Nr. 3W. Mittwoch, 24. November 18»N. 105. Jahrgang. Aitmcher Zeitung. ^?V"«l»on«p«l«: 21ilt Pofiveisenbung: ganzjährig ss. ,5, balblählig fi, 7,5°, Im «omhtoil: »»n, ahtig st ,, halbjiihllg z,b0, stur die Zustellung i»« Han« ganzjlihnn'N. 1. — Iustrtlouslltdllr: Flli "ein« In!«ate b!« zu 4 Ailen 2N li., ßrößere vr. ^cllc «lr.; bci ösirrcn wlcb«holungen Pl. Zell« » ll. Dic „Lllibach« Zeitung" «schein« tägüch mll «lusnahn»: d«lul»ratto» befindet ft» Nahnhosstcazc 15, die «lß< ib, — Nnfi»nN«t« V^s« weiden nichl »nn«uommn> ur!b Manulerivle nicht znre an der böhmischen technischen Hochschule in Prag >tton Nelohoubek in Anerlenniing seiner seit einer ^M von Jahren für Zwecke der Finanzverwaltlmg ^lel leten vorzüglichen Dienste das Ritterkreuz des Franz-"^sPh-Ordens allcrgnädigst zn verleihen geruht. y.„ Se. l. nnd k. Apostolische Majestät haben mit "Uerhvchster Entschließung vom 10. November d. I. dem "ovocaten Dr. Joseph Schröpf in Wien in Aner-ennuna. seines vieljährigen verdienstlichen Wirkens als! Metär nlid Rechtsconsulent des Gremiums der Wiener ^Mannschaft das Ritterkreuz des Franz-Joseph-ldenz allergnädigst zu verleihen geruht. y,„ Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit ZUerhöchstrr Entschließung vom 12. November d. I. dem ^"rathe Ottukar Schaller in Linz anlässlich der °n ihm erbetenen Uebernahme in den ballernden Rnhe-^nd in Anerkennung seiner vieljährigen treuen nnd ^zllqlichen Dienstleistung das Ritterkreuz des Franz-^"sefth-Ordens allergnädigst zn verleihen geruht. «,„ Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit 3"erhöchster Entschließung vom 14. November d.I. dem ^berinspcctor der Sicherheitswache in Wien Johann ^eix» er den Titel nnd Charakter eines Polizei-i ^thes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen bricht. Taaffe m. ,>. Nichtamtlicher Hheil. Das neunte Gymnasialjahr. ., Unsere Gymnasiasten nnd ihre Eltern sind aus 9ler Ruhe aufgescheucht. Das Studium dauert so ^c und kostet so viel, und nun haben diese beim Argc.ikaffce plötzlich erfahren, dass der Herr Unter-.Mmiuister mit der Ausführung des Planes, den er ^ ^„ber letzten Reichsrathsscssion im Vorübergehen er> Wlte. und den man damals wohl höchstens als :^lrckschl,ss ^trachtete. Ernst zu machen gedenke. Die !^n Leute schwören, dass sie sich lieber erschießen — das wird jetzt so Mode — als dass sie noch ein Jahr länger die Tortnren des Gymnasiums aushalten, uud die Eltern berechnen seufzend, um wie viel öfter sie vor dem Confcrcnzzimmer werden antichambrieren, wie virl öfter sie für die Tadellmefc Strafporto zahlen werden, wie viel mehr Bücher sie werden kanfen, wie viel länger sie den Correpetitor werden bezahlen uud wie viel öfter sie auf die Frage nach drm Zeugnisse ihres Sohnes mit dem vieldeutigen: «Na, es köuute besser sein.» werden antworten müssen. Bei dem Interesse, welches nicht nur die fach« miinnischen, sondern auch die außerhalb derselben stehenden Kreise au der Frage des neunten Gymnasialjahrcs nehmen, ist eine rechtzeitige Erörterung wohl wünschens-l wert. Forschen wir nach dem Grunde der geplanten Aenderung, so scheint er wohl zunächst im Zusammenhange mit den anderen Maßregeln, wie Erhöhung des Schulgeldes. Restringierung der Anzahl der Gymnasien, zu stehen, kurz mit allen denen, welche dahin abzielen, die Jugend von dem gelehrten Studium abzuhalten. Iusoferne dürfte sie sich wohl wirksam erweisen und wird besonders den Realschulen Mute kommen, welche für die Erwerbung des Freiwilligenrechtes einen Vorsprung von zwei Jahren haben; doch lässt sich nicht in Abrede stellen, dass auch der Wissensstoff wird erweitert werden müssen; denn trotz aller Ueberbürdungs-klagen ist es sicher, dass jeder