Nummer 41. »etta». den 12. «kt-ker 1902. XIII. Aahrgang. PettauerZeitung. Lrscheiin icden Sonntag. Prei» für Petta« mit Zustellung in» Hau«: Monatlich 8(1 h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Postversendung im Jnlande: Monatlich 3ö k vierteljährig K 2.d0, halbährig K 5.—, ganzjährig K 9.60. — Einzelne Nummern 20 h. Handschriften werden nicht zuriickgestellt, Anlündigunge» billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Der Sturm gegen die deut-schen Nichter. In Mahrenberg erhob die ganze Gemeinde ibre Stimme, um ihr Vertrauen dem Bezirk«-richt« Hern, Viskonti auSzusprechen. Durch die slovenisch-klerikale Presse aus das gemeinste ver-leumdet. mußte Herr Biskonti eine Disziplin«» untersuchnna über sich ergehe» lassen, welche auf daS glänzendste seine Unschuld bewiesen hat. Per Staattanwaltsubstitut Dr. Duchatfch und der UntersuchuugSrichter Dr. Torggler in Marburg werden sast in jeder Nummer der Südsteirifchen ..Pest' i» letzterer Zeit aus das gemeinst« angegriffen, obgleich denselben auch nicht das geringste Angriffswerte» vorgeworfen werden kann. Um den Sturm gegen deutsche Richter in der slavischen Presse zu vervollständigen, wendet »in slovenischer Advokat (wahrscheinlich ein Pettauer), den bekannten Tric an. indem er deutsch« Richter und dentsche Advokaten in Zu-sammenhang bringt. Hiezu bedient er sich eines krainerifchen-liberalen Blattes. Der .Narod" ichreibt am 4. und 9. Ok» tober l. 3- a» leitender Stelle dem Inhalte noch unter anderem solgendes „Unter dem slovemsche» Volke ist e« bereits verbreitet, daß man in Süd-steiermart einen deutschen Advokaten nehmen muß, um den Prozeß zn gewinnen, weil diese mit den Richtern privat verkehren und sich all-abendlich im Verei »«Hause unterhalten!" Über-Haupt, so schreibt der .Narod" weiter, werde dem slovenischen Advokaten vom Ruhter während der Verhandlungen der Standpunkt erschwert. Eine bodenlosere Gemeinheit gibt e» einfach nicht! Der Zweck oller dieser ehrlosen Denunzi-ationen der deutschen richterlichen Beamten und Advokaten in Uniersteiermaik ist nur, um diesen daS Lebe» zu verbittern und das Wasser auf die Mühlen der slovenischen Advokaten zu führen und das traurigste Hiebet ist, daß der öffentliche DaK ist bitter! Eine tschechische Schmerzentgeschichie. Ladi, er hieß eigentlich LadiSlaus Cwrcek. sprich: Zwrtjchek — der freundliche Leser möge diesen unaussprechlichen Namen entschuldigen, aber der Ladi hieß wirklich so — also Ladi war ein echte«, mit richtigem unfiltriertem Prager Moldauwasser gelaustes Präger Kind der glor-reichen, standrechtlichen Tfchechenäea von 1897, in welchem Jahre er seinen zwanzigsten GeburtS« tag erreicht hatte. Er hielt sein von allen deutschen Straßen-tafeln gereinigte« goldene«, tschechische« Mütter-chen Prag für den Nabel des Erdballes. daS konsonantenreiche Idiom Bater TjchechS für die erste Weltsprache und die tschechische Wissenschaft für die Nährmutter der gesamten Produkion des McnschengcisteS aller bekannten und unbe-kannten Welten. Sah er in dem AuSlagekasten einer Buchhandlung in Prag ein deutsches Buch, so sragte er verwundert seinen gleichgesinnten Funktionär nur 'in den seltensten Fällen gegen solch gemeine Ergüsse einschreitet. Ja. wenn Untersteiermark derartig von slo-venischen Richtern überschwemmt wird, wie ,S von slovenischen Advokaten bereit« ist. dann dürste die Rechtspflege eine eigentümliche Gestalt annehmen, denn ohne Zweifel sind die Verfasser dieser Preßdenunziationen nur solche Elemente, welche an dem erstrebten Zustande ein lebhafte« eigenes Interesse haben. Unser Mädchenheim und seine Meister. „Der Herr Bürgermeistei soll wieder bauen," daS war der Ruf eines Herrn, der da meinte, daß e« ganz am Platze sei, wenn auch da« Klein-gewerbe etwas leisten und verdienen soll. Und wie Großartiges haben unsere Meister bei der Errichtung de« MädchenHeimcS »ud der Mäd-chen-Bürgerschule geleistet! Man tritt durch einen sehr geräumigen Hausflur, der in Elfenbe'nweiß mit Gold ge-halten ist, in da« Gebäude ein. An den Seite»-wände» sind zwei große Marmortafeln, die recht»-seitige enthält die Daten der Bewilligung der Mädchen-Bürgerschule mit den Namen des Lan-deShanptmanneS, der LandeSanSschußbeisitzer. bei Landesschulinspektors Linhart und deS Stadt-schnlinspektorS Frisch; die linksseitige, die Da-ten der Bewilligung des MädchenheimS durch den Geineinderat. .Bildet die Frauen, so bildet ihr die ganze Nation!" leuchtet dem Beschauer in holde-nen Lettern entgegen. DaS Vestibüle ist. wie der ganze Bau sammt der Einrichtung in nicht auf-dringlichem modernen Stile gehalten. Den ganzen Bau hat der Herr Bürgermeister O r n i g mit Herru T r e o entworfen und geleitet. Durch einen Korridor betritt man daS Innere des Gebäudes. Breite Gänge und ein prachtvolle« Stiegenhan« vermitteln den Verkehr im Hause. DaS Material für das impojante StiegenhauS Kameraden, ob denn wirklich irgendwo auf der Erde noch deutsch gesprochen werde; wenn ihm ei» sarbentragender deutscher Student in den Weg kam, so geriet sein tschechisches Blut in so stürmische Wallungen, daß er ost ein halbes Dutzend niederschlagender Pulver einnehmen mußte, um den deutsche» Studenten nicht aus der Stelle selbst niederzuhauen. An seiner Vaterstadt Prag gefiel ihm alles: die 43 Millionen Kommunal-Schulden. die fehlende Wasserleitung, die unvollständige Kaualisation, die bei der jüngste» Volkszählung verschwundenen 20.000 Deutschen, sowie da« weltqebietende Schutz- und Trutzbündnis des Prager StadirateS mit der große» französischen Nation. Sonst war der Ladi „Nixdaitich" vom Scheitel bis zur Sohle und ein einziger Sohn seine« VaterS. de» alten Zwrtschek. eines gutsituirten RechtSanwalte« in Prag. DaS Gymnasium verließ er mit einem Bor-zugS-ReifezeugniS. Unter 30 abgehenden Schülern seines Jahrganges war er der 29ste; an Ische- hat der hiesige Steinmetzmeister Herr M u r-s ch e tz geliefert. Der im Kellerraunie aufgestellte WafsergaSmotor. der Wasser auS dem Brunnen in ein auf dem Dachboden befindliche«, »000 Liter haltende« Behältnis pumpt, wurde vom hiesigen Gasmeister, Herrn Krivez ausgestellt. Gegenüber demselben befindet sich da« Wannen-bad für die Zöglinge. u. An verschiedenen VorratSkellern vorbei be-tt man den WäschereinigunstSraum. nach die*. fern das Wäsche« und Bügelzimmer, nicht zu ver-geffen deS bis in daS Unterkellergeschoß führen-den Lastenauszuges. welchen eine Wiener Firma errichtet hat. Durch die Speisekammer kommt man in die prachtvoll eingerichtete Küche. Die Herde und alle Hasnerarbeiten hat der Hafnermeister Herr Meister vorzüglich ausgeführt. Von der Küche führt eine Tür in de» Speisesaal. Der prächtige Raum enthält eine in hellem Zirben-holze von Herrn Karl Kratzer hergestellt,, sehr hübsche Einrichtung und ist von dem a»-grenzenden Tnrnsaale durch eine bis an die Decke reichende Holzioand getrennt, welch letz-tere bei feierlichen Anlässe» ganz entfernt werden kann. Allgemein bewundert wird mit Recht, in wie großartiger Weise sür die Beleuchtung der Schulzimmer und deren Einrich-tuny gesorgt ist. Die Tischlerarbeit haben die hiesigen Tischlermeister Herr Kratzer. R e i-s i n g e r. K o d e l l a »»d P o »t a s cb auSge« führt. Alle Schlosserarbeiten, welche ebenfalls vor-züglich ausgeführt sind, haben die Pettauer Schlossermeister Herreif Scheichenbauer, Rasteiger, Knkovetz u. Max durchgeführt. Über die breite, angenehm zu steigende Stiege ge-langt man in das erste Stockwerk, in welchem sich zunächst an der rechte» Seite der Zeichen-sal befindet, der durch die Lehrmittelsammlung vom Arbeiissaale getrennt ist. Der übrige Teil deS StockioerkeS wird durch die Lehrzininier der Volks- und Bürgerschule, das Konferenzzimmer und die Kanzlei deS Bürgerschuldirektors in Anspruch genommen, für welch' letztere die sehr ge-schmackvolle Einrichtung im neu«» Stile von der chischen Gymnasien erhalten immer sast alle Schüler Vorzngszeugnisse. Das nächste Semester sollte Ladi die. natürlich, tschechische Universität in Prag besuchen. Die Ferien waren zu einer Reise in die Schweiz bestimmt. Es war seine erste Tour in nicht tschechisches Landgebiet. Da» hiesür unerläßliche Rundreisebillet bereitete ihm den ersten Schmerz. E« war in deutscher Sprache abgefaßt und jede« Blatt führte den Titel: Rundreise-karten der vereinigten deutschen Eisenbahnen. Sein heißer Wunsch, diese Karten in tschechiicher Sprache ausgestellt zu erhalten, blieb unerfüllt. Aber man gab ihm einen rot-weißen, tschechisch bedruckten Umschlag zu dem Fahrscheinheft; da» beruhigte sein ausgeregteS Gemüt. Und so fuhr er eine» schönen TageS nach München, seiner ersten Station. In der gemütliche» Bajuwarenhauptstadt erwartete ihn ei» dort lebender tschechischer Maler aus dem Bahnhöfe »ud führte ihn in die Münchner Tschechenkolonie, wo es »»lerem Ladi au«' Tischlerei Kratzer geliefert wurde. Da» zweite Stockwerk enthält »un da« eigentliche Mädchen-heim, wo vor allem der in seiner Ausstattung