Nummer 20. Pettau, den 23. December 1894. V. Jahrgang. PettauerZeitung erscheint jeden Sonntag. Preis fflr Pettau mit Zustellung in» Hau«: BieNel,Shrig fl. 1 —. halbjShrig fl. S.—. ganzjährig fl. 4 —; mit P-stversendung im Inland«: Bierleljähng fl. 1.1S. halbjührig fl 2-iO, ganzjährig fl 4.50. — Einzelne Nummern 10 kr. Schriftleiteri Iisef KelSier, v«h«h,f,aff» k». — Ber»«lt«»g m»d Vers«,: W. vl««te, v»chhandl»ng, H«,»tpl«tz «r. 6. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eiiigefandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung" für Sraz und Umgebung bei: L»d»ig hi SchH»h-fer U Graz, Zp«r,«sse Kr. 5. Weihnachtsgedanken. »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erde», die eine« guten Willen« find!" sangen die Engel den Hirte», al» der Gott de« Frieden« geboren ward zu Bethlehem. — Sie fangen dem Menschen Friede, die Himmelsboten, aber sie fetzten vorsichtig hinzu: .Die eine« guten Willen» sind!" Denn ivie h'ule unter un». loderte der Racenkampf und Nationalitätenstreit iu will«« Flammen um die Stätte, wo der Herr geboren ward. Die frömmelnden ultraconfervativen Pharifäer führten den Kampf bis aufs Messer gegen die freisinnigen Sadduzäer und die national-gesinnten Männer von Obergaliläa verachteten die Opportunisten, die Freunde der Römer waren, weil e« ihnen Vortheil brachte; die Römer, welche da» auSerwählte Volk, gleichviel ob Pharisäer oder Sadduzäer, Opportunisten oder starr national Gesinnte noch tiefer verachteten al« die Barbaren, die Römer, welche domal» schon den Grundsatz m,fzel»,llt tpfew: „$<*rr «•* »ach fetwr gap« selig werden!" — wenn diese Fa^on nicht gegen die Staatsgrundgesetzc verstößt, ließen den Hebräern ihre» Gott , den Äayptern und Griechen ihre Götter und^Ull de» BtlrbarM. t^» weiten Welt-reiche« ihre Religion, Sprache. Sitten. Gebräuche und Nationalität unangetastet, sofern? sie nur gute römische Staatsbürger waren, — ihre Steuern pünktlich bezahlten find die gewünschte Anzahl Rekruten stellte» für die ehernen Legionen de» Weltteiche». Der Staat refpectirte im weitksten Sinne Rationalität und Religion feiner vielen einzelnen Bölkerjchasten. aber er duldete nicht, daß sie sich einzeln gegenseitig befehdeten, und noch weniger hals er dazu. Die Verwaltung Christkind!. Die Prüfung war gemacht. Clossisikation: „Vorzüglich", Ra»g«»ummer: „5"; die Uebung* mappirung war beendet. Classifikation: „Sehr gut?' — Mit solchen Empfehlungen glaubt ein junger Mann da» Recht auf einige Rücksichten zu haben, wenn er znm Regiment« einrückt. In, diese Empfehlung. Damals mussten die Ausgemusterten noch bis zum nächste» „Beförderungstermin" warten, ehe sie zu „Ladeten" ernannt wurden und da» so heiß ersehnte „Goldbörtel" auf den CommiS-rock aufnähen lassen durften. Bi» zum nächsten BesörderungStermine aber waren sie „CommiS", Commi»korporale. CommiS-TitularjugSführer und, — nur wenn der Oberst ein .schulfreundlicher Herr" war. — also in AuSnahmSsällen, auch CommiSTitular-Feldwebel. Nicht», gar nicht» unterschied sie. die doch bereit» die „Osficier». Prüfung" wenigsten» mit gutem Erfolge abgelegt hatten, von dem nächstbesten Unterofficier. Im Gegentheile; sie wurden von den Compagnie-chargen, die meist „rang»älter" waren, auf jede Art coujo»irt und von den älteren Officiere». die von der Pique auf gedient oder al« Lehrseldwebel irgend einer „Fifolenanstalt" zu dieser Würde ge-diehen waren, mit Borliebe „gemoppelt." Jede» Gesetz und wäre sein Wortlaut noch so klar, wild war eine einheitliche, da» HeereSwesen und die Staatssprache. Die Legionen hatten nur eine Dienstsprache, gleichviel ob sie sich in Germanien, Pannoilien, Spanien, Gallien, Italien oder von Kleinasien und Rordafrika ergänzten und eine Sprache gab e» nur im weiten Reiche, in welcher die Imperatoren und ihre Beamten zu den hundert verschiedenen Völkern sprachen, die zusammen da» römische Weltreich bildeten. Da» war der Kitt, welcher die verschiedensten Nationen aneinander hitlt, der Mörtel, welcher die mächtigen Bausteine verband, die zusammen den Riesenbau bildeten, dessen über die ganze Welt hin leuchtende Kuppel Rom war. Alö dieser Kitt später von den Statthaltern allmählich an» den Fuyen gekratzt wurde, indem die Herrschsüchtigen einzelne Nationen anderen vorzuziehen begannen, um sich mit Hilfe der Bevorzugte» die Macht zu sichern, da begann auch da« Weltreich in allen Fuge» zu krachen und die von Osten und Norden vordringenden Barben,. »eiche oH mcht ttwmä. um »mztge Ritim bildeten, aber wieder nui bVji einen Willen und eine Sprache beherrscht.Wirf», — warfen das Weltreich in Trümmer. vN*V. ,Friede den Mensche» auf Erden!" — aber: „eine» guten Zillen» »rüsfen sie sein." 'Wo ist er heute, dieser gute Wille zum Friede»? Nirgend» und nirgend«, und bei uns in Österreich, das den innere» Frieden tausendmal nöthiger hat al» andere Staaten, die nicht au« einem Bölkergemische bestehen, r— ist er am aller-wenigsten »u finden. Er ist künstlich unterüHaben worden, um einigen Ehrgeizige» die Maqt zu sichern. „Theile uod herrsche!" — ist ein Sprich- in der Praxi» verschiede» inteeprrtirt; warum sollte da» Exercier-Reglement eine Ausnahme machen? In der Cadeteiischulc hatten wir exerciert, „wie es im Reglement steht"; — bei der Compagnie aber wurde exerciert, wie e« „vorgeschrieben" ist. Für eine» Laien mag da gar kein Unterschied zu finden sein; — der Soldat dagegen weiß, dass dieser Unterschied immer »och groß genug ist, um bei Nichtbeachtung desselben einen mehrtägigen Käsern-arrest zu riskiren. Davon blieb ich zwar verschont, denn ich hatte da« Exerciere» wie es „vorgeschrieben" ist. schon weg getobt, ehe ich zur Schule kommandirt wurde und da ich zu dieser Zeit auch schon wirklicher Feldwebel gewesen war, so ließ ich mich vo» meinem gottlob rangSjüiigcren Commi»kameraden durchau» nicht schuhriegeln. sondern hotte rasch die Macht des „Dienstsührenden" an mich gerissen, obwohl mein Compagniechef, der mir nicht sehr grün war. darauf bestand, das» ich da» „Rechnungsgeschäft" übernehme» solle; damit blieb ich über Jnter-ventton unsere» Major», — der die „Intelligenz-maier", wie man un» Ausgemusterten spöttisch nannte, sehr gerne hotte, — verschont, allein mein wohlwollender Hauptmanu verhalf mir dafür zu einer Commmidirung. die ebenso „ehrenvoll" als wenig gesucht war. Ich wurde als „vorzüglicher Exerciern", wie er mich beschrieb und weil er zwei dienstsührende Feldwebel nicht brauchen könne. wort au« der spätrömischen Zeit oer Imperatoren, welche Cäsare» schufen, weil sie nicht mehr den Geist de« große» AugustuS besaßen. Divide et impera! — da» ist ein zweischneidige» Schwert, welches in ungeschickten Händen ebenso scharf schlägt als verletzen kann, — verletzen den, der e» ungeschickt und unvorsichtig handhabt. „Theile und herrsche'" — Nur für da» Genie gilt diefer Spruch. Für die Mittelmäßigkeit lautet er ander»: „Theile und — du wirst beherrscht.' — Die Mittelmäßigkeit hat keinen festen Willen sondern dlo» Eigensinn. Die Mittelmäßig-keil hat nicht Ehrliebe sondern blos Ehrgeiz und dieser verleitet sie z» Thaten, die ein Genie nicht versucht haben würde, weil es die böse» Folgen vorau»sieht, welche Voraussicht der Mittelmäßig-keit eben mangelt Diese Mittelmäßigkeit hat auch in Österreich „getheilt." Sie hat für diese unselige That da« Wort „Völkerverföhnung" erfunden. Sie sah die Consequenzen nicht vorau«. weil sie eben nicht Genie, sonder» nur Mittelmäßigkeit war. Sie „theilte", in der Meinung, sodann