mittelgut veranlagte Schüler bei gehörigem, ganz und gar nicht übertriebenem Fleiße des Lernstoffes völlig Herr werden kann. Die erste Frage entsteht nun: Wo wird die Erweiterung platzgreifen? Manche denken an eine Vor-bereitungsclasse. wie sie seinerzeit hauptsächlich an Orten mit slavischer Bevölkerung, die ein deutsches Gymna-sinin hatten, bestand. Würde diese Einrichtung wirklich getroffen werden, dann würden unsere Gymnasien in fürchterlicher Weise überlastet, die große Mehrzahl der städtischen Bevölkerung würde die Ingend an diese Vorbercitungsschule schicken, um infolge dessen die Auf-nahmsprüfung zu ersparen, »der auch nur. weil sie von dem Gesichtspunkte ausgehen, der Unterricht würde hier von besser gebildeten Lehrkräften ertheilt, und müsste infolge dessen die oberste Classe der Volksschule vollständig ersetzen; endlich wäre dann auch sicherlich keine Verminderuuq der Zahl der Gymnasiasten erzielt, da man die Dauer des Gymnasiums nicht für neunjährig ansehen würde, sondern von der Ausicht ausgienge, dass die Schüler ein Jahr später in das Gymnasium ein- treten, zumal man auch jetzt nicht das gesetzlich bestimmte neunte Lebensjahr, sondern das zehnte als Norm anficht. Des ferneren lässt sich wohl erwarten, dass der zweistufige Charakter des Unterrichtes, der in zwei oon-centrischcn Kreisen den Gesammt-Unterrichtsstofi absolviert, auch weiter erhalten bleiben wird, obwohl man trotz aller Anpreisung, welche im allgemeinen diesem System zutheil wird, bei manchen Gegenständen, als Geschichte und Naturgeschichte, die Berechtigung dieses zweistufigen Unterrichtes sehr in Frage ziehen könnte. Vorausgesetzt, dass diese Annahme richtig ist. ist es wieder nicht wahrscheinlich, dass das Untergymnasium einen Jahrgang mehr erhalten sollte, weil man dann dieses für manche Zwecke, als den Eintritt in die Lchrer-Bildungsanstalt. zu sehr hinter die Real' und Bürgerschulen zurücksetzen würde; wir werden also nicht fehlgehen, wenn wir annehmen, dass das Obergymnasium um einen Jahrgang erweitert werden soll. Von dieser Voraussehung ausgehend, lässt sich zunächst die Frage aufwerfen: «Ist für diese Erweiterung Lehrstoff genug geboten?» Bei dem Umstände, dass das menschliche Wissen so sehr gewachsen ist und dass das Leben so bedeutend größere Ansprüche an uns stellt, als ehemals, d. h. als noch vor fünfunddreißig Jahren, wo das achtclassige Gymnasium geschaffen wurde, müssen wir diese Frage bejahen. Physik und Chemie sind es in erster Linie, denen die Erweiterung der Unterrichts« zeit für den bedeutend angewachsenen Lehrstoff erwünscht sein müsste. Geographie gewinnt auch stets durch die rastlos fortschreitende Cultur an Umfang, und überdies ist es von allen Fachmännern anerkannt, dass mathe« malische uud physikalische Geographie in den oberen Classen noch einmal behandelt werden müssen, wo der Schüler, der jetzt schon die Trigonometrie bewältigt hat, erst in der Lage ist, das ihm Gebotene völlig zu verstehen, so dass er wirklich ein klares Bild davon erhält, wie eine Karte zustande kommt, wie Höhen- und Breitenmessungen vorgenommen werden, wo er mit einem Worte erst in die Lage kommt, von der Geographie das zu erlernen, was nicht bloß Gedächtniswerk, sonder» Eigenthum seines Begriffsvermögens ist. Des ferneren wird auch der Geschichtsunterricht insoweit eine Vermehrung erfahren müssen, als die Zeit von dem Wiener Congress« bis zum Jahre 1848 gründlich wird durchgearbeitet werden müssen, zumal durch die Stabilisierung der constitutionellen Staats- Jemlleton. Volkslieder aus Kram. iy Unseres Wissens ist über das Krainer Volkslied sch^esanglichrr Richtuug noch nicht ausführlich ge-rei "om worden. Und doch verdienen diese Lieder den h Moste,, Toublütcn. die dem Vulksboden entsprossen. dHM zu werden. Die anmuthige Klangfülle ver-Nzl° "2 Krainer Lied dem Vocalreichthum der natw-"M l"achc u»'d wohl auch den, Eiuflufs des be-Lird "l italienischen Elementes, was beim Kärntner hcr^. ? bemerkenswert ebenfalls schon des öfteren ""Schoben worden ist. heit ^- hanslick, der nicht durch einseitige Verrannt-lität,' " ""möge seiner weitschauenden Umvcrsa-in s»;,, berühmter Musik-Schriftsteller geworden, kommt leich. ? Dchnft «Ueber den Vollsgesang in Oester-Vied,."