einzig bastelnde Schlafsaal I. die allgemeinste und rückhaltloseste Bewunderung erregt. föcttklHina Aus aller Welt. Die „Reue Freie Presse" erblickt in der halbamtlichen Meldung von der bevorstehenden Einberufung des ReichirateS einen Beweis da- für. daß an ein Scheitern der Ausgleichsverhandlungen nicht z» denken sei: .Scheitern die Ber-Handlunge», dann bleibt den beide» Ministerpräsidenten kann» ein anderes übrig, als der Krone ihre Portefeuilles zur Verfügung zu stelle». Der Zeilputtkt aber, i» dein eine Regierung eine» sol-che» Bedanken faßt, pflegt nicht derjenige zu sei», in welchem sie daS Parlament einberuft. Würde Herr v. Körber sich auch nur mit der Möglich-seit zu beschäftigen haben, d^ß die Krone ihm einen Nachfolger gibt, so ist das geringste. waS er diesem Nachfolger schuldig wäre, daß er ihm Zeit läßt, die Lösung der ihm hinterlassenen Ausgleichssrage zu finden, bevor er genötigt ist. vor dem Parlament zu erscheinen." DaS Borgchen König Leopold» von Belgien gegen die Gräfin Lonyay hat, wie man in den Wiener diplomatischen Kreisen versichert, zu einer schweren Verstimmung zwischen dem Wiener und dem Brüsseler Hof geführt. Die Fürstin Elisabeth Windisch'Äraetz hatte bekanntlich oie Reise nach Brüssel angetreten, um der Lcichenseicr der Königin Heimelte, ihrer Großmutter, beizuwohnen, ist aber infolge einer telegraphischen Berständi-gung der Gräsin Lonyay aus halbem Wege zu-rückgekehrt. Man erzählt »un, daß die Fürstin Windiich-Graetz nach ihrer Rückkehr nach Wien den Besuch ihres Großvater«, des Kaisers Franz Josef, erhalte» l>abe, welcher sich über die Um-stände erkundigen wollte, durch welche die Für-stiii zum Aufgeben der Reise »ach Brüssel be-wogen worden sei; der «aiser soll nämlich au-fangS nicht damit eiiiverstanden gewesen sein, daß Fürstin WindisthOraetz nicht nach Brüssel gereist war. Nach den Aufklärungen, welche die Fürstin dem Kaiser gab. soll er jedoch ihr Ber-halten vollständig gebilligt haben und e» trat eine verartige Berstimmnng zwischen dem öfter-reichischen und belgischen Hose ein. daß es sogar zweiselhast wurde, ob Kaiser Franz Josef dem in Wie» abgehaltenen Requiem für die Königin Hknriette beiwohnen werde. Der Kaiser sei dann doch erschienen, nm den Bruch nicht zu offenkun-dig werden zu lassen. Die Boykottliewegung gegen die serbischen Kaufleute, die früher hauptsächlich von den opo-sitionellen Zeitungen getragen wurde, wird, seit» dem strengere Maßregel» gegen die Presse getiof-fen wurden, durch persönliche Agitation dnrchge- nehmend gefiel. Bon dort schrieb er an seinen Bater folgende Ansichtskarte: Tschechisch München, am.....19 . . Seit zehn Stunden hier, habe noch kein deutsches Wort gehört. — alles spricht mit mir nur tschechisch. Die Stadt gefällt mir. nur da» Bier ist elend; unser Prager Bürgerbräu ist viel besser. Morgen geht eS lustig weiter in da» tschechische Deutschland hinaus. Na zdar! Dein uiigcrmaiiisicrbarer Sohn — Ladi. Auch Konstanz am Bodens«, mit seinen historischen Erinnerungen an ttn großen Tschechen Magister Hnß, sand seinen ganze» Beifall. Aber da er keine» tschechische» Führer fand und nur auf die wenigen deutsche» Brocken ungewie-fen war, die er kannte, ging e» ihm ziemlich schlecht. Er versuchte e» zwar mit der französischen Sprache, die er doch vier Jahre lang gelernt hotte. Aber seine französisch« Aussprache schien ganz noch Talleyrand. den Zweck zu haben, sein« Gedanken zu vrrbergen: kein Mensch verstand ihn. Er zog e« also vor, seine Wünsche mit Hilfe eine» Wörterbuches in dem verhaßte» Deutsch führt. Kroatische Studenten durchstreife» die Jlica, wo sich di« vornehmste» Kauflädtn befinden und überwachen, ivelche jungen Damen serbisch« Ge-schäste betreten. Diesen Damen wird gedroht, daß im Earneval niemand «it ihnen tanzen werde! Der G«schäft»gang bei den serbische» Kaufleuten ist aus ei» Minimum reduziert und beträgt kaum ein Zwanzigstel de» früheren Verkehrs. I» ser-bischen Kreise» wird bereits die Möglichkeit einer AuSlvanderung aus Agram besprochen. Die letzten Blätter bringen abermal» die Nachricht, daß König Leopold von Belgien mit RücktrittSgedanken umgehe. Die jüngsten Zerwürf-niffe sollen ihn in diesem Vorsätze bestärkt haben. Der Thron geht dann aus den Prinzen Albert über. König Leopold wird den Rest seine» Leben« ausschließlich im AnSlande verbringen. Aus Stadt und Land. (Der Gcmeindcrat der Stadt pettau) hat sich in einer am 8. d. M. stattgefunden«» Sitzung mit der Frage der LandtagSwahlen besaßt und folgend« Bertraueilskundgebuiig einstimmig an» genommen: .Der am V. Oktober 1902 in außerordentlicher Sitzung versammelte Gemeinderat der l. f. Kammerstadt Pettau als Ber-tretung der deutschen Wählerschaft dieser Stadt nimmt die bevorstehenden LandtagSwahlen zum Anlasst, dem bisherigen Abgeordneten, Herrn LandeSauSschußbeisitzer Dr. Gustav K o k o-s ch i » «g g, di« Versicherung zu geben, daß die deutschen Wähler der Stadt Prltau stet« «igedenk sei» werden, wie Pettau« Ehrenbürger, Dr. Gustav Kokoschin egg zur Förderung der deutschen Bestrebung«» mit echt deutscher, unent» wkgtcr Beharrlichkeit beigetragen hat. Der Gemeinderat spricht Herrn Dr. Gustav K o k o-s ch i n « g g für diese seine mannhast« Erfüllung der Pflichten al« Abgeordneter der Stadt Petta» da« v o l l st« B e r t r a n e » aus und richtet an ihn die Aufforderung, auch b«i der bevorstehenden Wahl al« LandtagSwahlwerbec aufzutreten." «Affcner Srirf au Herrn Surgermrister Gruig.) Hochgeehrter Freund! Mit wahrrr Freud« und Genugtuung habe ich den mir durch Dich mitgeteilt«,! Beschluß deS jrhr gerhr-te» Gemkinderatez der lf. Kammerstadt Pettau. meiner neuen liebe» Heimatstadt, zur Kkiintni« genommen und bitte Dich, allen Herren Gemein-berät«» meine» besten tiefgefühlten Dank auSzu-spreche». Ich nehm« di« mir angebotene Kandidatur an vud werd« bestrebt sei», nach meinen besten Kräften, »ach wie vor. meiner lieben Hei-matstadt zu nützen, sall« ich gewählt werden sollt«. Mit brstt» deutsche» Grüße» Dein treu ergebener alter Freund Dr. Kokoschiuegg. (Heimische Kouft.) I» der A»slag« de« Schneidermeister« H. Mast« n ist gkgknwärtig «in prachtvoll?« Rknaissanze - Wandschränkchen au«- schlecht zwar, aber doch wenigsten» verständlich zum Ausdruck zu bringen. So kam er über mehrere Station«», »ach dem herrliche» Ragaz. Im Taminahotel schrieb er sich wi«d«r wie gewöhnlich als LadiSlau« Ewrcek au« Praha ein. Er war nicht wenig verwun-dert, al« der sonst intelligent aussehende Hotel-kellner nicht wußte, in welcher Gegend di- Stadt liege. .Praha liegte in Beinen," lautete die prä-zise Auskunft unser«» Reisenden. Der Kellner verneigte sich höflich. »Sehr wohl, mein Herr, wie heißt aber die nächstgele-gene größere Stadt?" Ladi wurde ungeduldig. „Praha ist königliche Hauptstadt von Bemen." .Die Hauptstadt von Böhmen ist doch Prag." wagte der Kellner höflich zu erwidern. .Mir Bemen, die Herren von Stadt, uen» nen'» unsere Praha." Der Kellner war so klug wie zuvor. ,Par-don, mein Herr, ich war vor einigen Jahren auch in Prag, sprach dort aber nur deutsch — gestellt. Da» Kunstwerk wurde vom hiesigen Tischlermeister Herrn Karl Kratzer nach dem im Rationalmuseum zu Wiüncheu be-findlichen Originale vorzüglich gelungen ange-fertigt. Da« Kästchen ist bereits nach Wi«u ver-kauft. (Jluftkvrrrinsschiit.) Die Schule unsere» Musik?ereineS hal mit dem jetzige» 25. Schul-jähre den höchsten Schülerstand erreicht, nachdem bi« nun 78 iu der Anstalt und 14 im deutschen Mädcheiiheim unterrichtet werden. Es ist diese Schüleranzahl für 3 Lehrer eine ganz beträch!, liche. Die größte Schwierigkeit bereitete die Ein» teilung in die wenigen der Musikschule zur Ber-fügulig stehende» Stunde». An di« geehrten Eltern und deren Stellvertreter ergeht aber di« Bitt«, dakür Sorge tragen zn wollen, daß die Schüler präcise zur Schule kommen u»d daß die Ausgaben auch gelernt werden; nur dann wenn Hand in Hand gegangen wird, ist ein günstiger Erfolg zu erwarten. Für den 4. November ist der zweite Kammermusikabeiid festsetzt, bei welchem nur Mozart« Werk« zum Bortrag« gelangen. Diesen reihen sich Schubert-, Brahm«- und Beethoven-Abende an. Zum Schluss« der Konzertjaison ist ein großes Orchester-Konzert unter Mitwirkung aus-wärtiger Kräfte in Aussicht genommen. E« wär« sehr wünschenswert, wenn dir Bewohnerschast den au sie «rgongenen Einladungen zum Beitritt in den Bereiu Rechnung tragen würde, da der Verein wohl der Unterstützung würdig ist und die monatlichen Ausgaben durch vermehrte An-stellung von Musikkräfte», eine bedeutende Erhöh-ung erfahren haben. Will man gute Schule und gute Musik, dann heißt es Opfer bringen, denn ein alte« Sprichwort sagt: „Wenig Geld, wenig Musik." Wünschenswert iväre es, wenn diese« Sprichwort in Pettau nicht zur Anwendung gelange» würde! (Ein Ehrenfest »»lerer Feuerwehr.) Am 4. d. M abend« feierte unsere wackere Feu«rw«hr «in seltene« Ehrenfest. E« galt ihrem vielverdien-dienten Hauptmanne, dem Herrn Johann S