—^—______ Nr. Ml. P,»»nmel«t»°n»pl«i«: Im «omplolr «anzj, N. N, haldl. II. d 50, iU»r die ^»l»«N»ng !n« H,,,,' hall'i, s.O fr, »lilt !,.', P,Ü ^>'^!'< 15. I,^ld>. «,?>>» Montag, 7. September. « ^,N«n «?>ll., „rcherl p«r Zettl « l» ; b«l ölt»r^,' 1885. h' Feiertages wegen erscheint die nächste ^^unttucr Mittwoch den 9. September. Amtlicher Theil. vllltt^c!' """ l' Apostolische Majestät haben mit b'litäm. .- ^'tschli.ßu»ss vom 27. Vlugust d. I. dem lc>'lkrl^ "^^ ^r Landesregierung in Laibach ^ber?' ^"^ Andreas Log er anlässlich seiner "">'N ei. ^ '" ^" dauernden Nuh.st^nit) in An.rl.n lsjft^ ' " lileljähsigen. treuen l»,d vorzüglichen Dienst-°llksa>i^i c? ^''telkreuz des Franz - Joseph-Ordens """lgst zu verleihen geruht. Alleys/' "öd k. Apostolische Majestät haben mit pe»sio?. ^"tschliehung vom 28. August d, I. dem >n Uje„ A' P'os.ssor am akademischen Gymnasium ^>iäk>s Michael Walz in Anerkennnng seiner "nd W^" rrfulgreichen Dicnstleistnng als Professor Hiiss^"^li"ldisec^' . ^''lschliehnng vom 1. September d. I. Ech^/ralhe des Obe.sten Gerichtshofes Dr. Johann ^^n ! ° ^ TiM und Charakter eines Senatepräsl» 'l'hsll ^ ferste,, Gcrichtshofes allergnädigst zu v.'l-U"uht. ' Prazülm. 9. ^ttl^/ ""^ k- Apostolische Majestät habm mit ^°lr> l' ^"tschließung vom 27. August d. I. die l'che,, m" ^'VwMtin i^ Wien dem außerordent» l l. N^°Miur d^ Fundamental« Theologie an der Hs. SH "^"'ve'silcit. H^^plan und Hosburgpfarrer ^"ei der allergnädigst zu verleihen geruht. ^uH l' und k. Apostolische Majestät haben mit ^alaupr ^ ^'Uschließung vom 31. August d. I. dem ^ l uü. . Oberstaatsanwalts - Stellvertreter Willibald 'k'slui,« .'6? 'u Anerkennung seiner vorzilglichen Dienst «e>st. Necatina soll einst dis ganze Thal umfajst haben, mid rs Müsste ein guter N»'ilcr sein und ein flinles Ross reiten, um sie vom flüh morgens bis spät abends durcheilen zu können. In viel späteren Zeiten klirrten dort die Waffen der kroatischen und ungarischen Optimalen, die Gorjaxski, die Horvati, die Lackov te, «öimolNornja, Hedetvary u. s. w.; der Kampf aber galt einerseits einer K>one, anderseits dcm ttöüi^reich Bosnien. Noch später nistete sich dort der Halbmond und der krumme Säbel der Iamtscharen ein und verwischte alle Spuren der Freiheit, der C'lltur und des Wohlstandes. Die Dörfer Derv saga, Eminovci, Alaginci und Aliiovci erwecken noch heute die Erinnerung an jene traurigen Zeiten. Ihre Wiedergeburt hat die Stadt erst der Kaiserin und Königin Maria Ther-sia zu danken, durch dcren Fiirsorge sie zum Mütelpunkte jenes Comitalcs aeworden ist. Das dort errichtete Gymnasium und Orphanolrofthinm hat manchen schönen geistigen Funken entfacht und manchen wackeren Kämpen der Cultur und des Fortschrittes erzogen. Diese kleine Stadt wird in wenigen Tagen ein erhebend schönes Schauspiel erleben, wie ein solches seit Josef II. nicht gesehen hat. Sie bietet alle ihre Kräfte auf. um den verehrten und geliebten Kaiser uud König bescheiden und doch würdig zu empfangen. Ihre guten Bürger können sich kaum fassen vor dem unerwarteten Glücke, dass ihnen der Kaiser und König die Ehre seines Allerhöchsten V suches erweisen wird, und ebenso werden ihre nicht zahlreichen Mauern kaum alle Gaste umfassen können, die sich dort bald ein-sinden werden. Aus dem ganzen Lande bereiten sich geistliche und weltliche Würdenträger und zahlciche Deputationen jeder Art vor, um dle unerschütterliche Loyalität und Treue des Volkes dem erhabenen Träger der Krone »nd seiner e>lauchlen Dynastie gegenüber an den Tig zu leaen. Wahrlich, das kleine Pojega wird freudenvolle Tage der innigen Liebe und tief empfundenen Verehlnng einer ganzen Nation sehen, die sie nie wird vergessen können! Mitten in den luftigen Streitigkeiten der Parteien, mitten in den Schwankungen der politischen Mei» nungen, mitten in den trügerischen Hoffnungen und Aspnaliooel', mitten in den Verwünfchungen der Systeme, mitten in den Tugenden, durch welche einzelne glänzen, oder den Fehlern, die sie begehen, mitte«' in den Schwierigkeilen der Lage und der Lasten. — eine fsstc, unverrückbare Grundlage hat das kroatische Volk doch unter seinen Füßen und einen unfehlbaren Compass vor seinen Augen: die von den Ahnen üliernummene und in einem jeden Herzen eingewurzelte Treue gegen die erhabene Dynastie. Keine Macht der Erde ist imstande, diese zn entwurzeln. Sie !st im gleichen Mlche das Ergebnis der Tradition, der Dankbarkeit und des nationalen Interesses. Niemandem wi>d es gelingen, dieses Gefühl, diese Ueberzeugung im Volle zu ändern. Unter allen Erscheinungen aber, die in Pozega bald hervortreten werden, so schreibt die „Ngramer Zeitung", welcher wir diese Zeilen entnehmen, werden wohl die Deputationen aus Bosnien die merkwürdigste dielen. Als ob sich die Zeiten Marias und Sigismund wiederholen wollten, Poz>ga ist wiederum der Mittelpunkt der Zufälle geworden, mit denen das Schicksal Bosniens im Zusammenhange steht. Auf politische Prophezeiungen verstehen wir uns nicht im mindesten; von leeren, geschwätzigen Kannegiehereien wenden wir uns mit Widerwillen ab; unser Auge ist zu wenig scharf, um den Faden zwischen Kremsier, Poz?ga und Sarajevo zu bemerken. So viel scheint aber klar zu sein, dass der Annexion Bosniens die inneren Verhältnisse der Monarchie weit mehr im Wege stehen, als die äußere Situation von Europa. Wie soll jenes Land, einmal der Monarchie annectierl. in das dualistische Gebäude eingefügt werden? Will man es unter die beiden Hälften der Monarchie vertheilen, wer wird denn die gerechte Theilung treffen? Kann man Bosnien von Herzegowina trennen? Kann sich Oesterreich mit Herzegowina begnügen, wenn Ungarn das viel größere und fruchtbarere Bosnien für sich nimmt? Kann es Ungarn in Nbrtde stellen, dass Oesterreich seine 70 Procent gegen die 30 Ungarns für Bosnien eingescht hat? Kann es Oesterreich leugnen, dass die Könige von Ungarn den Tit l von Botmen führen?... Wer wird diese Gegenjähe mit seiner Weisheit, mit glücklichem Erfolg ausgleichen? Hier liegen die größten, vielleicht die einziaen Hindernisse und die Motive jener begreiflichen Zöge« Imilleton. Ein Modell. Nl« ' "' i^erlab 'A am folgenden Tage meine Unbekannte 3K sich _l l sie ei„e andere geworden. Sie lam an, Äel n'i«^. ">r die Hand zu reichen, auf einen .. ^te mi^ "«."b brach in heftiges Schluchzen aus. Ich lante: '^' ^le meine Hand auf ihre Schulter Ae'ich'^aben mir uicht einmal die Hand gegeben; .die Ull^ ^'d'Nt? O, bitte, sagen Sie mir, ob '5 und l?.«!, ^1"2 Kummers bin." Sie erhob sich N. "O.le^ ^-""5 fieberhaft die Hand. M aut ^" si"d es nicht," antwortete sie, ..Sie ! b'e Tt>,-5 ä" großmüthig . . ." Dann trocknete ""Mrlick I"«!'"b ihre Augen leuchteten in einem ll "Sie sj ! "lanze. 8!.