?1 Mlf das südslavische und speciell Kramer ^as w' An und sagt nuter anderem - «Es mag ^uvtelp "5Ma.es zugrunde liegen, wenn jemand be' °ber s ' > Siidslaven haben schöne Volksdichtungen, ^ttbe /"gen sie nicht. Die Melodien, welche die ^"ger N? Gusla singen, dürften musikalisch von ge-.'^ch l^> """a. sein. indem sie vorherrschend recita-^t d°s '""nt sind. die epischen Erzählungen, nach Kth,^/"griechische Rhapsode», zu begleiten und '^" N.'l ^ ^ben. Eine Ausschreibung der südsiam-I'^entliH c "' '""" jedoch von größtem Interesse, ^amwrn ^ burs) Vuk Stefanovic und die Ueber-2? Poetik I""slasius Grün, Kapper. Frankl u.a. ^lnal^? schätzen dieser Nation die allgemeine und Bewunderung gefolgt ist. Der musila. tische Charakter der slavischen Volkslieder ist. trotz der bedeutenden Mannigfaltigkeit in dcn czcchischen, em typisch ausgeprägter. Die Molltonart, der zweithelllge Takt. das langsamere Tempo walten vor. d,e höchst eigenthümlichen rhythmischen Gestaltungen sind bekannt. Im Ausdruck siud sie ernst, schwermüthig. weich, selbst in der Lustigkeit — wo sich der Slave, den Dreivierteltakt verschmähend, meist schnell in den Dreiachteltakt stürzt — nicht frei von jener Gedrücktheit, welche auf historischen Schmerz deutet.» , < ,« >,' Als gegen Ende des vorigen Jahrhunderts die Theaterstücke des Beaumarchais die Runde "ber alle europäische» Bühnen machten, wurde '3'garo s Hoch' zeit. in slovenischcr Ucbersetzung auch im landsctM< lichen Theater zu Laibach mit dem gwßlen Erfolg zur Darstellung gebracht. Am meisten gefielen damals die localisierten Lieder. Es wurden sogar volksthu.nllche 'Strophen ciuverflochteu. welche den ranschendsten ^)ei-fall des gedrängt vollen Hauses fanden. Das slovemM Lied ward theater- uud salonfähig. Danmls lebte m der Hauptstadt Krams ein vortrefflicher Maccn Sieg-mund Baron Zois. welcher mit dem Dichter -Ua' lentin Vodnik in freundschaftlicher Verbiuduug stand. Beide bemühten sich. das Volkslied Z" "lumeren^er Baron rieth seinem Freunde, wenn er der erste Dichter seiner Nation werden wolle, sich vor syntaktisch gedeyittcli und sprachängstlichen Versen zu hüten. Siegmund Freiherr von Zois dichtete als Jüngling ", Sprache nnd befasste sich außer sc'>>cn w.ss'nschaftlich n Arbeiten eingehend auch mit Dichtkunst und Rhythmik, wie dies alls seinem Briefwechsel mit Vodmk hervor-acht, der ein schönes Denkmal schafftnsfreudiger .!>,. regungen und treu besorgter Freundschaft b,etet. Die Volksthilmlichleit gelang dem Vobnil ganz ausgezeichuet, indrm klare Einfachheit den Grundzug aller seiner Lieder bildet, von denen viele mehrmals in Musik gesetzt worden sind. Auch übersehte der genannte slovenische Dichter den Anakreon und die Wehr« mannslieder Heinrich von Collins. Der Baron selbst machte einige «krainische» Couplets, die aber verloren gegangen sind. Nach den Befreiungskriegen veranstaltete auch die Stadt Laibach im Jahre 1814 ein großes Friedensfest, welches in einer theatralischen Vorstellung seinen Abschluss fand. Weißgekleidete Mädchen, von blu-migen Guirlanden umkränzt, erschienen auf der Bühne uud faugen liebliche Lieder in der nationalen Sprache, welche das höchste Entzücken