Nr. 129. Domlerstag, ft. Juni 1889. 108. Jahrgang. LMcher Mung. _ »^?^""r»U»«,»,«l,, «lit «'oNvülllndunl,: «<»!l»!l!h»lg st, 1». haldl«l»r<« sl. 7 d«. Ä» »omplolr: Die „»allachl« Htltuu!," »llch»lnl l« Johann Esterhäzy von Galäntha. den, /erileutenmlt a. D. Grafen Eduard Khuen von ^ ? ^ i zn Altenbnrg nnd G andegg und dem ^'Mtmaut der schweren Batterie-Division Nr. Hl V7"l Vladär von Nagy, ? s^" 'bm erbetenen Uebernahme in den dauern-jakli ^'^"ud in ucnerlicher Anertenunug seiucr viel-»«"/""" »nd vorzüglichen Dlenstleistung den Adel ""chslcht dcr Taz-e allerguädigst zu verleihen geruht. R^' ^ und k. Apostolische Majestät habeu mit ^?V"' Enlschließuuq vom 27. Mai d. I. dem M,, ""chiuspector j„ Kärutril Fraiiz Suda das derleis ä ^s Franz'IosephOrdells allerguädigst zu >>^W'Nlht. Nichtamtlicher Eheil. ^'k Vetämpfung des falschen Mhlthaues. Von Josef it e h. i b^"'.k tranngcn Aussichten, welche unsere Wein, ^ '"'olge des Auftretens der Neblans haben, ^hr ^"lll gesteigert durch das in den lchlen zehn l° sH^!""ner sich steigernde Erscheinen des die Nebe gänzlichen Parasiteu. „äinlich des den H^"chlttMes der Nebe. welcher ebenso sicher ^!chs,l?" zugrllude richtet, wenn auch später, ab-^ diel <^" nußerordentlichku Nachtheilen, die ein A t>ielr t>°,, '"e des aus demselben gewonnenen Wrim's "Olles ^.w'e bekannt, nicht günstig gestellten Weiu- ^'l slch bringt. "Irs Zs'"'ll mich auf eine ausfilhrliche Beschreibung >^)"arotzers auf der Rebe nicht einlassen, da es mir überflüssig erscheint und ohnedies eine Uuzahl von Schriften erschienen ist, welche sich mit der Lebensweise und Entwicklung sowie deu Folgen des Auftretens dieses Schädlings befassen. Ich will nur so viel mittheilen, als vom praltischcn Standpunkte aus nothwendig erscheint. Der falsche Mehlthau der Nebe ist ein psla„zlicher Schmarotzer, wie solche, allerdiugs in anderer Form, z. V. auf dem Hopfen, der Kartoffel uud auf verschiedeueu audcreu iu Cultur stehenden uud nicht cultivicrten Pflanzen iu den mauuigfachsteu Varietäten vorkommen. Die Form des falschen Mehl» thaucs. welcher ans der Nebe vorkommt, ist iu semer Verbreitung fast ausschließlich auf diese beschränkt. Der falsche Me'hlthau ist. wie schon aus dem vorher Gc. sagteu zu cutnehmen, ein auf dem Weinstoct schmarotzendes Pfläuzcheu. Die Verbreitung dieses Schädlings geschieht durch del, Samen des kleinen Pilzes, nämlich dl,rch die Sporen, welche durch Wind und Regen auf alle grünen, frischen Theile der Rebe vertragen werden und sich hauptsächlich auf der Oberfläche der Nebenblätter ansässig machen, bei günstiger Witterung zn leimen anfangen und sich unter günstiger Temperatur uud feuchter Lust (25 bis 30 "-> (Mueller, bei uirdrigcr etwas laugsamer entwickeln. Die Anzeichen des Auftretens dieses Pilzes kommen gewöhnlich schon in der ersten Hälfte des Juli zur Erschmmng. Eö bilden sich zuerst, namentlich an deu Hauptucrveu auf der Unterseite des Nebenblattes. Pilzgewebe, in Form von weihen Röschen bemerkbar, uud verbreiten sich dann sehr schnell iiber sämmtliche Blätter, so dass dieselben gegen den Nand hin einzutrocknen beginnen uud schließlich abfallen. Infolge der Wirksamkeit dicjes Nebenschädlings sind die Reben in den Weingärten ost schon in der ersten Hälfte des August blattlos, namentlich wenn der Fortschritt der Krankheit durch warme, feuchte Witterung begünstigt wird. Die Folgen dieser Krankheit sind leicht voransznschen. Die Blätter der Pflanze ftnd die Athmungsorgane derselben; sobald diese vorzeitig abfallen, so stellt sich selbstverständlich ein Stillstand im Wachslhume der betreffenden Rebpflanze ein. infolge dessen können sich anch die Früchte nicht entwickeln. Da die Reifezeit bei uus nngefähr in die Mille des Monates October fällt, so ist es leicht er« klärlich. dass eiu Wein. aus solchen Trauben gekeltert, fast wertlos ist nnd der Erzeuger wohl feme Abgaben und Kosten für seinen Wringarten entrichten, dafür aber das gecrntete Weinlager sozusagen verschenken muss. Nnn hat man nach vielen Versuchen selbst gegen die Neblans. den fürchterlichsten Feind der Rebe, mit hin auch des Weinbauers, ein Mittel gchmden, diesen unschädlich zn machen, indem man gefunden, dass ge-wisse amerikanische Reben auch bei nns der Neblaus gegenüber widerstandsfähig sind. sowohl solche, welchr als Veredluugsgruudlage für uusere heimischen Neb sorlen dienen, als auch solche, welche sich zur uninit-telbaren Erzeugung von Wein eignen. Frankreich hat in dieser Richtung bereits glänzende E, folge anfznwei-fen. Wir haben in dem falschen Mchlthau einen nicht »linder gefährlichen Feind der Rebe. als es die Reb-lans ist, zu bekämpfen. Zum Glücke ist iu einer verhältnismäßig kurzen Zeit ein Mittel gefuuden worden, mit welchem man mit voller Sicherheit nnd schr geringen Kosten diesem Feinde der Rebe mit sicherstem Erfolge an den Leib rücken kann. In diesem Mittel spielt das Kupfervitriol (Blauvitriol) die Hauptrolle und ist der eigentlich wirksamste Bestandtheil, nur muss es. um seine Lös-lichkcit in der Verdünnung mit Wasser zu verlange samen. einen entsprechenden Znsatz von irgend einer Basis Kalk, Ammoniak u. erhalten. Nach unseren Ersahrungen genügt es vollständig, wenn man sich eine Lösung von Kupfervitriol macht, in welcher sich auf je 100 Liter Wasser 2 Kilogramm möglichst reines Kupfervitriol aufgelöst befinden und zu welcher Lösung dann noch ein Zusatz p^r Hektoliter von 2 Kilogramm frisch gelöschten Kalkes in Form von filtrierter Kalkmilch gemacht wird. In dieser Form ist die Flüssigkeit zum Bestäuben der Reben, welche Arbeit später besprochen werden soll. geeignet. Anch kann anstatt des Kalkt« der Kupferlösnng '/« Kilogramm per Hektoliter l,,lin Ammonik zugesetzt werden. Feiner ist ein weiteres lrprobtes Mittel zur Bestäubung der Reben das schwefelsauere Kupfcroxyd-Ammoniak, sogenanntes Nzuriu. Es ist dies ein blaues Pulver, welches, in Wasser aufgelöst, eine azurblaue Flüssigkeit gibt, bereu Wir« kuug auf den Mehlthau eine ebenso günstige ist als bt'i der Anwendung der erstangeführten Lösnngen Von Bezugsquellen für diese Materialien können wir die Firma 'Philipp Röder, Drognist in Wien, IV., Wienerstraße 15», auf das beste empfehlen. Die Prcifc dürften sich bei dieser Firma folgendermaßen stellen: 1 Kilogramm reines Kupfervitriol 42 bis 44 kr., Feuilleton. Die graue Wand. A II. !^itz ^"lgenocu Tage begann die alte Äareova ^l°lcheul.^."'sreiche Thätigkeit. Herrfchcr können ° 'ell l,! '"blichen Gelegenheiten lein streng.resCere. )«h nick. .^'" °ls nnsere Bäuerin. Deshalb kann " werd"" ^" "'" ""k"' ^ wichtigen Amle be- ^lt"3?' Andrij sich einen sogenannten Starosten e. ^ller. ^'el'll die Alte mit diesem in das Haus ö"! llind ?