^ ^äuttp ^"'lhl'" lief sie noch einmal, indcm b k " H, b"Ule und ihre Haare zurückwarf. ..Sie ll« ' dieser 5«'.' ' er ist's . . . diese« wilde Thier > mich ^eusel " ' er verdächtigt mich ... er ^. ^ae. k,:,^ - - er droht mich zu lobten, wenn ich 3 s^'^VÄ^'umen. Heilige Mutter Gottes! >n7"ler il„'H, will mich todten, nnch. wahrend em und^ "ale". Z.steht. "'" hnlige Katharina nach ^ June « ?" W'a krampfhaft an zu lachen, l " "« nähme», einen Ausdruck an. der nlcht zum Modell einer Heiligen passte. Jede Spur der f'üheren Sanfmulh war von ihrem Gesichte verschwunden und hatte einer Wildheit Platz gemacht, dass ich unwillkürlich zurückschauderte. „Wessen beschuldigt er Sie?" fragte ich. „Weih ich es? ... weiß er es selbst? ... Er ist ei« Unmensch, ein Teufel! . .. Aber genug davon, sprechen wir nicht weiter. . . Eines Tages werde ich mich rächen . . . lange genug schon habe ich seine schlech'e Behandlung erduldet . . . We oft, wenn ich das Pistol auf ihn gerichtet hatte, habe ich mir gesagt, dass es so leicht wäre, mich seiner zu entledigen..." „Das Pistol..." rief ich. Ich s.,h. wie sie zitterte, und ein so seltsames Lächeln umspielte ihre Lippen; dann erwiderte sie: „Ach. S!e können es nicht verftehcn. Das Pistol wird nicht geladen znm Tödlen, es ist nur ein Spiel . . . eine Täuschung. Aber a/iwg davon. . . Kommen wir zu unserer heilig,» Katharina.... gelobt sei ihr Name!" Sie setzte sich und nahm ihre gewöhnliche Stellung ei»; sie warf ihre Haare zurück, senkte die Augen und war wieder das holde, liebliche Geschöpf meiner Träume. Meine Vewu»detung für dirfes Wesen wurde immer größer, aber eil blieb mir noch genug Kalt» blütigklit übrig, um zu fühlen, dass ich schneller mit meinem Bilde fertig würd,', wenn tch das Modell in Zuknnst weniger fähe. Ich hatte von der Sansimuth ihres Charakters und der Lieblichkeit ihrer Slim»,«' einen anderen Begriff bekommen, ich war etwas ext« täufcht worden. Ich sprach wenig, als wir von einander schüden; ohne dass ich sie da» um gebeten hatte, gab sie mir die Versicherung, dass nichts sie daran hindern würde, am anderen Tage wiederzukommen. Ich erwartete sie daher zur bestimmten Stunde, aber sie kam nicht; nach dem, was sich am Tage vorher ereignet halte, musste ich die Hoffnung aufgeben, sie jemals wiederzusehen und mein Bild zu vollenden. Spät am Abend brachte mir ein Gondolier einen Brief; ich öffnete ihn und las Folgendes: «Er hat mich eingefchlossen. und die Fenster sind zu hoch, um hinaussprmgen zu können. Der Unmensch hat mich geschlagen und mit Füßen getreten. Es war nicht das erstemal, aber es soll das letzte sein. Mein Entschlnss ist gefasöt, er mnss sterben. Seien Sie auf jeden Fall heute Abend im Dogenthealer." Der Brief, im schlechten Italienisch und in der mangelhüstesien Orthographie geschrieben, ting keine Unlerschnst und nichts wies darauf hin. von wo er kam. Nichtsdestoweniger entschloss ich mich, der seltsamen Einladung zu folgen und begab mich nach dem Theater. , Das Stillt hatte längst begonnen, als ,ch anlam; ler Vorhang erhob sich gerade zum uierlen Act Man «ab ein Melodrama, betitelt: „D,e Tochter des Vr,-ganten". Ich hatte d.,S Stilck schou früher e.nnial ge-sruen n»o .'rilmc.t« m,ch. dass ,m lchten Acte d»? Tochl" t>ss Brigcln! sitze des Ministerpräsidenten Minister - Cnnferenzen stattgefunden, in welchen die Vorlagen festgestellt worden sein sollen, welche dem Reichsrathe vorzulegen sein werden. Es verlautet, dass auch das Budget pro 188l> schon in diesem Sessions« abschnitte vorgelegt werden wird. (Militärisches.) Nachdem nunmehr alles Nöthige zur Aufstellung der drei österreichischen Land" Wehr-Dragoner» und drei Landwehr-Uhlanen-Regimenter versilgt ist, erscheint die Organisation der Kavallerie für den Kl iegsfall abgeschlossen. Oesterreich-Ungarn besitzt demnach: Dragoner: vierzehn Regimenter Linie, drei Regimenter Landwehr; Uhlancn: elf Regimenter Linie, drei Regimenter Landwehr; Husaren: sechzehn Regimenter Linie, zehn Regimenter Honved. zusammen li? Rciler-Regimenter. (Aus Böhmen.) Das „Frcmdenblatt" nimmt die Meldung!!, über den bdert di>> Rumäne» „dies- wie jenseits der Alpen" auf, sich um die Fahne der Irredenta zu schaien; namentlich predigt sie den ersteren in bluttriefender Sprache die Revolution, wie sie der Anarchismus nicht scheußlicher zu ersinnen vermag; da ist kein Mittel zu schlecht, um nicht empfohlen zu werden; bis der Tag zur „offenen" Revl'luliou kommt, möge mau sich mit der heimlichen liehelsen, zur Flint»', der Brandfackel, dem Dynamit greifen, um das Leben oder die Habe einzelner magyarischer „Heiligen" zu vernichten; dabei wird Hochverralh m>l geradezu empörendem Cynismus getrieben, kurz: die Brandschift, die roth auf Weiß gedruckt ist und in Karans.bc« auch an den Straßenecken angeschlagen wnrde, deckt den bodenlosen Abgrund auf, welchem d r zügellose Nalionalitätsschwindel zutreibt. Es »st denn auch aa»z glaublich, dass die ungarische R'gieruns, die S^che sehr ernst nimmt und es sich angelegen sein lässt, eii'en Einblick in die Beziehungen zwischi-ü den rumänischen Malcontenten in Unqarn und der Bukarester Irredenta zu gewinnen. Die Melduni,, dass die Unt. r suchung der Staatsanwaltschaft in Knans.bcs über« raschende Resultate lieferte, bedarf wohl noch der Bestätigung. Ausland. (Deutschland.) Bereits hat der denlsche Vun-desrath seine Thätigkeil wieder aufgenommen. Wenigstens haben die bestehenden Nuöschüss,' desselben angefangen, die Anträge über die Bildung vm, Veruss-genossenschasten der Privatbahn, und Straßenbahn« betriebe und über die Virichtunsi der betriffenden Schiedsgerichte, wie dies m,ch Vorschlag des ReiM-versichernngsamtes vom Reichsamle des Innern beantragt worden, zu berathen. Die Annahme durch das Plennm ist zweifellos. Auch die Erledigung diefer Angelegenheiten eilt, da die betreffenden Einrichtungen schon am 1. Oktober ins Leben treten sollen. Die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" bezeichnet nach direct aus einer competenten Bnkarester Quelle ihr zugehenden Mittheilungen die Nachricht eines Vu-karester Zeitungs-Korrespondenten als absolut unb,-gründet und tendenziös, wonach die rumänische Regie-rung, namentlich im Hinblicke auf die Eventualität von kriegerischen Verwicklungen im Oriente, in B-rlin eine Anleihe von 155) Millionen auszunehmen beabsichtige, wonach ferner zwischen der deutschen und rumänischen Regierung Verhandlungen oder ein Gedankenaustausch bezüglich der angeblichen Anleihe statt« gefunden haben und die deutsche Regierung angeblich als Bedingungen die Abänderung des Artikels 7 der Verfassung, Abschaffung des Hausiergesches, den An-schluss Rumäniens an ein deutsch-österreichisches Zoll« büuduis ic. gestellt hätte. Diese Nachrichten gehören in das Gebiet der willkürlichen Erfindung und zielen darauf ab, die öffentliche Meinung in Rumänien aufzuregen und die rumänische Regierung zu verdächtign«. (Frankreich.) Die „Agence Havas" schreibt: Mehrere deutsche und spanische Journale beschuldigen Frankreich, dass es den Conflict in der Carolinen-Frage zu verschärfe» fuche. Diefe Behauptung ist absolut falsch. Die ungeheure Majorität der öffentlichen Mei nung Frankreichs wünscht lebhaft die Beendigung des Conflicts, welcher nur neue Schwierigkeiten an den beiden Grenzen Frankreichs herbeiführen könnte. Alle ernsten französischen Journale beklagten, bis auf einige unvermeidliche Uebertreibungen, eiumülhig den Consist. Die Wahrheit ist, dass die Feindschaft zw'ifchen Deutschland und Spanien durch den verletzenden Ton der Presse dieser beiden Länder unterhalten wird, und dass die gegen Frankreich geschleuderte Beschuldigung, es Wolle den Conflict verschärfen, von Personen stammt, Welche ein Interesse daran haben, Schwierigkeiten zwi- schen Frankreich und Spanien hervorzurufen, wie d^ die büiwillige Insinualiou der „National'Zeitullg o weist, welche die Spanier aufmerksam macht, Fla reich suche Spanien uud Dentfchland zu trennen, »" sich demnächst Mmokkos zu bemächtigen. h (England.) Der Lordmayor von Dlll'll" <1" am letzten Dienstag im Stadlhause den Milgl'"^ der irischen parlamentarischen Partei, das l)i'ißl Partei, welche de> Führung Parnclls folgt, ein Ä^ bei welchem d>m „ungeliönteu König von I'land^ Beantwortung des Toastes „I.land eine Nalio" .