Ni. 150. Mittwoch, 8. Juli 1898. Jahrgang 117. Mbacher Mmg. Postverseüduna: ganzjähri« fl. l5., halbjähria fl. 7 50. Im Lomptoii: li..l... cl <"' lialblährlg sl. 5'5U. Für die Zustellung ins Haus aanzjähilg fl. l. — InsertionSaebUr: ssür "">- vln,ernlf bis zu 4 Zeile» 25 lr„ grüherr per geile N k,? be, öftere» Wieberholungel, per geile 3 lr. Die «Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Uusnahine der Sonn- und Feiertage. Die NdmlniftraNon befindet sich Congrelsplah Nr. 2, die Redaction Varmherzigergasse Äir, 15. Sprechstunden der Nebaction von » bi« 11 Uhr vor» mittag«. Unsranlierle Ärlese werden nicht angenommen, Manuscript« nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. All ^""k k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Juli d. I. in Anerkennung besonders verdienstlicher Leistungen aus ^Majs der im Sommer 1897 in Böhmen statt-Labten Überschwemmungen dem Herrschaftsbesitzer ^""z Grafen Clam-Gallas in Grafenstein "ns Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit Nachsicht der ^' dem GemeinwVorstehcr Johann Pfluger in .-" "schendorf IV. Theil das goldene Verdienstkreuz ^ f. . Gemeinde-Wachmännern Anton Falge und d^ ? ^ lebich in Parschnitz sowie den Mitgliedern ^dortigen Feuerwehr Josef Vaier und Karl '^s'r 'l bas silberne Verdienstkreuz aNergnädigst zu ""leihen geruht. All l^""k l. und k. Apostolische Majestät haben mit ueryochstrr Entschließung vom 21. Juni d. I. den uent lchen Professor der classischen Archäologie an ..Universität in Innsbruck Dr. Emil Neisch Uni, ?^Mlichen Professor dieses Faches an der luersM in Wien allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt m. ^). 3ie,n,?^ Iustizminister hat den Gerichtsadjunctell in mmrchen Franz Görlich zum Gerichtssecretär "un Landesgerichte in Wien ernannt. NudoN n^""ä"w''?^ ^ den Rechnungsrevidenten , '...^"ller im Rechnungs-Departement der die « w?"'°" der Tabakregie zum Rechnungsrathe ^ "echnungs-Departements ernannt. Nichtamtlicher Theil. 2"e Erklärung des Ministerpräsidenten Pelloux. in ^^"n dem Ministerpräsiden ten Pelloux betont- ^v ^ ^ ^ ^ abgegebene ministerielle Erklärung hclltii ?^ Negierung habe sich unbedingte Aufrechter ttl^c " Ordnung, Schutz der Einrichtuugen und c,^^"^lschaft, Beruhigung der Gemüther und nach ziebu ^"^lchtigen Frieden, sowie die besten Be-zur N? ^" ^^^" befreundeten und alliierten Mächten ^^ufgabegestellt. Die Negierung strebe eine Besse- rung der finanziellen und ökonomischen Lage, sowie der schwierigen Verhältnisse eines Theiles der Bevölkerung an und bezeichne es als ihre erste Anfgabe, Mittel zu finden, um das Unbehagen zu vermeiden, welches an vielen Orten der Vorwand zu den letzten Unruhen war und welches thatsächlich auch vorhanden und allgemein anerkannt wird. Dies zeige ohne Antastung der Solidität des Budgets schon das Programm der Negierung an: «Arbeit, Ruhe und Gerechtigkeit». Das Land sehne sich nach dieser Politik, durch welche es das Vertrauen zu sich selbst gewinnen und seine wahre Wiederaufrichtung erwarten kann. Der Ministerpräsident kündigt die Vorlage eines Vudgetprovisoriums bis Ende December an. — Die Kammer agnoscierte mit fchwacher Majorität die Wahl des Deputierten Nofri aus Turm. Die Debatte über die Regierungserklärung wnrdr eröffnet. Nachdem mehrere Redner gesprochen, erklärte Pt'llonx, er beabsichtige folgende Gesetzentwürfe aufrecht zu halten: Die Ratificicrung des Belagerungszustandes, das Zwangsdomicil, den administrativen Aufschub der Wahlen und die Militarisation des Eismbahnpersonals. Pelloux verspricht, seinem Programm eine concrete Fassung zu geben und im November eine Reihe von Gesetzentwürfen vorzulegen. Er wird versuchen, die Ausdehnung der unter Belagerungszustand stehenden Gebiete zu verringern. — Im Senate machte Pelloux eiue analoge Mittheilung. Zur Vage. In einem mit dem Titel «Zur Lage in Oesterreich» überschriebenen Artikel verweist die «Post» darauf, dass die Deutschen durch die Hartnäckigkeit, mit der sie an der Forderung festhalten, dass die Sprachenverordnnngen aufgehoben werden muffen, ehe sie an den weiteren Unterhandlungen in-betreff der Sprachenfrage theilnehmen, die Lage zu ihrem eigenen Schaden verschlechtern. Die Deutschen sollten viel eher daran denken, dass die Pflicht und der Vortheil es in sehr vielen Sachen gebieten, dem Gegner goldene Brücken zu bauen. Es gebe für die österreichische Negierung fast keinen anderen Ausweg aus der parlamentarischen Lage, als die Verhandlungen über ein Sprachen- und Nationalitätenaesctz den Ver- handlungen der Sprachenverordnungen vorangehen zu lassen. Vermögen die Deutschen die Verhandlungen, die Graf Thun ihnen vorfchlägt, in deutschem Sinne zu beeinflussen, dann ist es ziemlich belanglos, ob die Sftrachenverordnungcn etwas früher oder fpäter auf« gehoben werden. Jedenfalls follte man es auf einen Verfuch ankommen laffen.________________________ Politische Ueberficht. Laibach. 5. Juli. Die Blätter geben dem tiefen Mitgefühl Aus« druck, das in allen Kreifen ob der Erkrankung der Kaiserin empfunden wird und drücken den Wunsch aus, dass die Hoffnungen, die auf die baldige Wiederherstellung der Gesundheit der Kaiserin gehegt werden, bald in Erfüllung gehen. Die «Neue freie Presse» spricht die Ueberzeugung aus, dass sämmtliche Nationen und Schichten sich im Mitgefühle und in der Hoffinlng vereinigen werden, die widerstandsfähige und elastische Natur der Kaiserin werde bald die Folgen vorübergehender Blutarmut überwinden. Bei diesem Anlasse entwirft die «Neue freie Presse» ein Bild von der Güte und seltenen Begabung der Kaiserin, von ihrer Vorliebe für geistige Unterhaltung und hebt die hohen Tugenden Ihrer Majestät als Gattin und Mutter hervor. Gleichzeitig betont das Blatt, dass die Kaiserin, ohne sich jemals mit Regierungsgeschäfteu zu befafsen, doch durch echte Weiblichkeit stets die Helferin des Kaisers war, und führt an, wie sie durch ihr persönliches Wirken viel dazu beitrug, nach dem ungarifchen Ausgleiche das gegenseitige Vertrauen zwischen Sr. Majestät dem Kaiser und den Ungarn zu befestigen. Die neuerlichen Verhaudlungen über die Bedeckung des staatlichen Investitions-Bedarfes sollen, wie das «Fremdenblatt» berichtet, gegen Mitte dieses Monates eingeleitet werden, und zwar sollen die Mittel im Wege der Begebung von Steuerwechseln, so weit als dieser Modus nicht genügen sollte, mittelst einer Contocorrentschuld, jedoch nicht durch Deponierung eines Geldbetrages bei der österreichisch-ungarischen Bank gegen vorschussweisen Erhalt von Banknoten aufgebracht werden. Dem im Herbste neuzuwählcnden preußifchen Landtage steht, wie die «Verl. Pol. Nachr.»schreiben, Feuilleton. Dle Sängersahrt zu den Weißcufelser Seen. I. Herzen ^ ?"nger, der Edles und Großes in feinem "km nU"' die Liebe znr Freiheit, zur Natur, zu es fri'sH 2 schön, wahr und gut ist, fühlt den Drang, Via'ld „uno ^ l" bie Welt hinauszusingen: «In Eänae/l! H"i"' " Feld und Flur.» Daher sind die m, V e" ein altes, fchönes Erbstück aller Vereine. Nach! '^"^" Macht des Liedes festhalten, eine erhört ^ ^ ^""^ Eintagsleben verschönt und sinn w,"^ haben auch die wackeren Mäuner, Froh-^lge " l's^"' Wohlklang in der Kehle, dem Rufe innern Ü' um, vereint mit unseren einheimischen zu hush ' bem Liede in Gottes großer, herrlicher Natur Mttete?