Ä"°- I« dem Arme trug sie gleich I lll, 5^'c l"st Zärtlich, eine Arantweinflasche. .Ist lV ^ m "ue Kalbin zu verlausen?» sragte sie ^kla. «rauch. .I<,, H henke., erwiderte Vater 3^"3ln^c ^ Werbung aunstig aufgenommen, »ten m, ^lela und seine Frau auch deu m,t> >v.'e Wt. "'""" "'A zurückgewiesen hatten, brachte», >"d r-,!'"d derStarosta ihr Anliegen vor. Man !Il>"gr>, U. und rief Audrij herbei, der mit mchre-bll.^ !Kow/""',crn. die in diesem Falle den stolzen "l ^'kd/rl, ?.' führen, hcreintrat und selbst die Wer-U^t. »vi/"<> Baja halte sich anf dem Henboden V/He ib. n, !hre Pflicht war. Es währte geraume e,„°'l steA. -?" sie fand nnd dem Freier zuführte. Ning an den Finger n»d ^ ^". ,. "l" Zclchrn der Verlobung von der pnr^ "griff ^"d"» Vaja. welche dann wieder die Drei Wochen fpäter, an einem Samstagabend, fand die Hochzeit statt. Nachdem man ihm gemeldet hatte, dass die Brant bereit sei. kam Andnj in feier« lichcm Zuge mit seinem Brautführer, seinem Starosten, seinem Marschall nnd den Bojaren, voran die Mustk nnd die Sängerinnen in Sonntagskleidern, mit Ball-dern und Blnmen aufgepntzt. Der Marschall übt das Amt des Spassmachers uud der Brautführer zugleich jenes des Ceremonienmeisters. Der erstere trägt cmen kleinen, mit Bändern lind vergoldeten Nüssen anf-aeputzteu Tannenbanm. der Brautführer, welcher die aanze Feier nnd Festlichkeit leitet und beaufsichtigt, hat ciu seidenes Band am Arme und einen großen Stock in der Hand. ^ ,, .. c Indes hatte sich Baja verweint und bleich auf einen Stuhl mitten in die Stube gesetzt, und die Kranzmädchen wanden chr unter rührenden, melod». schen Gesängen, welche noch aus uralter Heideuzeit stammen, den Brautkranz nnd setzten ihr deuselben auf. Nachdem Andrij mit seinem Gefolge wie em moraculändischer König eingezogen war. nahmen die Eltern der Brant anf einer Bank Platz. Andry und Baja warfeu sich ihnen dreimal zu Füßen nnd baten mn ihren Scgcn. Als sie ihn feierlich erhalten hatten, ordnete sich der Zng. nnd alle begann sich durch das Dorf zur Kirche, der Bräutigam um, dell ttrauz-Mädchen. Baja von dem Brant'führcr uud dem Starosten geleitet, voran der Marschall, die Mnsil nnd die Sängerinnen. . ,^, Nach der Trannng lehrte jedes der jnngen Ehc-lcnte in sein Hails zurück, wo uuu gcgcsseu, getrunleu uud getanzt wurde bis in die Nacht hmem. tzlne Stunde vor Mitternacht nahte wieder Andr,; m,t seinem Gefolge. Es war kalt, aber fchön, und silbernes Mondlicht erfüllte weithin das Dorf und den Wald. Als der Brautführer eintrat, war in der großen Stnbc ein förmlicher Berg errichtet aus allem, was Vaja an Hansgerä'th, Leinwand, Kleidern und Prlzwerk mitbekam. Oben auf diefem Berge faß Baja, und um sie standen die Kranzmädchen wie Hofdamen um den Thron einer Fürstin. «Was willst du?» fragten sie den Vrantführer singend. 'Mein Vetter hat gehört, dass hier im Dorfe line Schönheit sondergleichen lebt; ist das so?< — «Alle unsere Mädchen sind schön, welche meinst du?' — «Die ich suche, ist schlank wie eine Tanne, die sich im Winde schaukelt, ihre Augeu glänzen wie Sterne ihr Haar ist schwarz wie Rabenfittich, ihre Lippen sind wie eine offene Rofe.. — 'Ich erkenne sie., er. widerte das erst? Kranzmädchen. «es ist Naja Kosela; was suchst du bei ihr?» — .Ich bin gekommen, nm sie zu werben.» — «Geh und sag deinem Vetter, er soll anderswo werben; wir geben sie nicht her.» — «Wollt Ihr sie nicht gutwillig geben., rief jetzt der Brautführer, deu Stock wie eine Waffe erhebend, «dann müssen wir sie uns mit Gewalt nehmen!» Nach diesen Worten wnrde er von den Kranz-mädchen hiuausg schickten sich die Verwandten Baja's zur Vertheidigung ail. Ein scheinbar heftiger Kamps begann. Von beiden Seite» wurden Flinten nnd Pistolen abgeschossen, nnd dann snchlcn die Begleiter Andrijs die Thür cinz» stoßen. Baja selbst schob den Niegel znrück. Die Thür gab nach. nnd die ganze Schar der jnngen Burschen stürmte jauchzend in das Haus. Laibacher Zeitung Nr I2!>. 11l)^ 6. InnilM 1 Kilogramm Ammoniak 40 bis 45 kr., 1 Kilogramm Azurin 2 st. 60 kr. Vom Azurin nimmt man per Hektoliter Wasser nur 20 Dekagramm, so dass also für 5 Hektoliter Wasser 1 Kilogramm Azurin in Verwendung kommt. Man ersieht also aus den vorstehend ausgesetzten Preisen der Materialien, dass Azurin (schwefelsaueres Kupferoxyd Ammoniak) verhältnismäßig am billigsten zu stehen kommt, abgesehen von dem Vortheile, welchen dasselbe bei seiner Anwendung vor allen anderen empfohlenen Mitteln bietet, Die Lösung nach der oben gegebenen Anleitung lst, wenn reines Wasser verwendet wurde, fast absolut rein, eine aznr-blane klare Flüssigkeit, welche ebenso sicher wirkt als die anderen Mischungen. Politische Uebersicht. (Znr Lage in Böhmen.) Die «Politik» sieht bezüglich drr von der Versammlung der deutschen Vertrauensmälmer anfgestellten Forderungen die leichte Möglichkeit einer Verständigung. Dem Verlang?!, nach der Anerkennung der statistischen Thatsache eines geschlossenen deutschen Sprachgebietes werde jedoch seitens der Czrchkn nie Rechnung getragen werdm, weil die Uutheilbarkeit des Königreiches Böhmen durch diese Forderung gefährdet werde; allein als erster Schritt, welcher deutscherseits zur Erzielung einer Verständigung gemacht werde, sei die Concession Pleners, betreffend das gerichtliche Verfahren und die Schule in den Bezirken mit deutschen Majoritäten, zn begrüßen. So wenig es auch sei. was er biete, so werde sich doch bei beiderseitigem guten Willen eine volle Einignng erzie len lassen. Um den deutschen Besitzstand, den dentsch-nationalen Charakter und die dentschnationale Cultur dieser Bezirke z>» beschützen, werde man nicht zu Maßnahmen greifen muffen, welche die Majorität des Landes perhorresciert und wlche das czechische Volk in seinen heiligsten Gefühle» verletzen. (Zollbeirath.) Die Verhandlungen zwischen dem Handelsministerium und dem Finanzministerium wegen Feststellnng des Statuts für de» neu ins Leben zu rufenden Zollbeirath sind bereits zum Abfchlusfe gelangt, und wird nnnmehr das entworfene Statut den Handelskammern zur Begutachtung übermittelt werden. Nach Eiulaugeu des Gutachtens dieser Körperschaften soll sofort auf Grund inzwischen eingeholter Allerhöchster Genehmigung zur Activierung des Zollbeirathes geschritten werden, damit derselbe schon mit Beginn des Jahres 1890 seine Wirksamkeit eröffnen kann. Die Thätigkeit des Zollbeirathes soll sich nicht bloß auf die Begutachtung zollpolitischer Maßnahmen, sondern auch auf die Intervention als fachmännischer Beirath bei der Entscheidung von Recursen in Zollangelegenheitcn erstrecken. (Zur Wahlbewegung.) Gleichwie