M L a i b a ch e r Wochenblatt z l, m Nuhen und Vergnügen. 1^10« 10. Freitag den 6. M a r z 1818. Eine Kirchen--Visitation des Patn- gen lasshn und gesteist auf dieses Recht, archen l<'rlinci3cu^ 83il^irU8 von 'Aqui- wurden llun evangelische Prediger ins Land leja, zur AufrechthaltUNg der katholl- gezogen, evangelische Gememoen gegrün- » scheu Religion in Kram, als Bei- det, Schulen aufgerichtet, Krämer auf die W trag zur Kirchengeschichtc dieses Hochschule nach Tübingen mit ansehnll- Landes. che" Stipendien gesendet, dergestalt, daß (Nach^deUi.ItIliHKHcicii'.V.eHf.^om..) g^ß/ Summen daran geseyt, »nd viel ^ Kräfte verwendet wurden, un, der ncuen <^) Lehre im Lande das Uebergewicht zu ge« Zweihundert Jahre hatte kein Pa- ben. Da bestieg wenige Jahre zuvor, ehe t'-iarch von Aczuileja die deutschen Anthei- der unerschütterliche und rastlose Thomas le seiner Dwzss betreten, und 5ie neue Krön auf den Laibacher Bifchofsstuhl ge- Lehre Luthers war von Wurtemberg aus la^te, FranziscuS Barbarus dnrch Kärnten, Steyer und Krain s.'.s nach igä5 den Patriarchet verbrannt und'voi, Ruoolph IV. wie« Als er daher die nöthigen Vorkeh- der hergestellt, daher Nudolphswerth> das r«ngen zur Besserung seines Clerus ge- Gluck, wieder'nnmal einen Patt^cstl von troffen, und die Kirchenz.cht nach den Nqmleja zu fthen. Das do^ge Colie^ Grun^ätzen de^Tridsnti«ischen 5^irchen- stsst und die:ym unterstehenden Psi reye, raths hergestellt hatte, vergammelte er ei- wurden visirirt und so die Reise we t.! ne Provinzlaljylwde, reich an Bischöfen nach Pleterjach dem Karthäuser-Klostor und Prälaten, worin vollends das Unkmuc fortgebt, welches damals die Protestant der Stttenverdewmß ausgerottet wurde, tcn inne hatten. Mariabrunn bei Lan?- Pal- jtraß gmg.er nur dorliber, zog an der ae- laste und stlsttte etne Erziehungsanstalt fuhrvoüen Grenzs hin das Volk .rmahnend l^l^ l'' ^" ^ ^"^?"^ ^" «nd bttle.d, durch Annahme des wa n l.nyells ^ch.ute er weder Arbeit noch Gc- Glaubens den ^orn Gottes abzuwenden ,ahren Vorzüglich richtete er sein Au- bis er endlich in l^oclnmni M i. em in genmerk aus den deutjchen Antheil seiner zeitlichen Dingen dem Dwzele, der von de. Lehre Luchers «nge- loza unterstanden MarktVanlangte Aucl steckt, vom reinen Glauoen abgefallen war. hler lilne er sein Hirten. Amt, stärktt die Auf ss-ner Untersuchungs-Reise kam er dottigen Franciskaner ^ Nonnen in ibrem zuerst »n die Grafschaft Görz, und .nach, Vsrufe, setzte hierauf über die Save und dem er daselbst viele zum wahren Glau- kam nach Krainburg, einem (wie Uahslli l>en zurückgerufen, und den Gottesdienst aus einer alcen Handschrift berichtet) sehr wieder hergestellt hatte, setzte er den schönen Orte, mit vielen Kirchen agiert Weg nach Kram fort, wo man aus Furcht dann nach Mlche!statten (welches brauen- eines bevorstehenden Türkenkrieqes gern ka- kloster damals auch in den Händen der ttzolische ,Glaubenspred''ger zuließ, obwohl Evangelischen war.) In Camnich ^Stain) die evangelischen Prediger des Landes ei- aber, einem ansehnlichen Markts zwis^n ne Versammlung