Nr. 180. Freitag, 7. August 1908. 12'. Jahrgang. Mtmcher ' Zeitung Priinumrlationspltiic: Mit Postveilenbunss: «anzjälilist 3N ll, halbjalirin ,k «, Im Kontor: „anzjührin » X, Halbjahrs 11 « ssür dir guslsllimg in« Ha»» nanzjährin 2 X. — InscrtlonSgrbiihl: ssür llsii,!'Inserate b!« zu 4 Mlrn 50 K, qrüftl'i!' pri ^ri!,' lii k i bri öfters« Wirbrihlllunnrü prr Zrilr » k. Dir «iiaibackrr tteilunß» erschelitt tüsslick, mit «„«nakmc drr Soi>»° und ^risslans, I,s Ndmlnlftratlon befin«! sich Milloöil'strahc Nr, Ü0; dir Medottixn Dalmatingasss Nr. < bi« l« Uhi vmmiltag«. Unfianliertt Bricsc werden nicht angenommen, Wanuslrwl»' nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der «edaltton 92. Nichtamtlicher Heil. Serbien. Au5 Belgrad geht der „Pol. >!orr." folgende ausführlichere Inhaltsangabe der N'ode zli, welche der Minister des Äeußeril, Dr. Milovan Milovano vii' gelegentlich der Verhandlung des Budgets die ses Ministeriimts in> der St'up^tina gehalten hat. In den lneisten Ländern, führte Dr. Aiilovailovi^ aus, fei es parlalnelltarlsche Sitte, das; bei der Be ratuug über den Etat des Auslvärtigen dio äußere Politit der ^iegierung dargelegt wird. Es sei aber anderscits Gepflogenheit, das; die einzelnen Depn-tiertcn dclt Wiiinster des Aeus;ern schon einige Taste vorher in Kenntnis setzen über jeile Fragen, welche sie iin Parlainentc zn stellen beabsichtigeil. Nacl)-dein der Vorredner lder Fortschrittler Pavle 'Vn> rintovn > dies nicht getan, sei es mißlich, die von demselben gewünschten Ailfklärunqen zn erteilen. Uebrigens beziohen sich die Fragen des Vorredners hauptsächlich auf Angelegenheiten, loelche sich unter der früheren Negieruug abgespielt hoben. Bezüglich der Ereigniss.' iit der Tü'rkoi sei bereits eine Interpellation in dcr Tknpk>, das; die serbische Ne-giernng nicht alleo getan habe. nm gute Beziehungen mit Montenegro zn erhalten, erwiderte Minister Milovan,ovi<', daß über die Differenzen mit dem offiziellen Montenegro Verhandlungen noch in Tchwebe seien und er deshalb in diese ^rage gegenwärtig nicht naher eingehen könne. Er müsse aber konstatieren, das; weder seitens ocr serbischen Negiernng noch seitens eines serbischen Amtsorgans eine Unkorrektheit vorgefallen sei. Ebenso konnten die serbischen (berichte keine Tchnld bei jenen Privatpersonen feststellen, welche bisher gewisser Unitriebe bezichtigt worden waren, ^-alls jedoch einzelnen Personen ein Verschulden nachgewiesen werden sollte, so werden sie der gesetzlichen Verantwortung unterzogen werden. ^lach den mit, Beifall aufgenommenen Er-klärnngen des Dr. Milovanovi<"' wnrde das Budget des Ministeriums des Aeußern einstimmig ange-nontmen,. Politische Ueberkcht. Laibach. i. ^." schreibt, um Disziplinnr Feuilleton. Der Patient wider Willen. Nach dem Englischen des Rudyard Kipling von A.M. (Schluß.) „Der Mann in dein Nagen," rief er ans, „hat mich vergiftet. Er ist ein Leichenränber, nnd wird sicher wiedri-kommen, wenn ich kalt bin. Hier ist der Beweis." Und cr schwenkte das Ueberzicherfragment in seiner Hand. Ich aber ging meiner Wege, denn ich war hungrig. Iin Torfwirtshause bestellt? ich Eier, Schinken llltd Bier uud stärkte mich — unter be-Näntn'gem Laä^en. Tann ging ich fort, denn ich wollte ja mit dem Siebenfi'mfnndvierziger, Ziig »veiter fahren. Als ill) an der- niedrigen Wirtsstubc vorbeikam, tai ich einen Blick hinein. Da saß ein Niese, viele lcere Teller vor sich, nnd erzählte einem >i'rcise von Dorfbewohnern eine wunderbare Geschichte von Bestechung, Anarchie und Lieichenraub, nnd wie er oben erst den blauen des Todes entronnen, sei. Und während er sprach, aß er, und während cr aß, trank er, denn es war viel Plah in seinem Innern. Dann zahlte er königlich nnd sprach von <^'-rechiigkeit und (besetz, vor dein alle Engländer gleich, alle 'Ausländer und Anarchisten aber Gewürm und Gesindel seien.. lvesten Tchrittes ging or dann den Weg zur Vahnhofstation znrück, schwer atmend, die Fäuste geballt. Der Portier hatte gerade die lchte von "ner ganzen Ladung Lampen angezündet lind gab vic'r oder- fünf Dorfbewohnern die verlangten Aahrlar'.cn. Der Arbeiter schien kein Bedürfnis nach einer Fahrfarw zn haben. Er faß auf einer Bank und zertrümmerte mit dem Absah wütend ein Glas in kleine Stücke. Jetzt wnrdc das Nollen eines Wagens hörbar. Bei dem Geräusch staud der ^iese auf, schritt durch das Pförtchen und fiel dem Pferde in die ^ügel, das; es sich bäumte. Einen Augenblick dachte ich darüber nach, ob der Doktor so wahnsinnig war, seinen Patienten wieder aufzusuchen. „Fort mit dir, du bist betrunken," sagte der .Kutscher. „Fällt mir nicht ein, ich hab' stundenlang hier gcwartct. Heraus mit dir, du Elender da dnnnen!" „Fahren Tie zu, .Kutscher," sagte eine Ttinunc, die ich nicht kannte — die helle, klare Ttimme eillos Engländers. „Schon gnt," rief der Niese aus, „also im Guteil willst du nicht, so------------" Bei diesen Worten hatte er die Wagentür aus den Angeln gehoben nnd stöborto im Innern herum. Ein tüchtiger Fußtritt belohnte ihn dafür, und ein beleibter, grauhaangcr Herr stieg aus; dabei fielen eine ganze Menge (^'sangbüclior zu Boden. „Herans nnt dir, verfluchter Leict>nräuber! Hast wohl geglaubt, das; ich tot bill, nicht wahr?" brüllte der Arbeiter. Dor ehrwürdige Hen- lvar sprachlos vor Entrüstung. „Jemand will den Gutsherrn erinorden!" rief der >lutscl>or. indem or vom, Bock stieg und über den Niesen herfiel. Der Portier verseht? dd bezüglich der zweiten Frage geringschätzend meinen, daß doch eigentlich jeder Säugling die Antwort zu geben imstande wäre. Er wiirde uns dann höchstens noch mit einem „Gcrmgschät-zungsschluä" Hofbräu kommen. Und doch ist die eigentliche Antwort auf die beiden Fragen nicht so ganz leicht. Unterscheidet doch der Physiolog« sogar verschiedene Arten von Dlüst, nämlich das „Durstgefühl", wie es beim