in Böhmen ist auch in Tirol die Wahlbewegung in vollem Zuge. Nach übereinstimmenden Meldungen ist in der Grnppe des adeligen Großgrundbesitzes zwischen den Italienern und den Deutsch-Clericale» ein Compromiss erzielt worden, wonach jeder der beiden Parteien fünf Mandate zufallen follen. (Oesterreichisch'Ungarischer Lloyd.) Die Verhandlungen mit den Vertretern dcs Oesterreichisch' ungarischen Lloyd sind zum vorläufigen Abschlüsse gelangt. Ueber die von der Regiernng gewünschten Aenderungen der Fahrordnuug wurde eine vollständige Einigung erzielt, so dass d»r Activierung dieser Modi-ficationen kein Hindernis im Wege steht. Wns hin» gegen die Normaltarife für die gemeinsame» und die österreichischen Linien betrifft, so wurden den Vertretern des Oesterreichisch-uugcmscheu Lloyd die Gesichtspunkte mitgetheilt, nach denen er eine Revision seines ersten Tarifentninrfes vorzunehmen habe. Die umgearbeiteten Tarife wird die Verwaltung den Regie-rungeu nenerdmgs vorlegen, und wenn dieselben den Anforderungen entfprechen, dann werden dieselben ohne neuerliche Verhandluug iu Kraft gesetzt werden. (Der permanente Strafgesetz-Aus-schuss) beschloss ill fortgesetzter Berathung des neuen Strafgefetzes, die Verfolgung wegen Beleidigung eines befreundeten Staatsoberhauptes sei n»r ans Alltrag der betreffenden auswärtigen Rcgieruug einzuleiten. Die Geldbuße bei Wahlbrstechungen wnrde über A>^ trag Bareuthers von tausend auf dreitaufend Gulden erhöht. (Das ungarische Abgeordnetenhaus) nahm das Budgetgeseh mit überwiegender Majorität an. Im Laufe der Debatte widerlegte der Finanz-minister Welerle in einer sehr beifällig aufgenommenen Rede die gegen die Finanzpolitik der Regierung vorgebrachten Vorwürfe und erklärte, dass auf Grund der factischen Finanzergebnisse das heurige Deficit sich entweder überhaupt nnr auf einige Hunderltausend Gulden reducieren oder mindestens die Höhe von einer bis zwei Millionen nicht übersteigen werde. (Ans Serbie n.) König Milan traf gestern in Constantinopel ein. — Die Verhandlungen bezügli.h der Regelung der Kirchenfragc in Serbien nehmen einen so befriedigenden Verlanf, dass eine günstige Lösnng bereits für die nächste Zeit erwartet werdrn darf. Der gewefene Metropolit Mfgr. Michael, welcher diesen Verhandlungen sofort nach seiner Rückkehr zugezogen wnrde. acceptierte vorbehaltlos den Standpunkt der Regierung, indem er die auf die Kirche bezüglichen Landesgesetze als zu Recht bestehend anerkannte. Was die Art der Lösung der schwebenden Frage betrifft, gilt es als höchst wahrscheinlich, dass der gegenwärtige Metropolit Msgr. Theodosius schon in den nächsten Tagen nm seine Pensionierung einkommen und Msgr. Michael sodann wieder in die Metropolitenwürde eingesetzt werden wird. (Ueber das Ergebnis der Samoa-Conferenz.) für deren Schlusssitzuug in dieser Woche lediglich noch die Verlesung der Protokolle vorbehalten sein soll, wird sichere Anskunft wohl erst in einiger Zeit zu gewärtigen sein. Doch deutet mau schon jetzt der 'Münchener Allgemeinen Zeitung» aus Äerliu die wesentlichen Verständignngspuukte an. Zu« nächst ist die Wiederherstellung der Municipal-Regie-rnng, wie solche zur Zeit des Königs Malietoa bestand, unter der Controle eines deutschen und eines amerikanischen Veiraths, zwischen welchen in streitigen Fällen der englische Cousul als Schiedsrichter fnngie'ren soll, in Aussicht genommen. Dann soll jede der drei Vertragsmächte das Recht zur Errichtung einer Kohlenstation erhalten. Bekanntlich hat Amerika sich in einem früheren Vertrage eine Kohlenstation in Pag°^ gesichert, aber seit zehn Jahren von diesem Nechte lw Gebrauch gemacht. Deutschlaud und England M" iu dieser Beziehung das gleiche Recht wie Amenia Anspruch zu nehmen; man darf aber gespannt r, auf welcher Insel diese Stationen errichtet lM sollen. >.' (Die französische Deputiertenlamnu^ trat vorgestern in die Berathung des Vl'dgel» Ministeriums des Acußeru eiu. Der Radicalc Huv " coustalierte. dass alle Nationen Frankreich ans U>" > der Ausstellung, dieses Werkes des Friedens un° , Arbeit, ihre Sympathien bezeigt haben. Redner soll" schließlich, dass mai, diesen frenudschaftlich UN' '. Völkern das Schaufpiel einer Versöhnung der Vttp'" kauer bieten solle. <_, !„ (Das englische Unterhans). «aym zweiter Lesung die Bill betreffs Errichtung ""» ^g bmnninisterimns an. Die Organisation desMn, ähnlich derjenigen des Handelsministerinms "N- (Brasilien.) Das brasilianische MmM> hat am l. d. M. seine EntlaNuna erbeten. ^^? TaMlemgleiten. Se. Majestät derKaiser haben, me die «F"" Zeilnng» meldet, der Gemeinde Iungfern^Nos'M' ^ Anschaffung von Löfchgeräthcn W st., der wem ^ Staliek znr Auschasfuug einer Feuerspritze l)0 ! ' ,, Veteranen-V>reinen in'Stramberg uud Kansvon ^ Anschaffung einer Fahne, den Fenerwehren M ^A ^„< Ostrow. Svittinau und Tscheschdorf und dem "'" ^ mnsil Vereine zn St. Thomas in Brunn ,e ^" '" spenden geruht. — (Der Eiffel-Thurm — in Wrill^, ten.) Eine der ersten Pariser Iuwelens,rme>', " ,^< Posno s > ^ Brillanten gefertigt, welche ein Gesammtgewicht "« ^t Karat repräsentieren. Die Pariser Goldschmied"" ^, in dem dem Eiffel - Thurme mit allen Metalls »^ ^ treu nachgeformten Thurme ein wahres Kum» ^. liefert. An dem Eiffel'Thurme in Brillante» M ^i villons, Restaurants, die Aufzüge, die ^eD" F «Figaro» und alle sonstigen Einzelheiten des " ^Fc zu sehen. Die an der Spitze des Thurmes a"»^^ tricolore Fahne ist an der Nachbildung au« ^ ^i Brillanten und Rubinen gebildet. Im ^"" Pl Thürmchcns ist eine elektrische Lampe angeb"^ ^i Anblick, den das Iuwelenstück gewährt, '"" h t>fl feenhafter geschildert. In den nächsten ^^", c^s ^ Thurm in einer Vitrine des Ausstellungspal«, Exposition gebracht werden. .,eitt) c! — (Der slavische Gesangverr ^ Wien veranstaltete vorgestern um halb ? ly ^^i>< seine statutenmäßige Sommerlicdertafel auf de M berge. Zum Vortrage gelangten Mäl,nerch0", .