hervorriefen. Der Verfasser dieser poetischen Kleinigkeiten war wieder der gefeierte Dichter Valentin Vodnik. Es ist bezeichnend, dass zu Ende des vorigen und zu Ansang des gegenwärtigen Iahrhuuderts nicht Schiller und Goethe, sondern der volksthümliche Gottfried August Bürger zu deu deutschen L>eblingsdichtern der gebil« dekn Stände in Kram gehörte. Erst nach Schillers Tode und mehr noch nach der Schiller.Feier im Jahre 1812 trat in dieser Beziehung ein Umschwung em und wurde späterhiu ^n keinem deutschen Dichter so viel ins Slovenische übersetzt, als von Schiller. Infolge dieses Umschwungs trat auch die Volksmusc zurück i» den Hintergrund, um als Pechnelke auf ganz anderer Höhe zu blühen, bis sie wieder durch neue Ereignisse lind Unternehmungen aus Licht gezogen wurde. Nach dem unglücklichen Polenaufstaud im Jahre 1830 wurde ein edler polnischer Jüngling Namens Emil Koritlo nach Laibach verbannt. Schon in seiner Heimat offenbarten sich die poetischen Anlagen des jungen Mannes. Xatbacher Fettung Ni. ^'69 2216 24. November 1886. begriffe die Gefahr geschwunden ist. dass man diese Geschichte als zn sehr von den Parteien beherrscht! ansähe, mindestens ist sie es doch nicht mehr, als die Geschichte der Reformation oder der schlesischen Kriege. Die Erlernung einer modernen Sprache ist ein Ve-dürfnis des Gebildeten mindestens ebenso sehr, wie die Kenntnis der verschiedenen Härtegrade bei den Mine^ ralien oder des Tangentenlehrsatzes oder etwa der Liciuisch Sextischen Rogationen. Die Schule wird ihr daher Rechnung tragen müssen, wie das bei der Realschule schon geschehen ist und wie es das Gymnasium ^ bei den realistischen Fächern gemacht hat. Unzweifelhaft, ist aber, dass auch die neunte Gymnasialclasse die, alten Sprachen treiben wird, und da ergibt sich mit! Consequenz, dass man nicht nur den Umfang des Ge-! lernten, sondern auch die Qualität der Stoffes ent-! sprechend wird ändern müssen. Man wird wohl von den griechischen Prosaisten Thukydides, von den Dichtern Aeschylos einbrziehen, man wird im Lateinischen wohl die Komödien des Plautus oder etwa Ciceros philosophische Werke mit einbeziehen, dabei wohl auch das schon einmal bestandene Postulat des freien lateinischen Aufsatzes wieder aufnehmen. Der Hauptgewinn wird also demjenigen Theile des Unterrichtes zufallen, der dem modernen Leben am meisten fremd ist und am meisten geeignet, die jungen Leute entweder an dem Verständnis der Gegenwart zu hindern oder die Schule mit ihrem Wissen als geistigen Hemmschuh zu be° trachten. Als in den zwanziger Jahren unseres Iahrhun-dertes auf Anregung des Freiherrn von Stein die ersten Bände des Riesenwerkes der «^lonumenta Ker-manias», der Sammlung aller deutschen Geschichtsquellen, erscheinen, fügte der Bearbeiter des ersten Bandes, der St. Galler'Mönch l>. Ildefonsus von Arx. dem Werke einen Brief an einen seiner Ordensgenossen bei, in welchem er in classischem Latein die Aufhebung seines Klosters beklagt. Der Sohn des heiligen Gallus, des classischen Vertreters des deutschen Mittelalters, er beklagt auf Lateinisch, dass ihn seine Mitwelt nicht mehr verstehe; wie sollte er anders! /X Bosnien in der Delegation. Budapest, 22. November. Der Vierer-Ausschuss der ungarischen Delegation verhandelte heute den Occupationscredit. Auf die Anfragen mehrerer Delegierten antwortend, erklärte Herr von Kallay, der den Philippopeler Ereignissen ge-folgte serbisch-bulgarische Krieg sowie die letzten Vorkommnisse auf der Balkan-Halbinsel haben keinerlei Rückwirkung auf die occupierten Provinzen geilbt. In diefem Jahre war die Ruhe daselbst so wenig gestört, wie in keinem anderen Jahre seit der Occupation; für die Zukunft vermöge natürlich niemand