Austrocknen der Mund- und Rachenschleimhaut entsteht, und den sogenannten inneren „Gewebsdurst", wie er entsteht, wenn dem Körper durch einen größeren Blutverlust, durch Dysenterie, Cholera usw. ein großes Quantum Flüssigkeit entzogen wird. Nleiben wir beim Durstgefühl, also der Erscheinung, welche wir gemeinhin Durst nennen, so kommt diese in erster Linie, wie schon angedeutet, durch Austroclnung der Mund- und Rachenschleimhaut zustande. Sie tritt naturgemäß um so leichter ein, je höher und trockener die Außen-ter! peratur ist, also je mehr sie geeignet erscheint, die Wasscr-verdunstung auf der Schleimhautoberfläche bei geöffnetem Munde Zu fördern. Geöffnet ist der Mund aber die größte Zeit hindurch, da ja die Atmung in normalem Zustand ziemlich gleichmäßig durch Mund und Nase erfolgt. Wir finden ein vermehrtes Durstgefühl fast immer bei Fiebernden, in Fällen also, wo durch die erhöhte Eigentemperatur des Körpers eine raschere Abtrocknung der Mundsäfte verursacht wird. Hier läßt aber die Flüssigleitszufuhr ziemlich im Stich in allen jenen Fällen, wo die Münzreinigung darnicder-liegt. wenn also beispielsweise feste Nahrung überhaupt nicht zugeführt wird. Die mechanische Reinigung der Kauweilzeuge (Zähne, Zunge. Nacken Muskulatur) durch den Kaualt selbst fehlt dann, während gleichzeitig eine künstlich« Reinigung durch Zahnbürste und Gurgelwässer, wie sie der Kulturmensch auszuüben Pflegt, in Rücksicht auf die geschwächte Konstitution der Bettlägerigen unterbleibt. DerGesunde mag hieraus lernen. Auch er kann das Durstgefllhl ganz wesentlich vermindern dadurch, daß er seine Mundhöhle reinhält. Man mache nur einmal den Versuch und führe diese Reinigung nach einer größeren Tour, wenn man erschöpft am Ziel anlangt, in der Weise aus, daß man mit kaltem oder besser noch mit lauwarmem Wasser fleißig gurgelt und den Mund mit dem Zipfel des Taschentuches auswischt. Wie mit einem Zauberschlag schwindet das vorher so stürmische Verlangen, rasch ein Glas möglichst lallen Getränkes hinunterzustürzen, selbst auf die Gefahr hin, sich hiedurch eine wochenlang anhaltende Magenverstimmung zu holen. Nicht immer ist ja auch beispielsweise Trinlwasser in einwandfreiem Zustande zu haben, während es zum Gurgeln und Munbausspülen wohl fast immer noch rein genug ist. Auf diese Form der Bekämpfung des Durstgefllhlcs wollte ich aufmerlsam machen. Sie findet ein Analogon in der tropischen Sitte, den Durst durch recht heiße Getränke, vornehmlich durch heißen Tee. zu bekämpfen. Durch die heiße Flüssigkeit findet eine sehr leichte und rasche Lösung und Entfernung des aufgetrockneten Schleimes und damit eine Behebung des Durstgefühles statt, so paradox es im ersten Moment klingen mag, daß man in der Hitze Linderung durch heiße Getränke suchen soll, — (Ueber einen Kampf m it einem Leoparden) wird der „Deutschsüdwestafr. Ztg." ein Brief aus Ubib berichtet: „Als der Sohn des Farmers Dixon, Heinrich Dixon, am Morgen des 12. Juni seine aufgestellten Fallen absuchte, fehlte eine. Die Spuren deuteten auf einen Leoparden hin, der in der Nacht in das Eisen geraten sein mußte und mit ihm das Weite gesucht hatte. Begleitet von einem Eingebornen, nahm der junge Mann alsbald die Verfolgung auf. Nach reichlich einer Stunde war man dem in die Berge geflüchtetcn Räuber nahe gekommen und bekam ihn schüßgcrecht. Die erste Kugel ging leider fehl und bevor der Schütze sein Gewehr, Modell 71, wieder laden konnte, war di? große Katze heran. Nur ein rascher Seitcnsprung vermochte Rettung zu bringen, dabei glitt der junge Dixon leider aus und stürzte hin. Im Nu hatte sich das Raubtier mit einem Satze auf ihn geworfen und es entspann sich zwischen Leopard und Mensch ein entsetzlicher Kampf um Leben und Tod. Endlich faßte der vor Schreck lange Zeit regungslos dastehende Eingeborne wieder Mut, ergriff das Gewehr, lud es, und versuchte heranzukommen. Dixon selbst gelang es, die Mündung des Laufes an den Kopf des Leoparden zu bringen, der Eingeborne sah dies und drückle los. Der Schuß war sofort tödlich. Leider waren die Verwundungen des jungen Mannes so entsetzlich, daß Dr. Dammermann aus Karibib herbeigerufen werden mußte." — Die genannte Zeitung bemerkt dazu: Wieder eine Mahnung, daß man Leoparden gegenüber, auch wenn sie in der Falle festsitzen, sehr vorsichtig sein soll. — (Ein neuer Beruf) öffnet sich denen, die etwas von der Malerei verstehen und ein bißchen pinseln können. Ein Pariser Theaterdireltor — so erzählt „Gil Blas" — hatte bemerkt, daß nur wenige Schauspielerinnen sich für die Bühne richtig zu schminken verstehen. Das brachte ihn auf die Idee, für sein Theater einen Malerjüngling mit der Leitung der kosmetischen Abteilung des Theaters zu betrauen. Zuerst wagte der gut erzogene junge Mann seinen hübschen und verführerischen Schülerinnen nicht mit allzu großer Strenge zu kommen. Er gab nur hie und da gute Ratschläge, versetzte ein Schönheitspfläster- Der Weg zum Leben. Roman von Erich Gdenstein. (stt. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Es Wirr ein frevles Spiel. Eines Tages lag Ihre Vcrlobungsanzeige vor mir! Und heute trennt uns ein.? Welt . . . inzwischen hat mich das Schicksal mit so viel Bitterkeit bedacht, daß ich verlernt babe, an Liebe zu denken- mein Vertrauen, Zum Leben ift erschüttert, ich habe nie mehr gewagt, an persönliches Glück zu glauben . . ." Er hatte seinen Platz am Sofa wieder eingenommen nnd starrte trübe vor sich hin. Hedlvig stöhute laut auf. „lim ein Nichts . . . um ein Nichts also haben wir einander verloren . . ." Tann Schweigen. Dauerte es Minuten, dauerte es Stunden? deines von beiden wußte es. Wolfgang erhob sich endlich schwerfällig. „Ich will nun gehen. Vielleicht wäre es besser gewesen, Sie hätten diese Erinnerungen nicht, heraufbeschworen, Hedwig; ich fürchte, wir werden lange brauchen, um den Ton unbefangener Freundschaft wieder zu finden." Hcdwig lief; die Hände finken und blickte zu ihm auf. Ihre Züge waren, verändert, alle Trauer daraus weggewischt, ein ganz neuer süßer Aus' druck des Glückes stand darauf geschrieben. Sie lächelte. Wie Zugvögel im Frühling fluteten Scharen fremder (bedanken du'rch ihre Seele. Er hatte sie wahrhaft geliebt: und seitdem keine andere als sie! Alles, was man ihr über ihn gesagt hatte, war nicht wahr! Er war unglücklich, weil er nie' manb besaß, der ihn liebte------------auch sie stand einsam nn Leben; wie sehr, das empfand sie erst jetzt, wo die Erkenntnis sie überkam, daß seit jener ersten Liebeszeit nie mehr ein wahres Glücksgefühl in ihr gewesen. Ihr Herz wurde Welt; sie fühlte, wie es sich dehnte, wuchs, Flügel bekam, über sie hinaus wollte. Alles andere war ausgelöscht, bis auf das cine.