833 — Inonftltl»zlnltlNth«nn8»». Naiinef., alia, östcrr., 10» fl. , is« — <3l — Vr!lxcrKul)Ienbelgb..Ges.100fI. ?uu - 73? — Eisenbah»w,»Leihg., erste, i«l»sl. 19« ^ 2»w- — „Elbemühl", Papiers, u. «,.O. ,94— 196'— EIcltr..Ges., allg. österr., 200 fl. 4»2 - 434' — detto internat., 20«fl. bi»5— 528 — Hirtenberger Patr.», Ziindh. u. Met.»Fabrik 40« Kr. , . K,«8 — »072 — Licsinger Ärauerei 1«o fl. , . 265 -. «70 — MontaN'Oclcllsch, österr,»alpine 584 25 585 2b „Poldi'Hüttc", TiegelgusMahl» F..Ä..O. 200 sl. ... 452- 454 — Lrager Eisen. Ind,»Vef. Vm. 1905, 200 fl...... 2594 — 2«!)4 — Nima.Muranv,. Salgo»Tarjaner Eifenw. 10« fl..... 537— 53» — Salgo.Tarj. Steinkohlen ion sl 572— b?7 — ,,SchIögl!NühI". Papiers,,2«l>fl, 348- »53— ..Lchodnica", «..». f. Petrol.» Ind,, 50l> Kr..... L10-— ü>2 - „Steyrermühl", Papierfabrik und N..G...... 440— 444 — Tiifailer Kohlenw.»G, 70 fl. . 254-— t59 — Tült, Tabllliegic.Gef. 200 Fr. per ttalse . —-— — « detto per Ultimo 414 — 41? — Wafsenf.'Ge!., östcrr,. in Wien, 1«« fl...... . 509— dlL- Waggon.Leihanstalt, allgem., in Pest, 4«o Kr..... —— - - Wr. Vaugescllschast 10« fl. . . ,48- <.°:2-- Wienerbcrger Ziegels.>sllt.»Wel. ?2» — 727-— Devisen. Anll» Dichten und Kcheck«. Amsterdam....... 19972 20U-c>2 Deutsche Plätze...... 11? 5? n>7? London........ 24n»!7 241- — Italienische Vanlplätze . . 9.'>-«5 95-?^ Pari«........ 95 6?, 95'?? Zürich und Aalel..... 95 «2 95?'/ Valuten. Dukaten ....... >,84 11 »3 2o-Franlell-2tUcke ... lS «2 19-15 2«>Marl Ctücke..... 2»-58 ö3l>» Deutsche Reichsbanlnote» . , 1,7-57 1,? 7? italienische Äaulnoten , . 9b'?5 36 — Nubel-Noten , 2'53 «'54 von Keuteu, l*f'niidbrl«il'eii, l'riuritttlcn, Aktien, I.ONen etc., I>«viM«n nn«l Ynluteii. ____(4)________Lo8-Verslcherung. Ba.aa.lc- -a.aaca. T7^"ecls.slergrescli&ft I.Hibitcli, NtriflirKHMSt'. Privat - Depots (Safe - Deposits) TTuter eiffsnsmVeiicliluas <ä-»r Part«l. Verzimung von ßarelnlageo Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto.