Ar. 90. Sonntag, den 9. Movemßer 1879. IV. Jahrgang. Cillier Zeitung. Pränumerations-Bedingungen. tfür Silli» liionatlidi . . . -.SS Vtrttcijiitirit. . l.so H»Id>ädrtß . . . Mit Post-t>«rf eutuiifl: ei«ttii»6*c(i .. ».«> Hal»ji>d»ig . . . J.80 . . . «.«» ««»uitdil». . . f.— I»«WI A»VkI>>»< | Einzelne Nummern 7 fr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Insorato werden angenommen In Ut 9n>cbilion »rt ..giOitr jrihtng". Hrr. reilgaist Ät. * sy»chbr»ckkrei von 3e^n itn Rat* 14). tuliDJTU ucbmrn OnftiMf fiir kic ,.«iOt. nnb »I-n t(n 6td»!cit b, , S»»I>»-»»v Jo).#ici>. '«ch "> «»»,. ». OtWUt unb Motte, k S»m». in ölt«, K. MUllti. Acilnn«« - Iqenlxl ,» Id>it»ch. »---- » politische Rundschau. ßiUi, 8. November Ja der DonnerStagsitzung de» Abgeordneten» Hauses brachte Minister Horst das Gesetz betref» send die Einführung einer Militärlaxe für jene Wehrpflichtigen, welch« für den Srügsdieast nicht tauglich sind m Vorlage. Die Einnahmen au» diesen Taxen. welche sich nach dem Vermögen der Dieiisluntauglichen richten, werden auf 2 Millionen »«-anschlagt. Die Abgeordneten DworSki unv Pöck begründeten ihre Antrüge i» Betreff der Aend«r-ung der Gebührenbemessung bei Besitzveränderungen und bezüglich ver Einschränkung de» Hausirhandel«. Abg. Pöck wie» darauf hin, voß der Hausir-Handel dadurch begünstigt werde, daß er von manche» Staat»- und Communal-Lasten befreit fei. Die den angesessenen Sausmann treffen. Da« ungarische Abgeordnetenhaus nahm in feiner Sitzung vom 6. d. da« Gesetz, betreffend die Dotation de» allerhöchsten Hosstaate», mit überwiegender Majorität an, nur die äußerste Linke stimmte dagegen und hatte im Laufe der Debatte die«sällige Anträge auf Reduktion und jährliche Bewilligung der Dotation eingebracht. — Finanzmioister Szapary beantwortete in der gleichen Sitzung eine Interpellation. betreffend einen ihm angeschuldigten Verkauf von Grundcntlastung»« Obligationen. Der Minister erkärte, er habe seme Stellung nicht zu eigenem Bortheil mißbraucht; au» mehrseitigen Erklärungen der Presse gehe übri-gen« der wahre Sachverhalt hervor. Er übernehme in dieser Sache die vollste Verantwortlichkeit. Der frühere StaatSsecretär Zichq.Ferrari« hat sich mit dem Journalisten A«both auf 30 Schritte nach dem AuSspruche de» Ehrengerichte« duellirt. Keiner ist verwundet. Minister Szapary hat den Abgeordneten Pazmandy wegen dessen Rede gefordert. Au» Serajevo wird unterm 6. d. gemeldet: Da« kaiserliche Realgymnasium und da« militäri-sche Knadenpensionat wurden durch de» Herzog von Würtemberg feierlich eröffnet; fünfzig Zög> linge aller Konfessionen sangen die Volkshymne ab. Anwesend waren bei der Feier die hohen Militär« und Beamten, die Stadtvertretung von Serajevo und die Geistlichkeit aller Konfessionen. Der Lehrköiper und die Schuljugend brachten zu-letzt ei» dreimalige» Hoch auf den Kaiser au». Da» energische Auftreten de« englischen Gesandten in Constantinopel, welcher mit der Drohung nicht zurückgehalten, den Sultan Abdul Hamid durch den Bruder Rechad Effendi unter der Vormundschaft England», Oesterreich« und Frankreich» zu ersetzen, hat in manche» Kreisen große Befriedigung hervorgerufen. Es handelt sich natürlich weniger um die Durchführ-u»g der Reformen in Syrien, welche die Pforte der englischen Regierung versprochen, al» um die Beseitigung de« zur Zeit in Constantinopel do-minirenden russischen Einflüsse«. Ob die» Ziel aber so leichten Kauf« wird erreicht werben, scheint doch sehr zweifelhaft zu sein. Der hier und da auftauchende Plan, die asiatischen Provinzen der Türkei durch England verwalten zu lassen, dagegen die europäischen Provinzen unier die Controle Oesterreich» zu stellen, hat zur Zeit gar keine Chancen, da die Wehrkraft der Türkei noch keineswegs so erschöpft ist. daßl England und Oesterreich über die Geschickt derselben so und«- dingt verfügen können, wie man die» in London anzunehmen scheint. Günstiger läge freilich die Sache, wenn Frankreich seine Anstrengungen mit denen England« und Oeste» reich» vereinigen wollte. Die Politik Frankreich» in der Orientfrage ist aber der englischen heutzutage diametral entgegen» gesetzt sowohl in Bezug auf die asiatischen wie die europäischen Provinzen der Türkei, unv da Oesterreich sich für die nächste Zeit nicht in Unter» nehmungen stürzen wird, die seine maritimen und militärischen Kräfte bis aus'» Aeußerste in An-spruch nehmen müßten, so ist die englische Droh» ung mit der Absetzung de» Sultans nicht» al« ein Sitlag in'« Waffer. So schreibt bereit» die „Time«", der in Eonstantinopcl eingetretene Ministerwechsel sei al« ungünstig für die Aussichten auf Durchführung der Reformen erachtet und Layars demzufolge an» gewiesen worden, entschiedener und energischer bei der Pforte zu remonstriren. Ein darüber hinau«-gehender Schritt werde nicht nothwendig sein. Auch sei nicht anzunehmen, daß da» Reformwerk, auf welchem Layard bestehe, die Krüfte der Pforte übersteige. Der „Pol. Corr." wird diesbezüglich au« Konstantiaopel gemeldet, daß der türkische Minister-rath in einer Sitzung am 4. d. beschlossen hat, dem Sultan zu rathen, die von England gefor« derte Durchführung der Reformen in Kleinasien allsogleich anzuordnen, gleichzeitig aber auch die gleichen Reformen in den Provinzen der euro» päischen Türkei durchführen zu lassen. Wie man glaubt wird auch ein CadinetSwechsel erfolgen oder zum mindesten Said Pascha von der Con» seilS-Präsidentschaft zurücktreten. Feuilleton. Au spät! Ein GesellschastSbild Roman von W. Höffer, (17. Fortsetzung.) — Gewiß I versetzte er. Denke ich mir Agne« und Eva in einem Bilde . . . lege ich Eva'S Seele, ihre Charakterfestigkeit und ihre sanste Würde in die Züge meiner Braut, wahr-haftig . . . das Ensemlbe wäre hinreißend. Um ein Theilchen diese« Traume« verwirklicht zu sehen, wünsche ich, daß die beiden Mädchen recht ver-traute Freundinnen werden . .. auch Eva braucht etwa» von dem einnehmenden, ja entzückenden Wesen meiner Agnes. E» kann ihr nicht schaden, wenn sie heiterer, frischer wird, ein