ruhig „herrschen^ zu können und heute wird sie von deu gewaltsam zerrissene» Theilen „beherrscht!" — Die Männer am Ruder steuern, aber sie regieren da» Ruder nicht. Eine Woge von recht» wirft sie au» dem Curfe, eine Woge von link» wirft sie au» der Bah» und ihr stolze« „Volldampf voraus!" — erregt Mitleid oder Spott. — „Friede den Menschen auf Erde», die eines gulen Willens sind!" — Ware» die Völker Österreichs nicht bis vor wenigen Jahrzehnten noch „dieses guten WillenS". weil sie de» Frieden mit dem Nachbar hochschätzten und sich wohl dabei befanden? Aber die ehrgeizigen und herrschsüchtigen wie er sagte, zur „Landwehrrekruten-Abrichtung" nach Z.....w kommandirt. Außer mir traf das Los noch einen Oberlieutenant, zwei Lieutenants und einen Zugführer, einen alten Knasterbart, der sich von dieser Commandiruna da« „Feldwebel-werden bei der Landwehr" versprach. Wir fünf bildeten da« militärische Gerippe der 4. Compagnie des galizischen Landwehrbataillon« „Z.....w", den» die Gefreiten und Corporale, welche wir vorfanden, waren kanm oder überhaupt noch nicht über da« erste Dienstjahr hinan». Da» „Material", welche» wir zu strammen, feschen, in ihre» Stand verliebten Soldaten heranbilde» sollten, bestand au» einem Conglomerat von Huzulen, Rnthenen und polnische» Juden, in welche« hie und da ein „deutschsprechender" Schwab, ein etwa«i»telligenterer Popensohn und ein paar wirkliche Polen ein» gesprengt waren. Da die orthodoxen polnischen Juden sehr früh heiraten, hatte ich in dem mir zugewiesenen zweite» Zuge etwa zehn Familien-väter, von denen keiner über zweiundzwanzig Jahre zählte. Diese Zahl verringerte sich im Lause der Abrichtung um zwei. Jaiukef R. und Leib M. verdufteten eine» Tage« spurlos über die russische Grenze und ließe» ihre Weiber als Strohwitwen zurück. Ich selber weinte ihnen keine Thräne nach, denn es waren die zwei schmutzigsten Kerle meine« Zuge», wa» bei polnischen Juden nicht wenig Iluscrcr heutigen Auflage liegt ein Prospekt der ^irnia PH. Klayfarth u. Co. bei auf den wir besonders aufmerksam machen. — 2 — Mittelmäßigkeiten befanden sich nicht wohl dabei, denn bei jedem Fehler den sie machte,:, sande» sie eine einheitliche kräftige Opposition, DaS war für die Mittelmäßigkeiten gefährlich und sie begannen zu .theilen." Sie begannen zu versprechen, zu verhandeln, zu haiideln und schachern mit allerlei, aber immer nur mit Begünstigungen, die wenn sie dem einen Theile zugestanden wurde», dem anderen Schaden brachte». So erzeugten sie jene Verbitterung. die bei dem sortgesetzten Handel bis jum gegenseitige» Hasse gedieh Und dieser gegen seitige Hass — ist die Signatur des Tages. E« sind trübe Weihnachten. Der Friede der bei der Geburt des Erlösers von den Engeln de» Menschen verkündet wurde, ward gestört »nd zerstört von dem politischen Kampfgefchrei in Jerusalem. — in ganz Indäa, die Menschen waren eben nicht guten Willens, außer den armen Hirten, welche feruevo» den, politischen Gezänke ihre Schafe weideten in den Einöde» der syrischen Wüste, Heute nach neunzehn Jahrhunderten ist eS wieder so; heuchlerische Pharisäer und liberale Sadduzäer, nationale Galiläer, frivol aus ihre Macht pochende Herodianer und ein, von dem wüsten Treibe» auS seiner friedlichen Ruhe auf gestörtes Bolk. Der Unterschied ist nur der, dass der «Seist des Zankes selbst schon bis zn den Hirten in die Wiiste gedrungen ist. Die Engel, welche den Frieden verkünden sollen, stehe» heute mitten im wogende» Kampfe und predigen Zank und Hader. Gemeinderaths-Sitzung am 21. December 1894 Zu der für die auf den 21. December d. I. 4 Uhr nachmittags anberaumten Gemeinderaths-Sitzung standen folgende Punkte auf der TageS-ordnuug: 1. Verlesung de« Protokolles der letzen Ge-meinderathssitziing. 2. Einläuft und Mittheilungen, Referent Bürgermeister. S. Vorlage der Beschwerde de« Simon Hutter gegen die stadtämtliche Verfügung ad Z. 5548 in Sachen der Braudweinauflagen «EinHebung. Referent G R Filaferro. 4. Ansuchen de« Jgnaz Roßmann um Er-theilung der Bewilligung zur Übertragung seines Schaukgewerbes. Referent Blanke. 5. Ansuchen de» Sellinschegg-Schauer um Verleihung der Berechtigungen des 8 16 lit. c, d, f und k d. r Gewerbe Ordnung. Ref Roßinann. 0 Zuschrift der Gemeindevorstehung Rann bei Pettau betreffend die Regelung der Markt-ordniiiig rücksichtlich de« Verkaufes Ref. Kolleuz. sagen will. Die Huzulen und Ruthen?» waren anfangs ein wenig schwerfällig und ängstlich; al« sie aber anfingen zu begreifen, arbeiteten sie exact wie Automaten Die Juden waren weit intelligenter, aber sie waren, wie unser trostloser Compagnie-Commandant wenigstens zehnmal in der Stunde seufzte: „Der Scandal deS Jahrhunderts!" — Vielleicht begreift der geehrte Leser die Verziveiflung unseres Compagniechefs einigermaßen, wenn er sich eine doppelte Reihe von „AusrufungSzrichen" vorstellt, von denen jede« dritte bereits zehn Minuten nach den, Commando „Habt acht!" — sich rasch und rascher zu einem „Fragezeichen" zusammenkrümmt. Diese Fragezeichen in den Gliedern bedeuteten die polnischen Juden. DaS aber war nicht daS Schlimmste; ivährend die ..AuSrufnngSzeichen" fast regungslos un-beweglich standen, waren die „Fragezeichen" un-unterbrochen in Bewegung. Eine Ermahnung zur Ruhe, hatte stet« den unerwünschtesten Erfolg. — Jedes Commando gab den „Fragezeichen" willkommenen AnlasS zu einem leisen Frage- und Antwortspiel. — Schon beim Abgebe» des Rapportes sieng'S an. „Habt Acht! Zug rechts schaut!" — „WoS Hot er gesogt?" — «Wo« wird er hob'n gesogt Chamer? Rechts schau'» sollst?, Hot er gesogt." — „Nu—he! oder ich lass euch exercieren bis die 7. Mittheilungen in Gymnasialangel egenbeiten. Ref. Bürgermeister. 8. Ansuche» der Stadtpsarrkirche betreffend die Anbringung einer Berbotsiasel. Ref. Bürger-meister. 9. Bericht über die vorgenommene Cassa Econtrierung. Ref. Ott. 10. Vornahme von Felsensprengungen im Draubette. Ref. Prof. Kohaut. 11. Allsälliges. 12. Vertrauliche Sitzung. Anwesend waren die Herren: Bürgermeister I. Ornig. dann die Herren Gememdrräthe: W. Blanke. Carl Filaferro, I. Fürst. I. Kasimir. V. Kohaut, V. Leposcha, H. Molitor, M. Ott. I. Robmann. R. Sadnik, F. Schmidt. A. Sellin-fchegg. H. Stary und H. Strohmayer. Der Herr Bürgermeister eröffnet die Sitzung um 4 Uhr 10 Min., constatitt die Beschluss fähigkelt und schreitet zur Erledigung der Tage» orduung. Punkt 1. DaS Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und in seiner Fassung genehmigt. Punkt 2. a) Bericht des Herrn Bürgermeisters über eine» Attensund, gelegentlich der Revision des Archive». Dieser Fund enthalt die wichtigsten, auf da» städt Mautwesen, insbesondere auf die Mautfreiheit und die Pflastermaut bezugnehmenden Acten, Berichte und die darauf basirenden Ge ineinderattj«de,chlüsse. die Präzisirung de» Begriffes der Wirtschattsfuyren und die Aufzählung der die Maut>re>he,t genießenden Fuhre» und Per so»en. Aus diese» A^ten geht ferner hervor, das» die sogenannte Pflastermaut schon seit 1825 auf gehoben, anderseits die Mautgebühren fortiuahrend die gleichen geblieben sind, dass also die auS der aufgehobenen Pflusteriuaut entgangenen Einkünfte nicht durch eine Erhöhung der städt. Mautgebühren hereingebracht worden seien. Jedenfalls ist dieser Fund sehr wichtiger Acten unter sonst werthlose» Papiere» de« Archives für die Erledigung einiger schivedeiiden Veryandlungen und Rccurse von allergrößtem Werthe. b) Bericht t*« Wnrfjtzfnden über die Absenduug eineS GlückwunschT^ tainmeS