- Er liebt mich uud ich liebe ihn! Eine Art bausch hatte sie erfaßt. Wenn er jcht ging, war er für immer . . . Aber er durfte nicht. Er gehörte ihr. Wenn sie sich bisher im Leben beschicden hatte, so war das Torheit gewesen; sie wollte glücklich werden, endlich--------endlich! Er war zu sehr mit sich selber beschäftigt, um zu sehen, was in ihr vorging. Die Erinnerung haitc ihn weich gestimmt, und er fühlte einen Abglanz jener verrauschten Liebe neu erstehen, aber noch deutlicher empfand er, daß er fort müsse, fort uin jeden Preis. Als Hedwig sah, daß er gehen wollte, legte sie die Arme um seinen Hals und schmiegte sich an ihn, wie ein Kind, das Schutz sucht. — „Du darfst nicht gehen, Wolfgang, ich lasse dich nicht mehr, sieh, ich habe nie aufgehört, dich zu lieben, selbst da nicht, wo ich an deiner Liebe verzweifelte. Meine Heirat war Wahnsinn blicke nicht so finster . . . begreifst du denn nichts Nein, nein. nein! Was da an seinem Halse hing, das war kein Muck! Was war seine Mann-heit, seine Ehre, uxnn sie ihn jetzt im Stiche ließen? Fort--------fort.-------- Sanft löste er Hedwigs Arme von seinem Nacken. „Du willst mich nicht? Wirklich nicht?" murmelte sie tonlos. „Sei tapfer, Hcdwig, mißbrauche deine Gewalt nicht." „Leb wohl, Geliebte." Sie sah ihn aus großen, träncnloseu Augen vorwurfsvoll cm: Die Worte wollten ihm kaum über die Lippen. Iu ihren Blicken, sah er die Todesangst, ihn zu verlieren, er mußte, alle straft aufbieten, um sie nicht von nenem in seine Arm.' zu reißen nnd darin festzuhalten für alle Ewigkeit,. Tann nahm er still seuum Hut und ging. Hcd-wig rührte sich nicht, und er warf keinen Alick zurück. Auf der Treppe hörte er, wie sie drinnen weinte. „Das war mehr als Sterben," fuhr ihm flüchtig durch den Sinn. Uud dann, als er in seinem Zimmer stand und seinen Koffer packte, kam er sich wie ein Narr vor. War er wirklich, stark gewesen? Nicht vielmehr feige? Ein Sprung, und er wäre im Paradies gewesen! Tausende hätten den Sprung getan. Jeder, der wahrhaft liebt! Nur er nicht, nur er war zu schwach, zu feige gewesen, und wer über ihn lachte, tat recht. Er lachte beinahe selber, . . . Dann mit einem, stucke richtete er sich auf. Wer zum Teufel durfte wagen, darüber zu lachen? Seine Ehre war am Boden gelegen, über sie hätte er springen müssen, sie wäre rettungslos verloren gewesen. Und das war kein Weib wert. Selbst H?d-wig nicht . . . In Strömen, goß der Negen herab, als er den Bahnhof blickte; wie graue Spiegel sahen die Schieferdächer aus und aus den, Traufen stürzten ganze Bache. Das Fuhrwerk, das ihn hergebracht, machte schwerfällig kehrt lind rumpelte hinein in die regengraue, triefende Landschaft. Alles sah müde und schläfrig aus. Er war der einzige Paffagier in dem dumpfen, kleinen Wartezimmer, und die paar Bahnwärter, welche, naß wie die Pudel, verdrossen am Perron lungerten, sahen ihn neugierig an. „Ta muß es etwas gcscht haben im Bad, daß so ein Herr bei solchem Hundewetter >i'nall nnd 9,ailiack?r ttl'itim., Nr. 1«0 1673 7. August 1908. chcn von einer Wange auf die andere, nahm ein >venig Not von den Backen, gab allzu mathematisch gezogenen Augenbrauen etwas mehr Schwung usw. Den Theaterdamcn gefiel das alles ganz außerordentlich. Vines Tages erbot sich der Künstler, von einem reformatorischen Eifer beseelt, ihnen das Gesicht mit einem Pinsel zu bemalen, und die Ncmalung mit ihrer Individualität, mit ihrer Rolle und mit den Dekorationen in Einklang zu bringen. Man machte den Versuch und die Erfolge waren überraschend. Der Ruf des tüchtigen „Koömetilers" drang bald über die Grenzen des Theaters und man erzählt sich. daß jetzt auch schon viele Damen der Gesellschaft sich von ihm das Gesicht malen lassen. — (Den teuersten Kaffee,) den jemals ein Mensch getrunken hat, leistete sich jedenfalls Frau Lillet) aus New Vorl. Es n>ar vor einiger Zeit, als die aus einer Millionärsfamilie stammende Dame in Boston auf der Nahn-hrfstraße plötzlich von einem Unwohlsein befallen wurde. Zufällig ging gerade Frau Vartlett vorbei, die sich in Boston wegen ihrer steten Hilfsbereitschaft großer Beliebtheit erfreut und rasch eilte diese in das nächste Restaurant, von wo sie zu der ihr unbekannten Dame mit einer Tasse Kaffee zurückkehrte. Nach dessen Genuß erholte sich Frau Lilley sofort. Für ihre Dankbarkeit hatte diese aber nicht bloß Worte, son dern sic zeigte sich der Samariterin für die Tasse Kaffee auch durch die Tat erkenntlich: sie übersandte ihr Industrie-altien im Werte von .WOO Dollars, indem sie es ihrem Belieben anheimstellte, die Altien zu verlaufen oder aber als Erinnerung zu behalten und jährlich die 8 ^ einzuheimsen. Außerdem hat die erkenntliche Dame der Spenderin der Tasse Kaffee noch eine Reihe anderer kostbarer Geschenke gemacht. — (Erziehung zum gleichwertigen Gebrauch beider Hände.) Das St. Olas Gymnasium iu Bcrmoudsey (England) hat schon seit längerer Zeit unter den Preisen, die am Schlüsse des Schuljahres verteilt wci> den, einen besonders wertvollen