^^ .i,!' Chöre und Soli. Aus besonderer Gefälligke" w ^ der Tambmaschenchor des kroatischen "ladenm^^ ^ eines «Zoonimir» und Herr Fr. To ms, Hofopern-Orchesters. Andrij hob Baja auf feine Arme und trug sie hinaus, wo schon sein Wagen, mit drei muthigen kleinen Pferden bespannt, bereit stand, hob sie auf den Sitz und ergriff die Zügel. Zugleich schwangen sich seine Begleiter auf ihre Pferde, und nun gieng es im Sturme durch den Wald nach Kamieniki, bei Peitschenknall, unter immerwährendem Schießen und Jubeln der Burschen, die den Wagen begleiteten, mitten durch die graue Wand hindurch, welche wieder so vernünftig war, dieser wilden, fröhlichen Horde nachzugeben. Der Wagen mit der Aussteuer Vaja's folgte langsam. Am nächsten Morgen wurde das junge Ehepaar mit Musik und Gesang geweckt. Aaja nahm den Besen und fegte die Stube, daun holte sie Wasser vom Brunnen und besprengte damit alle Räume und das Vieh im Stalle, während die Sängerinnen die symbolische Handlung mit Gesängen begleiteten. Das war die Weihe des Hauses; nun folgte die Krönung der neuen Herrin. Feierlich, unter althergebrachten Redensarten, band die Mutter Andrijs der schönen, lächelnden Vaja das weihe Tuch um den Kopf. das die verheirateten Frauen tragen, und zog ihr del» neuen, farbig gestickten, langen Pelz au. Jetzt erst war sie Frau und Wirtin und wurde von allen beglückwünscht. Dann begann von neuem Musik und Gesang, Essen und Trinken, Scherz und Tanz Andrij und Vaja sahen auf der Bank beim Ofen, Hand in Hand. nnd schauten zufrieden dem heiteren Treiben zu. Sag mir, Frau.^ fagte endlich Andrij, wes halb dll mich eigentlich fo feindselig behandelt hast?» ^ 'Weil ich dich schon immer lieb hatte,- gab sie lachend znr Antwort, nahm ihn beim Kopf und küsste ihu. L. von Sacher Mas och. Wiedergefunden. Novelle von Harriet ttrünewald. (4. Fortsetzung.) Um Koremans Lippen zuckte es, man sah es auch, er hatte seine bitteren Erinnernngen. «Es ist eine dunkle Geschichte, bis ich mich durch die Nacht zum Lichte wand.» «Ach! eine dunkle Geschichte,» murmelte Waldfried. «Erzähle sie mir doch.» «Sie ist mit wenigen Worten gefagt: Du weißt, ich war arm. Mein einziger Verwandter, der steinreiche Onkel Friedthal, der mich unterstützte, dass ich die Uni« versität besuchen konnte, verweigerte mir eines Tages eine kleine Geldsumme, die ich sehr benöthigte. da ich so unvorsichtig war, mich von einigen leichten Kameraden zum Spiel verleiten zu lassen. Es war ein Jahr später, nachdem dll die Hochschule verlasse,, hattest.» «Auch dein Unglück war der grüne Tisch;» ein hohnvolles Lächeln irrte um Waldfrieds Lippen. »Weiter, weiter, ich will den Schluss der dunklen Geschichte wissen.» Koreman stützte den Kopf in die eine Hand; er sah in diesem Nugeublicke recht unglücklich aus. wo ihn eine unbedachte Jugendsünde an sein verfehltes Lebensziel mahnte. «Die Ehrenschnld musste getilgt werden, ich verschaffte mir Geld durch — einen Wechsel.» «Mit gefälschter Unterschrift.» warf Gothen kalt ein. «denn. wer hätte dem armen Studenten anf sein ehrliches Gesicht geborgt.» Der Lehrer zuckte wieder auf. nnd die Hände legten sich vor das schmale, kummervolle O»ficht. «Ja. so wars.» flüsterte er. «Was ich »ach dem unbedachte» , . „ ___________________.....« , ich s>"" Augenblicke gelitten, erlass mir zu schilde". aus der Residenz.» . .« «Warum flohst du nicht früher?» „,,en B"" «Weil ich auf das Mitleid, das Erval' Oheims hoffte.» . >. s^! li. «Thor!» Walfried stieß das Wort «"^sch"!' der Schärfe hervor: «Es war wohl se»ne ^ die du gefälscht?. .s,rliches A >cl «Sprich nicht so laut, mein braves, "1^.,, Oi' meine Kinder wissen nicht, wie ich «m "'^ j°. d.. hast e».e F°mM.>K^ Stütze. Dir hat das Leben noch manche ^ ^ trotz der Jugendsünde.» ^, ^el^ ! Einige Minuten verflossen, "ah""" ,„ die beiden Männer schweigend gegenuwr,l' ^, i^. «Was war dein Schicksal in den ^ e> Jahren, in denen wir nichts vone""" ^ »l" frug Koreman langsam, die peinliche ^ brechend. ^ssbichte-'.. c»^ «Wie das deinige. eine «Du willst meiner Offenheit Ve^cy' " ^, gegensetzen?» ..... sagte A he», «Ich habe dir nichts zu kalt. 'Ich bin ja auch einer j"" V'" ten ^,,le'>' denen das Leben nur eine Lüge m" " gM»" ,,e» ist. Ich habe. wie dll, in einer c,nMe' ,.^l'>^^>' Glück verscherzt. Du hast es theiw''^ ä^ ^r. .,.^ Ich.» Walsrieds Augen glühten n> "" ^ch's 'z< s'O lur es für ewig eines gebrochen"' ^.„d Diefeö gebrochene Wort hat namenic'i't'» gebracht.» ,„ «Worin bestand es?» .ls,ren',i..el>" «Nie wieder eine Karte zu b"'") .^fty' In diesem Allgenblick trat t»e " ^Wacher Zeitung M. 12».______________________________ N 09 s;. I„„i ijj«!). lln, "7 ^'k Überschwemmungen in Norden ,^^) Nachrichten aus Newyorl melden, dass in " uberschwenllnlen Gegenden von Pennsylvanien das «Mr wohl im Sinlen sei, dass sich aber die Zahl der , ner und der Umfang der Verluste und Schäden als mer größer herausstellt. Die furchtbarsten Berichte ^lnen aus Johnstown uud anderen fast vollständig Kll s. ^"' Der Schrecken, den die Elementar« baz « ^ verbreitete, wird nun noch vermehrt durch Wall > ^" ^" Leichenräubern, welche die vom Hoch-z>^ ^"hergeschwcmmten Leichen auffangen und plün-ünl<« ^^km Gesinde! gegenüber haben sich endlich die M"d>gen Vilrger trotz ihrer trostlosen Lage aufgerafft ein i!^, ^" Treiben durch Lynchen der Leichenräuber ber ^' ^ wurden auch Truppen zur Aufrechlhaltung Ordnung nach den bedrohten Puuklen gesendet. Hi?zs"I (6'" Process gegen Dr. Mezger.) Aus r'vaden wird gemeldet: Die Actiengesellschaft «Wies-^nN ^abe-Etablissement» hat auf das Vermögen des lM^'Arztes Dr. Mezger gerichtlich Beschlag legen j„'" ""d erhebt gegen denselben Schadenersatz-Ansprüche Hr veck ^ ^""atoriums zu übernehmen, den zu diesem Kit,« ^'! ö." Gesellschaft abgefchlosfenen Vertrag ein-tzl.z,U.M'oigt hat und sein eigenes Sanatorium in '^aden errichten will. ^.^(Eisenbahn-Billet zur Sonne.) Ein hy< s!"" ^ slch den Scherz gemacht »nd berechnet, wie lich? ^" Falnvreis für eine Eisenbahureisc von der w>tk ^ ^linne stellen wird, wenn es erst gelungen sein öefun'x ^ Eisenbahnverbindung herzustellen, und hat >"iird ' ^"^ "" ^^ Billet 930.000 Dollars losten sich /. ^ach dem Tarife für deutsche Eisenbahnen würde d^ i^ ^"uahine der mittleren Entfcrnnng in der Höhe z>vei» ^'^wucn Kilometer der Preis für ein Billet sliyN Classe auf ll^ Millionen Mark stellen. Die Ve-i>ber?"U ^s deutschen Reglements, dass die Billette nicht kl,tHbar sind. würde aber doch bei solcher Fahrt schwierig !>vür!>' " !""' wenigstens müssten dieselben — und k'Ntl l? '"^ ^"^ ^'^ " vercrbbar sein, denn bei >y^ Geschwindigkeit von l>0 Kilometern in der Stunde 5-3^ ^'le 2,500.000 Stunden ---104.166"/, Tage "^ /.. Jahre dauern. ^ ."" (Ermordung eines Soldaten.) Wie ^"lrde^ ^"l erscheinende «Glas Hercegovca» meldet, ^. ?" 25. Mai in Lubinje ein Soldat, ein gebürtiger ! ^tel ^ "U2 Essegg, von einem gewissen Nurie ge« t>?