^^" ^bsl der eingctrocknetste Alltagsmensch er ^ "le Falten seines verdrießlichen Gesichtes, wenn pudern? ^ ""b Singlust frohbewegten Sanges-^l'edern < ^nete ^ch ^^ wonnigem Behagen dm Eeen wn?^' die an den Ufern wildromantischer D? ^" Felswänden des Mangart wiederhallten, '^schüft - "gerfahrt, von der philharmonischen Gc-^Mle'li s? Gemeinschaft mit den deutschen Gesang-?M)öre,, "^' die dem südmärkischen Sängerbunde aünstiat """"staltet, wurde vom herrlichsten Wetter 5""l!ien <5>" w """ den besten Aussichten untcr- 'e Phillw^ Betheiligung war überraschend zahlreich: >in ?"«'"We Gesellschaft und der deutsche Turn- ^uaelin... 1 ^lw" gegcn 120 Sänger und "Ml., ms Treffen, denen sich viele Freunde des Liedes anschlössen, die wackeren Tiroler Sänger aus Domschale rückten in stattlicher Zahl aus, in Podnart verstärkten die Neumarktler Sänger, in Assling die Mitglieder des Gesangvereines «Stahl und Eisen» den Chor, so dass die Gesellschaft mit den Wcihenfelfcr Sängern über 200 Personen zählte, als sie auf dem Bahnhöfe zu Natschach-Weißenfels in festlicher Weise empfangen und durch Herrn Oberlehrer Eisenhut herzlich begrüßt wurde. Nachdem Dr. Binder namens des südmärlischcn Sängerbundes die Ansprache erwidert hatte, ertönte dcr kräftige Vundeswahlspruch, der begeistert aufgenommen wurde. Schmucke Weißenfelferinnen in kleidfamer Aelp-lerinnentracht spendeten den angekommenen Gästm allerliebste Alumensträußchen aus frischen Alpenblumeu, die Werksmusik setzte mit einem frischen Marsche ein und vorwärts gieng's in langem Zuge auf fonne»-bcschienenen Pfaden, über Thal und Hügel durch dcn herrlichen Naturpark dem noch herrlicheren Ziele entgegen. Die thaufrischen Gräser und Farren baden sich im Sonnenglanzc, die schlanken Tannen, Fichten und Föhren strecken ihre mächtigen Arme grüßend dem blauen Firmamente entgegen. Die Vögel zwitschern fröhlichen Zuruf zu, melodisch rauscht und schäumt der trystallklare Seebach. Eine zierlich-geschmackvolle Ehrenpforte mit einem Willkommgruß kündet das erste Ziel der Fahrt: deu erstcu See, 'in dessen blauer Tiefe sich die schneeigen Wände des Aergwalles abspiegeln. Bei der Ehrenpforte erwartete Bürgermeister Herr Mally mit dem Gemeinderathe Herrn Lilpop und dem Gemeinde-Ausschüsse die Gäste. Landesgerichtsralh Dr. Hauffen begrüßte iu schwungvollen Worten die Ortsuerwaltnug namens der Sänger; Herr Bürger- meister Mally hieß die Gäste in freundlichen Worten herzlich willkommen. Die Gesellschaft erholte sich nun beim kühlen Gerstensaft und allerhand Imbifs, dcr nicht gar zu leicht errungen werden konnte, im Umkreise des Seewirtshauses von den gerade nicht übermäßigen Anstrengungen der Reise. Unternehmungslustigere unternahmen auf netten, mit Laub geschmückten Kähnen eine Rundfahrt auf dem See, um die auf dem Grunde liegenden Baumstämme im durchsichtigen, spiegelllarcn Gewässer bewundern zu köunen. Bald hieß es weiterwandern zum zweiten See, der über den schmalen Waldweg bald erreicht war. Die tagszuvor niedergegangenen Regengüsse hatten leider das durchsichtige Wasser dieses nicht minder herrlichen Hochsees arg getrübt, die Ufer waren überschwemmt und die Ruhebänke, von denen so mancher Wanderer entzückten Blickes die Wunder zwischen Wasser und Fels mit Muße geschaut, standen in schlammigem Wasser. Hier spielten sich nun einige heitere Zwischenfälle ab, indem ein oder der andere allzukühne Sänger, der trügerischen Moosdecke vertrauend, Plötzlich einsank und ein unfreiwilliges, kühles Bad »ahm, das lachend quittiert ward. Einige Verwegene wagten sogar Riesen-sprünge, die sie aber ausuahmslos unter allgemeiner Heiterkeit durch Hineinplumpsen bis zu den Knien büßten. Viele Ausflügler erstiegen den Felsen, der dm Namen des unvergesslichen Kronprinzen trägt, nm die herrliche Aussicht auf beide Seen zu genießen. Hiebei sei auch der rühmlichen Thätigkeit des Amateur-Photographen-Clubs gedacht, der, fünf Mann stark, mit zwanzig Apparaten ausgezogen war, um die ein-zelnen Abschnitte der Sängerfahrt zu verewigen. 1. Laibacher Zeiwng Nr. 150. ________1228________ ______ 6. Juli 1898. für seine erste Tagung eine Vorlage aus dem Ressort des Ministeriums des Innern auf dem Gebiete des Wahlrechtes in Aussicht. Gegenüber der von mehreren italienischen Blättern gebrachten Nachricht über eiueu im Herbste dieses Jahres bevorstehenden Besuch des russischen Kaiserpaares beim italienischen Hofe betont eine aus Rom zugehende Meldung, dass in dortigen unterrichteten Kreisen von einer solchen Absicht der russischen Majestäten nicht das Geringste bekannt sei. Nach einer aus Sofia zugehenden Meldung findet man es an dortigen maßgebenden Stellen befremdlich, dass das Gerücht über eine demnächst zu erwartende Nomfahrt des Erzbischofs vou Sofia und Phi-lippopel, Msgr. Menini, und eine angeblich damit verknüpfte Action desselben zur Herbeiführung einer Aussöhnung zwischen dem Fürsten Ferdinand und dem Vatican überhaupt eutstehen tonnte. Der genannte Kirchenfürst denke gar nicht daran, nach Rom zu reisen, wo er erst im Vorjahre geweilt hatte uud sich dem bestehenden Brauche gemäß nur jedes dritte Jahr einfinden kann. Als bemerkenswert bezeichne man es in Sofianer politischen Kreisen, dass die russischen Blätter vor allen anderen sich beeilt haben, dieses Gerücht zu dementieren. Wie man aus Athen meldet, soll im Laufe der nächste« Woche die kretische Nation alver-sa mm lung einberufe« werden. Es wird erwartet, dass dieselbe die ihr zu notificierende Einführung einer provisorischen Organisation der Verwaltung, die nur das Innere der Insel betrifft, da in den Städten die bisherige Form der Verwaltuug auch fernerhin beibehalten werde« soll, zustimmend zur Kenntnis nehmen, gleichzeitig aber das frühere Ver-langen,belreffend die Zurückziehung sämmtlicher türkischen Truppen von der Insel, wiederholen werde. Die Spanier sind nun vollständig innerhalb der Stadtmauern von Santiago eingeschlossen und dürften sich bald der Forderung des amerikanischen Obercommandanten, die Stadt zu übergeben, widrigenfalls dieselbe bombardiert würde, fügen. Vernichtender für die Spanier ist übrigens die Nachricht von der vollständigen Zerstörung der Flotte durch die Escadre Sampsons. Die Details, die über die stattgehabten Kämpfe am 1. und 3. d. M. bekannt wurden, zeigen deutlich, dass auf beiden Seiten mit viel Muth und Erbitterung gelämpft wurde. Die Verluste der Amerikaner werden vom General Shafter auf tausend Mann angegeben; bedeutender sind jene der Spanier, die außer Mannschaften viele Officiere und Generale auf dem Felde ließen; selbst der Commandant von Santiago, General Linares, soll gefallen sein. Dic Anerkennung für die Tapferkeit und die Ausdauer der spanischen Truppen wächst, wenn man bedenkt, dass den auf circa 20.000 bis 23.000 Mann geschätzten Truppe» Shaftcrs nur eiuige tausend Mann gegenübergestanden haben sollen. Immer unverständlicher wird das Ausbleiben der zur Zeit der Laudung in Ostcuba verstreut gewesenen spanischen Truppen, die man auf circa 20.000 Maun veranschlagen kann. Tagesneuigleitell. — (Iubiläums-Medaille.) Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig Victor, Protector des Museums in Salzburg, hat dem Director desselben eine Medaille überreicht, welche Höchstderselbe zur Betheilung der unter dessen Schuhe stehenden Anstalten als Erinnerung an die Jubelfeier Sr. Majestät des Kaisers prägen ließ. Die runde Medaille im Durchmesser vou 3 8 Centimeter zeigt an: Avers das äußerst gelungene Porträt Sr. Majestät als Brustbild mit der Umschrift: «Frauz Josef I. Kaiser von Oesterreich lc.»; am Revers die Legende: «1848, Gott erhalte unsern Kaiser, 1898.» Sie ist von I. Schwerdtner entworfen und ausgeführt. — (Se. Majestät Kaiser Wilhelm) hat an Bord der «Hohenzollern» am 4. d. M. vormittags die Reise nach Norwegen angetreten. — (Polnischer Aerzte.Congress.) Aus Posen wird vom 4. d. M. gemeldet: Der Regierungs-Präsident eröffnete dem Vorsitzenden des Congresses der polnischen Aerzte, dass die Anwesenheit von Ausländern auf dem Congresse aus allgemein polizeilichen Gründen nicht gestattet sei und dass ferner jeder Ausländer, welcher oenuoch zur Thciluahme an dem Cougresse Hieher kommen würde, als lästig angesehen und mittels polizeilicher Zwangsmahregeln des Landes verwiesen werden soll. Es sind bereits über 800 Anmeldungen zum Congresse ein« gegangen. — (Suche nach Andrse.) Der Eismeerfahrer Siewert Brackmoc, der seit einigen Jahren in Spitzbergen überwintert, reiste vorigeu Monat an Bord seines Kutters «Nora» vou Vardö ab, wird nach dem Karischen Meer segeln, um, falls die Eisverhältnisse günstig find, nach Andrei zu suchen. — (Unglücksfall.) Aus Frankfurt a. M. wird vom 4. d. M. gemeldet: Bei dem Radfahrerfeste, das gestern abends den Abschluss des Blumencorsos in der Roscnausstelluug all der Forsthausstrahe bildete, trug sich gcgeu 9 Uhr ein Unglück durch Einsturz einer Treppe in dein Thurnigerüst der Rutschbahu zu. Die maugel-haft construierte Treppe war mit Menschen überfüllt. Zwanzig Personen stürzten ill die Tiefe, sieben wurden schwer verwuudct. Der Rückweg war der Menge auf den oberen Treppenabsätzen und dcr Plattform ab-geschnittcu, die Leute mussten wohl oder übel in boot-weiscn Gruppen die Abfahrt über die schiefe Ebene uach dem Wasserbecken nehmen. So kam es, dass die Rutschbahn noch längere Zeit nach dem Unglück im Betriebe war, als sei nichts Schlimmes geschehen; aber statt der fröhlichen Ausgelassenheit herrschte bestürztes Schweigen während der Fahrtcu, je mehr sich die Schreckcnskunde uou dem Vorfalle verbreitete. — (Staatsciseubahu - Arbeiter - Woh -nungen iu Preuße u.) Durch Gesetz vom 13teu August 1895 über Bewilligung vou Staatsmittelu zur Verbesserung der Wohuungsverhältuisse von Arbeitcru in staatlichen Betriebeu uud gering besoldeten Staatsbeamten wurde der preußischen Regierung eiu Fond von 5,000.000 Mark überwiesen, der nuumchr, wie aus dem kürzlich dem Abgeordnetenhause zugegangeuen Gesetzeutwurf über die Bewilligung weiterer Staatsmittel zur Verbessert der Wohuungsverhältnisse von Arbeitern in staatlW Betrieben u. s. w. hervorgeht, erschöpft ist, und z^ gauz überwiegend von Staatseisenbahn-Arbeiterwohmmgel Aufgewendet wurden zur Herstellung staatseigeuer Mie^ Wohnhäuser im Bereiche der Eisenbahnverwaltuug in? gesammt 2,790.760 Mark, feruer zu Vaudarlehcn 839.00 Mark. Nach der Denkschrift der Regierung wurde >l October 1895 die Erbauuug von Mietswohuhäusern >' 21 Orteu augewendet. Diese Wohngebäude (erste GrliP!" siud sämmtlich vollendet uud bezogeu. Sie enthalte» <»' gesummt 458 Wohuungen, und zwar 155 WohnM mit vier Räumen, 221 mit drei Räumen, 82 mit z^ Räumen (überall die Küche als ein Raum mitgerechncl In den folgenden Jahren wurdeu weitere Gruppen ^ Arbeiterhäusern iu Itt Städten angeordnet. InsgesaB sind 812 Wohnungeu hergestellt oder im Bau begrisfel und zwar 277 vierräumige, 363 dreiräumige, 172 ztv< räumige. Die vierräumigeu haben fast sämmtlich ei" Nutzfläche von 52 Quadratmetern, die dreiriiumigen b Regel nach eiue solche von 37 oder 39 Quadratmeter die zwciräumigeu eine solche von 28 5 oder 30 Quad^ mcteru. 296 Wohnungen liegeu iu zweigeschoßigen Häusel mit je vier Wohnungen, 468 Wohuungeu in dll geschoßigeu Häusern mit je sechs Wohuungeu, 48 32°l nungeu (Frankfurt a. M.) in viergeschoßigeu Häusern ü> je acht Wohnungen. Die Herstellung vou EinfamW Häusern (einfach oder doppelt) verbot sich, weil wegen ^ beträchtlich höheren Kostenaufwandes die im Gesetze (s ^ zur Bediuguug gemachte augemessene Verzinsung des ^ sammten Anlagecapitals (zu rund drei Procent ^ genommeu) neben der Amortisation sämmtlicher Bankos" (0 5 Procent) nach Deckung der Kosten für die ^ waltung uud die bauliche Unterhaltung dcr Gebäude l? ein Proccnt des gesammten Anlagecavitales angenonui^ aus dem Mietzinse nicht erwartet werden tonnte. ^ hätten wesentlich höhere Mietsätze in Rechnung gezo^ werden müssen, als die Bediensteten gewöhnt, geneigt^ theilweise imstande siud, zu entrichten. Die (48) Wohnui^ in Leinhausen haben je besondere Zugäuge, die übrig'' nicht. Zu jeder Wohnung gehört ein Keller und (a^ Leinhausen) eiu Bodenraum nebst Anrecht auf Benutzt des Trockenbodens. An manchen Orten sind beson^ Waschküchen eingerichtet. Jede Wohnung hat einen ^ sonderen Abort, der in Frankfurt a. M. und VrD innerhalb des Hauses, im übrigen auf dem Hofe ^ gestellt ist. Zu den meisten Wohuungen gehört ein Stev Grauln voin Oolöe. Roman von vrmanos Sandor. (51. Foltsehung.) Ein schüchternes Klopfen an der Thür riss Eliza aus ihren düsteren Gedanken. Mechanisch schloss sie aus. Es war die Zofe, die ihrer Herrin meldete, dass Herr Theodor Bartholdy die gnädige Frau zu sprechen wünsche. «Ich komme!' sagte Eliza kurz und folgte dem Mädcheu auf dem Fuße. Ihr Schwager Theodor war nächst dem Senator selber der einzige iu der Familie ihres Mannes, von dein sie sich nicht abgestoßen fühlte. Der Seuator impouierte ihr; seiu ruhiges, überlegenes Wesen, sein vornehmes Exterieur flößten ihr Achtuug ein. Thora hatte sie wenig gekannt. Die beiden jungen Mädchen waren zu verschiede» in ihren Anschauungen, als dass sie einander hätten jemals näher treten können, uud jetzt zählte dieselbe ja überbauvt nicht mehr mit. Aber von Theodor empfand sie mstlnctiv, dass er ein edler, wirklich aufrichtiger Charakter fei. Sie hatte Ver-traueu zu ihm; sie hätte ihm uubediugt das schwerwiegendste Geheimnis auvertraut, vhue sich sciues Schweigens versichern zu lassen. Auch heute, als er sie nach dem Grunde ihres bleichen, verstimmten Aussehcus fragte, zögerte sie nicht, ihm die Ursache mitzutheilen. Theodor war allerdings ein zu feiner Menschenkenner, als dafs er die Darstelluug seiuer schöuen Schwägerin nicht richtig aufgefasst und Eliza durch, schaut hätte. Er hatte lauge beobachtet, dass die juuge Frau seines Bruders dieseu uicht aus Liebe geheiratet, dass von eiuer wärmeren Neigung auf beideu Seiten keine Rede sein konnte. Es war ihm klar, dass auf Elizas Seite ebensoviel Berechnung bei Ein» gehung der Ehe im Spiele gewesen war, als bei Ferdinand. Dennoch war er geneigt, ihre Partei zu nehmen. Ihr war die Verbindung mit dem reichen Manne der Strohhalm gewesen, an den sie sich geklammert, als alles um sie her schwankte. Ferdinand aber hatte sich bei seiner Verbindung lediglich von schnöder Gewinnsucht, von elender Habgier leiten