wenig den matronenhaften Ernst ihre» Wesen» abstreift. Frau Orthloff sah düsteren Blicke» auf die fchneenaffe Straße hinau». — Eva » vage ist schrecklich, sagte sie. Jeden Tag kommt diese Frau Leßner, und eben so oft durchlebt das unglückliche Mädchen eine Stunde bitterster Herzensqual, eben so oft fühlt sie sich auf das tiefste und unheilbarste erniedrigt. Wie da« noch enden mag ... ich begreife es nicht. Der junge Mann war auffallend blaß ge-worden. — Ich habe Alles gethan und Allem nach-gespürt, um die Angaben dieser Frau al« eine bloße Erfindung herauszustellen, sagte er, aber da« war vergeben«. Die vorgelegten Documente sind ohne Zweifel echt, obgleich sich unsere Eva al« die Tochter solcher Mutter trotz aller Schwüre der Welt nicht denken läßt. Sie kaun niemals diesem antipathischen Weib« nach Berlin folgen, kann keine Schwester anerkennen, welche in einer Bierwirthschaft mit ihrer persönlichen Schön» heil die Gäste anlockt. Frau Orthloff weinte. — Uno doch wird sie schließlich nachgeben, Ernst. C» ist eine unnatürliche Ruhe in dem zwanzigjährigen Mädchen, eine Gleichgiltigkeit. die mir Furcht einflößt. Gott weiß, was in letzterer Zeit diese Veränderung bewirkt haben mag. Ernst sah forschend in da« Gesicht seiner Mutter. — Doch lein Mann . . . kein Liebhaber. Mama? — Behüte! .. . Die ernste Eva und Liebe I Denke nicht taran, mein Junge I — Es würke mir wirklich seltsam erscheinen, gestand er lächelnd. Sie ist mit anderen Mädchen so wenig zu vergleichen. Aber, sag' da« nicht in Gegenwart meiner Braut, beste Mama. Die thörichte Agne» empfindet unbekannter Weise geaen Eva eine lebhafte Eifersucht. Frau Orthloff hob die Hand, als schwebe ihr eine schnelle Bemerkung auf den Lippen. Dann aber schüttelte sie den Kopf und trat auf die Straße hinaus, wie um jetzt da« Gespräch abzu» brechen. — Adieu, mein Junge. Gott sei mit Dir! Und während des Heimwege« durch Schnee und Ostwind dachte sie immer nur dasselbe: — Gott beschütze ihn, Gott zeige ihm den richtigen Weg!........... Agne« lehnte mit versch-änklen Armen in der offenen Küchenthüre, ohne die Schneeflocken zu beachten, welche sich gleich einem Kranz von Perlen in ihr schwarze« Haar hingen. Sie sah auch nicht, daß hinter den Vorhänge» de« nahe-liegenden Parlerrefenster« der jung« Bonvivant fein hübsche» Gesicht in die ernsthaftesten Falten legte, und mit bewundernden, entzückten Blicken sie betrachtete. Eoa'S Geheimnisse von Paris verschwanden in der Tasche, und den kleinen üppigen Mund umspielt« ein böse» trotzige« Lächeln. — Auch da« Buch erregte schon Mißfallen, dacht< sie. Ernst wagte e» nicht, in Gegenwart feiner gestrengen Frau Mutter den Titel offen zu nennen . .. gerade, al« fei ich «in kleine« Kind, da« noch auf jedem Schritt behütet und beobach- Nach finrr Meldung au« Constantinopel trefft» die Botschafter Vorkehrungen zum Schutze der Angehörigen ihrer R >tionalität, da Besürch-tungen wegen einer Massen-Erhebung gehegt werden. Kleine Chronik. Cilli. k. November. (Spende.) Der Kaiser hat tem katholischen Äushitssvirtine in Cilli eine Unterstützung von 250 fl. ane feiner Privatkasse bewilligt. (Tterbefall.) Am 6. No.tmbrr verstarb zu Ätardurg Herr Franz Zav. Krainz. Lehrer an der dortigen städtischen Knabenschule. Der Verblichene, welcher ja A»faug ver fünfziger Jahre als Lehrer an der Cillitr-Normal-Haupt-schule wirkte, steht auch bei der hiesigen Btvöl-kerung in freundlichster Erinnerung und wird dem-selben al« Gründer des Cillier Männergesangs » Vereines ein dauernde« Angedenken be.vahrt bleiben. (Reue Telegraphenstation.) Die Grazer Handelskammer hat die Anfrage der Telegraphendirektion, ob zu Trifail eine Tele-gruphenstation in Verbinvung mit der Post errichtet werben soll, am 3. November zustimmend begutachtet. (Zurückgezogene Klage.) Herr Hugo Ritter von B « rkS hat die gegen dcn hie« sigen Herr» Abten und Stadtpfarrer Anton W r e t f ch k o angestrengte Klage zurückgezogen. (Concert.) Morgen Sonntag findet im Gartensalon zum „goldenen Löwen" ein Concert der Cillier MusikvereinS-KaptUt statt. ES sei hiebet bemerkt, daß die« das einzige diesmonatliche Gast-hauS-Concert ist. (Eine Reminiscenz aus den Rin derpestzeiten.) Ein gutmüthiges BäurUein wollte die Haut eines Pferdes zu einem Gärber in» Nachbarland tragen. Al« er an der Landes-grenze zur CordonSwache kam, sagte man ihm, seinem Wunsch könne nur dann entsprochen werden, wenn er nachwiese au« seuchenfreiem Orte zu sein. Unser Bäuerlein entsprach der Aufforderung de« Wachmannes und überschritt die yeimijche LandeSgrenze. Angekommen bei der CordonSwache de« Nachbarlandes hieß e«, mit einem thierucheu Rohprodukte, ob au« seuchensreier Gegend oder nicht, wird Niemand über die Grenze gelassen. Umkehren und nach Hause gehen, dachte der Pferdes ulbesitzer wird wohl da« Geste sein. Aber du lieber Himmel al« unser viel geplagte Freund zur CordonSwache der heimischen LanoeSgrenze zurück kam. wurde ihm da« Überschreiten mit der Pferdehaut verweigert, weil er auö einem ver-feuchten Lande komme. Da« iLäuerlein warf nun die Pferdehaut weg und atn^ nach Haufe. (Räuber in Serbien.) Eine Belgrader Correspondenz »er „TimtS" erwähnt einer That- tet werden muß. O, Mama, Mama, warum hast Du mich verlassen! Sie legte beide Hände über da« Gesicht, und beiße Thränen netzten die Finger. — Mama, ich rufe Dich, iq will zu Dir, ich kann nicht in dieser Hölle allein bleiben! Da öffnete sich leise da« Fenster, und eine tiefrothe vollentfaltete Rose siel in den Schnee zu de« weinenden Mädchens Füßen. Wie eine Botschaft au« anderer Welt erglänzte in der öden, wüsten Umgebung die schöne Blume. Agne« sah verwirrt und erschrocken empor. Am Fenster stand, sich tief verbeugend.Lorenz Berning . .. derselbe, welcher ihr gestern da« Bouquet ge-schenkt, gast ehe sie sich seiner noch erinnert, war er verschwunden. Sie sah nur, daß sein Blick mit flammender Zärtlichkeit ihr Auge gesucht. . . Noch lag die Rose im Schnee. Weiße Flocken fielen in den dusligen Kelch... der Wind zer-zauste die