„, ^?er Verbrecher wurde nach Mostar geführt und "t'litärgerichte übergeben. ^lilh^ ^" ber Fremde gestorben.) Ksi«Ki, ein ^ien ?" ^lnnn aus Hongkong, lebte zwei Jahre in Kar.' '""selbst er im orientalischen Museum angestellt ^infs/^n seit einiger Zeit wurde an dem jungen beiyi. eme tiefe Schwcrmuth bemerkt, die wohl in ^ie>n?. '^" Ursache gehabt haben dürfte, und vor ^lllnn ^"' sich bei ihm sogar Anzeichen von Gcistes-^kllde,,^ ^ !" ^"^ "'"" 'hn 'N seine Heimat zurück- " lack s ^^' ^^ ^°'" "ach T"ch und sollte sich ^Ner^ '^"6long einschiffen. Der bedauernswerte Ne-llbreisl ' ^"lhes der Mitte verfiel aber schon vor der ^^w tiefe Melanckmli? und starb am vergangenen Freitag. Die Leiche Ksi-Ki's wurde in einen weißen Sarg gelegt und auf dem katholischen Friedhofe in St. Anna begraben. ^(Volksfest in B ar cola.) An beiden Pfingst-feiertagen wird auf den Urtelli'schen Gründen in Varcola bei Trieft, welche der Eigenthümer uneutgeltlich zur Verfügung gestellt hat, ein großes Volksfest abgehalten, welches ein Eselrennen, Sacklaufen, aeronautifche Productionen uud Aehnlichcs umfassen wird. Ein Theil des Reingewinnes wird wohlthätigen Zwecken zugeführt. — (Mord uud Selbstmord.) Aus Graz Wird telegraphiert: Gestern erschoss nahe dem Friedhofe zu Spital am Scmmering der kurz vorher aus Graz angekommene Olhmar Hamibell das mit ihm gleichfalls von dort grlommene Fräulein Marie Siegt und dann sich selbst. Dir That geschah nach Briefen in vollem beiderseitigen Einverständnis. — (Selbsterlen ntnis.) «Papa, leih uns deinen Cylinder!» — «Wozu denn?» —- «Wir möchten Mann uud Frau spielen!» — «Aber Kinder, muss denn immer gerauft sein?!» Die Messn bei den Awanesen. Bei den Albanesen herrscht der Brauch, Gänseriche zu züchten, welche, groß geworden, zu Welllämpfen abgerichtet werden. Dieselben werden mit verschiedenen, die Kampflust erweckenden Vegelabilien gefüttert. Wer seinen Gänserich lampfreif glaubt, sendet einen Ausrufer aus. Derselbe schreit durch das Dorf: «Wer einen lampf-fähigen Gänserich hat, der komme mit ihm auf den Kampfplatz zum Wettlampfe!» In den letzten Tagen des Monats August vorigen Jahres forderte im Dorfe Unter - Rogjica der Ausrufer zum Kampfe auf. Auf diefe Aufforderung nahm ein vermögender Albanefc seinen Gänserich und begab sich mit demselben aus den Kampfplatz. Hier erwartete ihn bereits der Rivale in Anwesenheit von mehr als hundert Männern. Der Kampf auf Leben und Tod blieb durch volle zwei Stunden unentfchieden. Endlich begann ein Gänferich nachzugeben. Sein Eigenthümer wollte ihm zuhilfe eilen, was der Eigenthümer des siegreichen Helden jedoch nicht zulassen wollte. Erbittert darüber, riss ersterer das Gewehr von der Schulter und schoss den Eigenthümer des Sieger-Gänserichs auf der Stelle nieder. Der Mörder flüchtete sich in die Berge, wurde jedoch von der Familie des Ermordeten hartnäckig verfolgt. Die wilde Jagd dauerte mehrere Stunden, Der Verbrecher lief bergauf, bergab, die Verfolger ihm nach. Als er sah, dass er sich nicht retten lönne, lenkte er gegen das Dorf ein und flüchtete sich in das Haus — seines Opfers. In der Stube lag der todte Asfo, neben ihm aber sah seine alte Mutter und wehklagte und beweinte den Tod ihres einzigen Sohnes, Der Mörder stellte sein Gewehr in den Winkel und sagte: «Ich bin in deinem Haufe, hilf mir und gib mir Bessa.* denn man will mich ermorden!» Diese Worte wiederholte der Mörder so lange, bis ihm das greise Miltlerchen die Vessa gab. Als sich die Verfolger dem Hause näherten, trat die Mutter des todte» Asso vor die Hausthür uud winkte denselben mit dem Tüchel, zum Zeichen, dass niemand das Haus betreten darf. Die Verfolger zerstreuten sich, der Vater * Schwur. "" de/^' gefolgt von den beiden Knaben, die Lea , «Hand führten. Mee^.."uss mich rasch durch eine heiße Tasse >ehe,l,.^w"mell und dann meine Reise wieder fort< > Alfried erhob sich von seinem Sitze und blickte ""l> sch" Neuster. Der Himmel war grau und düster - 'D-. ?'" Schneestürme zu künden. Lauchs ,^Mon sagte mir. dass der Weg bis "h ^'len Station der vielen Wölfe wegen gefahr- ^'nde'?^M^ es ist uicht gut, ihn in der Däunner- 'Da Meren,. warf Koreman ein. 'NpsH^" wir höchste Eile nöthig.» ^ 'U? Ncheziel hast du dir gestellt?» ^egllet, " Moment wünschte ich in Paris zu sem.. V llein Hunten später hatte Walfried vou Gothen 3"k tvar 5^"s des Lehrers verlasse«. Kein zärtlicher Ische« ki.'" ^'schied auf das Kind gefalle,,, das V vor ?"" den Brüdern verbara., als fürchte es l nannt" ^Hm Autlitz des Mannes, den es s^'ö w"" 'N sie sicher qcborgeu vor der Welt. »?. '"ud da die kleine' Baronesse vou Sascuck ^ l) er AMmscl) vor sich hm, «uud sie soll g«Nz ' 5 l"veu. bis mir mciu Rachcplau voll ° gelungen ist.. ksMsle vun."" uugewöhulich heißer Sommertag. Die >>hr sse^,, verweilten dm gauze,, Nachmitlag hiuler fest °"'la ^ bein,^ "lwsc" '" 'hreu Gemäclieru. deuu da ^> "Nd ' c" "'Hler "ls iu deu prächtig, Park- Ton ""', b"' weiten Terrassen der Laudhäuser. ""'glut jedem kühleren Lüftchen, das vou den Bergeu herüberwehte, eiuen verzehrenden Athem einhauchte, der versengeud die zarten Blumeuhäupter streifte. Auf eiucm kleineu Hügel, der ,mt Tauuenbaumen dicht bewachsen war. stand ein zierliches Laudhaus mit breiter Facade. Die bleudeud weißcu Marquisen au beu Fenster,, uud deu uiedlicheu Ecklhürmen ware» herabgelasseu, was dem Gebäude den Auschem der Un-bewohutheit gab. . Iu eiucm der elegaut möblierten Erkerzimmer saß au eiuem uiedlicheü Schreibtisch clue Dame ,u duukle» Trauergewäuderu; sie stützte den Kopf schwer-müthig iu die eiue Haud, während die Feder, d,e vorhin eifrig über eiueu augefaugeueu Brief siog. jetzt nachlässig zwischeu den schmale,, Fingern ruhte. Eine Kinderstimme, die sich aus dem Nebe,,, aemache veruehmeu ließ. zauberte mit cmemmale cm seliaes Lächeln in das blasie Gesicht der Dame. «Mutter, liebste Mutter!' Ein Kuabe von kaum vier Iahreu sprang iu das Zimmer und warf stch stiirmifch au die Brust der bleichcu Frau. «Grchpapa ließ sich iu deu Garten rolleu. werdcu w,r uicht auch hmuntergeheu?» .Sogleich, liebster Raiuulud. ich muss uur „och deu Vrils schli'ßen.» .Wem hast du geschricbeu?. fragte dasKlnd. mdcm es seine Arme uoch fester um deu Hals der Mutler ^ ""?Dcm liebeu Papa. der u„s in weuiqeu Tageu abholeu wird.» . . , ,. i. .O. WM,, er uur schon da ware.'