^ fiel. Plnnrll verknüpfte damit eine längere ^^k' welcher er zuvörderst die jüngsten Autzlassungeli Marquis von Harrington üd.r die irische Frage w Kritik unterzog. Er bemerkt»! unter and?rm: «'/,.!, gibt nichts Unmögliches für ein einiges und enl>A,§ senes Land und für die ehiliche Vertretung dll! Landes. Das englische Parlament muss eine vcm ^. Allenllllivcn wählen. Es muss Irland entweder " vollkommene Recht, sich selber zu regieren, «enM > oder es als eine Kroncolonic ohne Parlamentär», Vertretung regieren. Beide Alternativen müssen die Länge zn einem und demselben Ziele fiihml, >'" « lich zur wirklich nationalen Unabhängigkeit Irlands.» Parnell warnte schließlich das irische Vo!l dring"' von Ausschreitungen abzustehen, da dieselbe» b" ^ wilklichung des Zweckes, den alle irischen P"^ jH. im Augenmerk hätten, nur verzögern wurden. ..^v.„g zeitig ermähnte er die Gutsherren, sich der ^aW !, zu befleißige» und in der Eintreibung der Pach'i nicht zu strenge vorzugehen. . jss (Italien.) Wie aus Rom gemeldet n"l0, . der italienische Nvisodampfer „Ngostino Äarb»"^ der mit Capita» Cecchi an Bord um 28. IlU^.iH,' Zanzibar aus eine commercirlle und wissenscha' .,. Forschungsreise die Kilste von Zanzibar enilang "'^ treten hatte, nunmehr nach Beendigung derselbe«, ^ 2. d. M. nach Zanzibar zurückgekehrt. Er h^e Hafenplätze von Lamo, Port Duruford und 3" A B^y besucht und ein Theil der EMditious'VM''^ zu Lande ein Stück vom Unterlaufe des Stromes ^ erforscht. ^ (Spanien.) Die „France" hat von lh"l" H, Spanien entsendeten Special - Berichterstatter ^ stehende Depesche erhalten: „Die Frage der 6"^'^ ist für die Spanier nicht mehr eine auswärtige o ^ sie ist nicht mehr eine Frage des Patriotismus. > ^ einfach eine Negierungbfrage geworden, uud dtt ^, gierungsform hängt nur an einem Spinnenfabe"'^, der Laune des Marschalls Serrano ab. DM > .^ dem Widerstände des Generals Salamanca ni»' > ^ und heute fragt man sich, ob er nach dem Z"" .^ der letzten Tage die Kraft habe» wird, das ihw ^ geschriebene ehrgeizige Project durchzufüh>el>' ^l Sturz Alfonsos XII., die Proclamation der m^^ mit ihm als Präsideuten. Was sicher undfürd'c^ nischen Patrioten ein gutes Anzeicheu ist, das '> '^d, er sich an die Spitze der Manifestation ste^ ^. die nächstens in San-Sebasticm stattfindet. "^ ^a" Nisterpräsident Canovas ist sehr beunruhigt, "", ^ sagt, der König sei nicht viel ruhiger als er. ^ ^ch! gierung fühlt ihre Schwäche so gut. dass sie. 'M„tel' beeilt, die Cortes einzuberufen, aus Furcht, s^ f^, einen ihren Plänen entgegengesetzten Beschluß ' ^t Der kriegerische Elfer der spanischen Bevölker"'" weit entfernt, sich zu legeu." sche V^^c ^ weil sie einen Sieg des Grohveziers dalst^t. ^ war zum Erd'ücken voll, ur>d das Publicum erwartete die lehtc Scene mit fieberhafter Ungeduld. Der Vmhang gieng in die Höhe und die Bühne zeigte einen Saal des Schlosses, in dem der Brigant aus und nieder gieng und einen langen Monolog deklamierte. Plötzlich erschien die Tochter im Hinter« gründe der Bühne und wurde vom Pul,lic»m mit donnerndem Applaus empfangen. Ich bl,ckte auf und erkannte mein Modell. IH schrak zusammen; nie war mi, der Gedanke gekommen, dass die Heldin meines Romans eine Schauspielen» sein könnte. Und wie spielte sie die Rotte! mit lang herab-fallende» Haaren, die Hände fl>hmd znm Vater erhoben, mit jenem unbfschleidlich rührenden Ausdruck im Gesichte liegt sie zu seinen Fnße» und bittet mit ihrer wunderbaren Stimme um Gnade für den Geliebten. Als der Vater sie schroff zmückwM, bedeckt sie ihr Gesicht mit beiden Händen, steht auf und verlässt verzweifelt die Bühne. Der Tag neigt sich seinem Ende zu, und der Vater schläft ein. Plötzlich bricht ein Unwetter los, das Schloss bebt in feinen Grund-vest.,, Die Tochter erscheint wieder, und bei dem grellen Schein eines Blitzes sehe ich, wie das Modell meiner he.ligen Katharina sich auf den Fußsp'tze» dem Lager des B'iganten nähert, ein P'stol aus lhrem Gürtel zieht und es auf den Schauspieler, der lhren Vater darstellt, richtet. E« fällt ein Schuss. . . aber wa« war da« für ein Schufs! . . . Ich sprang ent-letzt von meinem Platze auf. kalter Schweiß trat auf nun'l SUrue ... ich halte das Gefühl. als ob daS Pistol geladen war. Niemand außer mir hatte es bemerkt; der Schauspieler schnellte empor uud siel dann schwer auf fciu Lager zurück; das Dämmerlicht auf der Bühne verbarg de» Zuschauern den schrecklichen Todeikampf. Die Frau war gleich nach dem Schuss in die Coulisse zulückgetreten und kam jetzt mit ihrem Geliebten am Arme zurück. Ein frenetischer Beifall durchbrauste das ganze Haus. Plötzlich ertönte ein markerfchütternder Schrei und die Zufchauer, die der Bühne zunächst saßen, bemerkten mit Entsetzen, dass sich der Vrigant in seinem Blute wälzte. Jetzt entstand ei» fürchterlicher Tumult. Ich sah alles dies wie in einem Traume; ich hö-te das wahnsinnige Schreien der Schauspielerin, die sich über die Leiche gewoch» und dara» festgeklammert hatte, ich hörte Stimmen neben mir: „H'''lige Jungfrau, es war chr Mann! Welch ein Unglück! Das Pistol war geladen und niemand wusste es! Sie wird noch wahnsiunia werden! Hört nnr. wie sie schreit!" Ich sah wie man sie mit Gewalt in die Coulissen gezuaen batte und ein Gefühl des Entsetzens bemächtigte sich meiner' So schnell als möglich verließ ich das Theater. Am folgenden Tage sprach man von nichts an-derem, als vun dem Unglücksfall im Dogentheater' aber noch mehr als das Opfer beklagte man die unglückliche Frau, die ein graufames Schicksal zur Mörderin ihres Gatten gemacht halle. An mehreren Orten der Stadt hatte man bereit« Subfcriptiouen f», sie eröffnet. Durch diefe vielen Veweife der Theilnahme irregeführt, fragte ich mich, ob ich nicht vielleicht ein großes Unrecht begehe, wenn ich diefes "t'9'^liü Geschöpf verdächtige. Wäre es nicht sog" '^ "h^ dass ich mich durch eine zufällige Aehnllchtt' täusche» lassen? ^i< Am Nachmittag saß ich wie gewöhnlich ""',,^eB' Balkon und rauchte eine Cigarre. Wie ich s" "'^ hinunlerblickte, sah ich. dass eine Gondel "" M Hause anlegte und eine verschleierte Dame h" Hi<"' Mein Herz klopfte heftig und drohte mir A z^ ^ gen; ich trat ins Zimmer, um meinem ^i' ,„^ gegenzugehen. Die Thüre öffnete sich leise. "'^Hlele Modell trat über die Schwelle. Ehe sie ihre"" ^ hob. warf sie einen Blick im Zimmer u"'y ''Hppe" erfchien ein engelgleiches Lächeln auf ih>e> und mit ihrer süßen Stimme sagte sie: Zie N^,, ..Sie haben meinen Brief empfangen l ^.