hielten, um die glückli- der Save und D^u versammelte sich d^r chen Fortschritte des Patriarchen zu hem. ganze Clerus jener Gegend nachdem feier- inen, Dleler wendete jich nach dem Scif- lichen h^ligou Geist -Amte, gab erfreuliche te Sittich, das die Patriarchen von Aqui- Beweise der Nechlglaubiqkett, legte das leja gegründet und dotirt haben, und Olaubcnsbck<:n«t'.nß ab und wurdeintt dem denen Abt auch auf den Landtagen Segen des Patriarchen entlassen. Ferner de. Provmz gewöhnlich Zu erschnnen pfleg- tvurde Oberbnrg besucht, wo die Patriar- te- Vyn hier begab sr sich auf mehrere chen einst eine Proostey gestiftet hatten, Pfaneyen, Kelchs denl Klostsr unterstan- dis dem Laibacher Bischof bei Errichtung des Bisihums als Asesgut zugewiesen ward, anlnit s.nlm'ttliche T. Herrn Instrumental ^ weshalb es noch alte Streitigkeiten gab , die und Vocal- M u fi k dilletanten ein, bei dlefsr Gelegenheit beigelegt wurden, das Streben nach dem erhabenen Zwe-Hierauf gieng der Patriarch nach Ctlly ^ äe: „V er se i neru u g d e s G e f ü"h l s Pettau; überall wurde die Geistlichkeit und Bildung des Geschmacks untersucht und aufs Neue in Gchorsam ge- im Gebiete der Tonku n st" genommen» In Kärnthenwurde Eberndorfoie meinschaftlich mit der Gesellschaft zu thei-Propstey, Villach und das Gailthal visi- len. D e d^eMügen Anze!gcn übernimmt l m nrt, ja der Patriarch, heißt es, würde Namender D i r e k t i o n der Gesell-noch weiter vorgeschritten seyn , wenn er schafts - Directox. Hölbling in sei-von den benachbarten Bischöfen und den ner Wohnung an, Platz Nro 2b^, Nach katholischen Fürsten mehr unterstützt wor- gepflogenem Elnverständlnß erhalt sodann, den wäre. . jedes sogestaltig mitwirkmoe Indivldium Die Visttations - Rsise zeigt nun bei- eine DMetanten-Karte , weil zu Veftiti« laufig, wiö weit sich dis Iurisdictwn des gung unangenchmer Mißverstandniße, i« Patriarchen von Aquileja geg^n das Ende Hinkunft der Emtritt in die geschlosse-des 36. Jahrhunderts nach Innerösterreich nm Gs^llschafts- Akademien , n u r d e n z^ herein erstickte; sie zeigt aber auch , wie w irtil/hen M i t g li e d e rn , d e n ^ sebr der alte Glauben durch dls neue Lehre von diesen statutenmässig einge> Lltthers gelitten hatte, denn die Stativ- führten Fr emde n *) iino nüt D i l-ncn welche der Patriarch besonders in le c a n t e n-H a r te n versehenen der windischen Mark (!.l.nterl'ra«n) machte, Individuen gestattet werden kann. waren msistens Srifter mW Klöster unter Laibach am 15. Hormmg i^'ü. « AquilejischiM Patronat, von Psarreyen an- H derer Art ist gar ll'.cht die Rede. Meteorologisches Tagebuch Diesen Patriarchen nannre man Dar- i,„ Monace Fedluor 18,8. ,^l baruö und doch war er em Friauler. — - H Sollte vielleicht seine Strenge in jenen Den l. Morgens trüb, dann Vorlaren Heuen ihm den Beinahmen gegeben mlttHg.s etwas Sonnenschein, Nachmittags haben"? Prof. Richter. ftinerRegen und Abends wieder nüi). Den ------------- 2. Morgens trüb, bald darauf Regen,, Von dcr Direktion der philharmoni- welcher bis Nachmittags 3 Uhr dauerte, schM