. l"belte der "".So habe uur Geduld. Herzexstiud. ick schue mich ja ebeuso iuuig nach ihm wie du.» (For^chunn folgt.) des Ermordeten blieb allein im Hofe. Als alle fort waren, betrat er die Stube. In derselben faß neben der Alten der Mörder seines Sohnes. «Entfern' dich aus der Stube, ich habe ihn auf meinen Eid genommen!» rief Asfo's Mutter ihrem Gatten zu. Der Alte fftrach lein Wort, sondern stellte das Gewehr in den Winkel, gab seinem Sohne aus die kalte Stirne einen Kuss und gieng hinaus, um die für das Begräbnis nöthigen Anstalten zu treffen. Die Alte fafsle ihren Schützling bei der Hand und fühlte denselben in die Berge. Als sie ihn in Sicherheit wusste, sagte sie ihm: «Hier hört meine Nessa auf; jetzt schaue zu, wie du weiter fortkommen wirst.» Die Vesfa ist zu Ende, nun folgt die Rache. Je mehr die Familie des Ermordeten nach Vergeltung trachtete, desto eifriger bemühte sich jene des Mörders, um Verzeihung zu erlangen. Dieser Zustand hielt durch volle zwei Monate an ... Eines Tages versammelte sich die ganze Anverwandtschaft des Ermordeten und beschloss, den Vater des Ermordeten zu bitten, dem Mörder das Blut zu schenken. Hierauf brachen alle auf — die Frauen «ahmen ihre Säuglinge aus den Wiegen und trugen die selben mit — und schlugen den Weg zum Vater Asso's eiu. Allen voran schritt der Mörder, das Haupt mit einem Tüchrl verhüllt und das Gewehr, welches ihn zum Mörder machte, mit dem nach abwärts gerichteten Rohr um den Hals gehängt. Hinter dem Mörder schritten zwei seiner Freunde, dann aber kam die übrige Familien-Procession. ! In der Nähe der Wohnung des Rächers angekom» men, riefen alle wie aus einem Munde: <^>wu.n, ^-wan !» Das Geschrei dauerte bis Mittag. Endlich wurde beschlossen, Verzeihung zu üben. Der Alte verfügte sich zu der draußen harrenden Gesellschaft. Der Mörder lniete nieder, bereit auf Leben und Tod, die übrigen aber erneuerten das ^'Mlm! ^V-m»»! Der Greis nahm das Gewehr des Mörders und schoss es in die Luft ab. Dann hob er das Tüchcl vom Kopfe und lüsste den Mörder, zum Zri^ chen, dass er ihm verzeihe. Dann lüsste er die übrigen männlichen Familienmitglieder der Reihe nach ab, nahm den Mörder seines Sohnes bei der Hand, führte denselben in sein Haus und nahm ihn an Kindesstatt an. Den Schluss bildete ein drei Tage dauerndes Gastmahl in Hause des Rächers. Ländlich sittlich! I. Otic. Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Diensttitel der Beamten der Staats« bahnen.) Bei der ersten Organisierung des Dienste« aus den in den Staatsbetrieb übernommenen Eisenbahnen im Jahre 1862 waren aus besonderen, durch die Schwierigkeiten der ersten Übergangsperiode bedingten Militate gründen, insbesondere im Interesse der erleichterten Dis« Position über das Personale, persönliche Dienstlilel nur für die Beamten der obersten sechs Dienstclassen beibehalten worden, und wurden dagegen die Beamten aller niedrigeren Dienstclassen ohne Unterschied, ob sie dem Concepts, oder technischen Fache, der Rechnnngs- oder Manipulationsbranche angehören, unter der allgemeinen Bezeichnung «Beamter» zusammengcfasst. — In Anbetracht der seitherigen vollständigen Isolierung der dienst» lichen Verhältnisse gelangen nunmehr mit Genehmigung des Herrn Hanbelsministers bei der Verwaltung der österreichischen Staatsbahnen auch für die Beamten aller unteren Dienstclasfen persönliche, den einzelnen Dienst-branchen entsprechende Titel in ähnlicher Weise, wie dieselben bei den übrigen staatlichen Administrationszweigen sowie auch bei den Privatbahn-Verwallungen bestehen, zuc Einführung — eine Maßnahme, durch welche vielfachen, in dieser Richtung rege gewordenen Wünschen der belheiligten Kreise Rechnung getragen wird. Es werden darnach künftighin die Beamten der 7. Dienstclafse mit dem Gehalte von 1000 bis 2000 st. je nach ihrer dienst« lichen Verwendung die Titel: Secretäre erster Classe, Oberingenieure, Oberrevidenten, Oberofficiale; die Beamten der 8. Dienstclasse mit dem Gehalle von 1300 bis 1500 fl. die Titel: Secretäre zweiter Classe. Ingenieur, Revidrnten, Officiate; die Beamten der 9. Dienstllasse mit dem Gehalte von 900 bis 1200 fl. die Titel: Con» cipisten, Ingenieur-Adjuncten, Ndjuncten; endlich die Beamten der 10. Dienstclasse mit dem Gehalte von 500 bis 800 fl. di? Titel: Concipienten, Ingenieur» Assistenten, Assistenten zu führen haben. — (Promenade-Concerte.) Wie man uns mittheilt, finden im Falle günstiger Witterung im Laufe dieses Monates 7 Promenade-Concerte statt, und zwar am 6., 13., 21. und 27. Juni in der Slernallee, am 11., 17. und 24. Juni in Tivoli. Anfang jedesmal um halb 7 Ubr abends. Für das heute in der Slernallre stattfindende Concert wurde folgendes Programm festgestellt: 1.) «Kirchbach Marsch» von Sommer; 2.) «Sun«' phonic» von Knoll; 3.) «Lagunen-Walzer» von Strauß; 4.) «Die Rast im Magdalenenhof» von Fahrbach sen.; 5.) «1'H8«u puiwüt,», Polka schnell von Strauß; ll.) «Ope^ retten-Revue», großes Potpourri von Ischpold. — (Ernennungen.) Se. Majestät der Kaiser hat dcn Bezirlshauplmann in Capodistria, Alois Ritter Bosizio v. Thurnberg und Iuna. eurgg. zum ^ll'llchrr Hcituna Nt. l^9. l 110 6. Juni l» Statthaltereirathe in« Küstenland« und mit der Bestimmung zur Leitung der Vezirlshauftlmannschaft in Görz ernannt. — Der Herr Minister des Innern hat den Statthaltern > Secretär Friedrich Graf Marenzi zum Vezirlshauptmann im Küstenlande ernannt. — (Steier märkischer Ku nst verein.) Am 29. Juni fiudet die Gewinstziehung des steiermärlisck«',, Kunstl,'ereines statt. Zur Verlesung gelangen folgende Oel» grmälde: 1.) «Abend am Mondsee». Landschaft, großes Oelgemälde von A. Chwala in Wien, 300 fl,; 2) «Mor< g»'» am Achcnsee», Landschaft mit Staffage, Oelgemälde von Ehr. Mali in München, 200 fl.; 3.) «Musik», Genrebild, Oelgemälde von F. Geiher in München, 150 fl.; 4.) «Gebirgslandschaft», Oelgemälde von I. Schoyerer in München, 15,0 fl.; 5.) «Kasernenlatein», Genrebild, Oelgemälde von Sallya in München, 140 fl.; «.) «Winter landschaft», Oelgemälde von Remi van Haanen in Wien, 125, fl,; 7.) «Liebesbriefe», Genrebild, Oelgemälde von Ludwig Kohrl in München, 120 fl.; 8.) «Ueberfuhr., Landschaft mit Staffage, Oelgemälde von A. Friedländer in Wien, 100 st.; 9.) «Motiv bei Frohsdorf», Land schaft, Oelgemäldc von Ernestine von Kirchsberg in Wien, 100 st.; 10.) «Ueberschwemmung an der Theiß», Landschaft mit Staffage, Oelgemälde von A. van der Penne in München, 50 fl.; 11.) «Alter Thurm der Karthause Seih in Untersteiermark», Aquarell von Prof. A. Wagner in Graz, 120 st.; 12.) «Motiv aus Nürnberg»,Aquarell von Lorenz Ritter in Nürnberg, 120 st.; 13.) «Schweizerin», Aquarell von Charlotte Lehmann in Wien, 50 st. Außer diesen werden noch Albums, wertvolle Kupferstiche, wovon ein Theil eingerahmt, und andere Kunstwerke verlost, und zwar in einer solchen Zahl, dass auf je 30 verkaufte Antheilscheine ein Gewinn entfällt. Nur gezahlte Anthe'lfcheine nehmen an der Verlosung theil, und erhalten außerdem jeder noch ein Prämienblatt nach eigener Wahl, das im Kunsthandel den dreifachen Preis tostet, der für den Antheilfchein zu zahlen ist. Die Prä« mien des steiermärlischen Kunstvereines sind wirkliche Kunstblätter, kein Kunstfreund sollte deshalb diese gün« stige Gelegenheit versäumen, sich an demselben zu bethei« ligen. Die diesjährigen Prämien «Salzburg» (Vorstadt Stein) und «Vruneck im Pusterthal» sdiese beiden Landschaften für einen Antheilschein^, Farbendrucke nach Aquarellen von Franz Alt in Wien, dann «Marino im Albanergebirg», Kupferstich von Georg Buße nach H. Brandes, und «Im Klosterbräustübchen», Kupferstich von Friedrich Fränlel nach Professor Grühner, können sofoit bezogen werden. Die Ziehungslisten werden seinerzeit unentgeltlich ausgegeben. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Bei der gestrigen ersten Schwurgerichtsverhandlung war der gewesene Grundbesitzer Lucas Gradisel aus Blöke des Verbrechens der Brandlegung angeklagt, begangen dadurch, dass er die Harpfe feines Nachbars, mit dem er im Rechtsstreite zwei Processe verloren, angezündet habe, um denselben dadurch aus Rache zu schädigen. Der Hauptzeuge, der 84 Jahre alte Hirt Mohorcic, verwickelte sich aber in seinen Aussagen in eine Reihe von Widersprüchen, so dass die Geschwornen die Schuldfrage einstimmig verneinten und der Angrllagte frei- V, gesprochen wurde. Die zweite und letzte Verhandlung dieser Session hat factifch die gesammte Hefe der Lai« bachcr Bevölkerung versammelt. Bei dieser Schlussverhandlung hatte sich Maria Vodisel des Verbre« chens des Betruges zu verantworten. Maria Vodisek hatte Talmigoldwaren in Menge angekauft, um selbe bei leichtgläubigen Frauenspersonen zu versehen, so bei der Maria Ievc Ketten, Armbänder und Ringe um 1180 fl., die Waren waren kaum 38 st. wert; in gleicher Weise gieng sie bei anderen leichtgläubigen und für hohe Wucherzinfen eingenommenen Personen vor. Außerdem bcstahl die Angeklagte die Maria Ievc bei einer Ueber-siedluug um echte Goldlvaren im Werte von mehr als 19 fl., betrog den Handelsmann Soß um zwei Um-hängiücher im Werte von 18 fl,, welche sie sofort ver-schle. Die Angeklagte war vollständig geständig. Die Geschwornen bejahten sämmtliche Schuldfragen einstimmig, worauf Maria Vodisek vom Gerichtshofe zu drei Jahren schweren Kerlers verurtheilt wurde. Die Angeklagte erklärte, die Strafe sofort anzutreten, und wird am 27. d. M. in die weibliche Strafanstalt nach Vigaun in Oberkrain überstellt werden. — (Landtagswahlen im Görzischen.) Der Präsident des slovenisch - politischen Vereines «Sloga» in Gürz. Reichsraths - Abgeordneter Dr. Josef Ritter von Tonlli, versendet an die slovenischen Wähler im Görzi-schen ein Circular, in welchem er dieselben ans den N. Juni vormittags 11 Uhr in den Saal der Cilalnica behufs Besprechung über die vom Ausfchusse des Vereines «Sloga» aufgestellten Candidaten einladet. Als solche empfiehlt der Ausschuss: für die Landgemeinden: Veznlshauptmaunschast Srsfana: Dr. Josef Abram, Advucat in Görz, und Raimund Mahorcic, Großgrundbesitzer in Sessana; Vezirlshmlplmannschast Tulmein: Dr. Anton Gregorcic, Theologie Professor, und Dr. Nikolaus Tonlli, Advocat in Görz; Gürzer NeMlshanptmannschaft: Dr. Alerins Rojic, prallischer Arzt. und Reichsralhs Abgeordneter Dr. Josef Tonlli, Aduocat in Gürz; für d.n Wahlbezirk der flovenifchen Märkte Haidenschaft, Canale, Tolmein, Carfreit und Flitsch: Mathias Ionko, Großgrundbesitzer in Flitsch; für den slovenischen Großgrundbesitz: Josef Ivancic, t, k. Notar in Tolmein; Ignaz Kovacic, Großgrund» besitzer in St. Lucia, und Andreas Kocijaneic, Großgrundbesitzer in Podgora. Die Wählerversammlung wird zweifelsohne sämmtliche Candidature« acceptieren, — (Gekürzte Banknoten.) In den letzten Wochen laufen bei der österreichisch-ungarischen Bank auffallend viele Zehn Gulden' Banknoten ein, welche um einen beiläufig zwei bis drei Millimeter breiten, aus der Nute fehlenden Streifen gekürzt erscheinen. Unzweifelhaft liegt da eine betrügerische Manipulation mit Zehner» Nolen vor, welche den Zweck hat, durch systematisches Zerschneiden von Zehner-Noten in zwei oder mehrere Slrcifen und durch systematisches Zusammenkleben der so gewonnenen, verschieden breiten Notentheile zn einer ge^ kürzten Note endlich eine neue, wenn auch gekürzte Zehner-Note, zu gewinnen. Bei einer derartigen Behandlung von N0 Stück Zehner-Noten wird unter Annahme einer jeweiligen Zwei-Millimeter-Kürzung eine lN. Note zu zeh» Gulden erübtigt werden können. Da, wie erwähnt, die in solcher betrügerischen Weise zerschnittenen Noten je um einen zwei bis drei Millimeter breiten Streifen gekürzt erscheinen, erleidet der Eigenthümer der so beschädigten Note bei Präsentation derselben am Casscnschalter der Bank einen Abzug von regelmäßig 1 sl., weshalb das Publicum im eigeneil Interesse aufmerksam gemacht wird, bei Annahme von Zehner-Noten auf die gedachte Beschädigung wohl zu achten, wobei es sich empfiehlt, die Note gegen das Licht zu halten, um den sonst schwer merklichen Schnitt wahrzunehmen. Vielleicht gelingt es bei einiger Wachsamkeit des Publicums, auch dem Ur» Heber dieses betrügerischen Vorganges auf die Spur zu kommen. — (Schadenfeuer.) Am 2. Juni um N Uhr früh brach im Eiskeller des Franz Pinter in Kandia Feuer aus, welches das Innere des Gebäudes verzehrte, infolge dessen auch das mit Ziegeln gedeckte Dach abgerissen werden musste. Das Feuer war durch Unvorsichtigkeit der Knechte entstanden. Pinter, welcher nicht versichert war, erleidet einen Schaden von 500 fl. — (Aus den Curorten.) Die letzten Curlisten veröffentlichen folgende Frequenzziffern: Baden 2489 Personen. Vöslau 808, Wildbad-Gaslein 2<»2, Marienbad 2056. Aussee 1N4, Warasdin-Teplih 324, Krapina-Töplih 378, Neuhaus bei Cilli 131. Aunst «,td Aiteratur. — («Lord Byron.» Ein Drama von Rudolf Golm. Wien, Nreitensteins Buchhandlung.) Es ift ein Eindruck zweifacher Art, dcn dieses Werk übt. Sofort zeigt sich uns, dass das Erstlingsproduct eines schönen Talentes vor uns liegt, ausge« stattet mit Vorzügen, die nur eine wahre Begabung zu ver« leihen vermag, alier auch mit Schwächen, welche auf Jugend der Jahre und der Anschauung hinweisen. Zuweilen ist es taum zu glauben, dass ein und derselbe Verfasser hier männlich und sicher dahinschreitet, dort schwaulrnd uud unsicher den Weg sucht. Au der Aufgabe, Vyrous llcbeu in einem Hand-luugsrcicheu Drama zu schildern, ist schon mancher gereifte Dramatiker gescheitert. Auch Rudolf Golm hat die Schwierig' leiten, welche die Persönlichkeit und die Laufbahn des Poeten des Weltschmerzes für eine bühlimgcrcchte Vehaudlimg darbieten, uicht besiegt. Dcuuoch ist das Wert des, wie es scheint, jugendlichen Autors uichl umsonst geschrieben worden. Er hat iu der energischen Sceueführung, iu dem gewandten, oft kraftvollen Dialog sowie in dem Zug, der durch das Gauz»' geht, ei» Talent erkennen lassen, welches Beachtuug verdirut, sowie eine Schaffenskraft, welcher voraussichtlich noch einmal eiu echter, vollgiltiger Wurf gelinge» wird. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5. Juni. Der Fürst'Erzbischuf von Wien. Cardinal Ganglbauer, ist heute mittags von einem schweren Unwohlsein betroffen und nachmittags mit den heil. Sterbesacramenteu versehen worden. Prag, 5. Juni. In Falkenau ist der Streik be> endet. Im Pilsener Revier ist er dagegen ausgedehnt worden, da die Arbeiter mit Gewalt und Drohungen vom Einfahren abgehalten werde«. Die Zahl der Streikenden beläuft sich auf 5(X)0. Das Militär kam noch nicht in Action. Die Beendigung des Streiks dürfte kaum vor Ablauf der Woche erfolgen. Lemberg, 5. Imn. Die russische Behörde im Grenzorte Ojcow hat 41 Krakauer Studenten, welche dorthin einen Ausflug machten, augeblich wegen Absinguug patriotischer Lieder iutermert. Budapest, 5. Juni. Die Reguicolar-Deputatiouen eiuigteu sich betreffs aller zwischen Ungarn und Kroa« tien schwebeuden Fragen. Nom, 5. Juni. Consul Durando ist Dienstag uach Trieft zurückgereist; unter die Deputierten wilrdeu auf die Affaire Duraudo bezügliche Documeute vertheilt. Deufelbeu geht eiu kurzer Bericht Crisvi's vorau, wel-cher besagt, dass dir Untersuchung ergab, Durando er< füllte mir die ihm uuter solchen Verhältnissen als Consul zukommend»' Pflicht der genauen Beobachtung kraft der bestehenden anstro-italienischen Cousular-Con-lie«tim>. Belgrad, 5. Juni. Garasauin reichte «ach A' stellung des Gerichtshosbcscheides, womit der Y^ beschlnjs des Untersuchungsrichters bestätigt wuror. eineu zweiten Recurs, die Berechtigung des ^"ye^ gers zur Eiureichung des ersten Recurses bw"""'' eiu. Der Präsident ordnete eine neuerliche Aelycm^ luug vor eiuem anderen Richter au; derselbe cMl i^ cier'te die Garasauin zur Last gelegte HcmbllM "> fahrlässige Tödtnug und ordnete'au. dass Oarasam auf freiem ssuße zu belassen sei. Der Untersuchung richter verkündete diesen Bescheid, sprach jedoch g> ^ zeitig aus, dass über Garaöauiu wegen schwerer ^ verlicher Verletzung zweier auderer Jünglinge ' Einschränkuug der persönliche,, Freiheit des «M präfeeteu die Untersuchungshaft verhängt werde. < London, 5. Juni. Reuters Office wird mlsMM" gemeldet: Die durch ein Telegramm aus S"N-Fral"' verbreitete Nachricht, dass in Hongkong '"folge w heftigen Orkans große Verwüstungen angerichtet lM" seien, findet tVine Bestätigung. ^«,M. Newyorl, 5. Juni. ' Der durch die muug angerichtete Schaden wird auf 4l) ^l" st Dollars geschätzt. Bisher wurden gegen 3()00 "'" geborgen. ^-^^.-^ Weizen vr. Helwüt. l> 6,2^ Vultcr pr. Kilo. . < .- "" Korn » 4 6<> 4 l»5 Eier pr. Slilct . . ^ ^ ^ Gerste . 4M 5 - Milch pr. Liter. . ^ 54 ^ - Hafer . 2M 3 5 Äiuofleisch pr. K>lo ^ ^ ^ Halbfrucht »-------5 6b Kalbfleisch ' ^ 50 ^" Heiden » 4 83 4 90 Schwcim'slcisch » ^O^-" Hirse » 5—5— Schijpsrnsleisch ' ß0^^ Kukuruz » 5 — 5 — Händel pr. Siilll. ^ ^ ^ Erdäpfel UX) Kilo 3-----------Lauben ' ^ 23 -^"" Liusen pr. Helwlit. 12-----------Heu pr. M.'lltr. - « 32 ^ "" Erbse» » 13-----------Stroh » - ' ssis,lc» . 11-----------Holz. hartes, fr- ^^ Nindsschmalz Kilo — 84------- Klafter ^5 ^ Schweineschmalz» —70-------—weicht, ',.. ^.^O"' Speck, frisch. . — 5«-------Wein,roth.,UX"»' ^ ^ B ^ - geräuchert » - >6^-------— weißer, » Angellimmeue Fremde. Am 4. Juni. Na<^ Hotel Stadt Wien. Achlichin. l. l. Ve°'"ter s. lf"^^ ,»> - Paulin. Nealilätenl'chker. Tjchcrnenibl. .', .^. LM^ Eiseuftädler, Kaufleute. Wir». Gasser. AlM"" Wltt'^,. - Vohr, Prcssburg. - Strolischueider. ^s'»^ ^user^'" Degrassi. Capodistria. - «aunc, Trieft. ^ "^" , Nitrulierg. «^„tsnalll, i»^^ Hotel (Elefant, von Narossy. ungar. iiandwehr^'"" z, HH - .W»ig, Official der Director. Graz. - Globoc.nl, Notariatsca»d'da^ ^ f p" Kraiuburg. - Dr. Gostisa. Professor, »nd Vomu/ D lieutenant. Karlstadt. Michl. Provisor, VM ^,, St. Ulrichsberg. - Pauer. ssrahlau. ^Ni^"' "^ Kraiuburg. - Knyttl. Neiseuder. W,cn. -^ "H ^<-»l^'. n, - Nondo, Trieft. - Groß, Dialovar. ^ .'"H,,- Ä"t^ Schlieber, Virtenborf. — von Csohnyay, «»"1^^^'^ Verstorbene. ^!",^ Den 4. Inni. Maria Äabta. Arbeiterin. l^^^Hoch" ' blm-l)l,» NrisslUii l liron. — Sosic Aavlcu,, D's"!' ,^., sl I.. Tcilergang .'l. Tuberculose. «l.lnittn".^^^' D e u 5. I u n i. ssrancisca Hribar. Wdl' ^d'" Chrön„assp 14, Tuberculose. ^ Katharina »"" ^^. 70 I., Rathhausplah 3, Tubrrculose. «^-"^^ --------------------------------------:.. ^ibaZ^ Mcieorolollilche Acoli.chinnM^i^^s 7 II, Mg.I 735 2 ' 23-8' O. «chwach l z^b heit" 5.2.N. 736 1 22 4 O. schwach , ^ zM ^ « . Ab. I 736-7 20 4 , O. schwach ^ D.is ^. Wollen und Sonnenschein abwechstlnd. "'^^, ')iol>' ^^ Mittel der Temperatur 22 2", um 4 4° M'^ ^ Vi'r!i»lw„ttlich»r Nedacleur: ^ Eine Person, welche durch ein .',»<"'>',''' ^,„t>s, H„,.i^, rigel Taubheit und Ohrnigsräuschen »^ ' che> "^"^i.^ ^ ci»c Vljchreibuug dsöjell..-» iu deutsch" No,sl,N',,b9^ qvatis zu überluden. Adresse: I. V^'"> ^" Kolingassc 4. 1111 Course an der Wiener Börse vom 5. Inni 1889. «°ch ^ Dienen 5°«^°«. «?!>> War, Nllllte-Aulehcn. «^""'l'e »ie.üe !>, N°»en 85 4b »5'«l°,.', 250 fl, 1»4 1>0 13b- ><«!0ll ^" ' s?>^e l'Wft, 143 50 144 '^tr L,»«.«.' ,""" ">n ft, lib - ,4«! - . l b!aa!«ll>,e , . ilx> fl. i? 15,-- ^,^/°ldr«>!l!r. st>»rrsre! . 109 55 10!» 7b ""''»"Me, st.'.irrfrei . <«» 70 100 !w H,^"' ""«'bahn- ^,,.N°>.>, w «,sts„„,re! . 124 30 12b f'l!°N7 '«ahn !» SNl.tr 104 - 105 - ^'" !i>? 3 !',7 "'<> ^Uenrl . 113-7!. 114 8!> «°r, iz'Kl! «al,,, lt». 1884 . 9«' ««40 ""«er «ahn (finis,. i«»4 «c.— 9<""' ' , ,00 15 100 40 ° '»till,!,, b '«a», v, I, ,»7« ,,2 «5 l,4 ... ° ililä , «" '"bl, Ol>, 1lX»fl. W-«0 100 l" ^!z.«l,«°.,. il K'fl »,W, 141 7!. 14«"/„ mälirllcho...... 109 75 110?!, b"» «rail! »!»d Küsteülaob , . — —------- b°/„ „!et»er»ftrrr,ichi!che . . . 109 5.0 110 85. !>«/„ ste!r!sche...... 104 7b - — K"/„ lronülchr »»d slavonische . 105 — 10« — 5"/„ strbsilbillglschc , , . . 105 u. 105 no K"/.. Trmeslr Va»al .... 105 10 10.i!>', b"/„ !II!<,al«sche...... 105 1» >0!.-!!0 Andere öffcntl. Anlehen. Dona» Meg, Losr 5>"/„ l»0 sl, . 124'— 124 l», dto. «nlrchs i»7« . . 108,—------ «ülchs« der Etab« Vllrz . . IN — —- N»I,hs» b, Vt>r W!,'!> 105 W 10N - Pram. «»I. d, Stodiasm, W!e>» 147 25 I47b" b0l!i>!!ba!!«»leye» vMo», b«/,, 97- ------ Pfandbriefe (M 100 sl,), ^odc»!-,'. aNg, iisl, 4"/„ O. , . 11950 120.. dlo, » 4'/,"/«. . . I00'»0 011,1. dto, » 4°/„ . . . 9«'70 9!» 20 d!o, Präiü, Tcholbuerschr, »"/„ 109 75 110 25 vest, Hypoly^übaol 10j, !.<>"/„ 101'— —-- 0»'s>, I»!«, Bniil l'M. 4>/,"/„ , 10125 101-7.'» drtlu » 4«/„ , . 100l>0 10I-U» t>ettl> b0M)r. » 4"/„ , . 100 50 10,-1!» PriorltiitsOliligationeu (für 100 si,), ssfrbi»a»b« Nurdbal!!! Om. l««s> INI Nl» 102 40 «alizüchf »arl Ludlo!» «ah» Uug, galiz. Vlll,n..... 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