teudte und dem Zug«führer Herrn Johann Lau» r e n t s ch i t s ch. Durch volle dreißig Jahre haben sich die beiden Herren dem oft beschwer-liehen Dienst« de« FeuerwehrmanncS geweiht, habe» oft und oft ihre Gesundhtit, ja sogar ihr Leben in di« Schanze geschlagen, um ihre» Mitbürgern, ihren Mitmenschen zu helfen. Kein Wunder, daß da« seltene Doppelfest an einem gemütlichen Abende von der sast vollzählige» Feuerwehr in überaus glänzender Weise gefeiert wurde. Unter den Gästen wäre» auch erschienen: Der Herr Bürgermeister O r n i g, Herr Vize-bürgermeister Kaiser, dann die Herren Ge-meiuderät«: Blanke. Kasimir. Roßmanu, Sellinschegg. Strohmaie r. Ehren-hauptmann Herr Spri tzey und viele andere. Hanptmaniistellvertreier Herr Fü r st Josef eröffnete mit einer Ansprache da« Fest u»d überreicht« ich fand «i» sehr schöne« deutiche« LaudeStheater dort —" .DaS ist jetzt all«« ander« — jetzt ist alle« bemisch." Ladi« Worte klangen kurz, fest und ernst, wie da« Kommando eine« mißver-gnügten Unteroffizier». Der Kellner schüttelte kleingläubig den Kops: .Also, böhmisch ist nicht deutsch?" Ladi richt'te sich so hoch auf, al« e« seine kleine, gedrungene Gestalt zuließ: .Nein, bemisch ist eigene, berühmte Weltsprache für sich!" Der Kellner, der fast all« europäischen Kul-tursprachen beherrscht«, fühlte sich in seinen Sprach-kenntnissen angezweifelt. .Entschuldige» Si« die Frage, mein Herr: WaS ist da« aber für eine Sprache, diese« Böhmische, da» nicht deutsch ist?" Unser Ladi rang wie ein Verzweiselter mit den Schwierigkeilen de» deutschen Worte», um dem Kellner begreiflich zu machen, wa« da» Tschechische sür eine Weltsprache sei. Endlich fand er ein vergleichende« Bild für feinen Gedanken-gang: .Unsere Sprache ist etwa« — wie — russisch" dem jubilierend«, Hauptmaime einen prachtvoll ausgeführte» Photographieständer. Der Rand de»-selben ist au» Stahl geschmiedet und hat die Arbeit der hiesige Echlofsermeister Herr Max kunstvoll an»-geführt. Herr Steudte war über da» prachtvolle Geschenk sehr erfreut, er dankte für beileibe und überreichte hierauf dem zweiten Jubilar Herrn Laurentschitsch eine goldene Uhr, welche durch Beiträge der Feuerwehrmitglieder und der Stadt-gemeinde Pettau gekauft worden war. Hierauf ergriff der Herr Bürgermeister da» Wort und schilderte in einer kernigen Rede die Leiden und Freude» de» Feuerwehrmannes, eine» Stande», der da. wenn es zu helfe» gibt, nicht fragt, ob der Bedrängte dieser oder jener Nationalität an-gehört, sondern in ihm nur den hilfebedürftigen Menschen sehe. Im übrige» fei die Feuerwehr von Pettau ein Hort unsere« deutschen Gewerbe-stände», welcher gerade in der jüngsten Zeit de» gltnzendste» Beweis feine» Können» geliefert habe. Er brachte ein Heil auf die Jubilare und die Feuerwehr von Pettau au». Nachdem noch verschiedene andere Herren gesprochen hatte», folgte ein zwanglose» Zusammenfein, welche» erst in später Stunde beendet wurde und welche» da» untrüglichste Zeugnis gab, wie beliebt die beiden Jubilare bei ihren Mitbürgern und Stau-de»angehörigen sind. (Throteruachrichl.) Wir mache» nochmal» aus da» vo» der Direktion eröffnete Abonnement für Sitze aufmerksam und wäre eine zahlreiche Beteiligung an demselben sehr wünschenswert. Simal da» Reservieren der sogenannten Stamm-tze sehr umständlich ist. abgesehen davon, daß e» besonder» bei Premiere» oft Unzukömmlich-testen hat. Mit .Alt - Heidelberg" wird da« Theater eröffnet, wobei natürlich die Eintritt«-preise erhöht werden müsfen, da die Anschaffung«, kosten, welche die Aufführung von „Alt Heidelberg" verursacht, sehr hoch sind. Die Karten sind vom DienStag den 14. Oktober angesangtn bei Frau Wegschaider erhältlich. Al» eine der nächsten Borstellvngen ist Gustav Freytag» be-kannte« Musterspiel .Die Journalisten" in Au«-sich! genommen. Entschiede» hat Herr Gärtner, welcher sich während seine» früheren Wirken» an unserer Kunstanstalt ungeteilte Sympathien de» Publikum» erworben hat. heuer gleich mit voller Krast eingesetzt, weshalb mit Bestimmtheit zu er-warten ist, daß der Besuch der Borstellunge» auch dcm Gebotenen entsprechend f«in wird. l^rige.) Wäre e» möglich, daß de» allge-meinen Ansprüchen aller Interessenten Rechnung getragen und daß die Fahrstraße von der {Übersetzung bi» zum Südbahnmaaazine endlich aufgebessert wird? — Antwort: Die Verhandlungen diesbezüglich haben bereit» — angefangen. (3Ut fribtlbera.) Wie schon bekannt, wird die heurige Theatersaison mit dem Studenten-stücke .Alt-Heidelberg" SamStag den lb. Oktober Jetzt war der Kellner zu.Haufe: .Ah, der Herr »st ein Russe!" .Ja." kam e» tonlo» von Ladi'» Lippen, .ich bin sich Rnffe." Während der Hotelkellner den Meldezettel mit Datum und Zimmernummer versah, schnürn-leite er verständnisinnig: Ich hätte e« mir nach der Aussprache de» Herrn eigentlich denken kö». nen, die Herren Russen sprechen alle so." Ladi war wie vernichtkt. Also, so wenig konnte man seine große Nation und seine Herr-liche königliche Stadt Praha, daß er sich für einen Russen ausgeben mußte, um nicht für einen Deutschen gehalten zu werden! DaS war zu viel für fein besaitetes tsche« chijcheS Nationalgefühl. Traumverloren ging er an all den Naturschönheiten vorbei, die der Wundergarten Europa«, die herrliche Schweiz, vor seine» Blicken ausbreitete. Er hörte immer nur die Worte de» HotelkelluerS: „Ah, der Herr ist ei» Ruffel" und dazwischen tönte, wie die vernichtend« Posaune des Weltgerichtes sein eige-ne», feige» und frevelhafte» Eingeständnis: .Ja, ich bin sich Rnffe." Ein guier Zufall wollte es, daß er noch an 1. I. eröffnet. Da« Stück hat überall eine gerade- j zu begeisterte Aufnahme gefunden und beschränken wir un» darauf, ein Referat eine« Wiener Blatte« auszugsweise anzuführen: .Meyer-Förster, der mit „Alt-Heidelberg" ein echt nationales Werk zugleich geschaffen hat, hat am Deutschen BolkS-theater einen durchschlagende» Ersolg errungen. DaS Stück enthält eine Reihe prächtiger Szene» ans dcm Studenteiileben, welche voll erobernder Munterkeit find. Schon die große Hauptizene im 2. Akte, die alle EoipS um die hübsche WirtS-nichte zu einer Huldigung für Franenlieblichkeit ver-sammelt, muß dem Schauspiele magii'tische Kraft verleihe». Der Verfasser hat weder Form noch Geist von sremdem Geiste geborgt und wohltuend wirkt e«. in dieser Zeit echte deutsche Worte wieder zu hören. DaS Stück wurde in Berlin bereit« über 200 Mal gegeben und erzielt gegen-wärtig in Wie» noch volle Hänser." Wir können Herrn Direktor Gärtner nnr dankbar sein, daß er uns mit einen, solche» Werke bekannt macht, zumal eine derartig« Ausführung an einer klei-neren Bühne immer mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Wie wir vernehmen, wird auch die Ausstattung eine würdige sein, soll doch sogar die Dekoration aus dem Atelier eines bekannten Wiener Malers bezogen werden. Einen besonderen Reiz erhält die Aufführung dadurch, daß ein Teil des hiesigen MäniiergejangvereineS aus Ge» fälligteit die vorkommenden Ehöre singen wird. Herr Direktor Gärtner, welcher selbst daS Stück inszeniert, hat auch eine größer« Rolle in dem-selben inne und wollen wir zugleich den schon ost geäußerte» Wunsch wieder aussprechen. daß Herr Direktor Gärtner seinen Komiker Gärtner öfter« auftreten lasten möge, als dies in der vergangenen Saison zum Leidwesen deS Theater-Publikums d«r Fall war. (Eine stramme Lehrerin.) Unter dieser Aufschrift bringt die .Südsteirische Presse" «ine Erwiderung auf di« gleiche Notiz in unserem letzten Blatte. ES wnndert un» allerdings, daß ein« diesbezügliche.Berichtigung" au die .Pest" und nicht an »ns geschickt wurde. Wir habe» abermals mit der Bäuerin gesprochen und diese erklärte: „WaS in der Zeitung über mich, mein Kind und die Lehrerin geschrieben steht, ist vollkommen der Wahrheit entsprechend!" Ob die gute Lehrerin nun das Kind oder die Mutter beim Arm? angegrisfe», ob selbe diese oder jene Worte gebraucht hat, das bleibt völlig gleichgültig. Wenn daS Fräulein wünscht, bringen wir in der nächsten Nummer ihren Name» und den Namen der betreffenden Bäuerin und beweisen ihr öffent» lich, wer gelogen da»! (Tod durch Sie Puffer.) Letzte» Montag hat der Wagenuntersucher und Schlosser der Süd-bahn, Johann Balenti n.ein gebürtigerFriedauer, der auch als Lokomotivheizer verwendet wurde, in Pragerhos eine» gräßliche» Tod erlitten. Nach» dem UnglückStage selbst einen Freund seine» Ba» terS traf, der, aus Paris kommend, über Ragaz »ach Prag zurückfuhr. Mit Träne» in den Au-ge» siel er den alten Herrn um den HalS, klagte ihm schluchzend sein Mißgeschick und bat um die Erlaubnis, sich ihm anschließen zu dürfen; er hatte nur einen heißen Wunich. so bald wie mög-lich wieder zu Hause zu sein, in seiner lieben, goldenen, tschechischen Praha. Und so geschah eS auch. Auf der fluchtähnlichen Rückiahrt gaben sich beide da« Ehrenwort, die furchtbare, da« tsche-chische Volk so entehrende Tatsache anf Nim-merwiederdenken zu vergesfen. Sie hielte» Wori. «ber