purpurnen Blättchen .. . — Wie sie sich entsetzen würden, all' die frommen, sittenstrengen Menschen I dachte spöttisch da« Mädchen. Wie sie mein ganze» zeitliche« und ewige» Heil geführtet halten würden, die Tanten, und Crnst und gar diese langweilige alte Frau, seine Mutter, wenn sie wüßten, daß mir ein junger Herr eine Blume zu Füßen legt, daß er mich zu grüßen wagt! Ich dürfte natürlich die arme Rose nicht aufheben ... Herrgott, der Äe- fache, die ein seltsames Licht auf die inneren Zu-stände Serbien» wirft. Innerhalb einer Entfernung von drei Stunden von Belgrad beherrscht ein frecher Straßenräuber, namen» DeSpovich, mit seiner au» 50 Spießgesellen bestehenden Bande da» Land. ReisenZe, deren Erscheinung ihre Hab-sucht reizt, werden geplündert und trmordet. Sei-lcns der Regierung ist die Ergreifung dieser Räuber versucht worden, aber DeSpovich ist bisher der Verfolgung entschlüpft, und nur drei seiner Leute sind erschossen worden. Die Mitglieder dieser Bande zeichnen sich durch große Grausamkeit au»; sie erpressen durch Folterqualen den Bauern da» Geständniß, wo sie Geld und Wertsachen verborgen haben. In Folce diese» Zustande» bieten sich den Regierungsbehörden bei Eintreibung der Steuern in jener Gegend große Schwierigkeiten dar. (Weindiebstahl.) Am 31. Oktober wurden dem Grundbesitzer Michael Spolonak in Reppno, Gemeinde St. Georgen a. d. S.-B., nach Einbruch in den versperrten Keller durch un-bekannte Thäter, 15 Eimtr Weinmost entwendet. (Gräßlicher Tod.) Aus Millstadt in Kär uen wird der„Klage»f»rterZeitunz" geschrieben: Am 21. Oktober arbeiteten der Köhlermcisttr An-drea» Tarmann und sein Arbeiter Thomas Kra-wagner au» Flitsch, 36 Jahre alt, bei einem bren-nenben Kohlenhaufen am Zödlerberg. — Beide waren auf Brettern oben auf der Wölbung etwa eine Klafter von einaider entfernt beschäftigt, da trat Thoma« Krawagner von seinem Brette weg. »hne früher die Stelle untersucht zu haben, auf die »Lösch" und sank, einen gellenden Schrei au»-stoßend, sogleich in die Mitte de» glasenden Holz-Hausens. Tarmann eilte zu der Unglücksstelle und wollte dem Arbeiter helfen, gerieth jedoch bei diesem Versuche selbst bi« an die Brust in den feuer-sprühenden Kohlenhaufen und verdankt e« nur seiner Geistesgegenwart — indem er sich auf einen festen Theil de« Weiler» stützte, den Oberkörper vor-beugte und sich so herausarbeitete, daß er nicht umkam. Der Kohlenhaufen hat 17 Klafter im Um-fang, ist 15 Schuh hoch und kann wegen Gefahr de» Waldbrande« und Entzündung anderer in der Nähe befindlicher Kohlenhaufe» nicht zerstört werden; die« wäre vollständig zwecklos, denn der Leichnam de« Verunglückten muß info!ge der großen Hitze ohnedit» längst schon in Asche verwandelt sein. Das Mnkerfues'schc Watcut-Kygro-meter. Oran« tulit ponctuin qui mirait atile dnlci. Horai. Jeder, welcher ein Interesse daran hat da« Wetter de« kommenden Tages vorauszuwissen, scheut die Mühe nicht, durch dauernde Beobachtungen und Vergleiche sein» Prognose mit dcm thatsächlich stattgefunvenen Wetter sich die nöthige danke wäre schrecklich! Ha, ha, ha. ihr Despoten, ich verachte Eure Befehle! Sie ergriff die Blume und schnippte den Schnee aus dem Kelch, dann stellte sie die Reu-belebte in ein Wasserglas . .. Alle», ohne zu jenem Fenster emporzusehen. Solch« Huldigungen waren ihr früher zahl-reich zu Theil geworden; sie hatte tändelnd und coqurttirtnd das Leben wie eine:: Tummelplatz an» genehmer unterhiltender Spiele angesehen .. . sie hörte von der zärtlichen Mutter nur immer Worte der weitgehendsten Nachsicht und Güte, und daß ihr unter den Reichsten, Bedeutendsten die Wahl freistehe. .. sollte da« Alles ein Irrthum gewesen sein? Mama würde ihr die Rose gezeigt und lächelnd gesagt haben: — Siehst Du, er sah Dich flüchtig im Laden und wurde durch dcn ersten Anblick be-zaubert ... er ist hierher ia die Hoswohnung gekommen, um Dir nah« zu sein, der arme Schelm. Wir wollen ihm unsere Salon« auf gute Manier öffnen, mein Liebling . . . vielleicht gefällt er Dir, jedenfalls aber dringt er uns Unterhaltung. Sie sah verstohlen zum Fenster hinüber. Loren; Berning saß mit gestütztem Kopse und schien unverwandt die Küchemhüre zu beobachten. — Ein hübsches Gesicht! dachte Agne». Uebung zu verschaffen, zumal wenn er gcsundea haben wird, daß die Ermmeluug und Benutzung der Luftfeuchtigkeit und deren successive Aenver» ungen mittelst de» allein dazu tauglichen und von jedem Laien leicht zu handhabenden KlinkcrfueS'ich«» Patent Hygromrter sicherer und leichter zum Ziel« führt al» alleinige Barometer und Windbeobach-tungen, oder gar kopfzerbrechende» Studium von WillerungStelegrammen, die dem Laien mehr oder weniger unverständlich sind und stet« viel zu spät zu Gesicht kommen. Man v«rgesse nie, daß die Luftfeuchtigkeit ia ihrem größeren oder geringeren Vorhand«nskin in der Lust da« alleinige Material für da« W«tt«r liefert; die Regel daß bei Westwinden Regen, b«i Ostwinden Trockenheit eintritt, ist nur eine allge-meine und erfährt eine Menge Ausnahmen. Mit Benutzung von Feuchtigkeit«beobachtungen rangiren diese Ausnahmen unter die Wetterregeln, welche Profeiior Klinkerfues auf Grund wissenstöstlicher Forschung und langjähriger praktischer Erfahrung aufgestellt hat. Diese Wetterregel» mir Verständnis zu verwerth-«, lehn nur dauernder Gebrauch und Interesse an der Sache. Der hohe Werth de« KlinkrrfucS'schea Patent-Hygrometer« liegt aber gerade darin, daß durch die große Zahl der Treffer, die man mit ihm bei b«r Prognose erzielt, da« Interesse dauernd rtge bleibt, während da» Barometer allein al» solche» nur spattweise dcn Namen Wetterglas führt und nur geeignet ist, die Lust an dem Volhcrbrstimmen des kommenden Wetters Einem gründlich zu ver-leiden. Es ist aber nicht allein die Wetterprognose, welche durch ihre Sicherstellung mit Hilse de» Klinkersues'schen Hygrometers von allgemeinem In-teresse ist, sondern es ist, ganz abgesehen von der Verwendung in gewissen Industriezweigen, in hy-gienischer Hinsicht von großem Werth«, die