lassen. Theodor schämte sich seines Bruders. Seme taktvollen, beruhigende» Worte verfehlten nicht ihre Wirkuug auf Eliza; ihre Aufregung begann sich sichtlich zu legen. Theodor war gekommeu, um der Schwägerin seiueu Abschiedsbesuch zu macheu. Er wollte in deu nächsten Tagen nach Bonn gehen, um dort einen neuen Wirtungskreis anzutreten. «Das goldene Kalb! Ach, dieser Tanz ums goldene Kalb!» murmelte er, als er, in die Polster der Equipage zurückgelehnt, einem andere» Ziele zufuhr uud das eben Vernommene nochmals überdachte. «Ach, könnte man sie doch satt machen, diese Huugcrn-den nach dem goldenen Weltgötzen! Könnte mau ihre Gier doch befriedigeu, damit sie einsehen würden, dass alles Gold doch nicht sättigt uud doch nicht beglückt und doch nicht befriedigt. Könnte man es ihnen doch begreiflich machen, dass der Traum vom Golde nichts ist, als eine wüste Fieberphantasie, dass das Glück, welches diesen Traum zu erleuchte» scheint, nur ein Irrlicht ist, das in Finsternis und Verderben lockt!» Der Wagen fuhr der Heilanstalt zu, an welcher Clementine thätig war. Das Bild des holden, sanften Mädchens war nicht aus des Professors Seele gewicheu. In anstrengender Geistesarbeit hatte er Vergessen, hatte er jeden Gedanken an die Liebliche abzuwehren gesucht, aber es war ihm uicht geluugeu. Er empfand eine ängstliche Befaugeuheit, als die Equipage endlich am Ziele hielt. Eiue bange Scheu mnfieng ihn, während eVdie Schelle zog. Sein Begeh^ kam ihm nut einemmale unendlich kühn, fast frivol v°l Elne junge, freundliche Wärterin öffnete ",' fragte nach feinem Begehren. Auf feme Bitte, ClemelH emlge Augenblicke fprechen zu dürfen, erwiderte '^ dafs dieselbe gerade zu Hause sei, und wohl gleich/ scheinen werde. Dann führte sie den Besucher itt ^ Empfangszimmer. .' Nach wenigen Minuten erschien Clementine. U unverkennbarer Freude reichte sie dem Professor ° Haud, während secuudenlaug eiu leichtes Erröthell ^ klareu, durchgeistigte» Züge verschönte. .,, «Ich habe uoch oft an Ihr Haus zurückgebt fagte ste nach der ersten Begrüßung. «Wie geht z dem Herrn Senator und Fräulein Thora?» " ^ ^' ^"^^ su erwerben und für die diesbezügliche f "Uderung des Negulierungsplanes die Genehmigung der wirk ^ng.lerullg ^nd des Landesausschusses zu er- cn. Der Antrag wurde ohne Debatte angenommen, lilei, k ^ Uebergang zur Tagesordnung berichtete Go die m "^ ^' Stare' namens der Rechtssection über c,^ """udcrnng der Bürgerstatuten. Der Gemeinderath geschl ^ "^ ^"" ^" ^ ^ Landesregierung vor-^agcncn Aenderungen und insbesondere auch die di/ls ung. dass die Verleihung der Bürgerstiftungen in ^umfteteuz des Gemeinderathes falle. Gemeinderath Dr. Po jar referierte namens der Finanzsection über einige Adaptierungen iln Officiers-Pavillon der städtischen Illfanterietaserne. Es wurde beschlossen, die vom Kaserncommando beantragten Adap-tiernngen, so u. a. die Anbringung von Closets, von elektrischen Ventilatoren lc., vorzunehmen. Die beantragte Lcgung von Arettelböden luurde jedoch abgelehnt, da die gegenwärtigen weichen Böden sich noch in gutem Zustande befinden. Gemeinderath Svetek berichtete über die Verpachtung des städtischen Bades Kolesia. Seit dem Jahre 1860 sei diese städtische Badeanstalt an Bartholomäus Matevzc verpachtet und zwar von 1880 bis 1896 um den jährlichen Pachtschilling von 300 fl., seit 1896 um den jährlichen Pachtschilling von 400 fl. Nun sei die fünfjährige Pachtperiode wieder abgelaufen. Nebst Matevze haben sich noch zwei andere Bewerber gemeldet, allein da die Badesaison bereits begonnen, sei es zweckmäßig, mit dem bisherigen Pächter den Vertrag zu ernenern, da ein anderer Pächter erst die nöthigen Utensilien beschaffen müsste, was nothwendigerwcisc eine Störung der Badesaison zur Folge hätte. Die Badeanstalt Kolesia befinde sich jedoch in einem schlechten Banzustande und daher einer Reparatur dringend bedürftig. Ueber den Antrag des Referenten wurde daher das städtische Vauamt beauftragt, den Kostenvoranschlag für die Restaurieruug des Bades Kolesia sowie auch den Kostenvoranschlag für die Errichtung eines neuen städtischen Bades am Laibachflusse dem Gemcinderathe ehestens vorzulegen, damit dieser in die Lage komme, sich für das eine oder das andere Project zu entscheiden und den diesbezüglichen Kostenbetrag bereits in das Budget für das Jahr 18!)9 einzustellen. Auch eiu Zusatzantrag des Gemeinoerathes Subic betreffs Wiederherstellung der Auffchriften beim Kolefiabadc wurde ohne Debatte angenommen. Gcmeinderath Dr. Hndnik berichtete über das Gesuch des slooenischcn Alpenvereines um eineu Veitrag zur Herstellung eines Reitweges von Mojstrana auf die Kredarica. Die Baukosten find auf circa 5000 fl. veranschlagt. Nach einer kurzen Debatte, an welcher sich außer dein Berichterstatter noch die Gemcindcräthe Paulin, Lenke und Dimnit betheiligten, wurde der Alltrag des Gemcinderathcs Lcncc ans Bewilligung eines Beitrages von 100 fl. angenommen. Das Gesuch des Centralausschusses für das fünfte Buudcsfchießeu in Wien um Bewilligung einer Ehrenspeude (Referent: Gemeinde» rath Mally) wurde abgelehut, desgleichen das Anerbieten des Herrn Musealcustos Müllner betreffs Erwerbung eines Mannscriptes seitens der Stadtgemcinoe. Gcmeinderath Svctek referierte über das Gefuch des heimische« Geschichtsjchreibers Peter von Radics um Subvention behufs Erforschung weiterer Quellen zur Verfassung einer erschöpfenden Biographie Valvasors. In Anbetracht der verdienstvollen Arbeit wnrde dem Petenten eine Subvention von 100 fl. bewilligt. Dem literarischen Vereine «Matica Slovenska» wurde über Antrag des Referenten Dr. Pozar behufs Herausgabe einer großen Karte des slowenischen Ländergebietes eine entsprechende Subvention für das Jahr 1899 zugesichert. Ueber Antrag desselben Re-ferenten wurde der Bau eines Canals in der Herrengasse beschlossen und der Beitrag der- Frau v. Pongratz zu deu Baukosten mit 200 fl. festgestellt. Die Herstellung eines Asphalt - Trottoirs in der Schlachthalle für Rinder (Referent Gemeindcrath Pavlin) mit dem präliminierten Kostenbetrage von 4000 fl. wurde ohne Einwand bewilligt. Schließlich referierte Gemeinderath Pavlin über die Beschaffung eiues Canalisierungvplanes für Laibach nnd beantragte, mit der Ausarbeitung desselben den Professor an der technischen Hochschule in Prag Vladimir Hrasky zu betrauen. Der Antrag wurde nach langwieriger Debatte einstimmig allgenommen. Auf die instructive Debatte betreffs der Canalisierung lommen wir morgen ausführlicher zurück. Sodann wurde die Sitzung abgebrochen. Die Fortsetzung derselben findet morgen abends statt. — (Personal - Einkommensteuer.) Die Hchätzungscommissioncn für die Personal-Einkommensteuer haben ihre Arbeiten im Wesen beendigt. Wie die «Neue Freie Presse» berichtet, hat die Gesammtsumme der Bekenntnisse ein Einkommen ergeben, welches einer Steuer von 18 Millionen Gulden entspricht. Die Schätznngs-ComMissionen haben zahlreiche Erhöhungen der ein-bekannten Einkommcnbeträge vorgenommen. Die Gcsammt-snmme der Steuervorschrcibuugeu stellt sich danach aus rund 22 Millionen Gulden; hievon entfallen auf Nieder-üsterreich 10, fpcciell auf Wien etwa 9 Millionen Gulden. Die Vorfchreibungcn der Commissionen stellen jedoch