die Bürgschaft zu übernehmen, doch die Thatsachen und Erfahrungen berechtigen zu der Hoffnung, dass diese günstigen Zustände auch zukünftig aufrechterhalten werden können. Die Bevölkeruug vou Bosnien und der Herce-govina sei der jahrelangen, jede Friedensarbeit hindernden Wirrnisse überdrüssig, sie besitze ein lebhaftes Verständnis für den materiellen und culturellen Fortschritt und begrüße freudig die Zustände, welche die Möglichkeit garantieren, künftig die Früchte der Arbeit genießen zu können. Dies sei die beste Gewähr dafür, dass. wenn nicht außerordentliche äußere Ereignisse eintreten, Ruhe und Friede daselbst nicht gestört werden. Der Minister erörtert die Ubicalionsverhältnisse der Truppen, welche theils aus dem Occupationscredit. theils aus dem Landesbudget bestritten werden. Auch das bosnische Gouvernement fühle die Nothwendigkeit, für die beste Unterbringung der gemeinsame« Truppen vorzusorgeu, stellte im Vorjahre wie auch in diesem Jahre hiefür hunderttausend Gulden ein, und werde, wenn es die Finanzen und sonstigen dringenden Bedürfnisse gestatten, eine größere Summe hiefttr einstellen. Die Sanitätszustände sind sehr günstig. Die Zunahme der Bevölkerung ergibt im Vergleiche mit anderen Ländern ein Plus. Der Minister weist die Reellität des bosnischen Voranschlages sowie die Nothwendigkeit der Verwendung der Üeberschüsse vorläufig für Investitionen nach, anerkennt hiebei wiederholt die Berechtignng dessen, dass Bosnien und die Hercegovina die von der Mcm archie für sie verwendeten Kosten nach Möglichkeit auf sich nehmen. Die Assentierungsoerhältuisse sind sehr günstig; es werden jährlich 1200 Rekruten abgestellt, von welchen 400 in vier Compagnien, die übrigen zum Train und zur Gendarmerie eingetheilt werden. Jetzt bestehen 20 bosnische Compagnien. Auf die Frage Apponyi's erklärte der Kriegsminister, die bosnische Wehrkraft wird als ein für sich stehendes, der gemeinsamen Armee nicht incorporiertes Corps betrachtet. Die in derselben eingetheilten Officiere sind als abcommandiert anzusehen, denen das Avancement wie in der Armee vorbehalten ist. Die Sanitätsverhältnisse der Truppen sind wesentlich besser geworden und sind jetzt ausgezeichnet. Der Occupationscredit wurde hierauf auch in der Specialdebatte ohne Aenderung angenommen. Der Kriegsminister erklärte noch, er werde dem Wunsche Ivanka's nach Vereinigung d<>r Bosnathaler und Na-njaluka.Doberliner Eisenbahn aus Crspatungsgründen im künftigen Budget Rechnung tragen. Politische Ueberficht. (Die Delegationen) dürften im Laufe dieser Woche den größten Theil ihrer Arbeiten erledigen und spätestens in den ersten Tagen des kommenden Monates geschlossen werden. Die österreichische Delegation hielt gestern eine Sitzung ab, auf deren Tagesordnung der Etat der Kriegsmarine und der Occupationscredit standen. (Der Minister des Aeuhern, Graf Kälnoky.) und der erste Sectionschef im Ministe» rium des Aeußern, Baron Szögyenyi-Marich, sind Sonntag morgens in Wien eingetroffen und traten vorgestern abends die Rückreise nach Budapest an. Graf Kälnoky empsieng Sonntag und Montag mehrere der in Wien beglaubigten diplomatischen Vertreter. (Allerhöchste Auszeichnung.) Wie man der «Presse» mittheilt, wurde dem Landmarschall von Niederösterreich, Grafen Christian Kinsty, die Würde eines Geheimrathes verliehen. (Handelspolitisches.) Wie aus Budapest berichtet wird, haben die Conferenzen der beiden Han-delsminister, in welchen die eventuelle Wiederaufnahme d-r handelspolitischen Verhandlungen mit Rumainen eiörtert wurde, zu einem befriedigenden Ergebmsse g' fuhrt, und es wurde eine Einigung über die MU' stellenden Instructionen erzielt. Marquis von Vacqueyem hat die ungarische