ein deutscher Spatz aus Prag, der juit damals in Raga; war und die erschütternde Selbstanklage deS verzweiselnden Ladi gehört hatte, hinterbrachte da« Ganze dem Schreiber dieieS und so kam eS an daS TageS» licht der Druckerschwärze. Ladi ist wieder daheim. Er hält wieder sei» vo» allen deutscheu Straßeutafel» gereinigtes, goldenes, tschechisches Mütterchen Prag für de» Nabel des Erdballes, das konsonantenieiche Idiom Vater Tscheche für die erste Weltsprache u. s. w. | dem er beim Zuge 208 die Bremse untersuchte, wollte er rasch zum Zuge 14, welch«r um 7 Uhr 46 Minute» ab«ndS in Pragerhof «in-trifft, gehen, geriet dabei aber zwischen die Puffer, welche dem Unglückliche» den Brustkorb eindrückten, wodurch der Tod sosort erfolgte. (Ein fideles Gefängnis) scheint hie und da da» Bezirksgericht von Friedau zu sein. Der Maler und Anstreicher R o b i ü, der eS zuweilen nicht verschmäht, ein wenig tiefer in daS Gläschen zu sehen, hatte letzthin eine Bier- und SchnapSreise von einem Gastlokal zum anderen unternommen. Da sich der gute Robiü auch daS Ausrichte» und gelegentliche Beschimpfen seiner Mitmenschen zu seiner Lebensaufgabe gemacht zu haben Icheint, ward er vom Genusse de« edlen FuselS derartig begeistert, daß er sich in Au»-Übung seiner erwähnten Lebensaufgabe wegen begangener Ehrenbeleidigung eine einmonatliche Arreststrafe anf de» HalS gezogen hat. RobiS scheint nun einen Helfer i» der Rot gefunden zu habe», den» er wurde .auf Arbeit herauSgelaffen". ES ist allerdings Gebranch, daß Taglvhner oder sonst unselbständige Arbeiter zu Hau»- oder land-wirtschaftlicher Arbeit unter gehöriger Aufsicht zeitweilig auS dcm Arreste gegeben werde», bei selbständigen Meistern ist die« unseres Wissen« doch noch nirgends geschehen. Robiü jedoch wnrde sogar auf einige Tage inS Ausland, nach Kroatien gelassen. Und warum dies alles? Robiö hat diese außergewöhnliche Arrestfreiheit nur dem Glücke zu verdanken, daß er ei» — Slvvene ist. (Ein Lurstiger.) Am 6. d. M kam auf der hiesigen Bahnstation ein Waggon Bier aus Graz an und wurde sosort ausgeladen. Hiebei wurde der auf übliche Weife mit Bleiblomben ver» schlösse»? Wage» nur auf der einen Seite geöffnet, die Plombierung auf der anderen Seite blieb unversehrt. Am Abend nun schlich sich ein unbe-kanntet Mann znin erwähnten Wagen und kam gerade zu den unverfehrten Plomben, allwo auch die Aufschrift „Bierwagen gefüllt" zu lesen war. Sofort löste er die Plomben und begab sich in da» Innere des Wagen», um feinen jedenfalls brennenden Durst zu löschen. Er muß nicht schlecht überrascht gewesen sein, daß er den Wagen leer vorfand, denn er ergriff fluchend die Flucht, welche er — scheinbar mit großer Praxis — über alle Gartenzäune fortsetzte, ohne daß man imstande gewesen wäre, ihn einzuholen. (flrfltl).) Ende vorigen Monates brannte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Martin B e r l a k in Steindorf gänzlich nieder. Da» Feuer habe» die Kinder des Besitzers gelegt, i»dem sie in der Tenne mit Zündhölzchen spielten. Der Besitzer erleidet einen Schaden vo» über 2000 Kronen und war mir um einen ganz niedere» Betrag versichert. (Eine regelrechte Lrlagcrung) mußte sich am letzten Sonntag der Gastwirt Lösch » ig in Aitendorf gefallen lassen. Sei» Gastlokal war voll gedrängt von Burschen, welche sich mit ihren Mädchen lustig beim Tanze unterhielten. Da uahte daS Verhängnis in der Gestalt einer fesch ge-wachsen?» munteren Ba»ernd>rne. welche sosort als Tanzkönigin proklamiert wurde. Natürlich wollte ein jeder ihr Tänzer sein, das Mädchen bevorzugte jedoch nur eine». Dasür wnrde dieser von de» übrigen Verschmähten gleich an Ort und Stelle tüchtig geprügelt und weil man schon im Rausen war. konnte mann gar »ich« auf-hören und prügelte sich gegenseitig. Der Wirt und der ebenfalls anwesende Jagdaufseher Würfel schafften die Raufenden aus dem Lokale. Diese versöhnten sich draußen und kehrte» »u» ihre Wut gegen den Wirt. Mit Steinen »nd Holzprügeln bewaffnet, stürmten sie gegen d>'S Hau» und zertrümmerten alle Feniterscheibcn. AI« die Situation kritisch wurde, schvßen der im Gast-hause anwescnde Franz R e s ch e k. Besitzer in Altendors und der Jagdaufseher gegen die Heran-stürmende», welche hieraus schleunigst die Flucht ergriffen. Durch die schnsfe wurden ^vei Burschen. Jakob e l o s i g a und Franz R i b i t j ch, ver-hältniSmäß leicht verletzt. («bstmarkl in ®raj.) DaS Preisgericht (Obmann H i » tz e) hat unter anderen »ackfol-gende Auszeichnungen an Pettauer Bürger verliehen: I- Silberne StaatSpreiSmedaille: iH. W > bmer; silberne Medaille vom Cenlralau«-schuß der LandwirtjchastSgesellschaft in Steier-mark: S. Hutter und «. Sellinschegg; bronzene Medaille: g. C, Schwab. Ein belo-bendei Alierkenimngsdiplom erhielt Herr I. K a-s i m i r. stmörier.)I» Klappen-dors hat sich «n der letzten Woche der ll-jährige Johann S ch e g u l a. Grundbesitzer»»«!)«. an einem Baumast erhängt. Der Grund de» Selbst-morde» ist nicht bekannt. Die Eltern des Knaben sagen aus. derselbe sei immer ein brave», solg-same» Kind gewesen und daß sie nicht einmal eine Vermutung darüber ausstellen können, wa» das Kind in de» Tod getrieben habe» mag. (Mit drin HfvolDsc) in der Hand mußte sich am Ende de» vorigen Monates der Winzer»-soh» Jakob Petek au« Sakoschak gegen andere Burschen gleiche» Orte» vertetdige». Petek gieng ruhig seines Wege», wurde jedoch von mehreren Burschen zum Halten gezwungen. Da er sah, daß man eS aus ih» abgesehen hatte nnd daß er der Überzahl werde erliegen müssen, gab er Fersengeld. Die Burschen verfolgten ihn und Petek sah keine» anderen Anöweg übrig, daher blieb er stehen, zoa seinen Revolver und erwartete seine Angreiser. Der verwegenste von den Ber-folgern, der Besitzersjohn Franz S e l e n k o auS Sakoschak. stürmte aus den Petek ein und dieser gab drei Schüsse ab. durch welche er den Selenko leicht verwundete. Die Berkolger ließen sofort von Petek ab und dieser konnte nun ruhig nach Hause gehen. iviö, indem er sich Requisiten und Proprietäteu für seine ansang» Oktober beginnende Militärdienstzeit anschaffte. (Feuerdertttschast.) Bom 11. Oltober bi» 18. Oktnber, 1. Rotte de» 1. Zuge», Zug»führer Laurentschitsch. Rottsührer Martschitsch. Feueranmelduiigeu sind in der Sicherheitswach-Nube zu erstatten. Landwirtschaftliches. Ueber die henrige Lese. (Nach dem Vortrage de» Direktor» der Lande» Obst- und Weinbauschule in Marburg. Herrn Franz Zweifler.» Wenngleich die dermaligen W>tterung»ver-Hältnisse ungünstig sind," sagte der Redner, ,so ist sür unsere Weinbautreibende» doch kein Grund vorhanden, die Lage so trostlo» aufzufassen, wie e» von manchen Seiten geschieht oder au» man-cherlei Gründen gemacht wird. Allerdings sind die Trauben Heuer i» der Entwicklung zurück, e» ist jedoch alle Hoffnung vorhanden, daß wir noch einen gut trinkbaren Wein bekommen, wenn sich die Witterung zum besseren wendet, wie e» den Anschein hat. In den alte» Weingärten und in manchen Lagen, in Venen noch die auch in guten Jahren nur geringen Wein liefernden Sor-ten, wie Heunisch (Belina), Grünhainer, Blank, weißer Kanigl u. dgl. vorhanden sind, da dür-fen wir Heuer un» allerdings nicht großen Hoffnungen hingeben. Bei den Neuanlogen mit ver-edelten amerikanischen Rebe» ist der Reifegrad im allgemeinen zufriedenstellend, auch in alten Anlagen mit edlen Sorten ist er nicht schlecht. Da» kalte, nasse Frühjahr war der Entwicklung der Rebe nicht günstig und auch der Sommer trotz feiner schönen Tage, konnte da» Versäumte nicht nachhohlen, weil die Feuchtigkeit mangelte und die Nächte zu kühl waren. Der in der letz-ten Woche sich einstellende Rege» hat die Ent-Wicklung gefördert und wenn jetzt »och warme« Wetter eintritt, dürfen wir »och eine ganz gute Qualität erzielen. Aber auch, wenn da» Wetter trübe bleibt, wird eine Berininderung der Säure in der nächste» Zeit noch eintreten. Deshalb soll man die Lese, so lange al» möglich hinausschieben, wenn nicht Fäulnis oder die Angriffe von Bdgeln und Insekten eine zu große Einbuße an der Menge befürchten lassen. Der einzelne kann da freilich nicht» mache»; würde er allein seine Trauben am Stocke lasse», während alle Nach» barn die ihren ernten, so würde» sie ihm sicher gestohlen werde» oder von den Vögel» gefressen. Hier ist also ei» gemeinsame» Vorgehe» nötig, ein Gemeinsinn, der uns zu Lande aber vielfach noch abgeht. Den Geuieindevorsteher» erwüchse in dieser Beziehung eine sehr dankbare Aufgabe, daß sie auf ihre Gemeindemitglieder wegen der Bornahme einer recht späten Lese einwirkten. Daß eine solche wilklich bessere Produkte zu erwirken vermag, da» können wir. abgesehen von« Rhein, in Niederösterreich beobachten, wo die kl>-malischen Verhältnisse entichietxu ungünstiger sind al« bei un», wo aber dennoch weniger saure Weine dadurch erzielt werde». Die Lese der Traube» ist sehr sorgfältig vorzunehnien. Gerade dieser letzten Arbeit im Weingarten wird bei un« sehr wenig Aufmerk-samkeit