zum 70. ÄeburtS-tage de« hochverdiente>^U>nd<«au»schuß-Mitglied<» Herr» Ritler vo» S«e> dem „fünef" verloren sie den Schritt, traten ihren Vorderleuten auf die Haken oder wurden von dem stramm marschirenden Hintermann aus >em Gliede geschleudert, wie die EiienbahnwaggonS >ei einem Zusammenstoße. — WaS sollte ' man thun? — Strafen? Man strafte I — eS gieng noch schlechter. Entfuhr einem im Zorne die Drohung: „Sie gehen zum Rapport!" — dann war das Fragezeichen förmlich sinnlos vor Angst. So sinnlos, dass er verwirrt aus dem Gliede trat und flehentlich um Gnade winselte. — Werd' Ihr mech schleppen zum Rapport? Werd' iach toid sein! Soll iach esoi leben, pani Kaadet, als iach nix werd sein toid!" — DaS Mitleid durfte v) Bericht über die Zuschrift deS h. steierm. LandeS-AuSschufseS, womit der Sladtgemeinde die Besorgung der Fuhren für die la»dschaftlichei, Institute (LandeSkrankenhauS und LandeS-Siechen-hau») für da« Jahr 1895, eventuell 1896 über-tragen werden. Punkt 8. Der Gemeinderath erklärt sich formell mit der Erledigung der Beschwerde de» Simon Hutter durch da« Stadtamt ein-verstanden »nd überläs»! diesem Amte die Fassung dieser Erledigung im eigenen Wirkungskreise. Punkt 4. DaS Ansuchen de» Jgnaz RosSmann (der sich ivährend der Verhandlung a»S dem Sitzungssaal? entfernt) um Übertragung seines SchaukgewerbeS vo» Hau« Nr. 5 auf Hau« Nr. 6 in der Floriauiiaffe, wird genehmigt. Punkt 5. Dem Ansuchen Sellinschegg-Scha»er um Verleihung der Berechtigungen nach §. 16, lit. c d s und « der Gewerbe-Ordnung, wird Folge gegeben. Punkt 6. Nachdem der Ref. G. R. Kollenz nicht anwesend ist und der Vorsitzende erklärt, das» die seiten» der k. k. BezirkShauptmannschaft eingeleiteten Verhandlungen mit den intercssilten Gemeinden Ragösnitz, Berstje und Rann noch nicht abgeschlossen sind, daher diese Frage noch nicht spruchreif erscheint, wird deren Erledigung auf die nächste Sitzung vertagt. Punkt 7. Die Erledigung diese» Punktes wird über Antrag des Vorsitzenden der vertrau-lichen Sitzung vorbehalten Punkt 8. Dem Ersuchen der Hochw. Pfarr-vorstehung um Anbringung von Verbotstafeln an den Kirchen, durch welche die Besucher auf« merksam gemacht werden, dass da» Mitnehmen von Hunden in die Kirche strafbar ist und jeder Dawiocrhandelnde auch bestraft werden wird, — wird Folge gegeben und die Anbringung solcher Warnungstafeln genehmiget. Punkt 9. Der Referent berichtet, das» die Cassascontrirung erst bis zur Scontrirung der Bestände des Bürgerspital»- und Armenfonde» fort« geschritten sei und dass diese Bestände intakt vor-gefunden worden seien. Da die Beendigung der Scontrirung noch eine längere Zeitdauer in An-spruch nehmen wird, so kann der Scontrirung»-bericht erst zur nächsten Sitzung vorgelegt werden. - Wird zur Kenntnis genommen. Punkt 10. Bei Erledigung diese» Punkte« der TageS-Ordnung, Ref. Prof. Kohaut, entspinnt sich eine lebhafte Debatte, an welcher sich die G. R. W. Blanke, I. Fürst, C. Filaferro, I. Kasimir, M. Ott, F. Schmidt und der Vorsitzende betheiligen. Endlich einiget man sich auf zwei Anträge. Der erste (Filaferro und Genossen) geht dahin, e» sei nur cm Betrag zu diesen technischen Arbeiten zu bewilligen, welcher die Summe von 70 fl. nicht trotzdem nicht überwiegen, sonst gieng der Grempel völlig auS dein Leim. Und abgerichtet mussten ie werden und das Schlimmste war dabei, das» unsere Reputation von dem Resultate abhieng; — also Geduld. Die „Prüfung" kam und nie-mand geringerer hielt sie ab al» der comman- »irende General Gf. N.....g selber. Jedenfalls hatte» wir bedeutend mehr „Zwirn" als die Re-krnten, denen die „grünen Federbüsche" nidst im mindesten imponirten, daS glänzende militärische Gefolge Sr. Erlaucht war für die Huzulen, Ru-thenen und polnischen Juden weiter nichiS als Zuschauer"; der Oberlieutenaut Compagnie-Commandant dagegen nächst Gott für sie da» höchste Wesen. Eigentlich war'S gut so. denn Men sie nur die Halste unserer Angst vor einem chändlichen Fiasko gehabt, dasselbe wäre sicher licht ausgeblieben. So gieng alles glatt bis auf den vierten Zug, der eine „ Geiieraldecharge" zu üben bekam. Die „Erlaucht" stellte sich hart vor )ie Front und Lieutenant H..., er n»r'S 1864 in Holstein geworden und schön decorirt. — ^ommandine: „ Generaldechargc, — fertig!" — eS klappte wie au» einem Gusse. — „ Hoch — aaan!" — Die Jude» drückten die Auge» zu, — „Feuerrr!" — Rak»! — „Gut war'S" — lobt der commandirende General. — Da. da kam'S. — „ Wos Hot er gesogt?" — flüstert'S übersteigt, da der Mühlenbesitzer Kukowetz, in dessen Interesse die Felscnsprengungen in erster Linie liegen, eme BeitragSleistung von 30 fl. »u-gesagt hat. Der zweite (Sektionsantrag), welcher dahin modifizirt wird: Die Gemeinde wolle be-schließen, e« sei für die Bornahme von Felsen-sprenaungen am linken Trauufer, zur Regelung de« »vtromstriche«, ein Betrag bis zu 100 fl. zu bewilligen und das Commando dcS k. u. k, Pionnier-bataillon« um die Ausführung dieser Arbeiten durch k. u. k. Pionnicre zu ersuchen, — wird mir Stimmenmehrheit angenommen. Punkt 11. Nachdem sich zu diesem Punkte niemand zum Worte meldet, wird die öffentliche Sitzung um halb 6 Uhr abends geschlossen. Sodann folgt die vertrauliche Sitzung. Politische Notizen. (Ctn Zusammenstoß.) In der Reichsrath»-Sitzung vom 14. d. M kam e» zwischen dem Ab-geordneten Monsignore Tr. Scheicher und dem UnterrichtsmiuisterR. v. MadeySki zu einem sdjarfen Zusammenstoße. Das clerikale „Grazer BolkSblatt" meint i» seinem Leitartikel vom 18. d. M ganz consternirt: „Es ereignete sich da» Seltsame, dass der Minister den CleruS vor den Angriffen eines Geiftlidie» tu Schntz nahm." Und weiter faut es: Dass die Sache gerade unter den Katholiken peinliches Aufsehen erregt. Da» ist begreiflich, wenn man bedenkt, das« der CultuSniinister von Mad,yss>. der ei» so guter Katholik ist, dass man ihm im Fülle Brentano sogar vorwarf, er hole sich bei der Besetzung der Professorenstelle» an der Wiener Universität stets erst die Genehmigung aus der Nnntiatur, — wen» man bedenkt, dass dieser gut katholische Minister den Monsignore in der allerschärsste» Weise zurechtwies. DaS ist aber nicht das Interessante an der Sache. Weit interessanter ist, wie sich der Führer der „Christlich-Sociale»" für den niedergedonnerte» Abgeordneten von Tnlln, Theologieprofessor Msgr. Scheicher. in'« Zeug legte. Der Herr Dr. Lueger hält sich nämlich für noch kathylischer al« der ganz entschieden katholische Minister »nd dieser schneidige Vertheidiger des katholischen Glauben« gebrauchte dabei wieder seine alte Taktik, nämlich die Taktik des Den»nziren« und Verdächtigen«. Er sagte dem Minister folgende«: Der U»terriqt«'Minlster habe behauptet, das« er im Name» de« gesammien Eleru« protestieren müsse gegen eine Äußerung meine« Freunde«, de« Msgr. Professor Scheicher. Ich konstatiere demgegenüber thatsächlich, das« beim letzten nieder-österreichische» Katholikentage die Freil>eit der Kirche von dem Einflüsse des Staates allgemein al« eine unbedingte Nothwendigkeit anerkannt im zweiten Glied. Lieutenant H ... t vergis«t vor Schreck das „Herstellt —Euch!" zu comman-diren, denn da« „Fragezeichen" im ersten Gliede Leiser Goldschein dreht sich entrüstet um und ruft: „WoS werd' er hob'» gesogt? „Gut warS!" Hot er gesogt. Ä Schlag soll der treffen. Ascher." — Die „Erlaucht" zieht eine» Moment die Stirne krau«, dann macht sie so stramm „kehrt Ench" wie der strammste Huzule, das« die Absätze klappern, geht aus de» Brigadier