in der Reserve, der aber heuer nicht verliehen werden konnte, weil sich lein würdiger Bewerber dafür fand. Es ist dies der Preis für gleich gut Schreiben mit der Rechten und der Linken, eine Fertigkeit, auf die der Direktor der St. Olaf-Schule das größte Gewicht legt. Die Prüfung ergab, daß lein Schüler des Preises würdig war. In Oesterreich würde ihn wohl auch lein Gym-nasiast erringen, denn bei uns herrscht immer noch die un-sinuigc Methode, dem kleinen Kinde einen Klaps zu geben, wenn es versucht, mit der linken Hand zu essen oder den Griffel zu führen. Es wird noch immer trotz allem, was die Aerzte predigen, vom „schönen" Hanberl geredt und die Linke künstlich zur Ungeschicklichkeit erzogen. Wie oft geschieht es, daß die Fertigkeit der Rechten zeitweise oder für immer lahmgelegt wird, und welche Kämpfe lostet es dann in späteren Jahren, die Linke zum Ersäße der Rechten heranzuziehen. In England lebt ein berühmter Richter namens Phil-limore, der von seinen Eltern angehalten wurde, beide Hände gleichmäßig zu gebrauchen. Seine .Kollegen beobachten mit Vergnügen im Gerichtssaale, wie er ganz instinktiv einmal ^vall abdampfen will," stand auf ihren l^esichlern geschrieben. lind dann fi.'l ihm ein, welch ergiebigen 3toff seine Abreise dcm Tpiirsinn eiin'r >ilapperhorn bieten würde. „Anne Hedwig," dachte er mitleidig, „wie wirst dn dich vor ihren fragen retten können?" Aber wao bedeuteten diese Nadelstiche gegen den Tchwertfchlag, den er ihr verseht hatte! lind doch! — eines Tagee» wiirde sie es ihm danken. Danken — danken — echote die anrollende Lokomotive. Hwci große Niesenaugen glovten aus dem .'liegon, aufsteigende Dmnpfwolken mischten sich mit dein dämmernden ^l'ebel, nnd in den schlaftrunkenen Bahnhof kam einiges Leben. Wolfgang wollte nach Salzburg; das war fürs ersw w.'it genng, nnd von dort ans würde er dann sehen, wohin das Tchicksal ihn weiter tru'b. daß dome Kälte mich lange genng gequält Hai?" Ttumm, atemlos, hochaufgerichtet stand er da, wie der Vanm, dcr ahnt, daß dcr nächste Stos; des nnfsteigxnden Sturmes ihn fällen wird. ,ssed-lvigH Haupt ruhte schwer an seiner Vrust, und er fühlte sich schwach, wie nie im Leben. Dor ganze Iauber diescs Weibes, das lange Jahre das einzige Weib für ihn gewesen, nnd in dem all die süs'.en Erinnerungen seiner Jugendzeit sich verkörperten, durchdrang, ihn mit unwidechehlicher Macht. lind daneben (bedanken, die nichts mit dcr Nonne dcs Augenblicks zu tun hatten. Pedanten, die er unterdrücken wollte und die doch über alles andere herauswuchsen. Sein Vater, in (5hrcn er-araut, feine Vintter, die nichts von (^lück gewufsi, cm langes Leben hindurch, nnd dann eine müde ^estali. der man des Lebens Sorgen ansah, die geduldig zur Seite staud und großmütig sagte: ">vini". Männerchor mit Orchester. Eintrittsgebühr zum Konzerte: Sitzplätze in der ersten und zweiten Reihe 2 X, in der dritten bis zur achten Reihe 1 X, Stehplätze 40 I>. III. Unterhaltlicher Teil im Garten des „Narodni Dom": Musik, Glüclshafen, Iuxpost. Koriandoli; Pavillons für Blumen, Eßwaren. Champagner, Nackwert, Gefrorenes; nach dem Konzerte ein Tanzvergnügen in der Arena. Eintrittsgebühr zur Unterhaltung 50 I,, Anfang um 6 Uhr. In Anbetracht des edlen Zweckes werden Ueberzahlungen dankbar angenommen, wie denn auch ein zahlreicher Besuch erwartet wird. — Im Falle ungünstiger Witterung findet das Fest im Sololsaale statt. — (Ein großes K a i s c r j u b i l ä u m s f e st in der Adelsbergcr Grotte) findet, wie man uns mitteilt, Samstag den 15. d. M. (am Maria-Himmel-fahrtsfeste) um 3 Uhr nachmittags statt. Der Eintrittspreis wurde wie zu Pfingsten auf 2 X per Person herabgesetzt. Im großen ..Tanzsaale" wird die Kapelle des bosnisch-hercegovinischcn Infanterieregiments Nr. 4 sowie die heimische Grottenmusil konzertieren, wobei auch die Tanzlustigen auf ihre Rechnung kommen werden. Für Ansichts-laitenschreiber ist ein unterirdisches l. l. Postamt errichtet, in dem als Spezialität auf sämtliche daselbst aufgegebenen Postkarten der Poststempel „Adelsberger Grotte" aufgedrückt wird. Auch für die leibliche Stärkung der Grottenbesucher ist durch ein kaltes Büffet, eine Wipftacher Weinstube, einen Bier- und Kaffeeschanl bestens vorgesorgt. Die Zugsver-bindungcn sind äußerst günstig und demnach ist eine starke Beteiligung an dem Feste zu erwarten. — (Vereins Wesen.) Das l. l. Landcspräsidium für Kram hat die Bildung des Vereines „I'<»<1i-u5ili«a (,no5kn i'n x«n»kü) <^u/.bl! «v. süiiin in Unwsll, xu I'i-cdn^'s! in oknlicci" mit dem Sitze in Treffen nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. — und steht in der Qualität seiner Darbietungen dem weltberühmten englisch - amerikanischen Kinematographen - Theater „The Laibacher Zeitung Nr. 180. 1675 7. August 1908. Royal Vio", das vor zwei Jahren auch in Laibach mit dein besten Erfolge gastierte, wohl am nächsten. Die Serienzusammenstellung ist stets glücklich gewählt, indem sie sowohl belehrendes und interessantes als auch reichhaltigen Stoff für die Lachmusleln bietet. So hielten in der letzten Serie die barock-pittoresken „Modernen Flugmaschincnfahrer" und die lehrreich interessanten Bilder über die „Puppenfabri-lation" und das „Holzflößen in Moivan" jedermanns Auf-merlsamleit wach, während „Der vortreffliche Diener", „Das neue Mädchen" und „Der Schwiegersohn auf Probe" stürmische Lachsalven auslösten. Ganz besonders gefiel ,„Das Zaubertuch" — eine Spezialität in Farbenplastil. — Wie wir vernehmen, beabsichtigt die Unternehmung die so beliebten Produltionen auch auf die trauhcre Iahreszei auszudehnen und gedenkt zu diefem Behufe den Hof des Hotels „Stadt Wien" durch entsprechende Mauerzubautcn zu schließen und in seiner ganzen Breite mit einem Glasdache zu überdecken. Die diesbezüglichen Verhandlungen sind schon im Zuge und auch die eigentlichen