Hauptstadt wieder verlassen, wahreno die Fachreferenten daselbst noch über die Details oer Instructionen berathen. Man glaubt, dass berelts n^ Schluss der Delegationssession im Dezember m gerade das Kroatenvolk die Occupation Bosniens Jahre 1878 wünschte uud die Annexion herbeiW"' Staröevic habe seine Partei nach oben und unten c promittiert. < ^, (Russland und Frankreich.) Aus o« Umstände, dass nicht Deutschland, sondern F""^'" den Schutz der russischen Unterthanen in Vulgär übernommen, deduciert «Pester Lloyd» die Folgel"w dass Russland gegenwärtig mit Frankreich mehr " rührungspunlte habe als mit Deutschland. Es »I» ,^, her kein Zweifel mehr, dass Frankreich ganz an . Seite Russlands gerückt sei. und daraus erkläre es! ^ auch, warum Graf Kälnoky in seinem Expose' dcr sr Mischen Republik gar nicht gedachte. z< (Bulgarien.) Die Depntation des Sob"^ welche die europäischen Höfe besuchen soll, wild, die «Times» melden, in vier oder fünf Tagen ab"'!^ Ueber die von ihr zu verfolgende Route ist '"""., ^ nicht einig. Nach einer Version wird sie sich s"^ l Philippopel an den snzeränen Hof nach Constants ^ begeben. Andere Rathschläge gehen dahin, ba!» Deputation mit den Höfen in'Wien. St. Peters"" «' Berlin und London beginnen sollte. Ihre Aufaave ^ den Mächten authentische Information über den " lanf der jüngsten Ereignisse in Bulgarien zu ues . sich deren Ansichten über die Candidate» filr AN ,, garischen Thron zu erbitten und dieselben zur EM ^ ^ung einer europäischen Conferenz behufs Regel»'^ bulgarischen Frage zu vermögen. . ^ (Kaulbars in Philippopel.) "'.«der «Pol. Corr.» aus Philippopel gemeldet wird. >> z Bulaarenschrccker General Kaulbars Sonntag "^>>-diselbst eingetroffen. Er ließ durch den ih„ b^ „, den Sccretär auf dem Bahnhofe Blätter vertyc^ deren Inhalt sich über die Motive seiner Abrc^ „ breitete. Als der anwesende Polizeicommissär "'^z hindern Miene machte, ließ ihn GeneralK^^ Koritko schloss sich in Laibach den gleichgesinnten Sla-ven an und die Frucht dieser Verbindung war die Her« ausgäbe von Volksliedern, welche durch die Uebersetzung Anastasius Grüns der literarischen Welt Deutschlands unter dem Titel: «Voltslieder aus Kram» bekanntgeworden sind. Freilich bildete bei diesen Editionen der textliche Gehalt das eigentliche Interesse, ohne dass die Singweisen berücksichtigt worden wären. Um dieselbe Zeit tral einer der genialsten Dichter der Slovenen auf mit so ergreifenden und sangbaren Liedern, dass schon deren umlaufende Manuscript« sofort Componisten fanden. Dieser Dichter hieß France Presiren, auf dessen Tod Anastasius Grün eine schölle Elegie dichtete, die auch in dessen Sammlung «In der Veranda» abgedruckt erscheint. Alle in Musik gesetzten Lieder Presirens sind Voltslieder geworden. Daz berühmteste darunter ist das seelenvolle «?oä uknom». m l- ^ das Bewegungsjahr 1848 die Tiefen des ^oilsthums aufwühlte und mit den Schlacken auch Edelsteine auf die Oberstäche brachte, so kann man das Wiedererwacheu des nationalen Volksliedes und dessen Wutervcrbrettung von dieser Zeit an datieren. Der 2°Me der Landwirtschafts- Gesellschaft zu Lachach seiuen Sitz hatte, bega.m die Slngweisen zu sammeln welche in mehreren Heften mit Noten und Tex unter dem Namen «Gerlica» erschienen sind. Diese Hefte durften m, qanzen etwa 200Gesana. stücke enthalten, uud es lst nur schade, dass die Sammlungen unterbrochen wurden, da sie das Doppelte und Dreifache an die Oeffentlichkeit gefördert hätten. In der «Gerlica. sind auch Kärntner Lieder vertreten, welche wie Wildtauben über das Loibl-Gebirge herüber ge» flattert kamen. Ferner erscheinen böhmische Melodien darin aufgenommen, kroatische uud serbische Weisen sind