geschenkt. Wen» man da» ganze Jahr sich gemüht hat in der Pflege deS Weinslocke« und sich um den Ertrag gesorgt, dann sollte man nicht zuletzt die Trauben, wie sie einem vor die Hand kommen, in einen Topf werfen. Bor allen, sind die kranken Traube» und Beeren vo» den gesunden zu trennen, denn sie verschlechtern die Qualität sehr stark; auch die unreifen soll man für sich lesen, wie die reifen für sich. Die da-durch entstehende Mehrarbeit wird sich gewiß durch einen besseren Wein später bezahl« machen. Man soll die Trauben ferner .rebeln;" gerade heuer würde durch die grünen Kämme dem Weine ei» herber, unreifer, sogenannter „grüner' Geschmack erteilt werden, der >h» min-lnrwertig macht. Die Auslage» für ein Rebel-gitter sind fo gering und die Arbeit ist eine so kleine, daß niemand sie unterlassen sollte. Man soll ferner die bessere» Sorten, wie Riesling, Traminer, Sylvaiier. WelschrieSling u. s. w. nach dem Maischen einige Zeit am besten über die Nacht, stehen lassen, bevor man sie abpreßt. Die Hülsen eiithalteu die Geschmack-stoffe, welche durch da» Liegenlassen besser auSge-zogen werde»; auch ein bessere« Auspresse» wird dadurch ermöglicht, weil der Sast weniger schlei-mig ist. Wen» die Trauben edelfaul find, soll man diese» Stehenlassen erst recht vornehmen; e» wird zwar vom Schimmelgeschmack etwa» aufgenommen werden, doch geht dieser in kurzer Zeit wieder verloren, während die sonstigen Ge-schmackstoffe den Wein wesentlich wertvoller machen. Die geringeren Sorten, wie Heunisch, Elb-liiig, Gutedel u. a. soll mau dagegen rasch ab-pressen, die Maische also nicht stehen lassen. Zur Erzielung einer besseren Gährung ist e» gut. den Fässern vor dem Einfüllen de» Moste» einen schwachen .Einschlag- zu geben. bi» höchste»» '/« Schwefel schnitte aus einen Startin. Die Gährung wird dadurch wohl an-fäuglich etwa» verzögert, sie wird ober, wenn sie einmal begonnen hat, viel reiner und glatter verlaufen. Die schweflige Säure ist in geringen Mengen ein Reizmittel für die Gährung. welche durch sie angeregt wird. Größere Mengen ver-hindern sie allerdings Etwa» ähnliche» haben wir ja bei vielen Gifte», welche in größeren Mengen töten, in kleineren aber wohltätig un-feren Körper beeinflußen. Wenn wir die gegebenen Winke einhalten und die erprobten Borschläge beobachten, dann werden wir auch Heuer noch einen ganz guten | Wein bekommen, der eine» bessere» Preise» wert ist. Aber freilich dürfen wir un» nicht dahin ausreden, .da» kann ich nicht machen," .da» geht bei mir nicht" u. f. w. Wenn man guten Willen hat. geht alle», der aber gehört freilich dazu! Schutzmarke: Auter LINI1ENT. CAPS. COMP. au« Wiitterl AMdete in Prag. ist al« »»rjiigttchfte sch«erzfttlle»d« Ei»- reibnng allgemein anerkannt! zum Preis« von so h., K. I.4V und 2 St. vorrätig in allen Apotheken. 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Dezember 1901: 17417« Millionen Kronen Das Deckungskapital für die österreichischen Versicherten hinterlegt beim k. k. Ministerial-Zahlamte in Wien. 6Mtrai*Dircktloi fflr östmeld» Wien, I., Lobkowltzpletz I. Rattentod SakhärTnae »S0 unoerlangt eingegangener Bank- und Haer-ktaaaagitArtlfcfa aber «sielt« fclWrtolge sendet aus Wunsch jedermann «Mitjeltlidt und portofrei Ernst Hess, Klingenthal, 8a°k.«n. ^^^^_^Eucalyptua-Im£Orteurii^^_^_ = ZeognisalischriN. = Geehrter fwu Heßl Teile IljNe» ergebenst mit, doß Ihr ljncalrPtuS sich vortrefflich bei mir bewährt hat, gegen RheumalitniuS Sage Ihnen tausend Tont dafür. Achtung«voll Alt vargow, ltr«. Zitolp, Poni. Karl Weaztoff Xolporteure, Bilder- Ageatea, Isiekaranz-Agent«». £«4-fIgtattn etc etc. sönnen monatlich HOO bi« -440 Kronen sicher und dauernd verdienen. Offerte »nier »Sichere Existenz- andi«Annon«n-ItlpedilioilI. Daaneberg, Wie», II., Pr»t,rpraße 33. Obst-Samen neuer Ernte, sucht zu kaufen Thcs. 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Der Beginn des Unterrichtes ist für Montag den 13. Oktober angesetzt. Die Hörerinnen versammeln sich um 9 Uhr Früh im Zeichensaale der Bürgerschule, woselbst ihnen die nötigen Mitteilungen gemacht werden. Hörerinnen, welche nur in einzelnen Gegenständen, wie Litteratur, Französisch, Englisch, Zeichnen, Kochen, Bügeln etc. Unterricht nehmen wollen, mögen sich diesbezüglich mit Herrn Direktor Ltfbl, beziehungsweise der Vorsteherin Fräulein Kellenberger ins Einvernehmen setzen. Für den Stadtschul rat: Josof Ornlg. T7"ere^b-rte Hausfrau! Lassen Sie sich nicht irre führen I In keinem Hause soll eine Nähmaschine fehlen. Niemand versäum« im eigenen Interesse, bei Eedarf einer guten und dennoch sehr billigen Nähmaschine sich vertrauensvoll an uns zu wenden. Wir empfehlen Jedermann die weltberühmten erstklassigen Bielefelder Nähmaschinen Dürkopp & Co.. die einzig in ihrer Art dastehen. 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Mai 1899 hinansgegebencu Dienstvorschriften für die Verwaltungen der steierm. Landes-Biechen-Anstalten, werden hiemit für das Landes-Siechenhaus die Lieferungen von Medikamenten, Fleisch, Gebäck, Melil und Hülsenfrüchten, Spezereiwaren, Holz, Kohle, Bettenstroh und Totensärgen für das ganze Jahr 1903 im Offertwege atisgeschrieben und sind die mit einem Einkronenstempel versehenen, womöglich bemusterten Offerte zuverlässig bis Ende Oktober 1902 (später einlaufende Offerte finden keine Berücksichtigung) an die gefertigte Verwaltung einzureichen. Hievon ergeht die allgemeine Bekanntgabe mit der Einladung zur Beteiligung an der Offertlegung mit dem Zusätze, dass die Lieferungsbcdingniase, welche für die Lieferanten, deren Offerte angenommen werden, in allen darin enthaltenen Punkten unbedingt bindend sind, in den gewöhnlichen Amtsstunden irn Verwaltungs-Amte der hiesigen Landes-Siechen-Anstalt zur Einsicht erliegen. Verwaltung der Landes-Siechen-Anstalt. Pettau, am 10. Oktober 1902. Hl Im Hause Nr 15 am Minoritenplatz ist ein Gewölbe samt Wohnung allsogleich zu beziehen. Anfrage im Tabakgewölbe. der Haare! Am laWl mehr! •I« ktmtrktaNcnk«« M(n«U «*«!*•• Main. frau «ml Klnl «ra*l-«•II«« Kofffcaar *«rl«IM. — TlriiMm iu iMftlll* lar Hur«, maSM 4ss ItUf Mm, WO* Mm«, »»,< KiiHhm am« m*l >«l«a Haar Mn»«r. Um mmI IiH—iMi, — friNM«ttfe W|rimi Im «rblli «|MM flffrmi falna natUrtl*« fast« wUtfcr. •anntivt dar Haar« auf kaklan Ktflin, lewla Hugtnkraaai, «4 Uliwparn. Uaki tea R«m „UfaarU" II li tantla da »lud (ifMkta »art«. »>IS,I tiatn l»a,«a au »«»»ctfat Hr " ----- "---- ifllM [MM ■ ut|antl| aak »>» irtaakta ftaanaaei fta» Rlak« ak lllianil aauiw«lt»u. tr«ast«l kn flUntt ikn k lila I ffuli« ,L«n PoUak. JaIMi wt-:»' rarrta* k«l .Laracrla' I Alasch« .Laratrla* fiTÄSÄ «• «im >*. g» >»krtt JM»*7a »aa HU« aach I »lasch« Wra'a Btraaarilr, lartta Batik« la Z»a>Ml« (Statfchtaak): »tl kn (UM« iataarla* lau I« Ich» laMtkta aak Hl («Ulf« Wut aaa«a t"tn|l '^Ma BlUa «Irk/. flchffafe« I Skala Gl> |rfUi|l |k|R aach • aak |cht |afS"aVla Arial«U i------. aa stakt«; kack Mm kt»Jkn sich l. VT«frf«> i. toklllar la W«a Icherikl, Ach ball» !aa,t Jak,« riata taklluM aak ktaasa lat ilni|«« ..'d- .Utacrla* M(a»«aktn. Raa Ü aitta« |«at« Mcht »V $aa,«a k«k«h ■«! kltlt «tut, alcht km auch>«a< krachi« Ihr .1^»,»<«!»' »aftaak« fan I. ffnaa», Masiii Ha»»,» Ich Mit« aaknt Stillt! trlolalol aiaiütaktf. hatt« 3Jt .LflTifHa" irtk,|t ainkartait Bttfaai »la« iatzl« *t«St, »«Ich« Ich ftk, laa«, tatti, »u,k< all! ataaa Ha-r,» (,», lch»a » 9tt«l JLatMrl«- •stkn ■«laca frlkma tWU» C ersuch« ITT richt «raa I »«aal., »a»a»il 3«k„Uit| Un Ich aa Nlmllil Stil-k.« 14 St, .Lafatriu- ,«k,aa», faBn alt, lila, chaar« aal aak aiiHa« Haar, £a?<» „Lataarla" »nkta kl« C«ar»»t»tl« la IM* kttrltklatakiT >»>« altkn aaattift. Hai jaaat Haa, tat««* aak »Ich« w niMlMn «ch»MU»M. fit,au niMta. k««a Ca«, (att uak aa,«Aschttalich las ,»», liklak II. M 1t" Btutlrt lich« frtil «la«, B,*t«a Flacht „LaraarU", Bikro« Htaau aa»«Mtak II, I AI «Ich,a 11 i, I AUlchta » * Btrfaakl K<<« MMul« ad«, MTktrl«, «tUtiafaaftaai katch kal «ataHIM« »«»«, > M. Feith, Wien, VII. Mariahilserstr. 88. MW i M » » « !! Täglich frisch!! 