Feuch« tigkeit in Wohnräumen incl. Kellern und Speise-kammern zu kennen, um darnach ermessen zu können, ob eine künstliche Vermehrung un? Ver» Minderung derselben geboten erscheint. Nun ist aber der Feuchtigkeitsgehalt der Luft mit Hülfe eine» Klinkerfue» schem Patent Hygro-Meters mit Sicherheit zu erk niiem, und die Be-obachtung eines solchen Feuchti gkeitSmtsserS ia Räumen, welche geheizt werden, beweist unzweifel« haft, daß die Luft wirklich zu trocken ist. An kalten Wmtertagen weist das Hygrometer meistens nur 10 bi» 20% auf, währen? gesunde und angenehme Zimmerluft 50"/, Feuchtigkeit besitzen muß. Auch andere bekannte Erscheinungen weisen auf da» Vorhandenseiu von ungewöhnlich trockner Luft hin, z. B. da« Einschrumpfen der Holzardeiten, Thüren, Fußoöden, Möbel ferner auch da« Absterben der im Zimmer aufgestellten Blumen und Pflanzen. Empfindliche Perfonkn könne» sogar mit ihren 3V Fortsetzung im Einlageblatt. ~9G Kecker Ausdruck und frisch« Farben! ... der predigt sicherlich niemals Moral! Dana aber kehrten ihre Gedanken ver-gleichend zu Ernst Orthloff zurück. Agnes fühlte, daß sie erröthete. — Seine treuen Augen hat der Fremd« nicht, dachte sie. Augen wie diese kann e« über-Haupt nicht zum zweiten Male geben . . . Ernst ist gut, seelengut! . . . Wenn er nur nicht so pe» dantisch wäre'. . . . Wahrhaftig, der Fremde sitzt immer noch am Fenster. Ach Mama, wie würde Dich solch« Huldigung amüsirt haben! Und sie stellte da» Gta« mit der Rose so, daß e» Lorenz Berning in die Augen fallen müßt«. V. Frau Orthloff fand, al» sie nach Haus« kam, ihre Tochter müssig im halbdunkeln Zmmer. Eva saß am Os«a und hielt den Kops gestützt. E« war Alle» still um sie herum, nur die Kohlrn knisterten im F«u«r und zuweilrn sprangen rothe Funken empor. Die Kinder spielt«» auf den Treppen mit ihren kleinen Genossen Versteck. Mama erschrack, al« sie die Thüre öffnete. Ein starker Patschouli-Geruch quoll ihr entgegen. — Eva, fragt« si« seufzend, war Besuch hier? — Ja. Mama. Aber sprechen wir nicht davon, Liebe. Beilage zur Nr. 90 der „Cillier Zeitung'" AthmungSorganen Abweichungen von der normalen Feuchtigkeit der Zimmerluft deutlich wahrnehmen. Es ist unzweifelhaft, daß der andauernde Aufenthalt in zu trockener Luft der Gesundheit nachtheilig ist. Prof. Dr. Reclam sagt hierüber: „Beim andauernd starken Heizen trocknen die Wände, sowie die im Zimmer befindlichen Gegen« stünde au«. Je mehr sie ihre Feuchtigkeit verlieren, um so mehr saugt die trockne Lust die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe fast allein noch findet: bei dcn Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und Lunge wir» gesteigert. Da nun diese Verdunstung von Feuätigkeit uns viel Wärme entzieht, so wird durch die gestrigem Ofenwärme allmälig auch da» Würmebedürfniß gesteigert — und der Ofen erscheint als bester Freund. Kein Freund — ein Feind I denn in der erhöhten Zim-merwärme dünsten auch alle anderen Gegenstände mehr au» und die Luft wird verschlechtert. In der warmen Luft athmen wir weniger Sauerstoff (unser nothwendigste« Lebensbedürfniß !) u»d der Stoffwechsel wird langsamer und geringer — der Appetit mindert sich — e» tritt mürrische Stim-mung ein — der Schlaf ist kurz und unruhig — olle Verrichtungen de« Körper» lassen zu wünschen übrig." Theater. Nächsten Dienstag und Mittwoch finden im hiesigen Stadttheater wiederum Bor-stcllungen der Gesellschaft de» Herrn Direktor Bollmann statt. Dienstag gelangt zur Schiller-feier „Kabale und Liebe" mit Herrn Bollmann al» „Ferdinand" zur Aufführung. Mittwoch geht das in Marburg bereit» einnige Male mit aus« gezeichnetem Erfolg dargestellte geist- und witzreiche Lustspiel von Wilhelm Jordan: „Durch» Ohr" in Scene, in welchem die hervorragenderen Kräfte de» Marburger Stadttheater», die Damen Schweighofer und U b 11 t 1 und die Herren Reif und Bollmann beschäftigt sind, den Schluß der Mittwochvoistellung bildet da» neue einaktige Lustspiel: „Die Einqanierung." • * « Unsere Landsmännin die Hofopernsängerin an der königlichen Bühne zu Stuttgart Fräulein Gabriele Lichtenegg erhielt einen recht vortheilhaften Engagement» Antrag für da» könig« liche Operichaus nach Berlin. Wie wir in Stuit-garter Blättern lesen findet die Gesangskunst Fräulein LichteneggS eine löchst ehrende Anerkennung. So schreibt der „Schwäbische Merkur" gelegentlich einer Matin6e: „Die schöne Stimme Fräulein v. Lichtenegg S, mit ihrem in Höhe und Tiefe gleichförmig durch-gebildeten im Anwachsen und im Nachlassen sichern und sympatischen Tone und die edle Einfaüheit Da« junge Mädchen erhob sich vom Sitz und nahm Manrel und Hut in Empfang. Dann brachte sie erne überzählige Tasse warmaehaltenen Kaffees herbei, Alle«, ohne ein weiteres Wort hinzuzufügen. Mama bemerkte die ungewöhnliche Blässe chrer Tochter. — Ich war bei Ernst, Lochen ... er läßt Dich grüßen. — Danke, liebe Mama. Hier ... ein heißer Stein für Deine Füße. Wieder verging eine Pause de» tiefsten Schweifen». Es schien als liege ein Etwa», geahnt und doch gefürchtet, unausgesprochen zwischen den beiden Frauen. Mama'» Hand zitterte so stark, daß der Koffelöffel klirrte. — Vielleicht bringt e» die Entscheidung, dachte sie. Herr, Dein Wille geschehe! Ich fühle e«, ich weiß e», daß jetzt eine Katastrophe bevorsteht. Aber obwohl sie sich in jeder Minute ent-schloß, von Ernst'» Verlobung zu sprechen, so sehtte ihr doch immer wieder der Muth. Sie fragte zunächst, ob Frau Leßner irgend etwas Besonder» geäußert, da ja doch Eva so sehr verstimmt scheine. Da» junge Mädchen nickte. — Sie will in den nächsten Tagen zurück nach Berlin, Mama. Sie dringt in mich, ihr wenigsten» einen Besuch zu versprechen ... sie in Auffassung und Wiedergabe de» dichterischen und musikalischen Stimmungsgehalt» der Lieder von Franz u. a., die sie sang, versetzte die Zu-Hörer in »ie wärmste Stimmung." Ueber die gleiche Matinee schreibt das „Stuttgarter Tage- > blatt": Fräulein v. Lichtcnegg legte in ihren Liedervorträgen eine solche Probe von dem Wohl-laut und der