zu und sagt gemüthlich schmunzelnd: „Na, '« sind halt polnische Juden." — Diese gemüthliche Bemerkung rettete den Ruhm der zweite» Compagnie und Herrn Ascher GünS-berg von einem „dreitägigen Verschärften." Unsere Mission gieng zu Ende. Die ab-gerichteten Landwehrmänner hatten noch da« „Scheibenschießen" durchzumachen und sollten dann bis auf wenige, die dem Cadre zugetheilt wurden, beurlaubt werden. E« ist ein sehr zweifelhafte» Vergnügen, bei 5 bis 6 Grad Kälte nach der Scheibe zu schießen und so war auch das Treffer-perzent der wie die Möpse frierende» Schützen darnach. Ans 300 Schritte fehlte die Mehrzahl nicht nur die Scheibe sondern meist auch den Kugelfang. Unser Compagniechef war wüthend. Die Zugscommandanten bekamen allerlei Bemer-kungen zu höre», die gerade nicht wie Lob klänge». ,,E« ist zu kalt," — brummte Lieutenant wurde, und das« sämmtliche Priester vom Bischöfe angesangen bi« zum Cooperator hinab, das« auch Se. Heiligkeit der Papst die Freiheit der Kirche vom Staate al« etwa« Nothwendige« erkenne». Nun wird gewis« Se. Heiligkeit der Papst die katholische Kirche etwa» besser kennen al« der Unterricht« Minister MadeySkl. (Bravo! Bravo! anf der äußersten Linken.) E» ist daher gewiss Msgr. Professor Schacher berechtigt gewesen. in der Weise zu sprechen, wir er es gethan hat. Aber ein Minister, wie Ma^ey«ki. dar, »mjoweniger hier in diesem Hause gegenüber einem Abgeord-»eten in der Weise, wie e« ihm beliebt hat, sprechen, insolange er nicht die Geschichte vo» seinem Schwiegersohne DunajewSki und von der Nichte der Coalition. Dr. Rasner. berichtigt hat. Das ist Nepotismus. Herr Minister, und ein Minister, der so etwa« thut, darf in einem Par-lament nicht so auftreten, wie Sie e« gethan haben! Zu dieser Affaire bemerkt da« klerikale „Grazer BolkSblatt" weiter: Bei dieser Erwiderung befand sich der offenbar sehr überraschte Monsignore in sichtlicher Verlegenheit; denn seine ganze große Philippika schrumpfte auf den allerdings lästigen »nd in ge-wissen Fälle» demüthigenden Kanzleischimrnel. alle« mögliche auf de» alltäglichen Amtswegen zu er-forschen, zusammen. Äußerst merkwürdig ist die Verwahrung deS Herrn Theologie-Professor« vor dem Vorwürfe, er habe eine hohe Regierung oder die hohen Be-Horden angegriffen. Hätte also Herr v. MadeySki recht, wenn er unter der Voraussetzung sprach, der Angriff Dr. Scheicher« habe dem vom Bischof bi« zum Cooperator hinab staatskirchliche» Clern« gegolten? Msgr. Dr. Scheicher wollte offenbar nur von der Macht einer freien Kirche sprechen und ver-fiel dabei in den Fehler, den er in unseren Augen hat. in den Fehler der Unklarheit, der Über-treibung und der übrigen« nicht allzu revolutio-»ären Aufreizung. Von einer, wie gesagt. de«>.Monsignore wohl-gesinnten Seite erhalten tpt? ' die Versicherung, das« seine Rede wirklich uimngenehm berührt habe. Der erste Theil, die AahNÄvrm betreffend, noch mehr al« der zweite Theil; sie habe eigentlich eine indirecte Aufreizung der Arbeiter pnnkto Wahl-rechts-Erweiterung enthalten. Der zweite Theil hätte Anwendung nur auf stockjosefinische Ver-Hältnisse, aber nicht auf unsere Zeit finden können. Und endlich: Abg. Dr. Lueger ha. die Sache zunächst auf da« Gebiet der Theorien hinübergespielt, wo sie ja gar nicht strittig ist; dann brachte er dunkle, jedenfalls ganz uustichhältige Verdächtigungen vor. H .. t „ und der Schnee blendet beim Zielen." — „Na ja, bei einem Winterfeld^ug wird die Mannschaft mit Schneebrillen ausgerüstet, wenn die Russe» uicht etwa so gefällig sind, zuerst daS Schlachtfeld sauber ausschaufeln zu lassen. — — Verfluchte Bande. diese Zieler da draußen! Ich wette, das« sie wenigsteus 50 Perzent der Treffer nicht markiren. Seyen. Sie einmal nach, Cadet." — Dieser Befehl galt meiner Wenigkeit. — ..Wenn den Zielern zu kalt ist, lassen Sie sie ablösen." — „Sehr wohl Herr Oberlieutenant!" — Ich »ahm mir sech« Mann meines Zuge«, darunter die beiden Fragezeichen Sami Birnblatt und Jainkef Wachholder, mit. Theilweise hatte unser Compagniechef doch recht gehabt. Die Scheiben zeigten einige Kugellöcher. die nicht ver-Nebt waren, vielleicht weil der Papp gefror, ob-wohl im Zielergraben ein Feuer brannte. — „Sie Birnblatt. rühren Sie den Papp auf und dann verkleben Sie die Schüsse; und Sie Wachholder werden den Zielerlöffel nehmen und der Teufel soll Euch alle beide reiten wenn ihr schlcht mar-kirt!" — „Vawua soll iach schlecht markiren. pani Kaadet. Soll iach asoi leben als iach werd gut markiren I" — Die alten Zieler jagte ich zum Teufel und blieb im Zielergraben am Feuer hocken — Vom Stande tönte da« Feuersignal: der Hornist im Graben antwortete. — Jainkef Nur fort in dieser Weise, — da« Volk wird bald allen Respect vor jeder geistliche» und weltliche» Obrigkeit verlöre» haben. Thut uns da« etwa am meisten noth? Nein, e« ist wirklich nicht notwendig. Da« „Grazer Volksblatt" aber, welches über das Mis4-glücken der Bildung eine« „Christlich - sozialen Vereine«" iu Graz gewöhnlich die Achseln zuckte, scheint bereit« in dem am Katholikentage in Wien abgeschlossenen B>i»d»isse der „ Katholisch»Con-servativen" mit den „ Christlich»Socialen" ein Härchen gesunde» zu habe», denn es macht zu der Verdächtigung de« Minister« durch Dr. Lueger folgende Bemerkung: „Man macht e« immer so: erst ei» ZeituilgStratlch. dann eine große Reich«-rathS-Dedatte. ja — jetzt will die antisemitisch« Partei sogar Socialen" klage» de» beste» Freund ihrer Freunde, der „Con-servativen", öffentlich deS Nepot'Sm»« an? Pettauer Nachrichten. (Die Vorconcession für den Lahnban: ptirkla'pcttatt-tandksgrrnjk hrrabgrlangt.) Die Generalbanunteriiehmung LukritS, Rztzek u Union-Ballgesellschaft hat unterm 12. d. M. Nr 668 an den Herrn Bürgermeister Joses Ornig ein Verständigungsschreiben gerichtet, welchem nachstehende Abschrift deS k. k. HandelSininisterial-Erlasses bei liegt: No 69.41!» ft. (. Handel«'Ministerium. In Erledigung der Eingabe vom 1». bezw vom 20 Oetober 181)4 finde ich auf Grund de» mit den betheiligten Eentralstelle» gepflogenen Einvernehmens, der flwljttrn General Bauuntemehmung im vereine mit dem Bürgermeister von Pettau, Joses Ornig, namen« dieser Stadlgemeinde die eedetene Blwilligung zur Bornahm« technischer Vorarbeiten für eine Localbahn von der Station PurNa. der Loealbohn Spielseld Radter«burg der t k. prio. Südbahngesellschast, Über Pettaii zur Laiidesgrenze in der Richluna gegen Krapina im Sinne de» Eisenbahn-llonzessioii» Aeseye» vom 14 Tept 1*54 R - G - Bl Rr 2A8, dann der Handel«»,inisteriat-Verordnungen vom 2b. Jänner 1879, R >G -BI Rr. 19 und vom 29. Mai 1880 R -S..BI. Nr. 67, sowie im Sinne deS S 42 de« Aeseh«4 vom 18. Februar 1878 R -G -Pl Nr. :•#), betreffend die Enteignung zum Zivecke der Herstellung und de« Betriebe« von Eisenbahnen, auf die Dauer eine» Jahre« zu erlheilen Indem gleichzeitig an die t k. Statthalterei in Graz, welcher der mit der Bornahme der Vorarbeiten betraute Ingenieur, sowie der Zeitraum, innerhalb dessen dieselben vorgenommen werden sollen, anu>zeiaen sein wird, die entsprechende Verständigung und der Aus- Wachholder zog einen fingerdicke» Brand au« dem Feuer und dämpfte ihn iin Sdiuee. — Ich sah e«. dachte aber nicht im entferntesten an eine Teufelei. Da« Schießen begann wieder. — „Paff!" Der Schnee stäubte von der Krone des Kugel-fange«. Jainkef sprang zur niedergelassenen Scheibe, tippte mit dem Finger auf deu Kopf der Figur und sagte: „Ä Kopp hat er getroffen!" — E« war richtig ein Loch