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Lelpilt. ftivncheii. «vi-nber*. »laitpa/Y, 11 Ltiiigenleiden cSrschÄcht# heilbar. «vs dem medizinischen Kongreß konstatierte Pros v. Leyden, daß in Deutschland dauernd on 1,200.000 Menschen schwindsüchtig sind von diesen jährlich co. 180.000 jener furchtbaren Krankheit erliegen. Da jeder Mensch sast täglich Tuberkelbazillen (die Erreger der Schwindsucht) einatmet, so müßte die ganze Menschheit au«sterbe». wenn nicht der Körper einen Stoss erzeugte, der die Bazillen vernichtet, ehe sie ihm Schaden dringen sännen. Dieser Stoss findet sich in den der Lunge vorgelagerten Bronchialdrüsen, die in fortwährendem »ampsr mit den Bazillen stehen und nur, wenn diese Drüsen durch Erkältung. Staub k. oder durch zu massenhafte und anhaltende Bazillen-Einwanderitng nicht funktionieren, tritt Erkrankung ein Da nun diese Drüsen bei den Säugetieren ebenfall« vorhanden sind und dieselbe Ausgabe haben wie beim Menschen, so lag et recht nahe, zu versuchen, bindi Zniühiung der präparierten Drüsen von Tieren die Natur in ihrem Kampse gegen die Krankheit zu unterstützen, welche Theorie durch vraktllche Versuche von Hunderten von Vtr.feU sich glänzend bewährt hat. Da« Präparat wird au« den Vronchialdrüsen von Schosen unter dem Namen „Dr. Hoffmann'i Qlandulön" in Tabletten hergestellt, jede Tablette von 0.25 gr enthält 0.05 gr pulverisierte Bronchialbrüsk (Sla»dul6n) und 0 20 gr Milchzucker. Herr Dr. H. in M. schreibt: Ich habe mich burch Anwendung ihre« ÄlanduISn« bei in den verschiedensten Stadien der Tuberkulose befindlichen Patienten davon überzeugt, dab baSselbe die bisherigen gegen Tuberkulose gebräuchlichen innerlichen Mittel an Wirksamkeit bedeutend übertrifft. Herr Dr. A , B. Ich kann Ihnen die sreudiae Mitteilung machen, daß mein Patient beim Nehmen größerer Dost« sich bedeutend erleichtert fühlt, namentlich hat der lästige Luftmangel nachgelassen, der Au«wurs ist fast verschwunden, va« Allgemeinbefinden ein verhälni«mäßig gute« zu nennen, da« Körpergewicht hat um zwei Psund zugenommen. Herr G. B , Köln. Ich bin wirklich überrascht von dem Erfolge Ihrer Ellandnlän-Iabletten. Der Husten hat merklich nachgelassen, der Appetit ist gut, auch ist daß Allgemeinbefinden ein recht gute«, wa« ich nur einzig und allein Ihren Tabletten zuschreibe. Die bi« jetzt von mir versuchten unzähligen Mittel hatten bi«her auch nicht den geringsten Erfolg Herren Prof. G. 8. und V. M. N. haben Glandul4n in Al Fällen von Lungenschwindsucht in verschiedenen iirankheit«stadien, wo zum Teil schon ander.' Kuren vorher vergeblich gebraucht worden waren, versucht und die günstigsten Resultate erzielt. Die Krankheit«symptome Fieber. Husten, Nachtschweiße, Au«wurs, Appetitlosigkeit ?c. verschwanden allmahlia. so daß die Patienten je nach kürzerer, oder längerer Kur al« geheilt entlasten werden konnten. Herr U. 3. in Jessen Bor 4'/, Iahren — im 20. Lebensjahre — litt ich an Lungentuberkulose Ich bekam Kreosotkopseln, Ereosotal >c, aber mein Leiden wurde nicht bester, sondern immer schlechter. Durch diese scharfen Mittel wurde ich nun »och magenleidend und nahm zusehend« an Körpe^twicht ab. Bon den Ärzten war ich aufgegeben. Nach Gebrauch von einigen Hunbert «lanbulSn-Iablelten merkte ich schon Besserung, bekam Appetit und Zunahme de« Körpergewichte«, nach «ebrauch von tausend Stuck war meine Lunge vollständig au«geheilt und ich hatte meine srühere Gesundheit wieder erlangt ßlü nHlllon wirb hergestellt von der Chemischen Fabrik Dr. Hofiftnann Macht. In Meerane (Sachsen) und ist in den meisten Apotheken, sowie in der Niederlage UlallUUlGll B. 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J«Tif»TITITIT!T»T'T.TiIilfT.T»T. !r—n—rr^_,:u"l. TnrSTSTnr?fST5TS17KTXTrrT!TST!T!l?rT!1,5T?ynCT^ Weitage sitr iti>r ~ ^ Verlag udii W. Blanke tu IMtitu, Der Anltsrichter ron Dingskirchen. Humoristisch» LrMlung von Zofef Oswald. '^chönekiichen erwog nnterdenen »och Immer mit wiisen-^ schastlichem Eiser dr» ^all, indem er in seinen Gedanken fo zn dem Schlüsse kam: Das fcljltc gerade »och. Da müch pj te» sich wohl eines Tages die .Herren Aerzte anf unsere ^ Stühle sehe» «»d wir Juristen könnten uns begraben lasse»! Taraus »ahm er die Flasche, dir noch einen hübsche» Rest enthielt, machte .Gluck, gluck- und abermals .Gluck. gluck", bis sie leer war. Ziehe, da brach unversehens eine fröhliche Stimmung durch, daß er die Lache vo» der komischen Leite nahm. Wen» es möglich sei» sollte, eine» Me»sche» seines freie» Willens zu berattbe», so — kö»nte er daS ja anch, falls er es darauf an leslte, selbstverständlich mit Ausschluß aller Polizeiwidrigen Sinter-gedanke». Welcher Unsinn! ... Aber nun kitzelte ihn der Ueber-mut, wie er manchmal die würdigsten Standespersonen zur Ferien-zeit befällt, mit einen, kräftigen Narrenstreich in die spiuiiwebische Theorie zn fahre». Er fing also an. den Gefährten, der sich scheu i» seine Ecke gedrückt hatte, geflissentlich anzustarren, ja mit seinen Blicken zu durchbohren, indes er heimlich, ohne die Lippen zu bewegen, gebot: Dn kleiner, wunder-licher Herr da driibe», ich befehle dir. aus der Stelle hier i» diesem Nichtraucherabteil eine Ei-garre zu rauchen. Natürlich erwartete er, daß jener sofort eine Erklärung fordern würde, warnm er ihn so hart-»äckig fixiere? Der AintSrichter wollte dann ein-fach den Sachverhalt mitteile», worüber sich der Alte wahrscheinlich ebenso belustige» würde wie er. Allein es kam ganz anders. Sein Experiment rief zuerst bei seinem Opfer eine GesichtSpanik son-dergleichen hervor: den, Manne hing eine Weile der Unterkiefer schlaff herab, als ob auch die letzte schlechte Schraube endgültig versagte. Daraus zog er sein Schnupftuch, nahm den £mt ab und wischte verzweifelt au der blanken Schädeldecke. obwohl ein frischer Abeudhauch ganz erauicklich durch das offene Feuster wehte. Jetzt — ei» Bedürfnis, sich »m jede» Preis z» zerstreuen, war augenscheinlich — griff er zur Zeitung, legte sie aber sosort wie-der beiseite und laugte den Handkoffer aus dem Netz, schloß ans n»d begann leidenschaftlich zu kra-nie». Unter ander» Umständen hätte der Amts-richter, soser» er es überhaupt beachtet, gewiß ge-dacht, der Mann wolle sich überzeuge», ob »ichts vergessen sei, ob seine Fran ihm auch die warme Zipfelmütze eingepackt habe, ohne die ein derart beschaffenes Haupt in de» senchtkalte» Gasthof-kissen sich leicht den Schnupfe» holt. Indessen des andere» Nervosität hotte ihn selber nervös gemacht, so daß er sei» Gebahreu mit wachsender Unruhe verfolgte. Er wußte es sich schlechterdings Da« i» London nichts zn erklären, n»d so sehr er sich anch da-gegen wehrte, ganz vermochte er den Gedanken nicht abzuweisen, daß die .Suggestion" in der That wirke, das, jener Cigarren suche, vielleicht gar keiue bei sich führe, sich jedoch ange-trieben fühle, wenigstens seine» gute» Wille» z» äußern. De» Amtsrichter schauderte es: die Sonne war hinabgesuuke«. grane Dämmernng breitete ihren geheimnisvolle» Schleier ans. u»d während das Dampfroß dahinraste, beobachteten sich die beide» Helden gegenseitig ängstlich. Es war eine »»gemütliche Geschichte. Da pfifs die Lokomotive nnd der Zug hielt in Basel. Alsbald klappte der Rußknacker sein ttöfferche» zu und hiischte ohne ei» Abschiedswort wie der Wind hinaus. Der Amtsrichter at-inete auf. Er mochte ni», doch wohl keine hypnotische Suggestiv» auSaenbt habe». Langsam machte er sich »nn auch daran, das Abteil z» ver-lasse». )», Vorübergehe» streifte sei» Blick »»willkürlich de» Platz, wo da» Männchen gesessen hatte und nun die zerknitterte Zeitnng lag ... Der Ta»se»d! War das nicht dasselbe Intelli-nenzblatt, das auch er gelesen hatte? Richtig, dieselbe Nummer! Und »un begann es Schönekuchen zu dämmern, daß er freilich nicht hypnotisiert hatte, wohl aber am Ende selbst für einen Hnv-»otifenr gehalten worden war. Und da erwachte der Aerger in ihm ... Solch ei» Hasensnß! ... Und ih» . . . einen königlich preußischen Amtsrichter sür einen Zuchthauskandidaten modernster Art zu halte». Das fi»g ja gut an! Uebrigens ärgerte er sich am meisten über sich selbst. Hatte er sich nicht anch ins Bocks-hör» jagen lasten? ... Aber das kam von diesem Dingskirchen, diesem Nest, wo »ach »nd nach der gescheiteste tiops verdreht wird und am helllichte» Tage Gespenster sieht. Wahrlich, es war die höchste Zeit, daß er wieder in den Strudel großstädtischer Natnren tauchte. Vorwärts denn! Hinein in den Jungbrunnen! 2. Ka»m war der Amtsrichter i» der Schweiz, so erlebte er einen bedeutende» Schrecken. Eines Abends saß er nämlich in der Züricher Tonhalle bei der Musik in, Angesicht des Sees, über wel» chem sternenhell eine zauberhaste Inlinacht träumte. Ein Walzer vo» Strauß, zwei schwarze, feurige Mädchenallge» am nächste» Tische, rings eine bunte, aus alle» Weltecke» ziisaiiinieiigewirbelte Gesell« schast: Sommersrischler. Bergkraxler, Erdball-biimmler - sollte er sich da nicht glücklich füh-len? Er hatte seinem modische» Aeiißer» noch ei» »ige Piiiselstriche gegeben. Die schwarze», blank gewichste» Biederniaierstiesel wäre» spitze», brau-nen amerikanischen Halbschicht» gewichen, dabei hielt er ei» »eueS feine» Stöckchen i» der Ha»d — würde er so seinem schwarzäugigen Gegenüber imponieren? Plötzlich erschrak er. Flngs drehte er sich ans dem Stuhle herum »nd blickte ilnverwaiidt zur Seite. Doch nmsonst. Schon hörte er hinter sich eine bekannte Stimme: „kiek einal! Der Berliner ... der Berliner!" Gleich daraus klopfte ihm eine schwere Hand gemütlich auf die Schulter, «ud mit weithin ver-nehmbarem Lrgan sprach ei» kleiner, riuider, paus-bückiger, soii»e»verbra»i>tcr Knopf, der in einem großkarrierten senssarbigen Anzöge steckte und ei-nen Panama schwang! .Amlsrichterche», alter kiii.'iiillie Cordon- Freund! Willkommen in der Schweiz, willkoi». > PI»i»l>^avl>i« »ud «»>»>> vv» ill««» Ha»sjI»»iN, HuiKt«, „Sehe» Sir, der Zdimmcl will u»s wvhl. Wir vrachtvoll!" „Wahrhastig!" sagte der A»itSrichter. ..