keine reiue Erhöhung der Steuerlcistung um 4 Millionen Gulden dar. In der Gesammtsumme von 22 Millionen Gulden sind nämlich auch jene zahlreichen kleinen Stcner-uorschreibungen inbegriffen, welche das zu einer Fassion „icht verpflichtete, jedoch der Steuer unterworfene Einkommen zwischen 600 und 1000 fl. betreffen. — (Erster Üaibacher Bcamten- Consn m-Verein.) Der Laibacher Beamten-Consum-Verem hat sich folgendermaßen constituiert. Vorstand: Obmann: Anton Svetek, k. k. Nechnungs-Rath; Obmannstcllvertretcr: Franz Breznik, t. l. Professor; Secretär: Ferd. Tonicizi?, k. k. Postcontrolor; Cassier: Michael Pattic, k. k. Post-assistent. W a rencom its': Obmann: Josef Kobau, k. t. Zoll-Obcrcontrolor; Stellvertreter: Johann Svetek, Südbahn- Obcrofficial. Aufsichtsrath: Obmann: August Wester, k. l. Professor; Stellvertreter: Moriz Topolanski, t. k. Secretär der Tabak-Regie; Schriftführer: Johann Svetek, Oberofftcial der Südbahn. Cassa-sco ntrierungs - Com it 6: Moriz Topolanski, t. t. Secretär der Tabak-Regie; Mathias Kokalj, k. k. Post-Controlor; Rudolf Zarli, t. k. Regierungs-Official. Warenscontrierungs-Comits: Alois Gangl, k. k. Fachschullehrer; Moriz Mardetschläger, Magister der Pharmacie; Johann Svetek, Südbahn-Obcrofficial; Josef GomilKek, Süobahn-Official, nebst den Functionären (Secretär, Buchhalter und Cassier). Der Vorstand beschloss versuchsweise in nächster Zeit mit der Lieferung von Weizen- und Kornbrot zu beginnen, und zwar vorerst auf feste Bestellung. Wünschenswert wäre es, wenn der Verein auch den Fleischvcrkanf in eigener Regie. übernehmen würde, wodurch er einen wohlthätigen Druck auf die hiesigen Marktpreise ausüben könnte. — (Ueber die Frage der eventuellen gesetzlichen Regelung der Krankenversichc-rung der Dienstboten.) Zufolge einer Anfrage des schlesischen Landesansschusses in Angelegenheit der vom schlesischcn Landtage angeregten Einführung eiuer Krankenversicherung für die Dienstboten, hat das Ministerium des Innern mit dem Erlasse vom 21. Inni 1898, Z. 17.511, Nachstehendes eröffnet: Nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebung ist eine Angliedernng der Krankenvcrsichernng der Dienstboten an die bestehenden Bezirkskrankencasscn im weitesten Umfange, das ist in der Weise, dass sämmtliche, unter die Dicnstbotentategorie fallenden Personen bei diesen Cassen versichert werdeu, ausgeschlossen. Diese Personen können nämlich, weil sie der durch das Krantcnvcrsicheruugsgcsetz statuierteu Ver-sicherungspslicht nicht unterliegen, die Mitgliedschaft bei den Bezirtskrankencafseu als vcrsicherungspflichtige Mitglieder im Sinne der Bestimmuugcn des H 13, Z. 1, des bezogenen Gesetzes nicht erwerben. Es verbleibt sohin lediglich die Möglichkeit, dass diese Personell, so-ferne sie der im § 13, Z. 4, lo^. cit. normierten Bedingung entsprechen, also das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, den Bezirkskrankencassen als freiwillige Mitglieder beitreten, in welcher Eigenschaft dieselbell auf fälnmtliche statutarifchen, das gefetzliche Ausmaß (§8 6 bis 8 des K. V. G.) mindestens erreichenden Casse-leistnngen allerdings mit der auf Gruud des § 22, 2. Abf., lox. oit. statuierten Einschränkung Anspruch habeu. Mit dieser nur für eiuen beschränkten Pcrsonm-lreis durchführbaren freiwilligen Krankenversicherung der Dienstboten wäre aber die dem Landtagsbeschlusse vom 24. Jänner l. I. offenbar zugrunde liegende Absicht, die Krankenversicherung der Dieustboten ähnlich wie jene der industriellen Arbeiter einzurichten, wohl kaum erreicht. Die obligatorische Krautcuucrsicheruug dieser Arbeiter erfolgt unter Mitwirkung der Arbeitgeber, welchen das Gesetz eine Melde- und Beitragspflicht auferlegt (§8 31 bis 34 und 36 des K. V. G.), und enthebt zugleich die diesen Pflichten nachkommenden Arbeitgeber von jcdcr besonderen Haftpflicht in Erkrankungsfällen ihrer Arbeiter. Dieser beiden für die obligatorische Arbeitervcrsicheruug charakteristischen Momente würde die freiwillige Krankenversicherung der Dienstboten bei den Bezirkskranlencasscn entbehren. Von einer Mitwirkung der Dienstgebcr kann hier nicht die Rede sein, da für die Bezirkskraukencassen hinsichtlich der freiwilligen Mitglieder etwaige Arbcit-(Dicnst-)geber nicht in Betracht kommen. Auch würde die durch die Laudcsgesetzgcbung statuierte Haftungsverpflichtung der Dieustgeber in ErtrankungsfäUcn ihrer Dienstboten auch bei freiwilliger Versicherung der letzteren bei den Bezirkslrankcncassen fortbestehe». Nach dem Bemerkten könnte sohin eine befriedigende Lösung der aufgeworfenen Frage nur im legislativen Wege erreicht werden. Von den hier in Betracht kommenden Modalitäten kann die Ausdehnung der im H 1 des K. V. G. nor-miertcn Krankenversicherungspflicht auf die der Dicnst-botcnkategoric angehörenden Personen mit Rücksicht auf die durch die Landcsgcfctzgebnngen in den Dienstboten-»rdnuugcn Vorgesehelle Regelung der Krankenfürsorge für Dienstboten dermalen nicht ohucweiters ins Auge gefasst werde». Doch ließe sich sofort eine mit den auf diesem Gebiete geltenden Landesgesetzgebungcn vereinbarliche liegelung der Dicnstbotenkrautcnversicherung im Wege einer Aenderung des Krankenversichcrungsgesetzcs, etwa nach folgenden Gesichtspunkten, in Erwägung ziehen: Der Kreis der nach Maßgabe der Bestimmungen des § 3, 2. und 3. Abs., des K. V. G. zum Veitrittc zur Krankcnversicheruug berechtigten Personen würde dahin erweitert, dass auch die Dienstboten haltenden Personen mit ihren Dienstboten berechtigt werden, der Krankenversicherung in der im ztrankcnversicherungsgesctze vorgesehenen Weise beizutrctcn. Es würde sodann den Landesgcsetzgcbungen obliegen, zu bestimmen, dass jene Dienstgcbcr, welche von dieser Berechtigung Gebrauch machen, von der sonst ill Er-lranklmgsfällen ihrer Dienstboten bestehenden Haft-, Laibacher Keituna Nr. 150. 1230 ß I^ ^ggg beziehungsweise Ersatzftsticht befreit sind. Das Ministerium des Innern wäre bereit, eine Ergänzung des Kranken-versicherungsgesetzes in dein oben angegebenen Sinne anlässlich der Revision des Krankenversicherungsgesetzes ernstlich ins Auge zu fassen, wenn eine solche Regelung der Frage den Bedürfnissen und Wünschen der betreffenden Interessentenkreise, und zwar nicht nur in Schlesien, sondern auch anderwärts entsprechen würde. Es wäre daher für das Ministerium des Innern von besonderem Wert, die bezüglichen Anschauungen des schlesischen Landes-ausschusses sowie anderer Landesausschüsse kennen zu lernen, und würde es sich sohin empfehlen, wenn der schlesische Landesausschuss sich mit den anderen Laudes-ausschüssen in dieser Frage in das Einvernehmen setzen würde. — (Bezirtslehrer-Conferenz der slo-venischen und deutsch-slovenischen Volks« schulen.) Die diesjährige Bczirkslehrer-Consercuz der sloveuischcn und deutsch-slovenischeu Volksschulen Laibachs, die am 4. d. M. in der auf Kosten der Stadtgemeiude mit der Kaiserbüste, mit dem Reichs« und Landeswappen, Fahnen, Ziersträuchern und Blumen prachtvoll geschmückten Turnhalle der ersten städtischen Knabenvoltsschule in der Komenskygasse abgehalten wurde, gestaltete sich an» lässlich des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers zu einer großen patriotischen Feier und zu einer