gediegenen Schulung ihrer Stimme, so wie von fein nuancirtem, musikalischem Vor» trag ab, daß wir nur aufrichtig bedauern müssen, ihr so selten auf den Brettern der K. Hofbühne zu begegnen." Einen großen Erfolg erzielte Fräu-lein L i ch t e n e g g unter Andern auch al» Donna Elvira in „Don Juan? und zeigte der Fleiß, den sie auf diese wenig dankbare Partie ver-wendete, von unermüdlichem künstlerischem Streben. Aus dem Genchtssaale. Für die am 17. d. beginnende VI. Schwurge-richt« Session sind bereits nachstehende Fälle an-geordnet: Montag, den 17. Supanz Anton, versuchter Mord; Simoniü Gregor und Tschander Josef, Diebstahl. Dienstag, den 18. Ferk Linzenz. Amt«-Veruntreuung; Senekovie Alois, versuchte Roth-zucht und Diebstahl. Mittwoch, den IS. l^anöer Franz, Todtschlag; DeZelak Joses, Todtschlag. Donnerstag, den 20. Wisiak Amalia, Kinde»-mord; Roitz Anton, versuchte Nothzucht. Freitag, dcn 21. Scholn Joscf, Todtschlag. Landwirtschaft, Handel, Industrie. (Markt - Durchschnittspreise) vom Monate Okt. 187fl in Cilli: per Hektoliter Weizen fl. '..45 Korn fl. 6.34, Gerste fL 5.10, Hafer sl. 2.H8, Kukuruz fl 4.52, Hirse fL 6.60, Halben {L 5.70, Srdäpsel jl 1.95, per 100 Kilogramm Heu R. 2.—, Komlagerftroh fl. 1.6». Weizenlagerstroh fl. 1.30, Etreusttoh fl. —.00 Ale isch-preise pro Nov. 1879. 1 Kilogramm Rindfleisch ohne Zuwage 52 kr., Kalbfleisch 60 kr., Schweinfleisch 52 kr., Schöpsenfleisch 40 kr (Wiener frucht- und Mehlbörse vom 8. Nov. Perzeichniß. Bom 5. bis 8. November. Hotel Erzherzog Johann. Roman Foglar, Reisender Mürzzuschlag. — B«ne-bist Schesteles, Kaufmann Budazxsl. Hotel Ochsen. Franz Ritter, Kaufmann Marburg. — Franz Wer-dowatz, Hütten«rivalter Gmünd — Joses Fleischmann, Kaufm-, Franz Schwarz, Reisender Graz. — Adolf Kassel, Rnf. Wien. Hotel goldenen Krone. August Scholz. Privat Trieft. Gast hos goldenen Engel. Heinrich Henvei, Studiosus Marburg. — Franz Sormann. Buchhalter u. Johann Fajfar, Gerichtsdiener, St. Leonhard. — Josef Puchner, Dimmist Klagenfurt. — Moritz örammer, Ingenieur Wien. — Heinrich Mendury, Privat Görz. Eingesendet-Erklärung. Der Männergesang-Verein zu Pettau fühlt sich verpflichtet zu erklären, daß das in dem Artikel aus Pettau in Nr. 87 der „Eillier Zeitung" vom 80. Ok. tobei b. I. hinsichtlich der Lauigkeit des Obmannes Enthaltene, aus vollständiger Unwahrheit beruht. Pettau, ben ü. November 1879. Mä nergesang.Verein in Pettau. Stvckl, Adolf Selliuschegg, Chormeister u. ObmonnsieUv. Schriftführer. Interessant ist bie in ber heutigen Rummer unserer Zeitung sich befindende Glück»-Anzeige von Samuel veckscher ««u. i» Hamburg. Dieses Haus bat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahluna der hier und in der Umqeaend gewonnenen Beträge einen dermaßen guten Ruf erworben, dab wir Jeden auf dessen Heu-tigeS Inserat schon an dieser Stelle aufmerksam machen Eonrse der Wiener Worte vom 8. November 1879. Goldrente...........80.75 Einheitlich« Staatsschuld ia Noten. . 68.45 „ „in Silber . 70.75 1860er Staa'.S-AnlehenSlose .... 128.— Bankaktien............ 838.— Creditactien . .......... 270.50 London............116.60 Navoleond'or.......... 9.31 t. f. Münzducaten........ 5.56 100 Reichsmark.........57.60 Ankunft nnd Aßfstörf der Eilen öaknzüge in Eilt!. W ieu-Triest: Ankunft Abfahrt Poftzug..................11.26 11..^ Mittag. Schnekhug............... 3.42 8.48 Rachmitl, Gemischter Zug........... 5.23 5.32 Abends, Postzug..................11.59 12-07 Nachts. Trtest > Wien : Postzug .................. 6.SS V.S7 Früh. Gemischter Zug ........... 8.55 9.p3 Bormilt. Schnellzug ............... 1.— 1.06 Nachm. Postzuv ................. 4 31 4.39 " Äbsaört der Folien. von Cilli nach: Sachleiifel», St. Peter. St. Paul, Franz. Möttinz. Taujarv. Lulowig. Fraslau, Prasderg, Laufe«, Ober, h»rg um S Uhr Früh. Will««, Schönstem, Mihling, Windischgra; um 7 Uhr Früh. Neuhaus um 7 Uhr Früh und >2 Uhr Mittags. Hodenegg, Weite astet» um 12 Uhr Mittags. Mit 1. Nov. 1879 begann ein neues Abon-nement auf die wöchentlich zweimal erscheinende „ßillier Zeitung". Der AbonnrmentSpreiS beträgt: Für Cilli mit Zustellung ins HauS: Monatlich ff. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3 — Ganzjährig „ 6.— Mit Poftversendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 31. Ort. d. I. zu Ende ging, ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung." (Gine Tänzerin als Polizei«Di-rector.) Eine Mailänder Tänzerin, welche einst wegen ihrer Schönheit und ihrer Abenteuer gefeiert war, ist vor wenigen Tagen in England gestorben. Irma Comdrisson — diesen Namen hatte sie an« genommen — liebte leidenschaftlich den Herzog von Parma, Kart III. Zwci Tage, bevor derselbe erdolcht wurde, enthüllte sie ihm die gegen ihn an-gesponnene Verschwörung, und der Herzog ernannte sie dafür im vollen Ministerrath zum Polizei-Di-rector. Wie es heißt, ist Irma Eombrifsion im tiefsten Elend gestorben, — sie, welche durch ein paar Tage die Geliebte eines Fürsten wir, der ihr alle seine Reichthümer zu Füßen gelegt haben würde, wenn sie nur gewollt hätte. (Riesenkanone und Riesen» kranich.) In Woolwich werden Vorbereitungen zur Heistellung einer Kanone im Gewichte von 1600 Metercentnern und eine« Kranichs mit einer Kraft von 1000 Tonnen oder einer Million Kilo getroffen. Im Jahre 1878 war auf der Au«-stellung in Paris ein Kranich, wtlcher einen be-ladenen Bahnwaggon zu heben vermochte, als be-sondere« Schaustück ausgestellt; dieser englische Kranich wird dagegen einen ganzen Bahnzug oder ein Schiff von sieben» bis achthundert Tonnen sammt der Fracht zu heben im Stande sein. (DerSternschnuppenschwarm vom November.) In den Nächten vom 11. bis 14. November wird der Himmel, falls das Wetter günstig ist, wiederum eines seiner brillanten Schauspiele vorführe», an denen er in vcr-schiedener Hinsicht in diesem Winter so reich ist. Es handelt sich um das Aufleuchten von Me-tcoren, die an dem dunkln mondlose» Firma« mcnte in reicher Anzahl zwischen den funkelnden Sternen ihre Lichtstrcifen