ebenfalls nicht vernachlässigt. Unter den russischen Piöcen glänzt das berühmte «Sarafan», von den Aufführungen in Concerten auch bei uns in Wien und in Deutschland bekannt. Zu Anfang der fünfziger Jahre übersehte Dr. Lovro Tom an mehrere slovenische Volkslieder ins Deutsche. Für den Zweck seiner internationalen Volkslieder-Concerte hat sich anch Hugo Jüngst, Chormeister des Männer« gesangsvereins in Dresden, für die Volkslieder aus Krain interessiert und er trat deshalb mit einem Ueberseher des Textes in Verbindung. In Wien wurden zwei Krainer Lieder im «Sängerheim» immer unter großem Beifall gesungen. Die Titel desselben sind «Minka» und «Trinklied»; besonders hat das letztere wegen seiner schwunghaften Melodik bei allen Productionen des ge> nannten gemischten Chors im Festsaal «zur blauen Weintraube» in Margarethen, beim «Zillinger» und bei den «Drei Engeln» auf der Wieden sowie beim «Voglsang» in der Schönbrunnerstraße außerordentlich gefallen. Zur Aufführung in Wien werden vorbereitet das Ständchen «^06 oknom» und «Des Winzers Gruß an die Aelpler». Die alte Musikfirma Johann Andri zu Offenbach bei Frankfurt um Main beabsichtigt nach und nach die schönsten Krainer Melodien durch Notenstich in Deutschland bekannt zu machen, und sind bereits die beiden obgeuannten Lieder «Minka» und «Trinklied», von Ludwig Andre' arrangiert, zur Ausgabe gelangt. Seit eiuiger Zeit interessiert sich auch Kos chat für die Volkslieder jenseits der Karawanlen, und er vermag umso leichter in den Geist derselben zu drin« gen, da ihm viele schon von Jugend an bekannt sind, zumal dieser berühmte Kärntnerlieder.Componist auä der slovenischen Sprache mächtig ist. ^6"' ? ^,1. Mischen Parteien frisch und fröhlich weiter ""^,, wir wollen bis zum süßeu Kern der Mei'saD" ^B, geu und halten uns an den Ausspruch V^Melll welcher sagt: «Durch ihre Lieder sieht man den -" ^ ins Herz und lernt das bessere Theil in ihnen! ^^ und lieben, und je mehr solche Erkenntnis ^ desto mehr werden sie einsehen lernen, dass >' Grund haben, einander zu lieben, als zu Hai!"'- Wien im November 1N86. ^ jl. L. OermoN" Das Schwanenlied. Novellette von George Vhuet. (2. Fortsetzung.) II. . , .roßte Richard Harahti ist ohne Widerrede 0" HM aller Virtuosen, die je dem schwingenden «" i h,e zauberhafte Klänge entlockt. Es wohnt m " ^he ganze berückende Macht Paganini's. doch hatte ^ Künstler nicht durch da« Uebergreifen "s n^seele Saite seinen Ruhm erworben. In seurer U,^g,^ wohnt nicht allein die Gabe inniger ^ar" c^M lodert darin auch die göttliche Flamme ^Hrl>< Phantasie. Er ist ein Improvisator von w» ^e Kraft und von unvergleichlicher Anmuth onz..^ h seinem zauberhaften Bogen schweben fte !"p ^,el urgewaltigen Melodien seiner Heimat -7 "" Ohel^' in ihnen die sanfte Melancholie der durch die der Donaustrom zwischen '^ juchzt ' reiherbevöllerten Ufern dahinfließt; — balo ,^ «e, . diesen Weisen die lachende Fröhlichkeit oer ^^e. auf welchen braune Mädchen mit schnull 2219 Course an der Wiener Korse vom 23. November 1886. N^ dm, offtneum Coursblattc. Eloats-Nnlehen. «N/"e ....... «- ""' l»^""" «....... «80 85 - !«»,,!. ^'/° Vla°,«Iolt ,50 ft. l»2 - 13« 5' ^>'r«°/ ^"."»' l.00 ^ 138 75,13« 2l, "«c e^° . s»«^' ,00. ,»»75,40 2' '"°°»tt!.t«n!cheint . . per ei. 57--------- o^^,^°ldltntl, steuersre« . ,!4 70,l< 8c, " "°tlnlt»t«, fteuerslli . »Öl«»«»« "? «^""'<°/° .... »04» ,0<>3,'. U«^^""ll ö°/. .... 8» 75, »3 9< '. t'i.^'lNl.llosl.ö.w.S. lb«-,ü2 50 ' ^.'«'«hn.Pnorilättn . . »!,50,bu- ' ""°l«-QbI.(Ung.Qsll'abn) ll?-,«?'«>, , «!vx", « dom I. »87« . 1l«'50Il?f>« ' « "««..Volt 4°/o ,00 fl. . . I«5'10I>» 40 ^ l«»dt«.l. . Obligation«« "«lnbül,,,chl.....104 lioiNb- ____________________ , ««Id Ware !