Gesellschaft. dann fieng sich's au auszuheUcn; Abends Seitdem Wiederaufieben der pyil. Sterne. Den 3. Morgens R^en, um harmonischen G e sl lls ch a ft in ^ Uhr erwas Schnee, ^u^ einige die^ahl der So"neMlcke, Nach^^^ Meder etwas ^ssk-Dilletanlen merklich vergrößert, Schnee, Abends trüb. Den 4. Vormittags «nd von mehreren derselben der Wunsch ver! Sonneufthem, Nachmittags SchneeMends lautet , an den gesellschaftlichen V nsik- ^---------— Übungen und Produktiomn. wirkend Thell .) ^^^ Freunden. welc5e5 als ein nehmen zu können. Dielen Wünschen im Wochenblatte Nro. s) üder"den r freundlich begegnend, ladet die Dnekt'.on Druckfehler, annlit berichtiget wird. ^ MeZm.. Deif3. Morgens Wolken, gegen Negen , um 12 Uhr zertheiltes Gewölk mit 1.» Uhr Sonnenschein, Nachmittag trlib, abwechselndem Sonnenscheine, späterhin dann von 3 Uhr vemsr Hnnmel bis in wieder Staubregen mit anschauenden Slid-die Nacht. Den 6. Den ganzen Tag fott- winden. Den oz. Vom Moiqen bis Nach. "^renv schon mit etwas z^rjtreutem Ge- mittags gegen 4 Uhr fast immer heftiqer wölk, Abends sternhell. Dcn 7. Den Regen, dann hörte es zwar auf, blieb ganzen Vormittag Sonnenschein, der üb- aber jedoch ttkd bis in die Nacht um nge Theil des Tages trüb. Den ö< Den welche Zeit ein ziemlich starker Wmt/web-ganzen^ag trüb und mehrentheils Sraub- w. Den 24. Der gan;s Vnrmitlaa beiregen. Den 9. Vormittags trab. Nach- tsr, Nachmittag trüb mit Gädwestwind - späterhin heiterte es sich et^as a>ls ' Dsn 10. Wis der vorhergehende Tag, Abenos wieder triib. Den 2^; Moraen/ Den ,,. Vormittags trüb, Nachmittags bewölkter Himmel gegen 9 Ubr fi-m die zertheiltes Gewölk ohne Gonnemcheln ^ Sonne an zu scheinen nnd schien bei stets, ^rdwest^md, Abends Sterne Den 12. etwas bewölktem Hümnel wechselweise Morgens trab, nach 9 Uhr ließ ssch die bis zu ihrem Untergange: Nack'Mtttaa und Sou^e theils bewölkten Himmsl, Den 15. D,^r Uhr hellte es sich ans; Nachmittags Son- schönste Tag be: immer wolkenlosen H:m- nenschein , Abends heiter. D'n ^3 Den mel mit etwas Nordwind. Den 16. Wie ganzen Tag Gonnenschem bei übriaens der vorhergehende Tag. Den 17. M-?r- fast mehrerncheils bewölktem F-'-mmel ^ gens bis nach 3 Uhr niederer Nebel, dann Zlbe-nds Sterne, ^ ' der angenehmste Tai bei stets wolkenlose,, <>... ... ^ Hwnnel. Den i3. Wie der vorhergehen- ,„. , ^ ^"'" 7"""' war ^Tag. Den^Mie der vorherH^de ^7m^It?^^ 3oN^^^ Tag, nur lag der Nebel etwas langer. W^rme <,o Grad. 1l.i^sck'.ied wische,, d r D^.n 20. Vormittags wolkeilloftr, Nach- qrößlen Kalte und größtem Warme ,4 Grad f «ittags schon etwas bewölkter Himmel, Üeberschuß der Warme über die Kalte aller' ' jedoch mit Sonnenschein. Den 2'l Vom ^nzelum Tag^ zusammen qel,mnmei,Zi3 Grad; Morqen bis Abend mehrentheils mirWol- 7l^, "^''" "'„diesem Monate ,8 Tage ?en bedeckter Himmel und abwechselndem «nd / ^.?5 ^^' ^ ^^^^gescknire.. So.nemcheme' sanfte Südwind haben Mona^t Z^^^^^^item ^r ^ ^ den noch uorlssm Schnee und Eis stark schlechles, und mehr wc.rmes als lciltes Wetter-K55chM)lM. Dm 32. Vormittag etwas . Prof. Frank.