ziehen werden. Jeder-mann kennt ja die momentan auflax.ttunde» Linien, welche plötzlich erscheinen und nach zwei, drei Secunden ebenso plötzlich wieder verschwinden. Ja hellen Nächten kann man sicher sein, stündlich 4 bis 10 am Himmel aufblitzen zu sehen. E« sind Wanderer aus tem Weiienraum, die gleich unserer Erde und dcn anderen Planeten die Sonne umkreisen, einsam und ruhelos, und — unberechenbar, wenigstens insofern, al« wir ihr Erscheine» nicht vorhersagen können. Doch sind sie erst einmal in den Bannkreis unseres Welt« körpers gerathen, so sind sie auch nicht mehr sicher vor den Zahlen des Astronomin. E» wurde gefunden, daß nur selten sich eio Meteorit bis zu einer Höhe von drei Meilen heradfentl. Die meisten durchsausen unsere Atmospäre mit einer Schnelles. U von 4 bis 9 Meilen in der Secunde in einer Höhe zwischen 5 und 20 Meilen, um dann im Welienraume ihre Bahn fortzusetzen. Nicht so sehr konnten sich die-jerugcn Sternschnuppen unser Berechnung entziehen, welche gleich in ganzen Schaaren uno Schwärmen nächtlicher L!eise unseren Himmel — Hat er Dir von seiner Verlobung er-zählt, Mama ? Frau Orthloff schien im Begriff aufzustehen und sich dem Mädchen zu nähern; dann aber ließ sie die Arme sinken, wie Jemand, der einen er-folglosen Kan Pf aufgiebt. — Ja, Eva, er sagte das, und stellte mir auch seine Braut vor. Könnte ich Dir beschreiben, wie unanjienthm mich da« Auftreten diese« Mäd-chen« berührt hat. Eva legte ihre Stirne in die stützende Hand. ES war jetzt im Zimmer aanz dunkel geworden. — Heiratet Ernst um eine« Vermögens willen, Mama? Liebt ihn seine Braut nicht wirklich? — Ich fürcht, . . . nein. Wenigstens nicht genug, um ihn, der so warm sühlt, auf die Dauer beglücken zu können. Sie ist eine Dame, und im höchsten Maße anspruchsvoll dazu. Hätte Ernst Capital und könnte er jetzt gleich heiraten, so ginge e» noch an, aber unter den gegenwärtigen Verhältnissen fürchte ich für ihn da« Schlimmste. E« wurde nach diesen Worten im Zimmer so still, daß man deutlich vom Flur her die hellen Kinderstimmen erklingen hörte. Dazwischen tickte die kleine Wanduhr und fuhr der Wind knisternd an den Fensterscheiben vorüber. Langsam erhob sich am Himmel, zwischen schwarzen Wolkenhügeln, der Mond. Mama schwieg, wie man an einem Sterbelager > ehrfurchtsvoll schweigt. Sie störte durch keine \ Frage den Kampf, welcher, wie sie wußte, im Herzen ihrer Tochter, ausgestritten wurde, — sie fühlte und respectirte e», daß unter Umständen die scheinbare TheilnahmSlvsigteit, dem gequälten Menschen zur Wohlthat werden kann. Im Schlafzimmer am Fenster stehend, fal« tete sie die bebenden Hände. — Beide «in)er zugleich unglücklich, beide dem Verhängmß preisgegeben . .. O mein Gott, mein Gott, wann wird da« Maß gefüllt sein . . . Eia bemerkte kaum, daß sie allein war. — Wenn Ernst reich wäre, dachte sie immer wieder, wenn er Capital besäße, dann ginge noch Alles an! Und hatte er es ihr nicht selbst noch vor Kurzem gesagt? Sie erinnerte sich so deutlich der Worte: „Wenn ich zwanzigtausend Mark besäße!- Zwanzigtausend Mark! Frau Leßner konnte mit Leichtigkeit diese Summe herbeischaffen. Warum siel ihr das so plötzlich ein? War eS eine Fügung des Schicksal'S? Ja, sie wußte e« längst schon, daß Ernst die neue HauSgtnofsin leidenschaftlich lieble, sie täuschte sich da über schon seit jener Begegnung in der Bergstraße nicht mehr. E« war Agne« Turlach, der dieser sehnsuchtsvolle Seufzer ge-gölten. „Hätte ich zwanzißtausend Mark!" hatte er gesagt. Nein, nein, da« konme kein Zufall fein, ihre Bahn lag klar vorgezeichnet da. Und war denn nicht auch die letzte Sorge gehoben, konnte nicht Mama bei so veränderten Verhältnissen ihrer ent-behren? . .. Gewiß, sie verstand den Au«spruch de« Schicksal«, sie mußte nur erst da« wider-strebende Herz gewöhnen, sich selbst zu vergessen. Ein Opferdienst daS ganze Leben, eine harte Prüfungsschule, sie hatte e« langst au« solchem Standpunkt gesehen, und doch grauete il»r vor diesem neuen Verhängniß. Der Gedanke de« Alleinsein« trat' mit seiner ganzen lähmenden Schwere an sie heran. Wie heiler war nicht von der kleinen, see-lisch so eng verbundenen Familie die Armuth er-tragen worden, wie war sie mit den Ihrigen so glücklich und zufrieden gewesen, selbst im bitteren Mangel! . . . Und dann kam — vor wenigen kurzen Wochen «st — da« zerstörende Verhäng-niß, Frau Leßner und jene Andere ... die Beiden halten da« stille Glück verscheucht auf immerdar. (Fortsetzung folgt.) Die nn»»t*s-, »oiir/ir- und II,»»»-nrttbiitlrr stehen von 7 Uhr Früh bi« Abends inr Benutzung bereit._448 Das ton Professor Kllnkerfne», (Director der Göttinger Sternwarte,) erfundene emGM die Voraastesümmiiüc des Wetters. Tisch-Hygrometer Fenster- , Wand- sl. 10.— . 15.— . 18.- (Af* solides Sekgeschenk zu empfeßte«.! Wilhelm Lambrecht, &öttinßen. Fabrik mrteorologlsther lB»(rameate aater wiaaeasskaftl. Leltun* «1« 1'rofeMor Kllnkerfne». Illustrirte Preislisten u. Anerkennungen von Autoritäten zu Diensten. Ueber die Heilkraft DC des echton "9Q Wilhelm" antiarthritischen antirhmmatifchen Äutrrinigungs - Lhre fiibren wir aachfteheitbr BBtrttnatnbt Zuschristeu an: Hern, Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. NaSz-ily, 18. Dezember >875. Erlaube mir hiemtl meinen Dank für die wunderbare Wirkung, welche Ihr ausgezeichneter Wit-Helm'S antiarlbrilischer antirheumanscher Blulreini-gungs-Tbee bewirkt, auSzuiprechen. Ich habe durch diesin The« ein« ^rau in Euttö gänzlich ausgeheilt, obwohl dieselbe schon drei Vierteljahre von den be-slen Aerzten der ganzen Gegend behandelt wurde, welche ihr das Ceticn absprachen. Durch diese Gut ist ihr The« in dieser Gegend so beliebt geworden, da« Herr Jos von Török. Apotheker, Köni-,s^asse 7. in Pest, gewiß einen guten AbsaK an die vultöer Landleute hat. Auch in meinem Hause hat sich der Fall er-eignet, das» ein bei mir bedienst, ter junger Mann solch' hesligeS (Sichileiden bekam, daß er weder Küße noch Hände rühren könn e und duich den Gebrauch von Packelen Ihres ausgezeichneten Thees und 2 tlützerl Ihre» k k ausschi. priv. flüssigen Pflanzen-edatives „Bassonn" gänzlich geheilt wurde. Auch ich gebrauche den The? zweimal im Jahre und bin ober zeugt, daß derselbe mir gut thui. Nochmals den besten Tank der Genesenen aussprechend zeichnet mit aller Achtung Michael Holdampf, Gulspüchler in NaSz-ily, l. P. Tolis, Ungarn. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. London, 5. Jänner 1876. Seil Iahren gi brauchte ich Ihren Wilhelm'S antiarthritischen anürheumaiischen ÄlulreinignngS-Thee, der allein mich noch von meinem heftigen Rheumatismus besreien konnte. Hochachtungsvoll er. F. Dorn, London 46 Museum Street, nächst British Museum. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. OroSzmezö, i>. Jänner 1876. Ich kann es nicht unierlassen, meinen höflichsten Dank an Euer Hochwoblgeboren zu erstatten für den mir zugesandten Wilhelm's antiarthritischen anlirheu-malischen Blutreinigunas Thee, da ich durch volle zwei Jahre an den Füßen mit rheumatischen Leiden behaftet war und durch Ihren BlutremigungS The« davon befreit wurde, was ich bis nun und auch fernerhin dem Publikum bekannt gemacht habe. Ihr ergebener Heinrich Stuhestorer, Steuersammler. Allein cclit erzeugt von Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen Mie»..Lrfterr.» Ein Packet, in 8 Gaben getheilt, nach Vorschrift bei Arzies bereitet, lammt Gebrauchs Anweisung in diversen Sprachen: l fl ö. W, separat für Stempel und Packung 10 kr. lVnriiunf. Man sichere sich vor bem Ankauf von Fälschungen und wolle stets . Wilhelm'« antiarthriNschen antirheumatiichen Blutreinigung»-Thee" verlangen. da die blos unter der Bezeichnung antiarthritijcher anlirheumalischer Blutreinigungs« Thee austauchenden Erzeugnisse nur Nachahmungen find, vor deren Ankauf ich stet« warne. Zur Bequemlichkeit des P. T. Publikums ist der echte Wilhelm's autiarthritischk ailtirheumitischk BtutreiiiguugS-THee auch zu haben in «illi Baumdach'sche Apotheke, „ bei Jos. Kkupferschmid, Apotheker. W ein-V erkauf. Mehrere Startin süsae Eigenbauweine au« der unteren Kollos werden zum Verkaufe angeboten. Näheres beim Amtsdiener der k. k. 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Die Gewinne garantirt der Staat Einladung zur Betheiligung an den Gewinn-Ctiaiieeii der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-Lotterie, in welcher aber 8 Millionen 900,000 Mark •loher gewonnen werden mftssen. Die Gewiline die »er vortheilhaften Geld- Lotterie, welche plangemäß nur 94,000 Lose enthält. sind folgende, nämlich: Der grösste Gewinn ist ev. 400,000 Mark Prämie 350,000 M. 1 a 160,000 M. Gew. a 100.000 M ä 60,000 M. a 60,000 M. a 40,000 M. ä 30,000 M. 25,000 >1. 20.000 M. 16.000 M. 1 1 Gew. 1 Gew. a 2 Gew. a 2 Gew. ä 5 Gew. ä 2 Gew. ä 12 Gew. a 1 Gew. ä 24 Gew. ä 5 Gew. ä 2 Gew. ä 64 Gew. a 12,000 M. 10,000 M. 8,000 M. 6,000 M. 5,000 M. und kommen solche in 6 Gew. a 4000 M 66 1 'ew. u 3000 M 213 Gew. ä 2000 M 12 Gew. j 1500 M 2 Gew. 4 1200 M 631 Gew. a 1000 M. 773 Gew. ä 500 M 950 Cew.ii 300 M 65 Gew. ä 200 M lOO Gew. a 150 M 26450 Gew. ä 138 M 3900 Gpw. ä 124 M. 70 Gew. a 100M 7800 Gew.a 94 67». 7860 Gew. >40 u 20.M wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur «ielieren Entscheidung. Die erste Gewinnziehung ist amtlich festgestellt und kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr. das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr. das viertel Original-Los nur 88 kr. und werden diese vom Staate garantirten Ori- ginal-Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Hinwendung den Betrage* selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. 173—2 Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original - Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original - Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliehe Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die jWlüug n. Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte oder per recom-mandirten Brief inachen. Man wende sich daher mit den Auftrügen der nahe bevorstehenden Ziehung halber bis zum 15. November <1. J. vertrauensvoll an Samuel Heckscher seil.. Banquier und Wechsel-Comptoir in Hamburg. Ein oder Praktikant aus gutem Hanse fiudrt pogleiche Aufnal tue in einer Speeerei-Handlung in Cilli. Auskunft in c< r Ktp. d. BI. nlr - Fl zu billigsten Preisen bei 42j D. Rakusch, Cilli. j Zuchtferkel reiner Nufsolk- Hace verkauft abgespähnt bis zum Alter von 8 Wochen zu 10 11. per I'aur I Die Gotsverwallin in Strangi. Brust- und LiiiMulraiMitc» welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mit-telft des nach ärztlicher Borschrist bereiteten in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, Frankieich. England, Spanien, Rumänien, Holland und Portugal gesd.lltz'cn Wllttelt»*'* Schneebergs Kräutcr-Allop von Fraoz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, am sichersten beseitigt. Dieser Saft bat sich auf eine außerordentlich giinstige Weise gegen Hals- »ab Vruft-schmerze», cüim, Heisertril. vuitcu mii> Schiiuvseu bewährt. Viele Abnehmer bestätigen, nur diesem ooft hätten sie angenehmen «chlas »u verdauten. 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OOOOO 1 , a M. 50000 2 , k M. 40000 2 . a M. 30000 5 . h M. 15000 2 . ä M. 20000 12 . k M. 15000 1 , »M. 12000 24 , »M, 10000 26,450 etc. Die Gewinnziehungen sind plmn ässig amtlich festgesetzt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen Geldvcrlosung kostet: das ganze Originallos nur 6 Mark oder fl. 3'/» das halbe » »3 » , , 1% das viertel , » l'/t » • iM> nnd werden diese vom Staate garantirten Originallos« (keine verbotenen Promessen) gegen Einsendung de« Betrages oder Poatelnaahlnng nach den entferntesten Gegenden von mir franco versandt. Kleine Beträge können auch in Postmarken eingesandt werden. Das Hau« Hlelndeeker hat binnen kurzer Zeit troosr Urnlnnr von Mark 125000, feOOOO. 