^>l^ im Theater?" Ich fah sie starr au "'d a"' ^ l>e" „Ja, ich war im Theater und ich . - -^ " , Unglücksfall mit angesehen." n,alilclss^'il ..Ja. ja. Sie haben recht . . . der Mg' ^ erwiderte sie lachend. „Der Unmensch "" ^ '"1 geswn nicht erlauben, zu gehen, er h" ^ ^ ! Füßen getreten! Nun, hier bin ich! ^^ V»'^ ,n nicht mehr schlagen, wenn ich heimkehre- ^lil Gnade der Madonna bin ich befreit, und ^ ^ ° mit Muße Ihr Bild zu Ende bliuge". ">"" s heilig. Jungfrau!" .. ,„jt u"^ „Ich fürchte." sagte ich, „dass NM '" ^ Sitzungen zu Ende sind . . . Wussten »"' l das Pistol geladen war?" l ^bacher Zettung Nr. 203 1«43 7. September 1885. hll?m'^" ^""ae mit Münir Pascha unzufiieden und aeb>^'"Äl seinen bisherigen Must, schar Schni Pascha Elam? s ^"' letzlere ist echter Alltülle und gilt in ^^surcinen anständigen Mann. Tagesneuigkeiten. siir ^'.^iestät der Kaiser habe», wieder „Bote lu»n « "'^ Vorarlberg" meldet, de, KircheiNxrwul' te» ,n^ ^'"" zur Anschaffung von Kirchrligerälhschaf- ^ st- zu spenden geruht: ^i».. Mlchstat der Kaiser haben, wie die ,.Vrünner ^ "Ng meldet, zur Nestamierung der Kirche zu gencht ""^ Unteistützung von 100 fl. zn bewilligen Prii^ 5^^^ kaiserliche Hoheit die Krön-"Nen «l ^'" Stephanie) beabsichtigte am 3, d. M. b'escn ^^'s »ach Aquileja zu machen und bestieg z» Oh 's.""'cke in Begleitung der Hosdamen nud des s lliyusme.swtz die Yacht „Fantasie," Infolge des Herren ? Smocco war aber die Brandnng am Strande Welch ?d°'Namleja s" stark, dass die Damvsbarcasse. ">cht - ^ Vefahrung der Canäle bestimmt war, !chrü,li "^ werden lmnite. Die Kronprinzessin be-lshtl ^ ^^^ "us ku'k Spazierfahrt im Golfe und 4 d M ^, ^^ "bends nach Miramar zurück, — Am Thal, c ^"^ ^ ^^ nnternahln die Kronprinzessin eine die N' ^ "ach St. Andrea und gieng die Fahtt durch ^rand" m"'^"'uto, Via Ghega. Via Dogana, Piazza 'vo llk^' 2azzaretto vecchio bis zum Lloydarseuale. lllida s ! ^"^^ ^""Ns des Meeresstrandes und der do,, s, "zwne nach Miramnr zurück, Beim Einbiegen z»ic,r ^'"^" Grande in die Via dell'Orologio. nnd ^chte ^"^ ""trrhalb des Hotels garni, strauchelte das dn„ . ,A^ und fiel, lichtete sich aber sogleich wieder äreaa, "^' "" ^m 3, d. abends sind Sr. Majestät i!^"'.9ladftzly" und Kanonenboot ..Kerl." wieder Aülsr "'kfter Golf eingelaufen »nd haben vor Miramar l ^worsen. ^hrer , ^Idung, dasg die anlässlich des Aufenthaltes Etf^l^ "'glichen Hoheit der Frau Kronprinzessin l'chkfit "'^ ^ Miramare projectier! gewesenen Festem, I'l' ^^^" ""^ momentanen Unwohlseins der hohen ^nxcll.s'' ^ Werden mussten, hat zu Deutungen nnd l'Mx. ^" ^"lass gegeben, die — wie wir erfahren — """d'g unbegründet sind. Atniel^ ^"^ serbische Königspaar.) Ihre '"ttdfn " ^^ Kllnig nnd die Königin von Serbien Efpit "ah einer Mittheilnng aus Belgrad am 13te» ^iila f. ""^ ^'"l abreisen. Während der König ltij„j , ' ^ "ach Gleichenberg begeben wird. dürfte die "" "ntalie einen böhmischen Curort aufsuchen, p,t!^ ^"6 der Küche des deutschen Krön-lichk,,«,'!,") Lolgende ..Geheimnisse aus der kronprinz-^rznm ?°"' selche die „Deutsche Fleischerzeituug" als ^lten ^^" d'e Fleischconfiscationen auf den Wochen° dass < '«Berlin und zum Beweise dafllr ausplaudert. e>tl« ti^ ^' «Wann ist das Fleisch verdorben?" '"teieisz^ unmer offene ist, diirfte auch weitere Kreise ^züzliü . Darnach ist die Frau Kronprinzessin eine "Nr «it f "^'schtennerin, in ihrem Haushalt aber darf ^tlllii? ! stetes fleisch verwendet werden. Oft genug ^ferun? ^ Frau in eigener Perfon die Fleisch-^"tti ^"'. verschmäht es sogar nicht, die vorgeschrie-"slhf°t»^ch^'"engen zu controlieren. Die großen slatted n,^^"'' wenn die Jahreszeit es irgend ge-unter zwei bis drei Wochen altgeschlachtet ben, ^ ^ 'ch es wusste!" erwiderte sie lächelnd, in-Mle fz '^ «esicht dem meinigen nahe brachte, ,.ich 'k gethan und für Ihre ^b"et^ick^°^ ^'^ lief und von ganzer Seele," , Hl ohne .,' '^" von nun an könnte ich Sie nie Ä«n Sie ":" befühl des Abscheues anblicken. Ver- ^ M'ch! M^ " um dcs Himmels willen, verlassen daz N^"" "^'^n etwas daran liegt ... nehmen ^ Em«. <°/^ achen Sie!" 3>'er. „, ^ Stille herrfchte einen Augenblick im "" hör"n V°""te da« Plätschern der Wellen im si^ "lk'nd 'tt> """ murmelte sie: '""»kr. '°' Narr, Dummkopf! Sie sind ein Grillen- " "mich. mit Ihnen zu streiten. Sie zubereitet werden. Würden diese Roastbeefs, meint das genannte Fachblatt, auf öffentlichen Märkten zum Ver-kaufe gestellt, sie würden gewiss von den Thierärzten confisclert werden. Trotzdem aber genießt die lronprinz» liche Küche wegen ihrer Roastbeefs eines ganz besonderen Renommees, weil die Herrin des Hauses aus ihrer englischen Heimat ein Verständnis für Fleifch und dessen Behandlung mitgebracht hat. — (Tod einer Sultauin.) In Constan-linopel ist in der vorletzten Woche die dritte Chadine (rechtmäßige Gattin) des Sultans Abdul Aziz nnd Mutter des Prinze Seif Eddin gestorben. Sie war die Tochter eines Tscherlessen-Hänptlings aus der Umgegend von Valum, verlor aber schon frühzeitig ihren Vater, worauf sie mit ihrer Familie nach Erzerum und fpäler nach Ismid übersiedelte, wo ein Bruder ihrer Mutter im dortigeil Zollhause ein Amt bekleidete. Als ihr Onkel später nach Constantinopel verseht wnrde, übersiedelte sie gleichfalls nach dieser Stadt, und dort wnrdl! sie dem damaligen Kriegsminister Hussein Pascha,' der gerade eine Namazan-Braut für seinen Gebieter Abdnl Aziz suchte, ihrer seltenen Schönheit wegeu anempfohlen. Als sie dann ihren Gebieter mit einem Sohne beschenkte, ernannte sie dieser zu seiner dritten Chadine, Am 30. Mai 187tt klopfte Midhat Pascho zeitlich morgens an die Thür ihres Gemaches uud for< derle sie auf, fchnell ihre Habseligkeilen zusammeuzu packen, da sie ihren eben entthronten Gatten nach dem Tscheragan-Palaste begleiten müsse. Der Schrecken hatte sie jedoch so gelähmt, dass zwei Sklavinnen sie aus dem Bette heben uud in das zur Ueberfahrt bestimmte Boot -hinabtragen mussten. l — (Erdbeben in Bosnien.) Die Militär-j Post» und Telegraphen Direction in Sarajevo meldet^ an die Centralanstalt für Meteorologie unterm 4. d.M.:! „In Vanjaluka wurde heute um 12 Uhr 26 Minute»^ mittags ein circa zehn Secunden (!) daurrudes, starkes.' wellenartiges Erdbeben, welchem ein unterirdisches Getöse', unronaieng, beobachtet. Die Richtung der Bewegung war! von West »ach Ost." — („Wir hageln") Aus Lyk (Ostpreußen) erzählt die „Kön, Hart. Ztg.": Vor kurz?», snchte ein ! Landmann Masurens seinen oberflächlich verhagelten Ge°, lreidefeldern. da er gegen Hagelschaden versichert war,' dadnrch das Aussehen einer Total^Verhagelung beizu-! bringen, dass er zwei seiner Lente beanstragte, eine lauge 'l Kette über das verhagelte Getreidefeld hinwegzuschlcifen. Der zur Regulierung entsandte Schätzer überraschte die! fleißige Gesellschaft mitten in diefcr Arbeit. Anf feine' Frage nach dem Grunde dieser eigenartigen Beschästi- j gung, erhielt er die lakonische Antwort: „Wir hageln." — (Tan send Schafe) sind in der Nacht zum 3l. v, M. bei einem Brande, der den Schafstall auf, dem Gute Samplawa (im preußischen Regierungsbezirke, Marienwerder) einäscherle, ums Leben gekommen. ! — (Ein Nachtwandler.) Man schreibt aus z Paris: „Mr. Waterford. Sohn des Parlamentsmitgliedes, gleichen Namens, kehrte vor einigen Tagen im „Hotel Continental" in Paris ein. Um 3 Uhr morgens erhob er sich aus feinem Bette, und die wenigen Leute, die noch auf der Straße waren, sahen zu ihrem Entsetzen! einen Mann im Hemde, ein brennendes Licht in der! Hand. auf den Fenstergerüsten in das zweite Stockwerk hinaufklettern und dort bedächtig von einer Höhe von fünfzehn Fuß herabspringen. Der Fall hatte dem Manne nicht den geringsten Schade» zugefügt; das noch immer brennende Licht in der Hand, fchritt er langsam durch die Straßen, bis er von einer Polizeipatrouille auf die' Wachstube gebracht wurde. Bei der mangelhaften Toi- haben keine Ahnung von Heroismus! Geben Sie mir das Bild! O du gebenedeite heilige Katharina, du trägst meine Mge, du hast meine Hand gelenkt, du sollst fortan meine Führerin sein!" Sie küsste ihr eigenes Bild und fügte lächelnd hinzu: „Addio! Sie sind ein Feigling. Sie haben kein Verständnis für eine edle. heroische That, aber dafür können Sie nichts! Sie malen bewunderungswürdig, Signore, und ich werde nie aufhören, zu Ihrer heiligen Katharina zu beten. Addio, Nodio!... Sie sprechen doch zu niemandem von meinem Briefe?" „Seien Sie ohne Sorge," erwidelte ich, „ich werde das Geheimnis bewahren." „Wll6 8i'n.LlL, Lignoro. Immer werde ich an Ih>e Heilige drnken und ich werde Sie lieben wie mich felbst. Nodio, Addio!" Sie verbarg d.is Vild unter ihrem Mantel, verlieh geräuschlos das Atelier, und ich Hölle, wie ihre Gondel sich von meinem Hause entfernte; ich war wie gebannt auf meinem Sessel, uud die e,sten Strahlen des Mondes fanden mich noch an derselben StcUe, wo sie n,ich verlassen. Nm folgenden Tage verließ ich Venedig. Ich wollle um keinen Preis Gefahr lausen, eine zweite heilige Katharina zu finden. S?il jener Zeit habe ich keine Heilige mehr gemalt. Mein Modell aber habe ich nie mehi wiedergesehen. l lctte war es unmöglich, irgend ein Kennzeichen für die Identität des in immer tieferen Schlaf versinlsnden jungeu Mannes zu constatiereu; vom Hotel machte man jedoch am frühen Morgen die Anzeige, da Mr. Waterford daselbst eine prächtige Uhr sammt einer Kette uud eine größere Summe Geldes zurückgelassen hatte." — (Sträflings emeu te.) Die japanische Post überbringt Einzelheiten über einen ernsten Aufstand unter Sträflingen an Bord des „Sugami Maru", der sich auf der Fahrt von Kobe nach Vokohama befand. Das Fahrzeng hatte 200 Sträflinge an Bord, und eines Abends verfuchteu dieselben. Herren des Schiffes zu werden, indem sie die Wachposten angriffen und auf das Deck zu gelangen versuchte«. Auch üsfxrten sie einen der Cargobehälter und schleuderten Holzstücke und Eisen^ theile gegen diejenigen. die sich den Luken näherten, welche die Schifföbemanmmg infolge des verzweifelten Widerstandes der Stäflinge zu schließen und fest zu machen außerstande war. Um die Meuterer einzufchüchlern. Wurden Schüsse in die Luft abgefeuert, aber auch dies sowie der in Thätigkeit gesetzte Wasserschlauch erwiesen sich als vergebens. Endlich waren die Wachposten ge« zwungeu, unter die Sträflinge zu feuern, worauf sich letztere zurückzogen und es möglich wurde, die Luke» und Verbindungöstege zu schließen uud zu verbarrica« diereu. Das Schiff erreichte glücklich den Hafen, und dann zeigte es sich, dass zwei der Sträflinge erschossen uud vier andere verwundet worden waren. Drei Mann der Wache hatten gleichfalls ernstliche Verletzungen davon» getragen. — (Das Diner mit dem Mikroskop in der Hand.) Ein Gastmahl der Mikroslopiker schildert die „Newyork Times" in folgender scherzhaft satyrischen Weise: „Sobald sich die Herren zu Tische gesetzt hatten, stellte sich ei« jeder feiu zusammengesetztes drehbare» Mikroskop neben sich nnd untersuchte sorgfältig jedes in seinem Bereiche befindliche Nahrungsmittel. Freuden» schreie ertönten bei unerwarteten Entdeckungen von metallischen, pflanzlichen uud wurstige» Theilcheu i« der Suppe. Eine Prüfung des Trinkwassers zeigte eine folche Unmasse von Infusorieu. Säugelhiereu und Dickhäuter», dass die Milroskopiler sich einmüthig weigerten, es zu trinken. Im Verlaufe des Mahles errezte die Ankündigung des Professors Weiß große» Euthusiasmutz. dass er eine Spur einer Haarnadel tn feixen« Beefsteak entdeckt habe, wodnrch er die allgemein angenommene Theorie über den Hausen warf, dafs in amerikanischen Hotels die Beefsteaks chemisch reines, angekohltes Sohlen« leder feien. Zu einer fpäteren Stunde machte Professor Schwarz die unglaubliche Mittheilung, dass er nach ye» wissenhafter mikroskopischer Prüfnng im Heidelbeer-Pud-ding wirlliche Heidelbeeren und in der Weinsäure un« verkennbar Wein entdeckt habe. Dies führte zu einem hitzigen Disput, in dessen Verlauf achtunddreißig Mikroslopiker den Professor Schwarz für einen Ignoranten und gewissenlosen Flunkerer erklärten, Elf andere Mikro-fkopiker waren der Ansicht, Professor Schwarz habe in gutem Glaubeu gesprochen und stellten zu seiner Recht, fertigung die gewiss befriedigende Theorie auf: aus Ver-fehrn habe der Kellner ihm ein Stück Heidelbeer«Pud» ding mit Weinfauce gegeben, das ausdrücklich für den privaten Tisch des Hotelwirteö bestimmt gewesen sei." Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Allerhöchste SPende.) Se. l. und t Npo< stolische Majestät haben zur Erweiterung der Schule zu Altenmarkt. politischer Bezirk Tschernembl, eine Unter-stützung von 300 st, aus der Allerhöchsten Privatcasse allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Die Lourd-Kapelle) unter dem Rosen< bacherberge, welche durch die sehr anerkennenswerten Bemühungen des hochwürdigen 1'. Calistus Meblt. Guardians und Pfarrers dr» hiesigen Franciscanerordens» Convsntes. in fehr geschmackvoller Weise nach dem Muster der Kapelle in Lourd vom Baumeister Herrn Fales« chiui erbaut worden ist, wird am nächsten Sonntag feierlich confccriert werden. Aus diesem Anlasse wird der hochwürdlgste Herr Fürstbischof Dr. Missia in der Franciscauerkirche um 8 Uhr eine slovenische Predigt halten und sodann das Ponlificalamt celebrieren. Nach diesem Gottesdienste wird das Marienbild in feierlicher Procession in die Kapelle unter dem Nosenbacherberge übertragen und dort eingeweiht werden. Nach vollzogener Weihe wird in der Nosenbachrrkirche eine heilige Messe gelesen werden. — (Feuer.) Samstag nachmittags gegen '/,6 Uhr signalisierte der Feuerwächter auf dem Schlofsberge einen Braud in Ilovca am Laibacher Moraste, Es brannte das HauS des Herru stnez iu Ilovca Nr. 32 mit der an« gebauten Stallung. Die Laibacher freiwillige Feuerwehr gieng mit dem Löschtrain und einer Feuerspritze unter Führung des diensthabenden gugScommandanten Herrn Schantl sofort auf den Brcmdplah ab. konnte zedoch nur zur Localisierung des Brandes beitragen. Die Bäuerin Ursula Doliuar. w lche ein Schweln aus dem