Arbeiten im Hofe des Hotels „Stadt Wien" dürften in .Mrze beginnen. Es soll daselbst ein Unterhaltungsetablissement großen Stils — ein Wintersalon, Orpheum und Varicit/' geschaffen und so Laibach wieber um eine großstädtische Institution berci chert werden. l'. — (Der Kinematograph The Royal Wonder Vio) in der Lattermannsallee brachte in der letzten Lichtbilderserie eine Fülle interessanter Projektionen belehrenden und unterhaltenden Inhaltes. Namentlich erzielte „Die Reise durch Wien", wobei die Fronlrichnams-ftrozession mit Seiner Majestät dem Kaiser besondere Aufmerksamkeit auf sich lenkte, großen Beifall. Auch der „Riesenbrand in Kopenhagen aus dem Jahre 1907" und das große Pferderennen — die Stceple-chase, namentlich aber die komischen Intermezzos, so die „Erlebnisse eines Pechvogels", „Der Trunkenbold und der Mond" und der in seiner Art einzig dastehende humoristische Schlager „Die alles belebende Macht der Musik" wurden beifällig aufgenommen. Die Serie bot auch Farbenprojcltioncn von wunderbarer Plastik. — .Heute gelangt eine Lichtbildergruppe mit nachstehendem auszugsnxisen Programm zur Vorführung: Bilder aus Spanien, Tiger- und Stiertämpfe in der Arena zu St. Sebastopol. — Das Goibon-Acnett-Auto-mobilrennen. — Reise durch Palästina. — Bio-Variöt^-Künstlernummern: Bestrafter Undank. Wunderbare Rüstungen (koloriert). Moderner Walzer. Hinter den Kulissen. — ^Indianer und Cow Boys. — Die Rache der Schmuggler-frau. — Lustiges Intermezzo. — Das Zaubcrhaus. — 'We du mir, so ich dir (phantastisches Ballett, koloriert). — Als tägliche Zugabe wird überdies „Die Huldigung der Kinder vor Seiner Majestät dem Kaiser in Schönbrunn" vorgeführt. 15. — (Der Gesangsverein „Lira" in Stein) begeht, wie bereits gemeldet, am 15. und 16. d. M. die Feier seines 25jährigen Bestandes sowie der Fahncnent-rollung. Hicfür wurde folgendes Programm festgesetzt: 1.) am 14. August um halb l» Uhr Serenade vor der Wohnung des Präses und Ehrenmitgliedes Herrn Ianko Po hl in; 2.) am 15. August um -^9 Uhr vormittags Empfang der Gäste am Bahnhöfe, um halb 11 Uhr geineinsamer Empfang aller Gäste auf dem Hauptplatze, hierauf Umzug durch die Stadt, um halb 1 Uhr nachmittags ge^ meinsames Mittagsmahl, um 3 Uhr Zusammenkunft der Gäste auf dem Haufttplatzc und Abgang auf den Festplatz (Gasthaus Rode), um 4 Uhr Sängerfest (zunächst Auftreten aller Sänger, über 500 an der Zahl, mit dem Liede „Noi^ n(1i'iMn»Iio", dann Vortrage der einzelnen Vereine und der Musik); 3.) am 16. August Ausflug aller Gesangsvereine und sonstiger Gäste zum Ursprünge der Steiner Fcistritz und auf die Alpen. — (Endlich Wasser in Sicht.) (western, bezw. heule nacht hat sich der so lang und heißcrsehnte Regen «ingestellt. Es gießt unter Donner und Blitz fast ununterbrochen wie in Strömen. Nun werden endlich einmal die seit Monaten bloßgelegten Einmündungen der Sladtlanälc gründlich ausgespült und gereinigt werden. Außerdem werden Orte. wo seit längerer Z«ir Wassermangel herrschte, das nötige Wasser erhalten. — (Die Laibacher Verein slap clle) konzertiert heute bei der Abendvorstellung des „The Elite-Biograph"' im Garten des Hotels „Stadt Wien". Anfang um 8 Uhr abends. * (Serous!) Auf diese kameradschaftliche Weise begrüßte vorgestern nachmittags in der Lattcrmannsallce der Stcinmetzarbeiter Martin Napast einen Sicherl)m Jahre 1911 anläßlich der italienischen Un-abhängigleiisfeier von dem Grafen von San Martino und dem Direktor Hugo Falena im Argentinatheater veranstaltet werden. Griechische nnd römische Tragödien, die Mysterienspiele des Mittclalters. die lustigen Komödien des 1<>, Jahrhunderts werden hier neu auferstehen bis hinauf zu den Tragödien von Alfieri, den witzsprühenden Lustspielen Goldonis, den Werken Gozzis. Der italienische Zyklus gipfelt dann in der Moderne, in einer Aufführung von D'Annunzios Tragödie über den Ursprung Roms und in einer Komödie Rovcttas, die ein Motiv aus den, Riforgimenio behandelt. Der Plan aber umfaßt auch die außeritalienischc Thcaterlunst; ein englischer Zyklus, der von Shakespeare bis zu Shaw und Pinero führt, ein spanischer, der von Calderon und Cervantes bis zu Echegaray geht, ist in den umfassenden Plan aufgenommen. Ebenso wird eine deutsche Serie zur Aufführung gebracht, die mit Schiller und Goethe cinfeht und mit Hauptmann und Sudermann abschließt. Ein fünfter Zyklus wird die Geschichte des französischen Dramas von Gringoire bis zu den modernsten veranschaulichen und endlich lverden auch die nordischen Dramendichter durch Ibsen und Njörnson vertreten sein. — („W iener Mod e.") Selbst im .Hochsommer, wo fast alles ruht, was sonst im Bannkreis städtischer Interessen steht, hört Frau Mode nicht auf zu schaffen und ihre Getreuen durch den reizvollen Wechsel ihrer Launen zu überraschen. Daß ihre Phantasie und ihre Schaffenskraft selbst während der schwülsten Temperaturen nicht erlahmen, beweist das soeben erschienene Heft 22 der „Wiener Mode", das eine Fülle neuartiger, aparter und überaus kleidsamer Modelle enthält. Allen Damen, die noch für den Sommer, und allen, die schon für den Herbst Anschaffungen machen wollen, wird dieses Heft eine Quelle köstlicher Mode-Ideen erschließen. Aber auch für jene, die sich momentan für die Schöpfungen der Mode nicht so interessieren, ivcil ihre Garderobe komplett ist, enthält das Heft wertvolle Darbietungen, so im Handarbeitsteil geschmackvolle moderne Vorlagen, wie auch im belletristischen Teile prächtige, lesenswerte aktuelle Beiträge. Geschäftszcituny. — (Gerstenma rlt in P r c ß b u r g.) Am 15. d. wird in Preßburg der dritte große Gerstenmarlt des Verbandes der landwirtschaftlichen Vereine des nordwestlichen Ungarn stattfinden. Die näheren Details sind aus der im Änreau der Handels- und Gewerbelammer in Laibach aufliegenden diesbezüglichen Bekanntmachung ersichtlich. — (North British and