da. Samt verklebte und Jainkef zeigte an der aufgezogenen Scheibe mit dem „roten Löffel" — den Treffer. — Trahrah! — „Paff!" — Die Scheibe sinkt und Jainkef tippt mit dem Finger wieder in ein Loch. — „Ä Paoch hat er getroffen!" — fo gieng's fort Nidjt ei» Schus« fehlte die Figur. — Am Stand wurde ..Fkuereinstellen" geblasen. Wa« gibt'«? Der Conipagnie-Commaiidant und die beiden Sub-alternen kommen, die Kappen weit in« Genick geschoben, nach der Sd)eibe. In diesem Moment steckt Jainkef seinen Finger in den Schnee und tritt das Loch mit dem Fuße fest. — „Unmöglich!" ruft der Oberlieutenant. — „Schwindel!" — schreien die beiden Lieutenant«, deren Züge früher so elend geschaffen hatten. — „Bitte, da sind doch die Kugellöcher," replizirte ich gekränkt. Die Osficiere schütteln die Köpfe, denn die Löcher wäre» da. — „H. .. t, gehe auf den Stand und lass weiter schießen, ich bleibe da trag ergeht, die LcxalbehSrden und gemeinden von der ettheillen Bewilligung zu «rftändigen. mache ich darauf aufmerksam, das» die gegenwürtiqe Bewilligung im Sinne drt SeseKe« weder ein Boriechl aus die Sonzession der intrndirten Eisenbahnlinie, noch ein sonstige» au«, schließliche» Befugn i« gcwähtt, sowie das» diese Bewilligung die Verpflichtung in sich schließ«, da« au». Sarbeitete Projett der Staat«vrrwal«ung über deren erlangen gegen angemessene Entschädigung abzutreten Wien, am 8. Dezember 1894. Der f. k Handelsminister! ® Wf. Wurmbrand m. p. Somit wär? endlich der erste Schritt zur Ber-wirklichung einet Projektes geth»in, tvelcheS nach dieser Verwirklichung Pettau zum Knoten- und KreuzungSpunkte zweier Schieiienstränge inachen wird, die »ach dem Ausbaue der Strecke Pettau-Marburg die Verkehrscentren des NvrdenS u»d Südens und des Ostens und Westens directe ver-binden werden. {Ernennungen im |)oflii,nßr.) Se. Ex-cellenz der k. t. Handelsminifter hat unter anderen die Herien Postassistenten: Adolf Kalb in Pettau und Friedrich Ritter v. Kalchberg in Graz zu k. k. Postosfizialen im Bezirke der k. k. Post- und Telegrafen-Direction für Steiermark und Kärnteu ernannt. auseS. l fl.; Bouvard de Chatelet Fraitz, k. k. Bez «Commissär, 1 fl.; Cellotti Franz u. Co»ip. Stadtbaumeister, 2 fl.; Fucke Weiizl. städt. Amtsvorstand 1 fl.; Fucke Marie, 1 fl; Fürtner Jos.. Bäckermeister. 1 fl.; Kral August, k. u. k. Oberstlieutenant, 1 fl.; Kral Adele. 1 fl.; Meichenitsch Caroline. 1 fl.; Ornig Josef, Bürgermeister von Pettau. 10 fl.; Ornig Familie. 5 fl.; Pluninsek Fean-ziSka, l fl.; Pogatscher Panline, l fl.; Reicher Franz, Gasthosbesitzer 1 fl; Unterrichter Paul, Freiherr von. k. t. Bezirks-Commissär 1 fl., ©chdlon Ernst, Stadia mtS-Sekretär, 1 fl.; Scherer AlfonS. Ritter von, k. k. Bezirkshauptniann 5 fl.; Blanke Wilhelm, l fl. (Erfunden.) Am 20. d M. wurde zwischen 4 bis 7,5 Uhr nachmittags in der Ausgabshalle des k. k. Postamtes ein Geldtäschchen mit kleinem Betrage vergessen. Dasselbe erliegt im Stadtamte. e»hauS und das Allgemeine Ktanke»hauS auf Grund der vorgelebten Offerte pro 1895 übertragen und bei entsprechender Modifikation des bezüglichen Tarifes auch pro 1896 zugesichert. Es war sicher eine sehr gesunde Idee v"N »iisererGemeindevertretung. Pferde und Wagen für Rechnung der Stadtgeuieinde anzuschaffen »nd daS städt. Fuhrwerk in eigen, Regie z„ über-nehmen. Die Gemeinde versügt dermale» über fünf Pferde, die vollauf beschäftiget find und da der Gemeinde, wie man sieht, nunmehr auch die landschaftlichen Fuhre» im Stadtrayone übertrage» wurde» u»d die militär-äranfche» Fuhren gesichert erscheinen, so dürften die Fuhrwerke der Gemeinde nicht nur für lange Zeit hinau« mehr als anS-reichende Beschäftigung haben, sonder» die letztere dürfte sich mit der Zeit auf eine Weise vermehren, dass sonor eine Vermehrung der Gespanne nicht ausschlösse» erscheint. In einer unserer Nachbar-städte wurde uulängst in öffentlicher Gemeinde-raths-Sitzung darauf hingewiesen, das« die Stadt Pettau mit der Anschaffung von Fuhrwerken in eigene Regie, resp, vo» Pferde» für die Befpa». nuug des Fahrparke» der Freiwillige» Feuenoehr, schlimme Erfahrungen geinacht habe. Wenn die Pferde keinem anderen Zwecke dienen sollten, dann wäre dies, Behauptung vielleicht richtig gewesen; allein wir glauben nicht, das« sich überhaupt eine Gemeinde, außer in Großstädte», bei, Luxn« gönne» dürfte, sich eigene Pferde blos für die Bespannung des Fenenoehr Fahrpark« eiuzuschaffen »nd die t«eme»idrveitr,tiing von Pettau würde sich einen solchen L»x»S schon gar nicht leisten dürfen, denn man sieht ihr von vielen Seiten scharf ans die Finger. Dass sie aber mit der Anschaffung von Pferden und Wig^rf für eigene Regie die aller» besten Erfahrungen und zwar in der Verhältnis-mäßig kürzesten Zeit /Thon gemacht hat!, beweisen die obigen Ausführungen zur Genüge, nach welchen e«, wie gejagt, sehr wahrscheinlich ist. das« die Zahl der städtischen Gespanne und Fuhrwerke vermehrt iverden müssen. Zur Bespannung der „Feuerspritze»" u»d „ Leichenwägen" allein hat >er Gemeinderath die Anschaffung vo» Pierden nicht bewilliget; denn dass in Pettau nicht jeden Tag einige Schadenfeuer zum AuSbruche kommen und die nöthige Anzahl Leute sterbe» wollen, blo« um der Gemeindeverwaltung die Rentabilität für schießt vorzüglich." — sagt der Oberlieutenant. — „Ich habe geschwitzt genug beim Unterrichte", — antwortete ich und bitte im geheimen den Himmel, das« der Compagniechef baldmöglichst an« dem Graben verschwindet, ehe er den kolossalen Schwindel entdeckt. „Hornist, .Feuereinstellen'." Der Hornist bläst, der Oberlieutenant lobt noch einmal und geht nach dem Schießstande zurück. Kaum ist er fort, jo falle ich über Sami und Jainkef her, — die anderen vier sind Huzulen und verstehen nicht deutsch. — „Ihr — ihr — Gau — ihr, wa« habt ihr gethan? Wenn'« der Herr Oberlieutenant aesehen hätte, sieben Tage „Einzeln" wäre euch sicher." — — „Soll iach esoi gesund sein pani Kaadet, als er Hot eppe« gesehen vürn Markiren! Nix Hot er gesehen." — — „Aber er hätte es sehen können! Lauter Figurentreffer, du Hauptschivindler!"--Da zieht er da« Holz au« dem Ärmel; es ist der Brand den er vom Feuer genommen. „Jach hab nix sinnt markiren ä Scheibn. pani Kaadet, als das Papier der Scheibn ist weiß. Hätt er nix gesehen S schwarz Loch von dieser Kohln da. auf weißen Papier vön der Scheibn? Ja. hätt er sog iach. Hob iach gemusst markirn lauter Figur. weil die Figur ist ooch schwarz wie mein Markierholz; soll iach esoi Feuerwehr- »nd Leichenwagen-Pferde zu sichern, darauf rechnete» nicht einmal unsere „meist jugend-lichen Gemeinderäthe." Das Beispiel mit den schlimme» Erfahrungen, welche i» Pettau mit den städtischen Pferden gemacht worden sein solle», war also leider schlecht geivählt. (®rönlf für da« ..Trunkrnheitsgesrtz".) Dass in Hinkunft jeder, der „ein wenig an-geheitert ist", gleich in den Kotier wandern sollte, wäre »»gerecht; mitten im Weinlande muss es doch gestattet sein, dass der Mensch „die paar Tropfen" wenigstens trinkt, welche die lumpigen Rebläuse »och übrig lassen. Jedenfalls so oder ähnlich raisonnirte Franz Kondriä, Kutscher au« Dornau. am 14. d. M. al« er »ach Pettau kam. wo diese paar der Phylloxera abgejagten Tropfen, ur Ehre der Wirte sei es gesagt, noch »»ver-älscht verzapft werden Der Wackere that deS Guten leider z» viel; auch diese Sünde wäre nicht »»verzeihlich, ivenn er allein gewesen wäre. Aber er hatte ein Gespann zu leiten — und er leitete es ans eine Art. dass die Gefahr sehr nahe lag. daS Zengl