>l°/» TtMlstl Van»« . . . . I04 7k l«5 2k> 5°, ungarisch«......,04 7b 10ü-50 «lnbere bfientl. Nnlehen. Donau-Vieg.»l>osc b°/, lo« ««-— 107 — Nnllbtn b. etab»gcmelnbt w!cn l04?b iob Lb N»l«h«n b. Eladigemeinbt Nien (Silber und G°Ib) .... I»0«>llll b0 Plämien'«,!lb.el>ib«gem.Wlen 111- lib 50 Pfandbriefe (<ül loo fi.) »otenci. allg. öftlrr. 4'/,°/» Void. 12« 75,« ^, blv. in l>0 „ « 4'/» °/<> 100 »0 lO0'9<> dto. w 5« > „ 4°/° . 9N en »7 II, t<°. PläuueN'Echuldvtllchr.»«/, ion?s>l0! «l> Qcft.Hypolbelcnbanl ioj. 5'/,°/° lOi lbioi?^ Qcf!..unll.. Vo'il veil, 5°/, . . loo-— 10140 blo. « Pcf! in I. l»»v vc»l. 5'/,"/, —--------^ Pri«ri<ä'Ol»liganbs»V!otdbllhn in tziilb« l»l»70l»0 i<> N,anz.Acj<<>Dahl!....._.--------.— ö'al>z,jli.c ^l>>l' t,'!!bw!u> Bahn «iw.IU»! Al>« s!, E. U!g>!t......,_______' — Staat»l>ahn 1. «kmisfion . . iW»o »«40 Sllbbahn ^ »°/«..... ll»i!b 5«7,', « k 5«/,..... l»e»0l«c> - Un»»«»li,. Vahn..... I0l4l>!«i»l Diverse L,se (Per Stus), Lrcdillose 1«, sl...... l?8'«5>>7»75 Llalvctosr 40 fl...... 4» bl< <» ?e> 4°/« 2>onau.Dampssch. il«»ss. . 117 ^>1«^ Li>,d«chll Präm>en.Änleh,«0ft »o «5 «l>'7l> Ose»c> Vojt 4N si..... 4« — "— Palssy i/oft 40 N..... 41 7l> 42 25 »iolhc» «icuz. dfi.Ges.v.U'fi, 14 7" 14 "> »!udol!-V°Ic il) fl..... l» — I» b<> Lalm.i!ole 4<» fl...... 57-50 — ,^ c l.»Gci!0!««l,'ose 40 ss. . . . L? — b7'5<> Waldstcin^'ose liu sl. . . . »l! l»0 "3 >^0 Wlndlschgläy^'ose «» sl. , . 4S — 4« »« «anl.Uctien (V«r Slü«l), Nnglo-Oesil». t'anlxoo ,s.Hand.u.V. >Ul>Il. >, o-Zo»«««« Llcdilballl, «Ug Ung, uU0sI. .!,o0«030i»l> 3>,poslte»dllNl, «lllg.^uu sl, . l»4 50i»N50 «ii>l,r»!ptc.OeI.,»iiet>ciösl.l>«)fI, 5<8—Kü» ^ HVpoll^clcnb., üft.iloosl.iiK'V««. «b—! ««'" rc»!d«ib., ost. , oujl. <Ä.5<„ E, l4» lib248'7s> Ocslcll.'Ulig. Banl .... «7»—87.','— Univlibau! x^ü ,l.....zz? Noz27l»0 ^ '"i-tien vsu T n:,?vo7t' Nnt^snehmnngen. (pe, Stülk). Nlbrecht«Nahn »o« sl. Sllb« . 55'bO »« l>0 NKölb ffium.'Nllhn wo sl. Sill». »89—i»Äs>0 Ausslg'lepl. «iisen!', z»o fl, EM.---------------- «ohm. lll«lbl'ahn 15,0 fl, . , 185—186 — _ Wcftbahn »00 fl. . . . l?5 - ll77 — »uschtlehraber «ijb, 500 fl. «M.---------------- „ t>lt,Il) »00 st. .207—20» — Donau » Dampfschiffahrt« » Ges. Otstcrl, 500 sl. «H». . . . 875—37? — Dra«'4 75/^5 «s> , Slib.-Tir.ÜI. u?»z!l»osl.S, <04 ?'>205 ls> sse»binanb«»Notdl>. 1000 sl. ^Vl, «»8« »^ü» ßr<>n»'Iosef.< ahn 300 sl. Silber «ll «5 222 50 yünfnrchcn»>t>arcsei<«n« ollhll'Otiellschn!! >!ou sl. 0, W. zzz-—235-50 iiloyb. öst.-ung.. Triejll^O fl,!!!!)!. 573 —575 - Oeslerr. Nordwcsto. >!v0 sl. Silb, 109 75170 «5 bto. (llt.il) 2W jl. Sllb« . 170 —170 l»U Prag'Duxci üiscnv. il>(, sl. Silb. zg-__ ^9 — «uvols'<.»l)U «00 sl. Slldn , I«» —lux-!.» Slebenburgcr ^iseol». i!uu sl. . — — —-— Llaatscik'üv,!,,!, ^„i, ,!, 0. W. . «48—!«4sbo «e!» l war« Sllbbahn ?00 fl. Silver , . . 1N3 50 »04 — ViiooMoi-bo.Verb,./1,2»a sl.llM. 1«2 — l6«-50 Theih'Vahii «00 ll, °, W, . , —'— — — Tr»m»ay»Gcl,, Wr, i?U sI, ». W. «14 »5 «14 7« , wr,, nru 1»!> sl, lu« ?5«07 »b Tlan«port«Gelelllcha« ,00 fl, , —— — — Nng.'galiz, itiscnb. W0 si. Vilber i?? — »77 50 ling, NorboNbahn «00 sl, Silber >7» 50 l7» — llllg.WrNb/«al>b.Gra,)!«00sl.V. I7l 5«, !?1 ?5 Induftrle.Nctien (per Stück). Hgydi unb Kmdberg, liiscn» unb LlahKiilb, in W,cn l»0 fl. . —— —-— H,senbah!in,,.^cih«. ^. 8u sl,4U»/, 97 50 »8'lw „'ilbcilml^l", Papicrs. u. >U.-G. »»7-50 «850 ^loiilun-O^cllsch., öfterr.»c>ll»ine 32 2l> 3275 Piagcr <ö>sen-^nd.»Oes, !i0u »l. . I8» 50l89b0 Sal»!«»2.l>li, Hisenrafs. luu sl. . — — —-— Wassens.O., Oeft. in W, 1U0 fl. l»S — l»7 — trisail« «ohllnw.-Ves. ?l» fl. . — — — — Devisen. Deutsche Plähe......«,65 «»77, London.........l»»70i»«oL Pari« .........