Mercantile.) Feuer-Versicherungsgesellschaft in Wien, gegründet 1809. Aus dem auf dem Beiblatt veröffentlichten 98. Jahresbericht entnehmen wir. daß sich die Garantiemittel der Gesellschaft neuerdings um 11-3 Millionen Kronen erhöht haben und nun über 549 Millionen Kronen betragen. An Prämien wurden f>7'9 Millionen Kronen vereinnahmt, für Schäden 05'8 Millionen Kronen verausgabt. Diese Ziffern geben das deutlichste Bild über die Größe und die Gcbarungswcise dieser auch bei uns in den Alpenländern so beliebten Gesellschaft. Telegramme des k. k. Tslegraphen-Borrespondenz-Bureaus Die Vcrnichtunss des Zcppelinschrn Luftschiffes. Friedrichs Hafen, 6. Anglist. Graf Zeppelin ha! folgendes Telegramm von Kaiser Wilhelm erhalten: ..Ich höre zu meinem aufrichtigen Bedauern, daß Ihr Ballon von einem Gewitter zerstört wurde und spreche Ihnen bei diesem überaus unglücklichen Mißgeschicke meine herzliche Teilnahme um so mehr aus, als ich und ganz Deutschland allen Anlaß zu haben glaubten. Sie zum ruhmvollen Abschlüsse Ihrer epochemachenden großartigen Leistung beglückwünschen zu können. Immerhin bleibt der «zielte Erfolg im hohen Grade anzuerkennen und muh Sie über das erfahrene Unglück trösten." München, tt. August. Der Prinzregent richtete an den Grafen Zeppelin aus Hohenschwangau folgendes Telegramm: „Die Nachricht über das unheilvolle Mißgeschick, dem Ihr Luftschiff nach fo glänzender Fahrt zum Opfer gefallen ist, hat mich aufrichtig betrübt. Der durch höhere Gewalt herbeigeführte Unfall vermag aber der Tatsache leinen Abbruch (!) zu tun, daß die Fernfahrt nach Mainz einen Markstein in der Entwicklung der Luftschiffahrt und einen großen Erfolg Ihrer zielbewußten Arbeit darstellt, zu dem ich Sie, mein lieber Graf, von Herzen beglückwünsche." Stuttgart, 0. August. Das Gerippe des Zeppe-linschen Luftschiffes und die Molore liegen noch an der Straße zwischen Echterdingen und Bernhausen und werden von Infanterie und Dragonern bewacht. Die Trümmer werden im Laufe des Tages verpackt und nach Manzell geschafft werden. — Als Graf Zeppelin gestern nacht um 10 Uhr in Friedrichshafen ankam, wurde er von einer großen Menschenmenge erwartet. Am Bahnhöfe waren die (Gemahlin und die Tochter des Grafen erschienen. Als der Graf in seinem Absteigequartier angelangt war, wurden ihm vom Publikum endlose Ovationen dargebracht, die ihren Höhepunkt erreichten, als der Graf auf dem Ballon erschien. Er dankte stumm und war sichtlich bewegt. Nachdem er sich zurückgezogen hatte, zerstreute sich die Menge. Berlin. 8. August. Aus allen Teilen des Reiches laufen Meldungen über Spenden. Aufrufe von Behörden, Zeitungen, von großen Unternehmungen zur Bildung von Fonds für den sofortigen Neubau des Luftschiffes durch den Grafen Zeppelin ein. Namhafte Summen sind bereits gesammelt. Es wurden einzelne Beträge von 100.000 Marl gezeichnet. Die Grönland-Spedition Erichscns. Kopenhagen. 5. August. Einer telegraphischen Meldung der Danmarl-Erpedition zufolge sind der Leiter der Expedition Mybius Erichsen und zwei Teilnehmer auf dem Grönlcmdeise gestorben. Die Erfolg« der Erpedition werden als vorzügliche bezeichnet. Von ganz Grönland wurden Karten entworfen. Kopenhagen. 6. August. Der Leiter der Grönland-Expedition Mybius Erichsen, der mit seinen Begleitern gestorben ist. war mit diesen, einer Dame und rinem Eslinw, während einer Expedition in das Land im Schneesturm auf eine Eisscholle geraten und vom Lande abgetrieben worden. Nachdem der Proviant ausgegangen war, starben Erichsen und die Dame an Entträftung. Dem Eskimo gelang es. nach der Station zurückzukehren, um Bericht zu erstatten, doch starb auch er bald darauf. Die Ereignisse in der Türkei. K on st a n t i n o pe l. 6. August. Die sensationellen Gerüchte über den angeblichen Rat zur Abdankung des Sultans scheinen unbegründet zu sein und werden in den Kreisen der Pforte bcstritten. K onstantin opel. 6. August, Bei den fortdauernden Eidesleistungen in den einzelnen Kasernen finden begeisterte Verbrüderungen mit den Christen statt, welche das jungtürlische Komitee auch sonst anstrebt. Donaueschingen, 6. August, Hier sind etwa 1^0 Hause? einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Vierhundert Familien sind obdachlos, viel Mobiliar ist ein Raub der Flammen geworden. Bis 8 Uhr früh konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden, was hauptsächlich dem inzwischen eingetretenen Regen zu verdanken ist. Verluste an Menschenleben sind nicht zu bellagen. Lissabon. 6. August, In der Pairslammer erklärte der ehemalige Finanzminister Dunha, er habe dem königlichen Hause einen Vorschuß von 120 Kontos und der Königin Maria Pia einen solchen von 95 Kontos bewilligt; er bekenne sich schuldig und werde sich allen Folgen dieses Schrittes unterwerfen. Kopenhagen. 6. August. In der letzten Nacht ist der englisch Dampfer „Kirl-Vall" von einer bis jetzt unbekannten Barlc derart angerannt worden, daß er sanl. Der Steuermann und ein Bootsmann der „Kirl-Vall", die Verletzungen erlitten, wurden von dem Hamburger Schlepper „Simson" gerettet. Ob auch die übrige Besatzung gerettet werden konnte, ist jetzt noch unbekannt. Petersburg, l!. August. Im Gouvernement Astrachan sind heute 51 Erkrankungen und 24 Todesfälle an Cholera vorgekommen, in der Stadt Zarizyn W Er-lranlungen und 55 Todesfälle und in der Stadt Saratov 19 Erkrankungen und 2 Todesfall«. In Petersburg ist astern ein choleraverdächtiger Fall zur Anzeige gebracht worden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtcl. Laibacher Zeitung Nr. 180. 