30000, 20000, mehrere von 10000 u. i. w. an seine Interessenten ausbezahlt und dadurch viel zum Glücke zahlreicher Familien beigetragen. Die Einlagen sind im Verhältnis* der grossen Chancen sehr unbedeutend und kann ein Glückver-such nur empfohlen werden. Jeder Theilnehmer erhält bei Bestellung den amtlichen Plan und nach der Ziehung die ofllciellen Gewinnlisten. Die Auszahlung oder Versendung der Gewinne erfolgt planmässig und nach Wunsch der glücklichen Gewinner. 400 10 Aufträge beliebe man umgehend und jedenfalls vor dem 30ten du. Mta. vertrauensvoll zu richten an die brwtthrtr altr 1'iriiin Jos. Steindecker, Dammthorslrasse Bank- * Woohselgeschäst, Hamburg. P. N. Das Haua Slflndfcter — Überall solid und reel bekannt — hat besondere liecla-mim nicht nöthig; es unterbleiben solche daher, woraus verehrl. Publikum aufmerksam genitt<.i,t wjrj. der DraötseitßaHn von chiliro in meinem Atelier zu haben sind. J. Martini Fotograf. Im Hause Eurgplatz Nr. 24 ist der ganze »rat« Stock vom 1. Februar an zu vermiethen.___ Beut. uirikuiscli Watta - Sclinnre zum luftdichten V rmr/t/•«**•<*»■ der f'rittfrr und TAwreN sind zu haben bei 6. Schmidt & Cninp. Cilli. Ihren- und HäliiiiaMchiiteii-ReMilzcr werden auf die reihefolgenden Anerkeonnngszengnisse aufmerksam gemacht, welche ich durch meine 19jährige gediegene Praxis und Thätigkeit in hervorragenden Uhren- und Nähmaschinen-Fabriken Oesterreich-Deutschlands mir erwarb. Ich empfehle mich daher dem geehrten Pub-licum von Cilli und Umgebung für vorkommende Reparaturen dieses Faches. Achtungsvoll M?. Fi(r/(«ir*l..i/, Herrengasse Nr. 9 in Cilli. Nr. 1. Ich bestätige gerne, dass mir Herr F. Figlowsky eine Wheeler & Wilsun-Nähmaschine, welche ich in einigen Werkstätten erfolglos zur Reparatur saidte, mit dem besten Erfolge und zu meiner Zufriedenheit reparirt hat, daher genannter Herr bestens empfohlen zu werden verdient. Brünn, 25. Juli 1878. Baronin Beatrlxe Mollinary-Glovla Gcmalin des Landes-Cotnmandirenden. Nr. 2. Bestätige hiemit, dass Herr F. Figlowsky mir eine Nähmaschine seltetncr Construction zur vollsten Zufriedenheit reparirt hat and ich daher denselben Jedermann bestens empfehlen Scann. Agram, im August 1878. Baronin Cornelia Balbi. Nr. 8. Der Wahrheit gemäss bezeuge hiemit mit Vergnügen, dass Herr F. Figlowsky meine Wheeler & Wilson-Nähmaschine, welche ich zweimal zur Reparatur nach Wien erfolglos sandte, vollkommen hergestellt hat usd ebenso auch mehrere andere Nähmaschinen während meines gehabten Nähmaschinen-Geschäftes in Ordnung brachte. In Folge dessen ist es mir angenehm zu erklären, dass Herr Figlowsky ein sehr geschickter Mechaniker ist. A g r a m, Puskanez, im August 1878. M. Kresii, Gutsbesitzer. Nr. 4. Ich finde mich angenehm verpflichtet zur Steuer der Wahrheit zu bestätigen, dass Herr F. Figlowskv eine, mehrere Jahre in einer Pfandleih-Anstalt gelegene, gänzlich verrostete und in all ihren Theilen verdorbene grosse Wheeler k Wilson-Nähmaschine, mit wahrer Sachkenntnis* und Mllhe dergestalt hergestellt hat, das« deren Wiedergebrauch zu jeder Arbeit und mit erstaunlicher Leichtigkeit und Solidität nichts zu wünschen Übrig lässt, wesshalb ich ihn in dieser Richtung Jedermann wärmsten* empfehle. Neudorf bei Agram, im August 1878. Karle Habianoz. Ilauptmanns-Gattin. Nr. 5. Die Unterzeichnete bestätigt hiemit. dass sich Herr F. Figlowsky in all den ihm übertragenen Reparaturen sehr geschickt gezeigt, u. zw. eine verdorbene Spieldose und eine g'inzlich verdorbene Wheeler & Wilson-Nähmaschine auf die vollkommenste Zufriedenheit hergestellt hat. Cilli, im August 1879. Hermine Kreln. Nr. 77. Der Unterfertigte bestätigt hiemit, dass Herr F. Figlowsky dessen 3 Nähmaschinen u. zw. eine Cylinder- Wheeler & Wilson-, ferner Wheeler & Wilson-Original- und eine Singer-Nähmaschine zur vollsten Zufriedenheit wieder hergestellt hat, wcsshalb ich ihm Jedermann bestens empfehle. Cilli. am 10. September 1879. A. Prasohak, Damen-Confectionär. I „THE <;RUNIIHl" Lebens - Versicherungs - Gesellschaft in Filiale für Oesterreich, Wien, Opernring 8. Rechenschafte - Bericht London 59,919.663 - — 12,761.159-80 77,01X1.000 • — 56,783.769 • — vom 1. Juli 1876 bis incl 30. Juni 1877. Activa................................... Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen................... Auszahlungen för Versicherung»- nnd Rentenverträge, Rückkäufe et«, seit 1848 .... In der letzten zwölfmonatlichen Geschältsperiode wurden bei der Gesellschaft für neue Anträge eingereicht, wodurch der Ge.sammtbetrag der in den letzten 24 Jahren eingereichten Anträge sieb auf mehr als................ . , 845,000.000 * — stellt. Vom 1. Juli 1877 bis lncl. 30 Juni 1878. Activa...................................fr. 62.319.? .3 • — Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen.................... 1S,jo0.747 • 15 Auszahlungen für Versicherungs- und Rentenverträge, Rückkäufe etc. seit 1848 . . . 86,000.000 * — In der letzten zwölfmonatlichen Geschäftperiode wurden bei der Gesellschaft ffl- . . 54.736.050" — neue Anträge eingereicht, wodurch der Gcsamintbetrag der in den letzt-;, ih Jahren eingereichten Anträge sich auf mehr als.................. 899,000.000 * — stellt. Die Gesellschalt übernimmt zu festen Prämien Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbanden« Leben; schliesst Renten- und Ausstattungs-Vorträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Poliaen den Rückkauf für Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt lOr Polizei! auf Todesfall nach dreijährig ,» und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reduzirte Polizen aus, für welche d».,n keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von dem Genernl • Agenten fiit- Kruln uiul SOduteiermark. Valentin Zeschko. 39 12 Tricste' Strasse Nr. 3 in Laibach Anfertigung aller Gattungen Drn Arbeiten in moderner Ausstattung. ^ w .A4-T Ü. — 80 bis ü. 130 und höher. VMMilW von Drucksorten für Gemeinde-Aemter, Pfarren, Notare, Advokaten, Haus- und Gasthofbesitzer etc. Druck und Verlag von Johnnn Kak usch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Besuzzi.