^ch h!itt' es auch nicht geglaubt, das; das Wetter »och so gut würde," „Wo siud deiiu die Berner Alveu?" ,.?a iu deu Wolke» nnisien sie stecken." „Ach. wie schade!" .Gewiß, da schlag' ich ja mein Staudquartier ans." .Wir auch, «»d wir gehe» über dir Furka »ud Gri»isel .. „Das heißt, weu» das Wetter so bleibt. Else." .Dummerweise," bemerkte Schöuekirche», .hab' ich mir vas an? mriner ^iundreiiekarte so eingerichtet, dan ich dorthin de» Rückweg nehme." 4 102 Als der Amtsrichter etwas vo» »Nicht die Ehre habe»" brnnimte, brach jener in ei» so ansteckendes Gelächter aus. dan der Halde Garte» mitlachte. .Richtig ja! Sie habe» ja die Schiirzenangst. Ha, ha. ha! ... Rnn also, meine bessere Halste: ganz nngesähr-lich. Herr Amtsrichter. Schier fiinszig Jahre ist sie alt, hat «>a»-che» Sturm erlebt ... Ha, ha, Haitis ivar der kröfuS von Dingskirche», der Holz- »»d Muhte»« Händler Sebastian No»»ei»ann, einer der Skatbrüder an den langen Winterabende», aus dessen Kosten der Amtsrichter mehr als eine Flasche getrunken hatte. Wahrlich, des Mannes unvermutetes Auftauchen hier war ihm wenig angenehm, beim Anblick der wiir-dige» Watte» jedoch, die i» dieser llmgebniig wie eine »tirmenchaise ans einem Korso wirkte, wäre er ani liebsten gar i» die Erde ge« snnken. Doch was war zu mache»? Er hieß die Herrschaften Platz nehmen, woraus Ronnema»» einen Kellner herbeiwinkte und rirs: »Eine hasche Asti apumantio »nd drei Gläser!" Und während er da» GlaS mit dem perlenden Weine emporhielt, horte man ihn schon wieder: .Na, wen lassen wir denn jevt leben? Ich schlage vor: unser altes liebes Dingskirchen ... Ha. ha, lm! Es ist doch ei» urgemütliches Rest Ich freu' mich wie'n Stint» darauf — nach den Strapaze», o jemine!" Ein langer, krästiger Z»g und Nounemann fing an zu erzählen, von ihre» nährte» zu Wagen, Esel und Zahnrad, von der Angst, welche seine Gattin ausgestanden, und von den Rechnungen »nd Trinkgelder», bis er a»s einmal beim Wetter war. .Großartig. Herr Amtsrichter; nnnnterbrochener Sonnenschein! Geschwitzt haben wir .. . es hätt' nicht viel gefehlt, da wären wir anseinandergeslosse» wie'n paar Rahmkäs, ha. ha, ha! Aber paffe» Sie ans, jevt kommt der Regen. Ja. ja. ich spiir'S in den Hühner-äugen." Was er sprach, sprach er so laut als möglich, nicht ohne dabei von ,^eit znZeit seinen Ueberschuß an Wohlbehagen in kräftigem Geläch-ter zu entladen. Je lauter er aber redete, »m so leiser antwortete der Amtsrichter. Er sah gedrückt aus, lächelte gezwungen — von der Por-ttelluug gepeinigt, mit diesen Kleinstädtern da den» internationalen Pnblit»m ei» Schauspiel zn geben, das a>s komisch erscheinen inukte. Plötzlich zog Nviiueiuauu ein Kartenspiel aus der Tasche »ud schwenkte eS jubelnd in der Lust. .Was sage» Sie jetzt dazu, Amt»-richterchen? Ha. ha. ha' Gelt, da geht Jhtten das Herzauf?" worauf er i» tiefem Brnmmbaf, anstimmte: tfin Zchtal, nicht» gdiDn'rr« in dcr Welt! CSin Zchkal, drin dculschr» Man» flfi.illt. .Aber Sebast!" flüsterte seine Frau, ihn am Aermel znpseud. Schöneknchen mochte hoffen, ein Spielchen brachte den Unglücks-mensche» noch am ehesten zum Schweigen; doch täuschte er sich gewaltig. Ge»«g. er atmete auf. als er e»dlich die beide» i» ihre»« Gasthofe abgeliefert hatte, »m gleich hernach einen schweren Seus zer zn thun. Wie, wenn dieses Dingskirchen, dem er sür einige Zeit glücklich entrönne» zu sein glaubte, ihn verfolgte, sich sozu-sagen an seine Ferse» heftete? Halte nicht schon Napf, der Bar-bier, davon geschwatzt, das, es ihm an Gesellschaft »icht fehlen werde? Auch Ronnema»» hatte von allerlei bekannten erzählt, die ebciralls in der Schweiz feien; der Amtsrichter kannte die Leute nicht, sie würde» aber sicherlich ih» kennen »nd in ihrer Eigenschaft als Mitbürger sich ihm vermutlich aufdrängen. Herrje, wäre er doch nach Berlin gegangen! » * Einige 4nge «pntrr makliie der Amtsrichter eine Anndsahrt ans dein Bierwaldstätter See. Gewitter, die in den vergangenen Rächten da und dort »iedergegaugrii waren, hatte» dir Temperatnr Las Naiffcisrn Trutnial in Hr»dcsdorssN«»«ied. iöuii Arnold ttAnite. tlufuiilimc von t r tu o ii» Wtutukk aufgefrischt, aber »och Wolken hinterlassen, die brütend über den Bergen hingen, sich teilend nnd wieder vereinigend, als ob sie wegen Entsendnng eines Landregens im Zweifel wären. Während der Dampfer sich Bitzua» näherte, erwog der Amts, richter mit besorgtem Blick das Wagnis einer Rigibesteignng, «m schliesslich ans gut Glück dem groben Hausen zu folge». Im Nu war die bereitsteheude Bahn besetzt. Als der letzten einer irrte er suchend die Wagen entlang, wobei er zwei Damen der Aehnlichkeit nach zu schließen, Mutter und Tochter, entdeckte, die bei seinem Erscheinen sichtlich erfreut znsammentuschelten, anch gerade noch so viel Platz in ihrem Abteil hatten, da» ein schlanker Herr wie er zur Rot unterkomme» konnte. Also stieg er mutig über ver-schieden? langgestreckte Beine hinweg, bis er am andern Ende den beiden gegenübersasi. Seltsam, es erging ihm mit ihnen ebenso, wie anscheiueud ihnen mit ihm. Als ob ste ihm »icht fremd, als ob sie eine liebe Tonte nnd Base seien, wurde ihm bei ihrem Anblick »mS Herz. Die Mutter, ansehnlich »nd .gut konser-viert", schien zn de» freundliche», lebensknndigen Franen zu gehöre», die »»willkürlich den Gedanke» an eine feine Küche hervorrufe». Die Tochter zählte »ugefähr zwanzig Lenze, hatte goldblondes, fachte ins Rötliche spielendes Kraushaar, lachende, schier venvirreud leben-dige Brau»a»gen und ei» keckes Stttmpfnäsche», denen Spitze aller« diugs ein wenig >zn rot war. Das sah sehr komisch aus, sie konnte aber jedenfalls nichts dafür. Ueb-rigens gefiel sie dem Amtsrichter »»gemein, vollend», als sie zn plaudern begau» und fein geliebtes Deutsch, dazu «och in einer entzückenden, ihn traut berührenden Lautsärbung an fein Ohr klang. Dabei hie» sie anch noch Elfe. Inzwischen hatte der schwarze dampfende Eifenwurm die Nagei-flnh mit ihnen hinanznkriechen begonnen. ES zeigte sich jene FelS-Platte, worauf der Reklamewitz eines Berliner Hotels sich zum Entsetzen aller Raturschwärmer mit Rieseubuchstaben verewigt hat. War Fräulein Else so unkritisch, oder hatte sie etwas von einem klei-neu Spaßvogel? Gleichviel, sie stieß die Mutter an nnd sagte: .Sieh 'mal, Mama. Eentralhotel, Berlin . .. wie reizend!" .Gnädiges Kränlei» sind wohl aus Berli»?" btttierkte Schöne« knchen in seiner steifen Weife, aber lächelnd »nd erfrent. .Nein, doch nicht." Blanke Zähne blinkten, und ein holder Feuer-schein flog über ihr Geficht bis zur Stirne. .Ich bin fogar noch nie dort geivefe». Aber ich möchte für mein Lebe» gern 'mal hin; es muß doch das Schönste sei»." Es ging ihm mit diesem Mädchen, wie llhland mit dem Früh-ling: .Ma» weiß nicht, was »och werde» mag." Einer Berlinerin gegenüber hätte er sich i» seiner nur allgemeinen, vorwiegend theoretischen Lrtskenntnis vielleicht unsicher gefühlt: hier aber war er vor die rechte Schmiede gekommen. Anderseits hatte das i5rä». lei» gettiig vo» der Stadt gehört, »m ihn nicht die Kosten der Unterhaltung allein trage» z» lasse», indes sie ans de» Thalgegenden höher nnd höher in die freie »nd edle Bergwelt emporgrtragrn wurden. Znlevl. als eine immer reichere Schau zu ftüjjeii sich anilhat, innsite dir verständige Mutter sich ins Mittel legen, da-mit über der nordischen Kaiserstadt die malerische Bergrepublik nicht zn kurz komme. -ein Herz hatte sich nach »ud nach dermas;eu mit Sonnenschein erfüllt, das, er sich kaum wunderte, als er ans Rigikulm auch de» Himmel beträchtlich erhellt saud. Die Wolkeumasie« waren aus-einandergewicheu nnd weit hinab nach den Kerne» gezogen, »nd während freilich so der eigeiitliche Glanzpunkt, der silberblinkende 1G4 +- „Ich nlniibc, ich sehe de» Thuuer See.* ..Verzeihe» Sie, sollte da» nicht der Sanier See sei«?' (fr hatte fei» Panorama entfaltet, was nicht leicht war, denn es liiies ei» »»nestiiiiier Wind. Mit der Rechten das franse £>aav schüttend, stand sie »ebe» ihm, die Jacke bis ode» znqekiwpsk, fest »nd stramm, »nd nitefte mit wetterroten Wannen netiflierifl ans das anscinandernehaltene Blatt. Tas nefiel ihm so wohl, das» er eifrig sortsxhr, de» Cieerone z» mache». seigt) FÜRS Spitze in Häkelarbeit. DI» Grundlage der Spitze bildet ein schmale» Biindchen, an einer Seite behäkelt aiau da»ielbe mit Stäbchen, gesolgt von je l Lustm., je I Picot de« Bändche«» übergehe»; an der anderen Seite arbeitet man die Bogen salzender« nianen: 7 f. SW. in 7 Picot» de» Bande». 10 Luslin.. zurückgreifend anschlingen an die Sie der 7 s. M; den Böge» mit Ifi f. M. behäkeln, 7 f. M. in die nächst»» 7 Picot» de» Bande», wieder 10 Luftm. skr einen Bog»n, anschlinge« an die 2Ie der 7 f. M. Den Bogen f. ■ Mitsein mit 7 f. W„ si Lftm., an schlingen an die siebentletzte f. M de# 1 teil Bogen», fl Lnstm. 