werde in de» nächsten Augeiiblicken „in Franse» gehen " Zuerst irrte er in der Stadt herum, offenbar um da» Loch z» suchen, durch welches ina» a»f die Dornauer Straße komn»; nachdem ihm da» nicht gelang, wählte er den kürzesten Weg. fuhr mit Volldampf die steile Ordonnanz.Gasse zur Drau hinab, um bei der Kukowetz'ichen Mühle den Fluss zu „ nehmen" und warf, zu seinem Glücke und zum Glück für die Pferde, knappam Drannfer »in Und schon damisch halte er „umgeschmissendenn als zivei Sicherheit«. Wachmänner ihm den rechten Weg weisen wollten, stellte e« (ich heran«, dass ihm leider die Beine den Dienst versagt,» uud dem schiieidige» Rosse-lenker passierte da« Schmählichste, wa« ei»,in fesch,» Kutsch,r passi,r,n kann: er mnsSt, in einer ..Radltruhn" in Gewahrsam gebracht werden — Aehnlich erzeug e« dem Jakob Erbu« ans Ritzerberg. der sich ebensalls einen schauerliche» Affen gekaust hatte, mit dein er auf offener Ztraße sich herum;a»kte. tveil er ih» ununterbrochen niederwarf. Endlich bot sich dem Herrn ErbuS ein kräftiger Arm. den er dankbarst annahm. Leider aber war eS der staike Arm des GejetzeS, der den Jakob und seinen Affen auf Nummer Sicher führte. Es gibt eine Menge Gründe gegen ein Trn»kenl)eitSgesetz. — die beiden oben angeführten sprechen aber sehr deutlich für ei» solche«. iLorftknvirhmarttl in Rann.) Marktbericht Über den allwöchentlichen jeden DonnerStag in Rann bei Pettau stattfindenden Borsten-. Viehmarkt, de» 20. December 1894. Aufgetrieben wurden: 630 Stück Zuchtf l weine, 310 Stück Frifchlinge. 270 Stück Mastschweine. Im ganzen 1210 Stück, wovon 970 Stück ausgekauft wurd,n. leben." — Ein polnischer Jude übertölpelt die schlauesten Menschen eben überall, auch beim Zielen. Zum Glücke wurden die Landtvehrmänner in den nächsten Tagen schon beurlaubt und wir rückte» zum Regiment? ein. So blieb der Schwindel „unter uns." Was aber hat derselbe mit dem „Christkind!" zu schaffe»? Oh sehr viel verehrter Leser. Am Christabend erschien nämlich ein „Regiments-Separat-Befehl", in welchem der „Truppen Divi-sious-Commando-Befehl Nr..." publizirt wurde, der die „öffentliche Belobung" für die bei der Landwehr-Abrichtung verwendeten Officiere und Cadeten — ich war der einzige dabei. — enthielt. .Der Cadet-Feldwebel.....des Lin. Jnf.-Rgt«. Nr.. endlich, wird wegen der vorzüglichen Ber-wendbarkeit und der sehr gute« Resultate bei der Ausbildung der Landwehrrekruten des Bataillon» Z.....w Nr.. . hiermit öffentlich belobt uud ist diese Belobung in seiner Quatifikationstabelle ersichtlich zu machen." — Dann al« Art. 5 stand meine Commandiruna in die Generalstabs-Ab. theilung der 11. Jnfanterie.Truppen.Division in L....... mit welcher Commandirung eine MonatSzulage von fünfzehn Gulden verbunden war. Da« war doch ein sehr nette« „Christkind!" für einen Cadetfeldwebel mit 35 kr. Löhnung? L«blndglwich»pre>se wurden für Frischlinge 30 kr., Zuchtschnitme 28 fr., Mastschweine 32 und 35 fr. pro Kilo erreicht. Verkehr lebhaft. Theater. Die Ereiqnisie der letzten Berichtwoche waren die Benesicc-Abende der Damen Knirsch und Helson. Hiebet sei sofort constatirt. dass im letzten Berichte bei Besprechung der Benefice-Bor-stellung des Herrn Thalmann «Die beide» Reichenmüller" das Mönche» ..auch" fehlt und eS natürlich heiße» mujS: „Die beide» Reiche»-müller" gaben außer dem Beneficianten auch allen übrigen Darstellern reichlich Gelegenheit" u. s. w. Übrigens werde» die Leser, welche Herrn Thalman» auf der Bühne fennen lernte», das fehlende Wörtchen sich wohl selbst dazu gedacht haben. ES fehlt u»S leider der Raum, um die beiden Benesice-Borstellunge» ausführlich zu bejpreche». Frau Knirsch wählte daS O F Bereiche Stück .A» der schöne» blauen Donau". Das Stuck selbst ist echte Berg'sche BoifSmuse, die seit dem Tode des Dichters »och keine» gleichwertigen Ber> treter gef»»de» hat. Was sich heute Wiener Volksstück nennt, ist ein Eomglomerat von alten und neuen Witze«, Parodien und nicht immer glücklich pointitte» A»spielu»ge» auf öffentliche und gesellscha'tl'che Wiener Zustände, die der Nichtwieiier kaum versteht. O. F. Berg hat heute noch seine» würdige» Nachfolger und daher war die Wahl deS Stückes eine glückliche zu nennen und die „ttöchin Rathi" war eine echt Iojefine Knirsch'sche Figur, voll prickelnden HuniorS, warmen Herzenstönen uud schneidiger Durchführung. Die Beneficiaiiti» wurde auch durch zahlreiche Her-vorrufe und Applaus auf offener Scene auS-gezeichnet. Dass sie ein volles Haus hatte, be-weiset ihre Beliebtheit als Schauspielerin. Sehr gut spielte» die Damen Saldern und Helson, die Herren Saldern, Rödl, der zeitweise indisponirt war z. B. in der Scene beim Wieder-sehen der geretteten „Julie" und Herr Nastor, der seine» Part rtiit Lust und Liebe 'durchführte. Ausgezeichnet war Herr Zimmerer als.Dr. Schlicht'; er verstaub e«, die Tragik des Stückes voll zur Geltung zu bringen und hatte i» Ftl. Helson („Julie") eine treffliche Partnerin. — Frl. Helson wählte das Lustspiel »Der Hexenmeister" von Triesch. Sie that damit seinen Missgriff und ihre „Ella" war ein kleines Eabiiietstückchen. Dass sie beim Publikum belieb' ist. bewiesen ihr «in sehr gut besuchtes HanS »nd außer dem leb-hasten Beifalle die prächtigen Blumen und auch werthvolle Spenden, die ihr auf die Bühne ge-reicht wurden. Wir vergönne» der wackere», liebenswürdigen Künstlerin, die sich, — wie ihre .Julie" in „An der schönen blauen Donau" und ihre „Melanie" in „Fräulein Frau" bewies, über-all verwenden lässt »nd jede Rolle mit gleicher Liebe behandelt, den Triumph, den sie feierte, von ganzem Herzen. Die übrigen Künstler schiene» es förmlich darauf abgesehen zu haben, den Benefice-Abend der liebenswürdigen Eollegin zu einem genußreichen zu gestalte», denn alles spielte flott und ausgezeichnet. Besonder« Herr Saldern. der ebenso wie seine Partnerin, Helson, der .Mann für Alles" ist; ob Bauernfomödie, Posse oder Salonlustspiel, ob „Gras Schöuhoff" der Hexenmeister oder „Maurer Brandnner", ob „Dr. Klaus" oder „Lord Wright", jede Rolle findet in ihm einen vortrefflichen Vertreter. Fräulein WagnerS „Jenny" und Frau Pichlers „Philippine" waren ein paar prächtige Schwestern „EllaS." Auch von diesen beiden Damen, vor-züglich aber von Frl. Resi Wagner gilt da», waS von Hern, ©albern gesagt wurde, für ihre weid-liehen Charakterrollen. Dabei hat sie den unfchätz-baren Vorzug, das« sie den Dialeft beherrscht wie kaum eine zweite. Wer sie die „Stasi" in der „Wildfatze" sprechen hörte und die „Jenny" im „Hexenmeister", wird das sicher zugesteben. Bon den Herren war Herr Rastor wieder sehr brav, sowohl als „Ministerialrath Knaus" wie als „Lcx" und „Maifeld." Herr Rödl als „Fremden- sührer Lamperl" in den „Bergfexen" hatte den ganzen Abend die Lacher auf ferner Seite und er spielte wieder einmal mit seinem liebenswürdigsten Humor. Herr Thalmann war der richtige „Sebastian Nieder" in den „Bergfexen" und ei» ebenso eleganter als seinciselirter „ConstantinWillberg" in „Fräulein Frau." In den „Bergsexen" ist Frau Pichler als „Zenzi" besonders zu »einien Selbst ihre Collegiunen und College» im Zuschauerraume fanden ihre MaSfe auffallend appart und brav spielte Herr Böhm den „Flori"; — so brav als den ..Kittwitz" in „Fräulein Frau." Nicht vergeffen möchten wir Herrn Helson» „Theodor Günther", zur vor' züglichen Kenntnis seiner Rolle kam auch ein tavelloses Spiel. Und wie er, kann und spielt auch Frl. Cijenmann die ihr zugewieseneu Rollen stets tadellos. Die Direktion