brenuen-den Stalle hinauftrieb, h"t mcht unbedeutende Brand« wunden an Händen und Füßen davongetragen und wurde ins Spital überführt. Das abgebrannte Object !»nr versichert. «aibacher Zeitung «t. 203 u;i4 7. September 18«5. — (Unsere wackere Gendarmerie) Nicht nur, wenn e3 sich um strenge, gewissenhafte Pflichterfüllung handelt, ist unsere Gendarmerie stets an ihrem Platze zu finden, und nicht diesem Umstände allein verdankt sie jenen hohen Grad von Achtung und Respect, welcher ihr überall von jedermann gezollt wird. Auch der edle Geist und WohlthätigleitSsinn. welcher dieses ausgezeichnete Corps beseelt und dcr jederzeit Von den Herren Osftcieren und der Mannschaft des Institutes bethätiget wurde, wenn es heißt, in Noth und Drangsal den leidenden Mitmenschen beizustehen, tritt bei unserer Gendarmerie in würdigster Weise hervor und trägt nicht wenig zur hohen Wertschätzung bei, deren sie sich erfreut. In Bethätigung dieses edlen Sinnes Wurde, wie bereits fchon einmal aus einem ähnlichen Anlasse im Jahre 1880. infolge deS vom k. k. Landes-präsidium unterm 24. Juli l. I. an die Bevölkerung Krains erlassenen Aufrufes zu einer mildeu Sammlung zu Gunsten der durch Hagelschlag hart betroffenen Bewohner des Gerichtsbezilkes Landstraß, unter den Herren Offici errn und der wackeren Mannschaft unseres Landes Gendarmerie-Commandos auch dieses Jahr eine Sammluug eingeleitet, deren Ergebnis im ansehnlichen Betrage von N4 st 93 kr. gestern von dem k. k. Landes-Gendarmerie-Commando mit der Bitte um zweckmäßige Verwendung dem k. k, Landes-vräsidium überreicht worden ist. Wie wir vernehmen, hat der Herr Landespräsident für diesen hochherzigen Act dem l k. Landeö'Gendarmerie-Commando seinen verbind lichen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen. — (Derlrainisch.küstenläuoischeForst' verein) halt heute und morgen in Pola seine achte ordentliche Jahresversammlung ab. Oberforstralh N,tter v. Guttenberg (Trieft) wird einen Vortrag über folgende Fragen halten: „Wie entspricht die in Istrien übliche Niederwaldwirtschaft fowohl in Bezug auf Rentabilität als auch im Hinblicke auf die Erhaltung der Waldsnb stanz nnd Verbesserung deH Bodens? Welche Aendeiilu-gen im Forstbetriebe erscheinen eventuell in beiden Richtungen empfehlenswert, uud wie wäre die Umwandlung des Niederwaldes in Mittelwald am zweckmäßigsten durchzuführen ?" — (Die Schwindlerin), von welcher wir kürz« lich berichtet haben, wurde vorgestern von der städtischen Polizei in der Person der Antonia Spehal verhaftet. — (Ein Menfchengerippe) wurde Sams tag abends bei der Grabung des Wasjerableitungscanals in einer Tiefe von etwa l'/2 Meter neben dem Lan-desmuseum „Nudolsiuum" blohgelegt. Neben dem Ge< rippe fand man eine Schnalle, ein Messer »md drei Stück Geldmünzen, welche von der Leitung des Rudol' finums übernommen worden sind. Die menschlichen Ueber> reste dürften aus der Zeit der französischen Invasion herrühren. — (Unredlicher Finder.) Eine bei Herrn Josef Lenaröic in Oberlnibach bedienstete Magd hatte am 31. v. M, mehrere Geldbriefe auf der Oberlaibacher Post aufzugeben, von welchen sie einen, der mit 60 sl. beschwert war. unterwegs verlor. Der Verdacht, den Gelobrief gefunden zu haben und zu verheimlichen, fiel sofort auf den im gleichen Hause bedlensteten Hirt Franz Tad,ö aus Verd, welcher jedoch durch drei Tage hindurch den gemachten Fund hartnäckig leugnete. Doch das auffallende Benehmen, welches er diese ganze Zeit an sich beobachten ließ. und schließlich seine Plötzliche Dienstehlimdiglmg verstärkten den Verdacht, der auf ihn gelegt wurde, so dass sich die Hausleute veranlasst gefunden haben, mit der Herbeihulung der Sicherheitsorgaue zu drohen, wenn er den Fund nicht sofort herausgebe. Durch diese Dro-hung eingeschüchtert, holte er uuter dem Dache der zum Hause gehörige» Fruchtharpfe daS dort versteckte Geld hervor, ließ sich aber vernehmen, die Gebäude seines Dienstgtbers in Brand stecken zu wollen, wenn ihm wegen feiner unfchönen Handlung etwas gefchehen sollte. Darob wurde der Bursche verhaftet und der strafen»en Behörde eingeliefert. — (Bedeutender Diebstahl auf dem Lande.) Am 3. d. M. zwifchcn 3 und 4 Uhr nach. mittags wurde durch bisher unbekannte Thäter in das Sft?cere»gew0llic des Besitzers Stefan Klubcar aus Na danjeselo in Innertrain, wahrend er mit den Haus «enossen aus dem Felde beschäftigt war. durch gewaltsamen Druck au dem am Thore angebrachten Schlüsse eingebrochen und dort aus einem Kasten die dariu ver wahrte Barschaft im Gesammtbetrage von 11l9 st. 66 kr. bestehend aus 1 Stück Bank.wte :X I5H st. 4 Stück Banknoten ü 50 st. 10- uud ü Gulden Noten im Bc trage von 800 st sowie mehrcce größere und kleinere Silbermünzen älterer Prägung gestohlen. Der Thäter ist bisher unbekannt, er dürste jedoch zu den Ortsinsassen gehören. Uebrigens versichert man uns. dass der Thorverschluss ein so schlechter geweseu sei. dass rs kaum besondere Schwierigkeiten geboten haben dürste, in das Locale einzudringen. - Wahrscheinlich verwahrt der Kaufmann sein Geld künftighin besser. — (Unglücks fall.) Vor einigen Tagen ,st der zweijährige Sohn der Bauersleute Jakob u»d M^rla Slrca aus Zagorc bei Adelöl'erg unbcmerkt in die unweit des elterlichen Hauses bildlich.-, mil Ausser aMllte Kalkgrube gefallen und ertrunken. Annft und Aitevatnv. — (Die billigste M 0 natsschri sl dcr Welt) imd dennoch inhaltreich nnd elegant isl die sucbcn in d^n Vnchhandlnngen eingctrosscne Salonausgnbe von „Schorers F n m i l i e nbln < t", Wenn das Wort billig mid >,nt irgendwo angebracht isl, so ist es l'ci dieser neue» Zeilschnst der Fall. welche den Inhalt der rühmlichst beiciünlen imd wie seither sorterscheincnden Quartcmsgabc uon „Scinners Fnuilieublatt" iil handlicheren Octau-Monatshesten rcvneuiäßig und einheitlich geordnet dringen wird. Besonderen Well erhall die Sal^n» Ausgabe dadurch, dass dic besten KuusN'Iäüer ans starlem Papier ohne Druck n>>s der Rückseite vcigege>'en werden nnd nnch dic übrigen Vildcr in der Salonansgabe nicht in wert' losen Verkleinerungen, sondern in dcr Oriqinalgi ößc erscheinen. Für ein dickes, mit ausgesuchler Eleganz ansgestatlelci» Heft ist der Preis mir 45 lr. D>,s erste Heft umsas-?t 1U0 Seiten, llnd dabei welcher Inhalt! Die glänzendsten Namen der modernen Literatnr sind vertreten. Wü fiih,en nilto» der Menge nnr die folgenden Äciträge an: Di>' Älniiie des Glückes. Eine nrne Novelle der aslbeliclum E. Werner. — Iin Zook> gischcn, Neucr Bcilrag von Wilhelmine Vuchholz Aul Abend Von W, Jensen. Eine Legende von Wilc>enbrnch — Eine Erzählung von Nosegger — Alli> dem Tagebuch eine«? Vcrliner Eriminalbeanttcn. Von A. O. Klallßmann Eine. höchst lUler» cssante Geschichte ans dcr Verliner Verbrecherwelt — Anfiei dem Äeiträge von Ossip Schnbin, Dr, Esiuarch. Dr. Niemeyer, Professor Cohn, G. v. Amvntor. Ernst Eckstein. L Pictsch. Fritz Maulhucr, Franz Hirsch n, s. w. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Agram, 5. September. Die Negnicol^DkpU' taiion setzte die Berathung übsi' dl? T^lierung des Nuntiums an die ungarische Deputalinn fort und vertagte schließlich ihre Sitzungen, d^ tin -^ußer Theil der Mitglieder an dem Empfange Sr. Majestät in Pozega theilnehmcn wird. Allch das Fiumaner Co-mitat entsendet eine Vegrilßungs-Deputation an daö Allerhöchste Hoflager. Paris, 5. September. Einer Meldung aus Hnc zufolge ist General Courcy von Qiunhnu nach Hltc zuruckqrkehit. In letzterer Provinz sind ernstlicher!' RuhestötUugt'N vorgekommen. Zahlreich? Christen wurden massacriert und Dörfer in Oraud «'steckt. General Prudhomme, welcher angewiesen wuld!>, die Orommg wieder herzustellen, besetzte die Citadelle. Es wurden energische Maßregeln ergriffen. Dhuong wurde von der Regierung enthoben. Madrid, -4. September. Mitternacht. In der Bevölkerung herrscht große Aufregung. Eine zahlreiche Volksmenge stürzte abends gegen d^s deutsche Ge-sandlschastspalaik, zetbrach die Fenster5Heilen nnd riss die deutsche Flagge herab, wl'lche zerrissen wurde. Sodann zog o»e Menge vor das Palais des Ministerpräsidenten uud vt'rlangte die sofortige Knegsrrllänlng an Deutschland. Madrid, 5. September, 12 Uhr 30 Min. früh. Die Agitation nimmt zu. Gegen 6000 Personen mit spanischen Fahnen ziehen durch die S»raßcn. Vor dem Hause des Mllitäruereins und vor dem Athenäum werden die Rufe laut: „Tod deu Deutschen! Es lebe Spanien!" Man versichert, dass ein Ministerium der natw-nalrn Vertheidigung errichtet welden soll. Die Officicrc der drei spanischen Dampfer, welche die Insel ?>,p verließe», wurden abgesetzt. Madrid, 5. September. Die Ministe theilten dem Könige in Lagranja die Depesche von den Philippine« durch das Telephon mit. Der König wird morgen einem Caliinelsrathe präsidieren. D«lo ländern. der berste als „schwach mitlel" in Böhmen n»d -"^ ren, sonst als „mittel", und endlich jene des Hafers n^,ü"^ mittcl" in Olalizicn, Krain und Görz, „schwach miücl Böhmcn, im übrigen nls „miltcl". ^ Die Hülsenfriichtc im allgemeinen lieferte», bc^ehimqslvc'' oersftvcchen in Äöhmen. Mähren U»d Sch!>sie>i ülir „A.". mittlere", die Erbse» in l^alizien nnd die Fisolen in ^k> marf, ttärnlen nnd Ht! ain „,M mittlere" ^l„ten. D"- ^cn hat seinen lwsfnnnM'ollen Stand behauptet nnd verspricht a Ernten; nnr in Siidtiro! ist der Kolbenansal., etwas zu "."»>!> geblieben. ... Ueber den Buchweizen 'als erste ssiucht). dessen Erlite ^ rcits begonnen h,it, liegen ans Schlesien gute nnd ans l^allj vorwiegend glite, theils nber auch ungüustilu' ^''acl>>ichte» w^ Nach letzteren hat derselbe i„ manchen l^geuden gnr ^ ,, Körnen angesetzt. Der in den Alpen und den ^üsteülanoe als zweite Frucht gebaute Buchwesen ist locgeu nngenilgel' Fenchliglcil incist in der Eulluicklnng zurückgcblicbcu. ^ Der Stand der Kcntosseln ha! sich insulgc dcr, menu «"^ nicht übciaN sehr ansgicbigrn Niedelschlä^c i>n aNgeincincü >> besser», doch liegen noch immer zal,!,eichc «lagen iil'er schwo^,^ iluolleuansatz uud geringe Entwicklung derselben vor, ziemli.l! befriedigender Stnnd wird nnr ans Galizieu »»^"^, österieich genieldet; im übrige» stehen nur schwach mittler!' .^ trage in Aussicht. In (Halizieu uud in Sleiermarl zeigen > hie und da "Inzeigen von Fäule. ^. Dic Grummctcrule fi.'l auch in dcr Vcrichlsperwde w stensthcil^' schwach aus; der noch stehende Nachwuchs ^, s„ gebessert. Bezüglich der Klcesamcn^Erntc besiehe» iu ^^''^^ uud Kärntrn geringe, dngeqcn in den westlichen 5 hk'^N ^ Nicderösterreich gute ?lnssichlen. Die hopsenpslüele, hie "'^^„ durch »iegen uutcrbroclicn. liefert in Äöhme» nud ^,il>^'>' ^ inittlcres bis gut mittleres, in Oberösterleich und 2tcicr>" ein gut mittleres bis gutes Ergebnis, , Dic Auesichtcu aus eiue gute Weinlcsc habcn sich l'^^ih. Doch hat die Pcronospora »icht nur iu llutersleiermart u»d^.^ tirol, jondeni auch und zwar iu bedeutenderem Mah^ „> Wippachthalc (K r n i n und Gm z» nm sich siegvisseu, ^'^ ^ obstcrute besricdigt iu den meistcn Gegenocu, während Zlr'clschlcn im allgemeinen viel weniger »mplcche», I» "» sleicrmarl jedoch ist dieses Verhältnis umgelehrt, Laibach, 5. Srptcmber. ?l^> dem l»eut>s,c,i N,alllc »'^ crsch,rne» ! 8 Wagen mit Hcireidl', 2 Waqen n«it HrN Stroh. 1^! Wagen' und !i Schiffe mit ,^ul,^ (:'.0 Enbilmett»' Vurchschnitts« Preise. __^ 'Mi." iml,^ "l^^. Weizen pr hsstolit 6 Ü4 7 9'Vilttcr pr. Kilo . ,84^ Korn ^ 5 .'iü 5 80 Eier pr. Stück . 2i ^ Gerste ^ 4 23 5^!3 Milch pr. Liter . ! ^ ^ Hafer „ 2,7? 8!12 Nindflclsch pr.zrilo 64 ^. Halbsrncht , — — «20 Kalbfleisch . ^54 ^ Heiden ^ 4 87 5 35 Schweinefleisch ^ 66 ^ Hirse „ 5 36 5 4? Schöftscnfleisch 34 ^. Kuluruz „ 5^40 5 42^ ^ähndel Pr, Stück 40 ^. Trdnpftl 100 Kilo 268-------!Tauben « - 1? ^. üinsen pr ^^> Angekommene Fremde Am 5., September. .^ .s, Hotel Stadt Wien. Hcllbcrt. Kansm.. Hauibnrg, ^ ,^> Kansm., nnd Smeibid!. Ne,s.„drr. Wien, — P>ofess" ''.„!, v, Pislliug. t. l. Stnühaüerrirath. nud Allina, ^!. ,„,e Prag Waldmann. Vnhnbeamtcr, samiüt ^""l'l"'' s,!, Alan. Reisender, Tricsl Dr. Wcllculüal. s, l W',','^, s, sannnt Pnuatier, Wien Hravatin. Privatier, sammt ^" M Agram. Pansilli, s, s, Corvetlcu-Eap täu. sam'»« ^',^l, Tnrst. Waller. Eleoi.orc, Private. Gra,z. - "^" ^. Privat icr, Podgora — Thurn. t. t. Äczirlsrichlc'. ^^ Wald ^,i»' Gasthof Kaiser von Oesterreich. Dougan, Piivaticr, >^^, Tuchlcr, Trieft. Fuchs. Pnvolier, sammt Faniili«', ^< Holanct»), Tischler. Tuhein, — Mallogcr, t. t 3»'"'" missär, sammt ssran. Mitterbnrg. ' ,-«ii»>' Gasthuf Tüdliahnhof. Wagner, Privatier. Berlin. - Hlcc glübcr. f baicrischer Bahnmeister, Fürslenseld. ,. ^ti^'' Schröder nnd Gialnssi, Kaufleute, Tricst. Perlout, ^"^ und Goriup, Reisender, Görz, - Zituil. Privatle«, krain. ^^" Verstorbene. ,„, D c n 5. Septen, bcr. F.anz Joses Loos, p"'l'F^"' EisenbahnPorticr. 64 I. Maria.Thcresicnstlasic N>. l^ '' >narldürrc .^s". Den ^ Meteorolostische Beobachtnuge^ in ilaib«H> ?lI.Mg. 730.8? 14.6 W. schwach bewM l»^.„ 5. 2 , N, 730 74 18,0 O schwach bcwött M 9 , «b. 73491 12.6 O. schiuaä,____dcwöllt^1^< ?ll,Mg. 735.92 W.4 wiudslill , ^elicl 1,^ 'i. 2 „ N. 734,79 18.U windstill bewol» ! M" 9 „ Ab.^ 735.28! 14,2 W schwach heit". ^s^ Den 5, morgens bewölkt, nach 8 Uhr stach' ^"..,, < ^ nachmittags gegen 6 Uhr Gewitter aus O. mil P>"l"'W >>, cinige» pageltörncrn. Den <». morgcus Nebel. """' ^ l,c''^ rmgcr Regcu, tagsüber wechselnde Vewölkung. ""''' t,l^' 5 Das Tagrsmillc! dcr Wärme an bcidcn Tage» ^'' ..^ ^ , , beziehungslueisc um 0,9" und 1,4" nntcr dcul ^iorm«^^ ' ' Verantwortliches Redacteurs. Naglii- l ^SllNgjrftnwfl OTt, 203 1645 7. September l8«5. Course an der Wiener sörse vom 5. September i W5. N°ch dem 0^.^ CourMMe i^ttrente - . . . 83-— 83-15 ""Ichcinc . pcr St. 48- 45--">«nte, st,, «srei , 99 90 INNio ^ enb .»>«< '' (" - „> - - »28!» »2-60 ""»I. (Un«. Ostb.) 124--IL5- "- ^!». 4"/° 100 st. . . 123eni«3 90 ^°'"»h'ische ......101 50 102 — ll<,?"l«derös,»>.„/.,: ' - - 105 25 --— z5l!^33^ , - ^«'^ "^'!che ... . 101,50 IN2-— Gelb Warr 5"/„ Temeser Vanat . . , , 1N3-— 1035« 5°„ nnssnrischc......i«»-— <0350 Andere öffentl. Nnlehen. Dc»,iu »teg-^ose 5"„ lUl) st. . 11N-50 117 — dtl', Anleilje 1878, steuerfrei . 103 50 u>4 s.o Änlche., b.Stadtgcmcindc Wien il,-!