1676 V.August 1908 Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 4. August. Iarc. Professor, Krainburss. — Zan« donati. Privatier, mit Frau, Agram. — Aravandmo, Privat; Volpich, Leutnant, Trieft. — Zcheffer. Kfm, Budapest. — Baitel, mit Schwester, Semic. — Pielsch, Schick, Gradl, Schwarz, Vräuer. Brauer, Kstte., Wien. — Gilmetti. Martin, mit Frauen; Vello, mit Schwestern; Grandesso, Vicenza. — Wachs, Sutis. Beamten, Lundenbucg. — Scha. franel, Kfm,, Iäqerndnrf. — Botic, t. u. l, Oberst; Stein-brecher, Azzolini, Pichler, v. Ventour, v, Vardolo, Hauptleute; Greßl, Oberleutnant: Wolf, Kapellmeister. Klagenfurt. — Tauhen, Kfm.. London. - Mestitz, mit Frau. Pollal. .ttflte., Graz. — Markus, Kfu,,, Kranichsfeld. — Bartel, Pfarrer, Untertrain. — Martinelli, Privat. Monfalcone. Am 5. August, Mose, Deutsch, Wolf, Prevarel, Weiß. Neumann. Schubufer, Hilferich, Mcllinqer, Fischer, .ftsttc,; Immecgut, mit Familie. Wien — Mecchia, Priester; Fraihe, Oberinspcltor. Trieft. — Deutsch, KW,.. Haida. — Stransly, Kfm,, Praq. — Solsly. Rentier. Odessa. — Loserth. Oberst, leutnant; Cotic. mit Frau; Macuz, Kfm., Görz. - Hauzen« dorfer, mit Frau, Zwiebacl, Kflte.. Graz. Patesco, Privatier, Bukarest, — Erzen, mit Frau, Stein. — More, Budapest. — Savonetti, mit Frau. Artcgno. — Kratochwill, Privat, Abbazia. — Paglievini; Matcovich, Hirsch, Beamte; Baccarchich, mit Schwester, Fiume. — Eder, Apotheker, mit Familie. Freistadt. — Ietter. Kfm.. Laibach. — Gustin, Müdlina.. — Eberz. Kfm., Klagenfurt. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W6 2 m Mittl. Luftdruck 736 0 mm, ^. 2 lt. v,. 733 0 19 b SW. schwach ! bew0llt ^ 9 N.A5. 732 8 18-1 » ^ » ? > 7 ,i. ,». > 7^2 1 j 1b Z, S. mätzig , Gewitterreg. 36 1 Das Tagesmittel der gestrigm Temperatur 17 5°, Nor» male IU 5°. Wettervoraussage für den 7. August: Für Steier» mars, Karnten und Krain: Größtenteils bewölkt, schwache Winde, wenig vcränlxrt, veränderlich, allmählich besser; für Trieft: wechselnd bcwöllt. schwache Winde, wenig verändert, Neigung zur Gewittcrbildung, herrschender Wittciungscharaltei anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte gegliiude! uu« der Nrci!,,, öl'arlasse >«Ü7,, (Ort: Gebäude der k. l. Staats»Oberrealschule.) Lage: Nördl.Breite 46'(tt'; Östl.Länge von Greenwich l4°3l'. Nebenberichte: 28. Juli gegen 6 Uhr 15 Minuten drei mittelstarke Erschütterungen in Zwischenramuen von je 2 Sekundcu in Purmcrend bei Zaandam (Niederlande). I Vorzügliches diätetisches Tischgetränk. I Man befrage über dio Wertigkeit deR Biliners I den Hausarzt. (2798) 29—11 I Erhältlich bei Miohael Kastner, Laibaoh. I Die Bor- und Lithium-hältig-e Heilquelle SJkL¥ÄT©R l kawuurt »ich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht, |.v Mckarharnnihr und catarrhalischen Affectionan. Natürlicher eitenfreiar Säuerling. o Hanptniederlagen in Laibaoh: Michael Kastner und Peter Lassnik. Verstorbene. Am 4. August, Maria Tosti, Gastwirtensgattm. 54 I.,, Schustcrgassc I, Tuberkulose, : Wohnung bestehend aus drei Zimmern, Küche und to Zubehör, ist Judengaise Nr. 1, III. St., mit Novembertermin zu vergelten. Aus~ h, sieht auf den Hur^platz. - Anzufragen im I. Stock. 13200)3—1. Vmerich Lang, Beamter der Kraimschcn Sparkasse und k. u. k. Leutnant a. D., als Gatte, gibt im Namen seines Söhnlcins Anton nnd Oberleutnant Hnbert Pettan im Namen aller übrigen Verwandten tief ergriffen Nachricht von dem Ableben seiner Gattin, Mutter, bezw. Schwester, der Fran Imia bang «eb. pettan welche hente den li. d. M. nm 7'/^ Uhr früh, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, nach langem schmerzlichen Leiden im 28. Lebensjahre im Herrn entschlafen ist. Die Einsegnung erfolgt Samstag den n. d. M. nm 2 Uhr nachmittags im Trancr-hansc, Alter Marlt Nr. 30 (wasserseits), worauf die Überführung nach Krainburg stattfindet. Am gleichen Tage findet in der Kapelle des Ortsfriedhofes in Krainbnrg nm 5 Uhr nachmittags die Einsegnnng nnd sodann die Beisetzung im Familicngrabc statt. Tie heil. Seelenmessen werden in Laibach und in Krainburg gelesen werden. Laib ach, am 6. August 1906. LsichriibestatiungKailslalt dei ?lll»z Tüiberlcl. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen KurMatte) vom 6. AugM lW8. Die notierte» Kurse verstehen sick in Nronenwähnmii Ti. Notierung sämtlicher «ltien und der ,Twer!ei! Lo!r" ncrstclft sich v" Ltücl Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Ginheitlichc Reute: »", lonver, steuerfrei, "ronen (Mai Äiov,) r«r Kmie . . 9« 20 »e l>o detto (Iann.-Iuli) per «asse »e 20 «s «> »'««<, ü. W. «ölen (ssebr, «lug. per »assc......»« i b S9 3k> t-2" „ ö. W. Tilber (April Olt. per Küsse......9S S9 »k »8«l>er Ntaat«Il>sc ül>0 fl. 4",v 150 ?.°> >^2 7b l8«ver .. iW fl> 4"/„2,e bo^)»c, b« lß«4er ,, 10 fl, . . 2«o 2üliS4 2,- «8K4er ,. ^> sl. . 2S0 25 ü«4 2ü I°m, Vfanbbl, il 120 fl, b",„291'40lL 80 >1« — i^slerr. Nrnte in Kronen», stfr., per Kasse.....4",° »6 4b S«-8K detlo per Ultimo , , , 4"/^ V6 45 S6'«k> l^st Investition«-Rente, stfr.., llr. per Nasse . , »'/,"/„ »? »" »7 50 Gis»nba!>n>Zta»t»lchull!. o«sch«ibung«n. Elisabeth Bahn i. G., strutifr., zu loo«« fl.....4°/a —'--------'- gränz Ioseph.Uahn in Eilber (div. Et,) , , , . 5>/^i l6«o >!?-«« Gal!;. Karl Ludwig-Vahn (din. «tülte, »ronen . . . 4«/» »« l« »? »lllchtti<>nnaln »bz»ft»»pllll lilenbahn.Akli« tlisabeth-V, 2<><)sl. »M, 5'/.°,> von 4!Xl Kl......4s0 - 4S4 - deno Linz «udweis « fl. ö. W. k, ü'/Z'/a . - - .432 — 435'-detto Kalzburglirol 200 fl, ü. W. L. b"/„ , . , . 420 - 422'— »remital-Wahn 2W u, 2000 Kr. 4"/,.........94 ^ !»5 - <^l'ld Ware P»« 3 nommtn« 2>s»nb»!>n> Priorität, Pbligntiont». Bühm, Westbahn. u, 1O.!«X>Kr. 4"/„ 9« bl) 97 50 «ilisabetl, Vahn 6<)0 u. 3000 M. 4 ab lv"/„......N5 - <>«'-- «tlisabethVahn 400 u, 2000 M, 4'/n........113 2b l,4'2b ^rbinands-Nordbahn Em. l»»« 96'l«' »><'10 dcltll >!)4'25 ppNo 400 u. 5lX)<> Kr. 3'/i"/n^ h« — «7 — «' 97'- Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4«/„ ung, «lloldlente per Kasse . lio «ain — 4"/„ detto per Ultimo lin«< /,"/„ delto per Kasse «2 «L «2-85 Ungar, Vrämlen,Anl. k 100 fl. 184 - '88 — belto ^ 50 fl 184 - <«k- - Theist«tg,-Lolc 4"/......142 5< >4«'b<, 4"/„ ungar. Orundertl.