erhebenden Huldigung, die die Lehrerschaft Laibachs dem Allerhöchsten Begründer und Beschützer des österreichischen Volksschulwesens darbrachte. Dem amtlichen Theile der Couserenz gieng nämlich eine Festsitzung voraus, au der außer den 57 Conferenzmitgliedcrn in Vertretung des t. k. Landesschulrathes Herr k. k. Regieruugsrath Josef Merk, ferner der Vorsitzende des k. t. Stadtschulrathes Herr Bürgermeister Johann Hribar, der fürstbischöfliche Religionscommissür Herr Canonicus Andreas Zamejic und die Mitglieder des Stadtschulrathes theilnahmen. Die Festsitzung wurde mit dem stimmungsvollen und ez.act vorgetragenen gemischten Chore «AHua 2vo!2(1a,» von Anton Nedvöo eröffnet. Hierauf wurde vom Vorsitzenden der Festversammlung Herrn 1. t. Bezirksschulrats Professor Franz Levec die Festrede gehalten. Der Redner schilderte in großen Zügeu den großartigen Aufschwung des österreichischen Schulwesens im allgemeinen, erörterte insbesondere den großen Fortschritt des Volksschulwesens in Kram, und namentlich in Laibach, in den letzten fünfzig Jahren und schloss seine gehaltvolle Rede mit einem dreimaligen Slava-Rufe auf Seine Majestät, in den die Versammlung begeistert einstimmte. Sodann wurden nach einer eingehenden Begründung vom Herrn Lehrer Jakob Dimnik die entsprechenden Anträge gestellt, in welcher Weise die Schuljugend Laibachs seinerzeit das Kaiserjubiläum feieru möge. Die Anträge wurden einstimmig angenommen uud behufs ihrer Durchführuug ein Ausschuss von neun Mitgliedern gewählt. Ueber begründeten Antrag des Herrn Lehrers E. Gangl wurde hierauf eine Loyalitäts-Kundgebung befchlofseu, in der die Gefühle der tiefsten Dankbarkeit und der unbegrenzten Liebe und Ehrfurcht der verfammelten Lehrerschaft gegen die geheiligte Person Seiner Majestät und das Allerhöchste Herrscherhaus zum Ausdrucke gelangten. Mit der Absingung der Voltshymne wurde die Festsitzung geschlossen. — In der hierauf folgcudcn Conferenz wurden die vorgeschriebenen Geschäfte erledigt und die Wahlen in den ständigen Ausschuss und in die Bibliothekscommission vorgenommen. At it einem Festessen im großen Saale des «Narodni dom», bei welchem eine Abtheilung der Musikkapelle des Infanterie-Negimentes Nr. 27 die Tasel-musik besorgte und welches mit patriotischen Tischreden gewürzt wurde, fand das schölle, loyale Fest seinen Abschluss. — (Licitations'Ausschreibnngen.) Das k. k. Handelsministerium theilt der Handels- und Gewerbe-tammer mit, dass im Kriegsministerium ill Bukarest an« tt. und 22. Juli 1898 zum Zwecke der Lieferung von 1700 Wasscreimcrn aus Leinwand znm Tränken der Pferde, 50.000 schwarzen und 50.000 rothen Uniformschnüren nnd 100.000 Celluloid-Kragen für Uniform-Cravatten stattfinden werden. Zugleich theilt das genannte Ministerium mit, dass am 13. d. M. bei der Direction der serbischen Schiffahrts-Gescllschaft in Belgrad eine Ossert-Licitation, betreffend die Lieferuug von Stahldrahtseilen stattfinden wird. — (Die l. k. Landwirtschafts-Gesell-schast für Krain) wird, wie wir bereits gemeldet, morgen, den 7. d. M., im Saale des «katoliöki vom» ihre regelmäßige Generalversammlung halten, wobei Herr k. l. Bezirkscommissär Otto Detela als Vertreter der k. k. Landesregierung intervenieren wird. —o. — (Verhaftung mit Hindernissen.) Am 2. d. M. gegen 5 Uhr nachmittags patrouillierte Gendarm Antoll Baloh vom Posten Velcc-Mariaseld von der Ort» schaft Fuzine gegen Schloss Thurn an der Laibach zu. Huudert Schritte von der über den Grnbercanal angebrachten hölzernen Brücke entfernt, nächst Stefansdors, traf er beim Wege unter einem Baume einen fremden Menschen schlafend an. Nachdem dieser wegen seiner desetten Kleider und einer an» Gesichte sichtbaren kleinen Verletzung dem Gendarm verdächtig vorkam, weckte Baloh den fremden Manu auf. Da sich derselbe nicht legitimieren konnte und sich auch sonst sehr verdächtig benahm, erklärte ihn der Gendarm wegen Laudstreicherei für verhaftet. Später wurde der Fremde als der wiederholt wegen verschiedener Delicte abgestrafte Michael Pajk, angeblich Anstreichergehilfe, agnosciert. Während seiner Escortierung widersetzte sich derselbe, wollte auf der Stefansbrücke ins Wasser springen, erfasste mit einer Hand den Gendarmen beim Halse, mit der anderen Hand beim Carabiner, so dass der Gelldarm von der Waffe Gebrauch machen mnsste, und ihm mit dem Säbel einen Hieb auf den Kopf versetzte, wodurch der Landstreicher muthmaßlich schwer beschädigt wurde. Erst unter Mithilfe anderer hinzugekommenen Personen konnte der Gendarm den Renitenten fesseln und wurde derselbe mittelst Wagen in das Inquisitionshaus des k. k. Landesgerichtes Laibach eingeliefert. —1. — (In die Laibach gestürzt.) Zufolge der Unvorsichtigkeit eines Knechtes stürzte vorgestern ein mit zwei Pferden bespannter Wagen beim Hause Nr. 50 vom Petersdamme über die dort befindlichen Stufen in die Laibach. Auf den Stufen befanden sich zwei Dienerinnen, die gerade Wasche wuschen. Die eine, Namens Maria Zajc, schleuderte der Wagen derart in die Laibach, dass sie beschädigt wurde und sich nur mit Mühe retten konnte, die andere, Namens Maria Wirt, fiel zwar nicht ins Wasser, aber ihre Wäsche im Werte von 17 fl. entführte das Wasser. Die Pferde und der Knecht Josef Bregar, der beim Besitzer Caks auf der Radetzly-Straße bedienstet ist, blieben unverletzt. — (Beim Baden ertrunken.) Am 2. d. M. nach 7 Uhr abends ertrank beim Baden ober der Hütten-wchr tn Idria ein Osficiersdiener, der mit Generalstabs-officieren dienstlich nach Idria gekommen war. Der t. k. Oberhüttenverwalter wurde von dem Unglücksfalle sofort verständigt, worauf er die Schleusen der Hüttenwehr schließen ließ und herbeigeeilte Arbeiter den Leichnam fanden. —1. — (Hunde-Ausstellung in Wien.) Bei der internationalen Hunde-Ausstellung in Wien am 21., 22., 23. und 24. Mai l. I., veranstaltet vom Oesterreichischen Hundezucht - Vereiu, wurden nachstehend benannte Hunde von Kramer Ausstellern prämiiert. Classe 16: Oesterreichische kurzhaarige Bracken. Noth, Rüden. Tresor, Besitzer Leo Graf Auersperg'sches Forstamt Hammerstiel, II. Preis und Ehrenpreis 50 Kronen. Firow, Besitzer Leo Gras Auersperg'sches Forstamt Hammerstiel, III. Preis. Classe 17: Oesterreichische kurzhaarige Bracken. Roth, Hündinnen: Linda, Besitzer Leo Graf Auersperg'schcs Forstamt Hammerstiel, II. Preis. Palma, Besitzer Leo Graf Aucrspcrg'sches Forstamt Hammerstiel, III. Preis. Classe 22: Oesterr. kurzhaarige Bracken. Weiße Rüden: Castor, Besitzer I. B. Kosler, Ortenegg; I. Preis, Ehrenpreis 50 Kronen. Lord, Besitzer Leo Graf Auersperg'schcs Forstamt Hammerstiel, II. Preis. Bello, Besitzer Daniel Zuflaj, Großlaschitz, III. Preis. Allegro, Besitzer I. B. Kosler, Orteuegg Rcscrvepreis und höchste lobende Erwähnung. Die höchste lobeude Erwähnung erhielten: Capo und Schwerin des Herrn Fr. Picel in Neisuitz; Capello,Caato,Mito, Sero, Apollo und Pollux des Herrn I. B. Kosler in Ortenegg. Classe 23: Oesterreichische kurzhaarige Bracken. Weiß, Hündinnen: Bellica, Besitzer Daniel Suflaj, Groß-Laschitz, I. Preis. Ilka, Besitzer Franz Picek in Reifnitz, II. Preis. Wetdine, Besitzer I. B. Kosler, Orteuegg, III. Preis. Ferner erhielten höchst lobende Erwähnungen: Lola, Besitzer I. V. Kosler, Orteuegg; Diana, Besitzer A. Nudesch, Neifuitz; Diana, Besitzer Franz Picek, Neisnitz. Classe 24: Oesterreichische kurzhaarige Bracken. Weih, Collections-Classe: Waldine, Lola, Allegro, Pollux, Apollo, Zero, Miro, Caato, Castor, Capello, Besitzer I. B. Kosler, 1. Preis uud Ehrenpreis 50 Kronen. Capo, Schwerin, Ilta, Diana, II. Preis. Classe 25/b: (Celteu oder Istrianer Bracken) Rüden: Erjavc, Besitzer Leopold Freiherr von Lichtenberg, Habbach, I. Preis Ehrenpreis k 50 Kronen und Ehrenpreis k 40 Kronen. Classe 26u,: Oesterr. rauhhaarige Bracken, buut (Celten oder Istriank Bracke»), Hündinnen: Bela, Besitzer A.Rudesch, Reifnitz, II. Preis. Classe 26 d: Oesterr. rauhhaarige Bracken, dürrlanbfärbig (Celten oder Istrianer Bracken), Hündinnen: Negra II, Besitzer Leopold Freiherr von Lichtenberg, Habbach, II. Preis; üiska, Besitzer Leopold Freiherr von Lichtenberg, Habbach, III. Preis. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 4. auf den 5. d. M. wurden acht Verhaftungen vorgenommen, uud zwar vier wegen Excesses, zwei wegen Acttclns und zwei wegen Vaciereus. Ludwig Cerne, Juwelier in der Reitschulgasse Nr. 9, hat angezeigt, dass ihm am 27. Iuui aus versperrtem Kastell in seiner Wohnnng 94 fl. Bargeld entwendet wurden. Gestern nachts wurde ill die Baracke der Julie Hinterlechner am Pogacar-Platz eingebrochen und aus derselben 1 st. Kleingeld entwendet. Vorgestern nachmittags wurde im Laibachflusse am Karolinengrund die Leiche des beim Baden ertrunkenen Ranchsangtehrcrmcistcrs Johann Turk gefunden. —r. — (Viehmarkt.) Auf den montäglichen Iahres-Viehmartt wurden aufgetrieben: 1100 Pferde und Ochsen, 36tt Kühe und 112 Kälber, zusammen 1584 Stück. Der Handel in Pferdeil war matt, da nur einige italienische Händler geringe Einkäufe machten. Reger war der Verkehr ill Rindern, welche insbefondere voll Käufern aus Kärnten erhandelt wurdeu. Neueste Nachrichten. Der spanisch-amerikanische Krieg. (Oligwal'leleglllmme,) London, 5. Juli. Vom Kriegsschauplätze, 10 Meilen westlich von Santiago, wird unter dem Gestrigen gemeldet: Obwohl die amerikanischen Schiffe während des Kampfes einem furchtbaren Feuer ausgesetzt waren, erlitten sie fast keinen Schaden. Admiral Cervera machte gegenüber der unvermeidlich überlegenen Streitmacht den heldenmüthigeu Versuch, sich mit seinen Schiffen zu retten, und kämpfte noch, als sein eigenes Schiff bereits in Flammen stand. Durch zwei Stunden verfolgte Admiral Sampson die fliehenden Spanier, deren Schiffe durchlöchert und mit Blut bedeckt waren. Erst als große Feuergarbcn von den spanischen Schiffen aufstiegen, führten die Spanier sie auf Uferfclsen uud vollendeten dort das Zerstörungs-werk. Die Mannschaften entkamen an das Ufer mit Hilfe von Booten, welche von ameritanifchen Schiffen entfendet worden waren. Die Spanier ergaben sich dann dem Sieger, welcher eine Abtheilung entsandte, um sie gegen die im Hinterhalte liegenden cubanischen Truppen zu schützen. Admiral Cervera landete in einem amerikanischen Boote und wurde auf sein Ersuchen an Bord des «Gloucester» gebracht, dessen Commandant ihn zu dem tapfersten Kampfe, der je auf der See stattgefunden, beglückwünschte. Madrid, 5. Juli. Die «Agenzia Fabra» meldet: Bisher sind keinerlei officielle Depefchen über die Zerstörung der spanischen Escadre eingetroffen. Man erwartet ängstlich Nachrichten über das Bombardement von Santiago, das heute beginnen soll, indem man weiß, dass der Sturm auf diesen Platz ein erbitterter und furchtbar blutiger sein wird. Man zweifelt daran, dafs es den Amerikanern, felbst wenn die Stadt zerstört werden würde, gelingen wird, in dieselbe einzuziehen, da sie große Verluste erleiden werden und die Colonne Escarios bereits dortselbst eingetroffen ist, der Widerstand demnach ein zäher sein wird. Wie ein hier eingetroffenes Telegramm versichert, wurden die Torpedozerstörer «Platon» und «Furor» nicht von den Schiffen Sampfons vernichtet, sondern durch die eigenen Commandanten zum Sinken gebracht. ^Der Umstand, dass das Gros der fremden, in der Bucht vor Manilla ankernden Escadres diese gerade in dem Augenblicke verlassen hat, in welchen» die amerikanischen Verstärkungen eingetroffen sind, wird vielfach besprochen. Es verblieben daselbst bloß zwei deutsche Schiffe. Washington, 5. Juli. Das MarineministerimN erhielt eine Depesche des Generals Watson, wonach iw Kampfe zwischen der Escadre Cerveras und deN Amerikanern 350 Spanier getödtet, 160 verwundet und 1600 gefangengenommen wurden. Washington, 6. Juli. Mac Kinley telegraphierte an General Shafter, sich mit General Sampson über die Möglichkeit der Einfahrt der Flotte in den Hafen von Santiago zu besprechen, um die Stadt zu bombardiere». Shafter bestätigt, dass General Pand» mit 6000 Mann in Santiago eingetroffen fei und dass die Truppen bereits in den Befestigungen vertheilt seien- Newyort, 6. Juli. Der Washingtoner Correspondent des «Evening Journal» meldet, Sampsoil habe versucht, die unterseeischen Mi neu am Eingänge in dcu Hafen von Santiago zur Explosion zu bringen-Der Verfuch sei nur bei einigen geglückt. Drei spc>" nische Batterien seien noch in Thätigkeit. Washington, 5. Juli. Gerüchtweise verlautet, dass Santiago sich ergeben habe, doch bedarf dieses Gerücht noch der Bestätigung. Port - Said, 6. Juli. Die spanischen Torpedoboote sind nach Spanien abgegangen. Velsgvannne. Wien, 5. Juli. (Orig.-Tel.) Heute wurde in der Hofbttrg'Pfarrkirche eil» Requiem für weiland Seine Majestät Kaiser Ferdinand abgehalten. Wien, 6. Juli. (Orig.-Tel.') ^«Wiener Ztg.'^l Der Iustizminister ernannte den Notariats-Canoidate" Dr. Franz Horvat zum Notar mit dem AmtsM in Idria. Zara, 5. Juli. (Orig.-Tel.) Seine Majestät del Kaiser spendete 4000 fl. für die durch die Erdstoß^ geschädigten Bewohner. Sinj, 5. Juli. (Orig.-Tel.) Gestern um 9 Uhl vormittags wurde ein starker, drei Secunden dauerndsl Erdstoß verspürt. Um 2 Uhr nachmittags fand e'" leichter Erdstoß statt. In Trilj haben seit 2 Uhr fn") zwei starke und elf leichtere Erdstöße stattgefunden. 2" Vrpolje versiegten nach dem ersten Erdstoße sämnu' liche Brunnen. Die heutige Nacht verlief in S'"^ ruhig. Heute früh um 4 Uhr wurden zwei schwach" Erdstöße beobachtet. Lmbacher Mtung Nr. 150. 1231 6 Juli 1898. Reuigkeiten vom Büchermarkte. s, i Salvisberg, Dn- Radfahrspott m Bild und Wort, n , «^ " Sydacos f. Czar Nikolaus II. und sein Hof, ? ,!H' - 6°bel, Cuba, fl.--90. - Zacharias. Bilder und Skizzen aus dem Naturleben, 2. Aufl., fl. 3-—. — Fischer, GrazerNovelleu, fl. 2 40. - Bleibtrcu, Gravelotte. si.-60. ^ -Ule'lses und Schnohles, Für's auserwählte Voll, '''17 90. — Bleibtreu, vie» iräe, st.— 60. — Gesang '""te Briefe eines alten Officiers an feinen Sohn, fl. 3 —. s, 1 ui"' ^^"' ^^ ^°ae des Handwerkes in Oesterreich, 2 m l. " ^^'^' Humoresken aus dem jüdische» Leben, ^-^ufl, sl. — 60. — Blum, Die Heiligen unserer Social-ormotratie, fl. —-48. — Kunstgewerbliche Stilproben, ein "llsaden zur Uutcrscheidung der Kunst-Stile von Dr. Berling, st. i-^o. — Eberle, Kosten der Krafterzeugung, fl. 3-—. — ^eyrer, Das österreichische Wasserrecht, 3. Aufl., st. 6 —. — ^,a u m, Die Bekämpfung der Trinlsitten, st. — 20. - de Po ja, ^llr die Reforin des österreichischen Wasserrechtes, st. --50. — ^yoam, Samariterbuch für jedermann, geb. fl. -60. — "H°op, Handbuch der elektrischen Accumulators, st. 7-20. -"°ltau, Lwius' Geschichtswerl, seine Composition und seine gellen, st. 3 60. - Bö hm, Deutsche Aufsätze, II. Theil, 5n «'F' 1'80. — Feulner, Arithmetische Aufgabe» ä, «/""",' fl. 1-32. - Voigt, Adalbert von Prag. st. 3-60. -""'tria, Goldene Chronik, st. 1-20. — Wille, Die Elektri-2 5'!