-— l«»5l> Anlehcn d. Stadt^cmeinde Wie» (Silber und Gold) .... —>— —-Präiilien-AnI.b.St^disscmWill' 12« 10 12N-30 Pfandbriefe (für 10!» si.) Vobcncr, alln..öslerr,4 >/,"/»Gold, l24 — 124-5N dto, in 50 „ „ 4 V, °/n 99 ?s> '02 25, No. in 50 „ „ 4'Vn . 95— 95-5« dlo. Priimien"Schnlbvcrsch,.'!"/i> 98 25 98?s> Qest, Hypothclcnbaul inj. 5 '/, °/„ 101 — —-— Oeft,°ung, V.ml verl. 5«/« . l03»o i«4 — dto. „ 4 '/,"1, , ioi-3<» «01-80 !-l0, ,, 4 °/u . . »l< 25 »900 Nng. allss. Vobeucredü-Actienges. in Pest in I, ,8»ü ucrl.ft'>,»/„ 102-90 iN3'?n Prilllitäts - Obligationen (silr 100 fi.) ülljabely-Westbahn 1. Emission 115 — li« — sserdin.inds-Vtoidbahn in Kill», log-— ic7 — Fral>z<^osef-U>ihn.....92-20! 92 50 Gallische j««rl«i»hn E»l, 1881 !WN si. S. 4'/,"/„ . 100-40 10070 Ocstcrr, Norlvestbahn .... 104— 104-25 Gi^nbülger......»9>10 9»«o Geld war« Staatts>< 4«/„ Doüaii-Dam^ssch. 100 fi. . 1,4-!i5 1145c ^aidach^- Präinieu-Anlehen »Nst. 22— 22-5c Oscner ^»s>! 4» sl...... 49-25 43 — P.i!ss>) ^'ose 4U st...... 40 s,(, 4l,-7l Nolhc» iNcuz, öss. Gcs, v, ,0 st. 14-50 I4?l Nlidolj-^os.: ,<> s>..... l8-75 19-2: S.ilm^'l's!' «lo fl, . , . 54'— 5,4-5» ,'i>-!-Vo>c 40 II. ... 49-!i5 49-?!^ W,i!ds!cin-^ose 2l> sl..... 27-60 28,',« Windl!ch>iräy'i,'osl: i!0 fi. , , . 88'i»5 3875 Äauk-Äctien ^>er Gtitck) Anglo-Ocsten. ÄanI 2au ft. . . 99 — ic»o-— Vantverl-in, Wiener, wo N. . . ica 80 101-8« Bdncr.^Ans!.. Oest,!i00ft,S. 40"/„ 224-75 225-iiN Crbl.E. 97 U0 X8-— Ocster.-Uüst. Vnni..... 8N» — 870- Unionbanl 100 st...... ?»82 79 20 VcrlchlSdanl Mss. 140 fl, 145 — 145-50 Geld wnre Ncticn von Transport' Unternehmungen. (prr Stilcl) Albrecht'Vahn 2NN fi. Silber . —-— —-— ÄIfölb-ssiU!»,'Nilhn ll0U f>, Sild. ,84-50 184 75 Nussin Tep. Eisenb. Ü0U sl. «M,---------------- Vühm. Nordbahu 15U st, , . - ——------- Wcstbnhn 2«a fl. , , .---------------- Äuschtichradei Lisb, 500 st. (!M.-------—-— „ sM. ll,) !<00 st- , —— —-— Donau - DainftsslliisfaljrtS -> Ges. Ocsterr. 5>N0 st. CM, . . , 443 — 444— Draii-!3is,(Vat,-Db.«Z,)?NNst,S. —-—------- Diij--Aodc»l!c,chcrE.^B, i!l>Ust.S,---------------^ ^lisabetli- Aahn 5!«U fl. EM. . - 283-25 233-?b ,. Vin^Nubweiö lii>« fi. . . , --- -^-— , Salb.^Tnol.III <3,>«73ijU0fl.E. 202 — 20250 sserdm.nidS Nordb. 1N00 sl. CM. »355 x»«^ FranZ'IoscfBahn 200 fi. Sill,. 21U-25 »10 75 Mnflil-chlM-Narcsevllis.uaofi V. —— — -i»al,.Narc Ludwi»i-V,2N0fi. Stahl.-Ind. in Wien luu fi. , —-— ^..^ Visenl'nhnw-Vcihss. I.8NN, <0«/<, II»,-— ,«« — „czil>cmnl>l". Papiers, u. V^G. «5 5U «« „ Montan^Gesellsch. »sien, alpine 8N.75 ,7 z^ Prasser Eiftn«3nb.'Oes, «00 sl. 181-50 182>— Galao-Tavi. Eisemasf. 10U,!, . 8»-75 9U-25 Wasscns. O. Oeft, in W. ,00 si. -- _ __ 3risa!ler jlol)l<:nw..«c!. 70 st. , —-— —— Devisen. Deutsche Plätze......«1-ik «i»a London.........124 aki 124 90 Pnris......... 4» 40 40-45 Petersburg......—'— —' - Valuten. Ducatcn........ «8« ««» «0-ssrancs«Hich«i Frischo Go- . ,,Gi!lJra,l({ '^ "ach 15- bis 20maligomy i ll(l|i"lio ° iJe(lft Umoiuigkoit im Antlitze < > soiso ,] '.' , 'JMffjol 50 kr.; Glycoriu- ( ,) Sft'i'l('t ,]¦" 1^^__lianill ung. % S* wahrer Schatz Nc^^^klichon Opfor -ler Selbst- l8s«hwi?s <°»»«le) uiul firelieiinen T)j) ß UnffeilislilasboriiliiiitoWork: 8o -^tau^SeibstbewahruDg. Ji?joao[! dJj11 27 Abbild. Prois 2 11. Loso v.l°8oH T „;;an don «S Uml inhaliert worden |: 5 te^bon blon Gonich an dor Quollo b S^i^^us-MundeS^;:! ^^n^ili^iiunarkl N r. 3.|: f ' $ fKarl Dostalf %) Tapezierer ^ ^ Petersstrasse Nr. 29 ^J ^ oiiipfielilt aioli zu allon in soin_Fach ™ lii (Miisclilaffondoii Arbeiten und sichert m s: bei bostov Ausführung dio billigstem jw ^/ Proiso zu. (2462) 3-2 ^ | Feder-Matratzen zu 10 fi. S Dr. Hirsch hoilt gohelme Krauliheiton icbcr 1M (i\\\d) iH-iviltctO, iiisticfoiibcrc Harn-röhronllÜBSo, Pollutionen, Man-noBsohwiioho, syphilltlsobo Oo-Bohwüro it. Hautaxi38olildg:o, Fluss bei Frauen, ohne yk'vuftfftiniuiß bei< ^nliciiloi Hint) nouo3tor, wlsson-aoliaftllohor Mothodo unter Oa-rantio In kürzester Zeit gründ-Hoh (biöcvct). Drbitmtion : Iflieii, Hlai'iasLi[fßr|lca[;ß 12, 2 läfliiiji Don 0 biß G Uljv, ©duu= linb geiev* S1 tafle uou i) 6i8 4 U(jr. ^oiiovoi- mtisiifi <= Behandlung' auoh brioflloh, und — werden die Medloamonte besorgt. Filiale der k. k. priv. österr. Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe in Triest. Gelder zur Verzinsung. In Banknoten 4 Tago Kündigung 3 Froconl 8 „' „ 3V* * 30 „ » 3V, IJio Zinfnss - Ermässigung tritt boi allon in Umlauf bofmdlichon KinlagR-briofou vom 14., 18. Juni, iosp. lOton Juli 1. J., jo nach don botroMonden Kiin-digungsfriaton in Kraft. In Napoleons d'or 30tägigo Kündigung 3 Procont Bmonatlicho „ Sx/4 „ Giro-Abtheilung in Banknoten 2'/a Proc. /inaon aufjodon Botrag (2377) -o>7 in Napoloons d'or ohno Zinson. Anweisungen auf Wion, Prag, Post, JJrünn, Troppau, IiOmborg, Piumo aowio fnrnor auf Agram, Arad, OJraz, HornianiiHtadt, Innsbruck, Kliigonsurt, Laibach, S:ilzhnrgsjinaonIVoi. Käufe und Verkäufe von Doviaon, EiToctou sowio (loujions-Incasßo V« Proc. Provision. Vorschüsse auf Warrants, Clonditionon jo nach zu troiToudom Uoborein-komnion, gogon Croditoröffnung in London odor Paris V» Proc. Provision für 3 Monato. auf Effecten, 0 Proc Zinson por Jahr bis zum Botrago von fl. 1000, auf höhoro Botriigo gomäss speciollor Voroinbarung. Trleat am 10. Juni 1885. Im landschaftlielien Theater in Laibach Dienstag den 8. September zwei letzte Darstellungen der altbayerischen Passionsspiele. Beginn der ersten Darstellung nachmittags 4 Uhr, der zweiten und letzten abends halb 8 Uhr. IÄT*" l^° nachmittags 4 Uhr stattfindende Vorstellung wird zur ^Wß$ H^"" Bequemlichkeit des auswärtigen Publicums und der Familien ^V| 1^*1^*^ veranstaltet, und haben bei dieser Darstellung Schüler auf *^B| ^^ allen IMätzen nur die Hälfte des Entrees zu entrichten. ^ß9 (3527) Hochachtungsvoll die i>irection. |.,;vk. Himbeeren - Syrupl ^^JJk'\'f/%i^ aus aromati8cbon kruiulscben Gobirgs-Hiuibooron, glänz-^B t'',£S[ ¦• iy \ boll, zartaebmockond, in Flascbon zu 1 Kilo und 10 Deka, ^B /|^-/-^ '~Jty' °iu0 Plascbo 1 sl. Bei Abnabino von 5 Flascbon aufwärts^« /'¦) j p°"7 7 > ' dio Flaacll° 90 hr- Tjßero Fla3?llen wordon mit 10 kr. porH i ' - / '* ' Stück zurückgekauft, so dass dorajonigon, dor 5 Flascbon kauft, ^H i '? •/ i . 4N« Beüulntmachllng. Dem And,»'0s V>il>',l>v uo» Unll'v-b^qHs.-Nr. 4, mchrklnmtcn Äüf^lllililt^, rüctsichilich dlsscl» llubcüuüücu N^chtv-nachflilgcln, wllrdl: üdcr dir Klage . pi^0». 7. Illli 1885), Z. 41!«, d^- Ma ria Verdl'll'l'r von Üiltevl'»'»^ N>. 4 wrgeli Eigl.'nthumsan'.'lkc'nilil»^ Hn» Peler Pcrö« vun Tschcn""l,l, am 8. Juli 1885. (3373—2) Nr. 4500. Velmmtmachung. Dem Micharl Nadvji'il' vou Vojalize Hs.-Nr. 20, uubrtauuteu Aufeuthaltcs, rücksichtlich dessl'u uubekauukn Rfchts-uachsolqt'l», wind? über die Kla^e cit' l>rll.«8.'23. I"!' 1885, Z. 4500, drs Gimliu Kordic vou Vojauze Nr. 2'7 wc^cil 135 si. sammt Auhana H'"-I0s>f Kobeliö vou Tschrrunnbl als liu« rator u»,^ m,s den 3l. Okl ober ,885, uormitt^is i' Uhr. l)>l>rcz.'richts auaeordnet wurde. — z"^'s<''lll.- ^ ^.^ K. k. Bezirksl^richt Tscheruemvl, am 24. Juli 1885.