1 hal-i'c>' Tl.. I Ei. «nd I Doppelst, ans die 4t», fite »nd fite dieser Luftm., anschlinge» a» die lte der si Lftm., welche tion einem Bogen »um andern greisen. 1 f. M. in den Bogen. 10 l'ufim., zurückgreifend anschlingen an die Spiye de» Zähnchen». abermal» I» Lustmaschen. zurückgreifend anschlinge» an die Mitteiln. de» erste» Bogen». Die legten I» L»slrn. behäkeln mit: S mal 2 s. M. 1 Picot von 6 Ltislm.i mich dem ,lie» Picot noch .1 f. 1R.: um den nächste» L»ftmasche»boge» I f. M.. 10 Lnftin. für den Bogen an der Zackenspitz«. anschlingen an die vorletzte s. M de» schon behäkelte» Bogen», de» Bogen der Zackenspitz« behäkeln mit: ü mal 2 I M, 1 Picoi. nach dem siten Picot noch 2 f. M und nun die noch leer gebliebenen Luftm. bogen in derselben Weise behäkeln, wie die schon fertige Hälfte e» anzeigt. Wie die Abb. veranschaulicht, schlingt man bei dem Ar« dcilen der folgenden Zacke da» erste Picot an da» letzte der vorhergehenden. las silordoudeitkmal, da» ansang» August in London in Gegenwart Lord Kitchener» und de» Herzog» vo» Cambridge feierlich enthüllt wurde, ist In mehr al» einer Beziehung bemerken»wert. Der originelle Einfall, den Helden von llhartam nicht auf stolzem Rosse, sonder» auf dem Röcken «ine» Kamele» zu zeigen, verdient schon Beobachtung. Der für die An»führung nicht ganz »»< gefährliche Einfall ist aber auch in meisterhafter Weise zur Darstellung gelangt. Da« Denkmal ist ein Werk de» im vergangenen Jahre verstorbenen Bildhauer» Ln»low Ford, eine» der bedeutendsten neueren Meister. Interessant ist «nd-lief) auch, daß da» Gordon.Monument zwar In London f«i«rlich enthüllt wurde, dah e« aber auf dem Ct. Martin»platze, wo e» zur Aufstellung gelangte, »icht flehen bleibt, sondern im Herbst nach Aegli'.'te» reist. E» Ist nicht für die englische Metropole, sonder» skr Shartui» bestimmt. Da» RaifseifenTentmal in HeddeSdvrfi Nenwied. In Hedde»dorf.Reu« wied sand am 10. Juli «ine Festfeier der Raiffeifen-Genossenschafte» anläßlich der Enthüllung de» im dortigen Karten de» Mutterhaus?» der Organisation errichteten Raiffelsen-Drnkmal» statt. Wi« di« Schnitz»-Dtlitzschschen Vorschuß, vereine den Interessen de» kleinen «ewerbestande» diene«, so dienen die von dem Bürgermeister F. W. Raiffeisen begründeten Kreditgenossenschaften den kleine» Landwirten. Sie haben seit 18fi2 «In« beachtenswerte Verbreitung gesunden. 3« gegenseitiger finanzieller Unterstützung der einzelnen Darlehen»« kassenvirelne wurde 1877 eine .Landwirtschaftliche llentral-lorlehenikass«" I« Reuwied gebildet, Für die Beratung, Unterstützung und Flirderung der Dar-lehe»»kasst»vereine wirkt der Generalverband ländlicher Genoffenschaflen für Deutschland, der sich z» dem erwähnten Festakte unter dem Vorsitze de» Pro-lektor« der Raiffeisen-crganisation. de» Fürsten zu Wird. v«rsammelt hatte. Da» Denkmal, ein überlebensgroße« Bronzestandbild auf einen, etwa drei Meter hohen Postament, ist von dem Bildhauer Arnold Künne-Verlin ent-warfen und modelliert und darf al» würdige und «indrnck»volle Darstellung de» loten gelten. „Vater Raiffeisen" ist mit «»»gestreckter Rechten darge« stellt, während er die Linke leicht in die Hüfte stützt? seitwiirt» ruht auf einem Postament sein Werk über die Darlehen»vereine. Der Granitsockel trägt zwei Bronzerelies.', von denen da» eine de» ländlichen Rotstand und Raiffeisen a!« Freund und Iriister de» Bauern zeigt, mit der Nnterschrist: .Wa» ihr gethan habt einem unter biesen meinen geringsten Brüdern, da» habt ihr mir gethan." Huf dem zweite» Relies ist der zu Wohlstand und Familienglück gelangt« Baner dargestellt, der dem ihn besuchenden Raiffeisen für seinen Beistand dankt. Darunter ist zu lesen: .Hilf dir selbst, so hilft dir Galt." ,1» die Welt hinnnS. Wie ungleich ist oft im Leben Licht »nd Schatten. C4ii'i(f »nd Unglück verteilt, vor srch» Jahren, al« sie noch Erzieherin in einen» altadeligen Hause war, heiratete sie eine« jnngen. talentvollen Schrift-steiler. Die Sonne de« Glück« schien dem jungen Paar zu leuchten, besonder« al» ein allerliebster Blondkops sich zwischen die Herze» der Liebende» drängle. Die Dheaterstücke, die ihr Galle schrieb, gefielen, und niil Sloiz blickle die junge Frau z» ihm empor, dem sie all«« war. Doch nur zn bald füllte Ihr Willis ei» Ende nehme«. Eine bd«aitige Krankheit ranble ihr den Gallen-da« war der erste schwere SchickmUichlag, der diese« juugc Frauenherz «ras. Sie glauble diese» Schmerz nicht verwinden zu können. doch mnßle sie start sein, Halle sie doch für Ihr Sind zu sorge«. Bald trafen sie noch andere bit-lere Entlilnschungr». bi« sie sich entschloß, die Sladt, in welcher sie ein kurze«, aber glückliche« Leben geträumt hat, in der ihr aber auch nanieniose« Weh widerfuhr, z» verlassen Da sl« ohne vermögen war. so «nlschlos, sie sich, eine Stelle ai« Gesellichafieri» bei einer alten Dame i« der Provinz anzunehmen. Lange währt dir Fahrt und sinnend blickt die junge Witw«, an deren Seite ihr Liebling schlummert, hinan« in di» Fern«. lausend Frag«n beschäftige» si«. nnd bang« schlägt Ihr Herz. Wie wird sich sür sie und für ihr ftind die Zukunft gestalten? Wird sie noch sonnige lag« sehen? Wrrden für si« »och Stunde» de« Glücke« komme«. Die helle» und die dunkle» Los« de« Schick fal« lieg«« ja so nah beieinander? wollt« Gott, di« Z«It«« der Prüfung hätten für dl« tlesgedrückt« Frau »in Ende, St. n Unerwartete Schlußfolgerung. Lehrer: »Nach dem 29. kommt also der 30. Dezember, wo» kommt nach dem SI. Dezember?" — Fritz (der sich gemeldet hat): .Da kommen die Rechnung»»." An> Wein ist Wahrheit. Känig Karl II. von England saß einmal, wie so oft, mit einige» seiner vertrauten hinter der Bouteill». .Bin ich tot.' sagte der Monarch, — ,s» wird irgend ei» schwerköpslger P«dant eine Grab« Ichrift aus mich machen, in d»r fein Wort Wahrheit sei« wird, versuchen Sie e» einmal, Rochester, und geben Sie u«» ein« Prob« vo» Ihrem Lapidar« stil!" — Rochester, den ter Wein ebenso wahrheit»liebenb gemacht Halle, wie den Kbnig. macht« sogleich folgende Grabschrist: .Der Ifänlf), unser Herr, ruht unler diesem Stein, Ihm staubte niemand |« ein Slerben«n»>rlelein. wie ist au» seinem Mund ein dumme» Wvrl gekommen! »ie hol er ein» kluge Handlung unternommen." Et. Endlich in» Teebad. Herr Izum «ausmann,: .Sie haben Ihr» Fra» doch einmal in ein Seebad und gleich auf zwei Monate geschickt?" — Kauf« man»: ,M»i«» Tochter hat nämlich wieder einmal eine« Verehrer gesunde», wenn der aber meine Frau kennen lernt, wär'» wieder au»!" Bratwürstche» i« brauner Sauce. 81» Stück Schweineschmalz (in Er-mangelung Butter) wird mit Zucker unter fleißigern Rühren braun gemacht. Man rechn»! auf 20 Gramm Fett »in»» halb»» bi» ganzen lheeldffel Zucker. Dann thut man die abgewaschene und abgetrocknete Bratwurst hinein, macht sie unter fleißigem Begießen »rst auf b»r eine«, dann auf der aub»re» Seit« braun, gießt etwa» Wasser an, läßt eine gewiegte Zwiebel in ber Sauce braun werd»» »nd rührt l»tzt»r» z«I»tzt noch mit »i« wenig Kartoffelmehl, da» in Bier, Wein oder Wasser zerquirlt ist. ab. Man bringt die Würstche» in drr Sauc» zu lisch». Notweinflecken entfernt man au» Wäsche an» leichtesten, wenn man die noch ungewaschenen, frischen Flecken mit kaltem reinen Schweineschmalz bestreicht, da» Schmalz einziehen läßt, dann mit grüner Seife »inreibt und lau «»»wischt. FStternn« der S»ten. «ekochl» Kartoffeln, mit Kl»!» „»rmlscht. sind da» b»ste und billigst« Fntt«r für Ent«n. Anch Küchenabsälle find ihnen will« kommen, dazu geschnitten« Rüben und Grünzeug aller Art. Abend» ist KSrner-futter am Platze, da «» über bi« Rocht anhalte» soll. Der Stall werde wegen der reichlichen Exkremente sehr oft gereinigt und mit frisch«« Str«u v«rsehei>, da bi« sonst anspruch»los« Ent« nacht» «in trockene» Lager liebt. Ai» Streu verwenden wir Gerstenstroh. da» alle zwei bi» drei Tag» aufgeschütlell und j« »ach Zahl der Ente» nach 8 bi» 14 lagen erneuert wird. Bilderrätsel. Silbenrätsel. Au» den nachsleh« enden 31 Silben! ii, biet, >1». (lieb, dok, in, gur, hol, host, ich, ke, ic, ler. In, mon, n«n, neu, n», ox, jun. x«, [iferd, ri, rol, •enk, «ii, te, teu, tn, to, u, «an. sind 14 WiJrtft tu bilden, «eiche dezelch-nen: I) Eine« Mädchennamen. I) Sin Küeiiunstft. 1) ttinc mechailiche Hedevor» richliing. «I Sine» denisch. Bollestnmm. »> Eine» allgrlechi-schen Philosopden. »> An^lneriistungislück der öchlfse. 7> «In Raubtier. «) Einen TitfMulet. »> Einen Verbrecher. Eine »nrlenlruchl. III Eine l»> Eine Perlvandte. 14) Eine alle Münze. Tie Ansang»- und Endduchitiilx« ergeb«» von oben nach »nie» ein betanntr» «prichioort. Heinrich «ogl. Auslösung folgt In nächster Nummer. blblilche Perso». U> Einen UchmnckDein. Knfaii Auslösungen a»s voriger Änmmer: Te» Rätsel»! ?oni. Ton. — Xu llbaradei Abendgebet. — ?e» vogogrivh«! Mord. Mond. - Te« Palindrom»! Trab, *mt. Alle üidtit uorbe»»»»«. »erantwortliche Redaktion von Ernst Vselfser. «druckt und herai>»g«gebe» von »reiner * «teisler >i> ^tottgnrt.