-Oblig, »»ic> 94 1« 4"/n lroat. u, slav, «rdentl,-ObI, 9» 5« 94 50 Andere öffentliche Anlehen. Vo«n, Landes-Anl. (div.) 4"/„ 91 05 «205 Vo«n,-Herccg, (tisenb.-Landes- «nlehen (dw.^ 4>/,"/„ . . 98 10 99 10 5"/« Donau Reg.-Anleihe 187» 105 - - - Wiener Verlchrs-Änl. . , 4°/„ 9b 9li »6 «0 detto l90U 4",, 95 l»« «s W «nlehen der Stadt Wieu , . 101 5, ,02 5« bcito (V. ober G.) 1874 1«ü-- >21 — dclto (1884).....S3 50 94 50 detto lGa«) «. I. 18S8 . 95"5 «e^ü dctto üileltr.) u. I. 190« 95 9k> i»6 95 detto (Inv.-U,)V,I,1!102 S5 80 9«'^ Uörsebau-einlehtn verloib. 4"/„ 9« 15 "? iü Russische Etaatsanl. v. I, l90« f. 100 Kr. p. K, . , 5°/„ —'---------- betto per Ultimo . . b°/n 9510 95 «0 Vulg, Ttaats-Hypothelar-Änl. I8ss2......«°/„12l'10 22-10 «eld Ware Bulg. Zlaals - Goldanleihe lvo? f. 10« Kr.. , 4>/,0/„ 86'5 »7 75 Pfandbriefe usw. Nodeulr,,allg, ost, i, 5»I.u!,4"/n 9520 9«'2l> Äöhm, Huputhetcnb, «erl, 4"/„ 97 70 9>><-sl> Zentral «od,Kred,-Bl.. üsterr., 45 I, veil.....4>/,",„ 102- - —'- detlo «5» I. verl. . . . 4'/, 97 25 »!<'li5 ,Nrcb. I!,sl.,üsterr,, s.Vcrl,-Unl, », offent>. Arb. Kat. ^, 4"/n 9S 2» »7-25 Lllüdrst' d. l<ün. walizicn und Li'dom, 57'/, I. ruclz. 4"/« 94 95'- Mahr. Hnpothelenb. vcrl, <"/» 9« ül 97 5« Äl.-ös>crr, LanbesHup.-Aüst.^»,« 97' 98'- dcüu in!!. !»"/„ Pr. verl, »'/i'Vl, 89' det,° K,-Ectnildjck. verl. «>/,«/» 89- 90-— dcllo ver!......4"/° 9675 97-75 Österr. »ngar. «anl 5N Jahre derl. 4",n ». W..... 9«-25 99-25 detto 4"/„ Kr...... 9^«0 «»'80 Evarl., «trste öst., «oI.verl.4"„ 98-85 99 85, Eifenbahn-Prioritäts. Obligationen. Österr. Älordwestb, 200 sl. N. . 103-50 104-5« Llaatibal!» ^',0 ssr..... 40»'- 4^5-- Südbahn k »"/n Jänner-Juli 500 Fr. lpci St.) . . . 274-50 276 50 ENdbahn b 5" „ ,00 fl. E. 0. O '2, 10 1221U Diverse Lose. z>»r;ln,lich» l»l«. »«/<, Vobc»lredit-L°!c n»eriln«llche fose. Audap.-Valilila 90 Kreditlose 100 fl...... Rudolf-Lofe 1« sl...... ««>- ?!<._ Salm Lose 40 jl. KM . . , 230- 240 -Türl. E.-»..Äl!l, Präm.-Olilia. 400 Fr. per Kc>sse . . . 1«1'55 ,82 55 dct!» per Vlcdio . , . i«2'»s< iftK'»» Veld Ware Meiier «omm. Lole v. I, 1874 492- 502'— Gew. Eck. d. N^Präm,^Schuld b. Äode»ti..«»st. — ?«'— Altien. V«n»por<'UnttN!tl!Mnngen. Vlusslg-Teplivel Viicub, 5N0 fl. 2400'— 2412- Böhmische Nordbahü 15« sl, , 405-— 406- Bolcktictü-ader Eüb 500 !l, NM, 2865 - 2875' drtto (lit, ll, 200 sl. per Utt. W65' - 1070'-To»a,i - Tampüchifsnlirt« - «ei,, I,. l, l, priv,, l>00 sl, KM, N98-— 1002'- Tux.-Aodenbackel V, «. 090'-Kasclian - Oderberger ltücnbah, 200 ll. L....... 35s— 3«l- Lrml'.'llzllii,-Iasst, Eisenbahn- Wrsellschaft, 200 sl. 3, , . 559— 5«i - - ^lond, «st.. Trie». 5«»o fl., KM, »s9>— 401'- Öfterr, Nordwestbah» 200 sl S. 45.1 — 454'— detto (lit, II) 200 f>, N. p U,t. 452- 454-- ^rass-Luxcr liilenb, loosl.abgst, 222-- 22» 5N 3!aa!«eisenb, ^00 fl. N. per Ult, «9! 75 s«2 75 Lüdbahn ^Nl) sl, Silber per Ult. 1,1 so N2 6<» Südnorddeuischc Verbindungsb, '"«'I, NM...... 402^0 4t>3^ Irausport-Ges,, iniern., N.-O. 200 Kr........ _,. Ky.^ Ungar. Westbahn (Raab - «raz) 200 fl. E...... 403'- 407'- Wr. Lolalb.-AltienGes. 2<>0 sl. 220- 230 — Vanlen. -Nüglo-Ösleri. Vanl, I Vanlvercin, Wiener per Kasse -'- —'— detto per Ultimo 58010 5ll!'1« ^odenlr-Anst. üst,. 300 Kr. , 1057'- 10«4'- Zentr, Vob.Nlrdbl. öst . 200 fl. 580-- 534'— Nieditnnstal, f»,- Handel und wewerbe, 160 !>., per «assc —'— —'— detto per Ultimo K2? 75 628 75 krebilbllnl. ung, allg., 20« fl, 741'— ?4i- lepositeübaill. alla,, 200 fl. , 454'- 4ü«'-lt5l°mplr - Gesellschaft, nieder- üstcrr., 400 Kr..... 58090 58!'- Miro- ». Nassenverei», Wiener, 20« fl........ 455- 457'- hypo'heleubanl. öst, 200Kr. 5°/„ 2«7'— 2««-^äübcrbaul. ötterr,, 200 fl.. per Kasse....... --— -'— dctlo ver Ulümo 435— 43«'— „Merlur", Wechsclstub-Altirn- Vesclllchast, 2<«! fl. . . , 59« - 595- lüstsri-ungar. Van! 14NN Kr, 173«'— 7^6'nO «e!d Wa^< lnionbanl 200 sl...... 53925 58!» 75 luionlianl. böhmische »0»fl. , 245- 246 — ^rrteliribaul, allg 140 fl. . . 833'- 383 75 3nbuflr!e>yn!tn>»!>«ungn». wnnckllsch,, allg, öst., 100 sl, 133' - «35- . "!rüxrrNoh!e»belgb,-l»cI. 100fl. 709- 714 — 5ise»l'ahuvsrlcl!r«-Nnstall, üst., '00 sl........ Agg,,. »l»z__ riscnbahnw-Leih«,, erste, lonfl, '89>- 2U1-— .Glbcmühl". Papiers, u, V,-O. '"«'l,...... 190- 192-., rlcltr.Ges. allg, österr. 2<>0f>. 598— 405— clcltr.-wesellsch,, intern. 200 fl, 563- 5.^«-— rleltr,.OiMsch,. Wr, in Liau, 2!«'- V20-— )irte»berger Patr,-, ZNndh. u. Met, Fabril 4>'si!!l,rr Brauerei 10» fl, , , 247'— 250 — Ilmtta» !«es,, ösl, alpine 1<>0 fl, S?!'15 6727b. Polbi-Hüttc", Ticgelgukstahl- F,-A,-G. 200 fl..... 4«U— 433 — !ragcr690'- ^700 — !ima- Murann-Galgo-Taijanrr (tüenw, 100 sl..... 5ü7'90 558 90 :algo-Tarj. Lteinlohlen ilx'fl, 569— 572-— Tchlljstlmühl", Pap,erf.,20«fl, 300'— »04'. Schodnica". «. «, f. Petrol.- Industrie, 5Nl> Kr. . , . 462'— 470— Elcnrermühl",Papierf,u,V.<», 4»0' - 440 — 'rifailer Nohlrnw,-!«, 70 fl. . 263'- 26?-— Nrl, Tabalregie-Ges. 20« Fr. per Kasse...... —'. —-— detto per Ultimo . . . 39l'b<» «32 50 Laffcnf.Ves, üsterr,, 100 fl. . 5'.ll'— 5^4-- ^r. Vangeselllchaft, I0«sl. . . 140— 14«- — üienerberge ^iegclf.-Vlll.-Ves. 712- 717-— Devisen. Kurze Zichlen und Scheck». mstcrdam....... 198-37- 19867- leiüschr Banlpläye . . . , >1? 35 117-55 l!lllie«i!cht BanlplHht . . . 95'30 95« ondon........ 239-25 23>>'ulaten........ i> 85 1139 3-ssranlen-Slücke..... 190? 1910 >-Marl-S< 2'5l >' 252" I vo„ Ke„,.„.^n^r^s^p^H»Äte„, Auuen, I JT. «• WWaaiy^»' , Frivat-Depoto (Safe-DepoHito) ¦ I.OHfn eio., lx>vln4*n und Valnten. ;|| B&3lk- "Va.Xlc3. "^7"e cls.»l erg" O SClx&ft !| "*»*•* «Iff»».«» "V«rji^cli.l-va.«» A»r P*rt«l. I l,na.VArai^koi.1 mrr /*i\ I>ftltiflf'li. HtrltArifliNN«*. ' V«r7lntnRfl vnn RiralnliinaB Im Kantn.Vnrranf mill ins fllru.lTiiiita