^'' geb. fl. 6—. — Cronau, Amerika, 1. und ^^ « ^' ^'60. — Vorräthig in Jg. v. Kleinmayr H ^eo. Camber gs Buchhandluug in Laibach. Angekommene Fremde. Hotel HIefllul. 3^n ^ui ^. Juli. Bubal, Jug. uud Dampfkesselinspcetor; Mlm!"'«^"' Trieft. - Ullrich, Vartl, Faubl. Fischer, Kflte.; ^n. ' ?°''kbeamter. Wien. - Schauta, Forstmeister, s, Familie, U" "'"'st'". - Kaufer, Kfm., Kopreinih, - Dr. Perko. Seno-N. ^^amernieyer, Kfm., Nudweis, — Fabiani, Ferjancic, ^r e,er Gdrz. - v. Arenas, Privatier, Neufchloss. - Urabl, Mm ^.""l- laibach. — Almady, Kfn,.. Budapest. — Kolmy, E„'.' "Ul'nr. - gupan, Priester, Pofavje. - Laher. Kfm., ^llgenberg. __ S. C. Albert, Priester. Frankreich. Hotel Vaierischer Hof. Am 2., 3. u. 4. Inli. Grabner, Assecuranz»Oberinspector, Klagenfnrt, — Sigmund. 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Mg. 737 7 j 11 8 j SO. schwach j bewölkt < 38-4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 12 9«, um 6-5° uuter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. Photographische Upparate für Dilettanten. Wir empfehle» allen, die für Photographie, diesen anregendsten nnd von jedermann leicht zu erlernenden Sport, Interesfe haben das feit 1854 bestehende Sftecialhaus photographifcher Bedarfs artilcl der Firma N. Moll, k. u. l. Hoflieferant, Wien, Tuch« laubcn 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wunsch gratis verschickt wird. (276) 6—4 Unterricht im Radfahren wird aus der neuerrichteten schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen bei Bohlneo & Majoen, Fahrrad-Niederlage, Wienerstraase Nr. 5. (1888) 17 Hazgla^, Mestna hranilnioa ljubljauska razpisuje s tem službo praktikanta z letno plaèo 500 gld. Prosilci za to službo izkazati se inorajo poleg znanja slovenskega in nemškega jezika v govoru in pisavi, da so dovršili ali oelo gimnazijo, oziroma celo realko, ali pa spodnjo gimuazijo, ozir. spodnjo realko in trgovinsko šolo. Proönje s sprièevali in o dosedanjem poslovanju vložiti je do vitetega 24. JuUJa 1898 pri podpisanem ravnateljslvu. (2602) 3—3 V Ljubljani, due 4. julija 1898. Ravnateljstvo mestne hranilnice Ijubljanske. Course an der Wiener Börse vom 5. Juli 1898. «ach dem oMe^n Courmatte a. Geld Ware «eld Wore Veld Ware «tld W°« Gelb Ware ^,., Neur ftnfur^,..^, w"hr ^^. ..., ..^ bt°, Rentei„ttro»mwähr.. 4"/«. ^ ^ (N>r l"0 fl). vcsteir. «ordwestb, iiUO sl. S. 20 78— «udolpi-Uose 10 ft . . . »S'üu 27 50 ».« Ktaats Oblla lUna ONbi Slibbah» «"/,, l^Frc<. «)0p, Tt. 18220 183— O.^n^bd «erb Ä 200 fl 40 fl, 0 122 50 dt°. l."/>Ä0Uil, p, 10Ufl. lli?-127 t.« T«yH^ 208^5«^^ Vt,^c»°i«-Lose 40 fl, CM, . ?l.»5 80-schreibungt'»'. 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'5« 3?. ^W l)„ ^ »""" ""'""' »"'"^"« bt,, „to. per Ultimo Stvtbr. «,«0 - 3S0 50 dier Eisen- nnd SNchl-Inb. ^ .3..«.^.«...... . »e,,«s ""sfchuldversckrels..... «°nau.«ea..2°st »"/„. . . . 128 75 129 75 Lreditbanl. «llg, »nn., 2(X) fl. . »95 50 3!»« 50 in Wien ,00 sl.....80— 82- «". V««r»vur«..... ° '""«cstcmp.Eise,,!, »,i..! bto. .«nlelhe 1878 . . i<>9 25 HO— Depositenbanl. Alla., 20« fl. . 224^0 28«- Eisrnlmhnni, Leih«,, Elsle, m>fi. 13« —18« — ltiijal,,,,., , > ,'°..^^,tn. «nlehen der Stadt Oiirz . . 112 50 — - Eec°mpte>Oes,, Äibröst,, 5»0 N. 75!."50 7d? 50 „Elbemiilil", Paplerf. u. V, G 92— S3 50 Nnl,,»,n "uü?,:,,, ^'^""s> /."/ Unlehen b. Ltad!««!nci»be Wien l04'50 10550 Gir». u.CassenU.. Wiener, 2NNfl. 258 — 260— LiesiiMr Äranerei 100 fl. . ,5550 157— »«»»»»r». 25» IC 251'1" «nlehen b. Stadtgemeinde Wien hypothelb.,Otst.. 2a0fl,25«/»«. 83— 84— Monlan M'lMch,, Oest. alpine ly«.«« 164 10 Diil-atrn........ 5 «5 5«? ^/.'«"»dweis ^uo si g ^' (S,',......«3^ —232 5» Prämien-Anl. d, Stabtn'nWien <ß9 75l?u - Oest.,!, »ngar. Vanl, S0« fl. . N05—909- Salssu Tarj, Tteintohlen «ai,.k"?''"r "00fl,i!,W,5,», 232—^,3 Vürsebau-Anlche», uerlusl,, 5"/, ,(«', —1»,- Umunwnl W0 fl.....,696 50 29?^ ..Schlün>mü1il". Papi.-rf,«'»»sl, 209 50 —— Itallenilche Vanlnoten . . . 44 87,44 4? »,2-._»i2ü i«V, K»iu«l iiandes-lllüchen . 93 50^ M 50 «ttkhi«oanl. «Ul«.. «« ss. . 172 .'.<)! 172 50 „Lteyrerm,", Papier!, u. «,O. ,78-180— Papl»r.«ubel . . . ^ . i 1-»S«' 1 ü7^ Bestes Kornbrot immer frisch zu haben m hei (2641) fj-1 Anton Jecminek Laibach, Petersstrasse.___ top -Eln ele«anter, moderne7 Kinderwagen i»nii isl wegen Abreise (2639; ralne"trasse Nr. 17, I. Stook. Echten Weinkleger, Treber-Brantwein und (2642) 3—1 Slivovitz zum Ansetzen von ^k^f «e>i.claü«&I.M9 ScHwar>»beei*eit u.dergl. empfielilt Josef KordiD, LaiW. C1 (ler 8esertigten k. k. Staatsbaun-Dlreotion wird ein technischer Diurnist Wei»duiJnaiTsa^8e)de von 1 fl. 50 kr. aufgenommen, welches bei entsprechender Ver- i-i "ewerl ?5 kr' lmd 2 n- erllöht werden kann- ,,'Kc"l'äujjg er UIP diesen Posten haben ein tnit einem 1 Krone-Stempel versehenes, t"ngft Classe^eS<• 'e')enes Anstellungs-Gesuch einzubringen und nachzuweisen, dass sie VeiwVn// *einer Real" odei" Gewerbeschule absolviert haben und als Zeichner bewendet worden sind. (2^ *' *¦ Staatsbahn - Direction Villach. Der k. k. Slafttsbahn-Direclor: Proske m. p. (2624) Opr. fit. Firm. 110. Zadr. II. 5. Razglas. Pri c. kr. deželneui kos trgovskem sodiäcu v Ljubljani se je izvrsil vpis firme: Kmetijsko društvo v Stari Oselici, registrovana zadruga z oinejeno zavezo v zadružni register. Zadruga se opira na zadružna pravila z dn6 15. maja 1898, imasvoj sedež v Stari Oslici in nainen, zbolj-Sati razmere svojih udov v nravnem in gmotnem oziru s tem: a) da oskrbuje svojim udom po naj-nižjih cenah gospodarske potreb-Sèine vsake vrste, zlasti živino, krmo, umetni gnoj, semena, kme-tijske slroje i. t. d.; b) da kmetijske piidelke, zlasti fudi živino, po naroßilu svojJi udov taistim kolikor mogoèe ugodno vnovèuje (v denar spravlja); c) da snuje naprave in naredbe v povzdigo kmelijstva svojih udov in v svrho ugodnega razpeèanja kmetijskih pridelkov svojih za-družnikov. Naèelstvo obstoji iz naöolnika, njegovega namestnika in pet odbor-nikov, katere izvoli obèni zbor za tri leta. Taèasni udje naèelstva so: Matej Pinlar, župnik iz Stare Ose-lice, naöelnik; Blaž Debeljak, zemljak iz Stare Oselice št. 15, namestnik. Odborniki: Pavel Ušeniènik, zemljak iz Tre-bije St. IV; Lovrenc Oblak, zemljak iz Trebije štev. 1; Jože Sturm, zemljak iz Podgore Stev. 5; Anton Podobnik, zemljak iz Ho-bovše št. 1; Janez Filipiè, zemljak i/. Stare Oselice St. 62. Naèelstvo podpisuje v imenu za-druge tako, da se podpišela dva uda pod firmo zadruge, katera naj bode pisana ali s peèatom natisnjena. Svoje sklepe razglasa naèelsl.vo po potrebi z oznanili, v uradnici na-bitimi. Dan, ura, kraj in dnevni red obè-nega zbora razglasiti je 14 dni proj v dnevniku «Slovencu», izhajajoèem v Ljubljani. G. kr. deželno kot trgovsko sodiaèe v Ljubljani, dne 30, junija 1898.