Knirsch hat dem Publikum ant Donnerstag eine sehr aiiaenehme Überraschung bereitet, indem sie den Prestidigitateur „Beu Riichay Bey" vorführte. Der Künstler bedarf kaum der hochtrabenden Titel als Reklame; er macht feine „Künste" mit einer ganz ungewöhnlichen Einfachheit, ohne viel Präambnlum und wirkt gerade damit überraschend. „Dr. FaustS Wein-bouteille" und der „mysteriöse Todtenkopf" gaben zu lachen genug. Das Spiel mit den Ringen war überraschend nett und die „japanische Teppich-fabrikation" geradezu reizend. Gleichfalls amüsant war daS Bereiten einer Torte, die sich in eine hübsche zahme Ratte verwandelte und eine Lach-salve erregte das „elektrische Ballet". Das Interessanteste war wohl da» „Kegelspiel ä la Mellini." Der Künstler erntete reichen und wohlverdiente» Beifall. Nicht vergeffen darf die Musik, unter Leitung deS Kapellmeisters Haring, werden; in Pettau ist man bereits daran gewöhnt, nur vor-zügliche» von der Kapelle des Musikvereine» zu hören und man hält sich nur mehr au die ein-zelnen Programmnummer», die am Donnerstag mit einer ganz besonderen Sorafalt gewählt und ebenso durchgeführt wurde». Alle» i» allem war die letzte Th alerwoche eine der genussreichsten der heurige» Saison. Die Petroleumlampen, ob die de» Krön-leuchterS oder die der Rampe mag uuentschikdeu bleiben, thaten leider ein paarmale auch ihr Möglichste» im — siHonc! Der Direktor Herr Knirsch ersucht uns mit-zutheilen, dass die Kindervorstellnng, ^velche um 3 Uhr nachmittags beginnt, anstatt: „Sigelinde", eine Vorstellung des Herrn Prestidigitateur» „Bcn Ruchay Bey" mit interessantem Programme, darunter die Borsühruug einer neuen Sprech-Maschine leine Art Phonogras) bringen wird. Die Abendvorstellung wird präzise 7 Uhr beginnen und um v Uhr enden. Die „Zauberkünste" dürften dem kleinen Publikum sicher gefallen, besonders wenn da» „elektrische Ballet" in'» Pro-gramm aufqenommcn wird. Zur gell. Beaohtung. Kalender pro 1895 sind sämmtlich erschienen und in allen Ausgaben vorrftthlg. Namenilich Blockkalender, Schreibkalender und Unterlagtkalender sind zu verschiedenen Preisen vorräthig und bitte zu verlangen. Hochachtungsvoll «. Blanke, Buchhandlung Pettau. _B^* Patantlrt I« alle* Staaten. "MW_ Sensationelle Erfindung! 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Stocke, als noch dee Stiegenhatuea vollkommen neu hergerichtet werden, tot ein« Decoriemn* i. Anktr. Bereitet nach Vorschrift in der Apothok* von Max Fants, Prag. Dieses Präparat ist seil vielen Jahren als ein bewährtes nervenstärkendes Mittel bekannt. Flasche zu 1 fl., 2 fl. und 3 fl. 60 kr. Ferner haben sich die St. Jaoobs-Mageniropfsa als vielfach erprobtes Hausmittel bewährt. Flasche 60 kr. und 1 fl. 20 kr. Zu haben in den Apotheken. Haupt-DenOt: St Aona-Apstheks, Bonn. — Ferner: ApathtM rnm Blron, firu; in den Apotheken PattaM, sowie in den meisten Apotheken. In allaa Ländern gesetzlich gaschützt i fiir Österreich-Ungarn Schutzmarken-Register Nr. 4SO. Sicheren Kr folg* bringen die bewährten und hochgeichltzten K a i s e r's Pfeffermiinz-C a r a m e 11 e n bei Appetitlosigkeit, Magenweh und schlechtem verdorbenen Magen. 1° Pak * 20 kr. zu haben in der alleinigen Niederlage bei H. Molltor, Apotheker, Pettau. Alles Zerbrochene aus Glas. 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Arbeiten und Lieferungen, welche nicht directe vom Stadtamte angewiesen worden sind, werden nicht berücksichtigt und müssten die Rechnungsleger mit ihren Ansprüchen abgewiesen werden, falls die Facturen ohne der dazugehörenden Anweisung hieramts in Vorlage gebracht werden. Stadtamt Pettau, am 21. Dezember 1894. Der Bürgermeister: Gastgeschäft-1 bernahme. Ich zeige hiermit ergebenst an, dass ich das best-renommirte Gasthaus „zur Bierquelle" in der UngarttlOrgaSSB neben der k. k. Post übernommen habe. Im Ausschanke empfehle ich 1890er Eigenbau-Stermetzer das Liter mit 40 kr. 1894er Eigenbau-Stermetzer das Liter mit 32 kr. dann gut abgelagertes Götzer-Bier, per Liter 18 kr. Ferner empfehle ich meine vorzügliche Küche. Die sorgfältigste und aufmerksamste Bedienung versichernd, bitte ich um zahlreichen Besuch, hochachtungsvoll Franz Roschker. — 7 — Gegründet 1874 Jos. Kollenz Lager in Mode-, Hand-, Wirk-, Wasch- und Kurzwaaren Pettau. Jos. Kollenz («!üs-. Porzellan-, Steingut-, Spiegel- u. Lauipeiilager Pettau. Empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Gast- und Wirtschastsgeschirr. Sampen für Gast- und Cafelocale Comptoirs, Speisezimmer, Corridore und Kilchenbedarf. Fabricot Ditniar und hel^inch. Verglasungen jeder Art, in und ausser dem Hause, werden prompt und billigst ausgeführt. = Gegründet 1874. - Empfehle mein reichhaltiges Lager passend für Neujahrs-Geschenke Stickereien in Leinen und zwar: Tischläufer, Thee- und Nähtischdecken, Tabletts. Cre-denztücher. Handtücher, Wandschoner, Krägen- u. Manschettenschachteln, Aschenbecher, Feuerzeuge, Tabakbeutel, Zigarrenkörbchen, Zigarren- und Zigarettentaschen, Schlüssel-u. Hand-tuchhälter, Spieltassen, Visitkörbchen, Schreibzeuge, Briefbe-schrjrer, Serviettenringe, Tischglocken. Kalender, Mappen, Uhr-und Fotografieständer, Schuhe, Handschuh- u. Taschentuch-Cas-setten etc etc. Grosse Auswahl in cPelzmaareti^ als: Muffe, Krägen und Mützen. \Yi nl er- Wirk Waaren: als: Unterleibel, Hosen, Unterröcke, Pulswärmer, Hauben- und Theatershawls in Wolle und Seide. Handschuhe, besonders empfehlenswert. Handschuhe aus Seiden wolle. Uniform- und Glacehandschuhe, ferner Oaloschen, nebst meinen übrigen Artikeln für die jetzige Saison, wie: Herren- und Damenwäsche,Cravatten, Leinentaschentücher, Strumpfbänder, Hosenträger Seiden- und Patent-Sammte. Peluche in den gangbarsten Farben. Aufputzborten. Schafwollstrickgarne. Das seit Jahren bekannte Perl-Strickgarn, Häckelgarn, jStick- u, Häckelwolle, Seide, Stickgold u. Stickperlen. Mieder von 50 kr. aufwärts. Bett- und Tischgarnituren, Vorhänge, Bettvorleger, Waschtischvorleger. Thürvorleger u Luftzug- verschliesser etc. etc. Koffer, Handtaschen, Geldbörsen in grosser Auswahl. Ledertücher und Regenschirme. Gastgeschäft- L bei* nahm«. Ich zeige hiermit ergebenat an, dass ich das best-renommirte Gasthaus „zur Bierquelle" in der UngarthorgaSSB neben der k. k. Post übernommen habe. Im Ausschanke empfehle ich 1890^r Eigenbau-Stermetzer das Liter mit 40 kr. 1894= Eigenbau-Stermetzer das Liter mit 82 kr. dann gut abgelagertes Götzer-Bier, per Liter 18 kr. Ferner empfehle ich meine vorzügliche KUche. Die sorgfältigste and aufmerksamste Bedienung versichernd, bitte ich um zahlreichen Besuch, hochachtungsvoll Franz Roschkor. Einladung in der am 3. Jänner 1895 abends 8 Ihr im Hetel Woisk statthabenden öffentlichen WählepoeFfammlung der Reicliürath- uud Lundtagwähler der Stadt Pettan. T agesordnungi 1. Wahl des Vorsitzenden und Schriftführers. 2. Rechenschaftsbericht des Reichsrath- und Landtagsabgeordneten, Herrn Dr. Gustav Kokoschinegg. 3. Allfällige Interpellationen. Hochachtungsvoll für die Einberufen Pettau, am 28. Dezember 1894. JOB Ornig. S S, •; , V ' i vi t V1 KX * -iJ " ' Caron: S«nn meine Schwester Paulme nur etwa« m ibrt« wüoifcei tont hätte, sie roirbr zewiß ihr halbe« Vermögen dafür geben Fräulein Rosa: Warum soviel? «rolich Sr»me »ad »rolichseile lost«, ja zusammen nur fl. l — und bejwecken «II«« aus leichteste und schnellst? Weise Bei Anwendung dieser einsachen, billigen «ittel ist sch»s zu sei». Irin« tunst CrÄme Grolich entsernt unter Baranti« B»»«e,spr»ffen. Leberflecke, Sonne»»ran», Mitesser, Raseaelche u. und erhält de» Teint zart und jugendlich snsch li« in« hohe Alter. Preis VO Kr. —Savon Grolich ~TT" T~ tafu gehörige Helfe 40 kr. Erim taufe aerinny «an att«»rihf»ich die in Pari« 1E89 preXgekr»»»» '«rSmi' ^rolid), Na k« ioefili?[i- 'Ji.i&ol;.;iTTTiTjtii u^bt Haupt Depot bei Johann Grolich. vrsgurrie „jum weiiea dnarl" in flrlina. Mafiich in den Apotlx-ken Keller ver paehluiiy. Die Kellereien in dem der ätad^ Pettau gehörigen, sogenannten Ordonanzhause kommen vom 1. April t895 ab zu verpachten. Pacht-anbothe werden bei dem Stadtamte Pettau entgegengenommen, stadtamt Pettau, am 27. Dezember 1894 Der Bürgermeister: Joief Ornig. W iotervaren -Gelegenheitskauf bietet sich, so lange der Vorrath reicht, indem sämmtliche Artikeln zu tiefherabgesetzten Preisen abgegeben werden. Varsäume daher niemand, einen Proba-Versuch /.u machen, denn es wird sich lohnen. Achtungsvoll Brüder Slawitsch. f). oßulfihk Specerei- und ßelicatessen-Sesdiäft empfiehlt sein bestsortirtes Lager in allen einschlägigen Artikeln zu billigsten Preisen und bekannt solider Bedienung. ET DER WASCHTAG kein Sohreoktef mehr! CM Okbranth der wäscht man 100 Stück Wäsche in einem halben Lage tadello« rein und schön, Bei Gebrauch der wird dir Wäaeke n«*h einaal »o laa^« erkalten al* bei Benlitsunff jeder anderen Seife. Bei Gebrauch wird die WKache aar einmal, atatt wie ü«a«t dreimal gewaarheu. Bei »(brauch ber wird Niemand mehr mit Bürsten waschen oder gar da« schädliche Bleich-pulver denützen Bei Qkbranch der wird Zeit. Brennmaterial u. Arbeitskraft erspart. Vollkommene Unschüd-lichkeit bestätig! durch Attest de« k k. handelsgknchllich bestellten Sachverständigen Herrn Dr. Abvlf Jille«. n haben in alle» grösseren Tpezerei. nnb S»»su«ge schifte», sowie Wiener Kvnsnmverein nnb l. Wiener Hausfrauen verein. "M> Haupt-Depöt: Wien, L, Renngaaae 6. patentlrten Mohren-Seife patontirten Mohren-Seife patentlrten Mohren-Seife patentlrten Mohren-Seife patentlrten Mohren-Seife Zu verkaufen: Einspänner-Schlitten r bei Pntrich in Pettau. SCHLITTSCHUHE verschiedener Systeme, in allen Grössen vorräthig bei Max Ott Eisen-, Metallwaren- 6c WafTenhaiidlung- Pettan, Florianiplatz Nr. I. Danksagung Für die vielfachen Beweise der Theilnahme anlässlich des Todes unserer nun in (Jott ruhenden, uns viel zu früh entrissenen Tochter ANNA ferner für die vielen Kranzspenden. Condolenzschreiben und die so überaus zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisse sprechen wir hiermit allen Leidtragenden, Bekannten und Verwandten unseren herzlichsten Dank aus. Rann bei Pettau, am 18. Dezember 1894. Familie Stanitz. Freundliche Eckwohnung im ersten Stocke, Allerheiligengasse Nr. 17 bestehend aus drei schönen, trockenen Zimmern, Köche Boden, Keller, Holzlage, ab 1. Jänner 1895 zu vermiethen. Jahreszins fl. 240.— Y. Leposcha, Rann bei Pettau. Zu den Weihnachtsfeierlagen und zum ffleuen clahre empfiehlt die Champagner-Kellerei von W. Hintze in Pettau Pettauer Champagner ausgezeichnet mit 3 Ehren-Diplomen, 4 silbernen Staats-Medaillen und 4 goldenen Medaillen. Depöt in Pettau bei Herrn JOS. Kaslüllr. Preise fllr die grosse Flasche: Hintze Sect ros6..........fl. 1.30 Hintze Sect blanc.......... 1.75 Hintze Cabinet............ 2.50 Die Marke „Cabinet" erhielt aas der Cbanp&Kier-Coaenrreax in Pari« 1894 den eratea Preli: „Einen silbernen Pokal." P. T. 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PETTAU, Buchhandlung empfiehlt sich zur Besorgung aller Journale, Zeitschriften, Lieferungswerke, Bücher tu den Original-Laden-p reisen ohne Jedweden Aufschlag für Porto k. dg. Zeitschriften, Lieferungswerke werden regelmässig zugestellt. Auch Musikalien werden schnellstens besorgt WILHELM BLANKE, PETTAU. Papier-, Schreib- Ä Zelchnen-Mate-rialleD-HaDdlQOg hält ein grosses Lager aller Gattungen von Brief-, Schreib- und Zeichnenpapieren, Couverts etc. etc., sowie überhaupt sämmtlicher in obige Fächer einschlagenden Artikel zu den billigsten Preisen. Buchdruckerei und Stereo'ypie eingerichtet mit den neuesten, elegantesten Schriften und best construierten Maschinen, übernimmt alle Druckarbeiten unter Zusicherung der geschmackvollsten und promptesten Ausführung zu möglichst billigen Preisen. Buchbinderei ist mit besten Hilfsmaschinen dieser Branche versehen. Einbände werden von der einfachsten bis zur reichsten Ausführung billig und solid hergestellt. v/v/ v>v>\/\ /\ /\7\/ö\;>\2-Öv> £35 Kltnirk i» 4#o Apoll bewundert Aschenbrödel und der Prinz: #ri«j: Holde Jungfrau. welch' pfliiflt fftt beschulte dich mit so viellachen Reizen anmschi^r Schdnheit? Wlchrnbrttrl: Meiu Priaa, ihr tvrtt, tena friner fibematflrllchni »rast wtbanfe ich die Schönheit, die ihr «rt; Ortm« Grolich ist die gfttige A«. der ich dieselbe verdanke cr£me grolich — mtfrnrt unter •aristie S«m»rrspr«ssnt. frterflrdu, Ss»»r»trani. Mitesser. Nasenrithe »c. und erdtlt den leint zatt und jugendlich frisch di« ins hohe Alter Preis so kr. === SAVON GROLICH d»z« flfbort§< Seife 40 kr. Bei» Kauft «t langt man autdrücklich die i» Paris tWV preisgekrönte Irchme Vrsiich, da es «erihlsse »ach. ahmuugen gibt. M WimHuMi Mlf.tlr P»r* srtotaa. 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Ausführung der modernsten Deooretlonen, sowie Spallerungen in und ausser dem Hause in bester rnd solidester Ausführung unter Garantie zu den billigsten Preisen. Concurrenz - Ausschreibung ffir die Herstellung eines Entwurfes zur Errichtung eines e»t-sprechenden BorhuueS bei« bestehenden Theuter-Gebäude iu Pettau. Der Gemeinderath der Stadt Pettau hat beschlossen, eine ent-sprechende Adaptirung de« unmittelbar vor dem bestellenden Theater-gebäude befindlichen Wohnhaus?« zum Zwecke der Errichtung vo» nothwendigen Rebenräumen sowie einer entsprechenden Fa^ade sammt Zufahrt resp. Äufgang vorzunehmen und ti sollen hiesür die Entwürfe unter nach-folgenden Bedingungen angefertigt werden, 1. Der zur Erbauung gelange»de Vortratt soll enthalten: Da» Vestibüle, die Garderobe, die Casse und Eonditorei. sowie Elosrt«a»lagen und ein JiispectiouSzimmer. 2. Die in der «irchengasse bestehenden Gewölbe sollen ausrecht er-halten bleiben, resp, dem Plane angepasSt werde», 3. Der Styl der Fa^ade bleibt dein sich betheiligenden Concurrenken freigestellt, nur müssen die Entwürfe dem Charakter der umliegenden Baulichkeiten angepasSt sein und eine einheitliche Fa^ade mit dem be-stehenden Theaterbaue ausweisen. 4. DaS Deckmateriale für den Umbau und bestehenden Theater-bau ist al« einheitliche« zu wählen. 5. Für die drei besten Entwürfe werden Preise zu 150. 100 und 50 fl. zuerkannt, jedoch bleibt dem Gemeinderath? da« Recht gewahrt, eineu der Entwürfe nach seiner Wahl in Durchführung zu bringen. Eine Exttahonorierung de« zur Ausführung gelangenden Projekte« findet nicht statt. Die SitualionSpläne und der Grund- und Aufriß des zur Adap-tierung kommenden Zahrfeld'schen Hause« können beim gefertigten Sladt-amte eingesehen werden. Der Termin zur Einbringung des Entwürfe« bei dem gefertigten Stadiamte wird bi« 31. Jänner 1895 festgesetzt. Lladtaml prllau, am 15. Dezember l«S4. Der Bürgermeister Allen Gönnern, Freuuden und Bekannten, insbesondere der löbl. Genossenschaft, spreche ich für die aufrichtige Theilnahme, sowie für die zahlreiche Betheiligung an dem Begräbnisse meines Gatten meinen tiefstgefühlten Dank aus. Hochachtungsvoll Anna Staniö. verantwortlicher Schriftleiter: Josef geUner. Druck und Verlag: W, Blanke. Pettau.